12 Colours of Handmade Fashion : Blau im Juni – die Zweite!

 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau.


 

Blau ist eine Farbe, die man häufig in meinem Kleiderschrank findet – mal als Solist, mal als Teil eines Musters. Nachdem ich wochenlang an der „Origami“-Weste gestrickt hatte, wollte ich endlich wieder einmal etwas nähen und hatte mich für die AnNäherung Süd angemeldet – ein Nähtreffen in der Jugendherberge in Würzburg, das bereits zum dritten Mal stattfand, und zwar vom 13. bis 15. Oktober. Mitgebracht hatte ich einen blauen Stoff (50% Wolle & 50% Leinen), den ich auf dem Mittelaltermarkt beim Hayner Burgfest gekauft hatte. Daraus wurde ein Kleid, das ich für mich bereits zweimal und einmal für meine Schwester genäht habe; und jedes Mal aus einem anderen Stoff:

Modell 1 für mich – aus grauem Möbelstoff,

Modell 2 für meine Schwester – aus grüngrundigem Waxprint,

Modell 3 für mich – aus blauem Baumwollstoff, nach einem Motiv von Stella Jean.

 

 

Modell 4 hat zwar immer noch das bewährte Vorder- und Rückenteil, aber zur Abwechslung mal andere Ärmel bekommen, und zwar kurze, deren Saum von einer glockig fallenden Rüsche geschmückt wird, wie man sie momentan an vielen Kleidungsstücken sieht, und zwar so – im Prinzip unterscheiden sich die Kleider wirklich nur durch die Ärmel, und selbst die sind eine Kurzversion des zuerst von mir genähten Kleides, nur mit einem zusätzlichen Volant dran.


 


 

Weil es draußen in den Morgenstunden doch ein wenig frisch war, habe ich die Origami-Weste drübergezogen und festgestellt, dass sich beide Teile durchaus ergänzen, auch wenn der Eindruck entstehen könnte, dass sich die beiden Blautöne beißen.

 

 

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Upcycling am 19. August 2017 – oder: Inventur im Kleiderschrank


 

Manchmal hab‘ ich das Gefühl, dass alles raus muss. Na ja, nicht alles, aber vieles – vor allem jenes, was ich nicht mehr brauche, wie zum Beispiel Herrenkleidung, die niemand mehr trägt, weil es ihn nicht mehr gibt und weil es sonst niemanden in der Familie gibt, dem diese Hemden passen könnten – Hemden, die zum Wegwerfen oder zum Anziehen beim Malern oder Werkeln im Garten viel zu schade sind. Irgendwie wurde ich dann vor kurzem aufmerksam auf einen Upcycling-Kurs, bei dem im kleinen Kreis von maximal fünf Personen aus alten Hemden neue Kleidung entstehen sollte.

 

 

Mitgebracht hatte ich sechs alte Herrenhemden: zwei davon aus Jeansstoff, zwei karierte mit langen Ärmeln und zwei blaue Kurzarmhemden mit unterschiedlichem Muster; hinzu kam noch das übrige Material wie Nähmaschine, Schere, Garn, Maßband, etc. … und los ging’s um 10 Uhr in einem Laden in einem Bezirk unserer Stadt, in dem ich einst gewohnt habe.

Hier kann man laut Wirtschaftsinformation unserer Stadt „ausgefallene und süße Kunststücke aus Offenbacher und Frankfurter Wohnzimmerateliers in Designerfächern“, aber auch Wolle und Strickzubehör kaufen und an Workshops teilnehmen. Der Upcycling-Workshop, an dem ich teilnahm, war von 10 bis 17 Uhr dauern. Für die Möglichkeit zu einer Mahlzeit zwischendurch war auch gesorgt, denn draußen, direkt vor der Tür fand ein Sommerfest statt; und wo gefeiert wird, gibt es meistens einen Grill und einen Kühlschrank.

Nachdem ich mir überlegt hatte, mir ein Shirt zu nähen, in dessen Rückenteil ich eine Knopfleiste einbauen wollte, wurde ich von der Kursleiterin vermessen und konnte mir ein Schnittmuster auf Seidenpapier skizzieren. Oversized, mit überschnittenen Schultern und U-Boot-Ausschnitt sollte es werden – das war der grobe Plan, und am Ende mussten die beiden blauen Kurzarmhemden und das karierte Hemd, in dem die gleichen Blautöne abermals auftauchten, dran glauben. Das sah dann so aus, dass ich z.B. Krägen und Ärmel abschnitt, Knopfleisten in die Seiten verlegte oder den Saum des einen Hemdes zur Schulterpartie umfunktionierte. So hatte ich dann vor dem Zusammennähen wenigstens nicht ganz so viele Einzelteile zu versäubern.

 

Vorderteil

Rückenteil

 

Und obwohl mir sieben Stunden als unglaublich lang erschienen, habe ich es trotzdem nicht geschafft, das Shirt, das übrigens ein Minikleid wurde, bis 17 Uhr fertigzubekommen. Viel zu oft musste ich nämlich ständig neu einfädeln, weil entweder der Oberfaden gerissen oder die Spule mit dem Unterfaden leer war. Watt ein Dreck! Und so konnte ich bis kurz vor Ende des Workshops als Einziges Ergebnis zwei ungesäumte Teile vorweisen, die an den Schultern zusammengenäht waren.

 

kurz vor fünf

 

Wenigstens das! Das vorläufig fertige Teil sah da dann übrigens zwar aus wie ein überdimensionaler OP-Kittel in Patchworkoptik, aber das hinderte mich nicht daran, mich für Fotos in Positur zu stellen.

 

Upcycling Einzel 1

Upcycling Einzel 2

 

Was jetzt noch fehlt, sind sämtliche Säume und die Seitennähte; beim Halsausschnitt habe ich auf einen Beleg verzichtet, denn auf noch mehr Gefummel hatte ich keine Lust. Statt dessen habe ich die Kanten nach innen umgeschlagen und von Hand festgenäht. Die Seitennähte habe ich bewusst offen gelassen, weil ich noch nicht sicher bin, ob ich die Ärmel des karierten Hemdes als Bindebänder einbaue oder aus ihnen etwas ganz anderes mache.

FUSSA 2017 : Film- und Serien-Sew-Along 2017 – das Finale



 

Das Ende ist da: Agatha Raisin und Jane Kennedy (The Coroner) haben den Fall gelöst und präsentieren das Ergebnis ihrer Ermittlungen am Finaltag des Film- und Serien-Sew-Alongs (FUSSA), dem 16. Juli.

Bei yacurama (minimale extravaganz), die diesen Sew-Along ins Leben gerufen hat, treffen sich heute alle, die sich zum Nähen neuer Kleidungsstücke von Fernsehserien wie „Call the Midwife“, „Agent Carter“ oder „Mord mit Aussicht“ haben inspirieren lassen. Bei mir war es ein Mix aus „The Coroner“ und „Agatha Raisin“ – beide Serien liefen nur kurze Zeit auf ZDF neo. Jetzt aber zu meinem Ergebnis.

 

(Bildquelle: https://i.ebayimg.com/00/s/NzY4WDEwMjQ=/z/6cYAAOSwiA9ZYlWn/$_99.JPG)


 

Mit zwei luftig-weiten Seidenblusen nach einem Schnitt von Burda ins Rennen geschickt, warten sie nun darauf, wer das Recyclingprodukt Bleistiftrock in Zukunft tragen darf. In seinem früheren Leben war er ein Etuikleid von Orsay, das mir oben herum leider nicht mehr passt, aber das ich schon allein wegen des Metalls in Taillenhöhe nicht wegwerfen wollte. Also habe ich kurzerhand das Rockteil und die Passe im Mittelteil abgetrennt und neu zusammengefügt, wobei ich die Passe mit Vliesline verstärkt und zu einem Bund umgearbeitet habe. Geschlossen wird der Rock mit einem aufgesetzten Metallreißverschluss. Den hatte ich nämlich als einzigen schwarzen Reißverschluss noch herumliegen und musste keinen neuen kaufen.

 

 

Agatha Raisin


 

 

The Coroner Jane Kennedy


 

Außerdem habe ich eine ähnliche Optik bei der letzten Staffel von „Geschickt eingefädelt“ gesehen und fand dieses Unperfekte ganz schön cool. Abgesehen davon, war ich mir nicht sicher, ob der Rock vielleicht nicht doch eine Spur zu eng ist und durch einen nahtverdeckten Reißverschluss mögliche Zugfalten viel mehr auffallen.

Doch wie heißt es so schön? Was nicht passt, wird passend gemacht. Das führt mich zu der Frage, ob alle Teilnehmerinnen bei dieser schönen Aktion ihre Projekte auch so erfolgreich passend machen konnten; für den diesjährigen FUSSA möchte ich mich deshalb hier nochmal bedanken und jetzt die Ergebnisse der anderen ausgiebig bewundern.

Sekt zum Anstoßen gibt’s diesmal keinen, da ich heute lieber Matcha oder Landmilch trinken möchte. In diesem Sinne: Möge die Milchbar baldigst ihre Pforten öffnen. The guests are thirsty.

 

 

Me Made Mittwoch : Eigentlich wollte ich …


 

 

bis zum 16. Juli mit der Präsentation meiner Bluse warten, denn da ist das Finale des Film- und Serien-Sew Along (FUSSA) – und dafür ist sie auch gedacht. Weil aber heute der MeMadeMittwoch zum letzten Mal vor der Sommerpause stattfindet, präsentiere ich sie hier, diesmal wieder ziemlich spät – mit der „Startnummer“ 89:

Das Modell ist die ärmellose Bluse Nr. 101 (burdastyle 9/2016)– die relativ weit fällt, und die ich trotzdem nicht eine Nummer kleiner genäht habe, weil sie sonst nicht mehr so bequem wäre. Den Seidenstoff mit Animalprint habe ich beim beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft. Das waren die Eckdaten, kurz und knackig aufnotiert.

 

 

Bei den momentanen Temperaturen trägt sich die Bluse äußerst angenehm, und ich bin froh, dass sie nicht so körpernah fällt wie die Teile, die ich sonst so bevorzuge. Mal sehen, welche Abwandlung mir einfällt, wenn ich diese Bluse noch einmal nähen möchte. Und nun geht’s zur Präsentation weiterer selbstgenähter Kleidung – auf dem MMM vom 5. Juli 2017, der unter dem Motto „ich packe meinen Koffer“ steht.

 

Meinen Koffer packe ich zwar nicht, weil mein Urlaub schon lange vorbei ist, aber der nächste Urlaub in wärmeren Gefilden kommt bestimmt, und bis dahin kann luftige Kleidung fürs Büro auch nicht schaden.

FUSSA 2017 : Film- und Serien-Sew-Along 2017 – Zwischenstand

 

Das Ende ist nah! Nein, gemeint ist nicht die Apokalypse, sondern der Film- und Serien-Sew Along (FUSSA), denn es gibt nur noch einen Sonntagstermin: das Finale am 16. Juli.  Doch heute ist erst mal der Zwischenstand auf dem Blog von yacurama (minimale extravaganz) dran. Geplant hatte ich zwei Blusen nach demselben Schnitt, die ich mit einem Bleistiftrock kombinieren kann.

Bleistiftröcke habe ich bereits, theoretisch müsste ich mir keinen weiteren nähen – außer, ich hätte noch Zeit dazu. Nun ist aber am 18. Juni die erste von den beiden Blusen fertig geworden. Den Stoff (weiße, je nach Lichteinfall hellgrau wirkende Seide) habe ich beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft und für die ärmellose Bluse Nr. 101 verwendet.

Der Griffigkeit nach, könnte es sich um Chiffon handeln; der machte weder beim Zuschneiden noch beim Nähen Probleme, und er franste auch nicht aus. Auch mit dem Reißverschluss am Rückenteil ging diesmal alles glatt. Blöd nur, dass es den Reißverschluss gar nicht gebraucht hätte, da ich auch so hineinkomme.


 

 

 


 

Damit wäre die erste Serienfigur (Coroner Jane Kennedy) abgearbeitet – der seidene Bleistiftrock in Blau, den ich bei der AnNäherung 2014 in Bielefeld genäht habe, passt perfekt dazu.

Was ich bei der Anprobe noch festgestellt habe: Die Bluse ist weiter geworden als gedacht. Sollte ich tatsächlich so viel abgenommen haben, dass mir eine Größe 38 locker reicht? Nicht, dass die Bluse zu groß aussieht, aber das nächste Modell kann ich auch ein wenig schmaler zuschneiden. Das wäre dann die Animalprint-Variante à la Agatha Raisin: etwas schmaler und ohne Reißverschluss. Bevor ich am Mittwoch in meinen Kurzurlaub aufgebrochen bin, habe ich Vorder- und Rückenteil im Stoffbruch und die Schrägstreifen für Hals- und Armausschnitte zugeschnitten. Nun liegen sie da und harren aufs Vernähen. Falls ich in meinem Fundus keinen passenden Rock finde, gibt es da noch ein tuikleid, das mir oben herum nicht mehr passt, aber zum Entsorgen zu schade ist. Da es mich schon lange reizt, es umzuarbeiten, habe ich mich mit dem Nahttrenner bewaffnet und das Rockteil abgetrennt. Aber ob ich das bis zum Finale noch schaffe?

Egal – nun bin ich gespannt, wie weit die anderen sind.

FUSSA 2017 : Film- und Serien-Sew-Along 2017 – Stoffe & Schnitte

 


Beim neuen Film- und Serien-Sew-Along (FUSSA), ins Leben gerufen von minimale Extravaganz, möchte ich diesmal  arbeitsalltags-taugliche Sommerkleidung   nähen, die sich an den britischen Krimiserien The Coroner und Agatha Raisin orientiert. Leider laufen beide Serien nicht mehr auf ZDF neo. Vorgestern hat dieser Sender eine neue Serie namens „Death in Paradise“ ins Programm genommen, deren karibisches Flair ich zwar interessant und unterhaltsam finde, mich aber (was die Kleidung betrifft) nicht vom Hocker reißt. Hawaiihemden sind dann doch eher was für die Herren der Schöpfung. Wie gut, dass mein Plan, was ich mir nähen möchte, bereits seit einer Woche feststeht. Ich möchte nämlich nicht die Kleidung von Agatha Raisin oder Jane Kennedy, dem Coroner Ihrer Majestät, eins zu eins abkupfern bzw. nachnähen.

Nein, ihre Garderobe soll bloß als grobe Orientierungshilfe dienen und bestimmte Merkmale aufweisen, denn die neuen Teile sollen sich mit den alten, die mir noch passen, kombinieren lassen:

klare, kräftige Farben & schlichte, geradlinige Schnitte- vorrangig ohne Muster

Dabei sind Vintageschnitte sind kein Muß, denn beide Handlungen sind in diesem Jahrzehnt angesiedelt. Ich kann mich also auf mehr oder weniger aktuelle Schnitte konzentrieren. Bevor ich meine Stoffe und Schnite vorstelle – hier die weiteren Sonntagstermine:

25. Juni – Erster Zwischenstand
16. Juli – Finale

 

Und jetzt zum aktuellen Termin (4. Juni):

Als ich mit meinen beiden Neuerwerbungen vom Nähbloggerinnentreffen am 27. Mai zurückkam, wälzte ich trotz einsetzender Erschöpfung alte Burdahefte, die ich bei meiner Inventur aus der Kiste geholt hatte und wurde für mein erstes Teil für diesen Sew-Along in der burdastyle 9/2016 vom letzten Jahr fündig.

02 Planung Schnittquelle

 

Ähnlich geschnittene Blusen habe ich übrigens in den vergangenen Jahren in unterschiedlichen schottischen Läden und Kaufhäusern gesehen. Anscheinend ist dieser Blusentyp ein zeitloser Klassiker und bei der weiblichen Kundschaft sehr beliebt; jedenfalls kommt es mir so vor, wenn ich mir Sendungen wie „Escape to the Country“, „Homes under the hammer“ oder „Antiques Roadshow“ anschaue, die auf BBC One ausgestrahlt werden. Aber ob diese Sendungen noch mit dem eigentlichen Motto zu tun haben? Gute Frage…

 

Nun aber zu meinen Modellen

Als Jane-Kennedy-Variante möchte ich als erstes ich die ärmellose Bluse Nr. 101 nähen, die auf der Rückseite mit einem Reißverschluss geschlossen werden soll und in der Mitte der Vorderseite Längsfalten hat.

02 Planung Vorlage 1

02 Planung Vorlage 2

 

Sollte die technische Zeichnung auf dem zweiten Foto nicht so gut zu erkennen sein, gibt es einen Link zur russischen Ausgabe der Burdastyle.  Vorder- und Rückenteil habe ich am 28. Mai, dem Tag der Vorstellung unserer Ideensammlung vom Schnittmusterbogen auf Dämmfolie aus dem Baumarkt abgepaust (siehe Beitragsbild). Es fehlen nur noch zwei Besatzstreifen für die Armausschnitte und ein Schrägstreifen für den Halsausschnitt. Dünne, weiße Einlage bzw Vlieseline-Formband sowie den 22 cm langen weißen Nahtreißverschluss habe ich bereits zu Hause. Er hat zwar nicht genau die gleiche Farbe wie der Stoff, aber passt trotzdem dazu.

02 Planung Teil 1

 

Und weil es bei mir anscheinend doch nicht ohne Muster geht: Das gleiche Modell möchte ich dann noch einmal aus einem gemusterten Stoff nähen, damit ich es zu einem unifarbenen Bleistiftrock anziehen kann. Mir schwebt für die gleiche Bluse Seide mit Zebramuster in senfgelb und tintenblau als Agatha-Raisin-Variante vor.

02 Planung Teil 2

 


 

Kombinieren möchte ich beide Blusen mit einem Bleistiftrock, den ich auch schon lange nicht mehr genäht habe. Schnitte finden sich in vielen Heften in meinem Archiv, und in meinem Bestand befinden sich noch jede Menge sandfarbener Canvas und 1,60 m grüner Hosenstoff. Eigentlich wollte ich meiner Mutter aus dem grünen Stoff eine sommerliche Schlupfhose nähen, aber dazu ist es nie gekommen, und jetzt würde die Menge ohnehin nicht ausreichen, es sei denn, ich hätte vor, eine Bermudahose zu nähen. Aber vielleicht ist der Stoff ja geeignet für einen Rock.

Froh wäre ich ja schon, wenn es mir gelänge, wenigstens die Blusen fertig zu bekommen. Doch dazu mehr am 25. Juni. Mal sehen, für welche Stoffe und Schnittmuster sich die anderen Teilnehmerinnen entschieden haben. Den Link dazu gibt es hier.

Film- und Fernsehserien-Sew-Along 2017

 


Als vor kurzem auf dem Blog von minimale Extravaganz ein neuer Film- und Fernsehserien-Sew-Along (FUSSA) angekündigt wurde, war ich skeptisch, ob ich überhaupt mitmachen soll. Denn schon beim FUSSA 2016 nicht viel zustandegebracht. Die Frage, die mich beschäftigt, lautet noch immer: Soll ich mit den unvollendeten Sachen weitermachen oder mich auf was ganz neues konzentrieren? Vielleicht hat es ja einen Grund, warum ich genau diese Pläne nicht realisiert habe…

Aber zunächst: Worum geht es beim sechswöchigen FUSSAX – zu dem es übrigens hier geht – ?

Zitat Ankündigungsbeitrag. „Bei diesem Sew-Along geht es darum, ein von einem Film oder einer Serie inspiriertes Kleidungsstück zu nähen. Ihr dürft es ganz originalgetreu nach nähen oder ihr interpretiert den Look ganz so, wie er zu euch passt. Egal ob Alltagsoutfit, besondere Garderobe oder Kostüm, lasst euch von der großen weiten Welt der Film-Mode inspirieren!

Termine – immer sonntags:

28. Mai – Inspiration und Ideensammlung
4. Juni – Planung, Stoffe und Schnitte
25. Juni – Erster Zwischenstand
16. Juli – Finale

Bestandsaufnahme 2016:

Nicht geschafft hatte ich ein Top, das von Star Trek Voyager inspiriert war, und die Umarbeitung meines nicht mehr passenden Kleinen Schwarzen, das ich mit einem Stoff aufpeppen wollte, der mich entfernt an Teile von cardassianischen oder klingonischen Uniformen erinnert hat, als ich ihn damals kaufte. Wo und wann ich das aber tragen möchte, will mir im Moment einfach nicht einfallen.

neue Ideen:

Sarah Paulson, Jessica Lange, Angela Bassett und Lady Gaga in American Horror Story – besonders die Staffeln „Asylum“ (Paulson), „Freakshow“ (Bassett und Lange) und „Hotel“ (Lady Gaga) bieten eine Fülle an wirklich stilvollen, aber teilweise extrem ausgefallenen Kleidungsstücken, in denen ich mir meinen Alltag nicht wirklich vorstellen kann. Aber träumen möchte ich doch ab und zu. 

 

Bildquelle – https://blaupause7.files.wordpress.com/2017/05/0f2fb-gaga.jpg


Und da sehe ich die Gefahr; die Wahrscheinlichkeit, dass diese neuen Ideen genauso wenig umgesetzt werden wie die vom letzten Jahr, ist bei diesen Filmkostümen relativ hoch. Es sei denn, ich fokussiere mich auf die Sechziger-Jahre-Alltagskleidung der Reporterin Lana Winters (Sarah Paulson) aus „Asylum“.

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Bildquelle – https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/d1/ac/57/d1ac570c23792506d45b04caea587899.jpg


Alltagstauglich kommt mir da schon eher das vor, was Coroner Jane Kennedy in der englischen Krimiserie „The Coroner“ trägt und mich stellenweise an Sophie Haas in „Mord mit Aussicht“ erinnert. Letztere Serie ist beim letzten FUSSA sehr oft als Inspirationsquelle genannt worden. Charakteristisch für Jane Kennedy ist ihre Vorliebe für klare Farben, Kleidung in uni und gestreifte Oberteile.

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Bildquellen – https://www.hoerzu.de/files/images/magazin/the-coroner-allgemein-3_0.jpg und https://pictures.tvinfo.net/pictures/64/c4/2b/49/8e/c0/8d/9f/00/e3/da/51/e8/5b/77/5e/large_zno_170514_1710_282f6090_the_coroner.jpg


Klare, aber noch leuchtendere Farben, gibt es auch in der britischen Serie „Agatha Raisin“ zu sehen, die zu Beginn dieses Jahres ebenfalls Freitags auf ZDF neo gelaufen ist. Hier tauchen aber auch Jacken aus Kunstleder oder mit Leopardenmuster bedruckte Röcke auf. Es gibt also auch Muster.

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Bildquelle – https://www.sosensational.co.uk/wp-content/uploads/2016/08/agatha-raisin.jpg

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Gerade, was unifarbenes angeht: Bis zum Frühjahr 2015 hatte ich kaum etwas gemustertes im Kleiderschrank. Nun ist es umgekehrt, und ich habe so viele verschiedene gemusterte Teile im Schrank, dass ich nicht weiß, wie ich sie kombinieren soll. Mustermix ist ja etwas tolles, aber manchmal darf es auch etwas ruhiger sein; und ein paar Basics wie Bleistiftröcke, schlicht geschnittene Blusen oder Langarmshirts können gewiß nicht schaden, zumal ich sie im Berufsalltag immer gebrauchen kann.

Je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich, dass mir der Kostümfundus der freitags auf ZDF neo laufenden Serie „Der Coroner“ genug Auswahl an brauchbaren Stücken bietet. Praktischerweise spielen die Folgen meistens im Sommer an der Küste von Cornwall oder Devon, was mir beim Finden geeigneter Sommermodelle helfen und mich beim Nähen in eine ähnliche Urlaubsstimmung versetzen wird wie beim Schauen der einzelnen Folgen am Freitag. Mit Einsprengseln von „Agatha Raisin“ könnten das spannende sechs Wochen werden.

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Bildquelle – http://www.serienjunkies.de/the-coroner/the-coroner.jpg

Und jetzt bin ich doch gespannt darauf, wer noch alles mitmachen möchte.

MeMadeMittwoch am 24. Mai 2017 in Grün und Schwarz


 

Während so langsam der Sommer naht und mehr und mehr fröhliche Farben um mich herum auftauchen, bin ich zur Abwechslung mal wieder in dunklen Farben unterwegs. Und Mittwoch ist der ideale Tag dafür, denn beim MeMadeMittwoch zeigen lauter Näh-Enthusiasten ihre selbstgefertigten Kreationen – zur heutigen Ausgabe geht es hier.

Nun aber zu meinem Ensemble. Das grüne Oberteil ist eigentlich ein Kleid, das ich zu einer Tunika umgearbeitet habe, weil ich nicht mehr hineinpasse. Hier habe ich bereits darüber geschrieben.


 

Den Rock habe ich mir vor zwei Wochen bei Sewing by the Sea, in Noer an der Eckernförder Bucht genäht, und er hat mir mehr Arbeit bereitet als ich gedacht hatte, hatte mein folgender Plan doch zunächst sehr einfach geklungen: Von dem Kleid 111 aus der Burdastyle 07/2016 , das ich für die Aktion 12 Letters of handmade fashion genäht habe, wollte ich nur das Rockteil nähen, weil das Oberteil echt bescheiden saß und ich keine Lust auf die x-te Anpassung mehr hatte. Darüber habe ich hier schon mal geschrieben.


 

Damit die Kellerfalten schöner fallen, habe ich sie 7 cm tief einzeln abgesteppt. Das macht auch das Bügeln leichter, denn so bleiben sie da, wo sie liegen. Das kostete zwar ein wenig Zeit, war aber okay. Was mich aber wirklich auf die Palme brachte, war der Reißverschluss, der sich nicht so einnähen ließ, wie ich es wollte. Und dass ich dann Stoff und Reißverschluss mühsam von Hand flicken musste, weil ich beides beim Trennen beinahe irreversibel geschrottet hätte, trug auch nicht zur Besserung meiner Laune bei. Den krönenden Abschluß bildete dann der Verlust des Clips, der am Ende des Reißverschlusses sitzt und den Zipper am Flüchten hindern soll. Bis ich den Zipper von Hand eingefädelt und das offene Ende mit mehren Sicherungsnähten in Pink zugesteppt hatte, dauerte dann auch nochmal mindestens eine volle Stunde.


 

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Da war das Umnähen des Saums von Hand das kleinste Übel und die reinste Entspannung. Aber ich finde, die Arbeit hat sich gelohnt. Jetzt habe ich einen Rock, den ich sowohl im Büro als auch beim Jubiläumstreffen unseres Abiturjahrgangs tragen kann.

12 Colours of handmade fashion : Aprilfarbe Gelb

 

Auf dem Blog Tweedandgreet ist am 1. April als Farbe für jenen Monat Gelb gezogen worden. Am 27. April gab es dann den entsprechenden Beitrag mit dem Link-Up, zu dem es hier geht. Diese sonnige Farbe in mein Leben zu bringen, halte ich für eine schöne Idee, aber Gelb kam in meinem Farbspektrum bisher eher selten vor. Das einzige rein gelbe Kleid, das ich je besessen habe, ist mir inzwischen zu klein geworden und wartet darauf, dass ich es umarbeite. Aber bei der Sichtung meiner Bestände habe ich vier Meter Elastikjersey mit leuchtend buntem Paisleymuster auf gelbem Grund wiedergefunden.

Der Jersey stammt von einem Tauschtisch. So ein Tisch ist eine prima Gelegenheit, Stoffe, die man selbst nicht (mehr) braucht, gegen besser geeignete Schätzchen einzutauschen. Man braucht dazu nur ein Nähbloggerinnentreffen, eine AnNäherung oder ein Sewing by the Sea und – tadaa! – einen Tisch.

Und obwohl das „eigentlich“ so gar nicht meine Farben sind (was wohl an dem grellen Rot lag, denn das Geld fand ich eigentlich ganz schick), habe ich ihn in meine Bestände wandern lassen. Indes, die zündende Idee, was sich daraus machen lassen könnte, wollte sich nicht einfinden.

11 Paisley-Jersey Tauschtisch

Letzte Woche habe ich dann endlich einmal meine Bestände gesichtet, fotografiert, vermessen und katalogisiert. Und bei dieser Inventur bin ich dann auf eine Mai-Burda vom letzten Jahr gestoßen, in der das dazu passende Kleid abgebildet war: Jerseykleid Nr. 115 mit Ärmelschlitzen in Fledermausoptik und kleinen Abnähern an den Schultern. Schön weit geschnitten und ohne viel Schnickschnack. Genau wie ich es mag (O, mein Gott, das klingt wie ein zweitklassiger Werbespruch).

04 Gelb 1

04 Gelb 2

04 Gelb 3

Fürs Büro ist es vielleicht doch etwas zu bunt, aber wenn ich an warmen Sommerabenden mal schnell zur Äbbelwoiwirtschaft *) um die Ecke möchte, werde ich es gerne anziehen. Da kneift beim Sitzen wenigstens nicht, wenn das Schnitzel mal wieder größer war als mein Magen. (*) Äbbelwoi = hessisch für „Apfelwein“). Gelb waren übrigens die 1000 gelben Margariten, die Lorelai Gilmore in der gestrigen Folge von „Gilmore Girls“ zum Heiratsantrag bekommen hat. Doch dieses Bild möchte ich hier nun wirklich nicht zeigen.

 

Me Made Mittwoch – „Sewing by the sea-Spezialedition“


sewing by the sea


 

 

Am heutigen Mittwoch bin ich seit längerem auch wieder mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei, wo bereits um 8 Uhr morgens an die 40 Nähbloggerinnen mit ihren wunderbaren Kreationen zu sehen waren. Am Start bin ich mit einem Kleid, das ich bei Sewing by the sea, organisiert von mamamachtsachen genäht habe. Vier Tage im schönen Noer, in der Eckernförder Bucht, an denen wir zwei volle Tage zum ungestörten Nähen hatten und somit mehr als nur einen Nähplan verwirklichen konnten, gaben mir trotzdem Zeit genug, am Strand spazierenzugehen. Nun aber zurück zum Kleid.

 

Kleid mit Gürtel 1

 

Der Schnitt ist aus der Februar-Burda von 2014 und super-simpel zu nähen; das einzige Manko daran ist, dass er groß ausfällt: Beim ersten Versuch, den ich auf meinem Blog (Grau ist das neue Schwarz) gezeigt habe, musste ich auf jeder Seite 2,5 cm wegnehmen, außer bei den Ärmeln, die ich nach der Änderung merkwürdigerweise problemlos einsetzen konnte. An Stelle des edel schimmernden, grauen Möbelstoffs aus 100% Kunstfaser habe ich einen Baumwollstoff verwendet, denn ich in einer Ausgabe der Zeitschrift „fashion style“ entdeckt habe und der bei einer Modenschau der Designerin Stella Jean zu sehen gewesen ist. Da die Mauersegler schon eine Weile da sind, ist für mich bereits Sommer, auch wenn sich das erst jetzt an den Temperaturen zeigt. Vielleicht ist es ja auch schon zu warm für ein Kleid mit langen Ärmeln, aber ich finde die Schwalben darauf so hübsch und die Farben so toll, da musste ich bei der 20%-Rabatt-Aktion letztes Jahr einfach zugreifen.

Für das Originalmodell ist übrigens kein Gürtel vorgesehen, aber ich habe trotzdem einen genäht, um das Kleid unterschiedlich tragen zu können; und mit Gürtel finde ich das aus blauem Schwalbenstoff um Längen cooler (das graue Kleid aus Möbelstoff dagegen mag ich lieber ohne Gürtel). Hier nochmal der Vergleich:

 

Version a) mit Gürtel – diesmal auf der Rückseite  

Kleid mit Gürtel 2

– und Version b) ohne Gürtel.

Kleid ohne Gürtel