Unsortierte Gedanken : Winter is coming – a song of ice and fire

 


 

Click mich! Ich bin eine gefakte Überschrift, die mit dem erwarteten Text nicht das geringste zu tun hat, denn die Rede ist nicht von Game of Thrones sondern von einem Film aus dem verschneiten Schottland, der mit Musik von Runrig unterlegt worden ist: An Cuibhle Mòr – auf Englisch „The big wheel“. Der Link zu dem Video befindet sich im folgenden Absatz.

Da die Anfangssequenz des Songs wie das Anrollen eines Dampfzugs klingt (und wahrscheinlich auch aus diesem und anderen Bahnhofsgeräuschen besteht), wählte derjenige, der den Film auf youtube hochgeladen hat, das Naheliegende: Schottische Dampfzüge im Winter. Da hat es noch richtig fett Schnee, und nicht so einen Wischiwaschi-Winter wie dieses Jahr im Taunus, mit Temperaturen, die sogar eingelagerte Zwiebeln zum Keimen bringen. Yammie! Aber zurück zum Ursprungsthema.

Wo Schnee, da Eis – und damit der Zug auch über die Gleise rasen kann, bedarf es kräftigen Männern mit Muskeln, die den Schnee wegschippen und Heizern, die Kohlen schippen wie der Teufel und das Feuer am Brennen halten. Et voilà: Eis in der wunderschönen schottischen Landschaft, und Feuer im Heizkessel – fertig ist das Lied von Eis und Feuer.

Es lebe der gepflegte Flachwitz (ein Wortspiel von „zauberponys für alle“). Aber ist der Film trotzdem nicht wunderschön? Besonders an den Stellen, in denen die Schafe auftauchen (3:01) und ein schwarzes Pferd durch die Hügel galoppiert (3:17). Besonders bemerkenswert finde ich den Zug, der den klangvollen Namen „Barbados“ trägt. Das Video ist zwar nicht ganz das, was ich zu „An Cuibhle Mòr“, einem meiner absoluten Lieblingslieder erwartet hätte, aber auf seine Art passend. Das Lied wird komplett in gälisch gesungen und hat mich vor Jahren mal zu einer Kurzgeschichte inspiriert, die aber leider bei diversen Umzügen für immer verloren gegangen ist.

Hach ja, was tut man nicht alles als Fan. Sogar den Wunsch hegen, eine komplizierte Fremdsprache zu lernen, in der man sich keine Eselsbrücken bauen kann. Ausgerechnet Gälisch. Und weil ich’s nie gelernt habe, kam ich auf die absurde Idee, den Song nach Gehör mitzusingen – Muttersprachler würden sich vermutlich mit Grausen abwenden, wenn sie sich dieses schräg gesungene Kauderwelsch mitanhören müssten; da aber niemand sonst dabei anwesend ist, wen interessiert’s?

Worum es in dem Song geht? Keine Ahnung, aber eine Menge Wörter im Text sind geografische Namen, die ich 2008 in Schottland auf Wegweisern zum ersten Mal gesehen habe und die mir im Wetterbericht auf BBC Alba begegnen.

 

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Glaschu – Glasgow

Dun Eideann – Edinburgh

Inbhirnis – Inverness

Sruighlea – Stirling.

Steornabhagh – Stornoway

Obar Dheadhain – Aberdeen

An Gearasdan – Fort William

Dun Deagh – Dundee

Lunnainn – London

A’Ghearmailt – Germany

Eirinn – Ireland

Ameiriga – America.

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Eigentlich wäre das schon wieder eine Aufgabe für die 100 Creative Challenges, und allein beim Ansehen der Buchstabenkombinationen kann sich leichter Schwindel einstellen. Da braucht’s noch nicht mal ’nen Whisky. Bei manchen Namen liegt die englische Übersetzung nahe, wie z.B. bei Inverness oder Stornoway. Beim Fort William ist die Ähnlichkeit kaum zu erkennen bzw. für mich gar nicht vorhanden. A’Ghearmailt kling für mich nach Gerstenmalz, eine für die Whiskyherstellung elementar wichtige Zutat. Und: Lesen ist zwar das Eine, die Namen aber auszusprechen etwas ganz anderes. Und wer sich beim Singen nicht die Zunge verknotet, bekommt von mir ein virtuelles Bonbon oder ein wee dram spendiert.

Unsortierte Gedanken : ein Tartan für mich – Triggerwarnung # in Memoriam

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(Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/50/a5/0d/50a50d9ba0a45a991879b80432ee20be.jpg)


 

 

Als Nachtrag zum Media Monday von vorgestern schreibe ich meine Eindrücke nieder, die ich während meines DVD-Abends hatte. Da ich auf Romeo und Julia am Montagabend keine Lust hatte, sagte ich mir, dass es an der Zeit wäre, mir die Downton-Abbey-Folge anzuschauen, die ich vor längerem aufgezeichnet hatte, als das ZDF sie eines Sonntagnachmittags zeigte: „A Journey to the Highlands“. Diese Folge hatte in meiner Sammlung bisher noch gefehlt; auf die Tasse Tee und das Glas Whisky habe ich allerdings verzichtet:


7. Zuletzt habe ich mir eine Aufnahme des Highland-Specials von Downton Abbey aus dem Fernsehen angeschaut und das war vorhin , weil mich das Fernsehprogramm („Romeo und Julia“) nicht vom Hocker riß und ich heute abend mal eine Downton-Abbey-Folge sehen wollte, die ich noch nicht kannte. Witzigerweise war die ausgestrahlte Version von „Romeo und Julia“ von Julian Fellowes, dem Erfinder von Downton Abbey – habe ich aber erst hinterher festgestellt.


 

Dass mich die Erinnerungen einholen würden, damit hätte ich jedoch nicht gerechnet. Plötzlich nämlich war da der Jägerball auf Schloss Duneagle, und die feine Gesellschaft nebst Personal tanzte all die Tänze, die ich bis vor zwei Jahren auch noch gekannt hatte.

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(Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/1d/7c/5a/1d7c5ad02a3e7474df356ede3a5233d0.jpg)

Jeden Dienstag waren Andy und ich abends zum Scottish Country Dancing nach Frankfurt gefahren, wo wir in einer Gruppe ständig wechselnder Stärke zwei Stunden lang fleißig übten. Aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen waren wir aber nun lange nicht mehr mit von der Partie gewesen.

Aber schön, dass Matthew Crawleys Tanzkünste ausreichen, um einen „Dashing White Sergeant“ zu tanzen – ich hätte ja gerne gesehen, wie bei dem Jägerball ein „Reel of the 51st Division“ oder „Shiftin‘ Bobbins“ getanzt wird; an dieser Stelle die Tänze im Einzelnen zu erklären, würde jetzt aber nun wirklich zu weit führen. Den nächsten Flashback erlebte ich dann beim Anblick des Tartans, den einige der Gäste trugen.

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(Bildquelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/236x/dc/5e/4a/dc5e4a4009fc3b0995dcb49881476206.jpg)


 

Genau so einen hatte mein Andy, und den trug er dann auch, als ich ihn zum letzten Mal vor der Trauerfeier sah. Ein Strathspey-Tartan, ehemals getragen von einem Regiment, das aber mittlerweile nicht mehr existiert und somit dieses Muster freigegeben worden ist. So jedenfalls wurde uns das erklärt, als wir den Stoff bestellten und die Maßanfertigung des Kilts für Andy in Auftrag gaben.

Ob es ein Fehler war, just an diesem Abend genau diese Folge sehen zu wollen? Es ist ein Kreuz mit diesen Erinnerungen. Sie kommen und gehen, ungefiltert und in den unpassendsten Momenten. Vielleicht sind sie der Grund, warum ich mich seit jenem Tag nicht überwinden kann, die angefangene Staffel von „Star Trek Voyager“ weiterzuschauen, dabei habe ich „Voyager“ geliebt. Aber immer, wenn wir es zusammen einschalteten, war es wie „a sort of homecoming“ (Assoziationen zu „The Unforgettable Fire“ von U2 sind nicht beabsichtigt, aber auch nicht unerwünscht).

Vielleicht werde ich eines Tages an der Stelle fortfahren, wo die Handlung über Nacht eingefroren wurde, doch bis dahin wird es seine Zeit brauchen. Trotzdem würde ich gerne im neuen Jahr mit dem Schottischen Tanz von neuem beginnen.

Unsortierte Gedanken : kritze kratze *iek*


 

 

 

Seit Tagen erlebe ich Abend für Abend das gleiche nervtötende Theater. Kaum bin ich zu Hause und mache es mir auf dem Sofa gemütlich, egal ob ich stricken, bloggen oder fernsehen möchte – oder aber einfach nur entspannen bei einer Tasse Tee, geht es auch schon los, das Kratzen und Scharren von kleinen Krallen irgendwo im Stockwerk über mir, oberhalb der Zimmerdecke. Ab und zu auch noch Gepolter obendrein… Was kann das bloß sein? In dem Film, der in meinem Kopf abläuft, tummeln sich Mäuse oder noch größere Tiere im Zwischenboden, d.h. im Gebälk zwischen beiden Etagen. Auf dem Speicher ist nichts zu hören, und da scheint der Urheber der beunruhigenden Geräusche nicht zu hausen, denn ich habe mich heimlich hinaufgeschlichen und in die Dunkelheit hineingelauscht – aber von irgendwelchen Bewohnern herrschte Fehlanzeige.

Ein Vierbeiner im Zwischenboden wäre mein persönlicher GAU; denn hast Du erst einmal einen Waschbären im Haus, so hast Du einen „Freund“ fürs Leben. Hm. Oder so. Und darauf habe ich so gar keine Lust. Das Geräusch verfolgt mich: sowohl im Wohnzimmer als auch im Schlafgemach – vorzugsweise immer abends oder mittlerweile auch schon in den frühen Morgenstunden.

Doch gestern hatte ich eine Eingebung. Was wäre, wenn es kein Vierbeiner, sondern überwinternde Singvögel wären? Anzunehmen wäre es, denn ich habe sie im Sommer ständig gesehen – die Einschlupfluken unterm Dach; zumal ich neulich erst ein Blaumeisenpärchen gesehen habe, wie es den Eingang zum neuen Winterdomizil (da, wo im Sommer immer die Mauersegler leben) inspiziert hat. Wenn das meine Mitbewohner sind, dann muss ich mir keine Sorgen mehr machen. Nur Futter für die kleinen Kerlchen im Garten hinhängen.

Unsortierte Gedanken : Armageddon unter der Motorhaube

 

Die Szene, in der der russische Kosmonaut mit dem Schraubenschlüssel gegen die Außenhülle der Rakete hämmert, dieses Déjà-vù hatte ich am Samstagmorgen, als mein Auto nicht ansprang und höchstwahrscheinlich der Anlasser daran schuld war. Unser Postbote, der gerade vorbeikam, wusste Rat. Von Beruf gelernter Mechaniker, gab er uns den Ratschlag, mit einer Stange gegen das muckende Teil zu klopfen. Und was soll ich sagen? It works!

Unsortierte Gedanken : Where have all the flowers gone….

 

Wo sind sie hin, die Blumen, die Freude, die Leichtigkeit? Erst kürzlich am Zug erhaschten meine Ohren Ausschnitte eines Gesprächs zwischen zwei Frauen – von denen die erste feststellte, Basteln sei jetzt so gar nichts für sie, worauf die zweite verkündete, sie habe für eine Freundin ein Fotobuch gemacht. Und jetzt kommt’s: „Mann, war das eine Arbeit!

Ich könnte wetten, die meisten von uns (mich nicht ausgenommen) haben diesen Satz schon einmal fallenlassen, wenn es darum ging zu betonen, wieviel Mühe wir uns mit Selbstgemachtem gegeben haben. Aber, mal Hand aufs Herz: Warum stellen wir die Arbeit, die wir damit hatten, in den Vordergrund, und nicht den Spaß daran? Ein Außenstehender könnte fragen: Ja, warum zum Kuckuck bastelt/strickt/häkelt etc. ihr, wenn es euch so viel Mühe macht?

Und ich denke mir, eigentlich hat er recht. Wenn mich jemand fragt, warum ich nähe/häkele/stricke/Fotos zu einem Album zusammenstelle, dann wäre meine Antwort: Weil es mir Freude bereitet.

 

 

Und ich hoffe, dass mir diese Antwort nächstes Mal eher auf der Zunge liegen wird.

Unsortierte Gedanken : Der Wels, der aus dem Nirwana kam …

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oder auch „Chinakracher to go“. Seit kurzem gibt es unweit von meinem Zuhause einen neuen Asiapalast. Das ist keine flapsige Bezeichnung meinerseits für ein Chinarestaurant, sondern das Lokal heißt wirklich so. Das soll jetzt keine Werbung sein, aber wenn man zur Tür hereinkommt, kann man tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass sich vor einem ein Palast auftut. Freie Platzwahl für zwei Leute garantiert, suchten mein Mann und ich uns ein Zweiertischchen direkt am Sushibüffet. Was wir im einzelnen gegessen haben, interessiert wahrscheinlich niemanden wirklich, aber was mich neben dem leckeren Essen am meisten beeindruckt hat, war die opulente Inneneinrichtung, die Barrierefreiheit für Menschen im Rollstuhl und das große Aquarium. Das ist nämlich der eigentliche Gegenstand dieses Kurzbeitrags.

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Mein Mann war zwischendurch eine rauchen, und da nahm ich ganz plötzlich und unvermittelt eine Bewegung im Augenwinkel war, die mich erschrecken ließ. Ein schwarzer Schatten… und als ich genauer hinsah, war es ein Wels, der nicht nur viel größer als die übrigen Fische war, sondern auch noch viel agiler. Anscheinend hatte er zu vorgerückter Stund‘ seine Gymnastikstunde, denn als wir um 20 Uhr das Restaurant betraten, war er noch nicht in Aktion getreten, auch nicht, als das ein oder andere Kind fasziniert das Aquarium und seine Bewohner betrachtete. Leider habe ich keine besseren Bilder von demTurnkünstler zur Hand, dafür aber von der stylisch geblümten Metalltapete auf der Damentoilette.

 

Was ein Handy halt so hergibt. Dass ich am Ende unseres Besuchs noch einen hübschen geblümten Schal geschenkt bekommen habe, ist sicherlich nicht der wahre Grund, noch einmal wiederzukommen, sondern die große Auswahl an Fisch und Fleisch, das gebraten von der heißen Platte an unseren Tisch gebracht wird. Und wenn ich anschließend noch einen Cocktail trinken möchte, brauche ich bloß die Straße zu überqueren und bin am Ziel. Chinakracher to go? Nein, Chinakracher to come back again. Dann aber bitte nicht vorne am Büffet, sondern am Aquarium, auch wenn man von dort die an fliegende Fische erinnernde Lampe schlechter sehen kann.

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PS: Die Rubrik „Sei hier Gast“ war ursprünglich als Ort für Gastbeiträge von und mit Menschen, die mir nahestehen, gedacht – aber wenn besondere Orte der Gastlichkeit in meinem Alltag auftauchen, bekommen sie hier ihren Raum.

 

 

Unsortierte Gedanken : der Kanzelgruß …

… als mein „Wort zum Sonntag“ – nicht zu verwechseln mit dem Kanzlergruß, also dem Gruß des Kanzlers/der Kanzlerin oder dem Gruß an den Kanzler/die Kanzlerin (je nachdem) – enthält eine Triggerwarnung für die Menschen, die evenutell mit religiösen oder spirituellen Themen nichts oder nur wenig anfangen können.


Nach diesem zugegebenermaßen etwas umständlichen Vorwort möchte ich auf die Quelle Kanzelgruß verlinken, bei der ich eine Kyrie entdeckt habe, die die Gedanken, die mich zur Zeit beschäftigen, in weiten Teilen widerspiegeln…

Kanzelgruß

Bildquelle: eigenes Foto / Textquelle: http://kanzelgruss.de/2014/06/08/kyrie-1132/


Wahre  Worte, denn auch ich ertappe mich oft dabei, dass mir vieles in meinem Leben wie selbstverständlich erscheint- gerade, wenn es um die Gesundheit geht. Und dann, binnen kürzester Zeit, stirbt im Urlaub an der See plötzlich und unerwartet eine Nachbarin, zu der ich zwar nie großen Kontakt hatte, aber jetzt, da sie unwiederbringlich fort ist, oder ganz einfach: nicht mehr ist, dieser Umstand ein seltsames Gefühl bei mir hinterlässt.

Und dann, kaum zwei Wochen später, stirbt eine Kusine, die ich schon seit längerem aus den Augen verloren habe, an Krebs. „Austherapiert“, m.E. ein beschönigendes Wort dafür, dass man nun nichts mehr für sie tun könne, und sie die letzten Wochen ihres noch nicht einmal 50 Jahre währenden Lebens in einem Hospiz verbringen durfte. Irgendwie war es abzusehen, aber als es dann endgültig geschah, traf es mich dann doch und fühlte sich „seltsam und irgendwie unerwartet“ an.


Wie damit umgehen und das ausdrücken, was in mir vorgeht? Ich fürchte, alles, was ich dazu denke, würde sich auf dem Papier hohl und leer anfühlen und jedes zusätzliche Wort geheuchelt klingen. Es ist nicht einfach, die eigenen Worte zu finden – mit fremden Worten wie eben diesem oben genannten Gruß fällt es mir um so vieles leichter. Dankbar sein für das, was mir so selbstverständlich scheint. Dazu bedarf es, mich bewusst hinzusetzen, beobachten und Vergangenes Revue passieren zu lassen. Und wenn ich so darüber nachdenke, so fällt mir jetzt auf, dass ich schon seit Tagen meine geliebten Mauersegler nicht mehr gesehen habe. Fast schon glaube ich, dass sie nun weg sind – fortgezogen, wie sie es jedes Jahr gegen Ende des Monats Juli tun. Womit ich zu den profanen oder kleinen Dingen des Alltags zurückkehre.

Ein letzter Gruß und Dank an dieser Stelle dafür, dass sie auch dieses Jahr wieder zu Gast bei uns waren und ich mich an ihrem Dasein, ihren Flugkünsten und dem Umstand, dass sie unter unserem Dach eine neue Generation ausbrüteten, erfreuen durfte und mir Abend für Abend das Herz aufging. Ach, hätte ich sie doch nur einmal so sehen können, wie auf diesem Bild… —– Die Fotografien dieses Künstlers, die Vögel und ihre Flugspuren zum Thema haben, faszinieren mich so, dass ich mich des öfteren auf seine Seite verirre, wenn ich mal wieder spektakuläre Aufnahmen aus der Natur sehen und dabei zur Ruhe kommen möchte.   —   Ruhe ist dieser Tage schwer zu finden, und die kommenden Wochen läuten für mich den Abschied vom Sommer ein; denn auch wenn es dem Wetter und dem Kalender nach noch Sommer ist, so hält doch schon der Herbst Einzug in mein Herz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsortierte Gedanken : For the birds – Fortsetzung

 

Besondere Erlebnisse ziehen andere nach sich. In meinem Sommerurlaub im Taunus hatte ich das Vergnügen, dem Hausrotschwanzpärchen bei der Aufzucht seines Nachwuchses zuschauen zu können und durfte zum Schluß noch einem Küken, das sich aus dem Nest nach draußen verirrt hatte, ins Nest zurückhelfen.

Als ich mich zwei Wochen später dort noch einmal sehen ließ, war das Nest leer und alle Vögel ausgeflogen. Dafür standen die Rosenbüsche in voller Blüte.

Heute morgen bot sich mir beim Hinausschauen aus dem Fenster ein rührender Anblick: eine Handvoll Jungvögel, die gerade das Fliegen lernten… an ihrem charakteristischen Wippen erkannte ich drei junge Hausrotschwänze, die aufgeregt hin und her flatterten und begleitet wurden von jungen Spatzen. Was für eine Melange! Fotos gibt es diesmal jedoch keine, da das Gewusel viel zu schnell für mein Objektiv war.

Unsortierte Gedanken : methods to cool down

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Noch so ein Hitzerekord, und ich brech‘ z’samm!   Und weil Dauerbetrieb des mobilen Klimageräts auch keine Lösung ist, behelf‘ ich mir anderweitig. Zum einen wäre dann das Stöbern in Bildern, die nicht vom Sommer handeln, zum andern die Zubereitung gekühlter Speisen und Getränke. Heiße Suppe zuzubereiten, ist im Moment etwas, mit dem ich auf Kriegsfuß stehe; zumal ich mich heute ziemlich sch***e verbrüht habe, weil mir der nicht korrekt verschlossene Mixer um die Ohren geflogen ist. Autsch! Fünfzehnminütiges kaltes Wasser laufen lassen brachte Linderung und half, schlimmeres zu verhüten. Dennoch ziert mein rechtes Handgelenk eine rote Stelle vom allerfeinsten. *möp*

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Gekühlte Getränke also. Wie wäre es zum Beispiel mit kleingeschredderter Salatgurke (ohne Kerne und ohne Schale), der für eine milde Säure der Saft einer halben Limette zugefügt wurde und die mit Tonic Water aus dem Kühlschrank aufgegossen wurde? Salz, Pfeffer und Cumin verleihen dem Drink die nötige Würze; nur wie ich den Schaum wegbekommen soll, wird mir ein vorerst unlösbares Rätsel bleiben. *not so nice*

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Noch eine Methode, mich vom Sommer wegzufokussieren ist das Schauen von Filmen, die in nebligen und kühlen Gegenden spielen, wie z.B. in Glastonbury. „Die Nebel von Avalon“ wäre eventuell eine Option, aber da ich heute mal zeitig ins Bett möchte, läuft jetzt „The Gathering“ mit Christina Ricci im Player. Den Mysterythriller  über eine Kirche aus dem 1. Jahrhundert, in der Menschen dargestellt werden, die ihrer Schaulust an der Kreuzigung frönten, habe ich bestimmt auch schon zweimal gesehen, aber das ist jetzt auch schon wieder ganz schön lange her, so dass die Handlung für mich quasi schon wieder fast wie neu ist; an manchen Stellen fühle ich mich an eine Dr.Who-Folge aus der neunten Staffel erinnert, in der ein im Internet Surfender durch körnige Zeitungsfotos, auf denen der Doktor zu sehen ist, dahinter kommt, dass jener bei den großen Ereignissen der Weltgeschichte zugegen war. In „The Gathering“ tauchen dieselben Gestalten auf allen möglichen Gemälden und Filmaufnahmen von Attentaten, Hinrichtungen und Lynchaktionen auf. Das ganze Szenario wird begleitet von Visionen der Hauptdarstellerin, die durch einen Unfall kurzzeitig ihr Gedächtnis verloren hat und irgendwie zu ahnen scheint, dass ihre Anwesenheit in dem idyllischen Ort in der Nähe von Glastonbury eine tiefere Bedeutung haben könnte…

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„Sie kamen, um zu gaffen“ Sagte ich, dass sich ein Haupterzählstrang um Schaulustige dreht? Scheint heute irgendwie zu passen, denn vom Bürofenster aus konnte ich heute aus luftiger Höhe beobachten, was passiert, wenn eine Straßenbahn entgleist ist. Ach, die leidige Schaulust. Aber soweit zu gehen, nach unten zu fahren und zu gaffen, wäre mir im Traum nicht eingefallen. *seufz*

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Nach soviel Mysterygeschwurbel beschließe ich mein Lamento über den viel zu heißen Sommer(tag) mit Aufnahmen von den wunderschönen Blumen unserer Nachbarn, aufgenommen an einem kühlen Frühlingstag:

 

02 mohn

03 mohn

04 mohn

01 mohn

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsortierte Gedanken : Nachts, wenn alles schläft …

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This is not HDR photography“: All die schönen Blumen, im Licht der alten Straßenbeleuchtung wirken sie seltsam und wie von einem anderen Stern.

Napoleon (Teil 4 des Vierteilers auf Servus-TV) möchte gerne wissen, wann der nächste Neumond ist, um einen verwegenen Flucht- und Überrumpelungsplan in die Tat umzusetzen… nun, mit einem Neumond kann ich nicht dienen – aber mit einem Beinahe-Vollmond, den ich nicht mit dem Handy, sondern meiner Digitalkamera fotografiert habe. Allerdings ohne richtiges Stativ. Zur Stabilisierung diente ein Stück Seife…

das ich bei den Aufnahmen von der Straße nicht benutzt habe – das Fensterbrett tat es auch so, nur leider, leider ließ sich die Belichtungszeit nicht einstellen. Wie mag die Straße nur wirken, wenn hier keine modernen Autos, sondern Oldtimer stünden ???