Halloween im Mai

Matchaschokoladencreme


 

Wie ich in der Kommentarspalte zu meinem Media-Monday-Artikel schrieb, wäre die von mir nach einem Internetrezept am Herd zusammengerührte Matcha-Schokolade für Halloween äußerst passend. Warum Halloween, wenn ich schon nicht Beltane gefeiert habe? Die Schokolade ist nämlich nicht pastell-, sondern grasgrün geworden und schmeckt aber nicht nach Matcha, sondern nach weißer Schokolade. Und weil ich weder Trockenfrüchte noch Cashewkerne im Haus hatte, wie von jemandem vorgeschlagen wurde, den ich bei der Happy Hour in meiner Liebings-Cocktailbar kennengelernt habe, bin ich auf die Idee gekommen, weiße und rosa Zuckerperlen vor dem Festwerden auf der noch warmen Schokoladenmasse zu verteilen.

Ich zitiere mich an dieser Stelle selbst: „Leider ist sie doch nicht ganz so geworden, wie ich gehofft hatte – aber wenn ich mir die Zutaten anschaue (Kuvertüre, Sahne, Butter), dann konnte sie unmöglich so fest werden wie Tafelschokolade… Jetzt habe ich statt dessen einen leckeren Brotaufstrich in Form einer grünen Creme, die nach weißer Schokolade schmeckt und in der sich weiße und rosa Zuckerperlen befinden.“

 

Ich habe dieses Produkt meines Küchenexperiments dann aus der Kastenform gekratzt und in ein Schraubglas befördert und behandele es fortan so wie jeden anderen Brotaufstrich. Allerdings wird diese Creme nicht bis Halloween halten, da das Glas heute bereits halb leer ist. So ein Abend mit American Horror Story wird für mich erst mit den passenden Snacks so richtig rund. Und wenn ich mich nicht bremse, habe ich die nächste Staffel in den nächsten Tagen durch und das Glas leer.

Media-Monday # 302

Diesmal gibt es von mir auf einige der sieben Fragen in Wulfs Lückentext ungewöhlích lange Antworten, von denen ich hoffe, dass sie niemanden abschrecken.

 

Media Monday #302

 

1. Animations- oder Zeichentrickserien gehören nur zum Teil zu meinem bevorzugten „Beuteschema“. Eine Ausnahme bilden Filme wie z.B. „Persepolis“. Liebend gerne würde ich auch einmal einen Scherenschnittfilm aus den 20er Jahren sehen. Wenn schon Animation, dann gerne die in Stop-Motion-Technik gedrehten Filme mit Wallace & Gromit. Auch einiges aus der Augsburger Puppenkiste kann ich mir als Wiederholung ab und zu vorstellen; und wenn mir ganz langweilig ist: Die Pinguine aus „Madagascar“.

 

2. Die BBC-Serie „Poldark“ aus den 70er Jahren habe ich regelrecht durchgesuchtet, und das war bereits in den 80er Jahren, wo sie Sonntagnachmittags auf BR3 um 17:00 Uhr (ha! Ich weiß sogar noch die Uhrzeit) ausgestrahlt wurde. Das wurde bei mir so ausgeprägt, dass ich 1999 unbedingt Urlaub in Cornwall machen musste und mich wie Bolle freute, als ich dort von der Existenz der „Poldark Appreciation Society“ (PAS) erfuhr – bei denen wurde ich sogar für kurze Zeit Mitglied; und ein Jahr später nahm ich an einer von der PAS organisierten Convention für Fans teil: Mit Übernachtung in einem schönen Hotel, Fahrten zu einigen Drehorten und Ball in einem stilvollen Landhaus.

Sogar der Hauptdarsteller und der Schöpfer der literarischen Vorlagen waren dort als Ehrengäste. Dass die BBC über dreißig Jahre später eine Neuauflage drehen würde, hätte sich noch nicht einmal die PAS träumen lassen, und dass der Hauptdarsteller von damals darin eine Nebenrolle bekommen würden, sicherlich auch nicht.

 

3. Wenn es um handfestes Drama geht schalte ich immer wieder gerne an Sonntagabenden BBC 1 ein, wenn es ein neues „Original British Drama“ gibt – diese Zeitreisen in vergangene Epochen haben sie bei der BBC einfach drauf, egal ob es zu den Tudors, Königin Victoria oder in die Vierziger Jahre während des Zweiten Weltkriegs geht .

 

4. Eine ganze Reihe sogenannter Buddy Movies erfüllt so ziemlich jedes Klischee, nämlich z.B. das von den zwei ungleichen Cops, die sich zusammenraufen müssen und am Schluß ganz dicke Freunde werden.

 

5. Eine Serienstaffel, auf die ich mich richtiggehend freue ist die zehnte Staffel von Dr.Who mit Peter Capaldi, die am kommenden Samstag auf BBC 1 startet .

 

6. Maisie Williams hat mit ihrer/seiner Rolle als Arya Stark mein Herz erobert, und ich war begeistert, als sie in vier Dr.Who-Folgen der letzten Staffel zu sehen war .

7. Zuletzt habe ich den Film „Frauen ohne Männer“ gesehen, und das war eine interessante Erfahrung, weil ich nicht erwartet hatte, dass einige Szenen eine sehr poetische und märchenhafte Stimmung verbreiten, es weitaus weniger Tanz und Musik gab als vermutet und ich außerdem noch etwas über das Leben in Teheran Anfang der 50er Jahre erfahren konnte. Ungewohnterweise gibt es auf der DVD nur zwei Tonspuren – 1) Deutsch & 2) Farsi mit deutschen Untertiteln; statt wie sonst Englisch, Französisch, Catalan u.a. .

Und weil ich es erst jetzt sehe: Mit Antwort 7 habe ich geografisch einen Bogen zu Frage 1 zurück geschlagen.

„Ohne dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals.“

01 Paris

 


 

Paris. Irgendwann in den 90er Jahren. Ein Kurztrip über Ostern. Am Karfreitag waren meine Freundin und ich angekommen und ziellos dahingeschlendert. Irgendwann landete ich an der Metrostation „Bastille“ und machte einen Fahrradladen ausfindig, von dem auch geführte Radtouren durch die unterschieldichen Arrondissements organisiert wurden. Während meine Freundin sich Versailles ansah, gönnte ich mir eine Auszeit zum Friedhof Père Lachaise, um schließlich wieder an der Bastille zu landen und den Nachmittag in einem Straßencafé ausklingen zu lassen. Jene Atmosphäre läßt sich im Nachhinein nur schwer beschreiben, aber heute nachmittag hatte ich eine leise Ahnung des Gefühls von damals.

 02 Paris

Bei einem Gläschen Weißwein blätterte ich in einer Zeitung und blieb an einem Reisebericht über Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, hängen. Und ich dachte so für mich: „Oh, wie schön diese Bilder aussehen – warum fahre ich eigentlich nicht zur Abwechslung mal dahin, wo ich noch nie war? Und in Baku war ich noch nie…“

 

 

Am besten lass‘ ich etwas Gras über die Sache wachsen und schaue, ob diese Idee nicht bloß ein Strohfeuer, eine spontane Eingebung oder ein eventuell in Angriff zu nehmender Punkt auf meiner imaginären Bucket-List ist, bevor es am Ende noch heißt „Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet.“ (Hipolito in „Die fabelhafte Welt der Amélie“).

Ankündigung: How to organize …

 

 

 

Ankündigung

 


 

nachdem ich jetzt in meine Statistik geschaut habe, ist mir bewusst geworden, dass es nicht mehr weit bis zu meinem 500. Beitrag ist – Zeit, mein Blog umzugestalten; schließlich habe ich es ja schon eine Weile (nämlich seit August 2013), und da wird der Platz so langsam ein wenig knapp.

Media Monday #298

Es ist wieder Montag, und auf dem Blog von medienjournal gibt es seit 0:00 Uhr den 298. Media Monday – ein Lückentext mit 7 Fragen, diesmal von mir wieder in orangem Fettdruck gefüllt:

 

Media Monday #298

 

1. Ein wenig habe ich das Gefühl, dass in letzter Zeit mein Wunsch, Musik zu hören, immer mehr gegen Null tendiert.

2. Manches in Filmen und Serien ist so vorhersehbar, dass ich stellenweise das Gefühl habe, die Dialoge schon im Voraus zu kennen und folglich mitsprechen zu können.

3. Seit geraumer Zeit blieb bei mir das Nähen so ziemlich auf der Strecke, denn ich habe mein Herz fürs Stricken entdeckt.

4. Agatha Raisin sticht bei den Kriminalermittlern für mich deutlich hervor, schade nur, dass die Serie am Freitag zu Ende gegangen ist .

5. Wenn es um das Thema Fantasy geht, fehlt mir inzwischen die Geduld, mich auf dicke Wälzer wie „Game of Thrones“ einzulassen, obwohl ich die Bücher in unserer Stadtbücherei ausleihen könnte. Außerdem habe ich beschlossen, nur noch die letzten Bände von „Schwestern des Mondes“ zu lesen, falls sie irgendwann doch noch auf Deutsch erscheinen sollten. So ein glühender Fan, dass ich sie in der Originalfassung lesen müsste, bin ich dann doch nicht.

6. „Der Vollhorst“ von Bruno Jonas ist inhaltlich reichlich mager, allerdings trifft die Satire dann doch gekonnt auf den Punkt, auch wenn es immer wieder die gleichen „Horsts“ sind, die in dem Buch beschrieben werden. Auf jeden Fall hat die Lektüre meinen Blick auf Talkrunden mit politischen Gästen geschärft, und es kann nie schaden, zu wissen, mit wem man es da zu tun hat.

7. Zuletzt habe ich in der Sonne gesessen und gestrickt und das war ein unerwartet kurzes Vergnügen , weil es doch nicht ganz so warm war, wie ich gehofft hatte. Außerdem war mal wieder Trödel- und Schnäppchenmarkt auf dem Parkplatz vorm Einkaufszentrum, fünf Gehminuten von hier, und da konnte ich jedes Hupen von motorisierten Vollhorsten und jedes „Billig billig billig“-Geschrei von den Marktschreiern hören. Der Flugzeuglärm der Einflugschneise dagegen hielt sich in Grenzen.

 

 

 

 

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Media Monday # 296 : Oscar? Oh, geh‘ ford…

media-monday-296

 


 

 

Die 296. Ausgabe des Media Monday ist laut „medienjournal“ der goldene Mittelweg zwischen Oscar- und Rosenmontags-Special, denn wie zu Recht vermutet, kann ich mit dem ganzen Rummel um die Oscar-Verleihung und die Roben auf dem roten Teppich schon lange nichts mehr anfangen. Mit Rosenmontag verhält es sich dafür genau anders herum: Fasching war früher nie die tollste Jahreszeit, aber inzwischen schaue ich mir manche Umzüge doch ganz gerne an. Ja, als der Cortège (Umzug) der Basler Fasnacht am Dienstag nach Fastnacht noch auf 3Sat übertragen wurde, habe ich mich vor den Fernseher gesetzt und dem Narrentreiben zugesehen.

Wahre Fasnachter könnten das als Sakrileg empfinden, aber ganz ehrlich: Wenn ich bei allen Umzügen, die mich interessieren, live dabeisein möchte, bräuchte ich ausreichend Urlaub, mehrere Klone, die ich gleichzeitig in die Fastnachtshochburgen schicken kann und eine Bahncard, um zwischen Köln, Düsseldorf, München, Basel, der Schwäbischen Alb, dem Markgräferland, Venedig und Nizza hin und her pendeln zu können. Nach so viel Privatem, das mit Medien nur entfernt zu tun hat, komme ich nun zu dem Lückentext, den ich mit roter Schrift im Fettdruck fülle:

~~~ Media Monday 296 ~~~

1. Die Oscar-Verleihungen dieses Jahr hat mich überhaupt nicht interessiert, und ich bin auch gar nicht neugierig, welcher Film welchen Oscar bekommen hat.

2. Wohingegen nun am Rosenmontag ich gerne mal einen Blick in die Ausstrahlung der Rosenmontagszüge am Rhein riskiert hätte, aber ausgerechnet heute war zu diesem Zeitpunkt bei uns im Büro zu viel Arbeit .

3. Wenn jemand einen Preis verdient hätte, dann die Masken- und Kostümbildner von Game of Thrones für die Gewandung von Daenerys Targaryen. Dieses Blau… .

4. Vielleicht nicht unbedingt mein liebstes Kostüm, spiegelt das Kleid von Schildmaid Eowyn aus Herr der Ringe doch zumindest eines meiner favorisierten Film- oder Serien-Genres wider, immerhin gibt es in anderen Filmen aus diesem Genre genug andere starke Frauen in interessanteren Kostümen (z.B. siehe Frage 3).

5. Dieser ganze Hype und das Trara um gewisse Filme führen dazu, dass ich mir sie nicht ansehen möchte.

6. Ich persönlich bin ja vollauf damit zufrieden wenn ich dieses Jahr in so viele Austellungen gehen kann, dass sich meine Museumsufercard amortisiert.

7. Zuletzt habe ich mir alle drei DVDs der Drei-Farben-Trilogie von Krzysztof Kiéslowski aus unserer Stadtbücherei ausgeliehen und das war beim letzten Film „Rot“ eine Enttäuschung, weil genau diese DVD nach 50 Minuten den Geist aufgegeben hat, weil sie einen Fehler zu haben scheint.

Meine Flaschenpost


Nachdem ich im Internet gelesen habe, wie viele Menschen sich mit dem Anfertigen und Verschicken von Flaschenposten beschäftigen, zum Beispiel auf dem Blog von flaschenposten, habe ich mir überlegt, ob ich mir diesen Kindheitstraum nicht auch endlich einmal erfüllen soll.

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Noch nicht ganz leere Flaschen gibt es in unserem Haushalt eigentlich zur Genüge; die meisten von ihnen sind gefüllt mit Essigen und Ölen, aber auch der ein oder andere feine Likör kann darin sein. Die Frage, die ich mir an dieser Stelle, lautet: Sind sie zum Verpacken einer Flaschenpost auch geeignet?

Als erstes musste eine Flasche dran glauben, in der noch ein kleiner Rest Mirabellenlikör war. Dieses Schlückchen habe ich mir gestern genehmigt und die Flasche gründlich gereinigt. Ohne Inhalt ist sie schwimmfähig, aber wie sieht es aus, wenn ich einen Brief und ein paar Kleinigkeiten darin verstaut habe?

Den Brief hatte ich kurz und knapp gehalten: Ort und Datum, Glückwunsch an den Finder bzw. die Finderin zu seinem/ihrem Fund und die Bitte, mir eine E-Mail zu schicken (an ein separates E-Mail-Fach). Einen geeigneten Ort zum Aussetzen der Flasche zu finden, war übrigens gar nicht so einfach. Ursprünglich hatte ich vorgehabt, sie in einen Bach zu werfen, aber von einer Freundin erfuhr ich, dass das von mir bevorzugte Gewässer nicht nur sehr flach ist, zur Zeit wenig Wasser führt und wenig Strömung hat, sondern sich zwischen seiner Quelle und der seiner Mündung in den Main auch noch mehrere Stauwehre befinden. Die Chance, dass die Post bis in den Main getragen wird, entpuppte sich also als äußerst bescheiden, so dass ich mich direkt an den Main begab und die Buddel mit viel Schwung in hohem Bogen in den Fluss beförderte, wo sie in gemächlichem Tempo dahintrieb.

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Zunächst drohte sie, von dort aufs Ufer zuzusteuern, doch dann geriet sie in schnellere Strömung und nahm rasch an Fahrt auf. Bald schon war sie aus meinem Blickfeld verschwunden.

 

 

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass sie irgendwann und irgendwo von irgendwem gefunden wird. Es bleibt spannend.

Die Flasche und ihr Inhalt.

Jo-ho-ho, und ’ne Buddel voll Rum. Nein, liebe Leser und Leserinnen, diesen Beitrag habe ich heute beim Stöbern gefunden, nachdem ich mich gerade von einem Flyer über eine Flaschenpostausstellung im Museum für Kommunikation (Frankfurt/M) getrennt habe. Die Ausstellung war letztes Jahr, daher brauche ich den Flyer nicht mehr.

Aber mich juckt es seit geraumer Zeit in den Fingern, auch mal eine Flaschenpost zu verfassen und in den Main zu werfen, in der Hoffnung, dass sie von dort in den Rhein fließen und dann stromabwärts in die Nordsee gelangen möge. Vielleicht nach Ijmuiden – dort, wo wir 2008 so glücklich waren…

flaschenpost_mrn2016

„Ich wusste, dass du mal so etwas machen würdest“, meinte meine Flaschenpost- und Bloggerkollegin Ina, als sie von diesem Projekt erfuhr. Mit „so etwas“ war eine Wanderflaschenpost gemeint. Kannte sie mich aus meinen bisherigen Aktivitäten schon so gut oder hatte ich mal irgendetwas davon verlauten lassen? Keine Anhnung.

bugelverschluss Heutzutage schon selten: Schnappverschluss mit Keramikstopfen

Wie auch immer, die Idee war mir gekommen, als ich bei den Haushaltswaren im Supermarkt eine klare 350 ml Flasche mit Schnappverschuss entdeckte. Weil der Stopfen des Schnappverschlusses aus Keramik war, griff ich sofort zu. Eine goldrichtige Entscheidung, denn schon bei der nächsten Lieferung wenige Tage später waren die Stopfen aus weißem Kunststoff. Und Plastik ist nun mal gegen die Ehre der Flaschenpostlerzunft: anfällig gegen Seewasser, UV-Strahlung oder sonst einen Zahn der Zeit, zerbröselt das Zeug irgendwann und belastet als Microplastik die Umwelt. Außerdem beißt sich das mit meinem nostalgischen Stilempfinden.

Ein Bügelverschluss lässt sich…

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