Serienmittwoch # 65 : Lückenfüller

Heute gibt es beim Serienmittwoch von Corly einen Lückentext zum Ausfüllen, und weil ich zu faul bin, schon wieder nach einer neuen Farbe zu suchen, nehme ich für meine Füllung die gleiche wie schon vorgestern beim „Media Monday“ – nämlich in Hummerrot. Liebe Corly, selbstverständlich habe ich Lust auf das Ausfüllen. Hoffentlich fällt mir auch was passendes dazu ein. Nun denn – hier kommt also der    Lückenfüller:

Meine Lieblingsserie ist Game of Thrones und ich mag sie so gern, weil sie mich durch grandiose Lanschaften, interessante Spannungsbögen, unvorhergesehene Wendungen und vor allem dem allerwichtigsten Fantasyelement überhaupt überzeugen: den Drachen.

Ich würde gerne mal Lena Headey in folgender Serie schauspielern sehen: Call the Midwife, denn das wäre sicher mal eine Überraschung, die Darstellerin der Cersei Lennister eine Nonne spielen zu sehen.

Peter Capaldi spielt ja wirklich gut, aber leider wird er in Doctor Who nicht mehr lange zu sehen sein, weil er nach der kommenden Staffel aufhört, was ich sehr schade finde, denn so langsam ist er mir ans Herz gewachsen.

Ich liebe Serien, weil ich bei Filmen oft am Ende das Gefühl habe, dass ich gerne wüsste, wie es weitergeht und es schade finde, dass es schon vorbei ist bzw. die Geschichte noch Potential zum Weitererzählen hat.

Mein Lieblingsthema in Serien ist ja die „gute alte Zeit“ – egal, ob es um reale Orte und Epochen geht wie in „Downton Abbey“, „Poldark“ oder „Call the Midwife“ oder um pure Fantasy wie „Game of Thrones“ – auch wenn mir mein Verstand sagt, dass daran vermutlich gar nichts gut war, weil ich in einem schönen Ambiente und Kostümen schwelgen kann. Und weil sich dort richtig große Dramen abspielen.

Mein Serienfieber hat in der letzten Zeit etwas abgenommen aufgrund der Tatsache, dass es wie bei „Downton Abbey“ keine weitere Staffel mehr gibt oder weil ich, wie z.B. im Fall von „Vikings“ die kommende Staffel noch nicht bekommen konnte.

Meinen goldenen Serienpokal erhält ja „Doctor Who“, auch wenn man mir vielleicht nicht abnimmt, dass ich auch Science-Fiction toll finde, weil es diese Serie um den sich ständig regenerierenden Timelord bereits seit 1963 gibt, es aber immer wieder mit frischen Ideen schafft, auch im 21. Jahrhundert neue Fans hinzuzugewinnen. Zum Beispiel solche wie mich, die zwar erst 2005 den Einstieg fanden, aber seitdem kontinuierlich dabei sind und sich extra deswegen sogar eine Satellitenschüssel zugelegt haben, um die verschiedenen Sender der BBC schauen zu können.

Serien zu gucken ist für mich inzwischen verbunden mit dem Ratespiel, welcher Darsteller in welcher meiner anderen Lieblingsserien noch mitgespielt hat. Die Szene auf folgendem gif stammt aus der Dr.Who-Folge „Kalter Krieg“ und spielt auf einem russischen Atom-U-Boot, und beide Herren sind bekannt aus der Serie „Game of Thrones“:

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Lediglich der Text in diesem gif ist frei erfunden (Quelle: http://www4.pictures.zimbio.com/mp/j80pjCklFSqx.gif).

Abschließend zu diesen Lückenfüller möchte ich zum Serienmittwoch sagen, dass ich beim Serienmittwoch, bei dem ich noch nicht lange dabei bin, gerne mal wieder eine Aufgabe hätte wie die, bei der wir uns eine eigene Geschichte für unsere Serienhelden ausdenken durften.

 

Serienmittwoch #64 : Lieblingsorte

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Vor lauter familiärem Streß habe ich doch glatt Corlys 64. Serienmittwoch verpasst, der sich um unsere Lieblingsorten in Serien dreht. Die Frage lautet:

Welche Serienwelt/en magst du am liebsten und wieso? (Ort, Fantasywelt etc.)“


Die Serien, die ich mir immer wieder gerne ansehe, bestechen durch wunderschöne Landschaften oder durch eine romantisch verklärte Vergangenheit, auch wenn das Leben in der damaligen Zeit bestimmt alles andere als romantisch war – besser gesagt: Ich möchte weder im Mittelalter (Vikings) noch im Londoner Eastend der 60er Jahre (Call the Midwife) leben, und in Gegenden wie Westeros und Essos (Game of Thrones) schon gar nicht. Auch Cornwall zu Beginn des 19. Jahrhunderts (Poldark) ist keine Option für mich.

Dann schon lieber mit Dr. Who und seiner TARDIS durch Raum und Zeit reisen, auch wenn bei diesen Reisen in Vergangenheit und Zukunft allerlei Gefahren auf einen lauern – aber wenn man ein wenig Glück hat, kann die TARDIS einen auch ganz schnell wieder von der Gefahrenzone fortbringen. Jetzt aber genug der Vorrede – hier kommen nun meine …

~~~~~ … Lieblingsorte ~~~~~

Die von mir gesetzten Links führen zu einigen ausgewählten Beispielbildern.


Deep Space NineImmer wenn mein Mann und ich uns eine DS9-DVD eingelegt haben, hatten wir beim Erklinen der Erkennungsmelodie denselben Gedanken: „It’s a sort of homecoming“ – ja, es war ein wie ein gemeinsames Nachhausekommen nach einem anstrengenden Tag. Doch dieses liebgewonnene Ritual musste irgendwann ein schmerzhaftes Ende nehmen, wenn auch erheblich früher als ich mir jemals hätte träumen lassen…

und darum habe ich beschlossen, mir neue Rituale zu erschaffen und neue Welten zu erschließen; weshalb ich mir so schnell wie möglich Staffel 2 und 3 von „Vikings“ geholt habe. Mein Traum ist es, irgendwann einmal nach Skandinavien zu reisen. Obwohl, wenn ich es recht bedenke: In der Nähe von Haithabu (in der Serie Hedeby genannt) war ich ja schon, nur sah es dort wesentlich anders aus. Weniger bergig. Und wenn wir schon mal beim Mittelalter sind, so gefällt mir das Grüne Tal in Westeros bei „Game of Thrones“, weil es mich so sehr an die schottischen Highlands erinnert. Aber tun das nicht die meisten Landschaften von Westeros? Schottische Highlands sind mein absolutes Traumziel – in der Serie „Outlander“ kam ich dabei voll auf meine Kosten.

Wer aufmerksam mitgelesen hat, kann schon den sich abzeichnenden Trend erkennen, denn mein Herz schlägt eindeutig für das nördliche Europa – Skandinavien und die „britischen“ Inseln. Außerdem reise ich beim Lesen und Fernsehen gerne in die Vergangenheit.

Poldark spielt in Cornwall, und hier war ich sogar schon zweimal. Mit einer Gruppe von Fans dieser Serie (der aus den 70er Jahren) habe ich 2000 eine Reihe der Drehorte besichtigt und auch den Hauptdarsteller sowie den Schöpfer der literarischen Vorlage getroffen. Aber auch so und ohne diese Serie gesehen zu haben, ist Cornwall immer eine Reise wert.

Downton Abbey : Das Ambiente und das Zeitkolorit mitsamt der wunderschönen Kostüme haben von Anfang an eine Faszination ausgeübt, der ich mich nur langsam entziehen konnte. Dass nach sechs Staffeln schon Schluss sein würde, hatte ich am Anfang nicht bedacht, konnte ich aber nachvollziehen, weil auch irgendwann die schönste Geschichte auserzählt und aus dem Spiel die Luft raus ist.-

Call the Midwife : „and now for something completely different“ hieß es schon bei Monty Python’s Flying Circus. Und deswegen überspringe ich jetzt einige Jahrzehnte und lande in Poplar, einem der ärmsten Viertel von London, und zwar bei den Nonnen und Hebammen von Nonnatus House. Hier ist es aber zur Abwechslung mal nicht die Landschaft, sondern einfach der Zusammenhalt unter den Frauen und die rührend erzählten Geschichten und Schicksale dort lebenden Bevölkerung, in den meisten Fällen einfache Leute – keine Aristokraten wie in „Downton Abbey“ oder in „Inspector Barnaby“.


Inspector Barnaby und Agatha Raisin

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte auch in einem solchen beschaulichen Örtchen wie Carsley (als Nachbarin von Agatha Raisin) oder Midsomer Sowieso wohnen, auch wenn ich weiß, dass es sämtliche Ortschaften aus „Inspector Barnaby“ in Wirklichkeit gar nicht gibt und dass die Serie an verschiedenen Orten gedreht wurde. Und in Wahrheit möchte ich auch mit der Polizei so wenig wie möglich zu tun haben, weder mit Tom und John Barnaby noch mit Detective Sergeant Robert Lewis und dessen Assistenten DS James Hathaway; letztere haben als Hauptermittler in den freitags auf ZDF Neo laufenden Oxford-Krimis „Lewis“ in Oxford ihr Revier.

Wenn ich ehrlich bin, schaue ich diese Serie mehr oder weniger regelmäßig, aber nicht wegen der unglaublich spannenden Handlung (*räusper *), sondern tatsächlich wegen der Oxforder Kulisse in sonnigem Gelb. Mir gefällt einfach die Architektur dieser Stadt, auch wenn’s regnet. 2008 waren mein Mann und ich für einen Tag schon mal da, und vielleicht fahre ich eines Tages doch noch mal hin.

 

Media Monday #299

 

 

Beim 299. Media Monday auf dem Blog von medienjournal gibt es diesmal einen Gemischtwarenladen von mir, und diesmal fülle ich den von Wulf kreierten Lückentext mit eigenen Worten zur Abwechslung mal wieder in Blau.

 

Media Monday #299

 

1. Wenn es um Eigenproduktionen von Streamingdiensten und dergleichen geht, kann ich nicht mithalten – ich nutze sie nicht. Das einzige Streaming, falls man es so nennen kann, das ich einmal ausprobiert habe, war die App „filmon“, als wegen Schlechtwetter das Sonntagabendprogramm der BBC nicht zu empfangen war und ich dann die Sendung mit Hilfe dieser App auf meinem Laptop sehen konnte.

2. Eine Erkenntnis hat mich noch nie so fasziniert wie die, dass sich bei „Game of Thrones“ offenbar nicht nur ein Haufen Darsteller, die bei „Dr. Who“ und „Torchwood“ mitgespielt haben, ein Stelldichein geben, sondern auch dass mir so manche Szenen ein Déjà-Vu beschert haben. Aktuelles Beispiel aus Staffel 6 – Folge Nr. 53 „Eidbrecher“, in der Jon Snow „wiedererweckt“ wird. Gefragt, ob er sagen kann, was er gesehen hat, nachdem er gestorben ist, gibt er haargenau dieselbe Antwort wie Jack Harkness in „Torchwood“: Da ist absolut gar nichts.

3. Die Meldung, dass es eine zehnte Dr.Who-Staffel mit Peter Capaldi geben würde, hat mich beruhigt, auch wenn ich es schade finde, dass dies seine letzte ist und ich noch nicht weiß, ob es einen Nachfolger geben wird, und wenn ja, wer das sein soll.

4. Am liebsten sind mir ja Komödien, die durch einen schwarzen Humor glänzen, wie zum Beispiel „Monty Python’s Flying Circus“.

5. Den Film „Frühstück bei Tiffany“, den ich mir letzte Woche aus der Bücherei ausgeliehen habe, fand ich richtig ergreifend, schließlich stellt sich Audrey Hepburn im entscheidenden Moment die Frage, die ich mir auch schon so manches Mal gestellt habe.

6. Schade, dass man hierzulande beim Besuch einer Veranstaltung anscheinend so wenig Wert darauf legt, sich so richtig in Schale zu werfen. Zugegeben, die allgegenwärtigen Blue Jeans meine ich nicht – es gibt schließlich unzählige Möglichkeiten des Stylings mit diesem „Allrounder“. Aber gerade am Samstagabend in der Jahrhunderthalle sind mir nur wenige Besucher von Nicolai Friedrichs Show aufgefallen, die deutlich schicker als der Rest unterwegs waren. Okay, eigentlich kann’s mir ja wurst sein, ob die Mehrheit so aussieht, als hätte sie auf dem Heimweg vom Einkaufen oder Eisessen einen Zwischenstopp eingelegt. Dennoch fragte ich mich, ob es wirklich nötig war, in nicht mehr ganz frisch riechender Kleidung auszugehen.

7. Zuletzt habe ich mit dem Stricken eines Pullovers fürs Frühjahr begonnen und das war zugegebenermaßen etwas befremdlich , weil einerseits das Garn ursprünglich für etwas ganz anderes bestimmt war (demnächst dazu mehr) und weil ich mich andererseits trotz des wirklich simplen Musterverlaufs öfters verzählt habe. Nichts ist ärgerlicher, als mit 114 Maschen auf der Nadel zu beginnen und einen irgendwann mal nur 113, 115 oder 112 Maschen „freundlich“ angrinsen.

Serienmittwoch #63 : Familienleben


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Bei der neuesten Ausgabe des Serienmittwochs auf dem Blog von corly geht es um die Frage: „Welche Serienfamilien mögt ihr am liebsten und welche sind euch am unsympatischsten?“

Ach, du dickes Ei. Da muss ich wirklich scharf nachdenken, weil mir auf Anhieb keine Familie einfällt, bei denen mir alle Mitglieder sympathisch oder unsympathisch sind. Das fängt bei Game of Thrones an, bei denen jede Familie die absoluten K**zbr*****n in ihren Reihen hat, zieht sich durch die von mir unlängst ganz neu entdeckten Gilmore Girls, wo mir die eine Hälfte sofort ans Herz gewachsen ist und sich mir bei der anderen Hälfte der Magen zusammenzieht, und endet bei den Royals, zu denen ich vorerst lieber noch keinen Kommentar abgebe, da die neue Staffel erst am kommenden Montag startet.

~~~~~ Sympathieträger ~~~~~

Game of Thrones:

Und wieder liegen all jene falsch, die denken, dass meine Lieblingsfamilie die Starks sind. Übrig sind von dieser Familie im Moment nur noch Arya und Sansa Stark sowie Jon Snow. Viel interessanter finde ich die Lennisters, wobei meine Sympathie an Tyrion und Jaime geht, während Cersei auf meiner Beliebtheitsskala immer weiter nach unten sinkt. Zur Famile Tyrell sage ich jetzt mal besser nichts, denn es sind nicht mehr viele von ihr übrig. Ein Umstand, der es mir gerade bei Game of Thrones schwierig macht: Kaum hat man sich mit bestimmten Charakteren angefreundet, sterben sie plötzlich weg wie die Fliegen. Das ist nicht schön.

Gilmore Girls:

Seit kurzem hat sixx die Serie „Gilmore Girls“ mit neuen Folgen im Programm, und da ich die alten Folgen nicht kannte, war ich neugierig und wollte wissen, was dran ist an dem Kult um Lorelai Gilmore und ihrer Teenager-Tochter Rory. Ich wusste ja gar nicht, wie herzerwärmend diese Geschichten sind. Eindeutig sympathisch sind für mich natürlich die Alleinerziehende Lorelai mit ihrer liebevollen Beziehung zu ihrer Tochter, der sie wohl eher eine Freundin zu sein scheint als das, was sich die meisten unter einer Mutter vorstellen. Auch das angespannte Verhältnis zu ihren Eltern spielt eine wichtige Rolle, und trotzdem: So unsympathisch ich die versnobten Eltern anfangs fand, mehren sich mit jeder Folge die Anzeichen, dass sie vielleicht dochgar nicht so verkehrt sind.

Vikings:

Von der eindeutig als Sympathieträger angelegten Familie Lodbrok ist mir am Ende der dritten Staffel eigentlich als einzige Lagertha wirklich sympathisch.


~~~~~ Und wen ich ganz schrecklich finde ~~~~~

Game of Thrones:

Die Familien Martell und Bolton. Besonders heraus ragen aus diesem Ensemble die beiden „Sonnenscheinchen“ Roose Bolton und sein sadistischer Sohn Ramsay.

Mehr Familien wollen mir zu diesem Thema partout nicht einfallen, was vielleicht daran liegt, dass bei allen anderen Serien, die ich regelmäßig schaue, keine kompletten Familien im Mittelpunkt stehen oder mir keine aufgefallen sind. Und Fotos habe ich heute auch keine für euch.

Serienmittwoch #62 : Kindheitshelden aus Serien


 

Beim 62. Serienmittwoch von corly gibt es wieder ein Thema, das mir so richtig gut gefällt:

Serienmittwoch #62 –

Wer oder was waren eure liebsten Kinderhelden aus Serien und wieso waren es gerade diese?

Mal überlegen: Welche Serien habe ich als Kind immer wieder gerne gesehen? Da gab es so einige Helden aus Serien und sogar aus kurzen Clips zwischen einzelnen Werbebeiträgen im Vorabendprogramm der ARD, die mir auf Anhieb einfallen, und das sind so einige in jeder der drei Kategorien „Realfilm“, „Animation“ und „Puppentrick“.

~ Realfilm ~

In dieser Kategorie lasse ich bewusst nicht die Pippi-Langstrumpf- oder Michel-aus-Lönneberga-Filme auftauchen, denn es geht um Fernsehserien, wenn ich die Frage richtig verstanden habe. Statt dessen habe ich vier Kandidaten, von denen drei in England spielen und eine in den USA:

Margreth Thursday, das Mädchen das an einem Donnerstag gefunden wurde: Die Geschichte von dem an einem Donnerstag auf der Türschwelle einer Kirche gefundenen Mädchen Margreth, ihrer Flucht aus dem Waisenhaus und dem Happy-End, konnte ich mir wieder und wieder ansehen; so herzerwärmend fand ich die tapfere Kleine, die sich auf die Suche nach ihren Eltern macht und ihre wahre Bestimmung als Schauspielerin findet. So mutig wäre ich auch gerne gewesen, das in der Serie dargestellte Leben eines Flußschiffers fand ich für kurze Zeit äußerst faszinierend, und dank des etwas sperrigen Titels konnte ich später im Englischunterricht den Dienstag (Tuesday) vom Donnerstag (Thursday) unterscheiden. Da sage noch einer, Fernsehen bilde nicht.

Black Beauty: Noch ein Klassiker aus England, an dem mich aber nicht das wunderschöne schwarze Pferd, sondern die Geschichten von Dr. Gordon und seinen Kindern Vicky und Kevin, die das im Wald gefundene Tier gesundpflegen. Schon allein die Musik ließ mein Herz höher schlagen, und schon allein deswegen konnte die Konkurrenz aus Amerika namens Fury nicht mithalten. Den hat meine Schwester dafür umso lieber gesehen als ich. Aber ich will ja nicht päpstlicher sein als der Papst und gestehe, dass ich auch einige Folgen davon gesehen habe und sie ganz okay fand.

Aber wenn wir schon mal über den „großen Teich“ schweifen, muss ich unbedingt Lassie erwähnen, und zwar die Serie aus den Siebzigern, die in den Rocky Mountains spielt (oder zumindest in deren Nähe), obwohl ich den Film mit Elizabeth Taylor aus dem Jahr 1943 viel gelungener finde und der in Schottland spielt. Wahrscheinlich sind die zu Herzen gehenden Geschichten um die Colliehündin Lassie universell variabel, sonst hätte es nicht so viele Spielfilme und Serien um sie gegeben.

Der letzte Kandiat aus England ist Catweazle. Der Zauberer, der auf seiner Flucht vor den Normannen durch die Zeit ins 20. Jahrhundert geschleudert wird und versucht, in seine Zeit zurückzukehren, bekam gleich zwei Staffeln gewidmet: In der zweiten Staffel sammelt er sämtliche Zeichen des Tierkreises und versucht, das dreizehnte Zeichen zu finden, um fliegen zu können. Und genau diese Jagd nach dem 13. Zeichen war es, die ich noch spannender fand als die erste Staffel, in der er allerlei kuriose Abenteuer im Zusammenhang mit moderner Technik erlebt.

~ Animation ~

Gern gesehen habe ich als Kind immer die französische Serie „Es war einmal… der Mensch“, in der die Geschichte der Menschheit erzählt wird, angefangen von der Steinzeit bis hinein in die moderne. Auch hier habe ich noch immer das von Udo Jürgens gesungene Lied „Tausend Jahre sind ein Tag“ im Ohr und die beiden Unsympathen „Klotz“ mit der langen Nase und „das Ekel“ mit den roten Haaren im Gedächtnis.

A propos „rotes Haar“: Kennt noch jemand den Kobold mit dem roten Haar? Ja, genau „Meister Eder und sein Pumuckl“. Oft hatte ich Mitleid mit dem gemütlichen Meister Eder, als Kind für mich der Bajuware schlechthin. PS: in Müchen gibt es sogar einen Pumucklbrunnen.

Von Bayern in die Schweiz: Heidi war die einzige japanische Zeichentrickserie, bei der ich von Anfang bis Ende dabeigeblieben bin. Was aber nicht daran lag, dass ich die Art der Darstellung so toll gefunden hätte, sonder an der Geschichte selbst. Unvergessen für mich: Heidis Ausflug auf den höchsten Turm Frankfurts, in der Hoffnung, von dort aus die Berge der Heimat zu sehen und das Sammeln der Frühstücksbrötchen für die Großmutter.

Serienhelden nicht im eigentlichen Sinn (also Helden in echten Fernsehserien), sondern Helden von kurzen Spots oder Clips: Das cholerische Männchen von „La Linea“ aus der Feder des italienischen Cartoonisten Osvaldo Cavandoli und die schwäbischen Urgesteine „Pferdle und Äffle“ – die Clips liefen meistens im Werbeblock des Vorabendprogramms der ARD. Pferdle und Äffle regelmäßig, dank ihnen wurden mir Ausdrücke aus dem Schwäbischen geläufig, und so konnte ich meine schwäbischen Verwandten besser verstehen.

Auch immer wieder gerne habe ich mir das Sandmännchen dann angesehen, wenn es neue Geschichten mit den Schweinchen Piggeldy und Frederick gab – die endeten jedesmal mit dem Satz „Und Piggeldy ging mit Frederick nach Hause“. Und der letzte „tierische“ Held meiner Kindheit war der blaue Elefant aus der Sendung mit der Maus. Den habe ich sogar als Plüschtier gern.

~ Puppentrick ~

Noch ein Sandmännchen-Duo, das ich immer gerne geschaut habe: Der kleine Seeräuber und der dicke Kapitän. Auf „TV-Nostalgie“  ist man der Meinung, dass die Geschichten der beiden auch von der Augsburger Puppenkiste stammen könnten; ja, es ist schon toll, was man mit Plastikfolie alles anstellen kann. Das hat so seinen ganz eigenen Charme.

Aus der Augsburger Puppenkiste sind mir nur die Geschichten vom Urmel aus dem Eis und Jim Knopf und die Wilde 13 im Gedächtnis geblieben; mit den tierischen Helden wie Madame Wutz, dem singenden Seelöwen, dem Wawa mit seiner „Mupfel“ (der kann nicht richtig sprechen), und als nicht-tierischem Helden den Scheinriesen, der in der Ferne riesig aussieht und beim Näherkommen immer kleiner wird. Kein Wunder, der stammt ja auch aus der Feder von Michael Ende.


 

Und damit ist sie auch schon wieder vorbei, meine nostalgische Reise in die Fernsehvergangenheit meiner Kinderzeit. Vielleicht weckt sie ja auch ähnliche Erinnerungen bei den ein oder anderen, die beim „Serienmittwoch“ mitmachen.

Serienmittwoch #61

Es ist wieder Mittwoch, und auf dem Blog von corly gibt es eine neue Ausgabe des Serienmittwochs: Die heutige Frage kommt mal wieder nicht von mir sondern von Tarlucy. Danke für deine Idee.“ Diese lautet:

Unterbrochene Staffeln : Wie findet Ihr es, dass laufende Staffeln manchmal mittendrin unterbrochen werden, um dann später weiter zu gehen?


 

 

Oh ja, jetzt, wo ihr’s sagt, fällt mir die sechste Dr.Who-Staffel von 2011 mit Matt Smith ein, in der es nach sieben Folgen eine mehrmonatige „Sommerpause“ gab. Was sich die BBC dabei gedacht hat, ist mir bis heute ein Rätsel, zumal keiner wusste, wann die achte Folge ausgestrahlt werden würde.

In dieser Hinsicht hielt sich die BBC nämlich sehr bedeckt, und diese Geheimniskrämerei betreibt sie ja nicht nur bei Doctor Who. „Coming soon“ oder „This spring!“ – wann’s losgeht, darüber schweigt man sich aus. er diesen Sender nicht regelmäßig schaut, läuft da nämlich durchaus Gefahr, in die Röhre zu gucken, und dank diesem merkwürdigen Gebaren habe ich schon bei „Call the midwife“ den Beginn der fünften Staffel verpasst.

Die Fortsetzung der unterbrochenen Dr-Who-Staffel haben wir zum Glück von Anfang an mitverfolgen können, aber ehrlich gesagt, war der Zeitraum zwischen Folge sieben und acht für mich so groß, dass ich teilweise gar nicht mehr verstanden habe, worum es in dieser Staffel ging. Alles in allem bin ich am Ende dieses vergurkten Dr-Who-Jahres zu der Erkenntnis gelangt, dass mir diese Staffel bisher am wenigsten gefallen hat, auch wenn einige interessante Folgen dabei waren oder es ein Wiedersehen mit Hugh Bonneville (Lord Crawley aus Downton Abbey) in der Rolle eines Piratenkapitäns gab. Schiff Ahoi!

 

So, das war aber nun alles, was mir zu diesem Thema einfällt. Vielleicht gibt es ja noch mehr Serien, bei denen dieser Unsinn praktiziert wird, aber gesehen habe ich davon keine… allenfalls die Matrix-Trilogie, bei der ich mich vom Schluss des zweiten Films so ziemlich veräppelt gefühlt habe: „Wie es weitergeht, erfahren Sie im dritten Teil, nächstes Jahr“. Aber ich glaube, Kinofilme – besonders, wenn der letzte Teil einer mehrteiligen Filmreihe (Harry Potter, Tribute von Panem oder Der Hobbit) in zwei separate Filme zerlegt wird.

 

 

Media Monday # 296 : Oscar? Oh, geh‘ ford…

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Die 296. Ausgabe des Media Monday ist laut „medienjournal“ der goldene Mittelweg zwischen Oscar- und Rosenmontags-Special, denn wie zu Recht vermutet, kann ich mit dem ganzen Rummel um die Oscar-Verleihung und die Roben auf dem roten Teppich schon lange nichts mehr anfangen. Mit Rosenmontag verhält es sich dafür genau anders herum: Fasching war früher nie die tollste Jahreszeit, aber inzwischen schaue ich mir manche Umzüge doch ganz gerne an. Ja, als der Cortège (Umzug) der Basler Fasnacht am Dienstag nach Fastnacht noch auf 3Sat übertragen wurde, habe ich mich vor den Fernseher gesetzt und dem Narrentreiben zugesehen.

Wahre Fasnachter könnten das als Sakrileg empfinden, aber ganz ehrlich: Wenn ich bei allen Umzügen, die mich interessieren, live dabeisein möchte, bräuchte ich ausreichend Urlaub, mehrere Klone, die ich gleichzeitig in die Fastnachtshochburgen schicken kann und eine Bahncard, um zwischen Köln, Düsseldorf, München, Basel, der Schwäbischen Alb, dem Markgräferland, Venedig und Nizza hin und her pendeln zu können. Nach so viel Privatem, das mit Medien nur entfernt zu tun hat, komme ich nun zu dem Lückentext, den ich mit roter Schrift im Fettdruck fülle:

~~~ Media Monday 296 ~~~

1. Die Oscar-Verleihungen dieses Jahr hat mich überhaupt nicht interessiert, und ich bin auch gar nicht neugierig, welcher Film welchen Oscar bekommen hat.

2. Wohingegen nun am Rosenmontag ich gerne mal einen Blick in die Ausstrahlung der Rosenmontagszüge am Rhein riskiert hätte, aber ausgerechnet heute war zu diesem Zeitpunkt bei uns im Büro zu viel Arbeit .

3. Wenn jemand einen Preis verdient hätte, dann die Masken- und Kostümbildner von Game of Thrones für die Gewandung von Daenerys Targaryen. Dieses Blau… .

4. Vielleicht nicht unbedingt mein liebstes Kostüm, spiegelt das Kleid von Schildmaid Eowyn aus Herr der Ringe doch zumindest eines meiner favorisierten Film- oder Serien-Genres wider, immerhin gibt es in anderen Filmen aus diesem Genre genug andere starke Frauen in interessanteren Kostümen (z.B. siehe Frage 3).

5. Dieser ganze Hype und das Trara um gewisse Filme führen dazu, dass ich mir sie nicht ansehen möchte.

6. Ich persönlich bin ja vollauf damit zufrieden wenn ich dieses Jahr in so viele Austellungen gehen kann, dass sich meine Museumsufercard amortisiert.

7. Zuletzt habe ich mir alle drei DVDs der Drei-Farben-Trilogie von Krzysztof Kiéslowski aus unserer Stadtbücherei ausgeliehen und das war beim letzten Film „Rot“ eine Enttäuschung, weil genau diese DVD nach 50 Minuten den Geist aufgegeben hat, weil sie einen Fehler zu haben scheint.

Media Monday # 295

 


 

 

Zum 295. Mal gibt es auf dem Blog von medienjournal den Media Monday, und ich bin zum neunten Mal dabei. Meine Füllung für den Lückentext gibt es diesmal fettgedruckt in Violett:

Media Monday #295

 

1. Mein Weg zur Arbeit mit Bus und Bahn ist mir schlichtweg zu kurz bzw. mit zu häufigem Umsteigen verbunden, als dass es sich lohnen würde, Spiele wie Minion Rush oder Mah Jongg auf dem Smartphone zu spielen.

2. Meine Vorliebe für „Game of Thrones“ und „Vikings“ teilen im Freundes-/Bekanntenkreis nur die wenigsten, denn sie kennen es einfach nicht. Zwar redet meine Schwester öfters davon, dass sie diese Bildungslücke schließen möchte, aber bisher hat sie mich noch nicht gefragt, ob sie sich die erste Staffel ausleiehen darf.

3. Die fünfte Staffel von „Call the Midwife“ muss ich mir unbedingt beizeiten noch einmal ansehen, immerhin fehlen mir drei Folgen, und die Aufnahme einer weiteren Folge ist wegen eines sonntäglichen Unwetters ziemlich verpixelt.

4. Wenn es ums Binge Watchen geht, ist mir das früher wesentlich leichter gefallen. Mehr als zwei, höchstens drei Folgen am Stück ist bei mir inzwischen einfach nicht drin, und sei die Serie noch so spannend.

5. Manche englischen Fernsehkrimis hatte ich bis vor kurzem überhaupt nicht auf dem Schirm, jetzt allerdings habe ich „Agatha Raisin“ auf zdf neo entdeckt, und die finde ich zum Brüllen komisch und um Längen besser als Inspector Barnaby, so dass der Freitagabend jetzt dafür reserviert ist.

6. Wenn in nicht einmal anderthalb Monaten DVB-T Geschichte sein wird, wird mich das vermutlich gar nicht betreffen, weil wir unser Fernsehprogramm per Satellit empfangen.

7. Zuletzt habe ich mir ein Kleid genäht und das war insofern eine neue Erfahrung für mich, weil ich damit nicht nur in kürzester Zeit fertig geworden bin, sondern weil es auch noch so geworden ist, wie ich es haben wollte.

Media Monday #294

Heute bin ich ausnahmsweise mal spät dran an einem Montagabend, denn meine Freundin und ich haben ein richtig tolles Tapaslokal kennengelernt. Und ohne viel herumzuschwafeln, geht es jetzt auch schon los mit dem Media Monday 294:


1. Film gewordene Theaterstücke fallen mir auf Anhieb keine ein, aber andersherum hätte ich „The King’s Speech“ als Beispiel – von dem Film mit Colin Firth war ich begeistert, aber als ich später eine Bühnenaufführung mit Götz Otto in der Hauptrolle gesehen habe, war ich so richtig beeindruckt.

2. Harry Potter war mir irgendwann einfach zu detailverliebt als dass ich noch ein weiteres Interesse an der nur schwer in Fahrt kommenden Handlung entwickeln konnte. Dazu waren für mich die Zickereien zwischen Mr und Mrs Weasley zu nervtötend.

3. Stolz kann ich behaupten, von Margaret Rutherford als Miss Marple so ziemlich alle Filme gesehen zu haben. Kein Wunder, schließlich gibt es nur vier davon. Aber dafür habe ich noch einen Film mit ihr gesehen, in dem sie nicht eine durchsetzungskräftige Privatdetektivin mimt, sondern eine schusselige Gouvernante.

4. Die unendliche Geschichte wäre besser „nur“ ein Buch geblieben, denn der Film hält sich nur bis zur Mitte an die literarische Vorlage, um dann mit einem völlig an den Haaren herbeigezogenen Ende aufzuwarten. Nur bei „Das Jesus Video“ von Andreas Eschbach war es noch schlimmer, denn da wurde die Handlung zwischendurch völlig abstrus.

5. Filme schaue ich mir ja überwiegend auf DVD oder im Fernsehen an, denn bis ich es ins Kino schaffe, läuft der betreffende Film nicht mehr dort.

6. Bei „LaLaLand“ schreckt mich allein schon dahingehend, dass er für unzählige Oscars nominiert worden ist; so ein Bohei im Vorfeld, das habe ich schon oft erfahren, ist meist ein Garant dafür, dass ich mich hinterher über das an der Kinokasse rausgeschmissene Geld ärgere.

7. Zuletzt habe ich versucht, den vierten und letzten Teil von „Apple Tree Yard“ auf BBC 1 aufzunehmen, und das war reine Zeitverschwendung, weil ich hinterher festgestellen musste, dass ich statt dessen die Verleihung der BAFTA-Awards aufgenommen habe, aber das, was ich eigentlich aufnehmen wollte, leider schon am vergangenen Montag ausgestrahlt worden war, ohne dass ich davon gewusst habe.

 

Media Monday # 292


 

Heute sehe ich rot, denn es ist wieder Media Monday, Folge 292. Inzwischen mache ich dabei gerne mit, denn Lückentexte fülle ich gerne aus, wenn es interessante Themen gibt, mit denen man sie bestücken kann. Diesmal in rotem Fettdruck.

 

1. Die Oscar-Nominierungen langweilen mich mehr und mehr mit jedem Jahr. Wann fing das eigentlich an, dieses Mehrfachnominieren und Überhäufen einzelner Filme mit Oscars – sechs, sieben, zehn, vierzehn? So toll kann m.E. Kein Film sein, dass diese Oscarinflation gerechtfertigt wäre. Und dabei gibt es so viele Filme, die beachtenswert sind.

2. Sehr gespannt bin ich ja schon auf die fünfte und sechste Staffel von Game of Thrones. Die vierte wird gerade auf RTL2 wiederholt.

3. Gemessen an dem Budget von 80.000,– D-Mark , muss ich ja sagen dass Katja von Garnier mit ihrem Film „Abgeschminkt!“ ein wirklicher Hit gelungen ist.

4. Unser Käsblatt ist absolut fesselnde Lektüre, denn nirgendwo sonst gibt es so viele faszinierende Stellenanzeigen, bei denen ich erst einmal ein Lexikon befragen muss, was man in diesem Beruf so tut. Aktuelles Beispiel: Die Stadt Dreieich sucht einen männlichen oder weiblichen Feldschütz für drei Jahre. Ich kenne diese Flurwärter nur noch aus Erzählungen meiner Mutter, die von einem solchen als Kind beim Äpfelstibitzen erwischt wurde und die Ohren langgezogen bekam. Und laut Wikipedia „obliegt den Feldschützen die Sicherheit von landwirtschaftlich genutzten Feldern. Sie sollten potenzielle Diebe davon abhalten, Gemüse und Obst zu entwenden oder tatsächliche Diebe auf frischer Tat stellen“

5. Ohne eine kleine, aber feine Auswahl an Speis und Trank in meinem Kühlschrank würde ich mein Heimkino nur halb so sehr genießen, immerhin machen mich lange Filme hungrig und durstig.

6. Das US-Remake von „The Ring“ ist in meinen Augen sogar besser als das japanische Original wegen der Art, wie die gruselige Stimmung visuell eingefangen wurde. Besonders der brennende Baum hat es mir angetan.

7. Zuletzt habe ich wieder mal „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada gelesen, und das war schwer verdauliche Kost, weil aus allen Zeilen Angst und Beklemmung sprechen und allgegenwärtig sind.