Die Besten am Donnerstag : Die 5 besten Serienfortsetzungen

Fortsetzungen, bei denen es sich nicht um neue Serienstaffeln handelt, sondern um Nachfolger, die erst nach Jahren ansetzen? Mit dieser Kopfnuss auf „Den fünf Besten am Donnerstag“ stand ich zuerst da wie der Ochs vorm Berg. Denn damit sind dann nicht nur die Spin-Offs raus, die mir zuerst eingefallen sind *), sondern auch die in den 1970er Jahren in Großbritannien erfolgreich gelaufene Serie „Poldark“, von der es ab 2015 eine Neuauflage, erweitert um eine zusätzliche Handlung mit einer völlig neuen, frei erfundenen Handlung, gab.

Hinein in die Liste dürfen aber dafür Filme, die aus Serien entwickelt wurden. Na dann… Let’s go.

Das aktuelle Beispiel – „Downton Abbey“

Sechs Staffeln aus den Jahren von 2010 bis 2015, und dann kam 2019 der erste Film, gefolgt von „Downton Abbey II: Eine neue Ära“ in diesem Jahr. Das war einfach.

Der Dauerbrenner – „Doctor Who“

In den Nuller-Jahren bin ich mit der britischen Kult-Science-Fiction-Serie in Berührung gekommen, und zwar durch Freunde, die noch die Originalserie (von 1983-1989) kannten. 2008 kam dann Pro7 auf die Idee, die Folgen mit dem Neunten Doktor (Christopher Eccleston) auszustrahlen, doch als es auf diesem Sender nicht mehr weiterging, kauften wir uns eine Satellitenschüssel, mit der wir BBC One empfangen können. Inzwischen ist die ARD so schlau, mit ihrem Spartenkanal „ard one“ den Whovians ein Zuhause zu bieten. Zur Zeit werden Dienstags dort auch wieder alle Folgen der ersten Staffel mit dem Neunten Doktor und Rose Tyler wiederholt, gefolgt von einzelnen Episoden der sogenannten „Classics“ aus den Jahren 1983 bis 1989.

Was für eine lange Rede, doch mein Geschreibsel hat einen Sinn: Hat eine Serie Erfolg, ist auch das Spin-Off nicht weit. In diesem Fall ist die Rede von dem streng geheimen Projekt „Torchwood“, das sich über vier Staffeln von 2006 bis 2011 erstreckte; und weil ein Ableger nicht reicht, legte die BBC 2016 die achtteilige Serie „Class“ nach, in der die von Monstern und Aliens heimgesuchte Coal Hill Schule im Mittelpunkt steht. Die Schule taucht immer mal wieder sporadisch in Doctor-Who-Folgen auf, doch der Serie war nur ein kurzes Leben beschert.

Der Hit aus Down Under – „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“

Was Miss Marple konnte, kann Phryne Fisher schon lange. Fans von schönen Filmkulissen und -kostümen kamen bei der in den 1920er Jahren in Melbourne spielenden Serie von 2012 bis 2015 um die unkonventionelle Privatdetektivin mit wechselnden Liebhabern auf ihre Kosten. So interessant ich die Fälle auch fand, habe ich nur einige Folgen aus den insgesamt drei Staffeln gesehen.

Spannender war für mich der 2019 gestartete Nachfolger „Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle“ (Ms Fisher’s modern Murder Mysteries), in dem nun Peregrine Fisher, die Nichte der verstorbenen Phryne Fisher, deren luxuriöses Anwesen in Melbourne sie geerbt hat, als Privatdetektivin bei Mordfällen in den 1960er Jahren ermittelt.

Mehr als diese drei kann ich leider nicht bieten, darum möchte ich noch kurz die zu Beginn unter *) genannten Spin-Offs erwähnen:

„Mayans M.C.“ von 2018 als Spin-Off von „Sons of Anarchy“ (2008-2014) +++ „Vikings: Valhalla“ (2022), der Tausend Jahre später spielende Nachfolger von „Vikings“ (2013-2020) +++ „House of the Dragon“ (2022) als 200 Jahre früher spielende Prequel zu „Game of Thrones“ (2011-2019)

Einen Sonderfall stellt die von Toby Whithouse entwickelte Serie „Being Human“ dar, von der es eine britische (2008-2013) und eine US-Fassung (2011-2104) gibt. Ausgangssituation ist eine WG aus einem Werwolf und einem Vampir, die ein normales Leben führen möchten, aber dann entdecken, dass sie noch eine Mitbewohnerin haben: eine junge Frau, die in dem Haus ermordet wurde und nun als Geist an den Ort gebunden ist. Die Grundidee ist dieselbe, doch die Handlungsfäden unterscheiden sich in beiden Fassungen teilweise erheblich voneinander.

Ein Kommentar zu “Die Besten am Donnerstag : Die 5 besten Serienfortsetzungen

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