Dienstags-Gedudel #22 : Der Erklärbär – Teil 7

 

Ein Song, der mich verfolgt. Letztes Jahr in Toronto verbrachte ich viel Zeit am sogenannten Hundebrunnen, nur wenige Schritte von der Rückseite des Flat Iron Buildings entfernt: Ein zum Entspannen prima geeigneter Platz, mit Bäumen am Rande, und unter einem solchen lauschte ich einer Straßenmusikerin, die dann als einer der letzten Stücke ihres Repertoires tatsächlich „Creep“ anstimmte:

 

 

 

Im Original stammt das Lied von Radiohead, und da jagt mir das Lied schon Schauer der Begeisterung über den Rücken, aber in der Retroversion von PMJ (Scott Bradlee’s Post Modern Jukebox), gesungen von Haley Reinhart geht es mir richtig ans Herz (https://www.youtube.com/watch?v=m3lF2qEA2cw) – als Duett gesungen, kann ich mir das auch sehr gut vorstellen und daher ein weiterer idealer Kandidat für die Rubrik „Dienstagsgedudel“, ins Leben gerufen von nellindreams.

30-Days Film Challenge – Day 20 : a film that changed your life

 

 

Kann ein Film wirklich lebensverändernd sein? Ich wette, die meisten würden das verneinen.

 

Day 20 : a film that changed your life

 

Aber es gibt tatsächlich einen Film, der mich zum Nachdenken darüber gebracht hat, dass es Träume gibt, mit deren Verwirklichung besser nicht zu lange wartet: Das Beste kommt zum Schluss (The Bucket List) mit Morgan Freeman und Jack Nicholson (https://i.pinimg.com/474x/03/99/6f/03996f76f072798c3cdd7ba196c7dec6.jpg).

 

 

Danach habe ich selbst meine persönliche „Löffel-Liste“ geschrieben. Die würde bei mir heute allerdings ganz anders aussehen als damals. Das Leben dauert schließlich nicht ewig, und wer weiß, was im nächsten Jahr ist – genau das war mein Gedanke, als ich letztes Jahr spontan beschloss, nach Kanada zu reisen, und als hätte ich es geahnt, geht dieses Jahr in dieser Beziehung für mich nichts mehr.

Ein Lied, das sich mit diesem Thema beschäftigt, ist „Kein Zurück“ von Wolfsheim, das mir bei diesem Film als erstes eingefallen ist. Ein Thema, das im letzten August zum Zentrum des Gesprächs wurde, das sich in Montréal am späten Abend an der Hotelbar zwischen mir und einer Kanadierin aus Alberta entwickelt hat. Lebe jetzt und nicht irgendwann. Denn irgendwann ist selbst der größte Traum zu lange her. Meinen habe ich noch gerade rechtzeitig verwirklicht.

# Awesome Blogger Award

 

Von gleich zwei Bloggerinnen für denselben Award nominiert zu werden, passiert einem auch nicht alle Tage. Und da ich mich so geehrt fühle, bedanke ich mich für die nette Anfrage als erstes bei ihnen – und zwar bei Katharina und Jule.

Kein Award ohne Regeln, danach die Fragen von Katharina und Jule (meine Antworten gibt’s in der entsprechenden Farbe)

Regeln, um Teil des Awesome Blogger Award zu sein

Danke der Person, die Dich nominiert hat +++  Kennzeichne den Beitrag mit #awesomebloggeraward +++ Beantworte die Fragen, die Dir gestellt wurden +++ Nominiere mindestens 5 Blogger und informiere diese über ihre Nominierung +++ Gib ihnen 10 neue Fragen zur Beantwortung.

10 Fragen von Katharina

01 Was ist deine größte Quelle der Inspiration beim Schreiben?

Um die zündende Idee zu finden, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen – der Tag muss ausklingen (damit keine störenden Gedanken dazwischenfunken), die zu meiner Stimmung passende Musik sollte im Hintergrund laufen, ein Gläschen Wein dazu wäre auch nicht schlecht… nicht unerwähnt lassen möchte ich die vielen Bilder, die ich auf meinen Reisen geknipst habe.


02 Was ist deine von dir geschriebene Lieblingsgeschichte?

Uff – schwere Kost. Gerade beim #writing friday habe ich so vieles geschrieben – ich fürchte, da habe ich bereits den Überblick verloren, und deshalb wähle ich jetzt einfach die aus, auf die ich 2019 am stolzesten war: Im Garten der Engel (Oktober 2019) – eine Zeitreisegeschichte, die sich um Außerirdische aus der Science-Fiction-Serie „DrWho“ dreht.


03 Hast du schonmal ein Buch veröffentlicht oder möchtest das tun?

Wenn damit gedruckte Bücher gemeint sind, die im Selbstverlag publiziert werden oder bei einem Verlag erscheinen sollen, dann muss ich passen. Veröffentlicht habe ich tatsächlich etwas bzw. bin gerade dabei – es ist der Roman „Broken Strings“, der auf meinem Blog eine eigene Kategorie bekommen hat. Das Werk hat insgesamt 54 Kapitel, ich nach und nach einzeln hochlade (Sonntags, Mittwochs und an Feiertagen); bisher sind 29 Kapitel veröffentlicht.


04 Mit welchem Charakter aus Film oder Buch identifizierst du dich am meisten mit, und warum?

Am ehesten kann ich mich in eine Heldin meiner Jugend hineinversetzen – Bettina, die Protagonistin der gleichnamigen Buchreihe von H.E.Seuberlich: Bettina Roesch, die auf die Matura (das Abitur) pfeift, um Fotoreporterin zu werden, dann aber erkennt, dass das nichts für sie ist, ihren Schulabschluss nachholt und zum Studieren in die Vereinigten Staaten geht, wo ihr Leben eine erneute Wendung nimmt. Mein Leben hat schon so viele verschiedene Wendungen genommen, dass ich mich fühlte wie sie – bei ihr läuft auch nicht immer alles glatt, und doch lässt sie sich nicht unterkriegen.


05 Hast du schon einmal eine Fanfiction geschrieben? Wenn ja, worüber?

Eine typische Fanfiction war das nicht, sondern zwei Kurzgeschichten, in denen Figuren aus Fernsehserien auftauchen – in der einen ging es um ein „Diner en Blanc“ (White Dinner), die andere spielte auf einer einsamen Insel und war von dem Film „Cast Away“ inspiriert, allerdings mit einem anderen Ausgang.


06 Wenn du deine Heimat in einem poetischen Satz beschreiben müsstest, wie würde er lauten?

Da ich keine Poetin bin, muss ich mit Film- und Songzitaten aufwarten (Home is where the heart is & My heart is in the Highlands), die folgendes ausdrücken sollen: Heimat ist für mich an keinen festen Ort gebunden, sondern wo mein Herz höher schlägt und ich mich nicht verstellen muss. Heimat wohnt bei denen, die mir wichtig waren, es sind und es immer sein werden.


07 Was war die letzte Ausstellung, die du besucht hast?

Ich glaube, die letzte Ausstellung, an die ich mich noch erinnern kann, war „Contemporary Muslim Fashions“ (vom 12. bis zum 14. April 2019) – im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main.


08 Wenn du ein Portrait lang perfekt malen könntest, wenn würdest du portraitieren?

Es müsste jemand noch Lebendes sein, denn wenn ich die Person porträtieren soll, möchte ich mit ihr kommunzieren, um ihr Wesen zu erfassen… in diesem Fall wäre es Florence Welch, die Künstlerin hinter dem Projekt „Florence & The Machine“.


09 Zu welchem Lied würdest du jetzt gerne tanzen?

Gerade jetzt? Das Hirn ist leer, die Beine schwer, tanzen geht für heut‘ nicht mehr. Und morgen? Morgen ist es vielleicht zu spät für eine akzeptable Antwort, drum lasse ich das jetzt so stehen.


10 Und das wichtigste: Erkennst du die Herrschaft der Katzen über die Menschen an?

Ich glaube, jetzt mache ich mich unbeliebt, wenn ich diese Frage mit Nein beanworte. Aber ich konnte der Herrschaft der Katzen entkommen – mich werden sie nicht kriegen, ha ha ha… denn ich bin rettungslos den Reptilien verfallen. Schlangen sind in ihrer Vielfalt so wunderschöne und anmutige Tiere. Aber die eigentliche Herrschaft über die Menschheit haben doch längst die Insekten erlangt. Nichts kommt dem nächtlichen Terror einer Stechmücke gleich. Auch ist die Freude „riesengroß“, wenn eine Spinne sich herablässt… und wahre Baukünstler sind Ameisen – ihre Wegenetze und architektonischen Meisterleistungen sind legendär – von ihren Riesenkräften ganz zu schweigen…

10 Fragen von Jule

01 Was ist dein liebstes Genre? Egal, ob beim Schreiben, Lesen oder Filme/Serien schauen?

Am liebsten habe ich Bücher, Filme und Serien aus den Genres Thriller, Krimi, Fantasy und Science-Fiction. Geschrieben habe ich bisher noch nichts dergleichen – mein Roman bewegt sich irgendwo zwischen Drama und Romance.


02 Was ist deine größte Inspirationsquelle?

Ich wiederhole mich an dieser Stelle: Um den zündenden Funken zu finden, müssen mehrere Faktoren zusammenkommen… denn diese Frage deckt sich mit der ersten von Katharina.


03 Wo würdest du am liebsten leben, wenn du könntest?

Früher hätte ich ohne zu zögern, „Schottland“ geantwortet – inzwischen bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher, da ich mich in Kanada verliebt habe. Sherlock würde beides miteinander kombinieren und Nova Scotia (Kanada) aus dem Mixer herausholen.


04 Was ist dein Lieblingsessen und womit verbindest du es?

Pasta in allen Variationen machen mich glücklich, Spaghetti Bolognese erinnern mich an meine Kindheit, und selbstkreierte Nudelsoßen an meine Projektwoche „Kochen“ auf dem Gymnasium.


05 Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, welche?

Das variiert je nach Stimmung. Wenn ich etwas brauche, das den Puls in die Höhe treibt, dann darf es Depeche Mode und INXS mit Songs aus meiner Playlist oder Lenny Kravitz mit „Strut“ und Florence & The Machine mit „How Big, How Blue, How Beautiful“ sein. Wenn ich die Herzfrequenz senken und ich es entspannt haben möchte, sind Kate Bush mit „Aerial“ und Goldfrapp mit „Tales of us“ meine erste Wahl. Ich höre zwar vieles aus den 80er Jahren, aber trotzdem hat die Welt sich weitergedreht, und ich mich mit ihr. Aber eines geht für mich mit Schreiben nicht zusammen: Heavy Metal! Da kann ich mich nicht konzentrieren. Entweder oder!


06 Welcher Beitrag ist dir bisher am schwersten gefallen, zu schreiben?

Ein Beitrag über die Verarbeitung meiner Trauer – der Beitrag, den niemand finden wird, es sei denn, er/sie findet den Weg zu den vor fremden Augen verborgenen Seiten.


07 Hast du eine Sammelleidenschaft?

Sammeln oder Horten? Ich horte Parfüms in meinem Badezimmerschrank, und vielleicht teste ich an den Flakons demnächst mal meine Fotokünste… Aber wenn es ums Sammeln geht, dann sind das seit einiger Zeit Schallplatten aus farbigem Vinyl, aber nicht wahllos irgendwelche, sondern solche, die ich schon immer haben wollte, aber auf CD nicht bekommen habe. Und der Stapel wächst…


08 Was war dein bisher schönster Urlaub?

Da gibt es drei absolute Spitzenreiter, in chronologischer Reihenfolge: 1) dreieinhalb Wochen Schottland, August/September 2008 mit meinem Mann – komplett selbst organisiert +++ 2) meine dreiwöchige „Weltreise“ 2018 – ebenfalls komplett selbst organisiert +++ 3) meine zweiwöchige Busrundreise durch Kanada, letztes Jahr im August – gebucht bei einem Reiseveranstalter, ganz altmodisch im Reisebüro anhand eines gedruckten Katalogs.


09 Worüber hast du dich das letzte Mal so richtig gefreut?

Als sich mir für ein schwieriges familiäres Problem ganz unverhofft die ideale Lösung angeboten hat, die zu einem günstigen Zeitpunkt zu mir ins Haus geflattert ist. Da war mir dann auch Corona egal.


10 Welche Superkraft hättest du gerne, wenn du es dir aussuchen könntest?

Am liebsten würde ich mich unsichtbar machen können, um mich überall unerkannt einschmuggeln zu können; ein „Bad Hair Day“ ist dann völlig bedeutungslos, und was und wie viel ich anhabe, bekommt dann auch niemand mit. Je größer die wechseljahresbedingten Hitzewallungen, desto luftiger das Outfit – bei gefühlten 40°C in der Bude ein nicht unwichtiger Aspekt.

10 Fragen von mir

01 – Wenn Du eine Zeitmaschine hättest, reist Du in die Vergangenheit oder die Zukunft?

02 – Wenn Du eine Leseratte bzw. ein Bücherwurm bist, magst Du lieber Lyrik oder Prosa?

03 – Wenn Du Fanfiction schreiben könntest, um wen oder was würde sie sich drehen?

04 – Welches war Dein schönstes Konzerterlebnis?

05 – Würdest Du gerne einmal einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin treffen? Wer wäre das?

06 – Hast Du schon einmal in historischer Kleidung für ein Foto posiert?

07 – Würdest Du gerne einmal die Drehorte Deiner Liebligsserie besuchen? Welche sind das?

08 – Hast Du schon einmal an einem Schreibwettbewerb teilgenommen? Oder hast Du das vor?

09 – Welchen Film möchtest Du „nach Corona“ als erstes sehen?

10 – Wenn Du Deine eigene Biografie schreiben würdest, welches Kapitel wäre Dein liebstes?

Meine Nominierung

readbooksandfallinlove

365tageasatzaday

nellindreams

aequitasetveritas

passionofarts

30-Days Film Challenge – Day 15 : a film that makes you feel happy

 

 

Let’s get happy. Strong Scottish accent ahead. Bevor es morgen wieder melancholisch wird. Hier möchte ich einen Film anpreisen, den hierzulande wahrscheinlich niemand kennt.

 

Day 15 : a film that makes you feel happy

 

Weil in diesem Fall ein Filmplakat nicht sehr aussagekräftig ist – schon allein wegen des völlig unsinnigen Titels „Make my heart fly“ bei der deutschen Fassung – gibt es diesmal als Häppchen einen Filmausschnitt. Ich liebe dieses Musical – auch wenn der Anfang etwas anderes vermuten lässt, hat es mir zu guter Laune verholfen, als ich es im November 2016 in Edinburgh gesehen habe. Und zwar in einem plüschigen Kino mit Relaxsesseln.

 

 

Sunshine on Leith (https://www.youtube.com/watch?v=NRc5mtwjwvU&t=0s), unter der Regie von Dexter Fletcher, besteht ausschließlich aus Songs der schottischen Folk-Rock-Band „The Proclaimers“ und wird daher auch ganz gerne als Juke Box Musical bezeichnet. Die Proclaimers hatten 1993 ihren bekanntesten Hit mit „I’m gonna be (500 Miles)“; und die beiden Herren haben einen kurzen Cameo-Auftritt zu Beginn des Films. Der Clip würde auch gut zum Dienstagsgedudel passen.

Die Freundin, die mich zu dem Film eingeladen hat, informierte mich damals, dass eine ihrer Schülerinnen in der Massentanzszene am Schluss zu sehen sein soll. Darauf war sie sehr stolz. Für mich war dieser Film, der in der deutschen Version übrigens völlig unsinnigerweise „Make my heart fly“ heißt, die Überraschung des Jahres. Da bekomme ich sofort Lust, nach Edinburgh zu fliegen, denn an all den im Film gezeigten Plätzen war ich schon viele Male. Und auch in Leith.

ABC -Etüden – Wochen 17 & 18 : Sky High

 

Noch bis Ende Juni erscheinen alle 14 Tage auf Christianes Blog drei neue Worte zum Bilden einer Etüde – eines Textes, der aus höchstens 300 Wörtern bestehen soll. Die diesmal von Myriade gespendeten Wörter lauten:

Teppich
gläsern
flattern

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Sky High

Next Stop CN-Tower!“ erklang die Stimme der Reiseleiterin, als sie während der Fahrt um unsere Aufmerksamkeit bat. Im Gegensatz zu den anderen, die in Gedanken schon im Hotel beim Umkleiden für den Abschiedsabend waren, wusste ich, dass daraus nichts werden würde. Von Niagara on the Lake ohne Zwischenstopp ans Ziel, das hatte sie uns schon am Anfang verkündet, aber das hatte die Mehrheit unserer Reisegruppe wieder vergessen.

Ja, heißt das, dass wir so, wie wir jetzt sind, dort zu Abend essen?“ fragte jemand fassungslos.

Yo, ergänzte ich in Gedanken, genau das heißt es. In Wanderklamotten. Und alle Eure schicken Sachen sind in den Koffern auf dem Weg zum Hotel, und Ihr seht sie erst nach dem Dinner. Was Ihr wüsstet, wenn Ihr gestern hingehört hättet. Also bleibt mal schön auf dem Teppich.

Wenn jemand Grund zur Aufregung hatte, dann ich. Weil ein Essen im Drehrestaurant hoch über Toronto für mich etwas Besonderes war, hatte ich mich ganz bewusst in Schale geworfen. Meinetwegen konnten die anderen underdressed sein und sich über mein Outfit wundern – mich als aufgeregt zu beschreiben, war stark untertrieben: Ich spürte meine Nerven flattern, aber nicht wegen des edlen Ambientes oder meines ausgesprochen sympathischen und attraktiven Tischnachbarn, sondern wegen der Aussichtsplattform in 350 Metern Höhe mit ihrem gläsernen Boden. Schon beim Gedanken an den Blick, senkrecht nach unten, wurde mir ganz anders.

Entspann Dich, Du hast schon ganz andere Hürden gemeistert, versuchte ich, mich zu beruhigen. Und tatsächlich: Lag es am Drei-Gänge-Menü, an der Konversation mit den anderen oder gar an dem langsam vorbeiziehenden Panorama? Dieses Dinner brachte mich auf andere Gedanken. Gewappnet schritt ich zur Tat und betrat den gefürchteten Boden, ohne meine hochhackigen Sandalen.

Barfuß auf Glas – es war ein herrliches Gefühl.

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Eine Reiseerinnerung mit 290 Wörtern, die Illustration mit dem Teppich, die mich dazu inspiriert hat, wurde von Christiane zur Verfügung gestellt.

Die 5 Besten am Donnerstag : Die besten Reiseziele

 

Ich glaube, Corona hat den meisten die diesjährigen Urlaubspläne zunichte gemacht. Da nehme ich mich nicht aus, und dass wir bei den 5 Besten am Donnerstag / passionofarts nach unseren Traumzielen gefragt werden, kommt mir wie gerufen, weil ich meinen kommenden Urlaub Ende Mai nun doch zu Hause anstatt in England verbringen werde. Wenn’s mit dem Verreisen nicht klappt, ist das kein Weltuntergang für mich – und träumen darf man ja noch, kein Wunder – bei diesen Traumzielen:

1) Cornwall : Newquay

Das sollte meine Jubiläumsreise werden, denn vor 20 Jahren habe ich dort zwei Wochen verbracht und mit einer Gruppe Gleichgesinnter Drehorte der in den 70er Jahren gedrehten Serie „Poldark“ besichtigt. Dieses Jahr hätte ich nur einen einzigen Drehort besichtigt, nämlich einen bestimmten Strand bei Newquay, mit Blick auf eine ganz charakteristisch geformte kleine Insel.

2) Schottland : Edinburgh

Die Dame, mit der ich eine Woche in Cornwall verbringen wollte, lebt dort. Vielleicht besuche ich sie doch noch, wenn diese ganze unselige Geschichte vorbei ist.

3) Der Taunus

Okay, dieses Reiseziel mag vielleicht nicht sehr spannend klingen, aber vermutlich das Ziel mit der größten Wahrscheinlichkeit, dass es mit einem Kurzurlaub dort klappt.

4) Kanada : Provinz Ontario

Wie hatte ich letztes Jahr noch meiner besten Freundin vorgeschwärmt? Ottawa fand ich am schönsten, aber den meisten Spaß hatte ich in Toronto. Eine Stadt, die mich nachhaltig beeindruckt hat, und die Landschaft weitab der Städte gehört mit den schönsten meiner bisherigen Reisen.

5) Island

Dieses Land steht schon seit Jahren auf meiner Wunschliste, und 2018 hätte es fast geklappt. Leider hatte ich mir den falschen Veranstalter ausgesucht, und bei dem hätte ich für das exklusive Vergnügen, die Insel per Schiff zu umrunden, locker mindestens 9000,– Euro hinblättern dürfen. Zum Glück konnte ich diese Expedition noch rechtzeitig canceln, sonst hätte ich für nix einen Haufen Geld verloren.

Media Monday # 452: Very British

 

 

Sorgfältige Urlaubsplanung ist alles, und darum war ich bei einem Lichtbildervortrag über „Südwestengland für Fortgeschrittene“, der mir zwei kurzweilige Stunden in Frankfurt beschert hat. Da es im Sommer nach Cornwall gehen soll, fand ich es umso schöner, dass genau die Gegend thematisiert wurde, die mir als Ziel für meine Reise vorschwebt. Der Herr, der den Vortrag gehalten hat, ist zwar der Meinung, dass genau dieser Strand immer noch ein absoluter Geheimtip ist, aber ich habe ihn aber auch nicht über das Gegenteil ins Bild gesetzt. Nachdem ich verschiedene BBC-Produktionen gesehen habe, in der dieser Strand die perfekte Kulisse abgibt, habe ich da so meine Zweifel.

Very British war auch der Film, den ich mir am Abend zuvor mit meiner Schwester angesehen habe: Downton Abbey, gerade erst als DVD erstanden, war dies das perfekte Kontrastprogramm zu der Serie, die ich an diesem Wochenende frisch für mich entdeckt habe: „Nashville“, die – wie man unschwer erraten kann – in der Welt der Country-Musik spielt. Die ersten fünf Folgen der ersten Staffel finde ich schon mal vielversprechend.

Jetzt aber zum Media Monday mit sieben Lückentexten, von denen es meistens sechs in sich haben:

Media Monday # 452

1. Müsste ich grob überschlagen, was mir meine medialen Hobbys monatlich so wert sind, käme ich auf keinen einheitlichen Wert, denn außer gehäuften Kinobesuchen kommen ja auch noch DVDs und die ein oder andere Schallplatte in „limitierter Auflage“ hinzu, die ich durch Zufall so entdecke. Auch Konzerte sind da nicht ganz billig, aber das kommt bei mir jetzt auch nicht so oft vor.


2. Das Schöne – oder Schönste – am Bloggen ist für mich ja seit jeher das Festhalten meiner Gedanken und Ideen und der Meinungsaustausch mit anderen Bloggern und Bloggerinnen – egal, über welche Themen.


3. Blockbuster versus Arthouse ist ja auch so ein nie enden wollender Konflikt, derweil ich persönlich mehr der Typ für sogenannte Arthouse-Filme bin, aber ab und zu mit voller Absicht bei einem Blockbuster lande. „Black Widow“ wäre zum Beispiel so ein Kandidat oder der nächste James-Bond-Film. Geplant ist als nächstes jedoch „Bombshell“.


4. Ich habe ja wirklich versucht, das Faszinierende an Good Omens zu begreifen, jedoch hat mir der den Geist aufgegebene Recorder mit noch nicht gesehenen Folgen einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht.


5. Dass ich mich für die Serie „Nashville“ begeistern kann, ist für mich eine DER Überraschungen des noch jungen Jahres, denn Country-Musik ist in meinem musikalischen Universum bisher eher am Rande vorgekommen, und ich bin selbst noch ganz überrascht, wie gut mir diese Musik gefällt https://youtu.be/gAI_1FsJ8rE?t=0:

 


6. Gibt es Themen, Ansätze, allgemein Dinge, die für dich in Film, Buch, Serie etc. ein absolutes No-Go darstellen? Womit ich echte Probleme hatte, war z.B. in „Breaking Bad“ den körperlichen Verfall von Walter White mitzuerleben, weshalb ich nach der ersten Staffel aufgehört habe. Auch die Ankündigung von Folterungen in „Slumdog Millionaire“ hat dazu geführt, dass ich den Film nicht weiterschauen konnte. Und ganz übel wurde es, als mir in „A Star is Born“ klar wurde, dass sich der Hauptdarsteller gleich das Leben nehmen würde.

 


7. Zuletzt habe ich einen zweistündigen Lichtbildervortrag über Südwestengland besucht, und das war eine gute Entscheidung, weil ich so in den Genuss einer  Entscheidungshilfe für meine Reise im Sommer gekommen bin.

Außerdem war es interessant, auch mal Informationen über Stonehenge zu erfahren, die man allgemein nicht so oft präsentiert bekommt. Ich hatte ja schon vor 20 Jahren das Gefühl, dort in eine Touristenfalle geraten zu sein – und jetzt weiß ich, dass mich mein Gefühl nicht getrogen hat und inzwischen dieser Ort noch viel gruseliger ist. Dafür weiß ich jetzt aber mit Sicherheit, was ich mir statt dessen ansehen möchte.

Unsortierte Gedanken : some special moments… as I’m not sleeping – oder: Schnipsel eines Jahresrückblicks

 

Das Gefühl hatte ich schon bei meinem letzten Aufenthalt in

Toronto

 

Ohne dass es geplant war, wurde meine Reise zunehmend musikalisch geprägt, was sich in den Zwischentiteln meiner einzelnen Reiseberichte niedergeschlagen hat *).

Das fing schon damit an, dass ich zum Walken ständig mit Musik aus meinem mp3-Player auf dem Smartphone unterwegs war und dass ich beim abendlichen Ausgehen und in meinen Walkpausen andächtig den Straßenmusikern in Toronto und Ottawa gelauscht habe, egal ob es sich um Coverversionen von PMJ und Bruno Mars oder um einen Dudelsackspieler in kompletter Montur handelte.

Musikalische Begleitung mit französischem Gesang hatten wir in der Sucrerie de la Montagne sowie eine Fotoausstellung in der National Gallery in Ottawa, untermalt mit Pop-Musik von Tim Buckley („Pleasant Street“).

 

 

Live-Gesang mit akustischer Gitarrenbegleitung gab es im Hard Rock Café zu hören: Some things you just can’t download.

 

 

Dort konnte ich eine eindrucksvolle Gitarrensammlung bewundern, genau wie die sehr kleine Sammlung im Royal Ontario Museum, während die Lücke an Sammlerstücken im Bata Shoe Museum mit den Stiefeln von Elton John geschlossen wurde.

 

 

Nicht zu vergessen das Schild, das auf den legendären Blue Note Club, ein paar Schritte von meinem Hotel in Downtown Toronto, hinweist und das ich erst am letzten Tag entdeckt habe. Den Club gab es von 1959 bis 1969 und sowohl Stevie Wonder als auch die Supremes sind hier aufgetreten.

 

*) Die berühmt-berüchtigte Playlist

Viele wattpad-Autoren haben sie – ich hatte sie bisher noch nicht: Die Playlist. Ich vermute ja stark, dass es sich bei den Songs auf solchen Listen entweder um die absoluten Lieblingslieder der Autoren handelt oder sie diese Songs beim Schreiben ihrer Geschichten gehört haben. Nicht alle Songs, die als Zwischentitel für meine Reiseberichte herhalten mussten, sind meine Lieblingssongs; sie sind mir beim Schreiben des jeweiligen Berichts, passend zum entsprechenden Thema eingefallen. Das wenigste habe ich davon auf meinem mp3-player – in diesem Sinne „Move on“, in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z:

Auld Lang Syne : traditional

Crash Boom Bang : Roxette

Creep : Radiohead / PMJ

Diamonds are a girl’s best friends : Marilyn Monroe

Goldfinger : Shirley Bassey

Hangover : Taio Cruz

Ich war noch niemals in New York : Udo Jürgens

Islands in the stream : Dolly Parton & Kenny Rogers

Just a little bit longer : Maurice Williams & the Zodiacs

Just keep walking : INXS

Mister Brightside : Amy MacDonald / The Killers

Move on : ABBA

Not enough time : INXS

Pretty Vegas : INXS

San Francisco : Scott McKenzie / Petula Clark

Searching : INXS

Shine : INXS

Singing in the rain : Gene Kelly

Some like it hot : The Power Station

The Monster Mash : Bobby Pickett

There is a light : U2

The show must go on : Queen

Waterfalls : TLC

You lift me up: Thompson Twins

 

 

Es gibt einen Song, der auf dieser Liste nicht auftaucht, der aber das ausdrückt, was ich bei dieser Reise empfunden habe: „The Lights of Home“ von U2, vom Album „Songs of Experience“. Das Album „Songs of Innocence“ besitze ich nicht.

 

Es hatte bestimmt einen Sinn, dass ich dieses Jahr hier und nirgendwo sonst war.