Media Monday # 337 : die „Hallelujah“-Spezialedition

 

 

In der letzten Woche hatte ich wohl etwas zu viel Halleluja. Nein, nicht etwa Glühwein und Eierpunsch oder den Leonard-Cohen-Song mit seinen x Coverversionen, sondern neben der Roratemesse um 6:30 Uhr in der Frühe auch den Titelsong der 8teiligen Serie „Victoria“, gesungen von den Mediaeval Baebes, ein britisches Ensemble von Interpretinnen mittelalterlicher Musik.

Dass Jenna Coleman (Doctor Who) die 18jährige Thronerbin spielt, die über Nacht plötzlich zur Königin von England wird, wusste ich und war darauf gespannt, wie sie die Rolle wohl ausfüllen würde. Nicht gefasst aber war ich auf Eve Myles (Torchwood und Doctor Who) als oberste Kammerzofe der Königin und Nell Hudson, die Darstellerin der Laoghaire aus „Outlander“. Damit aber nicht genug: in zwei kurzen Szenen, ganz am Anfang der Staffel, erspähte ich in der Menge ein weiteres bekanntes Gesicht, von dem ich für eine Weile gar nicht wusste, wo ich es schon einmal gesehen hatte. In Downton Abbey, in Doctor Who, in Torchwood?

Nach der letzten Folge machte es dann klick, und ich hatte den Polizisten Andy aus Torchwood vor Augen. Eine weitere kurze Szene mit Rufus Sewell als Lord Melbourne brachte mich auf eine dumme Idee: Wäre er nicht ein geeigneter Kandidat für die Rolle des James Bond? Schließlich wird seit Monaten fleißig gerätselt, wer denn Daniel Craigs Nachfolger werden könnte, und im Gespräch sind u.a. Aidan Turner, Idris Elba oder Tom Hiddleston. Die Frage ist nur: Will ich wirklich noch einen weiteren Bond-Film sehen? Vielleicht sind die Hörbücher oder Hörspiele ja spannender? Wenn ich mir so anschaue, welche Stimmen es da zu hören gibt, könnte ich glatt zum Fan werden (vom Bond Watcher zum Bond Listener)… Joanna Lumley, Bill Nighy, Hugh Bonneville, Jason Isaacs, David Tennant, Rufus Sewell, Kenneth Branagh oder Tom Hiddleston, wobei wir wieder bei möglichen Kandidaten für die Rolle des neuen Bond wären.

In einem Reisevideo über Island kam dann das Thema „Bondfilme“ erneut auf. Aber das ist eine ganz andere Geschichte *). Noch spannender finde ich die sieben Lückentexte zum Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal.

 

Media Monday # 337

 

1. Die Figur der/des James Bond wird für mich immer unweigerlich verbunden sein mit Sean Connery und Pierce Brosnan. Der ideale Nachfolger wäre für mich jemand, der eine ähnliche Ausstrahlung hat und sowohl die Guten als auch die Bösewichte mit Überzeugung spielen kann. .

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2. Mein persönlicher (medialer) Weihnachtswunschzettel besteht aus Fernseh-Weihnachtsspecials von Serien wie „Victoria“, „Call the Midwife“ und „Doctor Who“ und Musik der isländischen Sopranistin Arndis Halla und anderer stimmungsvoller Musik aus dem hohen Norden.

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3. Eine Weihnachtsgeschichte (nach Charles Dickens) ist auch einer dieser Weihnachtsfilme, die zu Tode verfilmt wurden. Dann zu Weihnachten doch lieber die x-te Wiederholung des Kleinen Lords oder der Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.

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4. Im Vorfeld als Miniserie angelegte Produktionen, die dann des Erfolges wegen verlängert werden, stehen und fallen mit dem Drehbuch; wenn es so kitschüberladen wie „Hotel Sacher“ ist, brauche ich keine Fortsetzung – bei „Ku’Damm 56“ bin ich der Fortsetzung „Ku’Damm 59“ nicht abgeneigt.

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5. The Ring gefiel mir ja als amerikanisches Remake deutlich besser als das japanische Original.

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6. Einmal möchte ich erleben, dass an Weihnachten keine Tiere verschenkt werden. Wie heißt es so schön auf einem Autoaufkleber, den ein Bekannter spazierenfährt? A Dog is for life, not just for Christmas.

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7. Zuletzt habe ich mir Reisevideos über Island und eine Dokumentation über die Wikinger angeschaut und das war in Kombination mit dem Schneegestöber vor dem Fenster sehr eigenartig, weil in den Filmen Sommer war und es ur wenig Eis und Schnee zu sehen gab. Interessant fand ich Esther Schweins in ihrer Rolle als Wikingerfrau, die ihren Mann verlässt und zusammen mit dem Rest des Haushalts in See sticht, um ein freies Leben in Island zu führen. Den krönenden Abschluss bildeten Videos auf youtube, mit denen ich mich auf eine Reise, die mich schon lange reizt, einstimmen kann.

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Bilder von Eisbergen, die von einer Instrumentalversion von „A view to a kill“ durchs Bild driften, haben was. Doch zum Abschluss dieses besinnlichen Fragebogens lausche ich dann doch noch lieber den Klängen von Eurielle und begebe mich nach einer arbeitsfreien Woche in eine turbulente Zeit.

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Media Monday # 336

 

 

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Pünktlich zum ersten Advent ist auch der erste Schnee eingetroffen, ein Spaß, auf den ich gerne verzichtet hätte, denn von der ganzen Räumerei dieser pappnassen weißen Pest werde ich immer so unglaublich müde. Das Werken an meinem Weihnachtskleid, das ich beim diesjährigen Sew-Along beim MeMadeMittwoch nähe, konnte mich auch nicht viel wacher machen.

Abhilfe konnte da nur noch das Einlegen eines alten Films aus meiner DVD-Sammlung: Hochwürden Don Camillo; diese Filme haben ihren Charme auch noch nach Jahrzehnten nicht verloren, und sie schaue ich mir immer wieder gerne an. Ob ich das mit neueren, mit modernsten Mitteln gedrehten Filmen auch tun würde? Bestes Beispiel: „Mord im Orient-Express“, dessen Neuverfilmung von Kenneth Branagh mir zwar zwei Stunden beste Abendunterhaltung boten, die ich aber trotzdem nicht als Film des Jahres bezeichnen würde. Grandiose Landschaftsaufnahmen, wunderschöne Kostüme, ein gestochen scharfes Bild… leider so gestochen scharf, dass gut zu erkennen war, wie stark die Schauspieler geschminkt waren. Aber lassen wir das.

Eine hübsche Form der Abendunterhaltung ist für mich das Paket mit sieben Lückentexten zum Media Monday, auf Wulfs Blog medienjournal, das heute so aussieht:

 

Media Monday # 336

1. Alle Jahre wieder geht mir diese kitschige „Weihnachtsmusik“ in Kaufhäusern, im Radio, in der Fernsehwerbung und Weihnachtsmärkten auf den Keks. Und damit meine ich jetzt zur Abwechslung mal jetzt nicht „Last Christmas“.

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2. So leid es mir tut, aber ich fürchte, die aktuelle Staffel von „Outlander“ wird wahrscheinlich auch nicht mehr besser werden, schließlich fand ich schon die ersten Folgen nicht sonderlich spannend, aber ich gebe die Hoffnung trotzdem nicht auf und schalte jeden Mittwoch aufs neue ein.

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3. Die Synchronstimme von John Nettles als Inspector Barnaby gefällt mir besser als die Originalstimme.

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4. Wenn ich einer Sache überdrüssig bin, dann ist es besser, sie erst einmal ruhen zu lassen, bevor ich entscheide, ob eine Fortsetzung lohnt.

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5. Die Dose selbstgebackener Plätzchen, die meine Freundin mir geschenkt hat, hat mich ja regelrecht süchtig gemacht, schließlich backt sie echt toll, und am besten schmecken mir ihre Vanillekipferl. Dafür verzichte ich doch gerne auf Chips und andere Snacks.

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6. Die Serie „Der Club der roten Bänder“ steht ja auch schon seit ewigen Zeiten auf meiner persönlichen Watchlist, nur ist mir bisher immer etwas anderes dazwischengekommen. Am besten probiere ich es in der Stadtbücherei – vielleicht haben sie sie ja vorrätig.

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7. Zuletzt habe ich an meinem Kleid weitergenäht und das war trotz enormem Zeitvorsprung eine wahre Sisyphusarbeit , weil ich doch mehr von Hand daran zu arbeiten habe und mir die Maschine dabei nicht sehr viel nützt.

„Serienmittwoch 99: Mitmachaufgabe: Füllt eurer Serien DVD-Regal“


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Nach längerer Abwesenheit habe ich mal wieder ein tolles Thema bei Corlys Serienmittwoch gefunden. Diesmal widmen wir uns der spannenden Frage, welche Serien wir in unserem Bücherregal stehen haben. Auch wenn es heißt,

„Serienmittwoch 99: Mitmachaufgabe: Füllt eurer Serien DVD-Regal“,

verteilen sich die Serien, die ich im Original besitze, über mehrere Zimmer (ja, ich weiß, mein wunder Punkt: Ordnung sieht anders aus). Und weil Vollständigkeit ebenfalls anders aussieht, gibt es nur wenige Serien bei mir, von denen ich alle Folgen habe. Deshalb zuerst mal meine Unvollständigen, alphabetisch aufgezählt:

 

 

American Horror Story: Staffeln 1-5

Call the Midwife: Staffeln 1-3

Doctor Who: die komplette Staffel mit Christopher Eccleston und zwei Staffeln mit David Tennant

Downtown Abbey: Staffeln 1-5

Game of Thrones: Staffeln 1-4

Torchwood: Staffeln 1 und 2

Vikings: Staffeln 1-4

 

Das heißt aber nicht, dass ich nicht weiß, wie es nach den aufgezählten Staffeln weitergeht. Von American Horror Story habe ich die sechste Staffel online im Original gekauft und kann sie mir am Rechner anschauen. Die weiteren Staffeln von Doctor Who und Call the Midwife habe ich mit dem Festplattenrecorder aus dem britischen Fernsehen aufgenommen.

Das gleiche gilt für den Fünfteiler „The Children of Earth“ und den Zehnteiler „Miracle Day“ von Torchwood, die irgendwann mal bei RTL 2 gelaufen sind. Zur Zeit wiederholt ARD One sämtliche Torchwood-Staffeln bereits zum zweiten Mal.

Die sechste Staffel von Downton Abbey habe ich mir von meiner Schwester ausgeliehen, bei Game of Thrones habe ich die fünfte und sechste Staffel ebenfalls im Fernsehen gesehen, aber nicht mehr aufgenommen, und bei Vikings warte ich noch auf die fünfte Staffel, habe aber noch nicht herausgefunden, wann diese erhältlich sein wird. So, jetzt habe ich aber genug palavert – hier kommen die Serien, die ich komplett habe:

 

Babylon 5: Komplettbox

Mondbasis Alpha: Komplettbox

Poldark: Die Originalserie aus den 70er Jahren.

Star Trek DS9: Komplettbox

Star Trek Voyager: Komplettbox

 

Und das war’s nun auch schon wieder mit dem Serienmittwoch.

Media Monday # 335

 

Auch wenn dieses Wochenende nicht länger war als das letzte, habe ich das Gefühl, es nicht nutzlos vergammelt zu haben. Die ersten Geschenke wurden erstanden, und am Samstagabend war ich zum ersten Mal in meinem Leben im Mousonturm. Obwohl ich dort immer mal hin wollte, blieb es immer bei dem Vorsatz. Jetzt aber hatte ich wirklich einen Grund: das wunderbare Konzert von Zola Jesus. Mei, was für eine Freude, und was für ein toller Sound – um Längen besser als 2015. Nach dem Konzert konnte ich dann noch Mäuse beobachten, und am Sonntag habe ich mich mit dem Kleid beschäftigt, das ich anlässlich des „Weihnachtskleid-Sew-Alongs“ nähen möchte.

Pünktlich zum Erscheinen der neuen Lückentexte, die von mir ab 18 Uhr gefüllt werden, habe ich Nadel und Faden fallenlassen und mich ganz dem neuen Fragebogen von Wulf auf seinem Blog „medienjournal“ gewidmet, und das ist dabei herausgekommen:

Media Monday # 335

1. Der ganze Hype, der mittlerweile auch hierzulande um den „Black Friday“ gemacht wird ist in meinen Augen völlig übertrieben – klar, der Einzelhandel kann sich auf einen riesigen Reibach freuen. Für mich war es aber einfach nur ärgerlich, dass ich am Samstag vor nahezu leeren Regalen stand, als ich mir einen neuen Staubsauger kaufen wollte. An der Kasse erfuhr ich dann, dass ich dieses magere Angebot dem Black Friday zu verdanken hatte, wegen dem die Massen anscheinend wohl den Laden gestürmt hatten. Ich bezweifle, dass die alle ein tolles Schnäppchen gemacht haben.

 

2. Jüngster Neuzugang in meiner (Film-)Sammlung ist „Okovi“, das neue Album von Zola Jesus. Ich hätte es ja gerne als Vinylschallplatte erworben, aber am Merchandising-Stand beim Konzert gab es nur noch die CD – die habe ich mir aber noch nicht komplett angehört, weil mich ein immer stärker werdender Spannungskopfschmerz plagte. Ich schätze, die Musik muss noch ein bißchen warten.

 

3. Mag „The Village“ von M. Night Shalyaman auch als Flop gelten, finde ich ihn persönlich ziemlich großartig, schließlich fand ich die Beweggründe für die Gründung des besagten Dorfes ziemlich interessant. Und wenn ich an die weltweite Entwicklung zu sogenannten „Gated Communities“ denke, erscheint mir das inzwischen gar nicht mehr so weit hergeholt.

 

4. ____ wusste in ihren/seinen jüngeren Rollen leider gar nicht zu überzeugen, denn ____ —> Hier bin ich dann mal weg, weil mir dazu nichts einfällt.

 

5. Würde Geld keine Rolle spielen, würde ich mir wahrscheinlich eine Reise durch alle skandinavischen Länder und Kanada wünschen, immerhin könnte ich so den Spuren der Wikinger folgen.

 

6. Orchestrale Begleitung zu einem Film finde ich bei Stummfilmaufführungen besonders beeindruckend; mein letztes Erlebnis dieser Art hatte ich bei „Nosferatu“.

 

7. Zuletzt habe ich einen schönen Abend bei guter Musik gehabt, und das war beim Zola-Jesus-Konzert in Frankfurt/M im Mousonturm, weil der Sound so toll war, dass ich dabei alles um mich herum vergessen konnte.

 

 

 

Media Monday # 334


 

 

 

Schade, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist. Irgendwie habe ich in letzter Zeit immer stärker das Gefühl, dass so ein Wochenende viel zu kurz ist, um mich vernünftig zu erholen oder all das zu schaffen, was ich mir so vorgenommen habe. Vielleicht sollte ich mir fürs nächste Mal weniger vornehmen oder einen Saunatag einlegen – dabei habe ich mich bisher immer blendend entspannt.

Und auch wenn ich nicht alles geschafft habe – für eins ist immer Zeit: die sieben Lückentexte zum „Media Monday, die ich am Sonntagabend schon ausfülle, damit ich sie zeitnah und pünktlich am Montag in aller Frühe veröffentlichen kann:

Media Monday # 334

 

1. Im Allgemeinen sind es ja speziell Filme, die mich reizen, bei denen man jetzt nicht unbedingt einen sogenannten Blockbuster erwartet.

 

2. Aber das Schönste ist doch immer noch, wenn darin Personen mitspielen, die bisher immer ganz andere Rollen verkörpert haben.

 

3. Wohingegen ich es absolut nicht leiden kann, wenn Schauspieler auf einen einzigen Typ reduziert werden oder der Film auf Teufel komm raus auf eine Fortsetzung angelegt ist.

 

4. Bei Büchern oder auch Comics verhält es sich hingegen oft so, dass ich einer in sich schlüssigen Fortsetzung nicht abgeneigt bin. Heute habe ich damit begonnen, den Roman „Der Tod kommt nach Pemberley“ von P.D. James zu lesen. Eine interessante Idee, wie ich finde, eine Kriminalgeschichte in das Setting von „Stolz und Vorurteil“ einzubetten bzw. einen Kriminalroman in der von Jane Austen geschaffenen Welt anzusiedeln.

 

5. Blicke ich allerdings auf die zahllosen Serien-Enthusiasten dieser Tage, so muss ich erkennen, dass ich nur mit einem kleinen Teil der genannten Serien etwas anfangen kann.

 

6. Dann doch lieber noch einmal die alten Filme anschauen, die sich im Regal stapeln – wozu hat man denn sonst einen Festplattenrecorder?.

 

7. Zuletzt habe ich mir mal wieder einen alten Film zu Gemüte geführt, und das war Don Camillo und Peppone , weil hier noch immer der gleichnamige Roman herumliegt und ich spontan Lust auf den Film hatte.

 

 

 

 

Die 5 besten am Donnerstag : Die fünf besten Kinderbücher


 

Bei den „5 besten am Donnerstag“ auf Goranas Blog habe ich ja schon lange nicht mehr mitgemacht, doch das heutige Thema kommt mir gerade recht, weil ich eins davon auf dem Stapel der Bücher liegen habe, die ich schon lange einmal lesen wollte; und ganz zufällig gehört es in die Kategorie

 

Die 5 besten Kinderbücher

 

aber als Kind habe ich es nie gelesen, dafür aber jede Menge anderer Bücher – aus unterschiedlichen Genres. Die typischen Kinderbücher waren eher seltener darunter zu finden; diese habe ich erst im Teenager- und Erwachsenenalter gelesen. Meine Top Five habe ich chronologisch geordnet (das älteste zuerst):

No. 1 – von 1844: „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann

Ich wage zu behaupten, dass trotz der darin drastisch beschriebenen Folgen wie z.B. die abgeschnittenen Daumen oder das in Flammen stehende Paulinchen mit dem Feuerzeug, meine Kinderseele keinen Schaden erlitten hat. Einige Verse kann ich sogar jetzt noch rezitieren: „Was kann denn dieser Mohr dafür, dass er so weiß nicht ist wie ihr?“ (Die Geschichte von den schwarzen Buben), „Wo der Wind sie hingetragen, ja, das weiß kein Mensch zu sagen.“ (Die Geschichte vom fliegenden Robert) oder „Und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum.“ (Der Zappelphilipp).

 

 

No. 2 – von 1865: „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll

Das Besondere an diesem wunderbaren Stück Nonsensliteratur, das Charles L. Dodgson für Alice Liddell geschrieben hat, sind die wunderbaren Illustrationen von John Tenniel.

 

No. 3 – von 1906/1907: „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf

Für dieses Werk, das sie in der Absicht geschrieben hat, den schwedischen Schulkindern ein Lesebuch zu schaffen, wurde Selma Lagerlöf der Literaturnobelpreis verliehen, und es ist für mich eine wahre Schatzkiste voller Sagen und ausufernder Landschaftsbeschreibungen. Eine meiner Lieblingsstellen ist diese:

Eine große Schar Seehunde schwamm eilig auf die Insel zu, und als der Fischer merkte, dass die Seehunde an Land kriechen wollten, bückte er sich nach seinem Spieß, den er im Boot liegen hatte. Doch als er sich wieder aufrichtete, sah er keine Seehunde mehr; statt der Seehunde standen wunderschöne junge Mädchen am Strande, im grünen, lang nachschleppenden seidenen Gewändern, jede mit einer Perlenkrone auf dem Kopfe. Da wußte der Fischer, wen er vor sich hatte, nämlich die Meerweibchen, die auf den öden Schären weit draußen im Meere wohnten. Sie hatten ihre Seehundgewänder nur übergeworfen, um ans Land zu schwimmen, wo sie sich im Mondschein auf den grünen Inseln vergnügen wollten.“

Selkies kannte man also nicht nur in Schottland und Irland.

Themenwoche 09 Dunvegan Seal

No. 4 – von 1951: „Geli, die Fremde“ von Hans Erich Seuberlich

Eines meiner Lieblingsbücher ist diese rührende Geschichte um ein Mädchen, das zu Fuß aus Rumänien nach Österreich flieht und erst nach langer Zeit Freunde in ihrer neuen Heimat findet. Was mir an den Büchern von Herrn Seuberlich generell gefällt, ist, daß dem jugendlichen Publikum keine heile Welt vorgegaukelt wird.

 

 

No. 5 – von 1973: „Momo“ von Michael Ende

Die Geschichte von den grauen Herren, die den Menschen die Zeit und alles Lebenswerte stehlen, nachdem sie ihnen erfolgreich weisgemacht haben, wie sie jede Menge Zeit sparen können, wurde zwar auch verfilmt, aber den Film habe ich nie gesehen. Besonders faszinierend finde ich die Schildkröte Kassiopeia, die Momo immer gerade dahin lotst, wo die Grauen Herren nicht sind. Zwar hatte ich Mühe, mich zwischen „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“ zu entscheiden, weil ich beide sehr mag. Da aber vermutlich die meisten auf „Die unendliche Geschichte“ kommen, wollte ich den Focus mal auf ein anderes Buch von Herrn Ende lenken.

Und damit bin ich auch schon wieder am Ende mit meiner Aufstellung. Hat Spaß gemacht.

Media Monday # 333 : die „only-half-so-evil“-Spezialausgabe

 

The number of the beast“ ist ein bekannter Titel von Iron Maiden, der auf keinem Konzert fehlen darf. 666 ist das Doppelte von 333, und darum ist mir auf dem Wave-Gotik-Treffen vor ein paar Jahren in Leipzig das ein oder andere T-Shirt mit dem Aufdruck „333 Half Evil“ begegnet. Warum diese Anekdote? Weil es heute die 333. Ausgabe des Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal gibt. Here we go:

 

Media Monday # 333

 

1. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und es draußen zusehends ungemütlicher wird bin ich froh, dass ich es noch rechtzeitig geschafft habe, neue Thermostate an allen unseren Heizkörpern zu installieren; nichts ist unangenehmer als gefühlte 30°C in der Küche, während im Wohnzimmer knackige 17°C herrschen. Mit kalten Fingern zu stricken, ist nun auch nicht wirklich der Burner, und jetzt, da ich den Fehler behoben habe, kann ich die langen Abende entspannter genießen.

2. Der Donnerstagabend bei RTL 2 bedient ja wirklich so ziemlich jedes Klischee, das man sich von gewissen Gesellschaftsschichten und Menschentypen so vorstellen kann. Wenn aber „Goldfinger“ grüßen lässt und Leute vor dem Fotoshooting Horrorstorys erzählt bekommen wie die, dass man erstickt, wenn man den ganzen Körper mit Goldfarbe eingepinselt bekommt, und diese Leute dann innerlich tausend Tode sterben, dann hört der Spaß auf.

3. Dieser Hype um das staffelweise „Verschlingen“ von Serien, auch als Binge Watching bekannt ist für mich nicht nachvollziehbar, weil ich mir – ganz altmodisch – maximal zwei Folgen hintereinander ansehe. Dann habe ich auch viel länger etwas davon und kann mich auf die nächste Session mit Doppel- oder Einzelfogen freuen.

4. „Im Jenseits ist die Hölle los“ von Arto Paasilinna ist in meinen Augen so erfrischend anders, da hier mal die Sicht auf die Welt von einem Helden präsentiert wird, der durch einen Unfall ins Jenseits expediert wird und nun alle Zeit der Welt hat, die Leserschaft an seinen skurrilen Beobachtungen teilhaben zu lassen. Ich mag ja solche Bücher mit schwarzem Humor, weshalb ich mir dann auch sofort ein weiteres Buch von ihm mit dem Titel „Der wunderbare Massenselbstmord“ geholt habe; entgegen des schwer morbiden Titels geht es darin jedoch sehr lebensfroh zu. Neugierig bin ich auch noch auf „Ein Bär im Betstuhl“ – da klingt schon allein der Titel so skurril.

5. Ich glaube ja nicht, dass ich mich noch einmal für die Romane von Stephen King werde erwärmen können, denn diesen ausschmückenden Schreibstil mit den vielen Vergleichen, die er ständig anbringt, mag ich inzwischen gar nicht mehr.

6. Der Animationsfilm „Hotel Transsylvanien“ ist so abgedreht, dass ich mich ganz köstlich amüsiert habe und Lust bekommen habe, mir auch den zweiten Teil anzuschauen.

7. Zuletzt habe ich unser Spülbecken mal wieder sehr gründlich mit Metallwaschpaste bearbeitet, und das war die Generalprobe für das Reinigen der Stolpersteine in der Nachbarstraße, weil ich erst kürzlich jemandem einen Tip gegeben habe, wie man diesen Steinen zu neuem Glanz verhelfen kann, aber selbst nicht dazu gekommen bin – dank dieses gruseligen Wetters.

 

 

 

Media Monday # 332 : MAK-Sonderedition

 


Am 5. November wird in ganz Großbritannien der Guy-Fawkes-Day mit Feuerwerk zelebriert. In Frankfurt/M. wurde gestern die Jil-Sander-Ausstellung eröffnet, die ich mir zusammen mit drei Bloggerinnen angesehen habe; die Idee dazu kam von nordendnaht, der ich an dieser Stelle noch einmal für diese hervorragende Idee danken möchte. Die Ausstellung ist nämlich wirklich sehr sehenswert, auch wenn ich keine Fotos von den Exponaten veröffentlichen darf. Da hilft nur eins: Nochmal hingehen. Bis zum 6. Mai 2018 ist ja noch Zeit dazu.

Auf spiegel.de wird die Schau als ein „Kaleidoskop aus Videoschnipseln, Fotos, Modellen und Versatzstücken“ bezeichnet, obwohl ich an Stelle von „Kaleidoskop“ noch das Wort „Feuerwerk“ im Gedächtnis habe. Es sei denn, ich habe mich verlesen, oder der Beitrag stand woanders, und ich kann ihn einfach nicht mehr wiederfinden.

Was ich jeden Sonntag aber mit Garantie wiederfinde, ist der Fragebogen zum Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal, bei dem ich immer wieder von den sieben Lückentexten zum Ausfüllen überrascht werde.

Media Monday # 332

 

1. Normalerweise kann ich dem Thema/Genre Science Fiction, Zeitreisen oder optische Täuschungen ja immer etwas abgewinnen, nur bei „Inception“ am Samstagabend bin ich stellenweise gar nicht mehr mitgekommen. Dennoch fand ich das in einer kurzen Szene angeschnittene Phänomen der unmöglichen Figur namens Penrose-Treppe so faszinierend, dass ich nach dem Film noch lange nach solchen Figuren gesucht und mir das Hirn zergrübelt habe, ob man eine solche Figur in der Realität nicht vielleicht doch nachbauen könnte. In der Jil-Sander-Ausstellung am folgenden Tag bin ich dann auch nochmal auf Treppen gestoßen, die mich ganz stark an diesen Film erinnert haben.

2. „Die Welle“ ist wirklich so ein Film/Buch, den/das jede/r mal gesehen/gelesen haben sollte, schließlich wirden die Vorauassetzungen für eine Diktatur von den Schülern im Autokratiekurs so beschrieben, dass ich unsere momentane Situation wiedererkannt habe. Leider hat mein Recorder die Aufnahme in der Mitte abgebrochen, aber da ich sowohl den Original-Film als auch das Buch kenne, musste ich nachlesen, wie die deutsche Version ausgeht.

3. Nach dem horrorfilmlastigen Oktober freue ich mich nun im November auf eine Reise in die Vergangenheit mit der neuen Staffel von „Outlander“ (auch wenn ich im Oktober gar keine Horrorfilme gesehen habe) und auf das Zola-Jesus-Konzert am Monatsende in Frankfurt am Main.

4. Outlander habe ich als Serie ja voll für mich entdeckt, schließlich geht’s um Zeitreisen, und dann spielt es auch noch in Schottland vor ein paar Jahrhunderten. Na, wenn das nichts ist…

5. Indie-Filme – oder auch Indie-Bücher – habe ich mir vorwiegend in den 80er Jahren zu Gemüte geführt.

6. Würde man mich zu einer gepflegten Brett- und/oder Kartenspiel-Partie überreden wollen, wäre ich nicht abgeneigt.

7. Zuletzt habe ich das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt besucht, und das war der perfekte Zeitpunkt, weil die Exponate richtig toll sind und Farbe in den tristen, grauen Tag gebracht haben. Und eventuell folgt demnächst ein weiterer Besuch mit ausführlicherem Bericht als den paar Zeilen zu Beginn dieses Beitrags.

12 magische Mottos 2017 – November : Street Art

Zum vorletzten Mal in diesem Jahr gibt es bei paleica ein magisches Motto zum Fotografieren – und zwar:

Street Art

Dachte ich zunächst daran, Straßenkunst oder -künstler zu fotografieren, so wie bei meiner Berlinreise im Oktober 2011, als ich der East Side Gallery einen Besuch abstattete, so brachte mich folgendes Zitat auf paleicas Blog auf eine ganz andere Idee:

Wie immer müsst ihr das Thema nicht aus derselben Perspektive angehen wie ich. Es muss auch keine Straße sein. Es geht nur darum, dass ihr etwas entdeckt, an dem die anderen vorbeigehen. Erlaubt ist aber natürlich auch, das Thema im ganz klassischen Sinne umzusetzen.“

 

Beim Abriß des manroland-Werkes zwecks Neubau des Senefelderquartiers in Offenbach bin ich im September 2013 mit der Kamera losgezogen und habe alles im Bild festgehalten, was mich interessierte, bevor es weg war.

Nov 04 - manroland

 

Auch die Dinge, die anderen eventuell egal sind, weil sie sie für uninteressant halten, wie zum Beispiel ein Wandbild, auf dem Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithografie, dargestellt wird. Nach diesem ist das neue Wohngebiet benannt, das sinnigerweise an die Senefelderstraße angrenzt. In einer weiteren, an dieses Wohngebiet angrenzenden Straße befindet sich ein Gebäudekomplex, in dem früher Schuhe hergestellt wurden.

Zufall oder nicht – bei der Durchsicht der Galerie meiner „Abriß“-Fotos, die eigentlich in die Rubrik „Bevor sie ganz verschwunden sind“ gehören, bin ich auf drei Bilder gestoßen, die ich in Bezug zueinander gesetzt habe: „Hans Sachs“ – „Schuh“ – „Kirchturm“.

 

 

 
Über den Schuhmachermeister Hans Sachs findet man bei Wikipedia folgenden Eintrag: Von den Kompositionen des Hans Sachs blieb vor allem die Silberweise, erschienen in der Zwickauer Handschrift, in Erinnerung. Teile daraus werden auch in den Chorälen ‚Wachet auf, ruft uns die Stimme‘ und ‚Ein feste Burg ist unser Gott‘ zitiert.“   ————   Der Kirchturm, der hier so schön aus der Ferne zu sehen ist, gehört zur evangelischen Lutherkirche, deren Fassade von dem Spruch „Ein feste Burg ist unser Gott“ geschmückt wird.

Aber mir kamen auch Motive vor die Linse, die mit dem abzureißenden Objekt nichts zu tun haben, aber wahrscheinlich von keinem außer mir bemerkt werden. Zum Beispiel Isolatoren. Man findet sie nicht nur an Weidezäunen oder Strommasten auf dem Land, sondern auch in der Stadt – in diesem Fall an einer Hauswand.

Nov 05 - Isolator

Wenn ich Plakate sehe, die mir gefallen – schwupp, schon hab‘ ich sie aufgenommen. Jedes Jahr gibt es die Tage der Industriekultur Rhein-Main, und letztes Jahr waren es die Zahnräder, die mir ins Auge sprangen (auch wenn ich es nicht geschafft habe, mir auch nur einen einzigen Programmpunkt anzusehen).

Nov 07 - Plakat

Nov 06 - Plakat

 

 

Und die Tür war das, was von abgerissenen Wohnhäusern eines anderen Gebäudekomplexes, der nicht mehr zu retten war, übrig blieb. Warum fasziniert mich dieses Thema so? – Eine mögliche Erklärung könnte folgende sein: Für kurze Zeit legt so ein Abriß das Innenleben von Gebäuden frei und gewährt Einblicke, die man vorher so nicht hatte und später nie wieder zu sehen bekommt – sie festzuhalten, verdeutlicht, wie vergänglich der Augenblick (und damit die Gegenwart) ist.

 

Nov 08 -Milchhof
Straßen auf dem Land können mich ab und zu sogar noch überraschen, auch wenn ich sie bestimmt schon hundertmal entlanggefahren bin. Jedenfalls habe ich in all den Jahren, in denen ich an meinen freien Wochenenden in den Taunus gefahren bin, noch nie an dieser Stelle eine Schafherde grasen sehen. Diese Augenweide erspähte ich an einem Donnerstag um die Mittagszeit.

 

Nov 09 - Schafe
Nov 10 - Schafe

Und zum Schluss gibt’s eines der Bilder, die ich zum Beitragsbild umfunktioniert habe – eine Wohnhausfassade, die sich in einem roten Auto spiegelte; das Ergebnis gleicht fast schon einem abstrakten Gemälde.

Nov 11 - Spiegelung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich durch diese Form von „street art“ das Motiv der Vergänglichkeit als roter Faden zieht. Was beim Abriß von mir festgehalten wurde, existiert schon ein paar Jahren nicht mehr, was genauso für die Strom- oder anderen Leitungen gilt, für die die Isolatoren einst gedacht waren, und mit großer Wahrscheinlichkeit ist auch die Schafherde schon bald zur nächsten Weidefläche weitergezogen (und der Autolack spiegelt ganz andere Dinge wieder – nur nicht das).

 

Media Monday # 331 : der Herbst schenkt uns eine Stunde mehr …

 

 

und ich hab‘ nichts davon gemerkt, weil ich sonntags meistens gegen acht Uhr wach werde – egal, ob es Sommerzeit oder Normalzeit ist. Wahrscheinlich habe ich trotzdem etwas davon gehabt, auch wenn es jetzt blöderweise so früh dunkel ist und morgens früher hell (* gnarf *).

Und auf das bevorstehende Halloween habe ich dieses Jahr so überhaupt keine Lust; viel spannender finde ich Action, gepaart mit History, und deswegen habe ich am Wochenende die vierte Staffel von „Vikings“ zu Ende gesehen, während ich nebenbei an meinem Pullover weitergestrickt habe. Was übrigens die einzige kreative Textilarbeit an diesem Wochenende war. Aber der neuerstandene Jersey zum Nähen eines asymmetrischen Schlauchkleids wartet schon.

Lieber habe ich den Kandidaten des „Großen Backens“ beim Anfertigen von „Mirror-Glaze-Cakes“ zugeschaut – das letzte Mal, das ich so einen Kuchen mit spiegelnder Oberfläche gesehen habe, war bei Star Trek, als Quark einen lila spacigen Geburstagskuchen in den Händen hielt.

So einen Kuchen hätte ich auch gerne. Noch viel lieber mag ich den ab 18 Uhr veröffentlichten „Media Monday“ mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen auf Wulfs Blog „medienjournal – hier mit der 331. Ausgabe:

 

Media Monday # 331

 

1. Am vergangenen Wochenende war wieder die Messe SPIEL in Essen und ich habe mich dafür nicht interessiert.

2. Um aber gleich beim Thema Spiele jedweder Art zu bleiben, liebe ich Spiele im Stil von „Der Herr der Ringe – die Gefährten“, „Die Siedler von Catan“ oder „Die Säulen der Erde“.

3. Der Horroctober neigt sich mal wieder dem Ende und ich hatte auf Horror so überhaupt keine Lust; wenn schon Gemetzel, dann doch lieber Kampfszenen mit Schwert, Pfeil und Bogen, Streitaxt oder Armburst, z.B. bei „Vikings“ oder demnächst bei „Outlander“ – oder den Märchenmond-Romanen von Wolfgang und Heike Hohlbein.

4. Wovor es mich persönlich ja immer sehr gruselt ist das ganze Gedöns, das Jahr für Jahr um Weihnachten und um Geburtstage veranstaltet wird. Erschwerend für mich kommt noch hinzu, dass mein Geburtstag, der dieses Jahr ein runder sein wird und den ich ohnehin nicht feiern möchte, direkt nach Weihnachten ist. Komischerweise habe ich auf Silvesterfeiern viel mehr Lust.

5. Halloween – oder in diesem Jahr der zusätzliche Feiertag – ist für mich ein Arbeitstag, so wie letztes Jahr auch.

6. „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ von Ray Bradbury ist ja noch immer eine der schaurigsten Lektüren, weil die ganze Szenerie von dem gruseligen Jahrmarkt und der Gedanke an ein Karussell, das das Alter eines Menschens verändern kann, und der Preis, den man dafür zahlt, schon Horror für mich genug ist.

7. Zuletzt habe ich mir beim samstäglichen Einkauf ein Buch vom Bestsellerstapel ausgesucht und das war „Besser als Busfahren“ von Renate Bergmann, was insofern komisch ist, weil der Autor, der sich hinter dem Pseudonym Renate Bergmann verbirgt, seine 82jährige Heldin, die Online-Omi ablegen lässt und auf eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer schickt. Dabei interessieren mich Kreuzfahrten eher weniger.

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