„Splish-Splash, I was taking a bath“ : Die Badesaison ist eröffnet

 


So nach und nach schließen die Freibäder, nicht ohne an ihren letzten Wochenenden einen Hundebadetag zu veranstalten: Herrchen und Frauchen lassen ihre Wauzis zu Wasser, und letztere haben anscheinend irre Spaß im Schwimmbecken. Mit von der Partie bin ich dabei nicht, denn ich habe keinen Hund. Dennoch hatte auch ich heute Gesellschaft im Wasser; 23°C Außentemperatur, blauer Himmel und Sonnenschein waren ideal, um eine zweite Runde der Teichaktion zu starten: 300-Liter-Teich leerschöpfen, Pflanzen herausholen, Schlamm und Modder entfernen, vergammelte Pflanzenteile entsorgen, Pflanzen wieder einsetzen und Teich neu befüllen. That’s it! Das klang nach einem einfachen Plan, für den ich zwei Stunden veranschlagt hatte, inclusive Umziehen, denn nach dem letzten Mal wollte ich diesmal schlauer sein.

Weil ich immer noch keine Gummistiefel habe, nahm ich als „Arbeitsschuhe“ meine Gummischlappen mit, die mir auf Reisen als Hausschuhe dienen. Gummischlappen lassen sich leicht reinigen und schnell trocknen; außerdem habe ich lieber in denen nasse Füße statt in Turnschuhen – und als ich dann zum Schluß in den Teich klettern musste, weil sich die schweren Pflanzkörbe nicht anders heraushieven ließen, war ich froh, nicht mit der blanken Fußsohle im Schlamm herumwaten zu müssen. Das macht mich zwar immer noch nicht zu einem geeigneten Kandidaten für den Tough Mudder, aber im Wasser war es weit weniger unangenehm, als ich zunächst befürchtet hatte.

 

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Den kleinen Schwimmer, den ich in einer Pause ablichtete, habe ich dann mit bloßen Händen aus dem fast leeren Teich expediert. Ganz schön zappelig, so ein kleines Kerlchen, und bestimmt leichter aus dem Wasser zu bekommen als einen Hund.

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Media Monday # 313 : Lückentext am letzten Urlaubstag


 

 

Die letzten paar Tage war ich „offline“, denn da, wo ich hinfuhr, habe ich kein Internet, aber das fehlt mir dort auch nicht. Es gab nämlich irre viel zu tun. Wer schon einmal versucht hat, ein verwildertes Gartengrundstück von unerwünschten Nesseln, Schilfrohr, Disteln und anderem Gestrüpp zu befreien und den liebevoll gepflanzten Rosenbüschen wieder Luft zum Atmen zu verschaffen, kann sich vorstellen, wie anstrengend und zeitintensiv das ist.

 

Schilfrohr

 

Trotzdem konnte ich den ein oder anderen Schwimmbadbesuch einlegen und die Abendstunden mit einem Gläschen Wein am Weiher genießen. Es gab zwar keine quakenden Frösche zum Belauschen, aber dafür jede Menge Glühwürmchen, die durch die laue Nachtluft schwirrten.

 

Weiher

 

Leider geht jede schöne Zeit einmal zu Ende, aber dem Abend würde für mich etwas fehlen, wenn es den „Media Monday“ mit seinem sonntäglich veröffentlichten Lückentext zum Ausfüllen nicht gäbe – zu finden auf dem Blog medienjournal

Drum gibt es jetzt auch kein langes Herumgeschwafel, sondern den Lückentext zum

 

Media-Monday # 313

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise das Nähbloggerinnentreffen am 27. Mai dieses Jahres in Stuttgart sind eine prima Gelegenheit, nicht nur bekannte Gesichter wiederzutreffen, sondern auch, mal neue Leute kennenzulernen.

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für Aktivitäten, für die mir unter der Woche die Zeit und Muße fehlen.

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich spontan auf dem Radar habe, dann ist es die Schülerhilfe; und da hat sogar jemand, den ich persönlich kenne, gearbeitet.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, dann würde ich mich für ein Brettspiel entscheiden.

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen nutze ich nicht, da mir das Satellitenfernsehprogramm und meine umfangreiche DVD-Sammlung vollkommen genügen.

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ haben sich bei mir stets als erfreulich erwiesen.

7. Zuletzt habe ich mir ein Glühwürmchen „eingefangen“, und das war ein ungewöhnliches Erlebnis, weil die kleinen Tierchen normalerweise das Weite suchen oder das Leuchten einstellen, wenn man sich nähert, aber dieses blieb einfach auf meiner Schulter sitzen.

 

Libelle

 

Es hat mir wie immer Spaß gemacht, passende Antworten auf sieben Fragen zu finden, auch wenn sie sich auf den ersten Blick nicht immer mit Medien wie Fernsehen, Kino oder Internet zu beschäftigen scheinen.

Media Monday # 312 : Jubiläumsausgabe

 

(Quelle des gemeinfreien Bildes:  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ea/Van_Gogh_-_Starry_Night_-_Google_Art_Project.jpg/1135px-Van_Gogh_-_Starry_Night_-_Google_Art_Project.jpg)

 


 

Diesen Monat habe ich zur Abwechslung mal einen Feiertag mitsamt dem dazugehörigen Brückentag mitgenommen, nachdem ich die Ehre hatte, an Pfingsten und Himmelfahrt arbeiten zu dürfen. Man gönnt sich ja sonst nichts – und zur Feier des Tages stelle ich gerade fest, dass ich zum fünfundzwanzigsten Mal den Media-Monday-Lückentext ausfülle, den es auf dem Blog „medienjournal“ bisher 211 mal gegeben hat.

Wobei… wenn ich es recht bedenke, war der Sonntag für mich kein Tag zum Jubeln – aber ich konnte mich von meinem mentalen Tief durch fleißiges Schaffen im Garten und Weiterarbeiten an meinem aktuellen Nähprojekt ein wenig ablenken.  Und nun kann es losgehen mit dem Lückentext :

 

Media Monday # 312

1. Fragt man mich nach meinem Lieblings-(Computer-)Spiel so muss ich leider passen, denn es ist Jahre her, dass ich solche Spiele gespielt habe; woran ich mich noch vage erinnere, ist „Die Siedler von Catan“ für eine Person, „Black & White“ und „Myst“ – letzteres habe ich überhaupt nicht begriffen, obwohl ich die Grafik und die Landschaften darin wirklich sehr beeindruckend fand.

2. Don McLean hat mit „Vincent“ im Jahr 1971 eine/s der schönsten und traurigsten Balladen geschaffen, schließlich ist der Song eine einfühlsame, zu Herzen gehende Hommage an einen meiner absoluten Lieblingsmaler: Vincent van Gogh. Wenn ich dieses Lied höre, das im übrigen viel zu selten im Radio gespielt wird, dann muss ich an die Doctor-Who-Folge „Vincent and the Doctor“ denken, die zu meinen liebsten gehört.

3. Leider enttäuschend, was man 2002 in/mit dem zweiteiligen Fernsehfilm „Das Jesus Video“ angestellt hat, denn leider driftet die Story im zweiten Teil komplett in sinnloses Geballer ab, auch wenn sich die Kritiker vor Lobpreisungen dieses Werks schier überschlagen haben. Für mich war dieses TV-Spektakel leider eine Enttäuschung. .

4. Die vierwöchige Schottlandreise, die mein Mann und ich 2008 zusammen unternommen haben ist und bleibt unvergessen, auch wenn ich mit Wehmut im Herzen daran denken muss, weil es ihn nicht mehr gibt .

5. Ich möchte ja unglaublich gerne mal Japan besuchen, immerhin ist das, was ich davon bisher auf Bildern gesehen habe, ein Traum – nicht nur zur Kirschblüte. Aber ich fürchte, dazu wird es nicht kommen, denn dementgegen steht, dass ich höchst ungern weite Strecken fliege. Da auf meiner „Bucket List“ aber auch Skandinavien steht, wird dann wohl eher Schweden oder Dänemark das nächste Reiseziel. .

6. Ist die Rede von Kultfilmen, denke ich persönlich ja immer : “was macht einen Film zum Kultfilm?“ Ich glaube, die Geschmäcker sind zwar verschieden, aber oft ist es doch dann so, dass sehr viele der Befragten den gleichen Film nennen.

7. Zuletzt habe ich erneut im Garten ausgemistet und das war eine echt anstrengende und dreckige Arbeit , weil unter den zurückgeschnittenen Büschen jede Menge alter Schrott (alte Bretter, leere Eimer und zerbrochene Blumenpötte), dessen Entsorgung auch noch Geld kostete, zum Vorschein kam.

100 Creative Challenges #9 Natur und #15 Sand – das Two-in-One-Projekt


 

Time to collect and arrange.

 

Als ich am Strand von Noer angespülte Steine und Scherben aufsammelte, schwebte mir eine bestimmte Farbgruppe vor: Grün und Blau. Beim Betrachten meiner kleinen Sammlung tauchte dann noch Rot als dritte Farbe auf. Die Steine sind so klein, dass ich sie mühelos in einer Schale mit Sand arrangieren konnte:

Teil 2 - steinreich

 

Und schon hatte ich wieder eine Aufgabe der „100 Creative Challenges“ von hotaru erfüllt. Sie lautet:

15 – Erschaffe ein visuelles Werk, für das du Sand brauchst.

Meine Zimmerdekoration, in deren Zentrum sich eine Bienenwachskerze befindet, könnte aber genauso gut hierzu passen:

09 – Arbeite mit der Natur. Geh in den Garten oder in den Park und sammele geeignete Materialien, mit denen du ein visuelles Werk erschaffen kannst.

Auf jeden Fall ist das jetzt nicht bloß ein visuelles, sondern auch ein haptisches Werk geworden. Und wenn es dank der brennenden Kerze im Zimmer nach Bienenwachs duftet, auch noch ein Genuß für die Nase.

Mal sehen, was ich als nächstes ausprobiere.

Halloween im Mai

Matchaschokoladencreme


 

Wie ich in der Kommentarspalte zu meinem Media-Monday-Artikel schrieb, wäre die von mir nach einem Internetrezept am Herd zusammengerührte Matcha-Schokolade für Halloween äußerst passend. Warum Halloween, wenn ich schon nicht Beltane gefeiert habe? Die Schokolade ist nämlich nicht pastell-, sondern grasgrün geworden und schmeckt aber nicht nach Matcha, sondern nach weißer Schokolade. Und weil ich weder Trockenfrüchte noch Cashewkerne im Haus hatte, wie von jemandem vorgeschlagen wurde, den ich bei der Happy Hour in meiner Liebings-Cocktailbar kennengelernt habe, bin ich auf die Idee gekommen, weiße und rosa Zuckerperlen vor dem Festwerden auf der noch warmen Schokoladenmasse zu verteilen.

Ich zitiere mich an dieser Stelle selbst: „Leider ist sie doch nicht ganz so geworden, wie ich gehofft hatte – aber wenn ich mir die Zutaten anschaue (Kuvertüre, Sahne, Butter), dann konnte sie unmöglich so fest werden wie Tafelschokolade… Jetzt habe ich statt dessen einen leckeren Brotaufstrich in Form einer grünen Creme, die nach weißer Schokolade schmeckt und in der sich weiße und rosa Zuckerperlen befinden.“

 

Ich habe dieses Produkt meines Küchenexperiments dann aus der Kastenform gekratzt und in ein Schraubglas befördert und behandele es fortan so wie jeden anderen Brotaufstrich. Allerdings wird diese Creme nicht bis Halloween halten, da das Glas heute bereits halb leer ist. So ein Abend mit American Horror Story wird für mich erst mit den passenden Snacks so richtig rund. Und wenn ich mich nicht bremse, habe ich die nächste Staffel in den nächsten Tagen durch und das Glas leer.

L’étang avec des têtards : der Teich mit Kaulquappen

 


 

Hurra, hurra, sie sind da! Neulich habe ich hier über meinen Teichfund geschrieben. Heute habe ich sie endlich gesehen, die winzigen Kaulquappen, die ich nur fotografieren konnte, indem ich meine Hand in den Teich und unter das Gewimmel hielt. Dies ist das Ergebnis:

 

 

310317 Kaulquappen 1

310317 Kaulquappen 2

Schade, dass ihre Bewegungen auf den Bildern kaum zu erkennen sind, einen Film hätte ich von dem Spektakel drehen müssen!

 

 

Bonjour ou bonsoir : Aujourd’hui, nous avons du „gelée de grenouille“

 

 

Laich 2

 

 


 

 

Nein, das ist kein Gelee, den ich hier vor ein paar Tagen aufgenommen habe, sondern eine große Ansammlung von Froschlaich in unserem Teich, den ich über den Winter nicht leergeschöpft hatte. Eigentlich wollte ich den Teich ja am Anfang des Frühlings „ausräumen“ und mit frischem Wasser auffüllen, aber das geht ja nun nicht mehr, weil er zur Kinderstube von hoffentlich ganz vielen kleinen Fröschlein geworden ist.

 

 

Letzten Abend hörte ich aus dem Garten ein leises Quaken und ging heute nach der Arbeit zum Teich, um nachzusehen, wie weit der Nachwuchs gediehen ist. Nun, der „Gelee“ ist immer noch da, aber dazwischen konnte ich schon wimmelnde Bewegungen wahrnehmen. Ich glaube, es dauert nicht mehr lange, und ich kann die ersten Kaulquappen sehen.

100 Creative Challenges # 13 : Lasst Blumen sprechen …


heißt es in einem Witz, in dem ein Mann in einem Blumenladen einen Kaktus verlangt, der „Mama“ sagen kann. Okay, zugegeben, besonders originell fand ich den schon damals nicht, aber als Einleitung für die 13. Aufgabe der „100 Creative Challenges“ von Hotaru, taugt dieses Relikt mit Bart allemal:

Mach etwas mit Blumen – egal, ob künstlich oder echt, frisch oder getrocknet, gepflückt oder gekauft…

Es ist zwar erst in zwei Wochen Frühlingsanfang, aber heute war es bereits warm und sonnig, dass sich der Morgen schon wie Frühling anfühlte. Den nutzte ich für einen Ausflug nach Bad Homburg. Jetzt, da ich wieder motorisiert bin, kann ich all die Fahrten machen, zu denen ich wegen winterlichen Todes meiner Autobatterie nicht gekommen bin.

Nachdem ich den Besuch des Wollgeschäfts meines Vertrauens beendet hatte, war ich in Flanierlaune und kaufte bei einem Blumenhändler kurzentschlossen Tulpenzwiebeln zum Einpflanzen. Orange Blüten sind zwar nicht mein persönlicher Favorit, aber da die zarten Pflänzchen äußerst hübsch gestreifte Blätter haben, griff ich zu und pflanzte sie am Nachmittag in ein Beet, das ich zuvor von toten Stengeln, Moos und abgestorbenen Überbleibseln befreit hatte.

blumen-01

Nun bewacht sie der kleine Drache, den mein Mann und ich vorletztes Jahr in einem Trödelladen in Lindenfels gekauft hatten, damit sie groß und stark werden und sie mir noch lange Freude bereiten. Auch wenn sie orange sind.

yippie-yah-yah …

bestday-likes-2x

… yippie yippie yeah! – WordPress schickt mir Liebesgrüße *äh* die Information, dass ich heute einen neuen Rekord erreicht habe: „Am Sonntag, 11. Dezember 2016 hast du deinen bisherigen Rekord der meisten Likes an einem day für deine Beiträge auf Blaupause7 gebrochen. Das ist fantastisch. Gut gemacht! —Die meisten Likes an einem Tag. Aktueller Rekord: 6 -Alter Rekord: 5″- Fantastisch. Warum ich das poste, und das ganz ironiefrei?

a) weil ich mich bedanken möchte bei denen, die meine Beiträge lesen und als „gefällt mir“ markieren,

b) weil ich heute einen Erfolg auf anderer Linie verbuchen konnte (doch dazu später mehr),

c) weil mir die Grafik, die bei der oben genannten Information dabei war, so gut gefällt.


 

Sterne und Raketen hätte ich zwar noch schöner gefunden, aber man kann nicht alles haben. Sterne und Raketen wären ein super Beifall gewesen für meinen Erfolg bei der Reparatur eines sündteuren Haushaltsgeräts. Seit ein paar Jahren haben wir einen Kaffeevollautomaten, und der muss ab und an gereinigt werden, da das sich darin angesammelte Kaffeepulver mit jedem fortschreitenden Tag nicht frischer wird (ägs). Und bisher gab es auch noch nie größere Probleme beim Herausnehmen der Brüheinheit. Diesmal allerdings fiel ein Bauteil bei der Entnahme herunter, von dem ich nicht wusste, wo es hingehört:
622087

(Bildquelle: https://www.juraprofi.de/images/product_images/info_images/622087.JPG)


 

Das Rätselraten war groß. Was ist das für ein Bauteil, und wo genau im Inneren der Maschine soll es plaziert werden? Ich hatte eine Idee, aber die stellte sich als undurchführbar heraus, weil die gesamte Brüheinheit so weit herausstand, dass sich die Tür nicht schließen ließ. Ich beschloß, die gereinigte Einheit und die vorübergehend nicht einbaufähigen Teile über Nacht ruhen und an der Luft trocknen zu lassen und mein Glück am nächsten Morgen noch einmal zu versuchen. Nach ausgiebiger Recherche im Internet, natürlich.

Erste Erkundigungen brachten mich zu der Erkenntnis, dass es sich bei dem schwarzen Plastikteil mit zwei „Nöppeln“ um das „BSH Kupplung Baugruppe Drainageventil TK4“ handelt, welches im Normalfall seitlich an der Brüheinheit sitzt. Es mit den zwei Nöppeln direkt in der Maschine zu befestigen, hätte also nichts gebracht. „Again what learned“, wie eine meiner früheren Lieblingskolleginnen immer zu sagen pflegte. Mit Hilfe einer starken Brille fand ich dann auch den Modus, mit dem man dieses Ventil an der Brüheinheit befestigt.

Aber warum passte die Brüheinheit jetzt immer noch nicht in die Maschine? Eigentlich hätte sie jetzt einrasten müssen, aber das tat sie definitiv nicht, und ich stand kurz vor dem Ausrasten. Eine intensivere Inspektion der Maschine führte mich auf den richtigen Weg: Damit das blaue Röhrchen für den Wassertransport den Weg zum Drainageventil findet, hat die Maschine ein Drehrad, das einem Zahnrad ähnelt. Es hat drei schmale und eine breite Aussparung, und das Gegenstück mit den entsprechenden „Zacken“ sitzt an der Brüheinheit. Und damit die Brüheinheit einrasten kann, müssen die beiden Gegenstücke halt genau ineinander passen, sonst klemmt’s. Nur: wie das Rad so drehen, dass die Zacken zueinander finden? Drehen mit einem Löffelstiel? Keine so gute Idee. Das blaue Röhrchen kann man nicht an jeden Punkt befördern, und das in die Maschine eingebaute Drehrad lässt sich von Hand nun einmal nicht drehen. So weit so schlecht.

Des Rätsels Lösung? Maschine einschalten, dann dreht sich das Rad in die Ausgangsposition, und das Gegenstück lässt sich ganz einfach auf dem Drehrad so positionieren, dass die Brüheinheit endlich einrasten kann. Hip-hip-hurra! Für die ganze Aktion, inclusive Rätselraten, Recherche und Learning by Doing habe ich rund zwei Stunden gebraucht. Vielleicht waren es auch drei. Mann, hab‘ ich ein Schwein gehabt; hätte ich den Kundendienst angerufen und wäre einer vorbeigekommen, um das Teil zu reparieren, hätte mich das einen Haufen Geld gekostet.

PS: Um ein Haar hätte ich noch in letzter Minute die Arretierung geschrottet, aber auch die konnte ich retten. So, das war die erste umfangreichere Reparatur, die ich selbst durchführen konnte. Und beim nächsten Mal ist die Erneuerung der Terrariumsbeleuchtung dran.

Unsortierte Gedanken : methods to cool down

001 when its too hot

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Noch so ein Hitzerekord, und ich brech‘ z’samm!   Und weil Dauerbetrieb des mobilen Klimageräts auch keine Lösung ist, behelf‘ ich mir anderweitig. Zum einen wäre dann das Stöbern in Bildern, die nicht vom Sommer handeln, zum andern die Zubereitung gekühlter Speisen und Getränke. Heiße Suppe zuzubereiten, ist im Moment etwas, mit dem ich auf Kriegsfuß stehe; zumal ich mich heute ziemlich sch***e verbrüht habe, weil mir der nicht korrekt verschlossene Mixer um die Ohren geflogen ist. Autsch! Fünfzehnminütiges kaltes Wasser laufen lassen brachte Linderung und half, schlimmeres zu verhüten. Dennoch ziert mein rechtes Handgelenk eine rote Stelle vom allerfeinsten. *möp*

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Gekühlte Getränke also. Wie wäre es zum Beispiel mit kleingeschredderter Salatgurke (ohne Kerne und ohne Schale), der für eine milde Säure der Saft einer halben Limette zugefügt wurde und die mit Tonic Water aus dem Kühlschrank aufgegossen wurde? Salz, Pfeffer und Cumin verleihen dem Drink die nötige Würze; nur wie ich den Schaum wegbekommen soll, wird mir ein vorerst unlösbares Rätsel bleiben. *not so nice*

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Noch eine Methode, mich vom Sommer wegzufokussieren ist das Schauen von Filmen, die in nebligen und kühlen Gegenden spielen, wie z.B. in Glastonbury. „Die Nebel von Avalon“ wäre eventuell eine Option, aber da ich heute mal zeitig ins Bett möchte, läuft jetzt „The Gathering“ mit Christina Ricci im Player. Den Mysterythriller  über eine Kirche aus dem 1. Jahrhundert, in der Menschen dargestellt werden, die ihrer Schaulust an der Kreuzigung frönten, habe ich bestimmt auch schon zweimal gesehen, aber das ist jetzt auch schon wieder ganz schön lange her, so dass die Handlung für mich quasi schon wieder fast wie neu ist; an manchen Stellen fühle ich mich an eine Dr.Who-Folge aus der neunten Staffel erinnert, in der ein im Internet Surfender durch körnige Zeitungsfotos, auf denen der Doktor zu sehen ist, dahinter kommt, dass jener bei den großen Ereignissen der Weltgeschichte zugegen war. In „The Gathering“ tauchen dieselben Gestalten auf allen möglichen Gemälden und Filmaufnahmen von Attentaten, Hinrichtungen und Lynchaktionen auf. Das ganze Szenario wird begleitet von Visionen der Hauptdarstellerin, die durch einen Unfall kurzzeitig ihr Gedächtnis verloren hat und irgendwie zu ahnen scheint, dass ihre Anwesenheit in dem idyllischen Ort in der Nähe von Glastonbury eine tiefere Bedeutung haben könnte…

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„Sie kamen, um zu gaffen“ Sagte ich, dass sich ein Haupterzählstrang um Schaulustige dreht? Scheint heute irgendwie zu passen, denn vom Bürofenster aus konnte ich heute aus luftiger Höhe beobachten, was passiert, wenn eine Straßenbahn entgleist ist. Ach, die leidige Schaulust. Aber soweit zu gehen, nach unten zu fahren und zu gaffen, wäre mir im Traum nicht eingefallen. *seufz*

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Nach soviel Mysterygeschwurbel beschließe ich mein Lamento über den viel zu heißen Sommer(tag) mit Aufnahmen von den wunderschönen Blumen unserer Nachbarn, aufgenommen an einem kühlen Frühlingstag:

 

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