Das Werk zum Wort 42/52 : Wald

 

Willkommen zur 42. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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In Märchen ist der

Wald

 

ein geheimnisvoller Ort. In dem Video zu Björks Song „Bachelorette ist er der Ausgangspunkt für die Geschichte der Heldin, die dort ein Buch findet, das tief vergraben in der Erde liegt und das sich selbst zu schreiben beginnt. Wie von Zauberhand füllen sich die Seiten ganz von alleine. Sie nimmt es an sich, um darin zu lesen und es zu einem Verlag in der Stadt zu bringen, wobei ich mir die Frage stelle: Folgen die Worte im Buch den Handlungen der „Autorin“ oder folgen ihre Taten dem Erzählten im Buch? Was dann kommt, lässt sich ungefähr so zusammenfassen: Ruhm, kometenhafter Aufstieg, aus dem Bestseller wird ein Musical, und alle sind begeistert, bis das Ende kommt. Sobald Verleger und Autorin das Aus ihrer Beziehung verkünden, geht es steil nach unten, und die Sätze auf den Buchseiten lösen sich in Luft auf, bis zum Schluss alle mit leeren Büchern dastehen (Quelle – https://http://www.youtube.com/watch?v=x5nNfbTS6N4) …

 

 

… Das Werk in die Tonne zu werfen, ist verständlich aber nutzlos, denn alle, die mit dem Buch und dem Musical in Berührung gekommen sind, werden zu Bäumen bzw. zu Wald – ein Wald, der alles verschlingt und sich das ausgegrabene Buch zurückholt, um es wieder in der Erde verschwinden zu lassen. Der Wald als besitzergreifendes Wesen und als Symbol für einen ewigen Kreislauf – ein unendlicher Wald als Alptraum, der nicht enden will, und die Geschichte, die sich selbst enthält: Das Konzept erinnert mich an Fraktale und ist mir in der Literatur in „Die Unendliche Geschichte“ von Michael Ende zum ersten Mal begegnet.

Verantwortlich für das surreal wirkende Video mit in sich verschachtelter Handlung ist Michel Gondry, der neben einigen Spielfilmen auch Werbespots und vor allem sehr viele Musikvideos gedreht hat, u.a. „Mad World“ für den Film „Donnie Darko“ und „Come into my world“ von Kylie Minogue.

 

 

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Media Monday # 433 : Mein persönlicher Horrorctober in Orange.

 

Kürbisse sind orange und daher ist Orange die ideale Farbe um meiner Einstimmung auf den Horrorctober den passenden Ausdruck zu verleihen. Bisher habe ich noch nicht sehr viele Horrorfilme gesehen, aber der nächste Stapel wartet schon auf mich. Zuerst aber zum Media Monday, der ganz im Zeichen des gepflegten Gruselns steht:

Media Monday # 433

1. Die Kombi aus Horror und Komödie mag ich sehr gerne, und bis jetzt habe ich mit Filmen wie „Die Addams Family in verrückter Tradition“, „Shawn of the dead“ oder „Fright Night“ von 2011 großes Vergnügen der kurzweiligen Art erlebt.

2. Mit Filmen in Überlänge kann man mich ja wirklich jagen, denn das ist eine Qual für meinen Allerwertesten und für meine Nerven. Alles, was deutlich länger als zwei Stunden läuft, muss ich nicht haben, denn in der Kürze liegt die Würze.

3. Der Reiz, sich von Horrorfilmen den Puls nach oben treiben zu lassen ist für mich nur die konsequente Fortsetzung meiner Vorliebe für Schauerromane, die ich schon als Kind mit Begeisterung verschlungen habe. Was für ein Genuss, in einem Buch mit Geistergeschichten zu schmökern, während draußen der Wind heult.

4. Wo wir uns jetzt offiziell im Herbst befinden, bleibt endlich wieder etwas mehr Zeit um mir Geschichten auszudenken oder mich in Bücher auf wattpad zu vertiefen.

5. Horrorfilme schön und gut, aber ein richtig gruseliges Buch kann einem auch den Puls in die Höhe treiben. Bei der Gelegenheit fällt mir der Clown Pennywise in „ES“ ein, von dem es heißt, ihm fehle der Schatten. Sich so etwas vorzustellen, macht mir Gänsehaut.

6. So manch eine Szene in „Fright Night“ bricht auf clevere Weise mit altbekannten Klischees, denn entgegen der für gültg erklärten Weisheit, dass ein Vampir ein Haus nur betreten kann, wenn er eingeladen wird, schreitet Colin Farrell als Jerry völlig unbeeindruckt durch die eingetretene Tür in ein Mordhaus, um den Verfolgten zu schocken: „Siehst Du hier irgendwo ein Haus?“

Oder wenn Charlie in einem Armeeladen sich mit Waffen bis an die Zähne eindeckt und auf die Bemerkung „Ich will einen Vampir töten“, sich die Antwort „Schön für Dich“ anhören darf. Ganz zu schweigen davon, dass Weihwasser auch nur bedingt hilft und auch das richtige Pfählen gelernt sein will – und wenn Mr. Farrell liebevoll einen grünen Apfel poliert, bevor er ihn genüsslich verspeist, verleitet mich das zu dem Spruch „damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können“ (Quellehttps://http://www.youtube.com/watch?v=4ZytZ09V06k).

 

7. Zuletzt habe ich nachgezählt, wie oft ich dieses Jahr schon im Kino war, und das war erstaunlich viel, weil ich auf neun Filme komme, davon ein Horrorfilm, mehrere Komödien, ein gigantisches Kostümdrama und zwei Biopics. Und ein Ende ist noch nicht abzusehen. „Nurejew – The white Crow“ und „The Gift : The Journey of Johnny Cash(Quelle – https://www.youtube.com/watch?v=HAcLbWxGKwo) stehen auf meiner Merkliste…

wobei auch der Film des INXS-Konzerts 1991 im Wembleystadion (Quelle – https://http://www.youtube.com/watch?v=8R6VHy_HaBg) durchaus gute Chancen hätte

(sofern beide überhaupt irgendwo laufen), auch wenn das eventuell so manch einer gruselig findet.

 

 

 

Das Werk zum Wort 39/52 : Zug

 

Willkommen zur 39. Woche des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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So ein Zufall: Das aktuelle Thema dieser Challenge lautet …

Zug

.. und mit dem Zug bin ich an diesem Wochenende unterwegs gewesen – mit dem ICE von Frankfurt nach Berlin und zurück.

Nach diesem spannenden Ereignis habe ich beschlossen, sämtliche Expresszügen der Welt wie dem Orient-Express oder dem Trans-Europa-Express eine Pause zu verordnen, und die Weichen für einen ganz anderen Zug zu stellen, den Downtown Train. Rod Stewart hat den zwar auch schon besungen, aber unvergesslich für mich wird immer die Originalfassung von Tom Waits bleiben… 

 

 

denn sie ist so schön melancholisch, und die Bilder dazu in stimmungsvollem Schwarz-Weiß, die mich an einen Film Noir erinnern.   (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=rLtZKkCIVmI)   

 

Das nächste Wort lautet: Sehnsucht. 

 

Media Monday # 429 : Die Vintage-Edition – Warte, warte nur ein Weilchen…

 

dann kommt der Hermesbote auch zu Dir: Zwischen acht und zwanzig Uhr gehst Du am besten nicht mehr vor die Tür.

Hausarrest 2.0, nur spannender? Nein, aufs Christkind zu warten, wäre ein treffenderer Vergleich. Man wartet aufs Klingeln, darf ein Päckchen auspacken und hoffen, dass der Inhalt ein Grund zur Freude ist und keine Enttäuschung.

Keine Enttäuschung ist das Ausfüllen der sieben Lückentexte des Media Monday an diesem Wochenende, das mit Verkehrsbehinderungen der besonderen Art aufwartete. Mit diversen Aktionen sollte der Verkehr lahmgelegt werden – nicht besonders sinnvoll, wenn das Ziel der private Autoverkehr sein soll, aber es den öffentlichen Nahverkehr trifft. Frust kommt auf, denn der Bus kommt nicht? Ach, auch egal – wir hatten ja schönes Wetter. So, genug Frust abgebaut – jetzt geht es los:

Media Monday # 429

1. Mit dem Lesen von Büchern kann ich ja herrlich ganze Stunden totschlagen, einfach weil ich so in andere Welten eintauchen kann; zur Zeit funktioniert das auf wattpad ganz gut.

2. Wenn ich nicht eine so ausgeprägte Vorliebe für Musik auf Vinyl hätte, müsste ich mir um die Frage, wo ich die Schätzchen aufbewahre, weniger Gedanken machen. So aber stapeln sich die Scheiben mittlerweile auf dem Fußboden… What a mess!.

3. Der neue Film von Quentin Tarantino ist ja gerade in aller Munde, aber mir hat bisher die Zeit dafür gefehlt.

4. Die meisten denkwürdigen Momente in Film und Fernsehen habe ich im letzten Jahrtausend erlebt. Das Live-Aid-Konzert, die Berichterstattung über den Super-GAU von Tschernobyl, der Fall der Berliner Mauer, das Unglück der Raumfähre Challenger… das alles liegt schon so lange zurück, und trotzdem erinnere ich mich noch daran, egal ob es gute oder schlechte Momente waren.

5. Torchwood ist ja auch eine dieser Serien, die ich mir lieber zum hundertsten Mal ansehe, anstatt was Neues zu beginnen, einfach weil ich die Geschichten so spannend fand; allerdings bin ich jetzt endlich der x-ten Wiederholung untreu geworden, weil sixx die montags von mir favorisierte Serie „Younger“ auf den Dienstag verschoben hat. – Wäre nach Filmen gefragt worden, hätte ich den Film „Der Club der Teufelinnen“ genannt. Den habe ich gerade zum vierten Mal geschaut.

6. Schön zu sehen, dass auch andere Blogger von Schottland so begeistert sind wie ich.

7. Zuletzt habe ich mal wieder ein paar Scheiben aufgelegt, die hier schon länger herumstehen, und das war eine kleine Zeitreise für mich, weil in dem bunten Potpourri neben U2 auch ein Best-of-Album von Johnny Cash und „A Hard Day’s Night“ von den Beatles dabei waren. Neuanschaffungen schön und gut, aber manchmal greife ich auch gerne auf Altbewährtes zurück, vor allem dann, wenn das Neue beim Hören nach nichts halbem und nichts ganzem klingt und einen erneuten Durchgang benötigt.

Das Werk zum Wort 37/52 : Auto

 

Willkommen zur 37. Woche des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Passend zur IAA, die dieses Jahr vom 12. bis 22. September stattfindet, dreht sich die 37. Ausgabe heute um das

Auto

Kraftwerk hatte ich letzte Woche, und sie würden mit ihrem Hit „Autobahn“ auch gut passen. Retro wäre auch gut, denn rein zufällig habe ich in einem Magazin einen Artikel über das Rømø Motor Festival gelesen, bei dem jeder mit Rennwagen und Motorrädern mitmachen kann, die vor 1947 gebaut worden sind. Safety First! Damit es keinen Unfall wie 1924 auf der Insel Fanø gibt, bei dem damals ein 15jähriger sein Leben verlor.

Und da hat es bei mir Klick gemacht. Warum in die Ferne Dänemarks und schon wieder in die Vergangenheit schweifen, wenn sich das passende Werk zum Wort bereits im eigenen Wohnzimmer befindet? Ich liebe Vintage, aber noch mehr liebe ich bunte Farben. Daher gibt’s heute von mir statt 40er-Jahre-Nostalgie knallbunte 70er-Jahre-Optik und zwar auf den

 

Fotos im Booklet des INXS-Albums „Elegantly Wasted“

– in Szene gesetzt von Pierre Winther

Der Titelsong dieser CD läuft bei mir immer dann, wenn ich in meinem Auto sitze und mal wieder so richtig Gas geben möchte. Und dieses Phänomen habe ich festgestellt, lange bevor ich herausgefunden habe, wer der Fotokünstler bei diesem Werk war. Nun aber zu den Bildern und dem Künstler, der die Idee dazu hatte.

 

 

 

 

Auf seiner Homepage schreibt Monsieur Winther, dass der Sänger der Band die Werbekampagne für Diesel-Jeans von 1993 so toll fand, dass er für die CD ein ähnliches Szenario wie den Car Crash haben wollte. Das Shooting war aufgebaut wie die Dreharbeiten zu einem Film: „The shooting took place over 12 days in the LA area. It was planned more as a movie production then an ordinary record shoot. We were almost filming day and night and it seemed like we were all in character – in a sort of collective trance. We all were a part of it, even me as the director played my role. Michael was really into it. As I marketing stunt I suggested to have those fluorescent cars driving around key cities, like NYC and Paris on the day of the release of the record.“ (http://www.pierrewinther.com/artist-collaborations/)

Um welche Fabrikate es sich bei den beiden Autos handelt, habe ich leider nicht herausgefunden. Und da meine fotografischen Künste in dieser Woche nicht das Gelbe vom Ei sind, kann man die Originalaufnahmen in der Galerie des Künstlers auf dessen Homepage bewundern. Die Autos waren nach dem Dreh wahrscheinlich nur noch Fälle für den Schrottplatz, aber im Gegensatz dazu ist die Musik auf der CD kein Totalschaden; in Gedanken verbinde ich den Titelsong ab und zu mit dem Autorennen in „Final Destination 4“ (wo auch die Autowaschanlage zur Todesfalle wird).

 


Das nächste Thema lautet: – Buch –

Das Werk zum Wort 36/52 : Fahrrad

 

Willkommen zur 36. Woche des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf:

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Gewidmet ist diese Ausgabe dem

Fahrrad

In manchen Filmen taucht das Zweirad in immer mal wieder auf, zum Beispiel in „Stadt der Engel“, wo Meg Ryan beim Fahren beide Arme ausbreitet, als wolle sie fliegen oder in „Die fabelhafte Welt der Amélie“, als Videoaufnahme von der Tour de France, in der ein Pferd mitläuft – und damit habe ich auch schon ein passendes Werk:

Tour de France“ von Kraftwerk

Begleitfahrzeuge sieht man bei dieser Schinderei ohne Pferd nur wenige, dafür aber umso mehr Fahrräder – und davon ganz viele.

 

 

 

Das nächste Thema lautet: – Auto –


Kraftwerk auf Youtube – Quelle: https://youtu.be/rTe7U92ecX8)

„Der Osten Kanadas“ – Tag 9 und 10

 

Wir kamen der Natur auf die Spur, denn auf der vorletzten Teilstrecke

Ottawa – Midland – Niagara Falls

fuhren wir durch den Algonquin National Park. Der Wanderweg entpuppte sich als ein gut begehbarer Spazierpfad durch das Logging Museum, das sich der Geschichte der Holzfäller widmet. Besonders gut gefallen hat mir der See, auf dem sich gelbe und weiße Seerosen ausbreiteten. Zwar nicht ganz so üppig, wie in Dänemark oder im Taunus, aber dafür kündigte sich bereits der Indian Summer mit vereinzelten Laubverfärbungen an.

 

 

Die Mittagspause verbrachte ich lieber die ganze Zeit über an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Wald. Besser dort als in der rummeligen Picknick Area.

I am searching …

nach dem Besonderen, das es in Midland zu sehen geben sollte. Ja, okay, die Wandmalereien und das Hafengebiet dieses kleinen Städtchens waren sehr hübsch, aber da unser Hotel am anderen Ende der Stadt direkt am Highway lag, hatte ich nach diesem anstrengenden Tag kein Verlangen mehr danach, viele Kilometer zu laufen. Ich wollte nicht mal mehr das Hotel verlassen, und da hatte ich nun den Salat. In der Lobby hatte ich große Chipstüten gesehen, aber als ich vor dem Regal stand, erschien mir der Griff nach einem Mikrowellengericht sinnvoller. Eine nette Hotelangestellte gab mir statt dessen den Flyer eines Pizzalieferdienstes, den ich dann auch prompt mitnahm. „Ice Age“ in der Originalversion ohne Untertitel zu gucken und dabei eine leckere Pizza zu verspeisen, die bis vor die Zimmertür geliefert wird, hat definitiv was. Das einzig seltsame war, dass YTV denselben Film gleich danach nochmal gezeigt hat.

Das Frühstück gab es in der ehemaligen Missionsstation Sainte-Marie among the Hurons, die wir vor unserer Weiterfahrt nach Niagara Falls besichtigt haben.

 

Pretty Vegas

Warum bis nach Las Vegas fahren, wenn es Niagara Falls gibt. Wer allerdings mit dem Gedanken spielt, über die große Brücke zu spazieren, um einen Abstecher in die USA zu unternehmen, sollte gültige Papiere dabeihaben, sonst heißt es am Ende „Houston, wir haben ein Problem“. Neben einer Fahrt mit Hornblower Cruises zum Fuß der kanadischen Horseshoe Falls stand auf meinem Programm noch eine Fahrt auf den Skylon Tower hinauf eine Runde mit dem Sky Wheel, einem Riesenrad, das bis zwei Uhr morgens fährt.

 

 

Mittlerweile kannte ich das Programm in- und auswendig und hörte nur noch mit halbem Ohr hin, als plötzlich der Name „Hard Rock Café“ fiel.

 

Moment mal – hatte ich nicht vor meinem Urlaub noch dessen Seite im Internet besucht und den Informationen dort entnommen, dass das letzte in Kanada 2017 geschlossen wurde und es eines an den Niagarafällen geben würde, aber auf der amerikanischen Seite? Aber da war es tatsächlich. Damit war mein Programm um einen Punkt reicher, und meine Reisekasse um einige Dollar ärmer, denn ich es gab zu Hause zwei Leute, denen ich T-Shirts von dort mitbringen sollte. Wenigstens wiegen die Dinger nicht viel, und wo zwei neue Shirts im Koffer Platz haben, da kommt es auch auf ein drittes (für mich) nicht mehr an. Außerdem kann es nie schaden, ein frisches Shirt in Reserve zu haben, zumal bei Temperaturen um die 30°C und sengender Sonne.

 

Crash Boom Bang

Der Ausblick vom Skylon Tower und vom Riesenrad waren wirklich beeindruckend, schon allein wegen des Sonnenuntergangs und weil der Vollmond hoch über den Wasserfällen stand. Leider fing das Feuerwerk genau in dem Moment an, als ich aus dem Riesenrad stieg und mir einen Weg durch die Masse bahnte. Viel gesehen habe ich davon nichts, aber wenn ich meinen Mitreisenden glauben darf, war das Feuerwerk in Ottawa um einiges größer. Dafür war das Angebot an Süßwaren hier unschlagbar. Wenigstens ein Trost für mich – aber auf mich wartete noch der Besuch des Hard Rock Cafés.

Mister Brightside

Am Abend stand auf der kleinen Bühne draußen vor der Bar noch ein Musiker mit Gitarre, der gar nicht mal so übel aufspielte, aber die junge Sängerin mit Gitarre, die ich am Nachmittag hatte erleben dürfen, war dann doch mehr nach meinem Geschmack gewesen.

 

Richtig interessant fand ich jedoch nicht das Angebot an Merchandising-Artikeln, sondern die Gitarrenkollektion im Café selbst. Signierte Gitarren von Garbage, Lenny Kravitz, ZZ Top, Ozzy Osbourne, dem Tennisspieler John McEnroe und vielen anderen – und zwischendrin verschiedene goldene Schallplatten… besser gjng es nicht. Außer vielleicht noch der Mini Walk of Fame, mit Sternen für die Eagles, John Lennon und Rod Stewart.

 

 

Wie lange der Weg ins Hotel dann noch werden kann, bekam ich am eigenen Leib zu spüren. Wenn das nächste WC noch weit ist und die Ampeln im Schneckentempo arbeiten, ist man froh über jede Alternative – in meinem Fall war’s die Cocktailbar, wo ich noch einen letzten Absacker bestellte, bevor ich mir an der letzten Ampel vorm Hotel zu den Klängen der Originalversion von „Mister Brightside“ einen Wolf wartete.

 

 

Kleiner Nachtrag zu diesem erlebnisreichen Tag:

Den Wolf habe ich mir auch im Hilton gelaufen, da ich zuerst den Aufzug in den falschen von drei Türmen genommen habe. Und ordentlich nass geworden sind wir auf dem Niagarafluss schließlich doch, da konnten auch die verliehenen Regenponchos in schickem Pink nicht viel ausrichten. Mein Smartphone lag wasserdicht verpackt in seiner Tupperbox im Rucksack, der wundersamerweise trocken blieb. Aber zu einem Foto von mir vor den Fällen bin ich am nächsten Tag dann doch noch gekommen.                  

 


Endspurt: Als letztes warteten noch Niagara on the Lake und Toronto auf uns.

Das Werk zum Wort 30/52 : Chance

 

Willkommen zur 30. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf :

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Heute dreht sich das Werk zum Wort um den Begriff der

 

Chance

– und hier führt mich mein Weg in die Welt des Films, in das Jahr 2007.

Dass das Leben endlich ist, wissen wir nicht erst seit Dr. Eckart von Hirschhausen, und das gilt auch für die Hauptcharaktere des Films  Das Beste kommt zum Schluss“ (The Bucket List) von Rob Reiner: Jack Nicholson und Morgan Freeman spielen zwei Krebspatienten, die sich im Krankenhaus kennenlernen und erfahren, dass sie nicht mehr lange zu leben haben.

So erstellen sie, jeder für sich, die sogenannte Löffel-Liste (The Bucket List): eine Liste all der Dinge, die sie noch erleben wollen, bevor sie den Löffel abgeben. Nicht dass sie am Ende ihres Lebens bereuen, bei welchen Chancen, die ihnen das Leben geboten hat, sie nicht zugegriffen haben, denn einen Weg zurück gibt es nicht (Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=toLnj5x0J1M).

 

 

Das hatte mich zwar gleich danach inspiriert, meine eigene, ganz persönliche „Bucket List“ zu entwerfen, aber da konnte ich auch noch nicht ahnen, dass mich das Thema acht Jahre später selbst einholen würde. Und da sich Wünsche, Träume und Ziele bei mir auch öfters mal ändern können, habe ich daraus etwas für mich Wichtigeres gelernt: Wenn mir etwas sehr am Herzen liegt, es nicht einfach nur zu planen und auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu verschieben, sondern auch so schnell wie möglich Taten folgen zu lassen. Sonst ist es nämlich nicht nur wie in dem Lied Not enough time“ *) – sondern ganz speziell wie in „Kein Zurück“ **)  – wenn man feststellen muss, dass irgendwann auch ein Traum zu lange her ist.

 

Das nächste Wort: –  Wasser 

 


*) INXS „Not enough time“ – https://www.youtube.com/watch?v=LhBOpcK3-Bk   ~~~   **) Wolfsheim „Kein Zurück“ – https://www.youtube.com/watch?v=TOV5M0lWWLc

    

 

 

 

Das Werk zum Wort 29/52 : Glaube

 

 


 

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Heißt es nicht immer,

Glaube

versetze Berge? Kommt drauf an, was man unter „Glaube“ versteht. Der Glaube an Gott, an sich selbst oder an etwas ganz anderes? Wenn das ganze Leben nur Müll bereithält oder die ganze Welt gegen einen ist, kann es einem schwerfallen, an seinem Glauben festzuhalten. Zu viele haben ihn schon verloren …

 

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Bon Jovi – Keep the faith

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Das nächste Wort: Chance.

(Quelle – https://www.youtube.com/watch?v=eZQyVUTcpM4)

Media Monday # 420: Eine Frau sieht rot …

 

und zwar auf dem Plattenteller. Die aktuelle Neuanschaffung zur Erweiterung meiner Schallplattensammlung aus buntem Vinyl ist das Doppelalbum „Greatest Hits“ von Queen in schickem Rot. Ich habe vieles von Queen auf verschiedenen CDs, aber nichts davon auf einem einzigen Tonträger, der durch einen tollen Sound glänzen könnte. Der Film „Bohemian Rhapsody“ hat auf mich doch nachhaltiger gewirkt, als ich dachte.

Rot ist deshalb auch die Schrift, die ich mir zum Ausfüllen der sieben Lückentexte des Media Monday ausgesucht habe:

Media Monday # 420

 

 

 

 

1. Die zahlreichen Neuverfilmungen, mit denen man gerade im Moment bombardiert wird brauche ich nicht. Auch nicht die „Realfilmversionen“ diverser Disneyklassiker. Weder „König der Löwen“ noch „Mulan“. Lieber schaue ich mir Filme an, die eine neue Geschichte erzählen, so wie „Yesterday“ – dessen Besuch steht am kommenden Mittwoch zusammen mit meiner besten Freundin an. In einem echt plüschigen Kino. Und das Drama um den Untergang der „Kursk“ mit Colin Firth steht auch auf meiner Liste von Filmen, die ich gerne sehen würde. Und die Liste wird länger und länger … Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=GzyPjODcKFo

2. Manche Serien von vor zehn bis zwanzig Jahren sind komplett aus meinem Gedächtnis verschwunden, und ich müsste mich erst einmal schlau machen, um welche es sich dabei handelt. Andere wiederum wie „Torchwood“ werden im Fernsehen permanent wiederholt, so dass sie bei mir nicht in Vergessenheit geraten.

3. Star Trek Voyager ist seit Oktober 2016 bei mir persönlich auch völlig von der Bildfläche verschwunden. Schade, schließlich war das immer wie so ein kleines Nachhausekommen für mich und meinen Mann, wenn wir die DVD starteten und die Titelmelodie ertönte – aber diesen Zustand kann ich jederzeit beenden.

4. Ich kann wirklich nicht verstehen, was viele an Netflix so finden, immerhin stampfen die dort haufenweise Serien, die beliebt sind, bereits nach ein oder zwei Staffeln ein, was für mich ein absolutes No-Go ist.

5. Stephen King hat eine Art, Geschichten zu erzählen, die mir früher mal sehr gefallen hat, jetzt aber von Schriftstellern wie Arto Paasilinna und Haruki Murakami aus dem Rennen geschubst worden ist.

6. Sommerloch? Von wegen! Schließlich habe ich mich mit genug Film- und Serienmaterial eingedeckt, dass es für Wochen reicht: The Royals (Staffel 1-3), Vikings (Staffel 5), Broadchurch (Staffel 3), Die Komplettbox der „Tribute von Panem“… und zu Lesen habe ich auch genug. Außerdem hat auf BBC One am 14.7.19 die fünfte Staffel von „Poldark“ begonnen. Da kann keine Langeweile aufkommen. Sehr beeindruckend fand ich auch den Film „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ mit Blake Lively, aber nicht wegen der Story an sich (Surferin wird von Hai umzingelt und muss versuchen, ans rettende Ufer zu gelangen), sondern wegen wirklich schöner Unterwasseraufnahmen.

shallows 1
shallows 2

7. Zuletzt habe ich meinen Festplattenrecorder aufgeräumt und Überflüssiges gelöscht, und das war befreiend, weil ich jetzt wieder mehr als 25 Stunden freien Platz zur Verfügung habe.