Media Monday # 347 : Mit Kaffee zur Blauen Stunde

 

 

03 Aussicht

 

 

Eins meiner liebgewonnenen Wochenendrituale ist, neben dem samstäglichen Gang über den Wochenmarkt, das Ausfüllen des Fragebogens zum Media Monday (auf Wulfs Blog medienjournal) – mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen, diesmal mit meinen Antworten in blauem Fettdruck.

Media Monday # 347

 

1. Wenn sich nicht langsam mal das Einkaufsverhalten gewisser Menschen in meinem Umfeld ändert, sehe ich für die Zukunft des lokalen Einzelhandels schwarz: Schließlich lebe ich in einer dichtbesiedelten Region und nicht am Ende der Welt – da muss es doch nun wirklich nicht sein, alles – aber auch wirklich alles – online zu kaufen und zu bestellen.

 

2. Die Qualität von Serien- oder TV-Produktionen im Allgemeinen zu beurteilen, fällt mir nicht leicht; Meine persönlichen Highlights laufen ohnehin nicht auf Privatsendern (mit Ausnahme von Game of Thrones) oder auf Streamingdiensten, sondern auf den Spartenprogrammen der öffentlich-rechtlichen Sendern sowie auf BBC One.

 

3. Die Crème de la Crème deutschsprachiger Humoristen, Chanson- und Schlagersänger der 60er und 70er Jahre bliebe sicherlich auf ewig vergessen, gäbe es youtube nicht. Was habe ich in meiner Jugend über Künstler wie Katja Ebstein, Daliah Lavi oder Juliane Werding gelästert, doch nun muss ich leider erkennen, wie borniert ich damals war – viele Texte jener Lieder sind geradezu hohe Kunst und feinsinnige Poesie im Vergleich zu dem, was man heute so unter Schlager versteht.

 

4. Neulich wieder über einige Clips mit Fredl Fesl sehr gefreut, schließlich habe ich als Kind das Lied „Schnuck, ach Schnucki“ sehr gerne gehört, kannte aber nur die Version von André Heller. Dass dieses Kleinod auch im Repertoire des Herrn Fesl vorkam und in Wahrheit aber auch nicht von ihm, sondern von dem österreichischen Klavierhumoristen Hermann Leopoldi (* 15.8.1888 – † 28.6.1959) stammt, habe ich erst kürzlich erfahren.

 

 

5. Aktuell auf die Watchlist gewandert ist die dritte Staffel von „Vorstadtweiber“ – diese skurrile Serie um noble Damen in einem noblen Wiener Vorort, die zu gar nicht feinen Mitteln greifen, ist mir so richtig ans Herz gewachsen.

6. Am Samstag war mal wieder Zeit zum Stöbern vor Ort in ausleihbarer Lektüre, denn erstens gehört das Schmökern in Zeitungen zu einer Tasse Kaffee und zweitens hatte ich meinen Büchereiausweis zu Hause vergessen, weshalb ich nichts ausleihen konnte.

 

 

02 Bäume

7. Zuletzt habe ich das schöne Wetter zu einer Spazierfahrt mit dem Auto genutzt und das war ein lange nicht mehr gehabter Genuß, weil die Aussicht bei meiner Einkehr am Schluss meines Ausflugs einfach zauberhaft war. Außerdem war der Kaffee besser, als der, den ich mir immer zusammenbraue und der Apfelstrudel verlockender als der Käsekuchen, der seit Samstag im Kühlschrank auf mich wartet.
01 Apfelstrudel

 

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Media Monday # 346 : Turbo? Ja, nee, is klar.

 

Ihr seid fisch, doch Helene ist fischer…“ Muhaha. Ja, wenn Atze Schröder auf der Bühne steht, dann bleibt kein Auge trocken. Meine Freundin und ich hatten am Donnerstag das Vergnügen – sie hatte die Karten gewonnen, ich das Taxi spendiert, weil die Bahnen mal wieder alle erhebliche Verspätungen hatten. Von Ausfällen gar nicht erst zu reden. Kein Ausfall war die Show – und kein Ausfall ist der Fragebogen zum Media Monday, von Wulf auf seinem Blog medienjournal – mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen. Meine Antworten gibt es diesmal in grünem Fettdruck:

 

Media Monday # 346

 

1. Der Hype, der um frisch veröffentlichte Trailer (wie beispielsweise zu „The Shape of Water“) entsteht, führt eher dazu, dass ich mir den Film gar nicht erst anschaue.

 

2. Wenn draußen die Karnevals-Jecken toben und feiern, mach‘ ich lieber was anderes. Wenn mir wirklich nach Fasnacht ist, fahre ich nach Basel zur Basler Fasnacht – die beginnt dieses Jahr am 19. März; ein paar Mal war ich auch schon dort, nur passt es bei mir dieses Jahr leider nicht.

 

3. Am besten sind Spezialeffekte ja eigentlich immer dann, wenn sie sich nahtlos in das Geschehen einfügen. Paradebeispiel hierfür ist für mich der Film „´Die fabelhafte Welt der Amelie“ mit den eingeklebten Passbilder, die im Fotoalbum miteinander ein Gespräch beginnen oder die Szene, in der Amelie vor Kummer sprichwörtlich zerfließt. Ich nenne das ganz gerne den Ally-McBeal-Effekt, weil es dort auch schon so einige Szenen in diesem Stil gab. Zum Beispiel, wenn jemand förmlich durch den Telefonhörer gezogen wird.

 

4. Von all den Lizenzprodukten, die man so zu diversen Franchises bekommt fällt mir auf Anhieb kein Einziges ein, das ich jetzt unbedingt haben müsste. Oder doch: Anläßlich des 50. Jubiläums von Dr. Who hat die Royal Mail einen liebevoll gestalteten Satz Sonderbriefmarken herausgegeben, die ich bei meinem Edinburghbesuch im Oktober 2013 durch puren Zufall in einem Postamt aufgestöbert habe. Darin sind nicht nur sämtliche Doktoren von William Hartnell bis Matt Smith auf Briefmarken verewigt; nein, auch die Bösewichter haben einen Ehrenplatz in diesem Päckchen:

Dr Who 1 - Gesamtansicht

Dr Who 3 - Rückseite

Dr Who 4 - Villains

 

5. Theaterstücke, die als Film adaptiert werden habe ich schon einige gesehen; meistens waren es Shakespeare-Verfilmungen von Kenneth Branagh. Interessanter aber finde ich Experimente wie „Dogville“, wenn der Film aussieht wie ein Theaterstück.

 

6. Beim Bücherkauf lasse ich mich ja vorrangig von äußerer und innerer Gestaltung inspirieren/beeinflussen, und wenn dann noch der Inhalt hält, was der Klappentext verspricht, steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg. Wenn es ein Buch in zwei verschiedenen Aufmachungen gibt, ziehe ich das hübschere vor, wenn ich vorhabe, es zu behalten und ihm einen dauerhaften Platz in meinem Bücherschrank einzuräumen.

 

7. Zuletzt habe ich mir einen neuen Drucker geleistet, und das war einer der entspanntesten Einkäufe in der letzten Zeit, weil mir der Verkäufer nicht irgeneinen hypertollen supersmarten WLAN-Schnickschnack andrehen wollte.

 

 

Media Monday # 345 : Der Winter ist da!

 

Der Winter ist da?   –  Ja, und zwar im doppelten Sinne: Erstens rieselte es Schneeflocken vom Himmel, die aber zu meiner Freude nicht auf Bürgersteig und Straße liegenblieben, sondern nur auf Rasen, Ästen und Dächern; und zweitens habe ich am Wochenende erfahren, dass RTL2 am kommenden Samstag mit der Ausstrahlung der siebten Staffel von Game of Thrones beginnt. Worauf ich mich immer wieder freue, ist der Media Monday. Schon am Sonntagabend gibt es sieben Lückentexte auf Wulfs Blog medienjourna – here we go:

 

Media Monday # 345

1. Am Wochenende habe ich ja mal wieder fleißig Kleingeld unter die Leute gebracht, was durchaus wörtlich zu nehmen ist: In einer Schale auf dem Fensterbrett sammelt sich immer jede Menge Wechselgeld nach jedem Einkauf an, und das musste jetzt endlich mal weg. Zum Glück gab es am Samstag jede Menge Gelegenheiten dazu: beim Bäcker, auf dem Wochenmarkt, im Drogeriemarkt… Kaum vorstellbar, dass es Bestrebungen geben soll, das Bargeld abzuschaffen.

 

2. Doctor Who hat nach dem Weggang von David Tennant doch enorm an Qualität eingebüßt, schließlich wurde in den Staffeln mit Matt Smith die Handlung immer konfuser, und die Christmas Specials immer langweiliger.

 

3. Von all den Serien, die in diesem Quartal starten fiebere ich bereits mit den Hebammen von „Call the Midwife“ seit zwei Sonntagabenden mit. Im Moment schreiben wir das Jahr 1963, und ich bin schon sehr gespannt, welche historischen Ereignisse diesmal als Hintergrundgeschichte mitlaufen.

 

4. Ein gutes Buch zeichnet sich für mich ja dadurch aus dass es sich flüssig liest, mich berührt und die Charaktere trotzdem nicht eindimensional oder zu schlicht gezeichnet sind. Das letzte Buch in dieser Art, das ich mir ausgeliehen habe, war „Die Kreuzersonate“ von Leo Tolstoi. Obwohl es im 19. Jahrhundert geschrieben worden ist, wirkt es auch heute noch überhaupt nicht angestaubt; und was darin über das gesellschaftliche Leben geschrieben steht, weist meines Erachtens noch immer ziemlich aktuelle Bezüge auf. Kurzer Auszug: „Bald muss man die Soundso empfangen oder zu den Soundsos fahren; bald muss man die Vorstellung des XY sehen, bald das Konzert von Z hören. In der Stadt gibt es zu jedem Zeitpunkt eine, wenn nicht gleich zwei oder drei Berühmtheiten, die man unter keinen Umständen verpassen darf. Bald braucht man selbst oder ein anderes Familienmitglied ärztliche Behandlung, bald muss man sich um Lehrer, Repetitoren und Gouvernanten kümmern, aber das Leben ist dabei leer, ganz und gar leer.“ – Klingt, als ob die Angst, etwas zu verpassen, ein uraltes Problem ist.

 

5. Manch ein Ausstellungsplakat lässt mich ja schon extrem neugierig werden, wenn sich die beworbene Veranstaltung aber als nicht das herausstellt, was ich erwartet habe, habe ich schon das Gefühl, Zeit verplempert zu haben.

 

6. Kaum zu glauben, aber ich habe doch tatsächlich herausgefunden, dass es im Internet immer noch die Anstalt für misshandelte Kuscheltiere gibt, die ich vor Jahren entdeckt habe. Und noch immer habe ich Schwierigkeiten, das traumatisierte Krokodil erfolgreich zu therapieren. Aber vielleicht bin ich ja bei den anderen Patienten erfolgreicher.

 

7. Zuletzt habe ich mit einer Freundin meinen 50. Geburtstag in einem Steakhas nachgefeiert, und das war eine weise Entscheidng, weil hier einfach alles gestimmt hat.

 

 

Media Monday # 344 : The day after …

 

Holocaust Remembrance Day. Oder auch: „Wieder was gelernt“

 

Holocaust Remembrance Day

 

Am 26. Januar hatte ich einen Tag frei und hatte Zeit und Muße, mir in der Stadtbücherei ein paar Filme auszuleihen, nachdem ich diverse Behördengänge hinter mich gebracht hatte. Einer davon ist „Im Labyrinth des Schweigens“, und er dreht sich um die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitzprozesse. Den habe ich mir am Samstag angeschaut, ohne zu wissen, dass an diesem Tag seit 1996 der „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts“ begangen wird und sich darum an jedem 27. Januar sämtliche Flaggen auf Halbmast befinden.

Das habe ich aber erst erfahren, als ich nach noch mehr Hintergrundinformationen zu diesem Film suchte. Nun bin ich wieder ein Stückchen schlauer. Und noch schlauer werde ich beim Lesen der ausgefüllten sieben Lückentexte auf Wulfs Blog medienjournal:

 

Media Monday # 344

 

1. Die Oscar-Nominierungen sind raus. Ich für meinen Teil weiß nicht einmal, dass die Oscar-Verleihungen schon wieder vor der Tür stehen. Vor Jahren bin ich mal bis spät in die Nacht aufgeblieben, weil ich unbedingt mal eine Oscar-Verleihung sehen wollte, und habe mich ganz fürchterlich gelangweilt. Sich dafür die Nacht um die Ohren schlagen? Nö. Dazu reizt mich das ganze Brimborium (inclusive Bohei um die Kleider der Schauspielerinnen) um in meinen Augen teilweise völlig überbewertete Filme überhaupt nicht.

2. Nachdem ich die Auflösung/den Twist von “The sixth sense“ kenne, reizt mich der Film/die Serie so überhaupt nicht mehr, denn von diesem Effekt zehrt der ganze Film, und da wäre es für mich witzlos, das Erlebnis wiederholen zu wollen.

3. Könnte es nicht bitte viel mehr Mysterythriller geben wie etwa „Unsichtbar – zwischen den Welten“, den ich am Samstagabend gesehen habe? Ich persönlich finde nämlich, dass er mich teilweise an „The sixth sense“ erinnert hat, ihm aber eine ganz andere Idee zugrunde liegt (ein Junge wird scheinbar von einer Gang ins Jenseits befördert und erkennt schon bald, dass er tot ist; wie gesagt: scheinbar, denn es hat zunächst nur den Anschein).

4. Mit „Die Kreutzersonate“ von Leo Tolstoi habe ich mal wieder zu einem wirklich außergewöhnlichen Buch gegriffen, denn in dieser Ausgabe aus dem Insel-Verlag befindet sich auch die Antwort darauf, die von seiner Frau geschrieben und erst 101 Jahre später veröffentlicht worden ist.

5. Eine „ältere“ Serie zu beginnen, von der es bereits X Staffeln gibt habe ich bei Dr.Who ausprobiert und festgestellt, dass mir die Staffeln aus den 60er-, 70er- und 80er Jahren gar nicht fehlen. Ich finde es zwar nett, ab und zu auf irgendeinem englischsprachigen Kanal alte Folgen von damals zu entdecken, aber die neuen Folgen bauen nicht auf den alten auf, und so hatte ich hier noch nie das Gefühl, etwas wesentliches verpasst zu haben.

6. Wenn schon alles adaptiert wird, wieso es dann noch keine Umsetzung zu Erdsee von Ursula K Le Guin, die etwas taugt? Schließlich fand ich, dass gerade der erste Roman dieser großartigen Schriftstellerin etwas besseres verdient hätte als diese seltsame Miniserie mit Danny Glover.

7. Zuletzt habe ich mir vorgenommen, den Film „Frida“ mit Salma Hayek noch einmal zu sehen, und das war gar nicht so einfach, mich zu entscheiden, weil ich außerdem noch drei weitere ausgeliehene Filme zu Hause liegen habe, die ich auch noch alle sehen möchte und von denen es jeder wert gewesen wäre, als erstes dranzukommen.

 

Media Monday # 343 : Füllsel -extra large

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Und wieder ist eine Woche vorbei, die es in sich hatte. Kaum spendiere ich meinem Handy einen neuen Akku, ist auch schon die SD-Karte leer, und damit alle Fotos, Songs und Zugriffe auf diverse Apps futsch, die zwar nicht lebensnotwendig, aber ganz nett waren. Von nun an heißt es wieder Sternbilder anhand einer astronomischen Karte und nicht mittels einer App identifizieren. Schade, aber nicht zu ändern.Außerdem brauche ich gar nicht so viele Apps. Lieber mehr in die Landschaft als in so ein kleines Kästchen starren. Und deshalb bin ich an Wochenenden tagsüber gerne lieber öfters draußen.

Was sich auch nicht ändert, ist mein Sonntagabendritual mit den sieben Lückentexten zum Ausfüllen auf Wulfs Blog medienjournal:

Media Monday #343

1. Psychopathen in Film und Fernsehen machen einen Thriller erst so richtig spannend. Was wäre „Das Schweigen der Lämmer“ ohne Hannibal Lecter oder „American Horror Story – Freak Show“ ohne den gestörten Clown?.

2. Selma Lagerlöfs literaturnobelpreisgekröntes Werk „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ steht schon ewig auf meiner Liste, aber um es unterwegs auf dem Weg zur Arbeit und abends nach Hause ist es einfach zu groß und zu schwer.

 

3. Im Moment bin ich ja, was Filme oder Serien angeht, voll und ganz dem Genre Dokumentation verhaftet, und zuletzt habe ich eine Reportage auf DMAX über einen kanadischen Flughafen gesehen, in der es um den Flieger und die Crew von Iron Maiden ging, die ich richtig interessant fand, vor allem weil ich wusste, dass das Flugzeug von Bruce Dickinson höchstpersönlich geflogen wird.

 

4. Anthologie-Serien, die je Folge oder Staffel eine eigenständige Geschichte erzählen, sind genau mein Fall, weshalb ich ein Fan von American Horror Story bin. Trotzdem besteht auch hier die Gefahr, dass den Schöpfern irgendwann die Ideen ausgehen und die Serie sich selbst überlebt.

 

5. Seit meiner Entdeckung der Musik von Zola Jesus, was im Jahr 2011 bei meiner Berlinreise geschah, hat mich lange nichts mehr so begeistert, schließlich steigert sich die Qualität ihrer Alben von Jahr zu Jahr, wenn ich „Conatus“ mit „Versions“ und „Okovi“ vergleiche. Gerade auf dem letzten Album sind ein, zwei Stücke, die mich mit ihrer kathartischen Wirkung direkt ins Herz getroffen haben.

 

6. Lange Bahnfahrten mache ich mir mit einem spannenden Roman erträglich, wenn es keine Mitfahrer gibt, mit denen man sich angeregt unterhalten kann.

 

7. Zuletzt habe ich mit meiner Nähmaschine und dem Knopflochfuß experimentiert und das war wie das Erschließen weißer Flecken auf der Landkarte, weil ich bislang noch nie Knopflöcher genäht habe. Natürlich habe ich erst einmal an einem Probestück geübt, und ich hoffe, dass ich die Bluse, die von mir Knopflöcher bekommen soll, nicht verhunze.

Media Monday # 342 : Oude Meester

 

 


Habe ich letztes Mal nicht verkündet, dass ich zur Zeit Historische Dramen favorisiere? Wer gerätselt hat, bei welchem Zweiteiler ich an Weihnachten einen fulminanten Reinfall erlebt habe, für den habe ich jetzt die Auflösung des Rätsels. Es ist „The Miniaturist“ von Jessie Burton.

Dieses Drama, das in Ende des 17. Jahrhundert in Amsterdam spielt, wurde inspiriert von Petronella Oortmans Puppelhaus, das im Rijksmuseum ausgestellt ist. In dem nichtbiografischen Roman geht es um die 18jährige Nella, die von ihrem Ehemann, einem wohlhabenden Amsterdamer Kaufmann, anläßlich zur Eheschließung ein Puppenhaus geschenkt bekommt, das ihrem neuen Haushalt verblüffend ähnelt.

Als sie dann von einem anonymen Miniaturisten diverse Einrichtungsgegenstände und Figuren für ihr Puppenhaus geschickt bekommt, welche den echten Personen und Möbeln bis ins kleinste Detail gleichen und zu allem Überfluss auch noch die Zukunft vorherzusagen scheinen, wird die Geschichte immer mysteriöser…

Gar nicht mysteriös sind die sieben Lückentexte zum Ausfüllen auf Wulfs Blog medienjournal:

 

Media Monday #342

 

1. Rollenklischees und Stereotypen begegnen mir inzwischen auch bei der musikalischen Untermalungen von Sendungen. Die ZDF-Dokumentation über eine Fahrt mit den Hurtigruten zum Nordkap wurde mit der Erkennungsmelodie von Game of Thrones untermalt: Winter is coming! Nee, er ist schon da. Wie originell. Für die nächste Dokumentation über gigantische Starenschwärme, die ganze Obstplantagen leerfressen, empfehle ich die Musik von Hitchcocks „Die Vögel“.

 

2. Wenn mein Medienkonsum so bleiben soll wie bisher, muss ich mich von Netflix und anderen Streamingdiensten fernhalten.

 

3. Eine Serienfolge im Musicalstil wäre einer der Punkte, weshalb man mich ganz schnell das Programm wechseln sieht. Mich hat dieses Geträller schon bei Grey’s Anatomy genervt, als Callie und Arizona einen Autounfall hatten und Callie um ein Haar gestorben wäre. Als ob das Klischee vom Aus-dem-Körper-schlüpfen und dem Beobachten der eigenen Lebensrettungsmaßnahmen und OP nicht genug gewesen wäre, muss die arme Callie dann auch noch eine Coverversion von „Chasing Cars“ von Snow Patrol singen. Leider blieb es nicht bei dieser Gesangseinlage, nein, auch der Rest der Handlung bestand aus von wirklich jedem der Belegschaft gesungenen Liedern. Noch nie war Ab- bzw. Umschalten so einfach.

 

4. Das Ritual, zu bestimmten Anlässen bestimmte Filme zu schauen habe ich noch nie groß gepflegt. Gruselfilme kann ich auch dann schauen, wenn kein Halloween ist.

 

5. Mein Interesse an Grey’s Anatomy baut wirklich von Jahr zu Jahr weiter ab, schließlich war ich zu meinem Erstaunen so gar nicht betrübt darüber, dass ich die letzte Staffel verpasst habe. Ich tippe darauf, dass die Macher der Serie den Zeitpunkt, der Serie ein stimmiges Ende angedeihen zu lassen, verpasst haben.

 

6. Ein Buch, bei dem ich hoffe, dass es spannender ist als die zweiteilige Verfilmung, von der ich nur den ersten Teil gesehen habe, ist „The Miniaturist“ von Jessie Burton. Dabei mag ich Erzählungen im Stil von „Tulpenfieber“ oder „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“.

 

7. Zuletzt habe ich meinem Handy einen neuen Akku spendiert, und das war dringend notwendig, weil sich das Handy immer wieder abschaltete, nachdem ich jemanden angerufen oder mit WhatsApp Nachrichten verschickt habe – und das, obwohl der Akku noch zu 60% geladen war.

Media Monday # 341

 

Was für ein Glück, dass das Geballer endlich vorbei ist. Eigentlich. Denn trotzdem gibt es noch vereinzelt Knallköppe, die eine Woche später immer noch Böller hochjagen oder Mülltonnen und Carports zum Brennen bringen. Wow! Der Dummbeutel des Jahres steht für mich jetzt schon fest. Nicht lustig, wenn mitten in der Nacht in der Nachbarschaft ein Rauchmelder anschlägt und die Feuerwehr zum Löschen kommen darf. So viel Rauch war ja noch nicht mal an Silvester.

Wie auch immer – viel spaßiger ist für mich der Fragebogen mit sieben Lückentexten auf dem Blog medienjournal:

 

Media Monday #341

1. Im Moment scheine ich ja das Genre “History Drama“ zu favorisieren, schließlich liebe ich es, in Welten vergangener Zeiten zu versinken, vor allem bei Büchern. Bestes Beispiel: „Der Medicus“ von Noah Gordon oder „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett. Und da es im neuesten seiner Werke, die in Kingsbridge angesiedelt sind, um den Aufstieg von Elizabeth I., den Kampf zwischen Katholiken und Protestanten sowie das Schicksal von Maria Stuart geht, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

 

Nur mit der Aufzeichnung eines historischen Films an Weihnachten habe ich einen fulminanten Reinfall erlebt, denn ich habe völlig verpeilt, dass es nicht ein Film, sondern ein Zweiteiler war, was ich erst später festgestellt habe. Und da ich von dem zweiten Teil vorher keine Kenntnis hatte, habe ich ihn auch nicht aufnehmen können. Somit war diese Aktion für die Füße.

 

2. Von vornherein auf eine bestimmte Anzahl Staffeln ausgelegte Serien haben zumindest den Vorteil, dass sie nicht endlos fortgesetzt werden.

 

3. Der Sender ard One punktet bei mir ja mit den Wiederholungen der alten Staffeln von Dr. Who. Im Moment wird Matt Smith als Der Doktor von Jenna Coleman als Clara Oswald begleitet.

 

4. Es gibt ja kaum etwas Besseres als ein spannendes Brettspiel, um sich die Zeit zu vertreiben, denn nichts schweißt ahnungslose Mitspieler mehr zusammen als das gemeinsame Studieren der Spielregeln, wie zuletzt bei „Die Säulen der Erde“.

 

5. Wer mal einen richtig überzeugenden Thriller sehen/lesen möchte, sollte sich ausführlich informieren (Internet/Bibliothek/Buchhandlung), aber nicht unbedingt darauf hoffen, von mir einen heißen Tip zu bekommen.

 

6. Nach einer Woche 2018 kann ich zumindest schon einmal sagen, dass ich, was Medien betrifft, kaum etwas verpasst habe. Statt den Abend vor dem Fernseher zu versumpfen, bin ich zur Abwechslung mal früher als sonst ins Bett gegangen bin, um den 1100-Seiten-Schmöker „Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett zu lesen.

 

7. Zuletzt habe ich ein neues Schnittmuster ausprobiert und das war ein durchwachsenes Erlebnis, weil Freude über die Tatsache, dass ich kaum etwas ändern muss, und Frust über die teilweise nicht nachvollziehbaren Schritte in der Anleitung in etwa die Waage hielten. Wozu braucht ein Kleid aus einem sehr denbaren Stoff noch einen Reißverschluss? Und mit einigen Schnitteilen stehe ich immer noch auf Kriegsfuß, weil mir bis zum Schluss nicht klar ist, wozu sie gut sein sollen.

 

 

Media Monday # 307


 

Frisch von einem viertägigen Aufenthalt an der Ostsee zurück, bei dem 25 Frauen und ich genäht haben, was das Zeug hielt, bin ich zwar noch ganz groggy von der langen Zugfahrt, aber trotzdem neugierig auf den neuesten Lückentext des Media Monday Nr. 307 auf dem Blog medienjournal:

Media Monday # 307

1. Buch-Adaptionen wie jüngst „American Gods“ funktionieren meines Erachtens leider nur in ganz wenigen Fällen. Ausnahmen, die mir einen unvorhergesehenen Lesegenuss beschert haben, weil ich unbedingt die literarische Vorlage kennenlernen wollte, waren „Der Name der Rose“ und „Die Tribute von Panem“.

2. Das Buch „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist auf alle Fälle eine Empfehlung wert, denn mich fasziniert das Wechselspiel von aktueller Handlung, die absurde und groteske Wendungen nimmt und Vergangenheit des Hauptcharakters, die auf geschickte Weise wichtige historische Begebenheiten Themen des 20. Jahrhunderts beschreibt.

3. Wäre schön, öfter mal Filme zu sehen in denen man sich gepflegt gruseln kann, ohne gleich Zeuge einer Blutorgie zu werden. Aber wahrscheinlich gibt schon genug solche Filme und ich habe es nur noch nicht mitbekommen.

4. „Unterleuten“ von Juli Zeh würde ich ja gerne mal lesen, schließlich habe ich schon viel Gutes darüber gehört, und außerdem finde ich das Szenario und das Thema interessant. Aber das trifft auch auf die Bücher „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“, „Der Hut des Präsidenten“ oder „Mädchenmeute“ zu.

5. Wenn Serien abgesetzt werden ist das ja schon blöd, aber hinsichtlich Filmen ärgert es mich ja speziell bei ____ , dass nie die geplante Fortsetzung realisiert worden ist, denn ____ —> Leider kann ich hierzu nichts beitragen, da ich mich zu selten über geplante Filmprojekte informiere. Aber wenn es um Serien geht, fällt mir spontan „Indischer Sommer“ ein – eine Serie, von der ich die 1.Staffel gekauft habe und hinterher erfahren musste, dass sie nach nur zwei Staffeln abgesetzt worden ist.

6. Wo der Gratis-Comic-Tag gerade rum ist, warum gibt es eigentlich keinen Gratis-Saunatag? Etwas Entspannung für lau könnte ich jetzt gut gebrauchen.

7. Zuletzt habe ich eine siebenstündige Zugfahrt hinter mich gebracht, und das war trotz einer dreiviertel Stunde Aufenthalt in Hamburg ziemlich anstrengend, weil ich die Nacht davor nicht viel Schlaf hatte und mir während des Wartens auf die Regionalbahn von Gettorf nach Kiel einen formidablen Sonnenbrand eingefangen habe. Außerdem habe ich im Zug mitbekommen, dass die Deutsche Bahn einem Hackerangriff zum Opfer gefallen sein soll, weshalb u.a. auch keine einzige elektronische Anzeigentafel mehr funktioniert hat.

Media Monday #287

Auch an Weihnachten gibt es wieder einen „Media Monday“, denn der 2.Weihnachtsfeiertag fällt dieses Jahr auf einen Montag. Willkommen zum Media Monday #287 – den Lückentext habe ich diesmal mit Kursivschrift in weihnachtlichem Tannengrün gefüllt.


Media Monday #287

1. Lag bei dir etwas in Richtung Film/Buch/etc. unter dem Weihnachtsbaum (sofern vorhanden)? Außer einer Flasche Toffeelikör und ein paar bunter Scheinchen habe ich dieses Jahr nichts bekommen, aber ich wollte zu Weihnachten auch nicht viel.

2. Hast oder wirst du selbst auch etwas in der Richtung verschenken und wenn ja, was (sofern du es an dieser Stelle verraten kannst)? Nein, was ich verschenkt habe, war diesmal entweder etwas zum Schlemmen oder zum An-die-Wand-hängen. Also Geschenke, die man aufbrauchen kann und die nicht sinnlos irgendwo herumstehen und einstauben.

3. Gibt es etwas, dass du dir nach den Weihnachtstagen noch unbedingt wirst kaufen müssen, sofern niemand es dir schenkt? Da fällt mir gerade nichts ein. Aber vielleicht können die bunten Scheinchen meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen.

4. Der beste Weihnachtsfilm, den ich in diesem Jahr gesehen habe, ob zum ersten oder wiederholten Male, war das Christmas-Special von Call the Midwife, eine der nostalgischen BBC-Serien fürs Herz, von denen ich leider einige Staffeln verpasst habe. Andere Filme wie z.B. „Der Kleine Lord“ oder „Ist das Leben nicht schön“ habe ich entweder aufgenommen oder bereits auf DVD.

5. Besonders freue ich mich zur Weihnachtszeit immer über die Möglichkeit, auszuschlafen.

6. Wohingegen mich das Radio“programm“ zu Weihnachten einfach nur noch nervt, weil immer der selbe alte Kram an amerikanischem Weihnachtspop gespielt wird, und das ganze auch noch in Dauerschleife. Santa Claus is coming to town?“ – es gibt nichts besseres, um mich in die Flucht zu schlagen.

7. Die freien Tage habe ich genutzt beziehungsweise werde ich nutzen, um mich endlich mal dem Aufräumen und Wäschewaschen zu widmen. Momentan deutet jedoch alles darauf hin, dass ich nach dem Mittagessen lieber das schöne Wetter zum Spazierengehen nutzen werde.


 

Glücklicherweise habe ich es geschafft, Helene Fischer aus dem Weg zu gehen.