Projekt ABC – Q wie Québec

Für das Q beim fotografischen Projekt von wortman bietet sich mal wieder eine Reihe von Urlaubsimpressionen aus dem schönen frankokanadischen Québec an. Dort habe ich am regnerischen Tag der Ankunft bereits den Inuksuk im Park gegenüber unserem Hotel aufgenommen, und auch das folgende Motiv stammt aus derselben Gegend.

Das erste und einzige Bild, das mir im Regen gelungen ist. Und einigen, die hier öfters vorbeischauen, mag es bekannt vorkommen – die Auflösung *) gibt es am Schluss.

Im Gegensatz zu der Mehrheit unserer Gruppe zog es mich abends aber nicht in die pittoreske an das Frankreich der Renaissance erinnernde Altstadt von Québec City…

… sondern in einen moderneren Stadtteil mit besonders dekorativen Straßenlaternen, die von Kunststudenten gestaltet worden sind und alle unterschiedlich sind. Welches Schweinderl nehmen wir denn nun? – Ach egal, ich knips‘ sie einfach alle! Nicht lang schnacken, Kopp in’n Nacken und von unten nach oben einfach drauflos fotografiert…

Das Ergebnis fand ich äußerst stimmungsvoll. Und nun gibt es zum Schluss noch die versprochene Auflösung:

Projekt ABC – P wie Puzzle

„Endlich wieder Zeit zu Puzzeln“ – mit diesem Spruch begrüßte im Frühling die Schirn Besucher auf ihrer Homepage, die sich informieren wollten, wann das Museum seine Pforten wieder öffnen würde. Dass es mit dem 18. April nicht hinkäme und auch nicht mit dem als nächstes anvisierten Termin (9. Mai), habe ich am 16. April erfahren – einen Tag, nachdem ich ein 1000teiliges Puzzle mit einem Motiv von Mordillo innerhalb von vier Tagen fertig gestellt hatte.

Was lange währt, wird endlich gut – deshalb steht das P beim Projekt ABC *) heute im Zeichen der Puzzles, die ich ganz allein, also ohne fremde Hilfe fertig bekommen habe. Ein echtes Langzeitprojekt! Die Freude, wenn endlich absehbar ist, dass wirklich alle Teile da sind und passen, ist jedesmal für mich das Schönste daran. Da müssen sie nicht mal alle an der Wand hängen – bei knappem Platz halte ich das sowieso für utopisch.

Plüschtiere von Steiff – mein Lieblingspuzzle aus der Kindheit. Die süße Menagerie und die großen 48 Teile… dieses Werk hat einen Ehrenplatz in meinem Wohnzimmer.

Düstere Motive sind auch ab und zu ganz hübsch.

Das Bild hängt aber inzwischen nicht mehr an der Wand – dafür kann man mit anderen Motiven ganz viel Spaß haben. Zum Beispiel mit Mordillos knollennasigen Männchen – Der Start – Sortieren tut not…

… dann klappt’s auch mit den Männeken (die ich inzwischen auch wieder auseinandergenommen und in der Schachtel des nächsten Puzzles verpackt habe – bei den vielen Schachteln wird man ja ganz kirre):

Aber die zig Knubbelnasen auf dem Fußballplatz wollte ich nicht im Treppenhaus haben, sondern lieber das nach einem von mir eingereichen Foto angefertigte 34 x 48 cm große Starporträt in 500 Teilen, das mir teilweise echtes Kopfzerbrechen bereitet hat. Kein Wunder, wenn man nicht merkt, dass ein Teil zu Boden gesegelt ist und dort liegt bis zum Schluss. Der Start war übrigens die Hölle – man glaubt es kaum – weil fast die Hälfte der Randstücke dieselbe Farbe hatten – schwarz!

es war zum Haareraufen

Für das dekorative Ergebnis habe ich dreimal so lange gebraucht wie für das Wimmelbild von Mordillo, und inzwischen hat es auch einen Rahmen und hängt im Treppenhaus:

Doch die wahre Herausforderung kam erst noch: Landschaftsfotografie von Mark Gray, bei der ich immer noch nicht weiß, wo das Foto mit dem Titel „Verschmelzung“ entstanden ist. Langer Rede kurzer Sinn: Auch für dieses Puzzle habe ich geschlagene zwei Wochen benötigt und zweimal hintereinander den wahren Alptraum eines echten Puzzlefans erlebt – an der Platte hängenbleiben und das zu bereits einem guten Drittel zusammengesetzte Bild zu Boden reißen, zweimal am selben Tag innerhalb weniger Stunden.

Mit dem Ergebnis, dass ich irgendwann die Schnauze voll und sich obendrein wieder ein einzelnes Teilchen vor mir erfolgreich auf dem Fußboden versteckt hatte… aber ich konnte es dann doch schnell finden und als letztes einsetzen.

Wo auch immer das ist – in 50×70 cm wirkt das bestimmt spektakulär

Auch dieses Bild hat einen Rahmen bekommen – aber kein 08/15-Exemplar aus dem Baumarkt oder Discounter, sondern eigens angefertigt in einer Rahmenwerkstatt. Den Van Gogh mit 1500 Teilen und die kitschige Lady am Teich mit 500 Teilen sowie die Sternenkarte (alle auf Platte aufgeklebt) habe ich in dieser Bildergalerie weggelassen.

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*) Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Projekt ABC – K wie Kuchen

Wenn der Kuchen spricht, schweigen die Krümel – und deshalb habe ich zur Abwechslung mal frei nach dem Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ meinem Backexperiment einen silbernen Zuckerguss verpasst – und so sieht das essbare Kunstwerk im Ganzen aus:

Völlig spacig – Silberpulver für Weihnachtsplätzchen war die geheime Zutat in dem Guss für dieses Experiment.

Viel Zucker musste nicht in den Teig hinein, denn davon hatte der Guss schon jede Menge – mir reichte schon ein Stück davon, um mir die verregneten Nachmittage während meines Aprilurlaubs zu versüßen:

Rührkuchen mit Rosinen, dazu Kaffee – und die Welt ist wieder in Ordnung.

Und deshalb symbolisiert er auch ideal das K, in der fotografischen Aktion von wortman, bei der alle 14 Tage ein Foto den entsprechenden Buchstaben des Alphabets symbolisiert (ohne die Umlage Ä, Ö und Ü).

Übrigens konnte man mit Silber von je her Leute zum Reden bringen (woher kommt wohl der Pflanzenname „Judaspfennig“?), doch ihr Schweigen konnten sich Erpresser so richtig aufwiegen lassen – in Gold.

Das ist nicht mein Stil – aber eine goldene Glasur habe ich dennoch in Reserve; doch was das ist, werdet ihr demnächst erfahren. Fröhliches Raten – Krümel sind’s schon mal nicht.

Projekt ABC – J wie Judaspfennig

Ich habe einen Neophyten im Garten. Eine eingewanderte Pflanze, die sich laut wikipedia im Status „auf dem Weg zur Einbürgerung“ befindet. Anscheinend habe ich dieses vermehrungsfreudige Zierpflänzchen schon länger in dem Teil des Gartens, den ich meistens erst beim Rasenmähen aufsuche.

Vielleicht sollte ich öfters Rasenmähen – dann würde ich bestimmt noch mehr entdecken.

So aber bleibt es vorerst bei dem Judaspfennig (auch einjähriges Silberblatt – Lunaria annua – genannt), das heute den Platz des Buchstabens J im fotografischen ABC von wortman einnimmt.

Bei dieser Aktion symbolisiert alle 14 Tage ein Foto den entsprechenden Buchstaben des Alphabets, ohne die Umlage Ä, Ö und Ü.

Projekt ABC – I wie Inuksuk

Inuk – was? Und warum nicht INXS?

Wer bei Inuksuk an die Inuit (Eskimos) denkt, liegt nahe dran. Laut wikipedia verstehen die Inuit darunter „einen Gegenstand, der anstelle eines Menschen Aufgaben übernehmen kann“.

Diesen Inuksuk, der heute das I beimProjekt ABC“ *) von Wortman symbolisiert, habe ich im August 2019 bei Schietwetter in dem Park gegenüber unseres Hotels in Québec City entdeckt. Kaum zu glauben, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme Hochsommer war und in Ostkanada beinahe Tropenklima geherrscht hat.

Einen Gegenstand, der für meinen Mann und mich Aufgaben übernommen hätte… so einen hätten wir oft gebrauchen können, aber nun weiß ich auch, warum wir in der Schweiz und in Schottland so gerne herumliegende Steine aufeinander getürmt haben.

Eine Tafel zu Füßen des Inuksuk erklärt übrigens, weshalb man ihn dort errichtet hat …

… links auf französisch, das ich nur rudimentär beherrsche – rechts in der Schriftsprache der Inuit, die auf Außenstehende wie mich wie Hieroglyphen wirken.

Im selben Eintrag bei Wikipedia steht übrigens auch, dass ein Inuksuk nicht nur die Flagge des Nunavut-Territoriums ziert, sondern auch den Olympischen Winterspielen von 2010 in Vancouver als Logo gedient hat.

Eine sehr nette Mitreisende, die ich während meiner Busrundreise durch den Osten Kanadas kennenlernen durfte, hatte übrigens für die Medaillenverleihung bei eben jenen Olympischen Spielen Karten gewonnen und durfte sich an der Show erfreuen, bei der u.a. auch die (2012 aufgelöste) Band aufgetreten ist, die ich verehre und die ebenfalls mit einem I anfängt.

Und somit schließt sich der Kreis.

*) Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Projekt ABC – H wie Hunde

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü).

Für das H bin ich gleich im selben Land wie beim G geblieben. Dieser Brunnen war nämlich mein Lieblingsplatz in Toronto. Das Flat-Iron-Building war direkt nebenan, und man konnte sich bei über 30°C an dem kühlen Nass erfrischen…

… und sich diebisch wie ein kleines Kind freuen, wenn man eine Fontäne zuhielt und sich bei einer anderen das Wasser unkontrolliert in alle Richtungen verteilte. Gut, dass da niemand stand und die unvorhergesehene Dusche abbekam. Genossen habe ich auch das Vertrödeln meiner Zeit unter Bäumen, während ich den Straßenmusikern lauschte.

Und zwischen all den Hunden die Katze zu finden…

… war ein Suchspiel, bei dem ich viel Spaß hatte und für das ich mich bei unserer Reiseleiterin bedankt habe. Hier ist sie, die Katze:

Cat Content ist nie verkehrt, aber ein kluger Mann namens Loriot sagte einst: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“

Die Krönung ist jedoch der goldene Knochen auf der Spitze.

An diesem „tierischen“ Ausflug hatte ich jedenfalls meinen Spaß.

Projekt ABC – G wie Gitarren

Wortman und aequitasetveritas teilen in diesem Jahr die Mitmachaktionen im 14tägigen Wechsel unter sich auf: „Momentaufnahmen“ und „Projekt ABC“ – hier symbolisiert ein Foto jeden Buchstaben des Alphabets (ohne Ä, Ö und Ü). Für das G habe ich auf Urlaubsfotos vom Sommer 2019 zurückgegriffen – zum Beispiel dieses Logo (bzw. Leuchtreklame):

Da sind mir nämlich jede Menge musikalische Themen vor die Linse gekommen, und die sind allemal schöner als das, was mir ursprünglich vorgeschwebt hatte (schottische Grabsteine aus der Vergangenheit waren dann selbst auch mir zu morbide) – und deshalb darf hier eine Ansammlung von Gitarren aus dem Hard Rock Café, Niagara Falls, und dem Royal Ontario Museum, Toronto, glänzen. Zum Beispiel eine Vitrine, die Elvis gewidmet ist:

Und dass nicht nur Solokünstler oder Bands eine Leidenschaft für Gitarren haben, sondern auch Tennisspieler, zeigt diese kleine Kollektion aus dem Hard Rock Café:

Im Royal Ontario Museum (Toronto) garnierten Leihgaben von Kirk Hammett (Metallica) eine Wand:

Passend zu dem gruseligen Thema, um die sich die Ausstellung gedreht hat, sind auch die Instrumente besonders schön gestaltet – Ouija, Nosferatu und Dracula zieren die einzelnen Resonanzkörper:

Schade, dass ich kein einziges Instrument beherrsche.