ABC Photography : P wie Plattfuß

 

 

Der Buchstabe in der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, ist das

P wie Plattfuß

und hat nichts mit mit der gleichnamigen Filmreihe *) mit Bud Spencer zu tun, sondern mit einem „Geschenk“, das mir mein Auto am 1. April 2019 bescherte. Einen platten Reifen würde ich wohl kaum als Aprilscherz bezeichnen…

und erst recht nicht als den Wink vom Universum, endlich mal das Hinterteil vom Sofa hochzubekommen und mehr zu laufen. Ich glaube, während der Tage, in denen mein Auto in der Werkstatt stand, war ich noch nie so viel zu Fuß unterwegs wie im ganzen Jahr davor.

Das brachte mich auf die Idee, endlich das seit vier Jahren im Schuppen vor sich hin staubende Fahrrad ans Licht zu zerren, die Reifen aufzupumpen und die klemmende Gangschaltung überholen zu lassen. Jetzt ist es in der Werkstatt, und ich warte darauf, dass es bald fertig ist, damit ich dieses Jahr ganz viele Radtouren unternehmen kann.

A propos Werkstatt: wäre das nicht ein geeigneter Kandidat für den Buchstaben W? Ich könnte allerdings auch ein Foto von meiner neuen Windschutzscheibe hochladen – denn die gab es für 150 Euro gleich noch mit dazu. Und da sage noch einer, Urlaub zu Hause wäre günstiger, als zu verreisen.


*) Sie nannten ihn Plattfuß, Plattfuß am Nil, Plattfuß in Afrika und Plattfuß räumt auf.

 

 

 

 

 

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ABC Photography : O wie Offenbach

 

 

O wie schön ist Offenbach mit seinen Hausfassaden und Parks. Die letzte Urlaubswoche habe ich genutzt, um Ansichten meiner Stadt in Wort und Bild festzuhalten. War ja auch schönes Wetter. Herausgekommen ist der neueste Beitrag zum „neuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, denn jetzt ist das O dran:

O wie Offenbach

Da, wo jetzt noch die Buchstaben auf den „Offenbach Hills“ thronen, wird bald etwas neues gebaut. Ich habe mich bei meiner Fototour auf zwei Rädern auf historische Fassaden konzentriert, die teilweise noch dem Jugendstil zugeordnet werden, wie zum Beispiel

das sogenannte Pfauenhaus

Es ist nicht schwer zu erraten, warum man es so genannt hat – eine der wenigen guterhaltenen Jugendstilfassaden in Offenbach, wenn nicht sogar die schönste. Die nächsten Aufnahmen zeigen den ehemaligen Schlachthof, der zu einem Hotel umgebaut worden ist, allerdings kein Jugendstil:

Klinkerbauten aus der Gründerzeit …

mit Sternzeichen an der Balkonunterseite

 

Historische Badegelegenheiten

Die Ruine des Metzlerschen Badetempels wurde vor dem Verfall gerettet und komplett restauriert. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn der Investor hat noch einen Neubau hinzugefügt, der gar nicht mal so übel aussieht, aber den ich nicht aufs Bild bekommen habe. Dagegen wurde ein anderer, neuzeitlicher Badetempel komplett entkernt und an die denkmalgeschützte Schwimmhalle ein Hotel gebaut

– wo früher viele Offenbacher planschten, können jetzt Hotelgäste ihre Cocktails schlürfen und den Blick in den Büsingpark genießen:

weitere Parkimpressionen

Der Dreieichpark mit einem Pavillon, in dem im Sommer Platzkonzerte aufgeführt werden, während man dabei auf dem Rasen picknicken kann:

Die Betonbauten sind bereits 140 Jahre alt und waren ein Hingucker bei der Hessischen Landesgewerbeausstellung von 1879. Wie man sieht, liegen Offenbach und Frankfurt mitten auf dem Weg. A propos Beton: Da im 2. Weltkrieg ein großer Teil der Offenbacher Innenstadt zerstört wurde, ist die Innenstadt seitdem eine Sinfonie in Beton.

 

Offenbach in Beton, äh, in Zahlen

Okay, dieser Pegelstandsanzeiger ist für den Brutalismus nicht repräsentativ, aber er zeigt, wie hoch der Main bei Hochwasser gestanden hat

Im Jahr 1682 zum Beispiel, da war der Pegel so hoch wie ich groß bin, nämlich 168 Zentimeter. Den Fluss sieht man auf diesem Bild, aufgenommen vom Maindamm, eine Art Deich, der mit eisernen Toren verschlossen werden kann, sobald Hochwasser droht.

 

Das architektonische „Highlight“, auf dessen Dach sich dieses meteorologische Objekt befindet, habe ich Euch erspart – aber das Anemometer liefert einen ersten Hinweis auf die nächste Offenbacher Attraktion…

den Wetterpark

wegen des Deutschen Wetterdienstes, der in meiner Heimatstadt seinen Sitz hat.

 

 

Das könnte theoretisch das letzte Bild von dieser Exkursion sein, aber eines hätte ich dann doch noch:

 

Eine wunderschöne Glasfront, der ich bald einen gesonderten Beitrag widmen werde  – und damit beende ich meinen Ausflug und wünsche allen einen schönen Sonntag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABC Photography : N wie Nachwuchs …

 

und zwar bei den Nilgänsen: In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, gibt es ein Doppel-N, nämlich

 

N wie Nachwuchs bei den Nilgänsen

 

 

Papa und Mama verteidigen ihre Kleinen allem und jedem gegenüber, und dabei haben sie gut zu tun, denn bei dem schönen Wetter sind viele Spaziergänger unterwegs, und dann gibt es da noch drei Kanadagänse, die sich gefährlich nahe an die kleine sechsköpfige Familie heranwagen.

 

 

Eine Spaziergängerin, die häufig zum Füttern vorbeikommt, kennt ihre Gewohnheiten ganz genau, und sie hat mir verraten, dass die Tiere gerne Gras fressen und sie ihnen deshalb immer etwas Grünfutter mitbringt, weil es rund um den Weiher zu wenig davon gibt.

 

 

Mal sehen, wieviel ich den Gänsen das nächste Mal vorbeibringen kann, wenn ich unseren Rasen gemäht habe.

ABC Photography : M wie Mittagessen

 

 

Die heutige Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, dreht sich um das M, und da ist es ein Zufall, dass ich ganz aktuelle Fotos habe, und zwar von meinem „Social Day“, für den ich von meinem Arbeitgeber freigestellt worden bin:

 

M wie Mittagessen

Pro Jahr dürfen wir an maximal drei „Social Days“ teilnehmen, ob es sich nun um das Aushelfen bei der Frankfurter Tafel, um Begleitung von Senioren zum Weihnachtsgottesdienst oder zur Unterstützung eines gemeinnützigen Vereins in Wiesbaden handelt. Ich habe mich für die letztgenannte Einrichtung entschieden.

Dort haben drei meiner Kollegen und ich bei der Zubereitung des Mittagessens für Kinder und Jugendliche geholfen, für die nicht nur von diesem Verein eine warme Gratismahlzeit aus frischen Zutaten gekocht wird, sondern die dort mittags für zwei Stunden eine Anlaufstelle haben, wo sie zur Ruhe kommen und Freunde treffen können.

Während meine Kollegen damit beschäftigt waren, aus Laugengebäck, Suçuk, Thunfisch, Gemüse und Käse dreierlei Laugenpizzen zu zaubern, kümmerte sich die Leiterin zusammen mit mir um den Nachtisch: Bananen-Tiramisu.

 

 

Als wir dann alles fertig hatten, ging es quer durch Wiesbaden zu der Gemeinde, in der die Kids sich zum Essen und Quatschen treffen. Zu Beginn um 12:30 Uhr sprachen wir ein Tischgebet, dann kamen nach und nach immer mehr Jugendliche und verteilten sich an den Tischen. Wir vier fleißigen Helferlein setzten uns, nachdem wir die Portionen verteilt hatten, mit dazu und hatten einige sehr interessante Gespräche. Ungefähr sechzig Jugendliche kamen an diesem Tag, und bereits um 14 Uhr war alles leer gefuttert, was für diejenigen, die danach auf der Bildfläche erschienen, nicht so angenehm war.

Wir räumten dann alles auf und richteten den Saal für den nächsten Tag her, denn das Angebot gilt von Montag bis Freitag. Mir hat mein „Social Day“ dort sehr gut gefallen, und ich würde mich beim nächsten Mal wieder freiwillig melden, auch wenn ich für den Rückweg mehr als eineinhalb Stunden gebraucht habe.

 

ABC Photography : L wie Luminale

 

Die heutige Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, beschäftigt sich erneut mit Lichtkunst, denn jemand hat mir beim Buchstaben I den Tip gegeben, dass ich beim L nochmals auf die Luminale eingehen könnte – darum also nun

 

L wie Luminale

Die Luminale findet in jedem geraden Jahr gleichzeitig mit der Fachmesse „Light & Building“ statt und ist inzwischen so groß, dass ich keinen Überblick mehr habe, was sich anzuschauen lohnt und was nicht. 2018 hatte ich keine Lust, dort hinzugehen, nachdem ich in den vergangenen Jahren immer mit meinem Mann zusammen dort fleißig fotografiert habe. Mit dem Motorrad durch das nächtliche Frankfurt fahren und die schönsten Momente genießen und dann mit der Kamera einfangen; das wird es in dieser Form nicht mehr für mich geben, aber 2020 vielleicht auf eine andere Weise.

Dafür aber präsentiere ich jetzt einen Querschnitt meiner besten Aufnahmen von 2012, 2014 und 2016, die ich mit unterschiedlichen Kameras gemacht habe und von denen ich eine letztes Jahr auf der Fahrt nach Dänemark verloren habe.

2012

2012 war ich zum ersten Mal auf der Luminale und habe vorwiegend in Offenbach fotografiert; mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera habe ich dabei mit Langzeitbelichtung ohne Stativ und Blitzlicht *) experimentiert. Die Bilder sind im Offenbacher Hafengebiet entstanden, damals noch unbebaut – heute ein neuer Stadtteil:

 

 

In einem denkmalgeschützten Ensemble von Fabrikhallen gab es etliche Installationen zu sehen, von denen ich nicht nur die Discokugel, sondern auch das bunt beleuchtete Pferdeskelett am faszinierendsten fand:

 

Den Verwischungseffekt bei den vorbeiflanierenden Besuchern hatte ich beabsichtigt. Und wenn ich schon bei länger aus der Hand belichteten Bildern bin, die nicht verwackelt sind, so lege ich noch zwei Aufnahmen aus Frankfurt nach:

 

2014

Und wieder war ich im Hafengebiet von Offenbach unterwegs, diesmal im Kulturzentrum „Hafen 2“ mit deutliche weniger Kunstinstallationen als zwei Jahre zuvor. Eine war dieses gemütliche „Wohnzimmer“:

 

 

Mein persönliches Highlight war jedoch wieder die Modenschau von der Hochschule für Gestaltung (HfG) – die unter Schwarzlicht über den Laufsteg schreitenden Models waren Studenten der HfG:

 

 

Die Bilder sind zwar nicht gestochen scharf, aber mir gefallen verwischte Aufnahmen, die für mich Bewegung symbolisieren. Sie haben ihren ganz eigenen, impressionistischen Reiz für mich.

 

 

2016

Die Wissenschaft hat festgestellt… dass die Luminale Museen als Veranstaltungsorte enthält.

 

Okay, dieses Bild hat weder etwas museales noch wissenschaftliches, aber ich fand die Farben so toll. Aber jetzt dafür: Wie schon eingangs erwähnt, mit dem Motorrad durch das nächtliche Frankfurt von Museum zu Museum zu fahren oder an anderen Orten physikalische Experimente zu beobachten, hat definitiv etwas.

 

 

Beim letzten Bild schließt sich der Kreis. Es ist nicht nur das einzige, auf dem die Projektion auf die Fassade gut zu erkennen ist, während die Geldprojektionen bei der Deutschen Bank auf meinen Fotos keinen Glanzpunkt der Fotokunst darstellen – bei dem Gebäude auf dem Bild handelt es sich um das einzige Museum, das mit einem L anfängt, das Deutsche Ledermuseum.

 

 

Und damit stellt dieses Bild den perfekten Abschluss für meine Fotostrecke zum Buchstaben L dar.       

 

                            


*) Langzeitbelichtung, technische Details zum Abschluss:

Bilder 1 bis 4: 1/80 sek., 1/25 sek., ½ sek., 1/1000 sek. / Discokugel nachts: 1/50 sek. / Lichtpferd: 2 sek. / eiförmige Skulptur: 1/15 sek., 1/50 sek. / Drei Lampen: ½ sek. / Modenschau, Lady in red: ½ sek. / Übrige Models: ½ sek., 1/3 sek., 1/8 sek / schwingendes Seil: ½ sek., 1/30 sek., 1/60 sek.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABC Photography : K wie Kalender

 

Die heutige Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, ist dem Beschäftigen mit der Zeit gewidmet, denn das Motto lautet

K wie Kalender

Jedes Jahr kommt bei mir einiges an Kalendern zusammen, denn für mich sind sie häufig mehr ein dekorativer Wandschmuck denn ein nützliches Medium, Termine zu notieren. Dabei variiert mein Geschmack von Zeit zu Zeit. Diesen Monat schmückt die Wand meines Schlafzimmers ein Portrait von Elizabeth Taylor in edlem Schwarz-Weiß, während ich den für mein Wohnzimmer bestimmten Bastelkalender mit Landschaftsaufnahmen gefüllt habe.

 

 

Oft kommt es jedoch immer noch vor, dass ich einem schön gestalteten Kalender nicht widerstehen kann, auch wenn ich ihn streng genommen gar nicht brauche. Viele Kalender hingen auch einfach nur so herum und wurden von mir gar nicht weitergeblättert, nachdem die ersten Wochen des Jahres vergangen waren.

 

Aber wegwerfen kann ich sie dann auch nicht, dazu sind sie mir zu lieb und zu teuer (vor allem letzteres *hust*).

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Mit diesem Beitrag konnte ich sie noch einmal ins Rampenlicht rücken, in der Hoffnung, dass ich doch noch die zündende Idee dafür bekomme, was man damit alles anstellen kann.

ABC Photography : J wie Jütland

 

In der 10. Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, reise ich noch einmal nach Dänemark, denn mein J heißt

J wie Jütland

oder Jylland. Bei dem Schietwetter, das wie nämlich zur Zeit haben, macht mit das Fotografieren von Jugendstilfassaden keinen Spaß, und mit dem Handy werden Fotos, die ich im Zimmer aufnehme, auch nicht besonders gut – deswegen gibt es auch keine Bilder von einer Flasche Jura aus meiner Whiskysammlung. Gewohnt habe ich in der Stadt Sonderburg, die nicht nur eine schöne Altstadt und ein Schloss direkt am Hafen hat, sondern auch einen Strand mit Strandpromenade.

Gib mir ein J:

Der Strand am Abend:

 

Abends am Hafen:

Damit man mal sieht, dass ich nicht nur abends unterwegs war:

Und ein Harleytreffen ist mir auch vor die Linse gekommen:

 

Es war eine tolle Zeit, in der ich viel Spaß hatte, und immer, wenn das Wetter trübe ist, schaue ich mir diese sonnigen Aufnahmen gerne an.

ABC Photography : I wie Illumination

 

 

In der 9. Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, wird es diesmal schön hell, denn jetzt ist das I dran, und zwar mit

I wie Illumination

Weder die Sammlung mit Schallplatten meiner Lieblingsband, mein Maßband mit der Maßeinheit Inch oder gar alte Röntgenbilder (Innenleben) – sondern Lichterglanz. In allen geraden Jahren steht nämlich Frankfurt ganz im Zeichen der Luminale: Lichtkunst mit Hunderten von Projekten im gesamten Rhein-Main-Gebiet – als Begleitprogramm zur Messe „Light and Building“. Dreimal war ich bereits mit der Kamera dabei auf Streifzug: 2012, 2014 und 2016. Mit dieser kleinen Auswahl konzentriere ich mich auf alles, was beleuchtet worden ist und anderes illuminiert.

 

Wenn nachts die Stadt von Lichtquellen erhellt wird, erhält man faszinierende Ausblicke von oben:

 

Ein Kunstwerk am Frankfurter Hauptbahnhof und sein Innenleben:

 

Impressionen einer Modenschau, bei denen kleine Lichtquellen die Kleidungsstücke zum Leuchten bringen oder ihre Farben erst durch Schwarzlicht so richtig hervorstechen:

 

Detailaufnahmen von Mode und Kunst:

 

Über die letzte Installation habe ich hier schon einmal geschrieben:

 

Schön anzusehen ist auch die Installation „Überlebenslicht“ auf dem Weiher in der Parkanlage gegenüber dem orange angestrahlten Messeturm: ein Rettungsring inmitten unzähliger kleiner Lichter; Seenotrettungsleuchten, die stellvertretend für all jene Flüchtlinge stehen, die mit teils hochseeuntauglichen Booten übers Mittelmeer übersetzen – „nicht alle kommen an“, um die Worte aus dem Begleitheft zu zitieren.

 

Manches bleibt doch länger im Gedächtnis, als einem bewusst ist. Mal sehen, welche I’s ab heute noch bewundert werden können – und welches Motiv ich mit dem J verewigen werde.

ABC Photography : H wie Himmelblau

 

Mit teilweise ganz neuen Fotos geht es heute bei mir in die heutige Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, ist der Frühling eingezogen, denn das ist seine Farbe:

H wie Himmelblau

Astronomisch ist noch kein Frühling, aber das Wetter macht sowieso, was es will. Bei knackigen 12°C bin ich am Sonntag, den 17. Februar spazieren gegangen und habe drauflos fotografiert. Hätte man mir zu diesem Zeitpunkt gesagt, dass bald die Freibadsaison eröffnet wird, hätte ich es unwidersprochen geglaubt. Zum Baden war es mir zwar noch etwas zu frisch, aber dafür war es in der Sonne herrlich warm, und die Masse an blau-violetten Krokussen im Park war einfach überwältigend.

 

 

Das blaue Schaf in der Nachbarschaft war ein lustiger Zufall. Das liebe ich an spontanen Streifzügen – es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken:

 

Wie blau der Himmel letzten Sonntag war, zeigt dieser Kontrast zur grünen Hauswand, die eine ideale Projektionsfläche für die Schatten der noch kahlen Bäume abgibt:

 

Am Strand war ich zwar nicht, aber das Foto am Ostseestrand von Noer mit dem blauen Himmel darüber passt sehr gut in meine himmelblaue Bildersammlung:

 

 

Und als Bonus-H hätte ich noch einen Hummer als Motiv anzubieten:

 

Der ist zwar nicht blau, sondern rot. Aber immerhin ein H. Mal sehen, auf welche Ideen die anderen Teilnehmer gekommen sind.

ABC-Photography : G wie Geschichte

 

In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, mache ich einen Ausflug in die Geschichte, denn das Motto lautet

 

G wie Geschichte

Schon seit Jahren steht auf dem Wohnzimmerschrank eine Zigarrenkiste, in der sich Familienfotos meines verstorbenen Mannes befinden. Da sich darin auch alte Postkarten, Negative und Bilder von mir unbekannten Personen befinden, habe ich an Weihnachten mit seinen Geschwistern ausgemacht, dass wir uns die Fotos zusammen ansehen würden und ich dann die gewünschten Aufnahmen für sie digitalisieren lassen würde. Mit Passfotos und Bildern aus den Sechziger Jahren ist es relativ einfach, sie einzuscannen und auf DVD zu brennen. Aber was tun mit Fotos, die 1898 in einem belgischen Fotostudio angefertigt wurden? Auf Glasplatten aufgenommen, auf stabilen Karton aufgebracht und mit einem Goldrand versehen… wie soll man solche Kunstwerke einscannen, ohne dass die Qualität leidet? Et Voilà – meine Galerie:

Gruppenfoto mit gewagter Pose: Neckisch zeigt die Dame links außen ihren Fuß.

 

 

Grande Dame & Gentleman:

 

 

Andere Zeitdokumente:

 

Selbst die Rückseite der Fotos aus diesem französischen Studio ist optisch ein echtes Highlight der Belle Epoque. Und auch wenn ich niemanden auf diesen Aufnahmen kenne, sind sie für mich kostbare Zeitdokumente, denen ich hier einen Ehrenplatz gebe, bevor sie wieder in ihrer Behausung aus Holz zur Ruhe kommen dürfen.