Projekt ABC – K wie Kuchen

Wenn der Kuchen spricht, schweigen die Krümel – und deshalb habe ich zur Abwechslung mal frei nach dem Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ meinem Backexperiment einen silbernen Zuckerguss verpasst – und so sieht das essbare Kunstwerk im Ganzen aus:

Völlig spacig – Silberpulver für Weihnachtsplätzchen war die geheime Zutat in dem Guss für dieses Experiment.

Viel Zucker musste nicht in den Teig hinein, denn davon hatte der Guss schon jede Menge – mir reichte schon ein Stück davon, um mir die verregneten Nachmittage während meines Aprilurlaubs zu versüßen:

Rührkuchen mit Rosinen, dazu Kaffee – und die Welt ist wieder in Ordnung.

Und deshalb symbolisiert er auch ideal das K, in der fotografischen Aktion von wortman, bei der alle 14 Tage ein Foto den entsprechenden Buchstaben des Alphabets symbolisiert (ohne die Umlage Ä, Ö und Ü).

Übrigens konnte man mit Silber von je her Leute zum Reden bringen (woher kommt wohl der Pflanzenname „Judaspfennig“?), doch ihr Schweigen konnten sich Erpresser so richtig aufwiegen lassen – in Gold.

Das ist nicht mein Stil – aber eine goldene Glasur habe ich dennoch in Reserve; doch was das ist, werdet ihr demnächst erfahren. Fröhliches Raten – Krümel sind’s schon mal nicht.

Projekt ABC – J wie Judaspfennig

Ich habe einen Neophyten im Garten. Eine eingewanderte Pflanze, die sich laut wikipedia im Status „auf dem Weg zur Einbürgerung“ befindet. Anscheinend habe ich dieses vermehrungsfreudige Zierpflänzchen schon länger in dem Teil des Gartens, den ich meistens erst beim Rasenmähen aufsuche.

Vielleicht sollte ich öfters Rasenmähen – dann würde ich bestimmt noch mehr entdecken.

So aber bleibt es vorerst bei dem Judaspfennig (auch einjähriges Silberblatt – Lunaria annua – genannt), das heute den Platz des Buchstabens J im fotografischen ABC von wortman einnimmt.

Bei dieser Aktion symbolisiert alle 14 Tage ein Foto den entsprechenden Buchstaben des Alphabets, ohne die Umlage Ä, Ö und Ü.

Projekt ABC – I wie Inuksuk

Inuk – was? Und warum nicht INXS?

Wer bei Inuksuk an die Inuit (Eskimos) denkt, liegt nahe dran. Laut wikipedia verstehen die Inuit darunter „einen Gegenstand, der anstelle eines Menschen Aufgaben übernehmen kann“.

Diesen Inuksuk, der heute das I beimProjekt ABC“ *) von Wortman symbolisiert, habe ich im August 2019 bei Schietwetter in dem Park gegenüber unseres Hotels in Québec City entdeckt. Kaum zu glauben, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme Hochsommer war und in Ostkanada beinahe Tropenklima geherrscht hat.

Einen Gegenstand, der für meinen Mann und mich Aufgaben übernommen hätte… so einen hätten wir oft gebrauchen können, aber nun weiß ich auch, warum wir in der Schweiz und in Schottland so gerne herumliegende Steine aufeinander getürmt haben.

Eine Tafel zu Füßen des Inuksuk erklärt übrigens, weshalb man ihn dort errichtet hat …

… links auf französisch, das ich nur rudimentär beherrsche – rechts in der Schriftsprache der Inuit, die auf Außenstehende wie mich wie Hieroglyphen wirken.

Im selben Eintrag bei Wikipedia steht übrigens auch, dass ein Inuksuk nicht nur die Flagge des Nunavut-Territoriums ziert, sondern auch den Olympischen Winterspielen von 2010 in Vancouver als Logo gedient hat.

Eine sehr nette Mitreisende, die ich während meiner Busrundreise durch den Osten Kanadas kennenlernen durfte, hatte übrigens für die Medaillenverleihung bei eben jenen Olympischen Spielen Karten gewonnen und durfte sich an der Show erfreuen, bei der u.a. auch die (2012 aufgelöste) Band aufgetreten ist, die ich verehre und die ebenfalls mit einem I anfängt.

Und somit schließt sich der Kreis.

*) Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Projekt ABC – H wie Hunde

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Für das H bin ich gleich im selben Land wie beim G geblieben. Dieser Brunnen war nämlich mein Lieblingsplatz in Toronto. Das Flat-Iron-Building war direkt nebenan, und man konnte sich bei über 30°C an dem kühlen Nass erfrischen…

… und sich diebisch wie ein kleines Kind freuen, wenn man eine Fontäne zuhielt und sich bei einer anderen das Wasser unkontrolliert in alle Richtungen verteilte. Gut, dass da niemand stand und die unvorhergesehene Dusche abbekam. Genossen habe ich auch das Vertrödeln meiner Zeit unter Bäumen, während ich den Straßenmusikern lauschte.

Und zwischen all den Hunden die Katze zu finden…

… war ein Suchspiel, bei dem ich viel Spaß hatte und für das ich mich bei unserer Reiseleiterin bedankt habe. Hier ist sie, die Katze:

Cat Content ist nie verkehrt, aber ein kluger Mann namens Loriot sagte einst: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“

Die Krönung ist jedoch der goldene Knochen auf der Spitze.

An diesem „tierischen“ Ausflug hatte ich jedenfalls meinen Spaß.

Projekt ABC – G wie Gitarren

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü). Für das G habe ich auf Urlaubsfotos vom Sommer 2019 zurückgegriffen – zum Beispiel dieses Logo (bzw. Leuchtreklame):

Da sind mir nämlich jede Menge musikalische Themen vor die Linse gekommen, und die sind allemal schöner als das, was mir ursprünglich vorgeschwebt hatte (schottische Grabsteine aus der Vergangenheit waren dann selbst auch mir zu morbide) – und deshalb darf hier eine Ansammlung von Gitarren aus dem Hard Rock Café, Niagara Falls, und dem Royal Ontario Museum, Toronto, glänzen. Zum Beispiel eine Vitrine, die Elvis gewidmet ist:

Und dass nicht nur Solokünstler oder Bands eine Leidenschaft für Gitarren haben, sondern auch Tennisspieler, zeigt diese kleine Kollektion aus dem Hard Rock Café:

Im Royal Ontario Museum (Toronto) garnierten Leihgaben von Kirk Hammett (Metallica) eine Wand:

Passend zu dem gruseligen Thema, um die sich die Ausstellung gedreht hat, sind auch die Instrumente besonders schön gestaltet – Ouija, Nosferatu und Dracula zieren die einzelnen Resonanzkörper:

Schade, dass ich kein einziges Instrument beherrsche.

Projekt ABC – F wie Flaschen & Flakons

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü). Für das F steht diesmal meine Kollektion von Flaschen und Flakons.

Die folgenden Aufnahmen zeigen zwei Schätzchen, die im Licht der Nachmittagssonne besonders schön zur Geltung kommen.

Ein inzwischen leerer Flakon von Lalique – René Jules Lalique (1860-1945) war ein Schmuck- und Glaskünstler des Art Déco und des Art Nouveau (eine Ausprägung des Jugendstils):

Und eine Sonderedition eines meiner früheren Lieblingsparfüms, die einem Eisblock nachempfunden ist:

Und da ich jetzt zu den Flaschen komme, kann ich auch gleich einen Tick von mir verraten. Wenn ich eine leere Flasche übrig habe, die mir so gut gefällt, dass ich sie nicht wegwerfen möchte, befülle ich sie neu – in diesem Fall dient eine leere Duschgelflasche dazu, jedes x-beliebige Duschgel hineinzufüllen. Auf diesem Bild kann man sehen, was passiert, wenn man ein anderes Produkt als das vorige von oben nachfüllt:

In dieser Flasche aus einem luxemburger Hotel war ursprünglich eine Körperlotion – nun bewahre ich darin ein Gesichtswasser auf:

Und zum Schluss ein Ensemble von leeren Flaschen – das einfallende Licht wirft bunte Schatten in verschiedenen Farbtönen:

Das war’s nun auch schon wieder mit meiner Flaschen- und Flakonsammlung. Mal sehen, was das G so bringt.

Projekt ABC – E wie Erleuchtung

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü), und so steht mein E diesmal unter dem Motto „Alles ist erleuchtet“.

Alles ist erleuchtet, besser gesagt war – und zwar alle zwei Jahre, denn da fand bisher immer in den geraden Jahren die Luminale statt: Das Kunstprogramm, das die Ausstellung „Light and Building“ in Frankfurt am Main begleitet und sich mit den Jahren vom Nebenschauplatz zum eigentlichen Highlight entwickelt hat. So war es für mich jedenfalls in den Jahren 2012, 2014 und 2016.

2018 habe ich kein Verlangen nach einem Besuch dieser riesigen Veranstaltung verspürt, und 2020 ist sie wegen Corona ausgefallen. Nun kommen Fotos zu Ehren, die ich 2016 geschossen habe:

Das Kunstprojekt „Eclairez-vous“ (erleuchtet euch):

Die Eistüte war kein Beitrag zur Luminale, sondern ist die Leuchtreklame einer Eisdiele in der Innenstadt.

Und wenn wir schon bei Kunst sind…

The letter E – ein Siebdruck, der bei mir im Treppenhaus hängt (in den 90er Jahren während meines Irlandurlaubs vom Künstler in Killarney persönlich erworben):

… und dazu dudeln darf das Album „Elegantly Wasted“

Projekt ABC – D wie Distillery District

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü). Für das D habe ich meinen Fundus durchsucht und bei meinen Urlaubsfotos hängengeblieben.

Bei der letzten ABC-Fotoaktion ist beim C die Wahl auf ein Bild von der Isle of Skye (Schottland) gefallen – diesmal steht das D für den Distillery District in Toronto (Kanada). Die Fässer zeigen es – hier war um die Mitte des 19. Jahrhunderts die größte Destillerie der Welt.

Seit 1990 jedoch nicht mehr – da wurde das Unternehmen geschlossen, aber bereits Anfang dieses Jahrtausends stadtplanerisch wiederbelebt: in Form eines Ausgehviertels mit Pubs, Bars, Galerien und Geschäften – und jeder Menge Remmidemmi. Vor allem nachmittags zieht das Areal die Besucher in Scharen an. Davon konnte ich mich an meinem letzten Tag überzeugen, als ich mir in den Kopf gesetzt hatte, unbedingt dort mein Abschiedsbierchen zu trinken.

Diese Bilder habe ich jedoch bereits an meinem ersten Tag in Toronto geschossen, entstanden, und zwar morgens kurz nach 10 Uhr – da war noch alles ruhig, was mir sehr gelegen kam, denn da brachte das warme Morgenlicht die Fassaden aus rotem Backstein erst so richtig schön zur Geltung.

Dafür wirkt die Lampenparade, als hätte ich sie in der Dämmerung (was auch ein D wäre) aufgenommen.

Aber man kann ja nicht alles haben.

Projekt ABC – C wie Chill-Out-Zone in Cairo

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Heute ist das C an der Reihe – mit Motiven aus meinem Fundus, nur wenige Meter voneinander entfernt: in bzw. bei der Jugendherberge in Würzburg, in der ich für ein Nähwochenende im Herbst 2018 übernachtet habe.

Und Chillen kann ich jetzt auch wieder, nachdem es meiner Mutter wieder deutlich besser geht und sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Dar war die beste Botschaft seit langem, mit der ich in dieses Wochenende aufbrechen durfte.

Übrigens war das mein letztes Nähwochenende dieser Art. Viel genäht habe ich seitdem nicht mehr. Das C ist hierbei in beiden Beschriftungen enthalten: 1) Sit in ’n chill out – 2) Cairo (das wäre auch ein Ziel für meine selbstzusammenstellte „Weltreise“ gewesen).