Media Monday #594 : Der Schock des Tages…

… ereilte mich ausgerechnet am Volkstrauertag. Wie passend, dachte ich sarkastisch so für mich – wenn es Überraschungen gibt, auf die ich gut verzichten kann, dann solche: Zu erfahren, dass jemand, von dem man es nicht erwartet hat, gar nicht mehr am Leben ist. Dafür werden andere für tot erklärt – wie zuletzt Jerry Lee Lewis – obwohl sie es noch gar nicht sind.

Das macht diese Art von Überraschung aber auch nicht besser. Laut Wikipedia ist der Todestag von Mr. Lewis immer noch der 28. Oktober 2022. Da frage ich mich, wer sich nun geirrt hat: Wikipedia oder T-Online? Vielleicht sollte ich darüber besser nicht so genau nachdenken, sondern mich lieber auf das Wesentliche konzentrieren, wie aktuell den …

Media Monday # 594:

1. Eine der größten Überraschungen für mich in diesem Jahr war die Entdeckung, dass mir die Musik von Arch Enemy erstaunlich gut gefällt, was nicht nur an den stimmlichen Fähigkeiten ihrer Sängerin liegt, aber darüber habe ich mich schon letzte Woche ausgelassen.

2. David James Cameron und seine Filme mag für viele ja eine Art rotes Tuch sein, aber tatsächlich freue ich mich schon auf die Fortsetzung von „Avatar“. Vielleicht diesmal sogar in 3D.

3. Ich bin schon der Meinung, dass man sich selbst oft viel zu viel aufhalst, doch wenn man es einrichten kann, sollte man auch halten, was man versprochen hat – ich hoffe nur, die anderen Autoren und Autorinnen, die je ein Türchen für einen ganz besonderen Adventskalender auf Wattpad versprochen haben, reichen ihre Beiträge noch bis zum Abgabetermin ein, sonst wird das ein sehr dünner Adventskalender.

4. Ich will ja niemandem den Montag verderben: Das meine Lieblingsband immer noch nicht für die Rock’n’Roll Hall of Fame nominiert worden ist, hätte allein schon gereicht, um den hartgesottensten Fans die Laune zu verhageln. Bei mir hat schon gereicht, dass ihr Drummer plötzlich so abdreht. Umso erfreuter war ich, zu hören, dass ausgerechnet Duran Duran, von denen ich bis ungefähr 1987 total hin und weg war, diese Auszeichnung erhalten haben – und dann verkünden sie, dass ihr ehemaliger Gitarrist metastasierenden Krebs im Endstadium hat. Ohne Aussicht auf Heilung. Wie bitter.

5. Für die letzten sieben Wochen des Jahres habe ich kulturell noch einiges (außer den Filmen, die ich noch sehen möchte) vor mir: Konzerte am 17. und 23. November sowie am 22. Dezember – und natürlich die Vorpremiere von Cats am 20. Dezember.

6. So manch ein Künstler bzw. Künstlerin verdient den Status als Anhänger/in des Mottos „einen schönen Menschen entstellt nichts“, doch eigentlich sollte das Aussehen der Person, die da gerade singt, keinen so großen Stellenwert besitzen. Von daher kann ich die Band verstehen, deren Mitglieder am Anfang ihrer Karriere in einem Interview gesagt haben sollen, sie hätten sich absichtlich hässlicher gemacht, als sie sind, damit man sie wegen ihrer Musik ernst nimmt und nicht als Teenie-Idole anhimmelt.

7. Zuletzt habe ich mir das Album „Volven“ von Hagalaz Runedance auf Youtube angehört und dabei die Kommentare studiert, und das war ein Schock für mich, weil ich auf diese Weise erfahren musste, dass Sängerin Andrea Haugen letztes Jahr am 13. Oktober bei dem Anschlag von Kongsberg (Norwegen) ums Leben kam.

Frigga’s Web – https://www.youtube.com/watch?v=TdvtXQrhsQw

Rest in peace.