Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Katastrophenfilme

Strenggenommen ist es ein Widerspruch in sich: Denn an Katastrophen kann man in der Realität nichts Gutes finden. Im Film dagegen… Auch diesmal dachte ich „o je, liebe Gina – das wird schwierig“, doch am Ende musste ich dann die Liste der Filme, die mir zu dem Thema eingefallen sind, radikal kürzen. Meine Liste besteht daher aus fünf unterschiedlichen Katastrophen, aufgeführt in umgekehrter chronologischer Reihenfolge (den jüngsten Film also zuerst).

No way out – Gegen die Flammen (2017): Flammendes Inferno? Den Film gab’s zwar schon 1974 – aber hier brennt kein Wolkenkratzer, sondern Wälder. Weil der Wind sich dreht, werden vermeintlich gut in Schach zu haltende Waldbrände zur Todesfalle für die Feuerwehr: Im Jahr 2013 kamen 19 Feuerwehrleute der Granite Mountain Interagency Hotshot Crew ums Leben. Und der eine, den die Flammen verschont hatten, wurde mit Hass und Verachtung gestraft, obwohl er für den Tod seiner Kollegen nichts konnte. – Bekannte Darsteller in diesem Drama waren Josh Brolin, Andie MacDowell und Jeff Bridges.

Deepwater Horizon (2016): Explosion auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko. Aus Zeitdruck schlampig durchgeführte Sicherheitstests waren schuld daran. Der von einem sogenannten Blowouts, bei der sich eine Gasblase entzündete, ausgelöste Großbrand war keine Erfindung der Drehbuchautoren, sondern hat sich 2010 auf der Ölplattform „Deepwater Horizon“ tatsächlich zugetragen. – Bekannte Darsteller in diesem Drama: Mark Wahlberg, Kurt Russell und John Malkovich.

Boston (2016): Bombenanschlag am Patriots‘ Day. Erneut eine reale Geschichte: 2013 gab es während des Boston-Marathons mehrere Sprengstoffanschläge, bei denen drei Menschen starben und 260 verletzt wurden. Auffallend ist, dass die Abstände zwischen tatsächlicher Katastrophe und filmischer Aufarbeitung immer kürzer werden. – Mitwirkende in diesem Drama waren Mark Wahlberg, Kevin Bacon und John Goodman.

Everest (2015): Feuer und Explosionen? – Fehlanzeige. Diese Katastrophe spielte sich in eisigen Höhen ab – basierend auf dem Roman „In eisige Höhen“ von Jon Krakauer, schildert dieser Film die Ereignisse einer Expedition auf den Mount Everest im Jahr 1996, bei der in der Todeszone mehrere Bergsteiger aus unterschiedlichen Teams ums Leben kamen. – Die Darsteller waren hier u.a. Keira Knightley, Jake Gyllenhaal, Josh Brolin und Naoko Mori.

Die Wolke (2006): Die atomare Katastrophe mag zwar in Filmen wie „The Day after“ oder „Wenn der Wind weht“ ebenfalls das Thema gewesen sein (in dem einen eher laut und schockierend, in dem anderen dagegen leise und eindringlich) – aber das deutsche Werk, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Gudrun Pausewang rund um einen Störfall in einem deutschen AKW, möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, da ich das Buch gelesen habe und danach nicht mehr ruhig schlafen konnte. – Die meisten Darsteller, bis auf Richy Müller, waren mir bis dato unbekannt.

„Honorable Mention“: Was nach der Katastrophe kommt? Schauen Sie sich den neuseeländischen Science-Fiction-Film „Quiet Earth – das letzte Experiment“ von 1985 an und überzeugen Sie sich selbst davon, wie es ist, sich als der letzte Überlebende auf einer ansonsten menschenleeren Erde zu fühlen. Der Wahnsinn ist das nicht, auch wenn selbiger von dem Protagonisten Besitz zu ergreifen scheint.