# Writing Friday 2020 – Januar, 3. Woche : Blinder Passagier – Teil 2

 

Fünf Themen gibt es im Januar 2020 beim Schreibprojekt #Writing Friday auf dem Blog von elizzy– für jeden Freitag eines. Schöne Idee, und erneut gibt es eine Aufgabe, die ich am liebsten habe – eine Geschichte zu schreiben, in der fünf bestimmte Begriffe vorkommen soll. Bisher hat das immer funktioniert, und da ich noch eine Fortsetzung der Story vom 10. Januar geplant hatte, geht es heute mit der zweiten Aufgabe weiter: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Geschenk, Pinguin, Tintenfass, ruhig, zart.

 

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Blinder Passagier – Teil 2

Die vom Abend zuvor blitzblank zurückgelassene Küche morgens um fünf in einem solchen Zustand wiederzufinden, war nicht die Art von Morgengruß, die Chris üblicherweise erwartete. Stiefelabdrücke aus getrocknetem Lehm überall, zwei benutzte Gläser, auf der Spüle und auf der Theke Tims Schlüsselbund, an dem ein silberner Pinguin baumelte: Chris hatte eindeutig einen Gast. Und zwar einen, der schon öfters bei ihm logiert und einen Schlüssel für den Bereich über der Werkstatt hatte. Für den Fall, dass er mal wieder Stress mit seiner Lady hatte. Unwillkürlich fiel Chris wieder ein, was er schon häufiger gedacht hatte: „Die einen haben’s mit Zahlen – die anderen sind eher so die Praktiker.“ Und dann gab es da noch solche, die zwar nichts richtig geregelt bekommen, aber dafür gut im Verbreiten von Chaos sind und sich beim Durchmogeln auf ihren Charme verlassen. Tim. O ja, dieses Durcheinander sah ihm ähnlich. Zu faul zum Spülen, also nehmen wir ein zweites, wenn wir mit dem ersten fertig sind? Sein bester Freund war noch nie der Ordentlichste gewesen, aber so ging das auch nicht.

Chris würde ein ernstes Wort mit ihm reden müssen. Inzwischen konnte er ja schon mal die Gläser zusammenräumen. Und noch während er sich über die Lippenstiftspuren wunderte, hörte er von oben plötzlich ein Geräusch. Bleib ganz ruhig, sagte er sich, als der erste Schreck verflogen war, das wird Tim sein. Umso besser. Jetzt, wo der feine Herr wach war, konnte er auch gleich die Küche aufräumen und sich endlich mal für die Gastfreundschaft revanchieren. Bei der Gelegenheit konnte er dann auch gleich mal erklären, von wem die Abdrücke stammten. Von Delia jedenfalls nicht, die bevorzugte dezentere Farben. Außerdem hätten sie ihre Versöhnung bestimmt nicht hier gefeiert. Dass Tim jetzt seine Eroberungen schon mit hierher brachte und für die Privatparty den teuren Scotch zum Abschuss freigab, der ein Geschenk von Delia zu seinem letzten Geburtstag gewesen war, setzte dieser Dreistigkeit die Krone auf.

Er hatte schon die Hand an der Klinke, da wurde die Tür aufgerissen. Aber vor ihm stand nicht sein Freund. Der saß in Jeans auf dem Bett und hatte die Beine lässig übereinandergeschlagen. Wenigstens ein Shirt hätte er sich anziehen können. Da bewies sein Damenbesuch mehr Anstand. Sie war nicht nur vollständig bekleidet, sondern huschte diskret an ihm vorbei aus seiner Sichtweite. Schön für sie. Er hätte schwören können, dass er sie schon einmal irgendwo gesehen hatte, aber vor Ärger kam er nicht drauf – Ärger, so schwarz wie das Tintenfass, das er jetzt am liebsten gegen die Wand dicht über Tims Kopf gefeuert hätte. Oh Mann, Tintenfässer waren nicht verfügbar, aber verdient hätte er es. Hieß es nicht, dass Freundschaft ein zartes Pflänzchen war, das gehegt und gepflegt werden wollte? Aber mit dieser Aktion hatte er nicht nur die Geduld von Chris überstrapaziert, sondern das Pflänzchen mitsamt Wurzeln aus der Erde gerissen. Heimlich und ohne vorherige Absprache einen Übernachtungsgast einzuschmuggeln, ging gar nicht, auch wenn dieser noch so hübsch war. Sein Vertrauen so zu missbrauchen! Bald schon lagen sie sich in den Haaren.

Für Tim stellte sich Chris nur unnötig an, weil dieser wegen dieser Sache jetzt so ein Riesenfass aufmachte. Ja, hätte er ihn denn nachts aus dem Schlaf klingeln sollen, weil er dringend für jemanden ein Dach über dem Kopf brauchte? – Dringend! Wenn Chris das schon hörte… ihm reichte es, dass er für seinen Kumpel der Depp vom Dienst war, und der sich anscheinend in seiner chaotischen Beziehung mit Delia ziemlich bequem eingerichtet hatte. Sollten sie sich gefälligst endlich versöhnen oder trennen – aber dieses ewige Hin und Her, das er jetzt schon seit einem Jahr miterlebte, stand ihm schon längst bis hier! Er war doch nicht die Heilsarmee! Und auch kein Obdachlosenasyl für irgendeinen wahllosen One-Night-Stand. „Krieg endlich Deinen Mist auf die Reihe!“ Fehlte nur noch, dass Tim jetzt mit dem saublöden Spruch um die Ecke kam, dass er sich langsam mal wieder einkriegen könne. Aber Fehlanzeige. Statt dessen platzte die junge Dame, die sich vor dem nahenden Gewitter in Sicherheit gebracht hatte, in die Kampfpause der beiden Streithähne hinein: „Ich sollte besser gehen.“

Ganz Deiner Meinung, dachte Chris sarkastisch, für Tim aber waren diese Worte das falsche Signal. Warum tat sie so, als sei alles ihre Schuld? Okay, den Seitensprung hatte sie absichtlich herbeigeführt, aber dass Lukas ihr das Gepäck vor die Tür gestellt und bereits für den Austausch der Schlösser gesorgt hatte, war der GAU. Nicht nur, dass sie nicht hinein konnte und sich so ihr Plan, ihm die Affäre brühwarm aufs Brot zu schmieren, in Wohlgefallen aufgelöst hatte, aber mitten in der Nacht dazustehen und nicht zu wissen, wohin… Zufälle? Gibt es nicht, und so war Tim auf die ihm einzige praktikabel erscheinende Lösung verfallen, zumal er sich an dem ganzen Debakel mitverantwortlich fühlte: Sie stand auf der Straße, und er hatte einen Zimmerschlüssel. So einfach war das. Warum Chris mitten in der Nacht unnötig behelligen? Und da der Rest ohnehin bekannt war…

Chris fragte sich zwar, seit wann sein Freund die Mitleidstour bevorzugte, ließ sich dann aber schließlich doch dazu breitschlagen, sich Tims seltsamen Vorschlag, Julia für ein paar Tage bei sich wohnen zu lassen, wenigstens anzuhören. Gut, dass Tim ab morgen die ganze Woche mit dem Laster unterwegs war und erst am Freitagabend wiederkam. Es konnte nicht schaden, wenn hier mal etwas Ruhe einkehrte, und diese Julia schien ja so ganz in Ordnung zu sein und nicht so eine aufgedrehte Tussi wie die Ladys, die sein Kumpel sonst so abschleppte. „Meinetwegen“, brummte er und ließ die beiden stehen, um sich der Harley zu widmen, die unten auf ihn wartete. Nur ein paar Tage, dann würden sie weitersehen.

(Fortsetzung folgt)

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Kommt dieser Text nur mir so lang vor? 957 Wörter sind nicht ganz so viele wie im ersten Teil. Wann der dritte Teil folgen wird, steht auf einem anderen Blatt. Die restlichen Aufgaben für den Januar geben eine sofortige Fortsetzung nicht her. Wer’s ganz genau wissen will – hier sind die restlichen Themen für den Januar:

1) Erzähle von einem Vorsatz für 2020. Wieso willst du dieses Ziel erreichen? Wie sieht dein Plan aus? +++ 2) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Geschenk, Pinguin, Tintenfass, ruhig, zart +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Dieses Jahr wird fabelhaft, weil…” beginnt. +++ 4) Dein Tannenbaum möchte nicht entsorgt werden, berichte von seiner Flucht. +++ 5) Welches ist das erste Buch, das du dir im neuen Jahr gekauft hast? Stelle es kurz vor – wieso war es dieses?

Regeln gibt es auch, und zwar diese: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Media Monday # 445: Wann ist ein Flop ein Flop?

 

 

Nachdem ich festgestellt habe, dass keiner der von mir letztes Jahr im Kino gesehenen Filme in den Flop Ten gelandet ist, dafür aber gleich zwei in den Top Ten („Amazing Grace“ und „Us“), kann ich mir jetzt ordentlich was auf meinen exzellenten Filmgeschmack einbilden *hust* und hoffe auf weitere cineastische Perlen in diesem Jahr. „Knives Out“ wäre so ein Kandiat – oder „The Aeronauts“ – aber zur Zeit genieße ich lieber ruhige Abende zu Hause. Mit dem zweiten Teil der fünften Staffel von „Vikings“ bin ich noch nicht fertig, und weil ich Kontraste liebe, folgt gleich im Anschluss daran die fünfte und letzte Staffel des Period Dramas „Poldark“ mit einer Handlung, die mit der im Buch genau null Prozent zu tun hat. Aber ich lasse mich ja gerne überraschen.

Keine Überraschung ist, dass sieben Lückentexte zum Media Monday ab 18 Uhr freigeschaltet sind – da heißt es Ran an die Tasten:

Media Monday # 445

 

1. Gute Vorsätze schön und gut, aber was meinen Medienkonsum im neuen Jahr betrifft kann es sein, dass ich diesmal zwar weniger oft ins Kino, dafür aber mehr in Konzerte gehe und mir auch mehr Serien im britischen Fernsehen anschauen werde.

2. Noch sind erst wenige Tage rum, aber manche sind schon wieder im totalen Stressmodus.

3. Den ersten Urlaubstag solltet ihr euch meines Erachtens schon einmal im Kalender anstreichen, denn was ist schöner als wenn viele freie Tage vor einem liegen.

4. Blicke ich sehnsüchtig auf die Zeit „zwischen den Jahren“ zurück hätte ich gerne wieder so ein Kracher-Konzert wie das vom 27. Dezember 2019 – besonders im Auge habe ich dabei den 11. April mit dem Doppelkonzert von Within Temptation und Evanescence in Frankfurt am Main.

5. Einen Städtetrip könnte man ja vielleicht auch mal wieder ins Auge fassen, insgeheim habe ich für mich schon Berlin eingeplant, weil ich gerne die kleinen, im September geborenen Pandas sehen möchte.

6. Top oder Flop – „Der Leuchtturm“ wird mir auf alle Fälle lange in Erinnerung bleiben, schließlich war das nicht nur mein Kinohighlight des Jahres 2019, sondern auch noch mein persönlicher Film des Jahres. Außerdem habe ich zum Geburtstag ein 216teiliges 3D-Puzzle geschenkt bekommen: Ein rot-weißer Leuchtturm, den ich in zwei Stunden fix und fertig aufgebaut hatte.

7. Zuletzt habe ich an meinem Schreibprojekt weitergetüftelt und das war wie ein Nachhausekommen zu alten Bekannten, weil mir die Personen inzwischen irgendwie ans Herz gewachsen sind, auch wenn sie vermutlich nur für mich zum Leben erwachen und nie an das Licht der Öffentlichkeit finden werden.

Same procedure as every year, James : der Jahresrückblick – Teil 2

 

und die erste Hälfte des Jahres habe ich schon hier Revue passieren lassen. Nun ist die zweite Hälfte dran.

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Juli

Im Juli regierte das Sommerloch, und selbst im Kino wollte der Funke nicht überspringen. Was hatte ich mich doch so auf den Film „Yesterday“ gefreut, dessen Werbetrailer ich im Frühjahr im Kino gesehen hatte… und dann wurde es am Ende doch nur ein Satz mit X. Im Gegensatz zu vielen anderen konnte ich dem hochgelobten Werk nichts abgewinnen und ging mit dem frustrierenden Gefühl nach Hause, für dieses halbgare Etwas einen wirklich sehenswerten Film links liegen gelassen zu haben. Und richtig: Nachholen ließ sich die Vorstellung von „Kursk“ mit Colin Firth zu meinem großen Unmut nicht, denn als ich wieder eine Reihe freier Abende hatte, war von dem Film weit und breit nichts mehr zu sehen.

Sommerlöcher gehören eindeutig gefüllt. Deshalb deckte ich mich mit Filmen und Serien auf DVD ein: The Royals, Vikings und Broadchurch sowie der Komplettbox von „Die Tribute von Panem“ – als ich aber dann erfuhr, dass es am 14. Juli mit der fünften und letzten Staffel von „Poldarklosgehen würde, gab es für mich kein Halten mehr. Kurzes Nachrechnen: Die Folgen, die ich wegen meiner Kanadareise verpassen würde, programmierte ich kurzerhand in meinen Festplattenrecorder. Diesmal war ich fest davon überzeugt, dass mir nicht derselbe Fehler (mit den neuen Folgen die alten zu überspielen) wie im letzten Jahr passieren würde. Eine weitaus ätzendere Überraschung sollte ich nach meiner Rückkehr erleben.

Bild des Monats:

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August

Über diesen Monat muss ich nicht mehr viel schreiben – meine Reise nach Kanada war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Schon lange hatte ich nicht mehr so viel Spaß. Und ein kleiner, harmloser Flirt war auch noch drin. Summer in the City? Den Song konnte ich jetzt endlich sowas von nachvollziehen. Und noch eins durfte ich feststellen: Auch bei 30°C und extrem hoher Luftfeuchtigkeit kann exzessives Walken etwas ganz Wunderbares sein. Müdes Dahinschlurfen auf Flip Flops war gestern – heute geben wir ordentlich Gas und pushen den Kreislauf mal so richtig. Dann schmeckt auch das Bierchen danach, auch wenn’s ein blumig beschriebenes Craft-Beer war, das ich im Normalfall nie getrunken hätte. Binsenweisheit Nummer Zwei: Erleb‘ mal was, ohne ständiges Knipsen mit dem Smartphone. Man bekommt so viel schneller Kontakt mit seiner Umwelt und den Menschen um einen herum. Let’s get connected.

Connected hätte auch mein SAT-Receiver bleiben sollen – so aber hatte ich statt der ersehnten Poldark-Folgen nur je 60 Minuten lang ein schwarzes Bild, einmal mit einer Sendeinfo zusätzlich, dass dort jetzt die Quizshow „Pointless“ laufen würde. Was für ein schlechter Witz. This recording was indeed… Pointless.

Mein Bild des Monats habe ich als Stellvertreter für ein weiteres sonntägliches Projekt, das mir bis zum Jahresende viel Freude bereitet hat: 22 Wochen – ein Objekt, von aequitasetveritas und wortman. Jeden Sonntag gab es von mir ein Bild, auf dem ich mein Lieblingsobjekt immer wieder anders arrangiert habe.

Bild des Monats:

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September

Stell Dir vor, Du hast 30jähriges Firmenjubiläum, aber Du bist gar nicht da. Ein Tag Sonderurlaub winkt Dir trotzdem, und den könnte man doch auch für ein verlängertes Wochenende zum Wegfahren nutzen. Die Idee kam mir, als ich am Anfang des Monats ziellos durchs Internet surfte und durch ein Bild bei pinterest auf einen Twitter-Eintrag umgeleitet wurde, der verkündete, dass es am letzten Septemberwochenende in Berlin zum neunten Mal das australisch-neuseeländische Filmfestival „Down Under Berlin“ geben würde.

Das Programm las sich vielversprechend: viele Kurzfilme, Small-Budget- und Independent-Filme, von denen ich auch schon so einige in meinem Leben gesehen habe, und zum Abschluss die Filmdokumentation von Richard Loewenstein über Michael Hutchence, den 1997 verstorbenen Sänger der Band INXS. Was gab es da für mich noch groß zu überlegen? – Karte kaufen und nix wie hin. Und mit zwanzig Euro für diesen Film und die schwarze Komödie „Book Week“ am Abend davor auch noch eine für mich günstige Veranstaltung. Dass die Unterkunft dann wegen des zur selben Zeit stattfindenden Berlin-Marathons teurer wurde als gedacht, war mir dann auch wieder egal. Pandas gucken im Zoo war noch ein Programmpunkt, der aber dann daran scheiterte, dass die gerade mal vier Wochen alten Knirpse noch viel zu klein und kälteempfindlich waren, um sie der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber ich habe mir vorgenommen, im kommenden Jahr noch einmal nach Berlin zu fahren, denn jetzt sind sie raus aus ihrem kuschelig-warmen Refugium hinter den Kulissen.

Das Spielfilmhighlight „Downton Abbey“ genoss ich dann in meinem Lieblings-Arthouse-Kino, dem Cinéma in Frankfurt am Main, bei einem Glas Gin Tonic. An der Stelle gebe ich gerne zu, dass ich mich darauf schon das ganze Jahr gefreut habe – diese Vorfreude toppte noch die auf die Lowenstein’sche Filmdokumentation, aber sie wurde nur noch von meiner Vorfreude auf die Kanadareise übertroffen. Drei Beweise dafür, dass Vorfreude doch immer noch die schönste Freude ist und dass „Yesterday“ wohl nur die unrühmliche Ausnahme war. 

Bild des Monats:

 

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Oktober

Ein Monat unter einem einzigen Motto – es war Zeit für den sogenannten Horrorctober. Ein Wortspiel aus Horror und October. Deshalb auch die Fettschrift in fröhlichem Schwarz. Ha ha. Ja, genau – es galt, in diesem Monat 13 Horrorfilme zu gucken, und welche das waren, entschieden wir selbst. Eingestiegen bin ich spät, aber umso rasanter habe ich dann aufgeholt, und dann waren es zum Schluss doch noch einer mehr. Hier eine kurze Auswahl dessen, was das Angebot unserer Stadtbücherei so hergab – Horror Light, wenn man so will, aber ich fand’s klasse: „Spring“, „Ghost Ship“, „Fright Night“, „10 Cloverfield Lane“, „Lights Out“, „Black Water“ und „In Fear“ – eine große Bandbreite an unterschiedlichen Spielarten: Komödie, Tierhorror, Horror mit Psychos, unheimlichen Wesen und vermeintlichen Weltuntergangshysterikern… dazwischen neben einer Low-Budget-Produktion auch zwei Filme mit Top Besetzung sowie Schauspielern, die ich in solchen Rollen niemals erwartet hätte. Colin Farrell als Vampir und David Tennant als over the top agierender Showmaster und Vampirjäger wider Willen (Fright Night), und Allen Leech (Downton Abbey) als komplett durchgeknallter Mitfahrer in dem kammerspielartigen, hochspannenden „In Fear“.

Bild des Monats:

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November

Dieser Monat gehört nicht zu meinen Favoriten. Aber wie sagte ich nochmal so schön zu meiner Schwester? Wenn der Monat schon so sch***e ist , soll wenigstens das Kalenderblatt was hermachen. Und weil das so ist, gebe ich mir beim Zusamenstellen von zwölf Bildern für den kommenden Kalender inzwischen besonders viel Mühe. Und damit der Monat gar nicht erst so wird, wie meiner Schwester gegenüber geschildert, habe ich die letzten beiden mir noch zustehenden Urlaubstage am 27. und 28. November genommen. Wobei der erste von den beiden der schönere war. Morgens einen Termin, aber nachmittags eine ausgedehnte Tour durch das riesige Main-Taunus-Zentrum, wo es außer vielen Gelegenheiten, in Sachen Weihnachtgeschenk fündig zu werden, auch kleine Buden mit Lebkuchen, Glühwein und anderen netten Dingen gab – asiatisch Essen gehen musste natürlich auch sein, um mich auf einen musikalischen Abend im Kinopolis einzustimmen, zur weltweiten und einzigen Vorstellung des von 92 auf 98 Minuten erweiterten Konzertfilms „INXS – Live Baby Live“ – die über 70.000 Besucher des Wembley-Stadions am 13.7.1991 wurden noch getoppt von dem Gratiskonzert, das Paul Simon einen Monat später vor 600.000 Zuschauern im Central Park gab.

Übrigens waren bei diesem Film weitaus weniger Besucher im Kino als bei „Depeche Mode – SPIRITS in the Forest“, den ich am 21. November im Offenbacher Cinemaxx gesehen habe, aber hat mich das gestört? Nö. Für mich war’s wie in dem nachstehenden Werbetext: „Forget about being in the crowd. The cinema experience makes you feel like you’re ON THE STAGE! Every instrument, every note, is crystal clear and right there in your face“ (https://www.triplem.com.au/story/review-cinematic-release-of-inxs-live-baby-live-is-a-masterpiece-151608) – normalerweise finde ich solche Texte fast schon peinlich, aber den hier finde ich jetzt wirklich mal erfrischend; vielleicht ist das der ganz spezielle australische Humor. Ha ha. Und der Beweis, dass Kino an dieser Stelle mehr leisten kann als Fernsehen, DVD/BluRay und alle Streamingdienste dieser Welt zusammen.

Vielleicht wäre das mal ein Tip für die übernächste Fußball-WM, wenn es draußen wieder einmal viel zu heiß ist für Public Viewing im Freien oder schlechtbelüfteten Kneipen. Ich kann ja nicht jedesmal in den kühlen Norden ausweichen, so wie 2018 bei meinem Dänemark-Urlaub während jenes Fußballgroßereignisses. Vervollständigt haben diesen Monat das Konzertquartett zum einen das folkig-rockige Weihnachtskonzert „Celtic Christmas“ von Bruce Guthro am 24. November in der Jahrhunderthalle und zum anderen das Konzert der Irischen Band Walking on Cars am 3. November in der Batschkapp, über das jetzt erst mal den Mantel des Schweigens breite, obwohl es nicht an der Band lag, sondern an den unschönen Begleitumständen.

Bild des Monats:

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Dezember

Ja, haben wir denn schon Weihnachten? Die Wartezeit bis dahin habe ich mir mit einem virtuellen Adventskalender versüßt, der aus auf youtube gefundenen Videos zu 26 Liedern aus meiner Smartphone-Playlist bestand; schön alphabetisch geordnet von „A wie Alane“ bis „Z wie Zombie“ bestand. Sogar das Q und die für mich wirklich schwierigen Buchstaben R und V waren darin enthalten, und so hatte ich jeden Tag nette Klänge, auf die ich mich schon morgens freuen konnte. Ein netter Blogger hat mir dann auch prompt noch einen Ohrwurm mit Q beschert, der sich aber nicht lange in meinen Gehörgängen gehalten hat. Da waren dann einige Buchstaben doch stärker. Trotzdem ein dickes Dankeschön an diese Aufmunterung des Tages.

Musikalisch stark geprägt war zwar der November, aber ein ganz besonderes Filmerlebnis erwartete mich am 8. Dezember mit dem Konzertfilm „Aretha Franklin – Amazing Grace“, 1972 in einer Kirche an zwei Abenden mitgeschnitten und mit Cameo-Auftritt von Mick Jagger ganz hinten im Publikum. Was für eine Power. Was für eine Stimme – nein, ich meine nicht Herrn Jagger, sondern die Queen of Soul. Der sechzehnte Film – aber nicht mein letzter, denn mit „Der Leuchtturm“ fand mein Filmjahr seinen krönenden Abschluss – und mit „We salute you“, zwei Stunden geballte Power einer seit zwei Jahren bestehenden AC/DC-Tribute-Band nicht nur der krönende Abschluss meines Konzertjahres 2019, sondern auch eine richtig tolle Möglichkeit, meinen Geburtstag zu feiern, wenn ich an diesem Tag schon arbeiten muss und nicht freibekomme.

Die verspätete Geburtstagsüberraschung bekam ich einen Tag später von der BBC serviert. Durch Zufall darauf an Weihnachten gestoßen, als ich von meiner Schwester gebeten wurde, die Setlist für ein bestimmtes Konzert nachzuschlagen. Manchmal hilft das Lesen des gesamten Artikels anstatt selektives Herausfiltern.

Das war es mit meinem Rückblick auf 2019, der jetzt doch länger ausgefallen ist und nicht nur selektiv auf einzelne/wenige Monate. Steckbriefartig gibt es nun noch eine grobe Zusammenfassung meiner rein subjektiv zusammengestellten Tops und Flops.

Bild des Monats:

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Und hier kommt sie nun, meine höchst subjektive und wahrscheinlich total unfaire Best-of- und Worst-of-Liste:

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Spielfilm des Jahres: „Der Leuchtturm“   —   Würdige Spielfilm-Anwärter: „Downton Abbey“, „Le Mans 66 – gegen jede Chance“, „Official Secrets“   —   Dokumentarfilm des Jahres: „M.C. Escher – Reise in die Unendlichkeit“   —   Würdige Dokumentarfilm-Anwärter: „Depeche Mode – SPIRITS in the Forest“, „Mystify : Michael Hutchence“   —   Verpasste Gelegenheiten zu Filmen, die mich bestimmt sehr beeindruckt hätten: Kursk“, „Systemsprenger“ und „Midsomar“   —   Filmenttäuschungen des Jahres: „Yesterday“ und „Once upon a Time in Hollywood“

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Album des Jahres auf Vinyl: „Songs of Experience“ (U2)   —   Würdige Anwärter auf „Vinyl des Jahres“: „Rockferry“ (Duffy), „Taiga“ (Zola Jesus), „The silent force“ (Within Temptation) und „Born to die – the Paradise Edition“ (Lana del Rey)  —   Vinyl-Oldies des Jahres: „The Swing“ (INXS), „Gold“ (ABBA), „Greatest Hits“ (Queen) und „The unforgettable Fire“ (U2)   —   Enttäuschende Alben des Jahres: „High as hope“ (Florence and the Machine), „Mystify : a musical journey with…“ (Michael Hutchence)

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Konzert des Jahres: We Salute You   —   Konzertflop des Jahres: Walking on Cars   —   Musikvideo des Jahres: „Adore you“ (Harry Styles) — Konzertüberraschung des Jahres: Dixie Chicks, April 2016 – DCXMMXVI World Tour (ausgestrahlt auf 3SAT am 31.12.2019)

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Filme des Jahres auf DVD/im Fernsehen: „Three Summers“, „Hidden Figures“, „Mrs Mallory und der Duft von Curry“, und „Fast Girls“   —   DVD-Flops des Jahres: „Katakomben“, „Ein Goldfisch an der Angel“, „ES“ und „Kinder des Zorns“   —   Bestes Binge-Watching-Erlebnis: „Stirb Langsam“ (Teil 1 bis 4)   —   Weihnachtsfilm des Jahres auf DVD nach der Christmette: „Angels‘ Share – ein Schluck für die Engel“

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Fernsehserien des Jahres im Fernsehen/auf DVD: „Vikings“, „Lucifer“, „9-1-1 Notruf LA“ und „Younger“   —   Serienflops des Jahres: „Charmed“ und „Legacies“   —   Verpasste Serien: „Game of Thrones“ (Staffel 8) und einzelne Folgen von „Poldark“

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Überraschungen des Jahres: Dass ich am 31.12.2019 die fünften Staffel von „Poldark“ im Laden entdeckt habe – und das Silvesterprogramm auf 3SAT mit „Pop Around the Clock“ im Allgemeinen, und davon die Konzerte von The Cure, Metallica, Pink Floyd, Paul Simon und den Dixie Chicks im Einzelnen – bei letzteren fand ich schon allein das Transparent mit der Aufschrift „I postponed my wedding to be here“ mitten im Publikum zum Brüllen. Und diese Frauen sind richtig klasse und rocken das Haus. „Nothing compares 2 U“ die Coverversion mit dem Prince-Logo auf dem purpurnen Vorhang im Hintergrund der Bühne – vorgetragen von einer Sängerin, die mich stark an Pink erinnert.

Mediale Enttäuschungen des Jahres: Die verstümmelte bzw. stark gekürzte Fassung des ursprünglich 92 Minuten langen INXS-Konzerts von 1991 auszustrahlen, auf BBC 2 am 28.12.2019 (57 Minuten) und auf 3SAT am Neujahrsmorgen (74 Minuten). Außerdem das völlig wirre Durcheinandersenden von alten und neuen Dr-Who-Folgen auf ard one. Sowie die wenig hilfreiche Geheimhaltungstaktik mancher Sender, was geplante Serien- und Filmstarts angeht. „Coming Soon“ ist im Juni eine Frechheit, wenn der Film, um den es geht, erst am Jahresende im Spätprogramm läuft.

Enttäuschungen des Jahres im realen Leben: Mein Unvermögen, meine Lieblingsserie aufzunehmen und die Entdeckung, dass es immer schwieriger wird, DVD-Rohlinge zu kaufen. Dann, dass zwei meiner liebsten Kollegen gekündigt haben und jetzt auch noch mein Auto am Tag nach meinem Geburtstag sein Leben ausgehaucht hat.

Entdeckung des Jahres: Dass ich eine Miniserie von aufeinander aufbauenden Kurzgeschichten schreiben konnte und ahne, dass da noch mehr kommen könnte. Der Osten Kanadas und dass ich mich beim Ausgehen pudelwohl gefühlt habe. Das Double-Feature-Bonusprogramm der BBC2 („Mystify : Michael Hutchence“ & „INXS – Live Baby Live“) als verspätetes Birthday Present, rein zufällig beim Surfen gefunden – und weil’s so schön war, auch noch gleich ein ganz besonderes Filmhighlight in der Originalversion – der australische Spielfilm „Three Summers“, den ich so gut fand, dass ich ihn mir gleich auch noch auf einen DVD-Rohling gezogen habe.

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Das war er – mein Jahresrückblick. Ich bin gespannt, was das Jahr so bringt – angefangen hat es schon mal gut. Der Bus war pünktlich. Happy New Year.

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# Writing Friday – Dezember, 52. Woche : We proudly present

 

Dies wird die Abschlussarbeit für dieses Jahr, in dem ich zum ersten Mal bei elizzys Projekt „Writing Friday“ regelmäßig mit von der Partie war. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und die erste Art von Jahresrückblick ist eines von fünf Schreibthemen für diesen Monat. Die sind mir schon seit der letzten Novemberwoche bekannt:

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt. +++ 2) Du wachst auf in einer Schneekugel – wie sieht deine Welt darin aus? +++ 3) Welches ist dein liebstes Buch zur Weihnachtszeit? Stell es uns kurz vor. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Karussell, Zimtschnecken, bitterkalt, grosse Augen, Liebe +++ 5) Welches Schreibthema hat dir am meisten Spass gemacht? Verlinke uns nochmals deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019.

Wie das Projekt, bei dem jeder mitmachen kann, funktioniert, steht am Ende meines Beitrags. Dieser Abschluss beschäftigt sich mit dem Thema, bei dem ich am meisten Spaß hatte und was dabei herausgekommen ist.

Den Weihnachtsmann habe ich ausgelassen, um mich der Präsentation jener Geschichte zu widmen, die mir am meisten Spaß gemacht hat. Der Link zu ihr ist in der roten Überschrift meiner Geschichte verborgen.

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Thema Nr. 5 : „deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019“

Prolog: Der Oktober stand bei mir im Zeichen des „Horrorctober“, einem Monat, in dem sich die Teilnehmer dreizehn Horrorfilme ansahen und darüber bloggten. Dazu passten dann auch die Schreibthemen für den Oktober, die auch wieder eine Aufgabe mit bestimmten vorgegebenen Wörtern beinhalteten, die wir in eine Geschichte einbauen sollten, und einen Satzanfang, den es zu einer Geschichte auszubauen galt. Dies sind mir normalerweise die liebsten Aufgaben, doch diesmal hatte es mir die folgende Aufgabe angetan:

5) Das Böse herrscht – Egal ob Buch, Film oder Videospiel wer ist dein liebster Bösewicht und wieso? Könnte er auch gute Seiten an sich haben?

Zuerst hatte ich eine ganz andere Idee. Meine Text sollte sich um den Gegenspieler von Ross Poldark (Hauptcharakter der gleichnamigen BBC-Serie, gespielt von Aidan Turner) drehen, den intriganten Bankier George Warleggan – und das ganze auch noch als Brief an (ja, an wen eigentlich?), geschrieben von einer außenstehenden Person. Aber das Projekt scheiterte schon daran, dass ich einfach keinen Einstieg fand, doch dann erinnerte ich mich daran, dass ich seit Juni schon einige aufeinander aufbauende Storys *) geschrieben hatte und ich die letzte dieser Art erst in der Woche davor veröffentlicht hatte. Bingo! Das wars – und da die Handlung um Halloween herum angesiedelt war, verband ich die Fortsetzung von „Do it yourself“ mit einer Ode an meine Lieblingsbösewichte aus der BBC-Serie „Doctor Who“ – sozusagen meine erste Fan Fiction beim Writing Friday:

Der Doktor sagte einst, die weinenden Engel seien die einzigen Psychopathen im Universum, die dich auf nette Weise töten. Bisher hatte ich seinen Worten nur wenig Bedeutung beigemessen. Dabei waren Zeitreisen und außerirdische Lebensformen seine Spezialgebiete, aber so richtig glauben konnte ich nicht, was er uns erzählte. Zeitreisen waren für mich faszinierend, aber pure Fiktion, und als ich das Gegenteil erkannte, war ich völlig unvorbereitet…“ – Auszug aus

 

Im Garten der Engel

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*) in diesem Fall sind dabei bisher insgesamt fünf Texte herausgekommen, die miteinander zusammenhängen, und ich überlege seit kurzem, ob die Geschichte noch genügend Potential zum Ausbauen hat und ob sie auf einer dafür passenderen Plattform besser aufgehoben sind. Aber wie auch immer: Have fun! Ich freue mich auf viele neue Ideen im kommenden Jahr und auf viele kreative Geschichten von euch. Bis dahin: Frohes Neues Jahr.

Und das sind die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 24

 

 

 

Den bunten Abend eröffnet heute das ZDF-Fernsehballett. Ach nein, doch nicht, was Sie zu sehen bekommen, verehrtes Publikum, ist der Sonnenschein aus Australien, mit güldenem Haar, so golden wie ein Weihnachtsengel. Oder das Christkind. Ach ja, damals, als wir alle den Film „Grease“ so liebten, aber nicht nur wegen Olivia Newton-John. An deren Hit „Physical“ hatte unsere Sportlehrerin einen Narren gefressen und triezte uns damit beim Aerobic. Ich habe es gehasst.

Aber da ich ja nun ein Lied mit X brauchte, kam

Xanadu“

als Neuzugang in meine Playlist. Unterstützt vom Electric Light Orchestra, das ich Ende der 70er Jahre bzw. Anfang der 80er Jahre im Gegensatz zu meinen Mitschülern sensationell fand, entführt Frau Newton-John uns in ein Land, in dem alles so herrlich bunt ist, dass die Stimmung viel besser zu Silvester als zu Weihnachten gepasst hätte – https://www.youtube.com/watch?v=cLi8fTlDEag    

 

 

So süß wie eine Tüte Karamellbonbons („Sahne Du“ hat mein Papa immer verstanden, wenn Ireen Sheer die deutsche Schlagerfassung sang). Aber wie gesagt: „Merry X-Mas“ – Fröhliche Weihnachten, und wenigstens gibt es heute mal nichts Trauriges. Das wird auch am 1. Weihnachtsfeiertag mit dem Y so bleiben.

 

 

 

Media Monday # 443: Planänderung

 

Geplant hatte ich dieses Jahr keinen weiteren Kinobesuch, doch dann kam es anders. In einem Frankfurter Kino lief unter dem Motto „English Cinema“ die Originalversion von „Der Leuchtturm“ mit Robert Pattinson und Willem Dafoe – ohne Untertitel. Die habe ich auch nicht gebraucht, und sie hätten mich von dem gruseligen Geschehen auf der Leinwand ohnehin nur abgelenkt. Oudelally, was für ein Tag – nun habe ich nach „Downton Abbey“, „Le Mans 66 – gegen jede Chance“ und „Official Secrets“ noch einen Anwärter auf den Film des Jahres.

Und somit waren es dann dieses Jahr tatsächlich 17 Kinobesuche. Besser geht’s nicht. Nach einem entspannten Wochenende und dem Media Monday habe ich noch genau viermal zu arbeiten, bis das Jahresende gekommen ist. Und hier ist sie nun, die 443. Ausgabe und damit die vorletzte in diesem Jahr:

Media Monday # 443

 

1. Wäre das schön, wenn ich unter dem Weihnachtsbaum (oder etwas vergleichbarem) eine freudige Überraschung finden würde, schließlich überrasche ich selbst andere ganz gerne.

2. Wenn dann der ganze Feiertagstrubel in nicht einmal einer Woche wieder vorbei ist setze ich noch einen drauf mit dem Besuch einer Show, den ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt habe: „We salute you

3. Ich könnte mir ja schon vorstellen, an den freien Tagen endlich die Zeit zu finden, an meiner Fortsetzungsgeschichte für elizzys Schreibprojekt namens „Writing Friday“ weiterzuschreiben.

4. Aber noch weit mehr freue ich mich darauf, mit Freunden etwas Zeit zu verbringen.

5. Bei den einen ist es verpönt, bei anderen überaus beliebt, auch mal Bücher zu verschenken. Ich für meinen Teil habe nicht nur das passende Buch für meinen Schwager gefunden, sondern ihm auch gleich einen selbstgebastelten Downton-Abbey-Kalender zum Geburtstag geschenkt.

6. Die Weihnachtszeit ist ja schon auch in weiten Teilen von einem gewissen Konsumdenken beseelt. Bei mir/uns derweil gibt es einen Mix aus Selbstgemachtem, gekauften Kleinigkeiten und ideellen Präsenten.

7. Zuletzt habe ich als letzten Film in diesem Jahr „Der Leuchtturm“ in der Originalversion ohne Untertitel gesehen, und das war in Hinblick auf die schauspielerische Leistung von Robert Pattinson eine wirkliche Überraschung, , weil ich bisher keine hohe Meinung von seiner Rollenauswahl hatte und „Biss zum Morgengrauen“ schauderhaft fand. Man muss den Leuten halt nur etwas zutrauen und ihnen eine zweite Chance geben.

# Writing Friday – Dezember, 51. Woche : Loch Lomond

 

Weihnachten naht – auch beim „Writing Friday“ auf dem Blog von elizzy und hoffentlich auch woanders. Wie das Ganze funktioniert, steht am Ende meines Beitrags. Mitmachen kann jeder, und aus einem von fünf vorgegebenen Themen, die elizzy auf ihrem Blog in der letzten Novemberwoche veröffenlicht, kann man sich jeden Freitag eines aussuchen und dazu seinen Gedanken freien Lauf lassen. Hier sind die bisherigen Schreibthemen für diesen Monat:

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt. +++ 2) Du wachst auf in einer Schneekugel – wie sieht deine Welt darin aus?+++ 3) Welches ist dein liebstes Buch zur Weihnachtszeit? Stell es uns kurz vor. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Karussell, Zimtschnecken, bitterkalt, grosse Augen, Liebe +++ 5) Welches Schreibthema hat dir am meisten Spass gemacht? Verlinke uns nochmals deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019.

Den Weihnachtsmann überspringe ich, denn ich habe nie an ihn geglaubt. Als ich klein war, kam immer das Christkind – aber das habe ich nie zu Gesicht bekommen.

 

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Loch Lomond

Draußen jammern und jammern sie… „Weihnacht ist’s und noch kein Schnee und kein Eis liegt auf dem See!“ Ha Ha, ihr seid auch bloß glücklich, wenn ihr was zu meckern habt – ja, kommt nur, kommt, hinein zu mir in meine beschauliche Hütte, vor deren Fenster das weiße Zeug von oben rieselt, als gäbe es kein Morgen mehr. Dann und wann bebt es, dass ich mich festhalten muss und die Gläser im Schrank klirren, die weiße Pracht wird hochgewirbelt, und der ganze Spaß geht von vorne los. Mittlerweile sollte ich mich dran gewöhnt haben, doch manche Tage sind nur mit schottischem Whisky in Faßstärke zu ertragen. Selber schuld – mir das einzureden, hilft nur bedingt. Dabei war vermutlich genau das der Grund: Ich habe zuviel genörgelt, dass mich der viele Schnee nervt und ich keinen Bock auf Schneeschippen morgens um sechs Uhr habe. Et voilà: Als ich eines Morgens aufwachte, lag ich zwar noch im Bett, aber es war nicht mehr meines, und als ich aus dem Fenster sah, erstreckten sich die malerischen Hügel der schottischen Highlands unter einer knusprig-weißen Puderschicht. Macht nur so weiter – dann geht es Euch wie mir.

Natürlich war alles nur Illusion. Von wegen Bonnie Bonnie Banks – Loch Lomond ist überall, nur nicht hier. Und die Hügel ufern auch nicht in die Unendlichkeit aus, sondern enden so jäh wie mein Eintreffen hier an einer Wand aus Glas. Ich brauchte zwei volle Tage, um das gesamte Ausmaß meiner fatalen Situation zu ermessen. Was oder wer auch immer es war, das mich in diese Kugel aus Glas verbannt hat – er, sie oder es hatte eine seltsame Art von Humor, mit einer leicht sadistischen Note. Die Glaswand zieht sich rings um die Hügel und den Tümpel. Zu essen habe ich auch noch genug, und im Keller befindet sich ein gut gefülltes Whiskyfass. Eine Axt zum Holzhacken ist im Schuppen, und im Tümpel schwimmen ein paar Fische herum. Für meine Ernährung ist gesorgt, wenn auch auf eine ziemlich einseitige Art. So schön und idyllisch dieser wahrgewordene Traum von einer Landschaft auch sein mag, hier komme ich mir vor wie im Knast. Sei dankbar mit dem, was Du hast, und vorsichtig mit dem, was Du Dir wünschst – diese Lebensweisheit hätte ich besser beherzigt, als es noch nicht zu spät war. Orange is the new black? Fast so, nur ohne Mithäftlinge und ohne Wärter. Wobei… Der Wärter war das Schicksal, das mich in diese Lage gebracht hat -oder meine eigene Dummheit.

Aber wartet. Wartet nur… Ich habe nämlich einen Plan, aber den verrate ich nicht. Wenn es einen Weg nach drinnen gibt, muss es auch einen nach draußen geben – und wenn nicht durch ein Wunder, dann durch die Kraft der Natur. Man muss nur erfinderisch sein. Möge der Wald mit seiner Fülle an Material mir den Weg weisen.

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Und das sind die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Die 5 Besten am Donnerstag : unsere liebsten Weihnachtsfilme

 

Früher war mehr Lametta! Es weihnachtet sehr bei den „Besten am Donnerstag“ bei passionofarts – denn heute sind wir auf der Suche nach den besten Weihnachtsfilmen, wobei das nicht zwingend immer was fürs Herz sein muss. Es kann auch einfach mal ein Film sein, den wir gerne an Weihnachten sehen möchten. Mein Repertoire ist so bunt gemischt wie ein Regenbogen und wie so oft ohne Wertung – quer durch alle Genres.

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Der Grinch (2000)

Eigentlich ist der grüne, griesgrämige Grinch, der in einer Höhle abseits von Whoville lebt, gar kein Böser. Er ist nur so geworden, weil man ihn als Kind gemobbt hat. Jetzt ist das giftgrüne Ungetüm groß und kann niemanden leiden. Weihnachten findet er gar gräßlich und weil er als Kind damit keine guten Erfahrungen gemacht hat, klaut er den Dorfbewohnern kurzerhand die Geschenke. Die sind vorübergehend zwar die Angeschmierten, aber die kleine Cindy Lou hat ein Herz für den Armen und überzeugt ihn auf liebevolle Art, dass Weihnachten doch nicht so übel ist und wie schön es wäre, wenn er die gemopsten Präsente wieder zurückgäbe, um am Schluss gemeinsam zu feiern. Die Maskerade ist Jim Carrey geradezu auf den Leib geschrieben, und ich finde ihn geradewegs zum Knuddeln, wenn er vor Begeisterung wie ein Flummi über den Marktplatz von Whoville springt und sich wie Bolle freut, dass er jetzt ’ne Freundin hat. – https://www.film.tv/upload/bilder/filmshot_klein/bildershows/2018/der-grinch/der-grinch-image-4.jpg

 

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Die unvergessliche Weihnachtsnacht (1940)

Romantik ist angesagt. Barbara Stanwyck spielt die Juwelendiebin Lee Leander, der ein paar traurige Weihnachtstage in einer ungemütlichen Gefängniszelle drohen. Auf Kaution freigelassen, weiß sie nicht wohin und wird vom Staatsanwalt John Sargent (Fred MacMurray) mitgenommen, weil der seine auf einer Farm in Indiana lebende Mutter besuchen möchte und sie zufällig aus der gleichen Gegend stammt. Nachdem Lees Versuch, sich mit ihrer eigenen Mutter auszusöhnen, gründlich schiefgeht, bringt Sargent sie kurzerhand als Überraschungsgast nach Hause mit, wo sie zum ersten Mal erfährt, dass Familienleben auch ganz anders ablaufen kann als das, was sie kennt… – https://universityofhappiness.de/wp-content/uploads/2014/11/die-unvergessliche-weihnachtsnacht-072143781.jpg

 

 

Stirb langsam (1988)

Damit warte ich nicht bis Weihnachten – den gibt’s bei mir schon vorher. Angesichts dieser Weihnachtsfeier im 30. Stock eines nicht fertiggestellten Hochhauses bin ich geradezu froh, wenn unsere Firmenweihnachtsfeier in der im Erdgeschoss gelegenen Sportsbar eines Hotels stattfindet. Den 1988 gedrehten Klassiker mit Bruce Willis in der Hauptrolle des allein gegen eine Bande Krimineller kämpfenden New Yorker Polizisten John McClane finde ich schon allein wegen Alan Rickman als höflichen aber eiskalten Oberschurken Jack bzw. Hans Gruber sehenswert – https://www.filmpalast.net/fileadmin/filmdaten/Sonstige/diehard.jpg

 

 

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Das Leben des Brian (1979)

Always look on the bright side of life – ein bißchen Blasphemie geht bei mir immer. Direkt nach der Christmette in den Player geschoben, entfaltet die Parodie auf gewisse Sandalenfilme ihren ganz speziellen Reiz. Veräppelt fühlen dürfen sich auch Aktivisten, die gerne planen und sich in endlosen Grundsatzdebatten ergehen, aber nichts auf die Reihe kriegen, wenn es darum geht, wirklich aktiv zu werden. Der Film fängt zwar bei dem Besuch der heiligen drei Könige an, die sich in der Tür irren, deckt aber ein weites Spektrum ab und endet beim Karfreitag – weshalb das Experiment auch an Ostern funktioniert. Römer geht nach Hause? Ja, aber erst wird die Parole grammatisch korrekt in riesigen Lettern einhundertmal an die größte Mauer weit und breit geschmiert, diese Lektion muss sein – anders würden es manche ja nie lernen – http://www.tunesienexplorer.de/wp-content/uploads/2017/07/leben-brian_800.jpg

 

 

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Der kleine Lord (1980)

Der alte, verwitwete Earl of Dorincourt (Sir Alec Guinness) muss sich plötzlich um die Erziehung seines achtjährigen Enkels Cedric kümmern. Die Mutter des Jungen kann er nicht ausstehen, und darum muss sie woanders wohnen. Im Laufe des Films wandelt sich der mürrische und verbitterte Adelige und gewinnt nicht nur den kleinen Cedric lieb, sondern ändert auch seine Einstellung gegenüber seiner Schwiegertochter. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich diesen Film endlich einmal in voller Länge sehen konnte. Irgendwas kam immer dazwischen – https://www.film.tv/upload/bilder/filmshot_klein/bildershows/2018/der-kleine-lord/der-kleine-lord-image-1.jpg:

 

 

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Was zu Weihnachten noch ausgezeichnet passt: der schwedische Kinderfilm „Eine kleine Weihnachtsgeschichte“ von 1999, der tschechische Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von 1973, das Drama „Ist das Leben nicht schön“mit James Stewart aus dem Jahr 1946, die Komödie „Kevin allein zu Haus“ (1990), der romantische Episodenfilm „Tatsächlich… Liebe“ (2003), „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ von 1997 mit Loriot und Evelyn Hammann… und – die romantische Verwechslungs- und Liebeskomödie “Während du schliefst“ mit Sandra Bullock und Bill Pullman aus dem Jahr 1995.

 

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 14

 

Love will tear us apart“,

Never tear us apart“

Joy Division, INXS, Joe Cocker, Kurzfilme, extra lange Fassungen…. hier kommt man ja ganz Durcheinander! Stop!

Durcheinander finde ich zwar ganz prima, aber Joe Cocker wird weder heute noch an den kommenden Tagen auftauchen – bei diesem Stichwort habe ich geschummelt, denn er hat zwar eine Coverversion von diesem Hit aus den 80ern gesungen, heute steht aber erneut Paloma Faith am Mikrofon, die hier das ganz große Drama liefert: https://www.youtube.com/watch?v=dCYtesyE7OA

  

 

Warum denkt man zur Abwechslung nicht mal an sie, wenn es darum geht, einen passenden Titelsong für einen James-Bond-Film zu finden? Dann aber bitte mit einem anderen Darsteller als dem jetzigen, denn der ist so gar nicht mein Typ. Aber wen stattdessen auswählen?

Ich fürchte, auch der kommende Tag ist da mit dem O keine wirkliche Hilfe.

 

# Writing Friday – Dezember, 49. Woche : Mein allerschönstes Weihnachtsbuch

 

Nun wird es weihnachtlich, denn die Adventszeit hat begonnen, eine Stimmung, die auch diesen Monat der „Writing Friday“ auf dem Blog von elizzy ausstrahlt. Wie das Projekt, bei dem jeder mitmachen kann, funktioniert, steht am Ende meines Beitrags. Aus einem von fünf vorgegebenen Themen, die elizzy auf ihrem Blog kurz vor Beginn des kommenden Monats veröffenlicht, kann man sich jeden Freitag eines aussuchen und dazu seinen Gedanken freien Lauf lassen. Hier sind die Schreibthemen für den Dezember:

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt. +++ 2) Du wachst auf in einer Schneekugel – wie sieht deine Welt darin aus? +++ 3) Welches ist dein liebstes Buch zur Weihnachtszeit? Stell es uns kurz vor. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Karussell, Zimtschnecken, bitterkalt, grosse Augen, Liebe +++ 5) Welches Schreibthema hat dir am meisten Spass gemacht? Verlinke uns nochmals deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019.

Mein erster Beitrag im Dezember widmet sich meinem liebsten Buch.

 

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Mein allerschönstes Weihnachtsbuch

 

Mein allerschönstes Weihnachtsbuch“ lautet nicht nur die Überschrift für meine Liebeserklärung an ein Buch, sondern ist auch der Titel jenes Buchs, das ich schon seit frühester Kindheit besitze. Als kleines Kind habe ich mir mit Begeisterung die hübschen Bilder darin angeschaut, und so lange wir noch nicht lesen konnten, haben unsere Eltern meiner Schwester und mir daraus vorgelesen. Es ist so alt, dass ich noch nicht einmal eine ISBN-Nummer darauf finden konnte. Verfasst haben es Kathryn Jackson und Richard Scarry, und erschienen ist das großformatige und mittlerweile antiquarische Werk mit 76 Seiten im Delphin-Verlag.

 

 

Ganz klein findet sich darin vorne der Hinweis, dass es 1950 von der Western Publishing Company Inc. herausgegeben wurde und ich die zweite Auflage von 1969 in den Händen halte. Gedichte finden sich darin wieder, genau wie allerlei herzerwärmende Geschichten wie die vom frierenden Eichhörnchen, vom eigensinnigen Rentier, vom goldenen Schlitten oder von der klugen Weihnachtsgans. Mein persönlicher Schleusenöffner ist jedoch die letzte Geschichte mit dem Titel „Der kleine Hund, den keiner haben wollte“. Schon beim Lesen des Titels wird mir ganz melancholisch zumute, dabei nimmt die Geschichte des Streuners, der überall nur verjagt wird, doch noch ein gutes Ende. Denn was wäre eine gute Weihnachtsgeschichte ohne ein Happy End?

 

 

Auch die Illustrationen in dem Buch gefallen mir so gut, dass ich es nicht nur zur Weihnachtszeit in die Hände nehme – es lehnt Tag und Nacht an der Wand neben meinem Bett, und als es vom vielen Lesen auseinandergefallen war, habe ich es in einem Buchbinderkurs an der Volkshochschule neu gebunden. Das geschah zwar nicht professionell, sondern mit viel Liebe, und Perfektion wird sowieso überbewertet – genauso wie Weiße Weihnachten. Und weil ich schon dabei bin: Auch dem Thema „Weihnachten ohne Schnee“ widmet sich ein kurzes Gedicht – des einen Freud‘ ist des anderen Leid; während die Menschen sich beklagen, dass ihnen der Schnee fehlt, freuen sich die Tiere des Waldes, denn so kommen sie schneller an ihr Futter und müssen keinen Hunger leiden.

‚Weihnacht ist’s und noch kein Schnee!‘ freun sich Hase Fuchs und Reh. ‚Unter Eichen, Tannen, Buchen können wir nach Wurzeln suchen‘ (…) ‚Weihnacht ist’s und noch kein Schnee und kein Eis liegt auf dem See!‘ hört man an den gleichen Tagen überall die Menschen klagen.“

Mit diesen kurzen Auszügen und zwei hübschen Bildern, damit auch jeder weiß, wovon ich rede, beende ich meinen Artikel zum Thema „mein liebstes Buch zu Weihnachten“.

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Und das sind die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.