Das Werk zum Wort 16/52 : Kreuz

 

 

Woche 16 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 36 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Always look on the bright side of life. Ein Film, den ich mir nicht nur zu Weihnachten (zuletzt genau nach der 22-Uhr-Christmette), sondern auch zu Ostern anschauen kann, ist „Das Leben des Brian“ – denn hier werden Bibelfilme so herrlich auf die Schippe genommen. Wer kennt sie nicht, die Szene mit dem

Kreuz

Und in diesem herrlich skurrilen Film von Monty Python’s aus dem Jahr 1979 gibt es jede Menge Sprüche, die ich für ihren schwarzen Humor so liebe, z.B. vor der Kreuzigung: „Ja, ich weiß Bescheid. Zur Tür raus, jeder nur ein Kreuz, linke Reihe anstellen.“ – und während der Kreuzigung: „Nach den Statuten des römischen Besatzungsrechts haben wir ein Recht darauf, nach Stämmen geordnet gekreuzigt zu werden.“

 

 

 

 

Und am Ende erscheint das fliegende Suzizidkommando und begeht zu Füßen von Brian Harakiri. Besonders köstlich finde ich ja noch die Gardinenpredigt seiner Mutter. Aber unübertroffen ist dieser Song:

Always look on the bright side of life

always look on the light side of life

(…)

Always look on the bright side of death

just before you draw your terminal breath

Für mich ist dieser Film Kult, der religiösen Dogmatikern eine lange Nase dreht: Monty Python’s „Das Leben des Brian“ Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=3DXyRsOQ9Is

 

Das nächste Wort wird von stepnwolf bald bekanntgegeben und hier ergänzt, doch vorerst sind es noch drei Kreuze:    -Monat –        PS: Das Wort darf auch ein bestimmter Monat sein.

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Das Werk zum Wort 15/52 : Picknick

 

Woche 15 des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 37 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Etwas, das ich nur ein einziges Mal in meinem Leben hatte, war ein

Picknick

und das bestand auch nur aus einer Flasche Rotwein und zwei Gläsern im Picknickkorb, also nix mit Picknick à la Downton Abbey oder Zimmer mit Aussicht – statt dessen bei Vollmond am Rand eines Feldes im Odenwald. Klingt unspektakulär, aber dafür wurde uns ein Drama wie das Folgende erspart:

Am Valentinstag des Jahres 1900 unternehmen Schülerinnen einer privaten Mädchenschule im australischen Victoria einen Ausflug zu einer Felsformation mit dem Namen „Hanging Rock“, um dort zu picknicken.

Während der Rest der Gruppe in tiefen Schlaf fällt, begeben sich einige Schülerinnen und eine Lehrerin auf Erkundungstour, um den Felsen zu erklimmen. Es wird ein Ausflug, von dem nur eine wiederkehren wird, und sie kann sich an nichts mehr erinnern. Die anderen bleiben für immer spurlos verschwunden.

Joan Lindsays Roman wurde 1975 von Peter Weir in ein 115minütiges Filmdrama mit dem Titel „Picnic at Hanging Rock“, auch bekannt als Picknick am Valentinstag“, verwandelt. Ein Film, der seine unterschwellige Spannung nur sehr langsam aufbaut und u.a. von einer schon fast hypnotischen Panflötenmusik von Gheorghe Zamfir untermalt wird – wie der Originaltrailer zeigt:

 

 

 

Der Film war ein großer Erfolg, sowohl beim Kinopublikum als auch bei den Kritikern, und anscheinend ist er auch heute immer noch so beliebt, dass man sich 2018 an eine Neuverfilmung zu wagen traute. Heraus kam eine sechsteilige Miniserie mit Natalie Dormer (Game of Thrones / Die Tribute von Panem „Mockingjay“) als Schulleiterin. Zu sehen war die Serie auf BBC 2. Doch an den Film, der seine ätherisch wirkenden Bilder mit simpelsten Mitteln erzeugt, reicht der sich in Details verlierende Sechsteiler nicht ganz heran. Manchmal genügen knappe zwei Stunden, um das Wesentliche zu erzählen.

 

Das nächste Wort lautet: Kreuz.


 

Quellenangaben: Video: https://www.youtube.com/watch?v=O7ZLxPP1GRU / Beitragsbild: https://www.ngv.vic.gov.au/explore/collection/work/5568/

Es zeigt das Gemälde „At the Hanging Rock Mt. Macedon“ von William Ford (1823-1884) – Öl auf Leinwand – Höhe 79,2 cm, Breite 117,5 cm. Dieses Bild ist gemeinfrei, weil sein Urheberrecht in Australien abgelaufen ist.

 

Das Werk zum Wort 14/52 : Zeit

 

Woche 14 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf 38 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Und wieder bietet das aktuelle Wort unzählige Möglichkeiten, unter denen ich wählen kann, denn das Thema lautet

Zeit

Gott gab die Zeit. Von Eile hat er nichts gesagt“, ist ein beliebter Spruch an Sonnenuhren, die älteste Form des Versuchs, die Zeit anzuzeigen. Festhalten kann man sie ohnehin nicht. Die Zeit ist ein allgegenwärtiges Thema, ob in Kunst & Musik oder Literatur & Film. Wo fange ich an, wo höre ich auf? Da ich Zeitreisegeschichten liebe, wird dies eine geistige und künstlerische Zeitreise, die vordergründig die 60er Jahre zum Ziel hat, aber in Wahrheit weit in die Vergangenheit führt.

Unzählige Aufnahmen waren nötig, bis die Byrds mit dem Resultat ihres Klassikers „Turn Turn Turn (to everything there is a season)“ von 1965 endlich zufrieden waren, und die Mühe hat sich gelohnt. Schon immer mochte ich dieses Lied sehr, allein schon wegen der Gitarre und des mehrstimmigen Gesangs, doch erst der Text macht es für mich zu etwas Besonderem:

 

 

 

 

Er stammt nämlich geradewegs aus dem Alten Testament, dem Buch der Weisheit (Book of Ecclesiastes 3:1-8), auch bekannt als Buch Kohelet oder Prediger Salomo. Ob es aus dem dritten oder zehnten Jahrhundert vor Christus stammt, ist noch nicht ganz klar, aber es gibt Weisheiten, die die Jahrhunderte überdauern. Übersetzt liest sich der folgende Auszug daraus, in etwa so:

 

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Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit“

(…)
„weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit“

(…)
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

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Und somit ist „To everything there is a season“ bzw. „ein jegliches hat seine Zeit“ das älteste, von mir bisher entdeckte Werk. — Das nächste Wort: Picknick


 

(Quellen: Video: https://www.youtube.com/watch?v=pKP4cfU28vM  / Text: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

 

 

 

 

Das Werk zum Wort 13/52 : Mutter

 

 

Woche 13 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 39 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Geht es nur mir so, dass ich das aktuelle Wort immer schwieriger finde als das davor? Heute dreht sich alles um die

Mutter

mit der sich so einige Werke in der Kunst beschäftigen: Lieder und Filme mit dem Titel „Mother“ oder das berühmte Gemälde von Whistler. Was aber, wenn die Eltern tot sind und eine andere Person ihre Stelle einnehmen muss? Mir fällt dazu eine Buchreihe ein, die ich früher sehr gerne gelesen habe: „Geli“ von H.E. Seuberlich.

In dem zweiten Band „Geli unterwegs“ ist es die große Schwester, die ihrem kleinen Bruder plötzlich die Mutter ersetzen muss. In diesem Fall begibt sie sich auf eine gefährliche Reise, um den Kleinen über die Grenze, hoch in den Bergen, aus dem Balkan nach Österreich herüberzuholen.

 

 

 

Angelika, liebevoll Geli genannt, musste vor einiger Zeit selbst den beschwerlichen Weg auf sich nehmen, und hat es trotz aller widriger Umstände geschafft, sich nach ihrer Zeit in einem Flüchtlingslager ein Leben und einen Freundeskreis aufzubauen, aber jetzt muss sie ihren kleinen Bruder, der von einer engen Freundin in der alten Heimat nicht mehr länger versorgt werden kann, zu sich holen. Was nach einem aktuellen Flüchtlingsdrama klingt, wurde aber bereits in den Fünfziger Jahren von Hans Erich Seuberlich geschrieben, der bis 1957 achtundzwanzig Jugendbücher verfasst hat. Die Buchserie um Angelika Geisler umfasst sechs Bände:

 

 

Geli die Fremde (1951), Geli unterwegs (1952), Viele Fragen um Geli (1953), Freude mit Geli (1954), Wir hören Geli (1955) und Ferien unterm Halbmond (1956), erschienen im Verlag „Die Boje“.                — Das nächste Wort lautet: Zeit.

 

 

Das Werk zum Wort 12/52 : Verlangen

 

Woche 12 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 40 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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All you got is this moment, The twenty-first century’s yesterday (…) I need you tonight
‚Cause I’m not sleeping“ *): 
Das war in den 80er Jahren, und hätte man mir diese Aufgabe vor 32 Jahren gestellt, hätte ich mich ohne zu zögern für diesen Clip entschieden. Aber so aufregend ich das immer noch finde und das der am häufigsten gespielte Song in meiner Playlist auf dem Smartphone ist – es gibt immer noch ein Werk, das weiter geht und zu dem aktuellen Wort

 

Verlangen

 

noch besser passt. Und so habe ich einer Künstlerin den Vorzug gegeben, an der ich mich nicht satthören kann und die immer wieder für eine Überraschung gut ist: Florence Welch (Kopf von Florence & The Machine) mit „Howl“ **):

 

 

 

 

Ist es pure Leidenschaft, das Verlangen nach dem Einen, um den alle Sinne kreisen? Oder das Werwolfthema neu interpretiert (obwohl das auch auf Vampire zutrifft)? – Vielleicht sogar beides zusammen. Aber in diesem Fall sind es nicht die Bilder, sondern der Text, der es in sich hat:

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If you could only see the beast you’ve made of me
I held it in but now it seems you’ve set it running free
Screaming in the dark, I howl when we’re apart

***

Now there’s no holding back, I’m making an attack
My blood is singing with your voice, I want to pour it out
The saints can’t help me now, the ropes have been unbound
I hunt for you with bloodied feet across the hallow’ed ground

Like some child possessed, the beast howls in my veins

***

Be careful of the curse that falls on young lovers
Starts so soft and sweet and turns them to hunters

A man who’s pure of heart and says his prayers by night
May still become a wolf when the autumn moon is bright

***

Das Video ist zwar nicht das offizielle zu dem Song, sondern ein Zusammenschnitt aus anderen Clips – leider scheint kein offizielles Video zu existieren, darum dieses Mash-Up.

 

Das nächste Wort: Mutter

 


Video-Quellen: *) Need you tonight (INXS) – https://youtu.be/w-rv2BQa2OU?t=1    &    **) Howl (Florence & The Machine) – https://www.youtube.com/watch?v=DtXc9h2nki8

 

 

 

 

 

Das Werk zum Wort 11/52 : Telefon

 

Woche 11 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 41 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Hello from the outside“, singt Adele in ihrem Video am

Telefon

und wirkt dabei wie aus der Zeit gefallen, wie alles in diesem kurzen Film von 6 Minuten und 6 Sekunden: Gasherd und Wasserkocher, verlassene Telefonzelle mitten im Wald – und natürlich das Wählscheibentelefon, zu dem sie greift, nachdem sie mit ihrem Klapphandy nicht zu dem durchdringt, an dem immer noch ihr Herz hängt.

 

 

 

 

Woran die Liebe zerbrochen ist, kann ich mir nur zusammenreimen, aber so wie es aussieht, hat es einen heftigen Streit gegeben, und nun bereut sie ihren Anteil daran sehr. Ein einziger Anruf nur… Manchmal jedoch kommen alle Worte des Bedauerns zu spät, und die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Aber wenigstens kann sie sich später nicht vorwerfen, es nicht doch ein letztes Mal versucht zu haben. Eine ergreifende Geschichte, die zeigt, dass es nicht immer das große Drama made in Hollywood sein muss, um mich zu packen.

A propos Hollywood: Als ganz heiße Anwärter für diesen Beitrag hatte ich noch „Bei Anruf Mord“ von Alfred Hitcock mit Grace Kelly oder „Nicht auflegen!“ von Joel Schumacher mit Colin Farrell in Betracht gezogen. Laut Wikipedia geht das Drehbuch auf eine Idee von Alfred Hitchcock zurück, den Film komplett in einer Telefonzelle spielen zu lassen. „Bei Anruf Mord“ findet größtenteils ebenfalls in einem Raum statt. Da sich die beiden Werke damit m.E. zu ähnlich sind, bin ich bei „Hello“ von Adele geblieben.       

Das nächste Wort: Verlangen.

 

 

 


(Videoquelle: https://www.youtube.com/watch?v=YQHsXMglC9A)


 

 

 

 

Das Werk zum Wort 10/52 : Theater

 

Woche 10 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 42 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Theater, Theater, der Vorhang geht auf. Und er hebt sich für ein ganz spezielles

Theater

in einem Buch. In dem 1913 erschienenen und 1998 wiederveröffentlichten Roman „Alte Bekannte – neue Liebschaften“ von Sybil G. Brinton spielen die Akteure Scharade, ein Spiel, bei dem Wörter pantomimisch dargestellt werden. Kapitel 18 beginnt mit einer ausführlichen Beschreibung:

Nach dem Dinner zogen sich die Darsteller der Scharaden sogleich zum Umkleiden zurück, während die Zuschauer es sich in einigen Sesseln vor dem Vorhang bequem machten und gespannt der Aufführung harrten. Diese verzögerte sich kaum mehr, als es in jedem Theater üblich ist, und begann schließlich mit einer Duell-Szene, in der Bingley und Tom Bertram recht wirklichkeitsgetreu die Pistolen aufeinander richteten, einander aber nicht umzubringen vermochten, was in dem einen Fall einer Ladehemmung geschuldet war, im anderen dagegen dem Umstand, dass die Kugel die lebenswichtigen Organe verfehlte.“

Tatsächlich werden hier die Begriffe „misfortune“, „handmaid“ und „courtship“ wie in einem richtigen Theaterstück durch Personen in Kostümen dargestellt. Dabei treten u.a. Caroline Bingley als Lady Macbeth, Kitty Bennet als Jeanne d’Arc und Georgiana Darcy als Bianca aus „Der Widerspenstigen Zähmung“ auf.

ein Theaterbesuch der etwas anderen Art, mit besonderen Charakteren, denn die Figuren in dieser Geschichte stammen aus sechs Romanen von Jane Austen: Stolz und Vorurteil, Mansfield Park, Kloster Northanger, Verstand und Gefühl, Überredung und Emma. Nicht umsonst trägt das Buch den Zusatz „Charmante Fortsetzung der Romane von Jane Austen – eine Entdeckung aus dem Jahr 1913“. Diese erste sogenannte Fan Fiction war Sybil Grace Brintons einziges Werk; ein Werk, das ich mit viel Vergnügen gelesen habe.                         

Das nächste Wort lautet: Telefon

Das Werk zum Wort 9/52 : Trauer

 

Triggerwarnung: Dieser Beitrag dreht sich um die Themen Tod und Trauer, wie man der Überschrift entnehmen kann – in meinem Fall betrifft es mich persönlich. Daher bitte ich schon jetzt die um Verzeihung, die damit nicht gut umgehen können.

 

Nach diesem Vorwort komme ich nun zur Woche 9 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 43 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Wenn mich das Thema der letzten Woche schon herausgefordert hat, so tut es das heutige noch etwas mehr, denn es geht mich persönlich an:

Trauer

Irgend jemand hat mal geschrieben „Je älter man wird, desto näher kommen die Einschläge“. Daran mag etwas sein, aber wenn man wie ich mit Mitte Zwanzig damit konfrontiert wird und die Trauer nicht zulässt oder sie gar verdrängt, dann rächt sich das Jahre später umso mehr. Einen der beiden nächsten Angehörigen, der die wichtigste Person in meinem Leben gewesen ist, durch Suizid zu verlieren, ist etwas, das ich niemandem wünsche. Selbstvorwürfe, Schuldzuweisungen und die zwölf Jahre zu spät gekommene Erkenntnis, dass es seine ureigenste Entscheidung war, von der ihn niemand hätte abhalten können… all das kommt auch Jahre später, von Zeit zu Zeit wieder hoch, und das ist etwas, das ich wohl niemals werde ablegen können.

Vierundzwanzig Jahre später dann den geliebten Partner (von dem ich gedacht hatte, dass ich mit ihm alt werde würde) durch einen Herzinfarkt zu verlieren, dieser schwarze Tag liegt nun auch schon etwas mehr als zwei Jahre zurück. Und auch wenn ich letztes Jahr gemerkt habe, wie die Freude am Leben bei mir nach und nach wieder zurückkehrt, wo wird mich diese Trauer auf lange Sicht vermutlich nicht verlassen. Nur werde ich diesmal den Fehler, sie zu unterdrücken, nicht mehr machen.

Letztes Jahr am 7. Oktober, genau einen Tag nach seinem Todestag kam wie aus dem Nichts dieses Brett. Da surfte ich ziellos auf youtube herum und landete bei einem Video, das aus Szenen des Films „Die Frau des Zeitreisenden“ besteht (Quelle: https://youtu.be/sDJ1HKxih2k)

 

 

 

 

 

Die Musik taucht vermutlich an keiner Stelle in dem Film auf, und ich frage mich, warum derjenige, der das Video hochgeladen hat, diesen Song (geschrieben von Andrew Farriss und Desmond Child) aud dem Jahr 2005 ausgewählt hat.

Der folgende Auszug aus dem Text symbolisiert das, was ich in der ersten Zeit nach Andys Tod empfunden habe. Warum noch an morgen denken? Die Welt soll aufhören, sich zu drehen, was sie natürlich nicht tut.

 

Here I am, lost in the ashes of time, but who wants tomorrow?
In between the longing to hold you again
I’m caught in your shadow, I’m losing control
My mind drifts away, we only have today

 

Auch wenn in dem Film er nicht wirklich stirbt, sondern in der Zeit hin und her geschickt wird, so fühlt es sich für sie vermutlich jedesmal wie erneutes Sterben und wie ein Abschied für immer an.

 

„As I let you go I will find my way“


In meinem Fall fällt mir das Loslassen, noch immer nicht leicht. Und wann es soweit ist, kann ich nicht sagen.

 

Das nächste Wort ist „Theater“

Das Werk zum Wort 8/52 : Browser

 

Woche 8 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 44 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Willkommen in der Welt der Technik, denn nach den Rosen ist heute der Browser dran. Was für eine Aufgabe, denn Kunst ist unter diesem Stichwort schwer zu finden. Dennoch bin ich bei youtube fündig geworden, nachdem ich bei Google die Begriffe „Browser“ und „Art“ eingegeben habe:

Browser

Laurie Anderson „Here“ | ’90s Web Browser Art Piece – hier die kurze Erklärung dazu, in englischer Sprache: „Artist and musician Laurie Anderson created this web browser art piece during the mid ’90s while working with the Internet company Voyager. This is what the piece looked like in operation, recorded through an early video capture card from a Mac computer.“ –Während ihrer Zeit bei der Internetfirma Voyager in den Neunziger Jahren, hat die Künstlerin Laurie Anderson dieses kleine Kunstwerk geschaffen  – eine animierte Weltkarte, auf der es mehr als 14 Minuten lang blinkt, und das Ganze untermalt mit minimalistischen Klängen.

 

Was man noch so finden kann, wenn man den Begriff „Browser“ bei youtube direkt eingibt, ist ein politisch völlig unkorrektes Satireprogramm mit dem Namen „Bohemian Browser Ballett“; und eine Harry-Potter-Ulkgeschichte, in der Draco Malfoys Mutter die Social-Media-Aktivitäten ihres Sprösslings durchsucht, habe ich bei wattpad entdeckt.

Mir persönlich sagt das kleine Video von Laurie Anderson aber am meisten zu (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=U64iHcmAxhM) –

 

Das nächste  Wort: Trauer.

 

Das Werk zum Wort 7/52 : Rosen

 

Woche 7 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 45 weitere sollen folgen; nur werde ich nicht bei allen dabei sein.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Nach dem Thema „Nachbarn“ geht es heute um meine Lieblingsblumen…

Rosen

aber nicht, weil ich so wild auf den Valentinstag wäre – der war nie ein Thema für mich und die, die mir am Herzen lagen. Dann schon eher Halloween. Und dennoch; Rosen waren auch die Lieblingsblumen meines Mannes, und so haben wir vor ein paar Jahren Rosenbüsche gepflanzt, die nun groß und stark geworden sind. Daher läge es jetzt für mich nahe, diesen Beitrag einem Gemälde zu widmen, aber ich bleibe erneut bei der Musik, und da ist die Auswahl riesig.

Entweder im Songtitel („The Rose“, „Everything’s coming up roses“ oder „Für mich soll’s rote Rosen regnen“) oder versteckt im Text („the walls of my memory divide the thorns from the roses. It’s you and the roses“). Da mir aber eher morbide Geschichten liegen als romantische, schlage ich mit Kylie Minogue einen Bogen von den Nachbarn zu den Rosen (Quelle: https://youtu.be/lDpnjE1LUvE)

 

Where the wild roses grow

 

 

 

Bekannt wurde sie durch ihre Rolle in der australischen Soap Opera „Neighbours“; in diesem Video mit Nick Cave & The Bad Seeds endet sie als vermutlich hübscheste Wasserleiche in der Geschichte des Musikvideos.

 

Das nächste Wort ist Browser.