ABC-Etüden 2022 – Wochen 18 & 19 – Etüde 3 – Nachts im Museum

Statt einer Fortsetzung des Geburtstagsdramas an Tante Lissys Kuchentafel gibt es heute mal eine Etüde der anderen Art – von Myriade stammt die Wortspende zur aktuellen Etüde: Giraffe, mondsüchtig und suchen.

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Nachts im Museum

Mondsüchtig des Nachts, schlaftrunken am Tage… so fühlte er sich schon seit einer Weile.

Den Job als Nachtwächter würde Paul sicher nicht mehr lange ausüben, wenn das so weiterging. Auch wenn es schwierig war, in absehbarer Zeit einen Termin beim Spezialisten zu bekommen: Er wusste, er würde schleunigst etwas tun müssen, oder er konnte sich bald einen neuen Job suchen.

Reiß dich zusammen, ermahnte er sich selbst, als er die Uniformjacke zuknöpfte und die Mütze geraderückte. Noch einen Schluck aus der Thermoskanne, dann konnte er die Stufen zur Afrika-Abteilung in Angriff nehmen. Hier, im ersten Stock, zwischen an die Wände gemalten Giraffen, Elefanten und Antilopen, würde er heute Nacht Runde um Runde drehen, doch ganz wohl war ihm dabei nicht.

Lieber hätte er mit Rudi getauscht, der im australischen Bereich des Museums Dienst tat. Selbst Sven schien mit seiner Aufgabe, die nordamerikanischen Artefakte zu bewachen, das beneidenswertere Los gezogen gezogen zu haben.

Am gruseligsten waren die Masken überall. Zusammen mit dem schummrigen Licht auf seinem Stockwerk… Paul schlug jedes Mal ein Kreuz, wenn er an ihnen vorbei war. Am liebsten hätte er gleich danach ein Fenster aufgerissen, aber das hätte sofort den Alarm ausgelöst. Statt dessen blickte er durch die Scheiben in die Nacht hinaus. Der Anblick sich sanft im Wind wiegender Äste war so beruhigend.

Blutrot stieg der Mond über den Häuserzeilen aus dem 19. Jahrhundert auf und zauberte lange Schatten aufs Kopfsteinpflaster. Zu spät registrierte Paul die Silhouette einer ausgewachsenen Giraffe, die sich mit beängstigender Geschwindigkeit dem Fenster näherte und ihm jäh die Sicht nach draußen versperrte.

Das letzte, das Paul wahrnahm, bevor er in Ohnmacht fiel, waren die rotglühenden Augen des Untiers und die seltsam geformten Hörnchen auf ihrem Kopf.

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283 Wörter für eine Etüde, die eigentlich viel länger sein sollte und deshalb nach einer Fortsetzung verlangt.

Die Besten am Donnerstag : Die 5 besten Teenager in Serien (m)

Ich glaube, an diesem Donnerstag bin ich nicht die einzige, für die die Suche nach den „5 besten männlichen Teenagern in Serien“ zu einer wahren Kopfnuss mutiert ist. Was diese Aufgabe so schwierig für mich macht, ist die Tatsache, dass in den wenigen Serien, die ich verfolge, kaum Teenager mitspielen. Meine Notlösung für dieses Dilemma: Ich muss weiter zurück in meine Fernsehvergangenheit als ich dachte.

Die 90er Jahre (1990-2000) – Beverly Hills 90210: Dylan McKay (Luke Perry): Dass er zu ihrer Clique so gar nicht passt, ist der aus wohlhabendem Hause stammenden Kelly egal. Er ist die Liebe ihres Lebens, auch wenn sie aus unterschiedlichen Welten stammen.

Die Nuller-Jahre, Teil 1 (2000-2007) – Gilmore Girls: Jess (Milo Ventimiglia): Cafébesitzer Luke hat es nicht leicht mit seinem rebellischen Neffen. Und dass Rory Gilmore eines Tages mit ihm zusammenkommt, hätte sie sich anfangs auch nicht träumen lassen.

Die Nuller-Jahre, Teil 2 (2000-2006) – Malcolm mittendrin: Malcolm (Frankie Muniz): Als Superhirn mit einem IQ von 165 hat man es ebenfalls nicht leicht, wenn man der Mittlerste einer Handvoll Brüder ist. Während ich das schreibe, frage ich mich, wie es erst seiner Mutter ergangen sein mag.

Aber auch so ist mir ja nun nicht viel eingefallen, und vernünftige Fotos habe ich auch keine gefunden, deshalb belasse ich es heute mit diesen dreien.