Unsortierte Gedanken : Das war definitiv nicht mein Jahr …

 

 

 

zumindest nicht die zweite Hälfte davon. Ganz für die Tonne war es nicht. Aber auch nicht zum uneingeschränkten Jubeln. Irgendwas ist ja immer, das ist eine allseits bekannte Binsenweisheit. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle all jenen danken, die trotz meines Gejammers nicht ihr Interesse an meinen Texten verloren haben. Was im Januar 2014 (abgesehen von zwei Testbeiträgen im August 2013) als Nähblog mit Tendenz zum Gemischtwarenladen begann, ist vier Jahre später bei Musik, Fotografie und Medien unterschiedlicher Art angekommen.

Und schon bin ich mitten drin, in einem weiteren Jahresrückblick. Dabei war das so nicht von mir geplant. Aber jetzt bin ich schon mitten drin im Countdown des Jahres.

 

Change keeps us moving on“

Was sich 2017 abzuzeichnen begann, hat sich 2018 fortgesetzt. Pläne, die sich in Luft auflösten, durchsetzt mit kleinen und mittleren Katastrophen. Das fing schon im letzten Dezember an, als ich den Abend in der Notaufnahme zusammen mit meiner Mutter verbringen durfte, weil sie gestürzt war. So wollte ich meinen Geburtstag nicht feiern. Der Kommentar meiner Mutter dazu: „Wir haben Deinen Geburtstag schon mal gemeinsam im Krankenhaus verbracht.“ Großes Fragezeichen! „ – na, als ich Dich zur Welt gebracht habe.“ Ich wünschte, ich hätte manchmal ihren Humor. Zu allem Übel kam dann am selben Tag dann auch noch meine Schwester ebenfalls ins Krankenhaus, weil sie in der Küche ausgerutscht war und sich einen Halswirbel gebrochen hatte. Silvester fand für einige von uns dann nicht auf der geplanten Party statt, sondern zu Hause bzw. im Krankenhaus. Aber es gab auch schöne Momente und ein paar kleine Erfolgserlebnisse für mich…

Januar

Eine Fotoexkursion mit Rehen im Schnee und das Nähen von Knopflöchern stellten die Highlights dieses doch eher ereignisarmen Monats dar. Dafür soll dieses Foto stehen:

 

 

Was das Nähen angeht, so war ich dieses Jahr nicht sehr produktiv, denn genäht habe ich übers Jahr verteilt so wenig, dass ich die wenigen tragbaren Kleidungsstücke an einer Hand abzählen kann: Bluse, Kleid, Rock, Jogginghose, Kleid.

Februar & März

Ende Februar bzw. Anfang März versuchte ich während eines verlängerten Nähwochenendes an der Ostsee, einen Blouson (oder Bomberjacke) zu nähen, was aber gründlich mißlang. Ein falscher Stoff und ein für mich unvorteilhafter Schnitt machten es möglich. So wurde dieses verhunzte Stück, das von Anfang an unter keinem guten Stern stand, ein Teil für die Tonne. Dass mir ein gefütterter Bleistiftrock (Pencil Skirt) besonders gut gelang, stimmte mich dann wieder versöhnlich mit meinen verloren geglaubten Fähigkeiten im Nähen.

 

Trotzdem sind genau diese Rubriken zu kurz gekommen, auch wenn ich dann im Oktober nochmal bei einem anderen verlängerten Nähwochenende in Würzburg war. Zwar ist das hier kein Reiseblog, aber was ich bei meinen Reisen dieses Jahr erlebt habe, ergäbe genug Stoff, um ein solches zu füllen.

Der März war dann der Monat, in dem ich eine Überraschung erlebte, als ich aufräumte. Ich wusste zwar, dass ich so einiges an Schallplatten von Pink Floyd, Jean-Michel Jarre und Barclay James Harvest geerbt habe. Dass dabei U2-Alben auftauchten, die auch ich bereits besitze, war mir neu. Dabei kamen auch Schallplatten zum Vorschein, von denen ich wusste, dass ich sie seit über 30 Jahren habe. Aber wie oft hatte ich die gehört? In den 80er Jahren andauernd, danach nie wieder.

Jetzt bekamen sie eine zweite Chance, die sich zur Sucht auswuchs, was sich seitdem in zahlreichen meiner Blogbeiträge niederschlägt, und zwar in der Rubrik „Soundtrack of my life“, die ich ursprünglich mit einer ganz anderen Absicht entworfen hatte.

 

Auch die nächsten beiden Monate kann ich mangels Masse in einem Punkt zusammenfassen.

 

April & Mai

Der große Knall kam wegen der allseits geliebten gefürchteten DSGVO. Wie so viele andere war ich auf die am 25. Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung schlecht bzw. gar nicht vorbereitet. Aber das Bloggen deswegen einstellen? Das Patentrezept hieß in meinem Fall: Erst mal bis zum 24. Mai weiter wie bisher, dann auf Eis gelegt durch Umstellen von „öffentlich“ auf „privat“ und im Hintergrund an allen wichtigen Punkten feilen. Nebenher buchte ich dann noch sämtliche Unterkünfte meines für Juni geplanten zweiwöchigen Urlaubs, der unter dem Motto „Weltreise“ stand.

Juni

Stichwort „Weltreise 2018“: In zwei Wochen kreuz und quer über den Erdball. Das geht nicht? Oh doch – wenn die Stationen „Texas“, „Kamerun“, „Bali“, „Kalifornien“ und „Brasilien“ allesamt in Deutschland liegen, mit der Südsee die dänische Südsee gemeint ist und man dem Dorf „Welt“ einen Besuch abstattet. Diese zwei Wochen waren die beste Zeit des ganzen Jahres, denn so frei, leicht und unbeschwert habe ich mich zuletzt im Sommer 2008 gefühlt, als mein Mann und ich damals mit dem eigenen Auto vier Wochen lang kreuz und quer durch Schottland und England gereist sind. Dieses Gefühl konnte selbst der Zusammenstoß meines japanischen Kleinwagens mit einem Land Rover nicht trüben, denn fahrtüchtig war mein Auto danach ja noch. Nur ein wenig zerbeult.

 

 

Auf meiner Fahrt nach Dänemark hatte ich insofern etwas Pech, dass die Klappe meines Kofferraums nicht vernünftig geschlossen war und ich deshalb auf der Fahrt einen Teil meines Gepäcks verlor: eine Jacke und meine Kameratasche mit kompletter Ausrüstung.

Dass die ohnehin schon leicht lädierte Kamera, das Ladegerät und die Akkus weg waren, konnte ich verschmerzen, aber dass die kompletten Aufnahmen der letzten vier Tage futsch waren, weil ich die unterwegs nicht sichern konnte (ich hatte mein Laptop nicht dabei), das war schon ärgerlich. Da gab’s nur eins: einige Motive auf dem Rückweg nochmal mit dem Smartphone knipsen. Dank meines Smartphones konnte ich dann noch so manch schönen Moment festhalten und auf meinem pinterest-Board ablegen. Und manche Erlebnisse waren dadurch sogar noch besser. Manchmal kann Verlust auch Gewinn bedeuten. Das sehe ich inzwischen ganz nüchtern und kühl.  A propos kühl… etwas kühl war es hier, während zu Hause sich alle die Seele aus dem Leib schwitzten:

 

 

… meanwhile in the Sahara or the Australian outback….. … which is not true. This was a bad joke: The picture was taken on a real cold, rainy, and windy day on the beach of a Danish island – driving sand from the side puts you in danger to lose orientation“. Bei der Insel handelt es sich übrigens um die südlichste Nordseeinsel Dänemarks: Rømø.

Wieder zurück in der Heimat, gönnte ich mir einen Kinobesuch, bei dem ich mich blendend amüsiert habe: Ocean’s Eight.

Juli

Oldtimer-Treffen in Usingen. Was für ein Highlight. Was für eine Show. Und wie schön, die Gelegenheit zu bekommen, als Beifahrerin in einem Oldtimer meiner Wahl zu sitzen und entweder gemütlich zu cruisen (Marlin von 1975) oder richtig Gas zu geben (Jaguar von 1994). Es war super Wetter – blauer Himmel und 30°C. Wer kann da schon Nein zum Cabriofahren sagen?

 

 

Anscheinend eine ganze Menge Leute, denn ich war an diesem Nachmittag die einzige, die sich überhaupt in ein Cabrio gesetzt hat. Die anderen zogen lieber eine Fahrt im geschlossenen Chevy vor.

August & September

Der Sommer drehte nochmal so richtig auf, da hatten alle meine Kollegen während ihres Urlaubs was davon. Mir hat die Hitze jegliche Energie geraubt, aber Blogs lesen und entdecken geht immer. Und deshalb war bei mir dann auch neu im Kühlregal: Blogs, denen ich folgte. Mit jedem neu abonnierten Blog rutscht der eine, dessen Name an dieser Stelle irrelevant ist, immer weiter nach unten und wird, wenn es so weitergeht, aus dem Blickfeld verschwunden sein. Aus den Augen – aber nicht aus dem Sinn. Dafür habe ich den Programmpunkt „in memoriam“, ein Ort des stillen Gedenkens. Gewidmet all jenen, die mir fehlen.

 

 

Mors certa, hora incerta. Ein Thema, das viele gerne meiden. Ich habe ihm deshalb bewusst mit der Aufnahme meiner inzwischen auch verschwundenen Zillo-Tasse ein Denkmal gesetzt. Die elegante Überleitung zu einer Aktion, bei der ich im September mitgemacht habe: 15 Tage – 15 Tassen. Zu der Zeit lag zwar mein Blog noch still, aber ich verlinkte in meinen Kommentaren die auf meinem pinterest-Board gesammelten Fotos meiner Tassen. Was mir beim Betrachten der Tassenfotos der anderen Teilnehmer auffiel: Es waren einige Fan-Tassen dabei, z.B. Game of Thrones, wenn ich mich recht entsinne. Abgesehen von einer geerbten Werner-Tasse konnte ich mit nichts dergleichen punkten. Weder zählt eine Londoner U-Bahn-Tasse noch die bereits genannte Zillo-Tasse dazu. Viel wichtiger aber als diese Kopfnuss war für mich die Frage, was ich mir bei dem Nähwochenende namens „AnNäherung Süd“ in Würzburg nähen wollte.

 

 

Da ich lieber mit kleinem Gepäck reise, hatte ich nur Ausrüstung und Material für zwei Projekte dabei: ein Kleid aus Jersey und eine Jogginghose. Als das Kleid fertig war, gab es als Kontrastprogramm einen Spaziergang in der Sonne und ein leckeres Eis. Eigentlich ein perfekter Ausklang, wenn das Unglück nicht schon bald seinen Lauf genommen hätte…

Oktober & November

denn ich musste innerhalb von fünfzehn Minuten eine Entscheidung treffen, die mit zu den schwersten in meinem Leben gehört. Beim Röntgen meiner kranken Kornnatter stellte sich heraus, dass sich mehrere Rückenwirbel durch eine Geschwulst bereits aufgelöst hatten und die Wirbelsäule so zerstört war, dass auch eine Operation nichts bewirkt hätte. Die einzige Alternative, die ich noch hatte: Einschläfern. Und das drei Wochen, nachdem bereits ein anderes meiner Reptilien an Altersschwäche gestorben war. Innerhalb so kurzer Zeit gleich zwei Haustiere nacheinander zu verlieren, gehört zu den Erfahrungen, die ich nie wieder machen möchte.

 

Anfang Oktober jährte sich der Todestag meines Mannes zum zweiten Mal und fiel diesmal auf einen Samstag. Genau der richtige Tag, um einen schon seit der Tassenaktion vom September wachsenden Plan in die Tat umzusetzen: Ich brauche eine neue Tasse, weil ich meinen Morgenkaffee nicht mehr länger aus der Tasse trinken möchte, die einst Andy gehört hat.

Hunderte von Fotos habe ich zu diesem Zweck gesichtet und mich dann für eins entschieden, das nicht nur den Lieblingsstar zeigt, sondern auch das richtige Format hat und durch einen neutralen Hintergrund besticht. Nur fotografieren lassen möchte sich das Biest nicht. Wie gesagt, irgendwas ist immer.

November war auch der Monat, in dem nicht nur meine Mutter in die Notaufnahme musste, sondern auch meine Freundin operiert wurde. Dass am Ende sechs Wochen daraus werden würde, hätte ich ja nie gedacht. Trotz dieses ganzen Bangens habe ich es an zwei Samstagen geschafft, ins Kino zu gehen. Zum einen A Star is born – und dann Bohemian Rhapsody. Auf den habe ich mich schon seit dem Sommer gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Dezember

Dezember war der Monat der nervigen Mails und Meldungen aus sozialen Netzwerken. Ich weiß ja, wie sehr manche ihre Weihnachtsdekorationen lieben, aber auf hartnäckige Kitschoffensiven reagiere ich mit Flucht. Mit Vorliebe an den von mir bevorzugten Glühweinstand und dann an meinem Geburtstag abends ins Kino, in den Film Mary Poppins‘ Rückkehr – ein Sequel mit dem zeitlich größten Abstand zum Originalfilm aus den Sechziger Jahren. Und für mich ein weiterer Film, für den sich der Kinobesuch gelohnt hat. Die Lieder blieben bei mir zwar nicht im Gedächtnis haften, aber mit seinem leicht antiquierten Charme alter Disney-Filme verschaffte er mir 130 Minuten Kurzweil und eine Überraschung in Form von Colin Firth als echter Fiese Möpp (= Fiesling).

Das Wort zum Sonntag

Antiquierten Charme hat es auch, „offline“ ein Tagebuch zu schreiben: Mit Kugelschreiber auf Papier, in ein extra zu diesem Zweck gekauftes Büchlein. Damit habe ich im Sommerurlaub während meiner Blogpause angefangen, jeden Tag ein paar Seiten darin geschrieben und nach dem Urlaub nur noch sporadisch damit weitergemacht. Es war eine interessante Erfahrung für mich.

Genau wie die Tatsache, dass man bestimmte Momente nicht wiederholen kann, wie das folgende Experiment zeigt: 1999 war ich eine Woche in Cornwall unterwegs, wo ich im Auto ein Best-of-Album von ABBA in Dauerschleife laufen ließ. ABBA „Gold“ als Musikkassette, denn der Mietwagen – ein älteres Modell – war nicht mit einem CD-Player ausgestattet, dafür aber mit einem Tape Deck. Dieses Jahr ergatterte ich das Album auf CD und hielt es für eine gute Idee, dieses Erlebnis zu wiederholen und die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Wie man sich vielleicht denken kann, funktionierte das überhaupt nicht. Genau zwei oder drei Mal habe ich die ABBA-CD laufen lassen, dann wechselte ich wieder zurück zu meinen von zu Hause mitgebrachten CDs und landete schließlich bei einem Greatest-Hits-Album von INXS, das dafür in Dauerschleife lief. Mal sehen, an welcher Musik ich bei der nächsten größeren Rundreise mit dem Auto einen Narren gefressen haben werde.

Und noch eine Entdeckung musste ich nach meiner Blogpause machen: Die meisten Nähbloggerinnen sind inzwischen auf Instagram unterwegs und bloggen nicht mehr. Ich dagegen blogge wieder, aber nicht mehr vorrangig übers Nähen, sondern über Fotografie, Bücher, Musik, Filme und Serien sowie ab und zu auch über Ausstellungen und Reisen.

Filme, mit denen ich eine Bildungslücke geschlossen habe: „Monster“, „The Breakfast Club“, „Kevin allein zu Haus“, „Kevin allein in New York“ und „Alien“ – Was für mich nächstes Jahr noch so kommt? Vermutlich ein Biopic über Elton John und der Downton-Abbey-Film. Da lautet „Abwarten und Tee trinken“ die Devise.

Ja, mach nur einen Plan“

Dieses Lied sang einst Bertolt Brecht. Es handelt von der Unzulänglichkeit des menschlichen Planens. Meine Freundin und ich wollten aus unterschiedlichen Gründen auch gerade für dieses Silvester nichts planen, aber Pläne für 2019 kann ich doch trotzdem schmieden. Sie möchte eine Reise nach Südafrika machen. Und ich? Spiele mit dem Gedanken an einen zweiwöchigen Urlaub im Osten Kanadas, nachdem ich gemerkt habe, dass drei Wochen Urlaub für Australien nicht reichen und ich außerdem lange Flüge hasse wie die Pest.

Mehr nähen wollte ich auch, an dem am 6. Januar beginnenden Fotoprojekt „ABC“ teilnehmen und mich auf eine literarische Reise der anderen Art begeben. Aber diese Reise unternehme ich alleine und behalte meine Erlebnisse für mich. Denn es gibt Dinge, die ich gerne rein privat und unausgesprochen lassen möchte.

Allen anderen wünsche ich einen entspannten Start in das neue Jahr und dass das Glück nicht nur auf Stippvisite hereinschneien möge.

 

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(Moving) Picture of the day : The stairs

  … storey to storey, building to building, street to street – we pass each other on the stairs…   One of my favourite songs of the 80s/90s came to my mind when I walked on by a sculpture in … Weiterlesen

Media Monday # 387 : Bands that don’t exist anymore

 

 

Samstage sind inzwischen für mich die Wochentage, die so richtig ins Geld gehen. Wenn ich zum Beispiel einen ganz tollen Mantelim Vintagestil sehe, den ich trotz seines hohen Preises unbedingt haben möchte. Auch diesmal habe ich ganz gezielt um den Black Friday einen Bogen gemacht, aber trotzdem habe ich ein echtes Schnäppchen gemacht, und zwar in unserer Stadtbücherei. Da gab es ein Flohmarktexemplar des Buchs „Maximum Rock’n’Roll“ von Murray Engleheart und Arnaud Duireux über die Band AC/DC. Als ob ich nicht schon genug Bücher hätte! Aber eben noch keine Biografie.

A propos Biografie, diesem Genre bin ich im Moment sehr zugeneigt, und ich musste beim Schmökern in diesem Riesenwälzer feststellen, dass so langsam nach und nach die Bands verschwinden, die ich noch nie live gesehen habe und dazu auch nie wieder die Chance haben werde, denn entweder haben sie sich aufgelöst oder ihre Mitglieder leben nicht mehr. Queen, AC/DC, INXS, Runrig… Wobei ich hoffe, dass wenigstens Runrig sich zu einer Wiedervereingungs- oder Hello-Again-Tournee zusammenfinden werden.

Wenn’s um Zusammenfinden geht, so finden sich auch diesmal bestimmt wieder viele ein, um bei Wulfs Mitmachaktion „Media Monday“ mit sieben Lückentexten auf seinem Blog „medienjournal“ dabei zu sein.

 

Media Monday # 387

 

1. Irgendwie hat das Aufnehmen zum Zweck der dauerhaften Konservierung meiner Lieblingsserie „Doctor Who“ gehörig für mich an Reiz verloren, da die BBC ständig die Sendezeiten zu Gunsten der nachfolgenden Tanzsendung „Strictly Come Dancing“ ändert und ich mit dem Herausschneiden der überflüssigen Teile kaum hinterherkomme.

 

2. Nachdem der Black Friday nun hinter uns liegt: Ich für meinen Teil war zwar am Samstag einkaufen, aber habe nicht nach irgendwelchen Rabatten gesucht oder nur deswegen etwas gekauft, weil es angeblich billig ist; das wahre Schnäppchen lauerte in der Stadtbücherei auf mich: die Flohmarkausgabe eines 500-Seiten-Wälzers über AC/DC, zum Preis von 50 Cent. Bei mir sah der „Black Friday“ so aus, dass ich schwarz angezogen war.

 

3. Rami Malek hätte es nicht besser treffen können, als für die Rolle des Freddie Mercury besetzt zu werden, denn nach einer gewissen Zeit hatte ich nicht mehr dass Gefühl, dass ich einen Schauspieler auf der Leinwand sehe, sondern die Person, die er verkörpert. Das galt aber auch für die restlichen Musiker von Queen.

 

4. Mir war ja bis vor kurzem nicht klar, dass Eleanor Tomlinson und Aidan Turner bereits vor der BBC-Fernsehserie „Poldark“ zusammen vor der Kamera gestanden haben, nämlich in dem grandiosen Animationsfilm „Loving Vincent“. Da haben sie jedoch keine gemeinsamen Auftritte und auch sonst nichts miteinander zu tun. Das Lustige an diesem Lückentext ist, dass ich letzte Woche unter dem selben Punkt bereits viel über den Film „Loving Vincent“ geschrieben habe.

 

5. Die ein oder andere Filmbiografie von Bands oder Solomusikern hat mir ja bereits einige kurzweilige Stunden beschert, wobei auch ich mich in die Gruppe derer einreihen kann, die von „Bohemian Rhapsody“ vollends begeistert sind, auch wenn ich früher nie Queen-Fan war.

 

6. Wenn nächste Woche schon der 1. Advent ins Haus steht, merke ich, wie schnell das Jahr doch langsam zu Ende geht.

 

7. Zuletzt habe ich mir beim Lesen der AC/DC-Biografie überlegt, ich könnte ja im Internet mal nach weiteren Informationen über die Originalbesetzung stöbern, und das war keine schlechte Idee, weil ich auf diese Weise ein Blog entdeckt habe, auf dem man zu Musik, Film und anderen Themen viel Interessantes finden kann, u.a. auch einen Beitrag über die kroatische Band Gruhak, die richtig tolle Rock’n’Roll-Coverversionen im Repertoire hatte, wie z.B. „Love me two times“ von den Doors oder „Over the hills and far away“ von Led Zeppelin. Leider werde ich auch diese Gruppe nie live erleben können, weil ihr Sänger dieses Jahr im Alter von 40 Jahren gestorben ist.

Media Monday # 381 : mit musikalischem Ausklang einer anstrengenden Woche und dem persönlichen Super-GAU

 

Den Abend bei einer DVD-Session mit einer Folge von „Orange is the new Black“ und dem Live-Mitschnitt eines Konzerts der Lieblingsband bei einem Glas Wein ausklingen lassen… klingt nach einem gelungenen Abschluss einer nicht so gelungenen Woche – wird aber um Punkt 18 Uhr unterbrochen mit dem Ausfüllen von sieben neuen Lückentexten der Aktion „Media Monday“ auf Wulfs Blog medienjournal

Dann noch kurz was essen gehen in meinem Stammlokal, die erste Folge der neuen Doctor-Who-Staffel mit Jodie Whittaker als neuem Doctor gucken, und dann den Konzertabend beenden, indem ich die „Live Baby Live“-DVD mit dem INXS-Konzert von Juli 1991 im Wembley-Stadion ab da weiterschaue, wo ich sie zuletzt angehalten habe:

Warum kann die TARDIS nicht auch mal bei mir landen, und ich steuere sie dann genau dort hin, mitten in die erste Reihe, um dieses Hammerkonzert live erleben zu können? – So, genug geträumt – hier kommen die sieben Lückentexte vom aktuellen Media Monday:

Media Monday # 381

 

1. Wenn ich schon den Ausruf „Waaas? Das kennst du nicht?“ höre, zucke ich zunächst innerlich mit den Schultern und denke mir „muss ich das kennen?“ – aber dann lasse ich Nachsicht walten, denn ich kenne und liebe dafür Dinge oder Personen, die anderen unbekannt sind. Nur zu gut kann ich es inzwischen nachfühlen, wenn mir andere das Objekt ihrer Begeisterung gerne nahebringen möchten – denn es geht mir ja teilweise ähnlich; nur habe ich oft Skrupel, zu oft über diese Leidenschaft zu berichten, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass endlose Lobeshymnen auf die Umwelt oft ermüdend wirken.

 

2. Was ich vor 2018 nicht für möglich gehalten hätte: dass ich einen ziemlich gravierenden Stilwechsel durchlaufen und meine Liebe zum Selbernähen wiederkommen würde, ich aber leider auch innerhalb von vier Wochen gleich zwei meiner geliebten Haustiere verlieren und sich mein musikalischer Horizont in Richtung anderer Arten des Metal erweitern würde. Mein Dank geht an die Bloggerin, durch die ich die schwedische Death-Metal-Band Arch Enemy entdeckt habe.

 

3. Dass die neue Staffel von Doctor Who jetzt auf einmal Sonntagabends zu einer krummen Uhrzeit (19: 55 Uhr) startet, zeugt nicht eben davon, dass sich die Verantwortlichen bei BBC1 wirklich Gedanken gemacht haben, denn sonst hätte man es beim Samstagabend belassen können. Da frage ich mich schon, welchen Stellenwert diese Kultserie generell noch hat und ob ich mir jetzt Sorgen machen muss, dass sich eine meiner Lieblingsserien auf dem absteigenden Ast befinden könnte?

 

4. Womit man mich mittlerweile echt jagen kann ist das x-te Angebot einer „neuen“ Best-of-oder Greatest-Hits-CD meiner Lieblingsband oder wenn mir wieder jemand Netflix & Co schmackhaft machen will. Sich auf ein Abo einzulassen, war gestern – heute gönne ich mir lieber eine Konzert-DVD oder kaufe mir die Staffel einer mir unbekannten Serie als Video-Download.

 

5. Lady Gaga ist mir erst mit „A Star is born“ so richtig ans Herz gewachsen, wobei meiner Meinung nach Bradley Cooper, von dem ich bisher noch gar nichts kannte, sie locker an die Wand gespielt hat. Deswegen hat mich sein Schicksal im Film auch so mitgenommen.

 

6. Wenn ich mal etwas überschüssige Zeit und Energie hätte, würde ich mit ein paar Freunden bei einem Pub-Quiz mitmachen – ein tolles Pub mit einer beeindruckenden Auswahl an Whiskys habe ich vor meinem Kinobesuch entdeckt.

 

7. Zuletzt habe ich eines meiner nun leeren Terrarien bei musikalischer Begleitung durch die LP zum Musical „Chess“ grundgereinigt, und das war nun endlich mal fällig , weil die Kleine, die dort einziehen soll, in ihrer alten Behausung inzwischen zu wenig Platz hat. Und weil mit Musik alles besser geht, habe ich mich für ein Werk entschieden, das ich schon länger nicht mehr gehört habe, aber das bei mir wieder Erinnerungen an unsere Klassenfahrt mit der Berufsschulklasse nach London geweckt hat. Dazu passt, dass am späten Abend Benny Andersson im ZDF bei der Sendung „Opus Klassik 2018“ für sein Piano-Album einen Preis für Klassik ohne Grenzen verliehen bekommen hat. Wirklich sehr schön.

Unsortierte Gedanken : (nicht mehr alle) Tassen im Schrank

 


Halte beim Whisky Maß und genieß ihn nicht in Massen,

drum benutze ich ein Glas und trink ihn nicht aus Tassen *).


 

 

Als ich bei der Aktion „15 Tage, 15 Tassen“ mitmachte, fand ich heraus, dass drei meiner fotografierten Schätzchen spurlos verschwunden sind. Und zur Krönung habe ich dann auch noch versehentlich meine orange „Espressionisten“-Tasse geschrottet. Trinken kann man jetzt nicht mehr aus ihr, also dient sie jetzt als Behälter für Schlüssel; da ich sie aus Jux meine „Orange is the new Black“-Tasse getauft habe, kommt mir ihre neue Funktion nun vor wie pure Ironie. Und auch wenn wir viel zu viele Tassen im Haus haben (mitgezählt habe ich nicht die Becher meiner Schwester): So wollte ich meine Bestände nicht reduzieren.

Was mir diese Aktion noch gezeigt hat: Im Gegensatz zu anderen besitze ich keine Fan-Tasse. Die verschwundene Tasse, die ich 1999 anlässlich der Sonnenfinsternis in Stuttgart gekauft habe, zählt für mich nicht dazu. Warum nicht den Tip, mir eine Tasse, mit dem Motiv meiner Wahl bedrucken zu lassen, in die Tat umsetzen? Zumal ich meinen Morgenkaffee seit zwei Jahren aus der Tasse meines verstorbenen Mannes getrunken habe und ich seit einiger Zeit merke, dass ich mich damit nicht mehr wohl fühle. „The time is now“ – für etwas neues. Und darum habe ich mich hingesetzt und versucht, eine Auswahl aus ungefähr hundert Bildern mit Sprüchen, Landschaften oder Stars zu treffen. Einfach war das nicht, denn die meisten Fotos haben das falsche Format oder haben einen unruhigen Hintergrund.

Am Ende habe ich mich dann für eine Aufnahme meines Lieblingssängers entschieden; die habe ich zum Schluss noch mit rechts und links angesetzten Balken in einer zum dunklen Hintergrund passenden Farbe verbreitert und die Balken mit dem Auszug aus einem seiner bekanntesten Songtexte beschriftet: Damit nach dem Aufwachen mein Blick auf ein freundliches Gesicht fällt und nicht auf die geerbte Tasse mit dem Eselchen. Das bekommt nun einen Ehrenplatz in der Küche und darf von den anderen Familienmitgliedern bewundert werden.

 


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Und weil ich schon dabei war, habe ich auch gleich eine Tasse als Geschenk für meine beste Freundin bedrucken lassen; allerdings ist das keine Fan-Tasse geworden, denn sie zeigt eine Aufnahme von ihr mit einem Uhu auf dem Arm, als wir zusammen hinter die Kulissen einer Falknereivorführung schauen durften. Die Tasse soll ein Behältnis für einen Gutschein werden: entweder für einen gemeinsamen Kinobesuch oder – was ich für passender halte – eine Einladung in die Fasanerie. Bis zur nächsten „Besinnlichen Abendwanderung mit Lagerfeuer“ wird sie zwar noch nicht fit sein, weil sie zur Zeit einen Spezialschuh trägt, nachdem sie ihr den Gips abgenommen haben, aber wenn sie weiterhin solche Fortschritte macht wie jetzt, wird der frühestmöglichen Veranstaltung in 2019 kaum etwas im Wege stehen. Schließlich heißt es ja auch nicht umsonst „neues Spiel, neues Glück“.


 

*) Die Tasse vor der Whiskeyflasche abzustellen, war reiner Zufall, aber führte zur Inspiration zu diesem Kurzgedicht. Die einzige Variante, Whiskey aus einer Tasse zu trinken, wäre in Form eines Irish Coffee, aber den Versuch, ihn selbst zu mixen, werde ich so schnell nicht wiederholen (außerdem schmeckt er mir aus einem bauchigen Glas besser), und die Tasse bleibt weiterhin dem Genuß von Kaffee vorbehalten.

Media Monday # 359 : Mörderisch gut

 

Sich aufs Faulenzen zu freuen, um dann nach dem Mittagsschläfchen einen Thriller mit über 400 Seiten an einem Samstagnachmittag runterzureißen, kann dazu führen, dass man am Abend keinen Schlaf findet und ausgerechnet dann ein Programm einschaltet, auf dem die Filme „Final Destination 3“ und „Final Destination 4“ hintereinander laufen. Man will eigentlich wegsehen, ist aber von der Katastrophe so gebannt, dass man beide Filme, dessen Handlung man auswendig kennt, trotzdem zu Ende schaut. Trotz gruseliger ElitePartner-, Parship- und Ruf-mich-an-Stöhn-Werbung. Wenigstens weiß ich jetzt, warum „Final Destination 4“ von Pro7 Schweiz erst ab 18 freigegeben wurde. Bestimmt nicht wegen der blutigen Art, die Darsteller einen nach dem anderen ins Jenseits zu schicken.

Wer die Final-Destination-Reihe noch nicht kennt: Die Handlung ist bei den vier Filmen, die ich bisher gesehen habe, immer die gleiche, nur mit unterschiedlichen Ausgangssituationen. Den Thriller „Atemnot“ (nicht „Atemlos“) fand ich übrigens sehr unterhaltsam, schon allein wegen des Namens, den das englische Dörfchen trägt: Morden. Ich glaube nicht, dass der Schriftstellerin bewusst war, dass der Name in der deutschen Übersetzung ein sinnvolles und auf ironische Art dazu passendes Wort ist.

Meine Destination am Sonntagabend sind die sieben Lückentexte auf Wulfs Blog medienjournal in der aktuellen Ausgabe des Media Monday:

 

Media Monday # 359

1. Der Song “Elegantly Wasted“ geht mir ja seit ich das Video dazu auf youtube gesehen habe, nicht mehr aus dem Kopf, und wenn die CD beim Autofahren läuft, muss ich an das Autorennen in „Final Destination 4“ denken.

2. webfail.de funktioniert als Stimmungs-Aufheller bei mir eigentlich immer, denn da gibt es für mich immer etwas witziges zum Anschauen, egal ob es sich um dumme Sprüche handelt oder um zum Brüllen komische Hunde- und Katzenfotos bzw. -videos.

3. Wenn ich schon höre, dass meine Lieblingsserie mit einem riesigen Cliffhanger endet und nicht fortgesetzt wird, dann frage ich, was das soll – schließlich sollte der Cliffhanger doch dazu da sein, die Spannung auf die Fortsetzung zu steigern, und wenn dann nichts kommt, ist das m.E. nicht nur mehr als ärgerlich, sondern auch ein Widerspruch in sich.

 

4. “Rendez-vous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery aus dem mare-Verlag ist eines dieser Bücher, das ich jedem ungefragt empfehlen möchte, schließlich erfährt man hier auf liebevoll geschilderte Art und Weise, was für sensible und hochintelligente Tiere die achtarmigen Meeresbewohner sind.

 

5. Für den irischen Schauspieler Aidan Turner schlägt mein Fanherz ja so hoch wie schon lange nicht mehr, weil er mir schon als Titelfigur der Neuverfilmung des Period Dramas „Poldark“ gut gefallen hat. Interessant fand ich, dass er auch in dem Film „Der Hobbit“ mitgespielt hat. Leider bedeutete das auch, dass mit seiner Rolle als Vampir in „Being Human“ nach der dritten Staffel Schluss war. Jetzt bin ich als Krimifan auf die Agatha-Christie-Verfilmung von „And then there were none“ gespannt, wo er zur Abwechslung mal einen fiesen Charakter spielt.

6. John Nettles ist als Nebendarsteller in dem Period Drama „Poldark“ ja so gar nicht mein Fall, wohingegen als/in Inspector Barnaby mit seiner unnachahmlich trockenen Art.

7. Zuletzt habe ich versucht, drei Sudokus am Stück zu lösen, und das war ganz schön knifflig, weil es die letzten in diesem Sudokublock mit der höchsten Schwierigkeitsstufe sind. Hier muss man nämlich die Kästchen mit Zahlen von 1 bis 12 füllen, und da wird’s für mich schnell unübersichtlich. Dennoch wollte ich die Rätsel zu Ende bringen, damit ich diesen Block abschließen kann. Ob ich so schnell nochmal welche lösen werde, weiß ich jetzt noch nicht.

 

 

 

Soundtrack of my life : essay on vocal ranges – the encores

 

 

the encores (engl.) = die Zugaben

Diesen Begriff habe ich in einem australischen WordPress-Blog kennengelernt. Der vierte und letzte Teil fungiert als Zugabe und Abschluss meiner Serie, als Fortsetzung zu Teil 3 – „the graph on the wall“ und beschäftigt sich mit den unschönen Seiten, die man bei Konzerten oder auf Festivals erleben kann. Daher auch die Triggerwarnung.

 

Vocal ranges – part IV – „Hear that sound“ *) – mit Triggerwarnung

Geht mir mit den ganzen gehypten „Singer/Songwritern“ fort: noch so ein neumodisches Wort. „Singer/Songwriter“ sind für mich Bob Dylan oder Leonard Cohen, Joan Baez oder Nathalie Merchant – aber doch nicht Mark Forster, Max Giesinger oder Andreas Bourani. Gerade bei dem Lied „Ein Hoch auf uns“ muss ich an eine schlecht geschriebene Werbung für ein bierähnliches Getränk denken. For me this is the end! The end of all guten Geschmacks. Spaß beiseite, in dieser Hinsicht bin ich ein Oldschool-Dinosaurier und bleibe bei den Sängern aus meiner Playlist, auch wenn davon zwei leider schon lange tot sind (Cash / Hutchence) und der dritte aus diesem Kreis vor ein paar Jahren auch fast ins Gras gebissen hätte (Gahan), wie er in einem Interview erzählte. In dieser Hinsicht wäre der H.I.M. Song „Join me (in death)“ ein makabrer und sarkastischer Zufall gewesen.

Deshalb freue ich mich umso mehr, dass es Depeche Mode tatsächlich noch gibt, aber ich habe das dumpfe Gefühl, dass deren Zeit der Auftritte in „kleineren“ Hallen vorbei ist (auch wenn selbst da noch welche kollabieren) und ich mich zur Commerzbank-Arena in Frankfurt aufmachen muss, wenn ich ein Konzert von ihnen sehen möchte. Doch genau darin liegt die Crux. Nach meinem unschönen Erlebnis auf dem M’Era Luna Festival in Hildesheim war ich nämlich an keinem Veranstaltungsort mehr, der größer ist als die Festhalle in Frankfurt oder die Jahrhunderthalle in Höchst.

Die Aufnahmen der Live-Aid-Konzerte oder die des INXS-Konzerts 1991 im Wembley-Stadion sehe ich zwar gerne gemütlich zu Hause von der Couch aus, aber hätte ich heute eine Tardis, würde ich um die Wembley-Arena einen riesigen Bogen machen, INXS hin oder her. Genau wie ich andere Fußballstadien meide, egal wer da auftritt, und wenn der Papst persönlich dort eine Audienz geben würde. Deshalb ist für mich auch Hogmanay in Edinburgh gestrichen.

 

Zwischenruf: Wer an Klaustrophobie leidet oder generell Angst vor großen Menschenansammlungen hat, sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen, sondern erst wieder nach „this is the end“, denn dieser Abschluss enthält eine unerfreuliche Episode, die ich erlebt habe.

Wer sich noch an die Katastrophe auf der Love-Parade in Duisburg erinnert, wird mein Erlebnis auf dem M’Era Luna als geradezu lächerlich empfinden, aber genau daran wurde ich bei den Nachrichten über die Veranstaltung, bei der 21 Menschen in einer Massenpanik zu Tode kamen, wieder erinnert.

Passiert war, das mein Mann und ich in den Sog zwischen zwei in konträre Richtungen strebende Menschenmassen gerieten. Bis zu diesem Moment hatte ich noch nicht gewusst, was Panik heißt, aber nun war sie da. Andy und ich hatten gerade ein Open-Air-Konzert genossen, als ein Gewitter nahte. Die Menge, in der wir uns befanden, wollte von der Open-Air-Bühne weg und zurück zum Zeltplatz, vielleicht auch noch zu den Getränkeständen, aber Hauptsache erst mal weg. Wir hatten es bis zum Rande dieser Menge geschafft, als uns ein riesiger Pulk entgegenkam, der zum in Kürze angesagten Konzert im Flugzeughangar wollte. Und zwar genau dort, wo wir nun waren, trafen beide Massen aufeinander – wir mittendrin, und wie wir es geschafft haben, aus diesem Hexenkessel heil wieder herauszukommen, ist mir danach vollkommen entfallen. Nur, dass ich für den Rest des Tages zu nichts mehr zu gebrauchen war. Schlimmer noch, ich weiß nicht einmal mehr, wen wir da live erlebt haben. Der Blackout ist größer, als ich bisher angenommen hatte.

Sind am Ende absurd hohe Kartenpreise für mich gar nur ein Vorwand, nicht zu einem Depeche-Mode-Konzert zu gehen, denn in Wahrheit ist es die Location? Kleinere Hallen oder Clubs sind mir inzwischen tatsächlich lieber, aber ich habe auch schon 92,– Euro für den Eintritt zu dem besagten Konzert von Jean-Michel Jarre ausgegeben, in dem Glauben, er träte nur alle Jubeljahre mal auf. Ein paar Jahre später kosteten die Karten dann schon 100,– Euro, und trotz dieser preislichen Schallgrenze habe ich die Tickets genommen. Über den Ausgang jenes Abends breite ich dann doch lieber den Mantel des Schweigens.

This is the end“ **)

Doch wo beginnen Ticketpreise, mich abzuschrecken? Eine passende Antwort wäre „Im dreistelligen Bereich“ gewesen. Wenn ich sehe, in welchen Regionen sich die Preise inzwischen bewegen, muss ich damals schön blöd gewesen sein, keine Karte für Loreena McKennit gekauft zu haben, nur weil diese damals 62,– Euro kosten sollte. Die Zeiten, dass man für ein Konzert der Stones noch 76,– DM bezahlt hat, sind schon lange vorbei. Doch das ist ein Thema, das separat behandelt werden sollte.

Lange vorbei sind anscheinend auch die Zeiten, in denen das Publikum nicht bloß herumstand und auf seinen Smartphones herumdaddelte oder das Konzert filmte. Die einzigen Fotos, die ich mit meinem Handy gemacht habe, war ein winzig kleines Männchen namens Jean-Michel Jarre (auf der Bühne mit seinem Theremin) oder das Beleuchtungsgestänge unter der Decke bei Apocalyptica. Wenn ich gute Aufnahmen von einem Star haben möchte, kann ich mich auf pinterest umschauen und das entsprechende Foto in einem Album festpinnen. Da das Album aber privat ist, und für die Öffentlichkeit nicht einsehbar, hat außer mir sonst keiner was davon. In dieser Hinsicht bin ich dann doch vielleicht kein echtes Fangirl, denn es gibt keinerlei Fotos, die mich zusammen mit meinen Lieblingsschauspielern oder -sängern zeigen und beweisen könnten, dass ich denjenigen tatsächlich persönlich getroffen habe.

Ja, meine Begabung zum Abschweifen verdirbt mir eines Tages nochmal den Spannungsbogen und führt zu Abzügen in der B-Note. Es ging um mich faszinierende Stimmen, und zum Glück fällt mir genau da, passend zum Schluss, tatsächlich noch eine Begebenheit ein, für die es, wie gesagt, kein Beweisfoto gibt.

Als die Band Chamber L’Orchestre de Chambre Noir (auch „Chamber“ abgekürzt) in Frankfurt vor ein paar Jahren gastierte, spendierte jemand den Fans ein sogenanntes Meet & Greet in einem Elektronikmarkt in Frankfurt am Main. Wir waren eine Handvoll Leute, die sich mit der Gründerin des Fanclubs und dem Sänger der Band dort trafen, angeregt plauderten und herumalberten, so dass andere Kunden sich schon über die Ansammlung „Grufties“ zu wundern begann. Warum das so gut passt? Als ich Chamber zum ersten Mal hörte, dachte ich, der Frontmann der Crash Test Dummies hätte eine neue Band gegründet, nur diesmal mit klassischer Instrumentierung. Aber bei Chamber könnte man wirklich von einem „schwarzen Kammerorchester“ sprechen, das auch ein paar sehr interessante Coverversionen (hier: Engel) auf Lager hat. Rammstein, Alanis Morrissette und Depeche Mode dürfen sich geehrt fühlen.

Mit dieser Erinnerung im Gepäck hatte ich einen sehr beschwingten und wundervollen Konzertabend, der mir wieder einmal vor Augen führte, dass nicht die Größe des Publikums ausschlaggebend ist, sondern die Begeisterung und Hingabe der Fans, die für einen unvergeßlichen Abend sorgen. In diesem Sinne war dann auch das Konzert von Zola Jesus im November 2017 für mich ein voller Erfolg – noch eine Tieftönerin.

Zwar habe ich die Künstlerin bei dieser Verantaltung nicht getroffen, aber der Abend war trotzdem sehr gelungen.

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Fußnoten:

*) „Hear that sound“ (INXS – Hear that sound)

**) „This is the end“ (The Doors – The end)

Soundtrack of my life : essay on vocal ranges – with more hidden footage

 

 

footage (engl.) = Filmmaterial …   aber kein Mensch muss sich dieses Filmmaterial auch anschauen. So, nachdem ich das Vorprogramm mit „Drama, Baby!“ (einem Zitat von Bruce Darnell aus einer der ersten Staffeln von Germany’s Top Model, die ich mir damals wirklich noch angeschaut habe, ohne mich zu gruseln) abgehakt habe, kommt nun der Haupt-Act:

 

Vocal ranges – part III – „.. the graph on the wall“ *)

 

In einem Film werden verschiedene Sänger anhand einer Grafik direkt miteinander verglichen, hier waren z.B. John Lennon, Paul McCartney und Freddie Mercury dabei, und die habe ich früher auch sehr oft gehört, aber die, die mich mehr interessiert haben, musste ich separat suchen. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es gibt so einige Lieder von Queen, die ich einfach nur genial finde, und Freddie Mercury war eine faszinierende Persönlichkeit – auf der Bühne ganz anders als privat, wenn ich der hervorragenden Dokumentation, die mein Mann und ich zusammen gesehen haben, Glauben schenken darf. Aber so gut und bahnbrechend ich Queen und deren Kunst auch finde – meine Prioritäten liegen woanders.

Zuerst muss mir die Stimme gefallen, wenn dann aber noch die Musik genau meinen Geschmack trifft – ich höre mir gerne viele unterschiedliche Stilrichtungen an (okay, Schlagermusik, Kirmestechno, HipHop und R’n’B mal ausgenommen) – und die Texte zusätzlich noch einen geistigen Nährwert haben, bin ich hin und weg. Es muss auch nicht immer die riesengroße Bühnenshow und das große Drama sein, manchmal reichen auch Momente wie Johnny Cash mit „Hurt“ oder ein Song im Radio wie z.B. „Summer Wine“ als Coverversion von Natalie Avelon und Ville Valo, von dem ich bereits geschrieben habe, dass ich mir auch nur wegen seiner Band ein Ticket für das M’Era Luna Festival gegönnt hätte.

An dieser Stelle habe ich geflunkert. Wir hatten die Tickets bereits gekauft, und zwar wegen dem restlichen Line-Up. Zu H.I.M. sind wir tatsächlich auch gepilgert, und es war ein einzigartiges Erlebnis, von dem eine Gänsehaut zurückblieb, die mich mit einem anderen, nicht so guten Erlebnis auf diesem Festival versöhnte (auf das eventuell im letzten Teil meiner Serie zurückkommen werde, sonst komme ich zu weit vom eigentlichen Thema ab).

Um auf meine angedeuteten Prioritäten zurückzukommen, zähle ich jetzt mal die auf, die ich in meine Playlist auf dem Smartphone aufgenommen habe. Das meiste ist aus den 80ern, H.I.M. fehlt leider noch, und wir fangen im“lower register“ an und hören im „higher register“ auf: : Johnny Cash, Sisters of Mercy, Dave Gahan, Michael Hutchence. Und ausgerechnet zu dem zuletzt Genannten gab es auch den ausführlichsten Film von allen (bei den anderen fiel das Filmmaterial wesentlich kürzer aus): The vocal range of Michael Hutchence.

 


 

Derjenige, der den Film kreiert hat, hat sich sehr viel Mühe gegeben, sich durch sämtliche Lieder zu arbeiten und zu jeder Tonlage in den einzelnen Oktaven das passende Lied auszuwählen. Am Ende sind es mindestens 50 Beispiele (inclusive Doppelnennungen) geworden, die bei D2 (Know the difference) anfangen und bei D7 (Sometimes) aufhören. Bingo. Ich wusste es ja schon länger: Dieser Künstler war völlig unterbewertet. Vielleicht kommen daher meine ganzen Lobeshymnen, die ich hier nach und nach einfließen lasse. Und vielleicht arbeite ich mich auch gerade deswegen durch das gesamte Werk, das nach dem Album „Kick“ so unbemerkt an mir vorbeigegangen ist (warum auch immer), was ich jetzt im Rückblick schade finde.

Und wie ein Kommentar zu diesem Video zeigt, lag ich mit meiner Vermutung bezüglich der Stimmlage dieses Herrn gar nicht mal so falsch: „a natural baritone – Michael and his band have grown with the years and it was keeping growing. Michael had an amazing voice and lyrics. Compare to U2 whom declined with their music from 1988 to today.“

Aber ich war nie in einem Konzert von ihnen. Daher bleiben mir nur noch Filmaufnahmen, denn diese Band werde ich wohl nie mehr live erleben. Dabei haben Filmaufnahmen einen Vorteil: Je nachdem, welche Qualität sie haben, kann ich mich jederzeit, wenn mir danach ist, daran erfreuen – zuletzt ist es mir so mit Loreena McKennitts Konzertabend aus der Alhambra gegangen. Diese hervorragende Künstlerin habe ich auch noch nie live erlebt, aber ich male mir gute Chancen dafür aus. Bei INXS wird das meiner Einschätzung nach aber nichts mehr. Zum einen, weil die Band 2012 ihre Auflösung bekanntgegeben hat; und zum anderen, weil ich mich mit Konzerten in riesigen Stadien inzwischen schwertue.

Warum das so ist, erzähle ich im vierten und letzten Teil meiner Serie, und zwar in der Rubrik „Zugabe“ in „Vocal ranges – part IV – Hear that Sound“, mit Triggerwarnung. Wer unter Klaustrophobie, Agoraphobie oder Angst vor großen Menschenansammlungen hat, sollte diesen Teil zwischen roten Lettern überspringen.

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Fußnote:

*) „the graph on the wall“ (Depeche Mode – Everything counts)

 

Soundtrack of my life : essay on vocal ranges – with loads of brackets – pt. I

 

brackets (engl.) = Klammern

 

Nein, dieser Artikel dreht sich nicht um das Klammern in Beziehungen oder die Zahnspange, die ich als Kind tragen musste, sondern befasst sich mit… ach, am besten findet’s selbst raus, denn ich fange gern bei einem Thema an und höre bei einem anderen auf. Abschweifungen können so verführerisch sein, genau wie manche Stimmen, die mich gleich in ihren Bann ziehen und die ich unter Dutzenden anderer mühelos herausfiltern kann…

Außerdem ist er gespickt mit englischen Ausdrücken, obwohl ich mich schon so oft über Texte in genau diesem Stil geärgert habe, weil sie oft so gewollt und aufgesetzt klingen, dass ich mir denke „Du, Freundchen, schreibst auch nur so, weil es von Dir so erwartet wird und man sich davon jede Menge Aufmerksamkeit verspricht und hohe Klickzahlen und Likes folgen werden.“ Yes, und außerdem: Long texts are my speciality. They’re as good as repellants.

Bei meinen seitenlangen Monologen bin ich dagegen sicher, dass sich die Klickzahlen in Grenzen halten und die „Likes“ ausbleiben werden. Aber das ist nicht schlimm, schließlich schreibe ich zu meinem Plaisir, und dabei habe ich am Deutschunterricht das Schreiben von Aufsätzen am meisten gehasst, besonders dann, wenn man sie vorlesen musste. In Musik war ich eine Niete, und mein Englisch war okay. American Short Stories oder „Der Tod des Handlungsreisenden“ im Englischleistungskurs waren nicht meine Lieblingsthemen, dann doch lieber Sartre in meinem anderen Leistungskurs.

Heute komme ich gerne öfters beim Schreiben vom Hölzchen aufs Stöckchen, und muss mich zusammenreißen, dass sich ein Satz nicht über fünfundzwanzig Seiten erstreckt. Dabei hilft mir dann immer ein Kommentar mit Rotstift, den ich einst von meinem GK-Lehrer bei einer Arbeit einkassiert habe: „Schachtelsätze vermeiden! Sie vernebeln die Aussage.“

Bevor ich eine Aussage über meine Rubrik „Soundtrack of my life“ treffe, die ich hier neu eingerichtet habe, ohne dass es anscheinend einer bemerkt hat, möchte ich noch erwähnen, dass ich zwar immer noch keine musikwissenschaftlichen Abhandlungen schreiben kann und will, aber dass dafür mein Englisch mit den Jahren immer besser geworden ist (teilweise träume ich sogar in dieser Sprache). Und, wie war das nochmal mit den Abschweifungen und dem Herumschreiben um den heißen Brei?

Dabei wäre letzteres der falsche Begriff. Heiß ist an dem Thema nämlich auf den ersten Blick erst mal nichts, weil schon die Überschrift alleine so trocken wie Brot daherkommt, aber man ist ja steigerungsfähig. Und was nicht ist, kann noch werden.

 

Vocal ranges – part I – „I’ll always love you“ *)

 

Was habe ich früher Bauklötze gestaunt, wenn es hieß, Maria Carey habe einen Stimmumfang, der sich über x Oktaven erstreckt, oder wenn die stimmliche Bandbreite von Whitney Houston in den Himmel gelobt wurde. Wie leicht man als Teenager doch zu beeindrucken ist, und in den Jahren danach war mir das relativ egal, weil mein Musikgeschmack in eine andere Richtung ging. Mir war mehr nach Bands und Solokünstlern, die der breiten Masse eher unbekannt waren, dafür aber umso bekannter in der sogenannten Schwarzen Szene. Grundsätzlich bin ich ja auch immer offen für neue Stilrichtungen, mit denen ich mich eher seltener beschäftige, und dank meines Mannes fand ich dann nach und nach auch Gefallen an Musik von Künstlern, die in den 70er und 80er Jahren ihre große Zeit hatten, wie z.B. Pink Floyd, Barclay James Harvest oder Jean-Michel Jarre. Letzteren durfte ich vor ein paar Jahren live erleben und war mächtig beeindruckt, ja sogar begeistert von der Show in der Festhalle, die visuell und akustisch ein Genuß war: elektronische Musik ohne Gesang war bisher nicht so meins gewesen, aber an diesem Abend hatte alles gestimmt, auch wenn ich den Sound in der Festhalle nie als besonders prickelnd empfunden hatte.

Um aber jetzt wieder die Kurve zurück zu Sängern bzw. Sängerinnen und deren stimmlichen Umfang zu finden, muss ich erneut in die 80er Jahre zurück, denn (auch wenn es keiner mehr hören kann) aus dieser Zeit besitze ich noch sehr viele Schallplatten aus unterschiedlichen Genres: hauptsächlich von Duran Duran und von U2 (was nun gar nicht zusammenpasst), aber auch von Billy Joel (passt noch viel weniger dazu) – und nicht zuletzt auch noch drei Alben von INXS.

An dieser Stelle muss ich einer Umleitung folgen. Der letzte Absatz bzw. der letzte Satz ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was ich mit „um den heißen Brei herum schreiben“ meine. Wo es bei anderen so leichtfüßig und nonchalant klingt, wenn sie über diejenigen schreiben, für die sie sich begeistern, und sich freimütig dazu bekennen, ein Fangirl zu sein, brauche ich mehrere Anläufe. Und am Ende haben’s alle gemerkt, aber so getan, als wäre ihnen die Message entgangen und waren so höflich, sich nichts anmerken zu lassen.

Aber vielleicht war die Zeit noch nicht reif und das Beste kommt erst zum Schluss – oder es ist wie mit dem Führerschein: Die einen brauchen nur das Minimum an Stunden und legen die Prüfung mit Bravour ab, und ich brauche ein Vielfaches davon, nur weil es mich vor der Prüfung gruselt. Da hier aber kein Prüfungskomitee sitzt, ist damit jetzt Schluss: Auch wenn das vermutlich auch niemand mehr lesen will außer mir selbst, kann ich mich an dieser Stelle auch gleich Fan von INXS outen. Als Fan übrigens, der diese Band niemals live erlebt hat (U2 übrigens auch nicht, dafür aber Depeche Mode).

 

Auf die Hauptroute geht’s in Teil II : Vocal ranges – part II – „Drama, Baby!“.

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Fußnote:

*) „I’ll always love you“ (Whitney Houston – I’ll always love you)