Media Monday # 414: Der Mai ist vorbei…

 

und ich habe doch keine Radtour gemacht, aber dafür hatte ich letzten Sonntag beim Walken ein Erfolgserlebnis, denn von 21 Frauen in meiner Altersklasse als zwölfte einzulaufen, habe ich bisher auch noch nicht erlebt.

Nachdem ich mir dann endlich die zweite Staffel von „Broadchurch“ angeschaut habe, bin ich bei Serien jetzt so weit, dass ich mir endlich alle vor Wochen angefangenen Serien auf DVD vornehmen kann, als da wären: „American Horror Story – Staffel 6“ und „The Living and the dead“. Außerdem wartet da noch die aus dem Spätprogramm aufgenommene dritte Staffel von Lucifer.

Welche Serien lauern denn wohl heute beim Media Monday? Vielleicht ja gar keine, auf jeden Fall sind die sieben Lückentexte das Highlight des relaxten Sonntags:

 

Media Monday # 414

1. Momentan habe ich ja ein durchaus ausgeprägtes Faible für dicke Wälzer wie z.B. den Roman „1Q84“ von Haruki Murakami: 138 von 1022 Seiten habe ich schon hinter mir.

 

2 Selten habe ich ein stimmigeres und sympathischeres Ensemble erlebt als in Broadchurch – kein Wunder, wenn die Serie ihre Existenz von Köpfen wie Chris Chibnall und Euros Lyn verdankt. Namen, die Fans von Dr.Who und Torchwood bestimmt ein Begriff sind. Darsteller: David Tennant, Jodie Whittaker, Arthur Darvill,Meera Sysl und David Bradley aus „Doctor Who“ sowie Lucy Cohu und Eve Myles aus „Torchwood“. Dass Charlotte Rampling die Staatsanwältin spielt, war für mich ein besonderer Genuss.

 

3. Wenn das so weitergeht, dass das Gras so schnell wächst, brauche ich eine Sense oder eine Herde Schafe.

 

4. The living and the dead dürfte ja gerne noch eine Fortsetzung spendiert bekommen, schließlich ist eine Ministaffel mit nur sechs Folgen viel zu kurz.

 

5. Größte Enttäuschung in diesem Jahr bislang ist die grottige Soundqualität des als mp3 heruntergeladenen Albums „Songs to learn and sing“ von Echo & The Bunnymen. Es geht doch nichts über die gute alte Schallplatte aus Vinyl. Dabei gibt es qualitativ wirklich gute mp3-Downloads, aber dazu gehört dieses Album genauso wenig wie KICK von INXS und divinyls von den Divinyls. ///  Quellefür das nächste Video: https://www.youtube.com/watch?v=LWz0JC7afNQ

 

 

6. Meine aktuelle Lektüre habe ich unter 1) beschrieben..

 

7. Zuletzt habe ich meine Whiskysammlung nach Kandidaten für ein Tasting durchsucht und das war mit Erinnerungen behaftet, weil vieles davon noch aus der Zeit stammt, als mein Mann und ich bei der Interwhisky, bei Whiskytastings und in Schottland fündig geworden sind.

Werbeanzeigen

Das Werk zum Wort 22/52 : Feuer

 

Woche 22 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf 30 weitere werden folgen.

***

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

***

Das neue Thema lautet

Feuer

Und wenn’s darum geht, reicht es mir nicht, wenn ich bei Rammstein (Sonne) das Wort irgendwo im Songtext nur erahnen kann oder sie ihren Fans eine ausgefeilte Pyroshow bieten. Auch „Feuer“ nur im Titel zu haben (The Prodigy: Firestarter) oder die Flammen nur im Video lodern zu lassen, wenn das Lied mit Feuer an sich nichts zu tun hat (INXS: The Gift), ist nicht genug.

Aber wenn wir schon bei einer ähnlichen Botschaft sind, dann gibt es einen, der die vorher Genannten überragt, indem er das Feuer im Titel und die Flammen im Video dazu hat – ein Künstler, den ich im Gegensatz zu allen bisher genannten live erleben durfte:

Billy Joel mit „We didn’t start the fire“

Die Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts zusammengefasst in Schlagzeilen und im Refrain verdeutlicht durch sich ausbreitende Flammen und zu trauriger Berühmtheit gelangten Pressefotos. In den Strophen lauert der Kontrast in Form des scheinbar heilen Familienlebens in der großen Wohnküche. In der brennt nicht nur das Essen an, sondern es darf auch gezündelt werden, wenn es sich um BHs handelt, und manchmal auch den Einberufungsbescheid – Welcome to the 70s.

 

 

Die Story endet dann in den 80er Jahren, und am Ende erweist sich die Wohnküche als Fake – genau wie die heile Welt:

We didn’t start the fire. It was always burning

since the world’s been turning.

No, we didn’t light it but we tried to fight it

(…)

But when we are gone

Will it still burn on, and on, and on, and on

 

Fragt sich nur, wer das Feuer entfacht hat, wenn „wir“ es nicht waren. Frei nach dem Motto „O, Heiliger Sankt Florian, schütz unser Haus, zünd‘ and’re an.“

Das nächste Wort: Meer


 

Quelle für die Videos: We didn’t start the fire (https://www.youtube.com/watch?v=eFTLKWw542g) +++ Firestarter (https://www.youtube.com/watch?v=wmin5WkOuPw) +++ The Gift (https://www.youtube.com/watch?v=Aqr9brikgIs)

 


Media Monday # 412 : Literatur, Film und Musik – in knallbunt …

 

sind heute bei meiner Füllung der sieben Lückentexten des Media Monday Trumpf – heute in Grün:

Media Monday # 412

 

1. Am meisten freue ich mich im Moment ja auf die Serie (oder neue Serienstaffel) von Lucifer, denn ich kenne bisher nur die ersten beiden Staffeln.

 

2. Die Ausstrahlung der letzten Episode „Game of Thrones“ habe ich genau, wie die gesamte Staffel, nicht gesehen, aber ich vertraue darauf, dass bei RTL2 nächstes Jahr der samtstägliche GoT-Marathon läuft, der dann auch mit der achten Staffel abgeschlossen sein wird. Dann ist der Hype vielleicht schon längst vorbei.

 

3. „Pretty in Pink“ ist schon cool, aber meine Schulzeit in den 80er Jahren möchte ich trotzdem nicht mehr erleben; höchstens, wenn ich meine Weisheit von heute mit dort hin zurück nehmen dürfte – dann wäre einiges ganz anders gelaufen.

 

 

4. Momentan lese ich ja „Die Asche meiner Mutter“ von Frank McCourt und bin schwer beeindruckt. Zur Hälfte bin ich damit durch, und schon liegt das nächste große Werk vor mir: die ersten beiden Bände der Trilogie „1Q84“ von Haruki Murakami.

 

mc court

 

5. Das 1993 entstandene Album „Full Moon Dirty Hearts“ wird ja maßlos unterschätzt, immerhin ist es rock- und blueslastig, und Ray Charles (1930-2004) als Gastsänger ist einfach nicht zu toppen (Video: https://www.youtube.com/watch?v=9uVMepyYdvA) der singt alle an die Wand – und außerdem ziehe ich die CD dem mp3-Download vor, weil die Lieder ohne Pause ineinander übergehen. Ein Effekt, den die abgehackt aneinander gereihten mp3-Dateien nicht hergeben. Schade, dass nach 39 Minuten der Spaß schon wieder vorbei ist.

 

 

 

 

6. Im Vergleich zu der Erstverfilmung von 1975 ist die Drama-Serie „Poldark“, die seit 2015 in der BBC ausgestrahlt wird, ja schon etwas näher an der literarischen Vorlage dran, auch wenn einiges ausgespart wird, was die Version von 1975 drin gelassen hatte. Das kann ich aber auch nur sagen, weil ich die 12 Bücher schon x-mal gelesen habe – hier mal ein Vergleichsfoto, das natürlich bestimmt keinem weiterhilft, aber über die Bildqualität der DVDs sagt es so einiges aus (https://i2-prod.mirror.co.uk/incoming/article5250206.ece/ALTERNATES/s615/poldark-main.jpg); links die 40 Jahre alte Fassung, rechts das neue Material:

 

 

7. Zuletzt habe ich eine alte Kurzgeschichte von mir ausgegraben und das war etwas nervig, die ganzen programmbedingten Fehler zu korrigieren, weil beim Hochladen viele Wörter keine Lücken dazwischen hatten.

Media Monday # 411 : Die Museumsausgabe mit Musik

 

38000 Menschen haben die letzte Nacht der Museen in Frankfurt besucht. Trotz Regen – aber der hat dann wider Erwarten doch nicht lange vorgehalten. Im Gegensatz zu den Massen, die in Frankfurt von Museum zu Museum gondelten, bin ich in Offenbach geblieben und habe im Deutschen Ledermuseum an einer „Taschenjagd“ teilgenommen. Dabei musste man mit einem Bleistift die auf einem Lageplan im Din-A-3-Format abgebildeten Taschen aus der Ausstellung dem entsprechenden Raum auf dem entsprechenden Stockwerk zuordnen. Das hatte was von den Rätseln meiner Kindheit, bei denen man sich mit einem Bleistift durch ein gedrucktes Labyrinth manövrieren musste… und wie in einem Labyrinth fühlte ich mich auch, und nachdem ich die Orientierung vollends verloren hatte, zog ich die Verbindungen nur noch zwischen Taschen und Stockwerk im Allgemeinen. Dafür kenne ich das DLM nun wie meine Westentasche. Hoffen wir mal, dass es nicht genauso für mich ausgeht bei den sieben Lückentexten des Media Monday, heute in feurigem Rot:

 

Media Monday # 411

 

1. Aktionen wie der Gratis Comic Tag am vergangenen Samstag gehen meistens an mir vorbei, ohne dass ich davon vorher erfahre.

 

2. Geht es um animierte Filmfiguren, so muss ich gestehen, dass ich früher viel mehr Animationsfilme gesehen habe. Aber nachhaltig beeindruckt haben mich Merida aus „Merida, Legende der Highlands“ und Wall-E und Eve aus „Wall-E, der letzte räumt die Erde auf. Getoppt werden beide aber noch von dem Film „Loving Vincent“, bei dem jedes Einzelbild des bereits abgedrehten Spielfilms im Stil von Van Gogh übermalt worden ist.

 

3. Der Umstand, dass so viele Verfilmungen von Buchreihen meist nach dem ersten Band bereits fallen gelassen werden lässt mich darauf schließen, dass die Produktionsfirmen unter massivem Druck stehen müssen, mit dem ersten Versuch die Massen zu begeistern anstatt eine Entwicklung abzuwarten. Aber wenn zu viel gleichzeitig auf den Markt geworfen wird, woher sollen dann die vielen Interessenten kommen?

 

4. So schön Adaptionen und Verfilmungen auch sein können, das beste komplett eigenständige Werk, das ich zuletzt gesehen habe war der Horrorfilm „Wir“.

 

5. Amy MacDonald könnte auch das Telefonbuch von Glasgow rauf und runter spielen und ich würde es mir wahrscheinlich trotzdem ansehen, einfach weil ihre Konzerte für mich immer wieder ein Erlebnis sind. Schade, dass es dieses Jahr nicht geklappt hat.

 

6. Ich glaube, wenn ich ein Werk (Buch, Film, Serie, was auch immer) noch einmal komplett neu und ohne Vorwissen erleben könnte, wüsste ich nicht, ob ich nicht doch auf die gleichen Details stoßen und die gleichen Erkenntnisse gewinnen würde.

 

7. Zuletzt habe ich bei der Nacht der Museen einem Künstler zugeschaut, der eine Skulptur aus einem Eisblock herausgearbeitet hat, und das war ein schönes Erlebnis, weil dabei so stimmungsvolle Musik lief: My Town“ von Glass Tiger (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Tu8JFZw3L6A)

Wie lange habe ich DAS schon nicht mehr gehört. Irgendwie passt das gerade zu meiner Liebe zu Schottland und zu meiner geplanten Reise nach Kanada.

Das Werk zum Wort 17/52 : Monat … in meinem Fall der September

 

Woche 17 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 35 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

***

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

***

Heute ist der Begriff

Monat

dran, und da auch ein bestimmter Monat genommen werden darf, beschränkt sich die Auswahl auf zwölf – in meinem Fall sollte es Musik sein. Der unsägliche „Calendar Song“ von Boney M schlägt zwar alle Fliegen mit einer Klappe, aber den finde ich furchtbar… Nur: Welches Schweinderl hätten’s denn gern? – Aber warum soll ich mich überhaupt auf einen einzigen Monat beschränken? Heute bin ich mal so frei, meine persönlichen Top Eleven zu präsentieren, meinen Favoriten zuerst, danach alle anderen:

Trommelwirbel – Tusch – Vorhang auf für

Platz 1 : September

September ist zwar nicht mein Lieblingsmonat, aber dieser Song ist aus meiner Rangliste für mich der stärkste, und das Video dazu ist ein Filmdrama geworden: Wake me up when September ends (Green Day)https://www.youtube.com/watch?v=NU9JoFKlaZ0

 

 

Und deswegen darf das Video auch in voller Länge bewundert werden. Aber Vorsicht: es gibt stellenweise keine Musik, sondern herzzereißende Abschiedszenen und Action am anderen Ende der Welt.

***

Platz 11 : April – April Love (Pat Boone) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=von9jW-_eqI

Platz 10: Oktober – ein wenig Folk zum Warmwerden: October Song (Bert Jansch) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=lD03hcvyL54

Platz 9 : März – und noch etwas Soul: March Song (John Tandy jr) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Tn2aEXiisGc

Platz 8 vereint zwei Monate in einem : Januar & Februar – mit einem desinteressierten Publikum: January February I don’t understand (Barbara Dickson) von 1980 – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=TyZ9–3IpeM

Platz 7 : August – Zweistimmiger Gesang von einer mir bisher noch nicht so bekannten Künstlerin: The first day of August (Carole King) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=kEwh7-tLnVA

Platz 6 : Dezember – diesmal etwas Metal als Kontrast zu dem ganzen Weihnachtsgedöns : Rose in December (Halestorm) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=eW26yqvylKg

***

Nach diesen sechs Songs, die ich ganz okay finde, kommen nun meine Top Five, denn die reißen mich am meisten mit.

Platz 5: Juni – bitte Taschentücher auspacken, denn es geht um eine Liebe, die sich nie erfüllen wird – I’ll be waiting here till the thirty-first of June: 31st of June (Petula Clark) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=YWS7H56KlEE

Platz 4 : Mai – mein Lieblings-Gute-Laune-Song, der mich 2000 durch Cornwall begleitet hat: Maymorning (Runrig 1999 on Danish TV) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=FYwoKI-ZbTU

Platz 3 : Juli – wenn sich Frisch-Verliebt-Sein so anfühlt, ist das der Knaller. Aber mit Feuerwerk: 4th of July (Amy MacDonald) – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=b3vls4kuKx8

Platz 2 : November – der Klassiker, die Taschentücher bitte noch nicht wegpacken, denn das geht mir so richtig ans Herz: November Rain (Guns’n’Roses) Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8SbUC-UaAxE  — Oder eine Coverversion von Sandi Thom – Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=wxE4pzvROcQ

***

Das nächste Wort: Familie

Das Werk zum Wort 14/52 : Zeit

 

Woche 14 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf 38 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

***

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

***

Und wieder bietet das aktuelle Wort unzählige Möglichkeiten, unter denen ich wählen kann, denn das Thema lautet

Zeit

Gott gab die Zeit. Von Eile hat er nichts gesagt“, ist ein beliebter Spruch an Sonnenuhren, die älteste Form des Versuchs, die Zeit anzuzeigen. Festhalten kann man sie ohnehin nicht. Die Zeit ist ein allgegenwärtiges Thema, ob in Kunst & Musik oder Literatur & Film. Wo fange ich an, wo höre ich auf? Da ich Zeitreisegeschichten liebe, wird dies eine geistige und künstlerische Zeitreise, die vordergründig die 60er Jahre zum Ziel hat, aber in Wahrheit weit in die Vergangenheit führt.

Unzählige Aufnahmen waren nötig, bis die Byrds mit dem Resultat ihres Klassikers „Turn Turn Turn (to everything there is a season)“ von 1965 endlich zufrieden waren, und die Mühe hat sich gelohnt. Schon immer mochte ich dieses Lied sehr, allein schon wegen der Gitarre und des mehrstimmigen Gesangs, doch erst der Text macht es für mich zu etwas Besonderem:

 

 

 

 

Er stammt nämlich geradewegs aus dem Alten Testament, dem Buch der Weisheit (Book of Ecclesiastes 3:1-8), auch bekannt als Buch Kohelet oder Prediger Salomo. Ob es aus dem dritten oder zehnten Jahrhundert vor Christus stammt, ist noch nicht ganz klar, aber es gibt Weisheiten, die die Jahrhunderte überdauern. Übersetzt liest sich der folgende Auszug daraus, in etwa so:

 

***

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit“

(…)
„weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit“

(…)
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

***

Und somit ist „To everything there is a season“ bzw. „ein jegliches hat seine Zeit“ das älteste, von mir bisher entdeckte Werk. — Das nächste Wort: Picknick


 

(Quellen: Video: https://www.youtube.com/watch?v=pKP4cfU28vM  / Text: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

 

 

 

 

Das Werk zum Wort 12/52 : Verlangen

 

Woche 12 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 40 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

***

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

***

All you got is this moment, The twenty-first century’s yesterday (…) I need you tonight
‚Cause I’m not sleeping“ *): 
Das war in den 80er Jahren, und hätte man mir diese Aufgabe vor 32 Jahren gestellt, hätte ich mich ohne zu zögern für diesen Clip entschieden. Aber so aufregend ich das immer noch finde und das der am häufigsten gespielte Song in meiner Playlist auf dem Smartphone ist – es gibt immer noch ein Werk, das weiter geht und zu dem aktuellen Wort

 

Verlangen

 

noch besser passt. Und so habe ich einer Künstlerin den Vorzug gegeben, an der ich mich nicht satthören kann und die immer wieder für eine Überraschung gut ist: Florence Welch (Kopf von Florence & The Machine) mit „Howl“ **):

 

 

 

 

Ist es pure Leidenschaft, das Verlangen nach dem Einen, um den alle Sinne kreisen? Oder das Werwolfthema neu interpretiert (obwohl das auch auf Vampire zutrifft)? – Vielleicht sogar beides zusammen. Aber in diesem Fall sind es nicht die Bilder, sondern der Text, der es in sich hat:

***

If you could only see the beast you’ve made of me
I held it in but now it seems you’ve set it running free
Screaming in the dark, I howl when we’re apart

***

Now there’s no holding back, I’m making an attack
My blood is singing with your voice, I want to pour it out
The saints can’t help me now, the ropes have been unbound
I hunt for you with bloodied feet across the hallow’ed ground

Like some child possessed, the beast howls in my veins

***

Be careful of the curse that falls on young lovers
Starts so soft and sweet and turns them to hunters

A man who’s pure of heart and says his prayers by night
May still become a wolf when the autumn moon is bright

***

Das Video ist zwar nicht das offizielle zu dem Song, sondern ein Zusammenschnitt aus anderen Clips – leider scheint kein offizielles Video zu existieren, darum dieses Mash-Up.

 

Das nächste Wort: Mutter

 


Video-Quellen: *) Need you tonight (INXS) – https://youtu.be/w-rv2BQa2OU?t=1    &    **) Howl (Florence & The Machine) – https://www.youtube.com/watch?v=DtXc9h2nki8

 

 

 

 

 

Das Werk zum Wort 11/52 : Telefon

 

Woche 11 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 41 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

***

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

***

Hello from the outside“, singt Adele in ihrem Video am

Telefon

und wirkt dabei wie aus der Zeit gefallen, wie alles in diesem kurzen Film von 6 Minuten und 6 Sekunden: Gasherd und Wasserkocher, verlassene Telefonzelle mitten im Wald – und natürlich das Wählscheibentelefon, zu dem sie greift, nachdem sie mit ihrem Klapphandy nicht zu dem durchdringt, an dem immer noch ihr Herz hängt.

 

 

 

 

Woran die Liebe zerbrochen ist, kann ich mir nur zusammenreimen, aber so wie es aussieht, hat es einen heftigen Streit gegeben, und nun bereut sie ihren Anteil daran sehr. Ein einziger Anruf nur… Manchmal jedoch kommen alle Worte des Bedauerns zu spät, und die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Aber wenigstens kann sie sich später nicht vorwerfen, es nicht doch ein letztes Mal versucht zu haben. Eine ergreifende Geschichte, die zeigt, dass es nicht immer das große Drama made in Hollywood sein muss, um mich zu packen.

A propos Hollywood: Als ganz heiße Anwärter für diesen Beitrag hatte ich noch „Bei Anruf Mord“ von Alfred Hitcock mit Grace Kelly oder „Nicht auflegen!“ von Joel Schumacher mit Colin Farrell in Betracht gezogen. Laut Wikipedia geht das Drehbuch auf eine Idee von Alfred Hitchcock zurück, den Film komplett in einer Telefonzelle spielen zu lassen. „Bei Anruf Mord“ findet größtenteils ebenfalls in einem Raum statt. Da sich die beiden Werke damit m.E. zu ähnlich sind, bin ich bei „Hello“ von Adele geblieben.       

Das nächste Wort: Verlangen.

 

 

 


(Videoquelle: https://www.youtube.com/watch?v=YQHsXMglC9A)