Media Monday #587 : Aus die Maus – oder der Angriff der Erklärbären

War’s das jetzt? Umstrukturierung im Job, verbunden mit Stress hin oder her, aber seit gestern überlege ich, ob ich nicht meine Schallplattensammlung auch einmal gründlich umstrukturieren und bestimmte Scheiben, die mir bisher lieb und teuer waren (vor allem teuer) erst einmal wegsortieren soll, solange das in meiner letzten Etüde angeschnittene Thema noch vor sich hin schwelt.

Wer sich mit brandgefährlichen Welterklärbären zusammentut, darf von mir keinen Beifall erwarten. Dabei ist es für mich kein Trost, dass die Band, die bei dieser Story in den Fokus geraten ist, schon seit Jahren nicht mehr existiert, und vielleicht sind seine ehemaligen Kollegen davon genausowenig begeistert (frei nach dem Motto, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt). Jedenfalls hat meine Fanbegeisterung davon einen ziemlichen Dämpfer bekommen.

Ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau, und ich wollte ja eine Abkühlung, aber doch nicht so!

Media Monday # 587

1. Filme sind für mich nicht immer ausschließlich eine Möglichkeit, den Alltag für eine Weile zu vergessen, sondern manchmal bringen sie mich auch zum Nachdenken, wie zuletzt „Moonage Daydream“, ein Film über und mit Material aus den Privatarchiven von David Bowie.

2. Wenn wir schon aufs Thema Horror zusteuern: American Horror Story ist eine wirklich außergewöhnliche Serie, die man sich nicht mal chronologisch geordnet, von Staffel eins bis zehn anzuschauen braucht, denn die anthologisch gehaltenen Staffeln sind in sich abgeschlossen und haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

3. Wenn Ende nächster Woche der für Horror prädestinierte Oktober beginnt, versuche ich, erst mal den persönlichen Horror in meinem Umfeld und rund um den Globus für mich persönlich auseinander zu sortieren. Musikalisch steige ich dann lieber auf diesen gern gehörten Horrorstreifen um:

Angst vor Spinnen hab‘ ich nicht – https://www.youtube.com/watch?v=ijxk-fgcg7c

4. Ein ungemein lesenswertes Buch ist z.B. „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery, das dazu geführt hat, dass ich die intelligenten Meeresbewohner lieber in Freiheit bewundere und sie als Gericht auf dem Teller boykottiere. Apropos habe ich es heute mit Boykottaktionen an sich.

5. Allgemein fühle ich mich dem Genre Grusel/Mystery/Horror doch sehr verbunden, denn bei vielen Geschichten kann ich da mitfiebern und Überlegungen anstellen, was hinter dem mysteriösen Geschehen wohl stecken mag. In der Realität brauche ich Horror jedoch nicht, denn was ich manchmal von anderen Leuten oder aus den Nachrichten erfahre, hat genug gruseliges Potenzial.

6. Bei den obligatorischen drei Dingen für die einsame Insel würde ich verzweifeln, weil drei Dinge alleine nicht ausreichen. Viel wichtiger wären mir Personen, die sich mit Überlebenstaktiken auskennen – von denen kann dann getrost jeder drei Artikel mitschleppen. Je mehr, desto besser. Aber bitte niemand, mit dem ich mich dann auch noch herumärgern darf.

7. Zuletzt habe ich mit einem Thema beschäftigt, von dem ich am liebsten gar nichts gehört hätte, und das war eine zufällige Entdeckung, die mich fassunglos gemacht hat, weil sie den Drummer einer von mir bisher sehr geschätzten Band betrifft. Jetzt geht es mir wie einer Freundin, die Filme mit Sean Connery boykottiert, seit sie von einem Interview Wind bekommen hat, in welchem er erklärt haben soll, es sei nicht so schlimm, wenn man einer Frau mal eine Ohrfeige verpasst, wenn sie es verdient hat. Allerdings war das schon 1965, und außerdem geht es in diesem Fall nicht um das Stichwort #metoo, sondern um das Reizthema „Covid“.

Ich finde es nämlich alles andere als prickelnd, dass besagter Herr F. auf seinem Facebook-Profil dazu aufgerufen hat, sich den sogenannten Sovereign Citizens bei ihrem Marsch zur australischen Hauptstadt anzuschließen. Das war zwar schon im Februar dieses Jahres, und mitbekommen hat davon kaum einer was. Aber mir geht’s darum, wer oder was dahintersteckt.

Man kann ja Vorbehalte gegen die eigene Impfung haben, und es ist mir inzwischen auch herzlich egal, wie oft und warum oder warum nicht sich jemand impfen lassen möchte, aber sich mit Gruppierungen zusammenzuschließen, die Verschwörungstheorien und ähnlichen Bullshit verbreiten oder ihre (wohlgemerkt demokratische) Regierung als Firma bezeichnen, von der man sich länger nicht unterdrücken lassen will, ist ein ganz anderes Kaliber. Da fühle ich mich sofort an die Reichsbürgerbewegung erinnert. Und wenn ich dann noch sehe, dass die Route am Capital Hill endet, sehe ich das Horrorszenario vom 6. Januar 2021 vor mir, als eine Menge aufgebrachter „Demonstranten“ das Kapitol in Washington stürmte.

Ich könnte jetzt auch noch das Stichwort „kulturelle Aneignung“ in den Raum werfen und mich noch ewig weiter darüber aufregen, dass sich einige dieser selbsternannten Welterklärer zum Fürsprecher einer bestimmten Bevölkerungsgruppe aufschwingen. Aber ich glaube, ich höre an dieser Stelle auf, bevor es noch völlig aus dem Ruder läuft.

Media Monday #585 : Die komprimierte Hamburgreise

Vier Stunden hin, vier Stunden zurück. Nein, die Rede ist nicht von meiner Reise von Frankfurt nach Hamburg und zurück, die vier Tage dauerte – sondern von meinem Tagesausflug nach Münster, um mir zusammen mit meiner Freundin die Andy-Warhol-Ausstellung anzusehen. Mit diversen Zügen dauerte die Fahrt nach Münster und zurück jeweils vier Stunden, also insgesamt acht. Und alles an einem einzigen Tag. Die Überraschung war groß, unter den ausgestellten Siebdrucken auch ein Porträt der verstorbenen Königin Elizabeth II zu entdecken.

Entdeckt habe ich außerdem auch, dass ich auch ohne Schirm mit halbwegs trockener Haut durch den Regen kam und dass manche Ketten besser sind als andere, was den Kaffee angeht, und dann auch noch leckeren Kuchen anbieten. Kommen wir nun zum aktuellen Media Monday, der diesmal ziemlich kurze Satzfragmente zum Auffüllen enthält.

Media Monday # 585

1. Endlich gibt es einen Teaser/Trailer zu Don’t worry Darling und ich habe ihn mir dann doch angeschaut, obwohl ich von dem unnötigen Medienrummel und den künstlich aufgebauschten „Skandalen“ schon im Vorfeld genervt war. Dabei hätte es diese ganzen übertriebenen „Skandal“-Rufe nicht gebraucht, denn ich finde ihn zumindest unter optischen Gesichtspunkten sehr interessant. Stepford Wives & Truman Show meet Verschwörungsthriller? Vielleicht kommen ja auch Aliens darin vor. So richtig kann ich das Werk noch nicht einschätzen. Links zu Trailer 1 und 2 zum Film mit Chris Pine, Florence Pugh und Harry Styles gibt es hier.

2. Konzerte sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Endlich komme ich darauf, wie das letzte Album von Iron Maiden heißt, und ich muss sagen, das Doppelalbum „Senjutsu“ ist schon ein ziemliches Brett, immerhin spielt sich die Länge von drei Songs im zweistelligen Minutenbereich ab, und das kürzeste Stück ist 4:20 lang. Klanglich gibt’s auch nicht zu meckern – da steht für mich jetzt schon fest: Das wird mein persönliches „neues“ Album des Jahres.

3. Es ist schon erstaunlich, wie schlecht manche LPs klanglich bei ihrer Erstveröffentlichung gewesen sein müssen, weshalb man sich überlegt hat, es bei der Neuveröffentlichung besser zu machen. Im aktuellen Fall habe ich bei dem 2019 neu aufgelegten Album „Live Baby Live“ von INXS zugegriffen. Hier war man so clever, nicht nur ausschließlich die 22 Songs des Konzerts vom 13. Juli 1991 neu abzumischen, sondern sie auf drei LPs zu pressen – und nicht wie bei dem „Live-Album“ von 1991 sechzehn Songs von verschiedenen Gigs der Welttournee zusammenzuschneiden und auf eine einzige Scheibe zu quetschen. Aber auch die Verpackung inclusive Booklet kann sich bei der neuen Fassung wirklich sehen lassen.

Do wot you do? (mach ich doch sowieso) – dieser Song war nicht Teil des Konzerts. Eigentlich schade… https://www.youtube.com/watch?v=yzAepMHp_1M&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=27

4. Im Falle von bestimmten, angeblichen Zensurskandalen hätte man vielleicht einfach mal selber die Klappe bzw. die Finger still halten können, bevor man seinen Hass in die weite Welt hinausplärrt und das böse W-Wort als Diffamierung den anderen in den Kommentaren um die Ohren haut. Denn bei dem, was da angeblich verboten werden sollte, ging es nicht um die uralten Originale und deren Urheber, sondern um die – um es salopp auszudrücken – Fanfiction aus diesem Jahr.

5. Ich würde es ja feiern, wenn nicht jeder Pups auf Tiktok und Twitter zu Aufregungswellen führen würde, die mir im Moment so unglaublich auf die Nerven gehen. Ob es um König Charles III geht oder andere Persönlichkeiten – wer auch immer aus dem Zusammenhang gerissene Filmchen auf gewissen Plattformen hochlädt, hat vermutlich nichts besseres zu tun oder zu viel Zeit, um sie sinnlos zu verplempern. Nein, nicht jedes Filmchen ist eine Nachricht oder gar einen Shitstorm wert, auch wenn das einige Zeitgenossen gerne so hätten.

6. Überraschend gut gealtert ist der Film „Footloose“ aus den 1980er Jahren, wie ich am vergangenen Sonntag, den 4. September, feststellen durfte.

7. Zuletzt habe ich ein weiteres Kapitel meines „Mein Buch für Dich“-Challengebeitrags namens „Der Glastonbury-Zwischenfall“ geschrieben, und das war längst fällig, weil ich die Eingebung, wie’s weitergehen soll, schon am Donnerstag hatte, aber wegen der Sondermeldung aus dem Vereinigten Königreich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Nun liegen noch 19 Kapitel vor mir.

The Glastonbury Tor? – Screenshot bei 6:16 im Video zu „The Pilgrimage“ von Saxon – https://www.youtube.com/watch?v=BgjJf-WpEis&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=28

Und wer sich fragt, worum es bei „Mein Buch für Dich“ geht, für den habe ich jetzt die Erklärung. Bei der Challenge mussten alle Teilnehmer sogenannte Rohentwürfe in 20 bis 25 Kapiteln entwerfen, die dann an jemand anderes verlost wurden – die müssen dann aus dem Entwurf bis zum 1. März 2023 ein komplettes Buch schreiben und sich dabei an die Vorgabe halten, haben dann aber auch sämtliche Rechte an dem Buch, das sie schreiben, unter der Bedingung, dass die Urheber im Vorwort oder Klappentext namentlich genannt werden.

In dem an mich verlosten Entwurf geht es um eine Gruppe Jugendliche, die durch Zufall auf einen Schatz stoßen und dabei den Gangstern, die ebenfalls hinter dem Schatz her sind, in die Quere kommen. Und dann ist da noch eine dritte Gruppe, die ebenfalls nichts Gutes im Schilde führt. Welche Art von religiösen Siedlern oder Stamm die Ideengeberin des Entwurfs vor Augen hatte ich nicht, aber ich tendiere ganz stark in Richtung Druiden bzw. Neuheiden – das lässt genügend Raum für Spekulationen und Drama.

Media Monday #581 : Der datumsübergreifende Gedenktag

Diese verwirrende und auf den ersten Blick wenig sinnstiftende Überschrift soll mich daran erinnern, dass morgen nicht nur der 45. Todestag von Elvis Presley naht, sondern auch Tim Farriss, der ehemalige Leadgitarrist von INXS seinen 65. Geburtstag feiert. Datumsgrenze hin oder her – zum Glück fallen die sieben Lückentexte des 581. Media Monday keiner Zeitverschiebung zum Opfer:

Media Monday # 581

1. Bei der Hitze im Moment bleibt einem ja eigentlich kaum etwas anderes übrig, als Aktivitäten an Orte zu verlagern, an denen es kühler ist. Sofern man die Zeit dazu hat, bietet es sich doch geradezu an, den Keller auszumisten – jedenfalls ging es mir so. Auf Schätze bin ich dabei nicht gestoßen, sondern auf jede Menge Müll, den seit Jahren niemand mehr braucht.

2. Wirklich empfehlenswerte Sommer- oder Urlaubslektüre für die mentale Abkühlung wäre z.B. der Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ von Christoph Ransmayr über die österreichisch-ungarische Polarexpedition von 1872 bis 1874, bei der eine Inselgruppe östlich von Spitzbergen entdeckt wurde.

3. „The Day after tomorrow“ wäre ein Film, der regelrecht Abkühlung verspricht, schließlich geht es darin um eine Eiszeit unvorstellbaren Ausmaßes. „Snowpiercer“, „The Lodge“, „Shining“ oder sogar „Everest“ lägen auch noch im Bereich des Möglichen. Denkbar wäre aber theoretisch jeder Film, vorausgesetzt die Klimaanlage im Kino läuft – und man wird nicht per Aushang darauf hingewiesen, dass letztere wegen technischer Schwierigkeiten defekt ist, wie neulich, als ich mir „Thor – Love and Thunder“ ansehen wollte. PS: Am Mittwoch gibt es in einer Sondervorstellung „La Dolce Vita“ von 1960 zu bewundern – ein Klassiker, in dem Anita Ekberg in den Trevi-Brunnen steigt. Vielleicht wäre ja das die Lösung für mein Dilemma.

4. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie ich bei der nächsten Möglichkeit wieder ein Open-Air-Konzert aufsuche, vorzugsweise im nächstgelegenen Stadion. Dann aber werde ich mich rechtzeitig vorher darüber schlau machen, wie die Reihen auf den Tribünen angeordnet sind, denn für mich gibt es nichts unangenehmeres als eine steile Treppe ohne Geländer hinabzusteigen.

5. Das Äußere von R2D2 und C3PO (Star Wars) ist in etwa vergleichbar mit dem von den Daleks und den Cybermen (Doctor Who) –  und das ist ein Vergleich, von dem ich nicht mehr weiß, wer vor Jahren damit als erstes um die Ecke kam: mein Mann oder ich – hier der Beweis:

oben Star Wars, unten Doctor Who, Quelle: https://pbs.twimg.com/media/DTPfmDHVwAEbx3a.jpg

6. Spät abends, wenn die Nächte lauschig und die Temperaturen milder werden, kann ich von draußen seltsame Geräusche wahrnehmen. Es wird wahrscheinlich irgendein Tier sein, z.B. ein Marder, ein Igel oder eine durch die Nacht streifende Katze, wenn ich das Geraschel und Geschrei richtig interpretiere. In solchen Fällen empfiehlt es sich, vorher keinen Horrorfilm gesehen zu haben, weshalb ich ganz froh bin, dass ich mir „Nope“ erst noch anschauen werde und es nicht bereits am Freitag getan habe, wie ursprünglich geplant.

7. Zuletzt habe ich mich mit einer Freundin getroffen, und das war zu einer ganz ungewohnten Uhrzeit, weil wir uns bisher meistens nachmittags getroffen haben. !

PS: Jubilate! Laut Statistik ist dies mein 2000. veröffentlichter Beitrag – wie der folgende Screenshot zeigt:

Media Monday #580 : Die Schwärmerei des Monats

Nachdem ich in meinem Blogs auffallend viele Anglizismen verwende, habe ich beschlossen, den oft gelesenen Begriff „Crush“ in Schwärmerei umzutaufen. Dabei habe ich gar nichts gegen dieses Wort, nämlich zum Beispiel dann, wenn es Teil eines Songtitels ist (z.B. „#1 Crush“ von Garbage – oder „Orange Crush“ von REM). Was das Schwärmen angeht, hat sich bei mir nicht viel geändert – aber falls ja, dann könnte ich mir vorstellen, mir fürs nächste Jahr einen Kalender aus den in dafür in Frage kommenden Kandidaten zu basteln. So, genug geplaudert – und deshalb geht es jetzt auch schon hinüber, zu den sieben Lückentexten zum 580. Media Monday:

Media Monday # 580

1. Wenn auf eine Kinoveröffentlichung schon von vornherein verzichtet wird, ist das besonders dann ärgerlich, wenn es ein Film gewesen wäre, der auf der großen Leinwand erst richtig gezündet hätte. Donnie Darko hätte ich zu gerne im Kino gesehen. Aber andererseits ist es dann besonders erfreulich, wenn ein Film, den es bisher nur auf DVD gab, im Kino als überarbeitete Fassung in einer spitzen Tonqualität gezeigt wird, so wie der Konzertmitschnitt des INXS-Konzerts vom 13. Juli 1991 in der Wembley-Arena, und dann sogar noch um einen Song und insgesamt sechs Minuten länger als auf DVD.

2. Dass ein Projekt kurz vor seiner Vollendung gänzlich eingestampft wird, habe ich auch schon bei Büchern erlebt. Da wurde aber gleich die ganze Fantasysparte von dem betreffenden Verlag aufgegeben, so dass ich mir die letzten Bände der Fortsetzungsreihe in der englischen Originalausgabe kaufen musste.

3. Man könnte meine, es wäre egal, dass man Musik streamt und weder auf CD noch auf Vinyl braucht, aber da bin ich dann doch lieber dem Medium treu, das ich auch noch in die Hände nehmen kann. Und auch da kann man immer noch auf so manche Überraschung stoßen. Während z.B. Harry Styles sein aktuelles Album im Pappschuber auf den Markt bringen lässt, setzen Florence & The Machine bei ihrem aktuellen Album auf eine besonders luxuriöse Verpackung in Form eines künstlerisch besonders ansprechenden Buchs, in dem man die CD dann ganz hinten im Einband versteckt hat.

4. Brad Pitt wirkt schon wie jemand, der mit den Jahren immer interessanter für mich auf der Leinwand wird, was auch nicht so oft bei mir vorkommt. Hier mal eine kurze Auswahl: zuerst in „Once upon a time in Hollywood“, dann in „The Lost City“ und jetzt wieder in „Bullet Train“ (super Film, übrigens), in dem – O Wunder – ebenfalls Sandra Bullock und Channing Tatum in kleineren Rollen zu sehen waren (dabei hatten wir diese Konstellation dieses Jahr bereits, nur da war Mr. Pitt bereits nach zehn Minuten weg vom Fenster).

Hier nützt einem das 9-Euro-Ticktet zur Abwechslung mal nichts : https://www.youtube.com/watch?v=b8IapomRPZc

5. Ich mag es ja, wenn in Filmen/Serien das Ende nicht von vornherein auf eine Fortsetzung ausgelegt ist.

6. Könnte ich etwas noch einmal vorbehaltlos gänzlich neu für mich entdecken, es wäre die ein oder andere Band, für die ich eigentlich nicht zur angestrebten Zielgruppe gehöre.

7. Zuletzt habe ich mich in diverse Bücher auf Wattpad vertieft, und das war teilweise völliges Neuland für mich, weil einige Fan Fictions darunter waren, die sich mit einer Band beschäftigen, mit der ich bislang noch keine Berührungspunkte hatte (und mit der man einige, die das hier lesen, vermutlich jagen kann):

mal was neues auf die Ohren – https://www.youtube.com/watch?v=FA2w-PMKspo

Das war sie übrigens (die Band, nicht die Fan Fiction).

Dienstags-Gedudel #132 : Nach Farben sortiert – Let the sun shine in

Nach Gelb kommt Orange? Im Prinzip ja, aber ich wollte die Sonne reinlassen, und die ist in diesem Fall rot. Also wechseln wir gleich mal die Farbfamilie, bevor wir uns auf Mischtöne einlassen.

Red Red Sun

Wer übrigens bei der Nennung der Farbe Rot auf ein fröhliches Trinklied gehofft hat, muss noch ein Weilchen warten. In diesem Fall muss ich den bzw. die Künstler nicht nochmal extra erwähnen – das im Standbild festgehaltene Plattencover spricht Bände.

eine heiße Scheibe – https://www.youtube.com/watch?v=gMG4FR-V8RY

Auf jeden Fall ist es mein persönlicher Wachmacher für diesen Tag. Chillen kann ich auch an einem anderen Tag.

Cinema-Scope 2022 : Juli – Überraschungen für Nostalgiker

Nicht nur im Hafenkino Open Air 2022 – in meiner Heimatstadt vom 10. Juni bis zum 27. August – laufen so richtig gute Filme. Zum Beispiel Licorice Pizza. Oder The French Dispatch. Genau dieselben Filme konnte ich aber auch in den Frankfurter Arthouse-Kinos, unter dem Stichwort „Sommerflimmern“, sehen. Und mit dem frisch erworbenen „Filmfreund:in“-Pass sogar zwei Euro pro Vorstellung günstiger.

ELVIS

Nachdem bei diesem Biopic die Woge der Begeisterung anderer auf mich übergesprungen ist, habe ich meine Skrupel vor überlangen Filmen überwunden und habe mich auf das Erlebnis eingelassen. Schließlich bin ich mit der Musik Elvis‘ großgeworden – nur mit seiner Zeit in Las Vegas konnte ich nicht so viel anfangen, und genau die nimmt großen Raum in dem 159 Minuten langen Film sein. Eine solch lange Laufzeit könnte sich ziehen, wäre das Leben der Hauptperson (wie in diesem Genre oft so üblich), in chronologischer  Reihenfolge nacherzählt worden – und genau das ist hier der springende Punkt.

Nicht nur, dass der Film zwischen den Stationen des „King of Rock & Roll“ hin und her springt – und das tut er ganz schön oft. Hinzu kommt, dass sich nicht alles ausschließlich um Elvis Aron Presley dreht, sondern sehr ausführlich auch um seinen Manager: Colonel Tom Parker (Tom Hanks), der in seinem Schützling die goldene Gans gefunden hat, die er nach Herzenslust ausnehmen kann, nachdem er dessen Eltern ordentlich eingewickelt und eingeseift hat. Nur dumm, dass die goldene Gans irgendwann beschließt, keine Eier mehr zu legen und den Manager zu feuern, nachdem sie herausgefunden hat, dass sie im wahrsten Sinne verraten und verkauft worden ist. Diese Schmach kann der so abrupt Hinausgeworfene nicht verwinden und macht nun seinerseits der Familie Presley eine Rechnung auf, die sich gewaschen hat

Tom Hanks als Unsympath? Ihn eines Tages als einen solchen Charakter erleben zu dürfen, war eine echte Überraschung für mich. Keine Überraschung war jedoch, dass Regisseur Baz Luhrmann (von dem ich noch keinen schlechten Film gesehen habe) mit Austin Butler als Elvis einen absoluten Glücksgriff getan hat. Nach wie vor bleibe ich dabei: Egal wie groß die Ähnlichkeit zwischen Schauspieler und dargestellter Person ist, sobald man nur noch jene Person – in diesem Fall Elvis – sieht und nicht mehr den Darsteller, dann hat jemand alles richtig gemacht. Beeindruckend fand ich auch die stellenweise eingesetzte Split-Screen-Technik oder ganze Passagen als Comic.

Licorice Pizza –

Filmtipp Nummer zwei – welcome to the 70s. Eigentlich ist von Anfang an klar, dass die beiden irgendwann zueinander finden würden: Gary Valentine, fünfzehnjähriger Kinderstar und Jungunternehmer (gespielt von Cooper Hoffman), der einer hippen Geschäftsidee nach der anderen hinterherjagt, und Alana Kane (dargestellt von Alana Kane), die mit 25 noch immer als Assistentin des Schulfotografen arbeitet und eigentlich viel lieber Schauspielerin wäre. Leider müssen beide feststellen, dass es mit einem alternativen beruflichen Standbein schwieriger ist als gedacht, und das nicht nur wegen der Ölkrise… Ich muss zugeben, ich hatte große Erwartungen angesichts der Lobeshymnen all derer, die den Film schon längst gesehen hatten und in Anbetracht der Darstellerliste, die sich sehen lassen kann: Sean Penn, Tom Waits, Bradley Cooper, Maya Rudolph. Im großen und ganzen hat mir der Film auch gefallen, aber mit 133 Minuten Länge fand ich ihn gerade am Schluss einfach zu lang.

The French Dispatch

Starkino mal ganz anders. Wenn sich ein Ensemble aus bekannten Namen wie Tilda Swinton, Frances McDormand, Timothée Chalamet, Benicio del Toro oder Bill Murray (die Liste ist aber noch viel länger) auf einen Film von 108 Minuten Länge aus vier in sich abgeschlossenen Episoden verteilt und dabei in absurden Situationen glänzt, klingt das nach einem Film wie für mich gemacht. Tatsächlich wurde mir das kunterbunte Werk von Wes Anderson wärmstens empfohlen, und nun kam ich auch endlich in den Genuss. Wenn ich meinen Gemütszustand während und nach dem Schauen des Films beschreiben sollte, dann würden es die Wörter „verwirrt“ oder „überfordert“ am ehesten treffen, denn teilweise wusste ich nicht, wohin ich zuerst schauen sollte. Vielleicht aber auch noch „ohne Brille aufgeschmissen“, denn ohne Nasenfahrrad vor meinen mit den Jahren auch nicht besser werdenden Äuglein entgehen mir Details, die mir erst beim nochmaligen Anschauen auf Youtube auffallen, wie das nur scheinbar vorhandene Product Placement, wenn die Zigaretten nicht Gauloises, sondern Gaullistes heißen.

Filmisch (gerade was das Bühnenbild betrifft) und darstellerisch top, gab mir jedoch die Art und Weise, wie deutsche Über- bzw. Untertitel in den Szenen, in denen aus dem Nichts französisch gesprochen wird, eingesetzt wurden, Rätsel auf. Mal waren sie da, dann wieder nicht, aber sei’s drum – ich hatte bei den Geschichten aus der fiktiven französischen Stadt Ennui-sur-Blasé (der Name! Langweile-über-blasiert) meinen Spaß. Schon allein die Anfangssequenz, in der der Kellner ein volles Tablett in die Redaktionsräume des von einer halben Million Menschen abonnierten Magazins „The French Dispatch“ trägt und dabei durch ein Labyrinth von Treppen muss, hat mich doch stark an die Szene in Jacques Tatis Film „Mein Onkel“ erinnert, in der besagter Onkel durch ein verschachteltes Treppenhaus zu seiner Dachwohnung hinaufsteigt.

Mein Onkel, gefunden auf youtube – https://youtu.be/6mtluyHcOnk

The French Dispatch, gefunden auf: https://www.youtube.com/watch?v=UUTK_LdLEjk

Mein Fazit: Ein Film, der unbedingt auf die große Leinwand gehört, aber wegen der vielen entgangenen Kleinigkeiten die Anschaffung auf DVD oder BluRay lohnt.

Und nun noch was fürs Heimkino:

– Ganz weit hinten –

Starkino, die Zweite – oder aber auch: Ein Familienurlaub, der keiner war. Wenn die Eltern geschieden sind, man aber eigentlich die Sommerferien viel lieber beim Vater verbringen möchte anstatt im Strandhaus des Freundes der Mutter. In diesem Fall hat dieses Pech der 14jährige Duncan, der wegen seiner Schüchternheit und Introvertiertheit nur schwer Anschluss an Gleichaltrige findet und deshalb lieber alleine ist.

Dass Trent (Steve Carrell), der nervige Freund seiner Mutter (Toni Collette), permanent auf ihn einredet, wie wichtig es doch sei, Kontakte zu knüpfen (offenbar nur, um den Jungen loszuwerden), macht die Sache nicht besser. Dass er mit den anderen Jugendlichen am Ort nichts anfangen kann (und sie nicht mit ihm) und die lärmige Nachbarin Betty, die ihm ihren 12jährigen Sohn Peter aufhalsen möchte, um mit Trent und seinen Freunden am Strand Party machen zu können, führt dazu, dass Duncan schließlich auf einem rosa Kinderfahrrad die Flucht ergreift und aus Neugier in einem schon etwas angejahrten Wasserpark landet und von Parkmanager Owen (Sam Rockwell) angestellt wird. Es dauert nicht lange, bis der Junge aufblüht und Selbstvertrauen entwickelt, und so werden Owen und seine Freunde so etwas wie eine Familie für ihn – und der Wasserpark der einzige Ort, an dem der sich wirklich wohlfühlt. Mit dem Zusammenhalt und gemeinsamem Miteinander sieht es innerhalb seiner eigenen (Patchwork-)Familie dagegen komplett anders aus, und die Situation eskaliert, als er Trent mit einer anderen Frau in einer leidenschaftlichen Umarmung erwischt und Duncans Mutter vor versammeltem Freundeskreis herausfindet, dass Trent sie belogen hat…

Gesehen habe ich den Film im Anschluss an eine Komödie mit Sam Rockwell als Auftragsmörder mit moralischen Skrupeln – an meinem letzten Wochenende vor meinem Urlaub, als ich mich wegen der Hitze zum Weggehen nicht aufraffen konnte. Der Wasserpark versprach Abkühlung (was aber nicht wirklich funktioniert hat), und meine nostalgischen Momente hatte ich beim Soundtrack zu dem Coming-of-Age-Film. Auf die Kombination einer Breakdance-Szene mit dem 80er-Jahre-Kracher „New Sensation“ von INXS muss man auch erst einmal kommen, aber wenn ich diesem Beitrag Glauben schenken darf, steckt mehr in der Songauswahl, als so manch eine/r vermutet hat.

New sensation by INXS meets Headspins – https://www.youtube.com/watch?v=-QklHmei5pg&t=368s

Ich schwöre, diese Szene war eine echte Überraschung für mich, und ich hatte keine Ahnung, dass ausgerechnet dieser Song hier und dann auch noch so ungewöhnlich lange gespielt wird. Überrascht war ich auch von Steve Carrell in der Rolle eines echten und ganz und gar nicht lustigen Unsympathen, der als „Patchwork-Daddy“ mit seiner hemdsärmeligen Art und seinem ständigen „Kumpel“ auch für mich unerträglich gewesen wäre. Überraschung Nummer drei: Dies war für mich der bereits dritte Film mit Sam Rockwell in irgendeiner Rolle (hier war’s eine sympathische Nebenrolle), und dabei hatte ich diesen Schauspieler bisher noch überhaupt nicht auf dem Radar. Ich musste erst mal googeln um zu erfahren, warum mir sein Gesicht so bekannt vorkam: „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ war das Stichwort. Da hat es dann „Klick!“ gemacht.

Was ich im Juli auch noch gerne gehabt hätte: „Liebesdings“ und „Thor: Love and Thunder“; außerdem hatte ich vor, mir ein Ticket für die Vorpremiere von „Monsieur Claude und sein großes Fest“ zu holen und mir als eine der ersten 100 Besucher ein Glas Marmelade schenken zu lassen, aber leider habe ich bei diesem Versuch in die Röhre geguckt. Seit Wochen ausverkauft? Nun, da waren wohl andere, die es spannender fanden, dass der Schauspieler Noom Diawara ebenfalls zugegen sein sollte, dummerweise schneller als ich gewesen.

Der Juli ist zwar noch nicht vorbei, aber da ich nicht weiß, ob ich diese Woche noch in ein Filmtheater komme, gibt’s diesen Monatsrückblick eben schon jetzt.

Media Monday #576 : Ein ständiges Auf und Ab

Nicht nur bei den Temperaturen. Besonders ärgerlich daran war, dass ich mich am Samstag gegen Mittag zu meinem Friseurtermin gequält habe, nur um vor Ort festzustellen, dass der werte Herr mich anscheinend vergessen hatte, denn der Laden war zu. Hinzu kam, dass nun auch noch sämtliche Busse in unserer Stadt nach einem ganz neuen Plan fahren und mich keiner dort hin brachte, wo ich hin wollte.

Also war Laufen angesagt.

Aber wenigstens habe ich es am Sonntagnachmittag ins Kino geschafft und konnte endlich den Film sehen, den ich ganz oben auf meiner Will-ich-sehen-Liste stehen hatte: ELVIS. Ich kann nur eines sagen: Man hat mir nicht zu viel versprochen. Und noch eines bleibt am Ende dieses durchwachsenen Wochenendes zu sagen: Wenigstens auf den Media Monday ist noch Verlass. Ach, wenn doch alles so einfach wäre.

Media Monday # 576

1. Filme wie ELVIS habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Split-Screen-Technik in diesem Ausmaß hatte ich zuletzt in Erinnerung bei dem 60er-Jahre-Meisterwerk „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ – Teile der Handlung im Comic-Stil zu zeigen, erinnerte mich an Tarantino. Letztendlich war ich wie erschlagen. Aber im positiven Sinn.

2. Fakten der Kategorie unnützes Wissen sind natürlich immer gut für den Aha-Effekt, aber im Grunde völlig entbehrlich, wie zum Beispiel die Tatsache, dass am 16. August 1977 nicht nur Elvis Presley (R.I.P.) starb, sondern auch Tim Farriss (INXS) seinen 20. Geburtstag feierte – angeblich soll er an diesem Tag dann auch gleich die Band gegründet haben, aber ob das wahr oder nur ein Gerücht ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Das war Teil eins der Kategorie unnützes Wissen.

3. Serien haben ja durchaus den entscheidenden Vorteil, dass für das Erzählen der Handlung bzw. der Ausarbeitung von Erzählsträngen mehr Zeit bleibt. Allerdings besteht dabei auch die Gefahr, dass die Serie kein Ende mehr findet.

4. Kategorie unnützes Wissen, Teil zwei: Eine vorgebohrte Kokosnuss aufzubohren und den Inhalt mit einem Trinkhalm auszuschlürfen hilft ungemein, wenn man starken Durst hat und zum Aufschrauben einer Mineralwasserflasche keine Kraft in den Händen hat. Aber eins kann ich noch oben drauf setzen: So richtig geschmeckt hat mir dieses Wasser nicht. Aber Medizin soll ja auch helfen und nicht schmecken. Kokosnüsse gibt es außerdem auch auf Hawaii, und da ist auch Elvis aufgetreten.

5. Was mir besonders gefällt an den Filmen von Baz Luhrmann: Sie sind so episch und schön bunt und versetzen mich in eine andere Welt. Außer ELVIS fallen mir dazu jetzt noch „Strictly Ballroom“ und „Australia“ ein.

6. Ein Sommer ohne Mauersegler kann ich mir schon gar nicht mehr anders vorstellen, denn sie zaubern mir mit ihren Flugkünsten und ihren aufgeregten Rufen ein Lächeln aufs Gesicht.

7. Zuletzt habe ich viel Zeit mit Laufen verbracht, und das war einerseits bestimmt nicht das Schlechteste für die Gesundheit…

Immer schön weiterlaufen … https://www.youtube.com/watch?v=nfRGW6DKMGU

aber andererseits auch ziemlich anstrengend, weil das Baustellenslalom bei meinen Kreislaufproblemen nicht gerade der Brüller war. In diesem Sinne: Just keep walking.

ABC-Etüden 2022 – Wochen 25 & 26 – Etüde 3 – Switch! reloaded

Für meine dritte Etüde zur aktuellen Runde (hier, auf Christianes Blog) habe ich mir die zweite Illustration ausgesucht, und da mein Text eher wie eine Ansprache in 300 Wörtern klingt, in die ich die von OnlyBatsCanHang gespendeten Wörter Wiedergeburt, blümerant und antanzen eingebaut habe, passt es. Was für ein Zufall.

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Switch! reloaded

„Hurra Hurra! Nach acht Jahren Abwesenheit von der Showbühne endlich ein Lebenszeichen von einer Band, die wir gar nicht mehr auf dem Radar hatten, und dann mit neuen Songs; nicht mit unveröffentlichtem Material aus dem Archiv. Ladys und Gentlemen, auch wenn Sie glauben, hier hätte jemand im Studio mit der Stimme des verstorbenen Sängers irgendwelche Tricks angestellt: INXS haben tatsächlich einen neuen. Und er lässt sich, genau wie das ganze Album mit zwei Wörtern beschreiben: eine Wiedergeburt…“

An dieser Stelle breche ich das Lesen der ellenlangen Kundenbewertung ab und greife mir an den Kopf. Ich wusste es schon immer, füge ich in Gedanken hinzu. Natürlich ist mir klar, dass ich einige Fünf-Sterne-Rezensionen bei diesem Internetversandhaus nicht für bare Münze nehmen darf, doch dieses Geschwurbel geht auf keine Kuhhaut. Da ist einigen wohl der Gaul durchgegangen, und je länger ich mir dieses Gesülze gebe, desto blümeranter wird mir.

Igor, leg den Schalter um! Aber nicht den auf dem Albumcover, sondern den, mit dem wir für mehr Power sorgen.

Beim ersten Hördurchlauf, sind zwei, drei Songs in meinen Ohren haftengeblieben, die sich zum Wachwerden bei der morgendlichen Walkingrunde eignen; ideal, um mich warmzulaufen oder langsam einzutanzen, bevor das eigentliche schweißtreibende Programm beginnt. Antanzen, so habe ich für mich die Vorstufe zum richtigen Tanzen umbenannt. Der Rest klingt locker und entspannt, aber wenn ich ordentlich Gas geben möchte, wird es ein anderes Album tun müssen und deshalb wird „Switch“ nicht zu den Top Five der Alben meiner bevorzugten Band gehören.

Ob das für eine Kundenbewertung reicht?

Statt mich über die frappierende Ähnlichkeit der Stimmen auszulassen, gehe ich lieber darauf ein, dass diese sogenannte Dual-Layer-Disc ein Video enthält, welche Stücke den Kauf der Scheibe für mich wert waren und die zehn Euro, die ich dafür bezahlt habe, für meine Verhältnisse ein echtes Schnäppchen waren.

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Eine richtige Rezension ist dies hier zwar auch nicht geworden, spiegelt aber das wider, was ich mir manchmal so denke, wenn jemand eine Film- oder Albumbewertung veröffentlicht, auch wenn ich die in Kursivschrift „zitierte“ Meinung über das 2005 erschienene INXS-Album „Switch“ frei erfunden habe.

Geknackte Easter Eggs: die Quizauflösung zum Media Monday Nr. 573

Die Macke hat System: Was ich aus einer Laune heraus schon vor einer Woche angefangen habe, geht jetzt mit dieser Ausgabe weiter. Da habe ich jedem der Texte als Ester Egg einen Songtitel in Kursivschrift vorangestellt. Das lief gestern ähnlich und doch ein wenig anders, denn die Auflösung bekommt diesmal ihr eigenes Kapitel.

Quizauflösung, bunt gemischt:

1. Never be the same: Get the Beyoncé-Feeling… der Song von Jessica Mauboy erinnert mich ein wenig an „Halo“, gefällt mir inzwischen aber auch ein kleines Bisschen besser:

R’n’B Down Under – https://www.youtube.com/watch?v=dGOuiu0dA7o

2. 36 Grad (und es wird noch heißer): Auf die Idee bin ich beim Grillen gekommen – 2Raumwohnung sei Dank:

Der vertonte Wetterbericht – https://www.youtube.com/watch?v=wIRyoh5TClI

3. High Voltage: Die Urbesetzung – zur Zeit dreht sich die LP öfters auf meinem Plattenteller – AC/DC geht immer:

Elektrik-Trick – https://www.youtube.com/watch?v=Nnjh-zp6pP4

4. The Reflex: Herzlichen Glückwunsch, dass sie es in die Rock & Roll Hall of Fame geschafft haben – Duran Duran:

And the winner is… https://www.youtube.com/watch?v=J5ebkj9x5Ko

5. Free your mind: Schon wieder R’n’B? So langsam werde ich mir selbst unheimlich… En Vogue:

Beurteilen Sie nicht das Buch nach dem Umschlag – https://www.youtube.com/watch?v=i7iQbBbMAFE

6. Nice to meet ya: So ein Zufall: Kaum habe ich „The Outfit – Verbrechen nach Maß“ hinter mir, taucht auch schon der nächste Schneider auf. Niall Horan:

Schön, Sie kennengelernt zu haben. Der Schneider wartet schon: https://www.youtube.com/watch?v=k7jeYJA9bgY

7. Melting in the sun: Beschreibung (m)eines Gemütszustands in vier Worten. INXS:

Bevor wir noch alle in der Sonne zerfließen: https://www.youtube.com/watch?v=Q7H3uktAlIo

Ob ich das weiter so durchziehe? Keine Ahnung, aber ich weiß nur eins: Sonne macht albern.

Dienstags-Gedudel #125 : Nach Farben sortiert – Onomatopoesie *)

Weil letzte Woche Schwarz-Weiß angesagt war, gibt es heute von mir den zu diesem Thema passenden Song: „Black and White“ – aber nicht von Michael Jackson, was nahe läge, sondern von…

Live zu Gast beim WDR – https://www.youtube.com/watch?v=nc57LjS6Hk0

… INXS (als Rockpalast-Livemitschnitt vom 8. Mai 1984 aus Hamburg) von ihrem Album „Shabooh Shoobah“ aus dem Jahr 1982. Vierzig Jahre – das musste ich einfach feiern, und deshalb läuft die CD zur Zeit wieder öfters bei mir, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin.

*) Der Titel des Albums ist übrigens Rhythmus-Imitation, also pure Lautmalerei (auch Onomatopoesie genannt) ohne tiefere Bedeutung.