12 Colours of Handmade Fashion : Blau im Juni – die Zweite!

 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau.


 

Blau ist eine Farbe, die man häufig in meinem Kleiderschrank findet – mal als Solist, mal als Teil eines Musters. Nachdem ich wochenlang an der „Origami“-Weste gestrickt hatte, wollte ich endlich wieder einmal etwas nähen und hatte mich für die AnNäherung Süd angemeldet – ein Nähtreffen in der Jugendherberge in Würzburg, das bereits zum dritten Mal stattfand, und zwar vom 13. bis 15. Oktober. Mitgebracht hatte ich einen blauen Stoff (50% Wolle & 50% Leinen), den ich auf dem Mittelaltermarkt beim Hayner Burgfest gekauft hatte. Daraus wurde ein Kleid, das ich für mich bereits zweimal und einmal für meine Schwester genäht habe; und jedes Mal aus einem anderen Stoff:

Modell 1 für mich – aus grauem Möbelstoff,

Modell 2 für meine Schwester – aus grüngrundigem Waxprint,

Modell 3 für mich – aus blauem Baumwollstoff, nach einem Motiv von Stella Jean.

 

 

Modell 4 hat zwar immer noch das bewährte Vorder- und Rückenteil, aber zur Abwechslung mal andere Ärmel bekommen, und zwar kurze, deren Saum von einer glockig fallenden Rüsche geschmückt wird, wie man sie momentan an vielen Kleidungsstücken sieht, und zwar so – im Prinzip unterscheiden sich die Kleider wirklich nur durch die Ärmel, und selbst die sind eine Kurzversion des zuerst von mir genähten Kleides, nur mit einem zusätzlichen Volant dran.


 


 

Weil es draußen in den Morgenstunden doch ein wenig frisch war, habe ich die Origami-Weste drübergezogen und festgestellt, dass sich beide Teile durchaus ergänzen, auch wenn der Eindruck entstehen könnte, dass sich die beiden Blautöne beißen.

 

 

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12 Colours of Handmade Fashion : Blau …

… als Teil von Ombré in Blau und Braun


 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau, doch mit meiner Kreativität oder Handarbeitsfreudigkeit war es dieses Jahr noch nicht weit her, und deshalb habe ich mich bei dieser Aktion bisher noch nicht groß gerührt. Jetzt aber ist sie nach wochenlangem Stricken endlich fertig geworden, und ich kann sie hier präsentieren: Eine Strickweste aus Verlaufsgarn, und zwar die sogenannte

Origami-Weste nach einem Muster der Strickdesignerin Anna Maria Busch

 

01 Origami

 

Okay – das Foto oben ist nicht der Brüller, drum gibt’s gleich noch eins, und danach die komplette Story.

02 Origami

 

Farbverläufe sind was tolles. Ich habe sie schon des öfteren auf Fotos bewundert, auf denen die schönsten Schals, Pullis und Tücher zu sehen sind; nur konnte ich mir nie vorstellen, ob das auch wirklich funktioniert, wenn man fester oder lockerer strickt und für ein Strickstück mehr oder weniger Maschen braucht als in der Anleitung steht. Irgendwann habe ich mir dann ein Herz gefasst und mir eine solche Farbverlaufswolle zum Stricken einer verschlusslosen Jacke gekauft.

 

 

Zwar ist die im Strickmagazin „Knit the Cat – We are Color“ abgebildete Origami-Weste aus einem ganz anderen Garn mit dem Namen „Wärmebild“ gestrickt, aber das hat mir nicht gefallen, und deshalb habe ich mich für den Zauberball „Zone Aquatique“ entschieden: hier geht das kräftige Blau nach und nach in Braun über, und der Ombré-Effekt ist tatsächlich so, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

Später habe ich auf einem Blog in meinem Reader ein Bild gesehen, bei dem ich mich spontan an mein Ombrégarn erinnert gefühlt habe.

Die einzelnen Teile

Die Weste besteht aus vier, glatt rechts gestrickten Teilen, bei denen ich mir zu Beginn nicht vorstellen konnte, wie sie zum Schluss aneinander genäht werden sollen:

Teil 1 „Schal“ (26 x 160),

Teil 2 und 3 „Einsätze/Zwickel“ (jeweils 26 x 50 cm)

Teil 4 „Ärmel und Rücken“ (104 x 50 cm) mit Bündchen im Rippenmuster.

Dabei verläuft das Muster der Teile 1 bis 3 im 90°-Winkel zum Teil 4, d.h. Schal und Einsätze werden längs, das Ärmel-Rücken-Teil dagegen quer. Bis ich die 228 Maschen auf der Nadel hatte und aufpassen musste, dass keine Masche von der Nadel ruscht, war das kniffeligste an diesem Modell, stand mir doch keine Rundstricknadel von einem Meter Länge zur Verfügung, sondern es waren nur 80 cm.

Übrigens waren die Stoffklammern, die ich beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft hatte, eine große Hilfe. Nadeln halten in Gestricktem nicht, aber mit den Klammern konnte ich die Teile so fixieren, dass sie mir beim Zusammennähen nicht verrutschten.

 

Das Zusammensetzen der vier Einzelteile

Zunächst musste ich den Ärmel-Rücken-Teil der Länge nach falten und jeweils die äußeren fünf Maschen zusammennähen, um das Armloch zu erhalten. Das Ärmel-Rücken-Teil (Teil #4) hat dadurch eine Vorder- und eine Rückseite.

Als nächstes kamen die Zwickel/Einsätze (Teil #2 und #3) dran: Die wurden an der Vorderseite von Teil #4 angenäht, und zwar so, dass die eine Schmalseite genau in der Mitte des Teils #4 und die andere an den fünf zusammengenähten Maschen zusammentraf.

Den Abschluss bildete der Schal (Teil #1). Seine Schmalseiten sollten mit den Schmalseiten von Teil #2 und #3 bündig abschließen, und die Mitte seiner Längsseite genau auf die Mitte der Rückseite von Teil #4 treffen.

 

Der krönende Abschluss

Was auf dem Papier kompliziert klingt, klappte in der Realität besser als ich gedacht hatte, aber erst zwei separat gestrickte Blenden im Rippenmuster haben die Weste vervollständigt: sie sind sechs Maschen breit und 63 cm lang und wurden zum Schluss an Teil #3 & #1 sowie an Teil #2 & #1 angenäht.

Das neue Kleidungsstück ist sehr hübsch geworden, finde ich, und trägt sich auch angenehm; allerdings ist mir schleierhaft, warum es als Weste und nicht als Jacke oder Cardigan bezeichnet worden ist.