Winter 2018 auf der Ostsee – ich war dabei

 


 

Dass sich diese Reise als Überraschungspaket entpuppen würde, hätte ich nicht gedacht, als ich am 27. Februar ins Auto stieg, um in das rund 569 km entfernte Scharbeutz in der Lübecker Bucht zu reisen. Mit genügend Proviant und CDs ging ich entspannt auf große Fahrt. Die erste Überraschung erwartete mich beim Einlegen der ersten CD. Statt „Violator“ von Depeche Mode befand sich „Ultra“ in der Hülle, was mich aber nicht sonderlich störte, denn die Band war ja die gleiche – nur die Musik etwas düsterer. Überraschung Nummer Zwei betraf die Dauer der Anreise: Der ADAC berechnet für diese Strecke über die A5, A7 und A1 eine Gesamtreisezeit von 5 Stunden und 39 Minuten, ich hatte vorsichtshalber zwischen sieben und acht Stunden veranschlagt – am Ende wurden satte zwölf Stunden daraus. Mehrere Staus auf der A7 und der A1 machten es möglich.

Aber ich will ja hier nicht jammern, sondern die positiven Eindrücke der letzten Woche wiedergeben. Dazu gehört zum Beispiel, dass ich mein verpasstes 18-Uhr-Abendessen in der Jugendherberge auch noch um 21 Uhr nachholen durfte, dank des netten jungen Mannes, der meine Portion einfach nochmal in der Mikrowelle erhitzte. Frühstück und alle folgenden Mahlzeiten der kommenden zwei Tage gab es zur großen Überraschung aller in der Turnhalle, weil der Speisesaal gerade renoviert wurde; da aber die Turnhalle an den ersten vier Märztagen anscheinend für ihren eigentlichen Zweck gebraucht wurde, wurde der Gang vor der Turnhalle kurzerhand zum Speisesaal mit Frischluftgarantie umfunktioniert (obwohl es Zugluftgarantie besser trifft).

An dieser Stelle sehe ich jetzt bei einigen, die das lesen, das große Fragezeichen aufleuchten. Warum in der Jugendherberge übernachten, wenn es doch an der Ostsee haufenweise schnuckelige Ferienwohnungen gibt?

Die Antwort ist einfach: Ich nahm an einem Nähwochenende namens „Sewing by the sea“ teil, das vom 1. bis 4. März in der Jugendherberge von Scharbeutz stattfand. Wir waren 17 Frauen, die von Donnerstagabend bis Sonntagmittag nach Herzenslust und ohne größere Ablenkungen nähen wollten und auch noch den ein oder anderen Spaziergang am Strand direkt vor der Haustür machen wollten. Weil mir vier Tage für diese große Strecke zu wenig erschienen waren, hatte ich meinen Aufenthalt von vornherein um weitere vier Tage verlängert: die zwei Tage vor „Sewing by the sea“ in der Jugendherberge – und die zwei Tage danach in einer Ferienwohnung am anderen Ende von Scharbeutz.

Die Spaziergänge am Strand waren trotz des spontanen Wintereinbruchs ein unerwartetes Vergnügen, denn eisige Temperaturen im zweistelligen Minusbereich gepaart mit teils echt heftigen Windstärken (gefühlte Stärke 9) sorgten für einen Hauch Game-of-Thrones-Feeling: So konnte ich mir lebhaft vorstellen, wie sich die Nachtwache auf der Mauer hoch im Norden von Westeros fühlen muss, nur dass es am Ostseestrand hell und sonnig war.

 

01 starker Wind 28 Feb

02 Strandhus 28 Feb

03 Impression 28 Feb

 

Und noch eine Überraschung: Konnten am Mittwoch die Besucher der Ostsee-Therme nach dem Saunagang noch direkt in die Fluten hüpfen (vorausgesetzt, sie rutschen auf dem vereisten Weg dorthin nicht aus), so war am Samstag das Meer auf geschätzt einen halben Kilometer Breite eingefroren.

 

08 Heranwogen 03 Mar

07 Eisgrenze 03 Mar

 

Tja, so konnte das mit dem Eintauchen des großen Zehs ins Meer nichts werden. Aufs Ausrutschen hatte ich keine Lust, dann lieber noch einen zusätzlichen Saunagang. Was meinen Spaziergang am Samstag betrifft, so habe ich mich nicht sehr weit aufs Eis hinausgewagt, da ich Eisflächen grundsätzlich nicht traue – und schon gar nicht solchen, die permanent in Bewegung sind, von den Strömungen unter der Oberfläche gar nicht erst zu reden.

 

12 Eiswelt 05 Mar

11 Eisscholle 05 Mar

 

Dass diese riesige Eislandschaft keine Sekunde stillsteht, merkte ich, als ich von der Seebrücke aus die vereisten Poller fotografieren wollte. Nach einer Weile wogte um mich herum nämlich alles, während die Brücke und die Poller stillstanden. Die Folge davon war ein leichtes Schwindelgefühl, das zum Glück nicht lange anhielt.

 

14 Poller 05 Mar

13 Seebrücke 05 Mar

15 Pause 05 Mar

16 Spiegelung 05 Mar

 

Ich merke schon, ich schreibe nicht chronologisch, sondern „Kraut und Rüben“. Während ich mich am 28. Februar (Mittwoch) und am Nachmittag des 4. März (Sonntag) in der Ostsee-Therme tummelte, verbrachte ich die Mittagsstunden des 1. März (Donnerstag) und die Morgenstunden des 5. März (Montag) im Sea Life Center. Den Besuch musste ich einfach wiederholen, weil ich beim ersten Mal die Fütterung der Zwergotter Bonnie & Clyde verpasst hatte.

 

 

 

 

Bei meinem zweiten Besuch konnte ich dann auch noch erleben, wie die Meeresschildkröte und die Bambushaie gefüttert wurden. Davon, dass manche Fische ihre Schnauze aus dem Wasser strecken können oder wie sich eine Seeanemone anfühlt, konnte ich mich dabei auch noch gleich überzeugen.

 

 

 

 

Außerdem war mir am Donnerstag die Häutung der Königsboa gar nicht aufgefallen (oder wie viele Katzenhaie hier in ihren Meerjungfrauentäschchen, den sie umgebenden Eihüllen, heranwachsen).

 

04 Königsboa 01 Mar

 

In den vier Tagen dazwischen war das große Nähen angesagt. Und trotzdem wurde trotz der vielen Zeit nur eins von drei geplanten Kleidungsstücken fertig: ein luftiges Kleid für den Sommer, das ich bereits beim aktuellen „MeMadeMittwoch“ gezeigt habe. Der Blouson wurde nur zur Hälfte fertig, weil ich die Ausschnittblende nur einmal statt zweimal zugeschnitten hatte und der Stoff zu Hause lag –  und weil mir zum Kürzen des Reißverschlusses das passende Werkzeug fehlte. Die zugeschnittenen Hosenteile packte ich gar nicht erst aus. Das Einkräuseln diverser Stellen der Jacke und das Beheben des ein oder anderen Nähfehlers beim Kleid stellte sich als zeitraubender heraus als gedacht. Am Ende ging der komplette Sonntagvormittag für das Anfertigen der Knopflöcher und das Annähen der Knöpfe drauf, und so musste ich das Kleid ungebügelt präsentieren. Trotzdem hat „Sewing by the sea“ mir wieder große Freude bereitet.

Am Schluss hatte ich von allen, die gleich nach Hause fuhren, den kürzesten Weg zum nächsten Bett: Bis zum Ferienappartement war es nur ein Katzensprung von zehn Autominuten. Klein aber fein: Schlafzimmer und Wohnküche in einem… Was brauche ich mehr? Ein separates Bad (WC, Waschbecken, Dusche) war vorhanden, zum nächsten Einkaufszentrum war es auch nicht weit, und spazierengehen konnte ich auch im nahegelegenen Naturschutzgebiet unweit einer Streuobstwiese.

 

17 sheep 05 Mar

18 the boss 05 Mar

 

 

Ein letztes Wort zum Abschluss einer gelungenen Woche: Hier komm‘ ich gerne wieder her.

Corlys Themenwoche zum Land meiner Wahl : Schottland


 

Am vergangenen Mittwoch habe ich auf corlys Blog von ihrer Themenwoche gelesen, die sich um Lieblingsländer dreht. Bei mir ist es Schottland, und über meine Liebe zu diesem Land habe ich zwei Sammelbeiträge geschrieben – für die Frage des Samstags habe ich mir ordentlich Zeit gelassen, denn sie dreht sich um eine besondere Geschichte zu diesem Land. Oh, Geschichten gibt es viele; schließlich währt diese Liebe schon 31 Jahre, und da müsste es doch einiges zu erzählen geben:

 

Samstag: Gibts eine besondere Geschichte zu dem Land?

Soll ich beschreiben, wie ich meine Liebe zu Schottland entdeckte? Oder wie ich einmal einen An- und Abreisemarathon absolvierte, weil ich mit Bus & Bahn unterwegs war? Oder sind kurze Anekdoten interessanter? Oder eine Geistergeschichte aus dem Herzen der Hauptstadt? Ich glaube, es wäre das beste, wenn ich sie alle einmal niederschreibe, aber zu einem angemesseneren Zeitpunkt. Fürs erste sollen Episoden aus unserer vierwöchigen Reise genügen

20. August 2008: Nach fünf Tagen in der schottischen Hauptstadt fuhren wir zu unserem nächsten Etappenziel: Dufftown (Speyside), Wir konnten es gar nicht erwarten, endlich in die Highlands zu kommen, und als wir dort unsere erste Pause einlegten, erblickten wir einen Hügel, der auf der linken Hälfte grün und auf der rechten Hälfte lila war. Anscheinend hatte jemand eine akkurat senkrechte Grenzlinie zwischen gewöhnlichem Rasenbewuchs und Bepflanzung mit Heidekraut gezogen. Es war ein skurriler Anblick, den wir bewunderten, dann aber in Gedanken erst einmal abhakten.

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Dann folgten fünf Tage in Dufftown, fünf Tage auf der Black Isle und sechs Tage auf der Isle of Skye, bis wir am 5. September für zwei Nächte nach Glenshee in ein B&B mitten in der freien Natur zurückkehrten.

Hier stimmte einfach alles; gemütliche Zimmer, ein wunderschöner Ausblick aus dem Fenster, zwei rundum aufmerksame und liebenswürdige Gastgeber und das Haus selbst, mit Wintergarten – eingebettet in eine idyllische Landschaft. Und mitten in dieser Landschaft prangte… richtig: der grün-lila Hügel mit der akkurat gezogenen vertikalen Grenze zwischen Gras- und Heideland.

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Dass wir in der Abenddämmerung von Fledermäusen umschwirrt wurden und das Haus sogar noch über funktionierende Dienstbotenglocken à la Downton Abbey oder Gosford Park verfügte, war nettes, schmückendes Beiwerk, das aber für diese Geschichte irrelevant ist.

Dass wir an dem Ort vom Anfang am Ende wieder landen würden, hätte ich nicht für möglich gehalten; schließlich hatte ich von der Existenz dieses Hügels keine Ahnung, als ich über visitscotland die Unterkunft gebucht hatte. Ausschlaggebend für die Buchung war die Nähe zu Braemar, wo wir die Highlandgames besucht haben, wo wir am späten Nachmittag dann auch endlich die Königin zu Gesicht bekamen, nachdem ich mir beim stundenlangen Zuschauen bei sportlichen Wettkämpfen in feucht-kühlem Wetter fast den Allerwertesten abgefroren hätte. Doch wer wird so mimosenhaft sein, wenn die Teilnehmer an den Wettkämpfen weitaus luftiger gekleidet in Aktion zu sehen sind? Trotzdem würde ich kein zweites Mal mehr zu den Highland Games fahren – dann eher in diese hübsche Landschaft rund um Braemar im allgemeinen, und nach Glenshee im besonderen.

Sicher fallen mir bestimmt noch jede Menge anderer Geschichen nach und nach ein; und wer weiß, vielleicht erzähle ich die mal – fragt sich nur noch wann. Bis dahin bleibt noch Zeit für ein paar letzte Bilder zum Ausklang…

 

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und meinen Dank an corly für diese wunderbare Themenwoche, die so einige Erinnerungen bei mir wieder wachgerufen hat.


Corlys Themenwoche zum Land meiner Wahl : Schottland


 

Am vergangenen Mittwoch habe ich auf corlys Blog von ihrer Themenwoche gelesen, die sich um Lieblingsländer dreht. Bei mir ist es Schottland, und über meine Liebe zu diesem Land habe ich einen Sammelbeitrag für die Fragen von Montag bis Mittwoch geschrieben. Nun sind die Fragen von gestern und heute dran. Corlys heutiger Beitrag dreht sich um die Frage, ob wir nochmal hinreisen würden und was wir uns dann ansehen wollen. Doch zuerst beschäftige ich mich mit dem Donnerstag.

 

Donnerstag: Welche Sehenswürdigkeiten gefielen euch am besten in diesem Land?

Schon alleine die Hauptstadt Edinburgh ist voll von Sehenswürdigkeiten: Parks, Museen, historische Gebäude, die „Unterwelt“, die komplette mittelalterliche Altstadt, Burg, Palast… Sehenswürdigkeiten, die man in jedem Reiseführer findet. Und auch von den Orten, die ich mir immer wieder gerne anschaue, findet man so einige im Reiseführer – da bin ich jetzt nicht die touristische Ausnahme. Hier ein paar Auszüge:

 

Edinburgh:

Der Royal Botanic Garden, die National Gallery und St. Giles Cathedral; bisher habe ich hierfür noch nie Eintritt bezahlt. Aber wer weiß, wie schnell sich das ändern kann. Auch die Westminster Abbey in London konnte man im letzten Jahrhundert noch für lau besichtigen – vor ein paar Jahren wollten sie bereits 10 Pfund Eintritt. Im Botanischen Garten habe ich ein Kunstwerk des Land-Art-Künstlers Andy Goldsworthy entdeckt.

 

Was die Parks angeht: Schöner als die Princes Street Gardens fand ich den Bruntsfield Park, von dem aus an schönen Tagen einen erstklassigen Blick auf Arthur’s Seat, den Hausberg der Stadt hat.

 

Wer vor langen Spaziergängen nicht zurückschreckt, kann den Leith Walk an einem Flüßchen bis nach Leith entlangwandern; der Pfad beginnt an der Dean Bridge in dem malerischen Stadtteil Dean Village. Etwas weiter außerhalb von Edinburgh liegt am Meer der Stadtteil Portobello mit seiner Strandpromenade und einem Schwimmbad aus viktorianischer Zeit, das auch einen Saunabereich hat.

 

Wem es nicht vor Friedhöfen gruselt, kann sich die Zeit auf einigen davon vertreiben; unterhalb der Burg am westlichen Ende der Princes Street Gardens, einen unterhalb von Calton Hill und den wohl berühmtesten, den Greyfriar’s Kirkyard, auf den man einen Blick durch ein Fenster auf der Rückseite des Lokals „The Elephant House“ werfen kann. Angeblich hat J.K. Rowling sich hier ihre Inspiration für Harry Potter geholt. Ich zog es dagegen vor, das überfüllte Lokal zu meiden und lieber bei einem klaren Herbsttag über den Friedhof zu flanieren.

Das soll jetzt hier kein neuer Reiseführer werden, deshalb zähle ich jetzt noch ein paar Gegenden auf, die mir auf meiner Schottlandreise vor neun Jahren besonders gut gefallen haben.

Dunnet Head:

Dies ist wirklich der nördlichste Punkt Schottlands mit einem Leuchtturm und einem sensationellen Blick auf die Orkneyinseln mit dem Felsen namens Old Man of Hoy. Ja, ich weiß, die meisten halten John O’Groats für den nördlichsten Punkt, aber er ist nur berühmter – vielleicht wegen des bekannten Wegweisers am anderen Ende von Großbritanniens, in Land’s End, wo auf diesen Punkt verwiesen wird. Und selbst Land’s End ist nicht der südlichste Punkt, wie ich bei wikipedia eben nachgelesen habe. Ebenfalls dort gelesen habe ich, dass den Leuchtturm von Dunnet Head der Großvater des Schriftstellers Robert Louis Stevenson erbaut hat. Aber wie auch immer – aber im Gegensatz zu John O’Groats gab es 2008 dort kein Hotel.

Themenwoche 11 hoy

Isle of Skye:

Selbst eine Insel wie die Isle of Skye hat noch eine Halbinsel, die Neist Point heißt und als westlichster Punkt der Insel gilt. Besonders beeindruckend fand ich außer dem Leuchtturm auch das riesige Nebelhorn und die vielen kleinen Steintürmchen, die wir am Strand gefunden haben. Ein weiterer, wirklich schöner Strand auf der Isle of Skye ist Coral Beach mit seinem feinen weißen Sand und den dort grasenden Rindern.

Themenwoche 10 coral

 

Faszinierend fand ich auch die Robbenkolonie in der Bucht vor Dunvegan Castle. Allein von den dort lagernden Seehunden haben wir hunderte von Fotos geschossen.

Themenwoche 09 Dunvegan Seal

Noch eine Halbinsel:

Die Black Isle – nordöstlich von Inverness – ist eine kleine Welt für sich. Doch dazu mehr am Samstag.

Themenwoche 13 cloud

Und noch zwei „Points of Interest“ zum Abschluß:

1) Die Whiskydestillerie Edradour, die als die kleinste Destillerie Schottlands beworben wird, und zu der man von dem Urlaubsort Pitlochry aus wandern kann, vorbei an einem kleinen Wasserfall.

2) Das ehemalige Baumwollfabrikationszentrum New Lanark am Ufer des Clyde, das durch den Sozialreformer Robert Owen bekannt geworden ist, der es im 19. Jahrhundert geführt hat.

Freitag: Würdet ihr noch mal hinreisen und was würdet ihr euch dann ansehen wollen?

Klar gibt es Gegenden in Schottland, denen ich mich noch nicht gewidmet habe, und das wäre zum einen die Westküste und zum anderen sämtliche Hebrideninseln sowie die Orkney- und die Shetlandinseln. Hätte ich noch einmal genauso viel Zeit wie vor neun Jahren, so würde ich nach Glasgow fliegen und von dort aus mit einem Mietwagen nach Norden aufbrechen, immer an der Westküste entlang, mit einem Abstecher nach Islay und seinen acht Whiskybrennereien. Da es hier einen Steinkreis gibt, kann ich den von Callanish auf der Insel Lewis auslassen und im Uhrzeigersinn weiterfahren, bis zu meinem endgültigen Ziel – der Black Isle, wo ich mir zum Abschluß eine Woche in einem schnuckeligen B&B gönne.

Themenwoche 12 BB

 

to be finished …

Themenwoche zum Land meiner Wahl : Mo – Mi

 

Seit 31 Jahren gibt es ein Land, das mich fasziniert wie kein anderes: Schottland.

 

Kennengelernt habe ich zunächst nur seine Hauptstadt und deren nähere Umgebung bei der Abschlussfahrt des Englischleistungskurses im Herbst 1986. Bei der wurden wir in Zweier- und Vierergruppen in privaten Haushalten untergebracht, und seitdem habe ich immer noch Kontakt mit „meiner“ Landlady.

Zwischen 1986 und 2016 waren ich bestimmt gefühlt zehn Mal in Schottland, meistens in Edinburgh, mit Tagesausflügen nach Stirling, Loch Ness oder Fort William – aber 2008 haben mein Mann und ich uns damals den Traum von einer knapp vierwöchigen Rundreise durch dieses zauberhafte Land erfüllt; mit einer Woche Aufenthalt im August im Haus meiner Landlady, die zu diesem Zeitpunkt in Paris weilte, uns aber großzügiger Weise einen Schlüssel deponierte.

Bei keiner anderen Reise habe ich mich je wieder so frei gefühlt wie während dieser vier Wochen von Mitte August bis Mitte September; aber damit dieser Beitrag zu Corlys Themenwoche (endlich ist die Katze aus dem Sack!) kein Roman wird, versuche ich, mich kurz zu fassen, mich auf die wichtigsten Punkte zu beschränken und die Fragen mehrerer Tagen zusammenzufassen, denn die Woche habe ich entdeckt, als bereits zwei Tage um waren.


 

Montag: Wie hat euch das Land gefallen, und was gefiel euch am besten?

 

Hatte ich bei meinen ersten Besuchen zunächst nur Edinburgh erkundet und nicht verstanden, warum die Mehrheit der Schottlandreisenden so von den Highlands schwärmen, überfiel mich die Erleuchtung in 2008, denn unsere mehrwöchige Reise führte uns genau dort hin.

Leider muss ich zugeben, dass diese weitverbreitete Highlandbegeisterung für mich bisher nur ein abgedroschenes Klischee gewesen war, doch als wir uns diese wunderbare Landschaft selbst erwanderten, erkannte ich endlich, warum alle davon schwärmten. Schottland besteht aber nicht nur aus den Highlands, sondern aus den Borders, den Lowlands und vielen Inseln. Und überall dort ist es schön, deshalb kann ich die Frage vom Montag nur im Zusammenhang mit der vom Dienstag beantworten:

 

Dienstag: Wo wart ihr überall?

Ausführliche Reiseberichte mit Fotos zu jener Reise, gegliedert in sechs Kapitel, habe ich bereits 2008 auf ciao.de veröffentlicht – die Links zu dieser Verbraucherplattform verbergen sich hinter den fettgedruckten Datumsangaben; die komplette Übersicht über den Reiseverlauf gibt es nun hier:

14.8./15.8.08: Fahrt mit der Fähre von Amsterdam Ijmuiden nach Newcastle, und von dort weiter nach Edinburgh.

15.8.-20.8.08: Edinburgh.

20.8.-25.8.08: Dufftown (Speyside)

25.8.-30.8.08: Balblair (Black Isle)

30.8.-5.9.08: Kildonan (Isle of Skye)

5.9.-7.9.08: Glenshee

 

Mittwoch: Warum dieses Land?

Diese Frage habe ich mir schon unzählige Male selbst gestellt; auch war ich schon in Irland, Cornwall und England – nur in Wales war ich noch nicht. Aber immer wieder zog es mich wieder nach Schottland zurück. Grüne Hügel, sturmumtoste Küsten, hohe Berge… diese Kombination ist mir bisher wirklich nur in Schottland begegnet. Klar, Irland, Cornwall und England – jedenfalls die Gegenden, die ich bereist habe –haben Grün, Grün und nochmals Grün, und Meer natürlich auch. Fehlen nur noch die Berge- und die gibt’s in Schottland. So schön die Landschaft auch ist, ein Schottlandurlaub wäre für mich ohne den Besuch eines Pubs oder einer Whiskydestillerie unvollständig.

Und noch ein Punkt: die Herzlichkeit, die uns dort begegnet ist. Nie werde ich vergessen, wie wir auf einer Sechsmeilenwanderung vom Regen durchnäßt wurden, weil es nirgends eine Möglichkeit des Unterstellens gab, und als wir dann in diesem Zustand in einem Hotel einen Kaffee trinken wollten, um die Wartezeit auf unseren Bus zu überbrücken, wurden wir so zuvorkommend behandelt, als hätten wir die teuerste Suite in diesem glanzvollen Etablissement gebucht.

Oder das Ceilidh, der gesellige, bunte Abend mit Musik und Tanz in den Räumen des Royal British Legion Club von Dufftown, bei dem wir als Außenstehende genauso herzlich willkommen geheißen wurden wie die Einwohner der Stadt oder der halben Belegschaft von Glenfiddich. Anscheinend waren wir die einzigen Touristen, die sich dort hin trauten; aber es machte einfach Spaß, den Klängen der jungen Dudelsackspielerin zu lauschen oder beim Gruppentanz für Alt und Jung mitzumachen – da wahren etwaige Berührungsängste schnell vergessen.

Oder das stundenlange Heidelbeerpflücken in der Nähe der Dog Falls, irgendwo in der weiteren Umgebung von Loch Ness, als wir plötzlich vor einem Schild standen, auf dem man lesen konnte, dass hier die Dreharbeiten zu dem Film „Valhalla Rising“ stattfinden würden. Den Film habe ich nie gesehen, aber man kann nie wissen.

Ich könnte hier noch stundenlang so weiterschreiben, aber morgen ist auch noch ein Tag; dann widme ich mich den Fragen von heute und morgen. Und vielleicht fällt mir bis Samstag auch noch eine besondere Geschichte zu dem Land ein.


 

To be continued … Dann gibt’s auch Fotos dazu.

Media Monday # 313 : Lückentext am letzten Urlaubstag


 

 

Die letzten paar Tage war ich „offline“, denn da, wo ich hinfuhr, habe ich kein Internet, aber das fehlt mir dort auch nicht. Es gab nämlich irre viel zu tun. Wer schon einmal versucht hat, ein verwildertes Gartengrundstück von unerwünschten Nesseln, Schilfrohr, Disteln und anderem Gestrüpp zu befreien und den liebevoll gepflanzten Rosenbüschen wieder Luft zum Atmen zu verschaffen, kann sich vorstellen, wie anstrengend und zeitintensiv das ist.

 

Schilfrohr

 

Trotzdem konnte ich den ein oder anderen Schwimmbadbesuch einlegen und die Abendstunden mit einem Gläschen Wein am Weiher genießen. Es gab zwar keine quakenden Frösche zum Belauschen, aber dafür jede Menge Glühwürmchen, die durch die laue Nachtluft schwirrten.

 

Weiher

 

Leider geht jede schöne Zeit einmal zu Ende, aber dem Abend würde für mich etwas fehlen, wenn es den „Media Monday“ mit seinem sonntäglich veröffentlichten Lückentext zum Ausfüllen nicht gäbe – zu finden auf dem Blog medienjournal

Drum gibt es jetzt auch kein langes Herumgeschwafel, sondern den Lückentext zum

 

Media-Monday # 313

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise das Nähbloggerinnentreffen am 27. Mai dieses Jahres in Stuttgart sind eine prima Gelegenheit, nicht nur bekannte Gesichter wiederzutreffen, sondern auch, mal neue Leute kennenzulernen.

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für Aktivitäten, für die mir unter der Woche die Zeit und Muße fehlen.

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich spontan auf dem Radar habe, dann ist es die Schülerhilfe; und da hat sogar jemand, den ich persönlich kenne, gearbeitet.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, dann würde ich mich für ein Brettspiel entscheiden.

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen nutze ich nicht, da mir das Satellitenfernsehprogramm und meine umfangreiche DVD-Sammlung vollkommen genügen.

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ haben sich bei mir stets als erfreulich erwiesen.

7. Zuletzt habe ich mir ein Glühwürmchen „eingefangen“, und das war ein ungewöhnliches Erlebnis, weil die kleinen Tierchen normalerweise das Weite suchen oder das Leuchten einstellen, wenn man sich nähert, aber dieses blieb einfach auf meiner Schulter sitzen.

 

Libelle

 

Es hat mir wie immer Spaß gemacht, passende Antworten auf sieben Fragen zu finden, auch wenn sie sich auf den ersten Blick nicht immer mit Medien wie Fernsehen, Kino oder Internet zu beschäftigen scheinen.

Serienmittwoch 76 : heute was fürs Herz

 

 


 

Früher war der Mittwoch mein Lieblings-Blogtag, weil ich beim MeMadeMittwoch die Fortschritte meiner Nähkünste präsentieren konnte – inzwischen aber bin ich viel neugieriger auf Corlys Serienmittwoch, diemal mit der Folge 76 und der Frage nach unserer Herzensserie:

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Wenn ihr an all eure Serien denkt: Welche ist eure Herzensserie? Also die Serie, die euch am meisten am Herzen liegt und wieso?

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Knifflige Frage, denn was Serien angeht, mag ich mich nicht nur auf ein Genre festlegen. In meinem Serienuniversum haben Arztserien genauso Platz wie Fantasy, Kostümdramen, Krimis und Science-Fiction. Hier nun erst mal eine Liste der Serien, die ich mir immer wieder gerne anschaue, wobei die Reihenfolge rein zufällig ist:

auf sixx: Grey’s Anatomy, Gilmore Girls

auf ZDF neo: Inspector Barnaby, Agatha Raisin, Der Coroner, Lewis

auf DVD: Game of Thrones, Vikings, Downton Abbey, Star Trek DS 9, Star Trek Voyager, American Horror Story

auf BBC One: Call the Midwife, Poldark, Casualty (laut englischer Wikipedia „It is the longest-running emergency medical drama television series in the world, and the most enduring medical drama shown on prime television in the world“), Dr. Who (die neuen Folgen)

auf ARD.one: Dr. Who (die alten Folgen), Torchwood, Mord mit Aussicht

und als „guilty pleasure“ auf SWR3 – Die Fallers.

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Jetzt aber zu meiner Herzensserie?

Es sind – ta-daa!!! –

Dr. Who und Torchwood

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Warum sollte man sich denn sonst die Wiederholungen der alten Folgen im Fernsehen anschauen, wenn man die kompletten Staffeln auf DVD hat bzw. jede Woche die neuen Folgen im Original aus dem britischen Fernsehen aufnimmt?

Dr. Who ist einfach Kult, auch mit wechselnden Gefährten (Companions) und unterschiedlich regenerierten Timelords. Wobei es einzeln herausragende Folgen gibt, die ich mir immer wieder anschauen kann, weil sie mir nie langweilig werden, obwohl ich sie bereits in- und auswendig kenne. Viele Zitate („Fishfingers & Custard“, „The image of an angel becomes itself an angel“, „Fütter‘ mich!“, „Allons-y, Alonso“, „You’re kidding me“) haben sich unauslöschlich in meinem Gedächtnis festgesetzt. Und wenn ich einen Nebendarsteller oder Darsteller eines Companion besonders interessant finde, dann werde ich neugierig, wo er oder sie sonst noch so mitgespielt hat. Da wären z.B. James Corden, Russell Tovey, Burn Gorman, Naoko Mori oder Billie Piper – nur um einige zu nennen.

Dass die Hauptcharaktere (David Tennant, John Barrowman oder Christopher Eccleston) auch außerhab dieses Genres unterwegs waren, hat als angenehmen Nebeneffekt auch meine Neugier auf ihre übrigen Rollen geweckt. Was war ich überrascht, als z.B. John Barrowman einen Terroristen in der Serie „Desperate Housewives“ spielte und Christopher Eccleston in den Filmen „Thor – The Dark World“ und „The Others“ auftauchte. Bei David Tennant habe ich ganz gezielt die Serien „Broadchurch“, „The politician’s husband“ und „The escape artist“ (Anwalt des Teufels) eingeschaltet und war fasziniert von seiner Wandelbarkeit.

Jetzt habe ich so viel über Dr. Who geschrieben – da bleibt nicht mehr viel Raum für Torchwood. Und doch liegt mir auch diese auf zunächst zwei Staffeln beschränkte Serie, die als Spin-off von Dr. Who konzipiert war, sehr am Herzen. Zwei Staffeln klingt zunächst nach nicht sehr viel, aber ich habe jetzt bewußt die fünfteilige Miniserie „Torchwood – Children of Earth“ und den Zehnteiler „Torchwood – Miracle Day“, eine britisch-amerikanische Co-Produktion außen vor gelassen. Stellt man die Buchstaben von DOCTOR WHO um, so kommt das Anagramm TORCHWOOD dabei heraus. Und wie es sich für einen ordentlichen Spin-Off gehört, der sich zum Publikumsrenner entwickelt hat, gibt es auch immer wieder Querverweise auf UNIT und andere Gemeinsamkeiten.

Da ist es dann immer so richtig schön, wenn man im Urlaub lustige Sachen entdeckt, die das Fanherz höher schlagen lassen, wie diese Fotos aus Edinburgh zeigen.

tardis

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Ach ja, dass ich einige Jahre später dort die Briefmarken der Royal Mail aus Dr.-Who-Sonderedition gekauft habe, ist dann wiede eine andere Geschichte. Und nun wünsche ich allen noch eine schöne Restwoche inclusive Feier- und Brückentag.

 

 

Deutschlandreise beim Serienmittwoch

Das wird heute eine lange, lange Liste, denn Corly fragt im Rahmen ihrer Themenwoche „Deutschlandreise“, welche Sehenswürdigkeiten in Deutschland wir schon gesehen haben und welche uns davon ganz besonders gefallen haben.  Da mir auf die Schnelle die von mir besuchten Sehenswürdigkeiten nicht eingefallen sind, habe ich auf dieser Liste nachgeschaut und festgestellt, dass ich doch in meinem nun schon 49 Jahre währenden Leben bisher schon ganz schön viele „Sehenswürdigkeiten“ besucht habe. Das sind erheblich mehr, als ich in Erinnerung hatte, und mit manchen verbinden mich ganz besondere Erinnerungen. Und das sind sie:

 

Kölner Dom

Es war an einem Sonntag. Mein Mann und ich hatten in Köln übernachtet und wollten uns eigentlich nur das Orgelspiel vor der Heiligen Messe um zehn Uhr anhören, doch dann blieben wir einfach sitzen und nahmen am katholischen Gottesdienst teil. Es war ein einmaliges Erlebnis, einmal den gesamten Pomp und Prunk mit eigenen Augen zu sehen, der sich sonntags im Dom zu Köln entfaltet.

Rothenburg ob der Tauber

Vor ein paar Jahren machte ich mit meiner Schwester eine einwöchige Radtour von Offenbach am Main nach Rothenburg ob der Tauber. Hier wollte ich den berühmten Riemenschneider-Altar fotografieren, aber das perfekte Licht dafür gab es nur am Morgen. Im Anschluß an den evangelischen Gottesdienst veranstaltete dann der Pfarrer eine Gratisführung durch die Kirche und zeigte uns verblüffende Details auf mittelalterlichen Tryptichons. Wetten, dass den meisten nicht auffällt, dass ein Mensch auf so einer Darstellung eine Brille trägt?

Historisches Rathaus Michelstadt

Bei einem Betriebausflug hatte mein damaliger Chef für uns ein exklusives Treffen mit dem Bürgermeister von Michelstadt im historischen Rathaus verabredet. Den Umtrunk habe ich längst vergessen, nicht aber, wie toll es sich anfühlte, eine historisches Gebäude auch einmal von innen zu sehen. Habe ich auch nicht alle Tage.

Nationalpark Wattenmeer

Das besondere Erlebnis, das ich hier hatte, war eine Wattwanderung von Föhr nach Amrum. Barfuß durchs Watt zu laufen, während die Dämmerung heraufzieht, ist ein ganz eigentümliches Gefühl.

Naturpark Teutoburger Wald

Noch absonderlicher ist das Erlebnis, das ich vor ein paar Jahren an den Externsteinen hatte. Wir waren bei Freunden zu Besuch, und die luden uns spontan zur Walpurgisnacht zu Füßen der Externsteine ein. Die dort aufgebauten Zelte konnte ich gar nicht zählen, genauso wenig wie die überall flackernden Lagerfeuer, an denen natürlich auch kräftig gebechert wurde. Unsere Freundin übte sich im Schwerkampf und kehrte mit zerstörter Brille von diesem Experiment zurück, aber das war auch der einzige Verlust, den wir zu beklagen hatten. Am nächsten Morgen verloren etliche ihren Führerschein wegen Fahrens unter Alkoholeinfluß. Wie gut, dass wir nicht so unvernünftig gewesen waren.

Reichsburg Cochem

Eine Führung mit anschließendem Ritteressen war das Highlight bei unserem Campingurlaub an der Mosel. Weil mir die deutschsprachige Gruppe zu groß war und uns zunehmend auf die Nerven ging (ich sage nur: Junggesellinnenabschied und Kegelgruppe), schlossen wir uns bei der Führung einer kleinen Gruppe Amerikaner an. Anscheinend dachte man, dass wir alle zusammengehören, und so saßen wir für den Rest des Abends inmitten der amerikanischen Gäste, die sich beim Ritteressen gar prächtig amüsierten.


 

Die restlichen Sehenswürdigkeiten von der besagten Liste, habe ich ans Ende dieses Textes gestellt – es soll ja auch Menschen geben, die solche Aufzählungen langweilig finden. Dabei muss ich zugeben, dass ich mich mit Listen dieses Kalibers grundsätzlich etwas schwertue.

Wer bestimmt eigentlich, was eine Sehenswürdigkeit ist, und was nicht. Niemals hätte ich z.B. Freizeitparks wie das Phantasialand oder den Europa-Park als solche eingestuft. Burgen, Kirchen und Schlösser sind sicherlich sehenswert, aber wo bleiben z.B. Industrieanlagen aus dem 19. Jahrhundert? Und warum ist Berlin in dieser Liste so oft vertreten, während Städte wie Frankfurt, Mainz oder Wiesbaden darin gar nicht erst auftauchen? Oder habe ich sie etwa übersehen? Während ich lieber weniger Zoos und dafür mehr botanische Gärten unter den „Top 100“ gesehen hätte, bin ich gleich dabei, wenn es um Naturparks wie die Eifel oder das Wattenmeer geht. Auf diese Weise könnte ich nun stundenlang fortfahren, und am Ende käme womöglich noch eine ganz andere Liste heraus.

Und das sind alle übrigen:

Altstadt von Heidelberg – Europa-Park Rust – Schloss Neuschwanstein – Insel Mainau im Bodensee

Dresdner Altstadt mit Frauenkirche und Zwinger – Schwarzwald – Moseltal – Brandenburger Tor

Speicherstadt Hamburg – Sächsische Schweiz & Bastei – Lübeck & Holstentor – Trier & Porta Nigra

Die Burg zu Nürnberg- Reste der Berliner Mauer – Museumsinsel in Berlin – Regensburger Altstadt

Schloss Sansscouci – Freiburger Münster – Rüdesheim – Marienplatz München

Eifel – Hamburger Hafen – Phantasialand – Wartburg

Residenz Würzburg – Burg Hohenzollern – Schloss Linderhof – Rathaus Wernigerode – Allgäu

Nürnberger Christkindlesmarkt – Insel Sylt – Fernsehturm am Alexanderplatz – Bayerischer Wald


 

 

Und das sage noch mal einer, Deutschland wäre langweilig und hätte nichts zu bieten.

100 Creative Challenges #9 Natur und #15 Sand – das Two-in-One-Projekt


 

Time to collect and arrange.

 

Als ich am Strand von Noer angespülte Steine und Scherben aufsammelte, schwebte mir eine bestimmte Farbgruppe vor: Grün und Blau. Beim Betrachten meiner kleinen Sammlung tauchte dann noch Rot als dritte Farbe auf. Die Steine sind so klein, dass ich sie mühelos in einer Schale mit Sand arrangieren konnte:

Teil 2 - steinreich

 

Und schon hatte ich wieder eine Aufgabe der „100 Creative Challenges“ von hotaru erfüllt. Sie lautet:

15 – Erschaffe ein visuelles Werk, für das du Sand brauchst.

Meine Zimmerdekoration, in deren Zentrum sich eine Bienenwachskerze befindet, könnte aber genauso gut hierzu passen:

09 – Arbeite mit der Natur. Geh in den Garten oder in den Park und sammele geeignete Materialien, mit denen du ein visuelles Werk erschaffen kannst.

Auf jeden Fall ist das jetzt nicht bloß ein visuelles, sondern auch ein haptisches Werk geworden. Und wenn es dank der brennenden Kerze im Zimmer nach Bienenwachs duftet, auch noch ein Genuß für die Nase.

Mal sehen, was ich als nächstes ausprobiere.