Heiteres Beruferaten – Meine Top 5 beste Serien zum Thema „Arbeit“

Wenn ich mich so durch die Fernsehlandschaft zappe, könnte ich doch glatt auf den Gedanken kommen, dass außer Ärzten, Polizisten und Kriminalkommissaren nichts anderes in der Berufswelt Platz hat. Deswegen habe ich die letzten beiden Sparten auch komplett weggelassen.

Ermittelt habe ich für Gina und ihre 5 Besten am Donnerstag ganz woanders – sowohl was den Berufszweig angeht, als auch geografisch. Starten wir heute komplett in Europa durch, und zwar in alphabetischer Reihenfolge:

Call the midwife: Hebammen und Nonnen, in den vergangenen Jahren habe ich sie auf ihrem Weg durch die Jahrzehnte, angefangen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bei ihren Erlebnissen im ärmsten Viertel Londons begleitet. Habe geschichtliche Ereignisse sowie auch Entwicklungen in der Medizin an mir vorbeiziehen lassen. Leider habe ich irgendwann den Faden verloren und die letzten Staffeln ebenfalls an mir vorbei ziehen lassen. Zur Zeit befinden sich die streitbaren Damen im Jahr 1968 und mittendrin in der 12. Staffel seit 2001, von der ich – wenn ich richtig mitgezählt habe – gerade noch die letzten Folgen mitbekommen werde.

Die Fallers: Landwirte und ihr Alltag. Bereits seit 1994 flimmern die 30minütigen Folgen um Familie Faller und ihren Hof am Rande der frei erfundenen und anscheinend ebenso coronafreien Schwarzwälder Gemeinde Schönwald. Förster, Tierarzt, Wirtshausbesitzerin, den Landfrauenverein, die Feuerwehrmänner und -frauen… es gibt hier nichts, was es hier nicht gibt – selbst den neureichen Schnösel, der gerne die Leute über den Tisch zieht und sich Hoffnungen auf die Sägemühle macht.

Die Leute vom Domplatz: Wer sich an diese 13teilige Serie aus dem Jahr 1979 noch erinnern kann, muss in meinem Alter sein. Mich hat das geschäftige Treiben auf einer Dombaustelle des Spätmittelalters brennend interessiert, da wir in Geschichte eine sehr engagierte Lehrerin hatten, die versuchte, uns bestimmte Themen nahezubringen und uns das Monatsblättchen „Geschichte mit Pfiff“ ans Herz legte. Die Zeitschrift erschien übrigens ebenfalls 1979 und gibt es anscheinend auch heute noch mit leicht verändertem Namen. Bis heute jedoch hat sich die Faszination für Bauwerke und wie man sie früher schuf bei mir gehalten – und nicht umsonst zählt „Die Säulen der Erde“ mit zu den von mir mit Begeisterung verschlungener Romane.

Girl friends – Freundschaft mit Herz: Und jetzt zu einer anderen Baustelle, die 1995 in Hamburg in einem vornehmen Hotel errichtet wurde, besser gesagt dem Schreibpool – wenn ich der Wikipedia-Seite Glauben schenken darf, diente der Film „Working Girl“ mit Melanie Griffiths, Sigourney Weaver und Harrison Ford als Inspirationsquelle, wenn auch nur in wenigen und weit entfernten Zügen. Dennoch dreht sich hier die gesamte Handlung nicht nur um die Arbeit in einem Hotel, sondern auch um Freundschaft und Intrigen. Wer irgendwo als Neuling zu einem eingespielten Team stößt, dürfte sich angesprochen fühlen. Ein Spin-Off mit dem Titel „Hotel Elfie“ verlief allerdings nach der ersten Staffel im Sande.

The IT-Crowd: Und nun zum Schluss zurück ins Vereinigte Königreich, in eine Zeit, als der Brexit noch nicht mal ein Gedanke war. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, unter deren Ausschluss übrigens auch zwei Chaoten knapp 23 Minuten pro Folge lang im Keller der obskuren und frei erfundenen Firma Reynholm Industries vor sich hin werkeln. Dabei stiften sie Verwirrung auf allen Ebenen und glänzen durch absurde Einfälle. Vervollständigt wird das „nerdige“ Team aus dem sozial fremdelnden Moss und dem arbeitsscheuen Roy, der gerne mal das klingelnde Telefon ignoriert, durch Jen. Ihre neue Vorgesetzte hat allerdings von IT oder Computern so überhaupt keine Ahnung, aber sehr viel davon, wie man sich in einen Job hinein mogelt. Dadurch wird sie öfters zur Zielscheibe ihrer beiden Kollegen und fällt stets auf Scherze wie „gib niemals Google in Google ein – du zerstörst das Internet“ (never type Google into Google, you might break the internet) rein.

So, das war’s mit den fünf Besten. Nicht unerwähnt lassen möchte ich noch die von September 1989 bis Dezember 1990 im Fernsehen gelaufene britische Serie „Capital City“, die sich um eine Gruppe von Londoner Investmentbankern drehte und in der Jason Isaacs mitspielte. Auch wenn diese durch interessante Themen glänzte und nicht alle Beteiligten wie Nachfahren von Gordon Gekko oder dem Wolf of Wall Street wirkten, hatte sie keinen Einfluss auf meine Berufswahl, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits eine Anstellung in einer Frankfurter Bank hatte.

5 schlechte Filme, die ich 2022 gesehen habe

Wenn ich mir meine Monatsübersichten vom letzten Jahr so ansehe, kann ich gar nicht sagen, dass da schlechte Filme dabei gewesen sind – nach denen wird jedoch in der aktuellen Ausgabe der Besten am Donnerstag (hier, bei Gina) gesucht. Deshalb kann ich nur die fünf Filme aufzählen, die mir von denen, die ich im letzten Jahr gesehen habe, am wenigsten gefallen haben, und zwar in alphabetischer Reihenfolge.

Einfach mal was schönes: Dazu hätte ich nicht ins Kino gehen müssen. Nichts gegen Karoline Herfurth, aber die Story um Radiomoderatorin Karla, die mit Anfang 40 die biologische Uhr ticken hört und nun beim Kinderkriegen Gas geben möchte, fand ich stellenweise so dick aufgetragen, dass ich mich gefragt habe, ob ich in einem dieser typischen Frauenromane, äh Filme, gelandet bin, die sich allenfalls für einen verregneten Sonntagnachmittag eignen. Fazit: Kann man machen, wenn man nichts besseres vorhat – muss man aber nicht.

Licorice Pizza: Der Hype war groß – das 70er-Jahre-Feeling auch, und dennoch kann ich mich Monate später kaum noch daran erinnern, warum der Film so wenig Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Monsieur Claude und sein großes Fest: Der zweite Nachfolger von „Monsieur Claude und seine Töchter“ – den zweiten habe ich schon nicht gesehen. Und diesmal bekommt jeder sein Fett weg. Amüsant zu schauen war die französische Filmkomödie allemal, aber wie ich schon sagte, ich habe schon bessere Filme gesehen…

Surf Film Nacht: African Territory (OmU): An sich war es keine schlechte Idee, das Drama mitzuverfolgen, das zwei spanische Surfer auf ihrer abenteuerlichen Reise mit einem 80er-Jahre-Unimog an der afrikanischen Küste entlang erlebt haben… Dumm nur, dass vorher mit keiner Silbe erwähnt wurde, dass der Film auf halber Strecke endete. Wie die Reise danach weiterging, kann man nur erraten. Wegen dieser Frechheit bekommt dieses Kinoerlebnis von mir einen Platz unter den Flop Five.

Tod auf dem Nil: Ein Satz mit X – das war wohl nix. Den Versuch Kenneth Branaghs, Agatha-Christie-Klassiker neu zu verfilmen in allen Ehren – aber an das Original mit Sir Peter Ustinov als Hercule Poirot reicht dieses opulente Werk bei weitem nicht heran. Da half auch die hinzugefügte Vorgeschichte nichts mehr, und schon für die theatralische und unglaubwürdige Sterbeszene am Ende gibt’s von mir Abzüge in der B-Note. – Ein Lichtblick dagegen war die Theateraufführung im Capitol in Offenbach am 16.1.23 mit Gil Ofarim in der Rolle des Simon. Da wurde die Handlung in Grundzügen beibehalten, aber an anderer Stelle so verändert, dass dabei am Ende eine kleine, aber feine Kriminalkomödie herauskam.

Die Besten am Donnerstag : Top Five – Serien 2022

Nach den besten Filmen geht es heute bei Gina um die besten Serien, die wir 2022 gesehen haben. Hier fasse ich mich kurz und zähle einfach nur auf, und zwar ohne Rangfolge.

Elementary: Sherlock Holmes (Jonny Lee Miller) und Dr. Joan Watson (Lucy Liu) im New York der Gegenwart. Ich liebe den trockenen Humor in den Dialogen der beiden.

This is us: Eine der besten Familienserien der letzten Jahre, noch dazu nicht linear, sondern in Zeitsprüngen erzählt – leider hat der Sender sixx sie schon wieder aus dem Programm gekippt.

Das Gleiche gilt auch für Gilmore Girls.

Inspector Barnaby geht immer. Vor allem die Folgen, die ich noch nicht kenne.

Und wenn wir schon bei Krimis sind: Die kanadische Serie Murdoch Mysteries – Auf den Spuren mysteriöser Mordfälle läuft immer mittwochs auf ard one. Leider sieht man von Toronto nicht viel, da die meisten Szenen in Innenräumen spielen.

Die Besten am Donnerstag – Top 5 beste Filme, die ich 2022 gesehen habeDie Besten am Donnerstag –

Da ich im vergangenen Jahr sehr viele Filme gesehen habe, kann ich zur aktuellen und ersten Ausgabe der Besten am Donnerstag im neuen Jahr nur fünf Filme nennen, die mir von der langen Liste derer, die ich im Kino gesehen habe, am besten gefallen haben – die Aufstellung ist wie immer ohne Wertung.

05.01.2023 – Top 5 beste Filme, die ich 2022 gesehen habe

The Outfit – Verbrechen nach Maß : spannendes Kammerspiel, in dessen Zentrum ein Herrenschneider der alten Schule (gespielt von Mark Rylance) steht und ins Fadenkreuz der Mafia gerät.

The Northman : Bildgewaltiges Epos von Robert Eggers, das auf einer altdänischen Sage, der Vorlage zu Hamlet beruht.

Moonage Daydream : Das etwas andere Biopic, aus dem reichhaltigen Fundus von David Bowie, in dem der 2016 verstorbene Künstler selbst häufig zu Wort kommt.

The French Dispatch : Mir wärmstens empfohlender Episodenfilm um ein Journal, das in einem fiktiven französischen Ort seinen Sitz hat.

Bullet Train : rasante Actionkomödie um einen Trupp Auftragskiller, die in einem japanischen Hochgeschwindigkeitszug unterwegs sind. Hier war stetiges Aufpasssen angesagt, denn selbst das winzigste, scheinbar unwichtige Detail hat hier eine Bedeutung für den Fortgang der Story.

Vermutlich haben sich einige gefragt, warum Filme wie Im Westen nichts Neues, She said oder Belfast nicht in dieser Liste auftauchen – zweifellos sind das großartige Filme, aber nachhaltig beeindruckt haben mich die oben genannten fünf stärker.

Die 5 besten am Donnerstag – Lieblingsnaschereien zu Weihnachten

Es muss nicht immer Glühwein sein, und darum fragt Gina uns, welche 5 Naschereien unsere liebsten zur Weihnachtszeit sind. Immer nur Futtern ist auch nicht das Wahre, und darum tummelt sich zwischen all den weihnachtlichen Snacks auch tatsächlich doch noch ein Getränk, und mit dem beginne ich den Festtagsschmaus.

Eierpunsch…

… denn ich liebe – Eierpunsch! Am besten den von meiner Stammglühweinhütte, mit Wein vom Winzer – und obendrauf eine schöne Sahnehaube.

Selbstgebackene Plätzchen

Waren es früher die Butterplätzchen, die unser Papa (Gott hab ihn selig) mit uns zusammen fabriziert hat  (natürlich nur mit dem Ausstechwürfel der Familie – wenn’s nach mir geht, am liebsten nur Sterne, Monde und Enten), sind bei mir jetzt die Vanillekipferl meiner besten Freundin der große Renner. Mit Liebe gebacken, so mag ich das.

heiße Maroni

Was gibt es schöneres, als mit eiskalten Flossen die dampfend heißen Kastanien aufzuknacken und aus ihrer Pelle zu befreien. Früher habe ich mir gerne auch mal eine größere Tüte gegönnt, inzwischen sind die Mengen, in denen ich sie erwerbe, überschaubar geworden.

Nierenspieß

Jetzt wird’s gruselig… mit einem Snack, bei dem Jahr für Jahr die Preise steigen und die Mengen schrumpfen… Die einen lieben ihn, den Rest der Weihnachtmarktbesucher (und vermutlich auch ein Großteil in der Blogwelt) schaudert es allein schon bei dem Gedanken.

Und was darf es zum Schluss noch super ekliges an Süßkram sein? Weihnachtsschokolade mit extremer Zimt- oder Kardamomnote? Gebrannte Mandeln in der Geschmacksrichtung Baileys oder Oreo oder Weihnachtsschokolade? Nein, der Genuss lässt sich noch steigern, und zwar mit…

Bildquelle: https://media02.stockfood.com/thumbs/h/170/00989337.jpg

… Baumbehang aus Fondant

Ta-daa! Im Zehnerpack und quietschbunt, da freut sich der Lebensmittelchemiker, wenn wieder verstärkt all die vielen schönen Zusatzstoffe mit dem E davor zum Einsatz kommen. Und weil’s ohne Schoki nicht geht, bekommen die rosa, gelben, orangen und weißen Kringel auf der einen Seite noch einen Schokoladenüberzug, bei dem es sich aber auch um schnöde Fettglasur handeln könnte.

Die Besten am Donnerstag … heute am Montag

Vielgeschmäht, doch nie erreicht… dass ich meine Meinung ändere. Es muss aber andersrum auch niemand diese Werke mögen. Gerade an den Filmen von James Cameron scheiden sich ja bekanntlich die Geister, und was die volle Ladung Kitsch und Klischee angeht, müssen sich die restlichen vier auf meiner Liste nun wirklich nicht verstecken. Trotzdem ist es sooo schöööööön… Okay, genug gejubelt. Here they are: Meine Top 5 Guilty Pleasure Filme – nach der Gina schon am 1. Dezember gefragt hat.

Avatar – Aufbruch nach Pandora

Man kann über die (in Gänsefüßchen gesetzte) Handlung sagen was man will, aber was mich an James Camerons 162-Minuten-Epos von 2009 in Englisch und Na’vi-Sprache wirklich fasziniert hat, war der Baum der Erkenntnis. Besser bekannt auch als die Szene, in der ich erkenne, wie sehr alle Lebewesen auf diesem Planeten miteinander vernetzt sind und damit in meinen Augen weiter entwickelt als die Invasoren von der Erde.

Tatsächlich… Liebe

Episodenfilme sind für mich nicht erst seit „So sind die Tage – und der Mond“ der Hit. Hier laufen alle Einzelfäden am Ende irgendwo in London zusammen: Sei es der Schüler (Thomas Sangster), der unsterblich in seine Klassenkameradin verliebt ist, sich aber nicht traut, ihr seine Liebe zu gestehen – oder Schriftsteller Jamie (Colin Firth), der sich zu seiner Haushälterin Aurelia hingezogen fühlt, aber kein portugiesisch kann – oder Juliet (Keira Knightley), die beim Betrachten ihres Hochzeitsvideos erkennt, dass der beste Freund ihres Mannes ausschließlich sie gefilmt hat… Am besten ist mir aber die Szene in Erinnerung geblieben, in der Hugh Grant als Premierminister ein Tänzchen in der Downing Street Nr. 10 hinlegt.

Let’s Dance – https://www.youtube.com/watch?v=aUm2K6eDuMU

Dirty Dancing

Und schon bin ich beim Stichwort Tanzen und dem legendären, obwohl eigentlich völlig blödsinnigen Spruch: „Ich habe eine Wassermelone getragen“ – und weil’s so schön war, habe ich mir auch gleich die Jubiläumsausgabe des Soundtracks auf Vinyl gegönnt – in schicker Wassermelonenoptik natürlich.

Last Christmas

Gerade erst im Fernsehen gesehen, musste der einfach auf diese Liste, nicht zuletzt wegen Emilia Clarke und Henry Golding. Achtung, Kitschalarm! Denn schon allein bei diesem Titel, bekommen so einige Pickel. Denn dieses Lied ist einfach nicht totzukriegen. Im gleichnamigen Film steht jedoch nicht nur die als Weihnachtself in einem Laden für Weihnachtskitsch arbeitende Kate (Emilia Clarke) im Mittelpunkt, die gerade erst eine Herztransplantation hinter sich hat und sich irgendwie nicht richtig fühlt und erst Hoffnung zu schöpfen beginnt, als der sympathische Tom (Henry Golding) in ihr Leben tritt – sondern vor allem die Musik von George Michael. Denn einzig aus seinen Hits besteht der Soundtrack. Beispiele gefällig? Heal the Pain, Wake me up before you go go, Freedom! 90, Everything she wants… und natürlich Last Christmas. Denn wie heißt es auf wikipedia so schön? Da bekommt der titelgebende Songrefrain „I gave you my heart“ eine andere, wortwörtliche Bedeutung.  

DUFF – Hast du keine, bist du eine

Frei nach dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“, werfe ich als letzten Beitrag eine Teeniekomödie in den Ring, bei der die nicht gerade mit Modelmaßen gesegnete Bianca Piper, der eines Tages aufgeht, dass sie im Kreise ihrer beiden Freundinnen stets das dritte Rad am Wagen ist, oder besser gesagt: die Duff (Abkürzung für Designated Ugly Fat Friend). Dabei ist sie weder fett noch hässlich, nur ein wenig anders als die Norm. Dass das Chaos seinen Lauf nimmt, als sie beschließt, sich aus ihrem Dasein als hässliches Entlein zu befreien, ist da schon von Anfang an vorprogrammiert. Aber trotz seiner großen Vorhersehbarkeit mag ich den Film mit lauter Darstellern, die ich nicht kannte, immer wieder gerne.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Settings in Horrorfilmen

Das letzte Monatsthema bei Ginas fünf Besten zum Genre des Horrorfilms dreht sich um die besten Settings. Komisch, dass mir da auf Anhieb so viele einfallen, das ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Am besten von außen nach innen – dafür aber, wie immer, ohne Wertung:

Die dörfliche Idylle (2019): Mittsommer in Schweden – ein Traum! In dem englisch-schwedischen Horrorfilm Midsommar wird der Aufenthalt in dem idyllischen Dörfchen in Schweden für eine Gruppe amerikanischer Touristen jedoch leider zum Alptraum.

Natur pur (2007): Bleiben wir noch ein wenig in der Natur – diesmal aber auf der anderen Seite des Erdballs. Schlug in „Long Weekend“ noch die Natur selbst zurück, so lauert in Black Water das Grauen in den Wassern eines nordaustralischen Sumpfs: Während in der Baumkrone einer Mangrove zwei Schwestern die Nacht über ausharren müssen und fieberhaft nach einem Fluchtweg suchen, tun sich unten im Wasser Krokodile an ihrem schaurigen Mahl gütlich. Knack! Knack!

Home, sweet home (1963): Oft kopiert, doch nie erreicht – der Klassiker unter den Gruselfilmen. In dem Schwarzweißfilm Bis das Blut gefriert ist das mysteriöse Haus, in dem schon viele starben, nicht nur der Schauplatz eines Experiments zum Nachweis des Übernatürlichen, sondern gleich selbst das Böse.

Der etwas andere Escape Room (2002): Lange bevor Escape Rooms in Mode kamen und Horrorfilmregisseure Gefallen an ihnen fanden, traf „Cube“ 1997 den Nerv des Publikums und wurde ein kommerzieller Erfolg: Sechs einander unbekannte Menschen kommen in einem Gebäude, das aus lauter aneinandergereihten und sich verschiebenden Würfeln besteht, zu sich und suchen nach dem Weg nach draußen. Doch nicht wenige der Würfel sind Todesfallen… Als wäre das nicht schon beklemmend genug, setzt der Nachfolger Cube 2 : Hypercube noch einen drauf und bringt die Zeit als vierte Dimension ins Spiel.

Friedhof der Bekloppten (1994): Alles auf Anfang… Sagte ich am Anfang noch „von außen nach innen“? Und jetzt springe ich von einem mörderischen Escape Room, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint, auf einen Friedhof und wieder zurück ins Freie? Nee, nee… die Lösung offenbart sich erst viel später – der wahre Horror in diesem komödiantischen Gruselfilm lauert nicht in der Gruft oder in der unordentlichen Bude des Totengräbers, sondern in der Entdeckung, dass sich Dorf und zombieverseuchter Gottesacker in einer Schneekugel befinden. Bis man darauf kommt, dauert es allerdings gute 92 Minuten.

Kandidaten, die ich ebenfalls in Betracht gezogen habe: Lamb von 2021 (eine abgelegene Farm in Island) und Escape Room 2 ebenfalls von 2021 (noch raffiniertere Räume als im Vorgänger – besonders interessant: die Sanduhrfalle mit dem schönen Namen Hourglass Beach).

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Horrorfilm-Fortsetzungen

Da ich mir diesen Monat im Gegensatz zu den Jahren davor keine Horrorfilme ansehe und somit auch beim Horrorctober raus bin, ist Ginas Monatsplan für die Paraden der fünf Besten die Gelegenheit für mich, zu dem Thema auch etwas beizusteuern. Mit Fortsetzungen ist es so eine Sache – die wenigsten finde ich gelungen, mit Ausnahme dieser hier:

Happy Deathday 2 U : Wenn man an seinem Geburtstag seine eigene Ermordung wieder und wieder miterlebt und versuchen muss, der Zeitschleife zu entkommen. Die Horrorkomödie von 2017 war so erfolgreich, dass man das Spektrum für die Fortsetzung erweitert hat – vor die Wahl gestellt zu werden, ob man fortan lieber im Paralleluniversum oder doch wieder in der ursprünglichen Welt verbleiben möchte, verleiht dem Filmnachfolger von 2019 eine zusätzliche interessante Note.

Final Destination 2 : The next generation: Während in „Final Destination“ aus dem Jahr 2000 eine Handvoll Schüler versucht, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, sind 2003 jetzt all jene dran, die in Verbindung mit den Überlebenden aus dem ersten Film stehen.

Escape Room 2: No way out : Stell dir vor, du hast den Escape Room des Todes gerade so überlebt und willst dich bei dem Veranstalter rächen – doch anstatt der mächtigen Minos Corporation geht es bald dir und deinen neuen Mitstreitern an den Kragen.

Ouija 2: Ursprung des Bösen : Der Nachfolger von 2016, der ein Prequel war. Und mit der Reise ins Jahr 1967 lange vor den Ereignissen in „Oujia – Spiel nicht mit dem Teufel“ von 2014.

SAW II – Das Spiel geht weiter : Jigsaw ist zurück – aber ihn aufhalten? Schwierig, wenn sich die Liveübertragung als zeitlich versetzte Aufzeichnung entpuppt.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die schlechtesten Horrorfilme

Das war eine Spitzenidee – im Voraus schon zu erfahren, welche Themen sich Gina für die Paraden der fünf Besten ausgedacht hat. Kommen wir heute also mal nicht zu den besten, sondern den schlechtesten Horrorfilmen. Theoretisch würde ein Blick in meine Horrorbox mit 33 Filmen aus dem letzten Jahr reichen, aber auch so gibt es noch genügend Gurken, die man nach Herzenslust verreißen kann.

Frage ans Publikum: Wann ist ein Horrorfilm schlecht? – Wenn man sich überhaupt nicht gruseln kann, sondern genervt auf die Uhr schaut, wann denn der Mist nun endlich vorbei ist. Der einzige Vorteil meiner Gurkenparade ist, dass ich dafür nie im Kino war und den DVD-Spieler einfach ausmachen konnte – meine Flop Five sind diesmal nach Lauflänge geordnet; also den kürzesten zuerst und den längsten zuletzt.

Guck mal, wer da wackelt : „Blair Witch Projekt“ – Die verschollenen Studenten und ihr überraschenderweise aufgetauchtes Filmmaterial – während der folgenden 78 Minuten glänzt die Pseudo-Dokumentation durch Aufnahmen mit einer wackelnden Handkamera und atemlosen Gerenne durch den Wald, während die Studenten bei ihrem Versuch, hinter das Geheimnis der Hexe von Blair zu kommen, immer panischer werden. Mir ist immer noch ein Rätsel, warum ich bis zum Ende trotz gähnender Langeweile ausgeharrt habe. Damit stehe ich vermutlich alleine da, denn gekostet hat das kommerziell erfolgreiche Werk 60.000 Dollar, spielte aber 250 Millionen Dollar weltweit ein.

Die Badengegangenen : „Open Water“ – Was in der Vorstellung wie der pure Horror klingt, kam bei dem 79minütigen Endprodukt dann doch nicht so rüber: Ein Paar wird beim Tauchgang vergessen, und das Boot ist weg. Das perfide daran – der Film basiert anscheinend auf einer wahren Geschichte, dennoch war ich nur mäßig beeindruckt. Auch nicht von der Diskrepanz zwischen Produktionskosten (30.000 bzw 130.000 Dollar) und Einspielergebnis (55 Millionen Dollar).

Das gefilmte Warten : „Paranormal Activity“ – Was tun, wenn man von einer unheimlichen Präsenz im eigenen Haus belagert wird? Man stellt im Schlafzimmer eine Kamera auf und hofft, den Poltergeist zu erwischen. Wirklich spannend war das trotz gelegentlicher Jump Scares aber nicht, dennoch war der 87 Minuten lange Film äußerst erfolgreich: bei Einnahmen in Höhe von fast 20 Millionen Dollar, die Produktionskosten von 15.000 Dollar entgegenstehen.

Der Neuaufguß : „Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre“ – Ich hoffe mal, das Original von 1974 war besser als diese Hetzjagd mit Kettensäge. Hier haben wir es mit einem Beispiel zu tun, bei dem ich nach der Hälfte der Zeit (insgesamt waren es 98 Minuten) abgeschaltet habe. Bei Produktionskosten von 9,5 Millionen Dollar spielte der Film 107 Millionen Dollar ein.

Die Rache der Gemobbten : „Ma“ – Octavia Spencer in einem 100 Minuten langen Horror-Thriller aus dem Jahr 2019, in dem sie die überaus gastfreundliche und großzügige Nachbarin spielt, die dann aber ihr wahres Gesicht zeigt, nachdem die Eingeladenen ihr gegenüber immer reservierter werden.  Für die Statistiker: Das Budget lag bei 5 Millionen Dollar – in die Kassen gespült wurden 61, 2 Millionen Dollar.

Ich verabschiede mich für heute und spüle die schlechten Erinnerungen mit einem guten Rotwein aus Italien hinunter. Die nächsten Themen lauten: 20.10.2022 – Die 5 BESTEN Horrorfilm-Fortsetzungen? +++ 27.10.2022 – Die 5 BESTEN Horrorsettings in Filmen?

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Schockmomente in Serien

Habe ich letzte Woche doch richtig gelegen: Nach den besten Schockmomenten in Filmen sind nun die Serien an der Reihe. Wirklich neu bei Gina und ihren 5 Besten ist nicht mehr das wöchentliche Veröffentlichung der neuen Themen am Mittwochabend, sondern die Monatsübersicht. Den Anfang machen die Schockmomente in Serien.

Wann ist der Schock am größten? Wenn jemand stirbt, von dem man es nicht erwartet hat. Unter diesem Aspekt ist Game of Thrones bei mir außen vor, denn da sterben alle naselang die Leut‘

9-1-1 Notruf LA – die aktuelle Staffel : Was bin ich fast vom Sofa gekippt, als ein Heckenschütze auf die zum Einsatz gerufene Crew von Feuerwehrleuten feuerte und die Kugel Eddie Diaz traf. Nicht, dass ich anderen aus dem Team dieses Schicksal gewünscht hätte, aber das wäre dann der zweite Sympathieträger in einer Serie dieses Genres gewesen – wie sich am Schluss dann aber herausstellte, hatte er riesiges Glück und überlebte dieses Attentat.

Catweazle – das Ende der zweiten Staffel : Stell dir vor, du fieberst mit dem Helden der Serie ein zweites Mal mit, kennst alle Folgen und stellst dann fest, dass der Sender Mist gebaut und die letzte Staffel, in der das Happy End winkt, sang- und klanglos aus dem Programm gestrichen hat. Mann, war ich da sauer – denn ich wollte noch einmal erleben, wie er das dreizehnte Tierkreiszeichen findet und sein Traum vom Fliegen in Erfüllung geht.

Doctor Who – Nicht blinzeln („Blink!“) : Jump Scares sind ein beliebtes Stilmittel in Horrorfilmen. Mit Horror hatte bis zu dieser Folge die britische Sci-Fi-Serie nichts zu tun, doch bei dieser Folge, die bei Fans mit zu den beliebtesten gehört, haben sich so einige erschreckt. Und nicht nur das: Glaubt es oder nicht, aber ich erschrecke jedes Mal, wenn ich diese Folge sehe, in den Szenen, als plötzlich die vermeintliche Engelsstatue vor seinem Opfer steht und ihre fürchterlichen Zähne zeigt und Krallen ausfährt. Die Beleuchtung tut das ihre.

Hoffentlich bleibt der Blackout aus.. https://youtu.be/bdXSDGiLhSg?t=103s

Noch gruseliger ist es, wenn das Abbild eines Engels auf einem Videoband plötzlich real und damit selbst zum Engel wird (The image of an angel becomes itself an angel).

Doctor Who – Vincent und der Doktor : In diesem Fall erlebt Vincent van Gogh den Schock seines Lebens, als er im Louvre des 21. Jahrhunderts während einer van-Gogh-Ausstellung mit eigenen Ohren anhören darf, wie der Museumsführer (Bill Nighy) den zu Lebzeiten geschmähten Maler in den höchsten Tönen lobt und voller Herzenswärme verkündet, Vincent van Gogh sei nicht nur der beliebteste, sondern auch noch der größte Maler aller Zeiten. Da kommen sogar mir beim Schreiben die Tränen.

Vikings – Zweite Staffel, Folge sieben : Der Titel der Folge lautet „Blutadler“ – und tatsächlich ist das auch die Bezeichnung für eine grausame Hinrichtungsart, bei der nicht ganz klar ist, ob es sie tatsächlich gegeben hat. Ob Mythos oder nicht – Details erspare ich euch an dieser Stelle lieber.

Die nächsten Themen im Oktober lauten: 13.10.2022 – Die 5 SCHLECHTESTEN Horrorfilme? +++ 20.10.2022 – Die 5 BESTEN Horrorfilm-Fortsetzungen? +++ 27.10.2022 – Die 5 BESTEN Horrorsettings in Filmen?