Die 5 Besten am Donnerstag : Small Town Blues

Warm ist es ja schon – nur mit dem Leben in Kleinstädten habe ich keine Erfahrung, doch genau um diese Orte geht es heute bei den Besten am Donnerstag – was alle fünf Filme miteinander verbindet, ist die Tatsache, dass das Leben aller Beteiligten in ihnen gründlich auf den Kopf gestellt wird.

1 : Chocolat – ein kleiner Biss genügt — Tranquilité ist das Zauberwort in dem verschnarchten Städtchen Lansquenet-sur-Tannes, in dem die Nomadin und alleinerziehende Mutter Vianne ausgerechnet mitten in der Fastenzeit eine Chocolaterie eröffnen möchte. Auf das Publikum wartet jede Menge Romantik, haufenweise leckere Schokolade, eine Traumbesetzung und eine zusammenwachsende Kleinstadtgemeinschaft, in der selbst eine anfangs noch schräg angesehene Außenseiterin aufblüht und neues Selbstbewusstsein entwickelt.

2 : Three Billboards outside Ebbing, Missouri — Eine Mutter, die endlich das abscheuliche Verbrechen an ihrer Tochter aufgeklärt haben möchte und zu diesem Zweck drei Plakatwände am Highway vor der Stadt mietet, um dort ihre persönliche Anklage an den Sheriff plakativ zu präsentieren.

3 : Muriels Hochzeit — Das Leben in dem australischen Küstenkaff hängt der als Versagerin verschrienen Muriel Heslop dermaßen zum Hals heraus, dass sie mit einer Freundin die Segel streicht und nach Sydney zieht. Leider entwickelt sich das Leben der beiden jungen Frauen dann doch nicht so, wie sie es gerne hätten.

4 : Pleasantville — Plötzlich in der Lieblingsserie in Schwarz-Weiß zu landen, die in den Fünfziger Jahren spielt… ein Traum für den einen, ein Alptraum für die andere. Auf einmal muss sich das Geschwisterpaar neu orientieren und lernen, in dieser Spießeridylle klarzukommen – aber nicht nur ihr Leben ändert sich, sondern auch das der festgefahrenen Bevölkerung des auf den ersten Blick so idyllisch wirkenden Städtchens, in dem es bislang keine Farben gab und es keine Straßen nach draußen gab. Bislang.

5 : Die Vögel — Der Tag, an dem das Unheil in Form zweier Liebesvögel Einzug hielt. Es dauert nicht lange, da wird Bodega Bay von einem wahren Horrortrip heimgesucht, als Vögel jeglicher Art über den beschaulichen Ort herfallen und reichlich Blut fließt.

Die musikalische Unterstützung kam diesmal von John Mellencamp – gefunden auf youtube (https://www.youtube.com/watch?v=0CVLVaBECuc).

Die 5 Besten am Donnerstag : Hot’n’Cold

die Rockabilly-Coverversion zur Überschrift – gefunden auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=CpWAl8C0H0A

Aus der Kälte in die Wärme: Filme, die an warmen Orten spielen, werden heute bei den Besten am Donnerstag gesucht. Da heißt es gut aufpassen – bevor die immergleichen Verdächtigen in den Top Five landen… Was bei meiner Suche, die teilweise in eine andere Richtung geht, herausgekommen ist, zeigt die folgende Aufstellung ohne Wertung:

1 – Three Summers: Und es war Sommer. Wie der Name schon verrät, stehen hier drei Sommer im Fokus: drei Jahre in Folge – bei einem Folkfestival – irgendwo in Westaustralien. Ich wette, diesen Film kennt hierzulande kein Schwein; entdeckt habe ich ihn in einem der vergangenen Winter im Spätprogramm der BBC und ihn auf gut Glück aufgenommen. Wenn mich das Fernweh packt, greife ich zu dieser etwas anderen romantischen Komödie mit interessanter Nebenhandlung.

Willkommen beim Westival – gefunden auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=T8HoGzFwiko

2 – Midsommar: Ach ja, die Mittsommernacht in Schweden, irgendwo auf dem Lande – doch die Idylle trügt: Dies hier ist nicht Bullerbü und auch nicht Lönneberga, sondern eine abgelegen lebende Gemeinschaft, die blutigen Ritualen frönt. Meine Entdeckung im vergangenen Jahr.

Alle 90 Jahre vollzieht man ein blutiges Ritual – gefunden auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=1Vnghdsjmd0

3 – Casablanca: Der schwarz-weiße Klassiker mit Ingrid Bergman und Humphrey Bogart in den Hauptrollen.

play it again, auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=BkL9l7qovsE

4 – The Peanut Butter Falcon: Das etwas andere Roadmovie mit Shia LaBeouf als Kleinkriminellem und Zak Gottsagen als Junge mit Down-Syndrom, auf einem Trip durch Florida – mit dem Ziel, eine Wrestlinglegende zu treffen.

Fast wie bei Mark Twain – gefunden auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=UNl9RqjLCwc

5 – Burlesque: Von wegen „warm ist es meist draußen“: In diesem Nachtclub steppt der Bär, und die Tänzerinnen auf der Bühne heizen dem Publikum ordentlich ein – doch erst mit Christina Aguilera kommt richtig Schwung in die ohnehin schon dampfende Bude.

Welcome to the show, auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=wrW0hJOE8AA

That’s it – heute morgen hatte ich noch „sunshine in my pocket„, jetzt leide ich eher an einem Fall von „melting in the sun„- „Vom Winde verweht wäre noch ein passender Kandidat gewesen, aber da zerfließe ich schon beim Gedanken an ins Korsett geschnürte Scarlett O’Hara in der Schwüle Georgias.

Die 5 Besten am Donnerstag : Let it snow

Winter is coming! Bei den Besten am Donnerstag geht es heute um die besten Filme, die im Schnee spielen – und da wir schon mal beim Thema sind, fange ich mit dem Film an, der „im Schnee“ im Titel trägt:

1 – Drei Männer im Schnee: Bei der österreichischen Verwechslungskomödie von 1955 handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Erich Kästners in schwarz-weiß – trotz seines Alters verspüre ich auch heute immer noch den Wunsch, die Alpen mal wieder im Winter zu besuchen. Der heimliche Star des Films ist übrigens ein in der Nacht gebauter Schneemann mit einem formidablen Eierkopf.

2 – Ice Age: Die Eiszeit naht, und eine nicht alltägliche Herde, bestehend aus Mammut Manni, Säbelzahntiger Diego und Faultier Sid, macht sich auf in den Süden, um einer Herde Menschen ihr verlorengegangenes Junges wiederzubringen, wobei Diego zunächst mit unfairen Karten spielt. Der wahre Star des Films ist jedoch Scrat, ein der Sprache nicht mächtiges und daher pantomimisch agierendes Hörnchen, das vom Pech verfolgt wird.

3 – Everest: Basierend auf dem Roman „In eisige Höhen“ von Jon Krakauer kann man hier in epischer Breite hautnah das Scheitern einer Everestexpedition von 1996 miterleben. Das Traurige daran: Auch heute noch reißt der Strom der Expeditionen und der mit ihnen einhergehenden Staus vor dem „höchsten Gipfel der Welt“ nicht ab, auch mit Corona.

4 – The Day after Tomorrow: Von wegen Globale Erwärmung – in dem zweistündigen Katastrophenfilm von Roland Emmerich überzieht eine neue Eiszeit die gesamte nördliche Hemisphäre, in der eine Orientierung kaum möglich ist. Rein zufällig ist dies nach „Everest“ schon der zweite Film mit Jake Gyllenhaal, der in meinen Top Five auftaucht.

5 – Shining: Ein Job in einem leerstehenden Hotel in einer abgelegenen Gegend während des Winters – beste Voraussetzungen für Horror und um sich greifenden Wahnsinn – eine wichtige Rolle spielt übrigens das an das Hotel angrenzende Labyrinth, in dem man sich während des Schneetreibens leicht verirren kann.

Die 5 Besten am Donnerstag : I made it through the wilderness..

Keine Angst, bei den Besten am Donnerstag geht es nicht um Musikvideos aus den 80er Jahren, sondern um Filme, die in der Wildnis spielen. Und schon geht’s los – schließlich gleitet die Straße fort und fort…

1 – Das Gesamtpaket – weit weit weg

Ob Berge, Schluchten, Einöden oder unheimliche, dichte Wälder… als ich „Der Herr der Ringe – die Gefährten“ im Kino sah, war ich überwältigt, denn genau so hatte ich mir beim Lesen immer Mittelerde vorgestellt.

2 – die ganzheitliche Erfahrung – Nordamerika

In „Der große Trip – Wild“ begibt sich Reese Witherspoon auf Schusters Rappen nicht nur auf einen nordamerikanischen Fernwanderweg, sondern auch auf einen Selbstfindungstrip und macht schon zu Beginn des Wegs die Erfahrung, dass sie die falschen Dinge eingepackt hat. Damit hat sie mich fatal an meinen eigenen Versuch einer mehrtägigen Wanderung entlang des Jakobswegs erinnert, den ich Ende Februar 2012 unternommen habe.

3 – ein harter Sparringspartner – Nordamerika

Wenn die Klettertour an einem Felsen scheitert. Als Aron Ralston (James Franco) in einem Canyon von einem Stein eingeklemmt wird, bleiben dem jungen Mann 127 Stunden und ein Taschenmesser, um sich von dem Handicap zu befreien. „127 Hours“ beruht auf dem autobiografischen Buch „Between a rock and a hard place“ und wurde von Danny Boyle eindrucksvoll in Szene gesetzt.

4 – Der Dschungelkönig – Südamerika

Opernliebhaber Brian Sweeney Fitzgerald (Klaus Kinski), von den Peruanern Fitzcarraldo genannt, hat einen gigantischen Traum – so lasset uns denn mitten im Dschungel ein Opernhaus bauen und Enrico Caruso engagieren… Dass Fitzcarraldo nicht mehr ganz von dieser Welt ist, zeigt sein Vorhaben, einen Dampfer über einen Berg zu transportieren, als es auf dem Fluss nicht mehr weitergeht.

5 – Der Endgegner – Australien

Wenn man sich gegen die Wildnis stellt, schlägt diese am Ende gnadenlos zurück – diese Erfahrung muss in „Long Weekend“ aus dem Jahr 2008 ein Paar (Jim Caviezel & Claudia Karvan) machen, das seine Ehekrise ausgerechnet bei einem Campingwochenende irgendwo an der australischen Küste lösen möchte. Dabei ist es nur wenig hilfreich, dass sich beide wie die Axt im Walde benehmen und keinen Respekt vor der Natur haben. Da lauert der Horror überall.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die Wüste lebt!

Definieren Sie Wüste – laut Wikipedia sind das Gegenden ohne nennenswerte Vegetation, und es gibt sie nicht nur auf der Erde. Soviel zum aktuellen Thema bei den Besten am Donnerstag – Wüsten im Film sind also ein weites Feld, und wie immer zähle ich meine fünf Filme zu diesen ungastlichen Regionen ohne Wertung auf, gegliedert nach Wüstentypen.

1 – Die Eiswüste

In dem französischen Dokumentarfilm „Die Reise der Pinguine“ von 2005 wird die strapaziöse Wanderung von Kaiserpinguinen zu ihren Brutstätten in der Antarktis thematisiert. Um sich in die Tiere besser hineinfühlen zu können, wurden ihnen menschliche Stimmen und Dialoge verpasst. Davon mag man halten, was man will, aber auch ohne Ton bekommt man einen Eindruck von der Ungastlichkeit dieses Kontinents.

2 – Das australische Outback *)

In dem Roadmovie „Priscilla – Königin der Wüste“ von 1994 fahren drei Travestiekünstler (Terence Stamp, Hugo Weaving, Guy Pearce) mit einem ausrangierten Schulbus von Sydney nach Alice Springs, wo auf einen von ihnen ein Engagement wartet. Für Roadmovies, auf denen die Akteure vor Herausforderungen unterschiedlicher Art gestellt werden, bin ich immer zu haben, und wem die Geschichte bekannt vorkommt, liegt richtig. Ein Jahr später kam das amerikanische Remake mit Patrick Swayze, Wesley Snipes und John Leguizamo in die Kinos.

3 – Die Sandwüste

Zu „Prince of Persia: Der Sand der Zeit“ aus dem Jahre 2010 lieferte ein Computer- bzw. Videospiel die Vorlage. In den Hauptrollen dürfen Jake Gyllenhaal, Ben Kingsley, Gemma Arterton und Alfred Molina glänzen – und die Wüste bzw. das Persien des 6. Jahrhunderts wird hier tatsächlich grandios in Szene gesetzt. Spannung ist bei diesem Epos um den Prinzen Dastan, der seine Unschuld beweisen und verhindern muss, dass die Falschen die Macht über den Sand der Zeit erlangen, auf jeden Fall garantiert.

4 – Die Wasserwüste

Mit der dystopischen Produktion „Waterworld“ ist Kevin Costner 1995 im wahrsten Sinne des Wortes beinahe baden gegangen. In einer fernen Zukunft ist die Erde förmlich abgesoffen, festes bzw. trockenes Land ist ein kostbares und verzweifelt gesuchtes Gut – ähnlich den Oasen in nordafrikanischen Sandwüsten… An Auszeichnungen war für diesen Film das ganze Spektrum dabei – von den Nominierungen für die British Film Awards oder die Oscars bis hin zur Verleihung mehrerer goldener Himbeeren war alles dabei. Andere schnarchen bei diesem Streifen weg, ich fand ihn besser als erwartet.

5 – Ein ganzer Planet

Der wahre Klassiker des Sci-Fi-Genres sollte neu verfilmt werden – ich bleibe vorerst bei der Originalfassung von „Dune – der Wüstenplanet“, gedreht im Jahr 1984, unter der Regie von David Lynch. Ich hatte letztes Jahr erst das Vergnügen, und bei „Der Hobbit – die Schlacht der fünf Heere“ ein Déjà-Vu, als mich eine gewisse Szene fatal an die Sandwürmer auf Arrakis erinnert hat.

Und zum Schluss all die Filme, die mir hinterher noch eingefallen sind: Long Walk Home / The Day after Tomorrow / Der Marsianer – Rettet Mark Watney / die Mad-Max-Filmreihe / Tod auf dem Nil / Land der Pharaonen / Die Wüste lebt / Die Mumie *) auf ein in dieser Gegend gedrehtes Musikvideo, das ich vor einiger Zeit mit dem Beitragsbild verknüpft habe, verzichte ich an dieser Stelle

Die 5 Besten am Donnerstag : La Mer

Filme, die auf, unter, im und vor allem am Meer spielen, gibt es wie Sand am Meer. Und genau danach wird in der aktuellen Ausgabe der Besten am Donnerstag gesucht. Gefunden habe ich mal wieder mehr, als in diesen Beitrag hineinpasst – die Auswahl war deshalb für mich schwierig. Ohne Wertung, sind dies meine fünf Auserwählten, die nur wenige der üblichen Verdächtigen enthält.

1 – Am Meer : Wenn der Traumjob zum Alptraum wird

In dem in Schwarz-Weiß gedrehten Horrorfilm „Der Leuchtturm“ von 2019 machen sich zwei Leuchtturmwärter (Willem Dafoe und Robert Pattinson) auf einer abgelegenen Insel vor der kanadischen Küste das Leben gegenseitig zur Hölle und driften langsam in den Wahnsinn ab. Das ständige Tosen des schier endlosen Sturms und das permanente Tuten des Nebelhorns drücken nicht nur auf die Stimmung aller Beteiligten im quadratischen Format gefilmten Kammerspiel, sondern hatte im Dezember 2019 auch auf mich eine beklemmende Wirkung. Und das eine Woche vor Heiligabend. Merry Christmas, kann ich da nur sagen.

2 – Auf dem Meer : Wenn man an einen echten Seelenverkäufer gerät

Geisterschiffe sind ein beliebtes Thema in Film und Literatur. Gabriel Byrne und Julianna Margulies geben sich die Ehre in „Ghost Ship“, einer australisch-amerikanischen Co-Produktion von 2002. Hier versucht die Besatzung der Arctic Warrior die Ladung der menschenleer im nördlichen Atlantik umhertreibenden Antonia Graza, einem in den sechziger Jahren verschwundenen Luxusliners zu bergen. Mit dem Gold hätten sie ein für alle Mal ausgesorgt, doch schnell wird klar, dass mit dem Schiff etwas nicht stimmt und jeder, der seinen Fuß auf dieses Schiff setzt, dem Untergang geweiht ist.

3 – Am und auf dem Meer : Eine Seefahrt, die ist lustig

Bei diesem Segeltörn allerdings leider nicht: Auch in „Triangle – die Angst kommt in Wellen“ (Großbritannien/Australien) von 2009 geht es erneut um ein Geisterschiff. Dieses ist für eine Handvoll Schiffbrüchige die einzig mögliche Zuflucht, womit die Bedauernswerten jedoch nicht gerechnet hatten, ist die auf sie lauernde Zeitschleife. Oder war die Zeitschleife von Anfang an da? Mit jeder Wiederholung steigt die Anzahl der Toten… Egal, wie oft ich mir diesen wie eine Endlosschleife wirkenden Horrorfilm auch ansehe, ich komme einfach nicht dahinter, was in diesem Fall als Kompliment gemeint ist.

4 – Im bzw. unter dem Meer : Havarie in 600 Metern Tiefe

Kein Horror, sondern Science-Fiction von James Cameron, dem kanadischen Regisseur mit einer Vorliebe für Produktionen in Überlänge. 1989 kam „Abyss – Abgrund des Todes“ in die Kinos. Bei dem Versuch, ein gesunkenes Atom-U-Boot zu bergen, geraten Virgil Brigman (Ed Harris) und seine Crew in Bedrängnis, und im Lauf des ausgeklügelten Manövers geht es tausende von Metern in die Tiefe, wo eine echte Überraschung auf die Tauchenden wartet.

5 – Im bzw. über dem Meer : Die große Katastrophe

Der wahre Horror findet oft in der Realität statt. Als es 2010 im Golf von Mexiko auf der Ölplattform „Deepwater Horizon“ zur Explosion kam, folgte die Umweltkatastrophe auf dem Fuße – eine Geschichte, die der gleichnamige Film von 2016 mit Mark Wahlberg, Kurt Russell und John Malkovich in den Hauptrollen eindruckvoll erzählt wird. Zeitdruck, eine nur mäßig kompetente Konzernleitung und deren Zwang, möglichst viel Geld zu sparen, hebeln sämtliche Vorsichtsmaßnahmen aus, und so bleiben nicht nur die Sicherheit und damit die Leben der auf der Bohrinsel arbeitenden Menschen, sondern vor allem das Meer (und das Leben darin) auf der Strecke.

Und zum Schluss all die Filme, die mir noch eingefallen sind, die es aber dann doch nicht geschafft haben (warum auch immer):

The Beach / Porträt einer jungen Frau in Flammen / Ondine, das Mädchen aus dem Meer / Long Weekend / Die Frau, die sich traut / Die Melodie des Meeres / Selkie – der Seehundmensch / Titanic / Cast Away – Verschollen / Das Böse unter der Sonne.

Die 5 Besten am Donnerstag : Geschwister in Serien und Filmen

Da ich die letzte Ausgabe der Besten am Donnerstag verpasst habe lege ich heute nach den Geschwistern in Serien die Geschwister in Filmen nach. Irgendwie ist bei mir zur Zeit der Wurm drin, denn ich hänge hoffnungslos hinterher.

Geschwister in Serien

So viele Serien, die mich interessieren – aber welche können mit interessanten Geschwistern aufwarten?

This is us : Ganz vorne dabei ist die Patchwork-Familie der Pearsons aus Pittsburgh in This is us – Das ist Leben. Erzählt wird die Lebensgeschichte der drei Geschwister Kevin, Kate und Randall, die am selben Tag geboren worden sind – wobei Randall als vor einer Feuerwache abgelegtes Baby von Jack und Rebecca adoptiert wurde, nachdem ihr jüngster Drilling tot zur Welt kam. Die Handlung folgt dabei keiner chronologischen Reihenfolge, sondern springt in der Zeit munter hin und her und gibt mir das Gefühl, ein filmisches Puzzle vor mir zu haben, bei dem das Bild mit jedem Teilchen ein wenig klarer wird.

Nashville : Zur Zeit schaue ich die fünfte Staffel der in der Welt der Countrymusik angesiedelten Serie „Nashville“, in der die beiden Töchter Maddie und Daphne der Country-Legende Rayna Jaymes im Mittelpunkt stehen. Sorgen und Nöte von Teenagern, die mit engelsgleichen Stimmen gesegnet worden sind. Dass beide Mädchen unterschiedliche Väter haben, sorgt für genügend Konfliktpotential und verheißt Drama.

911 – Notruf LA : Noch eine Maddie. In diesem Fall arbeitet die Schwester (dargestellt von Jennifer Love Hewitt) von Feuerwehrmann Evan Buckley in der Notrufzentrale und nimmt Anrufe entgegen.

American Horror Story – Freak Show : Sarah Paulson in der Doppelrolle der siamesischen Zwillinge Bette und Dot Tattler, die im Wanderzirkus von Elsa Mars (Jessica Lange) auftreten. Ob sie das freiwillig tun, lasse ich dahingestellt, da es schon eine Weile her ist, dass ich diese Staffel gesehen habe.

Grey’s Anatomy : Interessanter als die Halbgeschwisterkonstellation Meredith, Lexi, Maggie und Amelia finde ich die Geschichten der Patienten, die teilweise so surreal sind, dass ich mir nicht vorstellen kann, so etwas auch in der Wirklichkeit zu erleben, wie z.B. die junge Frau, die als Organspenderin für ihre Schwester herhalten soll oder das Familientreffen, bei dem sämtliche Mitglieder nach einem Fiasko beim Tauziehen in der Notaufnahme landet.

Geschwister in Filmen

Bei den Filmen war’s genau anders herum – mir sind so viele Filme eingefallen, dass es mir schwergefallen ist, eine Auswahl zu treffen; der Schwerpunkt liegt bei mir diesmal auf deutschen Produktionen.

Wer früher stirbt, ist länger tot : Nachdem der kleine Sebastian von seinem älteren Bruder Franz erfahren hat, woran seine Mutter wirklich gestorben ist, möchte er unsterblich werden und macht bei seinen teilweise absurden und abenteuerlichen Aktionen die Erfahrung, dass dies schwerer ist als er sich in seiner kindlichen Fantasie vorgestellt hat.

Bergkristall : Einer alten Sage nach vermag ein bestimmter Bergkristall zertstrittene Menschen zu versöhnen, und so macht sich ein Geschwisterpaar auf, den Kristall zu suchen, auch wenn sie dabei Gefahr laufen, sich in der winterlichen Alpenlandschaft zu verirren.

25 km/h : Zwei Brüder und ihre Bucket List: Mit uralten Mofas, die höchstens 25 km/h auf den Tacho bringen, quer durch Deutschland zu zockeln… das etwas andere Roadmovie mit Bjarne Mädel und Lars Eidinger.

The straight story : Zwei zerstrittene Brüder, von denen der eine in Wyoming und der andere in Iowa lebt, und weil der eine einen Schlaganfall hatte und der andere schlecht sieht und keinen Führerschein hat, beschließt letzterer, den Streit zu begraben und die 400 Kilometer zu seinem Bruder mit einem Aufsitzrasenmäher zurückzulegen, was bei einer Höchstgeschwindigkeit von 8 km/h länger dauern kann.

Die Tribute von Panem : Todesmutig geht Katniss Everdeen dazwischen, als bei der „Ernte“ ihre kleine Schwester Primrose ausgelost wird, um in der Arena gegen 23 andere Tribute zu kämpfen.

Die 5 Besten am Donnerstag : Wo die Liebe hinfällt

Wenn’s nach den anderen gegangen wäre, dann wäre aus einigen kein Paar geworden – darum ging es gestern bei den Besten am Donnerstag, die ich glatt verpasst habe. Irgendwie ist seit Ostern mein Zeitgefühl aus dem Takt, deshalb gibt es meine Auswahl von „Paaren, die keine sein dürften“, mit Verspätung…

Harold & Maude

In der gleichnamigen schwarzen Komödie von 1971 werden aus der 79jährigen Exzentrikerin Maude und dem 20jährigen Harold, der sich für Friedhöfe und Beerdigungen interessiert und Scheinselbstmorde inszeniert, ein Paar.

Tony & Maria

Romeo und Julia als Tanzfilm der Moderne – ein Klassiker, denn in „West Side Story“ stehen beide auf einander entgegengesetzten Seiten. Er als Gründungsmitglied der Jets, einer weißen Gang – sie als Schwester von Bernardo, dem Anfüher der Sharks, einer puertoricanischen Bande. Da kann sich jeder denken, welchen Lauf das Drama nimmt.

Jess & Joe

In „Kick it like Beckham“ erwischt es Jess, die heimlich in einem Fußballclub für Mädchen mitspielt, weil sich ein solcher Sport für ein indisches Mädchen nicht schickt, als sie sich ausgerechnet in den aus Irland stammenden Coach des Teams verliebt.

Henry & Clare

Hier ist es zur Abwechslung mal nicht das Umfeld, das dagegen ist, sondern die Zeit selbst oder das Universum, je nachdem, wie man es betrachtet. Oder ist es Schicksal? Denn in „Die Frau des Zeitreisenden“ können die beiden Liebenden jederzeit voneinander getrennt werden. An Henrys unkontrollierbaren Reisen durch die Zeit in alle Richtungen ist ein Gendefekt schuld, und es gibt nichts, was man dagegen tun kann.

Kili & Tauriel

Ginge es nach Legolas‘ Vater, dem Elbenkönig Thranduíl, dürfte die eigensinnige Elbin in der „Hobbit“-Trilogie nicht einmal die Grenzen des Düsterwaldes überqueren. So aber pfeift sie auf die ihr auferlegten Pflichten und schließt sich der von Thorin Eichenschild angeführten Gruppe von Zwergen und einem Hobbit an, da sie sich in Kili, einen der beiden Neffen Thorins verliebt hat, dabei sind Elben und Zwerge schon seit Urzeiten nicht gut aufeinander zu sprechen. Dass es dabei aber dann noch zu einer Neuauflage von „I will follow her“ seitens Legolas kommt, hat wahrscheinlich wieder jeder außer mir kommen sehen.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die (hehre) Anwaltszunft

Amerikanische Gerichtsthriller – ein weites Feld. Da kommen die unterschiedlichsten Themen vor Gericht. Die Frage ist nur: Fallen mir zu den Besten am Donnerstag auch tatsächlich Filme mit Anwältinnen ein? Ich gestehe, keinen Dunst zu haben und plädiere auf mildernde Umstände. Die Filme sind in chronologischer Reihenfolge aufgeführt und stellen keine Wertung dar.

Angeklagt (The Accused – 1988): Jodie Foster als Opfer einer Gruppenvergewaltigung, der man vor Gericht eine Mitschuld an dem Verbrechen gibt und sie somit die Hölle ein zweites Mal erleben lässt. Nach anfänglichen Vorbehalten ändert ihre Anwältin (Kelly McGillis) die Strategie und klagt nicht nur die Täter, sondern auch die Anstifter zu dem Verbrechen an.

Natürlich Blond (Legally Blonde – 1991): Blondinen werden immer unterschätzt oder für dämlich gehalten, diese Erfahrung treibt Elle Woods (Reese Witherspoon) so um, dass sie sich mit einer unorthodoxen Bewerbung einen Platz an einer Elite-Uni sichert, um es ihrem Ex gründlich zu zeigen. Dass sie dank ihrer unkonventionellen Denkweise und ihren Beauty-Erfahrungen einen scheinbar eindeutigen Fall löst, versetzt die hochnäsigen Komilitonen in Erstaunen.

Eine Frage der Ehre (A few good men – 1992): Wurde ein sogenannter Code Red, der zum Tode eines Marines geführt hat, von einem Vorgesetzten angeordnet? In dem spannenden Prozess vor einem Militärgericht geben sich u.a. Demi Moore, Jack Nicholson, Kevin Bacon und Kiefer Sutherland die Ehre.

Enthüllung (Disclosure – 1994): Diesmal ist Demi Moore die Böse – in einem firmenpolitischen Intrigenspiel. Nachdem sie ihren Kollegen (Michael Douglas) nach Dienstschluss in ihrem Büro sexuell belästigt hat, dreht der Gemobbte den Spieß um und zieht vors Arbeitsgericht. Dabei wird schnell klar, dass hinter dem im Fokus stehenden Delikt noch viel mehr steckt.

Sleepers (Sleepers – 1996): Und noch einer, der sich auf der anderen Seite wiederfindet. In „Eine Frage der Ehre“ gab Kevin Bacon den Ankläger, nun ist er selbst einer der angeklagten Wärter im Jugendgefängnis, die sich des sexuellen Missbrauchs von minderjährigen Insassen schuldig gemacht haben. Der Fall ist kniffelig und verzwickt, und der Anwalt Michael Sullivan (Brad Pitt), sieht sich gezwungen, zu einem schmutzigen Trick zu greifen, um die Peiniger seiner Freunde hinter Gitter zu bringen. Eine Anwältin ist hier zwar nicht am Start, dafür aber die Sozialarbeiterin Carol Martinez (Minnie Driver), die ebenfalls zu dem Freundeskreis gehört.

Die 5 Besten am Donnerstag : Meine liebsten Filmzitate

Yippieh-ya-yay, Schweinebacke! Im Merken von Filmzitaten oder darin, sie wortwörtlich wiederzugeben, bin ich ganz schlecht. Daher musste ich für die neueste Kopfnuss bei den Besten am Donnerstag auf Ginas Blog eine Weile in der Versenkung – äh, in den unendlichen Weiten des Internets – buddeln und habe meine Fundstücke auf ihre Anwendbarkeit in unterschiedlichen Lebenslagen getestet. Dabei bin ich zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen gekommen und habe auf eine wertende Reihenfolge verzichtet.

Wenn’s mal wieder länger dauert

Nicht so hektisch übern Ecktisch! Die aktuelle Folge von „9-1-1 : Notruf LA“ hat mich darauf gebracht: als einer der Gangster nämlich partout allen anderen sein eigenes Tempo aufzwingen will. Hier nun das passende Zitat aus der Filmkomödie „Superstau“ aus dem Jahr 1991, aus dem Mund von Jan Fedder: „Feddich is nich feddich, wenn du sachst feddich, feddich is feddich, wenn ich sach feddich. Außerdem sind wir nich bei Aldi, sondern im Stau. Feddich.“ Habe fertig – Flasche leer.

Wenn man eine Rede halten muss

Flieht, Ihr Narren! Bei manchen Reden oder Ansprachen kommt es auch stark aufs Publikum an. Wenn man mit einem Teil der buckligen Verwandtschaft über Kreuz ist und dann auch noch so viele kommen, dass man den Überblick verliert, kann man schon mal wie Bilbo Beutlin ins Trudeln kommen. Oder war es am Ende eine Mischung aus Bosheit und Absicht? „Ich kenne die Hälfte nicht halb so gut, wie ich es möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.“ – bei dieser Ansprache zu Beginn von „Der Herr der Ringe – die Gefährten“ kommen so manche aus der zahlreichen Gästeschar ins Grübeln, wie das „Kompliment“ denn nun gemeint war.

Wenn man nicht weiß, was man bestellen soll

Das Gleiche – oder: Reden mit Händen und Füßen… In „Harry und Sally“ gibt es die eine Szene, in der Sally im vollbesetzten Restaurant dem verblüfften Harry eindrucks- und äußerst geräuschvoll demonstriert, wie man als Frau glaubhaft einen Orgasmus vortäuscht. Als sie mit ihrer Show fertig ist, folgt die Bestellung einer der am Nachbartisch sitzenden Dame auf dem Fuße: „Ich will genau das, was sie hatte.“ – Dagegen fiel meine Bestellung in einem Straßencafé in Paris geradezu harmlos aus, als ich nicht wusste, wie ein bestimmtes Getränk hieß und „Le même“ orderte, während ich dabei auf das Glas eines anderen Gastes deutete.

Wenn man eine gute Begründung braucht

Towanda! Es ist aber auch ein Kreuz mit der Parkplatzsuche; kaum hat man nach endlosem Gegurke schließlich einen gefunden, gibt es immer jemanden, der ihn einem vor der Nase wegschnappt. Dass die beiden Parkplatzdiebinnen in dem Drama „Grüne Tomaten“ die gestresste Evelyn auch noch verhöhnen, lässt bei der Übervorteilten sämtliche Sicherungen durchbrennen, und die sonst so schüchterne Evelyn wird zur autozerstörenden Furie, die die legendären Worte spricht: „Seht es ein, Kinder: Ich bin älter und viel besser versichert.“ Kann man machen, und ist auch verständlich – sollte man aber nicht, wenn einem seine Finanzen und sein Versicherungsschutz lieb sind.

Wenn man auf etwas hingefiebert hat

Vorfreude ist doch die schönste Freude. Von wegen: Da investiert man Stunden in die Zubereitung des Festessens, und dann ist es in weniger als zwanzig Minuten verputzt. Oder man sehnt sich den Urlaub herbei, und ehe man sich’s versieht, sitzt man auch schon wieder im Flieger in die Heimat – eine Situation, die die meisten von uns kennen dürften. Von wem das folgende Zitat aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“ stammt, weiß ich nun wirklich nicht mehr, aber es fasst das von mir Gesagte exzellent zusammen: „Wissen Sie, das Glück ist wie die Tour de France. Man wartet so lange, und dann rast es vorbei.“ Diese Erfahrung habe ich zuletzt im Sommer 2019 machen dürfen, als zwei Wochen in Ontario und Québec wie im Flug vergingen und ich am liebsten John McClanes Statement aus „Stirb langsam – jetzt erst recht“ unterschrieben hätte. I had no idea Canada would be this much fun – obwohl er seine Worte bestimmt anders gemeint hat.

Das Beitragsbild stammt übrigens aus dem Hotel, in dem ich bei den Niagarafällen ganz feudal residieren durfte.

Und by the way – es gäbe noch so viele weitere Zitate, die mir auf der Zunge lagen, wie z.B. „Ich habe eine Wassermelone getragen“ (Dirty Dancing), „Ich könnte mich als Führer anbieten – nein Danke, heute nicht.“ (Der Wixxer), „Jeder nur ein Kreuz“ (Das Leben des Brian) oder „Jetzt nicht den Kopf verlieren! – Kopf verlieren, Kopf verlieren…. Aaaaaaah!“ (Hennen rennen), aber die fünf oben fand ich treffender – in diesem Sinne dann bis zum nächsten Mal, oder – wie der Terminator: Hasta la vista, baby.