Dienstags-Gedudel : mein Einstieg in eine Serie von nellindreams

 

Mit „Dienstags-Gedudel“ hat Bloggerin nellindreams eine Reihe eröffnet und den Fokus musikalisch auf den Dienstag gelegt. Die von ihr aufgeworfene Frage, ob sich ihr jemand anschließen möchte, kann ich nach der dritten Ausgabe mit Ja beantworten.

Das ist die Gelegenheit, meinen musikalischen Horizont auszuloten. Es kann doch nicht sein, dass ich von meiner 253 Songs starken Playlist immer nur das gleiche abspiele – es wird Zeit für Musik, die sich bisher außerhalb meines Radars bewegt hat oder für Künstler, denen ich bisher eher weniger meine Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Toutes directions“ ist das Zauberwort: Frei nach der Devise „see no evil in all directions“ starte ich mit meiner Reise nach Norden, besser gesagt nach Island – an das Stück „Fjara“ der isländischen Band Sólstafir hat mich der Kommentar von Stepnwolf erinnert. Und tatsächlich war es auch das Lied, das mir bei dem 3. Beitrag des Dienstags-Gedudels als erstes in den Sinn gekommen ist und dessen Video ich auf youtube vor längerem als „gefällt mir“ markiert habe (Video gefunden auf https://www.youtube.com/watch?v=XmGdSOhBx8E&feature=youtu.be) – deshalb gibt es das Werk heute als ersten Beitrag bei mir:

 

 

 

Man mag es glauben oder nicht, aber auf mich haben diese Klänge eine beruhigende Wirkung, die Atmung wird ruhiger, und der Puls verlangsamt sich. Dass ich von den Worten kein einziges verstehe, spielt keine Rolle… die Bilder mögen verstörend sein, die Landschaftsaufnahmen sind grandios, und zusammen zeigen sie mir auf eindringliche Weise, wie schwer das Loslassen sein kann.

Unsortierte Gedanken : some special moments… as I’m not sleeping – oder: Schnipsel eines Jahresrückblicks

 

Das Gefühl hatte ich schon bei meinem letzten Aufenthalt in

Toronto

 

Ohne dass es geplant war, wurde meine Reise zunehmend musikalisch geprägt, was sich in den Zwischentiteln meiner einzelnen Reiseberichte niedergeschlagen hat *).

Das fing schon damit an, dass ich zum Walken ständig mit Musik aus meinem mp3-Player auf dem Smartphone unterwegs war und dass ich beim abendlichen Ausgehen und in meinen Walkpausen andächtig den Straßenmusikern in Toronto und Ottawa gelauscht habe, egal ob es sich um Coverversionen von PMJ und Bruno Mars oder um einen Dudelsackspieler in kompletter Montur handelte.

Musikalische Begleitung mit französischem Gesang hatten wir in der Sucrerie de la Montagne sowie eine Fotoausstellung in der National Gallery in Ottawa, untermalt mit Pop-Musik von Tim Buckley („Pleasant Street“).

 

 

Live-Gesang mit akustischer Gitarrenbegleitung gab es im Hard Rock Café zu hören: Some things you just can’t download.

 

 

Dort konnte ich eine eindrucksvolle Gitarrensammlung bewundern, genau wie die sehr kleine Sammlung im Royal Ontario Museum, während die Lücke an Sammlerstücken im Bata Shoe Museum mit den Stiefeln von Elton John geschlossen wurde.

 

 

Nicht zu vergessen das Schild, das auf den legendären Blue Note Club, ein paar Schritte von meinem Hotel in Downtown Toronto, hinweist und das ich erst am letzten Tag entdeckt habe. Den Club gab es von 1959 bis 1969 und sowohl Stevie Wonder als auch die Supremes sind hier aufgetreten.

 

*) Die berühmt-berüchtigte Playlist

Viele wattpad-Autoren haben sie – ich hatte sie bisher noch nicht: Die Playlist. Ich vermute ja stark, dass es sich bei den Songs auf solchen Listen entweder um die absoluten Lieblingslieder der Autoren handelt oder sie diese Songs beim Schreiben ihrer Geschichten gehört haben. Nicht alle Songs, die als Zwischentitel für meine Reiseberichte herhalten mussten, sind meine Lieblingssongs; sie sind mir beim Schreiben des jeweiligen Berichts, passend zum entsprechenden Thema eingefallen. Das wenigste habe ich davon auf meinem mp3-player – in diesem Sinne „Move on“, in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z:

Auld Lang Syne : traditional

Crash Boom Bang : Roxette

Creep : Radiohead / PMJ

Diamonds are a girl’s best friends : Marilyn Monroe

Goldfinger : Shirley Bassey

Hangover : Taio Cruz

Ich war noch niemals in New York : Udo Jürgens

Islands in the stream : Dolly Parton & Kenny Rogers

Just a little bit longer : Maurice Williams & the Zodiacs

Just keep walking : INXS

Mister Brightside : Amy MacDonald / The Killers

Move on : ABBA

Not enough time : INXS

Pretty Vegas : INXS

San Francisco : Scott McKenzie / Petula Clark

Searching : INXS

Shine : INXS

Singing in the rain : Gene Kelly

Some like it hot : The Power Station

The Monster Mash : Bobby Pickett

There is a light : U2

The show must go on : Queen

Waterfalls : TLC

You lift me up: Thompson Twins

 

 

Es gibt einen Song, der auf dieser Liste nicht auftaucht, der aber das ausdrückt, was ich bei dieser Reise empfunden habe: „The Lights of Home“ von U2, vom Album „Songs of Experience“. Das Album „Songs of Innocence“ besitze ich nicht.

 

Es hatte bestimmt einen Sinn, dass ich dieses Jahr hier und nirgendwo sonst war.

Vorgezogenes Silvesterfeuerwerk

 

 

Vorbei ist es mit der gechillten Besinnlichkeit: Wenn man nach einem Paar ruhiger Tage wieder arbeiten muss, kann man sich den ausgefallenen Brückentag entweder schöntrinken oder es abends so richtig krachen lassen. Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden und das Konzert der AC/DC-Tributeband „We salute you“ in der Jahrhunderthalle in Höchst besucht.

21 Kanonen auf der Bühne, eine von der Decke hängende überdimensionale Glocke mit der Aufschrift „Hells Bells“ und eine Wand aus Verstärkern – da war Power angesagt. Die Band gibt es zwar erst seit zwei Jahren, aber die Herren waren davor wohl schon länger in anderer Konstellation unterwegs. Ich war begeistert. Wo sonst kommt schon mal der virtuos spielende Leadgitarrist ins Publikum und bleibt genau bei der Reihe stehen, in der man seinen Platz hat? – Da war das gesamte Hochparkett schier aus dem Häuschen vor lauter Begeisterung. Und mit uns die ganze Halle, die den jungen Mann scheinbar gar nicht mehr auf die Bühne zurück lassen wollte.

Dass am Ende der Sänger uns allen auch noch die Crewmitglieder namentlich vorstellte, fand ich richtig klasse, doch mein persönliches Highlight war das Auftreten der Dudelsackspielerin Saskia Konz, die sich mit Nick Young ein Duell „E-Gitarre vs Dudelsack“ lieferte – oder war’s am Ende doch ein Duett? Egal, es war so oder so der Hammer. Und als am Ende sämtliche Kanonen abgefeuert wurden, dachte ich, es wäre schon vorbei.

Aber nix da – es gab noch eine Handvoll Zugaben. Das Programm setzte sich aus den bekanntesten Stücken von AC/DC zusammen (TNT, Thunderstruck, Hells Bells, Highway to hell, und viele andere). Jetzt bin ich platt und freue mich auf einen ruhigen Tag und zweieinhalb Stunden Spätprogramm auf BBC 2 mit einem Konzert meiner Lieblingsband (in der gekürzten Version) und der Filmdokumentation über deren 1997 verstorbenem Sänger Michael Hutchence.

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 26

 

 

 

Das Ende ist nah. Und es wird böse. Für die meisten ist Weihnachten vorbei, einige wie ich feilen schon an ihrem Jahresrückblick oder wappnen sich für den Endspurt im Job. Urlaub „zwischen den Jahren“ ist bei mir Fehlanzeige. Ernüchterung macht sich breit. Daher bildet den Abschluss dieser Songparade ein Lied, dessen Grundstimmung bitter bis düster ist und am wenigsten geeignet ist, weihnachtliche Gefühle hervorzurufen:

Zombie“

von den Cranberries beschäftigt sich nicht mit den Lieblingscharakteren vieler Horrorfilme, sondern mit dem ganz realen Horror des damals immer noch schwelenden Nordirlandkonflikts und dessen Auswirkungen auf die Menschen. Fünfundzwanzig Jahre lassen sich eben nicht so schnell vergessen, und die Bilder im Kopf genauso wenig wie die in „Sunday Bloody Sunday“ von U2.

Das ganze Gold auf Dolores O’Riordans Haut kann über den Ernst der Lage und deren Trotstlosigkeit nicht hinwegtäuschen, und mir bleibt angesichts dieser Tristesse nur eines zu hoffen: Mögen die Ewiggestrigen bald im Nebel der Geschichte verschwinden – https://www.youtube.com/watch?v=6Ejga4kJUts     

 

 

Und damit ist die 26tägige Show nun endgültig beendet. Doch musikalisch war’s das für mich noch nicht, denn wenn ich schon an meinem Geburtstag morgen arbeiten muss, kann ich mir wenigstens abends den Besuch eines AC/DC-Tributekonzerts gönnen: We salute you! Allen, die in Blogpause gehen oder verreisen, wünsche ich an dieser Stelle schon mal einen guten Rutsch.

 

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 25

 

 

Recycling auf meinem Blog. Wir haben den ersten Weihnachsfeiertag und hängen in den Seilen. Oder auch nicht. Je nachdem, wie spät es gestern war, der 25. Dezember ist für mich immer eine prima Gelegenheit, es ruhig angehen zu lassen.

Das spiegelt meine Auswahl für heute zwar nicht wider, denn ich wollte noch einmal meine beste Zeit, die ich dieses Jahr hatte, heraufbeschwören. Mit U2, die dieses Jahr den Soundtrack zu meinen sportlichen Leistungen in Toronto und anderen ostkanadischen Städten beisteuerten, bin ich bei der Platte gelandet, die in den letzten Wochen am häufigsten gelaufen ist.

Das Video zu

You’re the best thing about me“

hatte ich garantiert schon mal auf meinem Blog, aber wie heißt es so schön? Was gut ist, kommt wieder: https://www.youtube.com/watch?v=nd_EYo96lmo    

 

 

Morgen ist der 26. Dezember. Hier feiern wir den 2. Weihnachsfeiertag, während man in England den sogenannten Boxing Day feiert. Welches Juwel in meiner Box schlummert, kommt morgen mit dem Z ans Licht.

 

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 24

 

 

 

Den bunten Abend eröffnet heute das ZDF-Fernsehballett. Ach nein, doch nicht, was Sie zu sehen bekommen, verehrtes Publikum, ist der Sonnenschein aus Australien, mit güldenem Haar, so golden wie ein Weihnachtsengel. Oder das Christkind. Ach ja, damals, als wir alle den Film „Grease“ so liebten, aber nicht nur wegen Olivia Newton-John. An deren Hit „Physical“ hatte unsere Sportlehrerin einen Narren gefressen und triezte uns damit beim Aerobic. Ich habe es gehasst.

Aber da ich ja nun ein Lied mit X brauchte, kam

Xanadu“

als Neuzugang in meine Playlist. Unterstützt vom Electric Light Orchestra, das ich Ende der 70er Jahre bzw. Anfang der 80er Jahre im Gegensatz zu meinen Mitschülern sensationell fand, entführt Frau Newton-John uns in ein Land, in dem alles so herrlich bunt ist, dass die Stimmung viel besser zu Silvester als zu Weihnachten gepasst hätte – https://www.youtube.com/watch?v=cLi8fTlDEag    

 

 

So süß wie eine Tüte Karamellbonbons („Sahne Du“ hat mein Papa immer verstanden, wenn Ireen Sheer die deutsche Schlagerfassung sang). Aber wie gesagt: „Merry X-Mas“ – Fröhliche Weihnachten, und wenigstens gibt es heute mal nichts Trauriges. Das wird auch am 1. Weihnachtsfeiertag mit dem Y so bleiben.

 

 

 

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 23

 

 

 

Depeche Mode, die Vierte. Zwei Originale von der Band selbst und eine Coverversion aus Italien, das macht drei. Mit dem Spielzeugauto über den Atlas rollen, das war – glaube ich – nicht gemeint, als das Trio zu erklären versuchte, was es mit der

World in my eyes“

auf sich hat. Obwohl sich das Lied auf meiner Weltreise letztes Jahr auch gut gemacht hätte, aber da hatte ich anderen Klängen den Vorzug gegeben. Dafür hatten die Jungs dieses Jahr in Kanada ihre Chance – auf meinem mp3-Player – https://www.youtube.com/watch?v=nhZdL4JlnxI 

 

 

So, der Countdown läuft und nähert sich unerbittlich dem Ende. Morgen ist das X dran. Wie passend, denn das englische Wort für Weihnachten lautet Christmas, und im englischsprachigen Raum kürzt man es gerne mit X-Mas ab. Lasst euch kein X für ein U vormachen – der Spaß ist morgen noch nicht zu Ende.

 

 

Mein singender, klingender Adventskalender : Türchen Nr. 22

 

 

 

Die allerneueste Neuerwerbung in meiner Sammlung ist die Paradise-Edition von Lana del Rey als Bonus zur LP „Born to Die“, die auch schon wieder ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Video Games“

war ihr erster Song. Der hat mich dazu gebracht, mir gleich das ganze Album zu kaufen, das genau dann lief, als wir versuchten, eine Carrera-Bahn aufzubauen. Schade, dass in dem Set keine so schicken Fahrzeuge wie in dem Video enthalten waren – https://www.youtube.com/watch?v=cE6wxDqdOV0

 

 

Skateboards wären nicht so passend gewesen, mein einziger Versuch, so ein Ding zu fahren, ist dann auch prompt daneben gegangen und endete mit einem formidablen Armbruch. Aber Autofahren geht immer – einen Chevrolet Impala oder einen Ford Shelby hätte ich so richtig schick gefunden, aber ob der das ideale Auto zum Umrunden der Welt ist? Vielleicht mit dem Spielzeugauto auf dem aufgeklappten Atlas…

Das wiederum würde dann wenigstens zum Thema von morgen passen, zu finden mit dem Buchstaben W.