Media Monday # 514: Verschmelzung

Das ist der Titel eines neuen Projekts, an dem ich gerade sitze. So entspannt habe ich schon lange nicht mehr gechillt. Um was es geht, erfahrt ihr im Punkt 7 des Media Monday… und bevor ich ins Schwafeln gerate, lege ich auch schon los:

Media Monday # 514

1. Um mich neugierig zu machen, braucht es nur das richtige Stichwort.

2. Schön und gut, dass dank Internet immer und überall gefühlt alles verfügbar ist, aber dadurch kann man auch leicht verlernen, wie es ist, geduldig auf etwas zu warten.

3. Wenn ich mal so überlege, was meine Hobbys eigentlich so kosten, müsste ich erst einmal definieren, was bei mir so alles als Hobby durchgeht.

4. Youtube ist tatsächlich eine schöne Alternative, wenn ich eine Produktion sehen möchte, die mir nicht alle Tage unter die Augen kommt, und damit meine ich nicht nur Musikvideos, sondern auch Comedy, Filme und Miniserien.

5. Soziales Miteinander ist im Moment ja wirklich nur schwer zu realisieren, aber im Freien kann man das Abstandhalten leichter umsetzen.

6. Dass das letzte Wochenende so ruhig werden würde, hätte ich jetzt nicht unbedingt vermutet, aber gesetzliche Feiertage, die auf einen Samstag fallen, machen es möglich, dass sich der Samstag für mich wie ein Sonntag angefühlt hat

7. Zuletzt habe ich mich dem Wahnsinn hingegeben, mit dem Zusammensetzen eines farbenfrohen Puzzles mit 1000 Teilen anzufangen, und das war entspannender als befürchtet, weil sich die Teile spielend leicht den verschieden gefärbten und gemusterten Partien zuordnen ließen.

Wenn das Bild im Format 50 x 70 cm an der Wand hängt, sieht das bestimmt sensationell aus. Jetzt wüsste ich nur noch gerne, wo Mr.Gray diese Landschaft aufgenommen hat.

Media Monday # 513: „Schon wieder vorbei“

So lautet meine Standardantwort, falls mich jemand fragt, wie der Urlaub war. Mit acht ABC-Etüden produktiver als ich dachte und teilweise auch wiederum nicht, denn hier hat das Scarlett-O’Hara-Prinzip zugeschlagen: Verschieben wir’s auf morgen.

Nicht auf morgen verschieben möchte ich die sieben Lückentexte des Media Monday, denn der Sonntagabend ist zum Ausfüllen die ideale Tageszeit, nur das Verlinken findet dann irgendwann im Laufe des Montags statt.

Und so bietet auch diese Ausgabe hoffentlich genügend Stoff, um entspannt in die neue Woche zu starten.

Media Monday # 513

1. Die Oscars in diesem Jahr werden erneut verliehen, ohne dass ich bei der Übertragung vorm Fernseher sitze.

2. Man merkt schon deutlich, dass meine Stereoanlage nicht mehr die Jüngste ist, wenn der Plattenspieler plötzlich mitten im Lied langsamer zu werden scheint. Noch nie haben Christine McVies, Lindsey Buckinghams und Stevie Nicks‘ Stimmen so tief geklungen.

Second Hand News – gefunden auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=amIBAKj6n6Y

3. Puzzleteile auseinander zu sortieren, gibt mir das Gefühl, wie Aschenputtel in den Erbsen herumzustochern und die verschiedenen Schattierungen auseinander zu klamüsern. Bei 500 Teilen ist das nicht unbedingt weniger Arbeit als bei 1000 Teilen – knifflig wird’s nämlich dann, wenn sich herausstellt, dass die Vorlage vielleicht nicht ganz so gestochen scharf war wie gedacht und außerdem der Bildausschnitt auf der Schachtel nicht exakt mit dem zusammengesetzten Motiv übereinzustimmen scheint – so dass ich mich vermutlich bald fragen werde, was ich mir dabei bloß gedacht habe.

4. Der Start/die Veröffentlichung von neuen Kapiteln meiner Lieblingsbücher auf wattpad, findet in letzter Zeit öfters, gerade an den Wochenenden, pünktlich um Mitternacht statt, nur bekomme ich das erst am nächsten Morgen mit.

5. Wenn es auch mal spielerische Unterhaltung sein darf, ist die Auswahl groß. Ich kann mich nur immer so schwer entscheiden. Darf’s der Klassiker wie Monopoly sein, oder lieber film- und romanbezogene Spiele wie „Der Herr der Ringe“ oder „Die Säulen der Erde“ – oder ganz modern & trendy ein Escape-Room-Spiel.

6. Meine Hängematte im Garten ist sicher nicht die schlechteste Rückzugsmöglichkeit, denn das Gestell, an dem sie befestigt wird, kann ich überall da hin schieben, wo es mir genehm ist. Mal in der Sonne, mal im Schatten – einfach ideal zum Entspannen.

7. Zuletzt habe ich eine Methode entdeckt, wie ich Caprese (Mozzarella mit Tomaten und Basilikum) auch als Allergikerin gefahrlos zu mir nehmen kann, und das war etwas zeitaufwendiger, weil ich auf rohe Tomaten allergisch reagiere und die Früchte für diesen speziellen Zweck erst gründlich in der Pfanne durchbraten muss. Aber dafür war der Genuss unvergleichlich und hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Media Monday # 512: Puzzel dir einen.

Ist das Wetter während meines ersten Urlaubs in diesem Jahr auch bescheiden, gibt es noch genügend Möglichkeiten, mir die Zeit zu vertreiben. Selbst die Schirn, die jetzt „überraschenderweise“ doch noch nicht ihre Pforten öffnet, kommt mit diesem Vorschlag um die Ecke:

Yay! Tolle Wurst, wenn das 1000teilige Mordillo-Puzzle fertig ist und das nach einer Vorlage angefertigte 500teilige Puzzle mit dem Starporträt (Punkt 2) als Motiv noch nicht da ist.

Die Lösung: ich kauf mir ein Escape-Room-Spiel mit vier 88teiligen Puzzles darin – da wird aus dem Einweg- ein Mehrwegspiel, denn die vier Bildchen aus dem einsamen Leuchtturm kann ich auch später ein weiteres Mal zusammensetzen, wenn ich komplett vergessen habe, wie die Motive ausgesehen haben.

Zusammengesetzt habe ich auch in diesem Urlaub wieder die sieben Lückentexte des Media Monday – ein steter Quell der Freude und Spannung.

Media Monday # 512

1. Worauf ich mich allabendlich freuen kann: Es ist jetzt abends länger hell.

2. Auch wenn er schon lange nicht mehr unter den Lebenden weilt, Michael Hutchence vermag es noch immer, bei mir einen Pawlowschen Fangirl-Reflex auszulösen. Ein Gutschein für ein 500teiliges Puzzle hat dazu geführt, dass ich mir als Vorlage ein Porträtfoto von 1987 ausgesucht habe – auch wenn ich mich für diese haarige Aufgabe hinterher vermutlich selber in den Allerwertesten treten werde.

3. Der „Erfolgsdruck“, etwas Sinnvolles mit der persönlichen Freizeit anzustellen, führt dazu, dass ich gar nichts mache und mich hinterher frage, ob es das wirklich schon gewesen ist.

4. Ein Projekt, dem ich mich schon lange mal widmen wollte, ist das Bündeln meiner ABC-Etüden und diversen Beiträge zum #writing friday, in denen dieselben Personen vorkommen, zu einem Sammelband und das Ordnen in eine sinnvolle chronologische Reihenfolge. Das fühlt sich ein wenig wie Puzzeln an und ist wahrscheinlich ein Fass ohne Boden.

5. In Film und Fernsehen eine früher gelebte Realität vorgeführt zu bekommen, seien es enges Beisammensein, innige Umarmungen oder einfach Menschenmassen, gibt mir ein merkwürdiges und mittlerweile auch nostalgisches Gefühl, aber das lässt sich noch locker auf die Spitze treiben mit Konzertmitschnitten aus den 80er und 90er Jahren – vorzugsweise solchen, bei denen sich 70.000 Leute im Wembleystadion gedrängt haben. Live Baby Live!

6. Spaghetti mit Tomatensoße ist für mich eines der besten Mittel gegen Hunger, und wenn’s mehrmal in der Woche ist. Hilft vielleicht nicht in jeder Situation, z.B. wenn man im Hotel um zwei Uhr nachts mit Jet Lag wach wird und es Frühstück erst ab halb sieben gibt, aber zu Hause habe ich immer einen Notvorrat da.

7. Zuletzt habe ich entdeckt, dass man bei einem Escape-Room-Spiel tatsächlich noch etwas neues lernen kann (vorausgesetzt man hat das richtige Spiel), und das war eine ideale Möglichkeit, mich mit meiner Freundin über unsere Erlebnisse bei diversen Flügen und Schiffsreisen auszutauschen, weil in diesem Spiel der Schauplatz des Spiels ein Flugzeug in Not war, dessen Pilot und Co-Pilot unserer Hilfe bedurften. Jetzt weiß ich endlich, wo Churchill liegt und welche Bedeutung der dortige Flughafen hat.

Media Monday # 511 : Mach mal Urlaub

Auch in diesem Jahr wieder zu Hause und mit den sieben Lückentexten des Media Monday – ich warte ja immer noch darauf, dass ich die Inspiration finde, die ich schon seit einiger Zeit vermisse.

Media Monday # 511

1. In punkto Witz und Humor trifft Monty Pythons „Das Leben des Brian“ ja wirklich quasi maßgeschneidert meinen Geschmack und ist ein Beispiel für einen Film, den ich mir an Weihnachten und Ostern ansehen kann. Hui, da fallen tatsächlich mal Weihnachten und Ostern zusammen.

2. So mancher Film, den ich schon gesehen habe, aber nicht nennen kann, ist das Paradebeispiel eines lupenreinen Feel-Good-Movie, denn mir fällt partout konkret gerade keiner ein. –> PS: Einer ist mir dann nach dem Aufstehen heute morgen doch eingefallen: „Einfach zu haben“ (Easy A) mit Emma Stone in der Hauptrolle. Den habe ich an Karfreitag gesehen und war angenehm überrascht.

3. Filmische Qualitäten hin oder her, reicht es ja manchmal schon aus, wenn ich für kurze Zeit in andere Welten eintauchen kann – deshalb verzichte ich schon seit längerem darauf, vorher herauszufinden, wie gut oder schlecht ein Film abgeschnitten hat.

4. Zugvögel zu beobachten und den hoffentlich bald zurückkehrenden Mauerseglern bei ihren tollkühnen Flugmanövern zuzsehen, zaubert mir stets ein Lächeln ins Gesicht und zudem markiert letzteres für mich den Beginn des Sommers, auch wenn ich damit astronomisch und meteorologisch zu früh dran bin.

5. Ich kann nur allen raten, die sich für Musik begeistern, einmal auch Songs zu lauschen, wenn man die Sprache, in der sie gesungen sind, nicht versteht. Ich habe da schon spannende Entdeckungen machen dürfen.

6. Kultureinrichtungen jeglicher Art mögen geschlossen sein, aber immerhin gibt es auch von Museen Kanäle auf youtube, die einen Teil der Ausstellung zeigen, die man eventuell noch nicht sehen kann. Ich persönlich hoffe ja, dass die Schirn in Frankfurt im April doch nochmal öffnet, damit ich die Gemälde, auf die ich mich schon seit ein paar Wochen freue, live und in echt vor mir sehen kann.

7. Zuletzt habe ich ein neues Puzzle mit 1000 Teilen angefangen, und das war ein heilloses Gefummel, bis ich endlich den Rand komplett hatte, weil ich erstens keine vernünftige Unterlage habe und das ganze Bild auf zwei Platten verteilen musste, und zweitens die Puzzleteile sehr klein sind und zusammengesetzt ein Wimmelbild von Mordillo ergeben sollen: Etliche Knubbelnasige Männchen, die ein Fußballfeld in pures Chaos stürzen.

Media Monday # 510 : Frohe Ostern

Auch an diesem Ostern dürfen die sieben Lückentexte des Media Monday nicht fehlen.

xxxx Media Monday # 510 xxxx

1. Mein liebstes Leinwand-Duo ist Miss Marple und Mister Stringer, einfach weil die beiden ein Original sind: die resolute mörderjagende Krimibegeisterte und der stille, ihr stets als treuer Freund zur Seite stehende Mister Stringer, der meistens gnadenlos unterschätzt wird.

2. Von den zahlreichen Serien-Neustarts hat mich vieles gar nicht erreicht, denn ich nutze keinen Streamingdienst. Nun aber ist „Chernobyl“ im sogenannten „Free TV“ angekommen, und das werde ich mir auf Pro7 ab dem 12. April anschauen.

3. Ein Film fernab vom Mainstream, der mich schwer begeistert hat, war das Roadmovie „The Peanut Butter Falcon“, mit Shia LaBeouf als eine Begleitperson für einen jungen Mann mit Down-Syndrom hat mich sehr berührt.

4. Robert Pattinson gehört auch zu den ewig Unterschätzten, schließlich stecken ihn viele seit der Serie von (Glitzer)Vampirfilmen in eine bestimmte Schublade, aber in „Der Leuchtturm“ konnte er eindrucksvoll unter Beweis stellen, was er tatsächlich so drauf hat. Ähnliches gilt m.E. auch für Kristen Stewart.

5. Man kann sich ja leicht und schnell überfordert fühlen bei dem Wust an Neuerscheinungen, Sehenswertem, Empfehlungen und so weiter und so fort. Ich für meinen Teil hab’s mehr mit dem Lesen und entdecke lieber neue Autoren und Autorinnen auf Wattpad.

6. Wäre es nicht genial, wenn es bald schon wieder möglich wäre, ohne Gefahr irgendwohin zu gehen, Leute zu treffen oder neue Bekanntschaften zu schließen?

7. Zuletzt habe ich meinen Silvesterglücksklee umgetopft, und das war für meine Nachbarn, Freunde und Bekannten etwas noch nie dagewesenes, weil diese Pflänzchen bei ihnen meistens schon wenige Tage nach Neujahr eingehen und sie sie entsorgen – und ich außerdem keinen grünen Daumen habe. Aber wenn man einen solchen Klee an einem kühlen, nicht zu hellen Ort aufstellt, gedeiht er prächtig und kann im Frühjahr im Freien ausgepflanzt werden. Da kann er sich dann ausbreiten. Im Internet steht eben nicht nur dummes Zeug.

Media Monday # 509 : Lights out!

Ja, diesen Horrorfilm fand ich megaspannend, aber mit „Lights out!“ war am Samstagabend gemeint, dass in etlichen Gemeinden um 20:30 Uhr Ortszeit für eine Stunde das Licht ausgeschaltet werden sollte – rund um den Erdball. Diese sogenannte Earth Hour gibt es schon länger – als paradox in dem Zusammenhang empfand ich jedoch, dass der Song der ersten Einzelperformance bei DSDS ausgerechnet „Leave a light on“ von Tom Walker hieß, und der Kandidat damit nun im Finale gelandet ist. „Blinding Lights“ von The Weekend war der Song, mit dem alle gemeinsam aufgetreten sind, als Gruppe. Interessiert wahrscheinlich niemanden, aber ich wollte es nur mal erwähnt haben. Obwohl… für einige ist ja die Vorstellung dieser Castingshow schon gruselig genug.

Auf „Earth Hour“ folgt nun die Umstellung der Uhren auf Sommerzeit, und ich frage mich „Wie lange noch“ – aber, hey, damit sind wir auch eine Stunde näher an diesem Media Monday dran, für mich ein helles Licht an jedem Sonntag.

Media Monday # 509

1. Wenn man schon alles und jedes adaptiert und verfilmt, warum widmet man sich dann nicht auch dem Verfilmen von Verfilmungen? Klingt gaga? Ist es auch.

2. Derweil Disney+ sich anschickt, auch weiter parallel/alternativ zum Kinostart Filme auf der eigenen Streaming-Plattform exklusiv digital anzubieten, frage ich mich, wieviele noch folgen werden und ihr eigenes Ding machen.

3. Der Reiz, einmal wieder ganz altmodisch einem Rezept aus unserem ca. fünfzig Jahre alten Kochbuch zu folgen, darf sich ruhig öfters entfalten. Im Gegensatz zu manchen Anleitungen aus dem Internet bin ich mit diesem altbewährten Werk noch nie fehlgegangen.

4. Das Umstellen der Uhren auf Sommerzeit hat natürlich auch seine Vorzüge, aber es wird noch einen Moment dauern, bis ich in dem neuen Rhythmus drin bin.

5. Ich glaube ja fest, dass es künftig so sein wird, dass bestimmte Unternehmungen genau geplant sein wollen.

6. Der Kauf von klobigen Winterstiefeln mit dickem Profil auf den Sohlen hat sich im Nachgang als ziemlicher Fehlkauf erwiesen, schließlich hatte ich mangels Schneemassen keine Gelegenheit, sie zu tragen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich im kommenden Winter Gelegenheit dazu haben werde.

7. Zuletzt habe ich Osterhasen gebacken und mit verschiedenen Ostereierfarben experimentiert, und das war meine ganz persönliche Weiterführung einer liebgewonnenen Tradition, auch wenn im Moment kaum jemand da ist, den ich mit den Resultaten erfreuen könnte, weil ich jetzt viel weniger Leute treffe als letztes Jahr. Aber was rede ich: Einen Osterhasen habe ich jetzt verschenkt und den anderen behalten, schließlich weiß ich nicht, wie lange die Kekse und Waffeln noch vorhalten. Und wenn doch noch so ein vermaledeiter Ruhetag vor der Tür steht, habe ich wenigstens Nervennahrung im Haus.

Media Monday # 508 : Frühlingsanfang ist’s …

… und nur noch eine Woche, bis erneut die Uhren umgestellt werden. Abends länger hell, das könnte mir über etwaige Tiefs hinweghelfen. Im Sonntagsgottesdienst am Tag nach der Frühlingstagundnachtgleiche haben wir meiner Mutter gedacht, die wir am Freitag zu Grabe getragen haben. Von Frühlingsgefühlen keine Spur, aber vielleicht kann eine Stimmungsaufhellung auch der Media Monday bewirken, denn das Ausfüllen der sieben Lückentexte finde ich immer wieder aufs Neue spannend.

Denn manchmal kommt es vor, dass ich ein Video einbette – doch anders als manche an dieser Stelle vermuten, gibt es heute kein Musikvideo aus Australien, sondern ein Filmchen zum Thema „Kein Styling ist auch keine Lösung“. Passt, weil demnächst bei mir ein Friseurbesuch ansteht.

Zum letzten Mal hat mich ein Salon im Herbst 2019, nach meinem Kanadaurlaub, von innen gesehen. Dass es mich dort hin verschlägt, war eine spontane Entscheidung und vermutlich die größte Überraschung für mich in diesem „Winter“. Fast so groß, wie das Phänomen, dass ich beim Ausfüllen ein Schreibflash heimgesucht hat und ich das H-Wort (in roter Schrift) nun wirklich in jeden Punkt eingeflochten habe.

Media Monday # 508

1. Glaubt man den Gerüchten, könnte es tatsächlich sein, dass der für April 2020 angekündigte Filmstart von „Black Widow“ nach der wievielten Verschiebung auch immer am 6. Mai dieses Jahres über die Bühne geht (sofern man ihn nicht ein weiteres Mal verschiebt). So manche finden diese ständigen coronabedingten Ausfälle und Vertagungen auf später einfach nur haarsträubend; aber das Scarlett-O-Hara-Prinzip kommt sicher nicht aus Jux und Dollerei zur Anwendung. A propos Scarlett: Mir persönlich ist Scarlett Johansson lieber als die Südstaatenlady aus dem Epos „Vom Winde verweht“.

2. Ich habe lange nicht mehr erlebt, dass mich jemand Unbekanntes zum Zurückflirten inspiriert hat. Haargenau: die paar Male, dass mich einer angesprochen hat, kann ich an einer Hand abzählen, doch auf das Geplänkel bin ich nur einmal eingestiegen: im August 2019 in Toronto. Ob ich zuletzt beim Einkaufen am Samstagmittag in unserem Einkaufszentrum nur wegen meiner ausgefransten Wallemähne angesprochen wurde, habe ich jedoch nicht herausgefunden.

3. Die richtige Idee für eine Kurzgeschichte, ABC-Etüde oder ein alles erklärendes Kapitel zu finden, zaubert mir immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht, denn das fühlt sich an wie das Auffinden des fehlenden Puzzleteils nach unzähligen Versuchen, mit dem sich dann endlich alles ha(a)rmonisch ineinander fügt.

4. Bei all dem, was mich so umtreibt, ist für mich im Moment das Achten auf einen vernünftigen Abstand sehr wichtig. Derzeit tüftle ich noch an einer Methode, mir den Hintermann so vom Leib zu halten, dass die Situation nicht eskaliert. Manche Momente, die ich bei solchen Begegnungen erlebe, sind echt zum Haareraufen!

5. Ein haariges Thema: Being a fangirl. Michael Hutchence, dessen Bild meine Tasse auf dem Beitragsbild schmückt, hat einen festen Platz in meinem Fan-Herzen, einfach weil ich mich in den 80er Jahren in seine Stimme verliebt habe, als meine australienbegeisterte Schwester die INXS-Schallplatte „Listen like Thieves“ anschleppte.

Das war 1985, und wir hatten kein Musikfernsehen, weil wir nur drei Kanäle empfangen konnten. Erst als die Band dann Jahre später auch auf meinen optischen/visuellen Radar geriet, war ich dann vollends aus dem Häuschen. Aber das lag nicht an den wilden Frisuren in jenem Jahrzehnt. Und weil ich gerade gedanklich in den 80er Jahren bin, muss ich jetzt an die Haarspraywerbung mit der Vielfliegerin denken, die jetzt von der Firma, die das Haarspray herstellt, parodiert wird. Schön, dass sich manche selbst nicht ganz so ernst nehmen und sich schön selbst veralbern:

6. Auch wenn ich es mir lange nicht vorstellen konnte, fange ich dieses Jahr wieder mit dem Schneidern an. Die verliehene Schneiderpuppe, die ich wieder nach Hause transportiert habe, wäre um ein Haar dabei vollends kaputt gegangen. Aber nun ist sie mit minimalem Schaden wieder da.

7. Zuletzt habe ich an einem Gedenkgottesdienst teilgenommen, und das war eine ganz wunderbare Erfahrung , weil es nicht notwendig war, einen Platz zu reservieren. Man konnte sich auf einen freien Platz setzen, und selbst zu singen hat mir auch nicht gefehlt, weil der Sänger auf der Empore einfach unübertrefflich war – nun habe ich den Vorsatz gefasst, in dieser Kirche demnächst auch an einer Abendandacht teilzunehmen, auch wenn es a) nicht meine Gemeinde ist und b) es sich um eine evangelische Kirche handelt, ich aber katholisch getauft worden bin. Mir ist die Trennung in unterschiedliche Konfessionen aber Wurst, und das nicht erst seit jetzt, sondern schon, solange ich mich zurückerinnern kann (sehr zum Unverständnis einer Verwandten, die früher ordentlich Haare auf den Zähnen hatte, jetzt aber altersmilde geworden ist).

Media Monday # 507 : Ich habe heute kein Foto für euch …

… denn das einzige Bild, das ich für den Termin beim Pfarrer ausgewählt habe, ist ein sepiagetöntes Jugendfoto meiner Mutter. Zu diesem Media Monday steuere ich deshalb heute mal kein Foto bei, und auch kein Video:

Media Monday # 507

1. Derweil lässt der Frühling noch auf sich warten und auch das Wetter lädt nicht unbedingt zu Außer-Haus-Aktivitäten ein. Wie schön ist es da, nicht nur Gesellschaft zu haben, sondern auch ein paar Alben auf Vinyl, die beim Sortieren „Hier!“ geschrien haben, einen Durchlauf zu gönnen. Ein Foto habe ich von diesem Experiment aber nicht für euch.

2. Um sich ein bisschen Kino-Flair nach Hause zu holen, greife ich ab und zu auch mal ganz gerne zu sogenannten Blockbustern. Allerdings bin ich nicht sicher, ob der Film „The Circle“ in diese Kategorie fällt.

3. Der Bestseller „In eisige Höhen“ von Jon Krakauer verspricht nicht nur spannende Lektüre, sondern wurde auch sehr packend verfilmt – und lässt bei mir zu keiner Zeit den Wunsch aufkommen, an Expeditionen dieser Art teilzunehmen.

4. Reguläres, lineares Fernsehen ist bei mir immer noch Teil des abendlichen Unterhaltungsprogramms, und manchmal entdecke ich auf Sendern, die ich eher seltener einschalte, wahre Schätzchen – wie zum Beispiel die Themenwochen des Senders „arte“ im Januar, die sich um das Meer drehten.

5. Der Kampf der Streaming-Anbieter um die neuesten Produktionen oder verschobene/abgesagte Kinoveröffentlichungen findet außerhalb meines Radars statt.

6. Die Veränderungen in den letzten Jahren, was meine Vorlieben beim Reisen angeht, habe ich erst spät bewusst wahrgenommen. Lag mein Focus früher auf wildromantischen Landschaften in Schottland, England und Irland oder gar in der Schweiz, um einen Gang runterzuschalten, konnte es jetzt nicht turbulent genug sein. Hoch im Kurs standen bei mir dabei Ziele wie Berlin oder Toronto.

7. Zuletzt habe ich meine Schwester mit Barbarie-Entenkeule, Rotkohl und Mini-Kartoffelknödeln bewirtet. Zum Bewirten kommt man ja dank Corona immer noch so schlecht, und deshalb fällt auch verwandtschaftliches Beisammensein nach der kommenden Urnenbeisetzung flach – allerdings spiele ich mit dem Gedanken, meinen Verwandten Kreppel (Krapfen/Berliner) als Wegzehrung mit auf den Nachhauseweg zu geben.

Media Monday # 506 : Trotz allem…

… wird es hier nicht so still, wie man vermutet hätte.

Auch wenn meine Schwester und ich jetzt noch als einzige von unserer Familie übrig sind, brauche ich ab und an eine kleine Ablenkung. Dazu gehören das Fotoprojekt „ABC“, meine monatlichen Rückschauen über die von mir gesehenen Filme und der Media Monday – die angedachte Pause lege ich woanders ein. Kurios fand ich, dass die von Wulf vorgegebenen Wörter aneinandergereiht einen Satz ergeben, wie unter Punkt 7) beschrieben. Und nun zur aktuellen Ausgabe…

Media Monday # 506

1. Ich würde am liebsten am nächsten Morgen aufwachen und feststellen, dass alles, was seit Anfang 2020 passiert ist, nur ein schlechter Traum war.

2. Wenn man mir vor ein paar Jahren prophezeiht hätte, dass ich Westernfilme und Countrymusik mag oder gar persönlich nach Nordamerika reisen würde, hätte ich den- oder diejenige für nicht ganz dicht erklärt – wo ich doch so auf Schottland fixiert war.

3. Filme, die von vielen bejubelt werden, schaue ich mir oft viel später an und stelle dann fest, dass sie mir dann doch gefallen – wie z.B. „La La Land“ oder „Three Billboards outside Ebbing Missouri“.

4. Mich bewegen oft Bücher und Erzählungen viel stärker als jeder Film es könnte. Zuletzt habe ich mich durch verschiedene Erzählungen von Edgar Allan Poe geschmökert und bin dabei an meine persönliche Schmerzgrenze geraten: Eine Erfahrung, die ich so schnell nicht wieder machen möchte.

5. „Hamburg und Amsterdam“, sagte ich am Samstag zu meiner Freundin am Telefon, „gehören zu den Städten, die ich als erstes besuchen möchte, wenn Reisen wieder gefahr- oder problemlos möglich sind“. Mit dieser Ansage habe ich bei ihr ins Schwarze getroffen, und ihr ein „da bin ich doch glatt dabei“ entlockt. Dass ich aber genauso gerne nach Brasilien, Hawaii, Japan oder Australien reisen würde wie nach Kanada, habe ich ihr jedoch nicht auf die Nase gebunden.

6. Auch wenn sich Songs mit großem Nervpotential auf einigen ihren Alben wiederfinden oder ich auch gerne neue Künstler entdecke – die Musik meiner Lieblingsband kann mich stets aufs Neue begeistern.

7. Zuletzt habe ich vor dem Ausfüllen des Fragebogens bzw. der sechs vorhergehenden Lückentexte die vorgegebenen Wörter aneinandergereiht, und das war eine interessante Übung, weil dabei der auf mich zutreffende Satz „Ich mag Filme, die mich bewegen und begeistern“ herausgekommen ist – eine Tatsache, der ich für heute nichts mehr hinzufügen möchte.

Media Monday # 505 : my personal lockdown –

das ist mein aktuelles Motto, denn nach dem Tod meiner Mutter am vergangenen Mittwoch als Folge von ihrer Ansteckung mit Corona steht mir zur Zeit kaum der Sinn nach kreativen Dingen – weshalb es gut sein kann, dass ich beim Media Monday eine Pause einlege. Wundert euch nicht über weiterhin auf meinem Blog erscheinende Artikel – sie wurden vor einiger Zeit schon vorbereitet und werden an den voarb eingestellten Tagen automatisch hochgeladen. Doch nun zur aktuellen Ausgabe…

Media Monday # 505

1. Im Kampf der Streaming-Dienste bleibe ich auch weiterhin kein Zielkunde.

2. wattpad war für mich eine erfreuliche Entdeckung, quasi ein Geheimtipp, denn auf dieser Autorenplattform habe ich viele Bücher aus unterschiedlichen Genres gefunden, sowohl auf deutsch als auch auf englisch; und da ich dort nicht nur Bücher lesen, sondern auch eigene Geschichten hochladen kann, habe ich ein neues Projekt aus der Taufe gehoben (das aber im Moment stagniert).

3. Auch jetzt noch ist Lesen eine Form des Eskapismus für mich, die mich in Welten unterschiedlichen Typs entführt.

4. Was es braucht für eine in allen Punkten überzeugende Produktion, stellt der Thriller „Nicht auflegen!“ (Phone Booth) eindrucksvoll unter Beweis, denn dieses Kammerspiel mit einem Erpresser, der mich stark an „Jigsaw“ aus der „SAW“-Reihe erinnert, ist mit seiner Split-Screen-Technik, einer erstaunlich kurzen Laufzeit von 78 Minuten und einem brillianten Ensemble von Darsteller (mit einem meiner Lieblingsschauspieler in der Hauptrolle) extrem spannend.

5. youtube kommt mit einer bestechenden Playlist an Songs daher, die mir in unterschiedlicher Reihenfolge angezeigt werden – was vermutlich daran liegt, dass ich bei Songs aus unterschiedlichen Genres ein „mag ich“ angeklickt habe, wobei die meisten Songs immer noch aus den 80er Jahren und/oder von INXS stammen.

6. Wenn TV/Laptop mal ausbleiben, bevorzuge ich es ja, zu einem Buch zu greifen oder Romane online auf meinem Smartphone zu lesen. Einfach mal nur Musik zu hören wäre auch noch eine Idee.

7. Zuletzt habe ich mich durch die Verwandtschaft telefoniert, und das war ein seltsames Gefühl, weil nur eine begrenzte Anzahl von Personen in die Trauerhalle darf, ich aber auch niemanden ausschließen möchte. Daher hoffe ich, dass mein Plan, wie er mir vorschwebt, am Ende aufgeht..