Die fünf Besten am Donnerstag : my All-Time-Favorite Bands/Solokünstler

 

Mit der 90. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog hat die musikalische Reise ihren krönenden Abschluss gefunden; leider ohne mich, weil ich von Dienstag bis heute kein Internet hatte. Aber nun bin ich wieder online und kann es nachholen. Auch wenn ich damit zu spät bin. Aber besser spät als nie, auch wenn es vermutlich keiner liest.

Angefangen hat der Artikel mit der Feststellung, dass „Queen wohl die beste Band der Welt ist, die außergewöhnlich sind und tolle Musiker.“

Soviel zu den Sätzen, die mir noch im Gedächtnis hängengeblieben sind. Auf die Frage, ob ich Queen mag, kann ich nur antworten: Ich habe sie durch meinen Mann kennen-und liebengelernt, aber seit er nicht mehr unter uns weilt, kann ich keinen Queen-Song mehr hören, ohne an den zu denken, den ich vor eineinhalb Jahren verloren habe. Bei seiner Trauerfeier liefen genau zwei Lieder, bei denen ich heute den Raum verlassen muss, wenn sie mal wieder im Radio gespielt werden: „Time to say good-bye“ von Andrea Boccelli und „Who wants to live forever“ von Freddie Mercury. Mehr möchte ich dazu nicht sagen – und so gut ich Queen auch finde, aber ich habe sie nie persönlich live gesehen oder gar ein Live-Konzert in voller Länge Online oder im Fernsehen gesehen.

 

Meinen Abschlussbeitrag zu den „5 Besten“ möchte ich mit Künstlern füllen, deren Livepräsenz mich schwer beeindruckt hat. Und ich war schon auf vielen Livekonzerten, angefangen bei Simon & Garfunkel (das erste, das ich je erlebt habe), über Billy Joel (mit seinem Album „Stormfront“) bis hin zu den Rolling Stones (mit Big Country als Vorband) und – als letztes Live-Erlebnis, zusammen mit einer Freundin: Iron Maiden. Aber keiner von ihnen wird in meiner Best-of-Liste auftauchen. Die Reise geht in eine ganz andere Richtung:

 

Meine 5 All-Time-Favourites

One – Loreena McKennitt: Live habe ich sie nie erlebt, sondern kannte bisher nur die Musik auf ihren CDs, wie z.B. die Titelmusik zu dem Fernsehfilm „Die Nebel von Avalon“. Seit ich jedoch ihre Konzert-DVD „Nights from the Alhambra“ gesehen habe, würde ich so gerne mal eine ihrer Konzerte miterleben. Ob es 2018 noch dazu kommt, weiß ich nicht, aber ich halte die Augen weiterhin offen.

Two – INXS: Auch diese Band habe ich niemals live gesehen, was ich sehr bedauere, denn wenn ich mir auf youtube einen Konzertmitschnitt von 1991 aus Wembley anschaue, finde ich die Energie, die von dem gesamten Ensemble, und nicht nur von dem Frontmann, ausgeht, einfach überwältigend. So bleiben mir nur Schallplatten und CDs.

Three – Jean-Michel Jarre: Noch ein Künstler, den ich durch meinen Mann erst so richtig kennengelernt habe. Elektronische Musik vom feinsten – eine gigantische Lasershow in der Frankfurter Festhalle gab den Rest dazu. Und noch nie habe ich jemanden ein Theremin spielen sehen – bisher kannte ich dieses Instrument nur von der Titelmelodie von „Inspector Barnaby“; bei diesem Konzert, mit uns zentral in der sechsten Reihe von der Bühne entfernt, hat einfach alles gestimmt, und wenn die Tickets nicht so verdammt teuer wären, würde ich mir dieses Vergnügen öfters gönnen. Aber 100,– Euro minimum für eine Konzertkarte, ist mir einfach zu „over the top“.

Four – Depeche Mode: Noch ein Konzert, das mich umgehauen hat. Wortwörtlich hat es zwar meine Schwester damals erwischt, die wir mit einem Sanitäter zusammen draußen wegen eines Panikanfalls mitten im Gewühl verarzten durften; dennoch konnten wir den Rest des Abends unbeschadet noch halbwegs genießen – im hinteren Teil der Halle am Getränkestand. Eines der meiner Meinung nach besten Alben – nämlich „Ultra“ war noch in weiter Ferne – und mich würde es heute reizen, nochmal bei einem DM-Konzert dabei zu sein. Einziges Hindernis: Wenn die Tickets zu genau denselben überzogenen Preisen erhältlich wären wie die von U2 oder anderen Mega-Stars.

Five – Runrig: Dass der Wechsel von altem (Donnie Munroe) zu neuem Sänger (Bruce Guthro) der Qualität der Musik nicht geschadet hat, liegt nicht nur daran, dass ich die Stimme des neuen Frontmannes um vieles angenehmer finde, sondern dass die Gründungsmitglieder der Band immer noch so tolle Songs schreiben wie zu Beginn ihrer Karriere.

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Die fünf Besten am Donnerstag : Die schönsten Albumcover

 

In der 89. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog widmen wir uns den schönsten Albumcovern. Damit sind aber keine Coverversionen gemeint, sondern die optische Gestaltung, die Aufmachung, das Cover eines Albums. Gar nicht so einfach, ein paar wirklich ansprechende Beispiele zu finden, vor allem unter den Schallplatten, die ich mir im Lauf der Jahre so gekauft habe – vieles davon in den 80er Jahren, bis die CD auf dem Vormarsch war.

Aber so ein Kunstwerk braucht meiner Meinung nach eine entsprechende Fläche, und da geben Schallplatten mehr her, besonders dann, wenn man sie aufklappen kann wie bei dreien von meinen fünf Alben… et voilà – here they are, meine

 

5 schönsten Album-Cover

in willkürlicher Reihenfolge. Damit es nicht immer dieselbe Reihenfolge wird.

 

89 03 Zola Jesus 1

89 03 Zola Jesus 2

Zola Jesus : Conatus

Habe ich mir 2011 gekauft, nachdem ich durch einen Zeitungsartikel auf meiner Reise nach Berlin auf diese Künstlerin aufmerksam geworden bin. Die Musik fand ich so toll, dass ich bisher in zwei Konzerten von ihr war. Und obwohl Zolas Klangwelten für meinen Geschmack eher düster sind, besticht das Artwork dieser Platte durch eine helle, lichte Leichtigkeit. Album Nr. 1 zum Aufklappen.

 

89 02 Björk 2

89 02 Björk 1

Björk : Biophilia

Ich gebe zu, ich habe das Album gekauft, weil ich Björk mag, zu dem Zeitpunkt damals musikalisch sehr experimentierfreudig war und weil es einen Code für einen Internet-Download gab. Den hätte ich vielleicht doch nicht gebraucht, wenn ich jetzt so darüber nachdenke. Und gehört habe ich die Platte bisher noch nicht so oft, weil die Klänge darauf doch etwas sperrig sind. Aber optisch ist sie auf jeden Fall ein Hingucker. Album Nr. 2 zum Aufklappen.

 

89 01 Big Country 1

89 01 Big Country 2

Big Country : Steeltown

Ein Hingucker sind die Musiker der schottischen Band „Big Country“, die ich als Vorband für die Rolling Stones erleben durfte. Nein, auch wenn der Name anderes vermuten lässt, gibt es hier keine Country-und-Western-Musik. Fotos der Band findet man im Inneren der aufklappbaren Hülle, die mit comicartig illustrierten Szenen aus der Industrie geschmückt ist. Album Nr. 3 zum Aufklappen.

 

 

89 05 Echo

Echo & The Bunnymen : Songs to learn and sing

Die Band von der Seite aufgenommen, als Scherenschnitt vor einem grisseligen Himmel in Gelb. Eins meiner Lieblingsalben aller Zeiten, das den Song „The Killing Moon“ enthält – der ist Teil des Soundtracks von „Donnie Darko“, einer meiner Lieblingsfilme.

 

 

89 04 Berlin

Berlin : Love Life

Von dieser Synthpop-Band besitze ich drei Alben, aber nach ihrem größten Hit „Take my breath away“ habe ich sie aus den Augen verloren. Dabei hatten sie auf den beiden vorherigen Alben „Pleasure Victim“ und „Love Life“ genauso tolle Songs wie auf „Count three and pray“. Die wandlungsfähige Sängerin Terri Nunn, die auch äußerst glaubhaft mit einer anderen Band zusammen „Highway to Hell“ von AC/DC bei einem Open-Air-Konzert schmettern kann, wirkt auf diesem Cover wie ein glamouröser Filmstar der 40er Jahre.

Die fünf Besten am Donnerstag : Meine 5 liebsten Musikalben – zu später Stunde

Top 4

 

Immer wenn ich denke, fünf Beste können mir niemals einfallen – habe ich irgendwann so viel auf einer Liste, die es mir eine Auswahl schwierig machen. Denn was Musik angeht, war ich in meiner Teenagerzeit Jäger und Sammler. In den 80er Jahren mit Musikcassetten und Schallplatten großgeworden, ging es in den 90ern mit CDs munter weiter. Wenn ich mir heute neue Musik kaufe, dann am liebsten – wenn möglich – als Ausgabe in Vinyl, denn vielen Alben liegt ein Code bei, mit dem man sich die Songs als mp3-Datei aus dem Internet herunterladen kann.

Und deshalb kann ich heute nur über den schnöseligen Verkäufer mit dem Kopf schütteln, der mir damals weismachen wollte, der CD gehöre die Zukunft, und Vinyl wäre tot. Sterben können höchstens die Menschen, deren Stimmen uns verzaubern, aber auf den uns liebsten Musikaufnahmen bleiben sie uns erhalten.

Für die 87. Ausgabe der 5 Besten am Donnerstagauf Goranas Blog  habe ich in meiner umfangreichen Sammlung nach fünf Werken gesucht, die ich immer wieder mit Vorliebe hören, auch zum Teil noch nach über 30 oder gar 40 Jahren.

 

Mein bunt gemischtes Menü für die Ohren auf Vinyl – die neueste zuerst, die älteste zuletzt

 

Florence and the Machine – Ceremonials (2011)

Auch neue Alben gibt es als Schallplatten, die besonders schwer in der Hand liegen. Hier habe ich ein Doppelalbum von Florence & The Machine ausgewählt, das mir noch besser als „Lungs“ gefällt, weil hier einfach alles stimmt: Musik, Gesang, Tonqualität und Gestaltung. Welches Lied mir hier am besten gefällt, kann ich gar nicht sagen – aber textlich stechen für mich „Breaking down“ und „Shake it off“ hervor, weil ich mich zum Teil darin wiederfinde.

 

INXS – Kick (1987)

Die volle Dröhnung. Besser geht’s nicht. Dieses Album schlug 1987 ein wie eine Bombe. Nicht nur die Gitarren und das Schlagzeug sind eine Wucht, sondern auch die Stimme des Sängers, in die ich mich damals auf Anhieb verknallt habe… die Wirkung hält bis heute an – und bei so vielen Single-Auskopplungen, die sich auch noch in den USA allesamt in die Top 10 katalpultierten, wundert mich überhaupt nicht, dass es dafür x-fach Platin gab. Meine momentanen Ohrwürmer: „Mystify“ und „Need you tonight“. So sexy.

 

 

Siouxsie and the Banshees – Tinderbox (1986)

Dass ich über ein Jahrzehnt später für eine lange Zeit in der Gothic-Szene ankommen würde, hätte ich mir beim Kauf dieses Albums mit dem Tornado auf dem Cover auch nicht träumen lassen. So herrlich düster, dass es schon magisch ist: Der vertonte Horrorfilm und ein Klassiker für mich, auch nach 32 Jahren noch. „Cities in Dust“ und „92°“ waren meine absoluten Favoriten daraus. Endzeitstimmung in sechs Minuten:

 

Billy Joel – The Nylon Curtain (1982)

And now for something completely different. Obwohl ich schon die millionenfach verkauften Alben „Stormfront“ von 1989 und „An innocent man“ von 1983 sagenhaft gut fand, toppt dieses Werk den Rest um Längen. Ob es um den Niedergang einer Stadt (Allentown) oder den Druck, dem wir Tag für Tag ausgesetzt sind (Pressure) geht – die Krone verleihe ich dem Lied „Goodnight Saigon“, bei dem es mir jedesmal eiskalt den Rücken runterläuft. They threw an American flag in our face:

 

Mike Oldfield – The Orchestral Tubular Bells (1974)

Wer jetzt an den Exorzisten denkt, liegt nur halb richtig. Ich kenne zwar „Tubular Bells“, weil mein Mann als Fan von Mike Oldfield alles gesammelt hat, dessen er habhaft werden konnte. Mir liegt die orchestrale Fassung vom Royal Philharmonic Orchestra einfach mehr; und zumindest ist hier Mike Oldfield selbst noch mit von der Partie, nämlich an der Gitarre. Diese Platte ist vor einigen Jahren ständig abends mein Begleiter gewesen, als ich J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“ gelesen habe. Da war ich nicht nur beim Lesen in Mittelerde, sondern auch gleich akustisch.

No 5

 

Das waren sie, meine fünf allerliebsten Alben, die ich aus einer größeren Anzahl liebster Alben ausgewählt habe, CDs noch gar nicht mit eingerechnet. Irgendwo muss man ja mal eine Grenze ziehen. Und zum Schluss habe ich noch ein ganz besonderes Schmankerl auf Lager – ein besonderes optisches Highlight, zum Anfassen und Bewundern von allen Seiten.

Hagalaz‘ Runedance mit „Volven“ von 2009, als Doppelalbum auf bedrucktem Vinyl. Passt gut, weil ich gerade das Ende der vierten Staffel von „Vikings“ sehe.

 

 

 

 

Media Monday # 352 : Mein Leben ist zu kurz für schlechte Bücher *)

 

 

In der vergangenen Woche ist für einen kurzen Moment der Winter zurückgekehrt, und das war der Grund, warum ich auf die diesjährige Luminale in Frankfurt am Main so überhaupt keine Lust hatte. Mein achterbahnfahrender Kreislauf, wundgetanzte Füße und Schneetreiben am Donnerstag taten ihr übriges dazu. Also habe ich mich den Medien gewidmet, die ich mir in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte:

die beiden Staffeln der Serie „The Paradise“, die Bücher „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey und „Das Urteil der Sieben“ von George R. R. Martin *) sowie ein Reisevideo über Bornholm. Damit das Vorgeplänkel zum Media Monday nicht zu sehr ausufert, breche ich an dieser Stelle ab und widme mich erst einmal den sieben Lückentexten auf dem Blog medienjournal

Was ich sonst noch zu sagen hätte, stelle ich dann an den Schluss.

 

Media Monday # 352

1. Jüngst erst wieder einen Film mit einer ganz tollen Ausstattung, was Ort und Kostüme betrifft, gesehen und war enttäuscht, dass nach zwei Staffeln schon wieder Schluss war, doch darauf gehe ich bei Frage 7 näher darauf ein.

 

2. Die Kombination aus dem Frühling, der jetzt endlich aus dem Winterschlaf erwacht ist, latentem Heuschnupfen (danke, Erle/Birke/Hasel) und Zeitumstellung, die für dunkle Morgenstunden sorgt, macht mich ja regelrecht fertig, schließlich , gibt es kein besseres Mittel gegen meine momentanen Stimmungstiefs viel Licht und der Gesang der Vögel. Hoffentlich werden die Tage auch recht bald länger, so dass es morgens wieder zur gewohnten Zeit hell wird.

Für alle, die wegen der Umstellung auf Sommerzeit schlechter schlafen können als sonst, ein weiterer Kandidat für den „Soundtrack of my life“: Faithless mit „Insomnia“

 

3. Eine der mitunter besten Videospiel-Verfilmungen ist für mich „Prince of Persia : Der Sand der Zeit“ mit Jake Gyllenaal in der Hauptrolle, aber fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich mir aus Videospielen nichts mache und bei diesem Thema kaum mitreden kann. Eventuell könnte mich noch die neue Lara-Croft-Verfilmung mit Alicia Vikander reizen, aber ich fürchte, wenn’s dann soweit ist, schaffe ich es doch wieder nicht ins Kino.

 

4. Die Sonne ist wieder da! Da wird ein oder andere Museumsbesuch wohl zurückstehen müssen zugunsten eines Absackers im Biergarten oder in der Eisdiele .

 

5. Dank/seit ich meine große Liebe für die Musik der 80er Jahre wiederentdeckt habe, wachsen meine Playlists auf Youtube stetig an. Außerdem fallen mir so wieder ein paar Filme ein, die ich längst mal wieder sehen wollte. Aber ich beschränke mich nicht nur auf Musik von damals, sondern höre auch gerne neuere Songs oder solche, die nicht in mein übliches „Beuteschema“ passen.

 

 

6. Den Thriller „Die Katze“ von Joy Fielding konnte ich ja kaum aus der Hand legen, denn bis zum Schluss war ich auf einer falschen Fährte, was den Komplizen angeht und war am Schluss regelrecht erleichtert, dass es nicht der war, den ich die ganze Zeit über im Verdacht gehabt hatte. In welcher Verbindung zur Handlung die titelgebende Figur steht, hätte ich dann aber doch gerne gewusst.

 

7. Zuletzt habe ich die BBC-Serie „The Paradise“ über ein Kaufhaus in einer englischen Stadt als Leih-DVD gesehen, und das war am Anfang für mich etwas zäh, aber dann viel spannender als „Mr. Selfridge“, weil ich teilweise einen viel persönlicheren Zugang zu den Charakteren aufbauen konnte. Außerdem hat „The Paradise“ einen wunderschön gestalteten Vorspann:

 

 

Hier nicht zu spoilern, fällt mir nicht leicht, aber gerade in der zweiten und leider letzten Staffel rückt der Gedanke, dass Frauen Männern gleichgestellt sein sollten, in den Blickpunkt. Warum müssen die in dem Kaufhaus arbeitenden Frauen ihren Beruf aufgeben, sobald sie heiraten, während ihre männlichen Kollegen trotz ihres Berufs verheiratet sein dürfen? Wenn man sich vor Augen führt, dass es sich bei dem Film um eine Adaption eines Romans von Emile Zola aus dem Jahr 1884 handelt, bekommt das Drama für mich noch einmal eine ganz andere Dimension.

 

Ein längeres Statement zum Abschluss:

 

*) Zum Thema „Schlechte Bücher“ fällt mir ein, dass ich mich zum letzten Mal mit „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ so gelangweilt habe, dass ich das Lesen nach 50 Seiten abgebrochen und es meiner Schwester zurückgegeben hatte, weil die Handlung durch das Gezicke der Weasleys einfach für mich nicht in Gang kam. So ging es mir diesmal mit der Vorgeschichte zu „Das Lied von Eis und Feuer“, durch das ich mich 174 Seiten lang quälte und von dem ich mir mehr versprochen hatte, weil ich Serie „Game of Thrones“ so toll fand. Aber mit dem Schreibstil von Herrn Martin kann ich leider nicht viel anfangen, und vielleicht sind es auch die ganzen eingedeutschten Namen von Personen und Ortschaften, die sich für mich seltsam anfühlen. Aber es gibt auf meinem Stapel noch genügend andere Bücher, die auf mich warten. Eins davon habe ich jetzt begonnen zu lesen: „Ein Bär im Betstuhl“ von dem finnischen Schriftsteller Arto Paasilinna – nach „Im Jenseits ist die Hölle los“ und „Der wunderbare Massenselbstmord“ wieder ein Roman voll mit skurrilem Humor.

Wenn ich im Moment schon ständig düstere und melancholische Musik aus dem letzten Jahrhundert höre, brauche ich als ausgleichende Literatur etwas heiteres, auch wenn der Humor teilweise echt schräg daherkommt.

Die fünf Besten am Donnerstag : Filme & Musik – eine unschlagbare Kombination

 

In der 86. Ausgabe der „5 Besten am Donnerstag“ auf Goranas Blog geht es heute um 5 Songs, die uns automatisch an einen Film denken lassen.

Obwohl auch bei mir ein Film auftaucht, der auch anderen eingefallen ist, nämlich Donnie Darko, verbinde ich ein ganz anderes Lied mit ihm. Außerdem habe ich noch einen zweiteiligen Fernsehfilm im Angebot und eine Extrazugabe. Hier sind meine fünf Kandidaten, wie meistens bei mir, bunt gemischt, aber alphabetisch nach Filmtiteln sortiert:

 

1 – ein irischer Musikfilm, in dem Star-Trek-Darsteller Colm Meaney mitspielt: Die Commitments. Das Lied dazu: „Mustang Sally“, im Original von Muddy Waters

 

 

2 – die Verfilmung des Romans „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley, mit Anjelica Houston und Julianna Margulies: Die Nebel von Avalon. Das Lied dazu: „The Mystic’s Dream“ von Loreena McKennitt – zur Abwechslung mal als Livemitschnitt aus der Alhambra 

 

 

3 – und noch eine Literaturverfilmung, aber diesmal mit mehr Laufzeit und mehr Action: Die Tribute von Panem. Das Lied dazu von der Hauptperson, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird: „The Hanging Tree“ von Jennifer Lawrence 

 

 

4 – einer meiner Lieblingsfilme, die ich immer wieder sehen könnte, und die mir nie langweilig werden: Donnie Darko. Die meisten verbinden damit GaryJules‘ Coverversion des Tears-for-Fears-Hits „Mad World“, aber für mich ist das Lied der Wahl „The killing moon“ von Echo & The Bunnymen

 

 

5 – und zum Schluß noch was fürs Herz. Hach, was waren wir damals, im Jahr 1994, noch so jung und so romantisch: Vier Hochzeiten und ein Todesfall. Und in diesem Fall war es nicht das Original „Love is all around“ von den Troggs, sondern die Neuvertonung von Wet Wet Wet

 

 

Und zum Schluss jetzt noch…

 

Die Extrazugabe aus Australien. In meine aktuelle Playlist hat sich nämlich der Song „The Dead Heart“ von Midnight Oil eingeschlichen, die mich an den Film Long walk home erinnert. Der Hintergrund dazu: „Die in Australien per Gesetz verordnete Zwangsentfernung der meist „halbblütigen“ Kinder (half-caste children) geschah systematisch offiziell von ungefähr 1909 bis 1969, und zhn bis dreißig Prozent aller Aborigines-Kinder waren betroffen.“:

 

 

Das Lied von Midnight Oil taucht zwar im Film nicht auf, aber wegen des geschichtlichen Zusammenhangs passt es für mich trotzdem.

Ich hätte noch viel mehr finden können, wenn ich gewollt hätte, und die Liste war mit elf Titeln sowieso schon lang genug… aber irgendwo muss man ja mal eine Grenze ziehen; und ich freue mich, dass sich das Thema dieser Woche wieder um Musik gedreht hat – denn damit beschäftige ich mich im Moment am meisten. Mal sehen, wo die Reise als nächstes hingeht.

Media Monday # 351 : Über sieben Brücken mußt Du geh’n

 

Das Wochenende habe ich mal wieder zum Aufräumen genutzt, denn ich war auf der Suche nach ein paar CDs, die ich schon lange wieder hören wollte. Wieviel Staub sich in manchen Ecken so angesammelt hat, wollte ich gar nicht glauben. Ist aber so. Am Ende habe ich dann im zweiten Anlauf die CDs von Midnight Oil, INXS, Within Temptation und Kosheen wiedergefunden, die ich im ersten Versuch mangels ausreichendem Licht im Zimmer glatt übersehen hatte.

Licht in diesen düsteren Tag bringen auch wieder die sieben Lückentexte zum aktuellen Media Monday auf dem Blog medienjournal:

 

Media Monday # 351

1. Was mich im noch jungen Filmjahr 2018 bisher begeistert hat ist die Nachricht, dass es im Sommer eine neue Variante von „Ocean’s …“ gibt: Ocean’s Eight, in dem es um Juwelendiebstahl geht und der in den Hauptrollen mit Frauen besetzt worden ist.

 

 

2. Wenn im Internet dann plötzlich wieder alle von beispielsweise der Leipziger Buchmesse erzählen fehlt mir ein wirkliches Interesse, denn die Luminale, die in Frankfurt am Main jetzt anläuft, finde ich viel spannender.

 

3. David Guetta ist in meinen Augen schon reichlich überschätzt, denn beispielsweise die Coverversion des Songs „Titanium“ von der niederländischen Metalband Within Temptation finde ich um Längen besser.

 

 

4. Wohingegen die irische Band „The Script“ inzwischen von sämtlichen Radiostationen im Vergleich zu Leuten wie Mark Forster, Vincent Weisss oder anderen angesagten Sängern dann eher unterschätzt wird und nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommt, denn immerhin schaffen sie es, das Publikum zu bewegen.

Zwar war ich noch nie auf einem Konzert von ihnen, aber auf YouTube gibt’s jede Menge Konzertmitschnitte, die mich richtig mitreißen konnten. Das schaffen nicht viele. Die letzte, die ich live erleben durfte, war Zola Jesus mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und eindringlichen Stimme.

 

 

5. Als ich letztens mal wieder meine Schallplattensammlung zur Hand nahm versetzte mich dies zurück in die 80er Jahre, deren Musik mich durch meine Teenagerzeit begleitete. Ich muss gestehen, dass sich darunter auch das Album „Revanche“ von Peter Maffay befindet und ich den Text von „Über sieben Brücken musst du geh’n“ seit letztem Samstagnachmittag mit anderen Ohren höre. Ich glaube, dieser Klassiker bekommt einen Platz in meiner Liste „Soundtrack of my life“.

 

 

6. Wenn die Laune mal im Keller ist und ich sonst zu nichts Lust habe, eine Session auf webfaild.de geht eigentlich immer, denn dort habe ich schon die kuriosesten Dinge gefunden, angefangen bei lustigen Sprüchen, über seltsame Videos, bis hin zu Mitschnitten aus Facebook-Diskussionen, die zeigen, dass manche nun wirklich nicht die hellste Kerze auf der Torte sind. Eins meiner Favoriten ist das Video, in dem ein schlafendes Häschen mit einer Drucklufthupe geweckt wird – aber bevor jetzt gleich der große Shitstorm losbricht: Kein Hase kam in diesem Video zu Schaden oder hat sein Gehör verloren (no bunny was harmed in this video). Waking a sleeping rabbit with an air horn.

 

 

7. Zuletzt habe ich mir auf YouTube haufenweise Musikvideos und Interviews mit Bono, Michael Hutchence und Joan Jett*) angeschaut, und das war stellenweise schon ziemlich anstrengend, weil manche Interviewer bzw. Interviewerinnen meiner Meinung nach völlig banale oder gar dumme Fragen gestellt haben, bei denen ich den Künstlern ansehehen konnte, wie unwohl sie sich in dieser Situation gefühlt haben mussten. Besonders unangenehm empfand ich Rosie O’Donnell.

Außerdem bin ich noch in den Genuß der beiden Staffeln von „The Paradise“ gekommen, die ich gleich regelrecht verschlungen habe. Aber ich glaube, darüber schreibe ich demnächst noch mal separat etwas.

 

 

*) Back to the roots, äh, Joan Jett: Auf der Seitenleiste erschienen dann auch alte Musikvideos von ihr, die mir zeigten, was für eine tolle Musik diese Dame außer „I love Rock’n’Roll“ noch so draufhatte und wie hübsch sie damals war. Danke, YouTube für dieses seltene, bisher von mir noch unentdeckte Material. Auch für Konzertmitschnitte und Alben in voller Länge. Und im Gegensatz zu den sonst häufig dummen Kommentaren auf dieser Plattform, hielten sich die User zur Abwechslung dezent zurück. Wenn es für mich schon herzergreifend wird, dann möchte ich mich nicht auch noch über solche Respektlosigkeiten ärgern müssen.

 

 

 

Die 5 besten am Donnerstag : Lieblingssongs

 


 

Heute geht es auf Goranas Blog „ergothek“ bei „Die 5 besten am Donnerstag“ um unsere aktuellen Lieblingslieder.

Auf meiner Reise zur Ostsee und zurück habe ich ja einige CDs dabeigehabt, aber trotzdem doch immer wieder dieselben vier gehört. Und deswegen notiere ich hier die Songs, die mir von den gehörten CDs am besten gefallen haben und die ich auch beim Fahren lauthals mitgesungen habe.

 

Top 5 – Aktuelle Lieblingssongs

 

Die richtige Musik zur Untermalung der winterlichen Landschaften, durch die ich hindurchgefahren bin, war für mich „Soak“ von Zola Jesus – Weite, weiße Felder, akustisch perfekt untermalt:

 

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=85mc1GiMexA)

 

Auch wenn es im Video vielleicht etwas anders rüberkommt, aber für mich ist dies Schottlands Beitrag zur Fußball-WM – Amy MacDonald mit „Pride“:

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=pTvAiMkj4QU)

 

Dienstagmorgen auf der A1 von Lübeck nach Bremen (oder irgendwo auf dem Highway to Hell) – Depeche Mode mit „It’s no good“. Bei diesem Sound brauch‘ ich keine Kaffeepause – das geht direkt ins Blut wie Koffein:

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=stpaq27-V70&feature=youtu.be&t=4)

 

Und von der Johnny-Cash-CD „The Man in Black – The Definite Collection“ ist diese Version von „Sunday Morning coming down“ mit eine der besten, die ich je gehört habe. Es ist keine Ode an den Sonntag – denn der Sonntag ist der Tag, an dem man sich am einsamsten fühlt:

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ED5s1-Fe9FA&feature=youtu.be)

 

Und weil ich heute in melancholischer Stimmung bin, gibt es zum Schluss noch ein Stück von einer Band, deren Sänger viel zu früh aus dem Leben geschieden ist: INXS mit „Never tear us apart“ – gefunden in meiner Youtube-Playlist – rest in peace, Michael:

(Quelle: https://youtu.be/_VU9DjQpvMQ)

 

Mein Motto „Wie der Schreibstil, so die Musikauswahl“ habe ich frei nach der Werbung für das norddeutsche Bier mit dem großen J gestaltet, nämlich Kraut und Rüben, denn angeblich ist Durcheinander viel besser (so viel zur Werbung für den Pudding mit dem großen M). Aber eins haben alle fünf miteinander gemeinsam: Sie zeigen meine Vorliebe für tiefe Stimmen, sowohl bei den Herren der Schöpfung als auch bei den Damen.