Momentaufnahmen 1/26 – die Vorsätze fürs neue Jahr

Happy New Year! Auch wenn 2021 jetzt nicht mehr so neu ist und diesen Spruch einige gar nicht mehr hören möchten…

Und deshalb starte ich nun auch sofort durch in die nächsten Projekte, die mich zum Mitmachen verlockt haben. Zu den beiden Schreibprojekten, die mich schon seit längerem begeistern (#writing friday und ABC-Etüden) kommen nun noch die von aequitasetveritas ausgerufenen 26 „Momentaufnahmen“ hinzu: Zu 26 Fragen aus dem Tagebuch können sich alle, die diese Aktion reizt, ihre eigenen Gedanken dazu machen und diese unter dem Stichwort „Momentaufnahmen“ hier virtuell festhalten.

Nach der groben Zusammenfassung „in a nutshell“, worum es bei dieser Aktion geht, kommt nun auch schon die erste Frage:

Wagst du es vor dem Hintergrund der Erfahrungen von 2020 noch, für das neue Jahr Pläne zu schmieden, gute Vorsätze aufzustellen?

Wie praktisch, dass ich diesem Thema mit der ersten Aufgabe bei elizzys #writing friday bereits am 1. Januar vorgegriffen habe, denn dabei ging es um das Fassen von sogenannten Nicht-Vorsätzen, also Dingen, die man nicht bzw. nicht mehr tun möchte. Die möchte ich zwar nicht mehr recyceln, aber um ein paar weitgeführende Gedanken und die passende Musik ergänzen.

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Die erweiterte Neujahrsansprache

Woher kommt die Neigung, Dinge aufzuschieben?

Lange habe ich mit mir gerungen, mich immer wieder selbst in den Allerwertesten getreten und versucht, den inneren Schweinehund auf die Beine zu scheuchen und im Feuer unterm Hintern zu machen. Wie das im Einzelnen ausgegangen ist, möchte ich lieber nicht vertiefen, aber Fakt ist, dass das schlechte Gewissen in diesem Punkt mein ständiger Begleiter war. Doch damit ist jetzt Schluss. Aber nicht mit der Prokrastination – falls ihr das geglaubt hat, seid ihr einer falschen Fährte gefolgt – sondern mit dem schlechten Gewissen. Denn so wie ich jetzt öfter meinen Nicht-Geburtstag feiere, habe ich als Nicht-Vorsatz entschieden, Prokrastination nicht mehr grundsätzlich als etwas Schlechtes zu betrachten.

Warum soll ich mich deshalb nur unnötig belasten? Denn wo kein schlechtes Gewissen, da auch kein Stress. Das war jetzt weder grammati(kali)sch korrektes Deutsch, sondern hatte auch noch ganz schön viele „Nicht“s in sich, und obendrein im scheinbaren Widerspruch zu meinen nicht nur im letzten Jahr gemachten Erfahrungen in Bezug auf das Aufschieben von Lebensträumen und vor langer Zeit geschmiedeten Plänen, zumindest was das Reisen oder persönliche Rituale angeht. „Kein Zurück“ von Wolfsheim war mein Motto – dem Song, demzufolge irgendwann auch ein Traum zu lange her ist.

… Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggeworf’ner Zeit. Deine Träume schiebst Du endlos vor Dir her.

Du willst noch leben irgendwann, doch wenn nicht heute, wann denn dann? Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her …


Das Lied von Wolfsheim (gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=UjsvyeBWNQQ) ist schon älter – eine Pandemie hatte niemand auf dem Radar.

Aber selbst diese Erkenntnis hatte ich nicht über Nacht oder gar pünktlich zu Silvester, sondern sie war Teil einer Entwicklung, die sich schon viel früher abzeichnete; denn sonst wäre ich wohl kaum 2018 zu meiner eigenen kleinen „Weltreise“ aufgebrochen oder hätte gar letztes Jahr den Sprung bzw. Flug über den „Großen Teich“ gewagt, der stellvertretend für das steht, was ich „weise Voraussicht“ nenne.

In weiser Voraussicht habe ich 2019 nach dem Eintreffen einer Glücksbotschaft den Plan mit der Traumreise sofort durchgezogen, anstatt fünf Jahre damit zu warten. „Was weiß denn ich, was in fünf Jahren ist?“ – diese Frage aus einem Telefonat mit Freundinnen im Januar 2019 habe ich jetzt noch im Gedächtnis. Allerdings dachte ich dabei eher daran, dass ich nicht jünger werde und vielleicht 2024 nicht mehr so fit wie jetzt durch die Gegend turne. Die Eingebung war zwar richtig – aber fünf Jahre?

Ein Jahr trifft’s eher. Denn wer von uns hätte denn 2019 geahnt, dass bereits im nächsten Jahr ein unbekanntes Virus um die Ecke kommen würde, das nicht nur vielen das Leben kostete, sondern das Leben der anderen auf vielen Ebenen tiefgreifend veränderte oder gar lahmlegte? In dieser Hinsicht war ich froh, dass ich das getan habe, was andere als Fassen guter Vorsätze bezeichnen. Für mich rangiert diese Episode mit meiner Reise nach Kanada unter „Nicht lang schnacken“: Warum soll ich umständlich einen Vorsatz fassen, wenn ich statt dessen gleich loslegen kann? Wie gesagt, „A little less conversation, a little more action“ – denn dieser Meinung war auch schon Elvis (auch wenn der Sinn dahinter vermutlich ein anderer war).

gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=WWVMXLSS1cA

Dagegen sind nicht geputzte Fenster oder die Staubschicht auf den Schränken der reinste Pipifax – mich von dem durch mein ewiges Aufschieben verursachten schlechten Gewissen zu befreien, ist doch ein super Vorsatz bzw. Nicht-Vorsatz für 2021. Lasst mich Prokrastination in „kreative Ruhepause“ umbenennen, und schon wird alles leichter. Was ich außerdem nicht bzw. nicht mehr haben will, ist:

Corona (worauf ich nur bedingt Einfluss habe) — mein Chaos im Wohnzimmer (weshalb ich mit dem Aufräumen schon vor Weihnachten angefangen habe) — mein Leben vorwiegend im Schlafzimmer stattfinden zu lassen (auch wenn dort jetzt ein neuer, noch schönerer Kalender als der vom letzten Jahr hängt und zum Verweilen einlädt) — mich zu früh von Sachen trennen, die mit angenehmen Erinnerungen verbunden sind (weshalb ein bestimmter Kalender von 2010 dieses Jahr zu neuen Ehren kommt) — und zuletzt noch, ganz wichtig: das Weiterschlummern von eingeschlafenen Kontakten.

In diesem Sinne bin ich jetzt schon gespannt, was daraus in den nächsten Monaten werden wird. Vielleicht kommen ja noch ein paar neue hinzu.

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Die Momentaufnahmen wurden von aequitasetveritas ins Leben gerufen und rangieren bei mir auch unter der Kategorie „unsortierte Gedanken“

Mein Kinojahr 2020 : alle Filme im Überblick

Nachdem ich 2019 mit dem Aufzählen und Kategorisieren der von mir im Kino gesehenen Filme angefangen habe und auf insgesamt 17 Filme in fünf Kategorien gekommen bin, habe ich mir dieses Jahr noch eine weitere Kategorie einfallen lassen: Die „Gurke des Jahres“ als Pendant zum „Film des Jahres“.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Kategorien am Ende dieser Jahreszusammenfassung auch schon wieder ein alter Hut. Statt dessen hebe ich in jedem Monat die Filme, von denen ich ganz besonders angetan war, fett hervor. Welche für mich eher nicht so der Brüller waren, erscheinen in Kursivschrift. Zur Auswahl stehen die folgenden Beiträge, in chronologischer Reihenfolge (mit der Anzahl der Filme in den betreffenden Monaten in Klammern):

Januar (3) : Parasite Little Women — Mystify: Michael Hutchence

Februar (4) : Jojo Rabbit The Lodge — La Gomera – verpfiffen und verraten — The Gentlemen

März (0) : Mangels Masse gibt es hier weder einen Flop noch ein Highlight. Wobei – doch, einen hätte ich: den Anwärter auf die Gurke des Jahres, und die finden Interessierte dann doch am Ende dieser Rückschau, die sich ab jetzt (bis auf eine Ausnahme) auf die von mir gesehenen DVDs bezieht.

April (15) : Der Zauberer von Oz — West Side Story — The Breakfast Club — We want sex — Loreena McKennitt – Nights from the Alhambra — In guten Händen — Ray — Die Nebel von Avalon — Wie angelt man sich einen Millionär — Zimt und Koriander — Vom Winde verweht — 25 km/h — Murder in the first — The witness for the prosecution — Good Morning Vietnam

Mai (12) : Zurück in die Zukunft I – III — INXS – Live Baby Live — Sliding Doors — Downton Abbey : Highland Special — Blow – Matrix — Virus – Schiff ohne WiederkehrThe Peanut Butter Falcon — Hustlers — Knives Out – Mord ist Familiensache

Juni (6) : Der Fall Collini — Alles steht kopf — Ocean’s Eight — Susi & Strolch – I & II — Highlander – es kann nur einen geben

Juli (22) : Eins, zwei, drei — Die Frau, von der man spricht — Cleopatra — Belle de Jour – Schöne des Tages — Bonnie & Clyde — Die Nacht des Jägers — Sein Mädchen für besondere Fälle — Die Erfindung der Wahrheit — Pitch Perfect 1 und 2 — Metropolis — High Rise — Match Point — Wahrheit oder Pflicht — Das Totenschiff — The Artist — Eine total, total verrückte Welt — Nur ein kleiner Gefallen — Muriels Hochzeit — Infam — A cure for wellness — Porträt einer jungen Frau in Flammen (übrigens der einzige Film, den ich bei einer Open-Air-Kinovorführung gesehen habe.

August (8) : Der rote Korsar — Look away — Ghostland — Get Out — Midsommar — Náufragos – Gestrandet — Dolores — Gone Girl – das perfekte Opfer

September (16) : Dune – Der Wüstenplanet — A world beyond — Synchronicity — Passengers — WALL·E – der letzte räumt die Erde auf — Blade Runner 2049 — Dark Star — Traumschiff Surprise – Periode 1 — Der Marsianer – Rettet Mark Watney — Interstellar — Life — Spaceballs — Glenn No. 3948 — Das fünfte Element — Gravity — District 9

Oktober (15) : Alien — Behind the mask — Carrie — Della Morte Dellamore — Der Unsichtbare — Die Addams Family in verrückter Tradition — Die Vögel — Morty — Ouija – spiel nicht mit dem Teufel — Paranormal Activity — Ring – das Original — So finster die Nacht — The Neon DemonThe Crow — Voice from the Stone – Ruf aus dem Jenseits

November (28) : Warte, bis es dunkel ist — Taxi Driver — M – eine Stadt sucht einen Mörder — Die zwölf Geschworenen — Wartezimmer zum Jenseits — Niagara — Badlands – Zerschossene Träume — Außer Atem —Im Schatten des Zweifels — Himmel ohne Sterne — Der dritte Mann — Ich kämpfe um Dich — Das Mädchen und der Kommissar — Vier im roten Kreis — Elf Uhr nachts – ’71 – Hinter feindlichen Linien — Berüchtigt — Sorry We missed you — Shutter Island — Ein Kind war Zeuge — The Good German – In den Ruinen von Berlin — The Boy next Door — Der Mann, der zuviel wusste — The Gambler — Die Taschendiebin — The Number 23 — 10×10 — Insomnia – Schlaflos

Dezember (2) : Cinema Paradiso — Midnight in Paris

Dank des Rekordmonats November bin ich damit auf 131 Filme gekommen.

Film des Jahres (hat mich im Kino umgehauen): Parasite / Film des Jahrs auf DVD: The Peanut Butter Falcon +++ Filme, die mich nachhaltig begeistert haben – im Kino : Jojo Rabbit, The Gentlemen / auf DVD: The Artist +++ Filme, bei denen der Fangirl-Faktor den Ausschlag gab: Mystify : Michael Hutchence / Das Pendant dazu auf DVD: Loreena McKennitt – Nights from the Alhambra / INXS – Live Baby Live +++ Filme, die ganz okay waren: La Gomera / Knives Out und noch einige andere von dieser Liste. Die alle aufzuzählen, würde zu weit führen +++ Filme, die mich enttäuscht haben: Little Women, The Lodge / Highlander – es kann nur einen geben, Blade Runner 2049 +++

Gurke des Jahres: CORONA – denn das hat meine schönen Pläne durchkreuzt und die Existenz vieler Betriebe gefährdet oder gar zunichte gemacht, und ich möchte gar nicht wissen, wie viele kleine Kinos davon betroffen sind.

+++ Filme, die ich noch sehen wollte: Bombshell – das Ende des Schweigens (habe ich jetzt auf als DVD), Für Sama, Jean Seberg, Black Widow, James Bond 007 – keine Zeit zu sterben, Tenet, Antebellum, West Side Story und Dune. Der erste ist auf jeden Fall schon für diesen Monat eingeplant.

# Writing Friday 2021 – Januar, 1. Woche : Die Neujahrsansprache

Happy New Year! Ich hoffe, ihr seid alle gut hineingerutscht, und deshalb starte ich passend zum Jahresbeginn auch gleich mit der ersten Aufgabe des #Writing Friday von elizzy

dem Fassen von „Nicht-Vorsätzen“

Was das genau ist, steht am Ende dieses Textes

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Die Neujahrsansprache

Change keeps us moving on… oder „öfter mal was neues“. Alle Jahre wieder fassen so viele von uns gute Vorsätze, die schon bald im Nirwana versickern – deshalb finde ich den Gedanken, mal zusammenzufassen, was wir nicht mehr tun oder erleben möchten, gar nicht so verkehrt.

Ich wette, ich stehe nicht alleine da, wenn ich verkünde, dass das erste, was getrost für immer verschwinden kann, Corona ist. Well, das Bier habe ich damit nicht gemeint (obwohl auch das mir nicht schmeckt), aber ich denke, alle wissen, was ich damit sagen will.

Was ich mir auch sparen werde: meinen Hang zur Prokrastination als etwas Schlechtes zu betrachten. Lasst mich diese Angewohnheit zur Verzögerung in „kreative Ruhepause“ umbenennen und hiermit verkünden, dass ich mir völlig unnötig Gedanken darüber gemacht habe, warum ich das kaputte Terrarium im Wohnzimmer nicht längst entsorgt habe und wie ich es mir im kommenden Jahr am elegantesten vom Hals schaffen könnte. Warum soll ich mir die Arbeit überhaupt machen?

Es gründlich zu reinigen und den jetzigen Inhalt in den Abfall zu befördern, reicht doch vollkommen – statt dessen ist so ein leeres Terrarium doch geradezu prädestiniert, einen Schaukasten für all die gepuzzelten Bauwerke abzugeben. Eine Reise um die Welt… London und Pisa warten schon – Paris und Neuschwanstein werden folgen.

Und damit lasse ich es auch schon wieder gut sein – denn wenn die Inspiration fehlt, bringt es mir gar nichts, meine Hirnwindungen nur unnötig zu verknoten. Mich unter Druck zu setzen, kann die Lösung nicht sein, und deshalb wünsche ich allen, die so fleißig und voller Elan beim #witing friday immer mitschreiben, und allen Neuankömmlingen ebenfalls, einen guten Start in das neue Jahr.

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Die Schreibthemen im Januar sind: 1) Anders als sonst, möchte ich dieses Jahr keine Vorsätze von euch sondern “Nicht Vorsätze“! – Also was möchtet ihr dieses Jahr nicht (mehr) tun oder erleben? Welche Vorsätze legt ihr auf Eis? Oder auch; welche schlechten Gewohnheiten streicht ihr aus eurem Leben? +++ 2) Vorfreude: Auf welche neuen Bücher freut ihr euch dieses Jahr besonders? Stellt eure Highlights vor. +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass…” beginnt. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und lass folgende Wörter mit einfliessen: Schnee, herrlich, kristallklar, aufgeregt, Wollmütze +++ 5) Zeit für das Jahreshoroskop – schreibt humorvoll und originell ein Jahreshoroskop für euer Sternzeichen.

Und hier sind die Regeln dazu: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Mein Kinojahr 2020 : Dezember und das, was vom Jahr noch übrigblieb

Drama, Baby!

Wegen Corona waren Kinobesuche dieses Jahr für mich nicht möglich. Deshalb habe ich mir einige Filme, die ich sehen wollte, auf DVD gekauft. Gesehen habe ich davon bisher nur einen, und deshalb wollte ich diesen Übriggebliebenen jetzt ihre Chance geben, aber dann kam alles anders. An Filmen habe ich tatsächlich nur zwei gesehen, und die waren ausgeliehen – die restliche Zeit habe ich mir mit drei Serien vertrieben, auf die ich später noch zurückkommen werde.

Bleibt noch zu hoffen, dass das vor uns liegende Jahr nicht genauso wird wie dieses.

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Drama-Dezember : die Filme

+ Cinema Paradiso + Midnight in Paris +

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Drama-Dezember : die Serien

+ Nashville, Staffeln 3 und 4 + Babylon Berlin, Staffel 1 + Hell on Wheels, Staffeln 1 bis 5 +

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Cinema Paradiso (1988) : Eine der schönsten Liebeserklärungen an das Kino, aus einer Zeit, als noch das ganze sizilianische Dorf zur gemeinsamen Vorführung in der Kirche zusammenkam, wo sie sich an Filmen erfreuen durfte, die vorher vom Pfaffer (von wem auch sonst) zensiert wurden. Damit auch ja kein Schweinkram gezeigt wird.

Der kleine Toto hat keinen sehnlicheren Wunsch, als in die Fußstapfen des Filmvorführers Alfredo zu treten, und als dieser stirbt, kehrt Toto in sein Heimatdorf zurück, nicht ahnend, dass sein Freund aus Kindertagen sämtliche aus den Filmrollen herausgeschnittenen Kußszenen zu einem Film zusammengefügt hat – als Erinnerung an vergangene Zeiten.

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Midnight in Paris (2011): Den Film von Woody Allen habe ich bei einer Bloggerin als Empfehlung gelesen und war neugierig, ob mich dieses Werk mit Owen Wilson in der Hauptrolle genauso begeistern würde. Jetzt, mit zwei Wochen zeitlichem Abstand, muss ich sagen, dass dieser Tip genau meinen Geschmack getroffen hat, obwohl ich angesichts des Bildes auf der DVD-Hülle gewettet hätte, dass es den Hauptcharakter bei seiner unvorhergesehen Zeitreise nicht bloß in die „Goldenen Zwanziger“ oder in die Belle Epoque versetzt hätte, sondern er sogar Vincent van Gogh persönlich getroffen hätte. Aber Salvador Dalí zu treffen oder gemeinsam mit Dalís Muse (Marion Cotillard) eine Begegnung mit Toulouse-Lautrec, meinem Lieblingskünstler der Belle Epoque zu erleben, ist auch nicht so übel – zumal ich aufgeatmet habe, dass Gil (Owen Wilson) und seine nervige Verlobte (Rachel McAdams) irgendwann endlich getrennte Wege gingen und auf den hoffnungslosen Romantiker dann doch noch ein Happy End wartet, wenn auch anders als erwartet.

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Mit nur zwei ausgeliehenen Filmen und drei Werken, die ich im Fernsehen bewundern durfte (Eat Pray Love / Wasser für die Elefanten / Happy New Year) fällt der letzte Monat des Jahres im Verhältnis zu allen vorigen äußerst mager aus – mir war nämlich viel mehr nach Serien, bei denen ich jetzt den folgenden Stand erreicht habe:

Babylon Berlin (Staffel 1): Hochgelobt wurde diese Romanverfilmung, die im Berlin der 20er Jahre angesiedelt ist, kurz vor dem weltweiten Börsenkrach von 1929. Warum ich nicht weiter dran geblieben bin, als diese Produktion zum ersten Mal in der ARD lief, ist mir ein Rätsel. Dennoch werde ich es bei dieser Staffel belassen, denn mich reizt ein anderes Babylon viel mehr. Neues Jahr, neues Glück.

Hell on Wheels (Staffel 5): Was ich angesichts dieses Titels beim losen Überfliegen für eine Serie im Stil von „Sons of Anarchy“ gehalten habe, entpuppte sich bei näherer Betrachtung um eine Westernserie, die sich um den transkontinentalen Eisenbahnbau direkt nach dem Sezessionskrieg dreht – und um eine richtig gute Serie noch dazu. So gut, dass ich mehrere Folgen pro Tag hintereinander weg gesehen habe („Bingewatching“ hatte ich das letzte Mal bei Downton Abbey) und mir auch die Extras zu Gemüte geführt habe.

Nashville (Staffel 4): Nach einem echt fiesen Cliffhanger am Ende der vierten Staffel habe ich erst mal eine Pause gebraucht. Und ich fürchte, so schnell werde ich auch nicht in den Genuss der nächsten Staffel kommen, weil sie momentan nicht verfügbar ist. Schau’n wir mal, wie’s 2021 wird.

Eine finale Rückschau auf dieses seltsame „Kinojahr“ habe ich schon seit längerem geplant – wann die erscheinen wird, weiß ich allerdings noch nicht.

Foto der Woche – Woche 18 : Abschlussfoto

Nichts ist für immer, und so fällt mein Beitrag zu der heute endenden Aktion „Foto der Woche“ (von aequitasetveritas) auf den letzten Tag des Jahres.

Entstanden ist die Aufnahme am Weiher in meinem Wohngebiet am 1. Weihnachtsfeiertag. Als ob ich zu diesem Zeitpunkt schon geahnt hätte, wie trüb dieses Silvester werden würde – sonnige Tage soll man nutzen, und damit bedanke ich mich für dieses kurzlebige Fotoprojekt, an dem ich meine Freude hatte. Und ihr hoffentlich auch.

Und damit wünsche ich euch allen ein frohes Neues Jahr. Auf dass es nächstes Jahr besser laufen möge.

Dienstags-Gedudel #49 : Reisefieber, Teil 3 – The city that never sleeps

Kurz vor dem Jahresende begebe ich mich in nördliche Richtung und lasse den Titel für sich sprechen:

Lenny Kravitz – „New York City“ – gefunden auf – https://youtu.be/WR3Mhe_1Eq8

New York City ist die Stadt meiner Wahl bei der letzten Ausgabe von nellindreams‘ Aktion „Dienstagsgedudel“ in diesem Jahr. Wäre ich eine Woche früher eingestiegen, könnte das jetzt die „Goldene“ Ausgabe sein – so findet das Jubiläum erst nächste Woche statt.

Media Monday # 496 : Happy Birthday & Mahlzeit

Die Fragen zum aktuellen Media Monday, die üblicherweise sonntags erscheinen, kann ich dieses Jahr an meinem Geburtstag beantworten. Reingefeiert habe ich in diesen Tag diesmal nicht, aber eine Bildungslücke geschlossen, indem ich mir die Originalversion von „Dunkirk“ im britischen Fernsehen per Satellitenschüssel angesehen habe.

Festgestellt habe ich bei der Gelegenheit, dass das Übersetzungsprogramm meines Smartphones nichts taugt, da es aus dem für „Programm“ stehenden „Menu“ eine Speisekarte macht und auch die Informationen zu den einzelnen Sendungen höchst kurios ins Deutsche überträgt. Mahlzeit!

Der Text zum Film „Grease“ im Original – und gleich folgt das, was der Übersetzer daraus gemacht hat:
Fett! – again what learned – I break together – und ich dachte, in den 70ern wäre das Korsett Vergangenheit

Und nun endlich zum …

Media Monday # 496

1. In filmischer Hinsicht war 2020 von exzessivem DVD-Konsum geprägt, denn was ich dieses Jahr im Kino nicht sehen konnte, wie z.B. „The Peanut Butter Falcon“ oder „Bombshell – das Ende des Schweigens“ habe ich mir auf DVD gekauft.

2. Das (zunehmende) Angebot an Streaming-Inhalten erscheint mir ab und zu verlockend, aber dann sage ich mir, es geht auch ohne.

3. Begrenzte Ausgehmöglichkeiten und eingeschränkte Außer-Haus-Beschäftigungen haben sich bei mir dahingehend bemerkbar gemacht, dass ich mich vorwiegend mit Lesen von Onlinebüchern, dem Schreiben von Kurzgeschichten und zwei Büchern sowie dem Anhören meiner Schallplatten beschäftigt habe.

4. Mit dem Puzzeln konnte ich mich ja wunderbar auch daheim beschäftigen und die Erfahrung machen, dass manche Firmen einen wirklich guten Kundenservice haben, wenn es um das Beschaffen von Ersatz für zerbrochene Teile geht.

5. Mitunter größte Hilfe gegen drohende Langeweile war für mich in den vergangenen Wochen und Monaten das Schreiben von Beiträgen für die Aktion „Dienstagsgedudel“ von nellindreams, bei der ich mich an dieser Stelle dafür noch einmal bedanken möchte.

6. Nicht nur zu den Feiertagen hat sich eine gewisse Entschleunigung breitgemacht, die bei mir dazu geführt hat, dass der Fernseher öfters aus geblieben ist, ich morgens länger liegengeblieben bin und dafür lieber haufenweise Bücher auf wattpad gelesen habe.

7. Zuletzt habe ich mich über die Geschenke gefreut, die ich am 27. Dezember zum Geburtstag bekommen habe, und das war noch besser als Weihnachten, weil nicht nur das letzte Album von Kate Bush (Aerial) dabei war, sondern auch noch zwei 3D-Puzzles (Schloss Neuschwanstein und die Tower Bridge). Die Tower Bridge habe ich in Rekordzeit am Sonntagmorgen zusammengebaut und jetzt endlich die zündende Idee dafür bekommen, wo ich die ganzen hübschen Bauwerke aufstellen werde. Doch das beste von allen war die Nachricht, dass eine von mir gern gelesene Autorin das letzte Kapitel ihrer Weihnachtsgeschichte mir gewidmet hat.

Das hat mich mehr gerührt als letztes Jahr BBC2, die am 28. Dezember auf die Idee kam, zuerst die Doku über Michael Hutchence und danach das INXS-Konzert vom 13. Juli 1991 in gekürzter Fassung zu senden. Gekürzte Fassungen finde ich doof – und deshalb gibt es jetzt den ungekürzten Geburtstagsgruß, gesungen von Katie Perry:

Katie Perry „Birthday“, gefunden auf Youtube – https://www.youtube.com/watch?v=jqYxyd1iSNk

Foto der Woche – Woche 17 : Weihnachtsschmuck

So wechselhaft wie meine Stimmung ist auch der Tag für mein vorletztes Foto der Woche (für die Aktion dieses Namens von aequitasetveritas).

Wenn die ganze Familie in alle Winde verstreut ist und man so gar keine Lust verspürt, einen Baum aufzustellen und zu schmücken, aber man auf etwas Glanz nicht verzichten möchte – dann bietet er sich an, der Weihnachtsschmuck …

… für die Ohren. Jingle Bells!

Weihnachtsdekoration für mein Wohnzimmer gab es trotzdem – in Form eines Adventsgestecks mit Teelichthaltern.

# Writing Friday 2020 – Dezember, 52. Woche : Die Weihnachtsansprache

Fröhliche Weihnachten. Hattet ihr einen schönen Heiligabend? Ich kann mir vorstellen, dass es diesmal mit dem Besuch der Christmette für einige von uns anders gelaufen ist. Und auch mit dem Rest der Feiertage ist das so eine Sache, denn mit diesem Szenario haben die wenigsten von uns gerechnet:

„Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona! Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?“

Für die erste der Schreibaufgaben des #Writing Friday von elizzy schalte ich heute ausnahmsweise live ins Schlosss Bellevue zur Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten.

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Die Weihnachtsansprache

Frohe Weihnachten, liebe Landsleute!

Ich weiß, Sie erwarten auch dieses Jahr eine ähnlich ergreifende Rede wie in den Jahren zuvor, doch da dieses Jahr alles anders ist und ich mir vorstellen kann, dass Ihnen nicht nach salbungsvollen, großen Worten ist, wird auch diese Ansprache anders sein.

Corona hat uns dieses Jahr gezeigt, dass nichts so bleibt, wie es war, und damit auch Weihnachten. Sicher haben sich viele von Ihnen schon gewundert, wo gestern die Geschenke geblieben sind. Schuld daran ist der Lockdown, in dem sich der Weihnachtsmann mit seinen Elfen befindet, denn er ist an Corona erkrankt. Nun liegt es an Rudolf, seinem treuen Gesellen, der die beschwerliche Reise alleine angetreten hat.

Da leider aber immer noch das Tragen einer Maske Pflicht ist, kann seine Nase unter der Verhüllung nur sachte glimmen, und so bitte ich um Nachsicht, wenn das tapfere Rentier den richtigen Weg nicht immer auf Anhieb findet und sein rotes Lichtlein mit Verspätung am Bestimmungsort zu sehen sein wird.

Trotz aller Widrigkeiten die Festtage auch ohne Geschenke am Heiligen Abend halbwegs genießen zu können, das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen, wissen wir doch insgeheim, dass man die größten Geschenke – Liebe, Gesundheit und Frieden – nicht kaufen kann.

Auf dass der Geist der Weihnachten trotzdem unter Ihre Dächer Einzug halten möge, wünsche ich Ihnen und uns allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

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Drücken wir Rudolf die Daumen, dass er seine schwere Aufgabe bis zum 6. Januar vollendet haben wird, und falls nicht: Macht Euch Eure Geschenke doch einfach selbst oder macht Euch selbst ein schönes Geschenk, zum Beispiel Zeit für Euch selbst und Eure Liebsten.

Die Schreibthemen im Dezember waren:

1) Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona! Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf? +++ 2) Wofür bist du in diesem Jahr besonders dankbar? Zähle mindestens drei Dinge auf und gehe näher darauf ein. +++ 3) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Weihnachtskerzen, Schneesturm, grosse Freude, Zuckerguss, rote Stiefel +++ 4) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass…” beginnt. +++ 5) Welche Bücher möchtest du im Dezember noch lesen? Stelle uns deine Leseliste kurz vor.

Und hier sind die Regeln dazu: Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte/ein Gedicht/ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Dienstags-Gedudel #48 : Reisefieber, Teil 2 – ein „Oldie“ aus diesem Jahrhundert

Wohin die Reise geht, habe ich letzte Woche von den B52s verkünden lassen – eine Reise um die Welt. Aber für die brauche ich kein Geld von Papi, sondern nur die Fantasie und ein enormes Erinnerungsvermögen.

Heute im Sonderangebot: zum Weihnachtsshopping in die Stadt, die niemals schläft? Oder doch lieber noch weiter westlich, weil ich gerade eine Country-und-Western-Phase habe?




Not Area 51 but „Pretty Vegas“ (INXS) – gefunden auf youtube… https://youtu.be/a8SSDvDI5yg?t=0

Mein heutiger Beitrag zum „Dienstagsgedudel“ (ins Leben gerufen von nellindreams) bildet die musikalische Erweiterung zur letzten Ausgabe des #writing friday (vom 18. Dezember) mit dem Titel „Pretty Vegas“ aus dem Jahr 2005.