# Writing Friday 2022 :  Januar #1 – Buchvorstellung

Nachträglich nochmal ein frohes neues Jahr. Von den neuen Schreibaufgaben des #writing friday auf elizzys Blog habe ich erst auf meiner Heimreise von meinem Jahreswechsel in Würzburg gelesen. Leider hat ein Hexenschuss auch meine Kreativität kurzzeitig lahmgelegt, weshalb ich mir als erstes die fünfte Aufgabe vorgenommen habe:

Auf welche Bücher freust du dich in 2022 am meisten?

Das passt dann auch thematisch zum Jahreswechsel mit seiner Tradition, Vorsätze fürs kommende Jahr zu fassen.

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Buchvorstellung

Ich fürchte, ich würde lügen, wenn ich auf diese Frage mit „auf die Kandidaten aus meinem Stapel noch immer ungelesener Bücher“ antwortete. Und darum stelle ich nun die drei nicht mehr ganz so frischen Neuzugänge vor, die es im letzten Jahr noch nicht auf diesen Stapel geschafft haben.

Die aktuelle Mogelpackung: Eine Mogelpackung ist der im Tribus-Verlag erschienene Roman „Mit Herz und Degen“ von Margo Wendt, weil ich bereits im Dezember des letzten Jahres damit angefangen habe – frei nach dem Motto „Setzen wir unsere Vorsätze für 2022 schon jetzt in die Tat um“.  In der mit leichter Hand geschriebenen Geschichte stehen die stets impulsiv handelnde Polizistin und Hubschrauberpilotin Lisa Ritter und ihr bestens organisierter und zum Grübeln neigender Nachbar Paul Darrer, der kurz vor dem Ende seiner Karriere als Profisportler steht und nicht weiß, wie es beruflich bei ihm weitergehen soll. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, und doch fühlen sich beide recht bald nach ihrem chaotischen Zusammentreffen zueinander hingezogen. Ich hatte das Buch bereits auf Wattpad gelesen und habe daher zugegriffen, als man es auch als Taschenbuch erwerben konnte. Von den 383 Seiten bleiben mir noch rund 60 Seiten – und das sind genau die, die für mich noch absolutes Neuland sind (ISBN 978-3-7541-4623-1 – erhältlich leider nur über amazon).

Der Zufallstreffer: Noch bevor ich den Film „Gunpowder Milkshake“ beim Fantasy-Filmfest gesehen habe, ist „Ein Zimmer für sich allein“ von Virginia Woolf in meinen Bücherschrank gewandert – und tatsächlich nimmt der Film an einer Stelle darauf Bezug: „You’ll need a Jane Austen” (Pride and Prejudice), a Charlotte Brontë (Jane Eyre), and a Virginia Woolf” (A Room of One’s Own)… „ – die genannten Bücher sind Attrappen mit Waffen darin – „… Oh, and an Agatha Christie—for reading.” Natürlich ist meine Ausgabe von Virginia Woolfs „Klassiker des Feminismus“ (Zitat auf der Einbandrückseite) kein Behältnis für einen Revolver, sondern ein Essay über die geistige Unabhängigkeit der Frau, das ich mir letztes Jahr bereits gekauft, aber nur kurz angelesen hatte. Die 183 Seiten des im Kampa-Verlag erschienenen Klassikers müssten leicht zu bewältigen sein (ISBN 978-3-311-15008-4 – erhältlich auch im regulären Buchhandel).

Der Klassiker: Lang verschollen und endlich wieder in Griffweite: „Daddy Langbein“ von Jean Webster als antiquarische Ausgabe von 1960 (246.-262. Tausend, erschienen im Droste-Verlag, Düsseldorf), damals noch ohne ISBN (ja, das soll vorkommen) befindet sich schon seit Jahrzehnten in meinem Besitz. Als ich wegen Corona ins Home-Office wechseln musste, habe ich den 1912 erschienenen Briefroman, der 1955 mit Leslie Caron und Fred Astaire verfilmt wurde, in meinem Schließfach zurücklassen müssen. Im Mittelpunkt steht in diesem Buch das Waisenmädchen Jerusha Abbott, das von einem der Aufsichtsräte des Waisenhauses wegen ihres schriftstellerischen Talents auf ein College geschickt wird, doch als Gegenleistung erwartet der Mäzen, der anonym bleiben möchte von ihr einen Brief pro Monat, in dem sie ihre Fortschritte schildern soll, ohne auf eine Antwort von ihm zu hoffen. Mit seinen 216 Seiten stellt es die ideale Urlaubslektüre dar, doch lange Zeit kam ich an dieses leinengebundene Werk einfach nicht heran. Als wir dann zwischendurch ins Büro zurückkehren durften, habe ich es mir wiedergeholt, um es so bald wie möglich erneut zu lesen. Jetzt habe ich die Chance dazu (ISBN: 978-3730605998).

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Dies sind die Schreibthemen für den Januar: 1) Was nimmst du aus dem letzten Jahr für dich mit? +++ 2) Was ist deine Schwäche? Kannst du daraus eine Stärke machen? +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Dieses Jahr wird alles anders, denn…“ beginnt. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Neustart, Glück, Liebe, Hindernisse, Mut. +++ 5) Auf welche Bücher freust du dich in 2022 am meisten?

Dies sind die Regeln: Am Freitag wird veröffentlicht. ++ Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen. ++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. ++ Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden. ++ Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei, lest euch die Geschichten durch und hinterlasst einen Kommentar! ++ Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen