ABC-Photography : G wie Geschichte

 

In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, mache ich einen Ausflug in die Geschichte, denn das Motto lautet

 

G wie Geschichte

Schon seit Jahren steht auf dem Wohnzimmerschrank eine Zigarrenkiste, in der sich Familienfotos meines verstorbenen Mannes befinden. Da sich darin auch alte Postkarten, Negative und Bilder von mir unbekannten Personen befinden, habe ich an Weihnachten mit seinen Geschwistern ausgemacht, dass wir uns die Fotos zusammen ansehen würden und ich dann die gewünschten Aufnahmen für sie digitalisieren lassen würde. Mit Passfotos und Bildern aus den Sechziger Jahren ist es relativ einfach, sie einzuscannen und auf DVD zu brennen. Aber was tun mit Fotos, die 1898 in einem belgischen Fotostudio angefertigt wurden? Auf Glasplatten aufgenommen, auf stabilen Karton aufgebracht und mit einem Goldrand versehen… wie soll man solche Kunstwerke einscannen, ohne dass die Qualität leidet? Et Voilà – meine Galerie:

Gruppenfoto mit gewagter Pose: Neckisch zeigt die Dame links außen ihren Fuß.

 

 

Grande Dame & Gentleman:

 

 

Andere Zeitdokumente:

 

Selbst die Rückseite der Fotos aus diesem französischen Studio ist optisch ein echtes Highlight der Belle Epoque. Und auch wenn ich niemanden auf diesen Aufnahmen kenne, sind sie für mich kostbare Zeitdokumente, denen ich hier einen Ehrenplatz gebe, bevor sie wieder in ihrer Behausung aus Holz zur Ruhe kommen dürfen.

 

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ABC-Photography : F wie Flaggenalphabet

 

In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, mache ich einen Ausflug zur Royal Yacht Britannia, die ich vor sechs Jahren besichtigt habe und auf der ich mein F gefunden habe, nämlich

 

F wie Flaggenalphabet

 

Whisky Tango Foxtrot: WTF – Immer diese Abkürzungen. Das internationale Flaggenalphabet kann man im Internet finden. Oder man stößt während des Urlaubs auf ein richtiges, hinter Glastüren.

 

 

Dieses Exemplar habe ich auf der HMS Britannia im Oktober 2013 entdeckt, als das Schiff am Ocean Terminal nördlich von Edinburgh vor Anker lag. Da liegt die Staatsyacht übrigens noch immer.

 

 

Der Stapellauf war am 16. April 1953, am 11. Januar 1954 wurde sie in Dienst gestellt und seit dem 11. Dezember 1997 ist sie außer Dienst. Jährliche Betriebskosten von 30 Millionen Pfund waren dann vielleicht doch etwas viel für die Steuerzahler.

Heute ist die königliche Yacht ein Museumsschiff, dessen Besichtigung mir sehr gut gefallen hat. Wo bekommt man sonst Einblick in die königlichen Kajüten, die Whiskybar und vor allem die Wirtschaftsräume? Wer weiß, ob ich dieses Jahr in Kanada etwas ähnliches zu sehen bekomme.

 

 

ABC-Photograpy : E wie Enzian

 

In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, lasse ich Blumen sprechen – und zwar

E wie Enzian

Aus Jux habe ich bei wikipedia das Blumen-Alphabet befragt; die Sprache der Blumen kam in früheren Zeiten immer dann zum Einsatz, wenn Liebende nicht wussten, wie sie ihren Gefühlen verbal Ausdruck verleihen konnten. Über den Enzian heißt es dort: „Deine Schönheit ist überwältigend“. Wow. Sollte mir also in Zukunft mal jemand eine solche Blume schenken wollen, wüßte ich, was er von mir dächte.

 

 

Allerdings wüsste ich dann auch, dass ein solcher Mensch geschützte Alpenblumen nicht respektiert, und das wäre für mich nicht akzeptabel. Ich fotografiere solche seltenen Pflanzen lieber. Über dem Herzen könnte ich eine solche Blume nicht tragen, sondern dann doch eher im Haar, denn in viktorianischen Zeiten war laut Wikipedia das Tragen von Blumen im Haar eine nonverbale Ablehnung. Be sure to wear some flowers in your hair? Wohl eher nicht.

ABC-Photography : D wie Dachlandschaften

 

 

In der heutigen Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, möchte ich euch in eine andere Welt mitnehmen, denn heute ist das D dran.

 

D wie Dachlandschaften

In einer Welt, in der die gefühlte Mehrheit den Blick unentwegt auf die Displays ihrer Smartphones heftet, möchte ich den Blick nach oben lenken, auf die Dächer hoch über der Stadt…

 

 

und zwar im Detail (auch ein D): eine steinerne Figur auf dem Dachfirst des Häuserensembles der Ramsay Gardens in Edinburgh, unweit der Burg, und eine Aufnahme, die symbolisch für alle „Chimney Pots“ Großbritanniens steht. Hier wird der Beruf des Schornsteinfegers gewiß nicht aussterben, und das führt mich zurück in meine Kindheit – denn schon damals haben mich Dächer und das, was auf ihnen sein könnte, fasziniert. Schornsteinfeger war einer meiner Traumberufe; als ich dann aber irgendwann festgestellt habe, dass ich zwar gerne in den Bergen wandern gehe, aber Angst davor habe, von einem Dach herunterzufallen, war’s das dann.

Dennoch gibt es faszinierende Dachlandschaften, wie zum Beispiel die unzähligen Türmchen auf dem Loire-Schloss Chambord, Aufnahmen von Dächern in Paris oder London Rooftops.

Und damit ist mein Ausflug über die Dächer von Nizza, äh, Edinburgh auch schon wieder beendet.

 

 

ABC-Photography : C wie Coral Beach

 

Seit dem 6. Januar 2019 bin ich bei einem neuen Fotoprojekt dabei: Das neue/alte Projekt ABC“ von wortman. Woche für Woche wird ein anderer Buchstabe des Alphabets fotografisch umgesetzt. Nach A wie Autogramm und B wie Busfahren ist nun das C an der Reihe.

Wollte mir zunächst nichts brauchbares einfallen, sondern nur Begriffe, die eigentlich mit einem anderen Buchstaben beginnen wie z.B. Zirkus (Circus) oder Korona (Corona), bin ich dann nochmals durch meine Sammlung älterer Urlaubsfotos gegangen und war verblüfft, wie viele Begriffe mit C sich hier auftreiben ließen: Cornwall, Café, Cocktailbar, Champagnergläser, Chaos und natürlich jede Menge geografischer Namen. Das Rennen gemacht hat:

C wie Coral Beach

Denn das ist eins der Motive, die ich für den Kalender ausgewählt habe, den ich meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt habe. Dieser Strand befindet sich auf der Isle of Skye (Schottland) und wurde von mir und meinem Mann 2008 besucht. Vier Wochen Schottland und Windsor – was für eine Zeit! Die dazu gehörenden Bilder und Reiseberichte hatte ich unter meinem damaligen Pseudonym bei der Verbraucherplattform ciao.de hochgeladen, die es aber leider seit letztem Jahr nicht mehr gibt. Noch ein C, wie ich gerade merke.

Weitere Bilder zu Wörtern mit C habe ich auf meinem Pinterest-Board „ABC Photography“ abgespeichert:

Cromarty – ein Städtchen auf der Black Isle, ebenfalls 2008 besucht

Cayi Stane – ein prähistorischer „Standing Stone“ in einem Vorort von Edinburgh

Comiczeichnung – 2013 in einem Schaufenster in Edinburgh entdeckt, nachdem die EU das Glühbirnenverbot durchgesetzt hatte.

und zuletzt ein Beruf, der das C im Namen trägt, und zu Charles Dickens‘ Zeiten Hochkonjunktur hatte: Chimney Sweeper Schornsteinfeger

 

Mehr C geht nicht.

Die 5 Besten am Donnerstag : Kunstwerke

Die 5 Besten“ sind wieder zurück, seit kurzem bei Gina – und heute mit einem spannenden Thema:

Die fünf besten Kunstwerke

 

1: Land Art – Künstler: Andy Goldsworthy

Vor ein paar Jahren habe ich eine Sendung über den Land-Art-Künstler Andy Goldsworthy gesehen; er erschafft mit Materialien aus der Natur vergängliche Kunstwerke und lichtet sie ab, bevor sie vergehen und in den ewigen Kreislauf zurückkehren. Als Beispiel hier eine Skulptur aus Eis – (Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/22/d0/bb/22d0bb2d9ab2e1854683cde4fb114cf3.jpg)

 

 

2: Mein Lieblingsmaler – Nr. 1: Vincent van Gogh

Seit wann ich seine Gemälde so liebe, weiß ich gar nicht mehr. Ich liebe diesen expressiven Malstil, mit dem er seiner Zeit weit voraus war. Zu Lebzeiten hunderte von Bildern malen, von denen nur eines einen Käufer findet… das muss nur schwer zu ertragen gewesen sein. Als Beispiel das Gemälde „Sternennacht“ – (Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/b0/74/9c/b0749ce53a91fc68d107237d7b92e76e.jpg)

 

 

3: Mein Lieblingsmaler – Nr. 2: William Turner

Landschaft und Malerei – zur Abwechslung mal ein maritimes Motiv: „Peace Burial at Sea“ – (Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/d6/68/0c/d6680cf43faaff12ca2ab9cd3a159eb0.jpg)

 

 

4: Das Gesamtkunstwerk – die Glasgow School of Art

Die Kunsthochschule wurde 1845 gegründet und nach Plänen des Jugendstil-Archtitekten Charles Rennie Mackintosh gebaut. Dieser Jugendstil ist so ganz anders als der, den ich bisher kannte. Wie verschachtelt und düster das Gebäude ist, davon konnte ich mich überzeugen, als ich in den Neunziger Jahren für zwei Tage in Glasgow war. Interessante Information: Unter „Bekannte Professoren und Studenten“ listet Wikipedia u.a. Peter Capaldi (Dr. Who) und Robbie Coltrane (Harry Potter) auf. – (Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/a9/cc/15/a9cc152d2777eebb4b8a309713721f84.jpg)

 

 

5: Die Filmbiografie „Frida“ über die mexikanische Malerin Frida Kahlo

In der Hauptrolle Salma Hayek als Frida Kahlo. Was ich an diesem Film so bemerkenswert fand, waren die zum Leben erweckten Gemälde Frida Kahlos, die zwischen einzelne Filmszenen eingestreut werden. Leider habe ich kein passendes Beispiel dazu gefunden – aber ihr zugeschriebenes Zitat. – (Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/93/a6/1a/93a61a884b08ffaf00c448d962a68ff0.jpg)

 

 

Zu guter Letzt, die „honorable mentions“:

Dita von Teese (auch ein Gesamtkunstwerk), Gesang und Bühnenoutfits von Florence Welch (Florence & the Machine), meine Whiskysammlung und die Fotos, die mein Mann 2008 auf unserer gemeinsamen Reise durch Schottland gemacht hat. Und natürlich die Luminale von 2012, 2014 und 2016.

 

 

Mal sehen, welche Kunstwerke ich noch entdecken kann.

 

Das neue/alte Projekt ABC …

 

… startet heute, am 6. Januar 2019. Woche für Woche wird das Alphabet fotografisch dargestellt, z.B. steht für den Buchstaben A der Begriff „Affe“, und das Foto dazu wäre dann das von einem Affen.

 


Ich habe den ersten Beitrag bereits am 28. Dezember verfasst, während auf BBC One der Dreiteiler „Agatha Christie’s ABC Murders“ läuft, mit John Malkovich in der Rolle des gealterten Hercule Poirot, der die Morde des Herrn ABC aufklären soll. Ganz und gar nicht mörderisch ist jedoch dieses neue/alte Fotoprojekt von wortman, den ich doch gerne bei meinen Beiträgen verlinke. Denn das finde ich äußerst spannend. Mal sehen, was mir zu schwierigen Buchstaben wie dem Q, dem X oder dem Y einfällt. Nun aber der Tusch – Auftakt für …

 

 

… Mein persönliches ABC

 

Da das A für Anfang steht, dachte ich, es wäre am sinnvollsten mit einem ganz frisch geschossenen Foto zu beginnen – nämlich für das A wie Autogramm – und zwar stellvertretend für alle Autogramme, die ich je gesammelt habe. Alle anderen, die nicht nur aus den Augen, sondern auch aus dem Sinn sind, habe ich nach diversen Umzügen verloren. Aber das eine, das habe ich behalten, und hat einen speziellen Platz in meinem Bücherschrank.

 

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Die Geschichte dazu: Im Sommer 2000 bin ich nach Cornwall gefahren und habe eine Woche gemeinsam mit der Poldark Appreciation Society in einem Hotel in Mevagissey an der Ärmelkanalküste verbracht. Zusammen besuchten wir die Orte, an denen in den 70er Jahren die Serie „Poldark“ gedreht wurde und besuchten als Highlight am Ende der Woche einen Ball in einem Herrenhaus. Dort gab es ein mehrgängiges Menü und die Gelegenheit, sich nicht nur mit dem Schauspieler, der damals Ross Poldark gespielt hat, zu unterhalten, sondern auch mit dem Schriftsteller, der die Romane geschrieben hat.

Ich hatte den ersten Band aus der zwölfbändigen Saga dabei und nutzte die Gelegenheit, um mir das Buch signieren zu lassen.

 

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Aber nicht von Sir Winston Graham, dem Schriftsteller, sondern von Robin Ellis, dem Schauspieler. Da hatte Sir Winston Graham aber Glück gehabt, denn ein anderer Teilnehmer unserer Gruppe hatte alle zwölf gebundenen Erstausgaben aus den USA mit nach England geschleppt und sie dem Schriftsteller zum Signieren vorgelegt. Der arme Kerl! Und ich dachte schon, ich sei als Fangirl unerträglich – aber in dem Fall war es ein Mann jenseits der Vierzig.

 

Wie viele fotografische Umsetzungen des Alphabets erwarten mich wohl heute?

 

 

Der gepflegte Flachwitz : Eiskalt genießen

 

 

Die Erfindung der Woche: die Ein-Sterne-Kühltasche, die weder Kühlakkus noch Strom benötigt. Gefertigt aus echtem Leder und ein wahrer Hingucker bei jedem Picknick.

 

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Fassungsvermögen: mehrere Fertiggerichte für die Mikrowelle und ein Joghurt – sowie den eiskalten Thriller, falls es mal wieder länger dauert.