Media Monday # 392 : Einmal wurden wir noch wach …

 

 

jetzt er ist da, der letzte Tach. Dabei wird m.E. der letzte Tag des Jahres gnadenlos überschätzt. Meine Oma ist an Silvester immer ganz cool geblieben, so früh ins Bett gegangen wie sie wollte und war am 1. Januar fit für den Neujahrsgottesdienst.

Okay, ich kuschele dann doch lieber mit meiner Kaffeetasse in der Heia und schnuppere, welch verschmorter Duft in der Luft liegt. Beim Kaffeetrinken dann noch die neuen Lückentexte des Media Monday lesen, so kann das neue Jahr gerne beginnen. Bloß kein Stress. Die drei folgenden Arbeitstage werden noch lustig genug. Jetzt aber endlich die sieben Lückentexte…

 

Media Monday # 392

1. Nachdem 2018 nun wirklich und wahrhaftig so gut wie gelaufen ist, habe ich trotz aller Vorsätze doch einen bebilderten Jahresrückblick zusammenfabuliert.

 

2. Ab morgen – also dem kommenden Jahr – setze ich Pläne zeitnah um. Eine leichte Übung, weil ich damit 2018 schon angefangen habe.

 

3. Mein persönliches Film-Highlight kann ich mir für 2018 aus vier Filmen auswählen und entscheide mich für „Bohemian Rhapsody“, auch wenn mir „Mary Poppins‘ Rückkehr“ ebenso gut gefallen hat.

 

4. „Been there, done that“: Eigentlich hatte ich mir für das Jahr ja vorgenommen, öfters früher ins Bett zu gehen und auch früher aufzustehen, aber die Macht der Gewohnheit und die Faulheit waren meistens stärker.

 

5. Gute Vorsätze sind das eine, aber Vorsätze in Bezug auf Film- und allgemein Medien-Konsum führen manchmal zu echten Überraschungen. Was habe ich mich z.B. auf „Babylon Berlin“ gefreut und war dann nach den ersten drei Folgen enttäuscht. Von der siebten Staffel „American Horror Story“ dagegen positiv überrascht. Und manchmal geht ein Plan auch vollends in die Hose, wenn man zu dämlich zum Programmieren des Festplattenrecorders ist und dann man partout nicht an die Serie auf DVD kommt.

 

6. Bevor das Jahr Schlag Mitternacht endet, werde ich definitiv noch meinen Magen mit leckerem Chili con Carne gefüllt haben.

 

7. Zuletzt habe ich am 30. Dezember Fotos für einen weiteren Bastelkalender für 2019 sortiert, und das war nicht so einfach, weil ich mich lange Zeit nicht entscheiden konnte, ob es Fotos von meinen Lieblingsstars oder schöne Landschaften sein sollten. Am Ende haben dann „Beautiful Landscapes“ das Rennen gemacht, weil ich einen Kalender mit den mir ans Herz gewachsenen Künstlern bereits gebastelt habe und die Landschaften am ehesten zum Ferien- und Wochenendhäuschen passen.

 

 

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Unsortierte Gedanken : Das war definitiv nicht mein Jahr …

 

 

 

zumindest nicht die zweite Hälfte davon. Ganz für die Tonne war es nicht. Aber auch nicht zum uneingeschränkten Jubeln. Irgendwas ist ja immer, das ist eine allseits bekannte Binsenweisheit. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle all jenen danken, die trotz meines Gejammers nicht ihr Interesse an meinen Texten verloren haben. Was im Januar 2014 (abgesehen von zwei Testbeiträgen im August 2013) als Nähblog mit Tendenz zum Gemischtwarenladen begann, ist vier Jahre später bei Musik, Fotografie und Medien unterschiedlicher Art angekommen.

Und schon bin ich mitten drin, in einem weiteren Jahresrückblick. Dabei war das so nicht von mir geplant. Aber jetzt bin ich schon mitten drin im Countdown des Jahres.

 

Change keeps us moving on“

Was sich 2017 abzuzeichnen begann, hat sich 2018 fortgesetzt. Pläne, die sich in Luft auflösten, durchsetzt mit kleinen und mittleren Katastrophen. Das fing schon im letzten Dezember an, als ich den Abend in der Notaufnahme zusammen mit meiner Mutter verbringen durfte, weil sie gestürzt war. So wollte ich meinen Geburtstag nicht feiern. Der Kommentar meiner Mutter dazu: „Wir haben Deinen Geburtstag schon mal gemeinsam im Krankenhaus verbracht.“ Großes Fragezeichen! „ – na, als ich Dich zur Welt gebracht habe.“ Ich wünschte, ich hätte manchmal ihren Humor. Zu allem Übel kam dann am selben Tag dann auch noch meine Schwester ebenfalls ins Krankenhaus, weil sie in der Küche ausgerutscht war und sich einen Halswirbel gebrochen hatte. Silvester fand für einige von uns dann nicht auf der geplanten Party statt, sondern zu Hause bzw. im Krankenhaus. Aber es gab auch schöne Momente und ein paar kleine Erfolgserlebnisse für mich…

Januar

Eine Fotoexkursion mit Rehen im Schnee und das Nähen von Knopflöchern stellten die Highlights dieses doch eher ereignisarmen Monats dar. Dafür soll dieses Foto stehen:

 

 

Was das Nähen angeht, so war ich dieses Jahr nicht sehr produktiv, denn genäht habe ich übers Jahr verteilt so wenig, dass ich die wenigen tragbaren Kleidungsstücke an einer Hand abzählen kann: Bluse, Kleid, Rock, Jogginghose, Kleid.

Februar & März

Ende Februar bzw. Anfang März versuchte ich während eines verlängerten Nähwochenendes an der Ostsee, einen Blouson (oder Bomberjacke) zu nähen, was aber gründlich mißlang. Ein falscher Stoff und ein für mich unvorteilhafter Schnitt machten es möglich. So wurde dieses verhunzte Stück, das von Anfang an unter keinem guten Stern stand, ein Teil für die Tonne. Dass mir ein gefütterter Bleistiftrock (Pencil Skirt) besonders gut gelang, stimmte mich dann wieder versöhnlich mit meinen verloren geglaubten Fähigkeiten im Nähen.

 

Trotzdem sind genau diese Rubriken zu kurz gekommen, auch wenn ich dann im Oktober nochmal bei einem anderen verlängerten Nähwochenende in Würzburg war. Zwar ist das hier kein Reiseblog, aber was ich bei meinen Reisen dieses Jahr erlebt habe, ergäbe genug Stoff, um ein solches zu füllen.

Der März war dann der Monat, in dem ich eine Überraschung erlebte, als ich aufräumte. Ich wusste zwar, dass ich so einiges an Schallplatten von Pink Floyd, Jean-Michel Jarre und Barclay James Harvest geerbt habe. Dass dabei U2-Alben auftauchten, die auch ich bereits besitze, war mir neu. Dabei kamen auch Schallplatten zum Vorschein, von denen ich wusste, dass ich sie seit über 30 Jahren habe. Aber wie oft hatte ich die gehört? In den 80er Jahren andauernd, danach nie wieder.

Jetzt bekamen sie eine zweite Chance, die sich zur Sucht auswuchs, was sich seitdem in zahlreichen meiner Blogbeiträge niederschlägt, und zwar in der Rubrik „Soundtrack of my life“, die ich ursprünglich mit einer ganz anderen Absicht entworfen hatte.

 

Auch die nächsten beiden Monate kann ich mangels Masse in einem Punkt zusammenfassen.

 

April & Mai

Der große Knall kam wegen der allseits geliebten gefürchteten DSGVO. Wie so viele andere war ich auf die am 25. Mai in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung schlecht bzw. gar nicht vorbereitet. Aber das Bloggen deswegen einstellen? Das Patentrezept hieß in meinem Fall: Erst mal bis zum 24. Mai weiter wie bisher, dann auf Eis gelegt durch Umstellen von „öffentlich“ auf „privat“ und im Hintergrund an allen wichtigen Punkten feilen. Nebenher buchte ich dann noch sämtliche Unterkünfte meines für Juni geplanten zweiwöchigen Urlaubs, der unter dem Motto „Weltreise“ stand.

Juni

Stichwort „Weltreise 2018“: In zwei Wochen kreuz und quer über den Erdball. Das geht nicht? Oh doch – wenn die Stationen „Texas“, „Kamerun“, „Bali“, „Kalifornien“ und „Brasilien“ allesamt in Deutschland liegen, mit der Südsee die dänische Südsee gemeint ist und man dem Dorf „Welt“ einen Besuch abstattet. Diese zwei Wochen waren die beste Zeit des ganzen Jahres, denn so frei, leicht und unbeschwert habe ich mich zuletzt im Sommer 2008 gefühlt, als mein Mann und ich damals mit dem eigenen Auto vier Wochen lang kreuz und quer durch Schottland und England gereist sind. Dieses Gefühl konnte selbst der Zusammenstoß meines japanischen Kleinwagens mit einem Land Rover nicht trüben, denn fahrtüchtig war mein Auto danach ja noch. Nur ein wenig zerbeult.

 

 

Auf meiner Fahrt nach Dänemark hatte ich insofern etwas Pech, dass die Klappe meines Kofferraums nicht vernünftig geschlossen war und ich deshalb auf der Fahrt einen Teil meines Gepäcks verlor: eine Jacke und meine Kameratasche mit kompletter Ausrüstung.

Dass die ohnehin schon leicht lädierte Kamera, das Ladegerät und die Akkus weg waren, konnte ich verschmerzen, aber dass die kompletten Aufnahmen der letzten vier Tage futsch waren, weil ich die unterwegs nicht sichern konnte (ich hatte mein Laptop nicht dabei), das war schon ärgerlich. Da gab’s nur eins: einige Motive auf dem Rückweg nochmal mit dem Smartphone knipsen. Dank meines Smartphones konnte ich dann noch so manch schönen Moment festhalten und auf meinem pinterest-Board ablegen. Und manche Erlebnisse waren dadurch sogar noch besser. Manchmal kann Verlust auch Gewinn bedeuten. Das sehe ich inzwischen ganz nüchtern und kühl.  A propos kühl… etwas kühl war es hier, während zu Hause sich alle die Seele aus dem Leib schwitzten:

 

 

… meanwhile in the Sahara or the Australian outback….. … which is not true. This was a bad joke: The picture was taken on a real cold, rainy, and windy day on the beach of a Danish island – driving sand from the side puts you in danger to lose orientation“. Bei der Insel handelt es sich übrigens um die südlichste Nordseeinsel Dänemarks: Rømø.

Wieder zurück in der Heimat, gönnte ich mir einen Kinobesuch, bei dem ich mich blendend amüsiert habe: Ocean’s Eight.

Juli

Oldtimer-Treffen in Usingen. Was für ein Highlight. Was für eine Show. Und wie schön, die Gelegenheit zu bekommen, als Beifahrerin in einem Oldtimer meiner Wahl zu sitzen und entweder gemütlich zu cruisen (Marlin von 1975) oder richtig Gas zu geben (Jaguar von 1994). Es war super Wetter – blauer Himmel und 30°C. Wer kann da schon Nein zum Cabriofahren sagen?

 

 

Anscheinend eine ganze Menge Leute, denn ich war an diesem Nachmittag die einzige, die sich überhaupt in ein Cabrio gesetzt hat. Die anderen zogen lieber eine Fahrt im geschlossenen Chevy vor.

August & September

Der Sommer drehte nochmal so richtig auf, da hatten alle meine Kollegen während ihres Urlaubs was davon. Mir hat die Hitze jegliche Energie geraubt, aber Blogs lesen und entdecken geht immer. Und deshalb war bei mir dann auch neu im Kühlregal: Blogs, denen ich folgte. Mit jedem neu abonnierten Blog rutscht der eine, dessen Name an dieser Stelle irrelevant ist, immer weiter nach unten und wird, wenn es so weitergeht, aus dem Blickfeld verschwunden sein. Aus den Augen – aber nicht aus dem Sinn. Dafür habe ich den Programmpunkt „in memoriam“, ein Ort des stillen Gedenkens. Gewidmet all jenen, die mir fehlen.

 

 

Mors certa, hora incerta. Ein Thema, das viele gerne meiden. Ich habe ihm deshalb bewusst mit der Aufnahme meiner inzwischen auch verschwundenen Zillo-Tasse ein Denkmal gesetzt. Die elegante Überleitung zu einer Aktion, bei der ich im September mitgemacht habe: 15 Tage – 15 Tassen. Zu der Zeit lag zwar mein Blog noch still, aber ich verlinkte in meinen Kommentaren die auf meinem pinterest-Board gesammelten Fotos meiner Tassen. Was mir beim Betrachten der Tassenfotos der anderen Teilnehmer auffiel: Es waren einige Fan-Tassen dabei, z.B. Game of Thrones, wenn ich mich recht entsinne. Abgesehen von einer geerbten Werner-Tasse konnte ich mit nichts dergleichen punkten. Weder zählt eine Londoner U-Bahn-Tasse noch die bereits genannte Zillo-Tasse dazu. Viel wichtiger aber als diese Kopfnuss war für mich die Frage, was ich mir bei dem Nähwochenende namens „AnNäherung Süd“ in Würzburg nähen wollte.

 

 

Da ich lieber mit kleinem Gepäck reise, hatte ich nur Ausrüstung und Material für zwei Projekte dabei: ein Kleid aus Jersey und eine Jogginghose. Als das Kleid fertig war, gab es als Kontrastprogramm einen Spaziergang in der Sonne und ein leckeres Eis. Eigentlich ein perfekter Ausklang, wenn das Unglück nicht schon bald seinen Lauf genommen hätte…

Oktober & November

denn ich musste innerhalb von fünfzehn Minuten eine Entscheidung treffen, die mit zu den schwersten in meinem Leben gehört. Beim Röntgen meiner kranken Kornnatter stellte sich heraus, dass sich mehrere Rückenwirbel durch eine Geschwulst bereits aufgelöst hatten und die Wirbelsäule so zerstört war, dass auch eine Operation nichts bewirkt hätte. Die einzige Alternative, die ich noch hatte: Einschläfern. Und das drei Wochen, nachdem bereits ein anderes meiner Reptilien an Altersschwäche gestorben war. Innerhalb so kurzer Zeit gleich zwei Haustiere nacheinander zu verlieren, gehört zu den Erfahrungen, die ich nie wieder machen möchte.

 

Anfang Oktober jährte sich der Todestag meines Mannes zum zweiten Mal und fiel diesmal auf einen Samstag. Genau der richtige Tag, um einen schon seit der Tassenaktion vom September wachsenden Plan in die Tat umzusetzen: Ich brauche eine neue Tasse, weil ich meinen Morgenkaffee nicht mehr länger aus der Tasse trinken möchte, die einst Andy gehört hat.

Hunderte von Fotos habe ich zu diesem Zweck gesichtet und mich dann für eins entschieden, das nicht nur den Lieblingsstar zeigt, sondern auch das richtige Format hat und durch einen neutralen Hintergrund besticht. Nur fotografieren lassen möchte sich das Biest nicht. Wie gesagt, irgendwas ist immer.

November war auch der Monat, in dem nicht nur meine Mutter in die Notaufnahme musste, sondern auch meine Freundin operiert wurde. Dass am Ende sechs Wochen daraus werden würde, hätte ich ja nie gedacht. Trotz dieses ganzen Bangens habe ich es an zwei Samstagen geschafft, ins Kino zu gehen. Zum einen A Star is born – und dann Bohemian Rhapsody. Auf den habe ich mich schon seit dem Sommer gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Dezember

Dezember war der Monat der nervigen Mails und Meldungen aus sozialen Netzwerken. Ich weiß ja, wie sehr manche ihre Weihnachtsdekorationen lieben, aber auf hartnäckige Kitschoffensiven reagiere ich mit Flucht. Mit Vorliebe an den von mir bevorzugten Glühweinstand und dann an meinem Geburtstag abends ins Kino, in den Film Mary Poppins‘ Rückkehr – ein Sequel mit dem zeitlich größten Abstand zum Originalfilm aus den Sechziger Jahren. Und für mich ein weiterer Film, für den sich der Kinobesuch gelohnt hat. Die Lieder blieben bei mir zwar nicht im Gedächtnis haften, aber mit seinem leicht antiquierten Charme alter Disney-Filme verschaffte er mir 130 Minuten Kurzweil und eine Überraschung in Form von Colin Firth als echter Fiese Möpp (= Fiesling).

Das Wort zum Sonntag

Antiquierten Charme hat es auch, „offline“ ein Tagebuch zu schreiben: Mit Kugelschreiber auf Papier, in ein extra zu diesem Zweck gekauftes Büchlein. Damit habe ich im Sommerurlaub während meiner Blogpause angefangen, jeden Tag ein paar Seiten darin geschrieben und nach dem Urlaub nur noch sporadisch damit weitergemacht. Es war eine interessante Erfahrung für mich.

Genau wie die Tatsache, dass man bestimmte Momente nicht wiederholen kann, wie das folgende Experiment zeigt: 1999 war ich eine Woche in Cornwall unterwegs, wo ich im Auto ein Best-of-Album von ABBA in Dauerschleife laufen ließ. ABBA „Gold“ als Musikkassette, denn der Mietwagen – ein älteres Modell – war nicht mit einem CD-Player ausgestattet, dafür aber mit einem Tape Deck. Dieses Jahr ergatterte ich das Album auf CD und hielt es für eine gute Idee, dieses Erlebnis zu wiederholen und die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen. Wie man sich vielleicht denken kann, funktionierte das überhaupt nicht. Genau zwei oder drei Mal habe ich die ABBA-CD laufen lassen, dann wechselte ich wieder zurück zu meinen von zu Hause mitgebrachten CDs und landete schließlich bei einem Greatest-Hits-Album von INXS, das dafür in Dauerschleife lief. Mal sehen, an welcher Musik ich bei der nächsten größeren Rundreise mit dem Auto einen Narren gefressen haben werde.

Und noch eine Entdeckung musste ich nach meiner Blogpause machen: Die meisten Nähbloggerinnen sind inzwischen auf Instagram unterwegs und bloggen nicht mehr. Ich dagegen blogge wieder, aber nicht mehr vorrangig übers Nähen, sondern über Fotografie, Bücher, Musik, Filme und Serien sowie ab und zu auch über Ausstellungen und Reisen.

Filme, mit denen ich eine Bildungslücke geschlossen habe: „Monster“, „The Breakfast Club“, „Kevin allein zu Haus“, „Kevin allein in New York“ und „Alien“ – Was für mich nächstes Jahr noch so kommt? Vermutlich ein Biopic über Elton John und der Downton-Abbey-Film. Da lautet „Abwarten und Tee trinken“ die Devise.

Ja, mach nur einen Plan“

Dieses Lied sang einst Bertolt Brecht. Es handelt von der Unzulänglichkeit des menschlichen Planens. Meine Freundin und ich wollten aus unterschiedlichen Gründen auch gerade für dieses Silvester nichts planen, aber Pläne für 2019 kann ich doch trotzdem schmieden. Sie möchte eine Reise nach Südafrika machen. Und ich? Spiele mit dem Gedanken an einen zweiwöchigen Urlaub im Osten Kanadas, nachdem ich gemerkt habe, dass drei Wochen Urlaub für Australien nicht reichen und ich außerdem lange Flüge hasse wie die Pest.

Mehr nähen wollte ich auch, an dem am 6. Januar beginnenden Fotoprojekt „ABC“ teilnehmen und mich auf eine literarische Reise der anderen Art begeben. Aber diese Reise unternehme ich alleine und behalte meine Erlebnisse für mich. Denn es gibt Dinge, die ich gerne rein privat und unausgesprochen lassen möchte.

Allen anderen wünsche ich einen entspannten Start in das neue Jahr und dass das Glück nicht nur auf Stippvisite hereinschneien möge.

 

Mein Glotzophon und ich : Bunny Time

 

 

Having a bunny time does not always mean having a funny time.

Bei der BBC hat man sich in den letzten Tagen verstärkt den flauschigen Nagern gewidmet. Zuerst am 22. und 23. Dezember mit der animierten Neuflage des Filmklassikers „Watership Down“, den ich mir aufgenommen aber noch nicht angesehen habe.

Und dann am 1. Weihnachtsfeiertag am frühen Nachmittag den in Stop-Motion-Technik gedrehten Animationsfilm „Wallace & Gromit and the curse of the were-rabbit“.  

(Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/f7/18/36/f718365f21595208034a1a3551559bd6.jpg)

 

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Was habe ich diesen Film geliebt, als ich ihn damals im Kino gesehen habe.Mir war ja gar nicht klar, wie viele versteckte hasen- und käsebezogene Details darin stecken. Wenn z.B. Gromit das Radio einschaltet und das Lied „Bright Eyes“aus dem Film „Watership Down“ erklingt. Noch viel mehr versteckte Details offenbart die Seite „toonhound“ (http://www.toonhound.com/th57.htm).

Auch nach so vielen Jahren noch finde ich den Film einfach knuffig und witzig mit unvergeßlichen Szenen wie z.B. der Verfolgungsjagd in einem münzbetriebenen Karussellflugzeug mit dem Kampf auf Leben und Tod zwischen Gromit und dem Hund des Kontrahenten… als das Fahrzeug stoppt, wühlen beide nach Kleingeld, um die Fahrt fortzusetzen.

Jetzt habe ich den Film auch endlich einmal in der Originalfassung gesehen und fand die Gags immer noch witzig. Auf die Idee, Hasen per Gehirnwäsche vom Gemüsefuttern abzubringen, muss man auch erst mal kommen. Folgenschwere Pannen inbegriffen. Warum Wallace das Versuchskaninchen Hutch nennen muss, wenn weit und breit kein Starsky zu sehen ist, wird wohl für immer das Geheimnis der Erfinder bleiben.

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(Bildquelle: https://i.pinimg.com/564x/c0/38/5c/c0385c1176933406f25af08c7c6ee0e6.jpg)

Ob es den Programmgestaltern bis zum chinesischen Jahr des Hasen (2023) zu lange gedauert hat? Nächstes Jahr ist jedenfalls erst einmal das Jahr des Schweins dran. Oink! Vielleicht bekommen wir ja „Ein Schweinchen namens Babe“ zu sehen. Ein Schwein, das Schafe hütet. A propos Schafe: Shaun das Schaf wäre „meine“ Filmfigur, denn ich bin im Jahr des Schafes geboren (früher war dieses Tierkreiszeichen auch als „Ziege“ bekannt, worüber ich nicht begeistert war).

Aber das ist ein anderes Kapitel, dem ich mich ein andermal widmen werde.

 

PS: das Beitragsbild habe ich von hier: https://animationreview.files.wordpress.com/2014/10/wallace-gromit-the-curse-of-the-were-rabbit-c2a9-aardman.jpg

Frohe Weihnachten : Merry Christmas

 

 

Bevor das Jahr in den Countdown rutscht, möchte ich allen, die meinem Blog ihre Aufmerksamkeit schenken, ein schönes und geruhsames Weihnachten wünschen – frei von Hektik und Stress. Letzteres Paar braucht kein Mensch, und weil ich es auch nicht hatte, trotz sechs Stunden Arbeit im Büro, darf es auch gerne dahin verschwinden, wo der Pfeffer wächst.

Heimkommen, den Baum bewundern, den Kaffee aus der Lieblingstasse schlürfen und dabei mit den Lieben zusammen Musikvideos und andere Kuriositäten anschauen, so sah mein Nachmittag aus. Mit einem Programm für jeden von uns vieren, angefangen bei Musik von Anno Tubak über den von meiner Schwester und mir geliebten Klassikern bis hin zu bitterbösem Nonsens aus Stenkelfeld. Ladies & Gentlemen, ich präsentiere mein Weihnachtsprogramm, gefunden auf Youtube – und zwar die Top Five – ohne besondere Reihenfolge. Und ein dickes fettes Sorry für die ständigen Werbepausen, die ich mir nicht ausgesucht habe.

Oldie

Passend zu meiner Urlaubsplanung für 2019, beginne ich das besinnliche Programm mit einem Punkt, an dem meine Mutter besonderen Gefallen gefunden hat: „Winter in Kanada“ von Elissa Gabbai aus dem Jahr 1966 (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=uymETvDdjuU).

 

 

 

 

 

 

Der Klassiker aus den 80er Jahren

Was ich immer wieder gerne höre, ist „Fairytale of New York“ von Kirsty McCall und den Pogues aus dem Jahr 1987 – ein Nummer-Eins-Hit in Irland (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=j9jbdgZidu8).

 

 

 

Großbritanniens Christmas No.1 in diesem Jahr

Jedes Jahr in Großbritannien geht sie los, die Suche nach dem Christmas-Number-One-Hit für Charity-Zwecke. Letztes Jahr war es „Perfect“ von Ed Sheeran, 2008 Alexandra Burke mit „Hallelujah“ und 1987 die Pet Shop Boys mit „Always on my mind“. Dieses Jahr ist es zur großen Überraschung ein Youtuber aus Nottinghamshire mit dem Namen LadBaby. Seine Ulk-Parodie des Starship-Hits „We built this city“ heißt mit vollem Titel „We built this city on sausage rolls“ und hat sich für die Charityorganisation „The Trussell Trust“ wie warme Semmeln verkauft (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=8iEB8bfP7wE). Wenn das jemand geschmacklos findet, übernehme ich keine Verantwortung dafür, aber es soll niemand behaupten, ich hätte ihn oder sie nicht gewarnt. But you always can smash it with a cup of tea!

 

 

 

 

 

Some silly or pretty annoying stuff

UK – die Zweite: Mr.Bean ist immer für einen Lacher gut. Die eigentliche Überraschung für mich beginnt bei 4:26 Minuten. Da wird ein Roboter angekündigt – in Wirklichkeit ist es aber ein Dalek. Und kurz darauf bestätigt das auch der Ausruf „Exterminate! Exterminate!“ (5:01). Typisch für Daleks, des Doktors Erzfeinde in „Doctor Who“. Da es dieses Jahr kein Dr.Who-Christmas Special gibt, muss dieser kurze Ausschnitt genügen (Quelle: https://youtu.be/L2UCRNldC3s?t=266).

 

 

Hörspiel des Tages

Zum Schluss noch ein ganz bitterböses Hörvergnügen – der Stenkelfelder Weihnachtsmarkt, der aus dem Ruder läuft – und das, wo „Menschen wie du und ich, die in der Weihnachtszeit nur mal ein Stück weit Frieden spüren wollten“ (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=PJl63HbBURM).

 

 

 

 

So, das war mein diesjähriges Weihnachtsprogramm. Aber das Jahr ist noch nicht vorbei, und bestimmt kommt noch der ein oder andere (un)musikalische Beitrag hinzu.

Enjoy & relax.

 


Update zu Doctor Who: Es gibt zwar kein Weihnachts-Special, aber an Neujahr eine Sonderausgabe.

Media Monday # 391 : Der Countdown läuft …

 

bis zum 400. Media Monday“ mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen. Und weil ich so eine fleißige Sammlerin meines eigenen Geschreibsels bin, kann ich mich heute darüber freuen, dass irgendjemand draußen im großen weiten Universum des Internets einen Wunsch erfüllt hat, dem der folgende Media-Monday-Lückentext Ausdruck verliehen hat:

 


6. Literarisch betrachtet würde ich ja gerne mal eine sprachlich wirklich gelungene Fan Fiction lesen (Quelle: https://blaupause7.wordpress.com/2018/12/10/media-monday-389-meine-lueckentexte-zum-99-mal/).


 

Das ist ja gerade mal zwei Wochen her. Da sage noch einer, bei pinterest gäbe es keine Überraschungen; manchmal verbergen sich hinter den vielen Bildern Links zu Seiten, durch die man dann auf noch interessantere Seiten gelangt – in meinem Fall war es eine englischsprachige E-Book-Plattform, auf der ich ein Buch mit 18 ellenlangen Kapiteln gefunden habe, dank dessen ich einige kurzweilige Lesestunden hatte. Vier knapp einstündige Kapitel habe ich schon geschafft. Uff! Wenn man damit einmal anfängt, kommt man vom Hölzchen aufs Stöckchen. Heißt in meinem Fall: angefangen beim Thema, das mich vorrangig interessiert und gelandet bei Broadchurch-Fan-Fiction. „Rose Tyler moves to Broadchurch“? Really? Ich hoffe, dass mich spannende und aufregende Lektüre erwartet, mit der ich mein Englisch weiter pflegen kann.

Spannend bleibt auch die Frage, welche neuen Fragen in der aktuellen Ausgabe des Media Monday auftauchen – die machen den Sonntagabend zu einem kleinen Highlight für mich, bevor montags die Arbeit ruft. Leider auch dieses Jahr an Heiligabend.

 

 

Media Monday # 391

1. Am heutigen Heiligabend werde ich beim Heimkommen von der Arbeit den spartanisch, aber trotzdem festlich geschmückten Baum bewundern, denn das Schmücken hat dieses Jahr bereits am 4.Advent stattgefunden. So hatten wir wenigstens die Chance, die Lichterkette zu testen und für den Fall, dass sie nicht funktioniert, noch den Montag für einen Gang in den Baumarkt gehabt.

 

2. Die Weihnachtsfeiertage werde ich wahrscheinlich zum Planen meines kommenden Jahresurlaubs für 2019 nutzen, das Christmas Special von „Call the Midwife“ schauen und ansonsten mal ein wenig Ordnung zu schaffen.

 

3. Für die letzten Tage des ausklingenden 2018 habe ich mir ja vorgenommen, nicht in unnötige Hektik zu verfallen. Ob ich es allerdings zur Veranstaltung „A tribute to Depeche Mode“ schaffe, weiß ich noch nicht.

 

4. Nachdem die Hamsterkäufe für den anscheinend drohenden Weltuntergang nun (hoffentlich) alle getätigt sind muss ich gestehen, dass ich von dem vielbeschworenen Hamstern gar nichts mitbekommen habe, denn die Schlangen an den Kassen waren auch nicht länger als sonst. *) einen blöden Witz zum Thema Hamster und Schlangen gibt es am Schluss dieses Beitrags.

 

5. Ich bin ja mal gespannt in punkto Geschenke, ob ich wieder genau so überrascht werde wie im letzten Jahr. Dabei bin ich wunschlos glücklich, denn einige Dinge, die ich mir gewünscht habe, sind bereits in Erfüllung gegangen. Außerdem durfte ich mir im Auftrag meiner Mutter selbst ein Geschenk machen, bei dem ich jetzt schon gespannt bin, wie sie darauf reagieren wird: ein Doppelalbum von Johnny Cash. Wahrscheinlich wird aber höchstens meine Schwester neidisch werden, weil sich darauf eine Version mit U2 befindet.

 

6. Eine der schönsten Traditionen bei mir/uns zu den Feiertagen ist ja das Käsefondue gewesen, aber da meine Mutter nicht mehr so gut sieht, würde das eher zu einem Stochern im Topf ausufern. Deshalb lassen wir das mal sein mit der Tradition und konzentrieren uns auf Frikadellen mit selbstgemachtem Kartoffelsalat. Meine persönliche Tradition war seit einigen Jahren jedoch der Rorategottesdienst frühmorgens unter der Woche im Advent mit anschließendem Frühstück im Pfarrhaus. Das war besinnlicher und gab mir mehr als die Christmette am Heiligen Abend um 22 Uhr.

 

Star

 

7. Zuletzt habe ich am 23. Dezember nicht nur den Baum geschmückt, sondern auch meine neue Weihnachtsdekoration im Garten installiert, und das war der 40 cm kleine „Shining Star“ aus dem Baumarkt, den ich am 22. Dezember gekauft habe, weil mir so ein Exemplar im Vorgarten unserer Nachbarn aufgefallen ist. Als ich das Foto im Kasten hatte, ist mir das passende Lied dazu eingefallen. Und schwupps! hatte ich auch schon das Thema für einen neuen Blogbeitrag im Hinterkopf.

 

 

 

 

 

*) Der blöde Witz des Tages: Hamster eignen sich auch prima als Futter für Schlangen. Das ist zwar schade für die Hamster, aber auch Schlangen wollen sich ernähren..

 

 

Soundtrack of my life : Media Monday # 390 reloaded

 

Wer an dieser Stelle mit dem x-ten Beitrag zum Thema „meine Lieblingsband“ oder „die tollsten Musikvideos“ gerechnet hat, liegt leider falsch – denn zuerst muss ich den dritten Lückentext des „Media Monday“ vom 17. Dezember korrigieren. Da habe ich nämlich folgendes geschrieben:

 


3. „Pop around the clock“ auf 3Sat an Silvester könnte noch eines der späten Highlights des Jahres werden, denn da gibt es jede Menge Konzerte, die ich mir aufnehmen möchte, z.B. U2, Evanescence und Guns’n’Roses.


 

Mein spätes Highlight habe ich gestern Abend in der Jahrhunderthalle in Frankfurt Höchst gefunden;  Dort trat die niederländische Metalband Within Temptation mit Beyond the Black aus Mannheim als Vorgruppe auf. Within Temptation gibt es seit 1996, und von ihnen besitze ich die ersten beiden Alben. Beyond the Black, die 2014 gegründet wurden, kannte ich noch nicht. Beiden Bands gemeinsam ist, dass ich keine von ihnen je live erlebt habe. Seit gestern bin ich schlauer. Und begeistert. Endlich mal ein Konzert, bei dem auch der Supporting Act frenetisch gefeiert wurde und von dem Zugaben gefordert wurden. In der Hinsicht gab’s von meiner Seite erst mal nichts zu meckern.

 

01 BtB

 

Doch das Highlight waren und bleiben für mich Within Temptation. Was für eine grandiose Show. Stücke von ihren ersten Alben waren in der Minderzahl vertreten. Die anderen Songs, von denen ich bisher noch keinen kannte, schickten mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt von euphorisch bis melancholisch. Die Krönung schlechthin waren die beiden Akustikversionen; so konnte sich auch der Letzte in der Halle davon überzeugen, welch grandiose Stimme Sharon den Adel hat. Eine Stimme, die mühelos mehrere Oktaven umfasst.

 

03 WT

 

Auch optisch war die Show der Hammer: Außer den üblichen Lichteffekten gab es jede Menge Filmsequenzen, die die Lieder eindrucksvoll untermalten – grafisch auf hohem Niveau. Zur finalen Zugabe wurde die Sängerin, die sich extra dafür umgezogen hatte und nun ein elfenhaftes, bodenlanges grünes Kleid trug, an Schnüren in luftige Höhen gezogen und schwebte wie ein Engel über der Bühne.

 

02 WT

 

Normalerweise schieße ich keine Fotos bei Konzerten, weil die Bilder sowieso nichts werden und ich mich ganz auf die Musik und die Künstler konzentrieren möchte, aber hier habe ich dann doch ein paar Eindrücke festgehalten, auch wenn die Qualität der Bilder zu wünschen übrig lässt. Bessere Bilder gibt es hier und hier mit Konzertbericht und Setlist .

Wie ich dort erfahren habe, muss ich aber noch warten, bis das neue Album erhältlich ist… Macht aber nichts. Der Abend war ein würdiger Vorgeschmack, und jetzt habe ich etwas, auf das ich mich 2019 freuen kann.