FUSSA 2016 : SciFi meets Vintage

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Nach der großen Ankündigung, dass es bei minimale extravaganz dieses Jahr wieder einen Film- und Serien-SewAlong (FUSSA) geben wird, folgt heute die Sammlung der Inspirationen und Ideen. In meinem Ankündigungsbeitrag habe ich bereits eine Auswahl meiner Ideen sowie Schnitte und Stoffe aus meinem bereits vorhandenen Bestand gezeigt, also kann ich mich mit den Themen beschäftigen, die yacurama auf ihrem Blog (minimale extravaganz) vorgeschlagen hat:

Um folgende Themen soll es heute gehen:

  • Welche Filme /Serien inspirieren mich in der Wahl meiner Kleider bzw. Kleidungsstücke?
  • Welches Kleidungsstück aus einem Film ist mein heimlicher Traum?
  • Was wollte ich schon immer mal tragen, um mich darin wie eine Heldin zu fühlen?
  • Welchen Rock, welches Oberteil, welches Kleid möchte ich gerne nachnähen, weil es mir so gut gefällt?

Ich persönlich fahre seit letzten Jahr ja total auf Vintage-Kleidung ab.“

Vintagekleidung wäre auch mein Stichwort gewesen, allerdings kommt erschwerend mein Faible für Fantasy und Science Fiction hinzu, und beide Vorlieben sinnvoll miteinander zu verknüpfen käme einer Quadratur des Kreises gleich. Theoretisch ja, aber: Science Fiction kann vieles möglich machen, und in meinem besonderen Fall läßt sich meine Idee eines von Agatha-Christie-Verfilmungen inspirierten Outfits mit Details aus Star Trek spielend verknüpfen, denn wer Star Trek kennt, weiß, dass auf den Holodecks in TNG und Voyager und den Holosuiten von DS 9 sehr oft Szenarien aus den 30er und 40er Jahren von den Enterprise-, DS9- und Voyager-Crews nachgespielt bzw. simuliert werden. Auch in der Kultserie Dr.Who gibt es eine Folge, die um Agatha Christie herum aufgebaut ist: The Wasp and the Unicorn.

Wenn ich so die am häufigsten von mir gesehenen Filme und Serien Revue passieren lasse, fällt mir auf, dass mich am stärksten die Figuren inspiriert haben, die sich eher durch geistige Größe auszeichnen denn als durch schiere Körperkraft oder Kampfeslust. Zwar faszinieren mich Charaktere wie Eowyn (Herr der Ringe), Lagertha (Vikings), Major Kira oder die Halbklingonin Torres, aber es gibt Tage, da wäre ich lieber wie Miss Marple oder Beverly Crusher. Und weil ich manchmal ungern eine eindeutige Zuordnung treffen möchte und auf Gedankenstützen nicht verzichten kann, gibt es hier nochmal die von mir ausgewählten Ideen.

Idee eins: Kes aus Voyager – eine lernbegierige Ocampa, die dem Holo-Doktor zur Seite steht und mit ihm zusammen Leben rettet. Den Pulli finde ich todschick, der würde auch gut zu Outfits in Agatha-Christie-Verfilmungen passen.

Idee zwei: Rock und Mantel

 

Die Schnitte habe ich bereits herausgesucht, und das erste Kleidungsstück, das ich nähen möchte, ist der Mantel – aber nicht in anthrazit, sondern in pastell. Einen Mantel in Altrosa gibt es auf einen anderen Szenenfoto. Nur dass meiner mintgrün wird.Vintage kann aber auch noch weiter zurückgehen. So finden sich auf meinem Moodboard seit letztem Jahr auch Szenenbilder aus Serien wie „Vikings“ oder Filmen wie „Die Nebel von Avalon“. Aber so toll ich wallende Gewänder oder fürs Kämpfen geeignete Harnische, wie sie Tauriel oder Eowyn tragen, auch finde – für den Alltag sind sie wohl weniger geeignet.

Darum werde ich mich auf die Verwendung bestimmter Details beschränken (blauer Stoff, grüne Borte) und diese am 05.06.2016 noch einmal vorstellen, wenn es um Planung von Stoffen und Schnitten geht, und hoffe, dass ich bis zur Präsentation des Zwischenstands am 26.06.2016 bereits das ein oder andere Teil angefangen haben werde. Und obwohl bis zum Finale am 17.07.2016 noch viel Zeit ist, kann es nicht schaden, mit dem Nähen schon mal anzufangen.

Wenn die Zeit noch reicht, werde ich mein Kleines Schwarzes auseinandernehmen und mit Stoff aufpeppen, der mich an die Schärpe von Worf (Star Trek TNG und DS9) erinnert. Aber das wäre dann eher die Kirsche auf der Torte; ich glaube, ich kann mich froh und glücklich schätzen, wenn Mantel, Rock und Pulli fertig werden.


FFUSA 2016 : Inspiration und Ideensammlung

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Für den diesjährigen Film- und Fernsehserien-SewAlong (FFUSA) habe ich mir vorgenommen, bereits angefangenes fertigzustellen und Sachen, die mir nicht mehr passen, abzuändern. Dabei werde ich die auf meinem Moodboard gesammelten Ideen für Details in die Änderungen einfließen lassen. Komplett neue Kleidungsstücke werden dabei vermutlich nicht entstehen, und außerdem werde ich auch kein neues Material kaufen; denn alles, was ich brauche, habe ich schon (man beachte den Stoffstapel auf dem Bild oben).

Was ich ebenfalls schon habe, ist eine Auswahl von Impressionen, die ich bei pinterest seit letztem Jahr fleißig gesammelt habe. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass mir zwar immer noch die Idee eines von Agatha-Christie-Verfilmungen insprierten Outfits gefällt; da wir aber seit letztem Jahr sämtliche Staffeln von Star Trek The Next Generation (TNG) und Deep Space Nine (DS 9) auf DVD gesehen und jetzt mit Star Trek Voyager angefangen haben, stammt ein Teil meiner Inspriation aus DS9 und Voyager. Agatha Christie und Star Trek – wie mag das wohl zusammengehen? Die Frage ist berechtigt, aber wer Star Trek kennt, weiß, daß sich auf Holodeck (TNG) und Holosuite (DS9) Szenarien aus den 30er, 40er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ereignen.

 

Zudem erinnert mich eins der Oberteile von Kes (Voyager) stark an die Pullovermode der Vierziger Jahre. Und genau so einen Pulli hätte ich gerne. Bleibt nur die Frage: Nähen oder Stricken? Wolle dafür hätte ich ja, sogar in Violett, aber ob ich das Talent dafür habe, ein Strickmuster frei aus dem Gedächtnis zu entwickeln… Schwere Kost!

Ebenfalls angetan haben es mir Elemente der cardassianischen und klingonischen Uniformen, wie z.B. die Schärpe an der Uniform von Worf.

Rein zufällig befindet sich in meinem Bestand ein Stoff, der mich daran erinnert und den ich gerne zum Ändern meines mir leider zu eng gewordenen Kleinen Schwarzen benutzen würde: Auf einem dünnen tüllartigen Untergrund sind kreisförmige Plättchen aus schwarz-grün schillerndem Lederimitat aufgenäht. Könnte echt schick werden.

Nun zu Agatha Christie: Letztes Jahr hatte ich einen Godetrock aus weißer Baumwolle probegenäht; nun möchte ich ihn aus dem Stoff nähen, der von Marc Aurel aus Verl stammt und der ursprünglich für den FFUSA 2015 vorgesehen war – für den Rock Modell „Mord auf dem Golfplatz“. Dazu kann ich mir sehr gut einen geplanten Sommermantel aus pastellgrüner Wolle vorstellen. Stoff und Garn für dieses Projekt habe ich beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart erstanden. Das von mir zu nähende Modell ist Modell 111 vom April 2016.

Bleibt nur noch das ein oder andere Detail aus der Fernsehserie „Vikings“, z.B. das Blau von Siggis Gewand. Auch den Schmuck am Ausschnitt finde ich ganz toll. Einen Stoff in einem ähnlichen Blauton habe ich vom Tauschtisch der AnNäherung Süd (Oktober 2015) – der würde sich auch für ein Oberteil à la Kes eignen. Ein Blick auf den Zeitplan sagt mir, dass ich also ab jetzt jede Menge Zeit für entspanntes Tüfteln und Nähen habe und mir sogar noch reichlich Luft für den MMM-Mottotag „Tierstoffe“ (25. Mai) und die „12 Letters of Handmade Fashion“ (27. Mai) bleibt. Hier der Zeitplan, vorgestellt auf dem Blog von minimale extravaganz:

22.05. : Inspiration und Ideensammlung

05.06. : Planung, Stoffe und Schnitte

26.06. : Erster Zwischenstand

17.07. : Finale

Da Ideen, Stoffe und Schnitte bereits feststehen, kann ich also gezielt auf den ersten Zwischenstand hinarbeiten.

FUSSA 2016 , angekündigt …

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Auf dem Blog von minimale extravaganz habe ich heute gelesen, dass es auch dieses Jahr wieder einen neuen Film- und Fernsehserien-Sew Along geben wird. Das freut mich, weil ich letztes Jahr grandios daran gescheitert bin. Vielleicht wird es ja dieses Jahr bei mir etwas. Schau’n wir mal und halten bis 22.Mai Ausschau nach Ideen.

Unsortierte Gedanken : Winter is coming

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Jetzt sind alle schon mitten drin im Winterjacken-SewAlong, und habe beschlossen, nicht nachträglich noch einzusteigen, obwohl mir dieser Mantel schon im Frühjahr ins Auge stach:
Eleanor Tomlinson trägt ihn in einer der letzten Folgen der Serie „Poldark“, und bislang ist es mir noch nicht gelungen, herauszufinden, a) aus welchem Material er besteht, b) wer für diese Serie die Kostüme entworfen hat und c) welcher aktuelle Jackenschnitt diesem Modell am nächsten kommt.

Er wäre bestimmt auch ein toller Kandidat für den Film- und Fernsehserien-SewAlong geworden. Aber was vorbei ist, ist vorbei. Und obwohl die Fernsehserie im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, finde ich, dass der Mantel durchaus auch einen modernen Touch hat und gut ins 21. Jahrhundert passt. If I had a TARDIS, I would wear this.

Da ich ihn aber, trotz Riesenkapuze, für den Frühling geeigneter halte, kann ich mir also mit der Suche noch genügend Zeit lassen und mir ihn als Projekt fürs kommende Jahr vornehmen.

 

MMM am 6. Mai 2015 : Probetragen für den Film- und Fernsehserien-SewAlong.

Nachdem den ganzen Abend die Maschine gerattert und mich der nahtverdeckte Reißverschluss fast schon in den Wahnsinn getrieben hat, bin ich auf die Idee gekommen, das nicht ganz so gelungene Stück trotzdem mal anzuziehen, um eventuellen Schwachstellen auf die Schliche zu kommen. Außerdem wollte ich testen, wie sich Top Fauve und Rock aus der Burda zusammen machen. So ganz zufrieden bin ich noch nicht mit dem Ergebnis.

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Das Top:

Sowohl Halsausschnitt als auch das Top an sich empfinde ich als zu weit. Wahrscheinlich werde ich es eine Nummer kleiner zuschneiden oder ein paar Zentimeter in der Weite wegnehmen müssen. So ganz schlüssig bin ich mir noch nicht.

Der Rock:

Hier werde ich insgesamt fünf Zentimeter zugeben müssen; nachdem ich nämlich die drei Nähte wieder aufgetrennt und pro Naht zwischen 1,6 und 1,8 Zentimeter rausgelassen hatte, paßte der Rock plötzlich. Ob ich den Gehschlitz richtig genäht habe, kann ich nicht sagen, da die Anleitung sich darüber auszuschweigen scheint und es auch kein Foto von der Rückenansicht gab. Auf dem Schnittmuster sah die Schlitzlösung irgendwie anders aus.

Vielleicht hat ja jemand noch einen brauchbaren Tip auf Lager. Ich habe jedenfalls, weil ich gerade so schön beim Fotografieren war, noch ein paar andere Kombinationen ausprobiert. Welche ich davon im Endeffekt trage, bleibt abzuwarten.

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Jetzt aber schnell zum MMM, wo es wieder haufenweise selbstgemachte Kreationen zu bewundern gibt.

 

PS: Entschieden habe ich mich für die mittlere Kombination.

Mord auf dem Golfplatz oder Picknick am Valentinstag?

Welcher Film darf’s heute sein? Irgendwie bin ich grad in Filmstimmung, aber zum Weggehen hab ich wegen des Dauerregens keine Lust, und im Glotzophon läuft heute abend nur Dirty Dancing. Hab ich auch schon zweimal gesehen. Also baue ich mir meinen Film selbst. Ha! Ein Proberock für den FFUSA der Herzen (Finale ist am 24. Mai) muss her, denn dem Braten, äh, dem abgepausten Schnitt traue ich noch nicht so richtig.

Deslhalb habe ich die Rockteile aus einem weißen Bettbezug zugeschnitten. Obwohl der Bezug ein schönes Jacquardmuster hat (ich glaube, es sind Chrysanthemen – sowas hatte man in den 60er/70er Jahren),  haben wir keine Verwendung mehr für ihn. Und bevor er im Keller endgültig vergammelt, hauche ich ihm mit meinem Proberock neues Leben ein. Vorausgesetzt, der Rock passt. So ganz in Weiß, das hat was. Damit könnte ich doch glatt als Statistin bei „Picknick am Valentinstag“ mitmachen oder mich gleich fürs Diner en Blanc anmelden.

Aber was soll ich sagen? Zu einem passenden Kleidungsstück fehlen in der Weite ganze fünf Zentimeter. Heul! Deshalb habe ich heute auch kein Foto von diesem Reinfall, aber ich merke mir für den Zuschnitt des Mord-auf-dem-Golfplatz-Rock: Die vier Teile entsprechend größer zuschneiden; auf eine neue Abpausrunde eine Nummer größer habe ich nämlich überhaupt keine Lust.

25. April – Zeit für mein Lieblings-Period Drama.

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Nach sieben Wochen lief gestern abend auf BBC 1 die letzte Folge von „Poldark“, eine Neuadaption der gleichnamigen zwölfbändigen Saga des britischen Schriftstellers Winston Graham (1908 – 2003). Die ersten sieben Bücher dieser Romanserie wurden bereits in den Siebziger Jahren äußerst erfolgreich für das Fernsehen verfilmt, und nun wagte die BBC mit Drehbuchautorin Debbie Horsfield einen neuen Versuch. Viele Fans der ersten Stunde (mich eingeschlossen) waren drum auch skeptisch, ob dieser gelingen würde, aber bereits nach kurzer Zeit war mir klar, dass dies meine neue Lieblingsserie werden würde. Was nicht allein an den hervorragenden Hauptdarstellern lag, sondern daran, dass diese Verfilmung sehr dicht an der literarischen Vorlage blieb und sich aufs Wesentliche beschränkte. Gleichzeitig kam auch die Darstellung der Lebensweise von Minenarbeitern und ländlicher Bevölkerung nicht zu kurz. Da nur die ersten beiden Romane verfilmt wurden, konnte man sich mit dem Aufbau eines sinnvollen Spannungsbogens genug Zeit lassen, und so endete die letzte Folge gestern abend mit einem sogenannten Cliffhanger. Dass es eine zweite Staffel geben wird, konnte ich zu meiner großen Freude schon vor einigen Tagen in Erfahrung bringen:

Poldark series two is due to return to BBC1 in spring 2016“

gefunden auf: http://www.radiotimes.com/news/2015-04-26/poldark-episode-8-review-aidan-turners-ross-poldark-faces-tragedy-on-all-fronts)… Drama an allen Ecken und Enden! Falls aber vier weitere Staffeln anstehen und somit auch endlich alle 12 Romane verfilmt werden, würde ich mich noch viel mehr freuen und sich so die Spekulationen auf radiotimes.com als wahr herausstellen würden. Aber am allerschönsten für mich wäre es, wenn ich ein vernünftiges Foto von dem Mantel finden würde, den Eleanor Tomlinson als Demelza getragen hat. Der wäre doch wie gemacht für den Film- und Fernsehserien-SewAlong (FFUSA). Momentan muss ich mich noch mit „halben“ Bildern begnügen, so wie das hier.

 

Gefunden habe ich es hier. Ähnliche Bilder habe ich auf meinem pinterest-Board festgehalten. Oder ich knipse ein Standbild vom Bildschirm. Wie gut, dass ich alle Folgen aufgezeichnet habe.

Film- und Fernsehserien-Sew Along : die Insprationsquellen

Ein Event jagt das andere

Kaum bin ich zurück vom Dressmakers Ball und noch nicht richtig zurück in der Wirklichkeit, da tauche ich auch schon erneut ab – zum Film- und Fernsehserien-Sew Along (#FUSSA15) . Ursprünglich hat mir eine Melange aus Faye Dunawaye als Bonnie Parker und diverse Charaktere aus Miss Marples Heimatort St. Mary Mead vorgeschwebt, und einen Rock der zu diesem Thema passen würde, habe ich auch schon gefunden: das Modell 112 aus der burdastyle 08/2012 – frei nach Agatha Christies „Mord auf dem Golflplatz“:

(Quelle: www.burdastyle.de)

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(Quelle: http://www.pinterest.com/pin/556546466426930484/ )

Leider gehöre ich zu der Gattung „Jäger und Sammler“, und je näher der Termin der Vorstellung rückte, fand ich immer mehr Bilder von Serien und Filmen, auf denen die unterschiedlichsten Kostüme zu sehen waren, die mir total gut gefallen, aber auf den ersten Blick nicht unbedingt alltagstauglich sind. Die Bandbreite reicht von Fantasy über britische Costume Dramas bis hin zu Science-Fiction und ist in meinem gutgefüllten Pinterest-Board dokumentiert. Wie ich allerdings dieses Chaos strukturiere, ist mir bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht richtig klar, und ob ich es zeitlich schaffe, im Plan zu bleiben auch nicht. Habe ich doch erst gestern massig Stoff gekauft, der für andere Projekte vorgesehen ist, und eine neue Nähmaschine, mit der ich hoffentlich künftig schneller zu Pott kommen werde, ist auch bestellt.

Aber noch ist ja ein wenig Zeit. Der nächste Termin ist der 29. März (Stoff- und Schnittauswahl bei „mein wunderbarer Kleiderschrank“, am 12. April ist Zeit für den Zwischenstand bei „dreikah“, und die Abschlußpräsentation soll am 26. April stattfinden.

Soll ich es wagen?

Ich hatte es mir so schön gedacht: Heute nehme ich mir zwei Schnittmuster vor und kopiere sie ab, hefte sie an die Puppe, ob festzustellen, ob die zugeschnittenen Teile auch passen und zum Schluß schiebe ich sie so lange auf dem Stoff herum, den ich für mein Cocktailoutfit reserviert habe und der die Maße 100 x 186 cm hat. Als Oberteil habe ich mir das Top „Fauve“ aus der ersten Ausgabe von „La Maison Victor“


ausgesucht, und als Rock #112 aus der Burda 08/2012:

Beides in klassischem Schwarz; und bei dem Rock hätte ich dann sogar schon ein Modell, das sich auch gut für den Film-und-Fernsehserien-Sewalong (#FUSSA15) von „mein wunderbarer Kleiderschrank“ und „dreikah“ eignen würde. Aber soll ich es wagen, jetzt schon zu spoilern? Oder ist das gar kein Spoilern? Schließlich weiß ich jetzt noch gar nicht, ob ich es rechzeitig zum 15. März schaffe, meine Ideen zu präsentieren, denn an diesem Tag werde ich vom Dressmaker’s Ball in Schwerte zurückkommen. Und wer weiß, ob ich dann so richtig fit sein werde…

Okay, zurück auf Anfang. Mit dem Abpausen der fünf Schnittteile bin ich soweit fertig, nur grübele ich noch über den scheinbar fehlenden Bund. Aber vielleicht habe ich im Moment auch nur Tomaten auf den Augen oder einen Knoten in den Hirnwindungen. Konzentrieren kann ich mich nämlich gerade mal ganz schlecht. Bei Burda-Schnitten muss ich immer aufpassen wie ein Luchs, damit mir auch ja nicht die kleinste Markierung entgeht, das kann manchmal so richtig anstrengend sein. Nun aber zu dem Top. Laut Beschreibung im Heft befinden sich die Teile auf Seite 7 und 8 des Bogens. Na toll! Dazu darf ich alle vier Bögen aus dem Heft herauslösen und finde die genannten Seiten nicht auf dem selben Bogen, nein – sie befinden sich auch noch auf verschiedenen Bögen. Na gut, hantiere ich halt mit zwei Bögen herum. Zum Glück sind diese sehr übersichtlich gehalten. Nur drei Modelle auf jeder Seite, und dann farblich hübsch voneinander getrennt. Das nenne ich mal benutzerfreundlich. Ich glaube, dieses Magazin und ich werden noch ganz dicke Freunde.

Ob der Rock und ich Freunde werden, weiß ich noch nicht. Ich hoffe nur inständig, er funktioniert als Teil meines Cocktailoutfits und als Kandidat für den Film- und Fernsehserien-Sewalon :Dieser Sewalong (#FUSSA15) soll am 15. März mit der Vorstellung unserer Inspirationen beginnen. Eigentlich war vorgesehen, daß wir uns von Filmen und Fernsehserien inspirieren lassen, unsere Ideen den anderen präsentieren und dann erst Stoff- und Schnittauswahl zeigen. Was aber, wenn ich diese Schritte gar nicht so sauber voneinander trennen kann, weil alles ineinander zu fließen scheint? Oder wenn es sich anscheinend anders herum verhält als gedacht (eine Vorstellung ist vorhanden, und jetzt durchsuche ich meine Filme und Serien so lange, bis ich ein dazu passendes Kostüm finde – ob das der richtige Weg ist?). Oder sogar noch schlimmer:

Dass ich in den letzten Tagen so viele interessante Kostüme gesehen habe, die ich am liebsten sofort alle nachgenäht hätte (aber so, dass kein Faschingskostüm draus wird, also alltagstauglich)? Was die Alltagstauglichkeit angeht, so hätte ich schon einen Schnitt in petto samt dem dazu passenden Stoff, den ich mir bei einem Outlet in Verl gekauft habe. Wer im Januar in Bielefeld dabei war, weiß auch, wo das war. Der Rock meiner Wahl würde, so wie er auf dem Foto aussieht, wunderbar in den Film „Bonnie & Clyde“ oder in die Miss-Marple-Fernsehfilme mit Joan Hickson passen. Eher vielleicht sogar in letzteres: very british – Mord auf dem Golflplatz. Das passende Oberteil dazu müsste jedoch erst noch gestrickt werden. Und das kann dauern.

Wenn ich allerdings meinen aktuellen Fernseh- bzw. DVD-Konsum unter die Lupe nehme, so bietet gerade Star Trek TNG kostümtechnisch ungeahnte Möglichkeiten, und damit meine ich nicht die Uniformen der Enterprisebesatzung (Whoopie Goldberg als Guinan einmal ausgenommen), sondern die unzähligen Nebenfiguren wie z.B. Datas Tochter oder Tasha Yars Schwester, um nur zwei Beispiele zu nennen. Im Moment schauen wir eine Staffel nach der anderen auf DVD, und es warten schon Star Trek Voyager, Deep Space Nine und Babylon 5 darauf, von uns auch noch angeschaut zu werden.

Den dazu passenden Stoff hätte ich nämlich auch schon: Ein tüllartiges Gewebe, auf das schwarze, mattglänzende Kreise aus Lederimitat aufgenäht sind. Das ganze hat, je nachdem wie man es einsetzt, etwas sci-fi- oder fantasymäßiges. Herr der Ringe meets StarTrek oder so ähnlich. Obwohl das gar nicht so abwegig wäre. Ich bin sogar schon am überlegen, ob ich versuchen soll, mehrere Ideen parallel zueinander zu verwirklichen oder einen Mix aus mehreren Themen zu kreieren. Fragen über Fragen… das wird eine harte Nuß.