Media Monday #585 : Die komprimierte Hamburgreise

Vier Stunden hin, vier Stunden zurück. Nein, die Rede ist nicht von meiner Reise von Frankfurt nach Hamburg und zurück, die vier Tage dauerte – sondern von meinem Tagesausflug nach Münster, um mir zusammen mit meiner Freundin die Andy-Warhol-Ausstellung anzusehen. Mit diversen Zügen dauerte die Fahrt nach Münster und zurück jeweils vier Stunden, also insgesamt acht. Und alles an einem einzigen Tag. Die Überraschung war groß, unter den ausgestellten Siebdrucken auch ein Porträt der verstorbenen Königin Elizabeth II zu entdecken.

Entdeckt habe ich außerdem auch, dass ich auch ohne Schirm mit halbwegs trockener Haut durch den Regen kam und dass manche Ketten besser sind als andere, was den Kaffee angeht, und dann auch noch leckeren Kuchen anbieten. Kommen wir nun zum aktuellen Media Monday, der diesmal ziemlich kurze Satzfragmente zum Auffüllen enthält.

Media Monday # 585

1. Endlich gibt es einen Teaser/Trailer zu Don’t worry Darling und ich habe ihn mir dann doch angeschaut, obwohl ich von dem unnötigen Medienrummel und den künstlich aufgebauschten „Skandalen“ schon im Vorfeld genervt war. Dabei hätte es diese ganzen übertriebenen „Skandal“-Rufe nicht gebraucht, denn ich finde ihn zumindest unter optischen Gesichtspunkten sehr interessant. Stepford Wives & Truman Show meet Verschwörungsthriller? Vielleicht kommen ja auch Aliens darin vor. So richtig kann ich das Werk noch nicht einschätzen. Links zu Trailer 1 und 2 zum Film mit Chris Pine, Florence Pugh und Harry Styles gibt es hier.

2. Konzerte sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Endlich komme ich darauf, wie das letzte Album von Iron Maiden heißt, und ich muss sagen, das Doppelalbum „Senjutsu“ ist schon ein ziemliches Brett, immerhin spielt sich die Länge von drei Songs im zweistelligen Minutenbereich ab, und das kürzeste Stück ist 4:20 lang. Klanglich gibt’s auch nicht zu meckern – da steht für mich jetzt schon fest: Das wird mein persönliches „neues“ Album des Jahres.

3. Es ist schon erstaunlich, wie schlecht manche LPs klanglich bei ihrer Erstveröffentlichung gewesen sein müssen, weshalb man sich überlegt hat, es bei der Neuveröffentlichung besser zu machen. Im aktuellen Fall habe ich bei dem 2019 neu aufgelegten Album „Live Baby Live“ von INXS zugegriffen. Hier war man so clever, nicht nur ausschließlich die 22 Songs des Konzerts vom 13. Juli 1991 neu abzumischen, sondern sie auf drei LPs zu pressen – und nicht wie bei dem „Live-Album“ von 1991 sechzehn Songs von verschiedenen Gigs der Welttournee zusammenzuschneiden und auf eine einzige Scheibe zu quetschen. Aber auch die Verpackung inclusive Booklet kann sich bei der neuen Fassung wirklich sehen lassen.

Do wot you do? (mach ich doch sowieso) – dieser Song war nicht Teil des Konzerts. Eigentlich schade… https://www.youtube.com/watch?v=yzAepMHp_1M&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=27

4. Im Falle von bestimmten, angeblichen Zensurskandalen hätte man vielleicht einfach mal selber die Klappe bzw. die Finger still halten können, bevor man seinen Hass in die weite Welt hinausplärrt und das böse W-Wort als Diffamierung den anderen in den Kommentaren um die Ohren haut. Denn bei dem, was da angeblich verboten werden sollte, ging es nicht um die uralten Originale und deren Urheber, sondern um die – um es salopp auszudrücken – Fanfiction aus diesem Jahr.

5. Ich würde es ja feiern, wenn nicht jeder Pups auf Tiktok und Twitter zu Aufregungswellen führen würde, die mir im Moment so unglaublich auf die Nerven gehen. Ob es um König Charles III geht oder andere Persönlichkeiten – wer auch immer aus dem Zusammenhang gerissene Filmchen auf gewissen Plattformen hochlädt, hat vermutlich nichts besseres zu tun oder zu viel Zeit, um sie sinnlos zu verplempern. Nein, nicht jedes Filmchen ist eine Nachricht oder gar einen Shitstorm wert, auch wenn das einige Zeitgenossen gerne so hätten.

6. Überraschend gut gealtert ist der Film „Footloose“ aus den 1980er Jahren, wie ich am vergangenen Sonntag, den 4. September, feststellen durfte.

7. Zuletzt habe ich ein weiteres Kapitel meines „Mein Buch für Dich“-Challengebeitrags namens „Der Glastonbury-Zwischenfall“ geschrieben, und das war längst fällig, weil ich die Eingebung, wie’s weitergehen soll, schon am Donnerstag hatte, aber wegen der Sondermeldung aus dem Vereinigten Königreich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Nun liegen noch 19 Kapitel vor mir.

The Glastonbury Tor? – Screenshot bei 6:16 im Video zu „The Pilgrimage“ von Saxon – https://www.youtube.com/watch?v=BgjJf-WpEis&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=28

Und wer sich fragt, worum es bei „Mein Buch für Dich“ geht, für den habe ich jetzt die Erklärung. Bei der Challenge mussten alle Teilnehmer sogenannte Rohentwürfe in 20 bis 25 Kapiteln entwerfen, die dann an jemand anderes verlost wurden – die müssen dann aus dem Entwurf bis zum 1. März 2023 ein komplettes Buch schreiben und sich dabei an die Vorgabe halten, haben dann aber auch sämtliche Rechte an dem Buch, das sie schreiben, unter der Bedingung, dass die Urheber im Vorwort oder Klappentext namentlich genannt werden.

In dem an mich verlosten Entwurf geht es um eine Gruppe Jugendliche, die durch Zufall auf einen Schatz stoßen und dabei den Gangstern, die ebenfalls hinter dem Schatz her sind, in die Quere kommen. Und dann ist da noch eine dritte Gruppe, die ebenfalls nichts Gutes im Schilde führt. Welche Art von religiösen Siedlern oder Stamm die Ideengeberin des Entwurfs vor Augen hatte ich nicht, aber ich tendiere ganz stark in Richtung Druiden bzw. Neuheiden – das lässt genügend Raum für Spekulationen und Drama.