ABC Photography : X wie Xenon

 

Die Edelgase, auch inerte Gase oder Inertgase bilden eine Gruppe im Periodensystem der Elemente, die sieben Elemente umfasst: Helium, Neon, Argon, Krypton, Radon, Oganesson und Xenon. Daher lautet mein heutiger Beitrag zumneuen/alten Projekt ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert:

X wie Xenon

Xenon sorgt für Beleuchtung im Straßenverkehr. Ob Kunstobjekte ebenfalls von Xenon zum Strahlen gebracht werden – Tatort Luminale 2016 -, weiß ich nicht, aber ich zeige sie hier trotzdem:

 

 

Das ganze gibt es auch in warmen Farben:

 

 

Vorstellbar wäre es. Moderne Scheinwerfer werden ja auch mit Hilfe von Xenon zum Leuchten gebracht.

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ABC Photography : L wie Luminale

 

Die heutige Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, beschäftigt sich erneut mit Lichtkunst, denn jemand hat mir beim Buchstaben I den Tip gegeben, dass ich beim L nochmals auf die Luminale eingehen könnte – darum also nun

 

L wie Luminale

Die Luminale findet in jedem geraden Jahr gleichzeitig mit der Fachmesse „Light & Building“ statt und ist inzwischen so groß, dass ich keinen Überblick mehr habe, was sich anzuschauen lohnt und was nicht. 2018 hatte ich keine Lust, dort hinzugehen, nachdem ich in den vergangenen Jahren immer mit meinem Mann zusammen dort fleißig fotografiert habe. Mit dem Motorrad durch das nächtliche Frankfurt fahren und die schönsten Momente genießen und dann mit der Kamera einfangen; das wird es in dieser Form nicht mehr für mich geben, aber 2020 vielleicht auf eine andere Weise.

Dafür aber präsentiere ich jetzt einen Querschnitt meiner besten Aufnahmen von 2012, 2014 und 2016, die ich mit unterschiedlichen Kameras gemacht habe und von denen ich eine letztes Jahr auf der Fahrt nach Dänemark verloren habe.

2012

2012 war ich zum ersten Mal auf der Luminale und habe vorwiegend in Offenbach fotografiert; mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera habe ich dabei mit Langzeitbelichtung ohne Stativ und Blitzlicht *) experimentiert. Die Bilder sind im Offenbacher Hafengebiet entstanden, damals noch unbebaut – heute ein neuer Stadtteil:

 

 

In einem denkmalgeschützten Ensemble von Fabrikhallen gab es etliche Installationen zu sehen, von denen ich nicht nur die Discokugel, sondern auch das bunt beleuchtete Pferdeskelett am faszinierendsten fand:

 

Den Verwischungseffekt bei den vorbeiflanierenden Besuchern hatte ich beabsichtigt. Und wenn ich schon bei länger aus der Hand belichteten Bildern bin, die nicht verwackelt sind, so lege ich noch zwei Aufnahmen aus Frankfurt nach:

 

2014

Und wieder war ich im Hafengebiet von Offenbach unterwegs, diesmal im Kulturzentrum „Hafen 2“ mit deutliche weniger Kunstinstallationen als zwei Jahre zuvor. Eine war dieses gemütliche „Wohnzimmer“:

 

 

Mein persönliches Highlight war jedoch wieder die Modenschau von der Hochschule für Gestaltung (HfG) – die unter Schwarzlicht über den Laufsteg schreitenden Models waren Studenten der HfG:

 

 

Die Bilder sind zwar nicht gestochen scharf, aber mir gefallen verwischte Aufnahmen, die für mich Bewegung symbolisieren. Sie haben ihren ganz eigenen, impressionistischen Reiz für mich.

 

 

2016

Die Wissenschaft hat festgestellt… dass die Luminale Museen als Veranstaltungsorte enthält.

 

Okay, dieses Bild hat weder etwas museales noch wissenschaftliches, aber ich fand die Farben so toll. Aber jetzt dafür: Wie schon eingangs erwähnt, mit dem Motorrad durch das nächtliche Frankfurt von Museum zu Museum zu fahren oder an anderen Orten physikalische Experimente zu beobachten, hat definitiv etwas.

 

 

Beim letzten Bild schließt sich der Kreis. Es ist nicht nur das einzige, auf dem die Projektion auf die Fassade gut zu erkennen ist, während die Geldprojektionen bei der Deutschen Bank auf meinen Fotos keinen Glanzpunkt der Fotokunst darstellen – bei dem Gebäude auf dem Bild handelt es sich um das einzige Museum, das mit einem L anfängt, das Deutsche Ledermuseum.

 

 

Und damit stellt dieses Bild den perfekten Abschluss für meine Fotostrecke zum Buchstaben L dar.       

 

                            


*) Langzeitbelichtung, technische Details zum Abschluss:

Bilder 1 bis 4: 1/80 sek., 1/25 sek., ½ sek., 1/1000 sek. / Discokugel nachts: 1/50 sek. / Lichtpferd: 2 sek. / eiförmige Skulptur: 1/15 sek., 1/50 sek. / Drei Lampen: ½ sek. / Modenschau, Lady in red: ½ sek. / Übrige Models: ½ sek., 1/3 sek., 1/8 sek / schwingendes Seil: ½ sek., 1/30 sek., 1/60 sek.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABC Photography : I wie Illumination

 

 

In der 9. Ausgabe des „neuen/alten Projekts ABC“ von wortman, das seit dem 6. Januar 2019 existiert, wird es diesmal schön hell, denn jetzt ist das I dran, und zwar mit

I wie Illumination

Weder die Sammlung mit Schallplatten meiner Lieblingsband, mein Maßband mit der Maßeinheit Inch oder gar alte Röntgenbilder (Innenleben) – sondern Lichterglanz. In allen geraden Jahren steht nämlich Frankfurt ganz im Zeichen der Luminale: Lichtkunst mit Hunderten von Projekten im gesamten Rhein-Main-Gebiet – als Begleitprogramm zur Messe „Light and Building“. Dreimal war ich bereits mit der Kamera dabei auf Streifzug: 2012, 2014 und 2016. Mit dieser kleinen Auswahl konzentriere ich mich auf alles, was beleuchtet worden ist und anderes illuminiert.

 

Wenn nachts die Stadt von Lichtquellen erhellt wird, erhält man faszinierende Ausblicke von oben:

 

Ein Kunstwerk am Frankfurter Hauptbahnhof und sein Innenleben:

 

Impressionen einer Modenschau, bei denen kleine Lichtquellen die Kleidungsstücke zum Leuchten bringen oder ihre Farben erst durch Schwarzlicht so richtig hervorstechen:

 

Detailaufnahmen von Mode und Kunst:

 

Über die letzte Installation habe ich hier schon einmal geschrieben:

 

Schön anzusehen ist auch die Installation „Überlebenslicht“ auf dem Weiher in der Parkanlage gegenüber dem orange angestrahlten Messeturm: ein Rettungsring inmitten unzähliger kleiner Lichter; Seenotrettungsleuchten, die stellvertretend für all jene Flüchtlinge stehen, die mit teils hochseeuntauglichen Booten übers Mittelmeer übersetzen – „nicht alle kommen an“, um die Worte aus dem Begleitheft zu zitieren.

 

Manches bleibt doch länger im Gedächtnis, als einem bewusst ist. Mal sehen, welche I’s ab heute noch bewundert werden können – und welches Motiv ich mit dem J verewigen werde.

Magische Mottos 2.0 im Juni : Don’t !

 


Der Juni hat angefangen, und es ist wieder Zeit für ein neues Thema bei den „Magischen Mottos 2017“. Das magische Motto, das Paleica  am 1. Juni vorgegeben hat, lautet:

Don’t !

Huch! Äh, was will der Künstler wohl damit sagen? – aber das Rätsel soll von folgendem Zitat auf Paleicas Blog gelüftet werden:

Der Begriff beschreibt folgendes: es gibt ‚Regeln‘ und ‚Ratschläge‘, worauf man bei einem ‚guten‘ Foto achten sollte. Ich sage euch: alles Blödsinn! Fotografie ist Kunst und in der Kunst ist alles erlaubt. Darum sucht euch eines dieser „Don’ts“ aus oder schaut euch in eurem Archiv um. Welche Bilder missachten wichtige fotografische Regeln – und sind für euch dennoch gelungene Bilder?“

und

Ihr kennt sicherlich auch ein ‚Don’t“‘ Fotografiert nicht aus dieser oder jener Perspektive. Setzt die Schärfe nicht da oder dort hin. Belichtet nicht über oder unter. Keine stürzende Linien. Harte Schatten. Positionierte Motive. Ich bin kein Theoretiker, aber es gibt unendlich viele dieser Ratschläge. Und sie zu missachten macht den größten Spaß!“

So weit zu der Aufgabe. Ein „Don’t“, das mir vor Urzeiten der Leiter eines Fotokurses beibringen wollte, war: Fotografiere niemals bei langen Belichtungszeiten aus der Hand. Alles, was länger als 1/50 s belichtet wird, sollte mit einem Stativ fotografiert werden – sonst wird das ganze Bild verwackelt.

Das konnte ich gut nachvollziehen, als ich noch mit analogen Kameras fotografierte, denn es trat genau das ein, was der Kursleiter vorhergesagt hatte, als ich die Belichtungszeit zum Spaß länger als eine Sekunde an der Kamera eingestellt hatte: Das Bild war verwackelt. Fortan suchte ich mir in Ermangelung eines Stativs eine feste Unterlage und verwendete einen Drahtauslöser.

Mein Aha-Erlebnis, dass es auch anders geht, hatte ich 2012 bei der Luminale in Offenbach am Main, als ich sah, welche Ausrüstung andere Fotografen dabei hatten. Stative, riesige Objektive und noch größere Kamerataschen – im Gegensatz zu mir, mit meiner kleinen Kameratasche, in der sich außer meiner digitalen Spiegelreflexkamera und ein paar Ersatzakkus nichts mehr befand. Keine zusätzlichen Objektive, kein Stativ, keine Filter… kurzum: Ich war echt minimalistisch unterwegs und wollte ausprobieren, wie weit ich mit dem Aus-der-Hand-Fotografieren kommen würde.

Zunächst versuchte ich mich an unbewegten Motiven. Als erstes Testobjekt fungierte die Lichtinstallation „Sublime Landschaft“ auf dem Hafengelände, danach versuchte ich mich auf einem von innen beleuchteten Wagon, der ebenfalls auf dem damals noch unbebauten Hafengelände stand. In Frankfurt war ich auch unterwegs und übte mich an dem „Ei“, das an der Hauptwache stand, und im Inneren der Katharinenkirche. Und hier sind die Ergebnisse.

Sublime Landschaft

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Belichtungszeit:  1/1000 sek. – so weit ist alles klar. Hier kann nichts verwackeln.

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Belichtungszeit:  1/80 sek. – schon wesentlich kürzer, aber man sieht immer noch, wie dunkel es schon war.

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Belichtungszeit: 1/6 sek – das gleißende Licht verstärkt die Dunkelheit der Umgebung

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Belichtungszeit: 1/2 sek. – Jetzt gehen wir in die Vollen. Das Licht sorgt für Unschärfe in der Umgebung, aber verwackelt ist immer noch nichts.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – der krönende Abschluß.

Wagon

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Belichtungszeit: 1 sek. – Dass es ein Wagon ist, kann man nur anhand der Fenster erahnen – die Umrisse sind trotz längerer Belichtungszeit nicht zu erkennen.

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Belichtungszeit: 6 sek. – Jetzt kann man den Wagon erkennen, aber das Bild ist so verwackelt, dass die meisten Fotografen es wohl als Ausschuss im Papierkorb versenken würden, aber genausogut könnte man es auch unter der Rubrik „moderne Kunst“ veröffentlichen.

Ei“

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Belichtungszeit: 1/15 sek. – etwas kontrastarm, aber nicht verwackelt.

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Belichtungszeit: 3.2 sek. – Bright Lights, Big City; beim genaueren Hinsehen offenbaren sich die Unschärfen.

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Belichtungszeit: 1/50 sek. – So ein Foto hätte mein Kursleiter bestimmt als Musterexemplar für die kürzestmögliche Belichtungszeit zum Fotografieren aus der Hand ausgewählt.

Katharinenkirche

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Belichtungszeit: 1/3 sek. – das letzte unbewegte Motiv. Auf den nächsten beiden sind sich bewegende Personen zu sehen…

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Belichtungszeit: 1 sek. – das Motiv an sich ist nicht verwackelt, aber die Personen auf dem Bild erscheinen verwischt.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – Die Tür geht auf, und alles – bewegte und unbewegte Teile im Bild – erscheint verwischt.


Das waren dann doch mehr Bilder, als ich hier ursprünglich zeigen wollte. Aber sie liefern den Beweise, dass mein Kursleiter nur bedingt recht hatte. Ich halte es für möglich, längere Belichtungszeiten auszuwählen, wenn ich auf das Stativ verzichten möchte. Aber ab zwei Sekunden kann ich für „gestochen scharfe“ Bilder nicht mehr garantieren.

Zu den anderen Don’ts wie Gegenlichtaufnahmen, zu harte Schatten oder zentral plazierte Motive möchte ich daher nichts beitragen. Denn ein Don’t ist mehr als genug.

Mein Luminaletagebuch : 2. April 2014

„Pull the handle and see how many grams of wood you’ve burned to see the energy tree working.“

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Nach dieser Kunst des Mitmachens und dem Schießen von „Selfies“ ging es gestern weiter zum nächsten Highlight der Luminale in Offenbach im Hafen2, einem alternativen Kulturtreffpunkt mit Café und Veranstaltungshalle.

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Während sich drinnen die Fußballfans zum Champions-League-Spiel Borussia Dortmund gegen Real Madrid trafen, tranken wir gemütlich ein ledkeres Hefeweizen und betrachteten die beiden leuchtende Installationen „Die Drei“ (Interaktive Lichtskulptur von Fabian Riemenschneider und Jeremias Heinze) und „Feel Ovale“ (Interaktives Lichtprojekt von Johannes Kriesche). Ich bin an dieser Stele so frei, die Erklärungen zu den Kunstwerken aus dem Programm der Luminale zu zitieren.

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„Die Drei: Riesengroße Stehlampen lassen selbst einen Erwachsenen zum Kind werden – nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch die Möglichkeit, mit dem Licht zu spielen. Die Lampenschirme erzeugen durch ihre unterschiedlichen „Kleider“ verschiedene Lichtstimmungen.“

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„Feel Ovale: Ein interaktives Spiel mit Zahlen und Ovalen. Überall taucht sie auf, diese perfekte universelle Form: Ovale. Die persönliche Farbe verläuft um, über und mittendrin. Wer will, kann sich tiefer in diese Bühne hineinbegeben, die Neugierde wird belohnt.“

Konkret bedeutete sah die Interaktivität so aus, dass er mein Geburtsdatum in sein Laptop eingab und diese Eingabe das Licht, passend zu diesem Datum, steuerte – „stellen Sie sich in die Mitte des Ovals, und ich mache ein Geburtstagsfotos von Ihnen“: Jetzt weiß ich auch, warum meine Lieblingsfarbe schon immer Grün war. Sehr interessant, aber viel spannender fand ich, daß wir über dieses Thema hinaus mit dem Künstler persönlich ins Gespräch kommen konnten und mehr über das, was er macht, erfuhren – welche Projekte er noch geplant hat und welche Rolle diverse Behörden spielen.

Hinterher machten wir noch einen Abstecher in das neue Wohngebiet, direkt am Wasser, wo buntleuchtende Häuschen auf dem Fluß schwammen und unzählige in der Landschaft verteilte, blauleuchtende Stelen aus Licht die Nacht erhellten.

Mein Luminaletagebuch : 31. März 2014

Mit zwei Tagen Verspätung komme ich dazu, hier ein paar Gedanken zu meinem Ausflug zur Luminale vom Montagabend festzuhalten. Dieses Jahr konzentriere ich mich auf die Veranstaltungen in Offenbach, weil es mir nach Frankfurt abends zu weit ist. In meiner Heimatstadt brauche ich nur 20 Minuten mit dem Fahrrad und sehe trotzdem noch genügend interessantes: in der Heyne-Fabrik, im Hafen 2, und zwei Kirchen in Offenbach; außerdem möchte ich mir noch das beleuchtete Rathaus ansehen und bei der Schnitzeljagd mitmachen. Die wird von den Veranstaltern Lumicaching genannt – abgeleitet von der GPS-Schatzsuche namens Geocaching.

In der Heyne-Fabrik (da müßte ich erst mal nachschlagen, was hier früher hergestellt wurde) stellen dieses Jahr nicht nur einzelne Künstler aus, sondern ganze Gruppen. Die größte kommt aus den Niederlanden und präsentiert spannende Arbeiten, bei denen die Zuschauer in die Werke mit eingebunden werden können.

Wenn man Schalter und Regler drehen darf, wie bei „Double Room“, bin ich doch gleich dabei! In diesem Fall konnte ich bei dieser ausgefeilten optischen Täuschung jeder beliebige Farbton mittels RGB-Steuerung und jeden erdenklichen Winkel der Lichtquelle verändern; und während mein Mann weiterfotografierte, bestaunte ich das Werk von der Seite und entdeckte, dass das angeleuchtete Objekt in Wirklichkeit zweidimensional war.

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Und weil uns gerade danach war, veranstalteten wir diverse Schattenspiele bei „The Grid“. Außerdem wollten wir es jetzt wissen, was extrem lange Belichtungszeiten angeht. Das hatte ich zwar bei der letzten Luminale schon, aber heute schoß mein Mann ein paar Juxfotos von mir: Während er die Verschlußzeit auf 25 Sekunden eingestelllt hat und abdrückt, bewege ich mich ganz langsam vorwärts, mit dem Ergebnis, dass von mir ein Mehrfachbild zu sehen ist.

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Das ganz große Kino wartete ein paar Räume weiter, wo es sogar ausdrücklich hieß: „Spielen Sie mit Ihrem Schatten.“

Und was mir auch noch im Gedächtnis haften geblieben ist, war der „Energy Tree“, passend zum Thema individueller CO2-Abdruck. Hier zeigt ein Zählwerk an, wieviel Gramm Holz verbrannt werden, um die ganzen Glühbirnen zum Leuchten zu bringen – betätige den Hebel, und je heller der Schein, desto schneller läuft das Zählwerk. Irgendwie erschreckend, wenn man länger drüber nachdenkt.

Mein Luminaletagebuch : 29. März 2014

Ein Tag vor der offiziellen Eröffnung der diesjährigen Luminale fand wieder (wie schon beim letzten Mal) im Rahmen der Luminale Opening Party die von der Schule für Grafik.Mode.Design auf die Beine gestellte Modenschau „Leuchtstoff Catwalk“ statt. Für 7,– Euro Eintritt konnte man sich aussuchen, ob man um 20 Uhr oder um 22 Uhr dabeisein wollte. Ich entschied mich für die „Late Night Show“ und bekam auch die Erlaubnis, zu fotografieren.

Nun bin ich am Sichten der Bilder, von denen die meisten trotz Benutzung einer digitalen Spiegelreflexkamera sehr unscharf geworden sind. Kein Wunder, wenn man bei Schwarzlicht sich bewegende Menschen fotografieren muß, den Blitz nicht benutzen möchte und keine Ahnung hat, wie man eine kürzere Belichtungszeit einstellt. So kann man zwar kaum ein Mannequin richtig erkennen, aber dafür die Bewegungen ihrer umwerfenden Kostüme.

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Der größte Teil der futuristisch anmutenden Gewänder war in fluoreszierenden Farben gestaltet, die im Schwarzlicht von selbst zu leuchten schienen. Es gab aber auch Kleidungsstücke, in die unterschiedliche Leuchtquellen eingearbeitet waren, z.B. LEDs oder Wunderkerzen.

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Letztere versprühten ihren festlichen Charme für nur sehr kurze Zeit auf dem Laufsteg. Lichtquellen auf Textilien – das hatten schon Depeche Mode in ihrem Video zu dem Song „Barrel of a Gun“: da ist Dave Gahans Anzug mit unzähligen Glühlampen bestückt.

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Ich weiß gar nicht, welche Kreation mich mehr beeindruckt hat? Die Engel von Julia Krayer, das Hängekleidchen mit eingearbeiteten Kirchenfenstern von Katharina Oleksinska, die luftigen fluoreszierenden und mit LEDs leuchtenden Petticoats und Schleier von Isabelle Walther oder den mich an Widderhörner einnernden Kopfschmuck von Eva Boudani… ach, bei soviel Kreativität kann ich keine Auswahl treffen… nicht unerwähnt lassen möchte ich noch das Schiff, als das ein Mannequin über den Catwalk geschickt wurde, stilecht mit Ankerkette am Arm und Schiffstauen um den Hals (da die Veranstaltung im Hafen stattfand, war dies sehr passend ausgedacht). Nur kann ich mich hier partout nicht mehr an die Designerin erinnern. Schade, aber läßt sich nicht ändern…

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… (nein, das ist nicht das besage Schiff) – und darum möchte ich es an dieser Stelle mit einem Dank an die Schule für Mode.Grafik.Design bewenden lassen.

Es war fantastisch.