12 Colours of handmade fashion – rosa : endlich das passende Kleid zum Schuh

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Rosa ist eine Farbe, die man selten in meinem Kleiderschrank antrifft, sieht man mal von dem ab, was geschah, als mir versehentlich ein roter Waschhandschuh zwischen die 60°C-Wäsche geraten war… kaum zu glauben, dass ich als Teenager mal eine schwarz-rosa Phase hatte. Genug der Vorrede, denn genau um diese Farbe ging es bei tweedandgreet im Monat März.

 

Dank des Tauschtischs auf der AnNäherung Süd in Würzburg gelangte nicht nur ein Burda-Heft, sondern auch eine große Bahn eines bi-elastischen Jerseys in meinen Besitz, der in folgenden Farben geringelt ist: weiß, grau, schwarz, khaki oder oliv? – und rosa. In dem Heft aus dem April 2014 fand ich dannn auch das Kleid, das ich schon lange einmal nähen wollte: ein asymmetrisches Schlauchkleid mit verschieden geformten und in unterschiedlicher Höhe und Weise eingenähten Ärmeln (Modell 112), von dem ich überzeugt war, dass man das unmöglich so anziehen könne; schließlich sind Fotos für mich nicht gerade aussagekräftig, weil doch oft irgendeiner mit irgendwelchen Tricks arbeitet… In irgendeinem Blog hatte ich aber von den Erfahrungen mit diesem Modell gelesen, und diese waren dort ziemlich positiv ausgefallen. Das Kleid auf dem Foto ist aus Cloqué genäht worden, aber warum nicht mal einen anderen elastischen Stoff verwenden.

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Um es kurz zu machen: So, wie die Ärmel in dem Oberteil sitzen, sieht es zwar sehr merkwürdig aus, aber das Kleid trägt sich überraschend gut und sieht gar nicht mal so übel aus – sogar zu meinen Schuhen, die ich meistens zu Hosen trage, passt das Kleid ganz ausgezeichnet, weil sich deren Farbe in einem Teil der Streifen wiederfindet. Nur der große Kragen, den ich nach Belieben immer wieder neu drapieren kann, ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig. Einzig er wird mit einer französischen Naht geschlossen, was für mich ebenfalls eine Premiere war.

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Die Asymmetirie des Kleides zeigt sich im Schnitt, der im Prinzip aus zwei Teilen besteht: ein einzelnes Teil für die Vorder- und Rückseite, das im Stoffbruch zugeschnitten wird – und ein Ärmel (der wiederum wurde von mir später nochmal „zerlegt“, indem ich die in die Schulterkugel gehörende Rundung abgeschnitten habe – denn der linke Ärmel, der ein ganzes Stück tiefer eingesetzt werden soll, ist am oberen Rand ziemlich gerade und nicht gerundet).

 

Während der rechte Ärmel wie üblich eingsetzt wird, muss man das im Stoffbruch liegende Teil im 90°-Winkel zum Fadenlauf einschneiden und den kürzeren Ärmel in dieses so entstandene Loch der kürzere Ärmel einnähen. Hinzu kommt noch eine Raffung in Hüfthöhe auf der rechten Seite – et voilà: Fertig ist das stylische Nachthemd, äh, Kleid, das ich ohne Gürtel getragen habe – im Gegensatz zu der Dame auf dem Foto.

 

 

 

 

 

 

 

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AnNäherung 2017 inWürzburg

 


Bei dem zum dritten Mal stattfindenden von Alexandra organisierten Nähwochenende in Würzburg – AnNäherung Süd genannt – war ich dieses Jahr zum zweiten Mal dabei; letztes Jahr musste ich aus familiären Gründen in letzter Sekunde absagen. Da ich mich aber noch sehr gut an die rar gesäten Parkmöglichkeiten erinnern konnte, bin ich mit dem Zug angereist und konnte deshalb nur wenig Gepäck mitnehmen: Nähmaschine, Handtasche und Rollkoffer, angefüllt mit dem absoluten Minimum (zugeschnittene Teile, Kleidung für zwei Tage und Kulturbeutel) – mehr geht einfach nicht. Was aber völlig in Ordnung ist, wenn man vorhat, nur ein Teil zu nähen und zwischendurch auch noch etwas von der Stadt sehen will.



Beim letzten Mal war ich nämlich fast nur in der Jugendherberge gewesen – das wollte ich diesmal anders haben. Das Tolle an der AnNäherung ist nämlich, dass man unter all den netten Teilnehmerinnen immer Gleichgesinnte findet; in diesem Fall zum Bummeln nach dem Mittagessen am Samstag, weil das schöne Wetter zum einen zu verlockend war und weil ich zum andern unter einer kurzzeitigen Flaute litt. Stolz wie Bolle hatte ich nämlich die Seitennähte meines Kleides in einem Rutsch durchgenäht und mich gefreut, dass ich diesmal am Saum keinen Versatz hatte… um festzustellen, dass ich ja eigentlich noch Taschen einnähen wollte. Fail!

Trotzdem nähte ich erst einmal die Ärmel ein, damit ich am angezogenen Modell die Stelle, an der die Taschen sitzen sollte, besser ermitteln konnte. Wie schnell ist es mir nämlich schon z.B. bei einem Rock passiert, dass ich sie viel zu weit unten in der Seitennaht plaziert hatte. Ein Fehler kommt aber selten allein, und so war der nächste Schuldige ein falsch herum eingesetzter Taschenbeutel, bei dem die Spitze anstatt der Rundung nach unten zeigte. Ja, es stimmt schon: in solchen Momenten ist der Nahttrenner der kleine Held der Stunde. Dieser hatte dann zum dritten und letzten Mal seinen Einsatz, als ich bei den Ärmeln nicht auf die Naht der angenähten Ärmelrüsche geachtet hatte. Die soll im Idealfall auf die Seitennaht treffen; nun aber prangte sie gut sichtbar auf dem Oberarm. Dennoch war ich am Samstagabend nach dem Säumen von Hand mit meinem Kleid so früh fertig, dass ich noch einen Bindegürtel nähte.

The result is:

MMM Blau 01

Der Rest des Abends war dann nur noch zum Quatschen, Stricken und Weintrinken da, und während am Sonntagmorgen noch fleißig bis zum Mittagessen weitergenäht wurde, ließ ich mir ausgiebig Zeit und trank noch einen Kaffee mehr. Fotosession mit Frau H aus E vor der Jugendherberge inclusive. Genäht habe ich übrigens einen Mix aus zwei Kleidern der burdastyle 2/2014: Vorder- und Rückenteil von Kleid Nr. 113 (wie hier) …

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… die Ärmel von Kleid Nr. 112 (klick the link) – der Gürtel ist eine Zugabe von mir und war von Burda nicht vorgesehen, frei nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“.

Passend gemacht wurde an diesem tollen Wochenende so einiges, und es entstanden viele schöne Kleidungsstücke, angefangen bei Kleidern und Röcken, über Hosen, einem Pyjama und Mänteln bis hin zu einem atemberaubend schönen Abendkleid für eine demnächst anstehende Hochzeit.

Berichte dazu findet ihr hier, bei mamamachtsachen.

12 Colours of Handmade Fashion : Blau im Juni – die Zweite!

 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau.


 

Blau ist eine Farbe, die man häufig in meinem Kleiderschrank findet – mal als Solist, mal als Teil eines Musters. Nachdem ich wochenlang an der „Origami“-Weste gestrickt hatte, wollte ich endlich wieder einmal etwas nähen und hatte mich für die AnNäherung Süd angemeldet – ein Nähtreffen in der Jugendherberge in Würzburg, das bereits zum dritten Mal stattfand, und zwar vom 13. bis 15. Oktober. Mitgebracht hatte ich einen blauen Stoff (50% Wolle & 50% Leinen), den ich auf dem Mittelaltermarkt beim Hayner Burgfest gekauft hatte. Daraus wurde ein Kleid, das ich für mich bereits zweimal und einmal für meine Schwester genäht habe; und jedes Mal aus einem anderen Stoff:

Modell 1 für mich – aus grauem Möbelstoff,

Modell 2 für meine Schwester – aus grüngrundigem Waxprint,

Modell 3 für mich – aus blauem Baumwollstoff, nach einem Motiv von Stella Jean.

 

 

Modell 4 hat zwar immer noch das bewährte Vorder- und Rückenteil, aber zur Abwechslung mal andere Ärmel bekommen, und zwar kurze, deren Saum von einer glockig fallenden Rüsche geschmückt wird, wie man sie momentan an vielen Kleidungsstücken sieht, und zwar so – im Prinzip unterscheiden sich die Kleider wirklich nur durch die Ärmel, und selbst die sind eine Kurzversion des zuerst von mir genähten Kleides, nur mit einem zusätzlichen Volant dran.


 


 

Weil es draußen in den Morgenstunden doch ein wenig frisch war, habe ich die Origami-Weste drübergezogen und festgestellt, dass sich beide Teile durchaus ergänzen, auch wenn der Eindruck entstehen könnte, dass sich die beiden Blautöne beißen.

 

 

Unsortierte Gedanken : MMM meets AnNäherung

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Schon seit langem ist für mich der Mittwoch etwas besonderes, denn er ist die Chance für mich, Selbstgenähtes einem größeren Kreis zu zeigen, wenn mir danach ist. Manchmal ist es ein Klassiker, der sich für mich schon ausgiebig bewährt hat; manchmal aber auch Brandneues, das ich noch nie getragen habe – je nach Lust und Laune. Schon morgens nach der ersten Tasse Kaffee sitze ich dann vor meinem Laptop und verpasse dem Beitrag, der sich um mein selbstgemachtes Kleidungsstück dreht, den letzten Schliff und fiebere dem Moment entgegen, in dem der Startschuss zum Verlinken auf memademittwoch fällt. Dieser Moment birgt für mich immer wieder eine gewisse Aufregung in sich, und mindestens genauso gespannt wie ich auf das Hochladen meines Beitrags dort, bin ich auf die anderen Beiträge, unter denen ich den ein oder anderen interessanten neuen Blog entdecke. Leider macht es mir die Fülle der Beiträge unmöglich, sie alle zu lesen, geschweige denn zu kommentieren – und das tut mir leid, denn jede/r hat Zeit, Mühe und Liebe investiert und hätte gerne ein wertschätzendes Feedback, freue ich mich doch auch immer über kurze Kommentare, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht immer schmeichelhaft formuliert sind. Aufregend aber ist es allemal, eine Reaktion hervorzukitzeln, das liebe ich so am Bloggen.

Genauso aufregend war für mich, in das Podcast Special 2 zur AnNäherung Bielefeld von nahtzugabe 5cm reinzuhören, das aus dreizehn Einzelinterviews besteht, die Chrissy von Chrissys Nähkästchen während dieses unvergeßlichen Wochendendes mit zwölf Teilnehmerinnen und mir geführt hat. Es ist eine Sache, sich bei einem Interview halbwegs eloquent auszudrücken und dabei mehr oder weniger ruhig und gelassen zu bleiben und wieder eine ganz andere, sich das Ergebnis mit eigenen Ohren anzuhören. Ich kann mich noch gut an eine Situation vor vielen Jahren erinnern, als ich just for fun am Zweiten Weihnachtsfeiertag beim Hessischen Rundfunk angerufen und eine Frage, die der Moderator zu den Feiertagsaktivitäten der hr-Hörer hatte, so zu beantworten, dass einem beim Hören nicht sofort die Füße einschlafen. Meine über den Äther gehende Stimme hörte sich in meinen Ohren an wie Mickymaus auf der Flucht im Hamsterrad – einfach viel zu hoch und schmerzhaft schrill… welcome to the Verona-Feldbusch-Contest.

Deshalb habe ich mich im Gespräch mit Chrissy auch sehr bemüht, langsam und mit tieferer Stimme als sonst zu sprechen und dabei keine störenden Geräusche zu verursachen. An der Kleidung zu nesteln oder mit den Händen durchs Haar zu fahren, wird nämlich sehr wohl vom Mikrofon mit aufgenommen und kann jede Aufnahme verhunzen; zum Glück kann ich sagen, dass mir diese Vermeidungstaktik gelungen ist. Dennoch war es irritierend, festzustellen, wie fremd sich meine Stimme anhört. Als würde nicht ich, sondern eine andere Person antworten, die seltsam abgehackt und emotionsarm spricht, (obwohl die Tonlage okay ist), dabei hatten wir doch scheinbar alle Zeit der Welt, und niemand hetzte mich. Vielleicht war auch schon eine Erkältung im Anflug, denn schon am Freitagabend hatte ich das Gefühl, komplett neben mir zu stehen; dabei hatte ich mich so auf das lange Nähwochenende gefreut… und jetzt fehlte mir jeglicher Antrieb. Trotzdem – auch wenn es vielleicht nicht so rüberkam: Es war ein sehr schönes Wochenende, und das Interview mit Chrissy hat mir großen Spaß gemacht. Vielen Dank für diese außergewöhnlichen Momente.

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# 12 letters of handmade fashion : Januar

Bei der letzten AnNäherung hatte ich mit dem Nähen eines Kleides begonnen, das für den diesjährigen Dressmakers Ball bestimmt ist, aber auch hervorragend in das Projekt „12 letters of handmade fashion“ passen würde: An jedem Monatsersten wird bei den Bloggerinnen, die dieses Projekt ins Leben gerufen haben, ein Buchstabe ausgelost, zu dem diejenigen, die daran teilnehmen möchten, bis zum 27. desselben Monats etwas Selbstgemachtes präsentieren sollen. Das kann gestrickt, gehäkelt, genäht, oder was auch immer sein, aber es sollte unbedingt selbstgemacht sein. Gezogen wurde auf dem Blog von tweedandgreet der Buchstabe

                             W

Wie sich schon zu meiner Bestürzung während des AnNäherungswochenendes abgezeichnet hat, wurde das Kleid nicht fertig bzw. es ist zu einer Baustelle mutiert, die bis zum Ball behoben sein muss, denn es ist zu eng geworden. Das bedeutet, ich muss mich nochmal an die Seitennähte machen, denn was gibt es schöneres als das erneute Auftrennen? Ha ha, es sei denn, ich nehme bis zum Ball ein paar Pfündchen ab – aber brauche ich wirklich noch ein Kleid, für das ich abnehmen muss? Die Antwort lautet: Nein! Denn was nicht passt, wird passend gemacht.

Das schaffe ich aber nicht bis zum kommenden Mittwoch, weil ich in den nächsten Tagen selten vor 19 Uhr nach Hause komme, und ob ich dann noch große Lust zum Auftrennen und Neunähen verspüre…. wohl kaum. Und deshalb gibt’s von mir im Rahmen von 12 letters of handmade fashion nicht nur das unvollendete Corpus Delicti, das Wallis-Simpson-Wedding-Dress aus grünem Satin, präsentiert an der Puppe …

sondern auch ein Double Feature, bestehend aus Wollpullover und Wollfilzkappe. Den Pulli habe ich vor einiger Zeit selbst gestrickt, die Kappe ist mein Erstlingswerk im Nassfilzen.

 

 

W 04

 

Nun hoffe ich, dass beide Objekte noch zu der Aktion passen, denn beide sind schon seit längerem Bestandteil meiner winterlichen Garderobe, bestens bewährt bei Eis und Schnee; und freue mich darauf, die anderen W’s von denen bewundern zu können, die außer mir ebenfalls dabei sind.

AnNäherung 2016 : „Same procedure as last year?“

Same procedure as last year?“ – einerseits ja, andererseits auch wiederum nicht, denn so langsam glaube ich, dass ich wirklich alt werde, denn so gerädert wie diesmal war ich nach den letzten beiden AnNäherungen in Bielefeld nicht gewesen. Aber ich will mich nicht beschweren. Im Gegenteil: Auch wenn es wenig Schlaf gab – es war so toll, bei dem Treffen mit vielen anderen nähbegeisterten Frauen für ein langes Wochenende dabei zu sein; in diesem Jahr vom 15. bis 17. Januar. Dabei entstanden die vielfältigsten Kleidungsstücke: Jacken, Mäntel, Kleider, Hosen, Röcke, Blusen…

Auch von Hand wurde genäht: Jacke und Pulli inspired by Chanel und folglich auch genäht wie bei Chanel, sehr aufwendig und absolut meinen Respekt habend; und ein Jäckchen nach der Alabama-Chanin-Methode, ebenfalls sehr zeitintensiv.

Doch nicht nur das gemeinsame Nähen bereitete mir große Freude (auch wenn ich wieder mal nicht fertig geworden bin) und das Lernen, wie man z.B. einen nahtverdeckten Reißverschluss richtig einnäht, sondern auch die vielen Gespräche, die sich um Gott und die Welt und ums Nähen drehten. Ich glaube, diesmal war ich mehr mit Quatschen als mit konzentriertem Arbeiten beschäftigt. Nicht unerwähnt lassen möchte ich an dieser Stelle die Interviews von chrissys-naehkaestchen für den Podcast von nahtzugabe5cm mit acht anderen Teilnehmerinnen und mir. Den Podcast verfolge ich jedes Mal aufs Neue mit großer Spannung, wenn eine neue Folge davon online geht; und da ich nicht weiß, wer außer mir noch interviewt wurde, freue ich mich jetzt schon auf die Sonderausgabe von der AnNäherung 2016.

Für Technik kann ich mich ja grundsätzlich begeistern, diesmal war es eben mehr der Ton als das Bild, und nicht nur deshalb habe ich nicht sehr viel fotografiert. Vielleicht lag’s auch am Handy, das kaum noch Strom hatte und sich einfach nicht aufladen ließ – für heute muss eine Aufnahme der Pinnwände reichen.

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Auf den beiden Pinnwänden hefteten wir Skizzen unserer Projekte fest, und wer gute Augen hat, kann erkennen, welche Bandbreite sich hier auftat; das Kleid, das ich nähen wollte, wurde leider nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zum einen machten mir die friemeligen Details ganz schön zu schaffen, zum andern franste der Satin höllisch aus, und so verbrachte ich wieder einmal einen Haufen Zeit damit, jedes der neun Teile einzeln mit Zickzackstich ringsum zu versäubern. Am Samstagabend war ich dann endlich happy, das Kleid so weit fertig zu haben, dass ich nur noch die Ärmel und ein paar Einfaßstreifen daran anzubringen brauchte, aber ach! – den Reißverschluss hatte ich nicht nur falsch, sondern auch noch äußerst lückenhaft eingenäht. Weil ich unter dem Einfluß von gekühltem Veltins die lästige, aber leider notwendige Auftrennerei nicht durchführen wollte, vertagte ich diese zeitraubende Tätigkeit auf den Sonntagvormittag – bei einer Länge von 60 Zentimetern reichte dafür die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen gerade so.

Zum Nähen kam ich nicht mehr; lieber ließ ich mir von kraut und kleid zeigen, wie man den Reißverschluss nach der Methode von The Great British Sewing Bee einnäht, und half ihr im Gegenzug bei den Feinarbeiten für die Gutscheintäschlein, die den lieben Organisatorinnen zugedacht waren. Das führt mich nun zu meinem letzten Anliegen, nämlich dem Orga-Team, bestehend aus alle wünsche werden wahr, drehumdiebolzeningenieur und mamamachtsachen (in alphabetischer Reihenfolge) für dieses wunderbare Wochenende zu danken, das leider mit Unmengen an Schnee gesegnet war.

Erfahrungsberichte zu der diesjährigen AnNäherung gibt’s bei mamamachtsachen.

AnKündigung : AnNäherung meets …

… 12 Letters of handmade fashion: Folge ich dem Link, lande ich bei einem Projekt, bei dem es mich in den Fingern juckt. Hier ziehen die Intitiatorinnen jeden Monat einen Buchstaben, zu dem man dann etwas nähen soll. Bis zum 27. des Monats hat man dann noch Zeit, sein Projekt vorzustellen. Bei tweedandgret ist nun das W gezogen worden, und zu dem Projekt heißt es

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„Bis zum 27. Januar habt ihr nun Zeit, euch ein Kleidungstück oder Accessoire zu diesem Buchstaben zu kreieren und mir eure Beiträge über Blogposts, E-Mail, FacebookInstagram oder Twitter zukommen zu lassen. Setzt euer Werk in Szene, erzählt uns etwas zum Schnittmuster und Stoff oder gebt Stylingvorschläge. Es geht darum, einander zu inspirieren und dazu zu motivieren, einfach mal mehr von unserer Kleidung selbst zu machen.“

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Zuerst dachte ich „oh no, was kann man denn zu einem W selber machen?“; dann fiel mir ein, dass ich noch vier Meter Satin seit November 2014 im Haus habe, aus dem ich ein Kleid für den SewAlong „Nix für Lemminge“ und den letzten Dressmaker’s Ball nähen wollte, ich aber nicht dazu gekommen bin.

Stoff für Kleid

Für das von mir favorisierte Modell war es nicht das richtige, also ging die Suche nach dem dazu passenden Schnitt weiter. Beim Ausmisten alter Burdahefte wurde ich dann in der Ausgabe 03/2008 fündig. Das Kleid gibt es in kurz (Modell 115) und mit Puffärmeln – und dann noch einmal in lang (Modell 116), und zwar als Brautkleid (links das Foto, rechts die technische Zeichnung – gefunden habe ich es hier:

https://nouvellegamine.wordpress.com/2011/07/26/sewing-wedding-dress/

Auf diesem Blog finde ich folgende Notiz: issue 3/08 had a bridal pattern inspired by wallis simpson’s wedding gown. it was perfect! easy to add length to the torso and skirt and easy to add width to the hips. i made a muslin first and worked out the kinks, mostly fitting through my hips. my measurements then were 34″-25″-38″ made from champagne silk shantung. i omitted the belt bc i loved the triple darts in the front and wanted to show them off„.

Das kann ich gut verstehen, den Gürtel möchte ich auch weglassen. Was man auf der technischen Zeichnung nicht sieht, ist der eingesetzte Godet im rückwärtigen Rockteil. Und ob das Kleid ein Wallis-Simpson-Kleid sein könnte, verrät der Blick aufs Original:

Beide Bilder habe ich auf pinterest gefunden:

linke Seite: https://de.pinterest.com/pin/556546466431157677/

rechte Seite: https://de.pinterest.com/pin/556546466431157671/

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Leichtes Kopfzerbrechen bereitet mir bisher noch der Schlitz am Ausschnitt, den ich schon als tropfenförmigen Ausschnitt ausprobiert habe und an der Aufgabe grandios gescheitert bin. Aber vielleicht wird’s ja diesmal was. Zugeschnitten sind die Teile – die AnNäherung kann losgehen. Zusätzlich motivierend könnten auch die Schuhe wirken, die ich zu dem Kleid trage möchte.

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W wie „Wow-Kleid“, wie „Wallis-Simpson-Kleid“ oder schlicht und einfach „Wedding Dress“?

Me Made Mittwoch : mein liebstes Kleid aus 2015

Völlig außerplanmäßig und noch halbverschlafen taumel‘ ich umher, um noch einmal am ersten MeMadeMittwoch des Jahres 2016 das zu präsentieren, was sich im letzten Jahr zu meinem Lieblingsstück entwickelt hat – mein blaues Bouclékleid fürs Büro, das ich nach Burda-Schnitt Nr. 111 aus der Ausgabe 10/2015 bei der AnNäherung Süd für den Working Girl Sew Along genäht habe:

Vorlage:

sam_6822 (https://blaupause7.files.wordpress.com/2015/09/sam_6822.jpg?w=450&h=600)

Resultat:

 

Bevor ich mich jetzt umziehe, Kaffee trinke und mich ans Schnittabnehmen und Zuschneiden für mein kommendes Projekt mache: noch mehr Lieblingsstücke finden sich beim MeMadeMittwoch von heute.

Das Jahr 2015… oh, geh‘ ford!

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Jahresrückblicke? „Oh, geh‘ ford!“ würde Heinz Becker sagen, und das Ekel Alfred stünde am Herd, um den Silvesterpunsch aus Rum mit Rum zu veredeln. Hicks! Aber warum nicht mal eine Zusammenfassung aller Projekte des vergangenen Jahres schreiben? Nur, um zu sehen, wie groß mein kreativer Output war… Achtung, Spoiler! : dass daraus nichts werden würde, hätte mir von Anfang an klar sein müssen. Darum gib’s nur einen groben Querschnitt davon

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Januar

Im Januar habe ich ein lang vor mir her geschobenes Projekt verwirklicht, zu dessen Zweck ich mir bereits den Stoff zum vergangenen Weihnachtsfest gegönnt habe: rot-grauer Tartan aus Wolle (oder war’s ein Wollgemisch?) für einen verschlußlosen, klassisch, leicht oversized geschnittenen Mantel (Modell Nr. 104 aus Burda Style 11/2014).

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Den Mantel habe ich dann auf der AnNäherung in Bielefeld genäht bzw. angefangen und danach zu Hause fertiggestellt; und obwohl ich ihn scherzhaft „Lord Crawleys Morgenmantel“ getauft habe, so wurde er einer meiner liebsten und dementsprechend oft getragenen Stücke. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich auf ein Futter bequem verzichten kann, weil er in ungefüttertem Zustand beim Gehen nicht aufklafft: die aneinanderhaftenden Wollschichten machen es möglich, und ich weiß nicht, ob das anders wäre, hätte ich ihn gefüttert.

Februar

Februar ist irgendwie ein doofer Monat, finde ich. So kurz, zu nichts habe ich so richtig Lust, und nur selten kann ich mich zu kreativen Tätigkeiten aufraffen. 2012 habe ich das Muster der Lethargie durchbrochen und habe mich auf eine mehrtägige Wanderung entlang eines Teilstücks des Jakobswegs begeben. So sportlich agil war ich dieses Jahr aber nicht. Für mich diente der MMM im Februar nur noch zum Zeigen liebgewonnener Stücke, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben: blauer Tellerrock mit grafischem Muster, gestrickter Pulli in orange aus den 80er Jahren, graues knöchellanges Kleid im Country-Stil aus den 90er Jahren. Also nichts neues, darum auch nicht sonderlich spannend. Kopf und Hände waren anscheinend im Winterruhemodus. Nicht mal genäht für den Dressmaker’s Ball habe ich. Da mein Mann seinen Kilt ausführen wollte, erschien mir ein buntes, auffällig gemustertes oder besonders raffiniert geschnittenenes Abendkleid nicht angemessen; vielmehr wollte ich mit meinem Outfit den Rahmen für seines bilden, und mein Sash (Schärpe aus Tartan, die auf der Schulter getragen wird) sollte auch noch dazu passen.

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Die Lösung für das Problem lag in einem bodenlangen Kleid aus zartblauer Baumwolle, das ich mir 2000 für einen Ball in einem Land bzw. Herrenhaus in Cornwall genäht hatte und das – o Wunder! – auch noch passte (wenn auch noch eben gerade so).

März

Mein kreativer Output im März beschränkte sich anläßlich der Sonnenfinsternis (von der ja wieder mal alle außer mir schon lange vorher gewußt hatten *gnarf*) auf das Basteln eines Sonnenschutzes für unsere Kameras und unsere Augen;

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außerdem war da noch der von mamamachtsachen organisierte Dressmaker’s Ball in Schwerte, der am 5. März 2016 in eine erneute Runde gehen wird. Selbst keine große Tänzernatur, kann ich diese Veranstaltung allen, die mal wieder ihre selbstgemachte festliche Kleidung ausführen möchten, nur allerwärmstens empfehlen und ans Herz legen. Im Gegensatz zu März 2015 gibt es diesmal sogar ein Motto: Birds of Paradise. Also, wenn das nichts ist, dann weiß ich ja auch nicht.

April

Hatte ich beim Ball meine Erfolgserlebnisse in Form einer durchgemachten Nacht, einer frisch erworbenen Highend-Nähmaschine und eines Kleides, in das ich nach 15 Jahren noch hineinpasste, so schnappte im April die Frustfalle zu.

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Frustpunkt Nummer eins war das Nähen eines Probeteils für ein am Ausschnitt kunstvoll in Falten gelegtes Top aus der Zeitschrift „La Maison Victor“, Nummer zwei der Versuch, aus dem restlichen Tartanstoff ein Top zu nähen (ebenfalls aus „La Maison Victor“) und Frustpunkt Nummer drei die Feststellung, dass mir kein einziges meiner Korsetts noch passt. * Heul * – und dabei waren die doch so teuer gewesen.

Mai

Auch im Mai war ich mit dem Nähen eines Probemodells beschäftigt. Diesmal handelte es sich um einen Godetrock, für den ausrangierte Bettwäsche mit Jacquardmuster herhalten musste. In Gedanken hatte ich ihn mit dem im April begonnenen Faltentop kombiniert, die Wirklichkeit zeigte jedoch, dass das keine so gute Idee war. Den Rock hätte ich doch besser mit Bluse oder sportlichem Pulli kombiniert, wenn er denn gepaßt hätte. Ganze fünf Zentimeter fehlten mir am Bund, und so wanderte der Rock auf meiner Prioritätenliste ganz ganz weit nach hinten. Den „Film- und Fernsehserien-Sew Along“ hatte ich gedanklich ohnehin längst abgehakt. Lieber trug ich beim MeMadeMittwoch einen roten Rock, der an Heiligabend noch einmal zum Einsatz kam – im Mai stellte ich dann fest, dass zu dem leuchtenden Rot des Rocks mein blauweißes Top Harley ausgezeichnet passt:

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Aber noch lieber schmiedete ich Pläne für das nächste Ballkleid: angelehnt an das Brautkleid von Wallis Simpson aus dem Jahre 1936, soll es ein kürzeres Modell aus grünem Satin werden. Passt doch bestens zu dem Motto für den Dressmaker’s Ball. Aber noch ist es nicht so weit. Schnitt und Stoff liegen noch unangetastet in einer Kiste. Was ich dagegen konkret in die Tat umsetzen konnte, war die Fertigstellung meines Disclaimers. Etwas Organisation auf dem Blog muss ja schließlich auch mal sein.

Juni

In diesem Monat wurde ich nicht nur mit dem „Kleinen Schwarzen“ fertig, sondern ich versuchte mich an einem Probemodell für eine Bluse aus der Burda – Motto „African Dream“.

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Am Ausschnitt befand sich ein neckisches „Guckloch“, wobei es sich dabei laut Burda eher um einen tropfenförmigen Ausschnitt handelt; und mit diesem „tropfenförmigen Ausschnitt“ sollte ich noch eine Menge „Spaß“ bekommen.

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Achtung, Spoiler: den Rand nach innen umzunähen, war keine Lösung, die sich durch Dauerhaftigkeit auszeichnete. Weder am Probemodell aus unelastischem Stoff, noch am später genähten Modell aus hochwertiger Viskose, die ein hohes Maß an Elastizität bewies.

Juli

Temperaturen wie in der Sahara, da kam dem ein oder anderen gelegentlich das Lied „wann wird’s mal endlich wieder Sommer“ in den Sinn, mit der Textzeile „es war hier wie in Afrika, wer konnte, machte FKK“, und was lag da näher, als das Nähen eines Kleides aus African Waxprint? Der Schnitt dazu stammt aus der Zeitschrift „La Maison Victor“, und heraus kam dabei ein wildgemustertes Kleid, das sich auf einer Hochzeit bewähren sollte, für die mein Mann und ich spontan eingeladen worden waren. Fertig wurde auch die „African Dream“-Bluse, aus einem Stoff, aus dem die Alpträume sind.

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Leider hatte die mörderische Hitze auch ihre Schattenseiten, und wir konnten leider nur einen der aus dem Dach gefallenen Mauersegler retten.

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Der Juli stand auerdem noch im Zeichen des National Blog Posting Month, einem Monat, in dem alle, die dabei mitmachten, jeden Tag zu einem bestimmten Thema 20 Minuten lang einen Text verfassen sollten; dank dieser Aktion habe ich jede Menge interessanter neuer Blogs kennengelernt, die sich mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen.

August

Das einzige, was in diesem brütend heißen Monat in Do-it-Yourself-Manier entstanden ist, war eine selbstgemachte Wespenfalle – und das Abschleifen und Neustreichen einer Holzhütte in Eigenregie.

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Was für ein „Vergnügen“, bei gefühlt 40°C auf dem Vordach zu sitzen und zu spüren, wie unter einem die Dachpappe zu brodeln beginnt, während man mit dem zentnerschweren Schwingschleifer der Fassade am Giebel die alte Farbe ablöst.

September

Nach dem Fiasko mit der „African Dream“-Bluse änderte ich den Ausschnitt in einen U-Boot-Ausschnitt ab.

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Nun sah die Bluse zwar aus wie ein Oversized Shirt, aber dafür war ich den Ärger mit sich auflösenden Säumen ein für alle mal los. Und das beste: Mit ihr hatte ich mein erstes Stück für den von mamamachtsachen organisierten Working-Girl-SewAlong. Kleidung für den Job selber nähen? Da mußte ich einfach mit von der Partie sein.

Oktober

Vom 16. bis 18. Oktober fand in Würzburg die AnNäherung Süd statt. Nur zwei Stunden Fahrt von zu Hause entfernt.

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Und vorgenommen hatte ich, mir ein Etuikleid und einen Bleistiftrock für den Working-Girl-SewAlong. Komplett fertig wurde jedoch nur das Kleid, das ich dann auch bald darauf – und bis zum Ende des Jahres – sehr oft tragen sollte.

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Kurz darauf sollte dann auch der bordeauxrote Bleistiftrock fertig werden.

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Nur war ich dann in punkto Kreativität auch ziemlich fertig, zumal Weihnachten immer näher rückte und der Nähtisch im Keller als Ablagefläche für die Confisierie, die mein Mann noch vor seinem OP-Termin gemacht hatte, dienen musste.

Dezember

Genäht wurde bei uns im letzten Monat des Jahres nichts mehr, aber dafür haben wir einen Teil der Weihnachtsgeschenke selbstgemacht: Pralinen, Marmelade, Likör und diverse Gutscheine.

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Die Operation hat mein Mann übrigens gut überstanden, nur Weihnachten und Silvester fallen dieses Jahr bedeutend ruhiger aus als die Jahre zuvor. Zwar habe ich an Heiligabend gearbeitet, aber diesmal stand wenigstens schon der Baum fix und fertig geschmückt (wurde von uns am Vorabend erledigt), und der Kartoffelsalat stand auch schon zum Verzehr bereit. Alles in allem, war der 24. Dezember ein sehr relaxt ablaufender Tag, und auch am 25. Dezember ging es entspannt weiter; wir besuchten den Bruder meines Mannes und seine Familie, unser Patenkind wollten wir nämlich auch noch beschenken. Malbücher und Buntstifte wurden von dem Fünfjährigen auch gleich mit Begeisterung aus dem Papier befreit, aber dann war die Knete doch viel viel interessanter, und so kam es, dass ich mit dem kleinen Mann zusammen ein buntes Knetmännchen nach dem anderen bastelte.

 

Am 26. Dezember saßen wir in kleiner Runde bei Rotwein und Punsch zusammen; dann telefonierte mein Mann spontan mit einem Freund, und genauso spontan fuhren wir mit dem Taxi zu ihm, wo auch ich endlich einmal das zwei Monate alte Patentöchterchen meines Mannes kennenlernen durfte. So ein süßer Winzling. In angeregter Runde verbrachten wir dann dort die letzten Stunden des zweiten Weihnachtsfeiertags. Ja, dieser Abend war einer von der Sorte, die ich leider nicht allzu oft habe, und ich stelle fest: Puddingkochen mit zehn- und elfjährigen Kindern macht einen Riesenspaß.

Leider muss ich morgen schon wieder arbeiten; eine kurze Arbeitswoche, die vermutlich mit viel Streß und Hektik verbunden sein wird, liegt nun vor mir – da haben mir die vergangenen vier relativ ruhigen Tage sehr gut getan, und ich kann jetzt verstehen, warum für viele Weihnachten die schönste Zeit des Jahres ist.

 

 

Working Girl Sew-Along : Nachzügler eins im November

Zwar ist das Finale des Working Girl Sew-Alongs (hier zu finden) schon lange vorbei, aber das vorletzte meiner geplanten Stücke hatte ich da noch nicht ganz fertig, denn seit bei der AnNäherung Süd (16. – 18. Oktober) hatte ich daran nicht mehr weitergearbeitet: ein Bleistiftrock aus Walk in bordeaux mit orangem Futter. Der dazu passende Blazer steht noch aus.

Der Bund und das Futter waren der Knackpunkt. Inzwischen habe ich aber nochmal neuen Futterstoff, unelastisches Band zur Verstärkung des Rockbundes und Druckknöpfe gekauft und sowohl einen neuen Bund als auch einen Futterrock hergestellt und beides mit dem Rock aus Oberstoff zusammengefügt…von Hand.

Hatte ich beim ersten Mal den Rockteilen aus Futterstoff noch überflüssige Abnäher verpasst und dadurch einen viel zu schmalen Futterrock erhalten, so habe ich diesmal darauf verzichtet und – o Wunder – einen Futterrock produziert, der endlich besser passt; ja, sogar eher ein bißchen zu weit ist, aber da der Stoff an der Seitennaht mit dem Reißverschluß nach innen umgeschlagen werden sollte, war mir das lieber so.

Am Bund habe ich ein Stück Band überstehen lassen, das mir als Verschluß dient: Der daran befestigte Druckknopf hält den Bund in Position und verhindert, dass der Bund oberhalb des Reißverschlusses aufklafft (so wie bei meinem anderen Bleistiftrock und meinen Tellerröcken). Ich glaube, ich brauche als nächstes einen Schnellkursus im Einnähen von Reißverschlüssen – soll mir doch der nächste Bleistiftrock besser gelingen.

Aber ich glaube, als nächstes ist noch eine Bluse für unser Tropiarium – äh, tropisch warmes Büro dran. Vielleicht aus der Viskose mit roten und orangen Fischen auf weißem Grund, die ich mir bei der AnNäherung Süd gekauft habe.