Unsortierte Gedanken : Self-Statements – The importance of being asked

Ich sortiere diesen Fragebogen unter „unsortierte Gedanken“ ein, eigentlich ein Widerspruch in sich… diesmal sind es 20 Fragen mit 20 Antworten, und zwar zum Thema Horror (gefunden bei Bette Davis left the Bookshop) ursprünglich stammt er diesmal von Treevenge und Gina:

Hier geht’s los:

1. Welcher war der erste Horrorfilm, den du im Kino gesehen hast? – Ich glaube, das war „Cat People“, aber doll fand ich ihn damals nicht. Und jetzt habe ich keine Erinnerung mehr an den Inhalt, außer dass Nastassja Kinski mitgespielt hat.

2. Welche war die erste Horrorserie, die du geschaut hast? – American Horror Story, aber alle Staffeln durcheinander.

3. Zelebrierst du Halloween und wenn ja, wie? – Nicht so wirklich, und dieses Jahr ist mir nicht nach Feiern zumute.

4. Welchen Horrorfilm hast du zuletzt abgebrochen? – „Scream“ – aber nicht weil er so schlecht war, sondern weil es schon so spät war – meine Schwester und ich haben ihn dann gestern zu Ende geschaut.

5. Welcher Horrorfilm ist in deinen Augen der schlechteste? – Da gibt es so viele Streifen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann. Ist es „Texas Chainsaw Massacre“, die x-te Fortsetzung von „SAW“ oder das absolut unnötige Remake von „Nightmare on Elm Street“? Oder gar ein ganz anderer Kandidat? Ich bin da unentschlossen.

6. Welcher Horrorfilm-Klassiker hat deiner Meinung nach, diesen Titel nicht verdient? – Bestimmt mache ich mich unbeliebt, wenn ich mich für „Scream“ entscheide. Ich finde ihn bis auf die Jump-Scares und wegen der Massen von Kunstblut an den für Horrorfilme so typischen blutigen Stellen eher lustig und überzogen als zum Fürchten. Zudem für einen Klassiker nicht alt genug – denn Klassiker fangen bei mir in den Achtziger Jahren an. Unter Klassiker würde ich eher „Der Exorzist“ oder „Rosemary’s Baby“ einsortieren.

7. Gibt es einen Horrorfilm, den du jedes Jahr schaust? – Nein, aber dafür andere Filme, wenn sie mal wieder im Fernsehen laufen. Stünde allerdings die „Final Destination“-Filmreihe auf dem Programm, sähe die Sache vermutlich anders aus.

8. Wärst du lieber eine Hexe/ein Hexer, ein Werwolf/eine Werwölfin oder ein Vampir/eine Vampirin? – Ich glaube, ein Werwesen – aber kein Werwolf, sondern ein Selkie. Seehunde sind ja so anmutig und elegant in ihren Bewegungen im Wasser.

9. Welches Horrorfilm-Set ist für dich das coolste? – Das Haus aus „Rose Red“ (Stephen Kings Haus der Verdammnis), das sich selbst umbaut, anbaut und vergrößert. Den Baumeister hat es schon lange in den Wahnsinn getrieben, und so mancher Gang, der einst war, ist längst im Nirgendwo verschwunden.

10. In welchem Horrorfilm wärst du gerne dabei gewesen? – In „Final Destination“, aber nicht als eine der vom Tod Heimgesuchten.

11. Bist du ein „Final Girl“ oder doch eher der, der Holz holt und nicht mehr wieder kommt? – Da stelle ich mir die Gegenfrage: Was macht der, der das Holz holt, und wohin entschwindet er? Ich könnte mir gut vorstellen, mich zwischendurch vom Acker zu machen und Beistand zu organisieren. Zum Beispiel einen Exorzisten oder – wie in Fright Night (mein Nachbar, der Vampir) – jemanden, der sich mit der Bekämpfung von Vampiren auskennt.

12. Fährst du mit 4 Teenagern (die natürlich deine Freunde sind) in den Wald? – Muss es der Wald sein? Ginge auch eine abgelegene Insel? Oder ein Campingtrip aufs platte Land?

13. Magst du Horror-Film-Parodien? Wenn ja, welche ist deiner Meinung nach die beste? – Da schließe ich mich Bette Davis left the Bookshop an und küre die im Fake-Documentary-Stil gedrehte Komödie 5 Zimmer, Küche, Sarg zur besten Parodie. Die ganzen Scary-Movie-Filme dagegen mag ich gar nicht.

14. „Scream“ bekommt einen weiteren Teil: findest du es gut oder hat es sich auch mal ausgeschrieen? – Der erste von den Scream-Filmen reicht mir, glaube ich.

15. Deine neue Nachbarin erzählt dir, dass in deinem Haus jemand brutal gestorben sei: glaubst du ihr? – Ich denke schon. Aber Auswirkungen auf mein Leben wird diese Neuigkeit vermutlich nicht haben.

16. Über dir sind Schritte zu hören, obwohl über dir niemand wohnt. Was tust du jetzt? – Mich fragen, ob es Vögel, Nagetiere oder gar ein Waschbär sein könnte, der da über mir randaliert. Und dann Lärm schlagen – funktioniert aber nicht immer. Genauso wenig wie lautes und extra schräges Singen. Vielleicht lässt sich das nervige Wesen über meinem Kopf auch mit dröhnendem Techno oder heftiger Heavy-Metal-Musik vertreiben.

17. In welchem Horrorszenario möchtest du niemals gefangen sein? – Eindeutig in dem von SAW. Eingesperrt zu sein wie in Cube, ist ja schon schlimm genug, aber mich selbst verstümmeln zu müssen, um überhaupt den Hauch einer Chance aufs Entkommen zu haben – und dann vielleicht auch noch dabei gefilmt zu werden, wie in Hostel? No way.

18. Du bist gefangen und wirst jeden Moment sterben, außer es kommt jemand und rettet dich. Das ist der Hauptcharakter aus der letzten Serie, die du geschaut hast. Bist du verloren? – Ich glaube, jetzt bin ich so richtig gekniffen, denn je nachdem welchen Piraten oder gar Piratin aus Black Sails mir das Schicksal zugeteilt hat, stünden meine Chancen so fifty-fifty.

19. Würdest du dich um schuldenfrei zu werden auf ein Spiel einlassen, bei dem du dein Leben verlieren könntest? – Nein, nicht mal wenn es sich um so einen Irrgarten wie in Escape Room handelt. Oder so ein Spiel wie in „Nerve“ – Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen? Die Aussicht, um mein Leben kämpfen zu müssen, während draußen in der weiten Welt des Internet oder Darknet gelangweilte Individuen Wetten abschließen, wer das Rennen macht, klingt wie ein Tritt in den Allerwertesten, und ich würde mich wie verhöhnt fühlen.

20. Jemand ist in deinem Haus: Wer ist es und wie wirst du dich verteidigen? – Bei ungebetenen Gästen irdischer Art gibt es eigentlich nur eines: mich verstecken und die Polizei holen. Halten sich allerdings Zombies, Aliens oder andere übersinnliche Gestalten, hätte ich massive Probleme, da mir genau in so einer Situation kein probates Mittel einfallen würde.

Jetzt bin ich mal gespannt, wer zu diesem gruseligen Thema auch seine Gedanken beisteuern möchte – mitmachen können jedenfalls alle, die Lust dazu haben.

Self-Statements : The importance of being asked *)

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*) diesen Titel habe ich schon öfters bei Bette Davis left the bookshop gelesen, und diesmal ist sogar ein Fragebogen darunter zu finden, der mich spontan zum Mitmachen animiert hat – den Fragebogen zum Thema Horror. Der stammt von den Verfassern Static und Der Dude von Nebenan – und präsentiert wurden die Fragen von Gina. 18 Fragen – 18 teilweise längere Antworten… Hier sind sie auch schon:

1. Bist du ein Fan von Oktober und Halloween?

Schon allein wegen der buntgefärbten Wälder und dem Geruch brennenden Holzes (meine Nachbarn heizen damit) mag ich den Herbst. Als Kind habe ich die Laternenumzüge zu St. Martin geliebt, und ein besonders liebgewonnenes Spektakel ist für mich der Anblick der Zugvögel, die sich in wärmere Gegenden aufmachen – allen voran die Kraniche. Leider aber habe ich im Oktober zwei mir nahestehende Menschen verloren. Das klingt jetzt zunächst nicht sehr schön – andererseits hat meine beste Freundin Ende Oktober Geburtstag, und das ist dann wieder etwas, worauf ich mich freue. Bei Halloween bin ich allerdings raus… private Halloweenfeiern fand ich immer sehr lustig, auch wenn eine damalige Freundin ihren Garten und das ganze Haus stilecht dekoriert hat. Unvergesslich bleibt für mich der Moment, als sie nach einer Prozession (ihr Grundstück grenzte an den Friedhof) in einer abgelegenen Ecke des Gartens einen Behälter mit Kürbissuppe feierlich zu Grabe trugen. Diese Suppe konnte man nämlich niemandem mehr anbieten. Und sicherlich werde ich auch dieses Jahr wieder ein paar Süßigkeiten zu Hause bunkern, für den Fall, dass ein paar verkleidete Kinder durch unsere Straße ziehen. Nur wollte in den letzten Jahren niemand bei uns klingeln. Dabei ist dieser Tag doch wie geschaffen dafür, das Fastnachtskostüm noch einmal anzuziehen.

2. Hast du „Rituale“ denen du in dieser Zeit nachgehst?

Das einzige Ritual, das ich pflege, ist ein Besuch im Friedwald an „unserem“ Baum.

3. Klassische Horrorfilme oder was läuft in dieser Zeit in deinem Videodrome?

Auch dieses Jahr mache ich wieder mit beim „Horrorctober“ und versuche, bis Halloween 13 Horrorfilme zu sehen – hinzu kommt dann noch das Fantasy-Filmfest in Frankfurt am Main… vielleicht schaffe ich es diesmal, ein Ticket dafür zu ergattern.

4. Hattest du in der Zeit um Halloween ein Ereignis in deinem Leben, welches eine bleibende Erinnerung hinterlassen hat?

Alles hält sich die Waage: Unter dem ersten Punkt habe ich es schon erwähnt – der Todestag meines Vaters fällt auf den 29. Oktober – an diesem Tag hat aber auch meine beste Freundin Geburtstag, und die war bei meiner Hochzeit Trauzeugin. Der zweite Trauzeuge, ein Bruder meines Mannes, hat an diesem Tag ebenfalls Geburtstag – und geheiratet habe ich am 2. November – alles Ereignisse rund um Halloween (zwei Tage davor und zwei Tage danach).

5. „Süßes oder Saures“? Was gibt es an deiner Haustür? Und wie stehst du zu dieser Tradition?

Etwas Süßes, falls welche klingeln. Das Dumme ist nur: Hat man zu wenig daheim, gehen spätere Klingelgeister leer aus – kommt aber niemand, kann man bis zum Jahresende Süßkram mümmeln. Und der steht mir dann irgendwann bis sonstwohin.

6. Faszinieren dich eher Menschliche/Menschenähnliche oder eher Dämonische/Geisterhafte Wesen in Horrorfilmen? Oder vielleicht auch komplett andere Kreaturen?

Es ist der nicht benennbare Schrecken und die bedrohliche Atmosphäre, bei der ich es förmlich genieße, dass mir dabei ganz anders wird. Starke Schwarz-Weiß-Kontraste haben dabei einen nicht ganz unerheblichen Anteil.

7. Zeig anderen deine Top 5 Horrorikonen. Welche sind deine?

Nosferatu – Willard – Ring – Fright Night – Sleepy Hollow… Es gibt so viele gute Horrorfilme, und bestimmt noch bessere als die, die ich gerade genannt habe – mir fallen nur gerade keine anderen ein.

8. Mit welcher „Waffe“ aus deinem Haushalt ziehst Du in den Kampf gegen „Die Nacht der lebenden Toten“?

Mit Konservendosen und -gläsern, deren Inhalt das Verfallsdatum schon lange hinter sich gelassen haben. Das gibt eine feine Schweinerei, wenn das Obst und das Gemüse durch die Gegend fliegt – und die Zombies sind für einen Moment abgelenkt, weil sei mit Futtern beschäftigt sind.

9. Dunkelheit, Geräusche, Schatten….. wovor hattest du als Kind am meisten Angst?

Vor der Angst, verlassen zu werden – also nichts von dem, was man in Horrorfilmen oft als Angstauslöser präsentiert bekommt.

10. Was ist für Dich der „wahre“ Horror?

Menschliche Grausamkeit, die sich durch die gesamte Geschichte zieht – auf die Spitze getrieben in Deutschland zwischen 1933 und 1945 – und symbolisiert durch die Stolpersteine, von denen einige in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Bürgersteig zu finden sind.

11. Siehst Du immer nach, wenn Du ein seltsames Geräusch aus einem dunklen Winkel deiner Wohnung hörst?

Früher habe ich das tatsächlich getan; beim letzten Mal jedoch habe ich nichts auffälliges wahrgenommen und die Bescherung tatsächlich erst am nächsten Morgen gesehen: Aus einem leeren Terrarium ist die gläserne Schiebetür komplett vorwärts aus der Schiene gefallen und auf dem Fußboden zerschellt. Alle Scherben sind jedoch an der Stelle liegengeblieben, an der die Scheibe aufgeschlagen war – anstatt wild durchs ganze Zimmer zu fliegen. Das fand ich wirklich gruselig.

12. Hast du ein Faible für „Urbane Legenden“ und wie stehst du zu diesen? Fakt oder Fiktion?

Dass sie tatsächlich passiert sein sollen, halte ich für unwahrscheinlich, aber sie würden einen prima Stoff für Gruselfilme abgeben.

13. Welcher Horror/Gruselfilm ist der älteste, den du gesehen hast, wenn du nicht zwischenzeitlich von Agent J „geblitzdingst“ wurdest?

„Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ von 1922 – der ist dieses Jahr 99 Jahre alt, und gesehen habe ich ihn in einem Theater mit Orchesterbegleitung.

14. Mal angenommen du würdest einen schönen B-Movie Horrorfilm gedreht haben und müsstest dem einen schön trashigen Titel verpassen. Wie würde deiner heißen?

Invasion der Tanzmäuse.

15. Was würdest du tun wenn du spontan zu einer Halloween Feier eingeladen wirst? Gehst du stylisch im Kostüm (wenn ja welches) oder gehst du schlicht und einfach als du selbst?

Irgendwo habe ich noch einen Hexenhut herumliegen. Mit etwas Fantasie würde ich mir auf die Schnelle ein Hexenkostüm zusammenbasteln.

16. Clowns! Horror oder Lachnummer?

Clowns sind mir relativ egal. Im Zirkus fand ich alles andere um Längen interessanter, und ich war froh, wenn ihre Auftritte vorbei waren.

17. „Lost Places“ dafür begeistern sich ja viele und inzwischen gibt es ja sogar Touren. Bist du interessiert oder kennst du interessante Orte in deiner Gegend?

Ein paar hundert Meter von meinem Wohnhaus entfernt stand auf einem Privatgrundstück eine verfallene Villa, die auf mich eine ungeheure Faszination ausgeübt hat, weil sie für niemanden zugänglich war und ich nicht einmal von Google Earth vernünftige Bilder von ihr aus der Vogelperspektive geliefert bekam. Inzwischen ist das Gebäude vermutlich längst abgerissen – nachgeschaut habe ich nicht.

18. Welches Filmmonster hat den ikonischsten Look? Oder hat für dich was ganz spezielles.

Ich glaube, den höchsten Wiedererkennungswert hat Freddy Krueger aus „Nightmare on Elm Street“, obwohl ich den Film im Original nie gesehen habe, sondern ein grottenschlechtes Remake. Etwas spezielles an sich hat die in „The Ring“ aus dem Brunnen steigende Samara mit ihren abgehackt wirkenden Bewegungen – allerdings möchte ich nicht in der Haut derer stecken, die Zeuge werden, wie sie aus dem Fernsehmonitor heraus- und ins Wohnzimmer hineinkommt, um ihre paralysierten Opfer ins Jenseits zu befördern.

Momentaufnahmen #15 : was mich glücklich macht

Momentaufnahmen – ein Projekt von aequitasetveritas, bei dem wir unsere Gedanken zu bestimmten Momenten in unseren Leben festhalten… Momentaufnahmen könnte ich bei mir auch unter dem Stichwort „Unsortierte Gedanken“ zusammenfassen, und Tagebuch habe ich schon lange nicht mehr geschrieben (eigentlich sollte mein Blog ja eines sein, aber so wie es ist, gleicht es eher einem Gemischtwarenladen mit einem Köter aus jedem Dorf).

Fünf Dinge, die mich glücklich machen – was könnte wohl auf meiner Liste stehen?

Ein Geschwindigkeitsrausch kann Glücksgefühle auslösen – so flüchtig sind sie aber auch.

Ein Happy End, sei es in Büchern oder bei Filmen:

Wie der Zufall es will, habe ich gerade gestern auf wattpad einer meiner Lieblingsautorinnen einen abschließenden Kommentar zu ihrem spannenden Roman hinterlassen.

Yay! Ob realistisch oder nicht - die beiden haben sich und damit endlich ihr Happy End gefunden und mich damit gleich mit glücklich gemacht.

Wenn ich in der Handlung aufgehe und mir die Charaktere so ans Herz wachsen, dass ich mit ihnen mitfiebere und sie real zu werden scheinen, freue ich mich, wenn ihre Geschichte zu einem guten Ende findet.

Wenn ich eine Aufgabe erfolgreich meistern konnte.

Und damit meine ich nicht nur berufliche Angelegenheiten. Ein Rätsel, Sudoku oder Puzzle zu lösen, nachdem ich Stunden darüber gebrütet habe, kann auf mich so unglaublich befreiend wirken. Dazu zähle ich auch die Erleuchtung, wenn mir plötzlich klar wird, um wen es sich bei einer mir bekannt vorkommenden Person handelt, deren Name mir nicht einfallen wollte.

Das Wiederfinden verloren geglaubter Dinge oder Personen.

Da sucht man sich verzweifelt einen Wolf, und dann – genau dann, wenn man es nicht mehr für möglich gehalten hat – weiß man plötzlich, wo sich das Objekt des Verlangens befindet. So ging es mir neulich mit dem Buch, in dem ich meine Erinnerungen an meine Reise mit dem Englisch-Leistungskurs nach Schottland festgehalten habe. September 1986 – geschrieben mit Füller in dunkelroter Tinte und gestochen scharfer Handschrift (die heute ganz anders aussieht), garniert mit Fotos, Ticket und Landkarten.

Noch schöner ist es für mich, wenn ich wieder mit Menschen in Kontakt trete, die scheinbar aus meinem Leben verschwunden sind. Unterschiedliche Lebenswege treiben Menschen in verschiedene Richtungen. Die einen treibt es für immer fort – andere kehren für eine Weile zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurück. Die Frage ist nur, für wie lange.

Besondere Momente auf besonderen Reisen.

Das kann die Situation sein, in der man über sich hinauswächst, wie zum Beispiel das Weiterwandern im strömenden Regen, wenn man weiß, dass alles Jammern nichts hilft und man keine andere Wahl hat, als jetzt genau diese sechs Meilen bis zum nächsten Städtchen durchzuziehen, weil Stillstand zu nichts führen würde als zu Unterkühlung. Oder ein Naturschauspiel der besonderen Art erleben zu dürfen, wie in einem der vergangenen Sommer, als mein Mann und ich gemeinsam den Nachthimmel beobachteten und unzählige Sternschnuppen beobachteten. Zu den besonderen Augenblicken zählt für mich auf jeden Fall auch das Erleben eines Sonnenaufgangs am Meer oder das Erreichen eines Berggipfels, wenn sich ein grandioses Panorama vor mir ausbreitet und ich Weite und Freiheit spüren kann.

Was hier auf keinen Fall fehlen darf, sind die Begegnungen mit mir unbekannten Menschen, wenn die sich daraus ergebenden Gespräche über einfachen Smalltalk hinaus und unter die Oberfläche gehen. 2019 hatte ich so eine Unterhaltung an der Bar meines Hotels in Montréal mit einer jungen Frau aus Alberta (Kanada). Irgendwann waren wir an dem Punkt, an dem es darum ging, wie wichtig es ist, Träume wahr werden zu lassen, sobald und solange man es kann, da man nie weiß, wie schnell es vorbei sein kann – und man später nicht bereuen muss, bestimmte Dinge nicht getan zu haben.

Musik, für die ich mich begeistere: Musik, die mein Herz berührt.

Sei es eine Stimme, die Glücksgefühle in mir auslöst, oder rein instrumentale Klänge, die sich wortwörtlich beruhigend auf meine Herzfrequenz auswirken… Bei manchen Stimmen schlägt mein Herz von ganz allein schneller, und dann kann es geschehen, dass ich mich hier darüber auslasse. Und dummerweise merke ich gerade, dass Worte nur unzureichend das wiedergeben, was in mir gerade vorgeht.

Momentaufnahmen 4/26 – Überzeugungen hinterfragen

Alle 14 Tage blitzen sie auf, die Momentaufnahmen – als Mitmachaktion ins Leben gerufen von aequitasetveritas – die vierte Frage beschäftigt sich hiermit:

Gibt es etwas oder jemanden, der deine Überzeugungen hinterfragt bzw. herausfordert?

Es gab tatsächlich mal jemanden, der nicht nur komplett anderer Meinung zu einem Thema war als ich, sondern mir auch noch das Gefühl vermittelt hatte, ich hätte nicht mehr alle Latten am Zaun. Der Kontakt besteht so gut wie gar nicht mehr.

Allerdings kann ich das auch selbst ganz gut: Meine eigenen Überzeugungen von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand stellen und mir die Frage zu stellen, ob ich das jetzt immer noch genauso sehe – manchmal mit überraschendem Ergebnis.

Momentaufnahmen 3/26 – Alltagsoasen

Alle 14 Tage blitzen sie auf, die Momentaufnahmen – als Mitmachaktion ins Leben gerufen von aequitasetveritas – heute geht es um die folgende Frage:

Was ist gerade deine Alltagsoase? Was hilft dir, innerlich (wieder) zur Ruhe zu kommen?

Zur Ruhe zu kommen, wenn es so einfach wäre. Zählen Wochenenden noch zum Alltag? Ich definiere Alltag als die Zeit abseits des Urlaubs, die wie geschaffen scheint für kleine Fluchten. Ein Hoch auf den Eskapismus? Flucht insofern, dass mir mittlerweile nicht der Sinn steht nach Nachrichten über die x-ten Hochrechnungen, Statistiken und Inzidenzen, seitdem das Virus auch in meiner Familie zugeschlagen hat. Es zerrt an den Nerven, und nun gilt es, Dinge zu tun, die mich auf andere Gedanken bringen, um nicht so langsam aber sicher durchzudrehen.

Zu diesen Dingen gehören für mich die Tasse Tee am Abend, bei der ich spüren kann, wie die Lebensgeister zurückkehren, mich abends beim Tanzen im Zimmer auszupowern, wenn es nötig ist und nicht zuletzt das Schreiben meiner „unsortierten Gedanken“, die spätestens dann wohlgeordnet sind, wenn ich sie mit anderen teilen möchte. An manchen Tagen möchte ich mich dagegen einfach nur noch berieseln lassen – meine Couch, auf der ich auch so manches spannende oder zu Herzen gehende Buch verschlungen habe, ist geradezu prädestiniert dafür. Film- und Serienabende gönne ich mir dagegen lieber im Bett.

Eskapismus oder Selbstreflexion? Vielleicht ist ja doch etwas dran an dem Satz „Writing is Therapy“ (Schreiben ist Therapie), und damit meine ich nicht die Texte, die allein meiner Fantasie entsprungen sind, sondern das, was entsteht, wenn mir Realität und Erinnerungen dazwischen grätschen. Planbarkeit sieht anders aus, aber warum nicht, wenn sich durch den Mix aus Fiktion und Biografischem unerwünschte Zustände im Vorfeld verhindern lassen. Schreiben als Kataharsis – oder besser gesagt, als Mittel der Verarbeitung heikler Themen, die mir auf der Seele liegen – hätte ich es doch nur viel früher entdeckt. Mir wäre einiges erspart geblieben.

Aktualisierung vom 1. Februar 2021:

Aber wenn Hiobsbotschaften wie eine Bombe nächtens am Telefon einschlagen und mich das Gehörte wie ein Güterzug überrollt, hilf auch alles Tagebuchschreiben und Bloggen nichts. Es dürfte trotz einiger lange vorgeschriebener Beiträge etwas ruhiger hier werden. Meine Alltagsoasen sind landunter.

Momentaufnahmen 2/26 – vom Scheitern

Alle 14 Tage blitzen sie auf, die Momentaufnahmen – als Mitmachaktion ins Leben gerufen von aequitasetveritas – den Auftakt bildete unsere Einstellung gegenüber Vorsätzen fürs neue Jahr halten, nun geht es um die folgende Frage:

Wie gehst du mit Scheitern um – deinem eigenen und dem von anderen?

Beinahe wäre ich zeitlich an dieser Aufgabe gescheitert – aber Spaß beiseite:

Dass das Leben nicht immer wie gewünscht läuft, wer kennt das nicht? Vielleicht ist ja etwas dran an den Sätzen „Das menschliche Schicksal erfüllt sich im Scheitern“ und „Das Recht auf ein gescheitertes Leben ist unantastbar“ aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Doch worin besteht der Unterschied zwischen Misserfolg und Scheitern?

Das Scheitern anderer nimmt mich nur dann mit, wenn es sich bei der Person um jemand mir Nahestehendes oder eine von mir bewunderte Person handelt und es diese derart aus den Angeln hebt, dass sie sie sich dazu entschließt, ihr Leben zu beenden. Traurig, aber wahr. Und deshalb bezieht sich der übrige Text nun wirklich auch nur noch auf mich.

Hätte man mich 2015 gefragt, wo ich mich fünf Jahre später sehe, wäre ich im Leben nicht darauf gekommen, dass ich bereits im folgenden Jahr meinen Lebensweg alleine fortsetzen würde. An diesem Verlust war aber nicht das Scheitern, sondern das Schicksal schuld – und mit diesem habe ich auch eine Zeitlang gehadert. Trotz meines Wunschs, die Zeit zurückdrehen zu können, erkannte ich bald, dass ich auf lange Sicht damit nirgends hinkomme, und auch nicht mit dem Versuch, schmerzhafte Erlebnisse zu verdrängen oder mir selbst die Frage zu stellen, wo ich mich in fünf Jahren sehe.

Ach ja, diese Frage, auf die ich am liebsten antworten würde: „Wer nix plant, kann nicht enttäuscht werden.“ – doch es steckt mehr dahinter. Erstens kann sich das ganze Leben mit einem Schlag ändern. Zweitens ist das Leben viel zu kurz, um sich in ursprünglich vermeintlich wichtige Pläne zu verbeißen. Wie sieht es aus, wenn sich die eigenen Prioritäten unmerklich ändern? Kann man es wirklich als Scheitern bezeichnen, wenn sich das ursprünglich angestrebte Ziel nicht erreichen lässt?

2012 hatte ich im Kleinen so ein Erlebnis. Nach ausführlicher Vorbereitung einer mehrtägigen Wanderung entlang eines Teilstücks des Jakobswegs (alleine und Ende Februar), kam unterwegs alles anders. Während ich durch verschneite Auen und eisige Wälder wanderte, dachte ich: „Pfeif drauf. Brich es ab. Der Weg ist das Ziel.“ Welch abgedroschene Weisheit, doch in diesem speziellen Fall war es einfach nicht mein Weg, das Ziel auf Biegen und Brechen erreichen zu wollen.

Im Großen fällt mir nur das ein oder andere Erlebnis im Verlauf meines Berufslebens ein, bei dem ich mich teilweise gefragt habe, wie es dazu bloß kommen konnte. Allerdings ist Aufgeben auch keine Option; und mich entmutigen zu lassen, noch weniger – so schlau bin ich inzwischen auch schon geworden. Never give up. Und wer weiß, vielleicht hat vermeintliches Scheitern ja auch etwas Gutes und es tun sich Möglichkeiten auf, an die man vorher nie gedacht hätte.

Momentaufnahmen 1/26 – die Vorsätze fürs neue Jahr

Happy New Year! Auch wenn 2021 jetzt nicht mehr so neu ist und diesen Spruch einige gar nicht mehr hören möchten…

Und deshalb starte ich nun auch sofort durch in die nächsten Projekte, die mich zum Mitmachen verlockt haben. Zu den beiden Schreibprojekten, die mich schon seit längerem begeistern (#writing friday und ABC-Etüden) kommen nun noch die von aequitasetveritas ausgerufenen 26 „Momentaufnahmen“ hinzu: Zu 26 Fragen aus dem Tagebuch können sich alle, die diese Aktion reizt, ihre eigenen Gedanken dazu machen und diese unter dem Stichwort „Momentaufnahmen“ hier virtuell festhalten.

Nach der groben Zusammenfassung „in a nutshell“, worum es bei dieser Aktion geht, kommt nun auch schon die erste Frage:

Wagst du es vor dem Hintergrund der Erfahrungen von 2020 noch, für das neue Jahr Pläne zu schmieden, gute Vorsätze aufzustellen?

Wie praktisch, dass ich diesem Thema mit der ersten Aufgabe bei elizzys #writing friday bereits am 1. Januar vorgegriffen habe, denn dabei ging es um das Fassen von sogenannten Nicht-Vorsätzen, also Dingen, die man nicht bzw. nicht mehr tun möchte. Die möchte ich zwar nicht mehr recyceln, aber um ein paar weitgeführende Gedanken und die passende Musik ergänzen.

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Die erweiterte Neujahrsansprache

Woher kommt die Neigung, Dinge aufzuschieben?

Lange habe ich mit mir gerungen, mich immer wieder selbst in den Allerwertesten getreten und versucht, den inneren Schweinehund auf die Beine zu scheuchen und im Feuer unterm Hintern zu machen. Wie das im Einzelnen ausgegangen ist, möchte ich lieber nicht vertiefen, aber Fakt ist, dass das schlechte Gewissen in diesem Punkt mein ständiger Begleiter war. Doch damit ist jetzt Schluss. Aber nicht mit der Prokrastination – falls ihr das geglaubt hat, seid ihr einer falschen Fährte gefolgt – sondern mit dem schlechten Gewissen. Denn so wie ich jetzt öfter meinen Nicht-Geburtstag feiere, habe ich als Nicht-Vorsatz entschieden, Prokrastination nicht mehr grundsätzlich als etwas Schlechtes zu betrachten.

Warum soll ich mich deshalb nur unnötig belasten? Denn wo kein schlechtes Gewissen, da auch kein Stress. Das war jetzt weder grammati(kali)sch korrektes Deutsch, sondern hatte auch noch ganz schön viele „Nicht“s in sich, und obendrein im scheinbaren Widerspruch zu meinen nicht nur im letzten Jahr gemachten Erfahrungen in Bezug auf das Aufschieben von Lebensträumen und vor langer Zeit geschmiedeten Plänen, zumindest was das Reisen oder persönliche Rituale angeht. „Kein Zurück“ von Wolfsheim war mein Motto – dem Song, demzufolge irgendwann auch ein Traum zu lange her ist.

… Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworf’ner Zeit. Deine Träume schiebst Du endlos vor Dir her.

Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute, wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her …


Das Lied von Wolfsheim (gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=UjsvyeBWNQQ) ist schon älter – eine Pandemie hatte niemand auf dem Radar.

Aber selbst diese Erkenntnis hatte ich nicht über Nacht oder gar pünktlich zu Silvester, sondern sie war Teil einer Entwicklung, die sich schon viel früher abzeichnete; denn sonst wäre ich wohl kaum 2018 zu meiner eigenen kleinen „Weltreise“ aufgebrochen oder hätte gar letztes Jahr den Sprung bzw. Flug über den „Großen Teich“ gewagt, der stellvertretend für das steht, was ich „weise Voraussicht“ nenne.

In weiser Voraussicht habe ich 2019 nach dem Eintreffen einer Glücksbotschaft den Plan mit der Traumreise sofort durchgezogen, anstatt fünf Jahre damit zu warten. „Was weiß denn ich, was in fünf Jahren ist?“ – diese Frage aus einem Telefonat mit Freundinnen im Januar 2019 habe ich jetzt noch im Gedächtnis. Allerdings dachte ich dabei eher daran, dass ich nicht jünger werde und vielleicht 2024 nicht mehr so fit wie jetzt durch die Gegend turne. Die Eingebung war zwar richtig – aber fünf Jahre?

Ein Jahr trifft’s eher. Denn wer von uns hätte denn 2019 geahnt, dass bereits im nächsten Jahr ein unbekanntes Virus um die Ecke kommen würde, das nicht nur vielen das Leben kostete, sondern das Leben der anderen auf vielen Ebenen tiefgreifend veränderte oder gar lahmlegte? In dieser Hinsicht war ich froh, dass ich das getan habe, was andere als Fassen guter Vorsätze bezeichnen. Für mich rangiert diese Episode mit meiner Reise nach Kanada unter „Nicht lang schnacken“: Warum soll ich umständlich einen Vorsatz fassen, wenn ich statt dessen gleich loslegen kann? Wie gesagt, „A little less conversation, a little more action“ – denn dieser Meinung war auch schon Elvis (auch wenn der Sinn dahinter vermutlich ein anderer war).

gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=WWVMXLSS1cA

Dagegen sind nicht geputzte Fenster oder die Staubschicht auf den Schränken der reinste Pipifax – mich von dem durch mein ewiges Aufschieben verursachten schlechten Gewissen zu befreien, ist doch ein super Vorsatz bzw. Nicht-Vorsatz für 2021. Lasst mich Prokrastination in „kreative Ruhepause“ umbenennen, und schon wird alles leichter. Was ich außerdem nicht bzw. nicht mehr haben will, ist:

Corona (worauf ich nur bedingt Einfluss habe) — mein Chaos im Wohnzimmer (weshalb ich mit dem Aufräumen schon vor Weihnachten angefangen habe) — mein Leben vorwiegend im Schlafzimmer stattfinden zu lassen (auch wenn dort jetzt ein neuer, noch schönerer Kalender als der vom letzten Jahr hängt und zum Verweilen einlädt) — mich zu früh von Sachen trennen, die mit angenehmen Erinnerungen verbunden sind (weshalb ein bestimmter Kalender von 2010 dieses Jahr zu neuen Ehren kommt) — und zuletzt noch, ganz wichtig: das Weiterschlummern von eingeschlafenen Kontakten.

In diesem Sinne bin ich jetzt schon gespannt, was daraus in den nächsten Monaten werden wird. Vielleicht kommen ja noch ein paar neue hinzu.

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Die Momentaufnahmen wurden von aequitasetveritas ins Leben gerufen und rangieren bei mir auch unter der Kategorie „unsortierte Gedanken“

Es weht ein laues Lüftchen – Isn’t it ironic ?

 

 

Heute sollte ein Schwertransport mit Rotorblättern für eine Windanlage nach Grävenwiesbach in Mittelhessen fahren. Der Transport wurde abgeblasen. Der Grund dafür war zu starker Wind.

Mindestens genauso „schwierig“ – ähem – oder vielleicht doch eher geschmacklos war die Aneinderreihung der beiden folgenden Werbespots auf dem Sender, der in meinem Autoradio dudelte: Zuerst ein Spot über die „Nicht-24-Stunden-Schlaf-Wach-Störung“, unter der blinde Menschen unter fehlendem Lichtempfinden leiden. Auf diesen Spot folgte Werbung für den BLACK FRIDAY, oder war’s die BLACK WEEK?

Für den guten Geschmack seh‘ ich schwarz. Wie auch immer – für alle, denen die darin enthaltene Ironie nicht entgangen ist, gibt es heute, passend zur Jahreszeit, den besonderen Ohrwurm: „Ironic“ von Alanis Morrissette – https://youtu.be/Jne9t8sHpUc:

 

Unsortierte Gedanken : Optische Täuschung

 


 

Seit 2015 verfolge ich mit gleichbleibender Begeisterung die Sonntagabends auf BBC One ausgestrahlte Serie „Poldark“, die als sogenanntes Period Drama am Ende des 18. Jahrhunderts in Cornwall angesiedelt ist. Schon damals hatte ich mich über den massiven Einsatz von Filtern gewundert und mir die Frage gestellt, warum Aufnahmen so aussehen müssen, als ob sie bei Sonnenauf- oder -untergang stattfinden. Dass ich damit der Zukunft vorgreifen würde, hätte ich damals auch nicht gedacht.

 

So richtig bewusst wurde mir dieser Gedanke erst wieder, als ich neulich als Einstimmung auf die bevorstehende fünfte und letzte Staffel beim Sichten der vierten Staffel in der siebten Folge ein Déjà-vu hatte – bei dem Klassiker des Kostümdramas schlechthin: Dem Duell – im Hyde Park – bei Morgengrauen und gedämpftem Licht. Was ja nun nichts neues wäre. Was mich aber wirklich verblüfft die Augen reiben ließ, weil ich dachte, ich sähe nicht richtig, war die Tageszeit, bei der diese Filmszene entstand. Ich bin ja gespannt, wem diese optische Täuschung außer mir noch aufgefallen ist – aber zunächst das Video, das ich bei youtube gefunden habe:

 

 

Per Brief hatte der Abgeordnete Monk Adderley Captain Ross Poldark zum Duell mit Pistolen herausgefordert, weil dieser im Unterhaus den Kopf verloren und Adderley vor den anderen Parlamentsmitgliedern am Kragen gepackt hatte. Und nun soll diese illegale Zusammenkunft im Hyde Park stattfinden – selbstverständlich vor Sonnenaufgang, denn Zeugen können sie dabei nicht gebrauchen, und außerdem soll Ross‘ Frau Demelza davon nichts erfahren, die derweil friedlich schlummert…

Zum einen, weil er weiß, was sie von solchen Kämpfen zur Wiederherstellung der Ehre hält und sie vor Angst, ihn zu verlieren, beinahe umkäme. Zwar hat ihr Mann im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gekämpft und ist ein erfahrener Schütze, aber Adderley ist berüchtigt für seinen zweifelhaften Ruf als begeisterter Duellant, gegen den seine Gegner bisher keine Chance hatten… So weit die Geschichte, die sich dicht an der Romanvorlage orientiert. Und nun die Lösung für alle, die den Filmfehler immer noch nicht gefunden haben:

 

Der Hyde Park im Morgengrauen – wie romantisch

 

Die Kamera hat das gedämpfte Licht wunderbar eingefangen, und weit und breit ist kein Mensch zu sehen, außer den beiden Duellanten und ihren Sekundanten, auf die die hoch am Himmel stehende Sonne herabscheint. Wie bitte? Obwohl sie noch gar nicht aufgegangen sein dürfte, steht sie hoch oben am Himmel?

Die Spanne zwischen der vierzigsten und zweiundvierzigsten Sekunde liefert mit dem Sonnenstand und der Länge der Schatten Aufschluss über diesen Fehler. So kurz sind Schatten in der Regel nur zur Mittagsstunde:

 

 

Wie war das nochmal mit den Filtern?

 

 


Quelle des Videos auf youtube:   https://youtu.be/vB7qh3rRraM

Unsortierte Gedanken : Das war definitiv nicht mein Jahr …

 

 

 

zumindest nicht die zweite Hälfte davon. Ganz für die Tonne war es nicht. Aber auch nicht zum uneingeschränkten Jubeln. Irgendwas ist ja immer, das ist eine allseits bekannte Binsenweisheit. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle all jenen danken, die trotz meines Gejammers nicht ihr Interesse an meinen Texten verloren haben. Was im Januar 2014 (abgesehen von zwei Testbeiträgen im August 2013) als Nähblog mit Tendenz zum Gemischtwarenladen begann, ist vier Jahre später bei Musik, Fotografie und Medien unterschiedlicher Art angekommen.

Und schon bin ich mitten drin, in einem weiteren Jahresrückblick. Dabei war das so nicht von mir geplant. Aber jetzt bin ich schon mitten drin im Countdown des Jahres.

 

Change keeps us moving on“

Was sich 2017 abzuzeichnen begann, hat sich 2018 fortgesetzt. Pläne, die sich in Luft auflösten, durchsetzt mit kleinen und mittleren Katastrophen. Das fing schon im letzten Dezember an, als ich den Abend in der Notaufnahme zusammen mit meiner Mutter verbringen durfte, weil sie gestürzt war. So wollte ich meinen Geburtstag nicht feiern. Der Kommentar meiner Mutter dazu: „Wir haben Deinen Geburtstag schon mal gemeinsam im Krankenhaus verbracht.“ Großes Fragezeichen! „ – na, als ich Dich zur Welt gebracht habe.“ Ich wünschte, ich hätte manchmal ihren Humor. Zu allem Übel kam dann am selben Tag dann auch noch meine Schwester ebenfalls ins Krankenhaus, weil sie in der Küche ausgerutscht war und sich einen Halswirbel gebrochen hatte. Silvester fand für einige von uns dann nicht auf der geplanten Party statt, sondern zu Hause bzw. im Krankenhaus. Aber es gab auch schöne Momente und ein paar kleine Erfolgserlebnisse für mich…

Januar

Eine Fotoexkursion mit Rehen im Schnee und das Nähen von Knopflöchern stellten die Highlights dieses doch eher ereignisarmen Monats dar. Dafür soll dieses Foto stehen:

 

 

Was das Nähen angeht, so war ich dieses Jahr nicht sehr produktiv, denn genäht habe ich übers Jahr verteilt so wenig, dass ich die wenigen tragbaren Kleidungsstücke an einer Hand abzählen kann: Bluse, Kleid, Rock, Jogginghose, Kleid.

Februar & März

Ende Februar bzw. Anfang März versuchte ich während eines verlängerten Nähwochenendes an der Ostsee, einen Blouson (oder Bomberjacke) zu nähen, was aber gründlich mißlang. Ein falscher Stoff und ein für mich unvorteilhafter Schnitt machten es möglich. So wurde dieses verhunzte Stück, das von Anfang an unter keinem guten Stern stand, ein Teil für die Tonne. Dass mir ein gefütterter Bleistiftrock (Pencil Skirt) besonders gut gelang, stimmte mich dann wieder versöhnlich mit meinen verloren geglaubten Fähigkeiten im Nähen.

 

Trotzdem sind genau diese Rubriken zu kurz gekommen, auch wenn ich dann im Oktober nochmal bei einem anderen verlängerten Nähwochenende in Würzburg war. Zwar ist das hier kein Reiseblog, aber was ich bei meinen Reisen dieses Jahr erlebt habe, ergäbe genug Stoff, um ein solches zu füllen.

Der März war dann der Monat, in dem ich eine Überraschung erlebte, als ich aufräumte. Ich wusste zwar, dass ich so einiges an Schallplatten von Pink Floyd, Jean-Michel Jarre und Barclay James Harvest geerbt habe. Dass dabei U2-Alben auftauchten, die auch ich bereits besitze, war mir neu. Dabei kamen auch Schallplatten zum Vorschein, von denen ich wusste, dass ich sie seit über 30 Jahren habe. Aber wie oft hatte ich die gehört? In den 80er Jahren andauernd, danach nie wieder.

Jetzt bekamen sie eine zweite Chance, die sich zur Sucht auswuchs, was sich seitdem in zahlreichen meiner Blogbeiträge niederschlägt, und zwar in der Rubrik „Soundtrack of my life“, die ich ursprünglich mit einer ganz anderen Absicht entworfen hatte.

 

Auch die nächsten beiden Monate kann ich mangels Masse in einem Punkt zusammenfassen.

 

April & Mai

Der große Knall kam wegen der allseits geliebten gefürchteten DSGVO. Wie so viele andere war ich auf die am 25. Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung schlecht bzw. gar nicht vorbereitet. Aber das Bloggen deswegen einstellen? Das Patentrezept hieß in meinem Fall: Erst mal bis zum 24. Mai weiter wie bisher, dann auf Eis gelegt durch Umstellen von „öffentlich“ auf „privat“ und im Hintergrund an allen wichtigen Punkten feilen. Nebenher buchte ich dann noch sämtliche Unterkünfte meines für Juni geplanten zweiwöchigen Urlaubs, der unter dem Motto „Weltreise“ stand.

Juni

Stichwort „Weltreise 2018“: In zwei Wochen kreuz und quer über den Erdball. Das geht nicht? Oh doch – wenn die Stationen „Texas“, „Kamerun“, „Bali“, „Kalifornien“ und „Brasilien“ allesamt in Deutschland liegen, mit der Südsee die dänische Südsee gemeint ist und man dem Dorf „Welt“ einen Besuch abstattet. Diese zwei Wochen waren die beste Zeit des ganzen Jahres, denn so frei, leicht und unbeschwert habe ich mich zuletzt im Sommer 2008 gefühlt, als mein Mann und ich damals mit dem eigenen Auto vier Wochen lang kreuz und quer durch Schottland und England gereist sind. Dieses Gefühl konnte selbst der Zusammenstoß meines japanischen Kleinwagens mit einem Land Rover nicht trüben, denn fahrtüchtig war mein Auto danach ja noch. Nur ein wenig zerbeult.

 

 

Auf meiner Fahrt nach Dänemark hatte ich insofern etwas Pech, dass die Klappe meines Kofferraums nicht vernünftig geschlossen war und ich deshalb auf der Fahrt einen Teil meines Gepäcks verlor: eine Jacke und meine Kameratasche mit kompletter Ausrüstung.

Dass die ohnehin schon leicht lädierte Kamera, das Ladegerät und die Akkus weg waren, konnte ich verschmerzen, aber dass die kompletten Aufnahmen der letzten vier Tage futsch waren, weil ich die unterwegs nicht sichern konnte (ich hatte mein Laptop nicht dabei), das war schon ärgerlich. Da gab’s nur eins: einige Motive auf dem Rückweg nochmal mit dem Smartphone knipsen. Dank meines Smartphones konnte ich dann noch so manch schönen Moment festhalten und auf meinem pinterest-Board ablegen. Und manche Erlebnisse waren dadurch sogar noch besser. Manchmal kann Verlust auch Gewinn bedeuten. Das sehe ich inzwischen ganz nüchtern und kühl.  A propos kühl… etwas kühl war es hier, während zu Hause sich alle die Seele aus dem Leib schwitzten:

 

 

… meanwhile in the Sahara or the Australian outback….. … which is not true. This was a bad joke: The picture was taken on a real cold, rainy, and windy day on the beach of a Danish island – driving sand from the side puts you in danger to lose orientation“. Bei der Insel handelt es sich übrigens um die südlichste Nordseeinsel Dänemarks: Rømø.

Wieder zurück in der Heimat, gönnte ich mir einen Kinobesuch, bei dem ich mich blendend amüsiert habe: Ocean’s Eight.

Juli

Oldtimer-Treffen in Usingen. Was für ein Highlight. Was für eine Show. Und wie schön, die Gelegenheit zu bekommen, als Beifahrerin in einem Oldtimer meiner Wahl zu sitzen und entweder gemütlich zu cruisen (Marlin von 1975) oder richtig Gas zu geben (Jaguar von 1994). Es war super Wetter – blauer Himmel und 30°C. Wer kann da schon Nein zum Cabriofahren sagen?

 

 

Anscheinend eine ganze Menge Leute, denn ich war an diesem Nachmittag die einzige, die sich überhaupt in ein Cabrio gesetzt hat. Die anderen zogen lieber eine Fahrt im geschlossenen Chevy vor.

August & September

Der Sommer drehte nochmal so richtig auf, da hatten alle meine Kollegen während ihres Urlaubs was davon. Mir hat die Hitze jegliche Energie geraubt, aber Blogs lesen und entdecken geht immer. Und deshalb war bei mir dann auch neu im Kühlregal: Blogs, denen ich folgte. Mit jedem neu abonnierten Blog rutscht der eine, dessen Name an dieser Stelle irrelevant ist, immer weiter nach unten und wird, wenn es so weitergeht, aus dem Blickfeld verschwunden sein. Aus den Augen – aber nicht aus dem Sinn. Dafür habe ich den Programmpunkt „in memoriam“, ein Ort des stillen Gedenkens. Gewidmet all jenen, die mir fehlen.

 

 

Mors certa, hora incerta. Ein Thema, das viele gerne meiden. Ich habe ihm deshalb bewusst mit der Aufnahme meiner inzwischen auch verschwundenen Zillo-Tasse ein Denkmal gesetzt. Die elegante Überleitung zu einer Aktion, bei der ich im September mitgemacht habe: 15 Tage – 15 Tassen. Zu der Zeit lag zwar mein Blog noch still, aber ich verlinkte in meinen Kommentaren die auf meinem pinterest-Board gesammelten Fotos meiner Tassen. Was mir beim Betrachten der Tassenfotos der anderen Teilnehmer auffiel: Es waren einige Fan-Tassen dabei, z.B. Game of Thrones, wenn ich mich recht entsinne. Abgesehen von einer geerbten Werner-Tasse konnte ich mit nichts dergleichen punkten. Weder zählt eine Londoner U-Bahn-Tasse noch die bereits genannte Zillo-Tasse dazu. Viel wichtiger aber als diese Kopfnuss war für mich die Frage, was ich mir bei dem Nähwochenende namens „AnNäherung Süd“ in Würzburg nähen wollte.

 

 

Da ich lieber mit kleinem Gepäck reise, hatte ich nur Ausrüstung und Material für zwei Projekte dabei: ein Kleid aus Jersey und eine Jogginghose. Als das Kleid fertig war, gab es als Kontrastprogramm einen Spaziergang in der Sonne und ein leckeres Eis. Eigentlich ein perfekter Ausklang, wenn das Unglück nicht schon bald seinen Lauf genommen hätte…

Oktober & November

denn ich musste innerhalb von fünfzehn Minuten eine Entscheidung treffen, die mit zu den schwersten in meinem Leben gehört. Beim Röntgen meiner kranken Kornnatter stellte sich heraus, dass sich mehrere Rückenwirbel durch eine Geschwulst bereits aufgelöst hatten und die Wirbelsäule so zerstört war, dass auch eine Operation nichts bewirkt hätte. Die einzige Alternative, die ich noch hatte: Einschläfern. Und das drei Wochen, nachdem bereits ein anderes meiner Reptilien an Altersschwäche gestorben war. Innerhalb so kurzer Zeit gleich zwei Haustiere nacheinander zu verlieren, gehört zu den Erfahrungen, die ich nie wieder machen möchte.

 

Anfang Oktober jährte sich der Todestag meines Mannes zum zweiten Mal und fiel diesmal auf einen Samstag. Genau der richtige Tag, um einen schon seit der Tassenaktion vom September wachsenden Plan in die Tat umzusetzen: Ich brauche eine neue Tasse, weil ich meinen Morgenkaffee nicht mehr länger aus der Tasse trinken möchte, die einst Andy gehört hat.

Hunderte von Fotos habe ich zu diesem Zweck gesichtet und mich dann für eins entschieden, das nicht nur den Lieblingsstar zeigt, sondern auch das richtige Format hat und durch einen neutralen Hintergrund besticht. Nur fotografieren lassen möchte sich das Biest nicht. Wie gesagt, irgendwas ist immer.

November war auch der Monat, in dem nicht nur meine Mutter in die Notaufnahme musste, sondern auch meine Freundin operiert wurde. Dass am Ende sechs Wochen daraus werden würde, hätte ich ja nie gedacht. Trotz dieses ganzen Bangens habe ich es an zwei Samstagen geschafft, ins Kino zu gehen. Zum einen A Star is born – und dann Bohemian Rhapsody. Auf den habe ich mich schon seit dem Sommer gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Dezember

Dezember war der Monat der nervigen Mails und Meldungen aus sozialen Netzwerken. Ich weiß ja, wie sehr manche ihre Weihnachtsdekorationen lieben, aber auf hartnäckige Kitschoffensiven reagiere ich mit Flucht. Mit Vorliebe an den von mir bevorzugten Glühweinstand und dann an meinem Geburtstag abends ins Kino, in den Film Mary Poppins‘ Rückkehr – ein Sequel mit dem zeitlich größten Abstand zum Originalfilm aus den Sechziger Jahren. Und für mich ein weiterer Film, für den sich der Kinobesuch gelohnt hat. Die Lieder blieben bei mir zwar nicht im Gedächtnis haften, aber mit seinem leicht antiquierten Charme alter Disney-Filme verschaffte er mir 130 Minuten Kurzweil und eine Überraschung in Form von Colin Firth als echter Fiese Möpp (= Fiesling).

Das Wort zum Sonntag

Antiquierten Charme hat es auch, „offline“ ein Tagebuch zu schreiben: Mit Kugelschreiber auf Papier, in ein extra zu diesem Zweck gekauftes Büchlein. Damit habe ich im Sommerurlaub während meiner Blogpause angefangen, jeden Tag ein paar Seiten darin geschrieben und nach dem Urlaub nur noch sporadisch damit weitergemacht. Es war eine interessante Erfahrung für mich.

Genau wie die Tatsache, dass man bestimmte Momente nicht wiederholen kann, wie das folgende Experiment zeigt: 1999 war ich eine Woche in Cornwall unterwegs, wo ich im Auto ein Best-of-Album von ABBA in Dauerschleife laufen ließ. ABBA „Gold“ als Musikkassette, denn der Mietwagen – ein älteres Modell – war nicht mit einem CD-Player ausgestattet, dafür aber mit einem Tape Deck. Dieses Jahr ergatterte ich das Album auf CD und hielt es für eine gute Idee, dieses Erlebnis zu wiederholen und die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Wie man sich vielleicht denken kann, funktionierte das überhaupt nicht. Genau zwei oder drei Mal habe ich die ABBA-CD laufen lassen, dann wechselte ich wieder zurück zu meinen von zu Hause mitgebrachten CDs und landete schließlich bei einem Greatest-Hits-Album von INXS, das dafür in Dauerschleife lief. Mal sehen, an welcher Musik ich bei der nächsten größeren Rundreise mit dem Auto einen Narren gefressen haben werde.

Und noch eine Entdeckung musste ich nach meiner Blogpause machen: Die meisten Nähbloggerinnen sind inzwischen auf Instagram unterwegs und bloggen nicht mehr. Ich dagegen blogge wieder, aber nicht mehr vorrangig übers Nähen, sondern über Fotografie, Bücher, Musik, Filme und Serien sowie ab und zu auch über Ausstellungen und Reisen.

Filme, mit denen ich eine Bildungslücke geschlossen habe: „Monster“, „The Breakfast Club“, „Kevin allein zu Haus“, „Kevin allein in New York“ und „Alien“ – Was für mich nächstes Jahr noch so kommt? Vermutlich ein Biopic über Elton John und der Downton-Abbey-Film. Da lautet „Abwarten und Tee trinken“ die Devise.

Ja, mach nur einen Plan“

Dieses Lied sang einst Bertolt Brecht. Es handelt von der Unzulänglichkeit des menschlichen Planens. Meine Freundin und ich wollten aus unterschiedlichen Gründen auch gerade für dieses Silvester nichts planen, aber Pläne für 2019 kann ich doch trotzdem schmieden. Sie möchte eine Reise nach Südafrika machen. Und ich? Spiele mit dem Gedanken an einen zweiwöchigen Urlaub im Osten Kanadas, nachdem ich gemerkt habe, dass drei Wochen Urlaub für Australien nicht reichen und ich außerdem lange Flüge hasse wie die Pest.

Mehr nähen wollte ich auch, an dem am 6. Januar beginnenden Fotoprojekt „ABC“ teilnehmen und mich auf eine literarische Reise der anderen Art begeben. Aber diese Reise unternehme ich alleine und behalte meine Erlebnisse für mich. Denn es gibt Dinge, die ich gerne rein privat und unausgesprochen lassen möchte.

Allen anderen wünsche ich einen entspannten Start in das neue Jahr und dass das Glück nicht nur auf Stippvisite hereinschneien möge.