Mein Kinojahr 2020 : alle Filme im Überblick

Nachdem ich 2019 mit dem Aufzählen und Kategorisieren der von mir im Kino gesehenen Filme angefangen habe und auf insgesamt 17 Filme in fünf Kategorien gekommen bin, habe ich mir dieses Jahr noch eine weitere Kategorie einfallen lassen: Die „Gurke des Jahres“ als Pendant zum „Film des Jahres“.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Kategorien am Ende dieser Jahreszusammenfassung auch schon wieder ein alter Hut. Statt dessen hebe ich in jedem Monat die Filme, von denen ich ganz besonders angetan war, fett hervor. Welche für mich eher nicht so der Brüller waren, erscheinen in Kursivschrift. Zur Auswahl stehen die folgenden Beiträge, in chronologischer Reihenfolge (mit der Anzahl der Filme in den betreffenden Monaten in Klammern):

Januar (3) : Parasite Little Women — Mystify: Michael Hutchence

Februar (4) : Jojo Rabbit The Lodge — La Gomera – verpfiffen und verraten — The Gentlemen

März (0) : Mangels Masse gibt es hier weder einen Flop noch ein Highlight. Wobei – doch, einen hätte ich: den Anwärter auf die Gurke des Jahres, und die finden Interessierte dann doch am Ende dieser Rückschau, die sich ab jetzt (bis auf eine Ausnahme) auf die von mir gesehenen DVDs bezieht.

April (15) : Der Zauberer von Oz — West Side Story — The Breakfast Club — We want sex — Loreena McKennitt – Nights from the Alhambra — In guten Händen — Ray — Die Nebel von Avalon — Wie angelt man sich einen Millionär — Zimt und Koriander — Vom Winde verweht — 25 km/h — Murder in the first — The witness for the prosecution — Good Morning Vietnam

Mai (12) : Zurück in die Zukunft I – III — INXS – Live Baby Live — Sliding Doors — Downton Abbey : Highland Special — Blow – Matrix — Virus – Schiff ohne WiederkehrThe Peanut Butter Falcon — Hustlers — Knives Out – Mord ist Familiensache

Juni (6) : Der Fall Collini — Alles steht kopf — Ocean’s Eight — Susi & Strolch – I & II — Highlander – es kann nur einen geben

Juli (22) : Eins, zwei, drei — Die Frau, von der man spricht — Cleopatra — Belle de Jour – Schöne des Tages — Bonnie & Clyde — Die Nacht des Jägers — Sein Mädchen für besondere Fälle — Die Erfindung der Wahrheit — Pitch Perfect 1 und 2 — Metropolis — High Rise — Match Point — Wahrheit oder Pflicht — Das Totenschiff — The Artist — Eine total, total verrückte Welt — Nur ein kleiner Gefallen — Muriels Hochzeit — Infam — A cure for wellness — Porträt einer jungen Frau in Flammen (übrigens der einzige Film, den ich bei einer Open-Air-Kinovorführung gesehen habe.

August (8) : Der rote Korsar — Look away — Ghostland — Get Out — Midsommar — Náufragos – Gestrandet — Dolores — Gone Girl – das perfekte Opfer

September (16) : Dune – Der Wüstenplanet — A world beyond — Synchronicity — Passengers — WALL·E – der letzte räumt die Erde auf — Blade Runner 2049 — Dark Star — Traumschiff Surprise – Periode 1 — Der Marsianer – Rettet Mark Watney — Interstellar — Life — Spaceballs — Glenn No. 3948 — Das fünfte Element — Gravity — District 9

Oktober (15) : Alien — Behind the mask — Carrie — Della Morte Dellamore — Der Unsichtbare — Die Addams Family in verrückter Tradition — Die Vögel — Morty — Ouija – spiel nicht mit dem Teufel — Paranormal Activity — Ring – das Original — So finster die Nacht — The Neon DemonThe Crow — Voice from the Stone – Ruf aus dem Jenseits

November (28) : Warte, bis es dunkel ist — Taxi Driver — M – eine Stadt sucht einen Mörder — Die zwölf Geschworenen — Wartezimmer zum Jenseits — Niagara — Badlands – Zerschossene Träume — Außer Atem —Im Schatten des Zweifels — Himmel ohne Sterne — Der dritte Mann — Ich kämpfe um Dich — Das Mädchen und der Kommissar — Vier im roten Kreis — Elf Uhr nachts – ’71 – Hinter feindlichen Linien — Berüchtigt — Sorry We missed you — Shutter Island — Ein Kind war Zeuge — The Good German – In den Ruinen von Berlin — The Boy next Door — Der Mann, der zuviel wusste — The Gambler — Die Taschendiebin — The Number 23 — 10×10 — Insomnia – Schlaflos

Dezember (2) : Cinema Paradiso — Midnight in Paris

Dank des Rekordmonats November bin ich damit auf 131 Filme gekommen.

Film des Jahres (hat mich im Kino umgehauen): Parasite / Film des Jahrs auf DVD: The Peanut Butter Falcon +++ Filme, die mich nachhaltig begeistert haben – im Kino : Jojo Rabbit, The Gentlemen / auf DVD: The Artist +++ Filme, bei denen der Fangirl-Faktor den Ausschlag gab: Mystify : Michael Hutchence / Das Pendant dazu auf DVD: Loreena McKennitt – Nights from the Alhambra / INXS – Live Baby Live +++ Filme, die ganz okay waren: La Gomera / Knives Out und noch einige andere von dieser Liste. Die alle aufzuzählen, würde zu weit führen +++ Filme, die mich enttäuscht haben: Little Women, The Lodge / Highlander – es kann nur einen geben, Blade Runner 2049 +++

Gurke des Jahres: CORONA – denn das hat meine schönen Pläne durchkreuzt und die Existenz vieler Betriebe gefährdet oder gar zunichte gemacht, und ich möchte gar nicht wissen, wie viele kleine Kinos davon betroffen sind.

+++ Filme, die ich noch sehen wollte: Bombshell – das Ende des Schweigens (habe ich jetzt auf als DVD), Für Sama, Jean Seberg, Black Widow, James Bond 007 – keine Zeit zu sterben, Tenet, Antebellum, West Side Story und Dune. Der erste ist auf jeden Fall schon für diesen Monat eingeplant.

Media Monday # 496 : Happy Birthday & Mahlzeit

Die Fragen zum aktuellen Media Monday, die üblicherweise sonntags erscheinen, kann ich dieses Jahr an meinem Geburtstag beantworten. Reingefeiert habe ich in diesen Tag diesmal nicht, aber eine Bildungslücke geschlossen, indem ich mir die Originalversion von „Dunkirk“ im britischen Fernsehen per Satellitenschüssel angesehen habe.

Festgestellt habe ich bei der Gelegenheit, dass das Übersetzungsprogramm meines Smartphones nichts taugt, da es aus dem für „Programm“ stehenden „Menu“ eine Speisekarte macht und auch die Informationen zu den einzelnen Sendungen höchst kurios ins Deutsche überträgt. Mahlzeit!

Der Text zum Film „Grease“ im Original – und gleich folgt das, was der Übersetzer daraus gemacht hat:
Fett! – again what learned – I break together – und ich dachte, in den 70ern wäre das Korsett Vergangenheit

Und nun endlich zum …

Media Monday # 496

1. In filmischer Hinsicht war 2020 von exzessivem DVD-Konsum geprägt, denn was ich dieses Jahr im Kino nicht sehen konnte, wie z.B. „The Peanut Butter Falcon“ oder „Bombshell – das Ende des Schweigens“ habe ich mir auf DVD gekauft.

2. Das (zunehmende) Angebot an Streaming-Inhalten erscheint mir ab und zu verlockend, aber dann sage ich mir, es geht auch ohne.

3. Begrenzte Ausgehmöglichkeiten und eingeschränkte Außer-Haus-Beschäftigungen haben sich bei mir dahingehend bemerkbar gemacht, dass ich mich vorwiegend mit Lesen von Onlinebüchern, dem Schreiben von Kurzgeschichten und zwei Büchern sowie dem Anhören meiner Schallplatten beschäftigt habe.

4. Mit dem Puzzeln konnte ich mich ja wunderbar auch daheim beschäftigen und die Erfahrung machen, dass manche Firmen einen wirklich guten Kundenservice haben, wenn es um das Beschaffen von Ersatz für zerbrochene Teile geht.

5. Mitunter größte Hilfe gegen drohende Langeweile war für mich in den vergangenen Wochen und Monaten das Schreiben von Beiträgen für die Aktion „Dienstagsgedudel“ von nellindreams, bei der ich mich an dieser Stelle dafür noch einmal bedanken möchte.

6. Nicht nur zu den Feiertagen hat sich eine gewisse Entschleunigung breitgemacht, die bei mir dazu geführt hat, dass der Fernseher öfters aus geblieben ist, ich morgens länger liegengeblieben bin und dafür lieber haufenweise Bücher auf wattpad gelesen habe.

7. Zuletzt habe ich mich über die Geschenke gefreut, die ich am 27. Dezember zum Geburtstag bekommen habe, und das war noch besser als Weihnachten, weil nicht nur das letzte Album von Kate Bush (Aerial) dabei war, sondern auch noch zwei 3D-Puzzles (Schloss Neuschwanstein und die Tower Bridge). Die Tower Bridge habe ich in Rekordzeit am Sonntagmorgen zusammengebaut und jetzt endlich die zündende Idee dafür bekommen, wo ich die ganzen hübschen Bauwerke aufstellen werde. Doch das beste von allen war die Nachricht, dass eine von mir gern gelesene Autorin das letzte Kapitel ihrer Weihnachtsgeschichte mir gewidmet hat.

Das hat mich mehr gerührt als letztes Jahr BBC2, die am 28. Dezember auf die Idee kam, zuerst die Doku über Michael Hutchence und danach das INXS-Konzert vom 13. Juli 1991 in gekürzter Fassung zu senden. Gekürzte Fassungen finde ich doof – und deshalb gibt es jetzt den ungekürzten Geburtstagsgruß, gesungen von Katie Perry:

Katie Perry „Birthday“, gefunden auf Youtube – https://www.youtube.com/watch?v=jqYxyd1iSNk

Dienstags-Gedudel #48 : Reisefieber, Teil 2 – ein „Oldie“ aus diesem Jahrhundert

Wohin die Reise geht, habe ich letzte Woche von den B52s verkünden lassen – eine Reise um die Welt. Aber für die brauche ich kein Geld von Papi, sondern nur die Fantasie und ein enormes Erinnerungsvermögen.

Heute im Sonderangebot: zum Weihnachtsshopping in die Stadt, die niemals schläft? Oder doch lieber noch weiter westlich, weil ich gerade eine Country-und-Western-Phase habe?




Not Area 51 but „Pretty Vegas“ (INXS) – gefunden auf youtube… https://youtu.be/a8SSDvDI5yg?t=0

Mein heutiger Beitrag zum „Dienstagsgedudel“ (ins Leben gerufen von nellindreams) bildet die musikalische Erweiterung zur letzten Ausgabe des #writing friday (vom 18. Dezember) mit dem Titel „Pretty Vegas“ aus dem Jahr 2005.

Die 5 Besten am Donnerstag : die besten der Besten – the late show (very late) am 4. Advent

Am Donnerstag habe ich es nicht geschafft, obwohl ich das Thema schön finde und es bei Gina die Jubiläumsausgabe – die 200. Ausgabe der Besten am Donnerstag – ist: unsere fünf Liebsten, heute mit extremer Verspätung und in chronologisch gegenläufiger Reihenfolge.

„Nehmen wir es als Jahresrückblick“, habe ich mir gesagt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

1) Die besten Historienfilme – 9. Juli 2020

Der Juli ist heiß, doch Ägypten ist heißer. Das Thema kam mir wie gerufen, weil ich zu dem Zeitpunkt jede Menge DVDs ausgeliehen hatte und „Cleopatra“ einer davon war. Für mich war diese Ausgabe zusätzlich die Gelegenheit, bei den Fünfen einen anderen Ansatz zu verfolgen und mir aus der schieren Masse von Historienfilmen für jeden Kontinent einen würdigen Stellvertreter herauszupicken.

2) Die besten Buchverfilmungen – 25. Juni 2020

Bei dieser Zeitreise zu den Verfilmungen meiner Lieblingsbücher auf die passenden Trailer zu stoßen und dabei ein inoffizielles Video zu einem Song meiner Lieblingsband untergejubelt zu bekommen, war für mich eine echte Überraschung. Wie passend, dass dann auch noch eine Zeitreisegeschichte dabei war, und damit kann man mich immer ködern.

3) Die besten Kostüme für Herren – 18. Juni 2020

Ich glaube, dass ich eine absolute Schwäche für Historienfilm und Kostümdramen – sogenannte Period Dramas – habe, muss ich nicht großartig vertiefen. Außerdem hat mich das Thema nicht nur deshalb gereizt, sondern auch, weil ich es einfacher finde, schöne Kostüme für Schauspielerinnen zu finden als für ihre männlichen Kollegen. Sollte das Thema nächstes Jahr erneut auftauchen, sähe die Liste gewiss etwas anders aus.

4) Die besten Biografien – 14. Mai

Die Versuchung, mich in jener Ausgabe zum wiederholten Mal über meinen Crush/ Lieblingskünstler auszulassen, war groß – dass es die Biografie „Mystify : Michael Hutchence“ nicht in die Top Five geschafft hat und die besten Plätze von Malern und Malerinnen eingenommen worden sind, war meine persönlich größte Überraschung.

5) Die besten Duelle in Serien – 9. April

Dass es für mich auch unterschiedliche Arten von Duellen geben kann und nicht nur die klassischen mit Schwertern, Degen und Pistolen (obwohl die auch dabei sind), wollte ich mit diesem Beitrag zeigen.

Sicherlich hätte es auch in diesem Jahr noch andere heiße Anwärter auf die Aufnahme in die Top Five gegeben, zum Beispiel die Musical- oder Reise-Ausgabe – aber man kann ja nicht alles haben, und außerdem finde ich es schöner, wenn die Aufgaben nicht allzu leicht sind und ich beim Schreiben nicht nur um die Ecke denken, sondern mich dabei auch noch selbst überraschen kann.

30-Days TV Series Challenge: Tag 24

Am 24. Tag der Serienchallenge von aequitasetveritas suchen wir nach unseren Lieblings-Bösewichten. Lasst mich mit einem Song von den Rolling Stones antworten…

… der da heißt: Sympathy for the devil.

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=Jwtyn-L-2gQ

Aber kann der Teufel denn wirklich böse sein, oder kann man ihm böse sein, vor allem, wenn er Lucifer heißt und dem LAPD helfend zur Seite stehen soll? Schließlich belügt er doch niemanden, sondern bringt die Bösen eher dazu, ihre innersten Geheimnisse preiszugeben.

Bildquelle – https://www.dwdl.de/images/1597755653_lucifer.jpg

Und wenn alle Stricke reißen, kann man den Vögeln immer noch sein wahres Gesicht zeigen; da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Hartnäckigen bei diesem Anblick nicht durchdrehen.

The Devil inside – singen kann er auch; und nicht nur andere zum Singen bringen. Okay, der war flach, aber verkneifen konnte ich mir diesen Spruch dann doch nicht. Und bevor es zum Ende geht – hier kann man nochmal nachlesen, welche Fragen es in dieser Serienchallenge so gibt.

Und damit gehe ich in dieser Monopoly-Runde gleich weiter zum Dienstagsgedudel…

Der Teufel ist ein Eichhörnchen; leider hat es die Eröffnungssequenz der Folge 10 in der ersten Staffel unauffindbar vergraben – da muss es das Original tun. Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=hv_zJrO_ptk

… ohne die 4000 Euro mitzunehmen. Oder einen Zwischenstopp im Gefängnis einzulegen.

Media Monday # 491 : Sunday morning coming down

Besonders an einem wie diesem. Und wenn ich jetzt auf die Zahl dieser Ausgabe schaue, merke ich, dass wir uns schon im Countdown bis zum 500. Media Monday befinden und es nur noch neun Montage bis dort hin sind.

Media Monday # 491

1. Man meint ja immer, mit dem „Lockdown light“ hätten wir alle viel mehr Zeit zum Spielen, Fernsehen, Lesen etc., wobei ich sagen muss, dass ich wirklich mehr Filme und Serien auf DVD schaue, als zu lesen. Ein Zustand, den ich gerade ändere.

2. Sollte mir ein gutes Angebot begegnen, könnte ich mir durchaus vorstellen, zuzugreifen – ich spekuliere auf die Game-of-Thrones-Komplettbox. Bei Filmen wie „Die Tribute von Panem“ hat das ja auch funktioniert.

3. Was ich mir schon lange wünsche, aber bislang nicht gegönnt habe, ist ein vernünftiger Haarschnitt, aber wenn ich ehrlich bin, würde mir das Schneiden der Spitzen meines „Zottels de Luxe“ durchaus reichen, schließlich wollte ich schon seit einer Weile langes Haar haben.

4. Der riesige Hype um die neue Playstation 5 lässt mich kalt. Die einzigen Spielkonsolen in meinen vier Wänden, sind eine WII und eine PS2 – und damit habe ich schon lange nicht mehr gespielt, weil das zu viele Erinnerungen wachrufen würde.

5. Eine gutsortierte Stadtbücherei zu haben, ist mal wirklich verlockend, weil eigentlich für jeden etwas dabei ist. Manchmal erlebe ich dabei aber auch so einige Überraschungen – dazu aber demnächst mehr.

6. Konsum und Schnäppchenjagd schön und gut, aber wäre es nicht auch mal toll, selbst produktiv zu werden? Als aktuelles Beispiel fällt mir die Flut an Adventskalendern ein, die es inzwischen in allen erdenklichen Variationen gibt, und tatsächlich habe ich mir zwei Stück gegönnt – den einen wollte ich unbedingt, der andere war ein Spontankauf für kleines Geld. Aber warum veranstalte ich dieses Jahr nicht wieder einen, so wie im letzten Jahr mit meinem „singenden, klingenden Adventskalender“?

Videoquelle – https://www.youtube.com/watch?v=bBRgoJZd73M„Live and Record Combined Stereo“

7. Zuletzt habe ich zwei kurze Texte für die Aktion „ABC-Etüden“ geschrieben, während ich dabei den Klängen von Kylie Minogue gelauscht habe, und das war mir wichtig, weil ich dabei kreativ ein Thema verarbeiten konnte, das ich genauso gut auch unter das Motto „Alle Jahre wieder“ stellen könnte. Der musikalische Beitrag über diesem Text war eher ein Zufallsfund im Sinne von „was wäre wenn“.

ABC -Etüden – Wochen 47 & 48 : Der Schockmoment

In letzter Zeit habe ich für den #writing friday und die ABC-Etüden einen Tagebucheintrag nach dem anderen verfasst. Nun schreibe ich, weil es gerade zum Datum (22. November) passt, meinen eigenen – für die letzte Etüde im November auf Christianes Blog.

Für die aktuelle und letzte vor den Adventüden stammt die Wortspende (Quelle – griesgrämig – stöbern) von Ulli Gaus und dem Blog „Café Weltenall“.

Da sich der Beitrag mit meiner eigenen Reaktion auf eine verstörende Nachricht beschäftigt, hinterlasse ich an dieser Stelle eine Triggerwarnung zu den Themen #Tod, #schlechte Nachrichten, #Pietätlosigkeit und #Trauer.

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Der Schockmoment

Als ob es erst gestern gewesen wäre, sehe ich mich wieder an diesem 22. November vor 23 Jahren in der Küche meiner kleinen Singlewohnung stehen und Zwiebeln für mein Leibgericht feinhacken.

An diesem schönen Tag konnte nicht einmal die griesgrämige Stimme des Radiosprechers, der so wie jeden Samstagmorgen gerade eine Musiksendung moderierte, meine gute Laune trüben. Jedenfalls dachte ich das, aber da hatte ich die Elf-Uhr-Nachrichten noch nicht gehört.

„Sydney. In den frühen Morgenstunden wurde der Sänger Michael Hutchence tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Hutchence war der Sänger der australischen Band INXS, die 1987 mit dem Album KICK ihren weltweiten Durchbruch feierte. Die Ursache seines Todes ist noch unklar. Nicht näher benannten Quellen zufolge handelte es sich um Suizid oder einen Unfall.

Bonn. Bundesfinanzminister Theo Waigel …“

Der Rest der Sendung verhallte von mir unbeachtet. Die Nachricht (nein, nicht die mit dem Minister, sondern die davor) für einen schlechten Scherz haltend, stand ich wie gelähmt da und ließ das Messer in der Zwiebel stecken, die nicht an meinen Tränen schuld war.

Natürlich traf beides nicht zu, und dennoch musste ich die nächste Nachrichtensendung abwarten, um mich zu vergewissern, dass ich mich nicht verhört hatte – schließlich hatte ich kein Internet, in dem ich hätte stöbern können, geschweige denn einen Computer. Lange musste ich nicht warten, denn mit der pietätlosen Bemerkung des Moderators der nächsten Sendung über ein voraussichtlich zu Weihnachten erscheinendes Best-of-Album stand die Endgültigkeit fest, mit der dieser Samstag für mich von einem sonnigen zu einem rabenschwarzen Tag geworden war.

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252 Wörter, mein Beitrag zum Totensonntag. Wenn ich so darüber nachdenke, konnte ich Jahre später nachempfinden, wie sich eine meiner Bekannten bei der Nachricht vom Tod Michael Jacksons gefühlt hat oder wie es wie es meiner Mutter beim Tod von John F. Kennedy ging, der am 22.11.1963 einem Attentat zum Opfer fiel, obwohl man keinen dieser Tage miteinander vergleichen kann.

Aber die nächste Etüde zu diesen Wörtern ist schon in Planung, und sie wird garantiert nicht so traurig wie diese hier.

Media Monday # 485 : What U need – oder – Der Startschuss ist gefallen,

nämlich zum Horrorctober (bei dem ich dieses Jahr zum zweiten Mal dabei bin) – herauszufinden, dass sich in unserer Sammlung so viele Horrorfilme befinden, war eine echte Überraschung für mich. Eine Überraschung für mich war auch, dass unsere Stadtbibliothek „Donnie Darko“ unter Horror einsortiert hat.

Keine Überraschung dagegen ist die Vorfreude auf den Media Monday, dessen sieben Lücktentexte stets aufs neue eine sonntägliche Herausforderung sind. Möge es noch lange so weitergehen – und nach 15 weiteren Ausgaben ist dann das 500. Jubiläum erreicht.

Media Monday # 485

1. Horrorfilme gehören für viele im Oktober einfach dazu, für mich auch Klassiker wie „Die Vögel“ vom Meister der Spannung höchstselbst. Manchmal sind aber auch die Grenzen zwischen den Genres fließend.

2. Manches Filmende lässt mich ja wirklich gruseln, denn wenn es keinen Ausweg mehr gibt und es vor dem Horror kein Entkommen, wie zum Beispiel in „Die Vögel“, dann läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Es gibt sicherlich noch andere Twists, die mindestens genau so furchterregend sind, aber mir fallen gerade keine ein.

3. Übertriebener Splatter ist nichts für mich, außer das Thema wird parodiert.

4. SAW ist schon wirklich harter Tobak, weil den Delinquenten oft nur die Wahl zwischen Pest und Cholera bleibt – gerichtet von einem selbstgerechten ***, dem ich im Dunkeln nicht begegnen möchte.

5. Jetzt, wo wieder ein ganzer Haufen Kinostarts nach hinten verschoben worden ist, wundert mich so langsam nichts mehr.

6. Schön/schade, dass wir nun tatsächlich aufs Jahresende zusteuern: Schön, weil auch diese Jahreszeit ihren Reiz hat – schade, dass es immer so früh dunkel wird und das Wetter mich auch nicht immer zu Freudensprüngen animiert. Im Freien finde ich es oft doch angenehmer als in geschlossenen Räumen.

7. Zuletzt habe ich das Spielchen „such meinen Song“ gespielt, und das war ein bemerkenswertes Erlebnis, weil ich es nicht nur faszinierend finde, wie die Macher dieses Mash-Ups es geschafft haben, fünfzig Songs von 1985 in einen Film von dreieinhalb Minuten Länge zu packen, sondern auch fast das ganze Alphabet vertreten ist – von Aretha Franklin bis Yello; kleine Korrektur am Rande – außer dem Z fehlen auch das Q, das X und das U.

Quelle -https://www.youtube.com/watch?v=Le6RTavyuxI

„Meinen“ Song habe ich übrigens relativ schnell gefunden, und das war genau das, was ich gebraucht habe.

Media Monday # 475 : Guarantee for quality…

 

mit dieser mysteriösen Einleitung geht es auch schon in den neuen Monat und zum Sonntagabendritual mit dem Media Monday, der sich bei mir zu sechs Siebteln mit dem gleichen Thema beschäftigt und nach meiner Zeitrechnung um 0:07 auf meinem Blog erscheint. Mache ich sonst zwar nicht so exzessiv, aber der Aufbau der ersten sechs Lückentexte war für mich die perfekte Steilvorlage. Mit diesem Muster bin ich vielleicht nicht die Einzige…

Wie auch immer – starten wir durch in eine neue Phase…

Media Monday # 475

1. Ich könnte mich ja stundenlang über meine inzwischen nicht mehr existierende Lieblingsband und ihre Musik auslassen, denn zur Zeit erfreuen sich die 80er Jahre großer Beliebtheit, obwohl es in jenem Jahrzehnt auch ziemlich viel Mist gab. Und was nicht mehr existierende Bands angeht – so fallen mir bestimmt genügend Beispiele ein, welche bei youtube hohe Klickzahlen erreichen. Kleine Anmerkung am Rande: Bei diesem Punkt des Media Mondays würde ich wetten, dass ich so einige Lobpreisungen über noch lebende und gleichzeitig noch aktive Schauspieler und Schauspielerinnen zu lesen bekomme – was ich, nebenbei gesagt, durchaus begrüße, da es vermutlich die sind, die ich auch gerne sehe.

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2. Besonders begeistert bin ich hier nämlich dass ich letzten November die einmalige Gelegenheit bekam, deren Konzert vom 13. Juli 1991 volle 98 Minuten lang im Kino erleben zu dürfen; schließlich war ich an besagtem Tag ja nicht dabei gewesen.

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3. Überhaupt sind Diskussionen darüber, ob/dass hier nicht langsam zum INXS-Overkill ausartet, für mich nicht wirklich förderlich – erstens ist manchen Momenten mit Vernunft nicht beizukommen, und zweitens ist es wie mit der berühmt-berüchtigten Chipstüte: Der Genuß findet erst ein Ende, wenn die Tüte leer ist, und danach ist’s erst mal genug – wobei der letzte Lückentext des Media die Funktion der leeren Chipstüte erfüllt. Und für den Rest der Woche steige ich dann eben musikalisch auf andere Kost um. Auswahl hätte ich ja reichlich da.

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4. Eigentlich hatte mich ja letzten Sommer schon mit der seltsamen Filmankündigungspolitik der BBC schwergetan und mich schon unter denen gesehen, an der die Filmdokumentation über Michael Hutchence komplett vorbeigehen würden, und dann gab erfuhr ich durch einen Zufall, dass es mit „Down Under Berlin“ am letzten Septemberwochenende 2019 die Möglichkeit für mich geben würde, den Film doch noch im Kino zu sehen.

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5. Müsste ich allerdings in wenigen Worten meine Begeisterung begründen, wäre ich gekniffen, denn ich neige leider öfters mal zu weitschweifigen Ausführungen (der erste dieser Lückentexte beweist es).

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6. Meine Schwester ist sicherlich auch nicht unschuldig dran, schließlich mochte ich es immer, gemeinsam mit ihr Musik zu hören und bin irgendwann dahinter gekommen, wie ich ihr am geschicktesten bestimmte LPs abluchsen kann. Da habe ich es auch in Kauf genommen, dass sie mit dem Aufkleber „Australian Products – guarantee for quality“ (den sie vermutlich von einer Packung Obst abgezogen hatte) ein bestimmtes Plattencover „verziert“ hat.

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7. Zuletzt habe ich mich durch alle meine bisher veröffentlichten Beiträge zu den ABC-Etüden und dem #writing friday geschmökert, und das war mal nötig, weil ich vorhabe, diese scheinbar wenig miteinander zu tun habenden Texte zu einem Band zusammenzufassen und bei wattpad zu veröffentlichen.

Serienmittwoch bei Corly # 136 : Biografien oder wahre Begebenheiten

 

Beim aktuellen Serienmittwoch auf dem Blog von Corly gibt es ein Thema, das bei mir voll ins Schwarze getroffen hat, denn es geht darum, wie wir Biografien oder wahre Begebenheiten im Film finden. Das Leben schreibt die besten Geschichten? Vielleicht stehen deshalb Bio-Pics und Filmproduktionen, die sich auf wirkliche Ereignisse beziehen, bei mir hoch im Kurs.

Zuletzt hatte ich mit „Soul Surfer“ so ein Erlebnis – die Geschichte der Surferin Bethany Hamilton, die bei einem Angriff durch einen Hai ihren linken Arm verliert und der durch eiserne Disziplin, die Unterstützung durch Freunde und Familie und nicht zuletzt durch ihren tiefen Glauben ein sensationelles Comeback gelingt… sensationell waren für mich auch die Bilder von Hawaii,wo der Film zumeist spielt.

Nach diesem Einstieg komme ich nun zu den Filmen, die mir noch lange nach dem Kinobesuch bzw. dem DVD-Abend in Erinnerung geblieben sind, bevor ich mich ganz zum Schluss dem Film widme, der noch auf meiner Liste steht. Getrennt nach Kategorie, habe ich zur größeren Übersichtlichkheit jeweils sechs Filme ausgewählt.

 

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Wahre Ereignisse

Beste Geschichten“ trifft hier nur bedingt zu. Gut kann ich gerade bei dem Film ganz oben auf der Liste die furchtbaren Ereignisse, die sich heute zum neunten Mal jähren, nämlich nicht finden.

Utøya 22. Juli: Am 22. Juli 2011 kamen bei dem Massaker auf der norwegischen Insel 69 Menschen ums Leben, die Zahl der Toten erhöhte sich um die acht Personen, die bei der Explosion einer Autobombe in Oslo starben.

Le Mans 66 – Gegen jede Chance: Der Wettlauf zwischen Ford und Ferrari beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1966, mit Christian Bale und Matt Damon

Deepwater Horizon: 2010 brannte im Golf von Mexiko die Ölplattform Deepwater Horizon. Bei dem Film mit Mark Wahlberg als Chefelektriker Mike Williams habe ich Rotz und Wasser geheult.

Amy und die Wildgänse: Wie die 14jährige Amy einem Schwarm Kanadagänse mit Hilfe eines Ultraleichtflugzeugs das Fliegen beibringt, zeigt dieser herzerwärmende Film für die ganze Familie

Im Namen des Vaters: Daniel Day-Lewis als Gerry Conlon, der wegen erpresster Geständnisse und fingierter Ermittlungsergebnisse im Zuge der neuen britischen Anti-Terror-Gesetze zu lebenslanger Haft verurteilt wird und zusammen mit den „Guildford Four“ in den Hungerstreit tritt, um zu seinem Recht zu kommen.

Green Book – Eine besondere Freundschaft: Eine Konzerttournee durch die amerikanischen Südstaaten der Sechziger Jahre – mit Mahershala Ali als schwarzer Jazzpianist Don Shirley und Viggo Mortensen als sein weißer Chauffeur Tony Vallelonga. Der Titel des Films bezieht sich auf den „Negro Motorist Green Book“ gerannten Reiseführer für afroamerikanische Autofahrer, der die Tankstellen, Restaurants und Unterkünfte auflistet, die auch farbige Kundschaft akzeptieren.

 

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Biografien

Die meisten Biopics, die ich bisher gesehen habe, drehen sich um Musiker und Musikerinnen (Johnny Cash, The Runaways, u.a.) – diese sechs Filme sind 50:50 auf porträtierte Damen und Herren verteilt

Die Queen: Helen Mirren als Königin Elizabeth II, in der Regierungskrise

Frida: Salma Hayek spielt die mexikanische Malerin Frida Kahlo.

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen beschäftigt sich mit den für das Mercury- und das Apollo-Programm der NASA wicbtigen Mathematikerinnen Katherine Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson (Taraji P. Henson, Octavia Spencer und Janelle Monáe)

M.C. Escher – Reise in die Unendlichkeit: Aus Briefen, Tagebüchern und Interviews zusammengestellter Dokumentarfilm über den niederländischen Grafiker M. C. Escher (1898-1972), der sich selbst eher als Mathematiker sah.

Mystify : Michael Hutchence: Aus Interviews, Material aus dem privaten Archiv des Künstlers und Konzertmitschnitten zusammengesetzter Dokumentarfilm über den 1997 verstorbenen Sänger der australischen Rockband INXS.

Rocketman: Der im Musicalstil gedrehte Film hat den Werdegang von Elton John (Taron Egerton) zum Thema.

 

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Was noch fehlt

Kursk: Vor zwanzig Jahren sank das russische Atom-U-Boot K-141 Kursk. Der Film schildert die Ereignisse danach. Wann ich den Film mit Colin Firth in der Hauptrolle als Commander sehen werde, steht aber noch in den Sternen.