15 Tage 15 Tassen – eine Mitmachaktion von …

wortman und aequitasetveritas.

 

 


Fünfzehn Tage lang haben wir unsere gesammelten Tassen abgelichtet , darüber gebloggt und die Links zu den Beiträgen dann bei den beiden oben Genannten mit einem Kommentar beim jeweiligen Tag hinterlassen. Mein Blog war zwar noch nicht wieder öffentlich sichtbar, aber mitmachen wollte ich trotzdem, und so habe ich die Fortos der ersten elf Tassen bei pinterest hochgeladen und die jeweilige Bildadresse anstelle einer Blogadresse in den Kommentaren verlinkt. Das hat zwar auch funktioniert, war aber auf Dauer für mich kein begrüßenswerter Zustand.


 

16 mein pinterest board


 

Also habe ich mit der Überarbeitung meines Blogs weitergemacht, und als ich damit fertig war, über die restlichen Tassen jeweils einen Beitrag geschrieben. Hinterher war ich überrascht, wie einfach es war, fünfzehn Tassen zusammenzubekommen, und gleichzeitig tat es mir um die nichtveröffentlichten Exemplare leid.


 

16 pinterest Vorwort

 


 

Eine davon habe ich sogar in meinem Album (pinterest-board) hochgeladen, aber da ich sie wegen des abgebrochenen Henkels nur noch als Utensilo für Stifte im Büro benutze, war sie kein Kandidat für meine Blogparade – auf dem Startbild kann man sie von ihrer Schokoladenseite bewundern: „Einen im Tee? Fahr OVB“ – die Abkürzung OVB steht für Offenbacher Verkehrsbetriebe, auch bekannt unter NIOB (Nahverkehr in Offenbach) – als Teil des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund). OMG – diese Abkürzeritis nervt und wird von den Fantastischen Vier in ihrem Song „MfG“ gekonnt auf die Schippe genommen. Nun aber zurück zum Tee, äh, zu den Tassen.

Ebenso nicht zu sehen gab es bei mir eine Tasse, die ich mir 1999 in Stuttgart am Tag der Sonnenfinsternis gekauft habe. Wegen Bewölkung und Dauerregens habe ich von der wirklichen Verfinsterung nichts sehen können, aber dank des Dekors, das sich beim Einfüllen von heißen Flüssigkeiten verändert, konnte ich mir eine Sonnenfinsternis vorgaukeln. Das funktioniert aber inzwischen nicht mehr, weil sie des öfteren in die Spülmaschine gewandert ist und die Tasse dadurch dieser Fähigkeit beraubt worden ist. Gerne hätte ich den Vorher-Nachher-Effekt dieser Tasse vorgeführt, aber mangels Masse musste dieser Kandidat leider draußen bleiben. Genau so wie meine Tasse mit Kirschblütendekor. Die ist vom Büro nach Hause umgezogen und steckt jetzt in einer Kiste.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei den beiden bedanken, die diese hübsche Idee hatten: wortman & aequitasetveritas. Hat Spaß gemacht, mit dabei zu sein. Wen es interessiert: die komplette Aufstellung gibt es auf pinterest zu sehen – unter diesem Link –  der Anblick meines Screenshots hier tut es aber auch:

 

16 pinterest Zusammenstellung

 

 

15 Tage 15 Tassen – Tag 14 : Blätter monochrom

 

Zeigt her eure Tassen! Ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, denn ich habe sie alle zum Fotografieren herausgeholt.

Ab dem 9. September gab es 15 Tage lang eine andere Tasse von mir zu sehen. Die Fotos habe ich in einem Album bei pinterest gesammelt, und so habe ich bei den meisten Tassen den jeweiligen Tag zum entsprechenden Foto verlinkt, und zwar bei wortman und aequitasetveritas .

Die dritte Tasse, die ich heute auf meinem Blog zeige, ist eine echte Antiquität, die zu einem ganzen Service gehört. Meine beste Freundin hat mir dieses Service zum Geburtstag geschenkt, nachdem sie es bei ebay günstig erstanden hatte.

 

14 – Blätter, monochrom !

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Wenn ich mich nicht irre stammt das Service von Rosenthal aus der Blätter-Serie aus den 40er Jahren. Sucht man mit den Begriffen „Rosenthal“, „Geschirr“ und „Blätter“ danach im Internet, so bekommt man überwiegend ein buntes Dekor angzeigt; das monochrome Dekor, das mein Geschirr hat, finde ich viel edler. Morgen ist der letzte Tag, und dann wird es noch mal so richtig ausgefallen.

 

Und das waren sie nun bisher – meine Tassen:

 

01 – Erbschaftstasse — 02 – Werner — 03 – Zillotasse „Dance with the dead“ — 04 – Orange: Espressionist – passend zur Serie „Orange is the new black“ — 05 – Zillotasse „Mors Certa Hora Incerta“ — 06 – Kölner Weihnachtsmärkte: Hafentassse — 07 – Dartmoor Cup 1: Indian Tea — 08 – Dartmoor Cup 2: Coffee — 09 – Matchatasse mit Vogelmotiv — 10 – Londoner U-Bahn: The Tube — 11 – Bürotasse: Wir bringen eure Mäuse so richtig in Fahrt — 12 – Chinesische Tasse — 13 – Two-in-One-Tasse

15 Tage 15 Tassen : Tag 13 – Tea for One

 

Zeigt her eure Tassen! Heute ist Tag 13 dran – bei wortman und bei aequitasetveritas – die diese Aktion gestartet haben und bei denen ich meinen aktuellen Tagesbeitrag verlinke. Heute

 

13 – Die Two-in-One-Tasse

 

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Der Hersteller nannte sie auch „Tea for one“ – ich könnte sie mir auch gut bei Captain Jean Luc Picard auf der Enterprise vorstellen, wenn man sich die Streifen wegdenkt. Tasse und Kännchen kann man ineinander stapeln – das spart Platz und sieht mit dem „Doppelhenkel“ witzig aus. Zum Schluss nochmal die bisherigen Tassen im Überblick:

 

01 – Erbschaftstasse — 02 – Werner — 03 – Zillotasse „Dance with the dead“

04 – Orange: Espressionist – passend zur Serie „Orange is the new black“ — 05 – Zillotasse „Mors Certa Hora Incerta“ — 06 – Kölner Weihnachtsmärkte: Hafentassse

07 – Dartmoor Cup 1: Indian Tea — 08 – Dartmoor Cup 2: Coffee –- 09 – Matchatasse mit Vogelmotiv

10 – Londoner U-Bahn: The Tube — 11 – Bürotasse: Wir bringen eure Mäuse so richtig in Fahrt — 12 – Chinesische Tasse

 

15 Tage 15 Tassen – eine Aktion von wortman und aequitasetveritas

Zeigt her eure Tassen! Ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, denn ich habe sie alle zum Fotografieren herausgeholt. Ab dem 9. September gab es 15 Tage lang eine andere Tasse von mir zu sehen. Da ich mein Blog als nichtöffentlich weitergeführt hatte, musste ich den jeweiligen Tag zum entsprechenden Foto auf meiner Pinnwand bei pinterest verlinken. Und das ist dabei herausekommen, denn zu den zu Hause aufgetauchten Tassen sind noch welche aus dem Büro dazugekommen:

 

01 – Erbschaftstasse — 02 – Werner — 03 – Zillotasse „Dance with the dead“ — 04 – Orange: Espressionist – passend zur Serie „Orange is the new black“ — 05 – Zillotasse „Mors Certa Hora Incerta“

06 – Kölner Weihnachtsmärkte: Hafentassse — 07 – Dartmoor Cup 1: Indian Tea — 08 – Dartmoor Cup 2: Coffee — 09 – Matchatasse mit Vogelmotiv — 10 – Londoner U-Bahn: The Tube — 11 – Bürotasse: Wir bringen eure Mäuse so richtig in Fahrt

 

Leider sind drei davon inzwischen verschwunden. Die Nosferatutasse habe ich verschlampt, die Espressionistentasse wurde erfolgreich von mir geschrottet, und die Tasse mit den Mäusen hat entweder jemand mitgenommen oder die Mäuse haben sich auf große Fahrt begeben.

Ab jetzt geht es auch auf meinem Blog damit wieder weiter. Und nicht mehr nur auf Pinterest. Hier kommt Tasse Nr. 12 – ein Geschenk aus einem Chinarestaurant, das 2016 neu eröffnet hat.

 

12 – Chinesische Tasse

 

12 - 20 sep 18 - China

 

Die Tasse hat einen Teefilter aus Porzellan und erinnert mich mit ihrem Deckel an eine Pagode. Verlinkt habe ich meinen Blogbeitrag bei Wortman und Aequitasetveritas unter dem entsprechenden Tag.

 

12 magische Mottos 2017 – Februar : Fenster & Fassaden

An jedem Monatsersten gibt es auf dem Blog von paleica ein neues Motto, zu dem man ein geeignetes Foto zu einem Stichwort auf seinem Blog veröffentlichen und zu der Aktion verlinken kann.

 

 

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Im Februar ist es diesmal das Motto „Fenster & Fassaden“, und diesmal hatte ich auch sofort eine Eingebung. Gehen wir zurück in das Jahr 2013…


 

 


 

als ich im Oktober eine Woche bei einer langjährigen Bekanntschaft, die ich inzwischen fast schon Freundschaft nennen kann, verbringen durfte – kennen wir uns doch schon seit 30 Jahren. Wie es der Zufall so will, schoss ich in Schottlands Haupt Edinburgh jede Menge Bilder in Parks, Gärten und natürlich auch in der touristisch gut erschlossenen Altstadt. Dabei war mir mehr an Kontrasten zwischen alter und neuer Architektur gelegen, denn am Abbilden von Sightseeinghöhepunkten gelegen, und natürlich habe ich auch viele Schaufenster abgelichtet.

Mit von der Partie sind: das schottische Parlament, ein Luxushotel auf der Princes Street, Wohnhausfenster in einem der südlichen Vororte, verschiedene Schaufenster und Geschäftsfassaden in der Altstadt (ja, diese schwäbische Konditorei gibt es immer noch in Edinburgh am gleichen Fleck) und das „Temperate Palm House“ von 1858 im Royal Botanic Garden. – Fenster und Fassade in einem.

52 Schlüsselwörter – Filme im Dezember: Feuerwerk


 

Auf dem Blog von Hotaru wird im Dezember nach passenden Filmen zu den folgenden Schlüsselwörtern gesucht:   #49 – Treppe, #50 – Gericht, #51 – Kälte und #52 – Feuerwerk

 

Und weil ich mal wieder bei hunderten von Filmen die Qual der Wahl habe, fange ich mal zur Abwechslung mit dem Schlüsselwort an, zu dem mir nur ein Film eingefallen ist: Feuerwerk. Wie schon beim letzten Mal, versuche ich zunächst, die drei Zusatzfragen zu beantworten, als Einstimmung auf das Filmvergnügen…

1. Was wird gefeiert? — Bilbo Beutlins einhundertelfter Geburtstag
2. Wer beobachtet es? — Zwei unfugtreibenwollende Hobbits
3. Gibt es ein Happy End? — Ja, aber nicht in dem ersten Teil der Trilogie


 

Als ich „Feuerwerk“ las, musste ich sofort an den ersten Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie denken. Dort fährt Gandalf hoch auf seinem Wagen sitzend in Beutelsend vor, nicht ahnend, dass die beiden jungen Hobbits Merry und Pippin sich sich mehr für seine Wagenladung interessieren, als gut für sie wäre. Jeder, der ein Gespür für drohende Gefahren hat, würde den beiden davon abraten, die Feuerwerkskörper just in dem Zelt zünden zu wollen, wo Gandalf sie hat aufstapeln lassen. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf, das Zelt fliegt in die Luft, und Beutelsend erlebt ein vorgezogenes Feuerwerk, das die Bewohner des Auenlandes noch nicht gesehen haben. Am beeindruckendsten fand ich den feuerspeienden Drachen, in den sich die größte und schönste Rakete des gesamten Feuerwerks verwandelt. Aber: Den beiden verrußten Gestalten werden dann auch stante pede von Gandalf die Ohren langgezogen, aber an Bilbos plötzlichem Verschwinden sind sie dann doch nicht schuld, und ein Happy End gibt es in „Die Gefährten“ leider auch nicht.

PS: Während ich diesen Text geschrieben habe, fällt mir noch ein Dilldapp ein, der ein vorgezogenes Feuerwerk verursacht: Monsieur Hulot in „Die Ferien des Monsieur Hulot“. Wer mit einer offenen Flamme in den Schuppen stolpert, in dem die Rakten für die Feierlichkeiten des 14. Juli lagern, darf sich nicht wundern, wenn das Feuerwerk schon am Tag vor dem französischen Nationalfeiertag losgeht. Die Verwüstung ist perfekt – ob es ein Happy End gibt, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

52 Schlüsselwörter Filmchallenge – Oktober, 2/5

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Für den Oktober hat Hotaru in ihrem Beitrag diesmal die folgenden fünf Wörter gezogen, zu denen ich nun den passenden Film suche:

Koffer, Tanz, Behinderung, Angst und Familie.

Mit einem Film über die Angst habe ich angefangen, nun nehme ich mir als nächstes einen Film zum Thema „Behinderung“ vor. Bei

     die Vorstadtkrokodile

 

handelt es sich um einen Fernsehfilm von 1977 nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Max von der Grün, in dem es um eine Bande von Kindern geht, die von dem zehnjährigen Hannes eine Mutprobe verlangen, die der Aufnahme in ihre Bande dienen soll und darin besteht, dass er auf das Dach einer alten Ziegelei klettern soll.

 

Bei dem Versuch droht jedoch Hannes abzustürzen, kann aber von der Feuerwehr gerettet werden, weil diese von einem Jungen namens Kurt alarmiert worden ist, der im Rollstuhl sitzt und die Mutprobe von seinem Zimmerfenster aus mit einem Fernrohr beobachtet hat. Zunächst ist die Bande wegen der Petzerei sauer, doch mit der Zeit freunden sich die Kinder mit Kurt an und nehmen ihn in ihren Kreis auf, wobei Maria, das einzige Mädchen in der Gruppe die treibende Kraft ist. Am Schluß kommen sie alle zusammen einer Einbrecherbande auf die Spur.

Die Vorstadtkrokodile“ war in meiner Kindheit einer meiner Lieblingsfilme, und deshalb habe ich mich bei der Challenge für ihn entschieden, auch wenn es kein Kinofilm ist. Die schwarz gefetteten Buchstaben beziehen sich auf die drei Zusatzfragen ( 1. Wer hat eine Behinderung? 2. Wie sieht sie aus? 3. Wie geht man damit um? )

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Andere Beispiele: „I am Sam“ (Sean Penn als geistig zurückgebliebener Sam, dem das Jugendamt die Tochter wegnehmen will), „Donnie Darko“ (Jake Gyllenhaal als psychisch labiler Teenager, der mit Medikamenten und Sitzungen behandelt wird), „Rain Man“ (Dustin Hoffman als Autist), „Warte, bis es dunkel ist“ (Audrey Hepburn als Blinde) und „Jenseits der Stille“ (Mädchen mit gehörlosen Eltern).

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PS: Das Beitragsbild mit dem Filmstreifen und dem Titel „52 Schlüsselwörter – eine Film-Challenge“ stammt von Hotarus Blog (Bildquelle: http://i787.photobucket.com/albums/yy157/AliceMika/Hitodama/P52-Keywords_zpsotsexqq8.png)

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to be continued

 

 

Blogparade : Gegen den Strom

 

Bei missbooleana habe ich hier von einer neuen Blogparade auf dem Blog von der singenden Lehrerin erfahren; bis zum 11. Juni kann jeder, der mitmachen will, von 10 unbekannten oder unbeliebten Filmen berichten – ich zitiere:

Filme, die in der Grauzone verschwinden. Nicht für das Mainstream-Publikum geeignet, aber von Kritikern auch nicht sonderlich geliebt oder von Filmfans unbeachtet geblieben. Das ist ziemlich schwierig dieses Mittelding zu finden. Der unbeachtete, gute Film.“

Dann versuche ich es jetzt auch mal. Welche Filme fallen mir ein, die mir gefallen, aber vom breiten Publikum ignoriert oder sogar wenig geliebt werden? In meinem Leben habe ich schon jede Menge Filme gesehen, und daraus eine Auswahl zu treffen; darum beschränke ich mich auf die, die mir spontan als erstes eingefallen sind, weil ich sie entweder als Schätzchen auf DVD entdeckt oder sie in den letzten paar Jahren in kleinen Programmkinos gesehen habe. Zuerst folgt eine Auswahl, danach ein paar Anmerkungen, die ich mit Links zur Handlung des Films und Filmplakaten garniert habe.

Die Auswahl

01 ~ 5 Zimmer Küche Sarg (2014, Regie: Jemaine Clement & Taika Waititi)

02 ~ Angels‘ Share – Ein Schluck für die Engel (2012, Regie: Ken Loach)

03 ~ We want sex (2010, Regie: Nigel Cole)

04 ~ Sunshine on Leith (2013, Regie: Dexter Fletcher)

05 ~ Die große Verführung (2003, Regie: Jean-François Pouliot

06 ~ Grasgeflüster (2000, Regie: Nigel Cole)

07 ~ Lang lebe Ned Devine (1998 , Regie: Kirk Jones)

08 ~ So sind die Tage und der Mond (1990, Regie: Claude Lelouch)

09 ~ The Straight Story (1999, Regie: David Lynch)

10 ~ In guten Händen (2011, Regie: Tanya Wexler)

 

Meine Anmerkungen zu den einzelnen Filmen

Für den letzten „regulären“ Film, abgesehen von dem Dr.Who Christmas Special, haben wir letztes Jahr den weiten Weg nach Frankfurt-Höchst auf uns genommen, um uns die neuseeländiesche Fake-Dokumentation „5 Zimmer Küche Sarg“ von 2014 über eine Vampir-WG im Filmtheater Valentin anzuschauen, das sich im Bolongaropalast in Frankfurt-Höchst befindet. „5 Zimmer…“ ist bestimmt kein Film fürs breite Publikum, aber ich fand den skurrilen, trockenen Humor so gelungen, dass ich es nicht bereut habe, für unseren Kinobesuch durch das halbe Rhein-Main-Gebiet gefahren zu sein. Mehr Informationen zum Film gibt es hier – und noch ein Filmplakat

 

Leider gibt es auch immer wieder mal Filme, bei denen ich mir ganz fest vornehme, sie im Kino zu sehen – und dann schaffe ich es doch nicht. So geschehen u.a. bei „Angels‘ Share – Ein Schluck für die Engel“ von 2012. In dem Film geht es um eine Gruppe von jungen Leuten, die an ein besonders rares Fass Whisky in den schottischen Highlands gelangen, um sich dort heimlich einen Teil abzuzweigen, den sie später gewinnbringend verkaufen wollen – ein Plan, der so seine Tücken hat… Die schottischen Highlands – hach! Sowas muss man doch einfach auf der großen Leinwand sehen. Ein DVD-Abend, und sei der Film auch noch so gut, ist eben manchmal doch kein adäquater Ersatz. Mehr Informationen zum Film gibt es hierFilmplakat

 

Und noch ein Film, den wir uns auf DVD geholt haben: „We want sex“. Eigentlich müsste es ja „we want sex equality“ heißen, aber leider fällt das letzte Wort bei der Demo der Frauen, die bei Ford im britischen Dagenham die Autositze nähen, durch einen unglücklichen Zufall unter den Tisch bzw. dem Wind zum Opfer, und so müssen sich die Arbeiterinnen auf einen langen Kampf um gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen einstellen –  Filmplakat – Infos zum Film: https://de.wikipedia.org/wiki/We_Want_Sex

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And now for something completely different: Ich weiß ja nicht, wievielen Leuten hierzulande die Band „The Proclaimers“ bekannt ist; wer oft Radio hört, wird sich vielleicht noch erinnern, wie ihre bekanntesten Lieder „A letter from America“ und „I’m gonna be (500 Miles)“ von diversen Sendern zu Tode gedudelt wurden. 2013 bekam ich die Gelegenheit, mir in Edinburgh das Filmmusical „Sunshine on Leith “ anzuschauen, in dem die beiden Musiker einen winzigen Kurzauftritt als Passanten haben (Filmplakat). Zwei Jungs, Ally und Davy, kehren von einem Einsatz in Afghanistan zurück nach Edinburgh zu ihren Familien und geraten in das reinste Familiendrama; so erfährt z.B. Davys Vater ausgerechnet kurz vor der Silberhochzeit, dass er seit 25 Jahren Vater einer außerehelichen Tochter ist, etc. – Den ganzen Wirrwarr schlüssig nachzuerzählen, bekomme ich gerade nicht auf die Reihe, aber der Film hat mich insofern berührt, dass er an Orten spielt, an denen ich schon gefühlte 100 Mal war. Und in der mitreißenden Massentanzszene im Park am Ende des Films, so erzählte mir die Dame, die mich zum Kinobesuch eingeladen hatte, spielte eine ihrer Schülerinnen mit. Hier ist „Sunshine on Leith“ meines Wissens nach nicht gelaufen, ich hatte daher bislang nur das Vergnügen, ihn in der Originalsprache zu sehen – und das war wahrlich eine harte Nuss, da ich den schottischen Dialekt nicht immer verstanden habe. Aber die Lieblingsstadt auf der großen Leinwand zu erleben, während man sich zum selben Zeitpunkt in ihr befindet – das hat leicht surreale Züge. Den Trailer gibt es auf youtube.

 

 

Den nächsten Film auf meiner Liste habe ich vor Jahren mit meinem Mann um die Weihnachtszeit herum in einem kleinen Programmkino in Frankfurt-Sachsenhausen gesehen: „Die große Verführung “ – in dieser frankokanadischen Komödie geht es um ein Dorf, das einen Arzt dazu bringen muss, mindestens einen Monat lang zu halten, damit es eine Fabrik gebaut bekommt. Mit welchen Methoden sie das versuchen, das war für mich schreiend komisch, und anscheinend fanden das wohl auch andere, denn er wurde einfach unter dem Titel „Die große Versuchung – Lügen, bis der Arzt kommt“, ein paar Jährchen später noch einmal neu verfilmt, und auf youtube kann man ihn sich sogar in ganzer Länge als Stream ansehen.

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Und noch eine Komödie hat es mir angetan: „Grasgeflüster“ – nicht zu verwechseln mit „Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge“, obwohl auch dieser Film dem Grasgeflüster in Skurrilität um nichts nachsteht. Nur finde ich Grasgeflüster doch noch etwas besser. Hier steht die Hauptperson Grace nach dem Selbstmord ihres Mannes vor einem riesigen Berg Schulden und der drohenden Zwangsversteigerung. Ausgerechnet jetzt bittet ihr Gärtner, den sie entlassen muss, sie darum, sich um ein kränkelndes Hanfpflänzchen zu kümmern, hat sie doch ein Gewächshaus – und mit dem Verkauf von Marihuana wäre sie bestimmt bald alle (Geld)sorgen los. Bleibt nur noch die Frage, wie man 20 kg Marihuana als absoluter Laie auf den Straßen Londons verkaufen kann… Was ich so witzig fand, war die Tatsache, dass sich nach und nach herausstellt, dass so ziemlich jeder in Graces entlegenen Dörfchens irgendetwas auf dem Kerbholz hat, und ausgerechnet die gesetzestreue, herzensgute Grace so richtig in die Vollen greift: Unbezahlbar das allabendliche Spektakel, wenn Punkt zehn Uhr die Straßenbeleuchtung aus- und die Festbeleuchtung im Gewächshaus hinter dem Hügel angeht, und der Dorfpolizist „rein zufällig“ davon so gar nichts mitbekommt. Zuerst noch die Info zum Film. Und jetzt noch das Filmplakat

 

An old man turned ninety-eight, he won the lottery and died the next day… Vom Schummeln handelt auch der irische Film „Lang lebe Ned Devine“, in dem dem Mann von der Lottogesellschaft vorgegaukelt werden soll, dass der Mann, der den Jackpot geknackt hat, noch am Leben ist, obwohl er zum Zeitpunkt der Lottoziehung bereits starb. Schließlich soll der Gewinn nicht verfallen, und das ganze Dorf möchte auch noch etwas davon haben – sieben Millionen für ganz Tullymore sind letztendlich nicht zu verachten. Alles könnte so schön sein, wenn da die hinterhältige Lizzy Quinn nicht wäre, die damit droht, den Betrug zu melden, wenn sie nicht von dem Gewinn eine Million bekommt… Aufmerksam wurde ich durch eine Kritik, in der von einer fliegenden Telefonzelle erzählt wurde, und da ich bei schrägem Humor gerne mit von der Partie bin, musste ich dieses Kleinod mit herzerwärmenden Darstellern, die ich bislang noch nicht kannte, natürlich sehen. Filmplakat

 

Nach dieser kleinen Auswahl an Komödien folgt nun französisches Drama par Excellence. Mit „So sind die Tage und der Mond“ hat Claude Lelouch einen Episodenfilm geschaffen, der die Schicksale von 13 Personen auf geschickte Weise miteinander verwebt und die Handlung bei Vollmond zur Zeit der Umstellung auf Sommerzeit ansiedelt; eine Zeit, in der bei vielen die Nerven blank liegen. Am intensivsten ist mir die Anfangsszene in Erinnerung geblieben, in der bereits gesagt wird, dass am Ende eine Person tot sein wird, was bei mir für Spannung sorgte, untermalt von gänsehauterzeugender Musik. Gefunden habe ich ihn weder im Kino noch im DVD-Regal, sondern eine Videoaufnahme, von grenzwertiger Bildqualität, aufgenommen im Spätprogramm des ZDF. Und auch wenn das Lied im Internet nicht aufzufinden war – in meiner Erinnerung wird es noch lange weiterleben. Kurzinformation zu der Handlung; ein Foto oder Plakat habe ich davon leider nicht.

Nun komme ich zu einem Roadmovie der besonderen Art: „The Straight Story “ von David Lynch. Hier möchte keiner 500 Meilen laufen, sondern 390 Meilen von Iowa nach Wisconsin, um sich mit seinem Bruder auszusöhnen, der gerade einen Schlaganfall erlitten hat. Viel Zeit bleibt Alvin Straight nicht, einen Führerschein hat er nicht, und fahren lassen möchte er sich auch nicht. So bleibt nur eine Lösung: Den Aufsitzrasenmäher mit einem Anhänger versehen, und die Reise kann losgehen. Eine Reise, die bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 km/h sechs Wochen dauert und sich tatsächlich in ähnlicher Form ereignet hat. Im Kino haben wir ihn nicht gesehen, aber die DVD im Schrank

 

Zum Schluss ein Film, bei dem eine Frau Regie geführt hat, und der ebenfalls auf wahren Begebenheiten beruht: „In guten Händen “, in dem Maggie Gyllenhaal eine Frauenrechtlerin spielt. Eigentlich dreht sich der Film jedoch nicht um die Geschichte der Suffragetten, sondern um die des Vibrators, den ein Arzt im viktorianischen England erfunden haben soll, weil er Frauen von einer neuentdeckten Krankheit namens Hysterie heilen will, und da ihm bald die Hände lahm werden und eine Sehnenscheidenentzündung droht … Filmplakat bzw. DVD-Hülle.


Ich könnte jetzt meine Liste noch um Filme erweitern, über die ich mich heute mit Kolleginnen in der Kantine unterhalten habe, wie z.B. Shaun of the DeadoderAttack the Blockaber da hat meine Auswahl schon festgestanden. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann wieder eine Blogparade über Filme aus dem Horrorgenre. Dann werde ich nochmal auf sie zurückkommen. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, meine Gedanken aufzuschreiben.