100 Creative Challenges # 100 : DIY

100 – Finde im Internet eine DIY-Anleitung, die du tatsächlich machen wirst. (Pinterest oder Craftgawker können dir weiterhelfen.)


Nachdem ich heute zum zweiten Mal ein Kleid nach dem burdastyle-Schnittmuster #113 aus der Februarausgabe von 2014 genäht habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich diesen Schnitt bestimmt nicht zum letzten Mal verwendet habe. Doch bis es soweit ist, möchte ich das Schnittmuster anders aufbewahren als sonst üblich. Bisher habe ich die Schnittmuster mit dem dazugehörenden Nähjournal in einer Plastikhülle aufbewahrt und diese in einem Aktenordner abgeheftet – leider auf Dauer eine ziemlich sperrige Angelegenheit.

Inzwischen bin ich auf eine genial einfache Aufbewahrungsidee gekommen, die an verschiedenen Stellen im Internet erwähnt wird: die Papprolle, die das Innenleben von einer Küchenrolle bildet, dient als eine Art „Zeitungsrolle“ für das zusammengerollte Schnittmuster.

Das habe ich heute ausprobiert, denn zufällig hängt in unserer Küche seit Tagen schon eine solche Papprolle im Küchenrollenhalter, ohne gegen eine neue Küchenrolle ausgewechselt worden zu sein. Diese Papprolle habe ich mit einem Rest Geschenkpapier beklebt und mit Edding daraufgeschrieben, welches Schnittmuster die Rolle in Zukunft beherbergen soll.

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Und damit habe ich eine Do-it-Yourself-Anleitung im Internet gefunden, die ich auch tatsächlich gemacht habe, womit dann auch die 100. Aufgabe von Hotarus „100 Creative Challenges“ erfüllt ist, auch wenn ich sie weder bei Pinterest oder Craftgawker gefunden habe.

Ankündigung: How to organize …

 

 

 

Ankündigung

 


 

nachdem ich jetzt in meine Statistik geschaut habe, ist mir bewusst geworden, dass es nicht mehr weit bis zu meinem 500. Beitrag ist – Zeit, mein Blog umzugestalten; schließlich habe ich es ja schon eine Weile (nämlich seit August 2013), und da wird der Platz so langsam ein wenig knapp.

 

 

Ja, mach‘ nur einen Plan und sei ein großes Licht …

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Auf ihrem Blog hat siebenhundertsachen einen Herbst-Plan-Along ausgerufen, dessen Linktool noch bis morgen geöffnet ist und den ich gerne auszugsweise zitieren möchte:

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¶¶¶ Heute wollen wir unsere kreativen Herbstpläne präsentieren. Was wollen wir in diesem Herbst so werkeln? Berichtet uns allen davon, auf dass wir mit Flow und Motivation in den kreativen Herbst starten. Erlaubt sind alle Pläne für Kreativprojekte: nähen, stricken, häkeln, spinnen, weben, drucken, basteln, Origami, laubsägen, filzen, und was auch immer euch noch einfällt. Wichtig ist jedoch, dass ihr einen richtigen Plan habt, nicht nur eine grobe Ideensammlung ohne konkrete Umsetzungsideen, dass ihr dazu innerhalb der kommenden Woche einen Post veröffentlicht und dass sich diese Pläne auch tatsächlich auf die nächsten 2-3 Monate beziehen und nicht auf die nächsten 10 Jahre oder so. Das i-Tüpfelchen wäre natürlich, wenn ihr etwas für euch ganz neues ausprobiert, aber das ist kein Muss! ¶¶¶

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Na, da bin ich doch gerne mit von der Partie – schon alleine, um mit dem handschriftlichen Geschmiere in meiner Kladde Schluß zu machen (die Kladde werde ich natürlich trotzdem beibehalten, aber so zwischendurch mal eine Aufstellung zu bloggen, kann auch nicht schaden). Hier kommen meine Pläne:

Erstens – Die AnNäherung Süd, auf der ich einen Rock für die #12 letters of handmade fashion nähen möchte

Zweitens – Einen Schal für meinen Mann stricken

Drittens – Jackenschnittkurs an der Schule für Mode.Grafik.Design

Viertens – Ein Fotoalbum für die Dame basteln, die wir dieses Jahr noch in Schottland besuchen werden

Fünftens – Schnittanpassungs-Workshop in Berlin, daraus resultierend eine vernünftige Schnittanpassung, um endlich das Kleid, das ich meiner Schwester zum Geburtstag versprochen hatte, auch zu nähen. Das Probemodell hat nämlich nirgendwo gepaßt. Sowas von nicht.

Sechstens – wenn die Zeit noch reicht, als Weihnachtsgeschenk ein warmes Nachthemd für meine Mutter nähen.

und falls ich im kommenden Jahr noch Lust dazu habe, eine etwas abgedrehte Idee mit Scrabble-Buchstaben verfolgen, das ist aber nur so ein vager Gedanke, der mir seit letztem Monat durchs Hirn geistert… aber vor allem eins: Keep cool and relax. Vieles davon habe ich auch schon begonnen. Bevor ich wieder ins endlose Sülzen abdrifte, kommen hier noch ein paar Anmerkungen en détail zu den einzelnen Punkten auf meiner Liste:

Erstens – Über den Rock, den ich auf der AnNäherung Süd für die #12 letters of handmade fashion nähen möchte, habe ich gestern einen Beitrag verzapft. Heute habe ich mich den Vorbereitungen gewidmet, indem ich den Stoff gebügelt, Vorder- und Rückseite zugeschnitten und Einlage auf den Bund gebügelt habe. Nun fehlt mir nur noch ein 22 cm langer, nahtverdeckter Reißverschluss in schwarz, und der Spaß kann beginnen. Was freu‘ ich mich schon drauf, das kann mir jeder glauben.

Zweitens – Mit dem Schal für meinen Mann habe ich schon begonnen. Gefühlte 15 cm habe ich hinter mir – ein Meter fünfzig liegen noch vor mir. Ein Meter fünfzig in pflaumenblauem Garn (50% Seide / 50% Yak), durchzogen mit einem dünnen graumelierten Wollgarn aus Japan, mit dem sinnigen Namen „Shades of Grey“. Stricken findet auf meinem Weg zur Arbeit in der S-Bahn und auf dem Nachhauseweg statt.

Drittens – Der Jackenschnittkurs an der Schule für Mode.Grafik.Design sollte gestern und heute stattfinden, fällt aber wegen Krankheit zweier Teilnehmer aus und ist auf Ende November verschoben worden. Auch hierfür lagert mein Material schon im Keller. Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich lernen, wie man passende Jackenschnitte anfertigt und abwandeln kann.

Viertens – Das Fotoalbum soll mit Bildern von mir und meinem Mann auf der Ronneburg und in der dortigen Falknerei sowie von mit Fotos von Eulen bestückt werden, die ich 2013 mit ihr zusammen in Schottland fotografiert habe. Alles, was ich dazu brauche, besorge ich in den nächsten Tagen: USB-Stick zum Speichern und Ausdrucken der Bilder im Drogeriemarkt, sowie Fotoalbum und Kleber. Dekozeugs, das nicht aufträgt, ware auch fein. Muss aber nicht.

Fünftens – Einer der Workshops in Berlin, auf die ich mich freue, befasst sich mit der Anpassung von Oberteilschnitten. Den Schnitt und das Kleid habe ich, es muss nur noch aus dem Funds herausgesucht werden.

Sechstens – Die Idee, meiner Mutter ein Flanellnachthemd zu nähen, habe ich schon seit einem Jahr im Kopf, aber nirgends schriftlich fixiert. Da habe ich hiermit nachgeholt. Fehlt nur noch der Flanell. Eventuell zu besorgen auf dem vielgerühmten Maybachufermarkt.

Ich glaube, das war’s. Und jetzt zu meiner Idee mit den Scrabble-Steinchen.

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Im Dezember endet #12 letters of handmade fashion. Aber da das Alphabet insgesamt 26 Buchstaben hat, bleiben noch 14 übrig, die bis Anfang Dezember nicht gezogen worden sind. Daher habe ich mir überlegt, im kommenden Jahr an jedem Monatsersten blind einen von diesen 14 Buchstaben (Ä, Ö und Ü ausgenommen) zu ziehen, der dann mein Buchstabe für den laufenden Monat wird und zu dem ich mir dann ein passedes Kleidungsstück oder Accessoire fertige. Das wäre dann mein persönliches Spin-off zu #12 letters of … – das auch nicht mit dem offiziellen Logo verziert werden wird.

Und eines wollte ich an dieser Stelle gerne noch loswerden: Irgendwie treffen solche Mitmachaktionen immer genau dann ein, wenn ich mit dem entsprechenden Projekt schon begonnen habe; Aktionen wie diese rennen also bei mir stets offene Türen ein, und ich muss höllisch aufpassen, dass ich mir damit nicht zu viel aufhalse, sonst habe ich zum Jahresende hin einen randvollen Terminkalender, dessen ich nicht mehr Herr zu werden drohe. Doch noch habe ich genügend Luft nach oben.

Nächste Woche gibt es auf siebenhundertsachens Blog dann auch schon ein Treffen für die Materialplanung inklusive Bestandsaufnahme und einer Einkaufsliste für unsere Projekte – bis dahin klinke ich mich ein bei dem Rest der Truppe, bevor das Linktool geschlossen wird.

Das Jahr 2015… oh, geh‘ ford!

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Jahresrückblicke? „Oh, geh‘ ford!“ würde Heinz Becker sagen, und das Ekel Alfred stünde am Herd, um den Silvesterpunsch aus Rum mit Rum zu veredeln. Hicks! Aber warum nicht mal eine Zusammenfassung aller Projekte des vergangenen Jahres schreiben? Nur, um zu sehen, wie groß mein kreativer Output war… Achtung, Spoiler! : dass daraus nichts werden würde, hätte mir von Anfang an klar sein müssen. Darum gib’s nur einen groben Querschnitt davon

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Januar

Im Januar habe ich ein lang vor mir her geschobenes Projekt verwirklicht, zu dessen Zweck ich mir bereits den Stoff zum vergangenen Weihnachtsfest gegönnt habe: rot-grauer Tartan aus Wolle (oder war’s ein Wollgemisch?) für einen verschlußlosen, klassisch, leicht oversized geschnittenen Mantel (Modell Nr. 104 aus Burda Style 11/2014).

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Den Mantel habe ich dann auf der AnNäherung in Bielefeld genäht bzw. angefangen und danach zu Hause fertiggestellt; und obwohl ich ihn scherzhaft „Lord Crawleys Morgenmantel“ getauft habe, so wurde er einer meiner liebsten und dementsprechend oft getragenen Stücke. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich auf ein Futter bequem verzichten kann, weil er in ungefüttertem Zustand beim Gehen nicht aufklafft: die aneinanderhaftenden Wollschichten machen es möglich, und ich weiß nicht, ob das anders wäre, hätte ich ihn gefüttert.

Februar

Februar ist irgendwie ein doofer Monat, finde ich. So kurz, zu nichts habe ich so richtig Lust, und nur selten kann ich mich zu kreativen Tätigkeiten aufraffen. 2012 habe ich das Muster der Lethargie durchbrochen und habe mich auf eine mehrtägige Wanderung entlang eines Teilstücks des Jakobswegs begeben. So sportlich agil war ich dieses Jahr aber nicht. Für mich diente der MMM im Februar nur noch zum Zeigen liebgewonnener Stücke, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben: blauer Tellerrock mit grafischem Muster, gestrickter Pulli in orange aus den 80er Jahren, graues knöchellanges Kleid im Country-Stil aus den 90er Jahren. Also nichts neues, darum auch nicht sonderlich spannend. Kopf und Hände waren anscheinend im Winterruhemodus. Nicht mal genäht für den Dressmaker’s Ball habe ich. Da mein Mann seinen Kilt ausführen wollte, erschien mir ein buntes, auffällig gemustertes oder besonders raffiniert geschnittenenes Abendkleid nicht angemessen; vielmehr wollte ich mit meinem Outfit den Rahmen für seines bilden, und mein Sash (Schärpe aus Tartan, die auf der Schulter getragen wird) sollte auch noch dazu passen.

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Die Lösung für das Problem lag in einem bodenlangen Kleid aus zartblauer Baumwolle, das ich mir 2000 für einen Ball in einem Land bzw. Herrenhaus in Cornwall genäht hatte und das – o Wunder! – auch noch passte (wenn auch noch eben gerade so).

März

Mein kreativer Output im März beschränkte sich anläßlich der Sonnenfinsternis (von der ja wieder mal alle außer mir schon lange vorher gewußt hatten *gnarf*) auf das Basteln eines Sonnenschutzes für unsere Kameras und unsere Augen;

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außerdem war da noch der von mamamachtsachen organisierte Dressmaker’s Ball in Schwerte, der am 5. März 2016 in eine erneute Runde gehen wird. Selbst keine große Tänzernatur, kann ich diese Veranstaltung allen, die mal wieder ihre selbstgemachte festliche Kleidung ausführen möchten, nur allerwärmstens empfehlen und ans Herz legen. Im Gegensatz zu März 2015 gibt es diesmal sogar ein Motto: Birds of Paradise. Also, wenn das nichts ist, dann weiß ich ja auch nicht.

April

Hatte ich beim Ball meine Erfolgserlebnisse in Form einer durchgemachten Nacht, einer frisch erworbenen Highend-Nähmaschine und eines Kleides, in das ich nach 15 Jahren noch hineinpasste, so schnappte im April die Frustfalle zu.

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Frustpunkt Nummer eins war das Nähen eines Probeteils für ein am Ausschnitt kunstvoll in Falten gelegtes Top aus der Zeitschrift „La Maison Victor“, Nummer zwei der Versuch, aus dem restlichen Tartanstoff ein Top zu nähen (ebenfalls aus „La Maison Victor“) und Frustpunkt Nummer drei die Feststellung, dass mir kein einziges meiner Korsetts noch passt. * Heul * – und dabei waren die doch so teuer gewesen.

Mai

Auch im Mai war ich mit dem Nähen eines Probemodells beschäftigt. Diesmal handelte es sich um einen Godetrock, für den ausrangierte Bettwäsche mit Jacquardmuster herhalten musste. In Gedanken hatte ich ihn mit dem im April begonnenen Faltentop kombiniert, die Wirklichkeit zeigte jedoch, dass das keine so gute Idee war. Den Rock hätte ich doch besser mit Bluse oder sportlichem Pulli kombiniert, wenn er denn gepaßt hätte. Ganze fünf Zentimeter fehlten mir am Bund, und so wanderte der Rock auf meiner Prioritätenliste ganz ganz weit nach hinten. Den „Film- und Fernsehserien-Sew Along“ hatte ich gedanklich ohnehin längst abgehakt. Lieber trug ich beim MeMadeMittwoch einen roten Rock, der an Heiligabend noch einmal zum Einsatz kam – im Mai stellte ich dann fest, dass zu dem leuchtenden Rot des Rocks mein blauweißes Top Harley ausgezeichnet passt:

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Aber noch lieber schmiedete ich Pläne für das nächste Ballkleid: angelehnt an das Brautkleid von Wallis Simpson aus dem Jahre 1936, soll es ein kürzeres Modell aus grünem Satin werden. Passt doch bestens zu dem Motto für den Dressmaker’s Ball. Aber noch ist es nicht so weit. Schnitt und Stoff liegen noch unangetastet in einer Kiste. Was ich dagegen konkret in die Tat umsetzen konnte, war die Fertigstellung meines Disclaimers. Etwas Organisation auf dem Blog muss ja schließlich auch mal sein.

Juni

In diesem Monat wurde ich nicht nur mit dem „Kleinen Schwarzen“ fertig, sondern ich versuchte mich an einem Probemodell für eine Bluse aus der Burda – Motto „African Dream“.

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Am Ausschnitt befand sich ein neckisches „Guckloch“, wobei es sich dabei laut Burda eher um einen tropfenförmigen Ausschnitt handelt; und mit diesem „tropfenförmigen Ausschnitt“ sollte ich noch eine Menge „Spaß“ bekommen.

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Achtung, Spoiler: den Rand nach innen umzunähen, war keine Lösung, die sich durch Dauerhaftigkeit auszeichnete. Weder am Probemodell aus unelastischem Stoff, noch am später genähten Modell aus hochwertiger Viskose, die ein hohes Maß an Elastizität bewies.

Juli

Temperaturen wie in der Sahara, da kam dem ein oder anderen gelegentlich das Lied „wann wird’s mal endlich wieder Sommer“ in den Sinn, mit der Textzeile „es war hier wie in Afrika, wer konnte, machte FKK“, und was lag da näher, als das Nähen eines Kleides aus African Waxprint? Der Schnitt dazu stammt aus der Zeitschrift „La Maison Victor“, und heraus kam dabei ein wildgemustertes Kleid, das sich auf einer Hochzeit bewähren sollte, für die mein Mann und ich spontan eingeladen worden waren. Fertig wurde auch die „African Dream“-Bluse, aus einem Stoff, aus dem die Alpträume sind.

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Leider hatte die mörderische Hitze auch ihre Schattenseiten, und wir konnten leider nur einen der aus dem Dach gefallenen Mauersegler retten.

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Der Juli stand auerdem noch im Zeichen des National Blog Posting Month, einem Monat, in dem alle, die dabei mitmachten, jeden Tag zu einem bestimmten Thema 20 Minuten lang einen Text verfassen sollten; dank dieser Aktion habe ich jede Menge interessanter neuer Blogs kennengelernt, die sich mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen.

August

Das einzige, was in diesem brütend heißen Monat in Do-it-Yourself-Manier entstanden ist, war eine selbstgemachte Wespenfalle – und das Abschleifen und Neustreichen einer Holzhütte in Eigenregie.

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Was für ein „Vergnügen“, bei gefühlt 40°C auf dem Vordach zu sitzen und zu spüren, wie unter einem die Dachpappe zu brodeln beginnt, während man mit dem zentnerschweren Schwingschleifer der Fassade am Giebel die alte Farbe ablöst.

September

Nach dem Fiasko mit der „African Dream“-Bluse änderte ich den Ausschnitt in einen U-Boot-Ausschnitt ab.

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Nun sah die Bluse zwar aus wie ein Oversized Shirt, aber dafür war ich den Ärger mit sich auflösenden Säumen ein für alle mal los. Und das beste: Mit ihr hatte ich mein erstes Stück für den von mamamachtsachen organisierten Working-Girl-SewAlong. Kleidung für den Job selber nähen? Da mußte ich einfach mit von der Partie sein.

Oktober

Vom 16. bis 18. Oktober fand in Würzburg die AnNäherung Süd statt. Nur zwei Stunden Fahrt von zu Hause entfernt.

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Und vorgenommen hatte ich, mir ein Etuikleid und einen Bleistiftrock für den Working-Girl-SewAlong. Komplett fertig wurde jedoch nur das Kleid, das ich dann auch bald darauf – und bis zum Ende des Jahres – sehr oft tragen sollte.

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Kurz darauf sollte dann auch der bordeauxrote Bleistiftrock fertig werden.

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Nur war ich dann in punkto Kreativität auch ziemlich fertig, zumal Weihnachten immer näher rückte und der Nähtisch im Keller als Ablagefläche für die Confisierie, die mein Mann noch vor seinem OP-Termin gemacht hatte, dienen musste.

Dezember

Genäht wurde bei uns im letzten Monat des Jahres nichts mehr, aber dafür haben wir einen Teil der Weihnachtsgeschenke selbstgemacht: Pralinen, Marmelade, Likör und diverse Gutscheine.

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Die Operation hat mein Mann übrigens gut überstanden, nur Weihnachten und Silvester fallen dieses Jahr bedeutend ruhiger aus als die Jahre zuvor. Zwar habe ich an Heiligabend gearbeitet, aber diesmal stand wenigstens schon der Baum fix und fertig geschmückt (wurde von uns am Vorabend erledigt), und der Kartoffelsalat stand auch schon zum Verzehr bereit. Alles in allem, war der 24. Dezember ein sehr relaxt ablaufender Tag, und auch am 25. Dezember ging es entspannt weiter; wir besuchten den Bruder meines Mannes und seine Familie, unser Patenkind wollten wir nämlich auch noch beschenken. Malbücher und Buntstifte wurden von dem Fünfjährigen auch gleich mit Begeisterung aus dem Papier befreit, aber dann war die Knete doch viel viel interessanter, und so kam es, dass ich mit dem kleinen Mann zusammen ein buntes Knetmännchen nach dem anderen bastelte.

 

Am 26. Dezember saßen wir in kleiner Runde bei Rotwein und Punsch zusammen; dann telefonierte mein Mann spontan mit einem Freund, und genauso spontan fuhren wir mit dem Taxi zu ihm, wo auch ich endlich einmal das zwei Monate alte Patentöchterchen meines Mannes kennenlernen durfte. So ein süßer Winzling. In angeregter Runde verbrachten wir dann dort die letzten Stunden des zweiten Weihnachtsfeiertags. Ja, dieser Abend war einer von der Sorte, die ich leider nicht allzu oft habe, und ich stelle fest: Puddingkochen mit zehn- und elfjährigen Kindern macht einen Riesenspaß.

Leider muss ich morgen schon wieder arbeiten; eine kurze Arbeitswoche, die vermutlich mit viel Streß und Hektik verbunden sein wird, liegt nun vor mir – da haben mir die vergangenen vier relativ ruhigen Tage sehr gut getan, und ich kann jetzt verstehen, warum für viele Weihnachten die schönste Zeit des Jahres ist.

 

 

Unsortierte Gedanken : and the countdown continues

Noch zwei Tage, bis ich meinen geliebten Schatz wiedersehe; uns steht ein Gespräch mit der Therapeutin bevor, die sich mit uns über das Leben nach der Reha unterhalten möchte. Ein komisches Gefühl macht sich breit. Ein Gefühl, das ich noch gar nicht so richtig einordnen kann. Nur eins weiß ich: Wenn mein Schatz am Samstag über Pfingsten nach Hause darf, bevor es am Montagabend für zwei letzte Tage dort zurück ins Funkloch Odenwald geht, dann muss zu Hause alles picobello sein.

Gar nicht so einfach, wenn das Chaos Einzug gehalten und fünf Wochen lang regiert hat. Sei’s drum. Das Wohnzimmer ist halbwegs präsentabel, die Pflanzen versorgt, und den Tieren geht’s gut. Frühjahrszickig, wie in jedem Jahr. Nix neues eben. Als nächstes habe ich mir heute meine Hälfte unseres Kleiderschranks vorgenommen, da er dank Bestückung mit Sommer- und Winterkleidung kurz vorm Überquellen steht. Nun sind sie jedenfalls draußen, die dicken Plünnen, und mit ihnen auch gleich alles Schwarze, Graue und Braune sowie langärmelige weiße Blusen, Wollröcke und -kleider. Auch ein Lederkleid, das ich schon ewig nicht mehr anhatte, aber von dem ich mich nicht trennen möchte. Auch die umzuarbeitenden Klamotten sind rausgewandert. Was geblieben ist, sind Hosenanzüge, Röcke, luftige Oberteile und zwei leichte Wollmäntel, die ich morgens bei den frösteligen Temperaturen und der allgemein feuchten Witterung wohl doch noch zu brauchen scheine.

Leider muss ich ja nun wegen des Bahnstreiks auf die Regionalbahn ausweichen, und dazu muss ich zu Fuß zum Bahnhof, der nun nicht grade um die Ecke liegt. Und wenn dann noch so „tolles“ Wetter ist wie heute morgen, macht das riesigen Spaß. Ha ha. Na, dann nimm doch einen Schirm mit! Och nö – ich habe lieber die Hände frei, und da gibt es für mich als alternative Schutzmaßnahme nur noch eins: einen Wollmantel mit Kapuze. Der hält die Nässe ganz gut fern von mir.

Nun aber zurück zur Organisation des Kleiderschranks. Ganz oben lagern noch diverse Pullover, die zu dick sind für Frühjahr und Sommer. Die wandern als nächstes auf den Stapel, den ich am Freitag ordentlich verpacken und auf dem Speicher verstauen werde – in der Hoffnung, dass ich dann endlich den Platz für meine neu zu nähende Frühjahrs- und Sommergarderobe bekomme.

Jetzt brauche ich nur noch einen guten Tip, wie ich meine Gürtelsammlung am platzsparendsten verstaue, denn so wie sie jetzt untergebracht ist (mehrere Gürtel, nach Farben sortiert, an einem Kleiderbügel senkrecht hängend), verschenke ich zu viel Raum. Schleßlich habe ich nur einen Meter in der Breite Platz, und nach oben ist auch nicht mehr viel Luft.

Aber mit ein bißchen cleverer Organisation müsste sich auch dieses Problem lösen lassen.

Technik für Dummies – Teil 2

Hip Hip Hurra! Als Technikdummy musste ich mir heute selbst beibringen, wie ich mein Blog übersichtlicher gestalten kann. Wie schaffen es all die anderen, eine Übersicht über ihre Themen am Rand unterzubringen, so dass man sie auf einen Blick sieht? Wie bekomme ich ein Impressum auf mein Blog? Und wie mache ich, dass andere, gern gelesene Blogs ebenfalls in der Randleiste auftauchen? Das sind so die Fragen, die mir seit einiger Zeit durch den Kopf gehen.

Das von mir gewählte Layout sieht zwar das Einrichten von „sidebars“ und Fußleisten vor, bislang habe ich aber wenig damit anfangen können bzw. nur die Fußleisten halbherzig genutzt. Heute habe ich mir jedoch die Arbeit gemacht und dort nicht nur mein Impressum zu hinterlegen, sondern auch gleich die Rand- und Fußleisten auszuprobieren.

Da wäre einmal der Pool der Themen, gekennzeichnet mit einem Foto vom „Corpus Delicti“ und der „Topf voll Gold“, in dem eigentlich Autoren mit zuletzt veröffentlichten Beiträgen stehen sollten. Beide werden mit halbwegs passenden Bildchen geschmückt:

corpus delicti Pool der Themen

Postes Frühling Topf voll Gold

Zunächst jedoch erschienen im Topf voll Gold nur meine eigenen Beiträge. Warum auch immer. Nachdem ich diese e Baustelle noch ein paar Mal angefasst habe, sehe ich jetzt endlich auf einen Blick, wie viele ich inzwischen abonniert habe. Schau’n wir mal, welche davon überhaupt noch existieren und wann die fünfzig voll sind.

Technik für Dummies – Teil 1 … Impressum / Disclaimer

Besser spät als nie – endlich habe ich die Lösung für das Problem der Unterbringung eines Impressums gefunden. Zum einen als Text (wie folgt) und zum andern als Kachel/Bildchen/Icon auf der Randleiste.

Impressum / Disclaimer

Angaben gemäß § 5 TMG: Ulrike Sextro, 63069 Offenbach

Kontakt: demelza (unterstrich) blaupause7 (ät) gmx (dot) net

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RstV: Ulrike Sextro, 63069 Offenbach

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Quellenangaben für die verwendeten Bilder und Grafiken:

Bilder externer Webseiten sind jeweils gekennzeichnet; die Quelle wird unterhalb des Bildes angegeben. Falls keine Bildunterschrift erkennbar ist, ist diese per Cursorbewegung über das Bild abrufbar (hover, mouse-over)

Quelle: http://www.e-recht24.de

Haftungsausschluß (Disclaimer)

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Der Nachzügler

Ding Dong. Hier ist nicht die freundliche Avon-Beraterin, sondern der DPD.

Und er brachte ein kleines Päckchen, in dem ein Stoff steckte, den Fashion for Designers am 14. März zwar als Mustercoupon im Showroom, aber nicht in der gewünschten Menge vorrätig hatten. Der Stoff musste aus dem Lager in Spanien nachbestellt werden und wurde mir nach Hause geschickt. Beim Aussuchen hatte ich darauf geachtet, dass die Farben zu meinem „Hoschek“-Stoff passen, denn letztes Jahr habe ich mein Herz für Mustermixe entdeckt. In diesem Fall sind beide Stoffbahnen beigegrundig. Allerdings ist bei meinem Nachzügler ein Muster in Rostbraun und Moosgrün aufgedruckt, und er ist auch nicht glatt, sondern fühlt sich ähnlich rauh an wie die Chiffonschals, die ich früher getragen habe,wenn er auch nicht ganz so dünn ist.

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Laut wikipedia ist Chiffon ein feines, durchsichtiges Gewebe aus stark gedrehten Natur- oder Kunstseide-Kreppgarnen, besitzt ein feines, unregelmäßiges Oberflächenbild und einen „sandigen“ Griff. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chiffon) – Das Etikett verrät folgende Zusammensetzung: „3% Elastomero, 97% Poliester“. Viele würden jetzt sagen „Polyester? Kunstfaser? Für ein Oberteil? I-gitt.“ Ist mir aber wurscht, da ich in einem klimatisierten Büro arbeite und ich dort so gut wie nie schwitze. Aus diesem Chiffon soll also ein kastenförmiges Top werden, das ich in der Aprilausgabe von burdastyle entdeckt habe.

Quelle: http://www.burdastyle.de/chameleon/mediapool/thumbs/c/cf/Am-Meer3_400x533-ID347341-789ce69e2eee454ddccda784f40aa2f1.jpg

Das Top auf dem Bild ist zwar gestreift, aber der von mir anvisierte Rock soll ebenfalls in einem anderen Muster als den im Heft abgebildeten Streifen entstehen. Und falls wider Erwarten beide Muster doch nicht zusammen passen, dann hätte ich zwei Einzelteile, die ich mit anderen Stücken in uni kombinieren kann.

Mein Schaaaaatzzzzzz….

Gollum, Gollum – nix Gollum; es hat sich ausgegollumt. Denn im Gegensatz zu diesem liegt mir nichts an Juwelen und güldenen Geschmeiden, und schon gar nicht an dem einen Ring. Die Schatzkiste, die sich am 14. März gefüllt hat, ist zwar auch schön bunt, aber wesentlich weicher und anschmiegsamer. Quasi ein textiles Geschmeide.

001 Schlange   002 Schlange   zwei Mal Schlange.

003 Hoschek „Hoschek“

Momentan bewahre ich es noch im Schlafzimmer auf, bis der Platz im Keller so hergerichtet ist, dass eine Unterbringung dort schadlos möglich ist. Offen lagern empfiehlt sich nicht, weil über kurz oder lang der Kellermuff Einzug halten wird; und ist dieser gruftige Duft erst einmal drin, wird es schwer, ihn wieder loszuwerden. Wäre ich noch in der Gothic-Szene unterwegs, hätte ich meinen Schätzen wahrscheinlich eine ordentliche Prise Patchouli angedeihen lassen. Und diese bestünden dann vermutlich aus Pannésamt, Samt oder Spitze, in Schwarz, Bordeaux oder dunklem Violett. Bin ich aber nicht, und darum ist alles so schön bunt!

004 Futter  Futterstoff für meinen Mantel   005 Muster   Erdtöne

006 Muster    Gesamtansicht   007 Detail1   und im Detail

Wobei diesmal nichts blaues dabei ist – der Trend in meiner Stoffauswahl geht eindeutig zu Erdtönen, Tierprints und floralen Mustern; was wohl eher meinem Farbtyp (Herbsttyp) entspricht als Schwarz. Einzig bei dem Stoff mit den Riesenblumen bin ich skeptisch, was die Farbfamilie angeht. Ich hätte ja auf Farben für den Frühlingstyp getippt, aber vielleicht ist es ja auch etwas für Sommertypen?

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009 Blumen  Lasst Blumen sprechen   009 Detail

Mittlerweile ist auch der Nähplatz im Keller soweit startklar. Endlich wieder Platz im Fußraum! Das nächste Projekt kann kommen.

Wir warten aufs Christkind

…natürlich nicht wirklich, aber genauso fühlte es sich für uns an, das Live Tracking von DPD, denn wir warteten auf die Lieferung unserer neuen Nähmaschine, eigentlich mehr ein Hochleistungscomputer denn eine einfache Maschine. „Wenn so der Mercedes unter den Nähmaschinen aussieht, wie sieht dann der Lamborghini aus?“, scherzte mein Mann. Hm, da ist was dran? – war mein erster Gedanke. Dennoch – so aufgeregt war ich schon lange nicht mehr. Vorgestern Geld überwiesen, gestern die Versandbestätigung erhalten, und heute schon da. Das ist wirklich ein Gefühl wie Weihnachten kurz vor Ostern.

Was das neue Schätzchen alles kann, das wollen wir heute noch ausprobieren, doch zunächst noch ein Rückblick auf das vergangene Wochenende – was außer dem Dressmaker’s Ball noch geschah.

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Wir waren nämlich am 14. März 2015 beim Dressmaker’s Ball in Schwerte, und für uns hatten mamamachtsachen und alle Wünsche werden wahr ein besonderes Schmankerl ausgedacht: ein Besuch des Geschäfts „Fashion for Designers“ in Krefeld. Weil Krefeld nur rund 80 Kilometer von Schwerte entfernt liegt, nahmen wir gerne diesen kleinen Umweg in Kauf; denn wann hat man schon einmal die Chance auf den Jackpot, äh, den Kauf von hochwertigen Stoffen, die nicht überall zu bekommen sind? Zuerst war ich skeptisch, doch als ich meinem Mann davon erzählte, war seine Reaktion: „Da müssen wir hin“.

Also brachen wir um viertel vor acht auf und erreichten kurz nach halb elf unser Ziel, wo wir auf andere Nähbegeisterte trafen. Nicht alle wollten auch den Ball besuchen, aber die Aussicht auf edle Stoffe oder Restposten wollte sich keine entgehen lassen. Kurz vor elf war es dann soweit: Die netten Inhaber hatten extra für uns ihren Showroom für zwei Stunden geöffnet. Zwei Stunden, in denen wir in den tollsten Stoffen schwelgen konnten. Stoffe, die in Kollektionen von Modedesignern wie Lena Hoschek oder Guido Maria Kretschmer und anderen bekannten Firmen auftauchen. Wenn ich bisher noch nicht gewusst hatte, warum viele Nähbloggerinnen von den Kreationen Lena Hoscheks so begeistert sind – spätestens jetzt hat die österreichische Modeschöpferin einen weiteren Fan hinzugewonnen.

Der dort von uns entdeckte Waxprint erschien mir für eins meiner kommenden Projekte geradezu perfekt: Ein Midirock mit großem, waagerecht verlaufenden Musterrapport, bestehend aus zehn Bahnen – ähnlich diesem:

Quelle: http://www.fashionmagazine.com/fashion/at-the-shows/2014/09/11/new-york-fashion-week-spring-2015-sept-10/

Dieses traumhafte Stücke stammt von Michael Kors und wurde letzten September auf der New York Fashion Week vorgeführt, als kommender Trend für Frühjahr und Sommer 2015. In der aktuellen burdastyle ist ein ähnliches Modell abgebildet, allerdings gestreift anstatt geblümt – zum Vergleich, hier nochmal das Modell 117:

Quelle: http://www.burdastyle.de/chameleon/mediapool/thumbs/f/f9/117B-042015-B_400x533-ID347956-47a1d79c5e1655cc63566b24ec5e8827.jpg

Für mich aber ist der „Hoschek-Stoff“ mit seinen Riesenschnörkeln in dunkelgrau, senfgelb und fuchsia auf beigem Grund um einiges spannender. Er tauchte in Lena Hoscheks „Hot Mama Africa“-Kollektion letzten Juli auf der Mercedes Benz Fashion Week auf, ebenfalls für die Frühjahrs- und Sommersaison 2015:

Quelle: http://www.160grams.com/wordpress/wp-content/uploads/2014/07/Lena-Hoschek1.jpg

Und dann geriet ich in einen wahren Musterrausch, immer schön weiter angestachelt von meinem Mann, der mir ständig neue Ballen und Proben zeigte und meinte, nimm das! Oh Mann, und dabei hatte ich mir doch so fest vorgenommen, nicht allzu viel zu kaufen. Ein Vorsatz, den ich so natürlich nicht einhalten konnte. Am Ende war das, was ich ausgab, dreimal so hoch wie das Limit, das ich mir gesetzt hatte. Aber dafür waren auch traumhafte Stoffe dabei, die man nicht überall sieht (Schlangenprint, Blumenmuster, Fantasiemuster, englisch anmutende Zapfenmuster, etc.). Und ein neues Viscosefutter für meinen in Bielefeld genähten Karomantel war auch dabei.

Nein, das ursprüngliche Futter ist auch im zweiten Anlauf nichts geworden. Diesmal war es der eine Ärmel, den ich falsch herum eingenäht habe. So was kann ich keinesfalls in meinen Mantel einnähen. Dann lieber gar keins – oder gleich was vernünftiges. Diesmal eben in weinroter Viscose anstatt hellgrauem Polyester. Also werde ich im Herbst einen letzten Versuch starten. Vielleicht habe ich genau diesen Anreiz gebraucht. Dass eine neue Nähmaschine auch noch hinzukommen würde, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht; aber ich begann damit, schon fleißig Pläne zu machen, was ich mit all diesen wunderbaren Stoffen anfangen würde. Und dabei habe ich noch Stoff von einer größeren Kaufaktion im Januar übrig.

Aus jenem Bestand möchte ich gerne ein langärmeliges Kleid, einen Rock mit Godetfalte für den Film- und Fernsehserien-SewAlong und diverse Oberteile nähen – eins davon stammt aus der zweiten Ausgabe von La Maison Victor. Aus dem in Krefeld gekauften Stoff möchte ich folgendes machen: den oben bereits erwähnten Rock, kastenförmiges Top und Carmenkleid (ebenfalls aus der selben Ausgabe) sowie ein an den Seiten zipfeliges Etuikleid, das in einer älteren burdastyle abgebildet war. Mein Mann ist zwar der Meinung, dass ich unbedingt auch noch eine Caprihose brauche, aber bis ich dazu komme, ist der Sommer höchstwahrscheinlich herum.

Auf andere, von mir favorisierte Modelle und meine weitere Stoffausbeute gehe ich in einem gesonderten Beitrag ein; für heute möchte ich es damit erst einmal gut sein lassen. Denn: Der Berg – äh, die Maschine – ruft.