Dienstags-Gedudel #28 : Der Erklärbär – Teil 9

 

Let’s do the time warp again.

 

Noch so ein Song, der mich verfolgt. Diesmal von 1982 – für alle, die sich nicht entscheiden können, ob gehen oder bleiben sollen, habe ich diesen Oldie mit Standbild und Übersetzungshilfe ausgebuddelt. Oder kommt das noch jemandem spanisch vor?

 

 

 

The Clash: Should I stay or should I go (https://www.youtube.com/watch?v=7r0iuoj-KNU) – Wenn ich diesen Titel schon permanent zitiere, sollte ich vielleicht auch mal erklären, was ich damit meine.

Ob die Botschaft durch diesen dürftigen Versuch allerdings klarer wird, lasse ich mal dahingestellt.

Media Monday # 475 : Guarantee for quality…

 

mit dieser mysteriösen Einleitung geht es auch schon in den neuen Monat und zum Sonntagabendritual mit dem Media Monday, der sich bei mir zu sechs Siebteln mit dem gleichen Thema beschäftigt und nach meiner Zeitrechnung um 0:07 auf meinem Blog erscheint. Mache ich sonst zwar nicht so exzessiv, aber der Aufbau der ersten sechs Lückentexte war für mich die perfekte Steilvorlage. Mit diesem Muster bin ich vielleicht nicht die Einzige…

Wie auch immer – starten wir durch in eine neue Phase…

Media Monday # 475

1. Ich könnte mich ja stundenlang über meine inzwischen nicht mehr existierende Lieblingsband und ihre Musik auslassen, denn zur Zeit erfreuen sich die 80er Jahre großer Beliebtheit, obwohl es in jenem Jahrzehnt auch ziemlich viel Mist gab. Und was nicht mehr existierende Bands angeht – so fallen mir bestimmt genügend Beispiele ein, welche bei youtube hohe Klickzahlen erreichen. Kleine Anmerkung am Rande: Bei diesem Punkt des Media Mondays würde ich wetten, dass ich so einige Lobpreisungen über noch lebende und gleichzeitig noch aktive Schauspieler und Schauspielerinnen zu lesen bekomme – was ich, nebenbei gesagt, durchaus begrüße, da es vermutlich die sind, die ich auch gerne sehe.

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2. Besonders begeistert bin ich hier nämlich dass ich letzten November die einmalige Gelegenheit bekam, deren Konzert vom 13. Juli 1991 volle 98 Minuten lang im Kino erleben zu dürfen; schließlich war ich an besagtem Tag ja nicht dabei gewesen.

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3. Überhaupt sind Diskussionen darüber, ob/dass hier nicht langsam zum INXS-Overkill ausartet, für mich nicht wirklich förderlich – erstens ist manchen Momenten mit Vernunft nicht beizukommen, und zweitens ist es wie mit der berühmt-berüchtigten Chipstüte: Der Genuß findet erst ein Ende, wenn die Tüte leer ist, und danach ist’s erst mal genug – wobei der letzte Lückentext des Media die Funktion der leeren Chipstüte erfüllt. Und für den Rest der Woche steige ich dann eben musikalisch auf andere Kost um. Auswahl hätte ich ja reichlich da.

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4. Eigentlich hatte mich ja letzten Sommer schon mit der seltsamen Filmankündigungspolitik der BBC schwergetan und mich schon unter denen gesehen, an der die Filmdokumentation über Michael Hutchence komplett vorbeigehen würden, und dann gab erfuhr ich durch einen Zufall, dass es mit „Down Under Berlin“ am letzten Septemberwochenende 2019 die Möglichkeit für mich geben würde, den Film doch noch im Kino zu sehen.

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5. Müsste ich allerdings in wenigen Worten meine Begeisterung begründen, wäre ich gekniffen, denn ich neige leider öfters mal zu weitschweifigen Ausführungen (der erste dieser Lückentexte beweist es).

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6. Meine Schwester ist sicherlich auch nicht unschuldig dran, schließlich mochte ich es immer, gemeinsam mit ihr Musik zu hören und bin irgendwann dahinter gekommen, wie ich ihr am geschicktesten bestimmte LPs abluchsen kann. Da habe ich es auch in Kauf genommen, dass sie mit dem Aufkleber „Australian Products – guarantee for quality“ (den sie vermutlich von einer Packung Obst abgezogen hatte) ein bestimmtes Plattencover „verziert“ hat.

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7. Zuletzt habe ich mich durch alle meine bisher veröffentlichten Beiträge zu den ABC-Etüden und dem #writing friday geschmökert, und das war mal nötig, weil ich vorhabe, diese scheinbar wenig miteinander zu tun habenden Texte zu einem Band zusammenzufassen und bei wattpad zu veröffentlichen.

Media Monday # 473 : cat content 18 +…

 

(dis)approved:

Irgendwie komme ich mir vor wie bei Schrödingers Katze. Bei dem ist sie tot und gleichzeitig lebendig. Gerade erst habe ich mit „Metropolis“ einen DVD-Marathon hinter mir und entdecke bei meinen Vorbereitungen zu den nächsten Ausgaben des „Dienstagsgedudels“ ein Video, bei dem ich ein Déjà-vu habe. Doch dazu mehr im letzten der sieben Lückentexte des Media Monday.

Der ist jeden Sonntag übrigens auch ein wiederkehrendes Déjà-vu, was aber für mich völlig in Ordnung ist.

Media Monday # 473

1. Gäbe es nicht mein kleines Domizil im Taunus, ich würde wohl niemals zwischendurch zu neuen Kräften kommen – ohne diese kleine Zuflucht ohne Komfort käme ich wohl nie zum Durchschnaufen.

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2. So manche Band oder mancher DJ ist in meinen Augen ja gnadenlos überschätzt, aber ich muss ja nicht alles gut finden – habe ich schon in den 80er Jahren nicht getan, und tue ich auch heute nicht. Auch wenn es mir keiner glaubt: Ich bin nicht im letzten Jahrhundert stehengeblieben, und für Tips bin ich immer offen – besonders für die von manchen Bloggern. Dass solche Empfehlungen aber auch aus einer ganz anderen Richtung kommen können, damit beschäftigt sich Text Nummer fünf.

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3. Oft genug entgehen einem ja Sachen, wie etwa, dass vermeintlich abgeschlossene Buchreihen nach Jahren doch noch fortgesetzt werden.

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4. Das Lesen von Büchern in ausschließlich digitaler Form ist ja schon merklich etwas anderes, als das von gedruckten Exemplaren, wobei beide ihre Vor- und Nachteile haben. An gedruckten Büchern liebe ich oft ihre schöne Gestaltung, wenn da nur nicht das Problem der Unterbringung wäre, wenn es sehr viele sind. Bei den digitalen Exemplaren, die ich zur Zeit lese, liegt der Vorteil ganz eindeutig darin, dass sie nicht viel Platz benötigen und dass oft auch Videos eingebunden sind.

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5. Hätte ich nur früher gewusst, dass bei der Schwärmerei meiner Schwester für U2 eine wirklich gute Empfehlung für die Band „Inhaler“ herausspringen würde, hätte ich mal genauer recherchiert, denn außer dass Bonos Sohn die Indie-Rock-Band zusammen mit drei Komilitonen am St. Andrews College in Dublin gegründet hat, wusste ich nichts darüber. Dank youtube bin ich nun wieder etwas schlauer (https://www.youtube.com/watch?v=DlmqLOq-YmU) – dabei gibt’s youtube schon länger.

 

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6. Eine neue Fortsetzungsgeschichte zu schreiben, beschäftigt mich schon geraume Zeit, aber obwohl ich ungefähr weiß, wie die Handlung verlaufen soll, weiß ich noch nicht, wie ich’s anpacken soll.

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7. Zuletzt habe ich mit Madonna und „Express Yourself“ ein Déjà-vu gehabt, und das war ein Gefühl wie bei Schrödingers Katze, weil ich mich nicht entscheiden konnte, was ich von diesem „Zufall“ halten soll. Dass das monumentale Filmepos „Metropolis“ mit seinem grandiosen Setting als Inspirationsquelle dient, ist angesichts der Ähnlichkeiten kaum zu übersehen: der dürre Spitzel – die Stadt der Arbeiter tief unter dem Moloch Metropolis. Wer’s nicht glaubt, springe bis 2:02 vor oder lese gleich die Worte am Schluss: „Without the heart there can be no understanding between the hand and the mind.“ – Verblüfft hat mich auch die Ähnlichkeit bei den Produktionskosten – das Video hat David Fincher gedreht, für fünf Millionen Dollar (https://www.youtube.com/watch?v=GsVcUzP_O_8) – Metropolis 6.0  (FSK 18):

 

– bei „Metropolis“ waren es fünf Millionen Reichsmark.

Beide gelten als die teuersten Filme ihrer Zeit, nur sind Stimmung und Ergebnis bei Fincher ganz anders als bei dem Vorbild von 1927, das man heute problemlos als FSK 0 bzw. 6 einstufen würde.

Bei dem mit mehreren Preisen ausgezeichneten Musikvideo bin ich mir da nicht so sicher.

Dienstags-Gedudel #24 : Zu Gast in der Welt des Sports – Teil 5

 

Heute wird doppelt gemoppelt, zuerst geradeaus und danach in alle Richtungen.

Außerdem haben wir ein doppeltes Schnapszahlendatum, den 7.7.2020 – zwei Siebener und zwei Zwanziger. Doch bei dieser Sportart sollte man nüchtern bleiben, ein Tip, der im Sport generell Gold wert ist.

Aber hier wird nicht bloß in coolen Sportklamotten posiert, sondern richtig Gas gegeben – als damals „Zurück in die Zukunft“ der große Hit in den Kinos war, wollte ich auch mal Skateboard fahren – so wie Michael J. Fox, aber alles, was bei meinem ersten und einzigen Versuch herauskam, war ein formidabler Sturz mit Armbruch, und am Schluss fuhr ich mit einem Gips nach Schottland. Michael J. Fox hatte das irgendwie besser drauf.

And now step up to the next level.

Willkommen in der Half Pipe – auch 30 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung kann der Song anscheinend immer noch punkten (https://youtu.be/7AEwszNkmJU?t=0):

 

 

So tolle Stunts wie die Jungs in dem Video zum Dienstags-Gedudel habe ich deshalb nicht erlernen können – Ein Zufallsfund auf youtube; das Lied erinnert mich ein wenig an die 60er Jahre und ist der perfekte Begleiter für den Frühsport. Und weil ich „Doppelt gemoppelt“ zu Beginn geschrieben habe…

Der modernere Ohrwurm des Tages in dieser Doppelausgabe ist die Cover-Version von „Shake it off“ (im Original gesungen von Taylor Swift) – um ein Haar hätte ich „skate it off“ geschrieben – geskatet wird hier nicht ganz so exzessiv, aber dafür dürfen die Jungs dann noch das Football-Ei fangen (https://youtu.be/ZzsPxEQ9KAA).

 

 

Aber „Gedudel“ ist in diesem Zusammenhang nicht abwertend gemeint, sondern der Name einer Aktion von nellindreams.

Media Monday # 469 : Gigabyte-Alarm in Blue-Silver

 

Was tun, wenn auf dem Laptop von 103 GB nur noch 9 GB an Speicher frei sind?

Richtig: Altes, von dem ich mich nicht trennen mag, aber aktuell nicht brauche, auf eine externe Festplatte auslagern. Betroffen waren Bilder, Musikdateien, meine Manuskripte zu diversen Blogparaden von 2018 und 2019… Jetzt sind es 28 GB. Wenn sich damit nicht arbeiten lässt, dann weiß ich auch nicht.

Nach der ganzen Plackerei mal was zum Entspannen: Der Media Monday winkt, und damit sieben hoffentlich genauso interessante Lückentexte wie sonst auch…

Media Monday # 469

1. Was mich die vergangenen Tage wohl am meisten beschäftigt hat: Hoffentlich schmiert mir mein Rechner nicht ab – und: warum ist die Internetverbindung beim Home-Office so grottig? Wenigstens ist beim ersten Thema der Käse jetzt gegessen.


2. Eigentlich unvorstellbar, dass ein Sommer ohne Eiscreme vollkommen sein soll, und genau deshalb liebäugele ich jetzt mit dem Kauf einer Eismaschine, denn das Rühren von Hand und ständige Kontrollieren, ob sich auch ja keine Eiskristalle gebildethaben, erscheint mir auf Dauer doch zu mühsam. Andererseits schreckt mich das Gewicht einer guten Maschine ab, da ich diese nicht ständig brauche – zweiundzwanzig Kilo zu heben, ist bestimmt auch kein Vergnügen.


3. Meine Vorliebe für eine gewisse Band in Kombination mit meiner Bestelleritis im letzten Jahr scheint mir regelrecht prädestiniert, um einen bekannten Onlineversand dazu zu bringen, mir die inzwischen x-te „Best-of-CD“ schmackhaft machen zu wollen.


4. Nachdem nun gemeinsame (Spiele-)Abende in kleiner Runde langsam wieder Thema werden: Meine Lieblingsbrettspiele, die man auch zu zweit spielen kann, wenn’s denn sein muss, sind „Die Säulen der Erde“ und „Die Quacksalber von Quedlinburg“ – aber mehr Spaß macht’s zu dritt oder zu viert.


5. Ich hätte es ja kaum für möglich gehalten, dass ich einmal gleich von mehreren Seiten für einen Award vorgeschlagen würde und dass ich selbst mal eine Challenge ausrufen würde – in diesem Fall ist es die 30 Days Book Challenge, an der auch schon einige ihr Interesse bekundet haben. Wer weiß, vielleicht kommen ja noch ein paar hinzu. Freuen würde mich das.


6. Viel zu selten komme ich eigentlich dazu, mal wieder kräftig aufzuräumen, verschieben wir’s doch auf morgen – sprach meine innere Scarlett O’Hara.


 

7. Zuletzt habe ich eine CD ausgebuddelt, die ich schon lange nicht mehr gehört habe, und das war „Rio“ von Duran Duran – mit einigen speziellen Remixen. (das titelgebende Video befindet sich oberhalb dieses Textes – https://www.youtube.com/watch?v=nTizYn3-QN0) – Bodypainting in Kreischfarben und Outfits im Miami-Vice-Stil waren damals sehr en vogue.

Schön, wenn sich Leute selbst nicht ganz so ernst nehmen. Beim Hören habe ich mich doch schon sehr darüber wundern müssen, dass sie in den letzten Jahren ein Schattendasein gefristet hat, weil das zu Beginn der 80er Jahre, bis ca. 1987 meine absolute Lieblingsband war und ich heute teilweise noch die Texte auswendig mitsingen kann (♫ ♪♫ sing blue silver ♫ ♪♫ – diese Zeile ist jedoch aus einem anderen Song) – der perfekte Soundtrack für den Sommer.


 

 

30-Days Film Challenge – Day 20 : a film that changed your life

 

 

Kann ein Film wirklich lebensverändernd sein? Ich wette, die meisten würden das verneinen.

 

Day 20 : a film that changed your life

 

Aber es gibt tatsächlich einen Film, der mich zum Nachdenken darüber gebracht hat, dass es Träume gibt, mit deren Verwirklichung besser nicht zu lange wartet: Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List) mit Morgan Freeman und Jack Nicholson (https://i.pinimg.com/474x/03/99/6f/03996f76f072798c3cdd7ba196c7dec6.jpg).

 

 

Danach habe ich selbst meine persönliche „Löffel-Liste“ geschrieben. Die würde bei mir heute allerdings ganz anders aussehen als damals. Das Leben dauert schließlich nicht ewig, und wer weiß, was im nächsten Jahr ist – genau das war mein Gedanke, als ich letztes Jahr spontan beschloss, nach Kanada zu reisen, und als hätte ich es geahnt, geht dieses Jahr in dieser Beziehung für mich nichts mehr.

Ein Lied, das sich mit diesem Thema beschäftigt, ist „Kein Zurück“ von Wolfsheim, das mir bei diesem Film als erstes eingefallen ist. Ein Thema, das im letzten August zum Zentrum des Gesprächs wurde, das sich in Montréal am späten Abend an der Hotelbar zwischen mir und einer Kanadierin aus Alberta entwickelt hat. Lebe jetzt und nicht irgendwann. Denn irgendwann ist selbst der größte Traum zu lange her. Meinen habe ich noch gerade rechtzeitig verwirklicht.

30 Days Book Challenge : Tag 7 – Eine Biografie

 

Das Schnäppchen des Jahres 2018 (oder war’s 2019?) gab’s zum Schleuderpreis von 50 Cent auf dem Bücherflohmarkt unserer Stadtbücherei – mit einem von mir doch sehr vernachlässigten Genre

Die Biografie

aber ich gelobe Besserung und steigere mich bei der Seitenzahl – mit

Maximum Rock’n’Roll“ von Murray Engleheart und Arnaud Durieux

Angepriesen wurde das Werk über die australische Band AC/DC mit den Worten „Die ultimative Chronik der erfolgreichsten Hardrock-Band aller Zeiten“, haben wollte es niemand, also habe ich zugegriffen, denn ich wollte mich über ihren Werdegang informieren, auch weil ich sie in der Originalbesetzung bisher noch nicht kannte.

AC DC Morgenlektüre

Die Morgenlektüre – für unterwegs eher ungeeignet.

 

Sie suchten sich ein Thema, über das sie sich in Rage reden konnten: ihren Manager, irgendjemanden aus der Musikindustrie oder aus dem Fernsehen. Dann wählten sie einen Moment, an dem sie einsteigen konnten und legten los. Es war wie Zauberei. Die Intensität war unglaublich. Angus ist eher entspannt, Malcolm sehr ambitioniert, Cliff war der Neue und wollte es allen nur recht machen und Bon war immer sehr locker drauf. Ein bisschen wie Michael Hutchence, was seine Lebenseinstellung anging. Aber George… der war so angespannt.“ (Seite 240).

 

Kollegen unter sich – das konnte ich mir nicht verkneifen. Der locker und oft in deftiger Sprache geschriebene Wälzer mit vielen Schwarz-Weiß-Fotos und einem umfangreichen Personenregister ist unter der ISBN 978-3-453-60120-8 im Heyne-Verlag erschienen, und ich stecke irgendwo in der Mitte fest, weil mir zur Zeit die Lust zum Lesen dicker Bücher fehlt. Über 500 Seiten wiegen halt auch was.

 

 

 

Und weil nun doch einige mitmachen möchten, folgt an dieser Stelle ein kurzes Update – Welcome to the club:

Bette Davis left the Bookshop

Neu- und Späteinsteiger sind herzlich willkommen.

30-Days Film Challenge – Day 16 : a film that is personal to you

 

 

Achtung, jetzt wird’s persönlich. I’m gonna walk 500 miles. Und zwar nach Berlin (vielleicht waren es auch ein paar Meilen weniger)…

 

Day 16 : a film that is personal to you

 

…  und zwar für eine Dokumentation über einen Künstler, in dessen Stimme ich mich 1987 verliebt habe. Statt eines Filmplakats gibt es heute erneut einen Trailer – zu Mystify : Michael Hutchence (Regie Richard Lowenstein – https://www.youtube.com/watch?v=JRIFR3hkIpo) –

 

 

Andere haben eine Schwäche für noch lebende Schauspieler und Schauspielerinnen, bei mir ist dieser Herr das Objekt der Bewunderung, dessen Solokarriere 1997 durch sein unerwartet frühes Ableben jäh zum Erliegen kam. Dummerweise hatte ich bei der Vorführung auf dem Festival in Berlin an einigen Stellen ganz seltsame Déjà-vus, die mich an jemanden, der mir nahe stand, erinnert haben. Bitte nehmen Sie mir das nicht persönlich, wir sind ja schließlich nicht bei der Balkonszene in „Das Leben des Brian“, sondern bei der von aequitasetveritas vorgestellten 30-Tages-Challenge (siehe Bild oben).

Man kann sich natürlich das Porträt auch aus unzähligen Youtube-Clips zusammenpuzzeln, wenn man auf Detektivarbeit steht, doch als Film ist das Gesamtpaket erstens viel eindrucksvoller und runder, zweitens ohne Werbung, und drittens ziehe ich Filme auf der Kinoleinwand und mit vernünftiger Soundanlage dem kleinen Bildschirm meines Fernsehers bzw Laptop oder dem Display meines Smartphones vor.

 

30-Days Film Challenge – Day 15 : a film that makes you feel happy

 

 

Let’s get happy. Strong Scottish accent ahead. Bevor es morgen wieder melancholisch wird. Hier möchte ich einen Film anpreisen, den hierzulande wahrscheinlich niemand kennt.

 

Day 15 : a film that makes you feel happy

 

Weil in diesem Fall ein Filmplakat nicht sehr aussagekräftig ist – schon allein wegen des völlig unsinnigen Titels „Make my heart fly“ bei der deutschen Fassung – gibt es diesmal als Häppchen einen Filmausschnitt. Ich liebe dieses Musical – auch wenn der Anfang etwas anderes vermuten lässt, hat es mir zu guter Laune verholfen, als ich es im November 2016 in Edinburgh gesehen habe. Und zwar in einem plüschigen Kino mit Relaxsesseln.

 

 

Sunshine on Leith (https://www.youtube.com/watch?v=NRc5mtwjwvU&t=0s), unter der Regie von Dexter Fletcher, besteht ausschließlich aus Songs der schottischen Folk-Rock-Band „The Proclaimers“ und wird daher auch ganz gerne als Juke Box Musical bezeichnet. Die Proclaimers hatten 1993 ihren bekanntesten Hit mit „I’m gonna be (500 Miles)“; und die beiden Herren haben einen kurzen Cameo-Auftritt zu Beginn des Films. Der Clip würde auch gut zum Dienstagsgedudel passen.

Die Freundin, die mich zu dem Film eingeladen hat, informierte mich damals, dass eine ihrer Schülerinnen in der Massentanzszene am Schluss zu sehen sein soll. Darauf war sie sehr stolz. Für mich war dieser Film, der in der deutschen Version übrigens völlig unsinnigerweise „Make my heart fly“ heißt, die Überraschung des Jahres. Da bekomme ich sofort Lust, nach Edinburgh zu fliegen, denn an all den im Film gezeigten Plätzen war ich schon viele Male. Und auch in Leith.

Mein Kinojahr 2020 : Alles neu macht der Mai (?)

 

Ach, wirklich? Leider kann ich hier auch in diesem Monat nichts neues erkennen, außer dass ich in meinem Pantoffelkino auch den ein oder anderen Konzertfilm und aus dem Fernsehen aufgenommenen Spielfilm laufen ließ und ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt habe, ins Autokino zu fahren.

Was es im Mai an Filmen bei mir gab, verrät diese Rückschau.

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Zurück in die Zukunft I – III

INXS – Live Baby Live

Sliding Doors

Downton Abbey : Higland Special

Blow

Matrix

Virus – Schiff ohne Wiederkehr

The Peanut Butter Falcon

Hustlers

Knives Out – Mord ist Familiensache

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Zurück in die Zukunft I – III : Einer der sogenannten Kultfilme aus den 80er Jahren war „Zurück in die Zukunft“, dem recht bald zwei weitere Filme folgten. Die Trilogie gab es irgendwann für 9,99 Euro zu kaufen – und als ich am 1. Mai spontan entschied, sie endlich noch einmal zu sehen, war ich überrascht, dass das Ding noch immer in Folie eingeschweißt war. Und noch eine Überraschung: Am besten hat mir der Abschluss der Trilogie gefallen – witziges Detail am Rande: Im ersten Film der Reihe soll ein Blitz für die Power sorgen, die der De Lorean braucht, um wieder in das Jahr 1985 zurückgeschickt zu werden – während der Film lief, zog ein Gewitter auf, allerdings waren die Blitze eher harmloser Natur.

INXS – Live Baby Live: Inzwischen gibt es von diesem Konzert mehrere unterschiedlich lange Fassungen. Das 1991 im Londoner Wembleystadion mitgefilmte Konzert von INXS lief letzten November in einer 98 Minuten langen Fassung und gigantischem Sound im Kino, die BBC und 3SAT zogen im Dezember nach und servierten den Zuschauern die verstümmelten Fassungen, bei denen etliche Songs fehlen. Weil ich beim Ausmisten meines Kleiderschranks gerne etwas Musik haben wollte, musste die 92 Minuten lange DVD-Fassung dran glauben. Das Bild war zwar auf dem Fernsehbildschirm nicht ganz so brillant wie auf der großen Leinwand, aber dafür hatte ich dank des umwerfenden Sounds viel weniger Langeweile beim Aufräumen.

Sliding Doors: Gwyneth Paltrow in einem Film zum Thema „was wäre wenn“. Die Idee, zwei völlig verschiedene Erzählstränge parallel nebeneinander herlaufen zu lassen bzw. diese einander abwechseln zu lassen – je nachdem, ob sie die U-Bahn noch erwischt oder nicht, ist zwar nicht neu. Aber genial umgesetzt. Parallel bedeutet nicht „Split Screen“, sondern dass die sich voneinander unterscheidenden Szenen direkt hintereinander geschnitten wurden, wodurch der Film eine ganz eigene Dynamik bekommt. Und um die beiden Helens optisch besser auseinander halten zu können, trägt sie ihre Haare in der einen Version lang und dunkelblond, in der anderen dagegen als hellblonden Pixie. Schiebetüren (Sliding doors) sind ihr Schicksal – Helen, frisch entlassen, weil sie aus der Firma Wodka hat mitgehen lassen, will eigentlich nur noch nach Hause. Und hier geht’s los. In der Variante Eins erwischt sie die U-Bahn und zu Hause ihren Lebensgefährten auf frischer Tat im Bett mit dessen Ex-Freundin. In der zweiten Variante verpasst sie die Bahn, wird überfallen und landet im Krankenhaus. Wie es weitergeht, und ob aus der Begegnung mit dem charmanten James, auf den sie in beiden Varianten immer wieder trifft, sich noch etwas entwickelt, verrate ich nicht. Kurzum: Ich war von dem Film, den ich in der Originalversion gesehen habe, hellauf begeistert. Einzig der sehr ausgeprägte schottischen Dialekt von James bereitete mir einige Schwierigkeiten, aber wozu hat die Fernbedienung denn eine Replay-Taste? Das einzige, was mir nicht gefällt, ist der dusselige Titel der deutschen Fassung „Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht“, denn eigentlich liebt sie „ihn“ ja doch, trotz allem.

Downton Abbey : Highland Special: Damit hatte das ZDF vor ein paar Jahren den richtigen Riecher: Familie Crawley begibt sich auf eine Reise in die schottischen Highlands und erlebt eine interessante Zeit, während Tom Branson das Anwesen hütet und sich in seine neue Rolle hineinzufinden versucht. Küchenchefin Mrs. Patmore, das gute Herz mit frecher Schnauze, erlebt ihren zweiten Frühling. Und eine eifersüchtige Kammerzofe sucht sich mit O’Brien für ihre Missetat die Falsche aus. Eine Stunde was fürs Herz, war genau das, was ich mal wieder gebraucht habe.

Blow (2001) : Die Lebensgeschichte von George Jung, berühmter Kokaindealer in den 70er und 80er Jahren und rechte Hand des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar. Das war einer der Filme, die ich irgendwo gratis abgestaubt und mich hinterher gefragt habe, was ich mir dabei gedacht habe. Der Film hat seine spannenden Momente, dennoch hatte ich bisher noch keine bessere Schlaftablette – trotz Johnny Depp in der Hauptrolle.

Matrix (1999): Für mich der mit Abstand beste Film der Reihe. Bei Matrix 2 habe ich mich vor allem über den Cliffhanger für einen dritten Teil geärgert, jenen Teil, der mir dann prompt auch noch am allerwenigsten gefallen hat. Trotzdem bin ich zwischendurch vor Übermüdung eingeschlafen und habe drei Abende gebraucht, bis ich damit durch war.

Virus – Schiff ohne Wiederkehr (1999): Eine außerirdische Lebensform hat sich eines russischen Geisterschiffs bemächtigt, und es gibt nur noch eine Überlebende. Und inmitten dieser Apokalypse Stars wie Jamie Lee Curtis, Donald Sutherland und William Baldwin. I was not amused. Alien meets Terminator meets Ghost Ship. Eine vortreffliche Schlaftablette. Dieses Schiff muss meinetwegen nicht mehr zurückkommen – dann schon lieber Fluss ohne Wiederkehr, der war um Längen spannender als dieses krude Spektakel.

The Peanut Butter Falcon (2019): … a propos „Fluss ohne Wiederkehr“… Floßfahren können auch andere. Auf einem selbstgebauten Floß aus Schrott, gespendet von einem Gottesfürchtigen, der die beiden Hauptcharaktere auf ihrer Pilgerfahrt unterstützen möchte. Beide sind auf der Flucht: Tyler (Shia LaBeouf) vor den Männern, denen er die Krabbenfangausrüstung im Wert von 12000 Dollar abgefackelt hat – Zak, ein junger Mann mit Down-Syndrom, vor der Betreuerin des Heims, aus dem er ausgerissen ist, denn die soll ihn zurückholen. Zaks großer Traum ist es, endlich seinen Wrestlinghelden zu treffen und von ihm dessen Kunst zu erlernen. Dafür würde er alles tun. Ein etwas anderes Roadmovie mit ungewissem Ausgang. Ein ganz heißer Anwärter, mein ganz persönlicher Film des Jahres zu werden.

Hustlers (2019): Die Stripperinnen und die Finanzkrise. Wenn es im Club nicht mehr läuft und wegen des Börsencrashs im September 2008 die zahlungskräftige Kundschaft von der Wall Street ausbleibt, muss Frau sich ein lukrativeres Geschäftsmodell suchen. Erst den Kandidaten der Wahl mit einem Ketamin-MDMA-Cocktail unzurechnungsfähig machen, ihn dann in den Stripclub schleppen und dort seine Kreditkarte bis zum Limit ausreizen. Es dauert nicht mehr lange, bis die Hemmschwelle bei den Täterinnen sinkt und der durchdachte, kriminelle Plan aus dem Ruder läuft. Ein unterhaltsamer Streifen mit fragwürdiger Moral. Wir zahlen es denen heim, die es unserer Meinung nach verdient haben und werden dabei genauso wie diese? Bitte nicht nachmachen.

Knives Out – Mord ist Familiensache (2019): Ich liebe Plot-Twists, vor allem solche, die einer dahinplätschernden Handlung neuen Drive geben und von einem neuen Twist abgelöst werden. Für einen gemütlichen Fernsehabend genau das Richtige, wenn man den Film im Kino verpasst hat, weil einem ein anderer Film wichtiger war. Und in diesem Fall habe ich die Änderung meiner Pläne für den Januar nicht bereut. Das Highlight war’s für mich nicht, aber als Unterhaltung für zwischendurch durchaus in Ordnung.

Ich gebe zu, manche Kommentare zu den Filmen, mit denen ich mir die Zeit vertrieben habe, waren mehr als kryptisch. Aber ich hasse Spoiler und ellenlange Beschreibungen in dieser Rubrik, die ich auch im Juni fortzusetzen gedenke. Von meinem letzten Großeinkauf sind nämlich noch einige Filme übrig geblieben, und vielleicht fahre ich zum ersten Mal in meinem Leben in ein Autokino. Zeit dazu hätte ich ja nun.