Media Monday # 356 : Back to virtual life

 

Beinahe wäre die neueste Ausgabe des Media Monday auf dem Blog medienjournal wegen ausgefallenem Internet für mich ausgefallen. Sieben Lückentexte auf dem Handy zu tippen und auszufüllen wäre für mich nicht in Frage gekommen. Aber dank eines sehr, sehr netten Verwandten, der früher Telefonanlagen installiert hat, habe ich jetzt eine neue Fritzbox mit passendem Telefon und funktionierendem Internet. Der blöde Surfstick, der mich nur Geld, Zeit und Nerven gekostet hat, kann mich mal gernhaben.

 

Media Monday # 356

1. Am Donnerstag startet der neue Avengers-Film im Kino. Ich für meinen Teil wusste noch nicht mal, dass es einen gibt, geschweige denn, worum und um wen es diesmal darin geht.

2. Das Werk von vielen sogenannten deutschsprachigen Songwritern wird ja reichlich gehypt, wobei ich finde dass sie einander teilweise so ähnlich klingen, dass ich oft gar nicht sagen kann, wer da gerade zu hören ist.

3. Ich wusste bis vor kurzem gar nicht, dass Jake Gyllenhaal so viele Filme aus unterschiedlichen Genres gedreht hat und auch schon in Musicals aufgetreten ist. Und wenn wir schon bei dem Thema Musik sind, wusste ich bis vor ein paar Wochen auch nicht, dass Michael Hutchence nicht nur ein beeindruckendes Stimmvolumen hatte, sondern auch sämtliche Texte für die Band INXS geschrieben hat. Und was ich auch nicht wusste: Wie schwierig es ist, einen angeblich ganz einfachen Weg ins Internet zu finden, wenn die Fritzbox streikt oder wenn man mit einem Dinosaurier von Smartphone unterwegs herumgurkt.

 

 

4. Von meinen Lieblingsserien gönne ich mir gerne auch die Originalversion, schließlich ist das eine schöne Möglichkeit, mein Englisch auf dem Laufenden zu halten, auch wenn die Schauspieler aus verschiedenen Ländern kommen. Niemals hätte ich gedacht, dass ich bei dem irischen Schauspieler Aidan Turner überhaupt keine Untertitel zuschalten muss. Dies betrifft vorwiegend BBC-Produktionen. Bei amerikanischen Produktionen wie „Sons of Anarchy“ ziehe ich jedoch die synchronisierte Fassung vor, weil ich mit der amerikanischen Sprachfärbung nicht so gut klarkomme.

 

5. Mein neues Telefon und den Internetzugang wieder installiert zu bekommen, war ein richtig tolles Erlebnis, denn jetzt kann ich endlich meinen nächsten Urlaub buchen, was offline nicht ganz so easy ist. Ein tolles Erlebnis war auch, den Film „Der große Trip – Wild“ zu schauen, denn dadurch habe ich mich wieder daran erinnert, wie es war, einen Fernwanderweg in Hessen entlangzuwandern. Der Jakobsweg von Fulda nach Gelnhausen ist zwar nicht dasselbe wie der Pacific Crest Trail in den USA, aber genau wie die Hauptakteurin war ich mit viel zu viel Gepäck unterwegs, und das dann auch noch im Winter, der vereiste Teilstücke und einen veritablen Schneesturm für mich bereithielt.

01 nach frankfurt

02 winter

6. Über meine musikalischen Vorlieben zu bloggen war mir ein Bedürfnis, denn so hatte ich mal wieder die Gelegenheit, meine Lieblings-Schallplatten aufzulegen und die Entdeckung zu machen, dass manche Alben in mehrfacher Ausfertigung existieren. Außerdem konnte ich vielen Erinnerungen aus meiner Jugendzeit nachhängen, was allerdings nicht immer so angenehm ist, wie es sich liest oder wie man vermuten könnte.

7. Zuletzt habe ich vergeblich versucht, mit Hilfe eines Surfsticks ins Internet zu kommen, und das war frustrierend, weil auch die Leute in einem anderen Laden nicht in der Lage waren, das Ding zum Laufen zu bringen.

Kurz darauf hatte ich auch noch einen Beinahe-Unfall, weil der Autofahrer vor mir den Rückwärtsgang einlegte und meinen rechten Kotflügel touchierte. Als ich dann meinerseits zurücksetzte, fuhr er dann nochmal rückwärts gegen mein Auto, nur um dann Gas zu geben und einfach wegzufahren. Ich fuhr ihm hupend und mit Lichthupe hinterher: Keine Reaktion. Als er dann endlich in einer Parkbucht hielt, schrie ich, er solle aussteigen. Aus dem Auto stieg ein alter Mann, der sich tausendmal entschuldigte und zugab, dass er nicht mehr gut hört. Äh. Mein Ärger verwandelte sich in Erschrecken, und ich redete auf ihn ein, mir und meinem Auto sei nichts passiert – aber er solle bitte, bitte dringend zum Arzt und seine Ohren und vor allem Augen untersuchen lassen.

 

Nachdem ich nun alles ohne Schaden noch mal gut überstanden habe, kann ich mich zurücklehnen und meinen Umzug aus der Serienwelt von Charming (Sons of Anarchy) in die von Bristol (Being Human) umso entspannter genießen. Ich hätte ja nie gedacht, dass man mich mit einer völlig absurden Geschichte um eine WG aus Geist, Vampir und Werwolf nochmal reizen könnte, aber die Story hat tatsächlich was, vor allem eins, was britische Serien wunderbar können: sich nicht selbst ganz so ernst nehmen. Ich meine: Welcher Geist kommt schon auf die Idee, sich als Lehrmaterial ausgerechnet einen Film wie „Ghost – Nachricht von Sam“ anzuschauen? Das einzige, was ich schade finde, ist die Kürze der ersten Staffel. Sechs Folgen finde ich für eine Serie schon ziemlich wenig, und ich hoffe, dass die anderen vier Staffeln aus mehr Folgen bestehen, denn „Being Human“ hat noch viel Luft nach oben.

 

 

Zum Abschluss noch etwas witziges, das mir durch den Kopf ging, als im Fernsehen neulich ein Werbespot für die WC-Ente lief – denn dort ging es um Toiletten, in der Gefahren lauern… Spoileralarm: Also, die einzigen gefährlichen Toiletten, die ich kenne, sind die in Game of Thrones, in der Tyrion seinen Daddy erschießt und das Dixi-Klo bei Sons of Anarchy, in dem sich Gemma mit gezückter, geladener Waffe versteckt hat. In beiden Fällen wäre die WC-Ente nutzlos gewesen.

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Media Monday # 355 : ein Stapel Filme

 

 


 

Freitag der Dreizehnte … gibt es einen besseren Tag für einen Zahnarztbesuch, stürmisches Regenwetter, einen U- und Straßenbahnstreik und einen Feueralarm? Okay, den Feueralarm hatte nicht ich, sondern mein Zahnarzt. Und da ich nicht sonderlich abergläubisch bin aber darauf gebaut habe, dass sich abergläubische Patienten an diesem Tag nicht in seine Praxis getraut haben, ist das, was ich insgeheim gehofft hatte, auch tatsächlich eingetreten: Ich kam schneller dran. Dadurch war ich dann auch schneller fertig und früher zu Hause, so dass ich mir mit „Final Destination“ auf der Couch gemütlich machen konnte. Was für ein gelungener Ausklang eines ätzend verlaufenden Tages. Eigentlich war die ganze Woche nicht sonderlich prickelnd gewesen, aber so nach und nach sind die Bestellungen eingetrudelt. Wenigstens ein kleiner Trost.

Was auch noch ein schöner Trost ist – die sieben Lückentexte auf dem Blog medienjournal :

Media Monday # 355

1. Jüngst habe ich mich für die Musik von Pink begeistern können und dabei festgestellt, dass jemand aus meiner Verwandtschaft einen ähnlichen Geschmack hat wie ich – ich finde, sie hat einfach eine Wahnsinnsstimme, und an manchen Tagen ist mir einfach danach:

 

 

2. Geht es um das Thema „Literaturverfilmungen“, so hat mir zuletzt der Film „Ein ganzes halbes Jahr“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Jojo Moyes sehr gut gefallen, und das lag nicht nur an Emilia Clarke in der Hauptrolle, sondern auch an der hervorragenden Besetzung der Nebenrollen: Charles Dance (bekannt als Tywin Lennister aus Game of Thrones), Jenna Coleman (Clara Oswald aus Dr. Who), Brendan Coyle (Diener Bates aus Downton Abbey) und Joanna Lumley. Dabei ist es Jahre her, dass ich das Buch regelrecht im Urlaub verschlungen habe, doch ich habe die Handlung noch sehr gut im Gedächtnis, schon allein wegen der Thematik, die mir sehr nahegegangen ist. Aber ich wusste ja, worauf ich mich einlasse – da kann mir keiner sagen, er hätte mich nicht davor gewarnt, dass ich Rotz und Wasser heulen musste.

 

3. Spiele-Verfilmungen sind bis jetzt fast immer an mir vorbeigegangen, aber wie ich neulich beim Media Monday schon schrieb, kenne ich nur „Prince of Persia“ mit Jake Gyllenhaal, und den finde ich richtig spannend.

 

4. Manche Filme muss man auch echt in der richtigen Stimmung „entdecken“, denn wenn sie sich um bestimmte Themen drehen, die nicht leicht zu verdauen sind, kann man ein wahres Wechselbad der Gefühle erleben. Zur Zeit habe ich außer „Ein ganzes halbes Jahr“ noch „Der große Trip – Wild“ mit Reese Witherspoon und „Prozac Nation – mein Leben mit der Psychopille“ mit Christina Ricci hier liegen, und gerade bei „Der große Trip“ weiß ich noch nicht, was mich erwartet. Ich könnte es mir auch einfach machen und mir „Cube“ oder „Die Welle“ ansehen, die ich beide schon kenne, aber habe ich gesagt, dass ich es immer bequem haben möchte?

5. Wenn bei mir/uns mal ein Spiel auf den Tisch/in die Konsole kommt, dann ist es inzwischen meistens ein Brettspiel wie „Die Siedler von Catan“, „Der Herr der Ringe“ oder „Die Säulen der Erde“ – im Gegensatz zu früher, als wir mit vier Leuten Bowling, Golf oder Frisbee-Golf mit der Wii-Sports gespielt haben.

 

6. Diese ganze Euphorie bezüglich des nächsten Marvel- und des nächsten Star Wars-Films können wohl nur Fans nachvollziehen: Mich interessiert weder der eine noch der andere; bei mir sind es andere Genres, die mich faszinieren.

 

7. Zuletzt habe ich eine Dokumentation über den Bürgerkrieg in Nordirland gesehen, und das war erhellend und gleichzeitig erschreckend, aber auch irgendwie passend, weil ich gerade mitten in der dritten Staffel von „Sons of Anarchy“ an der Stelle feststecke, die sich in Belfast abspielt. Sich etwas Hintergrundwissen zu verschaffen, kann nie schaden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Media Monday # 354 : the supernatural edition

 

Eine kurze Arbeitswoche und steigende Temperaturen mit Sonnenschein haben meine Laune merklich angehoben. Und trotzdem habe ich mich abends mit einem Glas Rotwein auf die Couch verzogen, um „Sons of Anarchy“ zu gucken.

Ich muss sagen, dieser Tip, der von mehreren Seiten kam, war in letzter Zeit einer der besten. Und weil ich weiß, dass hier nach sieben Staffeln Schluss ist und die Zeit bis Juni, wenn die BBC die vierte Staffel von „Poldark“ ausstrahlen wird, noch so wahnsinnig lang ist, war ich so verwegen, mir eine Serie als Import aus Großbritannien zu bestellen, von der ich auch schon sehr viel Gutes gehört habe: „Being Human“ – eine WG in Bristol, die sich aus einem Geist (Lenora Crichlow), einem Werwolf (Russell Tovey) und einem Vampir (Aidan Turner) zusammensetzt. Gleich zwei Schauspieler, die mir schon in anderen Serien gefallen haben – was will ich mehr? Auch wenn ich mir geschworen habe, mir nie wieder irgendwas mit Vampiren, Werwölfen oder Zombies anzuschauen, so wie letzte Woche beim Media Monday, unter Frage Nummer Zwei. Man soll eben niemals nie sagen.

Nun aber zum Media Monday – hier kommen die sieben Lückentexte auf dem Blog medienjournal:

Media Monday # 354

1. Über Musik zu schreiben, hat mir jüngst enorme Freude bereitet, denn das ist meine momentane große Leidenschaft.

2. Regelmäßig am häufigsten gelesen werden bei mir auf dem Blog ja die Beiträge zum Media Monday und zu den 5 Besten am Donnerstag. Jedenfalls glaube ich das, aber um ganz sicherzugehen, müsste ich mich durch die Statistik graben.
3. „The straight story“ von David Lynch ist ein großartiges Road-Movie, in dem ein alter Mann seinen sterbenskranken Bruder besuchen will und Hunderte von Meilen quer durch die USA mit einem Aufsitzrasenmäher zurücklegt, weil er selbst keinen Führerschein hat und nicht gefahren werden möchte.
4. Gelegentlich bereue ich es ja, meine sogenannte Bucket-List nicht weiter abgearbeitet zu haben. Ich glaube, inzwischen liegen meine Prioritäten woanders.

5. Bücher, die eine Kombination aus Sachbuch und Roman sind, könnte man ja beinahe als Genre für sich bezeichnen, schließlich halte ich eine Zuordnung zu einer bestimmten Kategorie für schwierig. Als letztes Beispiel in diesem Zusammenhang habe ich „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey zuerst bei den Romanen gesucht, um dann von der Bibliothekarin darüber aufgeklärt zu werden, dass ich bei den Sachbüchern suchen muss.
6. Bei dem Wetter könnte man ja beinahe schon wieder über Open Air-Kino nachdenken. Ich für meinen Teil habe am Samstag mit dem neuesten Thriller von Sebastian Fitzek im Eiscafé gesessen und einen großen Eiskaffee dazu gelöffelt. Open-Air-Kino finde ich zwar ganz toll, aber leider fällt mir momentan kein Film ein, den ich an der frischen Luft mal wieder sehen möchte. Den letzten, den ich vor Jahre im Open-Air-Kino gesehen habe, war „L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr“.

7. Zuletzt habe ich eine ZDF-Reportage über Flohmärkte, Jäger und Sammler gesehen, und das war wie ein Blick in eine mir fremde Welt, weil zwar in mir auch ein kleiner Jäger und Sammler steckt, aber ich mir unmöglich vorstellen kann, zehntausend Schallplatten zu besitzen und davon auch noch jede einzelne zu kennen. Andererseits wäre so eine Jukebox im Haus auch cool, aber ich kenne mich: Selbst die Musiktruhe in unserem Keller, mit deren Plattenspieler man auch alte Schellackplatten abspielen kann, schweigt seit mindestens zwei Jahren stoisch vor sich hin.

 

 

Media Monday # 353 : Heute mit/ohne Aprilscherz

 

 

Zufälle gibt’s. Da sage ich am Morgen noch, dass ich außer „Donnie Darko“ noch den Film „Prince of Persia – Der Sand der Zeit“ gut finde, und was passiert? Der Film läuft am Mittag auf vox. War wohl Gedankenübertragung. Vielleicht, weil ich ihn beim letzten Media Monday erwähnt habe.

Aber was ist das schon gegen vier freie Tage am Stück. Yippieh-Yeah! Zeit, um mich endlich meinen Neuerwerbungen, die ich seit meiner Mittagspause am Gründonnerstag habe, zu widmen: Amy MacDonalds Album „Under Stars“, eine Greatest-Hits-CD von INXS und – tusch! Ta-daaa…. Die erste Staffel von „Sons of Anarchy“, die im Angebot war. Nachdem mir von vielen davon vorgeschwärmt worden war und ich trotz Warnung mit brutalen Szenen keine größeren Probleme habe (sonst dürfte ich weder „Vikings“ noch „Game of Thrones“ gucken), habe ich mir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die ersten Folgen angesehen und war so begeistert, dass ich mir am Samstag auch noch gleich Staffel 2 und 3 geholt habe.

Ich habe schon viele Filme mit weitaus sinnloseren Gewaltdarstellungen gesehen, aber schon lange nicht mehr so etwas spannendes. Nun aber Schluss mit dem Vorgeplänkel zum Media Monday – hier kommen die sieben Lückentexte auf dem Blog medienjournal

Media Monday # 353

1. An so einem verlängerten Wochenende sind Ausschlafen und Brettspielrunden angesagt, außerdem intensives Hören von Musik. Ist nur blöd, wenn man nach gerade mal fünf Stunden Schlaf vom Läuten der Glocken der nahegelegenen Kirche um sechs Uhr morgens geweckt wird.

 

2. Zombies und andere Wiedergänger können mir mal gestohlen bleiben – zur Zeit stehe ich auf Action, die sich an der Realität orientiert.

 

3. Gothic Rock der 80er Jahre (Killing Joke, The Cure, Sisters of Mercy) ist aus meinen persönlichen Favoriten absolut nicht mehr wegzudenken, schließlich ist dies ein Teil des Soundtrack meines Lebens, und im darauffolgenden Jahrzehnt fand ich meine Freunde in der sogenannten Schwarzen Szene. Dies ist ein Teil meines Lebens, den ich nicht mehr länger verschweigen möchte.

 

4. Es ist ja bei mir/uns regelrechte Tradition, dass wir an Ostern ein Feuer im Garten anzünden, nur in diesem Jahr ist mir einfach nicht danach. Bei dem Schietwetter macht das einfach keinen Spaß. Keinen Spaß machen mir übrigens auch Dokumentationen auf youtube, die einen grottigen Sound haben und die eigentlich eine Endlosschleife sind, die die eigentliche Laufzeit verdoppeln und aus 45 Minuten eineinhalb Stunden „zaubern“.

 

5. Diese ewigen Aprilscherze im Netz (und auch sonstwo) finde ich mal mehr und mal weniger gelungen, und dieses Jahr gab’s in unserer Zeitung keine, weil die Zeitung immer samstags rauskommt, aber dieses Jahr der 1. April auf einen Sonntag fällt. Und auch wenn ich Gefahr laufe, dass mir jemand den Hals umdreht, so möchte ich an dieser Stelle trotzdem einen Scherz breittreten, den ich auf Webfail gefunden habe.

 

(Quelle: https://i.pinimg.com/564x/9f/46/9e/9f469e6e380ee683f17aded40b57f0a5.jpg)

6. Dass unser einzig verbliebenes Schwimmbad wegen schlechter hygienischer Bedingungen schließen soll, ist ja eine dieser Meldungen, von der ich mir wünschen würde, es wäre mehr gewesen als bloß ein schlechter Scherz, schließlich, wollte ich in diesem Jahr mehr für meine Fitness tun und öfters ein paar Bahnen schwimmen.

7. Zuletzt habe ich mit meiner Schwester und meinem Schwager das Brettspiel „Die Säulen der Erde“ gespielt, und das war auch beim dritten Mal immer noch spannend, weil ich mir unmöglich jeden Satz der Spielanleitung merken kann. Aber sobald alles aufgebaut ist und man im Fluß drin ist, ergibt sich die Logik schon fast von selbst. Und so haben auch die eine Chance, die das noch nie gespielt haben, weil alle auf dem gleichen Wissensstand sind.

 

 

 

Media Monday # 352 : Mein Leben ist zu kurz für schlechte Bücher *)

 

 

In der vergangenen Woche ist für einen kurzen Moment der Winter zurückgekehrt, und das war der Grund, warum ich auf die diesjährige Luminale in Frankfurt am Main so überhaupt keine Lust hatte. Mein achterbahnfahrender Kreislauf, wundgetanzte Füße und Schneetreiben am Donnerstag taten ihr übriges dazu. Also habe ich mich den Medien gewidmet, die ich mir in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte:

die beiden Staffeln der Serie „The Paradise“, die Bücher „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey und „Das Urteil der Sieben“ von George R. R. Martin *) sowie ein Reisevideo über Bornholm. Damit das Vorgeplänkel zum Media Monday nicht zu sehr ausufert, breche ich an dieser Stelle ab und widme mich erst einmal den sieben Lückentexten auf dem Blog medienjournal

Was ich sonst noch zu sagen hätte, stelle ich dann an den Schluss.

 

Media Monday # 352

1. Jüngst erst wieder einen Film mit einer ganz tollen Ausstattung, was Ort und Kostüme betrifft, gesehen und war enttäuscht, dass nach zwei Staffeln schon wieder Schluss war, doch darauf gehe ich bei Frage 7 näher darauf ein.

 

2. Die Kombination aus dem Frühling, der jetzt endlich aus dem Winterschlaf erwacht ist, latentem Heuschnupfen (danke, Erle/Birke/Hasel) und Zeitumstellung, die für dunkle Morgenstunden sorgt, macht mich ja regelrecht fertig, schließlich , gibt es kein besseres Mittel gegen meine momentanen Stimmungstiefs viel Licht und der Gesang der Vögel. Hoffentlich werden die Tage auch recht bald länger, so dass es morgens wieder zur gewohnten Zeit hell wird.

Für alle, die wegen der Umstellung auf Sommerzeit schlechter schlafen können als sonst, ein weiterer Kandidat für den „Soundtrack of my life“: Faithless mit „Insomnia“

 

3. Eine der mitunter besten Videospiel-Verfilmungen ist für mich „Prince of Persia : Der Sand der Zeit“ mit Jake Gyllenaal in der Hauptrolle, aber fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich mir aus Videospielen nichts mache und bei diesem Thema kaum mitreden kann. Eventuell könnte mich noch die neue Lara-Croft-Verfilmung mit Alicia Vikander reizen, aber ich fürchte, wenn’s dann soweit ist, schaffe ich es doch wieder nicht ins Kino.

 

4. Die Sonne ist wieder da! Da wird ein oder andere Museumsbesuch wohl zurückstehen müssen zugunsten eines Absackers im Biergarten oder in der Eisdiele .

 

5. Dank/seit ich meine große Liebe für die Musik der 80er Jahre wiederentdeckt habe, wachsen meine Playlists auf Youtube stetig an. Außerdem fallen mir so wieder ein paar Filme ein, die ich längst mal wieder sehen wollte. Aber ich beschränke mich nicht nur auf Musik von damals, sondern höre auch gerne neuere Songs oder solche, die nicht in mein übliches „Beuteschema“ passen.

 

 

6. Den Thriller „Die Katze“ von Joy Fielding konnte ich ja kaum aus der Hand legen, denn bis zum Schluss war ich auf einer falschen Fährte, was den Komplizen angeht und war am Schluss regelrecht erleichtert, dass es nicht der war, den ich die ganze Zeit über im Verdacht gehabt hatte. In welcher Verbindung zur Handlung die titelgebende Figur steht, hätte ich dann aber doch gerne gewusst.

 

7. Zuletzt habe ich die BBC-Serie „The Paradise“ über ein Kaufhaus in einer englischen Stadt als Leih-DVD gesehen, und das war am Anfang für mich etwas zäh, aber dann viel spannender als „Mr. Selfridge“, weil ich teilweise einen viel persönlicheren Zugang zu den Charakteren aufbauen konnte. Außerdem hat „The Paradise“ einen wunderschön gestalteten Vorspann:

 

 

Hier nicht zu spoilern, fällt mir nicht leicht, aber gerade in der zweiten und leider letzten Staffel rückt der Gedanke, dass Frauen Männern gleichgestellt sein sollten, in den Blickpunkt. Warum müssen die in dem Kaufhaus arbeitenden Frauen ihren Beruf aufgeben, sobald sie heiraten, während ihre männlichen Kollegen trotz ihres Berufs verheiratet sein dürfen? Wenn man sich vor Augen führt, dass es sich bei dem Film um eine Adaption eines Romans von Emile Zola aus dem Jahr 1884 handelt, bekommt das Drama für mich noch einmal eine ganz andere Dimension.

 

Ein längeres Statement zum Abschluss:

 

*) Zum Thema „Schlechte Bücher“ fällt mir ein, dass ich mich zum letzten Mal mit „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ so gelangweilt habe, dass ich das Lesen nach 50 Seiten abgebrochen und es meiner Schwester zurückgegeben hatte, weil die Handlung durch das Gezicke der Weasleys einfach für mich nicht in Gang kam. So ging es mir diesmal mit der Vorgeschichte zu „Das Lied von Eis und Feuer“, durch das ich mich 174 Seiten lang quälte und von dem ich mir mehr versprochen hatte, weil ich Serie „Game of Thrones“ so toll fand. Aber mit dem Schreibstil von Herrn Martin kann ich leider nicht viel anfangen, und vielleicht sind es auch die ganzen eingedeutschten Namen von Personen und Ortschaften, die sich für mich seltsam anfühlen. Aber es gibt auf meinem Stapel noch genügend andere Bücher, die auf mich warten. Eins davon habe ich jetzt begonnen zu lesen: „Ein Bär im Betstuhl“ von dem finnischen Schriftsteller Arto Paasilinna – nach „Im Jenseits ist die Hölle los“ und „Der wunderbare Massenselbstmord“ wieder ein Roman voll mit skurrilem Humor.

Wenn ich im Moment schon ständig düstere und melancholische Musik aus dem letzten Jahrhundert höre, brauche ich als ausgleichende Literatur etwas heiteres, auch wenn der Humor teilweise echt schräg daherkommt.

Media Monday # 351 : Über sieben Brücken mußt Du geh’n

 

Das Wochenende habe ich mal wieder zum Aufräumen genutzt, denn ich war auf der Suche nach ein paar CDs, die ich schon lange wieder hören wollte. Wieviel Staub sich in manchen Ecken so angesammelt hat, wollte ich gar nicht glauben. Ist aber so. Am Ende habe ich dann im zweiten Anlauf die CDs von Midnight Oil, INXS, Within Temptation und Kosheen wiedergefunden, die ich im ersten Versuch mangels ausreichendem Licht im Zimmer glatt übersehen hatte.

Licht in diesen düsteren Tag bringen auch wieder die sieben Lückentexte zum aktuellen Media Monday auf dem Blog medienjournal:

 

Media Monday # 351

1. Was mich im noch jungen Filmjahr 2018 bisher begeistert hat ist die Nachricht, dass es im Sommer eine neue Variante von „Ocean’s …“ gibt: Ocean’s Eight, in dem es um Juwelendiebstahl geht und der in den Hauptrollen mit Frauen besetzt worden ist.

 

 

2. Wenn im Internet dann plötzlich wieder alle von beispielsweise der Leipziger Buchmesse erzählen fehlt mir ein wirkliches Interesse, denn die Luminale, die in Frankfurt am Main jetzt anläuft, finde ich viel spannender.

 

3. David Guetta ist in meinen Augen schon reichlich überschätzt, denn beispielsweise die Coverversion des Songs „Titanium“ von der niederländischen Metalband Within Temptation finde ich um Längen besser.

 

 

4. Wohingegen die irische Band „The Script“ inzwischen von sämtlichen Radiostationen im Vergleich zu Leuten wie Mark Forster, Vincent Weisss oder anderen angesagten Sängern dann eher unterschätzt wird und nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommt, denn immerhin schaffen sie es, das Publikum zu bewegen.

Zwar war ich noch nie auf einem Konzert von ihnen, aber auf YouTube gibt’s jede Menge Konzertmitschnitte, die mich richtig mitreißen konnten. Das schaffen nicht viele. Die letzte, die ich live erleben durfte, war Zola Jesus mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und eindringlichen Stimme.

 

 

5. Als ich letztens mal wieder meine Schallplattensammlung zur Hand nahm versetzte mich dies zurück in die 80er Jahre, deren Musik mich durch meine Teenagerzeit begleitete. Ich muss gestehen, dass sich darunter auch das Album „Revanche“ von Peter Maffay befindet und ich den Text von „Über sieben Brücken musst du geh’n“ seit letztem Samstagnachmittag mit anderen Ohren höre. Ich glaube, dieser Klassiker bekommt einen Platz in meiner Liste „Soundtrack of my life“.

 

 

6. Wenn die Laune mal im Keller ist und ich sonst zu nichts Lust habe, eine Session auf webfaild.de geht eigentlich immer, denn dort habe ich schon die kuriosesten Dinge gefunden, angefangen bei lustigen Sprüchen, über seltsame Videos, bis hin zu Mitschnitten aus Facebook-Diskussionen, die zeigen, dass manche nun wirklich nicht die hellste Kerze auf der Torte sind. Eins meiner Favoriten ist das Video, in dem ein schlafendes Häschen mit einer Drucklufthupe geweckt wird – aber bevor jetzt gleich der große Shitstorm losbricht: Kein Hase kam in diesem Video zu Schaden oder hat sein Gehör verloren (no bunny was harmed in this video). Waking a sleeping rabbit with an air horn.

 

 

7. Zuletzt habe ich mir auf YouTube haufenweise Musikvideos und Interviews mit Bono, Michael Hutchence und Joan Jett*) angeschaut, und das war stellenweise schon ziemlich anstrengend, weil manche Interviewer bzw. Interviewerinnen meiner Meinung nach völlig banale oder gar dumme Fragen gestellt haben, bei denen ich den Künstlern ansehehen konnte, wie unwohl sie sich in dieser Situation gefühlt haben mussten. Besonders unangenehm empfand ich Rosie O’Donnell.

Außerdem bin ich noch in den Genuß der beiden Staffeln von „The Paradise“ gekommen, die ich gleich regelrecht verschlungen habe. Aber ich glaube, darüber schreibe ich demnächst noch mal separat etwas.

 

 

*) Back to the roots, äh, Joan Jett: Auf der Seitenleiste erschienen dann auch alte Musikvideos von ihr, die mir zeigten, was für eine tolle Musik diese Dame außer „I love Rock’n’Roll“ noch so draufhatte und wie hübsch sie damals war. Danke, YouTube für dieses seltene, bisher von mir noch unentdeckte Material. Auch für Konzertmitschnitte und Alben in voller Länge. Und im Gegensatz zu den sonst häufig dummen Kommentaren auf dieser Plattform, hielten sich die User zur Abwechslung dezent zurück. Wenn es für mich schon herzergreifend wird, dann möchte ich mich nicht auch noch über solche Respektlosigkeiten ärgern müssen.

 

 

 

Media Monday # 350 : (m)ein kleines Jubiläum (aber ohne Feier)

 

 

Beim aktuellen 350. Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal stellt mein Ausfüllen der sieben Lückentexte auch für mich ein kleines Jubiläum dar, denn ich bin zum sechzigsten Mal dabei. Schade nur, dass mein Urlaub nun auch schon wieder vorbei ist und nach zwei Wochen Gemütlichkeit wieder frühes Aufstehen angesagt ist. Aber es gibt auch etwas, auf das ich mich freuen kann, denn ich habe beschlossen, einen Neuanfang zu wagen, was die Gestaltung meiner Freizeit betrifft: weniger Faulenzen, mehr Bewegung.

Ein samstäglicher „English-Contra-Dance“-Workshop, zu ich eingeladen worden war, ist schuld daran, dass ich nach mehrjähriger Abstinenz wieder zum Scottish Country Dancing am Dienstagabend zurückkehren werde. Wie ich zu dieser Form des Tanzens gefunden habe, würde den Rahmen des Media Monday sprengen, und vielleicht schreibe ich einen gesonderten Beitrag dazu oder finde ein paar abschließende Worte nach den Lückentexten, die nun hier starten:

 

Media Monday # 350

 

1. Nun, da die Oscars auch wieder hinter uns liegen, brauche ich zum Glück keine Rezensionen hochgehypter und mit haufenweise Oscars überfrachteter Filme mehr zu lesen.

2. Die Leipziger Buchmesse steht ja auch schon wieder vor der Tür und ich habe keine Ahnung, welche Themen dort im Mittelpunkt stehen. Momentan habe ich eher Literatur mit Tieren im Titel auf meiner Leseliste: „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ von Elizabeth Tova Bailey, „Die Katze“ von Joy Fielding, „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery und „Ein Bär im Betstuhl“ von Arto Paasilinna, dessen schwarzen Humor ich entdeckt und lieben gelernt habe, als Finnland das Gastgeberland bei der Frankfurter Buchmesse war (in der Buchhandlung vorbestellt).

3. Ich hätte gerne noch ein wenig mehr kalte, trockene und sonnige Wintertage gehabt, denn in der klaren, polaren Luft konnte ich endlich wieder einmal frei atmen. Das milde, feuchte Frühlingswetter dagegen verstärkt meinen Heuschnupfen leider nur.

4. Wenn alle wieder über die Vorzüge von Netflix reden, tangiert mich das kaum, schließlich reicht mir das Fernsehen und meine DVD-Sammlung in meiner ohnehin knappen Freizeit, und außerdem möchte ich nicht einfach nur konsumieren, sondern mich mehr sportlichen und geselligen Aktivitäten widmen.

5. „Walk the Line“ ist auch so ein Film zum immer wieder anschauen, denn allein schon die Musik in dieser Biografie über das Leben von Johnny Cash ist die Zeit dafür wert, auch wenn es an manchen Stellen Längen gibt. Aber wie Joaquin Phoenix Johnny Cash und Reese Witherspoon June Carter verkörpern, ist für mich einfach sehenswert. Aber vielleicht bin ich auch angesichts meiner Playlist, in der sich neuerdings viel Musik aus dem Genre „Country & Western“ befindet, voreingenommen.

Hier noch eine kurze Randnotiz zum dem Film „Walk the Line“: Als ich neulich beim Autofahren mal wieder eine Best-of-CD von Johnny Cash hörte, dachte ich, wie schön es wäre, nach langer Zeit einmal wieder die Filmbiografie über ihn zu sehen. Und kaum stöberte ich in der Stadtbücherei in den Leih-DVDs – schwupps – da hielt ich auch schon das gesuchte Werk in den Händen. Was für ein seltsamer Zufall.

6. Mich würde ja mal interessieren, wie der geniale Vorspann von „Game of Thrones“ entstanden ist. Oder andere Vorspänne zu Serien wie „The Paradise“ oder „Desperate Housewives“.

7. Zuletzt habe ich nicht nur stundenlang zusammen mit netten Menschen getanzt, sondern auch mal wieder meine Sammlung an geerbten und selbstgekauften Schallplatten aus Vinyl durchsucht, und das war ein Erlebnis der ganz besonderen Art, weil ich nicht nur das U2-Album „October“ plötzlich zweimal in den Händen hielt, sondern auch endlich eine meiner absoluten Lieblingsalben wiedergefunden habe: „KICK“ von INXS. Mein mediales Highlight der Woche.

Was habe ich die früher rauf und runter gehört, schon allein wegen der faszinierenden Stimme des Sängers, der am 22. November 1997 unter tragischen Umständen viel zu früh ums Leben gekommen ist.

Ein weiteres wiedergefundenes Schätzchen ist eine Langspielplatte von Charles Aznavour mit dem klangvollen Titel „Die goldene Serie international“, deren Veröffentlichungsdatum mir völlig unbekannt ist. Mein mediales Kuriosum.

Kurzer Nachtrag zu meinem medialen Tiefpunkt, der hier fehlt: Das Verschwinden einer Verbraucherplattform, für die ich früher viel geschrieben habe, inclusive sämtlicher Test- und Erfahrungsberichte inclusive Fotos. Von wegen „das Internet verliert nichts“… Die bittere Pille muss erst mal verdaut werden.

Unsortierte Gedanken : Spin-Off zu meinem 60. Media Monday – der Ausgabe Nr. 350

 

 

Ein samstäglicher „English-Contra-Dance“-Workshop, zu dem ich per E-Mail eine Einladung erhalten hatte, ist schuld daran, dass ich nun nach mehrjähriger Abstinenz wieder zum Scottish Country Dancing am Dienstagabend zurückkehre.

Zu dieser Form des Tanzens habe ich durch einen einwöchigen Kurs für Scottish Country Dancing (SCD) in der Eifel gefunden, an dem vor Jahren mein Mann und ich teilgenommen hatten. Dieser Tanzworkshop begann kurz nach Weihnachten und erstreckte sich über Silvester hinaus bis zum 4. Januar, inclusive Silvesterbüffet und -ball. Kurz nachdem ich bei der Verbraucherplattform ciao.de einen ausführlichen Bericht darüber geschrieben hatte, erhielt ich eine Einladung zum Mittanzen beim nächsten Tanzabends des Frankfurter SCD-Clubs.

Seitdem waren wir an jedem Dienstagabend für zwei Stunden dort zum Tanzen und zwischendurch auch bei verschiedenen Ceilidhs. Das sind in Schottland gesellige Abende mit Folkmusik und Tanz. Leider ist dieser Sport in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen, und nach dem Tod meines Mannes konnte ich mich erst recht nicht dazu aufraffen. Aber da habe ich ja noch nicht einmal mehr Musik gehört. Der Plattenteller stand still. Die gemeinsamen Erinnerungen waren wohl immer noch viel zu stark, und so wurden eventuell dahingehende Pläne erst einmal auf Eis gelegt. Nachdem nun aber mehr als ein Jahr vergangen ist, habe ich mir einen Ruck gegeben und durfte zu meinem Erstaunen erkennen, wie sehr mir das Tanzen gefehlt hat. Vielleicht ist genau jetzt die Zeit für einen Neuanfang.

Nach diesem Highlight folgt nun mein medialer Tiefpunkt: Alle Bilder und Berichte, die ich auf der Verbraucherplattform „ciao.de“ veröffentlicht habe, sind unwiederbringlich verloren, denn zu Beginn dieses Jahres wurde ciao.de vom Netz genommen. Diese Information konnte ich bei wikipedia finden, wo es u.a. heißt „Die Berichte sind nicht mehr erreichbar, lediglich eine Seite, die den Shutdown mitteilt, wird noch angezeigt“. Deswegen konnte ich auch meine bebilderten Reiseberichte über Schottland und die Schweiz nicht mehr lesen, was ich sehr traurig finde, aber ich kann mich damit trösten, dass ich sie auf irgend einer Festplatte abgelegt habe – genau wie die Rohentwürfe meiner auf ciao.de veröffentlichten anderen Erfahrungsberichte wie z.B. über markante Stimmen in der Rock- und Popmusik, Stimmen wie z.B. der von Johnny Cash, Dave Gahan, Michael Hutchence oder Ville Valo.

Inzwischen würde ich diese Sammlung noch um die Stimme von Samu Haber (Sunrise Avenue) erweitern, aber leider wird da wohl nichts mehr draus. Und wo ich es gerade erwähne, muss ich feststellen, dass mir der Sound des letzten Jahrhunderts mehr liegt als dieses weichgespülte Gedudel, das es Tag für Tag im Radio zu hören gibt. Vielleicht bleibt deshalb der Kasten aus, auch auf längeren Autofahrten. Inzwischen neige ich dazu, Atze Schröders Ansichten über die allgegenwärtigen „Lappen“ zu teilen. Wen man sich darunter vorstellen darf, bleibt jedem selbst überlassen.

Aber nochmal zurück zu meinen Highlights der Woche. Ich mäandere mich auf und ab, von einem Hoch zum Tief und umgekehrt. Nachdem ich mir durch den Englischen Kontertanz einen formidablen Muskelkater eingehandelt hatte, griff ich zur ersten Staffel von „The Paradise“, die ich mir in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte. In dieser Serie geht es um ein Kaufhaus in einer englischen Stadt und erinnert in groben Zügen an den Publikumsrenner „Mr. Selfridge“, dabei handelt es sich bei The Paradise um eine Adaption von Emile Zolas „Das Paradies der Damen“, die nach zwei Staffeln wegen nicht zufriedenstellender Zuschauerzahlen nicht mehr fortgesetzt wurde. Schade drum, denn die Serie hat nicht nur eine interessante Handlung und gute Schauspieler zu bieten, sondern glänzt auch noch durch einen liebevoll aufgemachten Vorspann.

Den krönenden und zugleich auch etwas traurigen Abschluss dieser Sammlung von Highlights und Tiefpunkten bildet das Sichten meiner Schallplattensammlung, in der sich zwischen Perlen wie „Back in Black“ von AC/DC, „Broken English“ von Marianne Faithfull oder „The River“ von Bruce Springsteen auch einige Scheiben von Mike Oldfield, U2 und INXS befinden. Eine bunt durcheinandergewürfelte Mischung, die lange zurückliegende Erinnerungen wachruft, sowohl schöne als auch schmerzliche.

Deshalb breche ich jetzt an dieser Stelle ab und setze meine persönliche Rückschau zu einem späteren Zeitpunkt fort.

Media Monday # 349 : die verspätete Urlaubsausgabe

 

02 Schlafkorb

 


 

Eins meiner liebgewonnenen Rituale ist das Ausfüllen des Fragebogens zum Media Monday (auf Wulfs Blog medienjournal) – mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen; da ich aber vom 27. Februar bis heute an der Ostsee Urlaub gemacht habe, komme ich diesmal mit enormer Verspätung hinterher – passend zur Jahreszeit sind meine Antworten diesmal fett in eisblau gedruckt:

 

Media Monday # 349

 

1. Dem Gefühl nach hat die Karriere von Leonardo di Caprio in den letzten Jahren einen regelrechten Steilflug hingelegt, denn nachdem ich dachte, dass es sich mit seiner Rolle in „Titanic“ um einen weiteren hochgehypten Teenieschwarm handelt, hat er mich mit seinen Rollen in „The Beach“, „Inception“ und „Blood Diamond“ vom Gegenteil überzeugt. Allein mit „Shutter Island“ konnte ich mich nicht so richtig anfreunden, aber das lag nicht an Leo, sondern an der Story, der ich so gar nicht folgen konnte, weil ich sie zu verwirrend fand.

 

2. „The Butterfly Effect“ ist in meinen Augen eine echte Genre-Perle, immerhin wird hier das Thema „Zeitreise“ mal erfrischend anders behandelt.

 

3. Bei diesen eisigen Temperaturen war meine Woche in der Lübecker Bucht ein echt cooles Erlebnis. Ein eingefrorenes Meer habe ich nämlich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen, und schon allein für diesen Anblick habe ich Minus sieben Grad und Windstärke neun gerne in Kauf genommen.

 
01 Scharbeutz

04 Möwen

 

 

4. Dass sich Cameron Diaz für so einen Mist wie „Kopf über Wasser“ hergegeben hat, ist wahrscheinlich der Auftakt zu einer ganzen Serie grottenschlechter Filme mit ihr – von „Drei Engel für Charlie“mal abgesehen.

 

5. Am liebsten lese ich ja [bezogen auf Zeit und Ort] Krimis, die in der entsprechenden Gegend spielen. Zuletzt habe ich „Friesische Rache“ gelesen, und obwohl der auf Borkum spielt, während ich an einer ganz anderen Küste war, tat dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

 

6. Von all den Filmen, die es hierzulande nicht einmal ins Kino schaffen, fällt mir auf Anhieb nur „Donnie Darko“ ein.

 

7. Zuletzt habe ich die frühlingshaften Temperaturen in Scharbeutz und Timmendorfer Strand genossen, und das war faszinierend, weil so der Anblick sich bewegender eingefrorener und mit Eisschollen gekrönter Wellen noch viel eindrucksvoller war.

 

03 Scharbeutz

Media Monday # 348

 

Dass mich Eiseskälte und Pollen gemeinsam so niederstrecken würden, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht ist das jetzt die Quittung für meinen Spaziergang im Taunus.

 

Media Monday 58 - 348

 

Dafür kann ich nun gemütlich mit einer Tasse Kaffee im Bett mit den Kissen kuscheln (anstatt wie sonst um diese Zeit im Büro am Schreibtisch) und ein liebgewonnenes Ritual pflegen: das Ausfüllen des Fragebogens zum Media Monday (auf Wulfs Blog medienjournal) – mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen, diesmal mit meinen Antworten in rosa Fettdruck.

 

Media Monday # 348

 

 

1. Ein altbewährtes Konzept kann sich auch manchmal selbst totlaufen.

 

2. Von der letzten „Outlander“-Staffel fühl(t)e ich mich ja doch eher unterwältigt, schließlich fand ich die in der Karibik angesiedelte Handlung weniger spannend als die vorhergehenden Staffeln.

 

3. Inspector Lewis würde ich mir ja mal als Gast bei Inspector Barnaby wünschen, denn Oxford kenne ich ja nun fast wirklich schon in- und auswendig, während bei den „Midsomer Murders“ ja ständig neue Dörfer mit dem Zusatz „Midsomer“ auftauchen und diese Gegend zu expandieren scheint. Und wenn das noch nicht reicht, könnten sie ja zur Abwechslung einen richtig großen und kniffeligen Fall in Broadchurch lösen. Was man sich halt so zusammenspinnt, wenn die Lieblingsserien nicht mehr laufen oder es bereits alle Folgen zu sehen gab.

 

4. RegisseurIn Doris Dörrie hat mit „Kirschblüten – Hanami“ einen mich sehr bewegenden Film gedreht; und nun frage ich mich, warum ich den von meiner Festplatte gelöscht habe.

 

5. Arthur Darvill als Rory Williams in „Doctor Who“ ist einer der besten Sidekicks überhaupt, immerhin stellt er für mich den angenehmen Gegenpol zu der oft sehr dominierenden Amy Pond (gespielt von Karen Gillan) dar und macht als römischer Zenturio auch noch eine gute Figur.

 

6. Bevor der Februar endet, habe ich doch noch ein Wochenende finden können, das durchgängig blendendes Wetter hatte und mir sensationell schöne Fotos ermöglicht hat.

 

7. Zuletzt habe ich einen riesigen Eimer Schaumwaffeln vernichtet und das war die pure Gier, weil ich so süßes Zeug sonst eher weniger esse, vor allem nicht in solchen Mengen.