Media Monday # 437 : Wenn man nach dem Äußeren urteilt…

 

kann man nur enttäuscht werden, oder? In der Regel werfe ich einen Blick auf die DVD-Hülle und entscheide anhand der Beschreibung, worum es in dem Film geht, ob ich die Scheibe mitnehme oder nicht. Ab und zu habe ich mit dieser Methode gründlich daneben gegriffen, aber nicht diesmal. So etwas packendes und dann auch noch toll gefilmtes wie „The Walk“ von Robert Zemeckis aus dem Jahr 2015 habe ich schon lange nicht mehr gesehen – dieses Werk toppt noch meine Horrorfilmliste aus dem Oktober. Aber mehr darüber gibt es demnächst – jetzt steht erst mal der Media Monday vor der Tür. Mein persönliches Highlight eines jeden Sonntags – und heute wieder bereit für das Startsignal um 18 Uhr.

Media Monday # 437

1. Film-Genres gibt es wie Sand am Meer. Was aber meine persönliche Erwartungshaltung bezüglich einer bestimmten Art Film angeht sind das jetzt zur Abwechslung mal Konzertfilme und Live-Übertragungen von Opern- und Ballettinszenierungen, da ich so zum einen auf eine brilliante Ton- und Bildqualität setze und zum anderen ich mich über die Tatsache freuen kann, dass die Eintrittspreise erschwinglich sind, es kein Gedränge gibt und ich die Darsteller auf der Bühne nicht als klitzekleine Männchen sehe.

2. Was ich dieses Jahr definitiv viel zu selten getan habe ist das Nähen von Kleidung und das Mähen unseres Rasens.

3. Mitunter meistgesehener Film müsste bei mir „Der Club der Teufelinnen“, dicht gefolgt von „Der Teufel trägt Prada“ sein, denn die Schauspielerinnen Meryl Streep, Diane Keaton, Goldie Hawn und Bette Midler finde ich hier einfach klasse – außerdem bin ich selbst jetzt bald in dem Alter der von ihnen porträtierten Damen.

4. Warum hat mir eigentlich niemand früher gesagt, wie großartig es ist, Kilometer um Kilometer zu Fuß zurückzulegen – mit der richtigen Musik im Ohr war das dieses Jahr mein persönliches Highlight im Urlaub.

5. Manchmal träume ich ja schon davon, einmal Japan zu besuchen, denn gerade im Herbst oder im Frühjahr muss die Landschaft dort fantastisch sein.

6. Fernab derzeit gehypter Werke habe ich jüngst still und heimlich beim Horrorctober einen Low-Budget-Film für mich entdeckt und war begeistert darüber, wie man maximale Spannung mit minimalem technischen Aufwand erzeugen kann.

7. Zuletzt habe ich das Drama „Utøya 22. Juli“ gesehen, und das war genau so, wie der Regisseur in dem Vorwort sagte, man könne den Film nicht genießen, sondern ihn sich nur ansehen , weil er das Attentat auf ein Jugendcamp auf der gleichnamigen Insel zum Thema hat. Beklemmend wird die auf realen Erfahrungsberichten basierende fiktive Geschichte nicht nur dadurch, dass sie aus der Sicht eines der Opfer erzählt, sondern in einer einzelnen Einstellung gefilmt wurde. Das Grauen manifestiert sich hier eher weniger in den blutüberströmten Opfern, sondern in den Schüssen, die man hört, aber nicht erkennen kann, woher sie kommen und wieviele Personen sie abgeben. Am schlimmsten ist die Ungewissheit, die in Todesangst mündet, und die wirkt bei mir jetzt noch nach.

Der Horrorctober 2019 : Vorhang auf für meine Horrorshow – Teil 1

 

Es ist vollbracht – der Oktober ist vorbei, und damit auch der sogenannte Horroctober mit der Aufgabe, 13 Horrorfilme zu sehen. Welche das waren, blieb allen, die mitmachen wollten, selbst überlassen. Ich bin zwar ziemlich spät eingestiegen, aber trotzdem schon am 22. Oktober mit den meisten Filmen meiner Liste durch. Bis auf einen waren das DVDs, die ich mir aus der Stadtbücherei ausgeliehen hatte und die unterschiedliche Arten von Horror zu bieten haben. Am Ende sind es dann sogar 14 Filme geworden.

Damit mein Rückblick nicht so lang wird, habe ich ihn in zwei Teile zu je sieben Filmen gesplittet.

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01 – „Katakomben“ : Waghalsige Archäologin steigt zusammen mit einem Freund und Ortskundigen in die Katakomben von Paris hinab, um einen Schatz zu finden und begibt sich mit ihnen auf einen wahren Höllentrip. Mäßig spannender Mysterythriller im Stil von Blair Witch Project, dessen Abspann prickelnder ist als der Film, daher landet der Streifen bei mir auf dem letzten Platz.

02 – „Spring“ : Werwolf oder anderer Mutant? In einem kleinen Dorf in Italien erlebt ein in der Krise steckender amerikanischer Tourist nicht nur die große Liebe, sondern auch sein blaues Wunder. Body Horror, der Mythen und Wissenschaft miteinander verbindet und in Low Budget Optik daherkommt. Streckenweise etwas langatmig und mit gewöhnungsbedürftiger Kameraführung. In sich aber im großen und ganzen nicht übel. Nette Idee, nur an der Ausführung hat es gehapert. Platz sechs in diesem Rennen.

03 – „The Visit“ : Mama geht auf Kreuzfahrt und lässt den Nachwuchs zu den Großeltern fahren. Doch etwas stimmt mit Oma und Opa nicht, und nachts ab halb zehn empfiehlt es sich nicht, sein Zimmer zu verlassen. Mysteriöser Grusel mit eingestreuten Ekelelementen. Den Film von M. Night Shyamalan fand ich ganz nett, aber noch oben ist noch viel Luft, und daher landet er bei mir auf dem fünften Platz.

04 – „House at the end of the street“ : Am A**** der Welt ein Haus zu mieten, um einen Neuanfang zu wagen, könnte wunderbar sein – noch dazu, wenn der Nachbar äußerst anziehend wirkt. Leider hat der junge Mann, der in diesem Haus lebt, eine unheilvolle Familiengeschichte und ein damit zusammenhängendes düsteres Geheimnis – und der Film mit Jennifer Lawrence in der weiblichen Hauptrolle nicht nur einen für mich verblüffenden Twist. Ich setze ihn auf den vierten Platz, weil die wahren Highlights erst noch kommen.

05 – „Ghost Ship“ : Eigentlich wollten sie nur ein menschenleeres Schiff reparieren und in Schlepptau nehmen, um die Prämie zu kassieren. Dass es auf dem Schiff jedoch nicht mit rechten Dingen zugeht, diese Erkenntnis muss das Bergungsteam teuer bezahlen – und nicht nur mit den gefundenen Kisten voller Goldbarren, die sie dann doch nicht mitnehmen können… Einer meiner absoluten Lieblingsfilme aus diesem Genre. Toll gefilmt, wenn auch etwas blutig, was ich nicht unbedingt haben muss, „Ghost Ship“ bekommt deshalb von mir die Bronzemedaille im ersten Teil meiner Challenge.

06 – „Fright Night“ : Mein attraktiver Nachbar, der bösartige und nur schwer zu beeindruckende geschweige denn abzuschüttelnde oder gar totzukriegende Vampir. Gelungene Horrorkomödie mit Colin Farrell als Vampir, David Tennant als selbsternannter Vampirexperte und Showman und Toni Collette als Mutter eines vampirjagenden Teenagers. Okay, es ist vielleicht etwas unfair, ausgerechnet eine mit Horrorklischees spielende Komödie gegen mehrere Psychothriller antreten zu lassen, und dann noch ein Film, in dem gleich zwei meiner Lieblingsschauspieler dabei sind, aber am Ende verleihe ich ihm die Silbermedaille.

07 – „10 Cloverfield Lane“ : Nach einem Unfall in einem Bunker aufzuwachen und von einem Verschwörungstheoretiker erklärt zu bekommen, es hätte einen Angriff gegeben und alle außerhalb des Bunkers seien tot und die Luft draußen verseucht, kann einen schon an den Rand des Wahnsinns treiben. Aber handelt es sich bei Michelles Entführer wirklich um einen Spinner oder ist doch etwas Wahres an dem, was er erzählt? Und in diesem spannenden, klaustrophobischen Thriller gibt es nur einen Weg, das herauszufinden. Ich muss zugeben, der Zeitpunkt, mir diesen Film anzuschauen, war unglücklich gewählt – nach den Nachrichten von neulich, als man in den Niederlanden eine in Erwartung des nahenden Weltuntergangs isoliert lebende Familie gefunden hat. Aber den Film hatte ich schon zu Hause, als die Meldung kam, und dann wollte ich ihn doch nicht ungesehen wieder zurückbringen. Gut, dass ich meinen Plan durchgezogen habe, denn von diesen sieben fand ich ihn am spannendsten – daher Platz eins und die Goldmedaille von mir.

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Im zweiten Teil meines Rückblicks gebe ich meine Meinung über die sieben anderen Horrorfilme wieder. Die nette Bibliothekarin bezeichnete einen Großteil ihres Sortiments als „Horror Light“, aber trotzdem habe ich mich teilweise nicht schlecht gegruselt.

Media Monday # 435 : Der Horroctober nähert sich dem Ende…

 

und ich habe 13 Filme hinter mir. Klingt nach viel, aber tatsächlich liegen hier noch zwei herum: „Flatliners“, das Remake des gleichnamigen Films mit Kiefer Sutherland (der in der Neufassung aber auch mitspielt) und „In Fear“, den ich noch nicht gesehen habe. Leider bekam ich weder die DVDs „Die neun Pforten“ noch „Der Babadook“ zum Laufen, so dass ich statt dessen auf den Klassiker „ES“ mit Tim Curry ausgewichen bin. So, jetzt habe ich aber wirklich genug Horror im Oktober gehabt. Eine Zusammenfassung folgt demnächst – jetzt ist erst einmal der Media Monday dran.

Media Monday # 435

1. Wenn am Donnerstag – mittlerweile ja auch immer öfter hierzulande – wieder Halloween gefeiert wird komme ich wahrscheinlich wieder so spät nach Hause, dass der Käse längst gegessen ist.

2. Meiner Meinung nach sollte ein Stummfilm wie „Nosferatu“ in keiner Sammlung eines ambitionierten Horrorfilm-Fans fehlen, schließlich ist gerade die Szene, in der der Schatten des Vampirs die Treppe hochschleicht, ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man mit einfachsten Stilmitteln maximale Spannung erzeugen kann (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=mCUW4SwmfGc):

3. Jump-Scares, Psycho-Terror, fiese Clowns und böse Geister; am meisten grusele ich mich ja vor/bei sich leise anschleichendem, unterschwelligem Horror oder solchen Szenen wie der, in der eine furchteinflößende Gestalt mit grotesken Bewegungen in die Wirklichkeit eindringt, wie zum Beispiel Diana“ in Lights Out!“ oder Samara in „The Ring“. Die auf der Lauer liegenden Doppelgänger in „Us“ waren aber auch nicht ohne.

4. Zwischen dem gruseligen Monat und dem weihnachtlichen Monat liegt ja nun auch stets der November. Für mich die passende Zeit, um mir mal wieder einen Museumsbesuch zu gönnen, so lange es noch nicht so hektisch wird. Geplant habe ich außerdem zwei Konzerte. Eines am kommenden Sonntag, wenn die irische Band „Walking on Cars“ spielt, und das zweite drei Wochen später, das unter dem Motto „A Celtic Christmas“ steht. Die perfekte Einstimmung auf die besinnliche Zeit.

5. Langsam kann ich es nicht mehr hören, dass man den Film „Der Joker“ unbedingt gesehen haben muss.

6. Die jüngst durch die Zeitumstellung „gewonnene“ Stunde ist in meinen Augen eine zurückgegebene Stunde, weil mir im Frühjahr ja eine weggeschnappt wurde.

7. Zuletzt habe ich den Film „Madame Mallory und der Duft von Curry“ auf DVD gesehen, und das war eine nette Abwechslung zum Wohlfühlen, weil ich nicht nur die Schauspieler toll fand, sondern auch die Musik und der Film gar nichts gruseliges an sich hatte.

Die 5 Besten am Donnerstag – Ergothek : Die schaurigsten Momente in Horrorfilmen

 

 


 

Das wird ein Vorgriff auf meinen für Ende Oktober geplanten Rückblick auf den Horrorctober. Nachdem ich bis jetzt elf Horrorfilme gesehen habe, kann ich daraus eine brauchbare Auswahl treffen – und zwar für die aktuelle Ausgabe von den Besten am Donnerstag“ bei passionofarts mit den schaurigsten Momenten in Horrorfilmen, wie jetzt schon öfters bei mir in chronologischer Reihenfolge (Quelle des Startbildes: https://i.ytimg.com/vi/7Vm5mM2_6p8/maxresdefault.jpg)

 

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Psycho (1960) – wenn der Zuschauer die Mutter von Norman Bates zum ersten Mal sieht.

The Ring (2002) – wenn Samara durch die Mattscheibe des Fernsehers ins Wohnzimmer eindringt.

Ghost Ship (2002) – wenn zu Beginn des Films die zum Zerreißen gespannten Stahlseile zur Todesfalle für die Menschen an Deck werden.

Black Water (2007) – wenn die beiden überlebenden Schwestern auf dem Baum in der Dunkelheit dem Salzwasserkrokodil beim Fressen zuhören müssen.

The Visit (2015) – wenn die Großmutter mit ihren Enkeln unter der Veranda spielt und sich dabei auf groteske Weise fortbewegt.

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Media Monday # 434 : Das angenehme Gruseln geht weiter

 

Habe ich neulich noch verkündet, dass mir die Anzahl der für den Horroctober vorgesehenen Filme zu hoch sei und ich nur auf einen Bruchteil käme, muss ich heute meine Meinung revidieren. In den letzten Wochen war ich ständig in der Stadtbücherei, um mich mit Filmen des Horrorgenres einzudecken und habe auch schon einige Filme gesehen. Vermutlich werde ich am Ende des Monats doch 13 Filme gesehen haben und werde einen Rückblick auf dieses Experiment folgen lassen. Das Thema passt ja auch super in den 7. Lückentext des Media Monday, der auch diesmal spannend bleibt.

Media Monday # 434

1. Schön, wenn einen Filme noch so richtig überraschen können, wie es mir letztens mit „House at the end of the street“ passiert ist, denn mit diesem Ende hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

2. Ich verstehe durchaus, weshalb viele mit Filmen, in denen verhältnismäßig wenig Blut fließt, nicht viel anfangen können, doch für mich persönlich wird es dann interessant, wenn der eigentliche Grusel über die psychologische Schiene hereinkommt.

3. Es wird mir wohl auf immer unverständlich bleiben, wie man sich bei etwas wie „Blair Witch Project“ oder „Katakomben“ nur gruseln kann, schließlich ist für mich dieses unsägliche Kameragewackel eine Belastungsprobe für die Augen. Und wenn dann auch noch alles so richtig schön ausgeleuchtet wird, fehlt mir eindeutig das Geheimnisvolle.

4. Eine der angenehmsten Begleiterscheinungen des Herbst ist es, dass sich die Natur in den buntesten Farben zeigt und das Licht zum Fotografieren weicher wird.

5. Was habe ich mich gefreut, als angekündigt wurde, dass es gleich zwei Filmdokumentationen über von mir sehr geschätzte bzw. verehrte Künstler geben würde… mal keine als Spielfilm aufgezogene Biopics, sondern eine Kombination aus privatem Material und Interviews mit Menschen, die den Portätierten nahestanden  – und schon war meine Neugier geweckt, mit dem Ergebnis, dass ich zwei unvergessliche Filmabende hatte. Schade nur, dass ich für den einen durch die halbe Republik gondeln musste. Trotzdem bleibe ich dabei: Manche Städte immer eine Reise wert.

6. Eines meiner Hobbys habe ich eigentlich schon viel zu lange vernachlässigt oder ignoriert, aber wenn ich am Wochenende gar nicht mehr vor die Tür komme, sind das doch gute Voraussetzungen, das Nähen wieder aufzunehmen. Schnittmuster und Stoffe sind in ausreichender Menge jedenfalls vorhanden. Fehlt nur noch die Motivation, wieder damit anzufangen.

7. Zuletzt habe ich eine Liste aufgestellt, wie viele Horrorfilme ich mir im Oktober ausgeliehen habe, und das war doch mehr, als ich erwartet hatte, weil ich gar nicht damit gerechnet hatte, doch so viel Zeit dafür erübrigen zu können. Meine Liste, die ein ganzes Spektrum im Horrorfilm abdeckt, lautet:

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01 – „The Visit“  +++   02 – „House at the end of the street“   +++   03 – „Spring“   +++   04 – „Fright Night“   +++   05 – „Katakomben“   +++   06 – „10 Cloverfield Lane“  +++   07 – „Ghost Ship“+++   08 – „Lights Out“   +++   09 – „Der Babadook“    +++ 10 – „Regression“   +++   11 – „Ma – sie sieht alles“   +++   12 – „Fear Island“   +++   13 – „Black Water“

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Die Filme in schwarzer Schrift habe ich noch nicht gesehen, und vom Rest finde ich einige eher so lala (Regression / Katakomben), aber das wird durch die Filme die für mich top sind (Fright Night / Ghost Ship) mehr als aufgewogen.

Das Werk zum Wort 42/52 : Wald

 

Willkommen zur 42. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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In Märchen ist der

Wald

 

ein geheimnisvoller Ort. In dem Video zu Björks Song „Bachelorette ist er der Ausgangspunkt für die Geschichte der Heldin, die dort ein Buch findet, das tief vergraben in der Erde liegt und das sich selbst zu schreiben beginnt. Wie von Zauberhand füllen sich die Seiten ganz von alleine. Sie nimmt es an sich, um darin zu lesen und es zu einem Verlag in der Stadt zu bringen, wobei ich mir die Frage stelle: Folgen die Worte im Buch den Handlungen der „Autorin“ oder folgen ihre Taten dem Erzählten im Buch? Was dann kommt, lässt sich ungefähr so zusammenfassen: Ruhm, kometenhafter Aufstieg, aus dem Bestseller wird ein Musical, und alle sind begeistert, bis das Ende kommt. Sobald Verleger und Autorin das Aus ihrer Beziehung verkünden, geht es steil nach unten, und die Sätze auf den Buchseiten lösen sich in Luft auf, bis zum Schluss alle mit leeren Büchern dastehen (Quelle – https://http://www.youtube.com/watch?v=x5nNfbTS6N4) …

 

 

… Das Werk in die Tonne zu werfen, ist verständlich aber nutzlos, denn alle, die mit dem Buch und dem Musical in Berührung gekommen sind, werden zu Bäumen bzw. zu Wald – ein Wald, der alles verschlingt und sich das ausgegrabene Buch zurückholt, um es wieder in der Erde verschwinden zu lassen. Der Wald als besitzergreifendes Wesen und als Symbol für einen ewigen Kreislauf – ein unendlicher Wald als Alptraum, der nicht enden will, und die Geschichte, die sich selbst enthält: Das Konzept erinnert mich an Fraktale und ist mir in der Literatur in „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende zum ersten Mal begegnet.

Verantwortlich für das surreal wirkende Video mit in sich verschachtelter Handlung ist Michel Gondry, der neben einigen Spielfilmen auch Werbespots und vor allem sehr viele Musikvideos gedreht hat, u.a. „Mad World“ für den Film „Donnie Darko“ und „Come into my world“ von Kylie Minogue.  

 

Das nächste Wort = Geburtstag.

 

 

Die 5 Besten am Donnerstag – Ergothek : Die schaurigsten Figuren aus Horrorfilmen

 

Nachdem auch ich mir meine eigene Ladung an Horrorfilmen ins Haus geholt habe, beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe von den Besten am Donnerstag“ bei passionofarts mit den schaurigsten Figuren in Horrorfilmen. Die müssen nicht immer identisch sein mit den größten Bösewichtern. Manchmal sind es ganz andere Figuren, bei denen es mir eiskalt den Rücken hinunterläuft. Wie zum Beispiel die Statue des Winddämons Pazuzu in „Der Exorzist“. 

In meinen Top Five habe ich mich auf die konzentriert, die garantiert noch in keiner von meinen Listen aufgetaucht sind, und wie schon letzte Woche, habe ich sie in chronologischer Reihenfolge aufgeführt… Nun denn – ich wünsche allseits ein (un)angenehmes Schaudern:

 

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Das Mädchen aus dem Brunnen – The Ring (2002)

Ein Fernseher wird ausgeschaltet und schaltet sich von selbst ein. Dann erscheint auf dem Bildschirm das Bild eines Brunnens, und ein Mädchen krabbelt heraus, bewegt sich auf groteske Weise auf den Zuschauer zu und durchdringt schließlich die Mattscheibe, um real zu werden und den Zuschauer zu töten – das dabei ins Zimmer strömende Wasser erhöht den schaurigen Effekt für mich noch. Da muss ich mir nicht auch noch die zu Fratzen verzerrten Gesichter der Toten anschauen – das Mädchen Samara ist auch so schon schrecklich genug anzusehen (Quelle – https://www.blairwitch.de/wp-content/uploads/2017/01/newsbild-rings.jpg):

Die unheimliche Crew und Combo – Ghost Ship (2002)

Noch ein Film aus demselben Jahr. Diesmal steckt hinter der Blutorgie kein anderer als ein Diener des Teufels, der einen Teil der Crew und die Musikcombo eines Luxusliners dazu bringt, sämtliche Passagiere und den Rest der Besatzung umzubringen. Ein echter Seelenverkäufer, den man nicht besiegen kann (Quelle – https://i.pinimg.com/originals/1d/c6/e3/1dc6e3f33d7b41f13c0edb91bcd9ce96.jpg):

Die Wesen aus dem Wald – The Village (2004)

Ein abschottetes Dorf in Angst vor den sogenannten Unaussprechlichen, die von der Farbe Rot angelockt werden. Der Grusel, den sie auf mich ausübten, wurde durch unheimliche Geräusche nur noch verstärkt (Quelle – https://i.pinimg.com/originals/a1/74/36/a17436e0108643d3e22d17bdfc25eda2.jpg):

Die tote Seekuh – Long Weekend (2008)

Ein Ehepaar in der Krise fährt für ein langes Wochenende an einen abgeschiedenen Strand zum Campen: Diesen australischen Horrorfilm hatte ich schon ein paar Mal in unterschiedlichen Kategorien. Diesmal ist es eine tote Seekuh, die den beiden Umweltfrevlern im wahrsten Sinne auf die Pelle rückt. Wenn man plötzlich einen Kadaver neben sich hat, ist das schon ganz schön gruselig (Quelle – https://media.outnow.ch/Movies/Bilder/2008/LongWeekend/dvd-film.ws/10.jpg):

Die Menschenkette – Us (2019)

Man falte ein Blatt Papier ziehharmonkamäßig zusammen, schneide kleine Männchen aus und falte den Bogen wieder auseinander. Et voilà – schon hat man eine hübsche Kette von Figürchen, die einander an die Hand nehmen und eine Kette bilden. Wenn man sich aber einer regungslos verharrenden und schweigenden Kette von echten Menschen gegenüberstehen sieht, die einfach nur so dasteht und sich quer durch das ganze Land zieht, hat das für mich etwas beklemmendes. Und das sind nicht bloß vier Menschen wie auf dem Foto (Quelle – https://img.br.de/3e667c64-90ca-451d-9ff2-995db0644dba.jpeg):

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Media Monday # 432 : Think pink!

 

Eine kurze Woche wartet auf mich, denn es kommen drei Tage Urlaub auf mich zu. Tage, die ich zum Kinobesuch und Treffen mit Freunden nutzen werde. Außerdem wird es Zeit, mich von einigen Dingen zu trennen, für die ich keine Verwendung mehr habe und die mich jetzt schon viel zu lange belastet haben. Jetzt aber zum Media Monday, auf den ich mich sonntags freue, weil das wie ein kleines Warten aufs Christikind ist…

Media Monday # 432

1. Mediale Themenmonate im Allgemeinen – nicht nur auf den Horrorctober bezogen – finde ich ganz interessant, habe aber noch nicht dabei mitgemacht. Wenn ich mir Horrorfilme ausleihe, dann wahrscheinlich ganz andere als die auf der Liste, von der ich schon gar nicht mehr weiß, wo sie zu finden ist und welche Filme auf ihr stehen.

2. Fernab des Genres „Horror“ gruselt es mich ja jedes Mal, wenn ein zunächst vielversprechender Film auf eine uninteressante und kitschige Love Story hinausläuft oder kein billiges Klischee ausgelassen wird. Wenn dann noch kein einziger der Charaktere nur halbwegs sympathisch ist, wird das nix mit uns.

3. So mancher „Tatort“-Krimi kommt in Sachen Story reichlich uninspiriert daher, aber/wobei meine persönlichen Lichtblicke hatte ich immer dann, wenn es einer aus Münster war. Ich liebe die sarkastische und überspitzte Charakterisierung des eitlen, von sich selbst überzeugten Professors, die Jan-Josef Liefers den Zuschauern bietet.

4. Ich hätte ja nie gedacht, mich mal für Filmbiografien zu begeistern, doch seit Bohemian Rhapsody fällt mir auf, dass ich mir solche Filme viel lieber im Kino anschaue als auf DVD. Mit dem letzten Film dieser Art, den ich am letzten Sonntag gesehen habe („Mystify Michael Hutchence“), wurde das ja auch kein Reinfall. Und manchmal sind richtige Schätze dabei wie z.B. „Loving Vincent“, der sich mit Vincent van Gogh beschäftigt hat. Deshalb bin ich jetzt schon gespannt auf „M.C. Escher“, der am 10. Oktober in den Kinos anläuft (Quelle: https://youtu.be/CB0X_R5B–M)

5. Der Horrorctober würde mich ja schon reizen, allerdings sind mir 13 Filme zu viel; Ich habe mir jetzt erst einmal drei ausgeliehen und zwei davon bereits gesehen: „Donnie Darko“, der zwar bei „Horror“ einsortiert war, für mich aber dort nicht hineinpasst und „House at the end of the street“ mit Jennifer Lawrence, der ein erschreckendes Ende bereithält. Mal sehen, wie mir „The Visit“ von M.Night Shyamalan gefällt. Und zur Not schaue ich dann die Stephen-King-Verfilmung „Es“ mit Tim Curry. Piep, piep, Richie!

6. Meiner Meinung nach hätte “Pretty in Pink“auf alle Fälle ein besseres, passenderes, stimmigeres Ende verdient gehabt, schließlich passte meiner Meinung nach Duckie viel besser zu Andie als der schnarchige Blane, weil er sich erstens viel mehr Mühe gab als der lästige Konkurrent und zweitens nicht so ein Feigling war.

7. Zuletzt habe ich ein paar Verabredungen mit Freunden ausgemacht, und das war bitter nötig, weil ich sie schon einige Zeit nicht mehr gesehen habe.

# Writing Friday – September, 39. Woche

 

Das Projekt „Writing Friday“ habe ich bei elizzy entdeckt – und darum geht es:

Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Dies sind die Schreibthemen für den September

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Sie war tatsächlich zu einer Elfe geworden und das obwohl….” beginnt. +++ 2) Schreibe aus der Sicht von Dornröschen, die über 100 Jahre lang geschlafen hat und im Jahr 2019 wieder erwacht. +++ 3) Clarissa ist 18 Jahre alt und lebt im Jahr 2119 in einer Untergrundorganisation in London. Gegen was setzt sie sich mit den anderen Mitglieder ein? +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Zaubertrank, entdeckt, Bergkette, verborgen, Sternenhimmel +++ 5) Erzähle von einem Wolfsrudel, welcher Wolf wärst du? Was wäre deine Aufgabe im Rudel?

Manche Vierbeiner kommen in Märchen selten gut weg. Eine solche Figur ist der Wolf. Aber jeder hat mal klein angefangen.

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Romy

Wo ist meine Mami? Ich will zu meiner Mami. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaauuuuuuuul! Ich bin noch klein, aber heulen kann ich schon wie ein Großer. Kaum bin ich raus aus der Kiste, in der man mich hierher transportiert hat, greifen auch schon zwei riesige Pranken nach mir. Huch! Nein! Lass mich los, du Monster! Zu spät – aua, ein Pieks, und schon wird es wieder dunkel.

Och Menno. Die Stelle, wo mich diese Gestalt gepiekt hat, juckt wie Hulle, und macht mich wahnsinnig. Aber bewegen geht auch nicht so richtig, irgendwie fühlt sich das alles komisch an, und drehen tut sich auch alles. Taumel… Jetzt legen sie mich auf einen harten, kalten Untergrund. Wiegen wollen sie mich. Und füttern. Dem komischen Dings, das auf mich zukommt, traue ich nicht. Am Ende drücken sie wieder auf einen Knopf, dann klackert es, und am Schluss kommt wieder so ein greller Blitz raus, dass mir Hören und Sehen vergeht.

Aber was ist das? Diesmal verschonen sie mich: Meinen sie es vielleicht doch gut? Ganz geheuer ist mir das hier noch nicht. Hm. Aber vielleicht ist so ein Fläschchen doch gar nicht so übel. Und was für einen Hunger ich habe, merke ich auch erst jetzt. Dann schleppen sie mich an einen anderen Ort. Da ist es schön warm und kuschelig, und ich schlafe auf der Stelle ein.

Als ich aufwache, bin ich woanders. Angeschmiegt an ein weiches Fell. Das war vorher noch nicht da. Es atmet. Bist du meine Mami? Ich öffne die Augen. Nein, doch nicht. Es ist zum Heulen…. Aber was sehe ich da? Das da drüben auf dem Plakat bin ja ich. In riesengroß sehe ich mich selbst. Nur habe ich da zusammengekniffene Augen. Na klar, wegen dem Blitz. Wenn ich nur wüsste, wozu das gut sein soll. Und warum drängen sich hier vorm Zaun so viele zweibeinige Gestalten? Wollen die etwa alle mich und meine neue Mami sehen?

Bleib liegen und rühr dich nicht“, flüstert mir meine neue Mami zu. „Ich habe sie genau beobachtet. Sie mögen uns nicht, aber Tierbabys ziehen immer, und sobald ein Junges auf die Welt kommt, setzt der Verstand aus.“ Also bleibe ich liegen und tue so, als ob ich schlafe. Macht meine neue Mami, die Lady heißt, übrigens auch. Wie schlau von ihr. Aber sie verrät mir noch mehr. Dass sie mich Romy genannt haben. So wie das Kind, das von einer Wölfin aufgezogen wurde. Aber mich haben sie Lady untergeschoben und keinem Menschenbaby… und Lady hat mich angenommen. Diese Sensation muss natürlich gefeiert werden.

Noch nie hatte der Tierpark so viele Besucher. Anscheinend bin ich der Magnet, der sie alle anzieht. Aber irgendwann ist dieser Zirkus auch vorbei. Spätestens dann, wenn sie etwas neues gefunden haben, das man feiern kann.

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und irgendwann ist der Kleine groß und dann hoffentlich Teil eines passenden Rudels.

Serienmittwoch bei Corly # 193 — der erste Eindruck, der falsch war.

 

Eine neue Frage bei Corlys Serienmittwoch – die diesmal von Kira stammt: Gab es Serien, bei denen sich dein erster Eindruck als falsch heraus gestellt hat?

Da gibt es einige…

Vikings

Als „Vikings“ damals auf einem privaten Fernsehsender lief, dachte ich „Na, das kann ja was werden“, weil ich auf irgendein actiongeladenes und historisch unkorrektes Fantasyspektakel eingestellt war. Gut, dass meine Versuche, die Serie aufzunehmen, danebengegangen sind, denn sonst hätte ich mir sie nicht gekauft und nie erfahren, dass die Macher der Serie mit Historikern zusammengearbeitet haben und sich die Geschichte tatsächlich so ereignet haben könnte – dem Bonusmaterial sei Dank.

Ripper Street

Normalerweise bin ich ein Fan von Kostümdramen. Vorzugsweise in der viktorianischen oder der Regency-Ära. „Ripper Street“ spielt zur Zeit von Jack the Ripper? Okay, da waren meine Erwartungen wohl größer als das, was ich dann tzu sehen bekam. Nach zwei Folgen musste ich leider aufgeben, weil ich das Drama ziemlich wirr fand und ich leider auch noch mehrere Personen anhand ihres Aussehens ständig miteinander verwechselt habe.

Sons of Anarchy

Hier hatte ich mich auf knallharte Action eingestellt und einen übersichtlichen Plot erwartet. Statt dessen Spannung auf ganzer Linie, mit einer komplexen Handlung, die mich der nächsten Staffel entgegen fiebern ließ. Und am Schluss wurden aus einer Staffel sieben.

Desperate Housewives

Noch so ein Tussidrama. Nee – da bin ich dem Vorurteil auf den Leim gegangen, und nach ein paar Folgen war ich angefixt. Damit war der Mittwoch der Serientag für mich, und das Ende der Serie war so gestrickt, dass es keine Fortsetzung geben konnte.

Mehr fällt mir leider für heute nicht ein. Es war ein anstrengender Tag.