Unsortierte Gedanken : heute vor …

Heute (25. September) vor … Jahren: Als erstes gesehen habe ich dieses Thema bei wortman, der es von Rina hat, welche sich wiederum auf den Originalbeitrag von Herba bezieht. Mal zu schauen, was man an jenem Tag im letzten Jahr, im Jahr davor, und so weiter auf seinem Blog veröffentlicht hat, hat mich gereizt, es jetzt auch einmal zu probieren. Schon allein zu sehen, wie sich der Schwerpunkt meiner Themen seit 2013 verändert hat.

25. September 2013 : nichts

Vielleicht hätte ich noch hinzufügen sollen „so wie im ganzen September 2013 nichts“ oder besser „seit Gründung im August dieses Jahres für den Rest des ganzen Jahres nichts mehr“. Denn richtig los ging es mit den Beiträgen erst im Januar des Folgejahres.

25. September 2014 : wieder nichts.

Auch hier blieb es auffallend ruhig.

25. September 2015 : und noch einmal heißt es „nichts“.

Das wird hier ja langsam zur Gewohnheit hier.

25. September 2016 : Wintermantel-Sew-Along „Die Inspiration/en“

Mein Kreativbeitrag drehte sich um mein damaliges Lieblingshobby, das Nähen. Einige Bloggerinnen nahmen an einem Projekt teil, bei dem alle gemeinsam bzw. jede für sich versuchten, nach einem Zeitplan ein bestimmtes Kleidungsstück zu nähen (in diesem Fall ein Wintermantel) und die Ergebnisse an den lange vorher bekanntgegebenen Stichtagen zu präsentieren.

Als ich 2018 wegen der Datenschutzgrundverordnung mein Blog zwecks Bearbeitung in den Privatmodus umschaltete und im September dann endlich wieder öffentlich für alle sichtbar wurde, musste ich feststellen, dass die meisten teilnehmenden Blogs nicht mehr weiterbetrieben wurden, weil ihre Bloggerinnen zu Instagram umgezogen waren. Da war dann für mich auch das Mitmachen in dieser „Näh/Blogger-Community“ gestorben und Challenges in diesem Bereich sinnlos geworden. Und der Mantel? Der ist leider halbfertig in den Untiefen diverser Umzugskisten verschwunden und bisher nicht wieder aufgetaucht.

25. September 2017 und 2018: erneute Fehlanzeige

An diesen Tagen (wer hätte es geahnt?) schon wieder nichts. Warum musste ich mir auch dieses Datum für meinen Rückblick aussuchen, wenn ich an anderen Tagen wesentlich aktiver war?

25. September 2019 : Serienmittwoch bei Corly „Der erste Eindruck, der falsch war“

Und heute mal ein Beitrag zur 193. Episode des Serienmittwochs auf dem Blog von Corly, in dem ich mich mit meinen Erwartungen an bestimmte Serien beschäftigte – und damit, wie diese schließlich erfüllt wurden. Mit drei positiven und einem negativen Ergebnis.

25. September 2020 : Writing Friday „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“

So ganz kreativ war das nicht. Normalerweise habe ich bis letztes Jahr noch beim #writing Friday der Bloggerin elizzy wild drauflos fabuliert und einige meiner Geschichten miteinander zu einer eigenen kleinen Welt verwoben. Bei diesem Beitrag handelte es sich jedoch um das Vorstellen eines Buchs, das an den Herbst erinnert oder im Herbst spielt. Ich präsentierte in diesem Beitrag den Roman „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ von Ray Bradbury, in dem es um einen schaurigen Jahrmarkt geht, auf dem zur Halloweenzeit mysteriöse Dinge vor sich gehen. Dummerweise ist es dem Buch wie mit meinem Mantel gegangen – ich habe nach der Hälfte aufgehört, weiterzulesen, weil mir andere Dinge wichtiger waren. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, damit weiterzumachen.

25. September 2021 : ABC-Etüde „Das Resümee“

Diesmal war ich aber wirklich kreativ, und im Gegensatz zu den Näh-Aktionen oder dem #writing Friday, bin ich hier dauerhaft und konstant dabei. Denn das Ziel, aus drei vorgegebenen Wörtern einen höchstens 300 Wörter langen Text zu kreieren, übt immer noch einen sehr hohen Reiz auf mich aus. Hier waren die Wörter Prophezeiung, anständig und verkrümeln vorgegeben die Vorgabe, und ich habe daraus eine erfundene Urlaubsanekdote in genau 300 Wörtern gemacht.

25. September 2022 : dieser Beitrag und noch eine ABC-Etüde

Die Etüde war nicht geplant. Aber bei dem Thema konnte ich meinen Schnabel nicht halten, auch wenn ich ihn mir wahrscheinlich schon längst verbrannt habe.

Self-Statements – The importance of being asked #5 ….. Rest in peace.

So schnell holen einen die Ereignisse ein: Während ich diesen Fragebogen ausfülle, vernehme ich die traurige Kunde vom Ableben der Queen. Leibhaftig vor mir gesehen habe ich sie im September 2008 während der Highland Games in Braemar, als sie den Siegern die Preise überreichte und eine Ehrenrunde im Bentley um den Platz drehte. Soviel zur vorletzten Frage dieses Bogens… Doch nun weilt Königin Elizabeth II nicht mehr unter uns, und das, nachdem ich heute nachmittag erst noch meinen Kollegen vorgelesen habe, ihr ginge es gesundheitlich gar nicht gut, und man mache sich große Sorgen um sie. Nun hat sie ihren Frieden. Ruhe sanft.

Für andere ist es schon die 50. Ausgabe – ich bin erst bei Nummer Fünf angekommen. Es geht auf den Fragebogen „Self-Statements – The importance of being asked“, den ich bei Bette Davis left the Bookshop entdeckt habe. Der aktuelle stammt von einer namentlich nicht bekannten Person:

1. Jeder hat so seine eigene Vorstellung von einer schönen Einrichtung. Gibt es einen Film oder eine Serie, die Ihren Wohntraum am ehesten darstellt? : Zuerst dachte ich, mir fällt hierzu gar nichts ein. Aber da ich den Fragebogen von unten nach oben beantwortet habe, kam die Erleuchtung bei Frage 5 (ha ha, da haben wir sie wieder, die „magische“ Zahl): Frodos Hobbithöhle in „Der Herr der Ringe – die Gefährten“. Bei dem vielen Kruschel, der sich bei mir angehäuft hat, wäre das doch der ideale Ort. Und da Hobbits sich gerne Zeugs schenken, können sie gerne bei mir antanzen – sie bekämen von mir ganz viele Bücher geschenkt.

2. Ist dir dein Desktophintergrund peinlich? Wenn nein, was gibt es zu sehen? Wenn ja, was gibt es zu sehen? : Ich glaube, das wird für einige, die mein Blog schon länger verfolgen, keine Überraschung sein. Es ist eine Gegenlichtaufnahme, die den INXS-Sänger Michael Hutchence bei einem Konzert auf einer Bühne zeigt. So – das war die Frage nach dem, was man da sieht. Auch wenn es bei der Fragestellung völlig wurst ist, peinlich ist mir das überhaupt nicht.

Ansicht meines Desktophintergrunds

3. Manche können nicht kochen, andere nicht tanzen. Wofür hast du absolut kein Talent? : Backen – ich hasse es wie die Pest. Erstens, weil ich mich genau an die Mengenangaben halten muss; zweitens, weil ich nie weiß, ob ich jetzt genug gerührt habe; drittens, weil ich während des Backvorgangs nicht mehr ins Geschehen eingreifen kann; und viertens, weil bei unserem Herd die Gradeinteilung nicht mehr lesbar ist. Was ich auch nicht kann: nicht peinliche Liebesszenen schreiben. Singen sollte ich auch besser lassen.

4. Die werten Großeltern haben immer Weisheiten auf Lager, was hast du mit auf den Weg bekommen? : Leider kann ich mich so gar nicht mehr daran erinnern.

5. Fantasy und Science Fiction schenkten uns wunderschöne Welten. In welcher würdest du am liebsten leben und warum? : Mir würde es im Auenland sicher am besten gefallen, auch wenn ich unter den Hobbits auffallen würde wie ein bunter Hund. Aber es ist so schön friedlich da.

6. Hand aufs Herz, was bereitete dir die meiste Angst, das schlimmste Fußnägel hochrollen oder das übertriebenste Augenverdrehen in der großen Welt des Films? : Okay, zuerst dachte ich, es geht um meine persönlichen Phobien im realen Leben. Wenn ich jetzt aber an Filme denke, so sind es weder Clowns noch durchgedrehte Psychos mit schauderhaften Masken. Auch Jump Scares versetzen mich nicht in Alarmbereitschaft. Wovor mich wirklich gruselt, sind Gestalten, die sich extrem laaaaaaaaaaaaaaaangsam und/oder mit grotesken Verrenkungen fortbewegen. In Kombination mit bedrohlicher Musik stehen mir bei solchen Szenen die Haare zu Berge. Beispiele gefällig? Bitte schön: Das Mädchen aus dem Brunnen in „The Ring“ und die Kids, die sich in „Nope“ im dunklen Pferdestall in den finsteren Ecken aufhalten. Auch nicht schön: Wenn Geräusche des Grauens an meinen Nerven zerren, wie zum Beispiel das Krokodil im Wasser unterhalb des Baumes, auf dem zwei Schwestern ausharren müssen – und die ganze Zeit über hört man dieses Tier fressen und die Knochen knacken. *Bibber*

7. Bist du  froh, dass Lebkuchen und Co. schon im September in den Regalen stehen oder nervt es dich, dass Weihnachten immer früher kommt? : Soll das Zeug doch ruhig da auf Käufer warten. Ich warte mit dem Kaufen meinerseits, bis ich Lust darauf habe – und im Moment lockt mich nicht mal normale Schokolade… A propos Lust drauf haben: Im Frühjahr gab’s haufenweise Datteln in allen möglichen Sorten – da habe ich dann zugeschlagen.

8. Wie stehst du zur Körpergestaltung durch Piercings, Tätowierungen und anderem? : Wer das haben möchte – nur zu… Ich möchte nichts davon. Eine Zeit lang habe ich mir vorgestellt, wie wohl ein winziger Anker auf meiner Schulter aussähe – oder wie es wäre, mit zwei Kois auf dem Rücken durch die Gegend zu laufen. Allein, es blieb bei der Vorstellung. Und die einzigen „Piercings“, die ich habe, sind die im Teenageralter beim Juwelier gestochenen Ohrlöcher.

9. Was mögen deine Füße? (Untergrund, Schuhwerk, Temperatur) : Barfuß gehen, kühlen Sand, weiches Gras und kühles Wasser.

10. Herbst, Herbst, Herbst! Gehst du in die Pilze? : Früher habe ich das sogar mal gemacht, aber da mir mein Leben lieb ist, lasse ich lieber die Finger davon und fotografiere sie lieber. Mein liebstes Motiv: Fliegenpilze.

11. Thema Survival. Du bist gestrandet, die Welt wurde vielleicht doch von Zombies überrannt. Glaubst du, du würdest überleben? : Eventuell, weil ich mich vermutlich durchmogeln und mich als Zombie tarnen würde. Doch sollte ich das wirklich? Oder wäre es besser, ebenfalls zum Zombie zu mutieren? Obwohl… wenn ich mir manche Leute um mich herum so anschaue, könnte ich glatt auf die Idee kommen, dass sie bereits unter uns weilen.

12. Dein witzigstes Missgeschick? : Flug nach England im Jahr 2000. Nach der Landung in Gatwick umsteigen und Weiterflug nach Plymouth. In Plymouth angekommen, lästere ich mit zwei anderen Reisenden noch darüber, dass öfters mal Gepäck irgendwo stehengelassen wird. Und wessen Gepäck ist daraufhin weg? Richtig, meins… Yay! Da war die Freude riesengroß. Mein Gepäck habe ich aber trotzdem noch am selben Abend wiederbekommen, da es aus London per Express nachgeholt und an meinen Zielort gebracht worden war – am Ende war es eine Stunde vor mir da.

13. Wenn dein Haustier plötzlich sprechen könnte, was würde es sagen? : Lern gefälligst Parsel und hol mich hier raus, ich will in die Sonne, du Nase. Und wehe, du steckst mich ins Haus Slytherin, dann gibt’s saures.

14. Wenn du eine Themenparty schmeißen würdest, welches Motto würde dir zusagen? : Diner en blanc, White Dinner, Picknick in Weiß… denn das wollte ich schon immer mal machen. Leider habe ich die entsprechenden Freiluftveranstaltungen bisher immer verpasst.

15. Schiffbruch mit Tiger. Der Tiger und du, ihr schwimmt um die Wette zum Rettungsboot und die Großkatze ist zuerst da, was nun? : Luft anhalten, beten und hoffen, dass Katzi mich nicht als Snack betrachtet.

16. Aus irgendeinem Grund betreust du einen Kindergeburtstag und ihr seid auf einem Ausflug. Bei der Rückfahrt bemerkst du, dass ein Kind fehlt, wie reagierst du? : Zurückfahren und die große Suche starten – Polizei einschalten und den Eltern gegenüber Farbe bekennen… Etwas anderes hätte ja wohl nur wenig Sinn. Vielleicht noch eine Kerze anzünden und beten… (auch wenn ich längst nicht so religiös bin wie es jetzt den Anschein hat).

17. Warst du mal im Ferienlager? Leidige Qual oder schönste Zeit deiner Jugend? : Das einzige Zeltlager, das ich in der Jugend mitgemacht habe, war das Pfingstlager des katholischen Dekanats, und ich fand es wirklich lustig, leider aber viel zu kurz.

18. Du bist den Quälgeistern aus deiner Nachbarschaft voll auf den Leim gegangen und hast nun Kacke am Schuh vom Versuch die brennende Papiertüte auszutreten – wie rächst du dich? : Was für ein besch*****es Szenario. Da hilft wohl nur eins: Die kläglichen Reste zusammenfegen, in einen gepolsterten Umschlag stecken und es dem Obermotz in den Briefkasten zu stopfen.

19. Hast du mal einen Star getroffen? Wenn ja, wen? : Oh ja, an diese Geschichte erinnere ich mich nur zu gut. Es war im Sommer 2000, als ich mit einer Gruppe in Cornwall war, deren Organisatorin einen Ball für uns arrangiert hatte – mit dem Schauspieler Robin Ellis und dem Schriftsteller Sir Winston Graham als Ehrengäste. Beide saßen an der langen Tafel, an der das dreigängige Menü aufgetischt wurde, und vorher sollten wir uns auch noch Fragen überlegen, die wir Herrn Ellis in einem Interview stellen sollten – am Ende hat er dann mich „interviewt“, und während der Veranstaltung gab es die Möglichkeit, die Bücher des Schriftstellers von Herrn Graham persönlich signieren zu lassen. Ich habe eine andere Variante vorgezogen und das Buch, das ich dabeihatte, von dem Schauspieler signieren lassen – weil er die männliche Hauptperson des Romans in der gleichnamigen Fernsehserie gespielt hat.

20. Schrödingers Katze. Lebt sie, ist sie tot oder ist sie beides für dich? : Da ich mich nicht entscheiden kann oder möchte, darf sie gerne auch weiterhin in beiden Aggregatzuständen verweilen – alles ist gut, solange sie nur nicht rauskommt. Denn das wäre fatal. Einer über lange Zeit eingesperrten Katze möchte ich wirklich nicht begegnen; erst recht nicht, wenn sie tot ist – denn dann hätte ich es mit einem Zombie bzw. Untoten zu tun, und wie das endet, möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

Self-Statements – The importance of being asked

Ab und zu mag ich bei den auf Bette Davis left the Bookshop entdeckten Fragebögen „The importance of being asked“ auch mitmachen – so wie diesmal, denn die Fragen sind einfach traumhaft.

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1. Du bist hier auf Passion of Arts, weil…: Diesen Fragebogen hat BRUCELEE76 verfasst und auf Ginas Blog veröffentlicht – da trifft es sich prima, dass Ginas Blog einer der Blogs ist, die ich gerne besuche und bei denen ich hier Donnerstags immer auf neue Denksportaufgaben zum Thema „die 5 besten ***“ treffe.

2. Gibt es Filme die dich durch dein Leben begleiten? Früher wären es immer wiederkehrende Filme wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Das Leben des Brian“ gewesen, oder ich hätte „kleineren“ Filmproduktionen den Vorzug gegenüber den sogenannten Blockbustern gegeben. Heute herrscht da bei mir eher eine bunte Mischung vor. Als roter Faden begleitet mich jedoch die Serie „Doctor Who“, deren alte Folgen mit David Tennant zur Zeit mal wieder Dienstagabends über den Bildschirm flimmern.

3. Sind Träume Deutungen oder Fantasie? Sie speisen sich meiner Meinung nach vor allem aus Facetten des eigenen Lebens und der Gefühlswelt der Träumenden und spiegeln persönliche Wunschvorstellungen wieder. Manchmal, und davon bin ich fest überzeugt, wenn es um meine eigenen Träume geht, sind sie auch ein deutlicher Hinweis auf Dinge, die in meinem Leben einer dringenden Aufarbeitung oder Klärung bedürfen, vor allem, wenn darin etwas nicht rund läuft.

4. Woher kommen deine Gedanken? Spontan natürlich aus der Quelle allen Denkens – meinem Hirn. Aber natürlich entstehen sie nicht einfach so aus dem Blauen heraus; je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu der Erkenntnis, dass sie sich aus persönlichen Gefühlen und Erfahrungen der vergangenen Jahre entwickeln.

5. Was brauchst du um glücklich zu sein? Nicht viel. Freiheit (unter anderem auch von Druck und überzogenen Erwartungen anderer frei zu sein) und Zeit, die nur mir selbst gehört. Zeit, in der ich kreativ sein oder einfach nur meinen Gedanken nachhängen und Musik hören kann.

6. Wissen ist Macht, weil … ich in dem Moment, in dem ich anderen gegenüber einen Wissensvorsprung besitze, ganz andere Möglichkeiten habe.

7. Ist dir bewusst, was deine Lebensaufgabe ist? Vielleicht gibt es so etwas, aber ich habe es noch nicht herausgefunden.

8. Gibt es deiner Meinung nach persönliche Schutzengel? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt, und zwar immer dann, wenn ich in Situationen geraten bin, die auch ganz schnell hätten eskalieren können. Ganz sicher aber hatte ich die in dem Moment, als ich bei einem schweren Verkehrsunfall nur um Haaresbreite entweder dem lebenslangen Pflegefall oder verfrühten Ableben entkommen bin.

9. Was sind für dich Herausforderungen im Leben? Dinge zu wagen, die außerhalb meines Wohlfühlbereichs liegen und öfters mal ohne schlechtes Gewissen Nein zu sagen – egal, um was es dabei geht. Wenn ich mich mit gewissen Situationen nicht wohlfühle, ist es besser, ehrlich zu sein und klar den eigenen Standpunkt zu vertreten, auch wenn manche davon im ersten Augenblick vermutlich enttäuscht sein werden.

10. Das Gegenteil von Liebe ist? Ablehnung, Ignoranz, Mangel an Empathie und Verachtung.

11. Warum glaubst du, ist die öffentliche Schulbildung so tief gesunken? Ist sie das? Davon habe ich leider nichts mitbekommen.

12. Welche ist deine Lieblingszahl und Farbe? Mich da festzulegen, wird schwierig. Bei den Zahlen habe ich die 27 zu meiner Glückszahl und die 22 zu meiner Pechzahl erklärt; bei den Farben tendiere ich wohl eher zu Blau, denn dass mein Blog nach einer Farbe benannt ist, kommt nicht von ungefähr (auch wenn Rot und Schwarz inzwischen meinen Kleiderschrank dominieren).

13. Ist dir bewusst wie unterirdisch schlecht Fernsehen allgemein ist? Nö. Aber muss man denn wirklich ständig nur die Glotze einschalten (oder alternativ dazu irgendeinen beliebigen Streamingdienst), um sich berieseln zu lassen? Wenn ich Unterhaltung brauche, habe ich noch ganz andere Optionen: Lesen, ins Kino gehen, selber versuchen, etwas zu Papier zu bringen (oder in die Tasten hauen), Musik hören…

14. Woher kommst du und wohin gehst du? Das ist die Frage aller Fragen. Ich kam aus einem Ei und werde irgendwann zu Asche und wieder Teil des ewigen Kreislaufs. Viel interessanter wäre doch die Überlegung, ob ich irgendwann oder irgendwo noch einmal auftauche? Und wenn, dann wann: In der Zukunft oder vielleicht doch in der Vergangenheit. Nur wird das vermutlich niemand herausfinden.

15. Ist Gut und Böse dasselbe? Huch? Sie sind es nicht, dennoch sind sie oft eng miteinander verzahnt oder liegen dicht beieinander, wohnen in ein und derselben Person. Oft genug geschieht Böses aus vermeintlich guten Absichten – nicht umsonst sagt man, der Weg zur Hölle sei mit guten Absichten gepflastert -, manche tun das Richtige aus den falschen Gründen oder das Falsche aus den richtigen Gründen.

16. Du findest Frau/Mann/Div interessant weil … ? Wenn die entsprechende Person völlig unterschätzt wird und plötzlich mit Seiten aufwartet, die man von ihm/ihr so nicht erwartet hatte.

17. Wie viel kannst du wahrnehmen und fühlen? Eine ganze Menge. Manchmal so viel, dass ich es irgendwie verarbeiten muss. In welcher Form auch immer.

18. Warum ist hassen einfacher als lieben? Weil die meisten leider viel zu leicht schneller in negative Denkmuster verfallen und sie sich nur zu schnell in eine Abwärtsspirale ziehen lassen. Vielleicht aber auch, weil man beim Lieben in Gefahr gerät, verletzt zu werden.

19. Der größte Feind eines Menschen ist? Die eigene Spezies. Wobei ich noch hinzufügen möchte, dass manche Zeitgenossen dazu nicht mal andere brauchen, sondern es von alleine ganz gut hinbekommen, sich selbst im Weg zu stehen. In diesen Fällen wäre es dann bei den betreffenden Kandidaten entweder der innere Schweinehund oder die eigenen Dämonen.

20. Warum wird Astrologie nicht ernst genommen? Weil sie oft zum Breittreten von Allgemeinplätzen und Glückskeksweisheiten benutzt wird. Man mag sie aus so vielen Gründen für Humbug halten – ich glaube daran jedoch auch nicht. Erstens, weil ich die Einteilung der Menschheit in zwölf Kategorien und die damit verbundene Zuordnung von bestimmten Charaktereigenschaften für fragwürdig halte; zweitens, weil es (je nach Kultur) unterschiedliche Deutungen und keine für alle geltenden astronomischen Gesetzmäßigkeiten gibt; und drittens, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Milliarden von Lichtjahren entfernte Sternenkonstellationen spürbare Auswirkungen auf unser Leben haben sollen… Dass der Mond so dicht an uns dran ist, dass er Ebbe und Flut beeinflusst, dagegen schon.

Unsortierte Gedanken/Soundtrack of my life: Sky full of stars? – Stage full of candles!

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Wie schrieb ich neulich noch so schön als Kommentar zu den schlechtesten Filmremakes? Der einzige Vorteil von solchen Neuauflagen ist, dass man unbedingt das um Längen bessere Original sehen möchte (nicht genau mit diesen Worten, aber sinngemäß).  Jetzt lege ich noch eine Schippe drauf und erweitere um Konzertabende. Auslöser für diesen Beitrag ist ein Candlelight-Konzert, vom Veranstalter als „Candlelight Hommage an Coldplay“ deklariert, direkt nach einer „Candlelight Hommage an Ludovico Einaudi“.

Meiner Freundin sagte der Name des 1955 geborenen Pianisten und Komponisten nichts, aber bei Coldplay klingelte was. „Die größten Hits“ der britischen Band? Fix You“, „Trouble“, „Don’t Panic“ und zum Abschluss „Sky Full of Stars“ – kennt man alles, findet man gut, also nichts wie hin.

Vielleicht hätten wir es lassen sollen, denn schon der Erwerb der Karten war ein unerwarteter Hürdenlauf: Kauf nur online möglich statt an den üblichen Vorverkaufsstellen, bezahlen konnte man nur mit Kreditkarte oder Paypal (blöd, wenn man nichts davon hat), und dann muss (!) man zum Abschluss auch noch die App des Veranstalters auf sein Mobiltelefon laden… Barrierefrei hatte ich anders in Erinnerung. Wer nix sieht, hat dann eben Pech gehabt.

Aber da einen echten Skorpion nichts so schnell aufhalten kann, kaufte sie zwei Tickets für den Bereich, der hervorragende Sicht versprach, und tatsächlich hatte man auch nicht zu viel versprochen, was die Atmosphäre und das besondere Ambiente anging. Sky full of stars?

Das Original – https://youtu.be/VPRjCeoBqrI?list=RDEMuf6htoZivPnz-ZIwGU0dDA

Nein, aber dafür Stage full of candles…

the power of LED

Und dann ging es auch schon los, mit Clocks, und schon nach wenigen Takten wusste ich, was die Glocke schlagen würde: Da kann man den Pianisten noch so sehr als in der süddeutschen Jazzszene gefragten Musiker mit Diplom anpreisen – wenn selbst laienhaften Ohren wie den meinen nicht entgeht, dass fast kein Stück dabei ist, bei dem der Künstler nicht daneben greift, dann frage ich mich, ob es an mangelnder Vorbereitung oder extremem Lampenfieber liegt.

Sich ein- oder zweimal zu verspielen, kann passieren, obwohl es das nicht sollte, aber bei fast jedem der im Programm genannten Stücke?

— Clocks — Don’t Panic — Speed of Sound — Trouble — Fix You — Paradise — In My Place — Adventure of a Lifetime — Yellow — Warning Sign — The Scientist — Sky Full of Stars — So stand es im Programm…

So stand es im Programm, aber so fühlte es sich nicht an. Und daran hatte auch nicht das Navi schuld, das sich im Block neben mir plötzlich einschaltete und in voller Lautstärke die nächste Etappe ansagte. Den Applaus spendete ich dann mehr aus Höflichkeit, schon weil ich an diesem Abend die Erfahrung machen durfte, dass sich Dissonanzen für mich schmerzhafter anfühlen als die Stellen, an denen Chris Martin ins Falsett wechselt (eine Tonart, die ich nur wohldosiert genießen kann, wie zum Beispiel wie in „Lift me up“, von Bruce Springsteen). Wie gesagt, kann man da von mir Standing Ovations nicht von mir erwarten, und es gab auch keine.

Die Fünf-Sterne-Bewertungen auf der Seite des Unternehmens, das diese Reihe veranstaltet, kann ich nicht nachvollziehen, denn so schnell wie an diesem Abend hat noch kein Publikum den Saal verlassen. Da möchte ich nicht wissen, wie es bei der Hommage an Einaudi ausgesehen hat. Aber wie auch immer, nach dieser grenzwertigen Erfahrung weiß ich jetzt, dass meine Ohren trotz häufigen Hörens lauter Musik immer noch hervorragend funktionieren, außerdem hätte ich jetzt spontan Lust auf ein Konzert von Coldplay, wenn mir der denn Preis von über 200 Euro für eine Eintrittskarte nicht zu hoch wäre. Oder vielleicht doch Bruce Springsteen? Kostet vermutlich genauso viel, hält aber länger.

Self-Statements – The importance of being asked

20 Questions – https://bettebookshop.files.wordpress.com/2021/05/photo-1557318041-1ce374d55ebf-1.jpg

Und wieder habe ich ihn bei Bette Davis left the Bookshop entdeckt – den Fragebogen (nicht nur) zum Thema „Neues ausprobieren“, den Gina aus der Schublade gezogen hat, diesmal mit 20 Fragen, die ich diesmal von unten nach oben beantwortet habe. Eine Frage jedoch bleibt: Warum entdecke ich so etwas immer als Letzte?

1. Gehst du nach dem Schema “Kenn ich nicht, ess ich nicht” oder probierst du gerne auch mal neues aus?

Das kommt auf die Stimmung, in der ich gerade bin. Es gibt Tage, da bleibe ich lieber bei Vertrautem – wenn ich aber in Entdeckerlaune bin, dann bin ich durchaus bereit, etwas zu riskieren. Es dürfte aber nichts drin sein, gegen das ich allergisch bin. So risikofreudig bin ich dann doch nicht. Wenn solche Zutaten fehlen – bitte gerne. Nur zu. Wie zum Beispiel, als in einem Lokal, das ich öfters besucht habe, Papayasalat mit gerösteten Heuschrecken auf der Speisekarte stand, aber das Experiment daran scheiterte, dass sie gerade keine Papayas da hatten. Oder mein Besuch eines Dunkelrestaurants in Berlin. Da konnte ich nicht einmal sehen, was es zu essen gab.

2. Welche Schauspieler*in magst du gerne, auch wenn er/sie/div keine sonderlichen, schauspielerischen Talente aufweisen kann?

Viele fallen mir da jetzt nicht gerade ein. Sandra Bullock wäre da eventuell eine Kandidatin.

3. Wie sähe ein erfolgreiches Date für dich aus?

Das ist eine gute Frage, die ich mir schon oft gestellt habe, da ich so viele Dates in meinem Leben noch nicht hatte. Es sollte von Leichtigkeit erfüllt sein und in einer Umgebung stattfinden, in der ich mich wohlfühle. Und vor allem sollte es so verlaufen, dass ich auch hinterher noch den Wunsch habe, mich mit der betreffenden Person erneut zu treffen.  

4. Welches war das schlimmste Date, das du je hattest?

Den Abend, an dem das Schweigen am Tisch den größten Raum einnahm und jeder der Beteiligten hoffte, es so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, bevor das große Gähnen einsetzt. Die Krönung war der Schlußsatz: „Ich ruf Dich dann an.“ Ich glaube, dem betreffenden Herren war in dem Moment klar, dass er darauf vergeblich warten würde.

5. Offenbare dich jetzt, hier: Was ist dein Secret Talent?

Mich dumm zu stellen und ein Pokerface aufzusetzen (Mist! Jetzt habe ich einen Ohrwurm).

6. Hast du als Kind für jemanden geschwärmt? Wenn ja, für wen?

Für Hollywoodschauspieler aus vergangenen Jahrzehnten, wie zum Beispiel Gregory Peck oder James Stewart. Echte Gentlemen eben.

7. Würdest du lieber mit Han Solo ins Weltall fliegen oder mit Indiana Jones auf ein Abenteuer gehen?

Weder noch: Mit dem Doktor (dem Time Lord aus Doctor Who) würde ich am allerliebsten durch Raum und Zeit reisen, denn da warten jede Menge Abenteuer.

8. Würdest du lieber weise sterben oder dumm Leben?

Achtung: Jetzt wird’s wirr. Ich sage zwar öfters mal „O, bitte lasst mich nicht dumm sterben“, und mir wäre wichtiger, dass ich lieber zufrieden oder ohne etwas zu bereuen sterben würde als weise. Doch lebte ich dumm, würde ich vermutlich gar nicht so weit denken. Von daher ist mir die erste Variante vermutlich dann doch lieber.

9. Welche berühmte Persönlichkeit hat dich überrascht, indem sie bewies, dass sie auch fabelhaft schauspielern kann?

„Fabelhaft“ wäre vielleicht etwas dick aufgetragen, aber von Lady Gagas Schauspieltalent bin ich nicht erst seit „A Star is born“ oder „House of Gucci“ überzeugt – auch in der „Hotel“-Staffel von „American Horror Story“ fand ich sie beeindruckend. Als männliches Gegenstück fällt mir jetzt nur noch (ja, schlagt mich!) Harry Styles mit seinem kurzen Auftritt in „Dunkirk“ ein. Über einen anderen Herrn in seinen Minirollen breite ich dagegen lieber den Mantel des Schweigens.

10. Welches war das interessanteste Theaterstück, das du je gesehen hast?

Wie es hieß, weiß ich heute leider nicht mehr, weil es zu lange her ist. Aber das Interessante daran war, dass sich die erste Reihe des sehr überschaubaren Publikums tatsächlich auf der Bühne befand und ich das Gefühl hatte, dass wir Teil des Stücks waren.

11. Genießt du die Natur?

Sehr gerne sogar.

12. Fährst du dieses Jahr in den Urlaub? Wenn ja, wohin?

Geplant sind noch ein paar Tage in Amsterdam. Da war ich zwar vor ungefähr zehn Jahren schon mal für ein verlängertes Wochenende, aber das war im November – und der eine Tag in diesem Frühling war mir einfach zu kurz.

13. Was reizt dich am Reisen besonders?

Wenn es um bekannte Städte geht, selbst herauszufinden, in welchen Ecken ich mich besonders wohlfühle, bei denen es sich meistens um die handelt, die nicht in Reiseführern oder in Social Media breitgetreten bzw. von der Reiseleitung als besonders sehenswert angepriesen werden. Als Beispiel fällt mir Québec City ein: Abends ist der größte Teil unserer Reisegruppe sofort in die Altstadt aufgebrochen, während mich es in die entgegengesetzte Richtung zog, in eine Straße mit besonders schönen Lampen, die in der Dunkelheit stimmungsvoll leuchteten.

14. Hast du schon einmal surfen ausprobiert? Wenn nein, würdest du es gerne mal probieren?

Außer im Internet noch nicht. Aber ich habe in den 1980er Jahren einmal versucht, Skateboard zu fahren. Das hat fünf Meter gehalten, dann brach der Versuch durch einen Sturz kläglich ab – und ich mir dabei den Arm, und das kurz vor einer lang ersehnten Reise. So ein Mist. Aber was das Surfen angeht: Da ich keine Wasserratte bin, möchte ich es auch nicht lernen. Da erscheint mir Schnorcheln interessanter.

15. Welche ist deine Lieblingsserie und warum?

Eine? Mehrere! Aktuell fällt mir Doctor Who ein, weil ich gerade zwei alte Folgen mit Christopher Eccleston (als neunter Doktor) wiedergesehen habe. Die Idee, mit einem Raumschiff, dass von außen kleiner ist als von innen, auf Reisen durch Raum und Zeit zu gehen, erscheint mir äußerst faszinierend. Außerdem mag ich den noch nicht auf Hochglanz polierten, leicht trashigen Charme der älteren Staffeln, bevor auch hier der Perfektionierungswahn zum Zug kam.

16. Was ist für dich in einer Freundschaft das Wichtigste?

Dass man sich auf einander verlassen kann und am gleichen Strang zieht, wenn’s drauf ankommt, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist.

17. Wann hast du zuletzt etwas zu Ende gebracht, auf das Sie stolz warst?

Für den Open Novella Contest auf Wattpad habe ich eine Erzählung von 37000 Wörtern Länge zu dem folgenden Thema geschrieben: „Du läufst in der Bibliothek deinem Lieblings-Promi über den Weg und bist überrascht, denn aus Interviews weißt du, dass er es hasst, Bücher zu lesen und niemals einen Fuß in eine Bücherei setzen würde“. Herausgekommen ist dabei eine Dr.-Who-Fanfiction, aber in die Endrunde bin ich damit leider nicht gekommen.

18. Denkst du, dass Architektur auch Kunst ist?

Ja, durchaus, wenn ich an die Kirche „La Sagrada Família“ in Barcelona, das Guggenheim Museum in New York oder die Oper von Sydney denke. Okay, das sind jetzt keine Alltagsbauten, sondern eher religiöse Bauten oder Musentempel. Wo ich teilweise Bauklötze gestaunt habe, waren verschiedene Gebäude in Amsterdam und Toronto.

19. Möchtest du jemandem aus deiner Vergangenheit noch etwas sagen?

Da fällt mir niemand ein.

20. Gibt es eine Sache in der du erfolgreich bist und das auch intensiv wahr nimmst? Wenn ja, welche?

Bei dem Intensiven Wahrnehmen bin ich noch immer am Überlegen, was damit wohl gemeint sein könnte, aber wenn es eine Sache gibt, die mir mit den Jahren immer besser gelingt, ist das Anfertigen von Kleidung. Und da kann ich Erfolg oder Misserfolg am eigenen Leib sogar recht schnell spüren. Inzwischen ist auch das Schreiben hinzu gekommen. Da zeigt sich der Erfolg an den entsprechenden Kommentaren und der „Gefällt mir“-Reaktionen in Form von „Likes“, Sternchen oder ähnlichem. Was ich mit fortschreitendem Alter aber auch immer besser kann, ist gewisse Leute gepflegt zu ignorieren oder sie mir im Geiste den Buckel runter rutschen zu lassen.

So, das war es für heute. Ist spät geworden.

Das Überraschungspaket der Woche.

Muhaha. Mit diesem Foto wäre ich bei wortmans Fotoprojekt P10 in der vierten Woche richtig gewesen. Überraschung! Let’s party…

Originalwortlaut von den Veranstaltern der Tournee:

Due to the ongoing restrictions related to the COVID-19 pandemic and the uncertainty whether local authorities will be able to provide a safe environment in which our European fans can enjoy these shows, Evanescence and Within Temptation have had to postpone their highly anticipated co-headline ‘Worlds Collide’ Tour multiple times now. We are confident that the tour will finally take place this Fall and really look forward to seeing you all there! All tickets, including Meet & Greet packages and VIP upgrade tickets will remain valid for the new dates.

… und die Verschiebung der Worlds Collide Tour von Evanescence & Within Temptation geht in eine weitere Runde. Nach dem ursprünglichen Termin (11.4.2020) und dem 1. Ersatztermin (26.9.2021) hatten wir schon auf den neuen Ersatztermin (13.4.2022) gehofft. Aber nein: Wir haben einen neuen Ersatztermin: nicht das Schnapszahldatum 22.11.22, sondern einen Tag später: den 23. November 2022.

Tusch!

Unsortierte Gedanken : Self-Statements – The importance of being asked

Ich sortiere diesen Fragebogen unter „unsortierte Gedanken“ ein, eigentlich ein Widerspruch in sich… diesmal sind es 20 Fragen mit 20 Antworten, und zwar zum Thema Horror (gefunden bei Bette Davis left the Bookshop) ursprünglich stammt er diesmal von Treevenge und Gina:

Hier geht’s los:

1. Welcher war der erste Horrorfilm, den du im Kino gesehen hast? – Ich glaube, das war „Cat People“, aber doll fand ich ihn damals nicht. Und jetzt habe ich keine Erinnerung mehr an den Inhalt, außer dass Nastassja Kinski mitgespielt hat.

2. Welche war die erste Horrorserie, die du geschaut hast? – American Horror Story, aber alle Staffeln durcheinander.

3. Zelebrierst du Halloween und wenn ja, wie? – Nicht so wirklich, und dieses Jahr ist mir nicht nach Feiern zumute.

4. Welchen Horrorfilm hast du zuletzt abgebrochen? – „Scream“ – aber nicht weil er so schlecht war, sondern weil es schon so spät war – meine Schwester und ich haben ihn dann gestern zu Ende geschaut.

5. Welcher Horrorfilm ist in deinen Augen der schlechteste? – Da gibt es so viele Streifen, dass ich mich gar nicht entscheiden kann. Ist es „Texas Chainsaw Massacre“, die x-te Fortsetzung von „SAW“ oder das absolut unnötige Remake von „Nightmare on Elm Street“? Oder gar ein ganz anderer Kandidat? Ich bin da unentschlossen.

6. Welcher Horrorfilm-Klassiker hat deiner Meinung nach, diesen Titel nicht verdient? – Bestimmt mache ich mich unbeliebt, wenn ich mich für „Scream“ entscheide. Ich finde ihn bis auf die Jump-Scares und wegen der Massen von Kunstblut an den für Horrorfilme so typischen blutigen Stellen eher lustig und überzogen als zum Fürchten. Zudem für einen Klassiker nicht alt genug – denn Klassiker fangen bei mir in den Achtziger Jahren an. Unter Klassiker würde ich eher „Der Exorzist“ oder „Rosemary’s Baby“ einsortieren.

7. Gibt es einen Horrorfilm, den du jedes Jahr schaust? – Nein, aber dafür andere Filme, wenn sie mal wieder im Fernsehen laufen. Stünde allerdings die „Final Destination“-Filmreihe auf dem Programm, sähe die Sache vermutlich anders aus.

8. Wärst du lieber eine Hexe/ein Hexer, ein Werwolf/eine Werwölfin oder ein Vampir/eine Vampirin? – Ich glaube, ein Werwesen – aber kein Werwolf, sondern ein Selkie. Seehunde sind ja so anmutig und elegant in ihren Bewegungen im Wasser.

9. Welches Horrorfilm-Set ist für dich das coolste? – Das Haus aus „Rose Red“ (Stephen Kings Haus der Verdammnis), das sich selbst umbaut, anbaut und vergrößert. Den Baumeister hat es schon lange in den Wahnsinn getrieben, und so mancher Gang, der einst war, ist längst im Nirgendwo verschwunden.

10. In welchem Horrorfilm wärst du gerne dabei gewesen? – In „Final Destination“, aber nicht als eine der vom Tod Heimgesuchten.

11. Bist du ein „Final Girl“ oder doch eher der, der Holz holt und nicht mehr wieder kommt? – Da stelle ich mir die Gegenfrage: Was macht der, der das Holz holt, und wohin entschwindet er? Ich könnte mir gut vorstellen, mich zwischendurch vom Acker zu machen und Beistand zu organisieren. Zum Beispiel einen Exorzisten oder – wie in Fright Night (mein Nachbar, der Vampir) – jemanden, der sich mit der Bekämpfung von Vampiren auskennt.

12. Fährst du mit 4 Teenagern (die natürlich deine Freunde sind) in den Wald? – Muss es der Wald sein? Ginge auch eine abgelegene Insel? Oder ein Campingtrip aufs platte Land?

13. Magst du Horror-Film-Parodien? Wenn ja, welche ist deiner Meinung nach die beste? – Da schließe ich mich Bette Davis left the Bookshop an und küre die im Fake-Documentary-Stil gedrehte Komödie 5 Zimmer, Küche, Sarg zur besten Parodie. Die ganzen Scary-Movie-Filme dagegen mag ich gar nicht.

14. „Scream“ bekommt einen weiteren Teil: findest du es gut oder hat es sich auch mal ausgeschrieen? – Der erste von den Scream-Filmen reicht mir, glaube ich.

15. Deine neue Nachbarin erzählt dir, dass in deinem Haus jemand brutal gestorben sei: glaubst du ihr? – Ich denke schon. Aber Auswirkungen auf mein Leben wird diese Neuigkeit vermutlich nicht haben.

16. Über dir sind Schritte zu hören, obwohl über dir niemand wohnt. Was tust du jetzt? – Mich fragen, ob es Vögel, Nagetiere oder gar ein Waschbär sein könnte, der da über mir randaliert. Und dann Lärm schlagen – funktioniert aber nicht immer. Genauso wenig wie lautes und extra schräges Singen. Vielleicht lässt sich das nervige Wesen über meinem Kopf auch mit dröhnendem Techno oder heftiger Heavy-Metal-Musik vertreiben.

17. In welchem Horrorszenario möchtest du niemals gefangen sein? – Eindeutig in dem von SAW. Eingesperrt zu sein wie in Cube, ist ja schon schlimm genug, aber mich selbst verstümmeln zu müssen, um überhaupt den Hauch einer Chance aufs Entkommen zu haben – und dann vielleicht auch noch dabei gefilmt zu werden, wie in Hostel? No way.

18. Du bist gefangen und wirst jeden Moment sterben, außer es kommt jemand und rettet dich. Das ist der Hauptcharakter aus der letzten Serie, die du geschaut hast. Bist du verloren? – Ich glaube, jetzt bin ich so richtig gekniffen, denn je nachdem welchen Piraten oder gar Piratin aus Black Sails mir das Schicksal zugeteilt hat, stünden meine Chancen so fifty-fifty.

19. Würdest du dich um schuldenfrei zu werden auf ein Spiel einlassen, bei dem du dein Leben verlieren könntest? – Nein, nicht mal wenn es sich um so einen Irrgarten wie in Escape Room handelt. Oder so ein Spiel wie in „Nerve“ – Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen? Die Aussicht, um mein Leben kämpfen zu müssen, während draußen in der weiten Welt des Internet oder Darknet gelangweilte Individuen Wetten abschließen, wer das Rennen macht, klingt wie ein Tritt in den Allerwertesten, und ich würde mich wie verhöhnt fühlen.

20. Jemand ist in deinem Haus: Wer ist es und wie wirst du dich verteidigen? – Bei ungebetenen Gästen irdischer Art gibt es eigentlich nur eines: mich verstecken und die Polizei holen. Halten sich allerdings Zombies, Aliens oder andere übersinnliche Gestalten, hätte ich massive Probleme, da mir genau in so einer Situation kein probates Mittel einfallen würde.

Jetzt bin ich mal gespannt, wer zu diesem gruseligen Thema auch seine Gedanken beisteuern möchte – mitmachen können jedenfalls alle, die Lust dazu haben.

Self-Statements : The importance of being asked *)

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*) diesen Titel habe ich schon öfters bei Bette Davis left the bookshop gelesen, und diesmal ist sogar ein Fragebogen darunter zu finden, der mich spontan zum Mitmachen animiert hat – den Fragebogen zum Thema Horror. Der stammt von den Verfassern Static und Der Dude von Nebenan – und präsentiert wurden die Fragen von Gina. 18 Fragen – 18 teilweise längere Antworten… Hier sind sie auch schon:

1. Bist du ein Fan von Oktober und Halloween?

Schon allein wegen der buntgefärbten Wälder und dem Geruch brennenden Holzes (meine Nachbarn heizen damit) mag ich den Herbst. Als Kind habe ich die Laternenumzüge zu St. Martin geliebt, und ein besonders liebgewonnenes Spektakel ist für mich der Anblick der Zugvögel, die sich in wärmere Gegenden aufmachen – allen voran die Kraniche. Leider aber habe ich im Oktober zwei mir nahestehende Menschen verloren. Das klingt jetzt zunächst nicht sehr schön – andererseits hat meine beste Freundin Ende Oktober Geburtstag, und das ist dann wieder etwas, worauf ich mich freue. Bei Halloween bin ich allerdings raus… private Halloweenfeiern fand ich immer sehr lustig, auch wenn eine damalige Freundin ihren Garten und das ganze Haus stilecht dekoriert hat. Unvergesslich bleibt für mich der Moment, als sie nach einer Prozession (ihr Grundstück grenzte an den Friedhof) in einer abgelegenen Ecke des Gartens einen Behälter mit Kürbissuppe feierlich zu Grabe trugen. Diese Suppe konnte man nämlich niemandem mehr anbieten. Und sicherlich werde ich auch dieses Jahr wieder ein paar Süßigkeiten zu Hause bunkern, für den Fall, dass ein paar verkleidete Kinder durch unsere Straße ziehen. Nur wollte in den letzten Jahren niemand bei uns klingeln. Dabei ist dieser Tag doch wie geschaffen dafür, das Fastnachtskostüm noch einmal anzuziehen.

2. Hast du „Rituale“ denen du in dieser Zeit nachgehst?

Das einzige Ritual, das ich pflege, ist ein Besuch im Friedwald an „unserem“ Baum.

3. Klassische Horrorfilme oder was läuft in dieser Zeit in deinem Videodrome?

Auch dieses Jahr mache ich wieder mit beim „Horrorctober“ und versuche, bis Halloween 13 Horrorfilme zu sehen – hinzu kommt dann noch das Fantasy-Filmfest in Frankfurt am Main… vielleicht schaffe ich es diesmal, ein Ticket dafür zu ergattern.

4. Hattest du in der Zeit um Halloween ein Ereignis in deinem Leben, welches eine bleibende Erinnerung hinterlassen hat?

Alles hält sich die Waage: Unter dem ersten Punkt habe ich es schon erwähnt – der Todestag meines Vaters fällt auf den 29. Oktober – an diesem Tag hat aber auch meine beste Freundin Geburtstag, und die war bei meiner Hochzeit Trauzeugin. Der zweite Trauzeuge, ein Bruder meines Mannes, hat an diesem Tag ebenfalls Geburtstag – und geheiratet habe ich am 2. November – alles Ereignisse rund um Halloween (zwei Tage davor und zwei Tage danach).

5. „Süßes oder Saures“? Was gibt es an deiner Haustür? Und wie stehst du zu dieser Tradition?

Etwas Süßes, falls welche klingeln. Das Dumme ist nur: Hat man zu wenig daheim, gehen spätere Klingelgeister leer aus – kommt aber niemand, kann man bis zum Jahresende Süßkram mümmeln. Und der steht mir dann irgendwann bis sonstwohin.

6. Faszinieren dich eher Menschliche/Menschenähnliche oder eher Dämonische/Geisterhafte Wesen in Horrorfilmen? Oder vielleicht auch komplett andere Kreaturen?

Es ist der nicht benennbare Schrecken und die bedrohliche Atmosphäre, bei der ich es förmlich genieße, dass mir dabei ganz anders wird. Starke Schwarz-Weiß-Kontraste haben dabei einen nicht ganz unerheblichen Anteil.

7. Zeig anderen deine Top 5 Horrorikonen. Welche sind deine?

Nosferatu – Willard – Ring – Fright Night – Sleepy Hollow… Es gibt so viele gute Horrorfilme, und bestimmt noch bessere als die, die ich gerade genannt habe – mir fallen nur gerade keine anderen ein.

8. Mit welcher „Waffe“ aus deinem Haushalt ziehst Du in den Kampf gegen „Die Nacht der lebenden Toten“?

Mit Konservendosen und -gläsern, deren Inhalt das Verfallsdatum schon lange hinter sich gelassen haben. Das gibt eine feine Schweinerei, wenn das Obst und das Gemüse durch die Gegend fliegt – und die Zombies sind für einen Moment abgelenkt, weil sei mit Futtern beschäftigt sind.

9. Dunkelheit, Geräusche, Schatten….. wovor hattest du als Kind am meisten Angst?

Vor der Angst, verlassen zu werden – also nichts von dem, was man in Horrorfilmen oft als Angstauslöser präsentiert bekommt.

10. Was ist für Dich der „wahre“ Horror?

Menschliche Grausamkeit, die sich durch die gesamte Geschichte zieht – auf die Spitze getrieben in Deutschland zwischen 1933 und 1945 – und symbolisiert durch die Stolpersteine, von denen einige in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Bürgersteig zu finden sind.

11. Siehst Du immer nach, wenn Du ein seltsames Geräusch aus einem dunklen Winkel deiner Wohnung hörst?

Früher habe ich das tatsächlich getan; beim letzten Mal jedoch habe ich nichts auffälliges wahrgenommen und die Bescherung tatsächlich erst am nächsten Morgen gesehen: Aus einem leeren Terrarium ist die gläserne Schiebetür komplett vorwärts aus der Schiene gefallen und auf dem Fußboden zerschellt. Alle Scherben sind jedoch an der Stelle liegengeblieben, an der die Scheibe aufgeschlagen war – anstatt wild durchs ganze Zimmer zu fliegen. Das fand ich wirklich gruselig.

12. Hast du ein Faible für „Urbane Legenden“ und wie stehst du zu diesen? Fakt oder Fiktion?

Dass sie tatsächlich passiert sein sollen, halte ich für unwahrscheinlich, aber sie würden einen prima Stoff für Gruselfilme abgeben.

13. Welcher Horror/Gruselfilm ist der älteste, den du gesehen hast, wenn du nicht zwischenzeitlich von Agent J „geblitzdingst“ wurdest?

„Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ von 1922 – der ist dieses Jahr 99 Jahre alt, und gesehen habe ich ihn in einem Theater mit Orchesterbegleitung.

14. Mal angenommen du würdest einen schönen B-Movie Horrorfilm gedreht haben und müsstest dem einen schön trashigen Titel verpassen. Wie würde deiner heißen?

Invasion der Tanzmäuse.

15. Was würdest du tun wenn du spontan zu einer Halloween Feier eingeladen wirst? Gehst du stylisch im Kostüm (wenn ja welches) oder gehst du schlicht und einfach als du selbst?

Irgendwo habe ich noch einen Hexenhut herumliegen. Mit etwas Fantasie würde ich mir auf die Schnelle ein Hexenkostüm zusammenbasteln.

16. Clowns! Horror oder Lachnummer?

Clowns sind mir relativ egal. Im Zirkus fand ich alles andere um Längen interessanter, und ich war froh, wenn ihre Auftritte vorbei waren.

17. „Lost Places“ dafür begeistern sich ja viele und inzwischen gibt es ja sogar Touren. Bist du interessiert oder kennst du interessante Orte in deiner Gegend?

Ein paar hundert Meter von meinem Wohnhaus entfernt stand auf einem Privatgrundstück eine verfallene Villa, die auf mich eine ungeheure Faszination ausgeübt hat, weil sie für niemanden zugänglich war und ich nicht einmal von Google Earth vernünftige Bilder von ihr aus der Vogelperspektive geliefert bekam. Inzwischen ist das Gebäude vermutlich längst abgerissen – nachgeschaut habe ich nicht.

18. Welches Filmmonster hat den ikonischsten Look? Oder hat für dich was ganz spezielles.

Ich glaube, den höchsten Wiedererkennungswert hat Freddy Krueger aus „Nightmare on Elm Street“, obwohl ich den Film im Original nie gesehen habe, sondern ein grottenschlechtes Remake. Etwas spezielles an sich hat die in „The Ring“ aus dem Brunnen steigende Samara mit ihren abgehackt wirkenden Bewegungen – allerdings möchte ich nicht in der Haut derer stecken, die Zeuge werden, wie sie aus dem Fernsehmonitor heraus- und ins Wohnzimmer hineinkommt, um ihre paralysierten Opfer ins Jenseits zu befördern.

Momentaufnahmen #15 : was mich glücklich macht

Momentaufnahmen – ein Projekt von aequitasetveritas, bei dem wir unsere Gedanken zu bestimmten Momenten in unseren Leben festhalten… Momentaufnahmen könnte ich bei mir auch unter dem Stichwort „Unsortierte Gedanken“ zusammenfassen, und Tagebuch habe ich schon lange nicht mehr geschrieben (eigentlich sollte mein Blog ja eines sein, aber so wie es ist, gleicht es eher einem Gemischtwarenladen mit einem Köter aus jedem Dorf).

Fünf Dinge, die mich glücklich machen – was könnte wohl auf meiner Liste stehen?

Ein Geschwindigkeitsrausch kann Glücksgefühle auslösen – so flüchtig sind sie aber auch.

Ein Happy End, sei es in Büchern oder bei Filmen:

Wie der Zufall es will, habe ich gerade gestern auf wattpad einer meiner Lieblingsautorinnen einen abschließenden Kommentar zu ihrem spannenden Roman hinterlassen.

Yay! Ob realistisch oder nicht - die beiden haben sich und damit endlich ihr Happy End gefunden und mich damit gleich mit glücklich gemacht.

Wenn ich in der Handlung aufgehe und mir die Charaktere so ans Herz wachsen, dass ich mit ihnen mitfiebere und sie real zu werden scheinen, freue ich mich, wenn ihre Geschichte zu einem guten Ende findet.

Wenn ich eine Aufgabe erfolgreich meistern konnte.

Und damit meine ich nicht nur berufliche Angelegenheiten. Ein Rätsel, Sudoku oder Puzzle zu lösen, nachdem ich Stunden darüber gebrütet habe, kann auf mich so unglaublich befreiend wirken. Dazu zähle ich auch die Erleuchtung, wenn mir plötzlich klar wird, um wen es sich bei einer mir bekannt vorkommenden Person handelt, deren Name mir nicht einfallen wollte.

Das Wiederfinden verloren geglaubter Dinge oder Personen.

Da sucht man sich verzweifelt einen Wolf, und dann – genau dann, wenn man es nicht mehr für möglich gehalten hat – weiß man plötzlich, wo sich das Objekt des Verlangens befindet. So ging es mir neulich mit dem Buch, in dem ich meine Erinnerungen an meine Reise mit dem Englisch-Leistungskurs nach Schottland festgehalten habe. September 1986 – geschrieben mit Füller in dunkelroter Tinte und gestochen scharfer Handschrift (die heute ganz anders aussieht), garniert mit Fotos, Ticket und Landkarten.

Noch schöner ist es für mich, wenn ich wieder mit Menschen in Kontakt trete, die scheinbar aus meinem Leben verschwunden sind. Unterschiedliche Lebenswege treiben Menschen in verschiedene Richtungen. Die einen treibt es für immer fort – andere kehren für eine Weile zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurück. Die Frage ist nur, für wie lange.

Besondere Momente auf besonderen Reisen.

Das kann die Situation sein, in der man über sich hinauswächst, wie zum Beispiel das Weiterwandern im strömenden Regen, wenn man weiß, dass alles Jammern nichts hilft und man keine andere Wahl hat, als jetzt genau diese sechs Meilen bis zum nächsten Städtchen durchzuziehen, weil Stillstand zu nichts führen würde als zu Unterkühlung. Oder ein Naturschauspiel der besonderen Art erleben zu dürfen, wie in einem der vergangenen Sommer, als mein Mann und ich gemeinsam den Nachthimmel beobachteten und unzählige Sternschnuppen beobachteten. Zu den besonderen Augenblicken zählt für mich auf jeden Fall auch das Erleben eines Sonnenaufgangs am Meer oder das Erreichen eines Berggipfels, wenn sich ein grandioses Panorama vor mir ausbreitet und ich Weite und Freiheit spüren kann.

Was hier auf keinen Fall fehlen darf, sind die Begegnungen mit mir unbekannten Menschen, wenn die sich daraus ergebenden Gespräche über einfachen Smalltalk hinaus und unter die Oberfläche gehen. 2019 hatte ich so eine Unterhaltung an der Bar meines Hotels in Montréal mit einer jungen Frau aus Alberta (Kanada). Irgendwann waren wir an dem Punkt, an dem es darum ging, wie wichtig es ist, Träume wahr werden zu lassen, sobald und solange man es kann, da man nie weiß, wie schnell es vorbei sein kann – und man später nicht bereuen muss, bestimmte Dinge nicht getan zu haben.

Musik, für die ich mich begeistere: Musik, die mein Herz berührt.

Sei es eine Stimme, die Glücksgefühle in mir auslöst, oder rein instrumentale Klänge, die sich wortwörtlich beruhigend auf meine Herzfrequenz auswirken… Bei manchen Stimmen schlägt mein Herz von ganz allein schneller, und dann kann es geschehen, dass ich mich hier darüber auslasse. Und dummerweise merke ich gerade, dass Worte nur unzureichend das wiedergeben, was in mir gerade vorgeht.

Momentaufnahmen 4/26 – Überzeugungen hinterfragen

Alle 14 Tage blitzen sie auf, die Momentaufnahmen – als Mitmachaktion ins Leben gerufen von aequitasetveritas – die vierte Frage beschäftigt sich hiermit:

Gibt es etwas oder jemanden, der deine Überzeugungen hinterfragt bzw. herausfordert?

Es gab tatsächlich mal jemanden, der nicht nur komplett anderer Meinung zu einem Thema war als ich, sondern mir auch noch das Gefühl vermittelt hatte, ich hätte nicht mehr alle Latten am Zaun. Der Kontakt besteht so gut wie gar nicht mehr.

Allerdings kann ich das auch selbst ganz gut: Meine eigenen Überzeugungen von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand stellen und mir die Frage zu stellen, ob ich das jetzt immer noch genauso sehe – manchmal mit überraschendem Ergebnis.