Die 5 besten am Donnerstag #62 : Die 5 schönsten Orte in Filmen


 

In ihrer Rubrik „Die 5 besten am Donnerstag“ fragt Gorana nach fünf Orten aus Filmen die wir gerne mal besuchen würden oder an welchen wir sogar für immer bleiben würden.

Abgesehen von meinem gestrigen Kinobesuch in Frankfurt zu „Tulpenfieber“, bin ich in den letzten Jahren immer seltener ins Kino gegangen. Und so sind von den fünf Filmen, die mir optisch viel zu bieten haben, nur zwei dabei, die ich tatsächlich im Kino gesehen habe – den Rest habe ich auf DVD.


 

1. Der Herr der Ringe – die Gefährten: das Auenland. So eine Hobbithöhle inmitten idyllischer grüner Hügel hat etwas faszinierendes für mich, und ich kann jeden Hobbit verstehen, der diesen traumhaften Ort nicht verlassen möchte.

2. Gosford Park: Der englische Landsitz, der während des ganzen Films nicht einmal genannt wird, reizt mich, nicht nur sein Inneres, sondern auch die weitläufigen Parkanlagen zu erkunden.

3. Das zauberhafte Land: Oz, und zwar genau den Punkt, in dem der gelbe und der rote Steinweg ineinander zusammenlaufen. Und dann würde ich dem roten Steinweg folgen. Da ich keiner Hexe etwas weggenommen habe, werde ich für die vermutlich völlig uninteressant sein.

4. Nightmare before Christmas: Der Ort im Wald mit den Türen zu den anderen Welten wie Ostern, Valentinstag, Thanksgiving oder St. Patrick’s Day. Ich glaube, auf die Oster-Town mit dem Bunny wäre ich am neugierigsten.     

 

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(Bildquelle – http://www.themeschurch.net/upload/2017/07/12/easter-door-nightmare-before-christmas-isney-and-ixar-the-nightmare-before-christmas-door-decorations-l-6d879c0b72cb1433.jpg)

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(Bildquelle — http://cdn.playbuzz.com/cdn/08eb8847-876e-4941-b121-45bff06f1d9a/1191b4a7-cc36-46e9-8b97-b5cda3896723.jpg)


 

5. Inception: Den Film fand ich verwirrend, aber die Landschaften, in denen man sich in allen Perspektiven gleichzeitig befinden bzw. in denen einzelne Perspektiven kollabieren, übten eine ungeahnte Faszination auf mich aus. Man muss schon sehr stark sein, um nicht die Orientierung zu verlieren, wenn oben gleichzeitig unten ist:

 

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(Bildquelle — http://www.evolveandascend.com/wp-content/uploads/2016/02/inception_background.jpg)


 

So schön ich diese Orte finde, für immer dort bleiben möchte ich nicht – höchstens für eine kleine Weile.

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Mittendrin-Mittwoch #82 : Die Schrecken des Eises und der Finsternis

 


 

Lesen geht immer, und wenn’s nur ’ne Zeitung ist. Zu Neukäufen kann ich mich nicht aufraffen, und die Stadtbücherei hat mich vor längerem zum letzten Mal gesehen. Also bediene ich mich bei den Büchern in meinem Schrank, die ich schon einmal gelesen habe; dass ich am Montag zu einem Buch gegriffen habe, das ich seit Oktober 2013 besitze, passt hervorragend zu der neuesten Ausgabe des MittendrinMittwoch von elizzy91, die zur Zeit „all the strangest things are true“ liest. Und darum geht’s beim Mittendrin-Mittwoch:

Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern in denen ich gerade mittendrin feststecke. Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese“

(Zitat aus ihrem Blog)

In welchem Buch liest Du gerade?

Antwort:

Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ von Christoph Ransmayr, 2013 erschienen in der Fischer TaschenBibliothek(ISBN 978-3-596-50985-0)

 

Wie sehen Deine nächsten Zeilen aus?

 

24. Montag: Klotz und ich fußmarod. 25. Dienstag: Helles Wetter. Klotz und ich marod. Unter der Mannschaft werden Geschenke zum Ausspielen gegeben. Ich habe eine Flasche Himbeersaft gewonnen. Johann Haller“

 

Aus den Tagebüchern der österreichisch-ungarischen Polarexpedition, geschrieben im Februar 1873. Die Yacht „Admiral Tegetthoff“ war vom Packeis eingeschlossen, und die Besatzung musste die lange Polarnacht (mehrere Monate am Stück bei fast völliger Dunkelheit) überstehen. Am Valentinstag sendeten sie verkorkte Flaschen mit Post in alle vier Himmelsrichtungen aus, ohne zu wissen, dass die erste der Flaschenposten erst nach 48 Jahren gefunden werden würde.

Nach „Längengrad“ und „Sextant“ ist dies nun bereits das dritte Buch, das sich mit dem harten Leben auf See beschäftigt; nur sind die Widrigkeiten, unter denen die Nordpolexpedition zu leiden hatten, noch extremer gewesen. Länger als ein Jahr im ewigen Eis ausharren zu müssen- das würde mir um keinen Preis der Welt einfallen.

Media Monday # 324


 

So viel wie am vergangenen Wochenende habe ich schon lange nicht mehr fotografiert. Zuerst das Hayner Burgfest in Dreieichenhain, dann der Tag des offenen Denkmals, das bundesweit unter dem Motto „Macht und Pracht“ stand; da kommen schon einige gelaufene Kilometer zusammen. Der einzige Wermutstropfen ist die bescheidene Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den gewünschten Ort zu kommen, obwohl schon allein der Versuch, das Auto an solchen Tagen zu nutzen, zum Glücksspiel mutiert. Doch trotz weniger verfügbarer Parkplätze in Dreieichenhain fand ich doch noch eine winzige Lücke.

Mit Bus und Bahn wäre ich für die gleiche Strecke wahrscheinlich viermal so lange unterwegs gewesen. Und ausgerechnet an diesem Sonntag musste in der Nähe unseres Wohngebiets der monatliche Schnäppchenmarkt stattfinden, bei dem man gut beraten ist, wenn man das Auto stehen lässt. Sagt das mal denen, die gar nicht erst aus ihrer Garage herausfahren können, weil irgendein ortsfremder Vollpfosten eine Einfahrt sei ein guter Platz zum Parken. Oder sich gleich die Bushaltestelle dazu aussucht, weshalb auch die Busfahrer auf den Verstärkerlinien nicht begeistert sind. Tja, mir blieb dann für die Fahrt zum drei Kilometer entfernten Friedhof nur als Alternative die Fahrt mit dem Taxi, denn ausgerechnet die Buslinie, die mich dorthin hätte bringen können, fährt sonntags gar nicht. Möp!

Mit noch platter gelatschten Füßen und bleierner Müdigkeit relaxte ich danach auf dem Sofa und füllte die sieben Lückentexte des 324. Media Mondays auf Wulfs Blog aus; als Gehirnjogging, um die physische Faulheit angemessen kompensieren zu können. And now here we go:

 

Media Monday #324

 

1. Hätte ich plötzlich und unerwartet eine ganze Woche frei und somit Zeit, würde ich mein Stofflager im Keller drastisch durch das Nähen neuer Kleidung abbauen.

 

2. Der Film „Dead Zone – Das Attentat“ mit Christopher Walken hat mich mit seiner Auflösung regelrecht vom Hocker gehauen, denn ich hätte nie gedacht, dass auch ein vereiteltes Attentat zum ersehnten Ergebnis führen würde.

 

3. Wenn ich von Blog-Artikeln, Trailern oder dergleichen gespoilert werde, muss mich der Film oder die Serie schon sehr interessieren, um nicht dadurch abgeschreckt zu werden.

 

4. Diese ständigen Vergleiche in Klappentexten oder auf Filmplakaten gehen mir am Allerwertesten vorbei, denn das Anstellen von Vergleichen möge man doch bitteschön mir überlassen.

 

5. Als ich mit dem letzten Band der „Tribute von Panem“-Trilogie durch war, konnte ich einfach nicht widerstehen und habe zum wiederholten Male das Sachbuch „Sextant“ von David Barrie zum Lesen aus dem Schrank geholt, denn das geht auf ganz andere Aspekte der Navigation auf See ein und ist eine gute Ergänzung zu „Längengrad“ von Dava Sobel.

 

6. Obwohl mich Snacks für die Mikrowelle sonst nicht so reizen, gefiel mir das Mikrowellenpopcorn mit Karamell aus dem Supermarkt doch überraschend gut, denn nichts eignet sich für mich besser zum Knabbern als etwas süßes, das noch warm ist (abgesehen von einem fertigen Popcorn aus der Tüte, das salzig und süß zugleich ist).

 

7. Zuletzt habe ich mein Smartphone aufgeräumt, weil ich erklärt bekommen habe, dass Videos, die man per Whats App bekommt, im Hintergrund weiterlaufen und den Akku über Gebühr strapazieren und das war frustrierend, weil mich die schiere Masse an Filmchen und Fotos mit Sinnsprüchen beinahe in den Wahnsinn getrieben hätte. Und kaum hatte ich meine Löschaktion erfolgreich abgeschlossen, kam schon wieder neues Material per Whats App hereingeflogen. Ich glaube, ich sollte nächstes Mal nicht mehr ganz so viel Zeit verstreichen lassen.

 

 

So, nachdem ich mich nun wacker durch alle sieben Texte hindurch navigiert habe, kann die neue Woche beginnen.

Serienmittwoch #88 mit Ohrwürmern

 

 

 

Corlys 88. Serienmittwoch beschäftigt sich mit der Frage von tarlucy, welches Serien-Intro bei uns zum Ohrwurm geworden ist. Da fallen mir spontan einige Serien ein.

Das fängt bei Zeichentrickserien meiner Kindheit mit der „Biene Maja“ an, gesungen von Karel Gott („in einem unbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit…“), gefolgt von Paulchen Panther („Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“) und endet bei dem Titellied von „Heidi“ von Gitti und Erika. Aber da war auch noch das berühmte „Vielen Dank für die Blumen“ von Udo Jürgens, als Titellied zu Tom & Jerry. Diesen Oldies möchte ich meinen Beitrag heute aber gar nicht widmen, sondern lieber dem, was in den letzten paar Jahren bei mir über den Bildschirm geflimmert ist.

The first

Aber welcher Ohrwurm mir aber tatsächlich als erstes beim Lesen von Corlys Beitrag einfiel, war das Intro zu „Die Simpsons

 

The current

Aber welche Fernsehserien erzeugen bei mir eigentlich noch Ohrwürmer? Zuerst die Serien, die ich regelmäßig schaue:

Gilmore Girls

Grey’s Anatomy

Dr. Who (in diesem Fall die 4.Staffel mit meinem Lieblings-Companion nach Rose Tyler)

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Jwj5KhF1Hhk

 

The older ones

Und nun die Serien, die schon eine ganze Weile zurück liegen:

Downton Abbey

Call the Midwife

Inspector Barnaby: Diese schaurige Thereminmusik würde sich auch zur Untermalung von Gruselfilmen eignen.

 

My beloved ones – outstanding from the older ones

Dazu zählen auch zwei besonders hübsch gemachte Intros mit großem Ohrwurmpotential:

Desperate Housewives: Die stimmungsvolle Musik von Danny Elfman schafft eine gelungene Verbindung zu den Bildern, die berühmten Gemälden nachempfunden sind.

Game of Thrones: Bis ich zur 7.Staffel komme, dauert das noch etwas länger    

 

Das beste kommt zum Schluß

Und zum Schluß noch ein Schmankerl. Was passiert, wenn man Die Simpsons mit Game of Thrones kreuzt, könnt Ihr hier und im Link sehen:

 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=qq_5UQry3T4

 

Einen Ohrwurm habe ich aber noch vergessen: den Skye Boat Song alias Titelmusik zu „Outlander“ – und in den 80er Jahren wurde ich ewig die Musik zu „Dallas“ nicht los. Das war’s jetzt aber mit den Ohrwürmern und einer richtig tollen Aufgabe zum Mitmachen. Demnächst gerne wieder.

Media Monday # 323 : nein, ich bin kein Dr. Seltsam …

 

und ich werde auch nie lernen, die Bombe zu lieben.

 

Gestern ist in Frankfurt eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden, und den ganzen Tag kam im Hessischen Rundfunk eine Sondersendung über die Evakuierung eines Stadtteils, in dem ca. 60.000 Menschen wohnen, und die Entschärfung des Monstrums von 1,8 Tonnen Gewicht.

Wie gut, dass ich nicht in dieser Sperrzone lebe und um meine Wohnung bangen muss. Allein die Vorstellung, dass sie doch hochgeht und alles im Umkreis von 100 Metern zerstört, gruselt mich. Umso unverständlicher finde ich es, dass es Menschen gab, die sich schlichtweg weigerten, ihre Wohnung zu verlassen, dadurch den Beginn der Aktion verzögerten und dafür sorgten, dass die teils ehrenamtlichen Rettungskräfte sich auf zusätzliche Stunden im Einsatz „freuen“ durften.

Wirklich gefreut aber habe ich mich auf das Ausfüllen der Lückentexte zum Media Monday Nr. 323 – wie immer auf dem medienjournal-Blog: Here we go …

 


 

Media Monday #323

 

1. Im September freue ich mich wohl am meisten auf das Hayner Burgfest, den Tag des offenen Denkmals, den Film „Tulpenfieber“ und die Serien „The IT Crowd“ und „Outlander“ .

2. Das Thema „Katastrophenalarm“ läuft mir in letzter Zeit quasi ständig über den Weg, sei es ein Spielfilm wie „Dantes Peak“ (Samstagabend auf zdf neo) oder eine reale „Bombenentschärfung“ im Hessischen Rundfunk und in unserer Zeitung, der Offenbach Post; in einem Diskussionsforum habe ich erwähnt, dass ich jenen, denen ein solcher Einsatz zu lange dauert, am liebsten das Buch „Mein Leben als Minenräumerin“ von Vera Bohle empfehlen würde. Mehr zu diesem Thema gibt’s am Ende – nach dem siebten Text.

3. Von all diesen mega-gehypten Serien kenne ich praktisch nur Game of Thrones.

4. Vergleiche ich meinen Enthusiasmus für das Thema/Hobby Nähen mit Fotografieren, so stelle ich fest, dass ich zur Zeit viel lieber auf Motivsuche gehe, als mir ein Kleidungsstück anzufertigen.

5. Habe ich die Wahl zwischen Buch oder Film so fällt meine Wahl inzwischen immer öfter zu Gunsten des Films aus. Aktuelles Beispiel: Game of Thrones. Da ich die Bücher nicht kenne und öfters schon gelesen habe, dass die Handlung doch stark von der literarischen Vorlage abweicht, habe ich mal ein paar Kapitel in der Stadtbücherei gelesen. So richtig gefallen hat mir der Schreibstil von Mr. Martin aber nicht.

6. Die Idee, dass manche Dialoge in gälisch ohne Untertitel geführt werden, reizt mich ja ganz besonders an der Serie „Outlander“– noch ein Beispiel für Punkt Nr. 5, da ich die Bücher grauenhaft finde, aber die Serie wirklich gelungen.

7. Zuletzt habe ich mich durch den zweiten Band von „Die Tribute von Panem“ geschmökert und das war aufs neue ein Erlebnis, weil ich manche Szenen ganz einfach vergessen hatte und weil mir nun so manche Zusammenhänge begreiflicher geworden sind.

 


 

Kurz nach 18:30 Uhr schien die Bombe endlich entschärft worden zu sein, und prompt hagelte es nochmals Kritik an jenen, die durch ihren Starrsinn vorsätzlich die Evakuierungsarbeiten behindert haben – bei einem gleichzeitigen Aufruf an die gesunde Bevölkerung, doch bitte noch so viel Geduld aufzubringen, bis die Gehandicappten wieder sicher zu Hause angekommen sind.

Auf die Interviews mit diversen Klugschwätzern, die darüber jammerten, dass ihr Tag nicht so lief wie sonst oder ein Problem damit haben, wie sie den Tag außer Haus verbringen sollten, habe ich dann doch keine Lust mehr gehabt und habe mich dann vom Hessischen Rundfunk verabschiedet.

 

LK 3

 

Interessant dagegen fand ich, dass die Frankfurter Luftschutzkeller miteinander verbunden waren, so dass im Notfall ein Entkommen in den Keller eines anderen Hauses möglich war. Nun ist’s aber gut mit diesem Bombenthema, und ich starte unendlich erleichtert in die neue Woche.

Magische Mottos 2017 – September : Farbkleckse – oder die Kunst des Vergänglichen

 


Farbkleckse“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat September auf dem Blog von paleica.


 

Nachdem ich im Sommer alte Bilder extern abgespeichert hatte, befindet sich in meinem momentanen Archiv nur noch ein Teil meiner Sammlung. Bei meiner Auswahl musste ich mich daher auf das Wenige, das noch übrig geblieben ist, beschränken und habe noch ein paar Aufnahmen von heute hinzugefügt. Charakteristisch ist eine monochrome Umgebung (Winterlandschaft o.ä.), und mittendrin – Peng! – ein farbiges Objekt. Das kann zum Beispiel ein Ball sein, der nach dem Spielen mit dem Hund auf dem Rasen vergessen wurde und über Nacht einen Pelz aus Rauhreif bekam. Weitere Beispiele:

Zapfen an einem Baum, den es längst nicht mehr gibt – Dekolaternen, die wir ebenfalls draußen vergaßen und die dann nachts von einem Wintersturm in kleine Fetzen gerissen wurden – ein grüner Wasserhahn, braunes Herbstlaub an einer Skulptur (beides auf dem Frankfurter Hauptfriedhof) – anderes, freischwebendes Herbstlaub – Graffiti in Rot auf einer inzwischen nicht mehr existierenden Fensterscheibe.

 

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Und zum Schluß noch die „Nichtfarben“ Schwarz und Weiß:

eine mit schwarzer Farbe per Airbrush auf eine weiße Wand gesprühte Figur – ein Spruch in weißer Farbe auf einem Gebäude, das längst eine neue Fassade bekommen hat – die Lettern LK, die auf einen Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg hinweisen.

 

September 17

September 08

September 11

 

Wenn ich mir meine Galerie so anschaue, fällt mir auf, dass all diese Farbkleckse mehr oder weniger vergänglich sind.

Die Zapfen sind zwar jedes Jahr wiedergekommen, aber nachdem der Baum gefällt wurde, war auch damit Schluss. Aufgesprühte Bilder und Schriftzüge kann man nicht nur durch Einsatz chemischer Mittel entfernen, manchmal fallen sie auch Schmierfinken zum Opfer; und ab und zu wird so ein Gebäude einfach nur abgerissen oder umgebaut.

Im Fall des Luftschutzkellers bleibt der Schriftzug zwar vermutlich auch in Zukunft noch bestehen, aber die Kellerräume dürften ihre ursprüngliche Bestimmung verloren haben und den Mietern im Haus als Lagermöglichkeit dienen. Was als Erinnerung bleibt, sind diese Momentaufnahmen.

 

 

 

Die fünf Besten am Donnerstag # 59 : Büchermanie

 


 

Ahoi, ihr Landratten und Seebären, nachdem ich jetzt ein paar Mal beim Mittendrin-Mittwoch von elizzy91 mitgemacht habe, bin ich heute genau richtig bei der 59. Ausgabe von Goranas Die 5 Besten am Donnerstag“ von Gorana, die sich um die fünf zuletzt von uns gelesenen Büchern dreht.

Heute habe ich angefangen, den ersten Band der Trilogie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins zu lesen. Zur Abwechslung mal eine Dystopie, auf die ich durch die Verfilmung mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle aufmerksam geworden bin und deren Kauf ich nicht eine Sekunde bereut habe. Da es jetzt aber um die zuletzt gelesenen Bücher geht, zähle ich nun also die Bücher auf, die ich davor gelesen habe.

 

~~~~~ Here we go ~~~~~

 

Längengrad von Dava Sobel : Das Sachbuch beschäftigt sich mit William Harrison, der seinen Beitrag zur Lösung des Längengradproblems auf hoher See leistete, indem er eine wartungsfreie und fast kaum fehlgehende Schiffsuhr aus Holz konstruierte.

Smetters erzählt Mordgeschichten von Lord Dunsany : Fünf groteske Kurzkrimis mit makabrem und dennoch heiterem Touch – die ideale Lektüre, wenn man vor dem Einschlafen noch ein paar Seiten lesen möchte.

Einladung zur Beerdigung von Rae Foley : Nach dem Tod ihrer Tante Geraldine wird die junge Bibliothekarin Cathy Briggs zur Millionenerbin. Doch jemand trachtet ihr nach dem Leben. Und nach und nach wird der Kreis der Verdächtigen immer kleiner – wie die Fliegen sterben sie nacheinander, teilweise unter absurden Umständen. Dieses antike Exemplar vom Bücherflohmarkt wurde für mich auch beim dritten Lesedurchgang nicht interessanter, und so habe ich es nach der letzten Seite in der S-Bahn zurückgelassen.

Lügenlandschaft von Peter Watson : Die spannende Jagd nach einem Millionenschatz aus der Zeit Heinrichs VIII. habe ich dagegen schon mehrmals gelesen und fand es jedesmal aufs neue spannend.

Acht Nacht von Sebastian Fitzek : Am 8. August, in der Acht Nacht, findet eine ganze Nacht lange eine Menschenjagd ungeahnten Ausmaßes statt – eine Jagd, zu der im Internet aufgerufen wurde und bei der ein Preisgeld von mehreren Millionen Euros dem Jäger winkt, der den ersten der beiden Gejagten zur Strecke bringt. Was als psychologisches Experiment begann, endet in einem blutigen Horrorszenario, das mich stellenweise an den Film „Hostel“ erinnert hat – aber im Vergleich zu „Abgeschnitten“ von Fitzek & Tsoros geradezu sanft daherkommt.

 

~~~~~ That’s it ~~~~~

 

So, das waren nun meine zuletzt gelesenen fünf Bücher.

Serienmittwoch # 87 : das „perfekte“ Serien-Dinner

 

 

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In ihrer neuesten Mitmachaufgabe fragt Corly nach einem Dinner, das wir uns vorstellen, und wer daran teilnimmt und was es alles zu essen gibt. Bei mir hat’s heute mal länger gedauert, weil ich Lust hatte, mal wieder etwas kreatives zu schreiben. Aber zuerst die Kurzfassung: In den Hauptrollen

 

Dr.Who, Rose Tyler und Jack Harkness (Torchwood)

Captain Jean Luc Picard und Worf (Star Trek TNG)

Captain Janeway (Star Trek Voyager)

Captain Ross Poldark und Caroline Penvenen (Poldark)

Damien Salvatore (Vampire’s Diary)

Ragnar Lodbrok (Vikings)

Lady Daenaerys mit ihren Drachenbabys (Game of Thrones)

 

und ihre Picknickkoffer, Lunchboxen und sonstige Transportbehältnisse mit Speis und Trank fürs Picknick. Und wer den rudimentären Bericht dieser seltsamen Zusammenkunft lesen möchte, dem wünsche ich Spaß mit dem Lesen der folgenden Zeilen:

 

White Dinner

Das Holodeck bot jede Menge Platz für ein opulentes Mahl mit Gästen in jeder erdenklichen Anzahl – anläßlich seines 999. Geburtstages hatte der Doktor zu einem Diner en Blanc – oder genauer gesagt, einem Weißen Picknick eingeladen, mit zwei besonderen Ehrengästen: Captain Jean Luc Picard und Captain Kathryn Janeway.

Und ich mittendrin; mit knurrendem Magen saß ich zwischen Rose Tyler und Jack Harkness und wartete gespannt darauf, wer als nächstes mit seinem Picknickköfferchen hereinspazieren würde. Picknicks sind ja nun wirklich eine feine Sache: Jeder kann mitbringen, was ihm mundet und wovon er bzw. sie meint, was den anderen am Tisch schmecken könnte. Okay, zugegeben – auf den Inhalt von Worfs Snackbox bin ich nun wirklich nicht scharf; ich mag mein Essen nicht mehr lebend, und man kann es mit der Frische ja auch übertreiben.

Rose, als ehemalige Begleitung des Doktors – an den die meisten die Frage „Doctor… Who?“ richten – hatte eine Kühlbox mit frisch gefangenem Fisch von der Norwegischen Bad Wolf Bay dabei. Fisch, den der Koch-Droid des Holodecks in Windeseile zu Sushi verarbeitet hatte. Gerade wollte ich einen Blick in den Thermobehälter von Jack Harkness, dem Leiter des nicht mehr existenten Torchwood-Teams, werfen, da stürmte Lorelai Gilmore aus Stars Hollow mit einer großen Umhängetasche herein, aus der sie mehrere Riesenthermoskannen hervorholte: Ich tippte auf Kaffee. Und so war es auch; in einer war Lukes Spezialmischung aus seinem Café, in der nächsten extrastarker türkischer Mokka, und in der dritten koffeinfreier Kaffee. Die Muffins und Donuts kamen als nächstes auf den Tisch. Sogar sie waren weiß. Und so ging es nach und nach weiter. Allmählich füllte sich der Saal, und es war gar nicht so einfach für mich, den Überblick zu behalten. Aber da ich an diesem Abend meine Brille vergessen hatte, konnte ich sowieso nur die Personen erkennen, die sich am Tisch in nächster Nähe befanden, sowie deren mitgebrachte Köstlichkeiten.

Mein Sichtbarkeitsradius beschränkte sich daher auf meine beiden direkten Nachbarn und die drei Gäste, die nacheinander mir gegenüber Platz genommen hatten: Captain Ross Poldark, Caroline Penvenen (eine Freundin von Ross Poldark) und Damien Salvatore. Aber wenn ich gedacht hatte, dass Poldark eine interessante Speise aus dem 18. Jahrhundert aus seiner großen Messengerbag hervorzaubern würde, so war ich gründlich auf dem Holzweg gewesen, denn darin befanden sich Brandy, Portwein und Rum – eindeutig Schmuggelware. Die Zollbanderole war auf den angestoßenen Krügen mit Korkverschluss jedenfalls nicht vorhanden. Die größte Überraschung aber stand mir noch bevor.

Nicht nur, dass Damien jegliche Kleidungsregeln mißachtet hatte und in stylischem Schwarz erschien (selbst Jack Harkness hatte auf seinen heißgeliebten Armeemantel verzichtet und sich ein weißes Dinnerjacket übergeworfen); zu Carolines großem Erstaunen schleppte er eine große Obststeige herein, auf der sich besonders schöne Blutorangen stapelten. Dass Orangen für Caroline eine besondere Bedeutung hatten, konnte er ja nicht wissen. Mir dagegen fiel unpassenderweise der uralte Witz ein, der bereits einen Bart angesetzt hatte: „Frage: Wovon ernährt sich ein Vampir, der zum Vegetarier geworden ist? – Antwort: Blutorangen“ – Muhahahaha. Mildes Lächeln reihum. Die einzige, die sich darüber allerdings gar nicht mehr einkriegen konnte, war Caroline. Bevor sie vor lauter Lachen keine Luft mehr bekam, geleitete ich sie nach draußen, nicht ohne noch einen kurzen Blick auf den Rest der Tafel zu werfen.

Wie ich befürchtet hatte, waren es auffallend viele Amphoren, Flakons, Flaschen und Krüge, die die Szenerie dominierten. Das Speisenangebot fiel dagegen äußerst dürftig aus. Eine „Bottleparty“ zu Ehren des Doktors? Darauf war ich nun wirklich nicht vorbereitet gewesen… Die Wikinger um Ragnar Lodbrok, die ich am anderen Ende des Raumes erspähte, schienen von dieser Aussicht umso mehr angetan. Der Met schien jedenfalls ganz nach ihrem Geschmack zu sein, und sie waren in blendender Stimmung. Besser gelaunt als die silberhaarige Lady Daenaerys, die ihre drei Drachenbabys mitgebracht hatte. Eine heikle Situation, denn die geschuppten Freunde reagierten äußerst sensibel auf die Stimmungsschwankungen ihrer „Mutter“, die sich in anderen Umständen befand und deshalb den vorhandenen Getränken nicht zusprechen durfte. Vielleicht ein Grund für ihre verdrießliche Miene – und in diesem Zustand war mit den Drachen wirklich nicht gut Kirschen essen. Bevor das Weiße Picknick zu einem flammenden Inferno umzuschlagen drohte, musste umgehend ein Plan her.

Kurzerhand suchte ich mir jemanden, der sich mit den Replikatoren auf der Raumstation auskannte und ließ ihr einen klingonischen Spezialkaffee brauen, der ihr auf Eis serviert wurde. Inzwischen hatte ich Daenaerys überredet, das aufgestaute Feuer ihrer Kinder sinnvoll einzusetzen; zum Brutzeln eines im Replikator hergestellten Dönerspießes. Auf dass das Dinner ein Dinner bleiben und kein Besäufnis werden würde.

Glasspielerei

Mittendrin-Mittwoch #80 : Längengrad

 

 

(Bildquelle: http://www2.hu-berlin.de/sachbuchforschung/CONTENT/SBDB/pix/Cover/Solbi-Laengengrad-Cover.jpg)


 

Diese Woche gibt es nichts, was mich am Mittwoch reizt, allein der Mittendrin-Mittwoch von elizzy 91, die zur Zeit im Thrillerfieber ist, erscheint mir interessant, um mitzumachen, denn zur Zeit lese ich so viel wie schon lange nicht mehr. Und wie man sich denken kann, dreht sich der Mittendrin-Mittwoch ums Lesen – genauer gesagt:

 

Mittendrin Mittwoch besteht aus immer neuen Zeilen von Büchern in denen ich gerade mittendrin feststecke. Momentaufnahmen von Büchern, die ich gerade lese

(Zitat aus ihrem Blog)

In welchem Buch liest Du gerade?

Antwort:

Längengrad“ von Dava Sobel, 1996 im Berlin Verlag erschienen (ISBN 3-8270-0214-1)

 

Und wieder ist es ein Buch, das sich schon ein paar Jahre in meinem Besitz befindet; oft ist es die Aufmachung, die mich im Laden zu einem Buch greifen lässt, und wenn dann noch der Inhalt stimmt, kaufe ich es auch. Und so sehen nun meine nächsten Zeilen aus:

 


Harrisons Bewunderer haben oft darauf hingewiesen, daß er sich schriftlich nicht klar ausdrücken konnte. Er schrieb gewunden und umständlich. Welch brilliante Ideen sich in seinem Kopf auch entwickelt oder in seinen Uhren kristallisiert haben, sein sprachlicher Ausdruck war alles andere als glanzvoll. Sein letztes veröffentlichtes Werk, in dem er die ganze Geschichte seiner unerfreulichen Verhandlungen mit der Längenkommission darstellt, zeigt ihn auf dem Höhepunkt seiner endlosen Umständlichkeit. Der erste Satz erstreckt sich, ohne Punkt und Komma, über fündundzwanzig Seiten.“


 

Anders als der Uhrmacher William Harrison, um dessen Erfindung einer Schiffsuhr, die man kaum warten und nicht ölen muss und die dennoch exakter als alle zu diesem Zeitpunkt gebräuchlichen Chronografen geht, glänzt das spannend geschriebene Sachbuch der Wissenschaftsreporterin der New York Times durch einen präzisen Sprachstil und schafft es, das Leben auf See in längst vergangenen Zeiten anschaulich zu schildern. Viele stellen sich die Seefahrt des 16., 17. oder 18. Jahrhunderts ja unglaublich romantisch vor, aber allein der Gedanke an Krankheiten durch mangelhafte Verpflegung oder das Nichterreichen des Ziels aufgrund unzureichender Navigation hat mir jegliche Seefahrerromantik gründlich ausgetrieben.

Dafür möchte ich der Autorin dieser 229 kurzweiligen Seiten danken. Und elizzy91 für diese tolle Aktion.

Media Monday #322


 

Winter seems to be coming again! Rein zufällig habe ich festgestellt, dass RTL 2 alte Game-of-Thrones- Folgen wiederholt, woraus ich schließe, dass danach die siebte Staffel dran ist. Passenderweise bin ich nun auch endlich mit dem Stricken meiner Weste fertig geworden. Nun liegen die Teile frisch angefeuchtet und gespannt auf einer Decke zum Trocken und warten darauf, dass ich sie zusammennähe.

Und wenn wir schon mal beim Thema sind; genauso gespannt bin ich auf die sieben Lückentexte, die diesmal auf dem medienjournal-Blog zum Start in die neue Woche erscheinen. Here we go …

 

Media Monday #322

 

1. Empfehlungen der Marke „XYZ musst du unbedingt sehen/lesen“ bringen mich eher dazu, mir das Empfohlene nicht anzutun. Vor Jahren hat mir mal ein Kollege mit dem Film „Titanic“ in den Ohren gelegen, bis es mir zu bunt wurde und ich ihm sagte, dass so lange Filme nicht mein Fall sind, weil mir spätestens nach 90 Minuten der Allerwerteste weh tut. Danach war Ruhe im Karton.

2. Ausgefallene Reisen wäre ja auch etwas, worüber ich gern mal bloggen würde, wenn ich zu denen gehören würde, die auf Reisen immer online sind, und das an den exotischsten Orten der Welt.

3. Von all den anstehenden Filmstarts in den kommenden vier Monaten ist „Tulpenfieber“ der einzige, der mich brennend interessiert. Er basiert zwar nicht auf dem Sachbuch „Tulpenwahn“ von Mike Dash, sondern auf dem gleichnamigen Roman von Deborah Moggach, aber schon allein die Besetzung (Christoph Waltz, Judy Dench, Alicia Vikander) hat gereicht, um mein Interesse zu wecken. Nun bin ich nur noch gespannt, ob auch der historische Hintergrund spannend genug umgesetzt wurde oder allein die Liebesgeschichte im Fokus steht.

4. Im August habe ich ja (endlich) wieder ein paar Bücher gelesen, die ich schon lange mal wieder lesen wollte. Unter anderem zählte auch „The Outsider“ von Irene Cleaton dazu, ein Roman, der nichts mit dem Film „The Outsiders“ zu tun hat, weil er im Edinburgh der 1820er Jahre spielt und in dem es u.a. um die Aufklärung eines Doppelmordes geht.

 

5. Niemand bestimmtes ist wohl eine/r meine/r liebsten (Dreh-)Buch-AutorInnen, schließlich mag ich ganz unterschiedliche Genres. Doch vor ein paar Jahren noch wäre mir als Antwort auf diese Frage „Agatha Christie“ oder „Stephen King“ eingefallen .

 

6. Die Gamescom in Köln habe ich nicht besucht und mir auch keine Berichte darüber angeschaut, weil mich das Thema nicht sonderlich interessiert.

 

7. Zuletzt habe ich mich quer durch die Wahlprogramme der Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl gelesen (oder besser gesagt: geackert!) und das war lange noch nicht alles , weil mir noch das Material von den letzten beiden Kandidaten fehlt.