ABC-Photography : Ü wie Überdruckventil

 

Bei diesem Fotoprojekt von wortman wird Woche für Woche das Alphabet fotografisch dargestellt. Als letzten Buchstaben gibt es heute das Ü zu sehen:

 

Ü wie Überdruckventil

 

Man könnte dieses hübsch designte Objekt auch als Wasserhahn bezeichnen. Aber auch Wasser muss ja irgendwann mal abfließen. Da ist dann eine solche Vorrichtung praktisch.

 

September 06

 

Zur Kontrolle habe ich bei Google „Antikes Überdruckventil“ eingegeben und anhand der ausgeworfenen Bildresultate festgestellt, dass ich mit meime Bild gar nicht  so falsch liege. Zum Schluss noch ein besonders Schmankerl, das ich vor ein paar Jahren in Stuttgart auf der Suche nach einem netten Restaurant gefunden habe, als der Hunger gar pressierte:  

 

 

Hier hat dann die Dönerbude als Überdruckventil gedient, um das bohrende Gefühl loszuwerden.

 

 

 

 

 

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ABC Photography : Ö wie Ölfleck

 

In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, komme ich zum zweiten Mal zu den Umlauten (Vokal mit zwei Pünktchen oben drüber):

Ö wie Ölfleck

 

Gefunden habe ich ihn bei den Nilgänsen, als ich den für das N fotografierten Nachwuchs auf dem Weiher beobachtete und sah, wie er sich den Küken bedrohlich näherte.

 

 

Obwohl so ein Fleck durchaus hübsch in der Sonne schillern kann und Reinhard Mey ihn in anderer Gestalt in „Über den Wolken“ besungen hat, so bleibt er doch eine ziemliche Umweltschweinerei.

 

♫ ♪♫

In den Pfützen schwimmt Benzin,

schillernd wie ein Regenbogen.

Wolken spiegeln sich darin,

ich wär gern mitgeflogen

♫ ♪♫

 

ABC Photography : Ä wie Ähren

 

 

In der heutigen Ausgabe desneuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, sind nach dem eigentlich letzten Buchstaben des Alphabets die Umlaute dran. Den ersten davon macht das Ä:

Ä wie Ähren

Meine Fotomodelle habe ich vor Jahren bei einem Campingurlaub in der Nähe von Bad Pyrmont gefunden – Getreideähren, die sich sanft im Wind wiegten…

dazu fällt mir eins meiner Lieblingsgedichte von Wilhelm Busch ein, gewidmet allen Mister Wichtigs dieser Welt

Ein dicker Sack – den Bauer Bolte,
Der ihn zur Mühle tragen wollte,
Um auszuruhn, mal hingestellt
Dicht bei ein reifes Ährenfeld –
Legt sich in würdevolle Falten
Und fängt ’ne Rede an zu halten.


»Ich«, sprach er, »bin der volle Sack.
Ihr Ähren seid nur dünnes Pack.
Ich bin’s, der euch auf dieser Welt
In Einigkeit zusammenhält.


Ich bin’s, der hoch vonnöten ist,
Daß euch das Federvieh nicht frißt;

Ich, dessen hohe Fassungskraft
Euch schließlich in die Mühle schafft.
Verneigt euch tief, denn ich bin der!
Was wäret ihr, wenn ich nicht wär‘?«


Sanft rauschen die Ähren:
»Du wärst ein leerer Schlauch,
Wenn wir nicht wären.«

ABC Photography : Z wie Zoll

 


 

 

Bevor es an die Umlaute Ä, Ö und Ü geht, kommt in der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, der offiziell letzte Buchstabe des Alphabets dran:

Z wie Zoll

Bei meiner Fototour durch Offenbach im April dieses Jahres habe ich bereits dieses Prachtexemplar von einer Fensterfront aus Kirchenfensterglas von außen fotografiert:

 

Sie spiegelt sich in dem Verkehrsspiegel draußen vor dem Gebäude:

 

Das habe ich auch noch von einer anderen Seite geknipst:

 

Und nun zum Inneren: Wo sich einst die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein befand, nämlich in dem denkmalgeschützten Gebäude von 1952, hat heute der Zoll seinen Sitz. Das Foyer ist nur am Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit zugänglich, und nur dann hat man die Gelegenheit, die wunderschöne Glasfassade von Hans Leistikow zu bewundern und im Bild festzuhalten.

 

Die Frankfurter Rundschau hat dieses Gebäude mit der geschwungenen Wendeltreppe und den Galerien auf drei Etagen auch als Kathedrale der Verwaltung bezeichnet.

Hier nochmal als Spiegelung:

 

Und damit hat mit diesen Impressionen nun auch das Z seine bildliche Darstellung gefunden. Seien wir nun also gespannt auf das Ä, das Ö und das Ü.

ABC Photography : Y wie Ysenburg

 

Bei diesem Fotoprojekt von wortman wird Woche für Woche seit dem 6. Januar 2019 das Alphabet fotografisch dargestellt. Diese Woche ist das Y dran. Da ich aber keine Schleichwerbung für Yogurette oder Yardley-Seife betreiben wollte und auch nicht in den Palmengarten nach Frankfurt fahren wollte, um dort Yuccapalmen, Ylang Ylang oder Ysop zu fotografieren, bin ich in unserer Stadt geblieben und habe zu einem Trick gegriffen: der Schreibweise.

Y statt I… Joghurt schreiben ja auch viele als Yoghurt, und Yacht viele als Jacht – deshalb wird in meinem Buchstaben-Yoga aus dem Isenburg’schen Adelsgeschlecht das Adelsgeschlecht von

Ysenburg

Und das ist noch nicht einmal falsch, denn bis 1744 wurde die Grafschaft tatsächlich mit einem Y geschrieben – nachzulesen hier, auf wikipedia. Meine Heimatstadt Offenbach zählte damals neben Birstein, Ronneburg und Büdingen zu den Residenzen von Ober-Isenburg. Unser Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut, weshalb die Schreibweise mit Y hier passt und die Aufgabe erfüllt ist. Und weil so ein Adelsgeschlecht nicht gut ohne würdige Residenz auskommen kann, hat meine Heimatstadt Offenbach sogar ein Schloss – Ladies & Gentlemen, das ist es – unser Schloss, in dekorativem Rot, mit dem es sich malerisch gegen den blauen Nachmittagshimmel abhebt:

 

 

Nach diesem Rot-Overkill richte ich den Blick auf ein paar Details wie z.B. die Fassade:

 

einen Epitaph für die Familie LaRoche

und ein verschnörkeltes Gitter:

 

ABC Photography : X wie Xenon

 

Die Edelgase, auch inerte Gase oder Inertgase bilden eine Gruppe im Periodensystem der Elemente, die sieben Elemente umfasst: Helium, Neon, Argon, Krypton, Radon, Oganesson und Xenon. Daher lautet mein heutiger Beitrag zumneuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert:

X wie Xenon

Xenon sorgt für Beleuchtung im Straßenverkehr. Ob Kunstobjekte ebenfalls von Xenon zum Strahlen gebracht werden – Tatort Luminale 2016 -, weiß ich nicht, aber ich zeige sie hier trotzdem:

 

 

Das ganze gibt es auch in warmen Farben:

 

 

Vorstellbar wäre es. Moderne Scheinwerfer werden ja auch mit Hilfe von Xenon zum Leuchten gebracht.

ABC Photography : W wie Whiskywanderung

 

Das Projekt ABC“ von wortman neigt sich langsam dem Ende zu – nur noch sieben Beiträge, der Countdown läuft. Eine Warnung vorab: Mein Beitrag zum Buchstaben W soll weder Schleichwerbung sein noch zum maßlosen Alkoholkonsum aufrufen – auch wenn es darin um Whisky geht, nämlich

W wie Whiskywanderung

Eine Whiskywanderung ist eine Wanderung durch eine reizvolle Landschaft, bei der an sechs Haltepunkten Whisky verkostet wird. Böse Zungen behaupten, hier handele es sich um ein als Wanderung getarntes Whiskytasting; aber so oder so hat mir diese Veranstaltung, an der mein Mann und ich vor Jahren teilgenommen haben, so gut gefallen, dass ich gegen eine Wiederholung nichts gehabt hätte. Inzwischen bieten unterschiedliche Veranstalter so eine Tour an, leider nicht in meiner Nähe.

Und weil damals auch niemand von uns auf die Idee gekommen war, bei unserer Wanderung zu fotografieren, gibt es heute von mir nachgestellte Bilder. Und für die Verkostung habe ich mir eine ganze Woche Zeit gelassen. Gut Ding will schließlich Weile haben.

 

Die Wanderung

Wanderungen beginnen meistens an einem Wanderparkplatz oder einer Tafel.

 

 

Unsere Wanderung führte uns durch den Odenwald, und verkostet wurden sechs schottische Whiskys, alles Single Malts, davon auch ein oder zwei in Faßstärke. Welche das waren, weiß ich jetzt auch nicht mehr – deshalb habe ich meine persönliche Kollektion mit meinen Favoriten zusammengestellt.

Die Getränke

 

Aberlour – Speyside (Schottland) – „ich bin klein und gemein“ – Ich bin der „wee dram“, das kleine Schlückchen, das es in sich hat.

 

Faßstärke mit 57,1% – da muss man vorsichtig sein oder man beginnt gleich mit der handelsüblichen Stärke von 40% oder 43%, je nachdem, welche Flasche man erwischt. Das Wasser stammt aus Quellen am Ben Rinnes. Das brachte mich überhaupt erst auf die Idee, einen weiteren Speyside-Whisky in meine Verkostung mit aufzunehmen, deshalb stehen sie auch beieinander, als Beispiel für den Größenvergleich:

 

Benrinnes – Speyside – das Wasser kommt nicht vom Ben Rinnes, und das Malz dafür von Elgin und ist leicht getorft. Damit steigern wir uns nun in den Aromen, denn bei einer Verkostung hat es keinen Sinn mit geschmacklichen Bomben anzufangen, die milderen Whiskys wie diesen keine Chance geben. 26 Jahre alt : 1982, da war die Welt noch in Ordnung.  Allerdings hatte ich da von Whisky noch keine Ahnung. 2009 sah das schon anders aus. Da erblickte dieses Schätzchen mit 57.4% das Licht der Welt und wurde im letzten Jahr meines. Jetzt habe ich die Flasche entkorkt und das Aroma von Rosinen und Holz genossen und mich an der schokoladenbraunen Farbe erfreut. Wenn der Sprit erst mal verflogen ist, schmeckt der Whisky angenehm weich und erinnert mich an meinen Lieblingsrum.

Bushmills, The Steamship Collection – Antrim (Nordirland) – ein eher lieblicher Whiskey, der mir bei einem Whiskytasting im Taunus in einer sehr dekorativen Flasche präsentiert wurde, und mit meiner Vorliebe für schönes Design musste ich den einer genaueren Prüfung unterziehen. Zur Abwechslung mal ein florales, vanilliges Aroma. Die leichtere Variante des folgenden Whiskeys

 

Connemara – County Louth (Republik Irland) – der Rauchige mit der Toffeenote my favourite Irish Whiskey, besonders geeignet, um den Zuckerguss für einen Butterkuchen mit Mandeln zu aromatisieren. Laut Wikipedia bezieht sich der Name des Countys auf den keltischen Gott Lugh. Ich mag an diesem Whisky besonders das sahnige Aroma, das mich an Karamellbonbons erinnert.

 

Caol Ila, Elements of Islay – Islay: Diese schottische Insel ist bekannt für ihre durchweg torfigen Whiskys. Der schmeckt ziemlich torfig, aber nicht ganz so extrem wie die Editionen von Ardbeg oder gar der berühmt-berüchtigte Octomore, bei dem ich das Gefühl hatte, in Gartenerde zu beißen. Die Destillerie hat vor Jahren schon auf Computerbetrieb umgestellt, weshalb der Moderator eines Fernsehbeitrags darüber sich bemüßigt fühlte, den Whisky als seelenloses Massenprodukt zu bezeichnen. Tja, was mach ich nur? Er schmeckt mir halt – und diese Sonderausgabe sowieso, wie der Pegel zeigt. Das Design ist für mich sowieso der Hit – eine Elemententafel mit dem Kürzel für die Destillerie.

 

Highland Park, Valkyrie – Orkney Islands (Schottland). Hier herrschten einst die Wikinger. Daher wundert es mich gar nicht, dass diese Destillerie eine limitierte Valhalla-Collection herausgebracht hat, die den Gottheiten Thor, Loki, Freya und Odin gewidmet ist. Die Odin-Edition habe ich nicht mehr bekommen, aber als die Valkyrie auf den Markt kam, die noch dazu im Vergleich erschwinglich war, habe ich sofort zugegriffen. Der Probeschluck war sehr gehaltvoll. Salz-und-Pfeffer-Noten bei moderaten 45,9% Alkoholgehalt Noch ein Kriterium für mich und gegen Faßstärken wie den zuerst gekosteten Aberlour; wenn dann noch der Flaschen- und Verpackungsdesigner Wikinger ist und seinen Stammbaum bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen kann, ist das ein nur zu passender Kandidat für das W, genauso wie die Übersetzung von Valkyrie: Walküre.

 

 

Am Ende heißt es dann nicht nur „The Angels‘ Share“ sondern „Schlaf wie ein Engel“ – aber wie immer, gilt auch hier das Motto „Don’t drink and drive“. Mein Weg führt dann nur noch am Regal vorbei mit einem Blick auf die Besonderheiten, die heute außen vor bleiben mussten: Bowmore (mit dem Teufels-Dreizack), Balblair (mit Autogramm vom Master Blender) und …

Talisker (von der Isle of Skye).

 

Goodnight Scotland & Ireland.

 

 

ABC Photography : V wie Violett

 

Der neueste Beitrag zum „neuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, dreht sich um das V – beim H hatte ich mich schon einmal für eine Farbe entschieden, und deshalb gibt es heute das V ebenfalls als Farbe, und zwar

V wie Violett

 

Ausgehend von den Veilchen, im Hof meiner Nachbarin

 

 

habe ich unseren Garten durchkämmt und violette Traubenhyazinthen entdeckt.

 

 

Bei einem Glas Wein draußen vor meiner Lieblings-Weinstube andere violette Blumen bewundert.

 

 

Zum Abschluss noch ein Exemplar, das der Baumarkt feilbietet:

 

ABC Photography : U wie Unten

 

Der neueste Beitrag zum „neuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, dreht sich um das U – aber heute verzichte ich auf ein Selbstporträt, sondern entscheide mich für

U wie Unten

Auf der Suche nach Inspiration habe ich meine Mediathek nach älteren Fotos durchsucht und habe tatsächlich welche gefunden, nur haben sie nichts miteinander zu tun.

Das erste Motiv befindet sich zu meinen Füßen, also unten auf dem Boden – und bei manchen befinden sich die Stolpersteine auch unter ihren Füßen, wenn sie achtlos drauftreten:

 

Noch tiefer als unter unseren Füßen, also unter der Erde, befindet sich die U-Bahn – hinunter gelangt man über Treppen:

 

Unten angekommen, hat sich jemand eine moderne Variante von Harry Potter ausgedacht:

 

Und manchmal erhält man dort sogar kryptische Angaben über das Fahrtziel. Wer nicht weiß, wohin die S3 fährt, hat Pech gehabt und muss sich durchfragen:

 

Musikalischen „Underground“ habe ich beim Wave-Gotik-Treffen dargeboten bekommen, von der amerikanischen Band „Unto Ashes“:

 

 

ABC Photography : T wie Theremin

 

Musikalisch ist der neueste Beitrag zum „neuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, denn jetzt heißt es:

T wie Theremin

 

Dieses elektronische Instrument wurde in den 20er Jahren von dem Russen Lew Termen erfunden.

 

Das Instrument wird berührungslos gespielt: Durch seine Körperbewegungen beeinflußt der Spieler ein elektromagnetisches Feld und steuert dadurch Tonhöhe und Lautstärke.

 

Wer ein Hörbeispiel haben möchte, wird am Ende meines Beitrags fündig.

 

 

Ich hatte das Vergnügen, im Museum für Angewandte Kunst ein solches Instrument auszuprobieren. Als Besucher wird man per Schild dazu aufgefordert. Da geht man eigentlich wegen etwas anderem ins Museum und entdeckt das Motiv für den aktuellen Buchstaben durch Zufall. Super. Also habe ich nicht nur das Foto gemacht, sondern mein Glück an dem Instrument versucht.

Einfach ist das nicht. Bei mir kamen nur gruselige Töne dabei heraus und nicht so schöne wie bei Jean-Michel Jarre, in der Festhalle in Frankfurt – und ausgerechnet davon habe ich kein Foto mehr. Dafür aber ein Beispiel gefunden, wie sich das anhört, wenn Profis zu Werke gehen – in diesem Fall Celia Sheen mit der Titelmelodie von „Midsomer Murders“ (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=YTZK9FNgK74), auch bekannt als „Inspector Barnaby“: