Nix für Lemminge – Mustermix: A-Hörnchen oder B-Hörnchen?

Bin ich ein A-Hörnchen oder ein B-Hörnchen? Komische Frage, oder? Denn eigentlich hätte ich ja schon was, aber es ist noch nicht ganz fertig. Es handelt sich um ein Kleid in Rot-Weiß, über dessen Werdegang ich zuletzt hier berichtet hatte. „Rot Weiß Olé Olé Olé“? Wohl eher „Aua!“ – denn seit ein paar Tagen habe ich mit einer üblen Verspannung zu kämpfen, und am Sonntag waren wir mit Freunden zum Oldtimergucken auf dem Klassikertreffen an den Opel-Villen in Rüsselsheim. Daher war’s mit dem Nähen an der Maschine erst mal Essig, aber gestern abend konnte ich mich dann doch noch aufraffen, wenigstens den Saum umzunähen.

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(auf dem Bild ist der Saum noch im vorherigen Zustand zu sehen). Nun muß ich nur noch Oberteil und Rock aneinandernähen und die Kanten an Hals- und Armausschnitten verschönern. Vielleicht nicht ganz so akribisch wie in der Burda beschrieben, die auch eine für mich ganz merkwürdige Verschlußlösung des Oberteils anbietet. Nun ja, vielleicht funktioniert das ja mit dem „Verschlußuntertritt“ (heißt das da wirklich so?) bei festeren Stoffen – bei dem von mir gewählten „Chiffon“ kann ich mir das nicht vorstellen.

A propos „vorstellen“. Was die anderen fleißigen Schneiderlein zur A-Premiere bei mamamachtsachen präsentieren, gehe ich mir jetzt gleich anschauen, bevor ich mir die Vorschau aufs nächste Thema gönne.

 

 

Rot-Weiß Olé Olé OIé

So, nachdem die Krise vorbei ist, habe ich das Problem des 12 cm zu weiten Bundes so gelöst, dass ich einfach vier Fältchen am Bund angebracht habe, wobei mir das Streifenmuster eine große Hilfe war; denn wie es der Zufall so will, ließen sich die 3 cm pro Falte ganz einfach durch Orientierung an den Streifen abmessen. Und das oversized geschnittene Oberteil habe ich auch erst einmal nur vorgeheftet, bevor ich beide Teile endgültig aneinander feststeppe. Und so sieht das am Rücken (der für mich kniffeligste Part) in der Nahaufnahme aus:

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Jetzt rätsele ich noch, ob ich Oberteil und Rock tatsächlich rechts auf rechts aneinander feststeppen soll oder das Oberteil einfach in den Bund stecken und dann feststeppen. Hier schon mal die Ansicht, wie das an mir aussieht:

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Was ich mir vielleicht auch noch spannend vorstellen könnte, wäre ein Taillengürtel aus rotem Stoff (derselbe wie das oben abgebildete Rockteil), der wie ein Obi aussieht. Außerdem habe ich nach der Anprobe meiner blauen Retroshorts aus den 80er Jahren, genäht nach einem Sixties-Schnitt (oder war der doch aus den Fünfzigern?), Laune bekommen, noch ein Stück geblümten Stoff zu verbraten, um daraus ein Oberteil zu machen – das wäre dann aber stilistisch eher in den Seventies angesiedelt.

Trotzdem habe ich fast schon ein schlechtes Gewissen, daß mein Kostümjäckchen immer noch im Keller vor sich hin schlummert. Da ich aber demnächst noch nicht feiere, sondern erst im Advent, kann ich die Fertigstellung theoretisch auch noch ein wenig vertagen – denn der Sommer ist ja noch lang.

Nix für Lemminge 03 – Mustermix : Ich habe einen Entwurf und kriege gerade die Krise

So, nachdem mich eine Sommergrippe, gefolgt von einer Hitzewelle lahmgelegt hat, kann es nun endlich wieder weitergehen, und zwar bei Alex von mamamachtsachen – etwas verspätet zur A-Premiere. Ja, es gibt nicht nur bei WM-Spielen Verlängerung, sondern auch hier, für alle, die es zeitlich nicht schaffen. Diese Befürchtung habe ich bei meinem Projekt, ehrlich gesagt, auch. Und zwar, weil ich gerade mitten in einer fetten Krise stecke. Die Teile habe ich nach Anleitung zugeschnitten und so weit wie möglich zusammengenäht. Zu meiner Freude hat das Material ausgereicht. Sogar den unvermeidlichen nahtverdeckten Reißverschluß habe ich eingesetzt und mich an einem Gehschlitz (*hüstel*) versucht.

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Doch jetzt habe ich ein ziemliches Problem. Nein, nicht der Fadenlauf ist daran schuld, sondern das Kleid ist mir zu weit geworden, und das, obwohl ich für meine Maße Konfektionsgröße 38 ermittelt habe. Kann es wirklich sein, daß ich mich so vertan haben soll? Anstatt sich an die Taille zu schmiegen, rutscht der Rockbund auf die Hüfte.

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Ein Hüftrock? Hm – in Kombination mit dem kurzen Oberteil offenbart sich das ganze Dilemma:

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Da klafft jetzt eine ziemliche Lücke. Und einfach nur nach oben gezogen, sehe ich aus wie eine Tonne!

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So’n Schiet. Kein Wunder, dass ich so bedröppelt aus der Wäsche gucke. Aber was tun? Abnäher sind schon gesteppt. Vielleicht helfen zusätzliche winzige Falten? Momentan bin ich ratlos und hoffe, dass ich bis zum 1. Juli zur B-Premiere ein Stück schlauer bin..

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Schnipp Schnapp! Die Fäden sind ab…

Der Plan: Ich pause jetzt erst mal die Schnitteile für Bluse und Rock ab,. Dann versuche ich, brauchbare Teile aus der zerlegten Bluse herauszuschneiden. Ärmel werden nicht benötigt, und der Rücken müßte auch genügend Stoff hergeben. Hier die Maße: für den Rücken habe ich eine Breite von ca. 65 cm und eine Höhe von ca. 50 cm zur Verfügung. Das Vorderteil besteht aus zwei Hälften zu je ca. 32 cm Breite. Die Höhe kann ich erst mal außen vor lassen, weil die Bluse einen leichten Rundhalsausschnitt hatte. Ärmel werden vorerst nicht benötigt. Beim Rock habe ich mehr Glück. Das zu verarbeitende Stoffstück mißt 155 cm in der Breite und 107 cm in der Höhe, was mehr als ausreichend sein müsste.

 

Die Umsetzung: Nicht unwichtig ist das Material, auf das ich die Schnitteile pausen möchte. Früher habe ich es mit dem Rändelrad aus meinem Nähkästchen und Zeitungspapier probiert, bin aber bald davon abgekommen, als ich festellen mußte, dass davon mit der Zeit die Schnittmusterbögen so perforiert wie ein schweizer Käse aussehen und auseinanderzufallen drohen.

 

Dann habe ich mein Glück mit Baufolie versucht, war aber wenig erbaut davon, weil das dünne Zeug dank elektrostatischer Aufladung überall haften bleibt, bevor ich es schaffe, das Zeug mit Sprühkleber auf Packpapier aufzukleben. Außerdem bleiben Markierungen darauf nicht lange haften, und wie lange es dauert, bis sich die Folie wieder von dem Papier löst, möchte ich lieber nicht wissen.

 

Deshalb benutze ich jetzt Dampf- und Windsperre aus dem Baumarkt. Davon war noch ein Rest von unserer letzten Renovierung übrig, und bevor wir den wegwerfen, findet er jetzt beim Anfertigen von Schnittmusterteilen seine Verwendung. Das Zeug ist stabil und trotzdem durchsichtig genug, um sämtliche Markierungen vom Bogen darauf zu übertragen, und das Zuschneiden mit einer gewöhnlichen Haushaltsschere ein Klacks.

 

An dieser Stelle gibt’s jetzt schon mal ein paar Aufnahmen von dem Ergebnis meiner Auseinander- und Zuschneideaktion

 

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Das Rückenteil ist schon mal groß genug, um passend gemacht zu werden.Bei den beiden vorderen Hälften ist Tetrisspielen mit dem Schnitteil angesagt, denn es passt mit Ach und Krach gerade so drauf, vorausgesetzt, ich ignoriere die Richtung des Fadenlaufs und bin bei der Nahtzugabe sparsamer als die Anleitung es vorsieht.

 

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Ich hoffe nur, dass das jetzt keine Fehlentscheidung war.

 

 

„Dem Amateur *) ist nix zu schwör“ oder „Wie ich zu meinem Entwurf kam.“

Habe ich bis zuletzt noch darüber nachgebrütet, was es nun wohl werden soll und mit mir gehadert, welchen meiner Entwürfe ich verwirklichen soll, ist jetzt der Würfel gefallen. Mein Outfit soll aus zwei Mustern bestehen: ein Kleid, bestehend aus getupftem Oberteil und gestreiftem Rockteil. Mit meinem ursprünglichen Gedanken, aus der Bluse einen Rock zu zaubern, konnte ich mich – glaube ich – nie wirklich anfreunden, aber einige nette und hilfreiche Kommentare zu meinem letzten Beitrag vom 31. Mai haben den Anstoß dazu gegeben, mich umzuentscheiden. Letzten Aufschluß gab das Drapieren des gestreiften Stoffes um mich herum, vor dem Spiegel. Dafür an dieser Stelle, liebes beswingtes Fräulein, schon einmal meinen Dank für diesen Vorschlag.

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*) PS: Amateure sind die, die sich einer Sache mit Liebe widmen, ohne einen bezahlten Beruf daraus zu machen. In diesem Sinne wäre ich Amateur.

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Der nächste Schritt besteht nun darin, die Maße bzw. Stoffmengen für das von mir favorisierte Kleid zu ermitteln. Auch diesmal entwerfe ich es nicht selbst (obwohl die Aufgabe strenggenommen „Design it yourself“ lautet), sondern orientiere mich an einem Schnitt von 2011: das Modell 126 b aus der Burda Nr. 8, aus der Modestrecke „Zarte Töne“. Wie meistens, habe ich Links zu den entsprechenden Fotos gesetzt:

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1) Foto, auf dem das Kleid an der Frau getragen wird.

2) das Kleid mal solo

3) Und zum Schluß noch die technische Zeichnung

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Scheint auf den ersten Blick nicht besonders schwierig zu sein, lediglich der weite bzw. tieffallende Ausschnitt des Oberteils verlangt nach einem geeigneten Untendrunter, aber da werde ich garantiert auch noch fündig, egal ob rot oder weiß. Jetzt aber zu den Mengenangaben und Materialvorschlägen aus der Nähanleitung: Jersey für das Oberteil 145 cm breit, 0,55 m für alle Größen / Flanell für den Rock, 150 cm breit, 0,75 m – außerdem noch Futterstoff.

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Genäht hat das sogar schon jemand vor mir und für bürotauglich befunden, nämlich yvonnet auf ihrem Blog yvonnetsurreal – und da gibt es zu dem Kleid 126 a sogar einen Gürtel, wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann. Bei ihr ist es eine ärmellose Wintervariante aus der Reihe „50er Revival“ mit einem Rock aus Bouclé. Laut Burda ist für dieses Modell etwas Näherfahrung und/oder Zeit erforderlich. Näherfahrung habe ich. Aber Zeit? Ob drei bis vier Wochen reichen werden? Sofern mir nichts dazwischen kommt, müsste dieser Schritt zu bewältigen sein.

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Ach ja, übrigens – Modell 126 a und 126 b sind meiner Meinung nach das gleiche Modell, wenn ich mir die technische Zeichnung so anschaue; nur eben eiinmal mit Jersey & Bouclé (126 a) und einmal mit Jersey & Flanell (126 b) – aber weder das eine noch das andere klingt für mich sommerlich. Und ob ich in der Sommerausgabe wirklich ein Futter brauche, bezweifle ich auch noch. Dann doch lieber Chiffon mit Baumwolle.

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Bis zum 14. Juni (Motto „Ich habe einen Entwurf, aber wie setze ich das technisch um?“) möchte ich nicht warten, darum habe ich damit angefangen, die Bluse (Made in Turkey, bought & re-fashioned in Germany) zu sezieren. Das gng gut beim Fernsehen, dick in einen Skipulli und dicke Decken gehüllt. Hatschi! Die alles entscheidende Frage lautet nämlich für mich: Komme ich mit den Einzelteilen der Bluse hin oder muss ich mir doch eine andere Lösung für das Oberteilproblem suchen? Der nächste Schritt wird es zeigen.

Nix für Lemminge 03 : 31.05.2014 – Das soll’s wohl werden – Entwürfe

Nix für Lemminge 03 geht in die zweite Runde. Mustermix ist angesagt. Bei Alex von mamamachtsachen steht alles Wissenswerte zu dem neuen Design-it-Yourself-Projekt. Mindestens drei Mustert wollen miteinander kombiniert werden, was gar nicht so einfach ist.

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Ich habe mich für das Mixen von Mustern innerhalb einer Farbfamilie entschieden, und zwar für eine Sinfonie in rot, denn davon habe ich genügend Material – und zwar an Stoffen: 1) rot-weiß-beige-senfgelb gestreiften Kissenstoff & 2) ungefähr vier Meter Toile de Jouy, die vom Vorhangnähen übriggeblieben sind. Und fertige, vor Jahren gekaufte Kleidungsstücke warten folgende Teile auf ihren Einsatz: 1) eine weiße Bluse mit roten Tupfen, aus sehr dünnem Stoff & 2) ein rotes Jäckchen mit weiß-hellblauem Fantasiemuster, das vorn überkreuzt und mit zwei weißen Plastikknöpfen geschlossen wird.

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Eigentlich bestand mein Plan darin, von der weiten Bluse seitlich etwas Stoff wegzunehmen und die Ärmel zu kürzen oder ganz zu entfernen – dabei schwebte mir dieser Schnitt vor:

Pariser Chic“, made by Burda – als Kombination zu dem Jäckchen und einem Rock (entweder gestreift oder aus Toile de Jouy). Aber warum nicht aus der Bluse etwas anderes machen? Am besten etwas, wofür kaum Änderungen nötig sind. Auf youtube gab es vor einiger Zeit ein Tutorial, von dem man lernen konnte, wie man in Nullkommanichts ein ausrangiertes Herrenhemd in einen schicken Rock für die sommerliche Party verwandeln kann; deshalb habe ich probehalber die Bluse als Rock getragen und die Ärmel als Taschensimulation ach innen gestülpt .Das war ganz einfach, weil der Halsausschnitt genau meiner Taillenweite entspricht. Ein Unterkleid habe ich auch – also muss ich mir keine Sorgen machen, dass das Ergebnis zu durchsichtig sein könnte.

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Als verbindendes Element zwischen Rock und Jäckchen käme eventuell ein Oberteil aus Toile de Jouy in Frage – genäht nach einem Schnitt aus der April/Mai-Ausgabe der Zeitschrift „Meine Boutique (italienischer Stil)“.

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Weil ich aber noch unschlüssig war, habe ich am vergangenen Wochenende die Bluse mit dem Jäckchen zu einer weißen Hose und orangeroten lateausandalen getragen, und fand diese Kombination auch nicht übel.

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Nun bin ich genauso schlau wie am Anfang und stelle nun noch einmal beide Möglichkeiten einander gegenüber:

Variante 1: Oberteil aus Toile de Jouy,- getupfter Rock (ehemals Bluse) – gemustertes Jäckchen

Variante 2: getupftes Oberteil – Rock entweder gestreift oder aus Toile de Jouy – gemustertes Jäckchen

Die Variante 2 könnte ich mir auch als Kleid vorstellen, das in einer älteren Burda abgebildet war.

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Welchen Plan ich am Ende realisiere, hängt natürlich auch davon ab, ob die Stoffvorräte reichen – letzten Aufschluß gibt die Nähanleitung, aber wie auch immer ich mich entscheide, viel Zeit bleibt dann nicht mehr, denn bis zum Finale am 30. Juni soll alles fertig sein.

Grübel, grübel, und studier…

Damit der Mustermix einigermaßen harmonisch und nicht chaotisch oder gar wie gewollt und nicht gekonnt aussieht, habe ich mir überlegt, in der gleichen Farbfamilie zu bleiben; daher habe ich meine vielen Reste und umzuarbeitenden Kleidungsstücke in vier Gruppen eingeteilt und heute fotografiert. Bis Ende Mai habe ich noch Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, was ich eigentlich nähen möchte und am 31.05. meinen Entwurf bzw. meine Entwürfe zu präsentieren. Gar nicht so leicht, wenn das Angebot begrenzt ist und möglichst nichts zugekauft werden soll (außer Garn und Reißverschlüssen, falls nicht vorhanden).

Serie 1 „blau“ : ein fertiger Rock mit Streifen, ein Oberteil mit Rauten und ein geblümter Kopfkissenbezug sind die Ausbeute, die ich hier zusammen aufgenommen habe. Mir gefällt zwar das Geblümte zu dem Gestreiften, fürchte aber, dass das dann doch eine zu sichere Bank ist, denn nur ein Teil zu dem schon fertigen Rock mit zwei unterschiedlichen Streifenmustern zu nähen, wäre eine Aufgabe, die sehr leicht ist – eventuell wäre das ein Zusatzteil, was ich so nebenbei machen könnte.

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Serie 2 „schwarz-weiß“: Was auch immer es werden soll – die Kombination aus lauter grafischen Mustern gefällt mir auf den ersten Blick ganz gut, aber ich habe Bedenken, daß das Gesamtbild dann doch etwas zu trist wirken könnte.

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Serie 3 „rot“ : Der rot-weiß-beige-senfgelb gestreifte Stoff ist aus dem Rennen. Ich kann ihn nicht mehr wiederfinden. Statt dessen habe ich eine weiße Bluse mit roten Tupfen gefunden.

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Serie 4 „grün“: Welcome to the jungle. Mein grünes Top mit dem Reptildruck möchte ich nicht in diesen Genpool werfen, da es dort schon viel zu grün grünt. Äh, viel zu buntes Chaos verbreitet wird. Paisley & Blumen, Tiere und Früchte & zwei verschiedene Blattmotive? Hm. Ich bin da sehr skeptisch, ob das hinhaut.

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Das Paisleymuster muß in dieser Zusammenstellung auch nicht unbedingt sein, und den Dschungelprint werde ich vermutlich für ein anderes Projekt verwenden. Nun spiele ich doch mit dem Gedanken, es mit der Serie in Rot zu probieren.  Da wäre die vermaledeite Bluse. Die enger zu nähen, damit sie unter das Jäckchen paßt und sie mit einem Gürtel in Toile-de-Jouy zu versehen, wäre eine Überlegung. 

Schwarz-Weiß wäre die andere Option. Nur: was aus der karierten Hose fabrizieren? Ein Jäckchen? Ein Bolero? Ein Rock? Oder die Hose komplett enger nähen? Fragen über Fragen…

Nix für Lemminge – Teil 3 : Mustermix

Mustermix… ein zugegeben schwieriges Thema – denn denke ich an Kleidung zu diesem Thema, fällt mir als erstes die Marke „Desigual“ ein, deren Markenzeichen u.a. Mäntel aus verschieden gemusterten Stoffen sind:

http://img5.guna.de/img/artikel/img.d/kat.d/normal.d/20275-COd.jpg

Aber dieses Hippie’eske ist nicht so richtig mein Fall, da mir da „zuviel los ist“ (wie Guido Maria Kretschmer sagen würde). So ein Chaos auf dem Leib zu tragen, liegt mir nicht – da halte ich es doch eher mit dem Motto: „Wenn du unterschiedliche Muster miteinander kombinieren möchtest, bleib in der gleichen Farbfamilie“. Und da fängt das ganze Dilemma auch schon bei mir an. Aber erst mal der Reihe nach…

Alex von mamamachtsachen hat  im Rahmen von „Nix für Lemminge“ diesmal in der dritten von sechs Runden die Parole „Mustermix“ ausgerufen – und zwar zur Reise in die „wunderbare Welt der Ornamente, Reliefs, Rapports“. Selbst kreierte Muster oder bedruckte Werke gehen natürlich auch. Die Bedingungen aus der ersten Herausforderung gelten natürlich weiter: also: alltagstauglich und wo möglich aus dem eigenen Vorrat etc.“ – und der Zeitplan steht auch schon fest:

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17.05.2014 – Inspirationssammlung

31.05.2014 – Das soll’s wohl werden – Entwürfe

14.06.2014 – Ich habe einen Entwurf, aber wie setze ich das technisch um?

30.06.2014 – Finale

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Mitmachen wollte ich diesmal eigentlich nicht, weil mir drei essentielle Dinge fehlen. Nämlich Ideen, Zeit und Material, weshalb ich erst einmal die Notbremse gezogen habe. Dennoch läßt es mich nicht los, denn ich bin mir sicher, dass eine ausgiebige Recherche zumindest den ersten Punkt zwei auf ein Minimum reduziert. Zeit habe ich throretisch nur am Wochenende, wenigstens im Moment noch, da ich noch zwei Projekte laufen habe: die Fertigstellung meiner Kostümjacke und das Anfertigen von Vorhängen aus Toile de Jouyi. Bleibt noch die Frage des Materials, das – als Projektvorgabe – möglichst aus dem eigenen Bestand stammen und möglichst nichts nachgekauft werden soll. Dazu aber später mehr. Gehen wir zurück auf Anfang. Woher die Ideen nehmen?

Ich habe über einen längeren Zeitraum hinweg genügend Laufstegfotos ausgeschnitten – wenn ich da fündig werde, kleibe ich sie in mein persönliches Moodboard, das ich aber nicht auf meinem Blog zeigen kann. Denn Bilder hochzuladen, für die ich keine Genehmigung habe und die mir nicht gehören, kommt für mich nicht in Frage. Internet geht schneller mit der Recherche, und deshalb setze ich Links zu den entsprechenden Aufnahmen (ich glaube, das geht immer).

Abgesehen von Desigual, glaube ich, daß Designer wie z.B. Vivienne Westwood öfters mal auf das Mischen von Mustern setzt. Bevorzugtes Material? Tartanstoffe. Aufnahmen davon habe ich mir abgespeichert, müßte aber erst deren Grafikadressen ausfindig machen. Fange ich daher erst mal an mit Aufnahmen, die ich auf thesartorialist gefunden habe (witzigerweise besitze ich ein Buch dieses Fotografen, vielleicht werde ich darin fündig):

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http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/42814OCC0140Web.jpg

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Hier wurde zu einer orangen Hose mit schwarzem Blättermuster ein schwarz-weiß karierter Schuh kombiniert:

http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/4314owl3423web.jpg

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Oder verschiedene Strukturen miteinander:

http://images.thesartorialist.com/thumbnails/2014/04/11614Print9525Web.jpg

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An dieser Stelle fällt mir noch Smilla Dankert mit ihrer Seite andersanziehen ein – hier fotografiert sie Menschen in Köln und erzählt aus deren Leben – eine Seite, die ich immer wieder gerne besuche, weil sie mit viel Liebe und Freude gemacht zu sein scheint…

http://www.anders-anziehen.de/blog/130622_summerklaeng-1.jpg

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Aber hatte ich nicht geschrieben, dass mir das Wilde, mich an die Hippiezeit erinnernde, nicht so liegt und ich in einer Farbfamilie bleiben möchte? Wenn ich so darüber nachgrübele, fallen mir gleich vier Gruppen ein, die sich in meinem Fundus tummeln:

1.blau, 2. schwarz-weiß, 3. rot und 4. grün – Fotos der Stoffe folgen später, an dieser Stelle erst einmal eine Beschreibung, um welche Muster es sich handelt

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1. blau: Von meiner letzten Ideensammlung habe ich noch einen Rest Leinensack und einen Rest blau-weißen Baumwollstoff übrig, dazu könnte sich ein blau-weiß-roter Blumendruck aus den 60er oder 70er Jahren geselllen.

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2. schwarz-weiß: Ich besitze zwei gekaufte Kleidungsstücke zum Umarbeiten – ein ein etwas zu eng gewordenes Top mit grafischem Muster und eine Bäckerhose. Außerdem besitze ich noch einige Meter schwarz-weißen Kissenstoff, den ich mir 2011 in Berlin gekauft habe. Und zusätzlich noch den in meinem Nähsteckbrief abgebildeten Stoff von IKEA.

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3. rot: Auch hier existieren zwei vor Jahren in Schottland gekaufte Kleidungsstücke, die ich umarbeiten möchte: eine Boxershorts aus Baumwolle mit Schottenkaro und ein Wickeljäckchen mit Fantasiemuster. Außerdem besitze ich noch einen Rest von einer alten rot-weißen Baumwollhose mit dazu passendem Gürtel mit „Landhaus“-Print, rot-weiß-beige-senfgelben Stoff aus meiner letzten Ideensammlung und – falls vom Vorhangnähen noch was übrigbleibt Toile de Jouyi.

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4. grün: da sind die Möglichkeiten begrenzt. Ein nicht fertiggestellter Rock mit grünem Blättermuster auf schwarzem Grund. Ein alter Vorhang mit grün-schwarzem Blättermuster. Ein grünes, wildgemustertes Top von Orsay. Und zwei riesige Tücher von H&M mit Dschungelmotiv (Früchte & Vögel inmitten von grünen Pflanzen), aus denen ich mir letztes Jahr einen Kaftan nähen wollte, der aber am Ende aussah, wie ein überdimensionaler Frisierumhang.

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War nicht am Anfang sogar von Reliefs die Rede – also von unterschiedlichen Strukturen?Wenn ich richtig liege, könnte ich sogar auch Spitze einarbeiten – davon habe ich auch noch Reste mit blauen Einsprengseln. Das könnte ich mir gut zu Streifen und Blumen vorstellen. Dann hätte ich auch ein Pendant zu meinem Leinenrock aus der letzten Runde.

Das Schwarz-Weiße käme jedoch meiner Vorliebe für grafische Muster in klein entgegen, was auch unter dem Aspekt der Alltagstauglichkeit ein Pluspunkt wäre, weil ich sehr viel Weißes im Schrank habe, das ich im Moment miteinander kombiniere. Wenn der White-Allover-Look nicht mehr up to date ist, könnte ich meine vielen weißen Kleidungsstücke sehr gut damit kombinieren.

Bei Grün bin ich skeptisch. Ist zwar meine Lieblingsfarbe, aber der Mix, der mir vorschwebt, wäre so exotisch, dass ich ihn wohl dann doch nur im Sommer in meiner Freizeit tragen könnte. Bleibt noch Rot. Das trage ich aber so selten, dass mir dazu nichts vernünftiges einfallen will, obwohl meine Vorräte hauptsächlich in dieser Farbgruppe angesiedelt sind.

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Ich schwanke also zwischen Blau und Schwarz-Weiß. Was tun? Ich glaube, wenn ich die Fotos meienr Stoffarrangements gesichtet habe, sehe ich klarer. Fürs erste muß halt erst einmal dieser arg theoretische Beitrag genügen. Jetzt aber geht’s zu den anderen Mixern.

Nix für Lemminge 02 : „Verwandlung“ – Finale & Resümee

Nachdem ich am 26. April wirklich eine kleine Krise hatte, kann ich nun am heutigen Finale bei mamamachtsachen den Rock präsentieren, den ich (*angeb* *streb*) nach einer Nacht des Drüberschlafens, in der der Rock am Bügel aushängen durfte, tatsächlich fertigstellen konnte – nicht ohne am Abend mit gut durchbluteten (weil zerstochenen) Fingerkuppen müde und erschöpft, aber glücklich in die Federn zu sinken. Nun harre ich derer, die sich im Finale dazugesellen werden.

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Die Fertigstellung hatte es in sich. Denn am Sonntag habe ich mich dafür entschieden, den nicht so gut gelungenen Bund erst einmal so zu lassen, wie er ist, und den Gürtel aus dem blau-weißen Stoff zu nähen – passend zu der schon vorhandenen Schnalle eines uralten Koppelgürtels.

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Für die Gürtelschlaufen habe ich einen Rest von den Zuschnitten aus Leinen verwendet. Ich habe mich dabei aber nicht an die Nähanleitung gehalten, weil ich mit der nämlich so meine Schwierigkeiten hatte. Ob das Leinen zum Wenden (laut Anleitung sollte ich das mit den Schlaufen tun) geeignet ist, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Also sagte ich mir, wenn ich schon das Modell ändere, warum dann nicht auch die Details? Solch riesige Schlaufen wie in der Anleitung wollte ich nicht haben. Darum habe ich nach dem Versäubern der Ränder die Längskanten der Schlaufen bis zur Mitte eingeschlagen und mit dem größten Zickzackstich miteinander verbunden. Die Enden habe ich dann von Hand aneinander genäht und diesen so entstandenen Ring schließlich glattgebügelt, damit ich die Ober- und Unterkanten der Schlaufen besser am Rock verankern kann.

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Auch das Wenden des rechts auf rechts zum Schlauch genähten Gürtels ist mir im ersten Anlauf nicht gelungen. Also habe ich einfach den Stoff der Länge nach mittig gefaltet und habe eine Naht dicht neben die Längsfalte gesetzt. Danach mußte ich nur noch die versäuberten Kanten 0,5 cm nach innen einschlagen und dicht daneben eine weitere Naht setzen. Das ist zwar jetzt kein Schlauch, aber ein von Anfang an glatt liegender Gürtel, der ruckzuck gebügelt war. Zum Schluß habe ich dann kleine Fehler per Hand behoben. Dazu zählen neben dem Bund eine offene Stelle am Ende des Reißverschlusses uund das Verriegeln des Gehschlitzes. Was ich aus diesem Projekt gelernt habe, fasse ich nach den Tragefotos zusammen.

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Wenn ich so darüber nachdenke, so ist der Kauf von extrastarkem Garn unnötig gewesen, denn obwohl das Leinen sehr grob und dick ist, ist herkömmliches Garn völlig ausreichend; und ich mußte auch keine dickere Nadel einsetzen. Wider Erwarten bin ich sogar gut durch mehrere Lagen Stoff hindurchgekommen, auch wenn ich zwei Lagen des sehr groben Leinens miteinander vernähen mußte. Leider war dies beim Nähen von Hand ganz und gar nicht der Fall, und ich habe mir gefühlte 100 Mal in die Finger gestochen. Autsch!

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Ein weiterer Nachteil des von mir gewählten Leinens war, daß der Stoff so stark ausfranste, daß die zugeschnittenen Teile plötzlich unterschiedlich lang sind. Ist zwar nicht schön, muß man aber bedenken, bevor man die sie aneinander näht – nur so kann ich mir den mißglückten Bund erklären. Auf der anderen Seite ist das Schöne an Leinen, daß es sich mit höchsten Temperaturen und viel Dampf in jede von mir gewünschte Form bügeln läßt und daß Nähte aus hellem Garn fast überhaupt nicht zu sehen sind.

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Letzte Worte der Erkenntnis: Sechs Wochen für so ein Projekt kommen mir zu Beginn noch mehr als ausreichend vor. Theoretisch ist es möglich, zu jedem der vorgeschlagenen Termine ein Ergebnis zu liefern, doch dann darf wirklich kein zweites Projekt parallel geschaltet sein. Da bei mir gleich zwei Dinge ganz oben auf der Tagesordnung standen (Renovieren & Vorhänge nähen), kam ich mit der Zeit gerade so hin. Deswegen sollte ich mir gut überlegen, ob ich bald was neues anfange oder noch ein Weilchen warte; eine Pause einzulegen, kann nie verkehrt sein.

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Was die Pause angeht: Den Mustermix im dritten Teil des „Nix für Lemminge“-Projektes werde ich wohl nicht mitmachen, da mir zum einen Zeit und Material fehlen und zum anderen ich an mir wilde Mischungen nicht so gerne mag – ich bin da wohl eher ein Angsthase. Jetzt aber genug gequasselt, ab zum Feiertagstreff.

Nix für Lemminge 02 : „Verwandlung“ – Krise oder was?

Krise? Total! Nix ist wirklich fertig – außer ich mit den Nerven. So lautet mein Credo zum 26. April, der unter dem Motto „Krise oder was?“ stehen soll. Alex von mamamachtsachen hatte noch folgendes dazu angemerkt: „Ich hatte diesmal das Gefühl, daß uns der Termin mehr Arbeit gemacht hat, als den Prozeß vorangebracht hat. Ging’s Euch ähnlich? Dann streichen wir den und wer Krise hat und Hilfe braucht, schreit halt trotzdem laut.“

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Nun ja, schreien muss ich nicht. Das gibt die Stimme heute einfach nicht mehr her, denn seit Tagen plagt mich eine urerklärliche Heiserkeit, in Kombination mit einem Muskelkater in Schultern, Oberarmen und Fingern, der von ausgiebigen Renovierungsarbeiten herrührt. Momentan bringen wir unser Wochenendhäuschen, ein mit Holz verkleideter Trailer aus den 50er Jahren, auf Vordermann. Letztes Wochenende haben wir die alte Farbe von der Fassade geschliffen und anschließend neu gestrichen. Und da im Job momentan auch noch jede Menge Überstunden an der Tagesordnung sind, kam ich zum Nähen fast gar nicht. Wenn ich was genäht habe, dann die neuen Vorhänge für das renovierte Objekt. Wahrscheinlich wollte ich mich nur vor dem Einnähen des Reißverschlusses drücken *hüstel* … Ha ha.

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Eingenäht habe ich ihn heute – und das ist nur einer der Gründe für meine Krise, denn das wichtigste Utensil heute war der Nahttrenner. Den habe ich heute exzessiv eingesetzt, weil sich ständig Teile der Naht in den Reißverschlußzähnchen verfingen und ich diesen Malheur nur durch Auftrennen der Naht beheben konnte. Diesmal aber ging dabei nix kaputt. Es dauerte nur ewig, bis der Zipper drin war. Zwar nicht perfekt, aber präsentabel. Nur ein paar kleine Stiche von Hand sind noch nötig. Diese Hürde wäre gemeistert, aber fragt nicht nach Sonnenschein. Der war irgendwo draußen, während ich einen halbwegs brauchbaren Saum mit Gehschlitz herzustellen versuchte. Auch dieses Hindernis war nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte, denn der Saum ist gleichmäßig und kein bißchen schief. *Schweiß von der Stirne wisch* …

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Nun öffne ich die Büchse der Pandora. Das, wovon ich dachte, es gelänge mir fast im Handumdrehen, ist wohl gründlich danebengegangen: der Bund. Nach dem Verstürzen des Bellegs (oder war’s der Besatz?) musste ich mit Entsetzen feststellen, dass er rechts vom Reißverschluß um einen halben Zentimeter höher saß als der Teil links vom Reißverschluß. Irgendwie habe ich es dann doch noch geschafft, ihn so irgendwie hin zu friemeln und mit einer nicht sehr gelungenen Naht zu fixieren, damit der Pfusch nicht gleich so deutlich ins Auge springt, aber dafür ist das Innenlleben jetzt nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte. Das ist nämlich jetzt krumm und schief, was mich zu der Frage führt: Lasse ich es so – oder trenne ich alles nochmal auf?

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Wenn ich es so lasse: fein; dann fehlen jetzt nur noch die Gürtelschlaufen und der Gürtel, und fertig ist der Lack. Trenne ich aber alles nochmal auf, dann aber erst nach dem 1. Mai, wenn wir zu unserem Finale zusammenkommen. Dann hätte ich eine sehr minimalistische, abgespeckte Version eines Bauhausmodells. Wie auch immer ich mich entscheide – morgen sehe ich weiter, bis dahin bleibt der Rock erst mal auf dem Klemmbügel hängen, damit er sich beim Aushängen erholen kann. Beim großen Finale am 1. Mai, was auch schon bald ist, kann ich dann auch die anderen Kreationen derer sehen, die bei der Verwandlung eines Stoffs mitgemacht haben.

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Zum Schluß nochmal die Kurzfassung: Wir sollten ein Outfit etntwerfen, dessen zentrales Element ein Stoff (oder mehrere) sein sollte, der entgegen seiner üblichen Verwendungsweise gebraucht wird „z.B. Chaneljacke aus Neopren, Trainingsanzug aus Samt“. DAs Ziel: „sich mit Materialeigenschaften und den Möglichkeiten, sie zu verändern, auseinanderzusetzen und Assoziationen und Verwendungserwartungen auf den Kopf zu stellen.“ – Bedingungen: „alltagstauglich und aus dem eigenen Vorrat“.

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Mein eigener Vorrat bestand aus einem Mehlsack aus Leinen und einem blau-weiß gestreiften Baumwollstoff, der übllicherweise für Kissen oder Vorhänge verwendet wird und Ähnlichkeit mit einem Geschirrtuch aufweist. Mein Motto: Bauhaus vs. Landhaus, da der Schnitt, den ich mir dazu ausgesucht hatte, eher puristisch und modern als rustikal wirkt.

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Das Resümee zu den besonderen  Herausforderungen, vor die mich mein Material gestellt hat, dokumentiere ich dann (hoffentlich) bei der Abschlußpräsentation…