Media Monday # 325

 

 

Schade, dass ich gestern keine Kamera dabei hatte, um das zu fotografieren: Der Kleingarten meiner Freundin, in dem ich die Teiche leerschöpfen, säubern und neu befüllen sollte, stand unter Wasser. „Kipp das Wasser nicht in die Beete, sondern auf den Weg.“, hatte es geheißen, und da stand ich nun – überlegend, auf welchen Teil des Wegs ich das Wasser aus den Teichen kippen sollte, und kam auf einen äußerst passenden Titel: Waterworld.

Okay, den Film fand ich zwar nicht gelungen, aber das Motto passend. Eine SMS meiner Freundin bestätigte meine Vermutung, dass es keinen Sinn ergibt, die 300 Liter aus dem größten Teich in diese Waterworld auch noch hineinzuschütten. Sinnvoller erschien mir da schon eher, den Sonntag auf dem Sofa mit einem weiteren meiner bereits gelesenen Bücher zu verbringen und am Abend ein paar geistige Klimmzüge mit sieben neuen Lückentexten auf dem Blog medienjournal einzulegen. So let’s go:

 

Media Monday #325

 

1. Wenn heutzutage noch immer Serien nur auf DVD und nicht auf Blu-ray veröffentlicht werden interessiert mich das nicht, weil meine Geräte ohnehin kein Blu-ray abspielen können und ich mir keine neuen Geräte anschaffen werde.

2. Gilmore Girls habe ich nach Jahren nun auch endlich mal gesehen und kann nun verstehen, warum die Serie damals so viele Fans hatte. In diesem Fall kann ich mich anschließen und sehe das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“ bestätigt.

3. Immer wenn ich die Sendung „Countryfile“ sonntagabends auf BBC 1 sehe, bekomme ich regelrecht Lust mal wieder nach Großbritannien zu reisen.

4. Das Lesen von Blogs, die sich mit dem Nähen beschäftigen, ist seit Jahren quasi eine Konstante, schließlich bin ich durch den MeMadeMittwoch in Kontakt mit anderen Hobbyschneiderinnen gekommen.

5. Ich packe meinen Koffer und lasse Platz für ein paar kleine Mitbringsel, obwohl ich bis jetzt noch nicht weiß, wo nächstes Jahr die Reise hingeht.

6. Die künstlich erzeugte Exklusivität mancher Serien/Filme, beispielsweise in Bezug auf unterschiedliche Streaming-/Premium-Anbieter bringt mich jetzt auch nicht unbedingt dazu, Mitglied eines solchen Streaming-Dienstes zu werden, denn so wichtig sind mir diese Serien oder Filme dann auch wieder nicht, zumal manche Serien oder Filme irgendwann doch auf DVD erhältlich sind. Außerdem muss ich nicht noch mehr Zeit vor der Glotze verbringen.

7. Zuletzt habe ich Federweißen am Stand eines Winzers gekauft, und das war für längere Zeit wohl das letzte Mal, weil die Geschäftsleitung des Einkaufszentrums, wo der Stand seit Jahren seinen festen Platz hatte, dem Winzer nun gekündigt hat und ich noch nicht weiß, wo der Stand nächstes Jahr zu finden sein wird.

 

 

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Es gibt so Tage…

 

 

 

an denen man die zündende Idee hat und es dann doch anders kommt als gedacht. So geschehen bei der Sommerparty unserer Firma. In Schale werfen sollten wir uns und so richtig partylike aufsylen – das beste Outfit würde einen Preis gewinnen.

Zur Party erschienen dann die meisten Gäste zu dieser Party entweder im Business-Outfit oder ganz leger in Jeans und Sweat-, Polo- oder T-Shirt. Nur einige Damen hatten sich – so wie ich in meinem gelben Kleid, das ich in meinem Beitrag zu „12 Colours of Handmade Fashion : Gelb“  schon einmal gezeigt hatte– extra aufgebrezelt.

 

04 Gelb 2

 

Am Ende hat dann ein Herr im Hawaiihemd gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.

Halloween im Mai

Matchaschokoladencreme


 

Wie ich in der Kommentarspalte zu meinem Media-Monday-Artikel schrieb, wäre die von mir nach einem Internetrezept am Herd zusammengerührte Matcha-Schokolade für Halloween äußerst passend. Warum Halloween, wenn ich schon nicht Beltane gefeiert habe? Die Schokolade ist nämlich nicht pastell-, sondern grasgrün geworden und schmeckt aber nicht nach Matcha, sondern nach weißer Schokolade. Und weil ich weder Trockenfrüchte noch Cashewkerne im Haus hatte, wie von jemandem vorgeschlagen wurde, den ich bei der Happy Hour in meiner Liebings-Cocktailbar kennengelernt habe, bin ich auf die Idee gekommen, weiße und rosa Zuckerperlen vor dem Festwerden auf der noch warmen Schokoladenmasse zu verteilen.

Ich zitiere mich an dieser Stelle selbst: „Leider ist sie doch nicht ganz so geworden, wie ich gehofft hatte – aber wenn ich mir die Zutaten anschaue (Kuvertüre, Sahne, Butter), dann konnte sie unmöglich so fest werden wie Tafelschokolade… Jetzt habe ich statt dessen einen leckeren Brotaufstrich in Form einer grünen Creme, die nach weißer Schokolade schmeckt und in der sich weiße und rosa Zuckerperlen befinden.“

 

Ich habe dieses Produkt meines Küchenexperiments dann aus der Kastenform gekratzt und in ein Schraubglas befördert und behandele es fortan so wie jeden anderen Brotaufstrich. Allerdings wird diese Creme nicht bis Halloween halten, da das Glas heute bereits halb leer ist. So ein Abend mit American Horror Story wird für mich erst mit den passenden Snacks so richtig rund. Und wenn ich mich nicht bremse, habe ich die nächste Staffel in den nächsten Tagen durch und das Glas leer.

Media-Monday # 302

Diesmal gibt es von mir auf einige der sieben Fragen in Wulfs Lückentext ungewöhlích lange Antworten, von denen ich hoffe, dass sie niemanden abschrecken.

 

Media Monday #302

 

1. Animations- oder Zeichentrickserien gehören nur zum Teil zu meinem bevorzugten „Beuteschema“. Eine Ausnahme bilden Filme wie z.B. „Persepolis“. Liebend gerne würde ich auch einmal einen Scherenschnittfilm aus den 20er Jahren sehen. Wenn schon Animation, dann gerne die in Stop-Motion-Technik gedrehten Filme mit Wallace & Gromit. Auch einiges aus der Augsburger Puppenkiste kann ich mir als Wiederholung ab und zu vorstellen; und wenn mir ganz langweilig ist: Die Pinguine aus „Madagascar“.

 

2. Die BBC-Serie „Poldark“ aus den 70er Jahren habe ich regelrecht durchgesuchtet, und das war bereits in den 80er Jahren, wo sie Sonntagnachmittags auf BR3 um 17:00 Uhr (ha! Ich weiß sogar noch die Uhrzeit) ausgestrahlt wurde. Das wurde bei mir so ausgeprägt, dass ich 1999 unbedingt Urlaub in Cornwall machen musste und mich wie Bolle freute, als ich dort von der Existenz der „Poldark Appreciation Society“ (PAS) erfuhr – bei denen wurde ich sogar für kurze Zeit Mitglied; und ein Jahr später nahm ich an einer von der PAS organisierten Convention für Fans teil: Mit Übernachtung in einem schönen Hotel, Fahrten zu einigen Drehorten und Ball in einem stilvollen Landhaus.

Sogar der Hauptdarsteller und der Schöpfer der literarischen Vorlagen waren dort als Ehrengäste. Dass die BBC über dreißig Jahre später eine Neuauflage drehen würde, hätte sich noch nicht einmal die PAS träumen lassen, und dass der Hauptdarsteller von damals darin eine Nebenrolle bekommen würden, sicherlich auch nicht.

 

3. Wenn es um handfestes Drama geht schalte ich immer wieder gerne an Sonntagabenden BBC 1 ein, wenn es ein neues „Original British Drama“ gibt – diese Zeitreisen in vergangene Epochen haben sie bei der BBC einfach drauf, egal ob es zu den Tudors, Königin Victoria oder in die Vierziger Jahre während des Zweiten Weltkriegs geht .

 

4. Eine ganze Reihe sogenannter Buddy Movies erfüllt so ziemlich jedes Klischee, nämlich z.B. das von den zwei ungleichen Cops, die sich zusammenraufen müssen und am Schluß ganz dicke Freunde werden.

 

5. Eine Serienstaffel, auf die ich mich richtiggehend freue ist die zehnte Staffel von Dr.Who mit Peter Capaldi, die am kommenden Samstag auf BBC 1 startet .

 

6. Maisie Williams hat mit ihrer/seiner Rolle als Arya Stark mein Herz erobert, und ich war begeistert, als sie in vier Dr.Who-Folgen der letzten Staffel zu sehen war .

7. Zuletzt habe ich den Film „Frauen ohne Männer“ gesehen, und das war eine interessante Erfahrung, weil ich nicht erwartet hatte, dass einige Szenen eine sehr poetische und märchenhafte Stimmung verbreiten, es weitaus weniger Tanz und Musik gab als vermutet und ich außerdem noch etwas über das Leben in Teheran Anfang der 50er Jahre erfahren konnte. Ungewohnterweise gibt es auf der DVD nur zwei Tonspuren – 1) Deutsch & 2) Farsi mit deutschen Untertiteln; statt wie sonst Englisch, Französisch, Catalan u.a. .

Und weil ich es erst jetzt sehe: Mit Antwort 7 habe ich geografisch einen Bogen zu Frage 1 zurück geschlagen.

„Ohne dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals.“

01 Paris

 


 

Paris. Irgendwann in den 90er Jahren. Ein Kurztrip über Ostern. Am Karfreitag waren meine Freundin und ich angekommen und ziellos dahingeschlendert. Irgendwann landete ich an der Metrostation „Bastille“ und machte einen Fahrradladen ausfindig, von dem auch geführte Radtouren durch die unterschieldichen Arrondissements organisiert wurden. Während meine Freundin sich Versailles ansah, gönnte ich mir eine Auszeit zum Friedhof Père Lachaise, um schließlich wieder an der Bastille zu landen und den Nachmittag in einem Straßencafé ausklingen zu lassen. Jene Atmosphäre läßt sich im Nachhinein nur schwer beschreiben, aber heute nachmittag hatte ich eine leise Ahnung des Gefühls von damals.

 02 Paris

Bei einem Gläschen Weißwein blätterte ich in einer Zeitung und blieb an einem Reisebericht über Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, hängen. Und ich dachte so für mich: „Oh, wie schön diese Bilder aussehen – warum fahre ich eigentlich nicht zur Abwechslung mal dahin, wo ich noch nie war? Und in Baku war ich noch nie…“

 

 

Am besten lass‘ ich etwas Gras über die Sache wachsen und schaue, ob diese Idee nicht bloß ein Strohfeuer, eine spontane Eingebung oder ein eventuell in Angriff zu nehmender Punkt auf meiner imaginären Bucket-List ist, bevor es am Ende noch heißt „Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet.“ (Hipolito in „Die fabelhafte Welt der Amélie“).

Ankündigung: How to organize …

 

 

 

Ankündigung

 


 

nachdem ich jetzt in meine Statistik geschaut habe, ist mir bewusst geworden, dass es nicht mehr weit bis zu meinem 500. Beitrag ist – Zeit, mein Blog umzugestalten; schließlich habe ich es ja schon eine Weile (nämlich seit August 2013), und da wird der Platz so langsam ein wenig knapp.

Media Monday #298

Es ist wieder Montag, und auf dem Blog von medienjournal gibt es seit 0:00 Uhr den 298. Media Monday – ein Lückentext mit 7 Fragen, diesmal von mir wieder in orangem Fettdruck gefüllt:

 

Media Monday #298

 

1. Ein wenig habe ich das Gefühl, dass in letzter Zeit mein Wunsch, Musik zu hören, immer mehr gegen Null tendiert.

2. Manches in Filmen und Serien ist so vorhersehbar, dass ich stellenweise das Gefühl habe, die Dialoge schon im Voraus zu kennen und folglich mitsprechen zu können.

3. Seit geraumer Zeit blieb bei mir das Nähen so ziemlich auf der Strecke, denn ich habe mein Herz fürs Stricken entdeckt.

4. Agatha Raisin sticht bei den Kriminalermittlern für mich deutlich hervor, schade nur, dass die Serie am Freitag zu Ende gegangen ist .

5. Wenn es um das Thema Fantasy geht, fehlt mir inzwischen die Geduld, mich auf dicke Wälzer wie „Game of Thrones“ einzulassen, obwohl ich die Bücher in unserer Stadtbücherei ausleihen könnte. Außerdem habe ich beschlossen, nur noch die letzten Bände von „Schwestern des Mondes“ zu lesen, falls sie irgendwann doch noch auf Deutsch erscheinen sollten. So ein glühender Fan, dass ich sie in der Originalfassung lesen müsste, bin ich dann doch nicht.

6. „Der Vollhorst“ von Bruno Jonas ist inhaltlich reichlich mager, allerdings trifft die Satire dann doch gekonnt auf den Punkt, auch wenn es immer wieder die gleichen „Horsts“ sind, die in dem Buch beschrieben werden. Auf jeden Fall hat die Lektüre meinen Blick auf Talkrunden mit politischen Gästen geschärft, und es kann nie schaden, zu wissen, mit wem man es da zu tun hat.

7. Zuletzt habe ich in der Sonne gesessen und gestrickt und das war ein unerwartet kurzes Vergnügen , weil es doch nicht ganz so warm war, wie ich gehofft hatte. Außerdem war mal wieder Trödel- und Schnäppchenmarkt auf dem Parkplatz vorm Einkaufszentrum, fünf Gehminuten von hier, und da konnte ich jedes Hupen von motorisierten Vollhorsten und jedes „Billig billig billig“-Geschrei von den Marktschreiern hören. Der Flugzeuglärm der Einflugschneise dagegen hielt sich in Grenzen.

 

 

 

 

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Media Monday # 296 : Oscar? Oh, geh‘ ford…

media-monday-296

 


 

 

Die 296. Ausgabe des Media Monday ist laut „medienjournal“ der goldene Mittelweg zwischen Oscar- und Rosenmontags-Special, denn wie zu Recht vermutet, kann ich mit dem ganzen Rummel um die Oscar-Verleihung und die Roben auf dem roten Teppich schon lange nichts mehr anfangen. Mit Rosenmontag verhält es sich dafür genau anders herum: Fasching war früher nie die tollste Jahreszeit, aber inzwischen schaue ich mir manche Umzüge doch ganz gerne an. Ja, als der Cortège (Umzug) der Basler Fasnacht am Dienstag nach Fastnacht noch auf 3Sat übertragen wurde, habe ich mich vor den Fernseher gesetzt und dem Narrentreiben zugesehen.

Wahre Fasnachter könnten das als Sakrileg empfinden, aber ganz ehrlich: Wenn ich bei allen Umzügen, die mich interessieren, live dabeisein möchte, bräuchte ich ausreichend Urlaub, mehrere Klone, die ich gleichzeitig in die Fastnachtshochburgen schicken kann und eine Bahncard, um zwischen Köln, Düsseldorf, München, Basel, der Schwäbischen Alb, dem Markgräferland, Venedig und Nizza hin und her pendeln zu können. Nach so viel Privatem, das mit Medien nur entfernt zu tun hat, komme ich nun zu dem Lückentext, den ich mit roter Schrift im Fettdruck fülle:

~~~ Media Monday 296 ~~~

1. Die Oscar-Verleihungen dieses Jahr hat mich überhaupt nicht interessiert, und ich bin auch gar nicht neugierig, welcher Film welchen Oscar bekommen hat.

2. Wohingegen nun am Rosenmontag ich gerne mal einen Blick in die Ausstrahlung der Rosenmontagszüge am Rhein riskiert hätte, aber ausgerechnet heute war zu diesem Zeitpunkt bei uns im Büro zu viel Arbeit .

3. Wenn jemand einen Preis verdient hätte, dann die Masken- und Kostümbildner von Game of Thrones für die Gewandung von Daenerys Targaryen. Dieses Blau… .

4. Vielleicht nicht unbedingt mein liebstes Kostüm, spiegelt das Kleid von Schildmaid Eowyn aus Herr der Ringe doch zumindest eines meiner favorisierten Film- oder Serien-Genres wider, immerhin gibt es in anderen Filmen aus diesem Genre genug andere starke Frauen in interessanteren Kostümen (z.B. siehe Frage 3).

5. Dieser ganze Hype und das Trara um gewisse Filme führen dazu, dass ich mir sie nicht ansehen möchte.

6. Ich persönlich bin ja vollauf damit zufrieden wenn ich dieses Jahr in so viele Austellungen gehen kann, dass sich meine Museumsufercard amortisiert.

7. Zuletzt habe ich mir alle drei DVDs der Drei-Farben-Trilogie von Krzysztof Kiéslowski aus unserer Stadtbücherei ausgeliehen und das war beim letzten Film „Rot“ eine Enttäuschung, weil genau diese DVD nach 50 Minuten den Geist aufgegeben hat, weil sie einen Fehler zu haben scheint.