Frohe Weihnachten : Merry Christmas

 

 

Bevor das Jahr in den Countdown rutscht, möchte ich allen, die meinem Blog ihre Aufmerksamkeit schenken, ein schönes und geruhsames Weihnachten wünschen – frei von Hektik und Stress. Letzteres Paar braucht kein Mensch, und weil ich es auch nicht hatte, trotz sechs Stunden Arbeit im Büro, darf es auch gerne dahin verschwinden, wo der Pfeffer wächst.

Heimkommen, den Baum bewundern, den Kaffee aus der Lieblingstasse schlürfen und dabei mit den Lieben zusammen Musikvideos und andere Kuriositäten anschauen, so sah mein Nachmittag aus. Mit einem Programm für jeden von uns vieren, angefangen bei Musik von Anno Tubak über den von meiner Schwester und mir geliebten Klassikern bis hin zu bitterbösem Nonsens aus Stenkelfeld. Ladies & Gentlemen, ich präsentiere mein Weihnachtsprogramm, gefunden auf Youtube – und zwar die Top Five – ohne besondere Reihenfolge. Und ein dickes fettes Sorry für die ständigen Werbepausen, die ich mir nicht ausgesucht habe.

Oldie

Passend zu meiner Urlaubsplanung für 2019, beginne ich das besinnliche Programm mit einem Punkt, an dem meine Mutter besonderen Gefallen gefunden hat: „Winter in Kanada“ von Elissa Gabbai aus dem Jahr 1966 (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=uymETvDdjuU).

 

 

 

 

 

 

Der Klassiker aus den 80er Jahren

Was ich immer wieder gerne höre, ist „Fairytale of New York“ von Kirsty McCall und den Pogues aus dem Jahr 1987 – ein Nummer-Eins-Hit in Irland (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=j9jbdgZidu8).

 

 

 

Großbritanniens Christmas No.1 in diesem Jahr

Jedes Jahr in Großbritannien geht sie los, die Suche nach dem Christmas-Number-One-Hit für Charity-Zwecke. Letztes Jahr war es „Perfect“ von Ed Sheeran, 2008 Alexandra Burke mit „Hallelujah“ und 1987 die Pet Shop Boys mit „Always on my mind“. Dieses Jahr ist es zur großen Überraschung ein Youtuber aus Nottinghamshire mit dem Namen LadBaby. Seine Ulk-Parodie des Starship-Hits „We built this city“ heißt mit vollem Titel „We built this city on sausage rolls“ und hat sich für die Charityorganisation „The Trussell Trust“ wie warme Semmeln verkauft (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8iEB8bfP7wE). Wenn das jemand geschmacklos findet, übernehme ich keine Verantwortung dafür, aber es soll niemand behaupten, ich hätte ihn oder sie nicht gewarnt. But you always can smash it with a cup of tea!

 

 

 

 

 

Some silly or pretty annoying stuff

UK – die Zweite: Mr.Bean ist immer für einen Lacher gut. Die eigentliche Überraschung für mich beginnt bei 4:26 Minuten. Da wird ein Roboter angekündigt – in Wirklichkeit ist es aber ein Dalek. Und kurz darauf bestätigt das auch der Ausruf „Exterminate! Exterminate!“ (5:01). Typisch für Daleks, des Doktors Erzfeinde in „Doctor Who“. Da es dieses Jahr kein Dr.Who-Christmas Special gibt, muss dieser kurze Ausschnitt genügen (Quelle: https://youtu.be/L2UCRNldC3s?t=266).

 

 

Hörspiel des Tages

Zum Schluss noch ein ganz bitterböses Hörvergnügen – der Stenkelfelder Weihnachtsmarkt, der aus dem Ruder läuft – und das, wo „Menschen wie du und ich, die in der Weihnachtszeit nur mal ein Stück weit Frieden spüren wollten“ (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=PJl63HbBURM).

 

 

 

 

So, das war mein diesjähriges Weihnachtsprogramm. Aber das Jahr ist noch nicht vorbei, und bestimmt kommt noch der ein oder andere (un)musikalische Beitrag hinzu.

Enjoy & relax.

 


Update zu Doctor Who: Es gibt zwar kein Weihnachts-Special, aber an Neujahr eine Sonderausgabe.

Soundtrack of my life : Media Monday # 390 reloaded

 

Wer an dieser Stelle mit dem x-ten Beitrag zum Thema „meine Lieblingsband“ oder „die tollsten Musikvideos“ gerechnet hat, liegt leider falsch – denn zuerst muss ich den dritten Lückentext des „Media Monday“ vom 17. Dezember korrigieren. Da habe ich nämlich folgendes geschrieben:

 


3. „Pop around the clock“ auf 3Sat an Silvester könnte noch eines der späten Highlights des Jahres werden, denn da gibt es jede Menge Konzerte, die ich mir aufnehmen möchte, z.B. U2, Evanescence und Guns’n’Roses.


 

Mein spätes Highlight habe ich gestern Abend in der Jahrhunderthalle in Frankfurt Höchst gefunden;  Dort trat die niederländische Metalband Within Temptation mit Beyond the Black aus Mannheim als Vorgruppe auf. Within Temptation gibt es seit 1996, und von ihnen besitze ich die ersten beiden Alben. Beyond the Black, die 2014 gegründet wurden, kannte ich noch nicht. Beiden Bands gemeinsam ist, dass ich keine von ihnen je live erlebt habe. Seit gestern bin ich schlauer. Und begeistert. Endlich mal ein Konzert, bei dem auch der Supporting Act frenetisch gefeiert wurde und von dem Zugaben gefordert wurden. In der Hinsicht gab’s von meiner Seite erst mal nichts zu meckern.

 

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Doch das Highlight waren und bleiben für mich Within Temptation. Was für eine grandiose Show. Stücke von ihren ersten Alben waren in der Minderzahl vertreten. Die anderen Songs, von denen ich bisher noch keinen kannte, schickten mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt von euphorisch bis melancholisch. Die Krönung schlechthin waren die beiden Akustikversionen; so konnte sich auch der Letzte in der Halle davon überzeugen, welch grandiose Stimme Sharon den Adel hat. Eine Stimme, die mühelos mehrere Oktaven umfasst.

 

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Auch optisch war die Show der Hammer: Außer den üblichen Lichteffekten gab es jede Menge Filmsequenzen, die die Lieder eindrucksvoll untermalten – grafisch auf hohem Niveau. Zur finalen Zugabe wurde die Sängerin, die sich extra dafür umgezogen hatte und nun ein elfenhaftes, bodenlanges grünes Kleid trug, an Schnüren in luftige Höhen gezogen und schwebte wie ein Engel über der Bühne.

 

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Normalerweise schieße ich keine Fotos bei Konzerten, weil die Bilder sowieso nichts werden und ich mich ganz auf die Musik und die Künstler konzentrieren möchte, aber hier habe ich dann doch ein paar Eindrücke festgehalten, auch wenn die Qualität der Bilder zu wünschen übrig lässt. Bessere Bilder gibt es hier und hier mit Konzertbericht und Setlist .

Wie ich dort erfahren habe, muss ich aber noch warten, bis das neue Album erhältlich ist… Macht aber nichts. Der Abend war ein würdiger Vorgeschmack, und jetzt habe ich etwas, auf das ich mich 2019 freuen kann.

 

Media Monday # 386 : Film & Kunst = Filmkunst

 

Zwei Serien und drei Spielfilme – mein Ausleihritual in der Stadtbücherei. Diesmal habe ich die Ausleihe der zweiten und dritten Staffel von „White Collar“ verlängern lassen und mir die Filme „Badlands“, „Loving Vincent“ und „The Runaways“ ausgeliehen, und diesmal war – im Gegensatz zum letzten Mal – kein Flop dabei.

Besonders beeindruckt hat mich „Loving Vincent“, dessen Produktion mehrere Jahre gedauert hat. Aber nicht allein, weil ich trotz Umwandlung der Realfilmaufnahmen in Ölgemälde die Schauspieler Saoirse Ronan, Eleanor Tomlinson und Aidan Turner *) auf Anhieb erkannt habe, Wahrscheinlich hat man die Schauspieler danach ausgewählt, wie sehr sie den Personen auf den Gemälden van Goghs ähneln.

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Chris O’Dowd (bekannt aus der Comedyserie „The IT-Crowd“) habe ich jedoch nicht erkannt, was aber eher an der maskenbildnerischen Leistung lag. Stimmig war für mich auch die musikalische Untermalung des Films mit dem von Lianne LaHavas gesungenen „Starry Starry Night“, das im Original von Don McLean stammt, als Filmabschluss. Die eigentliche Überraschung für mich aber war, dass genau dieses Lied auch in dem Film „The Runaways“ gleich zweimal auftaucht. Keine Überraschung wird dagegen sein, dass ich auch diesmal wieder die sieben Lückentexte des Media Monday auf Wulfs Blog „medienjournal“ am Sonntagabend ausgefüllt habe:

 

Media Monday # 386

 

1. Wenn Charaktere für ein anderes Medium adaptiert werden (beispielsweise Bücher zu Fernsehserien) kann das funktionieren, muss es aber nicht. Mir fällt nur grade kein Beispiel ein.

 

2. Der November ist auch schon wieder halb rum, doch dafür habe ich auch schon das erste Weihnachtsgeschenk für eine sehr gute Freundin; und das, wo ich noch überhaupt keine Lust auf Weihnachten habe.

 

3. Das meiste aus dem Genre „Fantasy“ oder „Mystery“ geht ja regelmäßig vollends an der Realität vorbei, doch ab und zu ist das genau das, was ich haben möchte – die Realität ist oft deprimierend genug, da brauche ich das nicht auch noch in Filmen oder Büchern.

 

4. Zu kritisieren, dass es bei Filmen nichts Neues, Interessantes oder Überraschendes mehr gibt, weil die Kinos mit Superheldengedöns oder Remakes geflutet werden, trifft es nicht immer. Als aktuelles Beispiel muss ich an das aus tausenden von Ölgemälden animierte Filmkunstwerk „Loving Vincent“ denken: Zuerst als Spielfilm gedreht, wurde jedes der 65000 Bilder einzeln auf Leinwand projiziert und dann von mehr als 100 Künstlern im Stil von Vincent van Gogh nachgemalt und dann im Rotoskopverfahren in einen Animationsfilm verwandelt. So werden Vincent van Goghs Gemälde lebendig. An manchen Stellen für meinen Geschmack vielleicht viel zu lebendig. Gerade in den Momenten, wo alles stillstehen sollte, vibrieren die Farben und Pinselstriche und erinnern mich an den gleichen Effekt im Video zu „Take on me“ von a-ha, Video, das in der gleichen Technik aufgenommen worden ist.

 

 

 

 

5. Eine der besten Nachrichten für mich ist, dass 2019 ein Downton-Abbey-Film ins Kino kommen soll, denn die Charaktere einmal auf der Leinwand zu erleben, stelle ich mir sehr reizvoll vor.

 

6. Ich mag es ja überhaupt nicht, wenn in Büchern jedes Detail bis ins Kleinste ausgewalzt wird und dadurch der Inhalt auf Hunderte von Seiten aufgebläht wird. Außerdem finde ich es eher für mein Lesevergnügen hinderlich, wenn zu viele Personen auftauchen, die dann auch ähnliche Namen tragen, weshalb ich die Romane „Der erste Kreis der Hölle“ von Alexander Solschenizyn und „Salzstädte“ von Abdalrachman Munif jeweils im ersten Drittel abgebrochen habe. Gefühlte 50 Charaktere verwirren mich nur.

 

7. Zuletzt habe ich mir den Musikfilm „The Runaways“ über die gleichnamige Band der 70er Jahre auf DVD angesehen, und das war ein Biopic, bei dem meine Lautsprecherboxen beweisen konnten, wozu sie fähig sind, weil ich Joan Jetts Gesang und Lita Fords Gitarrenspiel unmöglich auf Zimmerlautstärke hören kann. Das muss richtig krachen, und das hat es dann auch bei Joan Jett & The Blackhearts, als es mit den Runaways vorbei war. Bleibt als Schlusswort dann nur noch der Dialog am Ende des Films zwischen Joan und Tammy, einem Groupie.

Tammy: „Bowie is‘ Bowie. Der braucht keine Band.“ – Joan: „Das war meine Band. Ich war es, die die Songs geschrieben hat.“ -Tammy: „Aber die Leute erinnern sich immer an den Sänger.“


 

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*) Eleanor Tomlinson und Aidan Turner stehen seit 2015 für die Period-Drama-Serie „Poldark“ gemeinsam vor der Kamera und sind dort ein Paar, in „Loving Vincent“ haben sie nichts miteinander zu tun. Er spielt einen Bootsverleiher, sie dagegen die Wirtstochter Adeline Ravoux und hat damit den weitaus größeren Part.

 

**) Quelle des Videos (https://youtu.be/djV11Xbc914) gefunden auf Youtube.

 

 

 

 

Soundtrack of my life : Musikvideos, die mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind – Teil 4

 

 

 

Mit dem vierten und letzten Artikel endet meine Serie über Musikvideos, die für mich mal was anderes sind.

In Teil 1 ging es ums Geschichtenerzählen, in Teil 2 um interessante Aufnahmetechniken und in Teil 3 um düstere, morbide Filme. Den Abschluss bilden Videos von weiblichen Künstlerinnen, die mit akrobatischen Choreografien glänzen und wenig dabei anhaben, aber auf ästhetische Weise. Ich nenne diese Kategorie

 

4) Akrobatische Meisterleistungen, die nicht ganz jugendfrei sind.

 

Sex sells ? Das muss jeder selbst beurteilen, und darum gibt es ab hier Bilder mit leicht anzüglichem Inhalt.

 

Die relativ harmlose Variante, auch wenn mit den Herren darin nicht gerade nett umgegangen wird, stammt von Gabriela Cilmi, aber sie singt ja auch über sich selbst, dass an ihr gar nichts niedlich ist. Da bekommt das Wort Kabelbinder gleich eine ganz neue Bedeutung – The world’s a better place when it’s upside down:

 

Gabriela Cilmi – Sweet about me



 

Die verschärfte Version von Uli Steins Pinguinpyramide gibt es bei Kylie Minogue, hier darf gestrippt und geknutscht werden, obwohl man strenggenommen nicht viel sieht, ästhetisch umgesetzt in schwarz-weißen Outfits mit dem Schwerpunkt auf Weiß – ich bewundere die schwindelerregende Höhe der Pyramide zwischen Wolkenkratzern, von deren Spitze Kylie eine weiße Taube fliegen lässt:

Kylie Minogue – All the lovers



 

Die Botschaft in Lady Gagas Song „Born this way“ finde ich zwar super, aber das Video in Kurzfilmlänge (7:19) war mir dann doch eine Spur zu heiß. Außerdem glänzt das Video eher durch ausgefallene Kostüme und Make-up als durch Cirque-de-Soleil-Feeling. Wer trozdem einen Blick riskieren möchte – bitte sehr, der Klick führt dort auf direktem Wege hin.

Tänzerisch auf fast schon akrobatischem Niveau dagegen bewegt sich Pink mit Partner. Über die zunächst unterschwellige, aber immer offensichtlicher zutage tretende Gewalt in einer ungesunden Beziehung sage ich ab jetzt lieber nichts mehr:

Pink – Try



 

 

Natürlich hätte ich noch stundenlang so weiter machen, aber weitere sinnvolle Kategorien waren gerade vergriffen, und die immer gleichen Lieblingsbands zu präsentieren, wird für andere auch irgendwann langweilig. Eine mögliche Fortsetzung ist unter Umständen nicht ausgeschlossen, die Frage ist nur: wann.

~Die 5 besten Albumtitel am Donnerstag~

 

Nachdem ich jetzt so lange ausgesetzt habe, bin ich bei Goranas Mitmachaktion „Die fünf Besten am Donnerstag“ mit dem richtigen Thema dabei, denn musikalische Themen gehen bei mir immer – und zwar bei der Frage nach den

5 besten Albumtiteln

 

Nicht die Künstler, die ich am liebsten höre oder die schönsten Albumcover (da hätte ich andere gewählt), sondern die besten Albumtitel. Wie bei den Songtiteln, die in meinen Ohren reine Poesie sind, bin ich hier auf ähnliche Weise fündig geworden.

Leider bekam ich zu Beginn des Jahres ziemlich die Krise, weil beim Aufräumen immer mehr Schallplatten auftauchten, von denen ich nicht wusste, dass sie überhaupt noch existieren – manche Alben waren gleich mehrfach vorhanden, und manches, von dem ich nicht behaupten kann, dass es zu meiner bevorzugten Musikrichtung passt, hat meinem verstorbenen Mann gehört – davon konnte ich mich dann wiederum auch nicht trennen. Aber auch wenn sie noch so sensationell sind: Brauche ich Schallplatten wirklich doppelt?

Teilweise kam ich mir vor wie in dem Film „Shaun of the dead“, wo die zwei Jungs beim Zombieangriff entscheiden müssen, welche Platte sie als Wurfgeschoss gegen die nahende Apokalypse einsetzen und welche nicht. Da aber in nächster Zeit keine Zombies vor meiner Tür stehen werden, habe ich versucht, aus der riesigen Sammlung fünf geeignete Kandidaten für meine persönlichen Best-of auszuwählen.

Entschieden habe ich mich für Alben aus den 80er Jahren, die ich tatsächlich als richtige Schallplatte in Vinyl habe, abzuspielen mit 33 Umdrehungen pro Minute, und geordnet in chronologischer Reihenfolge:

 

1983 – Construction Time Again – Depeche Mode

Ach ja, damals, als die noch junge Sampling-Technik noch neu und aufregend war und für einen tollen Maschinensound erzeugte… da wurde Depeche Mode für mich erst so richtig interessant, denn zu dieser Zeit mochte ich düsterere Klänge lieber als die leichte und fluffige Popmusik, die ich bis dato von ihnen gekannt hatte. „Everything counts“ ist bis heute einer der wenigen ganz alten Stücke, die ich von ihnen immer noch gerne höre.

 

1984 – The unforgettable fire – U2

Nicht nur der Titel hat Symbolkraft (er bezieht sich auf Bilder, die Überlebende der Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki gemalt haben), auch das Bild auf dem Cover hat für mich eine ungeheure Kraft: Die Ruine eines irischen Schlosses wurde von Anton Corbijn fotografiert und die Kopie einer Aufnahme des Fotokünstlers Simon Marsden. Dieser Spaß kam die Band teuer zu stehen. Auch auf diesem Album ist ein Song, den ich bis heute immer noch hören kann, ohne mich zu langweilen: „Pride – in the name of love“.

 

1986 – Count three and pray – Berlin

Berlin auf den einen im Radio zu Tode gedudelten Hit „Take my breath away“, den ich im übrigen nicht ausstehen kann, zu reduzieren, wird diesem tollen Album einfach nicht gerecht. „Count three and pray“ könnte ich mir auch gut als Titel für einen Thriller, Horrorstreifen oder Spaghettiwestern vorstellen – die Musik würde jedoch zu keinem der Filme passen.

 

1986 – Brighter than a thousand suns – Killing Joke

Und aus dem gleichen Jahr eine ganz andere stilistische Ausprägung: „Heller als tausend Sonnen“ als Titel für ein rabenschwarzes, düsteres Album von einer Band mit einem Namen, der nicht gerade für das Versprühen von Heiterkeit sorgt. So stelle ich mir die Vertonung der Apokalypse vor, denn bei dem Titel muss ich immer an das gleichnamige Buch von Robert Jungk über das Schicksal der Atomforscher denken.

 

1987 – The people who grinned themselves to death – The Housemartins

Gewisse Indie-Pop-Bands mochte ich neben Wave, Rockabilly, Gothic, Punk und Rock auch noch. Die Housemartins gehörten mit dazu. Leider gab es sie nicht sehr lange – aber nach der Auflösung der Band verschwanden die Bandmitglieder nicht in der Versenkung, sondern gründeten andere Bands oder Projekte wie z.B. „The Beautiful South“ oder „Fatboy Slim“.

 

Mit diesen fünf Highlights der 80er Jahre ist meine Blogparade auch schon wieder beendet. Da bin ich mal gespannt, was die anderen, die auch mit dabei sind, heute in ihren Player gelegt haben.

Meine Weltreise 2018 – Teil 4 : Kalifornien (21. bis 24. Juni)

 

 

Welcome to the Hotel California… Besser nicht, am Ende dürfen Sie zwar jederzeit auschecken, aber das Hotel niemals verlassen. Mit diesem Flachwitz wollte ich nur kundtun, dass ich sowieso nicht im Beach Hotel California gebucht hatte, sondern in einem Hotel, das direkt daneben lag und auf der anderen Seite von einer Fischräucherei flankiert wurde. Nach Fisch roch es dort aber zum Glück nicht. Zu meiner großen Freude befand sich 700 Meter weiter Brasilien. Der Spaziergang auf der Deichkrone war schon alleine deshalb ein Genuss, weil Seeschwalben in einem Höllentempo dicht über dem Boden bis an mich heranflogen, um im letzten Moment abzudrehen, und das mit wachsender Begeisterung. Und trotzdem fühlte ich mich zu keiner Zeit wie im Hitchcock-Film „Die Vögel“.


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Dabei war ich noch nicht mal auf direktem Weg von Sønderborg nach Kalifornien gefahren. Dank eines Umwegs über WELT mit Mittagessen in Silberstedt und dichten Verkehrs in Kiel, durch das ich während der Kieler Woche durch musste, erreichte ich mein Hotelzimmer erst zwanzig Minuten vor Ende des Fußballspiels „Australien gegen Dänemark“. Ein Blick auf den Bildschirm bewies mir, dass ich nichts verpasst hatte. Eine Tageszeitung in Flensburg hatte den Stil dieser Mannschaft wie folgt beschrieben: „Australien spielt Fußball wie von einem anderen Stern. Einem Stern, der in der Vergangenheit liegt.“ Diesen Eindruck hatte ich auch. Ich ließ Fußball Fußball sein und gönnte mir lieber ein riesiges Stück Erdbeertorte.


 


Im Fischrestaurant schloss die Küche zwar schon um halb neun, und ich erschien zwei Minuten vor halb neun, aber man brachte mir trotzdem noch Fisch, auf den ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte. Und weil die Leute hier so freundlich waren und das Essen so gut, kam ich am nächsten Tag wieder. Dann aber schon um 18 Uhr. Und weil ich das auch noch nie gemacht habe, ging ich morgens zur Kurverwaltung und mietete einen Strandkorb. Schon immer hatte ich mir das so romantisch vorgestellt und mich gefragt, was für ein Gefühl das wohl sein mochte. Danach wusste ich es: Verdammt hart und unbequem – nach drei Stunden tat mir der Hintern weh, und ich gab den Schlüssel zurück, noch bevor die Verwaltung ihre Pforten für den Tag schloss.

An meinem letzten Tag fuhr ich nach Laboe, um mir von der Strandpromenade die Windjammerparade anzuschauen. Ein Großsegler nach dem anderen, begleitet von kleineren Segelschiffchen und noch kleineren Booten fuhr von Kiel aus durch die Kieler Förde und wurde von allen auf der Promenade bewundert und ausgiebig fotografiert.


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Mit dem Handy kamen dabei zwar nicht die prickelndsten Bilder dabei heraus, aber für mich zur Erinnerung reichten sie durchaus. Prickelnd war dafür der Wind, besser gesagt: er biß ziemlich und ging mir durch und durch; da war mir immer mehr nach einem Saunabesuch. Aber damit fing die Misere erst an. Das Bad an der Strandpromenade von Laboe hatte zwar eine Schwimmhalle, aber keine Sauna. Die Schwimmhalle in Preetz hatte zwar auch eine Sauna, war aber wegen Grundreinigungsarbeiten noch bis einschließlich Sonntag geschlossen. Und die Therme in Schönkirchen hatte eine Saunalandschaft, aber zum Schwimmen nur ein winziges Solebecken.


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Das Gelbe vom Ei war diese Lösung zwar nicht, aber auf meiner Odyssee durch das Probsteier Land habe ich eine winzige Siedlung namens Bali entdeckt – klar, dass auch dieses Schild in meine Weltreisesammlung aufgenommen wurde. Und weil der Tag so anstrengend, aber auch so interessant gewesen war, schaute ich zusammen mit drei Gästen aus Hamburg und dem Hotelbesitzer das Vorrundenspiel „Deutschland gegen Schweden“ an.

Ankündigung zum 25. Mai 2018

 

Da ich mein Blog schon längst gründlich überarbeiten wollte und allein schon das leidige Thema DSGV mich Zeit und Nerven kosten wird, habe ich beschlossen, mein Blog heute Abend vor der Nachtruhe auf privat umzustellen und somit erst einmal abzuschließen.

Ich werde natürlich auch weiterhin fleißig lesen und kommentieren.

Es ist also nur eine Pause (nicht nur zur blauen Stunde).