Media Monday #579 : Wieder zuhaus‘

Kaum angekommen, wäre ich am liebsten auch wieder weggefahren, denn die Temperaturen in Hamburg mit um die 20 bis 24 Grad (manchmal auch 28 Grad) haben mir bedeutend besser gefallen als diese Sauna To Go in Frankfurt. Aber es ist, wie es ist – machen wir das Beste draus.

Die erste Abkühlung hatte ich übrigens bereits am vergangenen Dienstag beim Iron-Maiden-Konzert im Stadion, wo ich das Spektakel aus luftiger Höhe aus genießen durfte, womit aber auch schon eines feststeht: Sollte ich jemals noch einmal einen Fuß in dieses Stadion setzen, dann nur noch in einer Reihe, die sich am Kopf der „Freitreppe abwärts“ befindet, und am liebsten den Platz direkt an der Treppe. Panik beim Treppensteigen? Fehlende Geländer und zu enge Reihen machen’s möglich.

Beschäftigen wir uns lieber erst einmal mit dem Media Monday, dessen Lückentexte zur 579. Ausgabe ich tatsächlich erst heute ausgefüllt habe:

Media Monday # 579

1. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn wir nicht nach Hamburg sondern wie geplant nach Amsterdam gefahren wären. Uns wären womöglich zwei wunderbare Aufführungen und eine Fahrt mit dem Riesenrad entgangen. Und ob man eine nächtliche Fahrt mit der Barkasse durch den Containerhafen und die Speicherstadt inclusive zweier Feuerwerke noch toppen kann? Sich neben einem riesigen Containerschiff plötzlich ganz klein zu fühlen, da kann eine Grachtenfahrt nicht mithalten.

2. Manch offenkundige Schwäche im Drehbuch lässt sich durch die Adaption für die Bühne im Idealfall ausbügeln: Die Edgar-Wallace-Verfilmung „Die Tür mit den sieben Schlössern“ von 1962 fand ich trotz Klaus Kinski als Bösewicht eher so lala, doch bei der Komödie in einem Krimitheater auf der Reeperbahn habe ich mich prächtig amüsiert. Ähnlich ging es meiner Freundin, die den Film „König der Löwen“ furchtbar kitschig fand, aber von dem Musical rundum begeistert war.

3. Die 2015 gestartete Neuauflage der britischen Fernsehserie „Poldark“ mag ambitioniert gestartet haben, aber wenn dann aus den angekündigten sechs Staffeln nur fünf werden und davon nur die ersten vier auf den Romanen basieren, während die Handlung der letzten frei erfunden ist, frage ich mich, woran dieser Sinneswandel wohl gelegen haben mag. Es war zwar nicht ganz das, was ich erwartet hatte, aber ein Weltuntergang war es jetzt auch nicht.

4. Ich frage mich ja manchmal, ob es wirklich nur an der Lautstärke liegt, wenn einem nach einem Konzert die Ohren klingeln. Nach dem Open-Air-Konzert im Frankfurter Waldstadion (jetzt Deutsche-Bank-Park) hatte ich das Problem seltsamerweise nicht – nach der von einem Partyboot zu unserer kleinen Barkasse hinüber dröhnenden Schlagermusik dagegen beinahe schon.

5. Ohne die Beteiligung von „Powerwolf“, einer deutschen Metalband, wäre wohl das Vorprogramm des Iron-Maiden-Konzerts mein persönlicher Fall für die Tonne gewesen.

6. Die australische Hardrockband „Airbourne“ wäre nicht meine erste Wahl gewesen, um das Vorprogramm beim Iron-Maiden-Konzert zu bereichern, und mit dieser Meinung war ich nicht die einzige an diesem Abend.

7. Zuletzt habe ich mal wieder ausgiebig Kaffee im Bett getrunken, und das war einfach herrlich , weil ich dabei meine Ruhe hatte.