Dienstags-Gedudel #91 : Reisefieber, Teil 45 – Arrivederci Roma

Es lebe das Kontrastprogramm, denn bevor es nach Nordwesten weitergeht, gibt es einen Richtungswechsel. Willkommen auf den griechischen Inseln… Mit Katja Ebsteins „Stern von Mykonos“, den sie 1973 besungen hat, wird es mediterran. Die Idee zu diesem spontanen Abstecher ins Mittelmeer kam mir bei der letzten Staffel von DSDS, als die Teilnehmer auf Mykonos um ihren Einzug ins Finale kämpften:

Lang lang ist es hier, auf youtube findet man sie alle wieder:
https://youtu.be/QwhXD-EFJTM?list=RDGMEMQ1dJ7wXfLlqCjwV0xfSNbAVMQwhXD-EFJTM

Man stelle sich vor – da wird ein Traum für einen jungen Mann wahr – und für die Liebste wird diese Erfüllung zum Alptraum: „Die andern kehrten heim, nur einer kam nicht wieder“.

Die tieftraurige Ballade wird gern in die Sparte „Schlager“ einsortiert, für mich ist dieses Lied von dem Schlager, wie ich ihn in den letzten Jahren unfreiwilligerweise mithören durfte, so weit entfernt wie der Mars von der Venus.

Dienstags-Gedudel #90 : Reisefieber, Teil 44 – Patience s’il vous plaît

Mit der Bitte um Geduld, wenn die lieben Kinderlein quengeln, wann man denn nun endlich da sei, verweist man gerne darauf, dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden ist. Deshalb greife ich in den Lostopf mit den vielen bunten Kugeln zum Thema „Rom“ und lose für diese Augabe die Jeremy Days mit „Rome wasn’t built in a day“ aus:

Meine Wiederentdeckung des Monats, gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=XF_vCCYAZ2w

Die Platte habe ich damals rauf und runter gehört; das Video kannte ich selbst noch nicht. Weil darin auch alle möglichen Gegenden der Welt vorkommen, habe ich diesem Song einem anderen Lied über Rom und seine Einwohner den Vorzug gegeben (der Kelch ist an Billy Joel und „When in Rome“ vorbeigegangen).

Dienstags-Gedudel #89 : Reisefieber, Teil 43 – Baltic Artists : Schwarz-Weiß-Malerei

Die Reise durch die Vergangenheit und durch Europa führt durch das schöne Südtirol – aber nicht die Bergwelt steht hier im Fokus, sondern ein Schachturnier der Extraklasse.

Baltic Artists, gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=UhGTwqKtLZ8

Heute mal in Schwarz-Weiß, so wie die Figuren des Spiels der Könige. Schwarz-Weiß, wie so vieles im Kalten Krieg, der damals allgegenwärtig war.

Komponiert von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, war „Chess“ das erste Musical, das ich je live gesehen habe; im Nachhinein klingt die Musik wie ein weiteres Album von ABBA, nur ohne deren weibliche Stimmen.

Dienstags-Gedudel #88 : Reisefieber, Teil 42 – nur du allein

Damit erklärte Peter Alexander einst der Stadt Wien seine Liebe – damit war er nicht der einzige. Da aber die Musik der Achtziger Jahre meine Teenagerzeit begleitet hat, lasse ich diesen Herrn in diesem Rennen rund um die Welt gar nicht erst antreten, sondern lasse einen anderen Barden zu Wort kommen, den man in den 80ern oft gehört hat, auch wenn das Lied schon viel älter ist. Wer an dieser Stelle auf „Vienna“ von Ultravox getippt hat, wird jetzt enttäuscht sein. Falcos Ode an diese Stadt, in der ich noch nie war, wird es aber auch nicht werden.

es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten… auf youtube –
https://youtu.be/nFgj6vJEZrE?list=OLAK5uy_nmW342XlR4i_lkylNLDJiRJxmDU-RwY5Q&t=0

Ich habe mich spontan für Wolfgang Ambros‘ bitterböse Hommage an den Wiener Zentralfriedhof entschieden; die mag für manches Ohr nicht nur morbide, sondern auch unverständlich klingen – mit Dialekten und schwarzen Themen hatte ich hingegen nie meine Probleme.

Dienstags-Gedudel #87 : Reisefieber, Teil 41 – ab in den Süden

So lasset uns denn erneut abheben und uns heimischen Gefilden nähern. Man kann ja dann dort etwas länger verweilen – aber erst heißt es mal hinkommen, und deshalb huldige ich erneut dem Traum vom Fliegen.

Über den Wolken, Porträt mit Text, gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=t6wbWDip_-8

„In den Pfützen schwimmt Benzin, schillernd wie ein Regenbogen – Wolken spiegeln sich darin, ich wär gern mitgeflogen “: Auch wenn im Grunde diese Szene eine Umweltschweinerei erster Klasse beschreibt, begleitet mich der unvergessliche Evergreen von Reinhard Mey begleitet seit meiner Kindheit, und daran konnte auch die poppige Schlagervariante von Dieter Thomas Kuhn nichts ändern.

Ich bleibe dann lieber bei dem tiefsinnigen Chansonpoeten, der mal leise und mal bissige Töne anschlägt. Bei dem beschriebenen Flugplatz habe ich übrigens wieder das Video zu „Breathless“ von den Corrs vor Augen.

Dienstags-Gedudel #86 : Reisefieber, Teil 40 – come, fly with me.

Dieser Aufforderung komme ich gerne nach und hebe nochmal ab – doch noch befinden wir uns über Skandinavien.

Ein Album voller Hits – gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=BKkIbc7NdcA

This bird is not sinking, but flying – up, up, and away.

Wer hätte es gedacht, dass sich auf diesem Flug noch einmal Billy Joel die Ehre geben durfte? The landing gear came down to touch the Swedish ground, and we were all so paralyzed. Also doch „Ich Krieg Einen Anfall“? Oder doch eher ein Jet Lag? Das würde erklären, warum ich mich so erschöpft fühle wie ein Teil der Wartenden, die in dem Flughafenvideo zu „Elegantly Wasted“ in der Lounge ein Nickerchen machen.

Dienstags-Gedudel #85 : Reisefieber, Teil 39 – Bettwäsche aus Holz

„Holz!“

Ich sehe ihn schon wieder vor mir, den Kauz aus der skandinavischen Möbelwerbung. Tja, aber um Schweden geht es heute nicht – ätsch, aufs Glatteis geführt. Das musste nach dem Besuch der Arktis ja kommen. Zu viel Sonne macht albern. So, und jetzt wieder zurück auf Anfang.

Die Beatles, auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=Y_V6y1ZCg_8

This bird has flown! Das Lied, um das es heute geht, müssen wir in Norwegen suchen. Und wer jetzt auf die Beatles tippt, hat richtig geraten. Denn der skandinavische Dudler der Woche heißt „Norwegian Wood“ und ist von verschiedenen Künstlern gecovert worden, z.B. Milton Nascimento, Alanis Morissette oder den Analogues.

Mit der Häufigkeit ihrer Auftritte bei mir können die Beatles jedoch einen nicht toppen – und wie der heißt, wird noch früh genug offenbart werden.

Dienstags-Gedudel #84 : Reisefieber, Teil 38 – the dark side of the earth

Und in der Zwischenzeit werfen wir mal einen Blick auf die entgegengesetzte Seite unseres Erdballs. Welchen Kontinent hatten wir noch nicht?

Diese Frage lässt sich ohne viel Hirnschmalz beantworten. Nach der Arktis muss jetzt die Antarktis kommen, und weil sich ein großer Künstler würdevoll vor dem arktischen Sommer so elegisch-klassisch und minimalistisch zugleich verneigt hat, kommt jetzt das Kontrastprogramm, derweil es 180 Breitengrade weiter südlich dunkel und ungemütlich wird.

eisige Welten, im Studio – gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=6spo7eMQcJ4

Der Klappentext zu Elke Heidenreichs Buch „Am Südpol, denkt man, ist es heiß“ verrät, warum Pinguine stets so elegant wirken – sie warten auf ein anlegendes Opernschiff und darauf, in den Genuss von „La Traviata“ zu kommen. Aber was es heute zu hören gibt, ist keine Oper, sondern „Nordpol Südpol“ von Jupiter Jones.

Eine Zufallsentdeckung, die ich auf youtube machen durfte. Die Eisbären gehören allerdings nicht auf diesen Kontinent, sondern führen zurück zur 37. Station, der Arktis.

Dienstags-Gedudel #83 : Reisefieber, Teil 37 – die Arktis

Grenzen wollte ich sprengen und hatte damals auch u.a. Klassik im Sinn gehabt – nun ist es soweit. In diesem Fall handelt es sich um Ludovico Einaudis „Elegy for the Arctic“:

Eine Verneigung vor den bedrohten Urgewalten, gefunden auf youtube –
https://www.youtube.com/watch?v=2DLnhdnSUVs

Lassen wir die Bilder für sich sprechen – die Polargebiete sind grandios. Schön und minimalistisch, wie die Musik. Ich widme diesen Beitrag nellindreams, die diese Rubrik erschaffen hat und öfters gern mal klassisch unterwegs ist.

Dienstags-Gedudel #82 : Reisefieber, Teil 36 – unendliche Weiten, unbekannte Landschaften

Sehnsucht heißt ein altes Lied der Taiga, das schon damals Alexandras Mutter sang.

Soweit so gut… Aber wer auf ein Wiedersehen (und -hören) mit der unvergesslichen Sängerin mit der tiefen Stimme gehofft hat, wird jetzt enttäuscht in die Röhre gucken, denn sie war es schon früh leid, auf ein Klischee festgelegt zu werden.

Audiodatei, gefunden auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=s8G6kkrx4tQ

Eine andere Dame mit tiefer Stimme nimmt heute den Platz in dieser Rubrik ein. Mit dem Opener ihres 2014 erschienenen Albums „Taiga“ gibt sich heute Zola Jesus instrumental die Ehre, bevor es noch einsamer und klassischer wird.