Ankündigung : 12tel Blick


 

Immer wieder begegnet mir bei meinen Fotostreifzügen durchs Internet der ein oder andere Beitrag zu dem Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Und wie oft habe ich dann immer gedacht, wie schön es doch wäre, bei diesem Projekt mitmachen zu können – allein am geeigneten Motiv hat es mir gemangelt. Schließlich geht es darum, jeden Monat von einem bestimmten Motiv ein Foto zu zeigen und so den Wandel bzw. die Veränderung des Motivs und seiner Umgebung sowie das Spiel von Licht und Schatten festzuhalten. Und da soll es dann schon nicht irgend etwas sein, sondern etwas, was für mich eine persönliche Bedeutung hat.

 

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Als ich dann neulich nach langer Zeit wieder einmal meine Bilder aus dem Taunus sortierte, fiel mir auf, dass ich wieder einmal eine bestimmte Baumgruppe fotografiert habe. Erst vor kurzem spottete ich noch darüber, dass ich schon gar nicht mehr wüsste, wie oft ich meine Lieblingsbäume schon abgelichtet habe… und das Motiv für den 12tel Blick war gefunden. Es gibt nur einen Haken: Immerhin haben wir schon Juli, und der Januar ist schon lange vorbei. Na gut, dann lasse ich das Jahr eben im Juli beginnen und im Juni 2018 enden. Im Kasten ist mein Motiv auf jeden Fall. Nun muss ich es nur noch veröffentlichen – und zwar am 30. Juli 2017.

Magische Mottos 2017 : Juli

Liebe“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Juli auf dem Blog von paleica. Liebe empfinde ich nicht nur für einen bestimmten Menschen oder Familie und Freunde, sondern auch gegenüber Orten, Ereignissen und Dingen in meinem Leben – von dem ich hoffe, dass es noch viele schöne Momente für mich bereithalten mag. Auch wenn es seit einigen Monaten nicht immer danach aussah. Deshalb möchte ich Paleica zitieren und diesen Monat all jenem widmen, das mir Freude macht…

such as …

Schottland, die frühen Morgenstunden, mein Freizeitidyll im Taunus, die Farbe Gelb, Burgen, Mittelalterfestivals, Berge und Meer, Rosen, den Mond, Vögel, Reptilien, Spinnen, Libellen, Schmetterlinge, Fledermäuse, (industrielle) Architektur aus dem vorletzten Jahrhundert …

also habe ich mein Archiv mit jahrealten und aktuellen Aufnahmen geplündert und eine kleine Kollektion zusammengestellt.


Obwohl es immer noch weh tut, die Liebe meines Lebens letzten Herbst verloren zu haben (weshalb ich bei dieser Aufgabe auf Bilder aus Schottland verzichte), freut es mich doch stets, wenn sich Menschen, die einander lieben, sich entschließen, ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Daher kommen meine Glückwünsche an Paare, die den wichtigsten Tag in ihrem Leben so feiern, dass das Glück auf alle, die dabei sein dürfen, zurückstrahlen kann, aus tiefstem Herzen. So, nachdem ich aber jetzt genug philosophiert habe, geht es jetzt zu meiner Galerie der Bilder von Dingen, die ich liebe oder die Zuneigung und Liebe symbolisieren.

07.08 Juli Symbol - LIEBE

Die schönste Zeit des Tages ist nach wie vor für mich der Morgen. Wenn draußen schon die ersten Vögel zu singen begonnen haben, aber noch kein Flugzeug zu hören ist, Frühnebel durchs Tal wabern und Tautropfen auf Wiesen und Bäumen liegen.

07.02 Juli - frühe Morgenstunden

07.01 Juli Morgenstund

Besonders schön finde ich diese Zeit des Tages in meinem Freizeitidyll im Taunus, dort wo auch meine Lieblingsbaumgruppe steht. Wie oft ich die wohl schon fotografiert habe?

07.04 Juli - lieblingsbaum

Hier legen auch öfters Schäfer mit ihren Schafherden einen Zwischenstopp ein, und manchmal sind auch Wildschafe dabei.

07.06 Juli - Wildschaf 1

07.07 Juli - Wildschaf 2

Und außerdem kann ich dort viel besser den Mond und die Sterne beobachten als in der näheren Umgebung von Frankfurt, wo es dank des Flughafens und der beleuchteten Autobahnen nachts nie wirklich dunkel wird.

07.05 Juli - Mond

Ganze Nachmittage kann ich dort vertrödeln und bei Streifzügen durch die Natur die Zeit vergessen.

 

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Manchmal aber brauche ich ein Kontrastprogramm, und mir ist mehr nach dem Remmidemmi von Mittelaltermärkten, um ein Beispiel zu nennen. Auf der Burg Münzenberg sind mir Aufnahmen mit dramatischen Farben gelungen; was mich besonders gefreut hat, weil meine Lieblingsfarbe dabei war: die Farbe Gelb.

07.09 Juli - Burg

07.10 Juli - gelb

07.11 Juli - gelb Schild


 

Auch auf Bergtouren geht es nicht immer still und einsam zu. Manche ziele ziehen haufenweise Wanderer und Bergsteiger an, so wie der Rauhkopf in der Nähe des Spitzingsees (Oberbayern).

07.12 Juli - Bergtour

07.13 Juli - Rauhkopf

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Und stellvertretend für die Backsteinarchitektur vergangener Zeiten soll das letzte Bild in meiner Galerie stehen (aufgenommen im Wendland).

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Media Monday # 313 : Lückentext am letzten Urlaubstag


 

 

Die letzten paar Tage war ich „offline“, denn da, wo ich hinfuhr, habe ich kein Internet, aber das fehlt mir dort auch nicht. Es gab nämlich irre viel zu tun. Wer schon einmal versucht hat, ein verwildertes Gartengrundstück von unerwünschten Nesseln, Schilfrohr, Disteln und anderem Gestrüpp zu befreien und den liebevoll gepflanzten Rosenbüschen wieder Luft zum Atmen zu verschaffen, kann sich vorstellen, wie anstrengend und zeitintensiv das ist.

 

Schilfrohr

 

Trotzdem konnte ich den ein oder anderen Schwimmbadbesuch einlegen und die Abendstunden mit einem Gläschen Wein am Weiher genießen. Es gab zwar keine quakenden Frösche zum Belauschen, aber dafür jede Menge Glühwürmchen, die durch die laue Nachtluft schwirrten.

 

Weiher

 

Leider geht jede schöne Zeit einmal zu Ende, aber dem Abend würde für mich etwas fehlen, wenn es den „Media Monday“ mit seinem sonntäglich veröffentlichten Lückentext zum Ausfüllen nicht gäbe – zu finden auf dem Blog medienjournal

Drum gibt es jetzt auch kein langes Herumgeschwafel, sondern den Lückentext zum

 

Media-Monday # 313

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise das Nähbloggerinnentreffen am 27. Mai dieses Jahres in Stuttgart sind eine prima Gelegenheit, nicht nur bekannte Gesichter wiederzutreffen, sondern auch, mal neue Leute kennenzulernen.

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für Aktivitäten, für die mir unter der Woche die Zeit und Muße fehlen.

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich spontan auf dem Radar habe, dann ist es die Schülerhilfe; und da hat sogar jemand, den ich persönlich kenne, gearbeitet.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, dann würde ich mich für ein Brettspiel entscheiden.

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen nutze ich nicht, da mir das Satellitenfernsehprogramm und meine umfangreiche DVD-Sammlung vollkommen genügen.

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ haben sich bei mir stets als erfreulich erwiesen.

7. Zuletzt habe ich mir ein Glühwürmchen „eingefangen“, und das war ein ungewöhnliches Erlebnis, weil die kleinen Tierchen normalerweise das Weite suchen oder das Leuchten einstellen, wenn man sich nähert, aber dieses blieb einfach auf meiner Schulter sitzen.

 

Libelle

 

Es hat mir wie immer Spaß gemacht, passende Antworten auf sieben Fragen zu finden, auch wenn sie sich auf den ersten Blick nicht immer mit Medien wie Fernsehen, Kino oder Internet zu beschäftigen scheinen.

Magische Mottos 2.0 im Juni : Don’t !

 


Der Juni hat angefangen, und es ist wieder Zeit für ein neues Thema bei den „Magischen Mottos 2017“. Das magische Motto, das Paleica  am 1. Juni vorgegeben hat, lautet:

Don’t !

Huch! Äh, was will der Künstler wohl damit sagen? – aber das Rätsel soll von folgendem Zitat auf Paleicas Blog gelüftet werden:

Der Begriff beschreibt folgendes: es gibt ‚Regeln‘ und ‚Ratschläge‘, worauf man bei einem ‚guten‘ Foto achten sollte. Ich sage euch: alles Blödsinn! Fotografie ist Kunst und in der Kunst ist alles erlaubt. Darum sucht euch eines dieser „Don’ts“ aus oder schaut euch in eurem Archiv um. Welche Bilder missachten wichtige fotografische Regeln – und sind für euch dennoch gelungene Bilder?“

und

Ihr kennt sicherlich auch ein ‚Don’t“‘ Fotografiert nicht aus dieser oder jener Perspektive. Setzt die Schärfe nicht da oder dort hin. Belichtet nicht über oder unter. Keine stürzende Linien. Harte Schatten. Positionierte Motive. Ich bin kein Theoretiker, aber es gibt unendlich viele dieser Ratschläge. Und sie zu missachten macht den größten Spaß!“

So weit zu der Aufgabe. Ein „Don’t“, das mir vor Urzeiten der Leiter eines Fotokurses beibringen wollte, war: Fotografiere niemals bei langen Belichtungszeiten aus der Hand. Alles, was länger als 1/50 s belichtet wird, sollte mit einem Stativ fotografiert werden – sonst wird das ganze Bild verwackelt.

Das konnte ich gut nachvollziehen, als ich noch mit analogen Kameras fotografierte, denn es trat genau das ein, was der Kursleiter vorhergesagt hatte, als ich die Belichtungszeit zum Spaß länger als eine Sekunde an der Kamera eingestellt hatte: Das Bild war verwackelt. Fortan suchte ich mir in Ermangelung eines Stativs eine feste Unterlage und verwendete einen Drahtauslöser.

Mein Aha-Erlebnis, dass es auch anders geht, hatte ich 2012 bei der Luminale in Offenbach am Main, als ich sah, welche Ausrüstung andere Fotografen dabei hatten. Stative, riesige Objektive und noch größere Kamerataschen – im Gegensatz zu mir, mit meiner kleinen Kameratasche, in der sich außer meiner digitalen Spiegelreflexkamera und ein paar Ersatzakkus nichts mehr befand. Keine zusätzlichen Objektive, kein Stativ, keine Filter… kurzum: Ich war echt minimalistisch unterwegs und wollte ausprobieren, wie weit ich mit dem Aus-der-Hand-Fotografieren kommen würde.

Zunächst versuchte ich mich an unbewegten Motiven. Als erstes Testobjekt fungierte die Lichtinstallation „Sublime Landschaft“ auf dem Hafengelände, danach versuchte ich mich auf einem von innen beleuchteten Wagon, der ebenfalls auf dem damals noch unbebauten Hafengelände stand. In Frankfurt war ich auch unterwegs und übte mich an dem „Ei“, das an der Hauptwache stand, und im Inneren der Katharinenkirche. Und hier sind die Ergebnisse.

Sublime Landschaft

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Belichtungszeit:  1/1000 sek. – so weit ist alles klar. Hier kann nichts verwackeln.

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Belichtungszeit:  1/80 sek. – schon wesentlich kürzer, aber man sieht immer noch, wie dunkel es schon war.

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Belichtungszeit: 1/6 sek – das gleißende Licht verstärkt die Dunkelheit der Umgebung

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Belichtungszeit: 1/2 sek. – Jetzt gehen wir in die Vollen. Das Licht sorgt für Unschärfe in der Umgebung, aber verwackelt ist immer noch nichts.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – der krönende Abschluß.

Wagon

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Belichtungszeit: 1 sek. – Dass es ein Wagon ist, kann man nur anhand der Fenster erahnen – die Umrisse sind trotz längerer Belichtungszeit nicht zu erkennen.

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Belichtungszeit: 6 sek. – Jetzt kann man den Wagon erkennen, aber das Bild ist so verwackelt, dass die meisten Fotografen es wohl als Ausschuss im Papierkorb versenken würden, aber genausogut könnte man es auch unter der Rubrik „moderne Kunst“ veröffentlichen.

Ei“

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Belichtungszeit: 1/15 sek. – etwas kontrastarm, aber nicht verwackelt.

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Belichtungszeit: 3.2 sek. – Bright Lights, Big City; beim genaueren Hinsehen offenbaren sich die Unschärfen.

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Belichtungszeit: 1/50 sek. – So ein Foto hätte mein Kursleiter bestimmt als Musterexemplar für die kürzestmögliche Belichtungszeit zum Fotografieren aus der Hand ausgewählt.

Katharinenkirche

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Belichtungszeit: 1/3 sek. – das letzte unbewegte Motiv. Auf den nächsten beiden sind sich bewegende Personen zu sehen…

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Belichtungszeit: 1 sek. – das Motiv an sich ist nicht verwackelt, aber die Personen auf dem Bild erscheinen verwischt.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – Die Tür geht auf, und alles – bewegte und unbewegte Teile im Bild – erscheint verwischt.


Das waren dann doch mehr Bilder, als ich hier ursprünglich zeigen wollte. Aber sie liefern den Beweise, dass mein Kursleiter nur bedingt recht hatte. Ich halte es für möglich, längere Belichtungszeiten auszuwählen, wenn ich auf das Stativ verzichten möchte. Aber ab zwei Sekunden kann ich für „gestochen scharfe“ Bilder nicht mehr garantieren.

Zu den anderen Don’ts wie Gegenlichtaufnahmen, zu harte Schatten oder zentral plazierte Motive möchte ich daher nichts beitragen. Denn ein Don’t ist mehr als genug.

Magische Mottos 2017 : Mai – „Auf der Straße“


 

 

Auf der Straße“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Mai auf dem Blog von paleica, und auf der Straße kann man so alles mögliche finden.

Die Straße gleitet fort und fort…“ – dieses Zitat aus „Der Herr der Ringe“ hatte ich als allererstes im Kopf, als ich mich vor die neue Aufgabe für den Monat Mai gestellt sah. Sofort war sie wieder da, die Erinnerung an denFebruar 2012, als ich einfach mal ausprobieren wollte, ob ich eine mehrtägige Wanderung entlang der Route des Jakobswegs von Fulda nach Frankfurt durchhalten würde. Um es kurz zu machen: Das Beitragsbild mit dem Monatstitel „Magische Momente…“ ist auf jener Wanderung entstanden, und ich musste zwischendurch pausieren, weil ich mir bei einem Sturz auf Glatteis eine formidable Prellung zugezogen hatte. Was ich daraus gelernt habe: Im Winter ist die Landschaft im Winter zwar wunderschön, aber im Sommer wandert sich’s besser.

Gewandert bin ich mit meinem Mann auch oft im Odenwald, wo wir den Kaiserturm in der Nähe von Winterkasten (bei Lindenfels) als bevorzugtes Ziel auserkoren hatten. Zu dem Turm konnte man auch mit dem Auto fahren, aber die meisten gingen doch lieber zu Fuß, denn Wandern ist gesund. Ein Auto haben wir dann aber doch dort gesehen, und zwar einen Oldtimer; unsere Füße in der Spiegelung der verchromten Radkappen zu sehen, war eine kurioser Moment, den ich umgehend mit der Kamera festgehalten habe.

06 Mai Auf der Straße

 


 

Und wenn ich schon beim Thema „Füße“ bin: Nicht auf der Fahrbahn, aber auf dem Gehweg liegen zu meinen Füßen zwei Stolpersteine, die man in jeder Stadt finden kann, als Erinnerung an Menschen, die hier lebten und 1942 deportiert wurden – und nie mehr wiederkehrten.

05 Mai Stolpersteine

 


 

And now for something completely different. Als ich so in meinen Bildern von vergangenen Reisen stöberte, fiel mir auf, wie viele Flüsse und Schiffe ich fotografiert hatte. Schiffe im Hafen, auf Binnenseen, auf Flüssen, auf dem offenen Meer und auf dem Ärmelkanal. Der Ärmelkanal als Wasserstraße – eine Straße im weiteren Sinn. Es ist schon ein ganz besonderer Anblick, wirklich große Schiffe vor der niederländischen Küste kreuzen zu sehen, wie auf unserer Fährüberfahrt von Ijmuiden nach Newcastle. Aber als nicht minder beeindruckend empfand ich die Grachten von Amsterdam.

03 Mai Wasserstraße 2

04 Mai Wasserstraße 3


 

Und was sich an der Ufermauer einer solchen Gracht befindet, ist auch manchmal ganz hübsch:

02 Mai Wasserstraße 1

 

 


 

Und zum Abschluss noch eine Detailaufnahme eines alten Straßenkreuzers, den wir am Straßenrand bei einem Opel-Treffen gesehen haben:   

 

07 Mai Flosse

 

Womit ich wieder beim Thema „Oldtimer“ vom Anfang dieser Bilddokumentaion angekommen wäre und der Kreis vollendet ist.

 

100 Creative Challenges #64 : Lieblingsland … „Bonny Scotland“

Schon seit geraumer Zeit schleiche ich um die 64. Aufgabe bei den 100 Creative Challenges herum,

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64 – Hast du ein Lieblingsland? Nutze es als Inspiration für ein visuelles Werk.

dabei habe ich das visuelle Werk, um das es hier geht, jeden Tag vor Augen…


Nach unserer vierwöchigen Schottlandreise, die wir 2008 unternommen haben, galt es, an die 5000 Bilder zu sichten, die allein mein Mann aufgenommen hatte. Allein 300 Aufnahmen entfielen auf die Seehunde, die wir bei einer Bootstour zu den Klippen unterhalb von Dunvegan Castle auf der Isle of Skye bewundern durften. Von den schönsten Bildern haben wir Papierabzüge angefertigt, diese in einem Rahmen zu einer Collage arrangiert und das Werk „Bonny Scotland“ genannt. Seitdem grüßt mich dieses Tag für Tag beim Nachhausekommen.

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. Besonders bemerkenswerte Einzelaufnahmen habe ich bei pinterest hochgeladen; hier sind sie nochmal zur Erinnerung, da man auf der Totalansicht ja nicht sehr viel erkennnen kann außer der Wirkung des Gesamtkunstwerks auf den Besucher:

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Ort des Geschehens: The Isla Way bei Dufftown (Speyside)

SONY DSC     Ort des Geschehens: Leuchtturm in Cromarty (Black Isle)

 

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Ort des Geschehens: An der Straße von der Black Isle nach John O’Groats, die Ostküste hinauf.

 

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Ort des Geschehens: Strand bei Cromarty, auf der Black Isle

 

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Ort des Geschehens: Auf den Klippen, unterhalb von Dunvegan Castle (Isle of Skye)


Alle anderen Bilder schwirren auf einem Rechner oder bei photobucket herum. Dort liegen allein schon an die 1200 Bilder. Damit ich sie wiederfinde, habe ich sie mitsamt den dahinführenden Links bei pinterest gespeichert. Aber was ist mit dem Rest? Wo mein Mann sie hingetragen, ja, das weiß ich nicht zu sagen. Aber ich bin fest davon überzeugt, sie eines Tages wiederzufinden. Bis dahin erfreue ich mich an der im Treppenhaus hängenden Collage zur Erinnerung an eine unserer glücklicheren Zeiten.

 

 

 

 

Magische Mottos 2.0 – April 2017 : Kontraste


Auf dem Episodenfilm-Blog von paleica wird an jedem Monatsersten ein Motto bekanntgegeben, die es bis zum Ende des Monats fotografisch umzusetzen gilt. Auch ich war nicht untätig und habe mein Archiv durchstöbert, in dem sich Bilder mit Kontrasten unterschiedlicher Art befinden. Vier davon habe ich für die Aprilaufgabe ausgewählt:

Kontrast 1 : „Drinnen“ vs. „Draußen“ – Ort des Geschehens: Luminale 2014

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Normalerweise stellt man Stehlampen ins Wohnzimmer. Hier hat der Künstler drei Lampen im Freien aufgestellt. Für mich lag der Reiz des Motivs nicht nur in dem Gegensatz zwischen „drinnen“ (Wohnzimmer) und „draußen“ (am Fluß), sondern auch zwischen künstlicher Beleuchtung und echter Dunkelheit.

Kontrast 2 : „freier Fall“ vs. „fester Boden“ – Ort des Geschehens: Luminale 2016

MM 04 April 2 Kontrast

In diesem begehbaren Kunstwerk habe ich gleich zwei Kontraste entdeckt: 1) den Gegensatz zwischen Rot und Schwarz (die klassische Farbkombination zur Steigerung von dramatischen Effekten, nicht nur beim Roulette) & 2) das Gefühl, gleich ins Bodenlose zu stürzen, das ich beim Betreten des festen Bodens hatte, denn der war verspiegelt.

Kontrast 3 : „alt“ vs. „neu“ – Ort des Geschehens: Bei uns im Hof

MM 04 April 3 Kontrast

Noch ein Kontrast, der mir erst später aufgefallen ist: Beim Ausmisten habe ich uralte, rostige Schrauben und Ketten gefunden, die ich auf einer nagelneuen Serviette drapiert habe. Et voilà: Fertig ist der Gegensatz zwischen alt und neu.

Kontrast 4 : Komplementärkontrast Rot/Grün – Ort des Geschehens: Bayrischzell 2014

 MM 04 April 4 Kontrast

Hier bedarf es nicht vieler Worte. Ich wollte unbedingt noch einen Komplemenärkontrast ins Spiel bringen: entweder Blau/Orange, Gelb/Violett oder Rot/Grün. Meine Wahl fiel dann schließlich auf Rot/Grün.

Jetzt bin ich auf die anderen Ergebnisse gespannt.

100 Creative Challenges #83 : Spielplatz


 

Mein letzter Beitrag zu den „100 Creative Challenges“ ist schon eine Weile her, und so wie es aussieht, werde ich längst nicht bei allen Aufgaben mitmachen, so reizvoll ich sie auch finde… aber das ist ja auch nicht Voraussetzung, um dabei mitzumachen. Am liebsten erkläre ich ja Fotos zu „visuellen Werken“, auch wenn man darunter Zeichnungen, Gemälde, Aquarelle, Collagen, Filme etc. verstehen kann. Diesmal aber wime ich mich zur Abwechslung einer reinen Fotografier-Aufgabe. Sie trägt die Nr. 83 und lautet:

Geh zum nächsten Spielplatz und mach ein interessantes Foto von etwas, das du dort entdeckst. (Bitte keine fremden Kinder fotografieren.)

~~~~~~~~~~~~   Der Spielplatz, den ich jeden Tag vor meiner Nase habe, wenn ich auf meinen Bus warte, liegt idyllisch an einem Weiher, der momentan von Enten, Nil- und Kanadagänsen sowie Blässhühnern bevölkert wird. Aber nicht die haben mein Interesse geweckt, sondern die rosa blühenden Bäume. Und so habe ich mein Handy gezückt und munter drauflosfotografiert. Die Bäume waren nämlich nicht das Einzige, was ich heute festhalten wollte.   ~~~~~~~~~~~~

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So eine wunderbare Blütenpracht müsste doch betörend duften… könnte man meinen; was aber in meine Nase drang, war nicht der Duft von Frühlingsblühern, sondern von Lösungsmitteln und frischer Farbe. Eine Drehung um 270° offenbarte mir die Quelle dieses Odeurs:

Seit März gibt es hier an bestimmten Nachmittagen einen Fahrradworkshop für Kinder und Jugendliche, und in diesem speziellen Fall hatte man einen Fahrradrahmen in einen Baum gehängt und den jungen Künstler mit Spraydosen hantieren lassen. Mit stolzgeschwellter Brust erklärte mir der Bub, mit welcher Farbe außer Blau und Schwarz er seinem Drahtesel zusätzlich einen besonders coolen Look verpassen wollte.

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Schließlich gewann Silber den Vorrang, weil Gold seiner Meinung nach doch nicht so cool sei. Natürlich wollte der Kleine unbedingt mit aufs Bild, aber auch die Erlaubnis der Mama konnte mich nicht von meinem Vorhaben abbringen, nur das zerlegte, baumelnde Rad abzulichten.

Außer dem Fahrrad und den Sprayern habe ich auch noch die Rückseite des Gebäudes fotografiert, in dem anscheinend die Materialien für den Fahrradworkshop aufbewahrt werden. Das Büdchen war einst ein Kiosk, in Offenbach auch Wasserhäuschen genannt, wo ich früher immer Eis und ab und zu auch eine Zeitung gekauft habe. Seit seiner Schließung lag es lange Zeit brach, bis sich ein Stadtteilbüro seiner erbarmte und es seitdem für unterschiedliche soziale Initiativen nutzt.

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Farblich passt dieses Graffiti mit dem Kolibri dann am Ende doch wieder sehr gut zu den blühenden Bäumen. Und nun war’s für dieses Mal auch schon wieder bei den „100 Creative Challenges“. Doch dazu demnächst mehr in diesem Theater.

Was passiert, wenn man mit minimalistischem Equipment versucht, den Vollmond „einzufangen“

00 MOON

Als ich sah, wie der Vollmond hinterm Haus unserer Nachbarn auf der anderen Straßenseite über dem Dach aufstieg, holte ich rasch meine Kamera, an der man nicht viel selbst einstellen kann und zu der ich kein Stativ habe. Mein Versuch, die Szenerie aus der Hand zu fotografieren, führte nur teilweise zum gewünschten Ergebnis:

01 Moonlight

Der Schornstein, erhellt vom Mond (der Schwarz-Weiß-Effekt war nicht beabsichtigt).


 

02 mit Rauchfahne

Die Rauchfahne, sich in bläulichem Grau vom ansonsten schwarz-weißen Hintergrund abhebend.


 

 

Die anderen Fehlversuche resultierten in echt gruseligen Bildern, die hier diesmal keinen Platz finden werden, da sie eher für die „100 Creative Challenges“ geeignet wären. Schau’n wir mal, was ich damit anstelle…