Soundtrack of my life : Musikvideos, die mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind – Teil 4

 

 

 

Mit dem vierten und letzten Artikel endet meine Serie über Musikvideos, die für mich mal was anderes sind.

In Teil 1 ging es ums Geschichtenerzählen, in Teil 2 um interessante Aufnahmetechniken und in Teil 3 um düstere, morbide Filme. Den Abschluss bilden Videos von weiblichen Künstlerinnen, die mit akrobatischen Choreografien glänzen und wenig dabei anhaben, aber auf ästhetische Weise. Ich nenne diese Kategorie

 

4) Akrobatische Meisterleistungen, die nicht ganz jugendfrei sind.

 

Sex sells ? Das muss jeder selbst beurteilen, und darum gibt es ab hier Bilder mit leicht anzüglichem Inhalt.

 

Die relativ harmlose Variante, auch wenn mit den Herren darin nicht gerade nett umgegangen wird, stammt von Gabriela Cilmi, aber sie singt ja auch über sich selbst, dass an ihr gar nichts niedlich ist. Da bekommt das Wort Kabelbinder gleich eine ganz neue Bedeutung – The world’s a better place when it’s upside down:

 

Gabriela Cilmi – Sweet about me



 

Die verschärfte Version von Uli Steins Pinguinpyramide gibt es bei Kylie Minogue, hier darf gestrippt und geknutscht werden, obwohl man strenggenommen nicht viel sieht, ästhetisch umgesetzt in schwarz-weißen Outfits mit dem Schwerpunkt auf Weiß – ich bewundere die schwindelerregende Höhe der Pyramide zwischen Wolkenkratzern, von deren Spitze Kylie eine weiße Taube fliegen lässt:

Kylie Minogue – All the lovers



 

Die Botschaft in Lady Gagas Song „Born this way“ finde ich zwar super, aber das Video in Kurzfilmlänge (7:19) war mir dann doch eine Spur zu heiß. Außerdem glänzt das Video eher durch ausgefallene Kostüme und Make-up als durch Cirque-de-Soleil-Feeling. Wer trozdem einen Blick riskieren möchte – bitte sehr, der Klick führt dort auf direktem Wege hin.

Tänzerisch auf fast schon akrobatischem Niveau dagegen bewegt sich Pink mit Partner. Über die zunächst unterschwellige, aber immer offensichtlicher zutage tretende Gewalt in einer ungesunden Beziehung sage ich ab jetzt lieber nichts mehr:

Pink – Try



 

 

Natürlich hätte ich noch stundenlang so weiter machen, aber weitere sinnvolle Kategorien waren gerade vergriffen, und die immer gleichen Lieblingsbands zu präsentieren, wird für andere auch irgendwann langweilig. Eine mögliche Fortsetzung ist unter Umständen nicht ausgeschlossen, die Frage ist nur: wann.

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~Die 5 besten Albumtitel am Donnerstag~

 

Nachdem ich jetzt so lange ausgesetzt habe, bin ich bei Goranas Mitmachaktion „Die fünf Besten am Donnerstag“ mit dem richtigen Thema dabei, denn musikalische Themen gehen bei mir immer – und zwar bei der Frage nach den

5 besten Albumtiteln

 

Nicht die Künstler, die ich am liebsten höre oder die schönsten Albumcover (da hätte ich andere gewählt), sondern die besten Albumtitel. Wie bei den Songtiteln, die in meinen Ohren reine Poesie sind, bin ich hier auf ähnliche Weise fündig geworden.

Leider bekam ich zu Beginn des Jahres ziemlich die Krise, weil beim Aufräumen immer mehr Schallplatten auftauchten, von denen ich nicht wusste, dass sie überhaupt noch existieren – manche Alben waren gleich mehrfach vorhanden, und manches, von dem ich nicht behaupten kann, dass es zu meiner bevorzugten Musikrichtung passt, hat meinem verstorbenen Mann gehört – davon konnte ich mich dann wiederum auch nicht trennen. Aber auch wenn sie noch so sensationell sind: Brauche ich Schallplatten wirklich doppelt?

Teilweise kam ich mir vor wie in dem Film „Shaun of the dead“, wo die zwei Jungs beim Zombieangriff entscheiden müssen, welche Platte sie als Wurfgeschoss gegen die nahende Apokalypse einsetzen und welche nicht. Da aber in nächster Zeit keine Zombies vor meiner Tür stehen werden, habe ich versucht, aus der riesigen Sammlung fünf geeignete Kandidaten für meine persönlichen Best-of auszuwählen.

Entschieden habe ich mich für Alben aus den 80er Jahren, die ich tatsächlich als richtige Schallplatte in Vinyl habe, abzuspielen mit 33 Umdrehungen pro Minute, und geordnet in chronologischer Reihenfolge:

 

1983 – Construction Time Again – Depeche Mode

Ach ja, damals, als die noch junge Sampling-Technik noch neu und aufregend war und für einen tollen Maschinensound erzeugte… da wurde Depeche Mode für mich erst so richtig interessant, denn zu dieser Zeit mochte ich düsterere Klänge lieber als die leichte und fluffige Popmusik, die ich bis dato von ihnen gekannt hatte. „Everything counts“ ist bis heute einer der wenigen ganz alten Stücke, die ich von ihnen immer noch gerne höre.

 

1984 – The unforgettable fire – U2

Nicht nur der Titel hat Symbolkraft (er bezieht sich auf Bilder, die Überlebende der Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki gemalt haben), auch das Bild auf dem Cover hat für mich eine ungeheure Kraft: Die Ruine eines irischen Schlosses wurde von Anton Corbijn fotografiert und die Kopie einer Aufnahme des Fotokünstlers Simon Marsden. Dieser Spaß kam die Band teuer zu stehen. Auch auf diesem Album ist ein Song, den ich bis heute immer noch hören kann, ohne mich zu langweilen: „Pride – in the name of love“.

 

1986 – Count three and pray – Berlin

Berlin auf den einen im Radio zu Tode gedudelten Hit „Take my breath away“, den ich im übrigen nicht ausstehen kann, zu reduzieren, wird diesem tollen Album einfach nicht gerecht. „Count three and pray“ könnte ich mir auch gut als Titel für einen Thriller, Horrorstreifen oder Spaghettiwestern vorstellen – die Musik würde jedoch zu keinem der Filme passen.

 

1986 – Brighter than a thousand suns – Killing Joke

Und aus dem gleichen Jahr eine ganz andere stilistische Ausprägung: „Heller als tausend Sonnen“ als Titel für ein rabenschwarzes, düsteres Album von einer Band mit einem Namen, der nicht gerade für das Versprühen von Heiterkeit sorgt. So stelle ich mir die Vertonung der Apokalypse vor, denn bei dem Titel muss ich immer an das gleichnamige Buch von Robert Jungk über das Schicksal der Atomforscher denken.

 

1987 – The people who grinned themselves to death – The Housemartins

Gewisse Indie-Pop-Bands mochte ich neben Wave, Rockabilly, Gothic, Punk und Rock auch noch. Die Housemartins gehörten mit dazu. Leider gab es sie nicht sehr lange – aber nach der Auflösung der Band verschwanden die Bandmitglieder nicht in der Versenkung, sondern gründeten andere Bands oder Projekte wie z.B. „The Beautiful South“ oder „Fatboy Slim“.

 

Mit diesen fünf Highlights der 80er Jahre ist meine Blogparade auch schon wieder beendet. Da bin ich mal gespannt, was die anderen, die auch mit dabei sind, heute in ihren Player gelegt haben.

Meine Weltreise 2018 – Teil 4 : Kalifornien (21. bis 24. Juni)

 

 

Welcome to the Hotel California… Besser nicht, am Ende dürfen Sie zwar jederzeit auschecken, aber das Hotel niemals verlassen. Mit diesem Flachwitz wollte ich nur kundtun, dass ich sowieso nicht im Beach Hotel California gebucht hatte, sondern in einem Hotel, das direkt daneben lag und auf der anderen Seite von einer Fischräucherei flankiert wurde. Nach Fisch roch es dort aber zum Glück nicht. Zu meiner großen Freude befand sich 700 Meter weiter Brasilien. Der Spaziergang auf der Deichkrone war schon alleine deshalb ein Genuss, weil Seeschwalben in einem Höllentempo dicht über dem Boden bis an mich heranflogen, um im letzten Moment abzudrehen, und das mit wachsender Begeisterung. Und trotzdem fühlte ich mich zu keiner Zeit wie im Hitchcock-Film „Die Vögel“.


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Dabei war ich noch nicht mal auf direktem Weg von Sønderborg nach Kalifornien gefahren. Dank eines Umwegs über WELT mit Mittagessen in Silberstedt und dichten Verkehrs in Kiel, durch das ich während der Kieler Woche durch musste, erreichte ich mein Hotelzimmer erst zwanzig Minuten vor Ende des Fußballspiels „Australien gegen Dänemark“. Ein Blick auf den Bildschirm bewies mir, dass ich nichts verpasst hatte. Eine Tageszeitung in Flensburg hatte den Stil dieser Mannschaft wie folgt beschrieben: „Australien spielt Fußball wie von einem anderen Stern. Einem Stern, der in der Vergangenheit liegt.“ Diesen Eindruck hatte ich auch. Ich ließ Fußball Fußball sein und gönnte mir lieber ein riesiges Stück Erdbeertorte.


 


Im Fischrestaurant schloss die Küche zwar schon um halb neun, und ich erschien zwei Minuten vor halb neun, aber man brachte mir trotzdem noch Fisch, auf den ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte. Und weil die Leute hier so freundlich waren und das Essen so gut, kam ich am nächsten Tag wieder. Dann aber schon um 18 Uhr. Und weil ich das auch noch nie gemacht habe, ging ich morgens zur Kurverwaltung und mietete einen Strandkorb. Schon immer hatte ich mir das so romantisch vorgestellt und mich gefragt, was für ein Gefühl das wohl sein mochte. Danach wusste ich es: Verdammt hart und unbequem – nach drei Stunden tat mir der Hintern weh, und ich gab den Schlüssel zurück, noch bevor die Verwaltung ihre Pforten für den Tag schloss.

An meinem letzten Tag fuhr ich nach Laboe, um mir von der Strandpromenade die Windjammerparade anzuschauen. Ein Großsegler nach dem anderen, begleitet von kleineren Segelschiffchen und noch kleineren Booten fuhr von Kiel aus durch die Kieler Förde und wurde von allen auf der Promenade bewundert und ausgiebig fotografiert.


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Mit dem Handy kamen dabei zwar nicht die prickelndsten Bilder dabei heraus, aber für mich zur Erinnerung reichten sie durchaus. Prickelnd war dafür der Wind, besser gesagt: er biß ziemlich und ging mir durch und durch; da war mir immer mehr nach einem Saunabesuch. Aber damit fing die Misere erst an. Das Bad an der Strandpromenade von Laboe hatte zwar eine Schwimmhalle, aber keine Sauna. Die Schwimmhalle in Preetz hatte zwar auch eine Sauna, war aber wegen Grundreinigungsarbeiten noch bis einschließlich Sonntag geschlossen. Und die Therme in Schönkirchen hatte eine Saunalandschaft, aber zum Schwimmen nur ein winziges Solebecken.


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Das Gelbe vom Ei war diese Lösung zwar nicht, aber auf meiner Odyssee durch das Probsteier Land habe ich eine winzige Siedlung namens Bali entdeckt – klar, dass auch dieses Schild in meine Weltreisesammlung aufgenommen wurde. Und weil der Tag so anstrengend, aber auch so interessant gewesen war, schaute ich zusammen mit drei Gästen aus Hamburg und dem Hotelbesitzer das Vorrundenspiel „Deutschland gegen Schweden“ an.

Ankündigung zum 25. Mai 2018

 

Da ich mein Blog schon längst gründlich überarbeiten wollte und allein schon das leidige Thema DSGV mich Zeit und Nerven kosten wird, habe ich beschlossen, mein Blog heute Abend vor der Nachtruhe auf privat umzustellen und somit erst einmal abzuschließen.

Ich werde natürlich auch weiterhin fleißig lesen und kommentieren.

Es ist also nur eine Pause (nicht nur zur blauen Stunde).

Bilderrätsel vom 16.12.2017 – die Auflösung

Mein Bilderrätsel am 16. Dezember drehte sich um folgende Frage:

Welche Fernsehserie bzw. deren Weihnachtsspecial symbolisiert dieses Foto?

Und obwohl anscheinend niemand davon wußte oder raten wollte, präsentiere ich nun die Aufösung: The Christmas Invasion (2005) mit David Tennant als der 10. Doktor und Billie Piper als Rose Tyler, sein Companion. Die Weihnachtsmänner sind mordlustige Roboter, und auch der wie ein wildgewordener Kreisel rotierende Weihnachtsbaum wird zur lebensbedrohlichen Gefahr.

Gefährlich sind auch die Weinenden Engel (Weeping Angels), die einen an einen x-beliebigen Punkt in der Vergangenheit zurückschicken und sich von dieser Energie ernähren. In dem von mir gesuchten Christmas-Special kommen sie aber nicht vor.

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Die Engel auf diesem Bild sind jedoch völlig harmlos und haben vorzüglich geschmeckt. Frohe Weihnachten allerseits.

Aus heiterem Himmel : Blogger Recognition Award

 

Es gibt solche Tage, da geht einfach alles schief, und dann kommt man nach Hause und erhält etwas, über das man sich freut; bei mir war’s mein Rechner im Büro, der mich an den Rande des Wahnsinns getrieben hat und keine so tolle Post, die ich beim Nachhausekommen auf dem Küchentisch fand. Als ich aber dann erfuhr, dass mich Corly für den Blogger Recognition Award nominiert hat, war der Tag für mich noch nicht ganz verloren.

Was noch untertrieben ist, denn ich habe mich darüber sehr gefreut. Gehört habe ich von diesem Award zwar schon öfters, hätte aber nie gedacht, dass ich auch einmal einen verliehen bekommen würde.

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Natürlich möchte ich es bei meiner Freude darüber nicht einfach so belassen; die wenigen Regeln befolge ich doch gerne:

  • Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn.
  • Schreibe einen Beitrag, um deinen Award zu präsentieren.
  • Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast.
  • Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.
  • Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award.
  • Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award

 

Meine ersten Gehversuche als Bloggerin …

 

habe ich aber nicht auf dem klassischen Blog unternommen, sondern in einem Gothic-Forum, in dem es einen Bereich gab, in dem jeder, der Lust dazu hatte, eine Art Tagebuch schreiben konnte; und was waren Blogs denn anfangs anderes als virtuelle Tagebücher? In diesem Tagebuchbereich zu kommentieren, war zwar möglich, kam aber nicht sehr oft vor. Das Gothicforum ist inzwischen Geschichte.  Parallel dazu habe ich auch noch Beiträge bzw. Test- oder Erfahrungsberichte für eine Verbraucherplattform geschrieben, dort war Kommentieren ausdrücklich erwünscht, und je mehr Leser die Berichte als besonders hilfreich empfanden, desto besser.

Mein erstes richtiges Blog hatte ich dann nach einem Aufenthalt in Berlin im Herbst 2011; da wurde durch einen Beitrag in einer Kreativzeitschrift Beiträge über das Finden der richtigen Plattform für das eigene Blog mein Interesse am Bloggen geweckt, und ich fand einen verhältnismäßig kleinen Anbieter. Kommentieren konnten aber nur Mitglieder untereinander, und als bei einem Treffen mir eine andere Teilnehmerin sagte, da könne ich ja auch gleich ein Buch schreiben, verlagerte ich den „Erstwohnsitz“ meines Blogs zu WordPress.

Seitdem schreibe ich über alles mögliche, was mich interessiert. Das war am Anfang das Nähen; später entdeckte ich unterschiedliche Fotoblogs und Blogs, auf denen es noch sehr kreativ zugeht und bei denen es für mich sehr reizvolle Aktionen zum Mitmachen gibt. Ob es Nähchallenges, fotografische Langzeitprojekte oder wöchentliche Mitmachaufgaben rund um alles, was mit verschiedenen Medien zu tun hat – ich probiere immer wieder gerne neues aus und bleibe offen für unterschiedliche Themen.

 

2 Ratschläge für neue Blogger?

 

Ein klares und übersichtliches Layout, das beim Lesen keine Kopfschmerzen verursacht, ist für den Anfang schon mal nicht schlecht; ich habe schon Texte mit schwarzer, dünner und verschnörkelter Schrift auf giftgrünem Grund gelesen – oder grüner Schrift auf pinkem Grund… hui, da mag zwar die Post abgehen, aber da das meine Augen nicht lange durchhalten, komme ich gar nicht dazu, auf dem besagten Blog weiterzustöbern.

Und was auch immer schön ist: Wenn mir ein Beitrag besonders gut gefällt, klicke ich nicht nur auf „gefällt mir“, sonder hinterlasse ein paar Worte im Kommentarbereich. Das sind natürlich nur persönliche Einschätzungen. Fehlt nur noch der größte Brocken…

 

das Nominieren von 15 anderen Bloggern bzw. Bloggerinnen …

 

wobei mir nicht ganz so viele einfallen. Aber bei den zehn, die ich nominieren möchte, kann ich mich so vielleicht auch einmal für viele vergnügliche Lesestunden bedanken, die mich inspiriert und zum Nachdenken gebracht haben. Die Reihenfolge ist dabei völlig unerheblich und willkürlich:

01 – tweedandgreet – für die tollen Ideen, was man sich alles nähen kann wie z.B. die „12 colours of handmade fashion“.

02 – mamamachtsachen – für die spannenden Challenges und wunderbaren Nähwochenenden, die sie organisiert hat und aus Sympathie.

03 – paleica – für die Magischen Mottos und die traumhaften Fotos auf dem Blog.

04 – tabea-heinicker – für das Langzeitprojekt „12tel Blick“

05 – medienjournal – für die „Media Monday“-Fragebögen, die bei mir schon ein kleines sonntägliches Ritual geworden sind.

06 – michou loves vintage – für die Vielseitigkeit der Themen und den berührenden Schreibstil.

07 – flaschenposten – für die Inspriration zur Verwirklichung eines Kindheitstraums

08 – hotaru – für viele interessante Literaturtips und die 100 Creative Challenges, auch wenn ich nur bei einem Bruchteil davon dabei sein kann.

09 – beswingtes allerlei – für die vielen hilfreichen Tips, was Vintagekleidung betrifft.

10 – bilere’s Blog – dafür, dass ich beim Fotografieren immer noch neues dazulernen kann.

 

Food- und Reiseblogs sind nicht darunter, denn so viele kenne ich noch nicht. Und nun wünsche ich euch allen eine Zeit, in der die Hektik nicht die Oberhand gewinnt.

Die 5 besten am Donnerstag : Die fünf besten Kinderbücher


 

Bei den „5 besten am Donnerstag“ auf Goranas Blog habe ich ja schon lange nicht mehr mitgemacht, doch das heutige Thema kommt mir gerade recht, weil ich eins davon auf dem Stapel der Bücher liegen habe, die ich schon lange einmal lesen wollte; und ganz zufällig gehört es in die Kategorie

 

Die 5 besten Kinderbücher

 

aber als Kind habe ich es nie gelesen, dafür aber jede Menge anderer Bücher – aus unterschiedlichen Genres. Die typischen Kinderbücher waren eher seltener darunter zu finden; diese habe ich erst im Teenager- und Erwachsenenalter gelesen. Meine Top Five habe ich chronologisch geordnet (das älteste zuerst):

No. 1 – von 1844: „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann

Ich wage zu behaupten, dass trotz der darin drastisch beschriebenen Folgen wie z.B. die abgeschnittenen Daumen oder das in Flammen stehende Paulinchen mit dem Feuerzeug, meine Kinderseele keinen Schaden erlitten hat. Einige Verse kann ich sogar jetzt noch rezitieren: „Was kann denn dieser Mohr dafür, dass er so weiß nicht ist wie ihr?“ (Die Geschichte von den schwarzen Buben), „Wo der Wind sie hingetragen, ja, das weiß kein Mensch zu sagen.“ (Die Geschichte vom fliegenden Robert) oder „Und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum.“ (Der Zappelphilipp).

 

 

 

No. 2 – von 1865: „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll

Das Besondere an diesem wunderbaren Stück Nonsensliteratur, das Charles L. Dodgson für Alice Liddell geschrieben hat, sind die wunderbaren Illustrationen von John Tenniel.

 

No. 3 – von 1906/1907: „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf

Für dieses Werk, das sie in der Absicht geschrieben hat, den schwedischen Schulkindern ein Lesebuch zu schaffen, wurde Selma Lagerlöf der Literaturnobelpreis verliehen, und es ist für mich eine wahre Schatzkiste voller Sagen und ausufernder Landschaftsbeschreibungen. Eine meiner Lieblingsstellen ist diese:

Eine große Schar Seehunde schwamm eilig auf die Insel zu, und als der Fischer merkte, dass die Seehunde an Land kriechen wollten, bückte er sich nach seinem Spieß, den er im Boot liegen hatte. Doch als er sich wieder aufrichtete, sah er keine Seehunde mehr; statt der Seehunde standen wunderschöne junge Mädchen am Strande, im grünen, lang nachschleppenden seidenen Gewändern, jede mit einer Perlenkrone auf dem Kopfe. Da wußte der Fischer, wen er vor sich hatte, nämlich die Meerweibchen, die auf den öden Schären weit draußen im Meere wohnten. Sie hatten ihre Seehundgewänder nur übergeworfen, um ans Land zu schwimmen, wo sie sich im Mondschein auf den grünen Inseln vergnügen wollten.“

Selkies kannte man also nicht nur in Schottland und Irland.

Themenwoche 09 Dunvegan Seal

No. 4 – von 1951: „Geli, die Fremde“ von Hans Erich Seuberlich

Eines meiner Lieblingsbücher ist diese rührende Geschichte um ein Mädchen, das zu Fuß aus Rumänien nach Österreich flieht und erst nach langer Zeit Freunde in ihrer neuen Heimat findet. Was mir an den Büchern von Herrn Seuberlich generell gefällt, ist, daß dem jugendlichen Publikum keine heile Welt vorgegaukelt wird.

 

 

 

No. 5 – von 1973: „Momo“ von Michael Ende

Die Geschichte von den grauen Herren, die den Menschen die Zeit und alles Lebenswerte stehlen, nachdem sie ihnen erfolgreich weisgemacht haben, wie sie jede Menge Zeit sparen können, wurde zwar auch verfilmt, aber den Film habe ich nie gesehen. Besonders faszinierend finde ich die Schildkröte Kassiopeia, die Momo immer gerade dahin lotst, wo die Grauen Herren nicht sind. Zwar hatte ich Mühe, mich zwischen „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“ zu entscheiden, weil ich beide sehr mag. Da aber vermutlich die meisten auf „Die unendliche Geschichte“ kommen, wollte ich den Focus mal auf ein anderes Buch von Herrn Ende lenken.

Und damit bin ich auch schon wieder am Ende mit meiner Aufstellung. Hat Spaß gemacht.

Media Monday # 330 : lass Backen und relax!

 


 

 

Schon blöd, wenn man sich einen Tag für ein verlängertes Wochenende freinimmt und es ausgerechnet dann regnen muss. Wie durch ein Wunder habe ich genau dann die regenfreien Momente erwischt, als ich nach draußen ging. Ansonsten war relaxen auf der Couch angesagt, mit „Vikings“ gucken, Pulli weiterstricken und ein neues Kleidungsstück nähen. Musik brauche ich dabei nicht – aber die Klänge, die aus dem Wohnzimmer, wo meine Mutter den Fernsehgottesdienst laufen hatte, zu mir herübergetragen wurden, waren eine echte Überraschung für mich.

Dachte ich zuerst, es wäre „Abide with me“ (ein englisches Kirchenlied aus dem 19. Jahrhundert), überzeugte ich mich beim Näherkommen, dass es sich um „Highland Cathedral“ handelte. Laut wikipedia ist Highland Cathedral das schottische Äquivalent zu Abide with me.

So viel zur Überraschung am Sonntagmorgen. Am Sonntagabend war mein Highlight die neue Ausgabe des Media Monday mit sieben Lückentexten auf Wulfs Blog „medienjournal“ zum Ausfüllen – inspirierend dabei wirkt auf die neueste Ausgabe vom Großen Backen auf SAT1, und das, obwohl ich nur sehr ungern backe. Aber die Torten, die beim „European Cake Contest“ entstehen, sehen alle total lecker aus – mjamm! Nicht ganz so lecker sind die sieben Texte, weil sie nichts mit Essen und Trinken zu tun haben…

 

Media Monday # 330

 

1. Oktober ist ja nun einmal immer auch Horrorfilm-Zeit. Ich persönlich könnte die sechste Staffel von „American Horror Story“ weiterschauen, die ich vor ein paar Wochen angefangen habe.

 

2. Wenn nur jemand genauso Schottland-verrückt wäre wie ich, wir würden vielleicht zusammen auf große Fahrt gehen.

 

3. Müsste ich mich zwischen einer selbstorganisierten Reise und einer Kreuzfahrt entscheiden, ich würde immer die Reise Marke Eigenbau vorziehen.

 

4. Der Besuch eines Mittelaltermarkts entführt mich ein ums andere Mal in eine andere Welt, denn dort sind viele Leute in altertümlichen Gewändern unterwegs, und es gibt dort viel Kunsthandwerk, Turniere und die passende Musik.

 

5. Ist ein Buch über die Maßen umfangreich geraten, habe ich mittlerweile gar nicht mehr das Interesse daran. Die Zeiten, daß ich „dicke Wälzer“ wie „Der Name der Rose“ von Umberto Eco (688 Seiten) oder „Eine gute Partie“ von Vikram Seth (1979 Seiten) freiwillig gelesen habe, sind schon lange vorbei.

 

6. Die Ankündigung, dass am 8. November die neue Staffel von „Outlander“ auf vox anläuft, lässt mein Fan-Herz höher schlagen, schließlich habe ich schon so lange darauf gewartet.

 

7. Zuletzt habe ich mit der vierten Staffel von „Vikings“ angefangen, und das war dem Zufall geschuldet , weil ich eigentlich nur schauen wollte, ob ich die sechste Staffel von „American Horror Story“ nicht vielleicht doch als DVD bekommen kann. Das ständige Puffern während des Online-Schauens nervt nämlich allmählich. Dummerweise gab’s AHS nur als Blu-Ray, womit ich nichts anfangen kann. Aber dafür prangte Vikings im DVD-Regal – und somit war sie gekauft.

Die fünf besten am Donnerstag : Horror pur

 

Heute werden von Gorana die fünf besten Horrorfilme gesucht – und da helfe ich gerne mit bei dieser Suche, denn bald schon steht Halloween vor der Tür. Wobei… was heißt bald? Morgen ist Freitag der 13. – das ist für viele schon Horror genug. Ha ha ha.

 

Nun denn – hier kommen meine 5 Horrorfilme:

Nosferatu: Schon allein, wie Max Schreck in diesem Schwarzweißfilm aus den 20er Jahren die Treppe hinaufschleicht, ist besonders dann extrem gruselig, wenn das richtige Orchester den Stummfilm untermalt. Ich hatte dieses Vergnügen in einer Aufführung im Theater.

Triangle – die Angst kommt in Wellen: Hier kommt der Horror in Form einer Zeitschleife, und die Art, wie dieses Sich-Multiplizieren verfilmt wurde, trieb mir im Nachtprogramm den Angstschweiß auf die Stirn.

Sleepy Hollow: Wehe, wenn der kopflose Reiter kommt, der unweit des Nests Sleepy Hollow sein Unwesen treibt. Habe ich schon erwähnt, dass ich ohne Christopher Walken den Film als unvollständig empfunden hätte?

The Ring: Auch wenn ich jetzt Unverständnis ernte, so hat bei mir das amerikanische Remake im Vergleich zum japanischen Original besser abgeschnitten – ob es an der hypnotischen Stimmung mancher Szenen, wie z.B. dem „brennenden“ Baum, lag?

Ghost Ship von 2002: Als ich die Anfangssequenz mit dem Massensterben auf dem Kreuzfahrtschiff sah, hatte ich noch keine Ahnung, was noch alles auf mich zukommen würde. Hier bekommt das Wort „Seelenverkäufer“ eine ganz neue Bedeutung.

 

Nicht alle Horrorfilme müssen blutig sein, damit ich mich ordentlich fürchten kann – im Gegenteil: Wenn’s zu blutig wird, fange ich an, mich zu ekeln… nicht das, was ich erwarte – aber bei den fünf von mir ausgewählten Filmen hält sich das Schlachten in Grenzen.