FUSSA 2017 : Film- und Serien-Sew-Along 2017 – Stoffe & Schnitte

 


Beim neuen Film- und Serien-Sew-Along (FUSSA), ins Leben gerufen von minimale Extravaganz, möchte ich diesmal  arbeitsalltags-taugliche Sommerkleidung   nähen, die sich an den britischen Krimiserien The Coroner und Agatha Raisin orientiert. Leider laufen beide Serien nicht mehr auf ZDF neo. Vorgestern hat dieser Sender eine neue Serie namens „Death in Paradise“ ins Programm genommen, deren karibisches Flair ich zwar interessant und unterhaltsam finde, mich aber (was die Kleidung betrifft) nicht vom Hocker reißt. Hawaiihemden sind dann doch eher was für die Herren der Schöpfung. Wie gut, dass mein Plan, was ich mir nähen möchte, bereits seit einer Woche feststeht. Ich möchte nämlich nicht die Kleidung von Agatha Raisin oder Jane Kennedy, dem Coroner Ihrer Majestät, eins zu eins abkupfern bzw. nachnähen.

Nein, ihre Garderobe soll bloß als grobe Orientierungshilfe dienen und bestimmte Merkmale aufweisen, denn die neuen Teile sollen sich mit den alten, die mir noch passen, kombinieren lassen:

klare, kräftige Farben & schlichte, geradlinige Schnitte- vorrangig ohne Muster

Dabei sind Vintageschnitte sind kein Muß, denn beide Handlungen sind in diesem Jahrzehnt angesiedelt. Ich kann mich also auf mehr oder weniger aktuelle Schnitte konzentrieren. Bevor ich meine Stoffe und Schnite vorstelle – hier die weiteren Sonntagstermine:

25. Juni – Erster Zwischenstand
16. Juli – Finale

 

Und jetzt zum aktuellen Termin (4. Juni):

Als ich mit meinen beiden Neuerwerbungen vom Nähbloggerinnentreffen am 27. Mai zurückkam, wälzte ich trotz einsetzender Erschöpfung alte Burdahefte, die ich bei meiner Inventur aus der Kiste geholt hatte und wurde für mein erstes Teil für diesen Sew-Along in der burdastyle 9/2016 vom letzten Jahr fündig.

02 Planung Schnittquelle

 

Ähnlich geschnittene Blusen habe ich übrigens in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen schottischen Läden und Kaufhäusern gesehen. Anscheinend ist dieser Blusentyp ein zeitloser Klassiker und bei der weiblichen Kundschaft sehr beliebt; jedenfalls kommt es mir so vor, wenn ich mir Sendungen wie „Escape to the Country“, „Homes under the hammer“ oder „Antiques Roadshow“ anschaue, die auf BBC One ausgestrahlt werden. Aber ob diese Sendungen noch mit dem eigentlichen Motto zu tun haben? Gute Frage…

 

Nun aber zu meinen Modellen

Als Jane-Kennedy-Variante möchte ich als erstes ich die ärmellose Bluse Nr. 101 nähen, die auf der Rückseite mit einem Reißverschluss geschlossen werden soll und in der Mitte der Vorderseite Längsfalten hat.

02 Planung Vorlage 1

02 Planung Vorlage 2

 

Sollte die technische Zeichnung auf dem zweiten Foto nicht so gut zu erkennen sein, gibt es einen Link zur russischen Ausgabe der Burdastyle.  Vorder- und Rückenteil habe ich am 28. Mai, dem Tag der Vorstellung unserer Ideensammlung vom Schnittmusterbogen auf Dämmfolie aus dem Baumarkt abgepaust (siehe Beitragsbild). Es fehlen nur noch zwei Besatzstreifen für die Armausschnitte und ein Schrägstreifen für den Halsausschnitt. Dünne, weiße Einlage bzw Vlieseline-Formband sowie den 22 cm langen weißen Nahtreißverschluss habe ich bereits zu Hause. Er hat zwar nicht genau die gleiche Farbe wie der Stoff, aber passt trotzdem dazu.

02 Planung Teil 1

 

Und weil es bei mir anscheinend doch nicht ohne Muster geht: Das gleiche Modell möchte ich dann noch einmal aus einem gemusterten Stoff nähen, damit ich es zu einem unifarbenen Bleistiftrock anziehen kann. Mir schwebt für die gleiche Bluse Seide mit Zebramuster in senfgelb und tintenblau als Agatha-Raisin-Variante vor.

02 Planung Teil 2

 


 

Kombinieren möchte ich beide Blusen mit einem Bleistiftrock, den ich auch schon lange nicht mehr genäht habe. Schnitte finden sich in vielen Heften in meinem Archiv, und in meinem Bestand befinden sich noch jede Menge sandfarbener Canvas und 1,60 m grüner Hosenstoff. Eigentlich wollte ich meiner Mutter aus dem grünen Stoff eine sommerliche Schlupfhose nähen, aber dazu ist es nie gekommen, und jetzt würde die Menge ohnehin nicht ausreichen, es sei denn, ich hätte vor, eine Bermudahose zu nähen. Aber vielleicht ist der Stoff ja geeignet für einen Rock.

Froh wäre ich ja schon, wenn es mir gelänge, wenigstens die Blusen fertig zu bekommen. Doch dazu mehr am 25. Juni. Mal sehen, für welche Stoffe und Schnittmuster sich die anderen Teilnehmerinnen entschieden haben. Den Link dazu gibt es hier.

Magische Mottos 2.0 im Juni : Don’t !

 


Der Juni hat angefangen, und es ist wieder Zeit für ein neues Thema bei den „Magischen Mottos 2017“. Das magische Motto, das Paleica  am 1. Juni vorgegeben hat, lautet:

Don’t !

Huch! Äh, was will der Künstler wohl damit sagen? – aber das Rätsel soll von folgendem Zitat auf Paleicas Blog gelüftet werden:

Der Begriff beschreibt folgendes: es gibt ‚Regeln‘ und ‚Ratschläge‘, worauf man bei einem ‚guten‘ Foto achten sollte. Ich sage euch: alles Blödsinn! Fotografie ist Kunst und in der Kunst ist alles erlaubt. Darum sucht euch eines dieser „Don’ts“ aus oder schaut euch in eurem Archiv um. Welche Bilder missachten wichtige fotografische Regeln – und sind für euch dennoch gelungene Bilder?“

und

Ihr kennt sicherlich auch ein ‚Don’t“‘ Fotografiert nicht aus dieser oder jener Perspektive. Setzt die Schärfe nicht da oder dort hin. Belichtet nicht über oder unter. Keine stürzende Linien. Harte Schatten. Positionierte Motive. Ich bin kein Theoretiker, aber es gibt unendlich viele dieser Ratschläge. Und sie zu missachten macht den größten Spaß!“

So weit zu der Aufgabe. Ein „Don’t“, das mir vor Urzeiten der Leiter eines Fotokurses beibringen wollte, war: Fotografiere niemals bei langen Belichtungszeiten aus der Hand. Alles, was länger als 1/50 s belichtet wird, sollte mit einem Stativ fotografiert werden – sonst wird das ganze Bild verwackelt.

Das konnte ich gut nachvollziehen, als ich noch mit analogen Kameras fotografierte, denn es trat genau das ein, was der Kursleiter vorhergesagt hatte, als ich die Belichtungszeit zum Spaß länger als eine Sekunde an der Kamera eingestellt hatte: Das Bild war verwackelt. Fortan suchte ich mir in Ermangelung eines Stativs eine feste Unterlage und verwendete einen Drahtauslöser.

Mein Aha-Erlebnis, dass es auch anders geht, hatte ich 2012 bei der Luminale in Offenbach am Main, als ich sah, welche Ausrüstung andere Fotografen dabei hatten. Stative, riesige Objektive und noch größere Kamerataschen – im Gegensatz zu mir, mit meiner kleinen Kameratasche, in der sich außer meiner digitalen Spiegelreflexkamera und ein paar Ersatzakkus nichts mehr befand. Keine zusätzlichen Objektive, kein Stativ, keine Filter… kurzum: Ich war echt minimalistisch unterwegs und wollte ausprobieren, wie weit ich mit dem Aus-der-Hand-Fotografieren kommen würde.

Zunächst versuchte ich mich an unbewegten Motiven. Als erstes Testobjekt fungierte die Lichtinstallation „Sublime Landschaft“ auf dem Hafengelände, danach versuchte ich mich auf einem von innen beleuchteten Wagon, der ebenfalls auf dem damals noch unbebauten Hafengelände stand. In Frankfurt war ich auch unterwegs und übte mich an dem „Ei“, das an der Hauptwache stand, und im Inneren der Katharinenkirche. Und hier sind die Ergebnisse.

Sublime Landschaft

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Belichtungszeit:  1/1000 sek. – so weit ist alles klar. Hier kann nichts verwackeln.

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Belichtungszeit:  1/80 sek. – schon wesentlich kürzer, aber man sieht immer noch, wie dunkel es schon war.

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Belichtungszeit: 1/6 sek – das gleißende Licht verstärkt die Dunkelheit der Umgebung

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Belichtungszeit: 1/2 sek. – Jetzt gehen wir in die Vollen. Das Licht sorgt für Unschärfe in der Umgebung, aber verwackelt ist immer noch nichts.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – der krönende Abschluß.

Wagon

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Belichtungszeit: 1 sek. – Dass es ein Wagon ist, kann man nur anhand der Fenster erahnen – die Umrisse sind trotz längerer Belichtungszeit nicht zu erkennen.

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Belichtungszeit: 6 sek. – Jetzt kann man den Wagon erkennen, aber das Bild ist so verwackelt, dass die meisten Fotografen es wohl als Ausschuss im Papierkorb versenken würden, aber genausogut könnte man es auch unter der Rubrik „moderne Kunst“ veröffentlichen.

Ei“

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Belichtungszeit: 1/15 sek. – etwas kontrastarm, aber nicht verwackelt.

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Belichtungszeit: 3.2 sek. – Bright Lights, Big City; beim genaueren Hinsehen offenbaren sich die Unschärfen.

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Belichtungszeit: 1/50 sek. – So ein Foto hätte mein Kursleiter bestimmt als Musterexemplar für die kürzestmögliche Belichtungszeit zum Fotografieren aus der Hand ausgewählt.

Katharinenkirche

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Belichtungszeit: 1/3 sek. – das letzte unbewegte Motiv. Auf den nächsten beiden sind sich bewegende Personen zu sehen…

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Belichtungszeit: 1 sek. – das Motiv an sich ist nicht verwackelt, aber die Personen auf dem Bild erscheinen verwischt.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – Die Tür geht auf, und alles – bewegte und unbewegte Teile im Bild – erscheint verwischt.


Das waren dann doch mehr Bilder, als ich hier ursprünglich zeigen wollte. Aber sie liefern den Beweise, dass mein Kursleiter nur bedingt recht hatte. Ich halte es für möglich, längere Belichtungszeiten auszuwählen, wenn ich auf das Stativ verzichten möchte. Aber ab zwei Sekunden kann ich für „gestochen scharfe“ Bilder nicht mehr garantieren.

Zu den anderen Don’ts wie Gegenlichtaufnahmen, zu harte Schatten oder zentral plazierte Motive möchte ich daher nichts beitragen. Denn ein Don’t ist mehr als genug.

Deutschlandreise beim Serienmittwoch

Das wird heute eine lange, lange Liste, denn Corly fragt im Rahmen ihrer Themenwoche „Deutschlandreise“, welche Sehenswürdigkeiten in Deutschland wir schon gesehen haben und welche uns davon ganz besonders gefallen haben.  Da mir auf die Schnelle die von mir besuchten Sehenswürdigkeiten nicht eingefallen sind, habe ich auf dieser Liste nachgeschaut und festgestellt, dass ich doch in meinem nun schon 49 Jahre währenden Leben bisher schon ganz schön viele „Sehenswürdigkeiten“ besucht habe. Das sind erheblich mehr, als ich in Erinnerung hatte, und mit manchen verbinden mich ganz besondere Erinnerungen. Und das sind sie:

 

Kölner Dom

Es war an einem Sonntag. Mein Mann und ich hatten in Köln übernachtet und wollten uns eigentlich nur das Orgelspiel vor der Heiligen Messe um zehn Uhr anhören, doch dann blieben wir einfach sitzen und nahmen am katholischen Gottesdienst teil. Es war ein einmaliges Erlebnis, einmal den gesamten Pomp und Prunk mit eigenen Augen zu sehen, der sich sonntags im Dom zu Köln entfaltet.

Rothenburg ob der Tauber

Vor ein paar Jahren machte ich mit meiner Schwester eine einwöchige Radtour von Offenbach am Main nach Rothenburg ob der Tauber. Hier wollte ich den berühmten Riemenschneider-Altar fotografieren, aber das perfekte Licht dafür gab es nur am Morgen. Im Anschluß an den evangelischen Gottesdienst veranstaltete dann der Pfarrer eine Gratisführung durch die Kirche und zeigte uns verblüffende Details auf mittelalterlichen Tryptichons. Wetten, dass den meisten nicht auffällt, dass ein Mensch auf so einer Darstellung eine Brille trägt?

Historisches Rathaus Michelstadt

Bei einem Betriebausflug hatte mein damaliger Chef für uns ein exklusives Treffen mit dem Bürgermeister von Michelstadt im historischen Rathaus verabredet. Den Umtrunk habe ich längst vergessen, nicht aber, wie toll es sich anfühlte, eine historisches Gebäude auch einmal von innen zu sehen. Habe ich auch nicht alle Tage.

Nationalpark Wattenmeer

Das besondere Erlebnis, das ich hier hatte, war eine Wattwanderung von Föhr nach Amrum. Barfuß durchs Watt zu laufen, während die Dämmerung heraufzieht, ist ein ganz eigentümliches Gefühl.

Naturpark Teutoburger Wald

Noch absonderlicher ist das Erlebnis, das ich vor ein paar Jahren an den Externsteinen hatte. Wir waren bei Freunden zu Besuch, und die luden uns spontan zur Walpurgisnacht zu Füßen der Externsteine ein. Die dort aufgebauten Zelte konnte ich gar nicht zählen, genauso wenig wie die überall flackernden Lagerfeuer, an denen natürlich auch kräftig gebechert wurde. Unsere Freundin übte sich im Schwerkampf und kehrte mit zerstörter Brille von diesem Experiment zurück, aber das war auch der einzige Verlust, den wir zu beklagen hatten. Am nächsten Morgen verloren etliche ihren Führerschein wegen Fahrens unter Alkoholeinfluß. Wie gut, dass wir nicht so unvernünftig gewesen waren.

Reichsburg Cochem

Eine Führung mit anschließendem Ritteressen war das Highlight bei unserem Campingurlaub an der Mosel. Weil mir die deutschsprachige Gruppe zu groß war und uns zunehmend auf die Nerven ging (ich sage nur: Junggesellinnenabschied und Kegelgruppe), schlossen wir uns bei der Führung einer kleinen Gruppe Amerikaner an. Anscheinend dachte man, dass wir alle zusammengehören, und so saßen wir für den Rest des Abends inmitten der amerikanischen Gäste, die sich beim Ritteressen gar prächtig amüsierten.


 

Die restlichen Sehenswürdigkeiten von der besagten Liste, habe ich ans Ende dieses Textes gestellt – es soll ja auch Menschen geben, die solche Aufzählungen langweilig finden. Dabei muss ich zugeben, dass ich mich mit Listen dieses Kalibers grundsätzlich etwas schwertue.

Wer bestimmt eigentlich, was eine Sehenswürdigkeit ist, und was nicht. Niemals hätte ich z.B. Freizeitparks wie das Phantasialand oder den Europa-Park als solche eingestuft. Burgen, Kirchen und Schlösser sind sicherlich sehenswert, aber wo bleiben z.B. Industrieanlagen aus dem 19. Jahrhundert? Und warum ist Berlin in dieser Liste so oft vertreten, während Städte wie Frankfurt, Mainz oder Wiesbaden darin gar nicht erst auftauchen? Oder habe ich sie etwa übersehen? Während ich lieber weniger Zoos und dafür mehr botanische Gärten unter den „Top 100“ gesehen hätte, bin ich gleich dabei, wenn es um Naturparks wie die Eifel oder das Wattenmeer geht. Auf diese Weise könnte ich nun stundenlang fortfahren, und am Ende käme womöglich noch eine ganz andere Liste heraus.

Und das sind alle übrigen:

Altstadt von Heidelberg – Europa-Park Rust – Schloss Neuschwanstein – Insel Mainau im Bodensee

Dresdner Altstadt mit Frauenkirche und Zwinger – Schwarzwald – Moseltal – Brandenburger Tor

Speicherstadt Hamburg – Sächsische Schweiz & Bastei – Lübeck & Holstentor – Trier & Porta Nigra

Die Burg zu Nürnberg- Reste der Berliner Mauer – Museumsinsel in Berlin – Regensburger Altstadt

Schloss Sansscouci – Freiburger Münster – Rüdesheim – Marienplatz München

Eifel – Hamburger Hafen – Phantasialand – Wartburg

Residenz Würzburg – Burg Hohenzollern – Schloss Linderhof – Rathaus Wernigerode – Allgäu

Nürnberger Christkindlesmarkt – Insel Sylt – Fernsehturm am Alexanderplatz – Bayerischer Wald


 

 

Und das sage noch mal einer, Deutschland wäre langweilig und hätte nichts zu bieten.

Media Monday #309


 

Buon Giorno – gelato, prego …

Die Hitze macht mich völlig fertig. Drinnen 30°C – draußen 35°C: Wie soll so jemand, den es im Sommer am liebsten in kühlere Regionen wie Schottland, England oder das Kellergeschoß zieht, es bei dieser Affenhitze aushalten?! Ich bin doch keine Schlange, die Wüstenklima liebt; dennoch funktionieren die Gehirnzellen noch, um Wulfs aktuellen Lückentext Nr. 309 ab 18 Uhr auszufüllen, um ihn nach 0:00 Uhr des folgenden Tages online zu stellen.

Media Monday #309

 

1. Immer wenn ich Bilder von einer gefundenen Flaschenpost sehe, bekomme ich Lust auch mal eine zu schreiben.

2. Die Camerons ist so eine Lektüre, an die ich mich immer gerne erinnern werde, denn ich war auf sie aufmerksam geworden, nachdem ich in der ARD die gleichnamige Serie gesehen hatte; und danach habe ich es noch mehrmals immer wieder gerne gelesen, auch wenn das Aussehen der darin auftretenden Personen aus meinem Gedächtnis entschwunden sind.

3. Müsste ich mich entscheiden, würde ich inzwischen niemanden mehr als meine/n Lieblings-Autor/in bezeichnen, schließlich gibt es noch so viel unbekanntes in der literarischen Welt für mich zu entdecken. Dennoch gibt es eine kleine, aber feine Auswahl an Schriftstellern, deren Bücher ich immer wieder gerne in die Hand nehmen. Aktuelles Beispiel: Peter Wohlleben und seine „Gebrauchsanweisung für den Wald“.

4. Der 1998er Jahrgang der Lage Wehlener Sonnenuhr ist überraschend gut gealtert, wenn man bedenkt, dass es sich um einenWeißwein handelt und ich immer dachte, dass man nur bestimmte Rotweine gut lagern könnte, während die Weißen so bald wie möglich getrunken werden müssten. Dennoch mussten wir den Wein innerhalb eines Jahres trinken, weil er jetzt seinen Zenit erreicht hatte und längeres Liegen ihn nicht verbessern würde.

5. Insbesondere früher habe ich ja unglaublich gerne mit der Western-Bahn von Faller gespielt, da die Wagons so schön groß und bunt waren und wir unsere Stofftiere im Kohlenwagen quer durchs Zimmer fahren lassen konnten.

6. Die Marmelade, die ich zuletzt gekocht habe, ist tatsächlich besser geraten als ich vermutet/erwartet hätte, denn sie bestand aus tiefgefrorenen Beeren, die dank des in den Alarm-Modus umgesprungenen Tiefkühlschrankes unfreiwillig aufgetaut wurden.

7. Zuletzt habe ich Stuttgart besucht und das war einfach ein toller Tag, weil ich den Tag im Kreise netter Menschen verbrachte, die ich schon seit längerem nicht mehr gesehen habe – und sowohl Anreise als auch Fahrt nach Hause verliefen völlig entspannt mit der Bahn. Trotz Verspätung habe ich noch einen Anschlußzug in meine Heimatstand bekommen, ohne rennen zu müssen, und die Erfahrung, einmal mit einem Zug der ÖBB quer durch Deutschland gefahren zu sein, hatte auch einen gewissen Charme.

Film- und Fernsehserien-Sew-Along 2017

 


Als vor kurzem auf dem Blog von minimale Extravaganz ein neuer Film- und Fernsehserien-Sew-Along (FUSSA) angekündigt wurde, war ich skeptisch, ob ich überhaupt mitmachen soll. Denn schon beim FUSSA 2016 nicht viel zustandegebracht. Die Frage, die mich beschäftigt, lautet noch immer: Soll ich mit den unvollendeten Sachen weitermachen oder mich auf was ganz neues konzentrieren? Vielleicht hat es ja einen Grund, warum ich genau diese Pläne nicht realisiert habe…

Aber zunächst: Worum geht es beim sechswöchigen FUSSAX – zu dem es übrigens hier geht – ?

Zitat Ankündigungsbeitrag. „Bei diesem Sew-Along geht es darum, ein von einem Film oder einer Serie inspiriertes Kleidungsstück zu nähen. Ihr dürft es ganz originalgetreu nach nähen oder ihr interpretiert den Look ganz so, wie er zu euch passt. Egal ob Alltagsoutfit, besondere Garderobe oder Kostüm, lasst euch von der großen weiten Welt der Film-Mode inspirieren!

Termine – immer sonntags:

28. Mai – Inspiration und Ideensammlung
4. Juni – Planung, Stoffe und Schnitte
25. Juni – Erster Zwischenstand
16. Juli – Finale

Bestandsaufnahme 2016:

Nicht geschafft hatte ich ein Top, das von Star Trek Voyager inspiriert war, und die Umarbeitung meines nicht mehr passenden Kleinen Schwarzen, das ich mit einem Stoff aufpeppen wollte, der mich entfernt an Teile von cardassianischen oder klingonischen Uniformen erinnert hat, als ich ihn damals kaufte. Wo und wann ich das aber tragen möchte, will mir im Moment einfach nicht einfallen.

neue Ideen:

Sarah Paulson, Jessica Lange, Angela Bassett und Lady Gaga in American Horror Story – besonders die Staffeln „Asylum“ (Paulson), „Freakshow“ (Bassett und Lange) und „Hotel“ (Lady Gaga) bieten eine Fülle an wirklich stilvollen, aber teilweise extrem ausgefallenen Kleidungsstücken, in denen ich mir meinen Alltag nicht wirklich vorstellen kann. Aber träumen möchte ich doch ab und zu. 

 

Bildquelle – https://blaupause7.files.wordpress.com/2017/05/0f2fb-gaga.jpg


Und da sehe ich die Gefahr; die Wahrscheinlichkeit, dass diese neuen Ideen genauso wenig umgesetzt werden wie die vom letzten Jahr, ist bei diesen Filmkostümen relativ hoch. Es sei denn, ich fokussiere mich auf die Sechziger-Jahre-Alltagskleidung der Reporterin Lana Winters (Sarah Paulson) aus „Asylum“.

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Bildquelle – https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/d1/ac/57/d1ac570c23792506d45b04caea587899.jpg


Alltagstauglich kommt mir da schon eher das vor, was Coroner Jane Kennedy in der englischen Krimiserie „The Coroner“ trägt und mich stellenweise an Sophie Haas in „Mord mit Aussicht“ erinnert. Letztere Serie ist beim letzten FUSSA sehr oft als Inspirationsquelle genannt worden. Charakteristisch für Jane Kennedy ist ihre Vorliebe für klare Farben, Kleidung in uni und gestreifte Oberteile.

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Bildquellen – https://www.hoerzu.de/files/images/magazin/the-coroner-allgemein-3_0.jpg und https://pictures.tvinfo.net/pictures/64/c4/2b/49/8e/c0/8d/9f/00/e3/da/51/e8/5b/77/5e/large_zno_170514_1710_282f6090_the_coroner.jpg


Klare, aber noch leuchtendere Farben, gibt es auch in der britischen Serie „Agatha Raisin“ zu sehen, die zu Beginn dieses Jahres ebenfalls Freitags auf ZDF neo gelaufen ist. Hier tauchen aber auch Jacken aus Kunstleder oder mit Leopardenmuster bedruckte Röcke auf. Es gibt also auch Muster.

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Bildquelle – https://www.sosensational.co.uk/wp-content/uploads/2016/08/agatha-raisin.jpg

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Gerade, was unifarbenes angeht: Bis zum Frühjahr 2015 hatte ich kaum etwas gemustertes im Kleiderschrank. Nun ist es umgekehrt, und ich habe so viele verschiedene gemusterte Teile im Schrank, dass ich nicht weiß, wie ich sie kombinieren soll. Mustermix ist ja etwas tolles, aber manchmal darf es auch etwas ruhiger sein; und ein paar Basics wie Bleistiftröcke, schlicht geschnittene Blusen oder Langarmshirts können gewiß nicht schaden, zumal ich sie im Berufsalltag immer gebrauchen kann.

Je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich, dass mir der Kostümfundus der freitags auf ZDF neo laufenden Serie „Der Coroner“ genug Auswahl an brauchbaren Stücken bietet. Praktischerweise spielen die Folgen meistens im Sommer an der Küste von Cornwall oder Devon, was mir beim Finden geeigneter Sommermodelle helfen und mich beim Nähen in eine ähnliche Urlaubsstimmung versetzen wird wie beim Schauen der einzelnen Folgen am Freitag. Mit Einsprengseln von „Agatha Raisin“ könnten das spannende sechs Wochen werden.

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Bildquelle – http://www.serienjunkies.de/the-coroner/the-coroner.jpg

Und jetzt bin ich doch gespannt darauf, wer noch alles mitmachen möchte.

MeMadeMittwoch am 24. Mai 2017 in Grün und Schwarz


 

Während so langsam der Sommer naht und mehr und mehr fröhliche Farben um mich herum auftauchen, bin ich zur Abwechslung mal wieder in dunklen Farben unterwegs. Und Mittwoch ist der ideale Tag dafür, denn beim MeMadeMittwoch zeigen lauter Näh-Enthusiasten ihre selbstgefertigten Kreationen – zur heutigen Ausgabe geht es hier.

Nun aber zu meinem Ensemble. Das grüne Oberteil ist eigentlich ein Kleid, das ich zu einer Tunika umgearbeitet habe, weil ich nicht mehr hineinpasse. Hier habe ich bereits darüber geschrieben.


 

Den Rock habe ich mir vor zwei Wochen bei Sewing by the Sea, in Noer an der Eckernförder Bucht genäht, und er hat mir mehr Arbeit bereitet als ich gedacht hatte, hatte mein folgender Plan doch zunächst sehr einfach geklungen: Von dem Kleid 111 aus der Burdastyle 07/2016 , das ich für die Aktion 12 Letters of handmade fashion genäht habe, wollte ich nur das Rockteil nähen, weil das Oberteil echt bescheiden saß und ich keine Lust auf die x-te Anpassung mehr hatte. Darüber habe ich hier schon mal geschrieben.


 

Damit die Kellerfalten schöner fallen, habe ich sie 7 cm tief einzeln abgesteppt. Das macht auch das Bügeln leichter, denn so bleiben sie da, wo sie liegen. Das kostete zwar ein wenig Zeit, war aber okay. Was mich aber wirklich auf die Palme brachte, war der Reißverschluss, der sich nicht so einnähen ließ, wie ich es wollte. Und dass ich dann Stoff und Reißverschluss mühsam von Hand flicken musste, weil ich beides beim Trennen beinahe irreversibel geschrottet hätte, trug auch nicht zur Besserung meiner Laune bei. Den krönenden Abschluß bildete dann der Verlust des Clips, der am Ende des Reißverschlusses sitzt und den Zipper am Flüchten hindern soll. Bis ich den Zipper von Hand eingefädelt und das offene Ende mit mehren Sicherungsnähten in Pink zugesteppt hatte, dauerte dann auch nochmal mindestens eine volle Stunde.


 

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Da war das Umnähen des Saums von Hand das kleinste Übel und die reinste Entspannung. Aber ich finde, die Arbeit hat sich gelohnt. Jetzt habe ich einen Rock, den ich sowohl im Büro als auch beim Jubiläumstreffen unseres Abiturjahrgangs tragen kann.

12 Colours of handmade fashion : Aprilfarbe Gelb

 

Auf dem Blog Tweedandgreet ist am 1. April als Farbe für jenen Monat Gelb gezogen worden. Am 27. April gab es dann den entsprechenden Beitrag mit dem Link-Up, zu dem es hier geht. Diese sonnige Farbe in mein Leben zu bringen, halte ich für eine schöne Idee, aber Gelb kam in meinem Farbspektrum bisher eher selten vor. Das einzige rein gelbe Kleid, das ich je besessen habe, ist mir inzwischen zu klein geworden und wartet darauf, dass ich es umarbeite. Aber bei der Sichtung meiner Bestände habe ich vier Meter Elastikjersey mit leuchtend buntem Paisleymuster auf gelbem Grund wiedergefunden.

Der Jersey stammt von einem Tauschtisch. So ein Tisch ist eine prima Gelegenheit, Stoffe, die man selbst nicht (mehr) braucht, gegen besser geeignete Schätzchen einzutauschen. Man braucht dazu nur ein Nähbloggerinnentreffen, eine AnNäherung oder ein Sewing by the Sea und – tadaa! – einen Tisch.

Und obwohl das „eigentlich“ so gar nicht meine Farben sind (was wohl an dem grellen Rot lag, denn das Geld fand ich eigentlich ganz schick), habe ich ihn in meine Bestände wandern lassen. Indes, die zündende Idee, was sich daraus machen lassen könnte, wollte sich nicht einfinden.

11 Paisley-Jersey Tauschtisch

Letzte Woche habe ich dann endlich einmal meine Bestände gesichtet, fotografiert, vermessen und katalogisiert. Und bei dieser Inventur bin ich dann auf eine Mai-Burda vom letzten Jahr gestoßen, in der das dazu passende Kleid abgebildet war: Jerseykleid Nr. 115 mit Ärmelschlitzen in Fledermausoptik und kleinen Abnähern an den Schultern. Schön weit geschnitten und ohne viel Schnickschnack. Genau wie ich es mag (O, mein Gott, das klingt wie ein zweitklassiger Werbespruch).

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Fürs Büro ist es vielleicht doch etwas zu bunt, aber wenn ich an warmen Sommerabenden mal schnell zur Äbbelwoiwirtschaft *) um die Ecke möchte, werde ich es gerne anziehen. Da kneift beim Sitzen wenigstens nicht, wenn das Schnitzel mal wieder größer war als mein Magen. (*) Äbbelwoi = hessisch für „Apfelwein“). Gelb waren übrigens die 1000 gelben Margariten, die Lorelai Gilmore in der gestrigen Folge von „Gilmore Girls“ zum Heiratsantrag bekommen hat. Doch dieses Bild möchte ich hier nun wirklich nicht zeigen.

 

Media Monday #308


Auch der schönste Urlaub geht mal zu Ende. Da bildet der Media Monday Nr. 308 auf dem Blog medienjournal einen gelungenen Abschluss:

Media Monday # 308

1. Wenn es so richtig skurril und abgedreht wird, liegt es an meiner Laune, ob ich aussteige oder dranbleibe. Bei der „Freak Show“ von American Horror Story möchte ich unbedingt wissen, wie die Story ausgeht. Bei „Fluch der Karibik“ habe ich schon nach dem zweiten Film das Interesse verloren, und als Film Nummer drei im Fernsehen lief, habe ich irgendwann abgeschaltet, weil es mir zu langweilig wurde.

2. Die Serie „Sleepy Hollow“ hat mich irgendwo auf dem Weg verloren, denn plötzlich liefen die Folgen nicht mehr auf dem gewohnten Sendeplatz, und bei zwei nur halb aufgenommenen Folgen habe ich den Faden nicht mehr wiedergefunden.

3. Ich konnte mich ja kaum je so gut mit einer Figur identifizieren wie die der Ich-Erzählerin von „H wie Habicht“, da ich zu dem Zeitpunkt, als ich es las, in einer ähnlichen Krise steckte, allerdings hätte ich mich nie so einigeln können wie sie.

4. In Sachen Comedy-Serien gibt es inzwischen nichts mehr, was mich noch groß interessieren könnte. Im Nachhinein sind mir dann auch prompt die folgenden Serien eingefallen: 1) The IT-Crowd,  2) Little Britain,  3) Come fly with me. Die letzten beiden sind so richtig schräg und respektlos.

5. „Der Name der Rose“ hat mich ja als Lektüre schwer begeistert, schließlich hatte ich beim Lesen permanent den Ort des Geschehens vor Augen. Da habe ich auch gerne seitenlange Passagen in Latein und das Blättern zu den Übersetzungen am Ende des Buchs in Kauf genommen.

6. Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber der mitunter gruseligste Film muss nicht mit massenhaft Kunstblut einhergehen. Oft reicht mir auch schon eine Dr.Who-Folge wie „Blink“, wo eine scheinbar harmlose Engelsstatue das personifizierten Grauen darstellt.

7. Zuletzt habe ich meinen Abi-Jahrgang von vor 30 Jahren getroffen, und das war sehr schön, weil ich auf diese Weise Leute kennenlernte, mit denen ich damals kaum etwas zu tun hatte.

100 Creative Challenges # 37 : alle Farben des Regenbogens


Urlaub zu Hause kann auch schön sein – ich nutze die Zeit gerne zum Basteln, Texte schreiben, im Garten werkeln, ein Museum besuchen oder einen Ausflug ins Thermalbad. Beschäftigt habe ich mich außerdem mit den „100 Creative Challenges“. Heute widme ich mich der folgenden Aufgabe, zu der ich seit längerem schon eine Idee habe:

37 – Erschaffe ein visuelles Werk, das alle Regenbogenfarben enthält.

Eigentlich sollte es ein „U-Bahn-Plan“ werden, der jene Serienhelden miteinander verbindet, die in mehreren Serien wie z.B. „Game of Thrones“, „Downton Abbey“, „Torchwood“ und „Call the Midwife“ mitgespielt haben; so hat u.a. die Darstellerin der Ygritte aus Game of Thrones eine kleine Rolle in Downton Abbey, und zwei Charaktere aus Torchwood treiben in Game of Thrones ihr Unwesen. Und weil dies gar nicht so einfach ist, habe ich zu Übungszwecken eine „pointless map“ erstellt, also eine sinn- bzw. nutzlose Karte, die für die Realität nicht taugt.

pointless map

Trotzdem verfolge ich den ursprünglichen Plan weiter. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.