Das Werk zum Wort 42/52 : Wald

 

Willkommen zur 42. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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In Märchen ist der

Wald

 

ein geheimnisvoller Ort. In dem Video zu Björks Song „Bachelorette ist er der Ausgangspunkt für die Geschichte der Heldin, die dort ein Buch findet, das tief vergraben in der Erde liegt und das sich selbst zu schreiben beginnt. Wie von Zauberhand füllen sich die Seiten ganz von alleine. Sie nimmt es an sich, um darin zu lesen und es zu einem Verlag in der Stadt zu bringen, wobei ich mir die Frage stelle: Folgen die Worte im Buch den Handlungen der „Autorin“ oder folgen ihre Taten dem Erzählten im Buch? Was dann kommt, lässt sich ungefähr so zusammenfassen: Ruhm, kometenhafter Aufstieg, aus dem Bestseller wird ein Musical, und alle sind begeistert, bis das Ende kommt. Sobald Verleger und Autorin das Aus ihrer Beziehung verkünden, geht es steil nach unten, und die Sätze auf den Buchseiten lösen sich in Luft auf, bis zum Schluss alle mit leeren Büchern dastehen (Quelle – https://http://www.youtube.com/watch?v=x5nNfbTS6N4) …

 

 

… Das Werk in die Tonne zu werfen, ist verständlich aber nutzlos, denn alle, die mit dem Buch und dem Musical in Berührung gekommen sind, werden zu Bäumen bzw. zu Wald – ein Wald, der alles verschlingt und sich das ausgegrabene Buch zurückholt, um es wieder in der Erde verschwinden zu lassen. Der Wald als besitzergreifendes Wesen und als Symbol für einen ewigen Kreislauf – ein unendlicher Wald als Alptraum, der nicht enden will, und die Geschichte, die sich selbst enthält: Das Konzept erinnert mich an Fraktale und ist mir in der Literatur in „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende zum ersten Mal begegnet.

Verantwortlich für das surreal wirkende Video mit in sich verschachtelter Handlung ist Michel Gondry, der neben einigen Spielfilmen auch Werbespots und vor allem sehr viele Musikvideos gedreht hat, u.a. „Mad World“ für den Film „Donnie Darko“ und „Come into my world“ von Kylie Minogue.

 

 

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Das Werk zum Wort 41/52 : Virus

Willkommen zur 41. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Jetzt beginnt sie wieder, die Zeit der  Erkältungen – verursacht durch ein

Virus

– aber nicht nur Mensch und Tier sind anfällig für Viren – auch Pflanzen können es sein. Manchmal bringt so ein Virus besondes schöne Exemplare hervor wie dieses:


 

Das Bild zeigt eine gestreifte Semper Augustus – Tulpen wie diese ließen sich nicht züchten und waren heiß begehrt, was dazu führte, dass während des sogenannten Tulpenfiebers die Preise aufgrund der großen Nachfrage in die Höhe schossen. Und zwar derart, dass so manch einer reich wurde. Doch irgendwann ging es nicht mehr weiter bergauf, und die Spekulationsblase platzte. Viele verloren alles, was sie besaßen.

Nachlesen kann man die Geschichte der ersten Finanzkrise in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts in Mike Dashs Buch „Tulpenwahn“, in dem mir die Spekulation und das Entstehen des ersten Warenterminhandels selbst wie ein Virus erschienen.  

 

Das nächste Wort lautet Wald.

 


(Quelle des Bildes: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cc/Semper_Augustus_Tulip_17th_century.jpg/774px-Semper_Augustus_Tulip_17th_century.jpg)

 

 

Das Werk zum Wort 40/52 : Sehnsucht

 

Willkommen zur 40. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Heute erzählt mir meine Mutter, jemand wollte für sie das Wolga-Lied singen, und da kam mir die Idee zum aktuellen Thema der Challenge „Das Werk zum Wort“, das da rein zufällig lautet:

Sehnsucht

In diesem Fall ist sie gleichbedeutend mit Alexandras Lied der Taiga aus dem Jahr 1968. Sie sang es mit 24. Ein Autounfall auf dem Weg in den Urlaub setzte ihrem Leben im folgenden Jahr ein Ende.

 

Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga
Das schon damals meine Mutter sang
Sehnsucht lag im Spiel der Balaleika
Wenn sie abends vor dem Haus erklang

 

Die tiefe Stimme, die wehmütige Melodie und der Text, der im Vergleich zu dem, was man unter moderner Schlagermusik serviert bekommt, anspruchsvolle Lyrik darstellt. Oder kann man es russisch inspiriertes Chanson nennen? Sie wollte so viel mehr sein als eine folkloristische Schlagersängerin und hatte begonnen, Kontakte zu französischen Chansonniers zu knüpfen, doch ihre Träume sollten sich nicht erfüllen. Insofern wäre nicht nur ihr Lied, sondern auch sie selbst mein heutiges Synonym für Sehnsucht (Quelle – https://www.youtube.com/watch?v=bnqlTU0zWrY):

 

 

   

 

Noch eine große Stimme des 20. Jahrhunderts, die im Alter von 27 Jahren viel zu früh für immer verstummt ist, aber in ihren Aufnahmen wird sie für mich weiterleben und immer jung und hoffnungsvoll bleiben. Und in welche Schublade man Alexandras Kunst stecken möchte – ich verzichte auf solche Etiketten, denn für mich ist sie einfach nur wunderschön.  

 

 

Das nächste Wort: Virus

 

 

 

 

Das Werk zum Wort 38/52 : Buch

Willkommen zur 38. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Nach der Messe ist vor der Messe, und nachdem die IAA nun endlich vorbei ist, steht auch schon die Buchmesse vor der Tür – allerdings erst im Oktober; da kommt das neueste Thema etwas früh ins Haus geflattert, und zwar das

Buch

Kunst, die sich um Bücher dreht. Zum Beispiel in der Literatur- das Buch, das in einem Buch vorkommt, hatte ich schon, und musikalisch wollte ich nicht den dritten Beitrag in Folge abliefern. Bleibe ich diesmal also mal wieder beim Film hängen, und zwar bei der Fantasy/Mystery-Serie „The Magicians“

In der geht es um eine Gruppe von Studenten, die an der Brakebills University in Magie ausgebildet werden. Einer von ihnen, Quentin Coldwater, findet bald schon heraus, dass Fillory, eine magische Welt, die er bisher nur aus den Lieblingsbüchern seiner Jugend kannte, tatsächlich existiert und eine Bedrohung für seine eigene darstellt. Er kennt zwar Fillory wie seine Westentasche, aber das macht das Abenteuer noch lange nicht ungefährlich für ihn und seine Freunde, die darauf vertrauen, dass er sich dort bestens auskennt. Im Gegenteil: Fillory hält unliebsame Überraschungen für sie bereit.

 

 

Was in „The Magicians“ eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, sind Bücher. Sehr schön zu sehen in dem Trailer (Quelle – youtube: https://www.youtube.com/watch?v=QS_20JPaEnA).

 

 

Nicht nur in der realen Welt, denn was wäre eine Universität ohne Bücher – sondern auch in Fillory und in der Zwischenwelt, der Verbindung aller Parallelwelten. Die Bibliothek dort ist gigantisch (Bildquelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/themagicians/images/c/c5/Library_0.jpg).  

 

 

Das nächste Wort lautet: Zug

 

 

 

Das Werk zum Wort 37/52 : Auto

 

Willkommen zur 37. Woche des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Passend zur IAA, die dieses Jahr vom 12. bis 22. September stattfindet, dreht sich die 37. Ausgabe heute um das

Auto

Kraftwerk hatte ich letzte Woche, und sie würden mit ihrem Hit „Autobahn“ auch gut passen. Retro wäre auch gut, denn rein zufällig habe ich in einem Magazin einen Artikel über das Rømø Motor Festival gelesen, bei dem jeder mit Rennwagen und Motorrädern mitmachen kann, die vor 1947 gebaut worden sind. Safety First! Damit es keinen Unfall wie 1924 auf der Insel Fanø gibt, bei dem damals ein 15jähriger sein Leben verlor.

Und da hat es bei mir Klick gemacht. Warum in die Ferne Dänemarks und schon wieder in die Vergangenheit schweifen, wenn sich das passende Werk zum Wort bereits im eigenen Wohnzimmer befindet? Ich liebe Vintage, aber noch mehr liebe ich bunte Farben. Daher gibt’s heute von mir statt 40er-Jahre-Nostalgie knallbunte 70er-Jahre-Optik und zwar auf den

 

Fotos im Booklet des INXS-Albums „Elegantly Wasted“

– in Szene gesetzt von Pierre Winther

Der Titelsong dieser CD läuft bei mir immer dann, wenn ich in meinem Auto sitze und mal wieder so richtig Gas geben möchte. Und dieses Phänomen habe ich festgestellt, lange bevor ich herausgefunden habe, wer der Fotokünstler bei diesem Werk war. Nun aber zu den Bildern und dem Künstler, der die Idee dazu hatte.

 

 

 

 

Auf seiner Homepage schreibt Monsieur Winther, dass der Sänger der Band die Werbekampagne für Diesel-Jeans von 1993 so toll fand, dass er für die CD ein ähnliches Szenario wie den Car Crash haben wollte. Das Shooting war aufgebaut wie die Dreharbeiten zu einem Film: „The shooting took place over 12 days in the LA area. It was planned more as a movie production then an ordinary record shoot. We were almost filming day and night and it seemed like we were all in character – in a sort of collective trance. We all were a part of it, even me as the director played my role. Michael was really into it. As I marketing stunt I suggested to have those fluorescent cars driving around key cities, like NYC and Paris on the day of the release of the record.“ (http://www.pierrewinther.com/artist-collaborations/)

Um welche Fabrikate es sich bei den beiden Autos handelt, habe ich leider nicht herausgefunden. Und da meine fotografischen Künste in dieser Woche nicht das Gelbe vom Ei sind, kann man die Originalaufnahmen in der Galerie des Künstlers auf dessen Homepage bewundern. Die Autos waren nach dem Dreh wahrscheinlich nur noch Fälle für den Schrottplatz, aber im Gegensatz dazu ist die Musik auf der CD kein Totalschaden; in Gedanken verbinde ich den Titelsong ab und zu mit dem Autorennen in „Final Destination 4“ (wo auch die Autowaschanlage zur Todesfalle wird).

 


Das nächste Thema lautet: – Buch –

# Writing Friday – September, 37. Woche

 

Das Projekt „Writing Friday“ habe ich bei elizzy entdeckt – und darum geht es:

Jeden Freitag wird veröffentlicht. +++ Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. +++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. +++ Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden, schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. +++ Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

Dies sind die Schreibthemen für den September

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Sie war tatsächlich zu einer Elfe geworden und das obwohl….” beginnt.   +++   2) Schreibe aus der Sicht von Dornröschen, die über 100 Jahre lang geschlafen hat und im Jahr 2019 wieder erwacht.   +++   3) Clarissa ist 18 Jahre alt und lebt im Jahr 2119 in einer Untergrundorganisation in London. Gegen was setzt sie sich mit den anderen Mitglieder ein?   +++  4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Zaubertrank, entdeckt, Bergkette, verborgen, Sternenhimmel   +++  5) Erzähle von einem Wolfsrudel, welcher Wolf wärst du? Was wäre deine Aufgabe im Rudel?

Zwergen, Elfen, Wölfe, Dornröschen… Ein märchenhafter Monat erwartet uns. Heute widme ich mich dem ersten Schreibthema auf der Liste.

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Der Monster-Mash

Sie war tatsächlich zu einer Elfe geworden und das, obwohl sie sich fest vorgenommen hatte, niemals in so ein dämliches Kostüm zu schlüpfen. Jetzt saß Lea im Studio und ließ sich von der Maskenbildnerin für ihre Rolle in dem neuesten Werbespot für ein Möbelhaus schminken. Das also kommt dabei heraus, wenn man eine aus Jux eingegangene Wette verliert und sich um eine solche Rolle bewirbt, dachte sie und seufzte tief. „Selbsthilfegruppe für verzweifelte Träume“ – wie passend. Ihre Freunde würden sich totlachen, wenn sie das kurze Filmchen im Fernsehen sehen würden, allen voran Finn, der auf dem Wave-Gotik-Treffen in einem T-Shirt mit dem Spruch „Elben haben doofe Ohren“ herumgelaufen war. Aber vielleicht ging der Kelch ja doch noch an ihr vorbei, denn schließlich war er es, der ständig tönte, Netflix sei das neue Fernsehen. Aber wer konnte schon wissen, ob der Spot nicht auch dort lief. Finn war ja so ein Witzbold – nur gut, dass aus ihm und Sally nichts geworden und diese jetzt mit Michael zusammen war. Jemand musste Finn mit seinen dämlichen Sprüchen Kontra geben und ihn nicht anschmachten wie Sally, womöglich noch mit so großen braunen Augen wie das Schaf auf dem Stuhl neben ihr sie hatte.

Was für eine unangenehme Wärme hier im Studio herrschte – kein Wunder, dass die Kleine in dem Schäfchenkostüm immer wieder einnickte, denn für das Mädchen gab es außer zu warten nichts zu tun, weil es seinen Text längst draufhatte. „Hey Schäfchen, bleib wach“, zischte sie, „oder ich hol mir das Monster zur Unterstützung.“ Das wirkte. Mit einem Mal war Schäfchen hellwach. Hexe, Held und Astronaut waren auch schon da. Nur noch fünf Minuten.

Alle waren hochkonzentriert bei der Sache gewesen, und doch hatten sie mehrere Anläufe gebraucht. Jetzt waren außer Lea nur noch die Dame, die die Hexe gespielt hatte und das lila Monster im Studio. Lea hätte zu gerne gewusst, warum der lila Kollege nicht auch einfach aus seinem Kostüm geschlüpft und nach Hause gegangen war. Aber eigentlich konnte es ihr auch egal sein. Im Gegensatz zu den beiden konnte sie nicht einfach ihr Kostüm ausziehen und einfach verschwinden. Aber abschminken konnte sie sich wenigstens schon mal, wenn sich von dem Stab hier keiner blicken ließ. Mein Gott, das war ja komplizierter als beim Film, dachte sie. Mit Sicherheit würde sie nie in dieser Branche arbeiten; dieser eine Ausflug in die Filmwelt sollte ihr erster und letzter bleiben, das nahm sie sich fest vor, während sie die künstlichen Wimpern ablegte und ihr Gesicht mit einem Schwämmchen bearbeitete. Das dauerte am Ende dann doch länger als erwartet, aber dann war auch das geschafft, und sie konnte das Studio verlassen, nachdem Carl, der Verantwortliche für die Kostüme, das dünne Fähnchen von einem Elfenkleid wieder in Empfang genommen hatte.

Sie hatte kaum die Straßenecke erreicht, als ihr auffiel, dass es in ihrer Tasche nicht klapperte wie sonst. Der Schlüsselbund! Er musste ihr im Studio abhanden gekommen sein, und wenn sie sich noch beeilte, würde jemand sie vielleicht noch ins Studio hinein lassen. Jetzt aber schnell und…. Rrrrums! Peng. Schepper. – fand sie sich auf dem Boden wieder. Sterne, Punkte und lila Flusen tanzten vor Leas Augen, und sie tastete vorsichtig ihre Stirn ab. Das würde eine fette Beule geben. Dem Pechvogel mit den lila Flusen an seiner Fleecejacke, in den sie blindlings hineingerannt war, ging es nicht viel besser. Stöhnend hielt er sich den schmerzenden Schädel. „Verdammt, was….“ , fluchte er. Mehr bekam Lea von der Tirade, die er vom Stapel ließ, nicht mehr mit. Diese Stimme, sie kam ihr so wahnsinnig bekannt vor. Kneif mich einer, sonst glaub ich’s nicht, erstarrte sie augenblicklich, und als sie dann endlich nichts mehr unscharf sah, wusste sie, dass sie sich nicht getäuscht hatte: Finn. Der mit dem Elben-haben-doofe-Ohren-Shirt. Und er hatte in dem Monsterkostüm gesteckt.

Noch wusste sie nicht, wie sie seine Geheimnistuerei einordnen sollte, aber eins wusste sie mit Bestimmtheit: Er würde sie jedenfalls nicht wegen ihrer Elfenrolle in dem Werbespot vor versammelter Mannschaft aufziehen. Nach diesem Auftritt jedenfalls nicht mehr.

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Mal sehen, welche Märchenfigur ich als nächstes reaktiviere.

Das Werk zum Wort 36/52 : Fahrrad

 

Willkommen zur 36. Woche des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Gewidmet ist diese Ausgabe dem

Fahrrad

In manchen Filmen taucht das Zweirad in immer mal wieder auf, zum Beispiel in „Stadt der Engel“, wo Meg Ryan beim Fahren beide Arme ausbreitet, als wolle sie fliegen oder in „Die fabelhafte Welt der Amélie“, als Videoaufnahme von der Tour de France, in der ein Pferd mitläuft – und damit habe ich auch schon ein passendes Werk:

Tour de France“ von Kraftwerk

Begleitfahrzeuge sieht man bei dieser Schinderei ohne Pferd nur wenige, dafür aber umso mehr Fahrräder – und davon ganz viele.

 

 

 

Das nächste Thema lautet: – Auto –


Kraftwerk auf Youtube – Quelle: https://youtu.be/rTe7U92ecX8)

Das Werk zum Wort 35/52 : Hochzeit

 

Willkommen zur 35. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Was Menschen schon immer fasziniert hat, ist die

Hochzeit

Mit dem Roman und dem Film „Crazy Rich Asians“ hätte ich auch diesmal wieder zwei Themen miteinander verknüpfen können, aber das wäre zu einfallslos. Denn es gibt für mich einen Film, der mir lieber ist als alle anderen, in denen es um eine Hochzeit geht (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, My big fat Greek Wedding, Muriels Hochzeit):

der Animationsfilm „Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“ von Tim Burton und Mike Johnson

Klingt gruselig? Ist es aber nicht. Zumindest nicht für mich.

Im Mittelpunkt steht der schusselige Victor, der die hübsche Victoria heiraten soll. Doch weil er bei der Generalprobe das Aufsagen seines Ehegelübdes versiebt, wird er zur Strafe hinausgeschickt, um so lange zu üben, bis die Worte endlich sitzen. Im Wald angekommen, steckt er den Ehering beim Aufsagen der verhängnisvollen Worte an einen Ast, doch der Ast ist ein Finger – der Finger eines Skeletts im Hochzeitskleid. Seiner „Leichenbraut“ kann sich der in Panik geratene Victor nicht entkommen, und so landet er nach einem Ohnmachtsanfall im Jenseits, wo es gar nicht so düster zugeht, wie weithin angenommen. Revue- und Gesangseinlagen machen den „Corpse Bride“ für mich zu einem schaurig-makabren und gleichzeitig heiteren Filmvergnügen, das nicht nur durch das Auftauchen eines überheblichen Bösewichts glänzt, sondern auch durch zum Knuddeln niedliche Nebenfiguren, wie die beiden „Haustiere“ der Leichenbraut Emily: die Made und den Geisterdackel.

Das putzige Hündchen befolgt in einer Szene auch brav Victors Anweisungen „Mach Männchen“ und „Roll Dich“. Nur mit dem Befehl „Stell dich tot“ hat er sichtbare Schwierigkeiten. Und welche Probleme sich aus dem bei Hochzeiten üblichen Satz „Bis dass der Tod Euch scheidet“ ergeben, eröffnet Raum für ganz neue Spekulationen. Den Trailer zum Film habe ich auf youtube gefunden (https://www.youtube.com/watch?v=_tpLNUI9rQU):

 

 

Normalerweise bin ich kein Freund von Filmmusicals. Am liebsten habe ich Disney-Filme, in denen sich die Gesangseinlagen auf ein Minimum beschränken, und auch „A Nightmare before Christmas“ bewegt sich bei mir schon hart an der Grenze – doch bei „Corpse Bride“ stimmt für mich einfach alles: Figuren, Handlung, Musik und Gesang sowie die technische Umsetzung in Stop-Motion.

Meiner Meinung nach ein Film, der die Oscar-Nominierung und 14 internationalen Auszeichnungen zu Recht verdient hat. Den Oscar als bester animierter Spielfilm hat 2006 übrigens „Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ gewonnen.

 

Das nächste Thema lautet: –  Fahrrad  –

Das Werk zum Wort 34/52 : Urlaub

 

Willkommen zur 34. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Nach dem Traum von der Freiheit geht es heute in den

Urlaub

aus dem ich gerade komme. Für viele ist er die schönste Zeit des Jahres, für die New Yorkerin Rachel wird der Trip nach Singapur, in die Heimat ihres Freundes Nick, der sie nach zwei Jahren Beziehung endlich seiner Familie vorstellen will, zu einer Zerreißprobe für ihre Nerven. Denn Nick ist der begehrteste Junggeselle von Südostasiens, und seine Familie reich – schwerreich – wahnsinnig reich.

Dass der Familienerbe seine seit zwei Jahren vor der Familie geheimgehaltene Freundin zur Hochzeit seines besten Freundes Colin (das Ereignis des Jahres) mitbringt, kann nur eines bedeuten – ihr einen Heiratsantrag zu machen. Seine besorgte Mutter, die die Neuigkeiten durch die sozialen Medien erfährt, beauftragt umgehend einen Privatdetektiv damit, den familiären und sozialen Hintergrund der angehenden Schwiegertochter zu durchleuchten, und das Ergebnis gefällt ihr gar nicht.

Die Opulenz in Kevin Kwans Debütroman „Crazy Rich Asians“ ist überwältigend und im gleichnamigen Film, den ich im Bordprogramm von Air Canada genießen durfte, nicht minder beeindruckend dargestellt und steht im Kontrast zu den Verhältnissen, in denen Rachel aufgewachsen ist.

Zunächst noch fasziniert von der ihr fremden Welt, beginnt sie zu ahnen, dass sie ihren Liebsten wohl doch nicht so gut kennt. Es dauert nicht mehr lange, bis die aufgesetzte Freundlichkeit ein Ende findet und die Ablehnung ihr gegenüber offen zum Vorschein kommt.

Ernüchterung und die Erkenntnis, niemals dazuzugehören, so sehr man sich auch bemüht, machen sich breit – Gefühle, die ich sehr gut nachvollziehen konnte, auch wenn ich solche Leute niemals persönlich getroffen habe, aber in dieser Hinsicht sind solche Gefühle wohl universell, egal in welcher Konstellation.

 

 

Den Trailer zum Film gibt es bei youtube (https://youtu.be/Jj9L163luUg)

 

 

Das nächste Thema lautet: – Hochzeit –

Das Werk zum Wort 32/52: Freiheit & 33/52 : Traum

 

Willkommen zur 32. und 33. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – letzte Woche habe ich ausgesetzt – da war ich im Urlaub.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Traum = Dream. Und um diese große Rede über den Traum von der Freiheit dreht sich heute der von arte produzierte 11 Minuten lange Film

 

Große Reden“ auf arte – I have a dream (Martin Luther King)

Reverend Martin Luther King war damals der sechzehnte von achtzehn Rednern, der zunächst sein Traum-Thema gar nicht in die Rede einflechten wollte, doch auf Zuruf von Mahalia Jackson tat er es dann spontan doch und ging damit in die Geschichte ein.

In der Mediathek des Senders ist der Film über den 28. August 1963 noch bis zum 30.06.2020 verfügbar (Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/074567-005-A/grosse-reden-martin-luther-king/) – allerdings gibt er die Rede nur in Auszügen wieder, und darum präsentiere ich das gesamte Video mit insgesamt 17:28 Minuten Länge, das ich auf youtube gefunden habe (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=smEqnnklfYs) – auf englisch und ohne Untertitel:

 

 

Ein Traum, der sich neben Gleichheit auch um Freiheit dreht, und deshalb passt er auch hervorragend zu dem Wort der letzten Woche, nämlich Freiheit.

 


Das nächste Thema lautet: Urlaub