Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Schockmomente in Filmen

Eeeek – eine Spinne *schauder*…

Die besten Schockmomente in Filmen: Bei der Überschrift könnte man auf die Idee kommen, dass sich diese Top Five ausschließlich auf Horror bezieht, allerdings lässt Gina uns bei ihrer neusten Ausgabe der „Fünf Besten“ ziemlich freie Hand bei der Wahl des Genres, denn auch in Komödien kann man theoretisch einen Schock erleben. Meine fünf Filme findet man da allerdings eher in den Genres „Horror“ und „Drama“, in keiner bestimmten Reihenfolge und garantiert ohne Wertung. Dafür aber mit Spoilern, denn wenn man verrät, was der Schockmoment ist, dann weiß man auch, wie der Film ausgeht.

„Wenn du tot bist, weißt du nicht, dass du tot bist, aber für dein Umfeld ist es hart. Genauso ist es, wenn du blöd bist“ – mit diesem kreuzdämlichen und wenig pietätvollen Spruch eröffne ich den Reigen von Schockmomenten.

The Sixth Sense (1999)

„Ich sehe tote Menschen…“ – Für den Kinderpsychologen Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) ist die Gesamtsituation ganz besonders blöd, als er erkennt, dass er tot ist und er bestimmte Ereignisse bisher völlig falsch gedeutet hat.

The Others (2001)

Der Moment, in dem Grace Stewart (Nicole Kidman) in „The Others“ herausfindet, dass nicht sie und ihre Kinder von Geistern heimgesucht werden, sondern ihre kleine Familie selbst die Geister sind und ihr klar wird, dass dies der Grund ist, warum sie ihr Anwesen nicht verlassen kann.

Die Verurteilten (1994)

Da war der Teufel los: Als Gefängnisdirektor Norton die Zelle des Häftlings Andy Dufresne (Tim Robbins) betritt und diese leer vorfindet, kann er seinen Augen kaum trauen. Der Schock könnte größer nicht sein, als ihm aufgeht, dass der Fluchttunnel von dem Poster einer Filmschauspielerin verdeckt worden ist und Dufresne entkommen konnte und spurlos verschwunden bleibt.

Dogs in Space (1986)

Das musste ja kommen: Wenn man wie Sam (Michael Hutchence), der Sänger einer Punkband seine Freundin dazu überredet, sich ebenfalls Heroin zu spritzen, und beim Aufwachen erkennen muss, dass Anna (Saskia Post) den Trip nicht überlebt hat. Und deshalb Finger weg von Drogen.

A Star is born (2018)

Zum Abschluss noch ein Drama mit Musikern. Den Schockmoment hatte zur Abwechslung mal nicht Ally (Lady Gaga), sondern ich, als mir beim Zufallen der Garagentür klar wurde, dass sich Jackson Maine (Bradley Cooper) gleich mit einem Gürtel erhängen würde. Ich gehe jedoch davon aus, dass Ally genau das Gleiche durchmacht. Deshalb nenne ich diesen Sonderfall „den für die Hauptdarstellerin nicht sichtbaren Schockmoment“.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Katastrophenfilme

Strenggenommen ist es ein Widerspruch in sich: Denn an Katastrophen kann man in der Realität nichts Gutes finden. Im Film dagegen… Auch diesmal dachte ich „o je, liebe Gina – das wird schwierig“, doch am Ende musste ich dann die Liste der Filme, die mir zu dem Thema eingefallen sind, radikal kürzen. Meine Liste besteht daher aus fünf unterschiedlichen Katastrophen, aufgeführt in umgekehrter chronologischer Reihenfolge (den jüngsten Film also zuerst).

No way out – Gegen die Flammen (2017): Flammendes Inferno? Den Film gab’s zwar schon 1974 – aber hier brennt kein Wolkenkratzer, sondern Wälder. Weil der Wind sich dreht, werden vermeintlich gut in Schach zu haltende Waldbrände zur Todesfalle für die Feuerwehr: Im Jahr 2013 kamen 19 Feuerwehrleute der Granite Mountain Interagency Hotshot Crew ums Leben. Und der eine, den die Flammen verschont hatten, wurde mit Hass und Verachtung gestraft, obwohl er für den Tod seiner Kollegen nichts konnte. – Bekannte Darsteller in diesem Drama waren Josh Brolin, Andie MacDowell und Jeff Bridges.

Deepwater Horizon (2016): Explosion auf der Bohrinsel im Golf von Mexiko. Aus Zeitdruck schlampig durchgeführte Sicherheitstests waren schuld daran. Der von einem sogenannten Blowouts, bei der sich eine Gasblase entzündete, ausgelöste Großbrand war keine Erfindung der Drehbuchautoren, sondern hat sich 2010 auf der Ölplattform „Deepwater Horizon“ tatsächlich zugetragen. – Bekannte Darsteller in diesem Drama: Mark Wahlberg, Kurt Russell und John Malkovich.

Boston (2016): Bombenanschlag am Patriots‘ Day. Erneut eine reale Geschichte: 2013 gab es während des Boston-Marathons mehrere Sprengstoffanschläge, bei denen drei Menschen starben und 260 verletzt wurden. Auffallend ist, dass die Abstände zwischen tatsächlicher Katastrophe und filmischer Aufarbeitung immer kürzer werden. – Mitwirkende in diesem Drama waren Mark Wahlberg, Kevin Bacon und John Goodman.

Everest (2015): Feuer und Explosionen? – Fehlanzeige. Diese Katastrophe spielte sich in eisigen Höhen ab – basierend auf dem Roman „In eisige Höhen“ von Jon Krakauer, schildert dieser Film die Ereignisse einer Expedition auf den Mount Everest im Jahr 1996, bei der in der Todeszone mehrere Bergsteiger aus unterschiedlichen Teams ums Leben kamen. – Die Darsteller waren hier u.a. Keira Knightley, Jake Gyllenhaal, Josh Brolin und Naoko Mori.

Die Wolke (2006): Die atomare Katastrophe mag zwar in Filmen wie „The Day after“ oder „Wenn der Wind weht“ ebenfalls das Thema gewesen sein (in dem einen eher laut und schockierend, in dem anderen dagegen leise und eindringlich) – aber das deutsche Werk, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Gudrun Pausewang rund um einen Störfall in einem deutschen AKW, möchte ich hier nicht unerwähnt lassen, da ich das Buch gelesen habe und danach nicht mehr ruhig schlafen konnte. – Die meisten Darsteller, bis auf Richy Müller, waren mir bis dato unbekannt.

„Honorable Mention“: Was nach der Katastrophe kommt? Schauen Sie sich den neuseeländischen Science-Fiction-Film „Quiet Earth – das letzte Experiment“ von 1985 an und überzeugen Sie sich selbst davon, wie es ist, sich als der letzte Überlebende auf einer ansonsten menschenleeren Erde zu fühlen. Der Wahnsinn ist das nicht, auch wenn selbiger von dem Protagonisten Besitz zu ergreifen scheint.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Filmrollen der 5 liebsten Darstellerinnen

Die Besten der Besten – auf Ginas Blog? Äh, ja… jetzt wird es noch schwieriger – denn bei den aktuell beliebten Schauspielerinnen bin ich nicht auf dem Laufenden. Daher wird diese Parade in großen Teilen eher eine für die „älteren Semester“…

Judi Dench

Als Armande Voizin wehrt sie sich in „Chocolat – ein kleiner Biss genügt“ mit Händen und Füßen gegen die Pläne ihrer Tochter, in ein Pflegeheim umzuziehen, das für sie nur den schauderhaften Namen „das Totenheim“ trägt.

Maggie Smith

Wäre ihre Rolle Lady Violet in der Serie „Downton Abbey“ arg geschummelt? Ach nein, da es bereits zwei Downton-Abbey-Filme gibt, kann ich sie hier guten Gewissens aufführen.

Marilyn Monroe

Meistens steckte man sie in die Rolle des naiven Blondchens, das in leichten Komödien glänzen durfte, doch in ihrer Filmkarriere hatte sie noch ganz andere Facetten drauf (wenn man sie denn nur ließ)… zum Beispiel die der eiskalten und durchtriebenen Femme Fatale Rose Loomis in „Niagara“

Reese Witherspoon

Blondinen bevorzugt? Nein – wenn es nach denen ginge, die blonden Frauen einen gewissen Mangel an Intelligenz unterstellen. Aber in „Natürlich blond“ beweist Elle Woods, dass sie es mit Köpfchen bis nach Harvard schaffen und durch schnelle Auffassungsgabe auch den kniffligsten Fall lösen kann – während der von seinem Können überzeugte Ex-Freund es nur durch Beziehungen schafft, einen Studienplatz an der renommierten Uni zu ergattern.

Audrey Hepburn

Meine Traumrolle schlechthin: Prinzessin Anne hat in „Ein Herz und eine Krone“ von dem strengen Hofprotokoll und den endlosen Terminen die Nase voll und büxt bei einem Staatsbesuch nachts heimlich aus dem Palast aus, um Rom auf eigene Faust zu erkunden. Die sich dabei anbahnende zarte Romanze mit dem amerikanischen Reporter Joe Bradley (Gregory Peck) darf in einem so romantischen Film natürlich nicht ausbleiben… leider ohne Happy End, aber dafür mit einem Abschied, der eines echten Gentlemans würdig ist.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Filmrollen der 5 liebsten Darsteller

Die Besten der Besten? Äh, ja… jetzt bin ich wirklich gekniffen – denn absolute Lieblingsdarsteller – so wie jetzt z.B. Gina – habe ich gar nicht. Oder vielleicht doch? Da die Liste vermutlich ellenlang ist, nehme ich einfach mal spontan die ersten fünf, die mir einfallen.

Johnny Depp: Edward in „Edward mit den Scherenhänden“ – diese Geschichte unter der Regie von Tim Burton rührte mich zutiefst. Am liebsten hätte ich das künstlich geschaffene Wesen adoptiert, damit ihm die religiöse Fanatikerin in der Nachbarschaft nichts mehr anhaben kann.

Brad Pitt: In seiner langen Karriere hatte er ja schon so viele verschiedene Filmrollen, dass es mir schwerfiel, mich für eine zu entscheiden – am Ende ist es die des vom Pech verfolgten Glückskäfers „Ladybug“ in „Bullet Train“ geworden.

Robin Williams: Auch hier musste ich eine Auswahl aus einem breiten Spektrum treffen. Die von mir gesuchte Lieblingsrolle lässt sich mit einem Satz kennzeichnen: O Captain, mein Captain – in „Der Club der toten Dichter“ spielt er den Englischlehrer John Keating, der mit viel Herz seine Schüler zum eigenständigen Denken anleiten möchte.

Colin Farrell: Stuart Shepard in „Nicht auflegen“ ist das krasse Gegenteil von dem sensiblen Lehrer. In dieser Rolle muss er in einer engen Telefonzelle vor aller Welt seine Sünden bekennen und darf das Gespräch nicht beenden, andernfalls bekommt er ein Problem mit seinem Anrufer, der auch vor Mord nicht zurückschreckt.

Morgan Freeman: Das beste kommt zum Schluss… womit ich auch schon beim gleichnamigen Film wäre, in dem er und Jack Nicholson ihre sogenannte Löffellisten (Bucket Lists) zusammenstellen und die geplanten Aktivitäten während der letzten Monate ihres restlichen Lebens in die Tat umsetzen. Dieser Film hat mich damals so beeindruckt, dass ich selbst so eine Liste der Dinge, die ich noch tun will, bevor ich den Löffel abgebe, geschrieben habe. Fragt mich aber nicht, was da drauf stand – die Liste ist längst Schall und Rauch.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Urlaubsorte in Serien

Ich gebe zu, ich schaue zwar Serien, doch sie spielen meistens an Plätzen, die man wohl kaum als Urlaubsorte bezeichnen könnte. Solche werden nämlich in der aktuellen Ausgabe der 5 Besten am Donnerstag gesucht. Jedenfalls kenne ich niemanden, der seinen Urlaub länger als ein paar Tage in einer Großstadt wie Seattle (Grey’s Anatomy) oder Hamburg (Großstadtrevier) verbringen würde.

Die Auswahl ist darum schwierig, aber ich versuche es trotzdem.

Case Histories

Wie war das nochmal mit „ich kenne niemanden, der seinen Urlaub länger als ein paar Tage in einer Großstadt verbringen würde“? Ähm, für Edinburgh mache ich doch gerne eine Ausnahme, wenn es sich a) bei der Stadt um die schottische Hauptstadt handelt, zu der ich einen besonderen Bezug habe und b) der Jemand ich bin. Außerdem ermittelt hier Jason Isaacs.

Mord ist ihr Hobby

Cabot Cove, ein beschauliches Küstenstädtchen an der Küste Neuenglands. Hier passieren so viele Morde, dass Krimiautorin Jessica Fletcher nie der Stoff auszugehen scheint.

Broadchurch

Wären darin nicht so viele Verbrechen geschehen und die allgemeine Grundstimmung nicht so düster, könnte man an diesem englischen Küstenort ein paar unbeschwerte Ferientage verbringen. Ferienhäuschen gab’s da übrigens auch. Nur mal so am Rande.

Death in Paradise

Wenn’s noch ein wenig exotischer sein soll, gebe ich als heißen Tip die Karibik ab. Den Anzug kann man sich hier getrost sparen, denn das Klima ist nicht nur im übertragenen Sinn sondern wortwörtlich einfach mörderisch.

Heidi

Wem das ganze viel zu krimilastig ist und wer keine Lust auf Mord und Totschlag hat, sollte es mal mit den Schweizer Bergen versuchen, denn da war die Welt zu Johanna Spyris Zeiten die Welt noch in Ordnung. Kein Verbrechen weit und breit – selbst Fräulein Rottenmeier war nicht böse – dafür jede Menge gesunde Höhenluft und Ruhe, nur vom Geblöke der Geißen unterbrochen. Und am Ende gab’s sogar noch ein Happy End.

Andere Gegenden, die auch ganz wunderbar zum Urlaubmachen gewesen wären: die kalifornischen Weinberge in Falcon Crest, die Eifel in Mord mit Aussicht, die Honeymoon Resorts in der Dating Show Marriage at first sight – Australia oder der Schwarzwald in Die Fallers.

Die 5 Besten am Donnerstag : Filme von 1967

Nachdem ich zweimal ausgesetzt habe, kommt heute ein Thema, das so recht nach meinem Geschmack ist: Finde fünf Filme aus Deinem Geburtsjahr – deshalb die Überschrift. Allerdings hat es etwas gedauert, bis ich überhaupt herausgefunden habe, welche Perlen der Filmkunst 1967 herauskamen. Die Reihenfolge ist völlig willkürlich.

Bonnie & Clyde : Faye Dunaway als Bonnie Parker und Warren Beatty als Clyde Barrow – zusammen raubten Anfang der 1930er Jahre Banken aus (natürlich nicht alleine) und wurden so lange gejagt, bis sie schließlich in einen Hinterhalt gerieten und im Kugelhagel starben.

Warte, bis es dunkel ist : Audrey Hepburn als blinde Frau, die in ihrer Wohnung von einem Einbrecher überfallen wird, weil dieser an eine darin befindliche, mit Heroin gefüllte Puppe gelangen will. Zu seinem Pech muss er bald feststellen, dass er sein vermeintliches Opfer unterschätzt hat.

Tanz der Vampire : And now for something completely different – in dieser Horrorkomödie von Roman Polanski versuchen ein Professor und sein Schüler in den Karpaten Vampirismus erforschen und geraten mitten hinein in ein Nest von echten Vampiren.

Tatis herrliche Zeiten (Playtime) : Satire oder Komödie? Unglücksrabe Monsieur Hulot (Jacques Tati) hadert hier mit den Tücken eines futuristischen Paris der 1960er Jahre. Überall nur Glas und Stahl, menschliche Sprache sucht man hier vergeblich – dafür wird vieles per Pantomime ausgedrückt.

Die Reifeprüfung : Und noch ein Klassiker. In den Hauptrollen Dustin Hoffman als Student Benjamin Braddock, der von der wesentlich älteren, verheirateten Mrs. Robinson (Anne Bancroft) verführt wird und später dann mit ihrer Tochter eine Beziehung eingeht.

dass ich das nochmal erleben darf … https://www.youtube.com/watch?v=5JVPdb6Urhw

Das gleichnamige Lied von Simon & Garfunkel zählt ebenfalls zu den Klassikern

Die Besten am Donnerstag : Die 5 schlechtesten Filmremakes

Einen Verriss habe ich ja schon ewig nicht mehr geschrieben, aber ich wusste, es würde nach den besten Remakes und Parodien bald soweit sein – nämliich jetzt, in der aktuellen Ausgabe der 5 Besten am Donnerstag (bei Gina). Als Nachzüglerin möchte ich nur die Filme bewerten, von denen ich beide Fassungen kenne. Und das wären nicht allzu viele. Den neu aufgelegten Thriller „Psycho“ mit seinen Fortsetzungen (jeweils von anderen Regisseuren) lasse ich hier jetzt mal außen vor wie das texanische Kettensägenmassaker, „Nosferatu – Phantom der Nacht“ (auch wenn’s mit Kinski war) oder „Solaris“ (bei dem mir keine der beiden Fassungen zugesagt hat).

Auch diese Top/Flop Five ist wieder in alphabetischer Reihenfolge sortiert – beginnend bei den ältesten Originalen. Vorsicht: lang!

Thomas Crown ist nicht zu fassen (1968) : Die Thomas Crown Affäre (1999)

Was dabei herauskommt, wenn man versucht, diesen teilweise in Split-Screen-Technik aufgenommenen Klassiker mit Steve McQueen und Faye Dunaway in den Hauptrollen neu zu verfilmen, lässt sich in zwei Worten sagen: Tödliche Langeweile. Steve McQueens Part, den des erfolgreichen aber gelangweilten Geschäftsmanns, der einen wasserdichten Bankraub durchzieht, übernimmt in dem sieben Minuten längeren Remake von 1999 Pierce Brosnan. Nur ist jetzt nicht mehr eine Bank das Ziel des gut organisierten Verbrechens, sondern ein millionenschweres Gemälde von Monet. Und aus dem damals längsten Kuss der Filmgeschichte wird hier gleich eine heiße Liebesnacht in allen möglichen und unmöglichen Variationen, die eher einem ausdauernden Sportprogramm gleicht. Und im Gegensatz zum Original nehme ich dem Duo Russo/Brosnan in dem filmgewordenen Cardiotraining die Chemie zwischen den beiden nicht ab. Andere mögen begeistert sein – ich war es nicht.

Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976) : Carrie (2013)

Nach dem Heist-Movie nun ein schönes Beispiel aus dem Horrorgenre dafür, wie man es nicht für mich machen sollte. Ich mache es kurz: Zwar kommt mir in der Neuverfilmung die Rolle Mutter, dargestellt von Julianne Moore, etwas ausgearbeiteter vor, aber Sissy Spacek ist für mich einfach die Carrie schlechthin. Da hat Chloë Grace Moretz von vornherein einen schweren Stand. Außerdem war mir da einfach zu viel, was sie auf das Original noch draufpacken mussten. Wenn ich absurde Todesarten oder dazu führende Kettenreaktionen sehen möchte, greife ich doch lieber gleich zu „Final Destination“.

Die Welle (1981) : Die Welle (2008)

Kann man einen 41minütigen Fernsehfilm zu einem abendfüllenden Drama von 107 Minuten Länge ausbauen und dann noch in die heutige Zeit übertragen? Antwort: Man kann. Muss man aber nicht. Auch nicht, wenn die Schauspielerriege durch Namen wie Jürgen Vogel, Christiane Paul, Elyas M’Barek und Max Riemelt glänzt. Hier höre ich schon den Aufschrei: Wie kann sie nur? Ist doch ein super Film! Und dann noch bei einem so wichtigen Thema. Ja. Den letzten Satz unterschreibe ich sofort. Allerdings ist die Enthüllung, wen die Schüler als ihren nationale Führer tatsächlich vergöttern, im amerikanischen Original ein viel heftigerer Schlag in die Magengrube, schon weil es in den USA keinen Nationalsozialismus gab und die Schüler fest davon überzeugt sind, es könne zu einer solchen Diktatur in ihrem Land niemals kommen. Die sich nach und nach einschleichenden Veränderungen (Gruppenzwang, Uniformierung, Ausgrenzung, Bestrafung) wirkten auf mich im Original viel eindringlicher als im deutschen Remake, in dem die Geschehnisse eine fragwürdige Eigendynamik bekommen. Gänzlich den Rest gegeben hat mir aber das überdramatische Ende, das es so in dem Original, das auf einem tatsächlich stattgefundenen Experiment von 1967 basiert, gar nicht gegeben hat.

Overboard – Ein Goldfisch fällt ins Wasser (1987) : Overboard (2018)

Platsch! Durch einen Sturz ins Wasser verliert die verwöhnte, zickige Millionärin Joanna Stayton (Goldie Hawn) ihr Gedächtnis und findet sich plötzlich an der Seite des Tischlers Dean Proffitt (Kurt Russell) wieder, dem sie noch Geld schuldet und der ihr einredet, sie sei seine Frau und Mutter von vier Söhnen. Gulp! Vorhersehbar aber trotzdem lustig: Im Lauf der Handlung meistert Joanna den Chaotenhaushalt, schließt die Kinder ins Herz und verliebt sich in den vermeintlichen Göttergatten – doch irgendwann platzt die Blase und die Wahrheit kommt ans Licht. Noch heute sind Goldie Hawn und Kurt Russell ein Paar, und noch heute zählt „Overboard“ zu meinen Lieblingskomödien, aber nicht das Remake, bei dem man es für eine ganz tolle Idee hielt, aus der Millionärin einen arroganten mexikanischen Milliardenerben und aus dem Tischler eine alleinerziehende Mutter mit mehreren Jobs zu machen. Trotz dieser und anderer Abwandlungen steht meine Meinung fest: Mit diesem Rollentausch ist die neue Crew baden gegangen.

Nightwatch – Nachtwache (1994) : Freeze – Alptraum Nachtwache (1997)

Irgendwie werden die Abstände zwischen Original und Fälschung auch immer kürzer. Diesmal musste der dänische Thriller aus der Leichenhalle dran glauben, was auf das Konto desselben Regisseurs geht. Leider fehlt der zweiten Version der leicht trashige und düstere Charme des Originals.

So, das war’s.

Ich glaube, in keinem Genre gibt es so viele Remakes wie in dem des Horrorfilms. Deshalb taucht auch mindestens einer hier auf. Und noch ein Fakt – gerade bei Remakes gehen Meinungen sehr stark auseinander. Zuletzt gelesenes aktuelles Beispiel: „Total Recall“. Die einen können ihn nicht ab, für andere wie mich aber ist er einigermaßen okay (was jetzt auch kein so dolles Qualitätsprädikat ist), aber eins steht fest: Bei dieser Blogparade bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass der einzige Vorteil schlechter Remakes ist, dass ich noch einmal das jeweilige Original sehen möchte.

Die Besten am Donnerstag : Die 5 besten Filmparodien

und wenn sie nicht gestorben sind – gefunden auf „Der Postillon“ – https://4.bp.blogspot.com/-kyyWb3v69cU/VoT3TtDiBlI/AAAAAAAAhbU/cE1Uyt-eILQ/s1600/Dinner-for-Two.jpg

Nachdem letzte Woche die besten Film-Remakes gesucht wurden, hätte ich entweder die schlechtesten Remakes von Filmen oder besten Coverversionen von Songs erwartet. Statt dessen begeben wir uns heute, wie von Gina gewünscht, auf die Suche nach den besten Filmparodien. Wie schon beim letzten Mal, habe ich meine Top Five alphabetisch sortiert.

Austin Powers

Mike Myers in einer Doppelrolle: Auf der einen Seite Austin Powers, der Spion mit der Lizenz zum Totlachen – auf der anderen Seite sein böser Gegenspieler, Dr. Evil. Mit der dreiteiligen Filmreihe, die durch anzügliche Wortspiele glänzt, werden hier die James-Bond-Filme echt groovy auf die Schippe genommen. Zwar wurden die 007-Filme auch von Rowan Atkinson als Johnny English parodiert, aber hier war der schrille Agent aus Amerika schneller. Sorry, Mr. Bean.

Das Leben des Brian

Heilige Sandale! In diesem respektlosen und rabenschwarzen Spaß wird jedes Klischee von Bibel- und sogenannten Sandalenfilmen ordentlich verwurstet – bis heute für mich einer der besten Filme der britischen „Monty Python“-Komikertruppe. Ein Film, den ich mir am liebsten zu Weihnachten oder an Ostern anschaue.

Der Wixxer

Edgar-Wallace-Filme in Schwarz-Weiß waren in den 1950er und 1960er Jahren der Renner. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass sich ein Komödiant dieser Reihe annimmt. Hier war es Oliver Kalkofe, der schon im Fernsehen mit Spott nur so um sich wirft. Als Chief Inspector Even Longer macht er sich auf die Suche nach dem mysteriösen Wixxer, der nach und nach die Ganoven Londons ausradiert, unter anderem den Mönch mit der Peitsche oder den Frosch mit der Maske. Auch andere Figuren und Gags sind so schräg oder blöd, dass ich sie schon wieder gut finde. „Trap Door… trap Door… *grübel* … ah! Falltür!“ und plumps, war er weg.

Lissi und der wilde Kaiser

Der einzige Animationsfilm in dieser Aufstellung, diesmal aus einer ganz anderen Ecke: Bully Herbig hat bei dieser Veräppelung der in den 1950er Jahren äußerst beliebten und erfolgreichen Sissi-Filmreihe Regie geführt. Ein Teil der Figuren wird von Bully Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian gesprochen.

Spaceballs

Welche Filmreihe hatten wir denn noch nicht? Richtig – Star Wars und andere Weltraumabenteuer, und das damit verbundene Merchandising. Vor allem letzteres – das wurde bereits 1987 von Mel Brooks gekonnt durch die Mangel gedreht. Möge der Saft mit euch sein.

Die Besten am Donnerstag : Die 5 besten Filmremakes

Ist ein Film erfolgreich, ist auch der erneute Aufguss nicht weit, nicht immer von herausragender Qualität (oft ist ja eher das Gegenteil der Fall).  In ihrer aktuellen Ausgabe von den „Besten am Donnerstag“ lässt uns Gina jedoch nach den Highlights unter den Remakes suchen. Nachdem ich mich neulich durch „Die Thomas Crown Affäre“ mit Pierce Brosnan und Renée Russo gelangweilt habe, kommt mir diese Aufgabe wie gerufen, und da fallen mir auf Anhieb gleich mehrere Kandidaten ein, bei denen ich mich teilweise noch an das Original erinnern kann – diesmal in alphabetischer Reihenfolge.

A Star is born (2018)

Dass es sich bei dem Drama mit Lady Gaga und Bradley Cooper um ein Remake handelt, habe ich erst hinterher erfahren – und war maßlos enttäuscht, als ich das vermeintliche Original mit Judy Garland und James Mason aus dem Jahr 1954 im Bordprogramm auf meinem Flug von Toronto nach Frankfurt zu Gesicht bekam. Dabei ist die Version aus dem Jahr 2018 bereits die dritte Neuverfilmung. Hier die Jahre aller Verfilmungen des immer wieder gerne adaptierten Stoffs: 1937, 1954, 1976, 2018.

Dune: Part One (2021)

Hier lag meine persönliche vergleichende Sichtung der Erstverfilmung von David Lynch von 1984 noch nicht lange zurück, um mir ein Urteil bilden zu können. Ja, in diesem Fall halte ich das Remake mit Timothée Chalamet in der Rolle des Paul Atreides für so herausragend, dass sowohl der Film als auch die Serie aus den 1980er Jahren dagegen alt aussehen.

Footloose (2011)

Bestimmt geht gleich das Gejaule los: Wie kann man nur die Neuverfilmung des Tanzfilmklassikers von 1984 gut finden? Man kann, wenn Ensemble und Musik moderner daherkommen und Dennis Quaid und Andie MacDowell mitspielen.

Ring (2002)

Auch hier durfte ich mir Gemecker anhören, als ich verkündete, dass ich mit Gore Verbinskis Neuadaption mehr anfangen konnte als mit der japanischen Vorlage von 1998. Dabei lag es nicht an Naomi Watts in der Rolle der Journalistin Rachel Keller, die hinter das Geheimnis eines todbringenden Videobandes zu kommen versucht. Es war die ganze Atmosphäre, die den Film für mich eher weg vom Horrorgenre und mehr in die Nähe eines Mystery-Thrillers rückte. Lebhaft in Erinnerung geblieben ist mir in diesem Zusammenhang ein flammendroter Baum auf dem Hügel, der in der Abendsonne zu brennen scheint.

True Grit (2010)

Hier muss ich gestehen, dass ich die Erstverfilmung, „Der Marshal“ mit John Wayne, von 1969 nie gesehen habe. Aber vielleicht sollte ich es mal nachholen.

Die Besten am Donnerstag : Die 5 besten Serienfortsetzungen

Fortsetzungen, bei denen es sich nicht um neue Serienstaffeln handelt, sondern um Nachfolger, die erst nach Jahren ansetzen? Mit dieser Kopfnuss auf „Den fünf Besten am Donnerstag“ stand ich zuerst da wie der Ochs vorm Berg. Denn damit sind dann nicht nur die Spin-Offs raus, die mir zuerst eingefallen sind *), sondern auch die in den 1970er Jahren in Großbritannien erfolgreich gelaufene Serie „Poldark“, von der es ab 2015 eine Neuauflage, erweitert um eine zusätzliche Handlung mit einer völlig neuen, frei erfundenen Handlung, gab.

Hinein in die Liste dürfen aber dafür Filme, die aus Serien entwickelt wurden. Na dann… Let’s go.

Das aktuelle Beispiel – „Downton Abbey“

Sechs Staffeln aus den Jahren von 2010 bis 2015, und dann kam 2019 der erste Film, gefolgt von „Downton Abbey II: Eine neue Ära“ in diesem Jahr. Das war einfach.

Der Dauerbrenner – „Doctor Who“

In den Nuller-Jahren bin ich mit der britischen Kult-Science-Fiction-Serie in Berührung gekommen, und zwar durch Freunde, die noch die Originalserie (von 1983-1989) kannten. 2008 kam dann Pro7 auf die Idee, die Folgen mit dem Neunten Doktor (Christopher Eccleston) auszustrahlen, doch als es auf diesem Sender nicht mehr weiterging, kauften wir uns eine Satellitenschüssel, mit der wir BBC One empfangen können. Inzwischen ist die ARD so schlau, mit ihrem Spartenkanal „ard one“ den Whovians ein Zuhause zu bieten. Zur Zeit werden Dienstags dort auch wieder alle Folgen der ersten Staffel mit dem Neunten Doktor und Rose Tyler wiederholt, gefolgt von einzelnen Episoden der sogenannten „Classics“ aus den Jahren 1983 bis 1989.

Was für eine lange Rede, doch mein Geschreibsel hat einen Sinn: Hat eine Serie Erfolg, ist auch das Spin-Off nicht weit. In diesem Fall ist die Rede von dem streng geheimen Projekt „Torchwood“, das sich über vier Staffeln von 2006 bis 2011 erstreckte; und weil ein Ableger nicht reicht, legte die BBC 2016 die achtteilige Serie „Class“ nach, in der die von Monstern und Aliens heimgesuchte Coal Hill Schule im Mittelpunkt steht. Die Schule taucht immer mal wieder sporadisch in Doctor-Who-Folgen auf, doch der Serie war nur ein kurzes Leben beschert.

Der Hit aus Down Under – „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“

Was Miss Marple konnte, kann Phryne Fisher schon lange. Fans von schönen Filmkulissen und -kostümen kamen bei der in den 1920er Jahren in Melbourne spielenden Serie von 2012 bis 2015 um die unkonventionelle Privatdetektivin mit wechselnden Liebhabern auf ihre Kosten. So interessant ich die Fälle auch fand, habe ich nur einige Folgen aus den insgesamt drei Staffeln gesehen.

Spannender war für mich der 2019 gestartete Nachfolger „Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle“ (Ms Fisher’s modern Murder Mysteries), in dem nun Peregrine Fisher, die Nichte der verstorbenen Phryne Fisher, deren luxuriöses Anwesen in Melbourne sie geerbt hat, als Privatdetektivin bei Mordfällen in den 1960er Jahren ermittelt.

Mehr als diese drei kann ich leider nicht bieten, darum möchte ich noch kurz die zu Beginn unter *) genannten Spin-Offs erwähnen:

„Mayans M.C.“ von 2018 als Spin-Off von „Sons of Anarchy“ (2008-2014) +++ „Vikings: Valhalla“ (2022), der Tausend Jahre später spielende Nachfolger von „Vikings“ (2013-2020) +++ „House of the Dragon“ (2022) als 200 Jahre früher spielende Prequel zu „Game of Thrones“ (2011-2019)

Einen Sonderfall stellt die von Toby Whithouse entwickelte Serie „Being Human“ dar, von der es eine britische (2008-2013) und eine US-Fassung (2011-2104) gibt. Ausgangssituation ist eine WG aus einem Werwolf und einem Vampir, die ein normales Leben führen möchten, aber dann entdecken, dass sie noch eine Mitbewohnerin haben: eine junge Frau, die in dem Haus ermordet wurde und nun als Geist an den Ort gebunden ist. Die Grundidee ist dieselbe, doch die Handlungsfäden unterscheiden sich in beiden Fassungen teilweise erheblich voneinander.