Wintermantel-SewAlong : die Inspiration/en

Yippie! Heute geht der Winter-Mantel Sew Along los, und ich habe auch schon eine Inspiration , zu der ich länger ausholen muss. Aaaaalso:  Dieses Jahr im April waren mein Mann und ich beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart, wo wir uns reichlich mit Material für unsere Projekte eingedeckt haben – er mit Stoff, Band, Reißverschluss und Knöpfen für eine Jacke, basierend auf einem selbstkonstruierten Schnitt; und ich mit pastellgrünem Wollwalk und Garn für einen Sommermantel, den ich im Rahmen des Film- und Fernsehserien-SewAlongs nähen wollte… Nun ja, beim Wollen ist es dann auch zu einem großen Teil geblieben, denn dann kam der Sommer mit teilweise mörderischen Temperaturen, und so hängt er da nun auf der Puppe, und hängt und hängt und hängt…

 

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finale-03   Vorderseite  finale-04 Rückseite

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Bis jetzt! Meine Inspiration Nummer eins ist der Wintermantel-SewAlong selbst; nämlich, das angefangene Stück endlich fertig zu nähen. Dann ist es zwar kein Sommermantel mehr, sondern schon eher ein Teil für die Übergangszeit und einen Winter, der nicht ganz so frostig ist, also eher für einen Winter, wie wir ihn letztes Jahr hatten. Pastellgrün wäre auch eine spitzen Wahl, weil ich auf mich eine Zeit der tristen Farben zukommen sehe, und ein wenig Helles gewiß nicht schaden kann.

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Inspiration Nummer zwei ist der Jackenschnittkurs, an dem ich am kommenden Wochenende bei der Schule für Mode.Grafik.Design teilnehme. Wir werden lernen, wie man einen Schnitt für eine Jacke entwickelt („In diesem Kurs werden die Schnittkonstruktionen für Jacken nach eigenen Maßen und Abwandlungen aufgestellt mit Abwandlungsmöglichkeiten für verschiedene Ärmel-, Taschen- und Kragenformen. Vorkenntnisse: Nähen und Umgang mit Fertigschnitten.“)  —  Dabei interessiert mich brennend, wie man einen solchen Schnitt abwandeln kann, weil ich schon seit dem letzten Jahr mit einer Jacke liebäugele, die die Hauptdarstellerin der britischen Fernsehserie „Poldark“ in einer der letzten Folgen getragen hat.

 

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poldark4_3280367b

Bildquelle: http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/03280/poldark4_3280367b.jpg

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Sollte dieses Vorhaben scheitern, so versuche ich mein Glück mit dem Grundschnitt – Stoff dazu lagert im Keller. Es ist ein bordeauxfarbener Wollwalk, den ich ursprünglich für einen Blazer vorgesehen hatte und aus dem ich bereits einen Bleistiftrock genäht habe. Stoffe und Schnitte wären gegebenenfalls bereits bis zum 9. Oktober vorhanden, kann also gut sein, dass ich einen entsprechenden Artikel dazu bereits vorher veröffentliche.

 

Hier die Übersicht über die weiteren Termine

09.10. Stoff und Schnitt – Die Entscheidung
23.10. Fortschritt – Brauche ich Schulterpolster?
06.11. Futter und letzte Schritte
13.11. Das große Finale! Der Winter kann kommen.

 

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Die unter „Fortschritt“ gestellte Frage nach Schulterpolstern kann ich zumindest für den Mantel und die abgewandelte Jacke verneinen – bei einer selbstkonstruierten Jacke oder gar einem Blazer bin ich mir hingegen nicht so sicher.

 

Unsortierte Gedanken : Fundstück mit Kaffee

Weil die Wintergrillsaison naht, haben wir im Garten und unter der Pergola aufgeräumt und neben einer Menge Müll auch sehr interessante Dinge gefunden. Zum Beispiel einen Nagel, der noch von der vorletzten Jahrhundertwende übrig geblieben ist – falls er nicht sogar noch mehr Jahre hinter sich hat…

02 Fundstück

Auch rostige Scheren und Ketten sind bei dieser Aktion zum Vorschein gekommen. Très jolie…

01 Fundstück 03 Fundstück

Von der rundum gelungenen Mandarinenkäsesahnetorte, die mein Mann nach einem Rezept aus der Eleonorenklinik bzw. Odenwaldstubb‘ gebacken hat, habe ich leider momentan kein Foto greifbar. Sorry, no foodporn today…

And now for something completely different: Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, aber nur, wenn man ihn sich zum Trinken ein- und nicht zum Duschen übergießt. Die Wassertemperatur von 80°C bewirkt bei der zweiten Option, dass es eine unschöne Verbrühung gibt, die man nur durch konsequentes Herunterkühlen mittels eines nassen Handtuch, eines Coolpacks aus dem Eisfach und einer kalten Dusche daran hindert, sich zu verschlimmern. Auch von dieser Roßkur wird es hier keine fotografische Dokumentation geben.

Was ich unter dem Stichwort „Fundstück“ ebenfalls noch gerne erwähnen würde, wären unvergeßliche Textpassagen aus dem Roman „The Loving Cup“ von Sir Winston Graham (dem zehnten Band der zwölfbändigen Poldarksaga), aber die werde ich ein andermal zitieren.

Unsortierte Gedanken : Winter is coming

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Jetzt sind alle schon mitten drin im Winterjacken-SewAlong, und habe beschlossen, nicht nachträglich noch einzusteigen, obwohl mir dieser Mantel schon im Frühjahr ins Auge stach:

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Quelle: http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/03280/poldark4_3280367b.jpg

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Eleanor Tomlinson trägt ihn in einer der letzten Folgen der Serie „Poldark“, und bislang ist es mir noch nicht gelungen, herauszufinden, a) aus welchem Material er besteht, b) wer für diese Serie die Kostüme entworfen hat und c) welcher aktuelle Jackenschnitt diesem Modell am nächsten kommt.

Er wäre bestimmt auch ein toller Kandidat für den Film- und Fernsehserien-SewAlong geworden. Aber was vorbei ist, ist vorbei. Und obwohl die Fernsehserie im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, finde ich, dass der Mantel durchaus auch einen modernen Touch hat und gut ins 21. Jahrhundert passt. If I had a TARDIS, I would wear this.

Da ich ihn aber, trotz Riesenkapuze, für den Frühling geeigneter halte, kann ich mir also mit der Suche noch genügend Zeit lassen und mir ihn als Projekt fürs kommende Jahr vornehmen.

 

Unsortierte Gedanken : Seltsame Moden im Laufe der Geschichte

 

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Seit Anfang dieses Jahres die Neuverfilmung der Poldark-Romane auf BBC 1 zu sehen war, habe ich wieder angefangen, die Romane zu lesen; und gerade habe ich Band 7 beeindet und mit dem achten begonnen. Aber bevor es wieder in der Versenkung verschwindet, möchte ich einige Zeilen aus dem siebten Band notieren, weil mich seit Tagen dieser Ohrwurm ohne Melodie plagt: 

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Shepherds, I have lost my waist,
Have you seen my body?
Sacrificed to modern taste,
I’m quite a hoddy doddy!
For fashion I that part forsook
Where sages place the belly;
T’is gone – and I have not a nook
For cheesecake, tart, or jelly.

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Ich habe einen Briten gefragt, was der Ausdruck „hoddy doddy“ bedeutet, aber er musste auch erst mal im Internet danach suchen. Wir kamen dann beide zu der Ansicht, dass unter all den zu diesem Begriff aufgeführten Wörter am besten die Übersetzung „kurzbeinige plumpe Person“ dazu passt. Auf dem Blog janeaustensworld habe ich nicht nur ein paar treffende Karikaturen dazu gefunden, sondern ich konnte mich auch davon überzeugen, dass dieses Lied keine Erfindung des Schriftstellers Winston Graham ist, sondern tatsächlich existiert hat.

Es basiert auf dem Lied „Shepherds I have lost my love, have you seen my Anna“ und nimmt in Spottversen die Mode der Regency-Periode auf die Schippe. Kleider im Empirestil zeichneten sich durch fließende Stoffe und das Fehlen der Taille aus. Böse Zungen behaupten sogar, dass jene Kleider wohl eher Ähnlichkeit mit Unterwäsche als mit Oberbekleidung gehabt hätten, was in der folgenden Szene aufs schönste zum Ausdruck kommt:

She began to get ready at eight, and eventually slipped into her new gown at a quarter before nine. When Ross turned round and saw it he said: ‚That is very pretty. But where is the gown?‘

‚This is it! This is what I have bought!‘

‚That’s a petticoat.‘

‚Oh, Ross, you are provoking! You know well it is nothing of the sort.‘ (…) ‚I think,‘ he said, looking down at her brushed and combed and tidy hair. ‚I think I’ll go in my nightgown. It might provoke a new fashion‘. (Winston Graham „The angry tide“, p. 287-288)

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Quelle: http://www.thesandiegoball.org/images/rouget.jpg

Quelle: http://mediumhairstyleupdate.com/wp-content/uploads/2012/08/regency-hairstyles5.jpg

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Zwei Seiten vorher wird diese Mode noch ein wenig genauer beschrieben: Fashions had changed. Everything was of the simplest, finest, slightest. (…) Waists were high, almost under the armpit, both for day and for evening. Neck and bust were much exposed but could be hidden or part hidden in a veil of chiffon. Ostrich feathers in the hair, or a few pearls. Demelza said, how interesting, and why do so many people wear spectacles in London? Perhaps they live more in artificial light, said Caroline; but then of course it is rather the fashion. I think, Demelza said, folk would walk on crutches in London if someone said it was the fashion.“

Und was lerne ich daraus? Dass Erich Kästner nicht der erste war, der sich über seltsame Moden und Gebräuche lustig gemacht hat. Und demnächst halte ich weitere literarische Perlen, die mich beschäftigt haben, fest.

 

25. April – Zeit für mein Lieblings-Period Drama.

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Nach sieben Wochen lief gestern abend auf BBC 1 die letzte Folge von „Poldark“, eine Neuadaption der gleichnamigen zwölfbändigen Saga des britischen Schriftstellers Winston Graham (1908 – 2003). Die ersten sieben Bücher dieser Romanserie wurden bereits in den Siebziger Jahren äußerst erfolgreich für das Fernsehen verfilmt, und nun wagte die BBC mit Drehbuchautorin Debbie Horsfield einen neuen Versuch. Viele Fans der ersten Stunde (mich eingeschlossen) waren drum auch skeptisch, ob dieser gelingen würde, aber bereits nach kurzer Zeit war mir klar, dass dies meine neue Lieblingsserie werden würde. Was nicht allein an den hervorragenden Hauptdarstellern lag, sondern daran, dass diese Verfilmung sehr dicht an der literarischen Vorlage blieb und sich aufs Wesentliche beschränkte. Gleichzeitig kam auch die Darstellung der Lebensweise von Minenarbeitern und ländlicher Bevölkerung nicht zu kurz. Da nur die ersten beiden Romane verfilmt wurden, konnte man sich mit dem Aufbau eines sinnvollen Spannungsbogens genug Zeit lassen, und so endete die letzte Folge gestern abend mit einem sogenannten Cliffhanger. Dass es eine zweite Staffel geben wird, konnte ich zu meiner großen Freude schon vor einigen Tagen in Erfahrung bringen:

Poldark series two is due to return to BBC1 in spring 2016“

gefunden auf: http://www.radiotimes.com/news/2015-04-26/poldark-episode-8-review-aidan-turners-ross-poldark-faces-tragedy-on-all-fronts)… Drama an allen Ecken und Enden! Falls aber vier weitere Staffeln anstehen und somit auch endlich alle 12 Roane verfilmt werden, würde ich mich noch viel mehr freuen und sich so die Spekulationen auf radiotimes.com als wahr herausstellen würden. Aber am allerschönsten für mich wäre es, wenn ich ein vernünftiges Foto von dem Mantel finden würde, den Eleanor Tomlinson als Demelza getragen hat. Der wäre doch wie gemacht für den Film- und Fernsehserien-SewAlong (FFUSA). Momentan muss ich mich noch mit „halben“ Bildern begnügen, so wie das hier

demelza Mantel

(Quelle: http://images.radiotimes.com/namedimage/Why_Eleanor_Tomlinson_is_the_real_star_of_Poldark.jpg?quality=85&mode=crop&width=620&height=374&404=tv&url=/uploads/images/original/75221.jpg)

Gefunden habe ich es hier. Ähnliche Bilder habe ich auf meinem pinterest-Board festgehalten. Oder ich knipse ein Standbild vom Bildschirm. Wie gut, dass ich alle Folgen aufgezeichnet habe.