In memoriam : It’s you and the roses …

Il y’a des jours…

Wie ich an dieses Lied kam, habe ich nur noch vage in Erinnerung. Ein Video mit Szenen aus dem Film „Die Frau des Zeitreisenden“ – den Film mochte ich, das Buch habe ich geliebt – Szenen, untermalt mit dem Lied „Afterglow“ von 2005.

 

 

 

 

Weil mir die Melodie so gut gefiel, ich aber nicht auf den Text achtete, kaufte ich es mir für meine Playlist auf dem Rechner und dem Smartphone. Aber dann in der Bahn, morgens auf dem Weg zur Arbeit, wurde mir bewusst, wie sehr der Text das symbolisiert, was ich seit Deinem Tod mit mir herumschleppe…

It’s you and the roses …

Aber warum jetzt?! Warum entdecke ich das erst jetzt? Diesen Text, der all das symbolisiert, von dem ich dachte, dass ich es hinter mir gelassen hätte… und mit einem Mal sind wieder die alten Wunden aufgerissen, und ich bin da, wohin ich nicht wollte. Der Super-GAU am 7. Oktober, genau ein Tag nach Deinem Todestag, der sich nun zum zweiten Mal gejährt hat. Und genau diese Scheiße habe ich nicht gewollt.

Wo ich gerade eben noch vollmundig verkündet habe, ich hätte wieder so langsam Spaß am Leben gefunden und dass mein Urlaub dieses Jahr das Beste war, das mir seit langem wieder passiert ist. Und dann kommt wie aus dem Nichts dieses Brett!

Bei den fett markierten Stellen hat es mich dann so richtig erwischt, und ich habe den ganzen Montag über wiederholt am Flennen war….

Here I am, lost in the light of the moon that comes through my window
Bathed in blue, the walls of my memory divide the thorns from the roses
It’s you and the roses

Touch me and I will follow in your afterglow
Heal me from all this sorrow
As I let you go I will find my way
when I see your eyes
Now I’m living in your afterglow

Here I am, lost in the ashes of time, but who wants tomorrow?
In between the longing to hold you again
I’m caught in your shadow, I’m losing control

My mind drifts away, we only have today

Touch me and I will follow in your afterglow
Heal me from all this sorrow
As I let you go I will find my way
I will sacrifice ‚til the blinding day when I see your eyes
Now I’m living in your afterglow

When the faith has gone as I let you go, as I let you go

Touch me and I will follow in your afterglow
Heal me from all this sorrow
As I let you go I will find my way, I will sacrifice
Now I’m living in your afterglow

Bathed in blue, the walls of my memory divide the thorns from the roses
It’s you who is closest

Songwriters: Ronald Lane / Steve Marriott – obwohl auf Wikipedia etwas anderes steht: „The song was written by Andrew Farriss and Desmond Child and was a tribute to Michael Hutchence, one of INXS‘ founders who was alleged to have committed suicide in 1997. In singing the ong, J.D. Fortune, winner of „Rock Star: INXS“, described his role in Hutchence’s legacy – his „afterglow“. The song is described as „soft rock“, with melody reminiscent of INXS‘ earlier work with Hutchence.“

In den Kommentaren zum offiziellen Video finde ich einen drei Jahre alten Kommentar, der genau das wiedergibt, was ich beim konzentrierten Hören auf den Text gedacht habe: „This is been one of my favorite song for many years and it speaks to me on an entirely different level now that my husband has passed away (CandyAppleRed)

Für mich ist es „my personal tribute to you, Andy, my late husband“, und für keinen anderen – das mir gezeigt hat, wo a) meine Prioritäten liegen und b) dass ich mit diesem Kapitel noch lange nicht abgeschlossen habe. Und ich dachte letzte Woche noch, bei „Not enough time“ bricht der Staudamm an Tränen, weil mich dieses Gefühl am letzten Septemberwochenende schier überwältigt hat, und das zu einem Zeitpunkt, an dem ich dachte, ich sei alleine im Zimmer, aber dann leider doch von meiner Zimmergenossin „überrascht“ wurde.

Da habe ich mal wieder falsch gedacht, wie so oft in letzter Zeit. Ich weiß nicht, wie ich den Montag überhaupt überstehen konnte, denn während der Arbeit war ich, wie gesagt, in einem richtig üblen Stimmungstief – in mich gekehrt und tränenüberströmt.

Und jetzt auch wieder. Warum tue ich mir das überhaupt freiwillig an? Ich glaube, das Grauen und die Trauer, sie kommen in Wellen, und immer genau dann, wenn ich sie am wenigsten gebrauchen kann. Auch nach 2 Jahren noch. Manchmal bin ich wirklich über die Anonymität der Großstadt dankbar, so kann ich ungestört in der S-Bahn heulen, ohne dass mich jemand anspricht, und es ist mir scheißegal, was andere denken wenn sie mich dabei sehen. —– and so my mind drifts away, into chaos.