22 Wochen, 1 Objekt: Woche #11 – Versammlung Down Under

 

Die 11. Woche des Fotoprojekts „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von wortman und aequitasetveritas ist da. Diesmal habe ich es mit Souvenirs Down Under garniert. Als Mitbringsel aus Berlin. Inclusive der Kinokarte für „Book Week“. Sehr kreativ ist das zwar nicht, aber hat für mich Erinnerungswert. Mein Schienbein in allen Regenbogenfarben erinnert mich täglich daran – mit einer Prellung, die noch vom Vortag stammt, ist man vielleicht nicht ganz so gut zu Fuß, aber lasse ich mich durch so eine Panne aufhalten? Und im Kino zu sitzen, ist dem Heilungsprozess ja nicht abträglich.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

Full House – ein Wochenende in Berlin – Ende September

 

Was haben wir früher nicht alles unternommen: Für einen Tag mit dem Bus zur Expo 2000 nach Hannover oder ins Ruhrgebiet zu den Musicals „Starlight Express“ und „Joseph und der Wundermantel“ – oder übers Wochenende zur Tour über diverse süddeutsche Weihnachtsmärkte. Den Vogel haben mein Mann und ich vor einigen Jahren abgeschossen, als wir drei Stunden Fahrt mit dem Auto auf uns nahmen, um in der Schweiz zu frühstücken und wir dann noch spontan eine Übernachtung im Sundgau (Frankreich) dranhingen. Dachte ich, dass die Zeit für solche Aktionen schon lange zurückliegt, wurde ich nun vom Gegenteil überzeugt, indem ich mich ganz spontan für zwei Nächte in Berlin entschieden habe.

Anlass war das zum neunten Mal in einem Kino in Kreuzberg veranstaltete australisch-neuseeländische Filmfestival „Down Under Berlin“, und da mir noch ein Tag Sonderurlaub zustand, überlegte ich nicht lange und organisierte mir übers Internet Tickets für die rabenschwarze Komödie „Book Week“ und den Abschluss-Dokumentarfilm „Mystify Michael Hutchence“.  Aber ausschließlich wegen zweier Filme nach Berlin zu fahren, hielt ich nach erfolgreich abgeschlossener Buchung einer Übernachtungsmöglichkeit für witzlos und machte mich sogleich an die Planung. Mit dem Ergebnis, dass ich mein Glück im Berliner Zoo auf die Probe stellen wollte, wo Anfang des Monats zwei kleine Pandas auf die Welt gekommen waren.

Leider hatte ein Sturz am Tag davor mir eine schmerzhafte Schulterprellung beschert, und so hielt mich meine Unbeweglichkeit von längeren Wanderungen durch die Stadt ab. Dass just an diesem Wochenende auch noch der Berlin-Marathon stattfand, erklärte, warum die Zimmerpreise in exorbitante Höhen geschnellt waren und mein Einzelzimmer in einem Drei-Sterne-Hostel in Kreuzberg-Neukölln nicht ganz so günstig war wie erhofft. Aber es war immer noch bezahlbar und nur 350 Meter vom Kino entfernt, so dass ich nicht weit zu laufen hatte. Das war vor allem nachts von Vorteil.

Wegen des Marathons waren viele Straßen gesperrt, und so entpuppte sich dieser Umstand für mich als Glücksfall. Endlich Platz zum Laufen, auch abends, nachdem kein Läufer mehr unterwegs war, denn es entfiel die räumliche Beschränkung auf den Bürgersteig. Allerdings hatte ich ein ganz anderes Problem: Sämtliche Namen der Straßen und Plätze auf dem Stadtplan waren so winzig gedruckt, dass ich sie selbst mit Brille nur schwer entziffern konnte, und so habe ich die Orte, die ich suchte, wie z.B. das Motorradmuseum, nicht gefunden. Dafür aber andere Plätze, die ich überhaupt nicht auf dem Radar gehabt hatte. Zum Beispiel die Weltzeituhr am Alexanderplatz.

 

 

 

Und dass es nicht von Nachteil sein muss, wenn nicht rund um die Uhr die Sonne scheint, habe ich zwischen zwei Regenschauern in der Nähe des Gendarmenmarkts feststellen dürfen. Schon lange hatte ich kein so interessantes Licht zum Fotografieren gehabt, auch wenn es nur mit dem Handy geschah.

 

 

Gefunden habe ich im Zoo übrigens auch nicht die Babypandas, denn die waren mitsamt ihrer Mutter noch da, wo kein Zuschauer hinkommt, aber dafür stellten sich die Murmeltiere in Pose, und ich konnte den Pinguinen beim Plantschen und den Seelöwen beim Tauchen zuschauen.

 

 

Besonders interessant war für mich auch das Deutsche Technikmuseum, von dem ich nur einen Teil gesehen habe, und zwar den, der sich mit Textil-, Papier- und Kommunikationstechnik beschäftigt. Hier habe ich auch gelernt, dass Stallungen für Pferde aus Platzgründen zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch in höher gelegenen Stockwerken zu finden waren und man die Pferde über eine spezielle Treppe nach oben gebracht hat.

 

 

Und die Filme? Die waren das Tüpfelchen auf dem I – vor allem, weil es am Sonntagabend noch ein von der australischen Botschaft gesponsertes Büffet gab und der Erste Sekretär der australischen Botschaft eine Ansprache hielt, bei der ich mich gegen Ende fühlte wie in der Szene in „Das Leben des Brian“, wenn die Frage auftaucht, ob Weibsvolk anwesend sei („Ich glaube, ich muss Ihnen nicht erklären, wer Michael Hutchence ist“ – und der ganze Kinosaal unisono „nein, nein“). Die Frikadellen vom Büffet und der Wein haben mir übrigens auch sehr gemundet. Viel Werbung gab es vor den Filmen auch nicht, und vielleicht fahre ich nächstes Jahr wieder hin. 35 Euro für vier ganze Tage sind ein akzeptabler Preis (da dürften Karten für die Berlinale erheblich teurer sein). Aber nur, wenn kein Marathon stattfindet. Die Müllberge und gigantischen Menschenmassen haben mir weniger gefallen.

Media Monday # 431 : Die Berlin-Edition

 

Pünktlich zum Wochenbeginn habe ich einen Tag Sonderurlaub eingetragen und diesen für die Heimreise genutzt, denn ich war am Wochenende in Berlin, und zwar hier – ein gesonderter Reisebericht mit Fotos wird in Kürze folgen… (https://i.pinimg.com/564x/d1/a3/9d/d1a39dfd325f581e270096bc6c2e748d.jpg)

Doch jetzt gibt’s erst mal wieder den Media Monday:

Media Monday # 431

1. Für viele steht ja der Oktober – Stichwort: Horrorctober – ganz im Zeichen von Horrorfilmen – ich finde die Idee dahinter an sich nicht schlecht, aber eine Liste mit 13 Filmen abzuarbeiten, kann ich mir im Moment für mich nicht vorstellen. Vielleicht im nächsten Jahr.

2. Besonders gefallen hat mir ja am vergangenen Monat dass ich es nach zwei Fehlgriffen davor doch noch geschafft habe, zwei Filme zu sehen, die mir sehr am Herzen lagen – den einen am vergangenen  Mittwoch zu Hause und den anderen gestern Abend in Berlin.

3. Wobei ich es gern noch geschafft hätte mir in Berlin noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit anzusehen. Leider haben dies gleich mehrere Faktoren verhindert: 1) das regnerische Wetter, bei dem mir Fotos nicht so gut gelingen, 2) meine Prellung, die ich seit Freitag mit mir herumschleppe und 3) die unglaublichen Menschenmassen, zwischen die ich geraten bin.

4. Nun, da sich langsam die „Sommer, Sonne, draußen“-Zeit dem Ende neigt, freue ich mich auf den Geruch, der in der Luft hängt, weil meine Nachbarn mit Holz heizen und auf das bunte Laub, das an den Bäumen prangt. Einen Vorgeschmack habe ich im Berliner Zoo auf der Suche nach den kleinen Pandas bekommen.

5. Langes Warten nervt mich ja oft weit mehr, als es eigentlich sollte, aber mit dem richtigen Unterhaltungsprogramm (Bücher, Musik, Sudokus) lässt es sich besser ertragen.

6. Was ich mir für das letzte Quartal in diesem Jahr mal vornehmen könnte wäre, gewisse Bereiche des Hauses zu entrümpeln, zum Beispiel den Keller.

7. Zuletzt habe ich ein Wochenende in Berlin gegönnt, und das war bei der Ankunft ein Schock für mich, weil ich keine Ahnung hatte, dass es wegen des Berlin-Marathons so voll und teuer war. Aber ich habe das beste daraus gemacht und mein Programm mit kleinen Änderungen durchgezogen.

Und der Sonntagabend war nicht nur, was den Film anging, so gut wie ich gedacht hatte, sondern weil es auch noch leckeres Essen und Wein gab, gesponsert von der australischen Botschaft. Ein Kompliment an den Caterer, auf dessen Konto diese riesigen und superleckeren Frikadellen gehen.

 

 

22 Wochen, 1 Objekt: Woche #8 – High Hopes

 

Mein Tagebuch ist zusammen mit mir für das Fotoprojekt „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman auch zu den Niagarafällen gereist. Damit es nicht nass wird, ist es während der Fahrt auf dem Schiff brav im Bus geblieben.

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Und damit es auch mal sehen kann, wo ich mich herumgetrieben habe, durfte es hoch hinaus – in den zwölften Stock unseres Hotels mit freiem Blick auf die amerikanischen Bridal Veil Falls. Leider erkennt man auf dem Bild davon nichts, sondern sieht nur den Vorplatz des Kasinos gegenüber. Und die Scheiben hätte man auch mal putzen können.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #7

 

Mein Tagebuch ist zusammen mit mir für das Fotoprojekt „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman nach Toronto gereist. Im Royal Ontario Museum gab es eine Sonderausstellung mit dem Titel „It’s alive“, in der die von dem Metallica-Gitarristen  Kirk Hammett gesammelten Hororfilmplakate und einige Filmkostüme noch bis Januar zu sehen sind.

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Hier darf sich mein Objekt an der Eintrittskarte festklammern, obwohl die Exponate am Ende gar nicht so furchteinflößend gewesen sind. Vermutlich waren es die vielen Saurierskelette im ersten Stock des Museums, die bei ihm für Respekt gesorgt haben.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #6

 

Mein Tagebuch ist zusammen mit mir für das Fotoprojekt „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman auf eine Busrundreise gegangen: Aus den ganzen Bildern habe ich nur ein paar ausgewählt – anstatt des x-ten Foto vom Frühstückssaal gibt es in darum auch nur eines.   

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Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. In Québec wurde sogar der Kaffee am hübsch gedeckten Tisch ausgeschenkt. Nach mehreren Tagen mit den allgegenwärtigen Pappbechern war es schön, auch mal Porzellangeschirr zu haben.

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Und nun – zum Schluss – genaueres zu dem Projekt:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #5

 

Mein Tagebuch ist zusammen mit mir für das Fotoprojekt „22 Wochen – 1 Objekt“ (siehe unten) von aequitasetveritas und wortman auf Reisen gegangen. In diesen zwei Wochen sind allein schon davon so viele Bilder entstanden, dass es bis zum Jahresende reichen würde, aber damit es nicht so langweilig wird, beschränke ich mich bei meiner Auswahl auf ein Minimum. Und in chronologischer Reihenfolge werden sie auch nicht erscheinen.

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Nach dem Sonnenbad vor der Skyline von Toronto folgt jetzt der Aufenthalt an einem schattigen Plätzchen: dem Innenhof des Hotels in Downtown Toronto, in dem ich insgesamt fünf Nächte verbracht habe (zwei am Anfang und drei am Ende der Reise). Außer ein Bierchen zu trinken, konnte man dort auch sehr entspannt frühstücken – nur nicht am Tag der Abreise, denn da hat es wie aus Eimern geschüttet.

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Und nun – zum Schluss – worum es bei dem Projekt geht und der Zeitplan:

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

 

„the final countdown“ – meine beiden Verlängerungstage

 

Die Rundreise lag nun hinter mir – bis zu meinem Abflug blieben mir noch zwei ganze Tage in

Toronto

der Stadt, von der ich zwar einiges gesehen hatte, aber nicht das, was ich mir insgeheim vorgenommen hatte. Dazu gehörten nicht nur ein Museumsbesuch und eine Fahrt zu den Toronto Islands, sondern auch der Versuch, an Karten für eine Show zu gelangen.

 

Andere waren spontan mehr für Baseball zu haben, da die Blue Jays ein großes Spiel hatten (wofür auch kräftig die Werbetrommel gerührt wurde) – aber mit Sportveranstaltungen kann man mich jagen. Lieber laufe ich selbst, als anderen dabei zuzusehen, wie sie einem Ball, Ei oder Puck nachjagen, sei es Fußball, Baseball, Rugby oder Hockey, von Basketball ganz zu schweigen.

Was Basketball betrifft, gab es am Freitag lange Schlangen vor einem Laden, der die neuesten Air-Jordan-Sneakers feilbot. Die Massen an Leuten mit Campingstühlchen, die von Polizisten und Security bewacht wurden, erinnerten mich an den Hype, wenn ein neues i-phone auf den Markt kommt und jeder als erster so ein Teil haben will.

 

The Monster Mash

Rette sich, wer kann! So lautete der Untertitel der Sonderausstellung „It’s alive“ im Royal Ontario Museum. Von solchen Ausstellungen erfahre ich grundsätzlich erst vor Ort, und in diesem Fall verbarg sich dahinter eine Wanderausstellung mit dem vollen Titel „Classic Horror and Sci-Fi Art from the Kirk Hammett Collection : July 13, 2019 – January 5, 2020“ – die Exponate bestanden aus alten Horrorfilmplakaten und Filmkostümen, die der Gitarrist von Metallica seit Jahren sammelt.

 

Dass sich in der Sammlung auch speziell gestaltete Gitarren befanden, war für mich das Tüpfelchen auf dem I.

Gut, dass ich von meinem ursprünglichen Plan abgewichen bin, das Museum nur wegen der asiatischen Kunst und dessen futuristischer Archtitektur zu besuchen.

Besser gesagt, ist das Museum ein alter Bau mit atemberaubenden Details im Foyer, und nur die Fassade des Anbaus ist modern und verzichtet auf vertikale und horizontale Linien.

 

 

Und weil’s so schön war, schlug ich dem Regen im Bata Shoe Museum ein Schnippchen, die ideale Ergänzung zu „It’s alive“, denn hier konnte ich die zweifarbigen Schuhe von Bela Lugosi bewundern (auch ein Star des Horrorfilms) –

 

– und die Stiefel von Elton John.

Diamonds are a girl’s best friends & Some like it hot

Nach so viel Kultur nahm ich mein Lauf- bzw. Walktraining wieder auf. Im Takt der Musik immer schön vorbei an den hochpreisigen Designerläden in der Bloor Street und den CN-Tower zum x-ten Mal erneut im Blick, walkte ich zur Abwechslung mal eine andere Straße zum Hafen hinunter, um mich nach den Abfahrtszeiten der Wassertaxis zu erkundigen. Lange ausdehnen wollte ich meinen Aufenthalt am nächsten Tag auf einer der Toronto Islands auch nicht, denn das Musical in dem wunderschönen „Elgin & Winter Gardens“-Theater wollte ich auf keinen Fall verpassen. Vorher vielleicht noch ein Bierchen im Distillery District… volles Programm.

 

Kaffee, schwarz, ohne Milch, ohne Zucker, und ohne künstliche Aromen – egal ob im Pappbecher oder nicht – und heiße Musik auf den Ohren, so lässt sich der Nachmittag aushalten. Der Meinung schien auch derjenige zu sein, der in mir die perfekte Begleitung für sein Night Clubbing gefunden zu haben schien und sich gleich meine Handynummer notieren wollte. Well, well, not so quick: Manchmal trügt der Schein, und das Object of Interest hat kein weitergehendes Interesse an einer Fortführung dieses nicht eingetretenen Dates, poor guy., auch wenn Du noch so charmant bist. Aber er nahm’s sportlich und mit Humor. Vielleicht ist ja woanders noch Luft nach oben.

 

Islands in the stream : just like the old times

Wo es allerdings keine Luft mehr nach oben gab, war mein Smartphone – das signalisierte mir, nachdem ich auf der Centre Island einen nach Futter tauchenden Schwan vor der Skyline von Toronto fotografiert hatte, dass nun der Speicher voll sei. Dumm gelaufen, denn öffnen ließen sich die Dateien auch nicht mehr.

Na gut, den Rest des Tages gab es halt kein Geknipse mehr. Auch gut, erleben wir die verbleibende Zeit wieder so wie früher, als ich noch nicht das Bedürfnis hatte, alles und jeden zu fotografieren, und vom Destillery District, wo es auch sehr gutes Bier gab, hatte ich nun schon Bilder in Hülle und Fülle.

 

The show must go on: Elgin & Winter Gardens

Daher habe ich auch keine Innenaufnahmen von diesem über hundert Jahre alten Theater, das einen noch immer funktionstüchtigen und von Hand betriebenen Aufzug aus dem Jahr 1913 besitzt – mit Gittertüren, die man von innen zuziehen kann, wie man sie aus alten französischen Filmen kennt.

Angeschaut habe ich mir das kanadische Musical „Come from away“, das auch schon am Broadway aufgeführt worden ist. Die Show war zwar am Donnerstagabend bereits ausverkauft, aber für die Aufführung am Freitagabend gab es noch vereinzelt Karten. Da habe ich doch gerne zugegriffen, auch wenn 75 Dollar nicht das Schnäppchen des Tages waren. Ganz weit vorne zu sitzen und dann eine Show zu genießen, bei der nicht nur die Darsteller durchweg briliant gespielt haben, sondern die Musik mit Einflüssen aus Folk und Country auch noch meinen Geschmack traf, war mir jeden Cent wert.

Come from away“ hat die Geschichte des kleinen neufundländischen Örtchens Gander zum Thema, das nach dem 11. September 2001 plötzlich 7000 gestrandeten Passagieren, deren Flüge umgeleitet wurden, Unterkunft und Verpflegung gewähren sollte. Auch wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe, weil doch ziemlich schnell gesprochen wurde, hat mich die Aufführung mitgerissen, und am Ende gab es Standing Ovations für das gesamte Ensemble, auch für die Musiker, die man die ganze Zeit über gar nicht sehen konnte.

Not enough time : Move on

Wie gerne wäre ich noch länger geblieben, trotz einiger kleiner Pannen wie dem steckengebliebenen Aufzug oder der versehentlich vom Hotel deaktivierten Schlüsselkarte fürs Zimmer. Auch das im Hilton in diesem einen Turm nicht existierende Zimmer oder die Orientierungshilfen im 20. Stock des Chelsea Hotels, die mich an die Dr.-Who-Folge „Götterspeise“ (Praise him) denken ließen, gehören zu den Episoden, die ich mit Humor genommen habe.

 

 

Aber irgendwann muss ja jeder einmal nach Hause, und bekanntlich soll man gehen, wenn es am schönsten ist. Wie wahr, denn am Tag der Abreise goss es wie aus Eimern.

Kein schöner Abschied, aber einer der den Flug nach Hause erträglicher machte. Bei dem ich übrigens in der vordersten Reihe der Economy Class sitzen und mit viel Beinfreiheit das Bordprogramm genießen durfte. „Crazy Rich Asians“ zu gucken und dabei dem Kabinenpersonal zuzusehen, wie es den beiden Klassen im vorderen Bereich Champagner und ausgewählte Leckereien serviert, hat seinen ganz eigenen Charme. Mir hat der französische Rotwein aus der Plastikflasche auch gemundet und kam genauso sicher an wie der Rest um mich herum.   

 


PS: Als ich meine Reiseberichte endlich alle komplett hatte, ist mir aufgefallen, dass diese zwei Wochen doch sehr musikalisch geprägt waren. Doch das ist eine ganz andere Story, die in eine andere Kategorie gehört.

 

 

 

„Der Osten Kanadas“ – Tag 11

 

 

Der Aufreger des Tages erwartete uns auf unserer letzten Etappe

Niagara Falls – Toronto

denn es ging auf direktem Weg zum CN-Tower, wo für uns ein Tisch im schicken Drehrestaurant in luftiger Höhe von 356 Metern reserviert war.

 

Wie, wir kommen vorher nicht ins Hotel und haben keine Chance mehr, uns vor dem Essen umzuziehen? Das war für die meisten nicht das Gelbe vom Ei, und dabei hätten doch eigentlich alle informiert sein müssen, denn es wurde zu Beginn der Reise bekanntgegeben, und solche Pferdefüße merke ich mir immer, und dementsprechend sah dann auch die Wahl meiner Kleidung für diesen Tag aus. Sandaletten mit Absatz an die Füße und die Turnschuhe in den Koffer, und für etwas Schmuck ist auch im kleinsten Rucksäckchen Platz. Et voilà: Fertig ist der Lack.

You lift me up

So ein 360°-Drehrestaurant ist überaus praktisch: Man muss nicht lange nach einem WC suchen, irgendwann kommt eins vorbeigefahren, und wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sich für eins für Männlein, Weiblein und Diverse entscheiden, muss aber dazu ein Stockwerk tiefer, wo sich die Aussichtsplattform mit Teilstücken aus Glas befindet.

Wer da nicht schwindelfrei ist, sollte den Gang über den Glasboden mit freiem Blick senkrecht nach unten lieber meiden. Ich habe zwar ab und zu auch Anflüge von Höhenangst, aber in diesem Fall war ich so mutig und habe es nicht bereut. Entstanden sind die schrägsten Selfies meines Urlaubs.

 

Den Besuch des Städtchens Niagara on the Lake auszulassen, hätte meiner Meinung nach nicht viel gebracht, da keine Garantie bestand, dass zu diesem Zeitpunkt unser Gepäck schon auf den Zimmern gewesen wäre. Dann lieber so und das schöne Wetter genossen, als im Schweinsgalopp nach Toronto zu hetzen und dann doch keinen Erfolg zu haben.

 

Trotz falsch gebrachten Bieres (ich hatte Porter bestellt und kein Lager) und etwas beengter Sitzanordnung am Tisch, weil für unseren Busfahrer auch noch ein Platz geschaffen werden musste (den neben mir) – oder vielleicht gerade wegen solcher kleinen Pannen – war es ein vergnügter Abend. Schade, dass er so kurz war.

 

 

Die meisten sind dann am nächsten Tag nach Hause geflogen. Ein Teil der Gruppe zog mit der Reiseleiterin weiter nach Calgary, eine nach Winnipeg und Vancouver, und ein paar wenige hängten, so wie ich, noch ein paar Tage in Toronto dran. So richtig schick ausgegangen war ich bisher noch nicht. Das sollte sich ändern.        

 


Das war das Ende der Busrundreise – aber ich hatte noch zwei weitere Tage in Toronto. Wird fortgesetzt.

„Der Osten Kanadas“ – Tag 9 und 10

 

Wir kamen der Natur auf die Spur, denn auf der vorletzten Teilstrecke

Ottawa – Midland – Niagara Falls

fuhren wir durch den Algonquin National Park. Der Wanderweg entpuppte sich als ein gut begehbarer Spazierpfad durch das Logging Museum, das sich der Geschichte der Holzfäller widmet. Besonders gut gefallen hat mir der See, auf dem sich gelbe und weiße Seerosen ausbreiteten. Zwar nicht ganz so üppig, wie in Dänemark oder im Taunus, aber dafür kündigte sich bereits der Indian Summer mit vereinzelten Laubverfärbungen an.

 

 

Die Mittagspause verbrachte ich lieber die ganze Zeit über an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Wald. Besser dort als in der rummeligen Picknick Area.

I am searching …

nach dem Besonderen, das es in Midland zu sehen geben sollte. Ja, okay, die Wandmalereien und das Hafengebiet dieses kleinen Städtchens waren sehr hübsch, aber da unser Hotel am anderen Ende der Stadt direkt am Highway lag, hatte ich nach diesem anstrengenden Tag kein Verlangen mehr danach, viele Kilometer zu laufen. Ich wollte nicht mal mehr das Hotel verlassen, und da hatte ich nun den Salat. In der Lobby hatte ich große Chipstüten gesehen, aber als ich vor dem Regal stand, erschien mir der Griff nach einem Mikrowellengericht sinnvoller. Eine nette Hotelangestellte gab mir statt dessen den Flyer eines Pizzalieferdienstes, den ich dann auch prompt mitnahm. „Ice Age“ in der Originalversion ohne Untertitel zu gucken und dabei eine leckere Pizza zu verspeisen, die bis vor die Zimmertür geliefert wird, hat definitiv was. Das einzig seltsame war, dass YTV denselben Film gleich danach nochmal gezeigt hat.

Das Frühstück gab es in der ehemaligen Missionsstation Sainte-Marie among the Hurons, die wir vor unserer Weiterfahrt nach Niagara Falls besichtigt haben.

 

Pretty Vegas

Warum bis nach Las Vegas fahren, wenn es Niagara Falls gibt. Wer allerdings mit dem Gedanken spielt, über die große Brücke zu spazieren, um einen Abstecher in die USA zu unternehmen, sollte gültige Papiere dabeihaben, sonst heißt es am Ende „Houston, wir haben ein Problem“. Neben einer Fahrt mit Hornblower Cruises zum Fuß der kanadischen Horseshoe Falls stand auf meinem Programm noch eine Fahrt auf den Skylon Tower hinauf eine Runde mit dem Sky Wheel, einem Riesenrad, das bis zwei Uhr morgens fährt.

 

 

Mittlerweile kannte ich das Programm in- und auswendig und hörte nur noch mit halbem Ohr hin, als plötzlich der Name „Hard Rock Café“ fiel.

 

Moment mal – hatte ich nicht vor meinem Urlaub noch dessen Seite im Internet besucht und den Informationen dort entnommen, dass das letzte in Kanada 2017 geschlossen wurde und es eines an den Niagarafällen geben würde, aber auf der amerikanischen Seite? Aber da war es tatsächlich. Damit war mein Programm um einen Punkt reicher, und meine Reisekasse um einige Dollar ärmer, denn ich es gab zu Hause zwei Leute, denen ich T-Shirts von dort mitbringen sollte. Wenigstens wiegen die Dinger nicht viel, und wo zwei neue Shirts im Koffer Platz haben, da kommt es auch auf ein drittes (für mich) nicht mehr an. Außerdem kann es nie schaden, ein frisches Shirt in Reserve zu haben, zumal bei Temperaturen um die 30°C und sengender Sonne.

 

Crash Boom Bang

Der Ausblick vom Skylon Tower und vom Riesenrad waren wirklich beeindruckend, schon allein wegen des Sonnenuntergangs und weil der Vollmond hoch über den Wasserfällen stand. Leider fing das Feuerwerk genau in dem Moment an, als ich aus dem Riesenrad stieg und mir einen Weg durch die Masse bahnte. Viel gesehen habe ich davon nichts, aber wenn ich meinen Mitreisenden glauben darf, war das Feuerwerk in Ottawa um einiges größer. Dafür war das Angebot an Süßwaren hier unschlagbar. Wenigstens ein Trost für mich – aber auf mich wartete noch der Besuch des Hard Rock Cafés.

Mister Brightside

Am Abend stand auf der kleinen Bühne draußen vor der Bar noch ein Musiker mit Gitarre, der gar nicht mal so übel aufspielte, aber die junge Sängerin mit Gitarre, die ich am Nachmittag hatte erleben dürfen, war dann doch mehr nach meinem Geschmack gewesen.

 

Richtig interessant fand ich jedoch nicht das Angebot an Merchandising-Artikeln, sondern die Gitarrenkollektion im Café selbst. Signierte Gitarren von Garbage, Lenny Kravitz, ZZ Top, Ozzy Osbourne, dem Tennisspieler John McEnroe und vielen anderen – und zwischendrin verschiedene goldene Schallplatten… besser gjng es nicht. Außer vielleicht noch der Mini Walk of Fame, mit Sternen für die Eagles, John Lennon und Rod Stewart.

 

 

Wie lange der Weg ins Hotel dann noch werden kann, bekam ich am eigenen Leib zu spüren. Wenn das nächste WC noch weit ist und die Ampeln im Schneckentempo arbeiten, ist man froh über jede Alternative – in meinem Fall war’s die Cocktailbar, wo ich noch einen letzten Absacker bestellte, bevor ich mir an der letzten Ampel vorm Hotel zu den Klängen der Originalversion von „Mister Brightside“ einen Wolf wartete.

 

 

Kleiner Nachtrag zu diesem erlebnisreichen Tag:

Den Wolf habe ich mir auch im Hilton gelaufen, da ich zuerst den Aufzug in den falschen von drei Türmen genommen habe. Und ordentlich nass geworden sind wir auf dem Niagarafluss schließlich doch, da konnten auch die verliehenen Regenponchos in schickem Pink nicht viel ausrichten. Mein Smartphone lag wasserdicht verpackt in seiner Tupperbox im Rucksack, der wundersamerweise trocken blieb. Aber zu einem Foto von mir vor den Fällen bin ich am nächsten Tag dann doch noch gekommen.                  

 


Endspurt: Als letztes warteten noch Niagara on the Lake und Toronto auf uns.