Serienmittwoch bei Corly # 136 : Biografien oder wahre Begebenheiten

 

Beim aktuellen Serienmittwoch auf dem Blog von Corly gibt es ein Thema, das bei mir voll ins Schwarze getroffen hat, denn es geht darum, wie wir Biografien oder wahre Begebenheiten im Film finden. Das Leben schreibt die besten Geschichten? Vielleicht stehen deshalb Bio-Pics und Filmproduktionen, die sich auf wirkliche Ereignisse beziehen, bei mir hoch im Kurs.

Zuletzt hatte ich mit „Soul Surfer“ so ein Erlebnis – die Geschichte der Surferin Bethany Hamilton, die bei einem Angriff durch einen Hai ihren linken Arm verliert und der durch eiserne Disziplin, die Unterstützung durch Freunde und Familie und nicht zuletzt durch ihren tiefen Glauben ein sensationelles Comeback gelingt… sensationell waren für mich auch die Bilder von Hawaii,wo der Film zumeist spielt.

Nach diesem Einstieg komme ich nun zu den Filmen, die mir noch lange nach dem Kinobesuch bzw. dem DVD-Abend in Erinnerung geblieben sind, bevor ich mich ganz zum Schluss dem Film widme, der noch auf meiner Liste steht. Getrennt nach Kategorie, habe ich zur größeren Übersichtlichkheit jeweils sechs Filme ausgewählt.

 

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Wahre Ereignisse

Beste Geschichten“ trifft hier nur bedingt zu. Gut kann ich gerade bei dem Film ganz oben auf der Liste die furchtbaren Ereignisse, die sich heute zum neunten Mal jähren, nämlich nicht finden.

Utøya 22. Juli: Am 22. Juli 2011 kamen bei dem Massaker auf der norwegischen Insel 69 Menschen ums Leben, die Zahl der Toten erhöhte sich um die acht Personen, die bei der Explosion einer Autobombe in Oslo starben.

Le Mans 66 – Gegen jede Chance: Der Wettlauf zwischen Ford und Ferrari beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1966, mit Christian Bale und Matt Damon

Deepwater Horizon: 2010 brannte im Golf von Mexiko die Ölplattform Deepwater Horizon. Bei dem Film mit Mark Wahlberg als Chefelektriker Mike Williams habe ich Rotz und Wasser geheult.

Amy und die Wildgänse: Wie die 14jährige Amy einem Schwarm Kanadagänse mit Hilfe eines Ultraleichtflugzeugs das Fliegen beibringt, zeigt dieser herzerwärmende Film für die ganze Familie

Im Namen des Vaters: Daniel Day-Lewis als Gerry Conlon, der wegen erpresster Geständnisse und fingierter Ermittlungsergebnisse im Zuge der neuen britischen Anti-Terror-Gesetze zu lebenslanger Haft verurteilt wird und zusammen mit den „Guildford Four“ in den Hungerstreit tritt, um zu seinem Recht zu kommen.

Green Book – Eine besondere Freundschaft: Eine Konzerttournee durch die amerikanischen Südstaaten der Sechziger Jahre – mit Mahershala Ali als schwarzer Jazzpianist Don Shirley und Viggo Mortensen als sein weißer Chauffeur Tony Vallelonga. Der Titel des Films bezieht sich auf den „Negro Motorist Green Book“ gerannten Reiseführer für afroamerikanische Autofahrer, der die Tankstellen, Restaurants und Unterkünfte auflistet, die auch farbige Kundschaft akzeptieren.

 

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Biografien

Die meisten Biopics, die ich bisher gesehen habe, drehen sich um Musiker und Musikerinnen (Johnny Cash, The Runaways, u.a.) – diese sechs Filme sind 50:50 auf porträtierte Damen und Herren verteilt

Die Queen: Helen Mirren als Königin Elizabeth II, in der Regierungskrise

Frida: Salma Hayek spielt die mexikanische Malerin Frida Kahlo.

Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen beschäftigt sich mit den für das Mercury- und das Apollo-Programm der NASA wicbtigen Mathematikerinnen Katherine Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson (Taraji P. Henson, Octavia Spencer und Janelle Monáe)

M.C. Escher – Reise in die Unendlichkeit: Aus Briefen, Tagebüchern und Interviews zusammengestellter Dokumentarfilm über den niederländischen Grafiker M. C. Escher (1898-1972), der sich selbst eher als Mathematiker sah.

Mystify : Michael Hutchence: Aus Interviews, Material aus dem privaten Archiv des Künstlers und Konzertmitschnitten zusammengesetzter Dokumentarfilm über den 1997 verstorbenen Sänger der australischen Rockband INXS.

Rocketman: Der im Musicalstil gedrehte Film hat den Werdegang von Elton John (Taron Egerton) zum Thema.

 

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Was noch fehlt

Kursk: Vor zwanzig Jahren sank das russische Atom-U-Boot K-141 Kursk. Der Film schildert die Ereignisse danach. Wann ich den Film mit Colin Firth in der Hauptrolle als Commander sehen werde, steht aber noch in den Sternen.

Serienmittwoch bei Corly # 128 – Darsteller in mehreren Serien

 

Seit längerem bin ich mal wieder beim Serienmittwoch auf dem Blog von Corly dabei; es geht heute um die Frage, welche Schauspieler/Schauspielerinnen wir schon in mehreren Serien gesehen habe; vereinzelte Auftritte in einzelnen Episoden zählen nicht dazu.

 

1) David Tennant: Doctor Who (als Time Lord vom Planeten Gallifrey), Broadchurch (als Kommissar), Der Anwalt des Teufels (als Anwalt).

2) Aidan Turner: Poldark (als namensgebender Hauptdarsteller), Being Human (als Vampir), And then there were none (als einer der zehn Eingeladenen).

3) Angela Bassett: American Horror Story (in verschiedenen Rollen), 9-1-1 Notruf L.A. (als Polizistin).

4) Kate Mulgrew: Star Trek „Voyager“ (als Captain Janeway), Orange is the new black (als Gefängnisinsassin).

5) Jennifer Love Hewitt: Ghost Whisperer (sie kann nicht nur Geister sehen, sondern auch mit ihnen reden), 9-1-1 Notruf L.A. (hier nimmt sie Notrufe entgegen).

6) Mekhi Phifer: Emergency Room (als Arzt), Torchwood – Miracle Day (als FBI-Agent).

7) Willie Garson: White Collar (als Best Buddy des Serienhelden), Sex and the City (als bester Freund von Carrie Bradshaw).

8) Kristin Davis: Sex and the City (als Charlotte York), Melrose Place (als Brooke Armstrong-Campbell).

9) Marcia Cross: Melrose Place (als Kimberly Shaw-Mancini), Desperate Housewives (als Bree).

 

Eigentlich wollte ich noch einen fünften Schauspieler bei den Herren unterzubringen, aber leider ist mir keiner mehr eingefallen. Und ich denke, neun Personen reichen auch. – Alle Neune! kann ich da nur sagen

Serienmittwoch bei Corly # 315– Besondere Filmerlebnisse

 

Beim Serienmittwoch auf dem Blog von Corly gibt es heute eine Frage zu Filmerlebnissen, die etwas besonders für uns sind bzw. waren. Davon habe ich so einige, aber ich verbinde sie eher mit dem Drumherum als bloß mit dem Film an sich. Hier sind meine Top Ten, in wahlloser Reihenfolge:

 

1) Mein erster Kinofilm an sich: Bernard und Bianca – ein Disney-Klassiker, da war ich noch klein, und meine Mama hat mich und meine Schwester ins Kino begleitet. Damals sind wir dann immer einmal im Jahr ins Kino, in einen Disney-Film.

2) Open-Air-Kino: Mein Mann und ich hatten bei einem Gewinnspiel unserer Zeitung zwei Karten für eine Freiluft-Kinovorstellung gewonnen. Der Film hieß „L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr“, und wir fanden ihn sehr amüsant. Dass Audrey Tautou mitgespielt hat, war für meinen Mann die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

3) Stummfilme mit Orchesterbegleitung: „Nosferatu“, der Klassiker aus den Zwanziger Jahren, mit Max Schreck als Untoter – uuuuahhhh, war das gruselig. Aber die Orchesterbegleitung war auch nicht ohne. Von „Panzerkreuzer Potemkin“ war meine Freundin, die sich sowieso stark für alles Russische interessiert, sehr angetan. Vor allem die Treppenszene auf der gefühlt kilometerlangen Treppe von Odessa war nichts für zarte Gemüter. Schüsse fallen, und viele werden niedergetrampelt.

4) Mein erster Konzertfilm: Meine Schwester, die ein riesiger U2-Fan ist, hat mich damals in den Film „Rattle and Hum“ mitgeschleppt. Ich mochte die Musik von U2 zwar schon immer, habe mich aber nie als Fan bezeichnet. Da gab es ganz andere Bands. Im Kino herrschte damals gähnende Leere, aber das war mir egal, denn den Film fand ich sehr beeindruckend.

5) Mein erster Film, den ich im Ausland gesehen habe: „Der Name der Rose“ in der Originalversion. Der hat mich so begeistert, dass ich ihn gleich nach meiner Rückkehr aus Schottland nochmal in einem Frankfurter Kino sehen musste.

6) Ein Film, bei dem mich vor allem das Kino begeistert hat: „Sunshine on Leith“, ein Musicalfilm, bestehend aus lauter Hits des schottischen Duos „The Proclaimers“. Die Dame, bei der ich wohnte, lud mich ein, weil unter den Komparsen eine ihrer Schülerinnen in einer Massentanzszene am Ende des Films zu sehen war und der Film fast komplett in Edinburgh spielt, wo ich gerade bei ihr zu Gast war. Das Kino war wunderschön. Mit gemütlichen Liegesitzen und Getränkehalterungen.

7) Filme, die ich hoch über den Wolken gesehen habe: Kino in zehntausend Metern Höhe, das gibt es nur auf Langstreckenflügen. Letztes Jahr habe ich mir gleich zwei in voller Länge gegönnt. „Three Billboards outside Ebbing Missouri“ auf dem Flug von Frankfurt nach Toronto und „Crazy Rich Asians“ auf dem Flug von Toronto nach Frankfurt.

8) Ein Film, den ich im Stau gesehen habe: Stundenlang im Stau zu stehen, ist sowas von öde. Gut, wenn man ein Laptop dabei hat und sich den Käpt’n-Blaubär-Film anschauen kann. Haben die anderen um uns herum vielleicht dämlich geguckt.

9) Ein Film, für den ich extra weit gefahren bin: Eigentlich waren es zwei Filme, und zwar die Komödie „Book Week“ (Samstagabend) und die Dokumentation „Mystify: Michael Hutchence“ (Sonntagabend) – sie liefen beide beim australisch-neuseeländischen Filmfestival „Down Under Berlin“. 550 Kilometer einfache Strecke habe ich zurückgelegt und mir mein Sightseeingprogramm um die Filme herumgebastelt.

10) Und zum Schluss – die erste private Filmvorführung meines Lebens: Ein Trickfilm mit Bugs Bunny, vorgeführt vom Papa im abgedunkelten Wohnzimmer. Corpus Delicti waren eine Filmrolle und ein Projektor. Weiß der Geier, woher er beides hatte, aber für den größten Lacher hat das Rückwärtslaufen des Films gesorgt.

 

Das waren meine Top Ten der besonderen Filmerlebnisse.

Serienmittwoch bei Corly # 311 – fesselnde Film/Serienschauspieler

 

Beim Serienmittwoch auf dem Blog von Corly gab es Anfang Januar sämtliche Fragen für den Monat auf einmal – heute ist folgende Frage dran: Welche Schauspieler habt ihr in welchen Filmen/Serien entdeckt, die euch heute noch nicht loslassen? Warum ist das so?

Aller guten Dinge sind drei, und deshalb widme ich meinen Beitrag heute drei Damen und drei Herren, jeweils in der Reihenfolge, wann sie mir jeweils in welcher Rolle bzw. Serie oder Film zum ersten Mal begegnet sind. Und zwar nach dem Motto „Ladys first“

 

1) Margaret Rutherford als Miss Marple:

Wenn ein Film erfolgreich ist, wird oft eine ganze Reihe daraus. Meine erste „Serien“-Heldin, an die ich mich erinnern kann, war Miss Marple. Die vier Filme mit der resoluten Dame aus dem beschaulichen St. Mary Mead, die sich stets mit dem treuen Mr. Stringer an ihrer Seite auf Mörderjagd begibt, habe ich in den 80er Jahren entdeckt und meine Begeisterung für das englische Landleben nachhaltig geprägt. Aber nicht nur als Miss Marple fand ich sie top, sondern auch witzig in der Komödie „Ernst sein ist alles“, wo sie eine schusselige Gouvernante mimt, der ihr Schützling abhanden kommt (https://cloud10.todocoleccion.online/cine-fotos-postales/tc/2012/02/17/30617542.jpg):

 

2) Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem) – vor 2015

Jennifer Lawrence in der Rolle von Katniss Everdeen, der Heldin der Film- und Buchtrilogie, war der Auslöser, dass ich zuerst die Bücher von Suzanne Collins lesen musste. Mit dem Ergebnis, dass ich begeistert davon war und mit dem Nebeneffekt, dass ich dann auf mehr Filme mit ihr achtete, wie z.B. „Joy – Alles außer gewöhnlich“ oder „Silver Linings“ (https://i.pinimg.com/474x/cd/fb/d5/cdfbd52b35595c063af0685054e91bba.jpg):

 

3) Angela Bassett (American Horror Story) – nach 2016

Ich mag Schauspieler, die ihre Rollen mit Bedacht wählen, anstatt sich für die leichtere Bank entscheiden und dann feststellen müssen, dass sie auf einen Typ festgelegt worden sind. Bei Angela Bassett muss ich das nicht befürchten: Sie spielt die weiblichen Fieslinge bzw. Unsympathen in American Horror Story mit Bravour, da war ich begeistert, dass sie in „9-1-1: Notruf LA“ eine andere Facette zeigen konnte.

 

1) David Tennant (Doctor Who) – vor 2010

Mein persönlicher Lieblingsdoktor, und damit stehe ich nicht alleine da. Die Kultserie war aber nur der Auftakt zu meinem Wunsch, noch mehr Produktionen mit ihm zu sehen. Nachdem er der Rolle des Timelords den Rücken gekehrt hatte, war der Weg frei für andere Rollen. Der nächste Geniestreich, den ich mir auf BBC vor ein paar Jahren im Weihnachtsprogramm ansehen durfte, war Hamlet. Als Aufführung, die als Film im britischen Fernsehen gezeigt wurde. Es folgten weitere Produktionen wie „The politician’s husband“ oder „The escape artist“ (Der Anwalt des Teufels) – das letzte Glanzlicht auf dem Bildschirm mit ihm war für mich „Broadchurch“, und zwar alle drei Staffeln. Spannung auf höchstem Niveau, die mir an die Nieren ging (https://i.pinimg.com/474x/12/89/66/1289660a9aa4d222496ca9a030a149a7.jpg):

 

2) Patrick Stewart (Star Trek) – vor 2015

Patrick Stewart kann mehr, als nur den Captain der Enterprise, Jean-Luc Picard, zu spielen. Gute Beispiele: „X-Men“ und „Eine Weihnachtsgeschichte“, in der er den geizigen Ebenezer Scrooge spielte. Sehr überzeugend, wie ich finde.

 

3) Aidan Turner (Poldark) – 2015

Hier spricht das Fangirl. Als die Nachricht kam, dass die Serie aus den 70er Jahren, die ich in den 80er Jahren geliebt habe, neu verfilmt wurde, war ich skeptisch. Remakes gehen so oft daneben, da befürchtete ich ähnliches. Doch als ich 2015 die neue Fassung sah, änderte ich meine Meinung. Optisch genau meine Kragenweite, fand ich auch seine Darstellung des Titelhelden einfach wunderbar, und ich wollte mir einen Überblick über andere Serien und Filme mit ihm verschaffen. Gut, dass ich es getan habe, denn mit „Being Human“ habe ich eine Serie entdeckt, die mich von der ersten Folge an begeistert hat. Mr. Turner als sexy Vampir. Wow – und die dreiteilige Miniserie „And then there were none“ nach einem Roman von Agatha Christie (Und dann gab’s keines mehr) war sogar noch besser. Schön düster, und die Rolle des Kandidaten Philip Lombard, der ziemlich spät den tragischen Serientod sterben muss, fand ich wie geschaffen für ihn.

Einen Vorteil haben solche Entdeckungen: Man stößt auch auf andere Schauspieler, die man gut findet, aber in dieser Konstellation nicht erwartet hätte. Dass Aidan Turner zusammen mit seiner Partnerin Eleanor Tomlinson (The White Queen) aus „Poldark“ in dem genialen Film „Loving Vincent“ zu sehen war, empfand ich persönlich als das Tüpfelchen auf dem I (https://i.pinimg.com/474x/0a/51/2c/0a512ce16b3a5c14fe7c787ebfc9a5c5.jpg):

 

Die sogenannten „honorable mentions“ oder wen ich noch erwähnen wollte:

Bradley Cooper,: „A Star is born“ und „Silver Linings“   +++   Colin Farrell in „Nicht auflegen“, „Kill the boss“ und „Ondine, das Mädchen aus dem Meer“   +++   James Franco in „127 Hours“, „Die fantastische Welt von Oz“ und „11.22.63 – Der Anschlag“    +++   Emilia Clarke in „Game of Thrones“ und „Ein ganzes halbes Jahr“   +++   Reese Witherspoon in „Walk the Line“, „Natürlich blond“ und „Pleasantville“   +++   Sandra Bullock in „Speed“, „Miss Undercover“ und „Während du schliefst“.

Serienmittwoch bei Corly # 310 – Serien-Remakes

 

Die aktuelle Frage beim Serienmittwoch auf dem Blog von Corly beschäftigt sich damit, welche Serie wir im Remake besser finden als das Original. Leider kenne ich nicht viele Serien, von denen Neuauflagen gedreht wurden, und die wenigen, die in die ich reinschauen konnte, haben mir nicht gefallen, wie z.B. „Charmed“ oder „Beverly Hills 90210“; und mit der neuen Miss-Marple-Serie, die zur Zeit mittwochs auf ARD One läuft, bin ich auch noch nicht so richtig warm geworden.

Doch keine Regel ohne die berühmte Ausnahme, und das war bei mir das britische Period Drama „Poldark, das ich fünf Staffeln lang von 2015 bis 2019 immer sonntags auf BBC One verfolgt habe. Als man mir damals sagte, dass die beliebte Romanverfilmung aus den Siebziger Jahren in einem neuen Gewand daherkommen würde, war ich zunächst skeptisch. Doch Bild, Ton, Kostüme und die Handlung, die in meinen Augen näher dran war an der Romanvorlage, haben mich eines besseren belehrt.

Ganz wichtig sind die Schauspieler, denn mit denen steht und fällt oft das ganze Projekt. Und die waren für mich in beiden Versionen überzeugend. Wen und wieviele ich in welcher Version gelungener finde, hält sich im großen und ganzen die Waage. Einzelne Figuren wie der faule Bedienstete von Ross Poldark oder Caroline, die Frau des Arztes fand ich in der Originalversion gelungener porträtiert – bei den Hauptpersonen ist es genau anders herum.

Und selbst George, der Bösewicht und Kontrahent des Helden, den in der Originalversion niemand leiden konnte, hat in der Neuverfilmung Pluspunkte bei mir sammeln können, und das will was heißen. Die sorgfältige Auswahl der Kostümgestaltung trägt m.E. auch nicht unmaßgeblich zum Gelingen eines solchen Kostümdramas bei. In der alten Version erschienen sie mir teilweise sehr überladen und weniger opulent.

Wo die neue Version aber richtig punkten kann, ist die Bildqualität, was nicht ganz fair ist, denn so weit wie heute war die Technik 1975 bzw. 1977 noch nicht, und das merkt man den DVDs, die ich davon besitze, auch an. Mein Mann meinte einst, als er mit mir zusammen eine Folge schaute, nachdem ich mir die DVD in London gekauft hatte, dass das wohl doch nur bessere Videoqualität sei. Zum Vergleich mag das folgende Bild dienen, auch wenn man da schon genauer hinschauen muss, um Qualitätsunterschiede zu erkennen – links Robin Ellis & Angharad Rees (1975), rechts Aidan Turner & Eleanor Tomlinson (2015) – Bildquelle: https://interactive.wttw.com/sites/default/files/styles/full/public/images/2017/10/16/PoldarkDouble.jpg:

 


 

Gut gefallen hat mir an der Neuverfilmung, dass sie einen größeren Zeitrahmen als die Erstverfilmung umspannt und dezent eingestreute Rückblenden, die mir manche Handlungsstränge nachvollziehbarer machten. Einzig die Idee, für die fünfte und letzte Staffel eine eigene Handlung zu erfinden, um eine zeitliche Lücke von zehn Jahren zwischen zwei Romanen zu schließen, fand ich bei Bekanntwerden etwas befremdlich, aber als ich dann das Resultat sah, habe ich meine Meinung wieder geändert. Sollte jemand beschließen, auch die restlichen vier der insgesamt zwölf Romane noch zu verfilmen, hat er oder sie hier einen oder mehrere Punkte, an die ein Anknüpfen locker möglich ist, obwohl ich an eine Fortsetzung nicht glaube.

 

Serienmittwoch bei Corly # 305 – Ausblick auf 2020

 

 

Heute gibt es ja doch noch einen Serienmittwoch bei Corly mit der folgenden Frage: Auf welche Filme freust Du Dich nächstes Jahr? Und weil’s so schön ist, kommt die nächste Frage auch schon hinterher: Auf welche Serien freust Du Dich nächstes Jahr?

So ein Zufall – wenigstens die erste Frage beschäftigt mich nicht erst seit gestern, weil am 26. Dezember 2019 die Filmbiografie von Luciano Pavarotti herauskommt. Da ich ich dazu dieses Jahr nicht mehr komme, wird das der erste Film im kommenden Jahr, auf den ich mich freue (https://www.youtube.com/watch?v=CnPPrjwyLW8)

 

 

Worauf ich mich außer auf „Pavarotti“ noch freue:

 

The Aeronauts –  Das Ballonfahrerdrama mit Eddie Redmayne startet am 9. Januar 2020, und der Trailer hat mich schon jetzt überzeugt. Hoffentlich wird das so spannend, wie ich mir das vorstelle – https://www.youtube.com/watch?v=tR4k2xKbASE:

 

Little Women Ab dem 30. Januar wird die erste Literaturverfilmung, die ich 2020 sehen möchte, in den Kinos erscheinen. Mit von der Partie sind u.a. Emma Watson, Saoirse Ronan, Laura Dern und Meryl Streep – https://www.youtube.com/watch?v=AST2-4db4ic:

 

 

Ein weiterer Film, der am 30. Januar nun auch ganz offiziell in den Kinos zu sehen sein wird, und nicht mehr – wie bisher – nur auf Festivals in vereinzelten Vorstellungen, ist Mystify : Michael Hutchenceaber den habe ich bereits im September in Berlin gesehen. Da ihn die BBC ihn mitproduziert hat, läuft er auf dem Sender BBC2 auch schon am 28. Dezember 2019 im Nachtprogramm, und gleich danach der Konzertfilm „INXS : Live Baby Live“. Was für ein Timing. So viel zum Thema „Coming Soon“. Als ich darüber heute durch puren Zufall gestolpert bin, war das für mich ein Gefühl wie Weihnachten, Geburtstag und Neujahr zusammen. Danke, BBC, für dieses verspätete Geschenk. Auf den Trailer zu diesem Film verzichte ich heute mal ausnahmsweise lieber – ein Screenshot reicht genauso:

 

screenshot

 

EmmaDa ich diese Jane-Austen-Literaturverfilmung bisher noch nicht kannte, reizt mich das Thema, das im Februar in die Kinos kommt, umso mehr – https://www.youtube.com/watch?v=qsOwj0PR5Sk:

 

Ein Film, den ich bereits für diesen Dezember erwartet habe, ist die Neuverfilmung von West Side Story von Steven Spielberg, aber da hatte ich mich im Jahr geirrt, denn geplant ist der Filmstart für den 17. Dezember 2020 – ein Trailer war hierzu nicht verfügbar. Und als letztes Highlight, aber nur – falls die Gerüchte stimmen und wirklich eine Fortsetzung geplant ist: Downton Abbey 2

 

Aber es wurde ja auch noch nach Serien gefragt.

 

Für den Januar hat die BBC Call the Midwife – Staffel 9 geplant. Staffel 10 und 11 sind auch schon fest eingeplant – na, da sind 2021 und 2022 gleich mit gerettet – https://www.youtube.com/watch?v=PlT2vpFdb84

 

 

Auf sixx sehe ich zur Zeit ständig Werbung für eine Serie, von der ich einige Folgen noch nicht gesehen habe: Seattle Firefighters – Die jungen Helden. Und wenn ich Glück habe, erwische ich noch die 6. und letzte Staffel von Vikings.

 

Damit lasse ich es erst einmal gut sein. Aber ich kann mir denken, dass es für mich noch andere interessante Filme und Serien gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Serienmittwoch bei Corly # 204 : meine Filmhighlights 2019

 

„Tretet ein, freut euch, kommt alle!“ – mit diesem Zitat aus „Gilmore Girls“ läute ich den Mittwoch ein, denn heute gibt es bei Corly im Serienmittwoch einen Rückblick über unsere diesjährigen Filmhighlights. Super Idee! Über mein Filmjahr – den Rückblick auf 2019 – habe ich neulich schon berichtet, da Corly auch ältere Filme genannt hat, kann ich meine Liste noch um einige erweitern. Damit es nicht nur bei dreien bleibt:

 


 

1 – „Downton Abbey“

Ich fange mit dem Film an, von dem ich nach dem Sehen allen, die es hören oder nicht hören wollte, sagte, danach hätten es andere Filme schwer, diesen noch zu toppen. Darauf hatte ich mich schon seit seiner Ankündigung gefreut – und das war mir bereits 2018 bekannt. Manchmal lohnt sich das Warten. Dass Anna einen so heimtückischen Plan entwickeln würde, hätte ich nie gedacht – aber was tut man nicht, um die Ehre des Hauses zu wahren. Und auch die Liebesromanze zwischen Tom Branson und der Erbin, die zu Unrecht von Lady Violet der Erbschleicherei bezichtigt wird, ging mir zu Herzen. Ein richtig schöner Abend fürs Herz und für die Augen. Hach ja, ich liebe Period Dramas.


 

2 – „Rocketman“

Die musicalartige Biografie über Elton John habe ich zwar nicht im Kino gesehen, aber ich war eine der ersten Leser der Stadtbibiliothek, die sich diese DVD ausleihen durften. So war ich verschont von Kratzern und anderen Macken und konnte diese eindrucksvolle Werk, das mir sogar noch besser als „Bohemian Rhapsody“ gefallen hat, ohne Aussetzer genießen.


 

3 – „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“

Autorennen halten viele ja nicht für sonderlich spannend, und von diversen Formel-Eins-Rennen habe ich nur die ersten und letzten paar Runden durchgehalten. Bei diesem Film ging es aber um mehr: das Wettrennen zwischen Ford und Ferrari, bei dem die Italiener am Ende die kürzeren zogen. Mit welchen Tricks da Carroll Shelby und sein Team in Le Mans nicht nur dem Konkurrenzteam eine lange Nase drehten, sondern auch dem arroganten Marketingchef von Ford, das sorgte bei mir für kurzweilige Unterhaltung und ließen in den Hintergrund treten, dass der Film 153 Minuten lang ist.


 

4 – „Official Secrets“

Als Whistleblower gelangte Edward Snowden zu weltweiter Bekanntheit. Das Drama „Official Secrets“ dreht sich um die Whistleblowerin Katharine Gun, die als Mitarbeiterin des britischen Geheimdienste ein streng geheimes NSA-Memo über eine Aktivistin an einen Journalisten weiterleitete und eher nicht so feine Absichten der USA auffliegen ließ. Ihre Motivation: einen aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Krieg gegen den Irak zu verhindern. Die Folgen: Ein Jahr übelster Schikane und Beinahe-Abschiebung ihres Ehemanns, bis überhaupt Anklage erhoben wurde. Das hochkarätig besetzte Drama hat mich restlos begeistert.


 

5 – „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“

Was wurde dieser Film in den Himmel gelobt. Zu Recht! Mit enormer Verspätung habe ich ihn mir im Bordprogramm von Air Canada auf meinem Flug nach Toronto angesehen und begab mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Das Drama um eine Mutter, die endlich den Mord an ihrer Tochter aufgeklärt haben möchte, zerrte gewaltig an meinen Nerven, hatte aber auch einiges an humorvollen Szenen zu bieten.


 

6 – „Niagara“

Ein wahrer Film Noir aus den Fünfziger Jahren mit Marilyn Monroe in der Hauptrolle als Femme Fatale, die ein Mordkomplott schmiedet, das sich jedoch anders entwickelt als geplant. Da ich dieses Jahr selbst die Niagarafälle besucht habe, war dieser Film für mich mit besonderen Erinnerungen verknüpft.


 

7 – „Aretha Franklin – Amazing Grace“

Noch ein Film mit Erinnerungswert. 2017 habe ich am 1. Weihnachtsfeiertag ein Gospelkonzert besucht, und genau daran erinnerte mich das 1972 an zwei Abenden von Sidney Pollack gefilmte Konzert mit dem Southern California Gospel Choir und Aretha Franklin, der Queen of Soul. Zwei Stunden lang Musik vom Allerfeinsten mit mitreißenden Stimmen und einer ergreifenden Rede des Reverend C. L. Franklin, dem Vater von Aretha Franklin.


 

8 – „INXS : Live Baby Live“

Die Retrophase nimmt kein Ende. Diesmal führte mich die Zeitreise ins Jahr 1991, als meine Lieblingsband ein Konzert im Wembleystadion gab, das weder durch eine aufwendige Bühnenshow oder zusätzliche Backgroundsängerinnen noch durch eine Extraeinlage mit Konzertflügel glänzte. Dafür aber gerieten über siebzigtausend Fans im Stadion aus dem Häuschen und sorgten dafür, dass ich hinterher so richtig neidisch war. Und dabei war das nur die Version auf DVD. Im Kino ließ sich das Ergebnis noch steigern: Top Bild und Spitzensound – da hatte ich irgendwann nicht mehr das Gefühl, Teil des Publikums zu sein, sondern mich selbst auf der Bühne zu befinden.


 

9 – „Die Katze auf dem heißen Blechdach“

A propos „auf der Bühne stehen“ – Tennessee Williams‘ Bühnenstücke erfreuten sich nicht nur bei meinem Englischlehrer großer Beliebtheit, sondern auch bei den Regisseuren Hollywoods. „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ spielte 1958 zwar die Ausgaben bald wieder ein und war trotz mehrerer Tabuthemen wie z.B. Alkoholabhängigkeit und Unfruchtbarkeit einer der Publikumsmagneten der 50er Jahre – dennoch gewann das Drama mit Elizabeth Taylor als Maggie und Paul Newman als Brick keinen einzigen der sechs Oscars, für die er nominiert war. Ich hatte dieses Jahr noch einmal das Vergnügen, als ich die DVD in unserer Stadtbibiliothek entdeckte.


10 – „Hidden Figures“

Drei hochintelligente Frauen und ihre beinahe gar nicht in Gang gekommenen Karrieren in der NASA – dieser Film war ein weiteres Werk, das mich dieses Jahr nachhaltig beeindruckt hat, was nicht zuletzt auch an der Spitzenbesetzung gelegen hat.


Am Ende sind doch noch zehn Filme zusammengekommen. Auf das Abbilden der Filmplakate habe ich diesmal verzichtet. Davon hatte ich schon genügend in meinem Rückblick auf mein Filmjahr.

Serienmittwoch bei Corly # 201 : meine beliebtesten Seriendarstellerinnen 2019

 

An diesem Mittwoch möchte Corly im Serienmittwoch folgendes wissen: Welche Serienschauspielerinnen mochtest Du dieses Jahr am liebsten?

 

Aha. Serien. Davon kenne ich weit weniger als die meisten Blogger, bei denen ich regelmäßig ihre Beiträge lese. Deshalb ist meine Auswahl auch sehr übersichtlich. Eines haben die Ladys in meinen Top Five miteinander gemein – entweder treten sie in unterschiedlichen Serien auf oder sie spielen auch in Filmen mit. Den Anfang macht die Serie „American Horror Story“; hier sind es gleich zwei Darstellerinnen, die meine Aufmerksamkeit gewinnen konnten:

 

Sarah Paulson

Neben ihren unterschiedlichen Rollen in „American Horror Story“ hatte ich das Vergnügen, sie in dem Film „Ocean’s Eight“ bewundern zu dürfen. Zuerst letztes Jahr im Kino, und dieses Jahr im Flugzeug von Frankfurt nach Toronto (Quelle: https://miro.medium.com/max/2400/1*AlNy2kHCsqd_lojtlRFASw.jpeg)

Angela Bassett

Ryan Murphy und Brad Falchuk sind nicht nur von „American Horror Story“ die kreativen Köpfe, sondern auch von „9-1-1 : Notruf L.A.“ – eine Serie, auf die mich mich dieses Jahr jede Woche aufs neue freue. Hier spielt Angela Bassett die Polizistin Athena Grant vom LAPD und darf zur Abwechslung mal die Gute sein. Aber nett ist sie deshalb noch lange nicht (Quelle: https://cdn.aarp.net/content/dam/aarp/entertainment/television/2018/01/1140-basset-fox-tv-911.imgcache.rev2a2727c250f95d7a1b2570f43bb1c825.jpg)

Jennifer Love Hewitt

Noch eine Darstellerin aus „9-1-1 : Notruf L.A.“, die ich schon in „Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits“ sehr gemocht habe. In der Notruf-Serie spielt sie Maddy, die Stimme der Hoffnung, die die Notrufe entgegennimmt und Hilfe organisiert (Quelle: https://image.stern.de/6319048/16×9-620-349/75bccd8d54f3de1037907ce6d4a1295a/IQ/jennifer-love-hewitt.jpg)

Lenora Crichlow

Wenn wir schon beim Thema „Geister“ sind, muss ich unbedingt noch die BBC-Serie „Being Human“ erwähnen, die sich um eine WG um den Werwolf George (Russell Tovey), den Vampir Mitchell (Aidan Turner) und Geist Annie (Lenora Crichlow) erwähnen. Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich „Being Human“ gesehen habe, aber neulich erst hatte ich den Film „Fast Girls – Lauf für deinen Traum“ in meinem Player, und da spielte sie die Staffelläuferin Shania Andrews (links auf dem Bild) so mitreißend, dass ich sie sozusagen wiederentdeckt habe (Quelle: https://ichef.bbci.co.uk/images/ic/640×360/p01hh972.jpg)

 

Jennifer Lawrence

Noch eine Jennifer. Hätte sich Corlys Frage um Filmschauspielerinnen gedreht, wären mir mit Sicherheit mehr eingefallen – so sind es gerade mal vier geworden, also schummele ich jetzt einfach mal und ergänze um die Hauptdarstellerin in der Filmtrilogie „Die Tribute von Panem“ (Quelle: https://stars.naanoo.com/wp-content/uploads/2018/06/jennifer-lawrence-356291597.jpg)

 

Serienmittwoch bei Corly – unsere liebsten männlichen Schauspieler 2019

 

Am ersten Mittwoch im November lautet die neue Frage bei Corlys Serienmittwoch: Welche männlichen Schauspieler mochtest Du dieses Jahr am liebsten? – Viele waren es nicht, aber fünf sind es geworden – ohne Wertung, aber in chronologischer Reihenfolge:

 

Mark Wahlberg

Einer der ersten Filme, die ich dieses Jahr im Kino gesehen habe, war die Komödie „Plötzlich Familie“ – hier war Mark Wahlberg mal in einer ganz anderen Rolle zu sehen als in der in dem packenden Drama „Deepwater Horizon“ (Quelle: https://www.foodsforbetterhealth.com/wp-content/uploads/2016/08/11252291_1624507441168289_1764232092_n-750×400.jpg)


 

Bradley Cooper

Im Sommer habe ich mir das Drama „Silver Linings“ mit Bradley Cooper und Jennifer Lawrence ausgeliehen und war von seiner Darstellung des manisch-depressiven Pat Solitano jr genauso fasziniert wie von seiner Rolle in „A star is born“ als Countrysänger, mit dessen Karriere es bergab geht (Quelle: http://media9.news.ch/news/680/273869-Bradley-Cooper.jpg)


 

Taron Egerton

Leider habe ich „Rocketman“ im Kino verpasst und konnte mir Anfang des letzten Monats als eine der Ersten den Film auf DVD ausleihen und war begeistert über die Darstellung Elton Johns durch Taron Egerton – den fand ich auch schon in „Eddie the Eagle – alles ist möglich“ toll (Quelle: https://www.indiewire.com/wp-content/uploads/2019/04/rocketman-teaser-trailer-2.png)


 

Allen Leech

Im Oktober habe ich aus Neugier beim „Horrorctober“ mitgemacht und „In Fear“ gesehen. Als Fan von „Downton Abbey“ war ich deshalb so richtig überrascht, als der Darsteller des netten Chauffeurs in dem Horrorfilm einen richtigen Psychopathen spielt (Quelle: https://i2.wp.com/www.heyuguys.com/images/2013/11/Screen-Shot-2013-11-12-at-12.07.02.png)


 

Sam Claflin

Den Abschluss bildet die Filmreihe „Die Tribute von Panem“, die ich in den letzten vier Tagen am Stück gesehehen habe. Eine der mir liebsten Nebenrollen ist die des Finnick Odair. Sam Claflin spielt in der dystopischen Filmreihe den Tribut aus Distrikt 4, der in der Rebellion gegen die Terrorherrschaft des Kapitols eine wichtige Rolle spielt. Er war auch der Hauptdarsteller in „Ein ganzes halbes Jahr“ (Quelle: https://www.telegraph.co.uk/content/dam/films/spark/my-cousin-rachel/sam-claflin-jennifer-lawrence-hunger-games.jpg)

Serienmittwoch bei Corly # 197 : meine liebsten Disneyfilme

 

Was haben wir uns als Kinder gefreut, wenn ein neuer Disney-Film ins Kino kam – dann ist die Mama mit uns beiden hineingegangen, und da wir nicht viel Geld hatten, waren solche Besuche immer etwas Besonderes. „Bernard und Bianca“, „101 Dalmatiner“, „Aristocats“, „Elliot das Schmunzelmonster“… das waren meine ersten Filme aus dem Hause Disney, an denen ich mich als Kind erfreut habe. Und heute?

Heute hat meine Begeisterung stark nachgelassen, was nicht nur daran liegt, dass die Musik meinen Geschmack einfach nicht mehr trifft, was mir bei „König der Löwen“ ganz besonders aufgefallen ist. Und wenn dann noch eine bestimmte Haltung im Sinne von „Du kannst alles schaffen, wenn Du nur fest an Dich glaubst“ zu verkaufen, bin ich weg. Aber es geht heute bei Corlys Serienmittwoch nicht um Disney-Filme, mit denen man mich jagen kann, sodern um Disney-Filme, die ich ganz besonders mag, und davon gibt es doch einige, von denen die meisten auf Legenden und Märchen basieren.

Und hier sind sie nun, meine Lielingsfilme aus den Disney-Studios, chronologisch geordnet:

 

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)

Was mich an diesem Märchenklassiker ganz besonders fasziniert, ist der Auftritt der bösen Königin, wenn sie sich von einer eiskalten Schönheit in eine abscheulich anzusehende Hexe verwandelt. Ganz großes Kino.

 

Bambi (1942)

Schon allein die Namensgebung für Bambis Freunde, das Kaninchen (Klopfer) und das Stinktier (Blume) finde ich ja herzallerliebst – und wenn dann der kleine Bambi seine Mami durch die Kugel eines Jägers verliert, dann bin ich ohne Riesenpackung Taschentücher aufgeschmissen.

 

 

Susi & Strolch (1955)

Bei dieser zuckersüß erzählten, romantischen Liebesgeschichte zwischen der Cockerspanielhündin Susi und dem Straßenköter Strolch bekomme ich Herzchen in den Augen… vor allem dann, wenn sie beim Italiener sitzen und sich eine Portion Spaghetti teilen. Die Reaktion, der beiden wenn sie beim selben Spaghetto landen und sich ihre Mäuler in dessen Mitte treffen, ist einfach zum Knutschen.

 

Die Hexe und der Zauberer (1958)

Inspirationsquelle war die Sage von Artus, dem legendären König Brianniens, der als Kind ein Schwert aus dem Stein zieht und dem Zauberer Merlin. Hier ist Merlins Gegenspielerin die ständig mogelnde Hexe namens Madame Mim, die natürlich auch beim Zaubererduell betrügen will, aber dann als Drache gegen den schlauen Merlin den Kürzeren zieht, denn der verwandelt sich in einen Krankheitserreger, der die Hexe so richtig schön ausknockt.

 

Robin Hood (1973)

Und noch eine Legende, in der alle wichtigen Charaktere durch Tiere verkörpert werden: Robin Hood und Maid Marian als Füchse, der feige König John als daumenlutschender Löwe, sein hinterlistiger Berater Sir Hiss als Schlange, der Sheriff von Nottingham als Wolf. Besser geht’s nicht. Für mich die beste Robin-Hood-Verfilmung aller Zeiten – dagegen haben nicht mal Kevin Costner oder Errol Flynn eine Chance.

 

Mulan (1998)

Selbst ist die Frau! Weil sie ihren Vater davor bewahren will, in den Krieg gegen die Hunnen ziehen zu müssen, verkleidet Mulan sich kurzerhand als Mann und geht an seiner Stelle. Dass es dagegen ein Gesetz gibt, macht die Sache nicht einfacher, und vollends haarig wird es, als sie sich dann auch noch in ihren Ausbilder Shang verliebt. Aufgeheitert wird das auf einem chinesischen Gedicht basierenden Drama durch den Hausdrachen Mushu, der bisher wegen seiner Schusseligkeit nur den Gong schlagen durfte und jetzt auf Mulan aufpassen soll, dass diese nichts tut, was die Ehre der Familie beschädigt.

 

Küss den Frosch (2009)

Eine interessante Variation des Froschkönig-Motivs, mit Südstaatenflair. New-Orleans-Jazz und Voodoozauber – das war für mich wirklich mal eine erfreuliche Abwechslung zu all den süßlichen und kitschigen Balladen der Neuzeit.

 

Rapunzel – Neu verföhnt (2010)

Im Märchen darf Rapunzel für den Prinzen ihr Haar hinunterlassen, in dieser Abwandlung gibt es keinen Prinzen als Held, der strahlt, sondern ein Gauner, der selbst gerettet werden muss.

 

WALL-E – der Letzte räumt die Erde auf (2008)

x Dass Kommunikation auch ohne verständliche Sprache funktioniert, beweisen der kleine, schrammelige und angerostete Aufräumroboter WALL-E (Waste Allocation Load Lifter – Earth-Class) und EVE (Extraterrestial Vegetation Evaluator), die auf der noch immer verwüsteten Erde nach pflanzlichem Leben suchen soll. WALL-E, der auf der unbewohnbar gewordenen Erde die Hinterlassenschaften der Menschheit zusammenräumt, verliebt sich unsterblich in die blitzblank schimmernde und auf den ersten Blick unterkühlt wirkende Schönheit mit der perfekten Rundung und folgt ihr ins Raumschif Axiom, auf der die Menschen seit 700 Jahren durchs All schippern.

 

 

Merida – Legende der Highlands (2012)

Hier steht zwar Pixar drauf, aber trotzdem ist Disney drin, und zwar mein persönlicher Favorit. Nicht nur wegen der genialen Animation und der großen Detailtreue (allein schon die Haare der Heldin), sondern auch wegen der komplexen Geschichte, die mich zum Lachen und zum Weinen bringt.