Magische Mottos 2017 – September : Farbkleckse – oder die Kunst des Vergänglichen

 


Farbkleckse“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat September auf dem Blog von paleica.


 

Nachdem ich im Sommer alte Bilder extern abgespeichert hatte, befindet sich in meinem momentanen Archiv nur noch ein Teil meiner Sammlung. Bei meiner Auswahl musste ich mich daher auf das Wenige, das noch übrig geblieben ist, beschränken und habe noch ein paar Aufnahmen von heute hinzugefügt. Charakteristisch ist eine monochrome Umgebung (Winterlandschaft o.ä.), und mittendrin – Peng! – ein farbiges Objekt. Das kann zum Beispiel ein Ball sein, der nach dem Spielen mit dem Hund auf dem Rasen vergessen wurde und über Nacht einen Pelz aus Rauhreif bekam. Weitere Beispiele:

Zapfen an einem Baum, den es längst nicht mehr gibt – Dekolaternen, die wir ebenfalls draußen vergaßen und die dann nachts von einem Wintersturm in kleine Fetzen gerissen wurden – ein grüner Wasserhahn, braunes Herbstlaub an einer Skulptur (beides auf dem Frankfurter Hauptfriedhof) – anderes, freischwebendes Herbstlaub – Graffiti in Rot auf einer inzwischen nicht mehr existierenden Fensterscheibe.

 

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Und zum Schluß noch die „Nichtfarben“ Schwarz und Weiß:

eine mit schwarzer Farbe per Airbrush auf eine weiße Wand gesprühte Figur – ein Spruch in weißer Farbe auf einem Gebäude, das längst eine neue Fassade bekommen hat – die Lettern LK, die auf einen Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg hinweisen.

 

September 17

September 08

September 11

 

Wenn ich mir meine Galerie so anschaue, fällt mir auf, dass all diese Farbkleckse mehr oder weniger vergänglich sind.

Die Zapfen sind zwar jedes Jahr wiedergekommen, aber nachdem der Baum gefällt wurde, war auch damit Schluss. Aufgesprühte Bilder und Schriftzüge kann man nicht nur durch Einsatz chemischer Mittel entfernen, manchmal fallen sie auch Schmierfinken zum Opfer; und ab und zu wird so ein Gebäude einfach nur abgerissen oder umgebaut.

Im Fall des Luftschutzkellers bleibt der Schriftzug zwar vermutlich auch in Zukunft noch bestehen, aber die Kellerräume dürften ihre ursprüngliche Bestimmung verloren haben und den Mietern im Haus als Lagermöglichkeit dienen. Was als Erinnerung bleibt, sind diese Momentaufnahmen.

 

 

 

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12tel Blick : August 2017

 


 

Wieder ist ein Monat vorbei – Zeit für meinen zweiten Beitrag zu dem Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Das läuft schon eine Weile, und nun bin auch ich dabei – von Juli 2017 bis Juni 2018, weil ein Einstieg jederzeit möglich ist.

Mein Motiv, eine bestimmte Baumgruppe im Taunus, hat für mich eine persönliche Bedeutung. Diesmal zeigen die Blätter die charaktistische Färbung, wenn ein Gewitter bevorsteht. Und wenn es gewittert, dann aber richtig! Das letzte war vor einigen Wochen und hatte es in sich. Beinahe im Sekundentakt kamen ein oder gar zwei Blitze, gefolgt von permanentem Donnern und Hagel im Wechsel; sogar die Luft roch elektrisch. Da konnte ich mich nur noch im Bett verkriechen und dem Geprassel lauschen.

 


 

12tel Blick August 1

12tel Blick August 2


Diesmal war die Färbung der Blätter in dem fahlen Nachmittagslicht trügerisch, denn außer ein paar Regentropfen und einem vagen Donnergrollen in der Ferne tat sich nichts. Zum Glück. So wurde es dann doch noch ein friedlicher Nachmittag. Und weil ich diesen Monat dort nicht mehr hinkomme, warte ich mit der Veröffentlichung auch nicht bis zum 30. oder 31. August, sondern zeige die Bilder schon jetzt.


 

 

Zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung der bis jetzt gesammelten Eindrücke:


 

Dann bis zum nächsten Mal irgendwann im September.

Magische Mottos 2017 – August : Wildnis


 

Wildnis“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat August auf dem Blog von paleicaein Thema, das mir zunächst schwierig erschien, weil meine Gedanken dabei in die Ferne schweiften. Das „wildeste“, das ich z.B. in Bayern fotografiert habe, war ein Feuersalamander, der meinen Weg kreuzte (leider völlig verwischt und kaum zu erkennen) und ein paar Hochlandrinder, durch deren Weide mein Wanderweg führte. Doch so kompliziert muss es gar nicht sein – laut Paleica kann man Wildnis auch in der Stadt finden.

Vielleicht ist es ja wirklich so, dass einem das Offensichtliche kaum auffällt, aber manchmal taucht die Wildnis auch da unversehens aus ihrem „Versteck“ aus, wo man sie gar nicht vermuten würde. Wenn ich allein schon an das verfallene Haus auf dem zugewucherten Grundstück denke, an dem ich jeden Morgen vorbeifahre… Aber möchte ich eine solche Bauruine tatsächlich verewigen? Wesentlich interessanter finde ich da schon das durch den Asphalt brechende Gras, das ich beim Warten auf eine Freundin entdeckt habe; oder die heimische Vogelwelt; oder die „Blumenwiese“ auf dem Grünstreifen inmitten einer mehrspurigen Durchgangsstraße.  Doch jetzt genug geschwafelt, jetzt geht’s zu den Bildern des Monats August.

 


August 01

August 02

August 03

August 04

August 06

August 07

August 08


 

Des Rätsels Lösung – hier offenbart sich diese wunderbare Wildnis:

August 05 - an der Straße

 

Und ganz zum Schluß noch mein Asphaltdschungel:

 

 

Wie auch im letzten Monat – es war mir ein Fest.

 

 

12tel Blick : Juli 2017

 

Nach der Ankündigung geht’s jetzt also endlich los.

12tel Blick Juli 1

12tel Blick Juli 2

Aufgenommen habe ich eine Baumgruppe im Taunus, an der ich bei meinen Spaziergängen immer wieder vorbeikomme; wie oft ich das schon getan habe, kann ich gar nicht zählen – nun stelle ich jeden Monat ein Foto von ihr ein, für das Langzeitfotoprojekt 12tel Blick“ von Tabea Heinicker.

Vielen Dank, dass auch ich dabei sein darf,

Ankündigung : 12tel Blick


 

Immer wieder begegnet mir bei meinen Fotostreifzügen durchs Internet der ein oder andere Beitrag zu dem Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Und wie oft habe ich dann immer gedacht, wie schön es doch wäre, bei diesem Projekt mitmachen zu können – allein am geeigneten Motiv hat es mir gemangelt. Schließlich geht es darum, jeden Monat von einem bestimmten Motiv ein Foto zu zeigen und so den Wandel bzw. die Veränderung des Motivs und seiner Umgebung sowie das Spiel von Licht und Schatten festzuhalten. Und da soll es dann schon nicht irgend etwas sein, sondern etwas, was für mich eine persönliche Bedeutung hat.

 

12telblickbutton-500

 

Als ich dann neulich nach langer Zeit wieder einmal meine Bilder aus dem Taunus sortierte, fiel mir auf, dass ich wieder einmal eine bestimmte Baumgruppe fotografiert habe. Erst vor kurzem spottete ich noch darüber, dass ich schon gar nicht mehr wüsste, wie oft ich meine Lieblingsbäume schon abgelichtet habe… und das Motiv für den 12tel Blick war gefunden. Es gibt nur einen Haken: Immerhin haben wir schon Juli, und der Januar ist schon lange vorbei. Na gut, dann lasse ich das Jahr eben im Juli beginnen und im Juni 2018 enden. Im Kasten ist mein Motiv auf jeden Fall. Nun muss ich es nur noch veröffentlichen – und zwar am 30. Juli 2017.

Magische Mottos 2017 : Juli

Liebe“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Juli auf dem Blog von paleica. Liebe empfinde ich nicht nur für einen bestimmten Menschen oder Familie und Freunde, sondern auch gegenüber Orten, Ereignissen und Dingen in meinem Leben – von dem ich hoffe, dass es noch viele schöne Momente für mich bereithalten mag. Auch wenn es seit einigen Monaten nicht immer danach aussah. Deshalb möchte ich Paleica zitieren und diesen Monat all jenem widmen, das mir Freude macht…

such as …

Schottland, die frühen Morgenstunden, mein Freizeitidyll im Taunus, die Farbe Gelb, Burgen, Mittelalterfestivals, Berge und Meer, Rosen, den Mond, Vögel, Reptilien, Spinnen, Libellen, Schmetterlinge, Fledermäuse, (industrielle) Architektur aus dem vorletzten Jahrhundert …

also habe ich mein Archiv mit jahrealten und aktuellen Aufnahmen geplündert und eine kleine Kollektion zusammengestellt.


Obwohl es immer noch weh tut, die Liebe meines Lebens letzten Herbst verloren zu haben (weshalb ich bei dieser Aufgabe auf Bilder aus Schottland verzichte), freut es mich doch stets, wenn sich Menschen, die einander lieben, sich entschließen, ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Daher kommen meine Glückwünsche an Paare, die den wichtigsten Tag in ihrem Leben so feiern, dass das Glück auf alle, die dabei sein dürfen, zurückstrahlen kann, aus tiefstem Herzen. So, nachdem ich aber jetzt genug philosophiert habe, geht es jetzt zu meiner Galerie der Bilder von Dingen, die ich liebe oder die Zuneigung und Liebe symbolisieren.

07.08 Juli Symbol - LIEBE

Die schönste Zeit des Tages ist nach wie vor für mich der Morgen. Wenn draußen schon die ersten Vögel zu singen begonnen haben, aber noch kein Flugzeug zu hören ist, Frühnebel durchs Tal wabern und Tautropfen auf Wiesen und Bäumen liegen.

07.02 Juli - frühe Morgenstunden

07.01 Juli Morgenstund

Besonders schön finde ich diese Zeit des Tages in meinem Freizeitidyll im Taunus, dort wo auch meine Lieblingsbaumgruppe steht. Wie oft ich die wohl schon fotografiert habe?

07.04 Juli - lieblingsbaum

Hier legen auch öfters Schäfer mit ihren Schafherden einen Zwischenstopp ein, und manchmal sind auch Wildschafe dabei.

07.06 Juli - Wildschaf 1

07.07 Juli - Wildschaf 2

Und außerdem kann ich dort viel besser den Mond und die Sterne beobachten als in der näheren Umgebung von Frankfurt, wo es dank des Flughafens und der beleuchteten Autobahnen nachts nie wirklich dunkel wird.

07.05 Juli - Mond

Ganze Nachmittage kann ich dort vertrödeln und bei Streifzügen durch die Natur die Zeit vergessen.

 

SONY DSC


 

Manchmal aber brauche ich ein Kontrastprogramm, und mir ist mehr nach dem Remmidemmi von Mittelaltermärkten, um ein Beispiel zu nennen. Auf der Burg Münzenberg sind mir Aufnahmen mit dramatischen Farben gelungen; was mich besonders gefreut hat, weil meine Lieblingsfarbe dabei war: die Farbe Gelb.

07.09 Juli - Burg

07.10 Juli - gelb

07.11 Juli - gelb Schild


 

Auch auf Bergtouren geht es nicht immer still und einsam zu. Manche ziele ziehen haufenweise Wanderer und Bergsteiger an, so wie der Rauhkopf in der Nähe des Spitzingsees (Oberbayern).

07.12 Juli - Bergtour

07.13 Juli - Rauhkopf

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Und stellvertretend für die Backsteinarchitektur vergangener Zeiten soll das letzte Bild in meiner Galerie stehen (aufgenommen im Wendland).

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Media Monday # 313 : Lückentext am letzten Urlaubstag


 

 

Die letzten paar Tage war ich „offline“, denn da, wo ich hinfuhr, habe ich kein Internet, aber das fehlt mir dort auch nicht. Es gab nämlich irre viel zu tun. Wer schon einmal versucht hat, ein verwildertes Gartengrundstück von unerwünschten Nesseln, Schilfrohr, Disteln und anderem Gestrüpp zu befreien und den liebevoll gepflanzten Rosenbüschen wieder Luft zum Atmen zu verschaffen, kann sich vorstellen, wie anstrengend und zeitintensiv das ist.

 

Schilfrohr

 

Trotzdem konnte ich den ein oder anderen Schwimmbadbesuch einlegen und die Abendstunden mit einem Gläschen Wein am Weiher genießen. Es gab zwar keine quakenden Frösche zum Belauschen, aber dafür jede Menge Glühwürmchen, die durch die laue Nachtluft schwirrten.

 

Weiher

 

Leider geht jede schöne Zeit einmal zu Ende, aber dem Abend würde für mich etwas fehlen, wenn es den „Media Monday“ mit seinem sonntäglich veröffentlichten Lückentext zum Ausfüllen nicht gäbe – zu finden auf dem Blog medienjournal

Drum gibt es jetzt auch kein langes Herumgeschwafel, sondern den Lückentext zum

 

Media-Monday # 313

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise das Nähbloggerinnentreffen am 27. Mai dieses Jahres in Stuttgart sind eine prima Gelegenheit, nicht nur bekannte Gesichter wiederzutreffen, sondern auch, mal neue Leute kennenzulernen.

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für Aktivitäten, für die mir unter der Woche die Zeit und Muße fehlen.

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich spontan auf dem Radar habe, dann ist es die Schülerhilfe; und da hat sogar jemand, den ich persönlich kenne, gearbeitet.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, dann würde ich mich für ein Brettspiel entscheiden.

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen nutze ich nicht, da mir das Satellitenfernsehprogramm und meine umfangreiche DVD-Sammlung vollkommen genügen.

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ haben sich bei mir stets als erfreulich erwiesen.

7. Zuletzt habe ich mir ein Glühwürmchen „eingefangen“, und das war ein ungewöhnliches Erlebnis, weil die kleinen Tierchen normalerweise das Weite suchen oder das Leuchten einstellen, wenn man sich nähert, aber dieses blieb einfach auf meiner Schulter sitzen.

 

Libelle

 

Es hat mir wie immer Spaß gemacht, passende Antworten auf sieben Fragen zu finden, auch wenn sie sich auf den ersten Blick nicht immer mit Medien wie Fernsehen, Kino oder Internet zu beschäftigen scheinen.

Magische Mottos 2.0 im Juni : Don’t !

 


Der Juni hat angefangen, und es ist wieder Zeit für ein neues Thema bei den „Magischen Mottos 2017“. Das magische Motto, das Paleica  am 1. Juni vorgegeben hat, lautet:

Don’t !

Huch! Äh, was will der Künstler wohl damit sagen? – aber das Rätsel soll von folgendem Zitat auf Paleicas Blog gelüftet werden:

Der Begriff beschreibt folgendes: es gibt ‚Regeln‘ und ‚Ratschläge‘, worauf man bei einem ‚guten‘ Foto achten sollte. Ich sage euch: alles Blödsinn! Fotografie ist Kunst und in der Kunst ist alles erlaubt. Darum sucht euch eines dieser „Don’ts“ aus oder schaut euch in eurem Archiv um. Welche Bilder missachten wichtige fotografische Regeln – und sind für euch dennoch gelungene Bilder?“

und

Ihr kennt sicherlich auch ein ‚Don’t“‘ Fotografiert nicht aus dieser oder jener Perspektive. Setzt die Schärfe nicht da oder dort hin. Belichtet nicht über oder unter. Keine stürzende Linien. Harte Schatten. Positionierte Motive. Ich bin kein Theoretiker, aber es gibt unendlich viele dieser Ratschläge. Und sie zu missachten macht den größten Spaß!“

So weit zu der Aufgabe. Ein „Don’t“, das mir vor Urzeiten der Leiter eines Fotokurses beibringen wollte, war: Fotografiere niemals bei langen Belichtungszeiten aus der Hand. Alles, was länger als 1/50 s belichtet wird, sollte mit einem Stativ fotografiert werden – sonst wird das ganze Bild verwackelt.

Das konnte ich gut nachvollziehen, als ich noch mit analogen Kameras fotografierte, denn es trat genau das ein, was der Kursleiter vorhergesagt hatte, als ich die Belichtungszeit zum Spaß länger als eine Sekunde an der Kamera eingestellt hatte: Das Bild war verwackelt. Fortan suchte ich mir in Ermangelung eines Stativs eine feste Unterlage und verwendete einen Drahtauslöser.

Mein Aha-Erlebnis, dass es auch anders geht, hatte ich 2012 bei der Luminale in Offenbach am Main, als ich sah, welche Ausrüstung andere Fotografen dabei hatten. Stative, riesige Objektive und noch größere Kamerataschen – im Gegensatz zu mir, mit meiner kleinen Kameratasche, in der sich außer meiner digitalen Spiegelreflexkamera und ein paar Ersatzakkus nichts mehr befand. Keine zusätzlichen Objektive, kein Stativ, keine Filter… kurzum: Ich war echt minimalistisch unterwegs und wollte ausprobieren, wie weit ich mit dem Aus-der-Hand-Fotografieren kommen würde.

Zunächst versuchte ich mich an unbewegten Motiven. Als erstes Testobjekt fungierte die Lichtinstallation „Sublime Landschaft“ auf dem Hafengelände, danach versuchte ich mich auf einem von innen beleuchteten Wagon, der ebenfalls auf dem damals noch unbebauten Hafengelände stand. In Frankfurt war ich auch unterwegs und übte mich an dem „Ei“, das an der Hauptwache stand, und im Inneren der Katharinenkirche. Und hier sind die Ergebnisse.

Sublime Landschaft

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Belichtungszeit:  1/1000 sek. – so weit ist alles klar. Hier kann nichts verwackeln.

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Belichtungszeit:  1/80 sek. – schon wesentlich kürzer, aber man sieht immer noch, wie dunkel es schon war.

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Belichtungszeit: 1/6 sek – das gleißende Licht verstärkt die Dunkelheit der Umgebung

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Belichtungszeit: 1/2 sek. – Jetzt gehen wir in die Vollen. Das Licht sorgt für Unschärfe in der Umgebung, aber verwackelt ist immer noch nichts.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – der krönende Abschluß.

Wagon

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Belichtungszeit: 1 sek. – Dass es ein Wagon ist, kann man nur anhand der Fenster erahnen – die Umrisse sind trotz längerer Belichtungszeit nicht zu erkennen.

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Belichtungszeit: 6 sek. – Jetzt kann man den Wagon erkennen, aber das Bild ist so verwackelt, dass die meisten Fotografen es wohl als Ausschuss im Papierkorb versenken würden, aber genausogut könnte man es auch unter der Rubrik „moderne Kunst“ veröffentlichen.

Ei“

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Belichtungszeit: 1/15 sek. – etwas kontrastarm, aber nicht verwackelt.

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Belichtungszeit: 3.2 sek. – Bright Lights, Big City; beim genaueren Hinsehen offenbaren sich die Unschärfen.

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Belichtungszeit: 1/50 sek. – So ein Foto hätte mein Kursleiter bestimmt als Musterexemplar für die kürzestmögliche Belichtungszeit zum Fotografieren aus der Hand ausgewählt.

Katharinenkirche

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Belichtungszeit: 1/3 sek. – das letzte unbewegte Motiv. Auf den nächsten beiden sind sich bewegende Personen zu sehen…

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Belichtungszeit: 1 sek. – das Motiv an sich ist nicht verwackelt, aber die Personen auf dem Bild erscheinen verwischt.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – Die Tür geht auf, und alles – bewegte und unbewegte Teile im Bild – erscheint verwischt.


Das waren dann doch mehr Bilder, als ich hier ursprünglich zeigen wollte. Aber sie liefern den Beweise, dass mein Kursleiter nur bedingt recht hatte. Ich halte es für möglich, längere Belichtungszeiten auszuwählen, wenn ich auf das Stativ verzichten möchte. Aber ab zwei Sekunden kann ich für „gestochen scharfe“ Bilder nicht mehr garantieren.

Zu den anderen Don’ts wie Gegenlichtaufnahmen, zu harte Schatten oder zentral plazierte Motive möchte ich daher nichts beitragen. Denn ein Don’t ist mehr als genug.