Wenn Dir alle sagen, dass sie den November furchtbar finden,

 

dann ist es Zeit für Dich, ihn Dir zu verschönern. Wie sagte ich noch neulich zu meiner Schwester? „Wenn der Monat schon sch**** ist, dann soll wenigstens das Kalenderbild was hermachen.“ Warum auf dieser Stufe stehenbleiben? Klar, es wird deutlich früher dunkel als sonst, aber auch das geht vorüber. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass dieser Monat so viele Konzert- und Kinobesuche für mich bereit hält, wie schon lange nicht mehr.

Den Anfang hat das Konzert der irischen Band „Walking on Cars“ am Sonntag, den 3. November gemacht; ich habe zwar nur die Hälfte davon mitbekommen, aber die war dafür richtig gut, und die Band spielte die Lieder, die mir von ihrem Album „Colours“ am besten gefallen.

Noch ein Konzert erwartet mich am Sonntag, den 24. November, aber diesmal habe ich einen Sitzplatz und laufe nicht Gefahr, in der Masse eng zusammenstehender Besucher erdrückt zu werden. Bruce Guthro, der ehemalige Sänger der schottischen Folk-Rock-Band Runrig, die sich letztes Jahr aufgelöst hat, kommt im Rahmen seiner Celtic-Christmas-Tournee in die Jahrhunderthalle in Höchst. Auf das Programm, laut Ankündigung eine „Mischung aus Songs seiner kanadischen Heimat, Irischen Klassikern und einer Reihe berühmter englischer Weihnachtslieder“ besteht, bin ich schon sehr gespannt (Quelle: https://www.adticket.de/images/event/b/xbruce_guthro_2019.jpg.pagespeed.ic.5HFBTJiXVO.jpg).

 

Außerdem muss ich feststellen, dass immer mehr Kinos versuchen, mit sogenannten Events zu punkten. Schon letztes Jahr hatte das Kinopolis im Main-Taunus-Zentrum mit bestimmten Sondervorstellungen mit dem Schwerpunkt auf Klassik und Ballett geworben – dieses Jahr hat das Cinéma in Frankfurt am Main eine ähnliche Idee gehabt. In der Reihe „Royal Opera House“ werden zu bestimmten Terminen Opern- und Ballettinszenierungen live aus dem Londoner Royal Opera House direkt in den größten Saal des Kinos übertragen, und ich habe dann auch sofort Tickets für die Oper „Fidelio“ als Geschenk für meine beste Freundin erworben. Leider ist die Aufführung erst im nächsten März, aber manchmal muss man schnell sein und darf nicht lange überlegen.

Zugreifen, bevor alles weg ist, war dann auch meine Devise für den Film „SPIRITS in the Forest“, gedreht von Anton Corbijn, der am 21. und 24. November im Cinemaxx gezeigt wird, jeweils in zwei Vorstellungen an einem Abend: Depeche Mode 2017/2018 live in Concert, und zwar zum Abschluss ihrer „Global Spirits“-Tour auf der Berliner Waldbühne – ergänzt um zusätzliches Filmmaterial. Da von Anton Corbijn auch das Musikporträt „Control“ über die Band Joy Division stammt, kann ich mir vorstellen, dass „SPIRITS“ keine Enttäuschung werden wird, was vermutlich all jene auch denken, die dafür gesorgt haben, dass 20-Uhr-Vorstellung bereits so gut wie ausgebucht ist. Übrigens hatte ich erst einmal die Chance, die Band live zu sehen. Das war in den Neunziger Jahren, und danach gab es entweder keine Tickets mehr oder sie waren zu teuer. Vielleicht ist ein Konzert im Kino zu erleben, nicht dasselbe, aber dafür habe ich kein Gedränge, dessen ich mich erwehren muss (Quelle: https://cdn.cinemaxx.de/-/media/images/cinemaxx/cinemaxxposter/26631-100901577cxxposter1-posterjpg.jpg)      

 

Das gleiche gilt für ein Special-Event, das mich als Fan ganz besonders freut. Mehr Achtziger Jahre geht nicht? Irrtum: Wir liefen die Neunziger gleich mit, denn der bereits auf DVD veröffentlichte Mitschnitt des INXS-Konzerts vom 13. Juli 1991 im Londoner Wembleystadion ist jetzt nochmal extra für eine einzige Kinovorstellung am 27.11.2019 restauriert worden, dafür dann aber gleich quer durch die ganze Republik und rund um die ganze Welt (ab dem 14. November in Australien und Neuseeland, ab dem 9. Dezember in Nord- und Südamerika und ab dem 27. November international / Bildquelle: https://trailer.kinopolis.de/assets/4b5cde32/lblonesheetcineventsde.jpg)

Wow! Was für ein Aufwand für einen einzigen Abend. Ich habe zwar keine Ahnung, was „4K“ bedeutet, aber wenn die Bild- und Tonqualität wirklich so brilliant sind, wie das Kinopolis auf seiner Homepage damit wirbt, dann kann ich mich auf ein „very special concert event“ freuen. Da ich die Band nie live gesehen habe, wäre das für mich dann eine Verbesserung gegenüber der Option „DVD“, denn gegen eine riesige Kinoleinwand kommt mein Fernsehbildschirm oder Laptopmonitor  dann doch nicht an, und die Boxen kann ich zu Hause auch nicht so aufdrehen, wie ich gerne möchte. Ich bin mal gespannt, wie viele Besucher sich außer mir noch einfinden werden; bis jetzt sind jedenfalls noch nicht viele Reservierungen eingegangen.

Und ich Dussel habe im Sommer noch gedacht, mit der Filmdoku von Richard Lowenstein über den Sänger der Band wäre es das schon gewesen. Wie man sich irren kann…

 

22 Wochen, 1 Objekt: Woche #11 – Versammlung Down Under

 

Die 11. Woche des Fotoprojekts „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von wortman und aequitasetveritas ist da. Diesmal habe ich es mit Souvenirs Down Under garniert. Als Mitbringsel aus Berlin. Inclusive der Kinokarte für „Book Week“. Sehr kreativ ist das zwar nicht, aber hat für mich Erinnerungswert. Mein Schienbein in allen Regenbogenfarben erinnert mich täglich daran – mit einer Prellung, die noch vom Vortag stammt, ist man vielleicht nicht ganz so gut zu Fuß, aber lasse ich mich durch so eine Panne aufhalten? Und im Kino zu sitzen, ist dem Heilungsprozess ja nicht abträglich.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

Media Monday # 431 : Die Berlin-Edition

 

Pünktlich zum Wochenbeginn habe ich einen Tag Sonderurlaub eingetragen und diesen für die Heimreise genutzt, denn ich war am Wochenende in Berlin, und zwar hier – ein gesonderter Reisebericht mit Fotos wird in Kürze folgen… (https://i.pinimg.com/564x/d1/a3/9d/d1a39dfd325f581e270096bc6c2e748d.jpg)

Doch jetzt gibt’s erst mal wieder den Media Monday:

Media Monday # 431

1. Für viele steht ja der Oktober – Stichwort: Horrorctober – ganz im Zeichen von Horrorfilmen – ich finde die Idee dahinter an sich nicht schlecht, aber eine Liste mit 13 Filmen abzuarbeiten, kann ich mir im Moment für mich nicht vorstellen. Vielleicht im nächsten Jahr.

2. Besonders gefallen hat mir ja am vergangenen Monat dass ich es nach zwei Fehlgriffen davor doch noch geschafft habe, zwei Filme zu sehen, die mir sehr am Herzen lagen – den einen am vergangenen  Mittwoch zu Hause und den anderen gestern Abend in Berlin.

3. Wobei ich es gern noch geschafft hätte mir in Berlin noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit anzusehen. Leider haben dies gleich mehrere Faktoren verhindert: 1) das regnerische Wetter, bei dem mir Fotos nicht so gut gelingen, 2) meine Prellung, die ich seit Freitag mit mir herumschleppe und 3) die unglaublichen Menschenmassen, zwischen die ich geraten bin.

4. Nun, da sich langsam die „Sommer, Sonne, draußen“-Zeit dem Ende neigt, freue ich mich auf den Geruch, der in der Luft hängt, weil meine Nachbarn mit Holz heizen und auf das bunte Laub, das an den Bäumen prangt. Einen Vorgeschmack habe ich im Berliner Zoo auf der Suche nach den kleinen Pandas bekommen.

5. Langes Warten nervt mich ja oft weit mehr, als es eigentlich sollte, aber mit dem richtigen Unterhaltungsprogramm (Bücher, Musik, Sudokus) lässt es sich besser ertragen.

6. Was ich mir für das letzte Quartal in diesem Jahr mal vornehmen könnte wäre, gewisse Bereiche des Hauses zu entrümpeln, zum Beispiel den Keller.

7. Zuletzt habe ich ein Wochenende in Berlin gegönnt, und das war bei der Ankunft ein Schock für mich, weil ich keine Ahnung hatte, dass es wegen des Berlin-Marathons so voll und teuer war. Aber ich habe das beste daraus gemacht und mein Programm mit kleinen Änderungen durchgezogen.

Und der Sonntagabend war nicht nur, was den Film anging, so gut wie ich gedacht hatte, sondern weil es auch noch leckeres Essen und Wein gab, gesponsert von der australischen Botschaft. Ein Kompliment an den Caterer, auf dessen Konto diese riesigen und superleckeren Frikadellen gehen.

 

 

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #7

 

Mein Tagebuch ist zusammen mit mir für das Fotoprojekt „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman nach Toronto gereist. Im Royal Ontario Museum gab es eine Sonderausstellung mit dem Titel „It’s alive“, in der die von dem Metallica-Gitarristen  Kirk Hammett gesammelten Hororfilmplakate und einige Filmkostüme noch bis Januar zu sehen sind.

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Hier darf sich mein Objekt an der Eintrittskarte festklammern, obwohl die Exponate am Ende gar nicht so furchteinflößend gewesen sind. Vermutlich waren es die vielen Saurierskelette im ersten Stock des Museums, die bei ihm für Respekt gesorgt haben.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

„the final countdown“ – meine beiden Verlängerungstage

 

Die Rundreise lag nun hinter mir – bis zu meinem Abflug blieben mir noch zwei ganze Tage in

Toronto

der Stadt, von der ich zwar einiges gesehen hatte, aber nicht das, was ich mir insgeheim vorgenommen hatte. Dazu gehörten nicht nur ein Museumsbesuch und eine Fahrt zu den Toronto Islands, sondern auch der Versuch, an Karten für eine Show zu gelangen.

 

Andere waren spontan mehr für Baseball zu haben, da die Blue Jays ein großes Spiel hatten (wofür auch kräftig die Werbetrommel gerührt wurde) – aber mit Sportveranstaltungen kann man mich jagen. Lieber laufe ich selbst, als anderen dabei zuzusehen, wie sie einem Ball, Ei oder Puck nachjagen, sei es Fußball, Baseball, Rugby oder Hockey, von Basketball ganz zu schweigen.

Was Basketball betrifft, gab es am Freitag lange Schlangen vor einem Laden, der die neuesten Air-Jordan-Sneakers feilbot. Die Massen an Leuten mit Campingstühlchen, die von Polizisten und Security bewacht wurden, erinnerten mich an den Hype, wenn ein neues i-phone auf den Markt kommt und jeder als erster so ein Teil haben will.

 

The Monster Mash

Rette sich, wer kann! So lautete der Untertitel der Sonderausstellung „It’s alive“ im Royal Ontario Museum. Von solchen Ausstellungen erfahre ich grundsätzlich erst vor Ort, und in diesem Fall verbarg sich dahinter eine Wanderausstellung mit dem vollen Titel „Classic Horror and Sci-Fi Art from the Kirk Hammett Collection : July 13, 2019 – January 5, 2020“ – die Exponate bestanden aus alten Horrorfilmplakaten und Filmkostümen, die der Gitarrist von Metallica seit Jahren sammelt.

 

Dass sich in der Sammlung auch speziell gestaltete Gitarren befanden, war für mich das Tüpfelchen auf dem I.

Gut, dass ich von meinem ursprünglichen Plan abgewichen bin, das Museum nur wegen der asiatischen Kunst und dessen futuristischer Archtitektur zu besuchen.

Besser gesagt, ist das Museum ein alter Bau mit atemberaubenden Details im Foyer, und nur die Fassade des Anbaus ist modern und verzichtet auf vertikale und horizontale Linien.

 

 

Und weil’s so schön war, schlug ich dem Regen im Bata Shoe Museum ein Schnippchen, die ideale Ergänzung zu „It’s alive“, denn hier konnte ich die zweifarbigen Schuhe von Bela Lugosi bewundern (auch ein Star des Horrorfilms) –

 

– und die Stiefel von Elton John.

Diamonds are a girl’s best friends & Some like it hot

Nach so viel Kultur nahm ich mein Lauf- bzw. Walktraining wieder auf. Im Takt der Musik immer schön vorbei an den hochpreisigen Designerläden in der Bloor Street und den CN-Tower zum x-ten Mal erneut im Blick, walkte ich zur Abwechslung mal eine andere Straße zum Hafen hinunter, um mich nach den Abfahrtszeiten der Wassertaxis zu erkundigen. Lange ausdehnen wollte ich meinen Aufenthalt am nächsten Tag auf einer der Toronto Islands auch nicht, denn das Musical in dem wunderschönen „Elgin & Winter Gardens“-Theater wollte ich auf keinen Fall verpassen. Vorher vielleicht noch ein Bierchen im Distillery District… volles Programm.

 

Kaffee, schwarz, ohne Milch, ohne Zucker, und ohne künstliche Aromen – egal ob im Pappbecher oder nicht – und heiße Musik auf den Ohren, so lässt sich der Nachmittag aushalten. Der Meinung schien auch derjenige zu sein, der in mir die perfekte Begleitung für sein Night Clubbing gefunden zu haben schien und sich gleich meine Handynummer notieren wollte. Well, well, not so quick: Manchmal trügt der Schein, und das Object of Interest hat kein weitergehendes Interesse an einer Fortführung dieses nicht eingetretenen Dates, poor guy., auch wenn Du noch so charmant bist. Aber er nahm’s sportlich und mit Humor. Vielleicht ist ja woanders noch Luft nach oben.

 

Islands in the stream : just like the old times

Wo es allerdings keine Luft mehr nach oben gab, war mein Smartphone – das signalisierte mir, nachdem ich auf der Centre Island einen nach Futter tauchenden Schwan vor der Skyline von Toronto fotografiert hatte, dass nun der Speicher voll sei. Dumm gelaufen, denn öffnen ließen sich die Dateien auch nicht mehr.

Na gut, den Rest des Tages gab es halt kein Geknipse mehr. Auch gut, erleben wir die verbleibende Zeit wieder so wie früher, als ich noch nicht das Bedürfnis hatte, alles und jeden zu fotografieren, und vom Destillery District, wo es auch sehr gutes Bier gab, hatte ich nun schon Bilder in Hülle und Fülle.

 

The show must go on: Elgin & Winter Gardens

Daher habe ich auch keine Innenaufnahmen von diesem über hundert Jahre alten Theater, das einen noch immer funktionstüchtigen und von Hand betriebenen Aufzug aus dem Jahr 1913 besitzt – mit Gittertüren, die man von innen zuziehen kann, wie man sie aus alten französischen Filmen kennt.

Angeschaut habe ich mir das kanadische Musical „Come from away“, das auch schon am Broadway aufgeführt worden ist. Die Show war zwar am Donnerstagabend bereits ausverkauft, aber für die Aufführung am Freitagabend gab es noch vereinzelt Karten. Da habe ich doch gerne zugegriffen, auch wenn 75 Dollar nicht das Schnäppchen des Tages waren. Ganz weit vorne zu sitzen und dann eine Show zu genießen, bei der nicht nur die Darsteller durchweg briliant gespielt haben, sondern die Musik mit Einflüssen aus Folk und Country auch noch meinen Geschmack traf, war mir jeden Cent wert.

Come from away“ hat die Geschichte des kleinen neufundländischen Örtchens Gander zum Thema, das nach dem 11. September 2001 plötzlich 7000 gestrandeten Passagieren, deren Flüge umgeleitet wurden, Unterkunft und Verpflegung gewähren sollte. Auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe, weil doch ziemlich schnell gesprochen wurde, hat mich die Aufführung mitgerissen, und am Ende gab es Standing Ovations für das gesamte Ensemble, auch für die Musiker, die man die ganze Zeit über gar nicht sehen konnte.

Not enough time : Move on

Wie gerne wäre ich noch länger geblieben, trotz einiger kleiner Pannen wie dem steckengebliebenen Aufzug oder der versehentlich vom Hotel deaktivierten Schlüsselkarte fürs Zimmer. Auch das im Hilton in diesem einen Turm nicht existierende Zimmer oder die Orientierungshilfen im 20. Stock des Chelsea Hotels, die mich an die Dr.-Who-Folge „Götterspeise“ (Praise him) denken ließen, gehören zu den Episoden, die ich mit Humor genommen habe.

 

 

Aber irgendwann muss ja jeder einmal nach Hause, und bekanntlich soll man gehen, wenn es am schönsten ist. Wie wahr, denn am Tag der Abreise goss es wie aus Eimern.

Kein schöner Abschied, aber einer der den Flug nach Hause erträglicher machte. Bei dem ich übrigens in der vordersten Reihe der Economy Class sitzen und mit viel Beinfreiheit das Bordprogramm genießen durfte. „Crazy Rich Asians“ zu gucken und dabei dem Kabinenpersonal zuzusehen, wie es den beiden Klassen im vorderen Bereich Champagner und ausgewählte Leckereien serviert, hat seinen ganz eigenen Charme. Mir hat der französische Rotwein aus der Plastikflasche auch gemundet und kam genauso sicher an wie der Rest um mich herum.   

 


PS: Als ich meine Reiseberichte endlich alle komplett hatte, ist mir aufgefallen, dass diese zwei Wochen doch sehr musikalisch geprägt waren. Doch das ist eine ganz andere Story, die in eine andere Kategorie gehört.

 

 

 

„Der Osten Kanadas“ – Tag 9 und 10

 

Wir kamen der Natur auf die Spur, denn auf der vorletzten Teilstrecke

Ottawa – Midland – Niagara Falls

fuhren wir durch den Algonquin National Park. Der Wanderweg entpuppte sich als ein gut begehbarer Spazierpfad durch das Logging Museum, das sich der Geschichte der Holzfäller widmet. Besonders gut gefallen hat mir der See, auf dem sich gelbe und weiße Seerosen ausbreiteten. Zwar nicht ganz so üppig, wie in Dänemark oder im Taunus, aber dafür kündigte sich bereits der Indian Summer mit vereinzelten Laubverfärbungen an.

 

 

Die Mittagspause verbrachte ich lieber die ganze Zeit über an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Wald. Besser dort als in der rummeligen Picknick Area.

I am searching …

nach dem Besonderen, das es in Midland zu sehen geben sollte. Ja, okay, die Wandmalereien und das Hafengebiet dieses kleinen Städtchens waren sehr hübsch, aber da unser Hotel am anderen Ende der Stadt direkt am Highway lag, hatte ich nach diesem anstrengenden Tag kein Verlangen mehr danach, viele Kilometer zu laufen. Ich wollte nicht mal mehr das Hotel verlassen, und da hatte ich nun den Salat. In der Lobby hatte ich große Chipstüten gesehen, aber als ich vor dem Regal stand, erschien mir der Griff nach einem Mikrowellengericht sinnvoller. Eine nette Hotelangestellte gab mir statt dessen den Flyer eines Pizzalieferdienstes, den ich dann auch prompt mitnahm. „Ice Age“ in der Originalversion ohne Untertitel zu gucken und dabei eine leckere Pizza zu verspeisen, die bis vor die Zimmertür geliefert wird, hat definitiv was. Das einzig seltsame war, dass YTV denselben Film gleich danach nochmal gezeigt hat.

Das Frühstück gab es in der ehemaligen Missionsstation Sainte-Marie among the Hurons, die wir vor unserer Weiterfahrt nach Niagara Falls besichtigt haben.

 

Pretty Vegas

Warum bis nach Las Vegas fahren, wenn es Niagara Falls gibt. Wer allerdings mit dem Gedanken spielt, über die große Brücke zu spazieren, um einen Abstecher in die USA zu unternehmen, sollte gültige Papiere dabeihaben, sonst heißt es am Ende „Houston, wir haben ein Problem“. Neben einer Fahrt mit Hornblower Cruises zum Fuß der kanadischen Horseshoe Falls stand auf meinem Programm noch eine Fahrt auf den Skylon Tower hinauf eine Runde mit dem Sky Wheel, einem Riesenrad, das bis zwei Uhr morgens fährt.

 

 

Mittlerweile kannte ich das Programm in- und auswendig und hörte nur noch mit halbem Ohr hin, als plötzlich der Name „Hard Rock Café“ fiel.

 

Moment mal – hatte ich nicht vor meinem Urlaub noch dessen Seite im Internet besucht und den Informationen dort entnommen, dass das letzte in Kanada 2017 geschlossen wurde und es eines an den Niagarafällen geben würde, aber auf der amerikanischen Seite? Aber da war es tatsächlich. Damit war mein Programm um einen Punkt reicher, und meine Reisekasse um einige Dollar ärmer, denn ich es gab zu Hause zwei Leute, denen ich T-Shirts von dort mitbringen sollte. Wenigstens wiegen die Dinger nicht viel, und wo zwei neue Shirts im Koffer Platz haben, da kommt es auch auf ein drittes (für mich) nicht mehr an. Außerdem kann es nie schaden, ein frisches Shirt in Reserve zu haben, zumal bei Temperaturen um die 30°C und sengender Sonne.

 

Crash Boom Bang

Der Ausblick vom Skylon Tower und vom Riesenrad waren wirklich beeindruckend, schon allein wegen des Sonnenuntergangs und weil der Vollmond hoch über den Wasserfällen stand. Leider fing das Feuerwerk genau in dem Moment an, als ich aus dem Riesenrad stieg und mir einen Weg durch die Masse bahnte. Viel gesehen habe ich davon nichts, aber wenn ich meinen Mitreisenden glauben darf, war das Feuerwerk in Ottawa um einiges größer. Dafür war das Angebot an Süßwaren hier unschlagbar. Wenigstens ein Trost für mich – aber auf mich wartete noch der Besuch des Hard Rock Cafés.

Mister Brightside

Am Abend stand auf der kleinen Bühne draußen vor der Bar noch ein Musiker mit Gitarre, der gar nicht mal so übel aufspielte, aber die junge Sängerin mit Gitarre, die ich am Nachmittag hatte erleben dürfen, war dann doch mehr nach meinem Geschmack gewesen.

 

Richtig interessant fand ich jedoch nicht das Angebot an Merchandising-Artikeln, sondern die Gitarrenkollektion im Café selbst. Signierte Gitarren von Garbage, Lenny Kravitz, ZZ Top, Ozzy Osbourne, dem Tennisspieler John McEnroe und vielen anderen – und zwischendrin verschiedene goldene Schallplatten… besser gjng es nicht. Außer vielleicht noch der Mini Walk of Fame, mit Sternen für die Eagles, John Lennon und Rod Stewart.

 

 

Wie lange der Weg ins Hotel dann noch werden kann, bekam ich am eigenen Leib zu spüren. Wenn das nächste WC noch weit ist und die Ampeln im Schneckentempo arbeiten, ist man froh über jede Alternative – in meinem Fall war’s die Cocktailbar, wo ich noch einen letzten Absacker bestellte, bevor ich mir an der letzten Ampel vorm Hotel zu den Klängen der Originalversion von „Mister Brightside“ einen Wolf wartete.

 

 

Kleiner Nachtrag zu diesem erlebnisreichen Tag:

Den Wolf habe ich mir auch im Hilton gelaufen, da ich zuerst den Aufzug in den falschen von drei Türmen genommen habe. Und ordentlich nass geworden sind wir auf dem Niagarafluss schließlich doch, da konnten auch die verliehenen Regenponchos in schickem Pink nicht viel ausrichten. Mein Smartphone lag wasserdicht verpackt in seiner Tupperbox im Rucksack, der wundersamerweise trocken blieb. Aber zu einem Foto von mir vor den Fällen bin ich am nächsten Tag dann doch noch gekommen.                  

 


Endspurt: Als letztes warteten noch Niagara on the Lake und Toronto auf uns.

ABC Photography : X wie Xenon

 

Die Edelgase, auch inerte Gase oder Inertgase bilden eine Gruppe im Periodensystem der Elemente, die sieben Elemente umfasst: Helium, Neon, Argon, Krypton, Radon, Oganesson und Xenon. Daher lautet mein heutiger Beitrag zumneuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert:

X wie Xenon

Xenon sorgt für Beleuchtung im Straßenverkehr. Ob Kunstobjekte ebenfalls von Xenon zum Strahlen gebracht werden – Tatort Luminale 2016 -, weiß ich nicht, aber ich zeige sie hier trotzdem:

 

 

Das ganze gibt es auch in warmen Farben:

 

 

Vorstellbar wäre es. Moderne Scheinwerfer werden ja auch mit Hilfe von Xenon zum Leuchten gebracht.

Mittendrin Mittwoch : 1Q84

 

Letztes Jahr habe ich das Lesen neu entdeckt und interessiere mich nun verstärkt für Romane, die vor längerem Bestseller gewesen sind. Das ist die Gelegenheit für mich, beim sogenannten Mittendrin Mittwoch auf elizzys Blog mitzumachen. Und darum geht’s beim Mittendrin Mittwoch:

 

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Beim Mittendrin Mittwoch geht es um Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese. Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern in denen ich gerade mittendrin feststecke. Dabei lautet die Aufgabe: In welchem Buch liest du? – Wie sehen deine nächsten Zeilen aus? – Lass mir gerne den Link zu deinem Beitrag da.

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Zur Zeit stecke ich mitten im ersten Teil der Trilogie1Q84von Haruki Murakami, mit über 1000 Seiten ein richtig dicker Wälzer:

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Und wenn in einem Roman etwas vorkommt, das die Leser noch nie gesehen haben, brauchen sie in der Regel eine möglichst detaillierte und anschauliche Schilderung. Was man auslassen kann oder sogar muss, sind Beschreibungen von Dingen, die jeder kennt.

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Diesen hilfreichen Tip für das Schreiben von Geschichten habe ich auf Seite 308 gefunden. Zwei Drittel des Buches (Band 1&2, erschienen bei Dumont, ISBN 978-3-8321-9587-8) habe ich noch vor mir, und wenn es so flüssig voran geht mit dieser Geschichte von Personen, die sich 1984 plötzlich in einer Parallelwelt wiederfinden, dann habe ich gute Chancen, das Werk bald ausgelesen zu haben.

ABC Photography : W wie Whiskywanderung

 

Das Projekt ABC“ von wortman neigt sich langsam dem Ende zu – nur noch sieben Beiträge, der Countdown läuft. Eine Warnung vorab: Mein Beitrag zum Buchstaben W soll weder Schleichwerbung sein noch zum maßlosen Alkoholkonsum aufrufen – auch wenn es darin um Whisky geht, nämlich

W wie Whiskywanderung

Eine Whiskywanderung ist eine Wanderung durch eine reizvolle Landschaft, bei der an sechs Haltepunkten Whisky verkostet wird. Böse Zungen behaupten, hier handele es sich um ein als Wanderung getarntes Whiskytasting; aber so oder so hat mir diese Veranstaltung, an der mein Mann und ich vor Jahren teilgenommen haben, so gut gefallen, dass ich gegen eine Wiederholung nichts gehabt hätte. Inzwischen bieten unterschiedliche Veranstalter so eine Tour an, leider nicht in meiner Nähe.

Und weil damals auch niemand von uns auf die Idee gekommen war, bei unserer Wanderung zu fotografieren, gibt es heute von mir nachgestellte Bilder. Und für die Verkostung habe ich mir eine ganze Woche Zeit gelassen. Gut Ding will schließlich Weile haben.

 

Die Wanderung

Wanderungen beginnen meistens an einem Wanderparkplatz oder einer Tafel.

 

 

Unsere Wanderung führte uns durch den Odenwald, und verkostet wurden sechs schottische Whiskys, alles Single Malts, davon auch ein oder zwei in Faßstärke. Welche das waren, weiß ich jetzt auch nicht mehr – deshalb habe ich meine persönliche Kollektion mit meinen Favoriten zusammengestellt.

Die Getränke

 

Aberlour – Speyside (Schottland) – „ich bin klein und gemein“ – Ich bin der „wee dram“, das kleine Schlückchen, das es in sich hat.

 

Faßstärke mit 57,1% – da muss man vorsichtig sein oder man beginnt gleich mit der handelsüblichen Stärke von 40% oder 43%, je nachdem, welche Flasche man erwischt. Das Wasser stammt aus Quellen am Ben Rinnes. Das brachte mich überhaupt erst auf die Idee, einen weiteren Speyside-Whisky in meine Verkostung mit aufzunehmen, deshalb stehen sie auch beieinander, als Beispiel für den Größenvergleich:

 

Benrinnes – Speyside – das Wasser kommt nicht vom Ben Rinnes, und das Malz dafür von Elgin und ist leicht getorft. Damit steigern wir uns nun in den Aromen, denn bei einer Verkostung hat es keinen Sinn mit geschmacklichen Bomben anzufangen, die milderen Whiskys wie diesen keine Chance geben. 26 Jahre alt : 1982, da war die Welt noch in Ordnung.  Allerdings hatte ich da von Whisky noch keine Ahnung. 2009 sah das schon anders aus. Da erblickte dieses Schätzchen mit 57.4% das Licht der Welt und wurde im letzten Jahr meines. Jetzt habe ich die Flasche entkorkt und das Aroma von Rosinen und Holz genossen und mich an der schokoladenbraunen Farbe erfreut. Wenn der Sprit erst mal verflogen ist, schmeckt der Whisky angenehm weich und erinnert mich an meinen Lieblingsrum.

Bushmills, The Steamship Collection – Antrim (Nordirland) – ein eher lieblicher Whiskey, der mir bei einem Whiskytasting im Taunus in einer sehr dekorativen Flasche präsentiert wurde, und mit meiner Vorliebe für schönes Design musste ich den einer genaueren Prüfung unterziehen. Zur Abwechslung mal ein florales, vanilliges Aroma. Die leichtere Variante des folgenden Whiskeys

 

Connemara – County Louth (Republik Irland) – der Rauchige mit der Toffeenote my favourite Irish Whiskey, besonders geeignet, um den Zuckerguss für einen Butterkuchen mit Mandeln zu aromatisieren. Laut Wikipedia bezieht sich der Name des Countys auf den keltischen Gott Lugh. Ich mag an diesem Whisky besonders das sahnige Aroma, das mich an Karamellbonbons erinnert.

 

Caol Ila, Elements of Islay – Islay: Diese schottische Insel ist bekannt für ihre durchweg torfigen Whiskys. Der schmeckt ziemlich torfig, aber nicht ganz so extrem wie die Editionen von Ardbeg oder gar der berühmt-berüchtigte Octomore, bei dem ich das Gefühl hatte, in Gartenerde zu beißen. Die Destillerie hat vor Jahren schon auf Computerbetrieb umgestellt, weshalb der Moderator eines Fernsehbeitrags darüber sich bemüßigt fühlte, den Whisky als seelenloses Massenprodukt zu bezeichnen. Tja, was mach ich nur? Er schmeckt mir halt – und diese Sonderausgabe sowieso, wie der Pegel zeigt. Das Design ist für mich sowieso der Hit – eine Elemententafel mit dem Kürzel für die Destillerie.

 

Highland Park, Valkyrie – Orkney Islands (Schottland). Hier herrschten einst die Wikinger. Daher wundert es mich gar nicht, dass diese Destillerie eine limitierte Valhalla-Collection herausgebracht hat, die den Gottheiten Thor, Loki, Freya und Odin gewidmet ist. Die Odin-Edition habe ich nicht mehr bekommen, aber als die Valkyrie auf den Markt kam, die noch dazu im Vergleich erschwinglich war, habe ich sofort zugegriffen. Der Probeschluck war sehr gehaltvoll. Salz-und-Pfeffer-Noten bei moderaten 45,9% Alkoholgehalt Noch ein Kriterium für mich und gegen Faßstärken wie den zuerst gekosteten Aberlour; wenn dann noch der Flaschen- und Verpackungsdesigner Wikinger ist und seinen Stammbaum bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen kann, ist das ein nur zu passender Kandidat für das W, genauso wie die Übersetzung von Valkyrie: Walküre.

 

 

Am Ende heißt es dann nicht nur „The Angels‘ Share“ sondern „Schlaf wie ein Engel“ – aber wie immer, gilt auch hier das Motto „Don’t drink and drive“. Mein Weg führt dann nur noch am Regal vorbei mit einem Blick auf die Besonderheiten, die heute außen vor bleiben mussten: Bowmore (mit dem Teufels-Dreizack), Balblair (mit Autogramm vom Master Blender) und …

Talisker (von der Isle of Skye).

 

Goodnight Scotland & Ireland.

 

 

Das Werk zum Wort 21/52 : Raum

 

Woche 21 des ProjektsDas Werk zum Wort“ von Stepnwolf 31 weitere sollen folgen.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Ein weites Feld ist das neue Thema

Raum

– denn den Begriff kann man nämlich unterschiedlich interpretieren. Entweder wörtlich, als ein anderes Wort für Zimmer bzw. einen physischen Ort innerhalb eines Gebäudes – oder für einen öffentlichen Ort im Freien: große, freie Plätze, Parkanlagen, der Straßenverkehr. Oder sinnbildlich für einen unsichtbaren Bereich, wie in „gebt mir Raum zum Atmen“ oder „da müsste Raum sein für Erinnerungen“… da fällt mir auf Anhieb so vieles ein: Lieder („Room for the memories“, „Empty Rooms“), Filme („Room with a view“, „Panic Room“), Malerei (die Interieurs von Vilhelm Hammershøi, 1854-1916), Literatur (Michael Ende „Der Korridor des Borromeo Colmi“)…

oder eben die Fernsehserie, die ich nun schon seit Jahren mit großer Begeisterung verfolge: Dr. Who, besser gesagt die TARDIS, die darin eine wichtige Rolle spielt (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/TARDIS1.jpg):

 

 

TARDIS steht für Time And Relative Dimensions In Space, und sie ist mehr als nur eine „Zeitmaschine“, obwohl man mit ihr durch Zeit und Raum reisen kann. Sie ist ein echtes Lebewesen, das innen größer ist als außen – oder von außen kleiner als von innen, je nachdem, wie man es betrachtet – hier hat jemand probiert, ob es funktionert (Quelle: https://youtu.be/dUBxHd3bMhg). Do-it-yourself vom Feinsten:

 

 

 

Wenn es technisch machbar wäre, Gebäude so zu entwerfen, dass sie von innen größer sind als von außen, wäre das eine große Hilfe zur Lösung des Wohnungsproblems. Eine Idee, die schon Michael Ende hatte. Aber Doctor Who und seine Tardis dürfte eher einem größeren Publikum ein Begriff sein.

Das nächste Wort: Zeit