Meine Top Five – Filme aus 2020 – chronologisch *) sortiert

Manchmal ist es doch gut, monatliche Rückblicke zu schreiben – denn jetzt sucht Gina bei den Besten am Donnerstag nach den fünf Filmen, die uns im letzten Jahr am besten gefallen haben. Klar, dass das auch ältere Filme sein können, denn Corona hat mir als Gurke des Jahres den Kinospaß komplett verhagelt, und mein Ergebnis bezieht sich daher auf meinen DVD-Konsum.

Aus 131 Filmen fünf auszuwählen, klingt auf Anhieb schwierig. Aber nicht, wenn man so clever war, die beeindruckendsten im jeweiligen Monat entsprechend zu kennzeichnen. *) In der Reihenfolge, in der ich sie gesehen habe, kommen hier …

Jojo Rabbit

Der Februar bescherte mir ein ganz besonders Filmerlebnis. Ein wunderschönes Kino, das ich noch nicht kannte, und dann ergatterte ich ausgerechnet noch das letzte Ticket für eine proppenvolle Vorstellung – kein Wunder, denn die Geschichte des zehnjährigen Hitlerjungen Jojo Betzler, der den Führer zum imaginären Freund hat und der eines Tages entdeckt, dass seine Mutter (Scarlett Johansson) ein jüdisches Mädchen versteckt, fand ich schon im Trailer herzerwärmend und absurd zugleich. Ein Gefühl, dem auch viele andere folgten und an diesem Abend nicht enttäuscht worden sind.

The Breakfast Club

Der Klassiker aus den Achtziger Jahren über fünf Schüler, die samstags nachsitzen müssen und im Verlauf der Strafaktion erkennen, dass sie alle gegen Vorurteile kämpfen und mit persönlichem Druck klarkommen müssen. Ein Film, den ich immer wieder gerne sehe, weil auch die Besetzung für mich Top war: Ally Sheedy als die Seltsame (irgendwo zwischen Goth und Emo), Judd Nelson als der Rebell, Molly Ringwald als die „Prinzessin“ … allerdings bezweifle ich, dass die an diesem Tag gewonnene Erkenntnis den Härtetest im nahenden Alltag besteht.

Alles steht kopf

Diese Reise ins Gehirn einer 12jährigen hat es in sich. In der Kommandozentrale bricht das Chaos aus, als durch ein Missgeschick Kummer und Freude in den Tiefen des Unterbewusstseins verschwinden und die Kollegen Ekel, Angst und Wut nun auf sich allein gestellt sind. Für die Verschollenen gerät der Rückweg zum Wettlauf gegen die Zeit – für mich einer der besten Animationsfilme, das auf DVD noch durch nette Extras ergänzt wird. Zum Brüllen fand ich auch die kleinen Sequenzen im Abspann, die zeigen, was im Hirn von Hund und Katz vor sich geht.

The Artist

Die Filmindustrie im Umbruch: Der Stummfilm wird vom Tonfilm abgelöst und bedeutet für so manche Stars der Zwanziger Jahre das Aus. So auch für den alternden Star George Dujardin, der einen Misserfolg nach dem anderen erlebt, und als er ganz unten ist, hat die zum Superstar aufgestiegene Komparsin Peppy, die in ihn verliebt ist, die zündende Idee. Der Film ist erst ein paar Jahre als, aber wirkt wie ein Stummfilm aus den „Goldenen Zwanzigern“. Für mich einer der besten dieses seltsamen Jahres.

Die Taschendiebin

Was mich an diesem spannenden Werk fasziniert hat, war nicht nur die Kulisse im Südostasien der 30er Jahre, sondern die Wendungen, die mich mit offenem Mund vorm Fernseher zurückließen.

Falls hier jemand „Parasite“ oder „Midsommar“ vermisst hat, so sind diese genauso knapp an den Top Five vorbeigeschrammt wie „Midnight in Paris“ und „The Peanut Butter Falcon“, und zwar aus verschiedenen Gründen. Hier hätte es eine Top Ten gebraucht

Die 5 Besten am Donnerstag : die besten der Besten – the late show (very late) am 4. Advent

Am Donnerstag habe ich es nicht geschafft, obwohl ich das Thema schön finde und es bei Gina die Jubiläumsausgabe – die 200. Ausgabe der Besten am Donnerstag – ist: unsere fünf Liebsten, heute mit extremer Verspätung und in chronologisch gegenläufiger Reihenfolge.

„Nehmen wir es als Jahresrückblick“, habe ich mir gesagt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

1) Die besten Historienfilme – 9. Juli 2020

Der Juli ist heiß, doch Ägypten ist heißer. Das Thema kam mir wie gerufen, weil ich zu dem Zeitpunkt jede Menge DVDs ausgeliehen hatte und „Cleopatra“ einer davon war. Für mich war diese Ausgabe zusätzlich die Gelegenheit, bei den Fünfen einen anderen Ansatz zu verfolgen und mir aus der schieren Masse von Historienfilmen für jeden Kontinent einen würdigen Stellvertreter herauszupicken.

2) Die besten Buchverfilmungen – 25. Juni 2020

Bei dieser Zeitreise zu den Verfilmungen meiner Lieblingsbücher auf die passenden Trailer zu stoßen und dabei ein inoffizielles Video zu einem Song meiner Lieblingsband untergejubelt zu bekommen, war für mich eine echte Überraschung. Wie passend, dass dann auch noch eine Zeitreisegeschichte dabei war, und damit kann man mich immer ködern.

3) Die besten Kostüme für Herren – 18. Juni 2020

Ich glaube, dass ich eine absolute Schwäche für Historienfilm und Kostümdramen – sogenannte Period Dramas – habe, muss ich nicht großartig vertiefen. Außerdem hat mich das Thema nicht nur deshalb gereizt, sondern auch, weil ich es einfacher finde, schöne Kostüme für Schauspielerinnen zu finden als für ihre männlichen Kollegen. Sollte das Thema nächstes Jahr erneut auftauchen, sähe die Liste gewiss etwas anders aus.

4) Die besten Biografien – 14. Mai

Die Versuchung, mich in jener Ausgabe zum wiederholten Mal über meinen Crush/ Lieblingskünstler auszulassen, war groß – dass es die Biografie „Mystify : Michael Hutchence“ nicht in die Top Five geschafft hat und die besten Plätze von Malern und Malerinnen eingenommen worden sind, war meine persönlich größte Überraschung.

5) Die besten Duelle in Serien – 9. April

Dass es für mich auch unterschiedliche Arten von Duellen geben kann und nicht nur die klassischen mit Schwertern, Degen und Pistolen (obwohl die auch dabei sind), wollte ich mit diesem Beitrag zeigen.

Sicherlich hätte es auch in diesem Jahr noch andere heiße Anwärter auf die Aufnahme in die Top Five gegeben, zum Beispiel die Musical- oder Reise-Ausgabe – aber man kann ja nicht alles haben, und außerdem finde ich es schöner, wenn die Aufgaben nicht allzu leicht sind und ich beim Schreiben nicht nur um die Ecke denken, sondern mich dabei auch noch selbst überraschen kann.

Die 5 Besten am Donnerstag : Western von gestern

Passend zu den Serien, die ich in letzter Zeit für mich entdeckt habe, erscheint heute bei passionofarts‘ 5 Besten am Donnerstag das Thema „Westernfilme“. Oldies, but Goldies… als Kind haben wir uns viele Western mit unseren Eltern zusammen im Fernsehen angeschaut, weil der Papa sich für das Genre so begeistert hat. Serien wie „Rauchende Colts“ standen auch auf dem Programmm.

Was bei mir davon in Erinnerung geblieben ist, zeigt mein Top-5-Quintett mit Filmen aus dem letzten Jahrhundert.

1) Zwölf Uhr mittags (1952) — Der Klassiker schlechthin, mit der charakteristischen Musik, die die Spannung beim Warten des Marshals (Gary Cooper) auf das unausweichliche, für die Mittagszeit zu erwartende Duell gegen seinen Todfeind in die Höhe treibt.

2) Der mit dem Wolf tanzt (1990) — Der einzige moderne Western in dieser Aufstellung, für den ich ins Kino gegangen bin – und das auch noch für drei Stunden. Da braucht es ordentlich Sitzfleisch, aber das Drama um den Unionsoffizier John J. Dunbar (Kevin Costner), der nach und nach Teil eines Sioux-Stammes wird, fand ich damals einfach toll.

3) Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming (1965) — Jane Fonda in der Rolle der Lehrerin Catherine Ballou, die aus Rache für ein erlittenes Unrecht zur Gesetzlosen wird.

4) Misfits – nicht gesellschaftsfähig (1961) — Rodeos und der Fang von Wildpferden sind die zentralen Themen des Films, in dessen Mittelpunkt Außenseiter der Gesellschaft stehen: Marilyn Monroe als geschiedene Tänzerin, Clark Gable als Cowboy, Eli Wallach als Mechaniker und Montgomery Clift als Rodeoreiter.

5) Maverick – Den Colt am Gürtel, ein As im Ärmel (1994) — In dieser auf der gleichnamigen Westernserie basierenden Komödie mit James Garner, Jodie Foster und Mel Gibson dreht sich alles ums Glücksspiel und die Jagd auf das Preisgeld bei einem Pokerturnier an Bord eines Raddampfers. Im Gegensatz zu den meisten Westernfilmen sollte man hier dem Sheriff nicht trauen, denn der ist ein Langfinger.

Auch noch gut: Fluss ohne Wiederkehr (1954), Duell in der Sonne (1946), Sein Engel mit den zwei Pistolen (1948), Vera Cruz (1954), Viva Maria! (1965) und Vierzig Wagen westwärts (1965).

Die 5 Besten am Donnerstag : Filme im Lockdown

Bei passionofarts wird mit „Die 5 Besten am Donnerstag“ heute nach Filmtips für den Lockdown gefragt. Durch den Lockdown können mich am besten Filme bringen, bei denen ich auf andere Gedanken komme.

1 : Chocolat – Ein kleiner Biss genügt : Denn Schokoloade kann man nie genug haben. Oder Johnny Depp, der bei meinem Beitrag zum Serienmittwoch in der Top-Ten-Liste gefehlt hat.

2 : Taschendiebin : Denn die Dreißiger Jahre waren garantiert coronafrei. Kulissen (Japan & Korea) und Kostüme sind in diesem spannenden Thriller vom Feinsten, und die Perspektivwechsel das Sahnehäubchen.

3 : The straight story : Denn dieses Roadmovie, das die Geschichte eines alten Mannes ohne Führerschein erzählt, der mit einem Aufsitzrasenmäher hunderte von Meilen durch die USA fährt, um seinen sterbenskranken Bruder zu besuchen, ist herzerwärmend und das absolute Gegenteil von Social Distancing.

4 : Strictly Ballroom – Die gegen alle Regeln tanzen : Denn wenn zur Musik, mit der alles besser geht, auch noch gelungene Tanzeinlagen (die auch ohne Musik funktionieren, besonders ein ganz bestimmter Paso Doble) und schrille Kostüme hinzukommen, habe ich hier das ideale Mittel zum Ausblenden des tristen Alltags. Der November ist schon grau genug.

5 : Das Leben des Brian : Denn man sollte immer auf die sonnige Seite des Lebens schauen, und wenn ich schon nicht Corona „nach Hause“ schicken kann, dann sollte das wenigstens Brian mit den Römern tun dürfen. Außerdem passt der Kultklassiker nicht nur zu Ostern, sondern auch zu Weihnachten – und das steht ja schon bald vor der Tür.

Die Liste ist nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt und stellt in ihrer Reihenfolge keine Wertung dar.

Die 5 Besten am Donnerstag : Serien im Lockdown

Bei passionofarts heute „Die 5 Besten am Donnerstag“ wird heute nach Serientips für den Lockdown gefragt.

Schlau wäre es ja nun, etwas auszuwählen, was viele Staffeln und Folgen hat – ich suche mir dann lieber welche, in denen das Thema „Corona“ nicht vorkommt oder nur am Rande erwähnt wird. Durch den Lockdown können mich am besten Serien bringen, bei denen ich der Realität entfliehen kann.

1 : Nashville : Hier dreht sich zur Abwechslung mal nichts um Krankenhäuser und Ärzte, sondern um Musiker und deren beruflichen und privaten Probleme, und natürlich die Musik. Und wenn doch mal der Notarzt gerufen werden muss, dann garantiert nicht wegen eines Virenangriffs, sondern weil der Burnout droht, es eine Prügelei gab oder es jemand mit Alkohol oder Pillen übertrieben hat.

2 : Downton Abbey : Corona gab es nach dem 1. Weltkrieg nicht, dafür aber die Spanische Grippe; aber die kam, glaube ich, nur am Rande vor. Das herrschaftliche Anwesen der Crawleys diente kurzzeitig als eine Art Lazarett oder Hort der Erholung für verwundete Soldaten.

3 : Call the Midwife : Sie hätten gerne eine Serie, die mehr zu bieten hat als nur sechs Staffeln? Die BBC-Serie, bei der Nonnen und Hebammen in Poplar, einem der ärmsten Teile von London, im Mittelpunkt stehen, befindet sich mittlerweile in den 60er Jahren und damit in der neunten Staffel. Die Geschichten sind mit viel Liebe erzählt und wartet auch dieses Jahr wieder mit einem Weihnachtsspecial auf.

4 : Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits : Garantiert coronafrei ist diese Mysteryserie mit Jennifer Love Hewitt als Antiquitätenhändlerin Melinda Gordon, die mit den Geistern Verstorbener kommunzieren kann und ihnen hilft, eine bisher unerledigte Aufgabe zu erfüllen.

5 : Torchwood : In dem Spinoff von Doctor Who (der Name ist ein Anagramm davon) geht es um Aliens und ihre Artefakte, mysteriöse Phänomene… Die ersten beiden Staffeln wurden in einem Spartenkanal der ARD immer dienstags wiederholt: Kaum war die vierte (und für mich schwächste Staffel) vorbei, ging es wieder von vorne los.

Die Liste, in der die typischen Ärzteserien fehlen, ist nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt und enthält keine Wertung.

Ein Nachtrag zu den „5 Besten“ aus dem September von mir : meine fünf erinnerungswürdigsten Bühnenmusicals

Eine sperrige Überschrift für den aktuellen Anlass: Da bei passionofarts heute „Die 5 Besten am Donnerstag“ ausfallen, habe ich einfach mein eigenes Spin-Off geschrieben. Nach dem wunderbaren Thema „Filmmusicals“ hatte ich einen Beitrag über die mir liebsten Bühnenmusicals vorbereitet, der dann nicht zum Einsatz kam. Dafür kommt er jetzt.

Es ist an der Zeit, Revue passieren zu lassen und die für mich beeindruckendsten Bühnenmusicals aufzuzählen, die ich bisher gesehen habe. Neben berühmten Kandidaten wie „Das Phantom der Oper“ und „Les Misérables“ war ich in einer Aufführung des eventuell nicht ganz so bekannten Musicals „Joseph und der Wundermantel“ (Joseph and the amazing technicolor raincoat) von Andrew Lloyd Webber.

1 : Chess

Mein erstes Musical überhaupt habe ich in London zusammen mit Mitschülern aus meiner Berufsschulklasse gesehen, die die Fahrt dort hin organisiert haben. Das Bühnenbild mit überdimensionalen Schachfiguren war sagenhaft, die Story um einen sich in den Westen abgesetzten russischen Schachspieler ein interessantes Thema – und die Musik unverkennbar von Björn Ulvaeus und Benny Andersson (ABBA). Wer kennt ihn nicht, den bekanntesten Hit von Murray Head – One Night in Bangkok?

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=rgc_LRjlbTU

2 : Starlight Express

Eine Busreise nach Bochum – zum eigens für das Musical gebauten Starlight Express Theater: Diese Tagesfahrt war ein echter Kracher. Selten habe ich so eine rasante Aufführung erlebt wie bei diesem Musical, in dem die Darsteller Züge verkörpern und auf Rollschuhen durch die gesamte Halle rasen.

Bildquelle – https://i.pinimg.com/564x/8b/a8/23/8ba8231f14453d9733cbf90ff04497b2.jpg

3 : Tommy

Eine Zeitlang hatte meine Heimatstadt sogar ein eigenes Musical-Theater, wenn auch nicht für lange. Das Musical, die Bühnenfassung des gleichnamigen Films mit The Who und Elton John, konnte vermutlich nicht so viele Musicalfreunde begeistern wie erhofft, aber wir hatten das große Glück, noch eine Aufführung vor der endgültigen Schließung sehen zu können.

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=iqXVZM9o6DU

4 : We will Rock you

Frankfurt, Alte Oper – 23. Dezember 2015 – vorletzte Reihe… es war das letzte Mal, dass mein Mann und ich eine gemeinsame Vorstellung besuchten. Für ihn war es sein allererstes Musical, und da es sich um ein Juke Box Musical aus Hits seiner Lieblingsband Queen handelt, hatte er einen Riesenspaß. Mir hat das Musical auch gefallen, auch wenn ich keine Ahnung mehr habe, was dort gesungen wurde oder wovon es handelte.

Bidquelle – https://i.pinimg.com/474x/a4/2d/b4/a42db45e5143f9d58e7e92fdcaaab5cf.jpg

5 : Come from Away

An meinem letzten Abend in Toronto wollte ich letzten Sommer etwas ganz besonderes erleben und kaufte blind eine Karte für eine Aufführung in einem viktorianischen Theater, ganz in der Nähe meines Hotels. Die Geschichte um Flugpassagiere, die nach den Anschlägen des 11. September 2001 auf einer kleinen Insel vor Neufundland notlanden müssen und nicht wissen wohin, fand ich sehr berührend, die Songs mitreißend, und die Gestaltung des Bühnenbilds mit nur wenigen Requisiten originell. Da wurde zwischendurch in Windeseile mitten im Stück das Innere eines Flugzeugs mit ein paar Handgriffen zum Diner – durch Umstellen der Stühle durch die Darsteller

Leider habe ich manche Darsteller wegen ihres Dialekts kaum verstanden. War mir aber auch egal. Es war ein grandioser Abend, für den ich mich extra schick gemacht hatte. Und das Personal hat sich ganz liebevoll und zuvorkommend um Besucher gekümmert, denen es nicht ganz so gut ging. Davon könnten sich hier mal einige eine ordentliche Scheibe abschneiden.

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=otXwL_vsHPE&t=29s

Das waren sie – meine fünf unvergesslichen Momente.

Die 5 Besten am Donnerstag : weil übermorgen Halloween ist

Weil übermorgen Halloween ist, fragt Gina bei den Besten am Donnerstag nach unseren fünf liebsten Horrorfilmen zum Schauerfest. Lasset die Spiele beginnen…

1 : Final Destination

Vorm Fliegen sollte man keine Angst haben, wenn man sich den Auftakt der fünfteiligen Filmreihe anschauen möchte. Oder vielleicht doch? Dann steigt man nämlich gar nicht erst in ein Flugzeug… Der klassische Denkfehler, man könne dem Tod eventuell ja doch ein Schnippchen schlagen, ist das Thema dieses Reigens von immer groteskeren Kettenreaktionen mit fatalem Ausgang.

2 : Donnie Darko

Wenn in Dein Zimmer eine Flugzeugturbine einschlägt und Du des Nachts von einem Mann im Hasenkostüm heimgesucht wirst, weißt Du, das etwas nicht stimmen kann. Schade, dass dieser Film es nie ins Kino geschafft hat, denn die vestörenden Bilder und die stimmungsvolle Musik hätte ich gerne mal auf der großen Leinwand erlebt.

3 : The Crow

Ein Toter kehrt ein Jahr nach seinem grausamen Ableben aus dem Jenseits zurück und nimmt Rache an denen, die ihn und seine Verlobte einen Tag vor der Hochzeit dort hin gebracht haben. Eine der wenigen Comicverfilmungen – pardon: Verfilmungen von Graphic Novels – die mir gefallen haben.

4 : The Ring

Wer ein bestimmtes Video sieht, stirbt sieben Tage später. Mit dieser Tatsache will sich eine Journalistin nicht abfinden und nutzt die ihr verbliene Zeit, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und einen Weg zu finden, dem Spuk ein Ende zu setzen.

5 : Psycho

Zimmer frei? Bitte fahren Sie trotzdem weiter, denn der so harmlos wirkende Norman Bates ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Psycho. Oder möchten Sie beim Duschen Bekanntschaft mit einem gezückten Messer machen?

… ich wünsche angenehmes Schauern, auch wenn ich damit nicht das gruselige Wetter gemeint habe.

Die 5 Besten am Donnerstag : die besten Filmmusicals

Ein neues schönes Thema gibt es heute bei den Besten am Donnerstag bei passionofarts – nämlich um Filmmusicals bzw. Musicalfilme; ein wirklich weites Feld, bei dem es die ein oder andere Überschneidungen geben wird, auch wenn ich mich bemüht habe, diese weitgehend zu vermeiden – die Filme, die ich schon gesehen habe, erscheinen in chronologischer Reihenfolge und stellen keine Wertung dar.

1 : West Side Story (1961)

Den Anfang macht ein Klassiker, den ich bestimmt schon drei- oder viermal gesehen habe. Das Werk stammt aus den 60er Jahren und soll dieses Jahr als Remake im Dezember in die Kinos kommen. Ich bin schon gespannt, ob die Adaption von Stephen Spielberg mit der von Robert Wise und Jerome Robbins mithalten kann. Als Kostprobe gibt es eine Einspielung, die es auf die LP zu dem Film nicht geschafft hat und die zeigt, was passiert, wenn das Problem von einem zum anderen weitergereicht wird (Gee! Officer Krupke)

https://youtu.be/j7TT4jnnWys?t=0

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2 : Jesus Christ Superstar (1973)

Die letzten Tage Christi, vertont von Andrew Lloyd Webber und verfilmt von Norman Jewison. Was wäre ein Musical ohne eine gefühlvolle Ballade. Hier ist es Maria Magdalena, die nicht weiter weiß:

https://youtu.be/lS2nX4fuzqc?t=0

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3 : Grease (1978)

Vom Mauerblümchen zur Femme Fatale – ein immer wieder gerne umgesetztes Thema, das auf der Bühne schon unzählige Aufführungen erlebt hat; doch die Filmversion fand ich bisher am gelungensten. Hier glänzen in den Hauptrollen Olivia Newton-John und John Travolta. Hier mal ein anderer Song als der allseits bekannte „You’re the one that I want“. Was man seiner Clique so erzählt, wenn es um einen heißen Urlaubsflirt geht: „Summer Nights“

https://youtu.be/ZW0DfsCzfq4

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4 : Sweeney Todd – der teuflische Barbier aus der Fleet Street (2007)

Die Stammbesetzung von Tim Burton in Action. Johnny Depp als Benjamin Barker, der aus Rache an dem Mann, der ihm alles genommen hat, zum Massenmörder wird: Wer auf seinem Barbierstuhl Platz nimmt, ist des Todes, denn zuerst schneidet Barker dem Opfer die Kehle durch und befördert es dann umgehend mittels eines ausgeklügelten Mechanismus in den Keller, wo die Pastetenbäckerin Mrs. Lovett (Helena Bonham Carter) schon den Backofen angeheizt hat. Gruselig, böse und dreckig… einzig die Traumsequenzen erstrahlen in bonbonbunten Farben (By the sea)

https://youtu.be/O1-lkTgl-ws

Ansonsten ist der Film sehr düster gehalten – hier ein vertonter Wettbewerb. Nicht das Große Backen, sondern ein Rasierwettbewerb zu Werbezwecken – Zitat „When Jack Sparrow takes part in a shaving contest against Borat and under the judgment of Peter Pettigrow, you know shit is serious“:

https://youtu.be/srR56T9-j5M?t=0

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5 : Sunshine on Leith (2013)

Eine Klasse für sich sind die sogenannten Jukebox-Musicals. Böse Zungen würden solche Musicals auch Nummernrevue nennen… in diesem Fall stammen alle Lieder in diesem Film von dem schottischen Duo „The Proclaimers“ – aus ihnen wurde eine in sich schlüssige Geschichte um Liebe und familiäre Verwicklungen entwickelt – mit einem Happy End und einer Massentanzszene bei den Princes Street Gardens. Scottish Accent ahead!

https://youtu.be/XkCX-AIat2s?t=0

Die 5 Besten am Donnerstag : die besten Dinge im Herbst

 

 

The time is now (https://youtu.be/-GY9DWIfpwc) – noch knapp drei Wochen, dann ist offiziell Herbstanfang; das Wetter dazu haben wir ja schon.

 

 

 

Das ist schön. Jetzt ist die Zeit für… ja, gute Frage – bei den Besten am Donnerstag bei passionofarts geht es genau darum: was wir für das Beste am Herbst halten. Dass es früher dunkel und später hell wird, finde ich jetzt weniger prickelnd, aber konzentrieren wir uns auf die schönen Dinge, wie z.B.

1 : richtig dicke Wälzer lesen

Den Anfang habe ich in meinem Urlaub mit „Sleeping Beauties“ von Stephen King gemacht – ja, wenn die Temperaturen im Keller sind und es draußen stürmt, ist das Bett der beste Platz. Ein ganz heißer Anwärter für die nächsten Wochen ist „Die Tribute von Panem – das Lied von Vogel und Schlange“ von Suzanne Collins mit 607 Seiten oder „Ostfriesenhölle“ von Klaus-Peter Wolf mit 524 Seiten.

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2 : Rauch

Kaum sinken die Temperaturen, heizen meine Nachbarn mit Holz. Ein Duft, den ich liebe, besonders wenn es draußen neblig ist und sich die Krähen heiser schreien. Einen Holzofen habe ich nicht, denn wir heizen mit Erdgas – aber für die rauchigen Momente im Leben genieße ich gerne rauchige oder torfige Single Malts – und wenn es alkoholfrei sein soll, meine Lieblingsteesorte: Lapsang Souchong (geräucherter Tee).

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3 : die bunten Laubbäume beim Spazierengehen

Rot und Gelb… die Farbenpracht des Herbstlaubes muss ich bestimmt nicht näher ausführen. Unser Partnerbaum im Friedwald ist ein Ahorn – auf dessen Herbstkleid bin ich jetzt schon gespannt, und wenn das Laub erst mal die Bäume verlassen hat, kann ich von dort auch bis in den Westerwald gucken – dann stelle ich mir vor, ich bin in den schottischen Highlands.

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4 : sinkende Temperaturen

Es klingt befremdlich, aber ich liebe es, bei offenem Fenster zu schlafen. Im Frühling muss ich da wegen der Pollen aufpassen. Aber zum Glück fliegen ja jetzt keine mehr, und daher kann ich die hereinströmende kühle Luft umso besser genießen.

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5 : herzhafte Speisen und dazu passende Getränke

Aufläufe, Gratins, Fondue, Chili con carne, Apple Crumble, Kürbissuppe, Filets mit Steinpilzen oder Pfifferlingen… Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, und wo ich im Sommer gut gekühlte Weißweine oder Sekt bevorzuge, sind jetzt gehaltvolle, fruchtige Rotweine meine Favoriten.

 

Die 5 Besten am Donnerstag : die besten Historienfilme

 

Historienfilme beziehen sich laut Wikipedia auf historischen Figuren, Ereignissen oder Bewegungen. Oft zählen auch die sogenannten Monumentalfilme dazu; wie schön, dass das heutige Thema der Besten am Donnerstag bei passionofarts zum meinem aktuellen Filmkonsum so gut passt, denn da habe ich gleich mehrere monumentale Streifen im Sortiment. Mit den Jahren sind übrigens so viele Historienfilme bei mir zusammengekommen, schon weil ich früher diese sogenannten Sandalenfilme geliebt habe. Schon allein damit ließe sich die Liste der fünf Besten füllen – meine Auswahl habe ich diesmal nach einem ganz anderen Kriterium getroffen:

Fünf Kontinente – fünf Filme (plus)

Die Kontinente sind alphabetisch geordnet – der Schauplatz des betreffenden Films ist auf dem entsprechenden Kontinent angesiedelt. Lasset die Spiele beginnen..

 

Afrika : Land der Pharaonen

Der Bau einer Pyramide, 1955 von Howard Hawks grandios in Szene gesetzt – mit Jack Hawkins als Pharao Cheops und Joan Collins als macht- und habgierige Prinzessin Nellifer, die am Ende ihr blaues Wunder erlebt (https://assets.mubicdn.net/images/film/2276/image-w448.jpg).

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Amerika : Der Patriot (Nord) /  Fitzcarraldo (Süd)

Die meisten Historienfilme beschäftigen sich mit dem Sezessionskrieg (1861 – 1865). Die Anzahl der Filme, die vor dem Hintergrund des Unabhängigkeitskrieges spielen, ist jedoch kürzer. In Erinnerung geblieben ist mir dieser Film von Roland Emmerich aus dem Jahr 2000, mit Mel Gibson in der Hauptrolle als Farmer und Heath Ledger als dessen ältester Sohn, der sich ohne Erlaubnis des Vaters den amerikanischen Truppen anschließt (https://images.mediabiz.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz45/z0245542/b780x450.jpg) –

 

Für Südamerika hätte ich noch Fitzcarraldo mit Klaus Kinski im Angebot – er lehnt sich an eine reale Person an und an dessen Transport seines Schiffs über einen Berg.

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Asien : Der letzte Kaiser

1987 drehte Bernardo Bertolucci dieses Epos über den Kaiser Puyi, der als zwei Jahre altes Kind den Thron bestieg und als Fünfjähriger zur Abdankung gezwungen wurde. Gedreht wurde an Originalschauplätzen – zur Belohnung gab’s neun Oscars und vier Golden Globes (https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51R50DC9QWL._SY445_.jpg).

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Australien : Long Walk Home

Zum Stichwort „Gestohlene Generationen“ ist mir dieser Film von 2002 über die Umerziehung der Aborigines im Australien der 30er Jahre eingefallen. Basierend auf einem authentischen Fall, geht es in dem Film um drei Mädchen, die aus einem Kinderheim flüchten, in das sie verschleppt worden sind, nachdem man sie im Auftrag der Regierung ihren Familien entrissen hat; diese Zwangsentfernung von Kindern, die von Weißen und Aborigines abstammten, fand bis ungefähr Ende der 60er Jahre statt. Bei dem langen Weg entlang des sogenannten Kaninchenzauns haben die Mädchen 2000 Kilometer vor sich – und einen Fährtensucher auf den Fersen. Die Filmmusik stammt von Peter Gabriel, der sich von der traditionellen Musik der Aborigines inspirieren ließ (https://m.media-amazon.com/images/I/81bP4dBO97L._SS500_.jpg)

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Europa : Rob Roy

Hier hatte ich die Qual der Wahl. Entscheide ich mich für einen Film über das alte Rom oder lieber Russland zur Zarenzeit? Oder vielleicht für ein Epos über den Ersten oder Zweiten Weltkrieg? – Nö. Mein Herz schlägt für Schottland, und deshalb hat es nicht „Braveheart“, sondern ein Film aus dem Jahr 1995 über den schottischen Volkshelden Robert Roy MacGregor, mit Liam Neeson in der Rolle des Titelhelden und Tim Roth als dessen Gegenspieler Archibald Cunningham (https://www.crew-united.com/Media/Images/907/907190/907190.entity.jpg)   

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Am Ende sind es jetzt doch noch sechs Stück geworden…