ABC-Etüden 2022 – Wochen 14 & 15 – Etüde 3 – Selbstreflexion

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ABC-Etüden (ihr findet sie auf Christianes Blog) mit den von Katharina gespendeten Wörtern Erzählstoff, sanft und vibrieren zum Dritten. Nach einem Kurztrip durch die Niederlande hat es mich wieder an mein Laptop verschlagen, denn die letzte Phase des Schreibwettbewerbs, an dem ich zur Zeit teilnehme, hat begonnen und endet am 30. April. Da kann so eine Fingerübung nicht schaden, um wieder hineinzufinden.

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Selbstreflexion

Wenn Dir der Erzählstoff ausgeht…

Sanft, ganz sanft hatten sie sich eingeschlichen, die Zweifel, und nun nagten sie an mir. Stetig und unaufhörlich, wie diese kleine Wespe im letzten Sommer, die unermüdlich altes Holz mit ihren Beißwerkzeugen bearbeitete, so dass es vibrierte, bis sich sein Schall in meinen Gehörgängen einnistete.

Würde ich diese Hürde überwinden? Oder würde es bei dem unvollendeten Werk bleiben? Brachliegend für lange Zeit, so lange, bis ich vergessen hatte, was ich einst der Welt mitteilen wollte… Vielleicht hatten all diese Ratgeber recht, und es brauchte einen Tapetenwechsel, um mich wieder auf Kurs zu bringen?

Vielleicht. Ja, vielleicht.

Und so ließ ich meinen Blick über die Tulpenfelder schweifen: Blüten, die sich sanft im Winde wiegten… Sonnenlicht, das durch die noch kahlen Äste und die sich drehenden Mühlenflügel fiel und vibrierende Muster auf den saftigen Rasen zauberte.

Vielleicht. Ja, vielleicht sorgten nur wenige Tage für gerade so viel Erzählstoff, dass es für eine ABC-Etüde reichte.

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157 Wörter für eine Etüde, um wieder zum Schreiben zurückzufinden.

Media Monday #563 : Blühende Landschaften

Endlich mal wieder Urlaub – endlich mal wieder Verreisen. Meine erste Reise in diesem Jahr hat mich von Donnerstag bis gestern in die Niederlande geführt, und zwar nach Amersfoort, Amsterdam und zu den blühenden Tulpen auf dem Keukenhof. Komfortabel mit dem Reisebus durch die Gegend gegondelt, und übernachtet in einem hübschen Hotel (leider am Ar*** der Welt und mit ziemlich dünnen Wänden, damit man vom nachtfüllenden Unterhaltungsprogramm der Nachbarn gegenüber auch noch was hat).

Bekommen habe ich alles, was ich wollte – und zu den sieben Lückentexten des Media Monday bin ich auch pünktlich zurück. Was will man mehr…

Media Monday # 563

1. Sich bei dem, was in der Welt so passiert, mit so trivialen Dingen wie Filmen oder Serien zu beschäftigen, muss auch sein und bestimmt kein Grund, sich ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen.

2. Es mag ja ein ziemlicher Aufreger sein, wenn ein Ausflugsschiffchen zehn Minuten (!) Verspätung hat (oh boy!), aber selbst wenn ich den Grund für die Verspätung gewusst hätte, wäre es nicht schneller da gewesen.

3. Sich mal vom Internet abzuklemmen, ist ein wenig wie eine selbstverordnete Auszeit, denn ohne das ständige Daddeln auf dem Smartphone oder sich einen Kopf darüber zu machen, was man an Fotos alles noch posten „muss“, kann man seine Umgebung doch viel intensiver erleben.

4. Ich könnte mir ja richtig gut vorstellen, dass dieses Jahr nochmal nach Amsterdam fahre, diesmal allerdings im Sommer und dann für drei oder vier Tage.

5. Sollte sich mal die Möglichkeit oder Chance ergeben, dass ich dorthin komme, werde ich endlich die Ziele in Angriff nehmen, die ich bereits zum zweiten Mal verpasst habe.

6. Quentin Tarantino macht einfach immer wieder Filme, die mich am Ende doch nicht begeistern.

7. Zuletzt habe ich in den Niederlanden Käse, Blumenzwiebeln und andere für mich nützliche Mitbringsel gekauft, und das war tatsächlich ein Erfolg, weil so an Sorten gekommen bin, die ich hier noch nicht gesichtet habe. Ich kann mich nicht erinnern, in hiesigen Gärten schon einmal schwarze Tulpen gesichtet zu haben.