Weihnachtskleid-sew-along-2017 : Wir sind neugierig, und uns interessiert euer Zwischenstand.

 


 

Heute, am 10. Dezember, treffen sich alle Teilnehmerinnen am Weihnachtskleid-Sew-Along zum dritten Mal und präsentieren, wie weit sie mit ihrem Kleid oder anderen festlichen Kleidungsstücken hier, in der Sew-Along-Galerie mit Berichten der anderen Mitstreiterinnen.

 

Und nun zu meinem Zwischenstand

 

War ja klar, dass das nicht passt.“Das war mein erster Gedanke, als ich die drei Teile (Oberteil, Schößchen, Rock) auf die Puppe zog. Am Oberteil musste ich nichts mehr ändern, aber am Bund war der Rock viel zu weit: So viel zum Resultat meiner Anprobe am 26. November, dem Tag des zweiten Treffens beim Weihnachtskleid-SewAlong. Dabei hätte es schon geholfen, die Teile mit Reihfaden aneinanderzuheften und dann anzuprobieren. Was ich dann auch tat – und siehe da: nachdem ich am Reißverschluss einen halben Zentimeter Stoff zugegeben hatte, passte es dann doch.

Und so bin ich mit dem eigentlichen Weihnachtskleid fertig, das alles andere als perfekt aussieht. Was daran alles nicht so ganz schön ist, folgt nach den Fotos – die ich gestern abend im Flur geschossen habe, weil ich nicht weiß, ob ich es mit dem Aufbau des Weihnachtsbaumes bis zum 23. Dezember schaffe. Deshalb erst mal die Vorderansicht:

03 rosa Kleid 1

 

Und jetzt das Werk von der anderen Seite, bei dem man halbwegs erkennen kann, was nicht stimmt.

 03 rosa Kleid 2

 

Weil die Nahtzugabe von einem auf einen halben Zentimeter schrumpfte, schlossen Stoff- und Reißverschlusskante nicht mehr bündig ab, was das Einsetzen des Reißverschlusses nicht ganz so einfach machte. Und weil sich der Oberstoff zurückzog (warum auch immer), klafft er am Reißverschluss um einige Millimeter auseinander.

Nahtverdeckt sieht anders aus, und wo der „Entenbürzel“ herkommt, also die Falte unterhalb des Schößchens, die wie eine Pfeilspitze nach unten zeigt, ist mir auch ein Rätsel. Die Rundung des Schößchens hinzubekommen, ist mir auch nicht so ganz gelungen, und auch der Rocksaum hätte schöner aussehen können… Aber vielleicht kann Bügeln Abhilfe schaffen. Und bei dem Anlaß, an dem ich es tragen möchte – ein Gospelkonzert am 25. Dezember – habe ich eine Jacke oder einen Mantel drüber.

Theoretisch hätte ich mich nun bis zum Finale am 23. Dezember entspannt zurücklehnen können, aber weil mir das Modell mit den Ärmeln gefiel, habe ich Oberteil und Rock noch einmal aus dem in Stuttgart gekauften Übungs-Jersey zugeschnitten, um herauszufinden, ob der Schnitt auch mit dehnbaren Stoffen funktioniert.

 

 

Wie die Fotos beweisen, hat es das. Auch dieses Kleid ist fertig geworden.

 

03 schwarzweißes Kleid 1

03 schwarzweißes Kleid 2

 

Das Schöne am Jersey ist, dass ich die Nahtzugaben nicht versäubern musste, ich keinen Reißverschluss einnähen musste, weil es sich mitdehnt und dadurch sehr bequem ist. Also der ideale Begleiter für gemütliche Stunden auf dem Sofa oder für die Schlemmereien an Silvester, das ich dieses Jahr mit mehreren Leuten zu Hause feiere.

Und obwohl ich zwei Wochen vor Weihnachten damit fertig geworden bin, werde ich auch beim Finale mit dabei sein.

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12 Colours of Handmade Fashion : Dezember – Schwarz

 

Eigentlich hatte ich mich schon entschieden, bei der Novemberausgabe der 12 Colours of Handmade Fashion Schwarz zur Farbe meiner Wahl zu erklären, doch jetzt ist Schwarz zur Farbe für den Dezember geworden, und so lasse ich den November sausen und gebe dem Dezember den Vorzug. Leider ist dieser dann auch der letzte; nicht nur als Monat im Jahr, sondern auch, weil es nach den „12 Letters-“ und „12 Colours of Handmade Fashion“ im kommenden Jahr bei tweedandgreet keine mehr geben wird.

Deshalb habe ich mich entschieden, bei der Abschlußchallenge im Dezember mit einem asymmetrisch genähten Jerseykleid in Schwarzweiß an den Start zu gehen.

Nachdem ich das Kleid für den März fertig hatte, wollte ich das gleiche Modell noch einmal mit einem anderen Muster und habe mir einen wildgemusterten Jersey ausgesucht. Hier nochmal das Original:

(Bildquelle: https://i.pinimg.com/736x/d7/f9/e4/d7f9e4264c9663931728dce5e1ee3aa9–burda-patterns-dress-patterns.jpg)


 

Und das ist dabei herausgekommen:

01 Black 1 Dusche

Nein, ich habe keine Dusche im Garten genommen, auch wenn ich keinen besseren Platz als den neben der Gartendusche gefunden habe.


 

Hier sieht man von dem Muster etwas mehr:

 

01 Black 2

 

Und auch wenn ich von diesem Stoff noch zwei Meter im Schrank habe, so weiß ich noch nicht, ob ich in nächster Zeit noch etwas anderes daraus nähe oder sogar ganz bei Schwarz bleibe.

Jedenfalls hat mir Selmins Langzeit-Challenge sehr gut gefallen, und ich möchte mich noch einmal herzlich dafür bedanken.

Weihnachtskleid-sew-along-2017 : Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

 


Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… äh, nein, noch ist nicht mal der erste Advent, aber bereits das zweite Treffen zum Weihnachtskleid-SewAlong, der dieses Jahr von Claudia, Katharina und Nina ausgerichtet wird – und bei dem ich heuer zum ersten Mal dabei bin.

…………………

Ausgesucht habe ich mir als Weihnachtskleid ein Modell aus dem aktuellen Heft von „Brigitte Kreativ“, das bei mir aber nicht schwarz, sondern pink sein wird. Besser gesagt: eine Mischung aus Fuchsia und Magenta (so wird’s ungefähr aussehen):

02 Modell

Und hier nochmal das Vorbild:

01 Modell

 

Weil der hauchdünne Stoff in Magenta zum Doppeln aber nicht reichte, brauchte ich also dringend noch eine festere Stofflage zum Unterfüttern. Warum ich aber auf die Idee kam, ausgerechnet pinke Baumwolle zu kaufen, ist mir im Nachhinein schleierhaft. Mein Schwager meinte, die Farbe der Baumwolle sei Schweinchenrosa, während der Oberstoff eher zu Telekomrosa tendiert.

 

02 Color Block

 

Übereinandergelegt kommt aber dabei trotzdem eine schöne Farbe heraus, und so habe ich heute mit dem Vorbereiten der zugeschnittenenen Teile begonnen. Insgesamt neunmal habe ich ein schweinchenrosa Baumwollteil mit seinem sehr transparenten Partner in Magenta (wie das Bild zeigt) aufeinandergelegt und dann knappkantig mit Zickzackstick aufeinandergenäht, denn versäubern musste ich die Teile sowieso, als da sind: Oberteil vorne, Oberteil hinten (zwei Teile), Rock vorne, Rock hinten (zwei Teile), Schößchen vorne und Schößchen hinten (zwei Teile).

Durch das Versäubern vor dem eigentlichen Nähen entfällt das umständliche Gefummel mit den Nahtzugaben hinterher, und die Teile bleiben beim Nähen besser aneinander haften. Und weil ich gerade so schön in Schwung war, habe ich bereits mit dem Nähen begonnen. Leider wurde ich aus der Anleitung nur so weit schlau, dass ich wusste, in welcher Reihenfolge ich die Teile zusammensetzen musste. Manche Ausdrücke wie „anstaffieren“ dagegen bleiben für mich leider genauso rätselhaft wie manche Nähanleitungen in der Burda.

Trotzdem bin ich gut vorangekommen; was noch fehlt, ist der Reißverschluss, die Armausschnitte und die Säume an Rock und Schößchen; da ich die besonders schön haben möchte, ist hier viel Nähen von Hand angesagt, was mich am meisten Zeit kosten wird – hier mal ein Ausblick auf das Oberteil, an dem man nochmal den Farbunterschied deutlich sehen kann: 

 

02 Oberteil

 

Ob das Kleid passt oder ob ich einen neuen Versuch mit Jersey wage, ist dann ein Fall für den nächsten Termin am 10. Dezember – hier nochmal die beiden noch ausstehenden:

 

10.12.2017 – Wir sind neugierig, und uns interessiert euer Zwischenstand.

23.12.2017 – Das große Finale!

 

 

Und nun springe ich hinüber zur großen Sew-Along-Galerie, die sich schon ordentlich gefüllt hat mit Berichten der anderen Mitstreiterinnen.

Weihnachtskleid-sew-along-2017 : Wir haben so viele Ideen!

 


 

Während ich meine Teilnahme am diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Along, auf dem MeMadeMittwoch-Blog ankündigte, stand auch für mich schon fest, welches Kleid der drei Modelle aus dem aktuellen Brigitte-Kreativ-Sonderheft nähen möchte: das Etuikleid mit Schößchen (Modell 2), bei dem ich leider nicht erkennen kann, aus was für einem Stoff es genäht wurde. Als Material wird hier lediglich „Stoff“ angegeben.

 

01 Modell Foto

01 Modell

 

Ob Webware oder dehnbar, das kann ich auf den Bildern nicht erkennen. Bevor ich jetzt aber trotz meinem gut gefülltem Stofflager nochmal extra Geld für neuen Stoff ausgebe, greife ich dann doch lieber zu zwei Jerseycoupons, die ich dieses Jahr beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart „zu Übungszwecken“ gekauft habe.

 

01 Stoff

 

Damit greife ich dann zwar dem kommenden Termin vor („Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff“), aber wenn’s schiefgeht, habe ich dann wenigstens noch Luft nach oben und kann mir aus meinen Kisten ein anderes Schätzchen herausfischen. Und das sind die restlichen Termine des Sew-Alongs, der von Claudia, Katharina und Nina organisiert wird:

 

26.11.2017 – Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

10.12.2017 – Wir sind neugierig, und uns interessiert euer Zwischenstand.

23.12.2017 – Das große Finale!

 

Bleibt nur zu hoffen, dass mein schwarz-weißes „Kleines Schwarzes“ so werden wird, wie ich es mir vorstelle, aber wie ich sehe, geht es mir damit nicht nur mir so, denn es sind bereits einige Mitstreiterinnen am Start. Have fun!

 

 

Weihnachtskleid-sew-along-2017


 

Seit ein paar Jahren gibt es beim MeMadeMittwoch den Weihnachtskleid-Sew-Along, und noch nie war ich dabei mit von der Partie. Ein Kleid extra für Weihnachten war etwas, das ich mir für mich nicht vorstellen konnte, weil es bei uns eher leger mit Extrem-Couch-Relaxing zugeht. Aber dieses Jahr bin ich an Silvester nicht allein zu Haus, sondern feiere auswärts – da hätte ich es dann doch etwas schicker. Deswegen nehme ich dieses Jahr gerne teil an diesem Sew-Along, der von Claudia, Katharina und Nina organisiert wird – mit folgenden Terminen:

 

19.11.2017 – Wir haben so viele Ideen!

26.11.2017 – Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

10.12.2017 – Wir sind neugierig, und uns interessiert euer Zwischenstand.

23.12.2017 – Das große Finale!

 

Mal sehen, wer noch alles dabei ist, und vor allem: mit welchen Kleidern. Bei mir wird es eines der drei „Kleinen Schwarzen“ in der letzten Ausgabe von Brigitte Kreativ  werden, aber nicht in Schwarz. Vielleicht in Weiß mit schwarzem Muster oder ganz pretty in Pink. Das entscheide ich aber erst, wenn ich weiß, wieviel Stoff ich dafür brauche.

 

# 12 colours of handmade fashion im Januar : Neues vom Tauschtisch

 


Grün nov 04

 

Das Prinzip des Tauschtischs habe ich bei der AnNäherung in Bielefeld kennengelernt: Jeder legt etwas, das nicht mehr gebraucht wird, wie z.B. Stoff, Kurzwaren oder Schnittmuster, auf einen Tisch und darf sich dafür etwas anderes, mitnehmen. Beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart im April 2016 fand auf diese Weise ein Stoff mit Schottenkaro den Weg zu mir. Da lag er dann bis zum Sommer, bis ich ein Kleid daraus machte, dessen Schnittmuster ich bereits schon einmal ausprobiert hatte: ein Etuikleid mit V-förmigem Rückenausschnitt, Modell #115 aus Burdastyle 04/2016   , das ich zusätzlich noch mit einem sich dehnenden Futterstoff gefüttert habe.

Fertig wurde es dann leider doch nicht, und so lag es dann erst mal über ein Jahr lang „auf Eis“, bis ich es jetzt endlich aus seiner Versenkung hervorgeholt habe, um es fertigzustellen; passend zum Start der neuen Staffel von „Outlander“, die größtenteils in Schottland spielt. Also habe ich während der ersten Folge die noch losen Säume von Hand befestigt: ein unvollendetes Projekt weniger und ein Teil mehr für die 12 colours of handmade fashion auf Selmins Blog tweedandgreet.

 

 

 

Grün

 

Jeden Monat ist dabei eine andere Farbe dran, die in unserer selbstgenähten Kleidung auftauchen soll, ob als Solodarsteller in uni oder als Bestandteil eines Musters, zusammen mit anderen Farben.

Da „12 colours…“ als Langzeitprojekt angelegt ist, kann man sein Werk (oder auch gerne mehrere) auch später noch auf seinem Blog präsentieren und bei tweedandgreet im entsprechenden Monat verlinken. Welche Farben bisher dran waren, zeigt diese Aufstellung:

Januar : Grün

Februar : Beige

März : Rosa

April : Gelb

Mai : Weiß

Juni : Blau

Juli : Rot

August : Lila

September : Orange

Oktober : Grau

 

Zwar besteht das Muster meines „neuesten“ Kleides aus mehreren Farben, aber da die größten Karos grün sind, verlinke ich es mit dem Januarbeitrag .

12 colours of handmade fashion : Fade to grey …

 


 


 

Unter dem sinnigen Titel „Grau ist das neue Schwarz“ ist dieses Jahr am 19. Februar von mir ein Beitrag zum MeMadeMittwoch erschienen, der ganz wunderbar zu dem Monatsmotto der 12letters of handmade fashion auff Selmins Blog tweedandgreet passt –

Oktober : Grau !

Von wegen „Goldener Oktober“. Das Kleid habe ich inzwischen insgesamt vier Mal aus jeweils anderen Stoffen genäht. Wäre der Stoff nach mehrmaligem Waschen nicht schon von Auflösungserscheinungen bedroht (Ausfransen und so…), würde ich das Kleid sicherlich öfters tragen und natürlich auch waschen. Und sowas nennt sich nun Möbelstoff! * beleidigt aus der Wäsche guck* … Die ganze Story gibt es hier nochmal zum Nachlesen.

 

12 Colours of handmade fashion – rosa : endlich das passende Kleid zum Schuh

112 streifen.JPG


 

Rosa ist eine Farbe, die man selten in meinem Kleiderschrank antrifft, sieht man mal von dem ab, was geschah, als mir versehentlich ein roter Waschhandschuh zwischen die 60°C-Wäsche geraten war… kaum zu glauben, dass ich als Teenager mal eine schwarz-rosa Phase hatte. Genug der Vorrede, denn genau um diese Farbe ging es bei tweedandgreet im Monat März.

 

Dank des Tauschtischs auf der AnNäherung Süd in Würzburg gelangte nicht nur ein Burda-Heft, sondern auch eine große Bahn eines bi-elastischen Jerseys in meinen Besitz, der in folgenden Farben geringelt ist: weiß, grau, schwarz, khaki oder oliv? – und rosa. In dem Heft aus dem April 2014 fand ich dannn auch das Kleid, das ich schon lange einmal nähen wollte: ein asymmetrisches Schlauchkleid mit verschieden geformten und in unterschiedlicher Höhe und Weise eingenähten Ärmeln (Modell 112), von dem ich überzeugt war, dass man das unmöglich so anziehen könne; schließlich sind Fotos für mich nicht gerade aussagekräftig, weil doch oft irgendeiner mit irgendwelchen Tricks arbeitet… In irgendeinem Blog hatte ich aber von den Erfahrungen mit diesem Modell gelesen, und diese waren dort ziemlich positiv ausgefallen. Das Kleid auf dem Foto ist aus Cloqué genäht worden, aber warum nicht mal einen anderen elastischen Stoff verwenden.

kleid 112 april 14

Um es kurz zu machen: So, wie die Ärmel in dem Oberteil sitzen, sieht es zwar sehr merkwürdig aus, aber das Kleid trägt sich überraschend gut und sieht gar nicht mal so übel aus – sogar zu meinen Schuhen, die ich meistens zu Hosen trage, passt das Kleid ganz ausgezeichnet, weil sich deren Farbe in einem Teil der Streifen wiederfindet. Nur der große Kragen, den ich nach Belieben immer wieder neu drapieren kann, ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig. Einzig er wird mit einer französischen Naht geschlossen, was für mich ebenfalls eine Premiere war.

112 an der Puppe

Die Asymmetirie des Kleides zeigt sich im Schnitt, der im Prinzip aus zwei Teilen besteht: ein einzelnes Teil für die Vorder- und Rückseite, das im Stoffbruch zugeschnitten wird – und ein Ärmel (der wiederum wurde von mir später nochmal „zerlegt“, indem ich die in die Schulterkugel gehörende Rundung abgeschnitten habe – denn der linke Ärmel, der ein ganzes Stück tiefer eingesetzt werden soll, ist am oberen Rand ziemlich gerade und nicht gerundet).

 

Während der rechte Ärmel wie üblich eingsetzt wird, muss man das im Stoffbruch liegende Teil im 90°-Winkel zum Fadenlauf einschneiden und den kürzeren Ärmel in dieses so entstandene Loch der kürzere Ärmel einnähen. Hinzu kommt noch eine Raffung in Hüfthöhe auf der rechten Seite – et voilà: Fertig ist das stylische Nachthemd, äh, Kleid, das ich ohne Gürtel getragen habe – im Gegensatz zu der Dame auf dem Foto.

 

 

 

 

 

 

 

AnNäherung 2017 inWürzburg

 


Bei dem zum dritten Mal stattfindenden von Alexandra organisierten Nähwochenende in Würzburg – AnNäherung Süd genannt – war ich dieses Jahr zum zweiten Mal dabei; letztes Jahr musste ich aus familiären Gründen in letzter Sekunde absagen. Da ich mich aber noch sehr gut an die rar gesäten Parkmöglichkeiten erinnern konnte, bin ich mit dem Zug angereist und konnte deshalb nur wenig Gepäck mitnehmen: Nähmaschine, Handtasche und Rollkoffer, angefüllt mit dem absoluten Minimum (zugeschnittene Teile, Kleidung für zwei Tage und Kulturbeutel) – mehr geht einfach nicht. Was aber völlig in Ordnung ist, wenn man vorhat, nur ein Teil zu nähen und zwischendurch auch noch etwas von der Stadt sehen will.



Beim letzten Mal war ich nämlich fast nur in der Jugendherberge gewesen – das wollte ich diesmal anders haben. Das Tolle an der AnNäherung ist nämlich, dass man unter all den netten Teilnehmerinnen immer Gleichgesinnte findet; in diesem Fall zum Bummeln nach dem Mittagessen am Samstag, weil das schöne Wetter zum einen zu verlockend war und weil ich zum andern unter einer kurzzeitigen Flaute litt. Stolz wie Bolle hatte ich nämlich die Seitennähte meines Kleides in einem Rutsch durchgenäht und mich gefreut, dass ich diesmal am Saum keinen Versatz hatte… um festzustellen, dass ich ja eigentlich noch Taschen einnähen wollte. Fail!

Trotzdem nähte ich erst einmal die Ärmel ein, damit ich am angezogenen Modell die Stelle, an der die Taschen sitzen sollte, besser ermitteln konnte. Wie schnell ist es mir nämlich schon z.B. bei einem Rock passiert, dass ich sie viel zu weit unten in der Seitennaht plaziert hatte. Ein Fehler kommt aber selten allein, und so war der nächste Schuldige ein falsch herum eingesetzter Taschenbeutel, bei dem die Spitze anstatt der Rundung nach unten zeigte. Ja, es stimmt schon: in solchen Momenten ist der Nahttrenner der kleine Held der Stunde. Dieser hatte dann zum dritten und letzten Mal seinen Einsatz, als ich bei den Ärmeln nicht auf die Naht der angenähten Ärmelrüsche geachtet hatte. Die soll im Idealfall auf die Seitennaht treffen; nun aber prangte sie gut sichtbar auf dem Oberarm. Dennoch war ich am Samstagabend nach dem Säumen von Hand mit meinem Kleid so früh fertig, dass ich noch einen Bindegürtel nähte.

The result is:

MMM Blau 01

Der Rest des Abends war dann nur noch zum Quatschen, Stricken und Weintrinken da, und während am Sonntagmorgen noch fleißig bis zum Mittagessen weitergenäht wurde, ließ ich mir ausgiebig Zeit und trank noch einen Kaffee mehr. Fotosession mit Frau H aus E vor der Jugendherberge inclusive. Genäht habe ich übrigens einen Mix aus zwei Kleidern der burdastyle 2/2014: Vorder- und Rückenteil von Kleid Nr. 113 (wie hier) …

02-streifenkleid-grau

… die Ärmel von Kleid Nr. 112 (klick the link) – der Gürtel ist eine Zugabe von mir und war von Burda nicht vorgesehen, frei nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“.

Passend gemacht wurde an diesem tollen Wochenende so einiges, und es entstanden viele schöne Kleidungsstücke, angefangen bei Kleidern und Röcken, über Hosen, einem Pyjama und Mänteln bis hin zu einem atemberaubend schönen Abendkleid für eine demnächst anstehende Hochzeit.

Berichte dazu findet ihr hier, bei mamamachtsachen.

Me Made Mittwoch : Mein neues Teil von der AnNäherung Süd.


 

Für alle, die es noch nicht gesehen haben – das Kleid, das ich bei der AnNäherung Süd am vergangenen Wochenende im sonnigen Würzburg genäht habe, war heute mein Outfit des Tages.

 

MMM Blau 01

 

Das Foto ist am Sonntagmorgen vor der Jugendherberge aufgenommen und erscheint hier in Ermangelung an vernünftigen Tragefotos von heute. Aber ich schwöre, ich hatte das Kleid heute an – mit einem dünnen, kurzärmeligen Rolli in Schwarz drunter, weil der Halsausschnitt weiter als bei meiner übrigen Kleidung ausfällt.     

Das Modell ist das Kleid Nr. 112 aus der Burda 2/2014    – und meine Füße steckten nicht in roten, sondern in schwarzen Stiefeln: den Stilbruch habe ich meiner Erkältung zu verdanken. Eine letzte Kurzinformation zum Schluß: 68 weitere Nähfreundinnen zeigen ihre Kreationen hier – in der MMM-Galerie.