Die fünf Besten am Donnerstag : Meine 5 liebsten Musikalben – zu später Stunde

Top 4

 

Immer wenn ich denke, fünf Beste können mir niemals einfallen – habe ich irgendwann so viel auf einer Liste, die es mir eine Auswahl schwierig machen. Denn was Musik angeht, war ich in meiner Teenagerzeit Jäger und Sammler. In den 80er Jahren mit Musikcassetten und Schallplatten großgeworden, ging es in den 90ern mit CDs munter weiter. Wenn ich mir heute neue Musik kaufe, dann am liebsten – wenn möglich – als Ausgabe in Vinyl, denn vielen Alben liegt ein Code bei, mit dem man sich die Songs als mp3-Datei aus dem Internet herunterladen kann.

Und deshalb kann ich heute nur über den schnöseligen Verkäufer mit dem Kopf schütteln, der mir damals weismachen wollte, der CD gehöre die Zukunft, und Vinyl wäre tot. Sterben können höchstens die Menschen, deren Stimmen uns verzaubern, aber auf den uns liebsten Musikaufnahmen bleiben sie uns erhalten.

Für die 87. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog  habe ich in meiner umfangreichen Sammlung nach fünf Werken gesucht, die ich immer wieder mit Vorliebe hören, auch zum Teil noch nach über 30 oder gar 40 Jahren.

 

Mein bunt gemischtes Menü für die Ohren auf Vinyl – die neueste zuerst, die älteste zuletzt

 

Florence and the Machine – Ceremonials (2011)

Auch neue Alben gibt es als Schallplatten, die besonders schwer in der Hand liegen. Hier habe ich ein Doppelalbum von Florence & The Machine ausgewählt, das mir noch besser als „Lungs“ gefällt, weil hier einfach alles stimmt: Musik, Gesang, Tonqualität und Gestaltung. Welches Lied mir hier am besten gefällt, kann ich gar nicht sagen – aber textlich stechen für mich „Breaking down“ und „Shake it off“ hervor, weil ich mich zum Teil darin wiederfinde.

 

INXS – Kick (1987)

Die volle Dröhnung. Besser geht’s nicht. Dieses Album schlug 1987 ein wie eine Bombe. Nicht nur die Gitarren und das Schlagzeug sind eine Wucht, sondern auch die Stimme des Sängers, in die ich mich damals auf Anhieb verknallt habe… die Wirkung hält bis heute an – und bei so vielen Single-Auskopplungen, die sich auch noch in den USA allesamt in die Top 10 katalpultierten, wundert mich überhaupt nicht, dass es dafür x-fach Platin gab. Meine momentanen Ohrwürmer: „Mystify“ und „Need you tonight“. So sexy.

 

 

Siouxsie and the Banshees – Tinderbox (1986)

Dass ich über ein Jahrzehnt später für eine lange Zeit in der Gothic-Szene ankommen würde, hätte ich mir beim Kauf dieses Albums mit dem Tornado auf dem Cover auch nicht träumen lassen. So herrlich düster, dass es schon magisch ist: Der vertonte Horrorfilm und ein Klassiker für mich, auch nach 32 Jahren noch. „Cities in Dust“ und „92°“ waren meine absoluten Favoriten daraus. Endzeitstimmung in sechs Minuten:

 

Billy Joel – The Nylon Curtain (1982)

And now for something completely different. Obwohl ich schon die millionenfach verkauften Alben „Stormfront“ von 1989 und „An innocent man“ von 1983 sagenhaft gut fand, toppt dieses Werk den Rest um Längen. Ob es um den Niedergang einer Stadt (Allentown) oder den Druck, dem wir Tag für Tag ausgesetzt sind (Pressure) geht – die Krone verleihe ich dem Lied „Goodnight Saigon“, bei dem es mir jedesmal eiskalt den Rücken runterläuft. They threw an American flag in our face:

 

Mike Oldfield – The Orchestral Tubular Bells (1974)

Wer jetzt an den Exorzisten denkt, liegt nur halb richtig. Ich kenne zwar „Tubular Bells“, weil mein Mann als Fan von Mike Oldfield alles gesammelt hat, dessen er habhaft werden konnte. Mir liegt die orchestrale Fassung vom Royal Philharmonic Orchestra einfach mehr; und zumindest ist hier Mike Oldfield selbst noch mit von der Partie, nämlich an der Gitarre. Diese Platte ist vor einigen Jahren ständig abends mein Begleiter gewesen, als ich J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ gelesen habe. Da war ich nicht nur beim Lesen in Mittelerde, sondern auch gleich akustisch.

No 5

 

Das waren sie, meine fünf allerliebsten Alben, die ich aus einer größeren Anzahl liebster Alben ausgewählt habe, CDs noch gar nicht mit eingerechnet. Irgendwo muss man ja mal eine Grenze ziehen. Und zum Schluss habe ich noch ein ganz besonderes Schmankerl auf Lager – ein besonderes optisches Highlight, zum Anfassen und Bewundern von allen Seiten.

Hagalaz‘ Runedance mit „Volven“ von 2009, als Doppelalbum auf bedrucktem Vinyl. Passt gut, weil ich gerade das Ende der vierten Staffel von „Vikings“ sehe.

 

 

 

 

Media Monday # 352 : Mein Leben ist zu kurz für schlechte Bücher *)

 

 

In der vergangenen Woche ist für einen kurzen Moment der Winter zurückgekehrt, und das war der Grund, warum ich auf die diesjährige Luminale in Frankfurt am Main so überhaupt keine Lust hatte. Mein achterbahnfahrender Kreislauf, wundgetanzte Füße und Schneetreiben am Donnerstag taten ihr übriges dazu. Also habe ich mich den Medien gewidmet, die ich mir in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte:

die beiden Staffeln der Serie „The Paradise“, die Bücher „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey und „Das Urteil der Sieben“ von George R. R. Martin *) sowie ein Reisevideo über Bornholm. Damit das Vorgeplänkel zum Media Monday nicht zu sehr ausufert, breche ich an dieser Stelle ab und widme mich erst einmal den sieben Lückentexten auf dem Blog medienjournal

Was ich sonst noch zu sagen hätte, stelle ich dann an den Schluss.

 

Media Monday # 352

1. Jüngst erst wieder einen Film mit einer ganz tollen Ausstattung, was Ort und Kostüme betrifft, gesehen und war enttäuscht, dass nach zwei Staffeln schon wieder Schluss war, doch darauf gehe ich bei Frage 7 näher darauf ein.

 

2. Die Kombination aus dem Frühling, der jetzt endlich aus dem Winterschlaf erwacht ist, latentem Heuschnupfen (danke, Erle/Birke/Hasel) und Zeitumstellung, die für dunkle Morgenstunden sorgt, macht mich ja regelrecht fertig, schließlich , gibt es kein besseres Mittel gegen meine momentanen Stimmungstiefs viel Licht und der Gesang der Vögel. Hoffentlich werden die Tage auch recht bald länger, so dass es morgens wieder zur gewohnten Zeit hell wird.

Für alle, die wegen der Umstellung auf Sommerzeit schlechter schlafen können als sonst, ein weiterer Kandidat für den „Soundtrack of my life“: Faithless mit „Insomnia“

 

3. Eine der mitunter besten Videospiel-Verfilmungen ist für mich „Prince of Persia : Der Sand der Zeit“ mit Jake Gyllenaal in der Hauptrolle, aber fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich mir aus Videospielen nichts mache und bei diesem Thema kaum mitreden kann. Eventuell könnte mich noch die neue Lara-Croft-Verfilmung mit Alicia Vikander reizen, aber ich fürchte, wenn’s dann soweit ist, schaffe ich es doch wieder nicht ins Kino.

 

4. Die Sonne ist wieder da! Da wird ein oder andere Museumsbesuch wohl zurückstehen müssen zugunsten eines Absackers im Biergarten oder in der Eisdiele .

 

5. Dank/seit ich meine große Liebe für die Musik der 80er Jahre wiederentdeckt habe, wachsen meine Playlists auf Youtube stetig an. Außerdem fallen mir so wieder ein paar Filme ein, die ich längst mal wieder sehen wollte. Aber ich beschränke mich nicht nur auf Musik von damals, sondern höre auch gerne neuere Songs oder solche, die nicht in mein übliches „Beuteschema“ passen.

 

 

6. Den Thriller „Die Katze“ von Joy Fielding konnte ich ja kaum aus der Hand legen, denn bis zum Schluss war ich auf einer falschen Fährte, was den Komplizen angeht und war am Schluss regelrecht erleichtert, dass es nicht der war, den ich die ganze Zeit über im Verdacht gehabt hatte. In welcher Verbindung zur Handlung die titelgebende Figur steht, hätte ich dann aber doch gerne gewusst.

 

7. Zuletzt habe ich die BBC-Serie „The Paradise“ über ein Kaufhaus in einer englischen Stadt als Leih-DVD gesehen, und das war am Anfang für mich etwas zäh, aber dann viel spannender als „Mr. Selfridge“, weil ich teilweise einen viel persönlicheren Zugang zu den Charakteren aufbauen konnte. Außerdem hat „The Paradise“ einen wunderschön gestalteten Vorspann:

 

 

Hier nicht zu spoilern, fällt mir nicht leicht, aber gerade in der zweiten und leider letzten Staffel rückt der Gedanke, dass Frauen Männern gleichgestellt sein sollten, in den Blickpunkt. Warum müssen die in dem Kaufhaus arbeitenden Frauen ihren Beruf aufgeben, sobald sie heiraten, während ihre männlichen Kollegen trotz ihres Berufs verheiratet sein dürfen? Wenn man sich vor Augen führt, dass es sich bei dem Film um eine Adaption eines Romans von Emile Zola aus dem Jahr 1884 handelt, bekommt das Drama für mich noch einmal eine ganz andere Dimension.

 

Ein längeres Statement zum Abschluss:

 

*) Zum Thema „Schlechte Bücher“ fällt mir ein, dass ich mich zum letzten Mal mit „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ so gelangweilt habe, dass ich das Lesen nach 50 Seiten abgebrochen und es meiner Schwester zurückgegeben hatte, weil die Handlung durch das Gezicke der Weasleys einfach für mich nicht in Gang kam. So ging es mir diesmal mit der Vorgeschichte zu „Das Lied von Eis und Feuer“, durch das ich mich 174 Seiten lang quälte und von dem ich mir mehr versprochen hatte, weil ich Serie „Game of Thrones“ so toll fand. Aber mit dem Schreibstil von Herrn Martin kann ich leider nicht viel anfangen, und vielleicht sind es auch die ganzen eingedeutschten Namen von Personen und Ortschaften, die sich für mich seltsam anfühlen. Aber es gibt auf meinem Stapel noch genügend andere Bücher, die auf mich warten. Eins davon habe ich jetzt begonnen zu lesen: „Ein Bär im Betstuhl“ von dem finnischen Schriftsteller Arto Paasilinna – nach „Im Jenseits ist die Hölle los“ und „Der wunderbare Massenselbstmord“ wieder ein Roman voll mit skurrilem Humor.

Wenn ich im Moment schon ständig düstere und melancholische Musik aus dem letzten Jahrhundert höre, brauche ich als ausgleichende Literatur etwas heiteres, auch wenn der Humor teilweise echt schräg daherkommt.

12tel Blick : März – diesmal wieder mit Kirchturm


 

 

Einmal im Monat fotografiere ich meine Lieblingsbäume für das Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Bei der Motivauswahl hatte ich jedoch nicht daran gedacht, dass der Weg vom Parkplatz zu Fuß über die Felder gerade im Winter oder bei Mistwetter kein Spaziergang ist. Im März habe ich aber eine bessere Parkmöglichkeit für mein Auto gefunden – und von diesem neuen Platz aus ist der Weg zu Fuß weniger beschwerlich. Man wird ja schließlich nicht jünger.

09 - 12tel Blick Mar 1

 

09 - 12tel Blick Mar 2

 

Ein Perspektivwechsel ist manchmal das, was man braucht, um seinem Leben neuen Input zu verleihen, und im Moment bekomme ich mehr Input, als mir guttut. Da ist es doch irgendwie tröstlich, einen ruhenden Pol gefunden zu haben, an den ich in unregelmäßigen Abständen zurückkommen kann.

Und wie immer am Schluss: Die Gesamtansicht dessen, was bisher geschah…

 

Die fünf Besten am Donnerstag : Filme & Musik – eine unschlagbare Kombination

 

In der 86. Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ auf Goranas Blog geht es heute um 5 Songs, die uns automatisch an einen Film denken lassen.

Obwohl auch bei mir ein Film auftaucht, der auch anderen eingefallen ist, nämlich Donnie Darko, verbinde ich ein ganz anderes Lied mit ihm. Außerdem habe ich noch einen zweiteiligen Fernsehfilm im Angebot und eine Extrazugabe. Hier sind meine fünf Kandidaten, wie meistens bei mir, bunt gemischt, aber alphabetisch nach Filmtiteln sortiert:

 

1 – ein irischer Musikfilm, in dem Star-Trek-Darsteller Colm Meaney mitspielt: Die Commitments. Das Lied dazu: „Mustang Sally“, im Original von Muddy Waters

 

 

2 – die Verfilmung des Romans „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley, mit Anjelica Houston und Julianna Margulies: Die Nebel von Avalon. Das Lied dazu: „The Mystic’s Dream“ von Loreena McKennitt – zur Abwechslung mal als Livemitschnitt aus der Alhambra 

 

 

3 – und noch eine Literaturverfilmung, aber diesmal mit mehr Laufzeit und mehr Action: Die Tribute von Panem. Das Lied dazu von der Hauptperson, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird: „The Hanging Tree“ von Jennifer Lawrence 

 

 

4 – einer meiner Lieblingsfilme, die ich immer wieder sehen könnte, und die mir nie langweilig werden: Donnie Darko. Die meisten verbinden damit GaryJules‘ Coverversion des Tears-for-Fears-Hits „Mad World“, aber für mich ist das Lied der Wahl „The killing moon“ von Echo & The Bunnymen

 

 

5 – und zum Schluß noch was fürs Herz. Hach, was waren wir damals, im Jahr 1994, noch so jung und so romantisch: Vier Hochzeiten und ein Todesfall. Und in diesem Fall war es nicht das Original „Love is all around“ von den Troggs, sondern die Neuvertonung von Wet Wet Wet

 

 

Und zum Schluss jetzt noch…

 

Die Extrazugabe aus Australien. In meine aktuelle Playlist hat sich nämlich der Song „The Dead Heart“ von Midnight Oil eingeschlichen, die mich an den Film Long walk home erinnert. Der Hintergrund dazu: „Die in Australien per Gesetz verordnete Zwangsentfernung der meist „halbblütigen“ Kinder (half-caste children) geschah systematisch offiziell von ungefähr 1909 bis 1969, und zhn bis dreißig Prozent aller Aborigines-Kinder waren betroffen.“:

 

 

Das Lied von Midnight Oil taucht zwar im Film nicht auf, aber wegen des geschichtlichen Zusammenhangs passt es für mich trotzdem.

Ich hätte noch viel mehr finden können, wenn ich gewollt hätte, und die Liste war mit elf Titeln sowieso schon lang genug… aber irgendwo muss man ja mal eine Grenze ziehen; und ich freue mich, dass sich das Thema dieser Woche wieder um Musik gedreht hat – denn damit beschäftige ich mich im Moment am meisten. Mal sehen, wo die Reise als nächstes hingeht.

Media Monday # 351 : Über sieben Brücken mußt Du geh’n

 

Das Wochenende habe ich mal wieder zum Aufräumen genutzt, denn ich war auf der Suche nach ein paar CDs, die ich schon lange wieder hören wollte. Wieviel Staub sich in manchen Ecken so angesammelt hat, wollte ich gar nicht glauben. Ist aber so. Am Ende habe ich dann im zweiten Anlauf die CDs von Midnight Oil, INXS, Within Temptation und Kosheen wiedergefunden, die ich im ersten Versuch mangels ausreichendem Licht im Zimmer glatt übersehen hatte.

Licht in diesen düsteren Tag bringen auch wieder die sieben Lückentexte zum aktuellen Media Monday auf dem Blog medienjournal:

 

Media Monday # 351

1. Was mich im noch jungen Filmjahr 2018 bisher begeistert hat ist die Nachricht, dass es im Sommer eine neue Variante von „Ocean’s …“ gibt: Ocean’s Eight, in dem es um Juwelendiebstahl geht und der in den Hauptrollen mit Frauen besetzt worden ist.

 

 

2. Wenn im Internet dann plötzlich wieder alle von beispielsweise der Leipziger Buchmesse erzählen fehlt mir ein wirkliches Interesse, denn die Luminale, die in Frankfurt am Main jetzt anläuft, finde ich viel spannender.

 

3. David Guetta ist in meinen Augen schon reichlich überschätzt, denn beispielsweise die Coverversion des Songs „Titanium“ von der niederländischen Metalband Within Temptation finde ich um Längen besser.

 

 

4. Wohingegen die irische Band „The Script“ inzwischen von sämtlichen Radiostationen im Vergleich zu Leuten wie Mark Forster, Vincent Weisss oder anderen angesagten Sängern dann eher unterschätzt wird und nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommt, denn immerhin schaffen sie es, das Publikum zu bewegen.

Zwar war ich noch nie auf einem Konzert von ihnen, aber auf YouTube gibt’s jede Menge Konzertmitschnitte, die mich richtig mitreißen konnten. Das schaffen nicht viele. Die letzte, die ich live erleben durfte, war Zola Jesus mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und eindringlichen Stimme.

 

 

5. Als ich letztens mal wieder meine Schallplattensammlung zur Hand nahm versetzte mich dies zurück in die 80er Jahre, deren Musik mich durch meine Teenagerzeit begleitete. Ich muss gestehen, dass sich darunter auch das Album „Revanche“ von Peter Maffay befindet und ich den Text von „Über sieben Brücken musst du geh’n“ seit letztem Samstagnachmittag mit anderen Ohren höre. Ich glaube, dieser Klassiker bekommt einen Platz in meiner Liste „Soundtrack of my life“.

 

 

6. Wenn die Laune mal im Keller ist und ich sonst zu nichts Lust habe, eine Session auf webfaild.de geht eigentlich immer, denn dort habe ich schon die kuriosesten Dinge gefunden, angefangen bei lustigen Sprüchen, über seltsame Videos, bis hin zu Mitschnitten aus Facebook-Diskussionen, die zeigen, dass manche nun wirklich nicht die hellste Kerze auf der Torte sind. Eins meiner Favoriten ist das Video, in dem ein schlafendes Häschen mit einer Drucklufthupe geweckt wird – aber bevor jetzt gleich der große Shitstorm losbricht: Kein Hase kam in diesem Video zu Schaden oder hat sein Gehör verloren (no bunny was harmed in this video). Waking a sleeping rabbit with an air horn.

 

 

7. Zuletzt habe ich mir auf YouTube haufenweise Musikvideos und Interviews mit Bono, Michael Hutchence und Joan Jett*) angeschaut, und das war stellenweise schon ziemlich anstrengend, weil manche Interviewer bzw. Interviewerinnen meiner Meinung nach völlig banale oder gar dumme Fragen gestellt haben, bei denen ich den Künstlern ansehehen konnte, wie unwohl sie sich in dieser Situation gefühlt haben mussten. Besonders unangenehm empfand ich Rosie O’Donnell.

Außerdem bin ich noch in den Genuß der beiden Staffeln von „The Paradise“ gekommen, die ich gleich regelrecht verschlungen habe. Aber ich glaube, darüber schreibe ich demnächst noch mal separat etwas.

 

 

*) Back to the roots, äh, Joan Jett: Auf der Seitenleiste erschienen dann auch alte Musikvideos von ihr, die mir zeigten, was für eine tolle Musik diese Dame außer „I love Rock’n’Roll“ noch so draufhatte und wie hübsch sie damals war. Danke, YouTube für dieses seltene, bisher von mir noch unentdeckte Material. Auch für Konzertmitschnitte und Alben in voller Länge. Und im Gegensatz zu den sonst häufig dummen Kommentaren auf dieser Plattform, hielten sich die User zur Abwechslung dezent zurück. Wenn es für mich schon herzergreifend wird, dann möchte ich mich nicht auch noch über solche Respektlosigkeiten ärgern müssen.

 

 

 

Die fünf besten am Donnerstag : im Doppelpack

 

Weil es letzte Woche mit unseren fünf aktuellen Lieblingsliedern so schön war, geht es heute bei Die 5 besten am Donnerstag auf Goranas Blog „ergothek“ weiter mit unseren fünf All-Time-Favourites.
Ach herrje! Ob fünf reichen werden? Zwar bin ich skeptisch, aber ich versuch’s trotzdem mal… nach einer kurzen Denkpause habe ich mich angesichts der Fülle an Liedern, die mich durch mein Leben begleitet haben, dafür entschieden, fünf Songs von weiblichen und fünf Songs von männlichen Künstlern in meine persönliche „Hall of Fame“ aufzunehmen. Zunächst heißt es trotz Gleichberechtigung: Ladies first, und zwar in alphabetischer Reihenfolge:

Adele – Rolling in the deep (1)

Alanis Morrissette – You oughta know (2)

Beyoncé – If I were a boy (3)

Florence & The Machine – Shake it out (4)

Heart – If looks could kill (5)

And now for something completely different … eine Handvoll Rock-Klassiker von den Herren der Schöpfung:

 

Heroes del Silencio – Entre dos Tierras (1)

INXS – Mystify (2)

Led Zeppelin – Kashmir (3)

Joy Division – Love will tear us apart (4)   

U2 – New Year’s Day (5)

 

Leider laufen sie viel zu selten im Radio, es sei denn, jemand wünscht sie sich vom Sender, so wie am Wochenende, als sich jemand das Lied von den Heroes del Silencio gewünscht hat. Was ich mir übrigens auch gerne mal wünschen würde: Richtig gute Coverversionen, wie z.B. die Version von „Love will tear us apart“ – entweder aufgenommen von Paul Young oder von Honeyroot

 

 

 

 

Media Monday # 350 : (m)ein kleines Jubiläum (aber ohne Feier)

 

 

Beim aktuellen 350. Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal stellt mein Ausfüllen der sieben Lückentexte auch für mich ein kleines Jubiläum dar, denn ich bin zum sechzigsten Mal dabei. Schade nur, dass mein Urlaub nun auch schon wieder vorbei ist und nach zwei Wochen Gemütlichkeit wieder frühes Aufstehen angesagt ist. Aber es gibt auch etwas, auf das ich mich freuen kann, denn ich habe beschlossen, einen Neuanfang zu wagen, was die Gestaltung meiner Freizeit betrifft: weniger Faulenzen, mehr Bewegung.

Ein samstäglicher „English-Contra-Dance“-Workshop, zu ich eingeladen worden war, ist schuld daran, dass ich nach mehrjähriger Abstinenz wieder zum Scottish Country Dancing am Dienstagabend zurückkehren werde. Wie ich zu dieser Form des Tanzens gefunden habe, würde den Rahmen des Media Monday sprengen, und vielleicht schreibe ich einen gesonderten Beitrag dazu oder finde ein paar abschließende Worte nach den Lückentexten, die nun hier starten:

 

Media Monday # 350

 

1. Nun, da die Oscars auch wieder hinter uns liegen, brauche ich zum Glück keine Rezensionen hochgehypter und mit haufenweise Oscars überfrachteter Filme mehr zu lesen.

2. Die Leipziger Buchmesse steht ja auch schon wieder vor der Tür und ich habe keine Ahnung, welche Themen dort im Mittelpunkt stehen. Momentan habe ich eher Literatur mit Tieren im Titel auf meiner Leseliste: „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey, „Die Katze“ von Joy Fielding, „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery und „Ein Bär im Betstuhl“ von Arto Paasilinna, dessen schwarzen Humor ich entdeckt und lieben gelernt habe, als Finnland das Gastgeberland bei der Frankfurter Buchmesse war (in der Buchhandlung vorbestellt).

3. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr kalte, trockene und sonnige Wintertage gehabt, denn in der klaren, polaren Luft konnte ich endlich wieder einmal frei atmen. Das milde, feuchte Frühlingswetter dagegen verstärkt meinen Heuschnupfen leider nur.

4. Wenn alle wieder über die Vorzüge von Netflix reden, tangiert mich das kaum, schließlich reicht mir das Fernsehen und meine DVD-Sammlung in meiner ohnehin knappen Freizeit, und außerdem möchte ich nicht einfach nur konsumieren, sondern mich mehr sportlichen und geselligen Aktivitäten widmen.

5. „Walk the Line“ ist auch so ein Film zum immer wieder anschauen, denn allein schon die Musik in dieser Biografie über das Leben von Johnny Cash ist die Zeit dafür wert, auch wenn es an manchen Stellen Längen gibt. Aber wie Joaquin Phoenix Johnny Cash und Reese Witherspoon June Carter verkörpern, ist für mich einfach sehenswert. Aber vielleicht bin ich auch angesichts meiner Playlist, in der sich neuerdings viel Musik aus dem Genre „Country & Western“ befindet, voreingenommen.

Hier noch eine kurze Randnotiz zum dem Film „Walk the Line“: Als ich neulich beim Autofahren mal wieder eine Best-of-CD von Johnny Cash hörte, dachte ich, wie schön es wäre, nach langer Zeit einmal wieder die Filmbiografie über ihn zu sehen. Und kaum stöberte ich in der Stadtbücherei in den Leih-DVDs – schwupps – da hielt ich auch schon das gesuchte Werk in den Händen. Was für ein seltsamer Zufall.

6. Mich würde ja mal interessieren, wie der geniale Vorspann von „Game of Thrones“ entstanden ist. Oder andere Vorspänne zu Serien wie „The Paradise“ oder „Desperate Housewives“.

7. Zuletzt habe ich nicht nur stundenlang zusammen mit netten Menschen getanzt, sondern auch mal wieder meine Sammlung an geerbten und selbstgekauften Schallplatten aus Vinyl durchsucht, und das war ein Erlebnis der ganz besonderen Art, weil ich nicht nur das U2-Album „October“ plötzlich zweimal in den Händen hielt, sondern auch endlich eine meiner absoluten Lieblingsalben wiedergefunden habe: „KICK“ von INXS. Mein mediales Highlight der Woche.

Was habe ich die früher rauf und runter gehört, schon allein wegen der faszinierenden Stimme des Sängers, der am 22. November 1997 unter tragischen Umständen viel zu früh ums Leben gekommen ist.

Ein weiteres wiedergefundenes Schätzchen ist eine Langspielplatte von Charles Aznavour mit dem klangvollen Titel „Die goldene Serie international“, deren Veröffentlichungsdatum mir völlig unbekannt ist. Mein mediales Kuriosum.

Kurzer Nachtrag zu meinem medialen Tiefpunkt, der hier fehlt: Das Verschwinden einer Verbraucherplattform, für die ich früher viel geschrieben habe, inclusive sämtlicher Test- und Erfahrungsberichte inclusive Fotos. Von wegen „das Internet verliert nichts“… Die bittere Pille muss erst mal verdaut werden.

Unsortierte Gedanken : Spin-Off zu meinem 60. Media Monday – der Ausgabe Nr. 350

 

 

Ein samstäglicher „English-Contra-Dance“-Workshop, zu dem ich per E-Mail eine Einladung erhalten hatte, ist schuld daran, dass ich nun nach mehrjähriger Abstinenz wieder zum Scottish Country Dancing am Dienstagabend zurückkehre.

Zu dieser Form des Tanzens habe ich durch einen einwöchigen Kurs für Scottish Country Dancing (SCD) in der Eifel gefunden, an dem vor Jahren mein Mann und ich teilgenommen hatten. Dieser Tanzworkshop begann kurz nach Weihnachten und erstreckte sich über Silvester hinaus bis zum 4. Januar, inclusive Silvesterbüffet und -ball. Kurz nachdem ich bei der Verbraucherplattform ciao.de einen ausführlichen Bericht darüber geschrieben hatte, erhielt ich eine Einladung zum Mittanzen beim nächsten Tanzabends des Frankfurter SCD-Clubs.

Seitdem waren wir an jedem Dienstagabend für zwei Stunden dort zum Tanzen und zwischendurch auch bei verschiedenen Ceilidhs. Das sind in Schottland gesellige Abende mit Folkmusik und Tanz. Leider ist dieser Sport in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen, und nach dem Tod meines Mannes konnte ich mich erst recht nicht dazu aufraffen. Aber da habe ich ja noch nicht einmal mehr Musik gehört. Der Plattenteller stand still. Die gemeinsamen Erinnerungen waren wohl immer noch viel zu stark, und so wurden eventuell dahingehende Pläne erst einmal auf Eis gelegt. Nachdem nun aber mehr als ein Jahr vergangen ist, habe ich mir einen Ruck gegeben und durfte zu meinem Erstaunen erkennen, wie sehr mir das Tanzen gefehlt hat. Vielleicht ist genau jetzt die Zeit für einen Neuanfang.

Nach diesem Highlight folgt nun mein medialer Tiefpunkt: Alle Bilder und Berichte, die ich auf der Verbraucherplattform „ciao.de“ veröffentlicht habe, sind unwiederbringlich verloren, denn zu Beginn dieses Jahres wurde ciao.de vom Netz genommen. Diese Information konnte ich bei wikipedia finden, wo es u.a. heißt „Die Berichte sind nicht mehr erreichbar, lediglich eine Seite, die den Shutdown mitteilt, wird noch angezeigt“. Deswegen konnte ich auch meine bebilderten Reiseberichte über Schottland und die Schweiz nicht mehr lesen, was ich sehr traurig finde, aber ich kann mich damit trösten, dass ich sie auf irgend einer Festplatte abgelegt habe – genau wie die Rohentwürfe meiner auf ciao.de veröffentlichten anderen Erfahrungsberichte wie z.B. über markante Stimmen in der Rock- und Popmusik, Stimmen wie z.B. der von Johnny Cash, Dave Gahan, Michael Hutchence oder Ville Valo.

Inzwischen würde ich diese Sammlung noch um die Stimme von Samu Haber (Sunrise Avenue) erweitern, aber leider wird da wohl nichts mehr draus. Und wo ich es gerade erwähne, muss ich feststellen, dass mir der Sound des letzten Jahrhunderts mehr liegt als dieses weichgespülte Gedudel, das es Tag für Tag im Radio zu hören gibt. Vielleicht bleibt deshalb der Kasten aus, auch auf längeren Autofahrten. Inzwischen neige ich dazu, Atze Schröders Ansichten über die allgegenwärtigen „Lappen“ zu teilen. Wen man sich darunter vorstellen darf, bleibt jedem selbst überlassen.

Aber nochmal zurück zu meinen Highlights der Woche. Ich mäandere mich auf und ab, von einem Hoch zum Tief und umgekehrt. Nachdem ich mir durch den Englischen Kontertanz einen formidablen Muskelkater eingehandelt hatte, griff ich zur ersten Staffel von „The Paradise“, die ich mir in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte. In dieser Serie geht es um ein Kaufhaus in einer englischen Stadt und erinnert in groben Zügen an den Publikumsrenner „Mr. Selfridge“, dabei handelt es sich bei The Paradise um eine Adaption von Emile Zolas „Das Paradies der Damen“, die nach zwei Staffeln wegen nicht zufriedenstellender Zuschauerzahlen nicht mehr fortgesetzt wurde. Schade drum, denn die Serie hat nicht nur eine interessante Handlung und gute Schauspieler zu bieten, sondern glänzt auch noch durch einen liebevoll aufgemachten Vorspann.

Den krönenden und zugleich auch etwas traurigen Abschluss dieser Sammlung von Highlights und Tiefpunkten bildet das Sichten meiner Schallplattensammlung, in der sich zwischen Perlen wie „Back in Black“ von AC/DC, „Broken English“ von Marianne Faithfull oder „The River“ von Bruce Springsteen auch einige Scheiben von Mike Oldfield, U2 und INXS befinden. Eine bunt durcheinandergewürfelte Mischung, die lange zurückliegende Erinnerungen wachruft, sowohl schöne als auch schmerzliche.

Deshalb breche ich jetzt an dieser Stelle ab und setze meine persönliche Rückschau zu einem späteren Zeitpunkt fort.