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Mein Glotzophon und ich : Was mir zur aktuellen Werbung mit Elyas M’Barek einfällt

… Haihappen, huhaha … („Findet Nemo“).

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Zur Zeit komme ich öfters in den „Genuß“ eines Werbefilms für einen Pay-TV-Anbieter mit Elyas M’Barek – in diesem wird Herr M’Barek von seinen Freunden mit seltsamen Präsenten beschenkt – u.a. setzt er sich eine Mütze mit Haigesicht auf den Kopf und versucht, einen Hai zu imitieren. An diese Szene musste ich spontan denken, als ich vor ein paar Jahren mit dem Fernbus nach Köln gefahren war und an einer Hausfassade das hier erblickte:

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Tja, Köln hat nicht nur das weltberühmte Kölnisch Wasser zu bieten (ich liebe alte Werbeschilder), sondern auch mal etwas ungewönlichere Fassadendekorationen. Allemal schöner als die inflationär an Hauswänden emporkletternden Weihnachtsmännern, finde ich

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Greifvogeltag am 3.Dezember : Auf Tuchfühlung mit dem Wüstenbussard

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Vor einigen Tagen wurde in unserer Zeitung für einen Natur Erlebnis Schnuppertag am Schneckenberg geworben: Ein Verein hatte eine Falknerin eingeladen, die mit ihren beiden Töchtern, zwei Wüstenbussarden (Harris Hawks) und einem Steinkauz angereist war. Die Mutigen unter den Besuchern durften sich als „Ansitz“ für die Bussarde zur Verfügung stellen; alle anderen schauten zu und fotografierten nach Herzenslust.

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Vierzehn Uhr, und es war jetzt schon eisig. Doch als die Falknerhandschuhe reihum weitergegeben wurden und die Bussarde Samba und Zorro von „Ansitz“ zu „Ansitz“ flogen, war alle Kälte vergessen. Es war einfach zu spannend, zumal die Vögel manchmal auch zwischendurch ein Gebüsch, ein Dach oder einen Hügel vorzogen. Dass sie sich aus dem Staub machen würden, stand nicht zu befürchten. Am Schluß landeten sie doch immer wieder da, wohin sie durch Futter gelockt wurden.

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Übrigens sollte für eine Besucherin ein Kindheitstraum wahr werden- da ließ ich ihr doch gerne den Vortritt, war ich im Mai vor zwei Jahren auf den Ronneburg schon in den Genuß eines Besuchs hinter den Kulissen einer Falknerei gekommen. Damals war ein Falkenweibchen auf meiner behandschuhten Hand gelandet – ein unbeschreibliches Gefühl; man muss es selbst erlebt haben (aber ich schweife ab).

Zu Beginn hatte die Falknerin einen Stapel Bücher zur Ansicht bzw. Auslage am Infostand mitgebracht, und ich musste grinsen, als ich sah, dass „H is for Hawk“ von Helen MacDonald zuoberst auf dem Stapel lag, hatte ich „H wie Habicht“ erst vor kurzem ausgelesen. Nicht, daß das Buch mich zu dem Besuch dieser Veranstaltung inspieriert hätte oder ich mich dazu berufen fühlen würde, in die Fußstapfen der Schriftstellerin zu treten. Nein, schon immer haben mich Vögel im Allgemeinen und Greifvögel im Besonderen fasziniert (stundenlang könnte ich den Milanen und Bussarden im Sommer bei ihrem Kreisen hoch am Himmel zusehen), aber ich würde nie so weit gehen, mich zum Falkner ausbilden zu lassen oder mir einen solchen Vogel halten zu wollen. Das überlasse ich dann doch lieber den Experten. Für mich war es ein sehr großer Zufall, dass Frau T. Ihre Bussarde nicht zur Beizjagd sondern zu Therapiezwecken abträgt und auch sogenannte „Hawk Walks“ anbietet.

 

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Und auch wenn Zorro und Samba laut Frau T. zwei „ganz Liebe“ sind, die nicht zur Jagd draußen frei fliegen, musste Steinkauz Gylfie außer Sichtweite bleiben, um nicht eventuell doch zum interessanten Jagdobjekt/Snack für die beiden Hübschen zu werden.

Im Großen und Ganzen waren es anderthalb lehrreiche und faszinierende Stunden, die mich den Alltag und die Kälte vergessen ließen, und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Veranstaltungen, jeden ersten Samstag im Monat.

„Spende Blut, rette Leben“

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Bildquelle: http://www.briefmarken-bilder.de/brd-briefmarken-1974-bilder/blut-spenden-leben-retten-gr.jpg


 

Seit Mai dieses Jahres bin ich offiziell Blutspenderin mit einem Ausweis, der die Blutgruppe anzeigt. Bisher gab es nicht all zu viele Termine, die gepasst hätten oder an denen ich mich wohl genug dazu gefühlt hätte. Außerdem wollte ich nicht unbedingt in der größten Sommerhitze Blut spenden, da ich nach meiner ersten Spende so was von groggy gewesen war, müde und mit ziemlich niedrigem Blutdruck.

Doch heute sollte es wieder so weit sein. Den Termin hatte ich mir schon seit Wochen vorgemerkt. Was dann kam, darauf war ich nicht vorbereitet. Ich musste einen Fragebogen ausfüllen – was übrigens jeder Spender vor der Spende machen muss – und danach noch einmal zu einem Arzt bzw. zu einer Ärztin, die mir den Blutdruck maß.

Das Ergebnis war niederschmetternd: 150 zu 90. Damit konnte mich niemand guten Gewissens auf die Couch schicken. Vielleicht, so unsere Überlegung, schlägt sich Trauer auf Herz und Kreislauf nieder, und ich habe deshalb stark erhöhten Blutdruck. Und vielleicht wache ich trotz nächtlichen Durchschlafens am Morgen wie gerädert und mit Beklemmungen auf. Nun, diesmal sollte es nicht sein – vielleicht in einem halben Jahr wieder. Aber gut, dass ich den Laufzettel für Speis‘ und Trank noch hatte: Den Snack durfte ich anschließend trotzdem zu mir nehmen, denn „Der gute Wille zählt“.

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MeMadeMittwoch : Stoff aus Berlin für ein bereits bewährtes Modell


Schon seit langem ist für mich der Mittwoch etwas besonderes, denn er ist die Chance für mich, beim MeMadeMittwoch selbstgenähte Kleidungsstücke einem größeren Kreis zu zeigen, wenn mir danach ist. Manchmal ist es ein Klassiker, der sich für mich schon ausgiebig bewährt hat; manchmal aber auch brandneues, das ich noch nie getragen habe – je nach Lust und Laune. Schon morgens nach der ersten Tasse Kaffee sitze ich dann vor meinem Laptop und verpasse dem Beitrag, der sich um mein selbstgemachtes Kleidungsstück dreht, den letzten Schliff und fiebere dem Moment entgegen, in dem der Startschuss zum Verlinken fällt.

Diesmal aber befinde ich im Salatschneckenmodus, weil ich weder gestern Abend noch heute Morgen Lust verspürte, ein Foto von meinem neuesten Kleidungsstück zu schießen und nehme gerne in Kauf, an der 80. Stelle zu landen.

Dabei ist es im Grunde so einfach: Von der auf dem Maybachufermarkt bei der „NähNerd-Klassenfahrt“ gekauften blauen Viskose, die mit kleinen Ballerinas bedruckt ist, habe ich mir die Bluse „Pam“ aus einer älteren Ausgabe des Magazins „La Maison Victor“ genäht (meine zweite „Pam“, by the way). Da mir das erste Modell noch immer passt, musste ich am Schnitt nichts mehr ändern, weshalb ich am Samstagnachmittag die einzelnen Teile zuschneiden und am Sonntag innerhalb mehrerer Stunden zusammennähen konnte. Die Säume habe ich, wie immer, von Hand mit Blindstich genäht – eine Arbeit, die mir mittlerweile leicht von der Hand geht. Und da es im Fernsehen den unterhaltsamen Film „Julie und Julia“ mit Meryl Streep und Amy Adams gab, war die Sache innerhalb kürzester Zeit erledigt.

 

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Auch wenn die Farben auf den Bildern etwas unnatürlich wirken: Im Prinzip bin ich mit dem Modell zufrieden; lediglich das Verstürzen der Blende/des Belegs am vorderen Halsausschnitt stellt mich immer wieder vor ein Rätsel; irgendwie scheint der Beleg auf der Innenseite des V-förmigen Ausschnitts an dessen Spitze zu viel Stoff zu haben, so dass ich mich am Ende mit Abschneiden der überschüssigen Stoffmasse behelfen muss. Mir scheint, die ideale Lösung will anscheinend erst noch gefunden werden, aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg – immerhin bin ich schon so weit, dass ich den Beleg nur noch mit einigen lockeren Stichen im Schulterbereich fixiere und ihn nicht mehr, wie bei meiner ersten „Pam“, nach innen schlage und mit Blindstich festhefte.

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# 12 letters of handmade fashion im November : N wie Nackenschmeichler aus Naturgarn

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Zum vorletzten Mal mache ich bei 12 Letters of handmade fashion mit, einer Aktion, die sich Kleidung, Accessoires oder sonstiges zum Thema Fashion dreht, die wir ausschließlich für uns selbst genäht, gestrickt, gehäkelt oder gebastelt haben, passend zu einem ausgelosten Buchstaben. Im Oktober war das R dran, folglich wurden jede Menge Röcke präsentiert.

Diesmal ist auf dem Blog von Rehgeschwister das N gezogen worden, und ich hatte keinen blassen Schimmer, was man außer Nachtwäsche alles nähen kann, außer vielleicht noch der Nahtverdeckte Reißverschluß. Andererseits… muss es unbedingt etwas Genähtes sein, um diesen Monat dabeisein zu können? Etliche Strickbloggerinen machen jeden Monat mit bei der Aktion „Auf den Nadeln“, und da ich im Oktober bereits mit dem Stricken begonnen hatte, stand fest, dass sich mein aktuelles Projekt dazu anbieten würde: Mesdames et Messieurs, je vous présente …

 

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meinen grünen Schal aus Naturgarn, denn Acrylgarn kommt mir nicht an meinen zarten Hals. Und so ist das Garn „Yakusi“ mit seiner Zusammensetzung aus 50% Seide und 50% Yakwolle ein wahrer Nackenschmeichler, an dem ich in jeder freien Minute gestrickt habe; und da er nach keiner Vorlage, sondern frei Schnauze entstanden ist, kann ich sagen, dass sich das Modell als wahrer No-Brainer entpuppt hat. Glatt rechts zu stricken, erfordert nämlich keinerlei Gehirnschmalz, so dass ich dabei meine Lieblingsserien am Bildschirm mitverfolgen konnte. Dementsprechend lange wurden dann auch meine Abende.

 

Nun haben es glatt rechts gestrickte Schals leider an sich, dass sie sich gerne an den Rändern einrollen. Dem wollte ich entgegenwirken, indem ich die ersten und die letzten fünf Reihen des kompletten Schals sowie die jeweils ersten und letzten fünf Maschen einer jeden Reihe kraus rechts stricke, indes… die Rechnung ist nicht ganz aufgegangen. Trotzdem fühlt er sich so an, wie ich es immer haben wollte. Ach ja, Angst, dass er bis zum 27. November nicht fertig werden könnte, musste ich übrigens nicht haben, denn bis zur Mitte der zweiten Novemberwoche, war er um einen ganzen Meter gewachsen, und ich brauchte nur ungefähr einen Meter fünfzig… Zumindest dachte ich das noch vor der „Nähnerd-Klassenfahrt“. Doch dann konnte ich es einfach nicht lassen und musste bei der Bahnfahrt und in der Freizeit (beim Fernsehen) stricken, und so ist das gute Stück dann mit stolzen 170 Zentimeter Länge heute Nacht mit der letzten Szene der aktuellen Folge von „The Royals“ fertig geworden.

Unsortierte Gedanken : kritze kratze *iek*


 

 

 

Seit Tagen erlebe ich Abend für Abend das gleiche nervtötende Theater. Kaum bin ich zu Hause und mache es mir auf dem Sofa gemütlich, egal ob ich stricken, bloggen oder fernsehen möchte – oder aber einfach nur entspannen bei einer Tasse Tee, geht es auch schon los, das Kratzen und Scharren von kleinen Krallen irgendwo im Stockwerk über mir, oberhalb der Zimmerdecke. Ab und zu auch noch Gepolter obendrein… Was kann das bloß sein? In dem Film, der in meinem Kopf abläuft, tummeln sich Mäuse oder noch größere Tiere im Zwischenboden, d.h. im Gebälk zwischen beiden Etagen. Auf dem Speicher ist nichts zu hören, und da scheint der Urheber der beunruhigenden Geräusche nicht zu hausen, denn ich habe mich heimlich hinaufgeschlichen und in die Dunkelheit hineingelauscht – aber von irgendwelchen Bewohnern herrschte Fehlanzeige.

Ein Vierbeiner im Zwischenboden wäre mein persönlicher GAU; denn hast Du erst einmal einen Waschbären im Haus, so hast Du einen „Freund“ fürs Leben. Hm. Oder so. Und darauf habe ich so gar keine Lust. Das Geräusch verfolgt mich: sowohl im Wohnzimmer als auch im Schlafgemach – vorzugsweise immer abends oder mittlerweile auch schon in den frühen Morgenstunden.

Doch gestern hatte ich eine Eingebung. Was wäre, wenn es kein Vierbeiner, sondern überwinternde Singvögel wären? Anzunehmen wäre es, denn ich habe sie im Sommer ständig gesehen – die Einschlupfluken unterm Dach; zumal ich neulich erst ein Blaumeisenpärchen gesehen habe, wie es den Eingang zum neuen Winterdomizil (da, wo im Sommer immer die Mauersegler leben) inspiziert hat. Wenn das meine Mitbewohner sind, dann muss ich mir keine Sorgen mehr machen. Nur Futter für die kleinen Kerlchen im Garten hinhängen.

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Blogparade: Kill them off! 10 Most Hated Characters

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Just in diesem Moment, in dem ich mit meinem Beitrag zur Blogparade der Singenden Lehrerin beginne, läuft auf sixx eine der ersten Staffeln von Grey’s Anatomy, und natürlich ist es genau die Staffel, in der gleich zwei der für mich größten Nervensägen ever in dieser Serie vorkommen: George O’Malley und Isobel „Izzie“ Stevens (vom Bildschirm abfotografiert). Dabei tut es nichts zur Sache, daß George seine Ehefrau Callie Torres mit Izzie betrogen hat – was mich an George so tierisch nervt, ist seine Wehleidigkeit und Weinerlichkeit, und am Ende kommt er mir genauso ichbezogen vor wie seine Affäre. Letztere geht mir mit ihrem Geturtel und ihrem Liebesgedöns so dermaßen auf den Senkel, daß ich ihr als Vorgesetzte wahrscheinlich schon längst mal ein Gespräch bezüglich unprofessionellen Arbeitens hätte angedeihen lassen; denn ganz ehrlich … Wer sich den lieben langen Tag mit Privatangelegenheiten beschäftigt anstatt sich auf das Wesentliche im Job zu konzentrieren, der kann mir getrost den Buckel hinunter rutschen. Wie gut, dass es in der Serie eine Miranda Bailey gibt, die den Turteltauben von Zeit zu Zeit den Weg aufzeigt.

Und nun folgt das, was ich ursprünglich als Einleitung schreiben wollte: Nämlich, dass es mir nicht darum geht, meine „most hated“ Charaktere ins Jenseits zu wünschen, sondern eine höhere Instanz, die sie einnordet, wenn sie mein Nervenkostüm strapazieren. Und kaum habe ich mit zwei Personen in Grey’s Anatomy angefangen, geht es auch schon weiter mit einer Serie, die zur Zeit ebenfalls auf sixx läuft.

Willkommen bei Sex and the City, montags auf sixx: Es ist schon eine Weile her, da habe ich Woche für Woche die Episoden um die vier New Yorker Freundinnen Carrie, Miranda, Charlotte und Samantha mit Spannung und Amüsement am Bildschirm verfolgt und mich jedesmal gefragt, warum Carries Universum um den „geheimnisvollen“ Mister Big kreist und sie ihre ganze Gefühlswelt auf ihn ausrichtet, sie ihr komplettes Vermögen in schauderhafte Klamotten und sündteure Schuhe investiert. Inzwischen kann ich mich zwar immer noch nicht entscheiden, ob mir Charlottes oder Mirandas Garderobe besser gefällt, aber dafür ist Mr. Big für mich nicht mehr Unsympath Nummer eins (obwohl ich immer noch der Meinung bin, dass Carrie ohne ihn besser dran ist); denn nun ist es die Figur der Samantha.

 

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Oh Mann, was für ein Getue, wenn ein knackiger oder halbwegs attraktiver Mann auftaucht. So aufgesetzt und überdreht hat sich noch nicht einmal Carrie aufgeführt, wenn Mr. Big im Anmarsch war. Dass bei ihr in einer der späteren Staffeln Brustkrebs diagnostiziert wird, hätte ich ihr trotzdem nicht gewünscht.

 

Most hated people vier und fünf – denen ich immer noch nicht den Tod wünsche

Und nun unternehme ich einen Zeitsprung in das achtzehnte Jahrhundert. Schon öfters habe ich anklingen lassen, dass die BBC-Serie Poldark eine meiner Lieblingsserien ist, und das schon seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Da wurde ein Teil des Romanzyklus von Sir Winston Graham zum ersten Mal verfilmt. Doch nicht der Oberfiesling George Warleggan war es, den ich am liebsten in die Hölle geschickt hätte, sondern der extrem affektierte, schleimige und sadistisch veranlagte Reverend Osborne Whitworth, dem es Spaß macht, seine Frau zu quälen und zur Krönung noch eine Affäre mit deren jüngerer Schwester Rowella anfängt. Am Ende ereilt ihn aber die gerechte Strafe durch Rowellas gehörnten Ehemann, der dafür sorgt, dass der Reverend von seinem Pferd zu Tode geschleift wird.

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Das war vor vierzig Jahren, aber letztes Jahr begann für Poldark-Fans eine neue Ära, denn bei der BBC startete das ambitionierte Projekt, alle zwölf Bände der Saga neu zu verfilmen, und zwar immer zwei Bände pro Staffel. Die Neuverfilmung lief vielversprechend an, und wieder war es nicht der Fiesling George Warleggan, denn den fand ich zu Beginn gar nicht mal so unsympathisch… nein, diesmal war es der blutleer agierende und in permanentes Selbstmitleid versinkende Cousin von Ross Poldark (everybody’s darling und Held der Serie): Francis Poldark.

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Bildquelle: http://images.radiotimes.com/namedimage/Poldark_is_back___and_Twitter_can_t_get_over_shirtless_Ross_and_THAT_cliffhanger.jpg?quality=85&mode=crop&width=620&height=374&404=tv&url=/uploads/images/original/116916.jpg

Den Tod muss ich ihm gar nicht wünschen, denn dafür hat schon die Romanvorlage gesorgt: Als Nichtschwimmer ertrinkt er in einem bodenlosen Tümpel, tief unten in seiner Kupfermine, nachdem er im Dunkeln durch ein Mißgeschick hineingestürzt ist.

 

Schadenfreude ist doch die beste Freude, und da sage noch einer ich wäre nicht boshaft. *ha ha ha*.

 


 

A propos „blutleer“ …

und nun – Vorhang auf für Kandiat Nummer sechs: Warum Elena den Vampir Stefan Salvatore in Vampire Diaries anschmachtet, habe ich nie verstanden. Zugegeben, von „blutleer“ im Zusammenhang mit einem Vampir zu sprechen, klingt schon ziemlich grotesk, aber seinen Bruder Damon finde ich um Längen interessanter und der wäre meiner Meinung nach der geeignetere Lover für Elena gewesen – und in einer der späteren Staffeln finden sie dann glücklicherweise zueinander. Einem Vampir den Tod zu wünschen, ist meines Erachtens so ziemlich sinnlos, trotzdem hätte meinetwegen Stefan ruhig etwas länger in der Kiste auf dem Grund eines Sees bleiben können, in die ein Fiesmöpp in verfrachtet hat.

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Zeitsprung: zwei Jahrhunderte später

Downton Abbey, noch eine meiner Lieblingsserien, finde ich nicht nur wegen der Kostüme toll; schon allein Maggie Smith als bissige Lady Violet ist das Geld wert, das ich für die DVDs ausgegeben habe. Wer jetzt denkt, dass ich den Ersten Kammerdiener Thomas Barrow oder die intrigante Kammerzofe Sarah O’Brien dahin wünsche, wo der Pfeffer wächst, ist schief gewickelt. Die Person, die mir mit ihrer Hypochodrie schon oft fast den allerletzten Nerv geraubt hat, ist Butler Joseph Molesley.

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Was ihn geritten hat, sich als Cricketexperte aufzuspielen, obwohl er sportlich nicht das geringste drauf hat, wird sich mir nie erschließen. Möge er im nächsten Leben ohne Cricketschläger auf der Voyager landen und vom holografischen Doktor die korrekte Diagnose gestellt bekommen.


 

And now for something completely different… life in another galaxy

Wenn ich vom holografischen Doktor angefangen habe, war ich in Gedanken bereits im großen Star-Trek-Universum, das reich an schrecklich-schrecklichen Charakteren ist. Ob Fähnrich Crusher (The Next Generation) oder Klon Weyoun… Aber so richtig schlimm finde ich die religiöse Führerin der Bajoraner Kai Winn Adami, eine intrigante Giftschlange, die vor Mord und Verleumdung nicht zurückschreckt und deren Opportunismus ich nur schwer ertragen kann.

 

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Dicht gefolgt von dem cardassianischen Offizier Gul Dukat, der etliche Bajoraner auf dem Gewissen hat und später dem Wahnsinn anheimfällt. Beide sind Figuren aus Deep Space Nine.

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Aber auch sie können noch getoppt werden, denn die zehnte und letzte Figur ist der Seriencharakter, den ich am allerwenigsten mag.


 

And the winner is…

Jemand, der schon in Star Trek – The next generation sein Unwesen getrieben hat und das ähnliches auch in Star Trek Voyager versucht: Den Preis für den nervtötendsten Charaker möchte ich an Q verleihen. Immerzu möchte er die Menschheit drangsalieren und den Beweis von Captain Picard erbracht haben, dass diese sich weiterentwickelt hat, andernfalls werde er diese auslöschen. Der Kerl ist einfach nur lästig, aber ihn in ein schwarzes Loch zu wünschen, ist einfach sinnlos, weil er als Angehöriger einer allmächtigen Spezies Raum und Zeit zu seinem eigenen Gutdünken und oftmals auch einfach nur aus Jux verändern kann. Never trust a Klingon? Äh, better never trust a Q.

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So, das waren meine „Top Ten“, die ich einem sehr begrenzten Fundus entnommen habe, denn all zu viele Serien kenne ich nicht bzw. schaue sie nur sporadisch.

50er-jahre

„NähNerd-Klassenfahrt“ nach Berlin : 11. bis 13. November

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Freche Stare, die sich an snackende Caféhausgäste heranpirschen, gibt es nicht nur an der Strandpromenade von Edinburghs Vorort Portobello, sondern auch in Berlin, und zwar überall da, wo an Kiosken geknuspert wird.


Als ich irgendwann dieses Jahr erfahren habe, dass es im November ein Treffen mit Workshops in Berlin geben würde, das den spaßigen Titel „NähNerd-Klassenfahrt“ tragen sollte, stand für mich fest, dass ich mir dieses Ereignis auf keinen Fall entgehen lassen wollte: Übernachtung in einer Gründerzeitvilla im Landhausviertel, Workshops zum Thema Alabama Chanin, Oberteilanpassung o.ä., und dann noch Museums- und Maybachufermarktbesuch, orientalisch Essen gehen…

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Schließlich ist es nun schon wieder fünf Jahre her, dass ich zum letzten Mal in Berlin war, und damals hatte ich tagsüber ein umfangreiches Sightseeingprogramm, während Stoffkaufen eher einen niedrigeren Stellenwert hatte (dazu war ich lediglich in einem einzigen Geschäft in Berlin-Mitte gewesen).


Die Nähmaschine darf zu Hause bleiben

Denn die mussten wir nicht mitschleppen; dafür aber einiges an Material für die Workshops, denn schließlich wollte ich schon immer mal wissen, wie ich ein schlechtsitzendes Oberteil so anpassen kann, damit es endlich so sitzt, wie ich es haben will, und wie man Säume mit elastischen Stichen einfasst. Alles passte in mein Rollköfferchen, in dem ich noch extra Platz für Spontankäufe gelassen hatte.

Am Freitag kam dann die Stunde der Entscheidung, als wir uns alle vor dem Eiscafé im Hauptbahnhof trafen: Fahre ich mit einem Teil der Gruppe zum Maybachufermarkt (da war ich in meinem ganzen Leben noch nicht)? Oder doch lieber mit zu Hüco-Stoffe? (auch da war ich noch nie). Da ich bestimmte Vorstellungen hatte und ich ein arges Gedränge auf dem Markt befürchtete, schloß ich mich der „Hüco“-Gruppe an… um schließlich doch auf dem Markt zu landen. War das toll! Und zu Kaffee und Kuchen schafften wir es auch noch.

Die ideale Stärkung für den Schnittanpassungs-Workshop, den die Dozentin, Regine Hielscher-Gotenbach (Lehrbeauftragte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee) leitete und sich während der dreistündigen Dauer wirklich ausgiebig Zeit für jede von uns sieben Teilnehmerinnen nahm. Herzlichen Dank dafür. Es war wahnsinnig schön, aber auch überaus anstrengend. Den Abend beschloß ich irgendwann in the middle of the night…

Kunst & Kultur : von Rokoko bis Balenciaga

um verkatert aufzuwachen. Rotwein macht’s möglich. Aber es gibt so Tage, da muß man durch solche Phasen durch. Weil mich der Besuch des Kunstgewerbemuseums reizte und dadurch der ganze Vormittag frei war, fuhren wir spontan ein zweites Mal zum Maybachufermarkt, der mir im Sonnenlicht des frühen Vormittags ein Déjà-vu bescherte. Vor sechs Jahren waren Andy und ich in Amsterdam gewesen und waren stundenlang über den Flohmarkt an den Grachten gebummelt. Zwar gab es auf dem Neuköllner Markt am Landwehrkanal keine Hotdogs, Oliebollen oder Frikandeln, aber dafür leckere Trockenfrüchte, direkt aus Südostasien importierte Gewürze und orientalische Heißgetränke.

Und natürlich das, wofür viele von uns eigentlich hergekommen waren: nach schönen Stoffen suchen; und ich gebe zu, obwohl ich eigentlich nichts kaufen wollte, landeten am Schluss doch noch eine blaue, mit Ballerinas bedruckte Viskose und zwei Meter Jersey in weiß und türkis in meiner Einkaufstüte. Irgendwie war ich von der Idee besessen, dass ich für den Handnähworkshop am nächsten Tag noch Baumwolljersey zum Üben brauchte; was natürlich dummes Zeug war, denn Antje würde uns jede Menge Jerseyreste zur Verfügung stellen.

In der Zwischenzeit bekam der andere Teil unserer Gruppe eine Führung bei Spoonflower inclusive Workshop zum Thema Digitaldruck. Klingt interessant, aber mich interessierte der Teil des Kunstgewerbemuseums, der sich mit Mode vom Barock bis zu den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts beschäftigt, viel brennender.

Ich kann mich natürlich irren, aber ich glaube, mit diesem Modell war das Kapitel über Cristobál Balenciaga in der 50er-Jahre-Vintage-Ausgabe der Burda bebildert.


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In dem just an diesem Nachmittag neueröffneten Atelier, das sich dort auf Dauer befinden wird, kann man verschiedene Schnitte abpausen (inclusive eines schrägen zugeschnittenen Abendleids von Madeleine Vionnet) und einen Reifrock und eine Turnüre anprobieren – ein seltsames Gefühl.

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Überwältigt von so vielen einzigartigen Eindrücken, hatte ich beim Kragenworkshop, bei dem ich unangemeldete Zuschauerin war, so meine Schwierigkeiten, das Gezeigte aufzunehmen, geschweige denn zu verarbeiten, während bei mir der Hunger mit Nachdruck anklopfte.

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Um acht Uhr abends saßen wir dann aber an einer langen Tafel im Osmanya in Moabit und durften orientalische Köstlichkeiten genießen. Ich hatte ein Menü mit Grillteller, dazu zwischendurch einen Minztee, und zum Abschluß bzw. zum Abrunden des Desserts, einen Mokka. Länger wurde die Nach danach nicht – dank ausgiebigen, angeregten Klönens, begleitet von einem Gläschen Prosecco.


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Hier wären wir gerne eingekehrt, aber die einzigen freien Plätze befanden sich in der Raucherecke, und da wollten wir nun wirklich nicht sitzen.

Von der Ankerklause am Maybachufermarkt zum Anker auf Jersey

Bei dem Workshop „Handnähprojekt im Stil von Alabama Chanin“ zeigten uns die Bloggerinnen Nahtzugabe und Machenstattkaufen einige Techniken, mit denen man T-Shirts und andere Kleidungsstücke aus Jersey aufpeppen/upcyceln bzw. kleine Fehler verschwinden lassen kann… Reverse Appliqué heißt das Zauberwort, also das Gegenteil von Applikationen: Grob gesagt, werden zwei Lagen Jersey von Hand aufeinandergesteppt und anschließend aus der oberen Lage ein Ornament ausgeschnitten, so dass die untere Lage zum Vorschein kommt. Während ich mit Hilfe einer Schablone einen Totenkopf auf den Stoff übertragen hatte, arbeiteten bereits die beiden Teilnehmerinnen rechts und links von mir jeweils an einem Anker.

Irgendwie hatte ich aber bereits kurz nach dem Aufwachen zu Kränkeln begonnen, und so hielt sich meine Aufnahmefähigkeit doch so ziemlich in Grenzen. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem – alles war super organisiert, und trotz einiger Momente, in denen mich die Melancholie überwältigte, habe ich das lange Wochenende doch sehr genossen. Vielen Dank an mamamachtsachen, die die Nähnerd-Klassenfahrt auf die Beine gestellt und uns mit diesem Treffen eine tolle Zeit beschert hat…. und weil’s da jetzt ein Linktool für unsere Fotos gibt, häng‘ ich mich dort jetzt dran.


PS zum Thema „Tolle Zeit“: Bei der kommenden AnNäherung in Bielefeld kann ich diesmal leider nicht dabei sein, und auch was aus der AnNäherung Süd in Würzburg wird, steht noch in den Sternen – aber bei „Sewing by the Sea“ an der Ostsee wäre ich gerne dabei.

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52 Schlüsselwörter Filmchallenge im November : #48 – Gift


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(Bildquelle: http://i787.photobucket.com/albums/yy157/AliceMika/Hitodama/52-K_zpsuvqsmsqg.png)


 

 

Im November wurden auf Hotarus Blog vier neue Schlüsselwörter veröffentlicht, zu denen ich nun den jeweils passenden Film suche. Das vierte und letzte für diesen Monat heißt „Gift“:

 

#48 – Gift
1. Um was für ein Gift handelt es sich hier? — Ein nicht näher benanntes Gift, das sich in Obst versteckt.
2. Wem wird Gift verabreicht?
— Der angeblich Schönsten im ganzen Land.
3. Welche Nebenwirkungen gibt es?
— Die Wirkung hält nicht ewig an.

 

Ich habe keine Ahnung, wie oft dieses Märchen schon verfilmt worden ist, aber die berühmteste Version für mich ist „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ von 1937.  In dieser Disney-Verfilmung wird das Gift zunächst auf einen Kamm gestrichen, was genauso wie der erste Mordversuch fehlschlägt. Erst beim letzten Versuch appliziert die böse Königin das ebenfalls nicht näher benannte Gift in einen Apfel, um diesen ihrer verhaßten Stieftochter, in der Hoffnung, sich diese so vom Hals zu schaffen, damit sie wieder die Schönste im ganzen Land ist.

Leider hat das Gift die unerwünschte Nebenwirkung, dass es in dem Moment seine Wirkung verliert, als Schneewittchen der Apfelschnitz durch ein Mißgeschick aus dem Hals fliegt und diese wieder lebendig wird. Dumm gelaufen für die Königin, die in der Disney-Verfilmung in einen Abgrund stürzt, während sie in einer Fassung des Märchens auf der Hochzeit Schneewittchens so lange in rotglühenden Eisenpantoffeln tanzen muss, bis sie tot zusammenbricht. Allerdings habe ich als Kind die „humanere“ Fassung vorgelesen bekommen, in der die böse Königin vor Ärger stirbt.

 

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52 Schlüsselwörter Filmchallenge im November : #46 – Wald

Und weiter geht die Suche nach passenden Filmen zu Schlüsselwörtern im November auf Hotarus Blog.

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(Bildquelle: http://i787.photobucket.com/albums/yy157/AliceMika/Hitodama/52-K_zpsuvqsmsqg.png)


 

Bei dem nächsten Film steckt das Schlüsselwort „Wald“ schon in seinem Titel

#46 – Wald
1. Wo befindet sich dieser Wald?
— Auf der anderen Seite der Brücke
2. Wer befindet sich darin?
— Kerle mit Zipfelmützen, Helge der Weise und andere seltsame Gestalten
3. Was macht ihn so besonders?
— die eigenartige Pilzwelt (der rote Feuerrachling, der blaurote Kifferling u.a.)

Seit seinem Erscheinen in 2004 habe ich mir die Komödie7 Zwerge – Männer allein im Wald“ von Zeit zu Zeit immer wieder gerne auf DVD angesehen. Und das liegt nicht nur an dem Ensemble bekannter Komödianten wie Otto Waalkes, Atze Schröder oder Markus Majewski, sondern auch an Nina Hagen als schreckliche Königin, die am liebsten „lebenslange Ondulierung“ als Strafe verhängt, und Cosma Shiva Hagen als Schneewittchen.