Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Mentoren in Serien

 

 

Nach Mentoren in Filmen (ob als Berater, Wegweiser oder Führungspersönlichkeit) werden diesmal bei den 5 Besten am Donnerstag bei passionofarts Mentoren in Serien gesucht. Dabei konzentriere ich mich auf Serien, die ich ausschließlich auf DVD gesehen habe, diesmal in alphabetischer Reihenfolge, nach den Namen der Serien geordnet, und diesmal überwiegen die Damen im Verhältnis zu den Herren 3 :2 – ein echtes Full House:

 

1) Köchin Beryl Patmore (Downton Abbey)

Für Küchenmädchen Daisy ist sie eine Leitfigur, und auch sonst verschafft sie sich durch ihre resolute Art den nötigen Respekt. Mir gefallen ihre treffenden und scharfzüngigen Bemerkungen, hinter denen sie ihre verletzliche Seite zu verbergen versucht, denn eigentlich ist sie eine ganz liebe.

 


 

2) Rayna James, Queen of Country Music (Nashville)

Die erfolgreiche Countrysängerin hat die Nase voll von dem neuen Chef des Plattenlabels, das sie selbst vor etlichen Jahren mit aufgebaut hat. Also gründet sie selbst ein neues und nimmt als erste Künstlerin die junge Songschreiberin Scarlett O’Connor unter ihre Fittiche, die als Sängerin im gnadenlosen Showbusiness so gar keine Erfahrung hat.

 


 

3) Lord Pirrie (Titanic : Blood and Steel)

Der Vorstandsvorsitzende der Belfaster Werft Harland & Wolff, die von Tycoon J.P. Morgan mit dem Bau des Luxusliners Titanic beauftragt worden ist, fördert nicht nur den Metallurgen Dr. Mark Muir, sondern hat auch ein Ohr für die Arbeiterschaft und die in ihrer Entstehung befindlichen Gewerkschaften. Religion spielt für ihn bei der Einstellung neuer (Mit)Arbeiter keine Rolle, und damit steht er im Nordirland der Jahrhundertwende so ziemlich alleine da.

 


 

4) Lagertha (Vikings)

Als kampferprobte Schildmaid in früheren Jahren, macht die Herrscherin über das dänische Kattegat auch auf dem Schlachtfeld eine gute Figur. Eine wahrhaft königliche Erscheinung, die sich von anderen, die ihr den Thron streitig machen wollen, nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und ihr Revier zu verteidigen weiß. Eine echte Kämpfernatur.

 


 

5) Special Agent Peter Burke (White Collar)

Dem FBI-Agenten wird der aus dem Gefängnis ausgebüxte Kunstfälscher und Trickbetrüger Neal Caffrey als Berater zur Seite gestellt. Mit der Zeit wächst ihm der neue Partner mit Fußfessel so ans Herz, als wäre dieser wie ein Sohn für ihn.

Dienstags-Gedudel #8 : zu Gast in der Welt des Sports – Teil 2

 

 

Das letzte sportliche Gedudel befasste sich mit einem Beitrag zu den Olympischen Spielen von 2012 in London. Die Ausgabe von heute widmet sich einer Einzeldisziplin, dem Rudern. In dieser Sportart dürfen wir heute Take That bewundern…

 

 

ein legendäres Rennen auf der Themse, vorbei an grandioser Architektur – ob modern oder altehrwürdig – und allen Sehenswürdigkeiten, an denen auch ich schon vorbeiflaniert bin. Singen beim Sport – so multitaskingfähig wäre ich auch gerne (https://youtu.be/aCHg5r6rFoI?t=1). Das andere Team mag zwar das Rennen gewinnen, aber das singende Team denkt nicht daran aufzuhören und setzt seine Fahrt mit dem Boot fort.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann rudern sie noch heute.

Böse Zungen behaupten, so sähe der Brexit aus. Kann ich nicht bestätigen, aber ich muss zugeben, ich hatte Skrupel, diesen Beitrag ausgerechnet jetzt zu bringen, aber nicht wegen des Brexit, sondern wegen diverser Unwetter und Stürme vor einigen Wochen, die England und Schottland wieder einmal böse zusetzten. Schon vor Jahren ist der Süden Englands nahezu in den Fluten versunken. Ich hoffe nur, dieses Gedudel ist kein böses Omen.

Media Monday # 455 : Sightseeing in Frankfurt?

 

Corona macht’s möglich. Nämlich dann, wenn man von öffentlichen Verkehrsmitteln aufs eigene Auto umsteigt und man sich trotz Navi so verfährt, dass man durchs Bahnhofsviertel irrt. Von wegen Rotlichtviertel. Da leuchtete gar nichts.

Viel einzukaufen gab es auch nicht, und so habe ich den Sonntag zum Abheften von Unterlagen und zum Überarbeiten meines Blogs genutzt, um mich jetzt den sieben Lückentexten des Media Monday zu widmen.

A propos Corona: Eine Corona habe ich zuletzt bei der Sonnenfinsternis 2015 am Himmel gesehen – da war sie mir lieber, und da kann sie auch meinetwegen gerne bleiben.

Das Bild von diesem Ereignis zeigt jedoch einen durch Zufall beim Fotografieren entstandenen Halo und keine Corona.

 

Media Monday # 455

1. Medienkonsum schön und gut, aber selbst kreativ zu werden, ist noch viel besser. Eine gute Gelegenheit dazu bieten die ABC-Etüden und der #Writing Friday – zwei Projekte, bei denen ich regelmäßig dabei bin und die jetzt endlich ihren eigenen Menüpunkt auf meinem Blog bekommen haben.

2. Bei der Wahl des nächsten Films, den ich zu schauen gedenke wird es hoffentlich einer sein, der nicht bloß ein paar Tage im Kino zu sehen sein wird.

3. Manche Leute habe ich ewig nicht mehr gesehen und frage mich wohin es sie jetzt verschlagen hat.

4. Oft genug ist/sind es ja die Informationen auf der Hülle oder dem Einband, die mich zu einem bestimmten Film/Buch/etc. bringen, denn wenn die Handlung mich zu faszinieren weiß, dann ist es nicht unbedingt wichtig, wer Regie führt oder der Autor ist.

5. Die zwölfteilige Serie „Titanic : Blood and Steel“ habe ich jüngst erst für mich entdeckt und fand den historischen Background höchst interessant.

 

6. Wenn es mir nur gelingen, würde, endlich mal konsequent beim Thema Frühjahrsputz zu bleiben, dann wäre ich schon ein gutes Stück weiter.

7. Zuletzt habe ich im Keller zwei Kisten Weißwein von der Mosel wiedergefunden, und das war eine Überraschung, weil mir entfallen war, dass dies die letzten Flaschen sind, die mein Mann und ich zusammen beim Winzer gekauft haben. Eine davon zu öffnen, war ein merkwürdiges Gefühl für mich.

ABC -Etüden – Woche 12 & 13 : Oster-Alarm

Es ist Zeit für eine neue literarische Fingerübung mit weniger als 300 Wörtern – bekannt unter dem StichwortABC-Etüden, diesmal mit drei frühlingshaften Begriffen (Substantiv, Adjektiv und Verb), die fett hervorgehoben in meinem Beitrag erscheinen (laut Statistik übrigens der 1111. insgesamt auf meinem Blog):

Forsythien/lächerlich/erfrieren

In österlicher Vorfreude, auch wenn der Osterhase diesmal schlappmacht, ist sie nun da, meine neueste Etüde mit 224 Wörtern:

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Oster-Alarm

Ostern fällt diesmal aus. Wegen Bodennebel!“

Ungläubig schaute ich Tim an. Aprilscherze zu reißen, hatte ihm noch nie gelgen, aber der hier war an Dämlichkeit kaum zu überbieten. Wo war die versteckte Kamera? „Mach dich doch nicht lächerlich“, fauchte ich.

Das ist kein Witz, Delia.“ Tim warf mir die Zeitung zu. Stirnrunzelnd überflog ich die Meldungen auf der Titelseite. „Kälteschock in Holland: Tulpen erfrieren in Amsterdam. Massensterben bei den Osterglocken“ Aber diese Nachricht konnte er kaum meinen. Nach nochmaligem Suchen fand ich es dann doch: „Bistum Mainz sagt Ostergottesdienste ab.“

Wegen der Kältewelle?

„Nein, wegen Corona“, antwortete er, und zog ein Gesicht, als ob man dem Osterhasen zu Quarantäne verdonnert hätte. Klar, bei der Hiobsbotschaft: „Ich bin mit dem LKW unterwegs. Damit die Märkte endlich ihren Klopapiernachschub bekommen. Dieser Monat ist echt für den Allerwertesten!“

Wie passend! Ostern ohne Tim, weil er wegen der blöden Hamsterkäufer jetzt Sonderschichten fahren musste. An Ostern Waren ausliefern… resigniert seufzte ich. Und dabei hatten wir uns so auf ein paar freie Tage gefreut. Wegfahren war ja nun gestrichen – nur gut, dass wir noch nichts gebucht hatten. Und Urlaub in Balkonien konnte durchaus auch etwas für sich haben. Gut, dass wir von der Kältewelle verschont geblieben waren und ich mich an unserem Garten erfreuen konnte. Dort blühten schon Tulpen, Hyazinthen und Forsythien. Hoffentlich noch lange genug.

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Die Wortspende stammt diesmal übrigens von Elke H. Speidel (Transworte auf Litera-Tour) – auf die nächste Sonderetüde, die in zwei Wochen erscheint, freue ich mich schon.

Mein Kinojahr 2020 : Der Monat März im Zeichen der Erschöpfung

 

Wegen eines Unfalls in der Familie hatte ich mehr als sonst zu tun und war abends zu nichts mehr zu gebrauchen. Doch dann fand sich doch noch ein Abend, an dem ich allerdings nicht mehr bis nach Frankfurt gondeln wollte. Deshalb habe ich beschlossen, den Besuch der Filmvorführung von „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ noch einmal zu vertagen. Statt dessen habe ich mir den gerade erst angelaufenen Film „The Gentlemen“ angesehen und diese Umdisponierung nicht bereut. Auf noch mehr Drama konnte ich an diesem Abend verzichten. Mir stand der Sinn nach leichter und gleichzeitig schräger Unterhaltung. Für eine wahre Geschichte wie die von „Bombshell“ hätte ich keine Energie mehr aufgebracht.

Verschieben wir’s auf Morgen – mit diesem Zitat aus „Vom Winde verweht“ eröffne ich den vorgezogenen Monatsrückblick wegen akuter Planänderung, denn wegen jenes Unfalls hatte ich keine Lust, mich abends auf den Weg ins Kino zu machen. Dafür hätte es wirklich genügend Filme gegeben, die ich mir gerne angesehen hätte.

Russland von oben   —   Für Sama   —   Bombshell – das Ende des Schweigens   —   Die perfekte Kandidatin   —   Jean Seberg – Against all Enemies

Zwei Dokumentarfilme und drei Filme, die sich um Frauen drehen – ob ich wenigstens einen davon sehen werde, steht noch in den Sternen. Der Start des Films über Jean Seberg wurde wegen Corona erst einmal verschoben. Vielleicht gibt ja mein DVD-Regal einen passenden Ersatz her. Aber „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ gehört sicherlich nicht dazu.

Außerdem hatten meine Freundin und ich Karten für den 17. März – für eine Übertragung der Oper Fidelio aus dem Londoner Royal Opera House ins Kino. Nach einem unerfreulichen Erlebnis in der S-Bahn im Zusammenhang mit dem grassierenden Virus benutze ich seit jenem Montag keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr. Das Risiko, diesen Sch*** an meine 80 Jahre alte Mutter zu übertragen, möchte ich so gut es geht vermeiden, da wir in einem Haus zusammen leben.

Also habe ich mir lieber Serien auf DVD angeschaut: die zweite Staffel von „Nashville“ und den Zwölfteiler „Titanic : Blood and Steel“, der sich mit dem Bau der Titanic in der Belfaster Werft Harland & Wolff beschäftigt sowie die politischen und gesellschaftlichen Spannungen Nordirlands thematisiert. In verschiedenen Rollen glänzen Derek Jacobi, Kevin Zegers, Neve Campbell und Chris Noth.

# Writing Friday 2020 – März, 11. Woche : Über den Wolken

 

Noch drei Freitage, und dank meiner Kombination von zwei Themen zu einem Text habe ich jetzt noch drei Themen übrig. Ausgewählt habe ich diesmal für den #Writing Friday (auf dem Blog von elizzy)

5) Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

Die ABC-Etüden haben mich auf den Geschmack gebracht, mich kurz zu fassen. Diesmal noch kürzer, und die Inspiration kommt diesmal von meiner letzten großen Reise, die ich mir letzten Sommer spontan gegönnt habe.

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Über den Wolken

Als das Flugzeug abhob, spürte sie, wie all die Last der letzten Wochen und Monate wie ein unsichtbares Gewicht aus Blei von ihr abfiel. Die ganze Vorfreude, das Hinfiebern auf diesen einen Augenblick, sie löste sich auf wie die Wolkendecke, durch die sich die Maschine stetig bewegte; es gab nur eine Richtung: himmelwärts. Ja, über den Wolken… erwartete sie das tiefste Blau, das sie je gesehen hatte, und das Wolkenmeer unter ihr erstreckte sich, so weit das Auge reichte, scheinbar ohne Horizont. Schwerelos und leicht fühlte sie sich in diesem Moment – und ein bis dahin nur selten erlebter Frieden breitete sich in ihrem Inneren aus. Noch war sie nicht am Ziel, doch sie fühlte sich schon jetzt angekommen.

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Experiment geglückt: 122 Wörter – mein neuer Rekord in Sachen „Fasse Dich kurz“. Irgendwie lässt mich das Thema „Fliegen“ nicht los. So, und nun noch rasch die übrigen Schreibthemen im März:

1) Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang. +++ 2) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt. +++ 4) Erzähle aus der Sicht deines Balkons / deiner Terrasse. Wie sieht es da aktuell aus? Was könnte in den nächsten paar Tagen dort geschehen? +++ 5) Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

Und das sind die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Mentoren aus Filmen

 

Mentoren gesucht!

Egal, ob als Berater, als Wegweiser oder als Führungspersönlichkeit – so die Definition in der neuesten Ausgaber der 5 Besten am Donnerstag bei passionofarts auf die üblichen Verdächtigen habe ich dabei weitgehend verzichtet, aber vielleicht ist doch der ein oder andere Film dabei, der Euch ein Begriff ist. Meine fünf in chronologischer Reihenfolge.

 


1) Clarence (Ist das Leben nicht schön? – 1946)

Ein Engel ohne Flügel, der dem verzweifelten George Bailey zeigt, wie die Welt aussehen könnte, wenn es ihn nie gegeben hätte.


 

2) Hannibal Lecter (Das Schweigen der Lämmer – 1991)

Wenn man einem psychopatischen Serienmörder auf die Spur kommen muss, ist es kein ungeschickter Schachzug, einen zu Rate zu ziehen, der sich mit der Psyche hervorragend auskennt.

 


 

3) Der malende Nachbar (Die fabelhafte Welt der Amélie – 2001)

Der Mann mit der Glasknochenkrankheit, der seit zwanzig Jahren immer wieder dasselbe impressionistische Gemälde nachmalt, gibt dem linkischen Gehilfen des fiesen Gemüsehändlers Colignon Rückenstärkung und Schützenhilfe, wenn es darum geht, selbstbewusster zu werden.

 


 

4) Monsieur Ibrahim (Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran – 2003)

Der Ladenbesitzer, der dem vernachlässigten Jungen Moses Lebensratschläge gibt, von denen er weiß, dass sie „in seinem Koran“ stehen.

 


 

5) Madame Mallory (Madame Mallory und der Duft von Curry – 2014)

Helen Mirren als Restaurantbesitzerin Mallory, die sich einen weiteren Michelinstern verdienen möchte und zusätzlich einen jungen indischen Koch fördert und in die Geheimnisse der französischen Kochkunst einweiht.

Dienstags-Gedudel # 7 : The icing on the cake

 

Seit meinem letzten Beitrag zum #writing friday verfolgt mich nun dieser Ohrwurm. Das kommt davon, wenn man zu seinem Beitrag zu diesem Schreibprojekt von einem Lied aus den Achtziger Jahren inspiriert wird. – beim letzten Februar-Beitrag zum #writing friday war es genau anders herum: Da hatte ich zuerst die Dialogszene geschrieben, und erst die spontan erdachte Überschrift hat mich auf den Song von Nelly Furtado & James Morrison gebracht.

Nun aber endlich zu meinem siebten Gedudel, ein Begriff, der nicht despektierlich gemeint ist, sondern der Name einer Aktion von nellindreams – heute frisch aus der Konservendose von 1985: Stephen „Tin Tin‘ Duffy mit seinem Hit „Icing on the cake“  (https://youtu.be/QrKtrIxn4XU)

 

 

Mr. Duffy hat die Band Duran Duran mitgegründet und ist nach unterschiedlichen Rollen wieder ausgestiegen, bevor seine Kollegen den Plattendeal ihres Lebens an Land ziehen konnten. Ob ihm das geschadet hat, kann ich nicht sagen; Fakt ist, dass Duran Duran zwar bis ca. 1986 meine absolute Lieblingsband gewesen ist, dann entwickelte ich andere musikalische Vorlieben und bevorzugte rockigere Klänge. Die Songs von Mr. Duffy fand ich aber auch nicht übel. Locker, flockig, leicht. Der ideale Sommerhit. So viel zum Thema „Soloprojekte“ von Bandmitgliedern von Fans der eigentlichen Band verschmäht. Und auf ihn passt dieses Klischee erst recht nicht.

Media Monday # 454 : Ein Wochenende zum Wohlfühlen

 

 

 

Das Ende einer stressigen Woche. In Darmstadt winkte das Jugendstilbad. Schwimmen und Saunieren in historischen Mauern. Trotz scheinbar an jeder Ecke lauernden Coronavirus‘ war der Zustrom an Sauna- und Wellnesswilligen ungebrochen; so mein Eindruck. Sie kamen nur etwas später aus den Startlöchern. Na ja, es kann ja nicht jeder so eine Frühaufsteherin wie ich sein, die an einem Samstagmorgen um sieben Uhr aus den Federn kriecht (nach nur sieben Stunden Schlaf).

Den entspannten Sonntag, an dem ich mir ein brauchbares Ende für eine Fortsetzungsgeschichte überlegt habe, beschließt nun der Media Monday, bei dem es auch heute wieder sieben Lückentexte zum Ausfüllen gibt:

Media Monday # 454

1. Kommen Fragen auf zu meinem Lieblings-Musikgenre, kommt mir ja immer als erstes alles, was ich nicht mag, in den Sinn, denn inzwischen gibt es bei mir so ein breites Spektrum, von dem ich bislang selbst noch nicht wusste, wie breitgefächert mein Geschmack ist, auch wenn manche Bands immer noch lieber als andere höre.

2. Von den Serien meiner Kindheit wird mir Catweazle immer unvergessen bleiben, schließlich ist für mich sein Staunen über das moderne Leben mit Elektrizität und sein Ausruf „Elektrik-Trick“ legendär.

3. Durch den Schleier der Nostalgie betrachtet erschien mir das Leben in Schottland im Allgemeinen und in den Hochhäusern der Altstadt von Edinburgh im Besonderen immer faszinierend, doch verschiedene Aufenthalte in britischen Häusern mit feuchten Wänden und der Besuch einer Ausstellung in Edinburgh haben mich kuriert und vom Gegenteil überzeugt. Heute ist es nicht mehr mein Traum, dort hin auszuwandern.

4. Meine Mutter ist nach all den Jahren noch immer zuverlässig darin, mir/mich mit ihrem Elefantengedächtnis zu überraschen.

5. In der Rückschau betrachtet war es vielleicht sogar gut, dass ich manche Entscheidungen nicht getroffen habe.

6. Das Smartphone öfters mal in der Tasche zu behaltenn oder auf dem Tisch liegenzulassen, ohne ständig draufzuschauen, versuche ich ja auch immer Freunden und Familie nahezubringen, einfach weil ich es schöner finde, wenn man bei gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen die ungeteilte Aufmerksamkeit hat. Außerdem sollte niemand der Sklave seines Telefons sein.

7. Zuletzt habe ich mit mir gerungen, ob ich am Wochenende abends ins Kino gehen soll, und das war für mich keine einfache Entscheidung, weil eigentlich der Samstagabend wie geschaffen dafür ist, ich aber nach mehreren Saunagängen dann doch lieber früh zu Bett gegangen bin und den Sonntag lieber für andere Aktivitäten nutzen wollte. Bleibt für mich noch der Dienstag oder Mittwoch zur Auswahl übrig.

# Writing Friday 2020 – März, 10. Woche : The Icing on the Cake

 

Der Frühling naht, und mit ihm im Zuge des #Writing Friday auf dem Blog von elizzy, gibt es auch dazu passende Themen, die zur Erinnerung am Ende dieses Beitrags aufgeführt sind. Da es fünf sind, aber der März nur vier Freitage hat, bin ich auf die Idee gekommen, zwei Themen miteinander zu kombinieren:

2) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt

und

3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt.

 

Herausgekommen ist ein sogenanntes Two-in-One-Produkt, das es in sich hat. Auch die oft zitierten Frühlingsgefühle.

 

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The Icing on the cake

Mia wollte jetzt noch nicht gehen, aber es war allerhöchste Zeit, den Laden zu verlassen, denn er würde in wenigen Minuten schließen. Schade, aber nicht zu ändern. „Black & White“ lautete das Motto der Geburtstagsparty ihrer besten Freundin, und sie hatte nicht die leiseste Ahnung gehabt, in was sie sich kleiden könnte. Ausgerechnet die ödesten aller Farben hatte sich Jessi ausgesucht. Dabei wusste sie ganz genau, dass es in Mias Kleiderschrank vorwiegend bunt zuging. Vergeblich hatte Jessi versucht, aus Mia herauszukitzeln, welches Outfit ihr vorschwebte. Dabei hatte Mia selbst keine Ahnung gehabt, wie ihr Kostüm aussehen sollte.

Bis sie das Video auf youtube gesehen hatte. „The icing on the cake“ – ein banaler Popsong aus den Achtziger Jahren, zu dessen Klängen eine Handvoll Models im Stil der Fünfziger Jahre um den spindeldürren Sänger herumtanzten. Alles war echt vintage, angefangen bei der zur Banane aufgesteckten Frisur des einen Mannequins bis hin zu den Kleidern, auf die der Hintergrund – echt Plaste und Elaste – abgestimmt war; da wurde einem ja schon vom Hinsehen schwindelig: Pepitamuster, Streifen und Punkte – der Alptraum eines jeden Fernsehbildschirms. Und je länger sie dem Gehopse zusah, desto weiter schritt der Plan fort, der in ihrem Inneren reifte: Mias Haare waren zwar für eine solche Frisur nicht lang genug, aber was hinderte sie daran, sich auch so ein Kleid zu schneidern. Nur bei dem Muster war sie sich noch nicht sicher.

Am nächsten Tag stand sie vor dem Stoffgeschäft und überschlug im Geiste, wieviel Meter Stoff und Garn sie für das Modell ihrer Träume wohl brauchen würde. Dior hatte damals für eine voluminöse Robe schätzungsweise zwanzig Meter Seide kalkuliert. Mia würde mit weit weniger auskommen müssen, und Seide stand schon gar nicht zur Debatte. Suchend ließ sie ihre Blicke schweifen. Irgendwo mussten sie doch liegen, die Stoffe, die so dringend für ihr Projekt benötigte. Sie hatte sie doch gestern erst auf dem Tisch dort vorne liegen sehen. Statt ihrer türmten sich dort nun Ballen in Rosé, Zartgelb, Mint und Himmelblau. Kein Wunder, bei dem lila Banner, das quer durch den Verkaufsraum gespannt worden war und in weißen Buchstaben verkündete:

„Die Frühlingsbrise für Ihr Nähzimmer – strahlend hell in Pastell!“

Innerlich griff sich Mia an die Stirn. Ein selten dämlicher Werbespruch war ihr schon lange nicht mehr untergekommen. Was sich Elena, die Inhaberin des Ladens, wohl gedacht hatte, wenn sie solch altbackene Phrasen gut fand? Aber wo war sie eigentlich?

Frühlingsbrise? Der Valentinstag war doch gerade erst vorbei. Ihr habt sie ja doch nicht mehr alle, sagte Mia, mehr zu sich selbst, aber wohl offenbar doch laut genug, dass den Spott jemand gehört hatte. Denn hinter ihr erklang ein energisches Räuspern. O Gott, dachte Mia, wie peinlich! Gleich würde Frau Alexandros sie hinauswerfen, und dann hätte sie wirklich ein Problem. Der einzige Stoffladen weit und breit, und sie hätte Hausverbot – wenn sie den Fauxpas nicht auf der Stelle wieder gutmachte. „Bitte entschuldigen Sie, Frau…“ Alexandros, hatte sie eigentlich sagen wollen, aber vor ihr stand nicht Elena, sondern ein junger Mann, den sie noch nie zuvor in diesem Laden gesehen hatte. Mia spürte, wie sich eine verräterische Röte auf ihren Gesichtszügen ausbreitete, und sie wusste nicht, was sie mehr irrtierte: sein unverschämtes Grinsen und ihre Reaktion darauf, oder die Erkenntnis, wie anziehend sie ihn fand. Oder einfach alles zusammen.

Meine Tante ist unterwegs“, erklärte er Mia und lächelte sie an, „Material einkaufen.“

Ich wette, Du weißt überhaupt nicht, wie hinreißend Du mit Deiner Zahnlücke bist, dachte sie und hatte mit einem Mal vergessen, was sie eigentlich gewollt hatte. Der komplette Blackout, der totale Filmriss.

Aber vielleicht kann ich Ihnen in der Zwischenzeit behilflich sein.“

Denk nach, Mia, denk nach… The Icing on the Cake – eigentlich lag der Grund ihres Besuchs doch klar auf der Hand: Schwarz-Weiß war das Motto. In dem Video gab es auch rote Elemente, aber Gesichter gehörten nicht dazu. Schwarz-Weiß – auf dem Tisch vor ihr sah sie nichts davon, aber sie würde ihren letzten Knopf darauf verwetten, dass Elenas Neffe gegen eine ausführliche Beratung gewiss nichts einzuwenden hatte.

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Die Schreibthemen im März: 1) Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang. +++ 2) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt. +++ 4) Erzähle aus der Sicht deines Balkons / deiner Terrasse. Wie sieht es da aktuell aus? Was könnte in den nächsten paar Tagen dort geschehen? +++ 5) Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

Und hier nochmal die Regeln: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.