Dienstags-Gedudel #157 – der verspätete Geburtstagsgruß

Tage am Strand… Da man weder Sänger noch Sängerin oder gar die Band in diesem Video sieht, ist fröhliches Rätselraten angesagt. Man kann davon halten, was man will, aber da der Herr vor zwei Tagen seinen 63. Geburtstag gefeiert hätte, wenn er denn noch leben würde, habe ich heute dieses Duett ausgewählt:

Full moon, dirty hearts

kein New Moon on Monday, sondern… https://www.youtube.com/watch?v=RDZqgVTG504&t=0s

Alle, die jetzt bei den Stimmen mit Chrissie Hynde (Pretenders) und Michael Hutchence (INXS) richtig gelegen haben, dürfen sich jetzt auf die Schulter klopfen.

Media Monday #604 : happy birthday …

… hört sich dann merkwürdig an, wenn das Geburtstagskind nicht mehr unter den Lebenden weilt. Noch merkwürdiger fühlt sich die „Gratulation“ an, wenn einem die Software des Online-Gästebuchs unterstellt, Spam verbreiten zu wollen, und nur weil man zuerst seinen vollen Namen eingegeben hat. Gut, dass sich das Problem so schnell beheben ließ. Nun aber zu erfreulicheren Dingen – nämlich zum aktuellen Media Monday:

Media Monday # 604

1. Federführend verantwortlich für die australisch-britische Serie „Upright“, die ich durch Zufall auf ard one entdeckt habe, ist Tim Minchin, der nicht nur eine der beiden Hauptrollen spielt, sondern auch das Drehbuch geschrieben hat und das Werk auch gleich noch mitproduziert hat.

2. Unter der Regie von David Fincher sind nicht nur Filme entstanden, sondern auch einige Musikvideos – darunter auch das zu dem Song „Freedom! ‘90“ von George Michael, der allerdings in dem gesamten Video nicht in einer einzigen Szene zu sehen ist – dafür aber jede Menge weltberühmter Models.

3. Henry Golding wäre ja eigentlich ein Kandidat, um die Rolle des nächsten Bond mit ihm zu besetzen (jedenfalls wenn’s nach mir ginge), aber da pokert man mit ganz anderen Namen und wesentlich höher.

4. Ich habe ja erst vor kurzem gelernt, dass die Glasgow School of Art, die ich in den 1990er Jahren zusammen besichtigt habe, nicht nur 2014 bei einem Brand stark beschädigt wurde, sondern es dort 2018 ein weiteres Mal gebrannt hat, kurz vor dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten.

Ein Juwel der Arts-&-Crafts-Bewegung: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/ca/%27Glasgow_School_of_Art%27_JBU_011.jpg/1200px-%27Glasgow_School_of_Art%27_JBU_011.jpg

Seitdem könnte man meinen, dass man den Versuch eines erneuten Aufbaus aufgegeben hat, aber nein. Ein Abriss scheint nun tatsächlich vom Tisch zu sein.

5. Möchte man mich begeistern, so komme man mir mit einer interessanten, außergewöhnlichen oder brillianten Idee, und ich bin dabei. Kurzgeschichten, Romane und Gedichte von einem Bot anfertigen zu lassen, zählt allerdings nicht dazu. Diese Idee halte ich für hirnrissig und gefährlich. Warum, hatte ich schon in Teilen bei den ABC-Etüden ausgeführt, werde darauf aber garantiert nochmal eingehen.

6. Ein Genrewechsel in der singenden Zunft macht mich neugierig, aber nicht immer kann ich mich damit anfreunden. Für die von Gary Moore eingeschlagene Richtungsänderung vom Hardrock zum Blues konnte ich mich zum Beispiel damals weniger begeistern. Andersrum – wie bei AC/DC – wurde für mich eher ein Schuh draus.

Eher weniger auf dem Schirm hatte ich das, was Andrew Farriss in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat. War er in den 1980er und 1990er Jahren derjenige, der für INXS zusammen mit Michael Hutchence einen Großteil der Songs geschrieben hat, ist er nun eher im Genre der Countrymusik unterwegs, und das gar nicht mal so schlecht. Und weil’s grad so schön passt, und sein Co-Autor gestern seinen 63. Geburtstag gefeiert hätte, gibt’s jetzt ein Ständchen obendrauf. Aber nicht im Countrystil, sondern als Akustikversion mit Luft nach oben.

Cover me softly ::: Happy Birthday ::: https://www.youtube.com/watch?v=BI3CHLjG4K4

Den Song haben übrigens auch Bruce Springsteen, Green Day und die Goo Goo Dolls gecovert.

7. Zuletzt habe ich wenig Schlaf bekommen, und das war in der Nacht von Samstag auf Sonntag, weil mich ein an die Nieren gehendes Buch wachgehalten hat. Dem Autor habe ich schon ein ausführliches Feedback zukommen lassen.

Media Monday #603 : Oops I did it again…

… nämlich mir in diesem Fall einen Film innerhalb von mehreren Tagen ein zweites Mal anzuschauen, dann aber in 3D, und ich muss jetzt schon sagen, was den Zeichen- bzw. Tricktechnikstil angeht und vor allem die darin enthaltene Botschaft, fand ich „Der gestiefelte Kater: der letzte Wunsch“ um Längen besser als „Avatar: The way of water“. Auch wenn ich damit vermutlich Äpfel mit Birnen oder anderem Fallobst verglichen habe.

Um Äpfel, Birnen oder andere vitaminreiche Früchte geht es aber nicht im aktuellen Media Monday:

Media Monday # 603

1. Man mag von meinem Fimmel für eine bestimmte australische Band halten, was man möchte, aber unter der Rubrik „Dienstagsgedudel“ wird es trotzdem von mir demnächst so einige Beiträge geben (schon allein, weil ihr ehemaliger Sänger nächsten Sonntag seinen 63. Geburtstag feiern würde, wenn er denn noch lebte).

2. Wenn es um das Thema Dokus geht, fallen mir BBC-Dokumentationen über Zugvögel ein. Unter das Genre fallen für mich aber auch einige Biopics; aber nicht die durchschnittliche Erzählung nach dem gleichen Schema, sondern Werke wie „Moonage Daydream“ über und mit David Bowie oder „M.C. Escher: Reise in die Unendlichkeit“.

3. Das Publikum, das man auf dem Wave Gotik Treffen zu Pfingsten in Leipzig trifft, hat ja einen ganz spezifischen Style oder auch Look, denn das Düstere und die Vorlieben fürs Morbide in seiner Erscheinung nach außen zu tragen, gehört einfach dazu.

4. Wäre schon großartig, wenn die neue Staffel von „Doctor Who“ mal wieder etwas bodenständiger daherkäme und die Darsteller nicht durch absolutes Overacting glänzen würden, wie in den Folgen, an denen ich mich gegen Ende des letzten Jahres „erfreuen“ durfte.

5. Im noch jungen Jahr habe ich mich ja bereits für die norwegische Serie „Beforeigners“ begeistern können, das ist ein Zwölfteiler, von dem zur Zeit immer drei Folgen hintereinander Dienstagabends auf ard one laufen und in dem Menschen aus der Steinzeit, der Wikingerzeit und dem 19. Jahrhundert durch Zeitlöcher im Fjord ins Oslo der Gegenwart versetzt werden.

6. „Frau Holle“ umzuschreiben, vertreibt mir noch immer in bester Manier die Zeit und versetzt mich in Erstaunen, zu welchen Einfällen und Wendungen ich fähig bin. Und wer weiß, ob ich die Kapitel hier ebenfalls veröffentliche, sobald das letzte Kapitel vom „Glastonbury-Zwischenfall“ hochgeladen worden ist.

7. Zuletzt habe ich mir mal wieder einen Filmnachfolger angesehen und das war Fack juh Göhte 2, weil ich mal wieder Lust auf sinnfreie Berieselung hatte. Ob ich mir jedoch auch noch den dritten Teil anschaue, bleibt ungewiss – hier drängt sich mir die Frage auf, ob man wirklich von allem eine Fortsetzung braucht; eine Frage, die ich mir in letzter Zeit öfter gestellt habe, wenn ich zum Beispiel lese, dass schon Avatar 3, 4 und 5 geplant sind oder demnächst noch ein Magic-Mike-Film starten soll. Bei anderen Filmen dagegen kann ich mich generell für eine Fortsetzung begeistern, wie zum Beispiel „Die Addams Family in verrückter Tradition“, aktuell „Der gestiefelte Kater“, „Escape Room“ oder „Final Destination“.

Dienstags-Gedudel #155 – Solo für zwei : Das Fake-Duett

Nachdem bei mir das neue Jahr eher gemütlich angefangen hat, darf das heutige Duett ein knackigeres Tempo vorlegen. Okay, im wahren Leben sind diese beiden nie gemeinsam mit diesem Song aufgetreten – geschickt eingesetzte Technik machte dieses „Zusammentreffen“ möglich:

Need you tonight – Mash-Up : Kylie Minogue & Michael Hutchence

Zusammen sind wir stark: https://www.youtube.com/watch?v=bBRgoJZd73M

Welche Duette wohl noch so folgen werden?

Media Monday #596 : Let’s take this s*** to a new level

Um wegen unflätiger Ausdrucksweise nicht belangt werden zu können, habe ich das aus dem Zusammenhang gerissene Zitat von Amy Lee (Evanescence) verschlüsselt. Tja nun, was soll ich sagen: Das über zweieinhalb Jahre lange Warten auf das Doppelkonzert von Within Temptation und Evanescence, das wegen Corona dreimal verschoben wurde, hat sich tatsächlich gelohnt. Was nicht nur an dem guten Platz lag, an den ich nur durch Zufall gekommen bin (zwischen Bühne und Wellenbrechern), sondern an beiden Shows, für die die Bands alle Register zogen. Mehr dazu demnächst.

Jetzt widme ich mich erst mal der 596. Ausgabe des Media Monday – vier Sonntage folgen noch, dann haben wir die 600. Ausgabe erreicht und damit der 1. Weihnachtsfeiertag.

Media Monday # 596

1. Nun, wo wir wieder in die Zielgerade des Jahres einbiegen, wartet auf mich noch ein Kessel Buntes an kulturellen Veranstaltungen: Konzerte, Ballett und Musicalvorpremiere. Außerdem hat eine Freundin angekündigt, dass sie gerne den neuen Avatar-Film in 3D sehen würde. Vielleicht gehe ich mit ihr zusammen hin.

2. Die Adventszeit bringt es alljährlich so mit sich, dass sich die Feierlichkeiten häufen, was bei vielen schon Wochen vorher für Schweißausbrüche sorgt. Ich freu‘ mich dagegen schon drauf. Und falls es noch niemand wusste: Gegen übermäßiges Schwitzen soll runterdrosseln der Raumtemperatur helfen. Bei knackigen 19°C wird sich dann eher der gegenteilige Effekt einstellen.

3. Rugby kann durchaus als Wegbereiter für American, Canadian und Australian Football betrachtet werden, denn Regeln und Form des „Balles“ sind einander ähnlich, nur bei den Abmessungen und Ausstattung der Sportbekleidung sammeln sich die Unterschiede. Aber was rede ich da? Rugby ist ja schließlich die Urform diverser Ballsportarten.

4. Ich möchte es ja eigentlich gerne noch schaffen, meine tönernen Weihnachtsgeschenke noch rechtzeitig fertig zu bekommen und euch meinen inneren Schweinehund noch vor Jahresende zu präsentieren. Wer einen Farbwunsch hat, der darf ihn mir gerne im Kommentarfeld mitteilen – der/die erste, bei dem/der sich die gewünschte Glasur realisieren lässt, dessen/deren Namen widme ich dem Figürchen.

5. Meine Wenigkeit ist sicherlich prägend für das Genre gepflegtes Dummschwätzen mit eingestreuten Flachwitzen, schließlich bin ich schon öfters durch kryptische Andeutungen aufgefallen. Okay, diesen Blödsinn habe ich nur deshalb geschrieben, weil ich mich mit Genres nicht so gut auskenne und nicht wusste, was ich sonst schreiben sollte.

6. Gebe es eine Möglichkeit, dass ich mit einer TARDIS zu einem kulturellen Event meiner Wahl reisen könnte, ich würde mir das INXS-Konzert vom 13. Juli 1991 im Londoner Wembley-Stadion aussuchen (auch wenn meine Begeisterung ein wenig gedämpft wurde). Aber ganz ehrlich: Habt ihr etwas anderes erwartet?

7. Zuletzt habe ich online eine Reise nach Kanada gebucht und das war ein zugegeben etwas teurer Glückstreffer, weil ich dadurch tatsächlich eine Strecke von Toronto nach Vancouver zurücklegen werde. Aber im Reisepreis sind alle Flüge enthalten, und das hatte ich bei dem anderen Reiseveranstalter, mit dem ich vor drei Jahren durch Ostkanada gegondelt bin, so nicht.

Dienstags-Gedudel #148 – nach Farben sortiert : in memoriam… dieses Jahr zum 25. Mal

Anlässlich des 25. Todestags von Michael Hutchence (* 22.1.1960; † 22.11.1997) habe ich mir heute einen alten Song von INXS ausgesucht, der eher ruhig daherkommt.

red – blue – white

Underneath the colours… red blue white… catch a glimpse of others from the corner of your eye – als Textauszug aus dem Song „Underneath the colours“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1981

Live aus frühen Tagen – https://www.youtube.com/watch?v=A3DWJT2qIrU

Dieses Frühwerk besitze ich ausnahmsweise mal nicht. Keine Ahnung, warum.

Media Monday #595 : Was für eine Woche!

Sie sind wieder da !

Stell dir vor, es ist Fußball-WM, und keiner guckt zu. Okay, das wird vermutlich nicht geschehen; trotzdem habe ich es schon in meinen ABC-Etüden anklingen lassen. Ich lasse nebenbei ein Alternativprogramm laufen, und das besteht aus lauter kulturellen Highlights und Sportveranstaltungen, von denen keiner je geglaubt hat, dass sie mich mitreißen würden.

Doch das Wichtigste zuerst: Das Konzert von The Cure, auf das ich seit Wochen hingefiebert habe, hat mich derart mitgenommen (und zwar im positiven Sinn), dass mir der Schlafmangel nichts ausgemacht hat. Sich über zweieinhalb Stunden lang in alten und bisher unveröffentlichten Songs verlieren (16 reguläre + 12 Zugaben), da machte es nichts, dass ausgerechnet der eine dann doch nicht dabei war.

Wie gut, dass ich erst um neun Uhr anfangen und von zu Hause arbeiten durfte – da war die aus Ins-Bett-Fallen um ein Uhr nachts resultierende kurze Nacht nur noch halb so wild.

Nun ist das Wochenende aber auch schon wieder vorbei, und ich habe ein weiteres Kapitel meines laufenden Schreibprojekts „Mein Buch für Dich“ vollendet. Vierzehn habe ich – sieben fehlen noch. Wenn das nichts ist… Und deshalb, ab zum Media Monday – noch fünf Ausgaben, dann haben wir die 600. Ausgabe erreicht.

Media Monday # 595

1. Wenn ich nur daran denke, wie ich Ende der Neunziger Jahre in die „schwarze Szene“ hineinspaziert bin, dann wird mir heute noch warm ums Herz und gleichzeitig ein wenig wehmütig zumute, aber mit dem Konzert vom vergangenen Donnerstag konnte ich die alten Zeiten nochmal aufleben lassen.

2. Ich würde mir ja durchaus wünschen, dass es endlich mal wieder bessere Nachrichten gibt als das, was zur Zeit immer noch so abgeht. Aber hey, dafür habe ich am Samstag und Sonntag die Kraniche zurückkehren hören – das ist ja wenigstens mal etwas Schönes, auch wenn es jetzt richtig kalt wird.

3. Es wäre ja eigentlich genial, wenn ich das Prinzip der TARDIS auf meinen Alltag anwenden könnte. Eine Zeitreise bräuchte ich jetzt nicht unbedingt, aber ihre Besonderheit „innen größer als außen“ würde so manche Probleme in meinem Umfeld lösen und sie wäre die Antwort auf alle meine Fragen. In diesem Sinne:

Nein, das sind nicht The Cure – https://www.youtube.com/watch?v=Z4MYaUX17K8

4. Die Figur der/des Captain Jack Sparrow ist einfach nur kultig, allerdings birgt sie auch die Gefahr in sich, dass Johnny Depp nur noch in solchen Rollen auftauchen wird.

5. Australien ist nicht unbedingt das Reiseziel, das sich so bald anpeilen werde, aber in manchen Momenten stelle ich mir vor, wie es wohl wäre, im Rahmen unseres „Work from Anywhere“-Programms mich in Sydney oder Melbourne für drei Wochen einzumieten und von unserer Niederlassung aus zu arbeiten. Bei einem Zeitunterschied von 10 Stunden müsste ich dann allerdings von 18 Uhr bis 2 Uhr arbeiten, wenn ich in der gleichen Zeitzone wie meine Kollegen bleiben möchte. Ach ja, ein Visum bräuchte ich dann ja auch noch. Für Kanada hätte ich zwar eins, aber das wäre zeittechnisch auch nicht besser – da müsste ich dann schon um zwei oder spätestens vier Uhr morgens anfangen. Örks. Da hatte es mein japanischer Kollege letzte Woche einfacher. Er fing um 16 Uhr an und hörte um halb eins auf.

6. Wenn ich jetzt noch dazu käme, mal endlich an der U2-Fanfiction weiterzuschreiben, mit der ich vor ungefähr einem Jahr angefangen habe, dann würde sich diejenige, für die sie gedacht war, sicherlich sehr freuen.

7. Zuletzt habe ich mir das Finale der Rugby League World Championship angeschaut, und das war ein unerwartetes Vergnügen, weil ich mit diesem Sport bisher noch nichts anfangen konnte und nur ein einziges American-Football-Spiel in meinem Leben gesehen habe (Frankfurt Galaxy gegen Barcelona Dragons), und dabei habe ich mich unsagbar gelangweilt. Jetzt bin ich um einiges schlauer.

Media Monday #587 : Aus die Maus – oder der Angriff der Erklärbären

War’s das jetzt? Umstrukturierung im Job, verbunden mit Stress hin oder her, aber seit gestern überlege ich, ob ich nicht meine Schallplattensammlung auch einmal gründlich umstrukturieren und bestimmte Scheiben, die mir bisher lieb und teuer waren (vor allem teuer) erst einmal wegsortieren soll, solange das in meiner letzten Etüde angeschnittene Thema noch vor sich hin schwelt.

Wer sich mit brandgefährlichen Welterklärbären zusammentut, darf von mir keinen Beifall erwarten. Dabei ist es für mich kein Trost, dass die Band, die bei dieser Story in den Fokus geraten ist, schon seit Jahren nicht mehr existiert, und vielleicht sind seine ehemaligen Kollegen davon genausowenig begeistert (frei nach dem Motto, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt). Jedenfalls hat meine Fanbegeisterung davon einen ziemlichen Dämpfer bekommen.

Ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau, und ich wollte ja eine Abkühlung, aber doch nicht so!

Media Monday # 587

1. Filme sind für mich nicht immer ausschließlich eine Möglichkeit, den Alltag für eine Weile zu vergessen, sondern manchmal bringen sie mich auch zum Nachdenken, wie zuletzt „Moonage Daydream“, ein Film über und mit Material aus den Privatarchiven von David Bowie.

2. Wenn wir schon aufs Thema Horror zusteuern: American Horror Story ist eine wirklich außergewöhnliche Serie, die man sich nicht mal chronologisch geordnet, von Staffel eins bis zehn anzuschauen braucht, denn die anthologisch gehaltenen Staffeln sind in sich abgeschlossen und haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

3. Wenn Ende nächster Woche der für Horror prädestinierte Oktober beginnt, versuche ich, erst mal den persönlichen Horror in meinem Umfeld und rund um den Globus für mich persönlich auseinander zu sortieren. Musikalisch steige ich dann lieber auf diesen gern gehörten Horrorstreifen um:

Angst vor Spinnen hab‘ ich nicht – https://www.youtube.com/watch?v=ijxk-fgcg7c

4. Ein ungemein lesenswertes Buch ist z.B. „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery, das dazu geführt hat, dass ich die intelligenten Meeresbewohner lieber in Freiheit bewundere und sie als Gericht auf dem Teller boykottiere. Apropos habe ich es heute mit Boykottaktionen an sich.

5. Allgemein fühle ich mich dem Genre Grusel/Mystery/Horror doch sehr verbunden, denn bei vielen Geschichten kann ich da mitfiebern und Überlegungen anstellen, was hinter dem mysteriösen Geschehen wohl stecken mag. In der Realität brauche ich Horror jedoch nicht, denn was ich manchmal von anderen Leuten oder aus den Nachrichten erfahre, hat genug gruseliges Potenzial.

6. Bei den obligatorischen drei Dingen für die einsame Insel würde ich verzweifeln, weil drei Dinge alleine nicht ausreichen. Viel wichtiger wären mir Personen, die sich mit Überlebenstaktiken auskennen – von denen kann dann getrost jeder drei Artikel mitschleppen. Je mehr, desto besser. Aber bitte niemand, mit dem ich mich dann auch noch herumärgern darf.

7. Zuletzt habe ich mit einem Thema beschäftigt, von dem ich am liebsten gar nichts gehört hätte, und das war eine zufällige Entdeckung, die mich fassunglos gemacht hat, weil sie den Drummer einer von mir bisher sehr geschätzten Band betrifft. Jetzt geht es mir wie einer Freundin, die Filme mit Sean Connery boykottiert, seit sie von einem Interview Wind bekommen hat, in welchem er erklärt haben soll, es sei nicht so schlimm, wenn man einer Frau mal eine Ohrfeige verpasst, wenn sie es verdient hat. Allerdings war das schon 1965, und außerdem geht es in diesem Fall nicht um das Stichwort #metoo, sondern um das Reizthema „Covid“.

Ich finde es nämlich alles andere als prickelnd, dass besagter Herr F. auf seinem Facebook-Profil dazu aufgerufen hat, sich den sogenannten Sovereign Citizens bei ihrem Marsch zur australischen Hauptstadt anzuschließen. Das war zwar schon im Februar dieses Jahres, und mitbekommen hat davon kaum einer was. Aber mir geht’s darum, wer oder was dahintersteckt.

Man kann ja Vorbehalte gegen die eigene Impfung haben, und es ist mir inzwischen auch herzlich egal, wie oft und warum oder warum nicht sich jemand impfen lassen möchte, aber sich mit Gruppierungen zusammenzuschließen, die Verschwörungstheorien und ähnlichen Bullshit verbreiten oder ihre (wohlgemerkt demokratische) Regierung als Firma bezeichnen, von der man sich länger nicht unterdrücken lassen will, ist ein ganz anderes Kaliber. Da fühle ich mich sofort an die Reichsbürgerbewegung erinnert. Und wenn ich dann noch sehe, dass die Route am Capital Hill endet, sehe ich das Horrorszenario vom 6. Januar 2021 vor mir, als eine Menge aufgebrachter „Demonstranten“ das Kapitol in Washington stürmte.

Ich könnte jetzt auch noch das Stichwort „kulturelle Aneignung“ in den Raum werfen und mich noch ewig weiter darüber aufregen, dass sich einige dieser selbsternannten Welterklärer zum Fürsprecher einer bestimmten Bevölkerungsgruppe aufschwingen. Aber ich glaube, ich höre an dieser Stelle auf, bevor es noch völlig aus dem Ruder läuft.

Media Monday #585 : Die komprimierte Hamburgreise

Vier Stunden hin, vier Stunden zurück. Nein, die Rede ist nicht von meiner Reise von Frankfurt nach Hamburg und zurück, die vier Tage dauerte – sondern von meinem Tagesausflug nach Münster, um mir zusammen mit meiner Freundin die Andy-Warhol-Ausstellung anzusehen. Mit diversen Zügen dauerte die Fahrt nach Münster und zurück jeweils vier Stunden, also insgesamt acht. Und alles an einem einzigen Tag. Die Überraschung war groß, unter den ausgestellten Siebdrucken auch ein Porträt der verstorbenen Königin Elizabeth II zu entdecken.

Entdeckt habe ich außerdem auch, dass ich auch ohne Schirm mit halbwegs trockener Haut durch den Regen kam und dass manche Ketten besser sind als andere, was den Kaffee angeht, und dann auch noch leckeren Kuchen anbieten. Kommen wir nun zum aktuellen Media Monday, der diesmal ziemlich kurze Satzfragmente zum Auffüllen enthält.

Media Monday # 585

1. Endlich gibt es einen Teaser/Trailer zu Don’t worry Darling und ich habe ihn mir dann doch angeschaut, obwohl ich von dem unnötigen Medienrummel und den künstlich aufgebauschten „Skandalen“ schon im Vorfeld genervt war. Dabei hätte es diese ganzen übertriebenen „Skandal“-Rufe nicht gebraucht, denn ich finde ihn zumindest unter optischen Gesichtspunkten sehr interessant. Stepford Wives & Truman Show meet Verschwörungsthriller? Vielleicht kommen ja auch Aliens darin vor. So richtig kann ich das Werk noch nicht einschätzen. Links zu Trailer 1 und 2 zum Film mit Chris Pine, Florence Pugh und Harry Styles gibt es hier.

2. Konzerte sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Endlich komme ich darauf, wie das letzte Album von Iron Maiden heißt, und ich muss sagen, das Doppelalbum „Senjutsu“ ist schon ein ziemliches Brett, immerhin spielt sich die Länge von drei Songs im zweistelligen Minutenbereich ab, und das kürzeste Stück ist 4:20 lang. Klanglich gibt’s auch nicht zu meckern – da steht für mich jetzt schon fest: Das wird mein persönliches „neues“ Album des Jahres.

3. Es ist schon erstaunlich, wie schlecht manche LPs klanglich bei ihrer Erstveröffentlichung gewesen sein müssen, weshalb man sich überlegt hat, es bei der Neuveröffentlichung besser zu machen. Im aktuellen Fall habe ich bei dem 2019 neu aufgelegten Album „Live Baby Live“ von INXS zugegriffen. Hier war man so clever, nicht nur ausschließlich die 22 Songs des Konzerts vom 13. Juli 1991 neu abzumischen, sondern sie auf drei LPs zu pressen – und nicht wie bei dem „Live-Album“ von 1991 sechzehn Songs von verschiedenen Gigs der Welttournee zusammenzuschneiden und auf eine einzige Scheibe zu quetschen. Aber auch die Verpackung inclusive Booklet kann sich bei der neuen Fassung wirklich sehen lassen.

Do wot you do? (mach ich doch sowieso) – dieser Song war nicht Teil des Konzerts. Eigentlich schade… https://www.youtube.com/watch?v=yzAepMHp_1M&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=27

4. Im Falle von bestimmten, angeblichen Zensurskandalen hätte man vielleicht einfach mal selber die Klappe bzw. die Finger still halten können, bevor man seinen Hass in die weite Welt hinausplärrt und das böse W-Wort als Diffamierung den anderen in den Kommentaren um die Ohren haut. Denn bei dem, was da angeblich verboten werden sollte, ging es nicht um die uralten Originale und deren Urheber, sondern um die – um es salopp auszudrücken – Fanfiction aus diesem Jahr.

5. Ich würde es ja feiern, wenn nicht jeder Pups auf Tiktok und Twitter zu Aufregungswellen führen würde, die mir im Moment so unglaublich auf die Nerven gehen. Ob es um König Charles III geht oder andere Persönlichkeiten – wer auch immer aus dem Zusammenhang gerissene Filmchen auf gewissen Plattformen hochlädt, hat vermutlich nichts besseres zu tun oder zu viel Zeit, um sie sinnlos zu verplempern. Nein, nicht jedes Filmchen ist eine Nachricht oder gar einen Shitstorm wert, auch wenn das einige Zeitgenossen gerne so hätten.

6. Überraschend gut gealtert ist der Film „Footloose“ aus den 1980er Jahren, wie ich am vergangenen Sonntag, den 4. September, feststellen durfte.

7. Zuletzt habe ich ein weiteres Kapitel meines „Mein Buch für Dich“-Challengebeitrags namens „Der Glastonbury-Zwischenfall“ geschrieben, und das war längst fällig, weil ich die Eingebung, wie’s weitergehen soll, schon am Donnerstag hatte, aber wegen der Sondermeldung aus dem Vereinigten Königreich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Nun liegen noch 19 Kapitel vor mir.

The Glastonbury Tor? – Screenshot bei 6:16 im Video zu „The Pilgrimage“ von Saxon – https://www.youtube.com/watch?v=BgjJf-WpEis&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=28

Und wer sich fragt, worum es bei „Mein Buch für Dich“ geht, für den habe ich jetzt die Erklärung. Bei der Challenge mussten alle Teilnehmer sogenannte Rohentwürfe in 20 bis 25 Kapiteln entwerfen, die dann an jemand anderes verlost wurden – die müssen dann aus dem Entwurf bis zum 1. März 2023 ein komplettes Buch schreiben und sich dabei an die Vorgabe halten, haben dann aber auch sämtliche Rechte an dem Buch, das sie schreiben, unter der Bedingung, dass die Urheber im Vorwort oder Klappentext namentlich genannt werden.

In dem an mich verlosten Entwurf geht es um eine Gruppe Jugendliche, die durch Zufall auf einen Schatz stoßen und dabei den Gangstern, die ebenfalls hinter dem Schatz her sind, in die Quere kommen. Und dann ist da noch eine dritte Gruppe, die ebenfalls nichts Gutes im Schilde führt. Welche Art von religiösen Siedlern oder Stamm die Ideengeberin des Entwurfs vor Augen hatte ich nicht, aber ich tendiere ganz stark in Richtung Druiden bzw. Neuheiden – das lässt genügend Raum für Spekulationen und Drama.

Media Monday #581 : Der datumsübergreifende Gedenktag

Diese verwirrende und auf den ersten Blick wenig sinnstiftende Überschrift soll mich daran erinnern, dass morgen nicht nur der 45. Todestag von Elvis Presley naht, sondern auch Tim Farriss, der ehemalige Leadgitarrist von INXS seinen 65. Geburtstag feiert. Datumsgrenze hin oder her – zum Glück fallen die sieben Lückentexte des 581. Media Monday keiner Zeitverschiebung zum Opfer:

Media Monday # 581

1. Bei der Hitze im Moment bleibt einem ja eigentlich kaum etwas anderes übrig, als Aktivitäten an Orte zu verlagern, an denen es kühler ist. Sofern man die Zeit dazu hat, bietet es sich doch geradezu an, den Keller auszumisten – jedenfalls ging es mir so. Auf Schätze bin ich dabei nicht gestoßen, sondern auf jede Menge Müll, den seit Jahren niemand mehr braucht.

2. Wirklich empfehlenswerte Sommer- oder Urlaubslektüre für die mentale Abkühlung wäre z.B. der Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ von Christoph Ransmayr über die österreichisch-ungarische Polarexpedition von 1872 bis 1874, bei der eine Inselgruppe östlich von Spitzbergen entdeckt wurde.

3. „The Day after tomorrow“ wäre ein Film, der regelrecht Abkühlung verspricht, schließlich geht es darin um eine Eiszeit unvorstellbaren Ausmaßes. „Snowpiercer“, „The Lodge“, „Shining“ oder sogar „Everest“ lägen auch noch im Bereich des Möglichen. Denkbar wäre aber theoretisch jeder Film, vorausgesetzt die Klimaanlage im Kino läuft – und man wird nicht per Aushang darauf hingewiesen, dass letztere wegen technischer Schwierigkeiten defekt ist, wie neulich, als ich mir „Thor – Love and Thunder“ ansehen wollte. PS: Am Mittwoch gibt es in einer Sondervorstellung „La Dolce Vita“ von 1960 zu bewundern – ein Klassiker, in dem Anita Ekberg in den Trevi-Brunnen steigt. Vielleicht wäre ja das die Lösung für mein Dilemma.

4. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie ich bei der nächsten Möglichkeit wieder ein Open-Air-Konzert aufsuche, vorzugsweise im nächstgelegenen Stadion. Dann aber werde ich mich rechtzeitig vorher darüber schlau machen, wie die Reihen auf den Tribünen angeordnet sind, denn für mich gibt es nichts unangenehmeres als eine steile Treppe ohne Geländer hinabzusteigen.

5. Das Äußere von R2D2 und C3PO (Star Wars) ist in etwa vergleichbar mit dem von den Daleks und den Cybermen (Doctor Who) –  und das ist ein Vergleich, von dem ich nicht mehr weiß, wer vor Jahren damit als erstes um die Ecke kam: mein Mann oder ich – hier der Beweis:

oben Star Wars, unten Doctor Who, Quelle: https://pbs.twimg.com/media/DTPfmDHVwAEbx3a.jpg

6. Spät abends, wenn die Nächte lauschig und die Temperaturen milder werden, kann ich von draußen seltsame Geräusche wahrnehmen. Es wird wahrscheinlich irgendein Tier sein, z.B. ein Marder, ein Igel oder eine durch die Nacht streifende Katze, wenn ich das Geraschel und Geschrei richtig interpretiere. In solchen Fällen empfiehlt es sich, vorher keinen Horrorfilm gesehen zu haben, weshalb ich ganz froh bin, dass ich mir „Nope“ erst noch anschauen werde und es nicht bereits am Freitag getan habe, wie ursprünglich geplant.

7. Zuletzt habe ich mich mit einer Freundin getroffen, und das war zu einer ganz ungewohnten Uhrzeit, weil wir uns bisher meistens nachmittags getroffen haben. !

PS: Jubilate! Laut Statistik ist dies mein 2000. veröffentlichter Beitrag – wie der folgende Screenshot zeigt: