Media Monday # 334


 

 

 

Schade, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist. Irgendwie habe ich in letzter Zeit immer stärker das Gefühl, dass so ein Wochenende viel zu kurz ist, um mich vernünftig zu erholen oder all das zu schaffen, was ich mir so vorgenommen habe. Vielleicht sollte ich mir fürs nächste Mal weniger vornehmen oder einen Saunatag einlegen – dabei habe ich mich bisher immer blendend entspannt.

Und auch wenn ich nicht alles geschafft habe – für eins ist immer Zeit: die sieben Lückentexte zum „Media Monday, die ich am Sonntagabend schon ausfülle, damit ich sie zeitnah und pünktlich am Montag in aller Frühe veröffentlichen kann:

Media Monday # 334

 

1. Im Allgemeinen sind es ja speziell Filme, die mich reizen, bei denen man jetzt nicht unbedingt einen sogenannten Blockbuster erwartet.

 

2. Aber das Schönste ist doch immer noch, wenn darin Personen mitspielen, die bisher immer ganz andere Rollen verkörpert haben.

 

3. Wohingegen ich es absolut nicht leiden kann, wenn Schauspieler auf einen einzigen Typ reduziert werden oder der Film auf Teufel komm raus auf eine Fortsetzung angelegt ist.

 

4. Bei Büchern oder auch Comics verhält es sich hingegen oft so, dass ich einer in sich schlüssigen Fortsetzung nicht abgeneigt bin. Heute habe ich damit begonnen, den Roman „Der Tod kommt nach Pemberley“ von P.D. James zu lesen. Eine interessante Idee, wie ich finde, eine Kriminalgeschichte in das Setting von „Stolz und Vorurteil“ einzubetten bzw. einen Kriminalroman in der von Jane Austen geschaffenen Welt anzusiedeln.

 

5. Blicke ich allerdings auf die zahllosen Serien-Enthusiasten dieser Tage, so muss ich erkennen, dass ich nur mit einem kleinen Teil der genannten Serien etwas anfangen kann.

 

6. Dann doch lieber noch einmal die alten Filme anschauen, die sich im Regal stapeln – wozu hat man denn sonst einen Festplattenrecorder?.

 

7. Zuletzt habe ich mir mal wieder einen alten Film zu Gemüte geführt, und das war Don Camillo und Peppone , weil hier noch immer der gleichnamige Roman herumliegt und ich spontan Lust auf den Film hatte.

 

 

 

 

Advertisements

Weihnachtskleid-sew-along-2017 : Wir haben so viele Ideen!

 


 

Während ich meine Teilnahme am diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Along, auf dem MeMadeMittwoch-Blog ankündigte, stand auch für mich schon fest, welches Kleid der drei Modelle aus dem aktuellen Brigitte-Kreativ-Sonderheft nähen möchte: das Etuikleid mit Schößchen (Modell 2), bei dem ich leider nicht erkennen kann, aus was für einem Stoff es genäht wurde. Als Material wird hier lediglich „Stoff“ angegeben.

 

01 Modell Foto

01 Modell

 

Ob Webware oder dehnbar, das kann ich auf den Bildern nicht erkennen. Bevor ich jetzt aber trotz meinem gut gefülltem Stofflager nochmal extra Geld für neuen Stoff ausgebe, greife ich dann doch lieber zu zwei Jerseycoupons, die ich dieses Jahr beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart „zu Übungszwecken“ gekauft habe.

 

01 Stoff

 

Damit greife ich dann zwar dem kommenden Termin vor („Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff“), aber wenn’s schiefgeht, habe ich dann wenigstens noch Luft nach oben und kann mir aus meinen Kisten ein anderes Schätzchen herausfischen. Und das sind die restlichen Termine des Sew-Alongs, der von Claudia, Katharina und Nina organisiert wird:

 

26.11.2017 – Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

10.12.2017 – Wir sind neugierig, und uns interessiert euer Zwischenstand.

23.12.2017 – Das große Finale!

 

Bleibt nur zu hoffen, dass mein schwarz-weißes „Kleines Schwarzes“ so werden wird, wie ich es mir vorstelle, aber wie ich sehe, geht es mir damit nicht nur mir so, denn es sind bereits einige Mitstreiterinnen am Start. Have fun!

 

 

Unsortierte Gedanken : von Seehunden verfolgt


Seit ich die „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ zu einem der fünf besten Kinderbücher erklärt und dieses Lob mit dem Foto eines Seehundes (aufgenommen 2008 auf der Isle of Skye) garniert habe, fühle ich mich von Seehunden verfolgt.

Den Anfang machte eine Zeitungsmeldung über Zeitungsartikel über Rekordwerte beim Seehundsnachwuchs: rund 9200 Welpen an der Nordseeküste – was für eine schöne Nachricht! So schön wie das dazugehörende Bild eines jungen Seehundes, der sich am Strand von Cuxhaven sonnt.

Seehundwelpen

Mitte letzter Woche sichtete ich den Festplattenrecorder, um nicht mehr benötigte Filme und Serienfolgen zu löschen und stieß dabei auf eine Sendung, die mein Mann letztes oder vorletztes Jahr aufgenommen hatte: „Abenteuer mit Micky“. Den Cartoon mit dem Campingausflug von Micky, Donald und Goofy kannte ich bereits, und ich stand schon kurz davor, diese Clips von der Platte zu putzen, als der nächste Cartoon anfing: Micky und Pluto besuchen den Zoo.

Seelöwen im Zoo

Seehundmini

Und nun wusste ich auch wieder, warum ich die Sendung nicht gelöscht hatte: die Seehunde, besser gesagt, der kleinste von ihnen, der Micky nach Hause folgt und es sich in dessen Badewanne gemütlich macht.

Schließlich dann noch die Nachricht in der Wochenendausgabe unserer Zeitung über den Robbenflüsterer von Neuseeland, der beim Umsiedeln der Tiere hilft, weil eine Straße neu gebaut werden soll. Eine wahre Sysiphusarbeit, denn die meisten Seebären wandern wieder an den Ausgangspunkt zurück, und dann beginnt der Spaß wieder komplett von vorne.

Seebärflüsterer

Mal sehen, was noch alles auf mich zukommt. Ich hoffe nur, dass dies nicht die Rache dafür ist, dass ich in letzter Zeit öfters Suhsi gegessen habe, wie z.B. das in unserer Kantine, zum unschlagbaren Preis von 6,– Euro pro Teller, das nicht nur bei der Menge keine Wünsche offenließ, sondern auch bei der Qualität.

Die 5 besten am Donnerstag : Die fünf besten Kinderbücher


 

Bei den „5 besten am Donnerstag“ auf Goranas Blog habe ich ja schon lange nicht mehr mitgemacht, doch das heutige Thema kommt mir gerade recht, weil ich eins davon auf dem Stapel der Bücher liegen habe, die ich schon lange einmal lesen wollte; und ganz zufällig gehört es in die Kategorie

 

Die 5 besten Kinderbücher

 

aber als Kind habe ich es nie gelesen, dafür aber jede Menge anderer Bücher – aus unterschiedlichen Genres. Die typischen Kinderbücher waren eher seltener darunter zu finden; diese habe ich erst im Teenager- und Erwachsenenalter gelesen. Meine Top Five habe ich chronologisch geordnet (das älteste zuerst):

No. 1 – von 1844: „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann

Ich wage zu behaupten, dass trotz der darin drastisch beschriebenen Folgen wie z.B. die abgeschnittenen Daumen oder das in Flammen stehende Paulinchen mit dem Feuerzeug, meine Kinderseele keinen Schaden erlitten hat. Einige Verse kann ich sogar jetzt noch rezitieren: „Was kann denn dieser Mohr dafür, dass er so weiß nicht ist wie ihr?“ (Die Geschichte von den schwarzen Buben), „Wo der Wind sie hingetragen, ja, das weiß kein Mensch zu sagen.“ (Die Geschichte vom fliegenden Robert) oder „Und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum.“ (Der Zappelphilipp).

 

 

No. 2 – von 1865: „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll

Das Besondere an diesem wunderbaren Stück Nonsensliteratur, das Charles L. Dodgson für Alice Liddell geschrieben hat, sind die wunderbaren Illustrationen von John Tenniel.

 

No. 3 – von 1906/1907: „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf

Für dieses Werk, das sie in der Absicht geschrieben hat, den schwedischen Schulkindern ein Lesebuch zu schaffen, wurde Selma Lagerlöf der Literaturnobelpreis verliehen, und es ist für mich eine wahre Schatzkiste voller Sagen und ausufernder Landschaftsbeschreibungen. Eine meiner Lieblingsstellen ist diese:

Eine große Schar Seehunde schwamm eilig auf die Insel zu, und als der Fischer merkte, dass die Seehunde an Land kriechen wollten, bückte er sich nach seinem Spieß, den er im Boot liegen hatte. Doch als er sich wieder aufrichtete, sah er keine Seehunde mehr; statt der Seehunde standen wunderschöne junge Mädchen am Strande, im grünen, lang nachschleppenden seidenen Gewändern, jede mit einer Perlenkrone auf dem Kopfe. Da wußte der Fischer, wen er vor sich hatte, nämlich die Meerweibchen, die auf den öden Schären weit draußen im Meere wohnten. Sie hatten ihre Seehundgewänder nur übergeworfen, um ans Land zu schwimmen, wo sie sich im Mondschein auf den grünen Inseln vergnügen wollten.“

Selkies kannte man also nicht nur in Schottland und Irland.

Themenwoche 09 Dunvegan Seal

No. 4 – von 1951: „Geli, die Fremde“ von Hans Erich Seuberlich

Eines meiner Lieblingsbücher ist diese rührende Geschichte um ein Mädchen, das zu Fuß aus Rumänien nach Österreich flieht und erst nach langer Zeit Freunde in ihrer neuen Heimat findet. Was mir an den Büchern von Herrn Seuberlich generell gefällt, ist, daß dem jugendlichen Publikum keine heile Welt vorgegaukelt wird.

 

 

No. 5 – von 1973: „Momo“ von Michael Ende

Die Geschichte von den grauen Herren, die den Menschen die Zeit und alles Lebenswerte stehlen, nachdem sie ihnen erfolgreich weisgemacht haben, wie sie jede Menge Zeit sparen können, wurde zwar auch verfilmt, aber den Film habe ich nie gesehen. Besonders faszinierend finde ich die Schildkröte Kassiopeia, die Momo immer gerade dahin lotst, wo die Grauen Herren nicht sind. Zwar hatte ich Mühe, mich zwischen „Momo“ und „Die unendliche Geschichte“ zu entscheiden, weil ich beide sehr mag. Da aber vermutlich die meisten auf „Die unendliche Geschichte“ kommen, wollte ich den Focus mal auf ein anderes Buch von Herrn Ende lenken.

Und damit bin ich auch schon wieder am Ende mit meiner Aufstellung. Hat Spaß gemacht.

Weihnachtskleid-sew-along-2017


 

Seit ein paar Jahren gibt es beim MeMadeMittwoch den Weihnachtskleid-Sew-Along, und noch nie war ich dabei mit von der Partie. Ein Kleid extra für Weihnachten war etwas, das ich mir für mich nicht vorstellen konnte, weil es bei uns eher leger mit Extrem-Couch-Relaxing zugeht. Aber dieses Jahr bin ich an Silvester nicht allein zu Haus, sondern feiere auswärts – da hätte ich es dann doch etwas schicker. Deswegen nehme ich dieses Jahr gerne teil an diesem Sew-Along, der von Claudia, Katharina und Nina organisiert wird – mit folgenden Terminen:

 

19.11.2017 – Wir haben so viele Ideen!

26.11.2017 – Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

10.12.2017 – Wir sind neugierig, und uns interessiert euer Zwischenstand.

23.12.2017 – Das große Finale!

 

Mal sehen, wer noch alles dabei ist, und vor allem: mit welchen Kleidern. Bei mir wird es eines der drei „Kleinen Schwarzen“ in der letzten Ausgabe von Brigitte Kreativ  werden, aber nicht in Schwarz. Vielleicht in Weiß mit schwarzem Muster oder ganz pretty in Pink. Das entscheide ich aber erst, wenn ich weiß, wieviel Stoff ich dafür brauche.

 

Mein Glotzophon und ich : Murmeltiertag bei ard One

Bildquelle: weiter unten im Text


 

 

Doctor Who und Torchwood – das war bisher eine unschlagbare Kombination am Dienstagabend auf ard One. Nun aber, da letzte Woche gerade der Zehnteiler „Torchwood – Miracle Day“ zu Ende gegangen war, dachte ich gestern abend noch auf dem Weg nach Hause: Schade, dass es vorbei ist. Was wird es nun nach drei Folgen Doctor Who geben? Sie werden doch nicht etwa mit Torchwood von vorne anfangen? Das wäre ja nun wirklich ein Fall von „Täglich grüßt das Murmeltier“, und 41 Folgen, verteilt auf zwei komplette Staffeln, eine fünfteilige Miniserie und ein Zehnteiler mit amerikanischen Schauspielern *) .

Und was zeigt mir mein Glotzophon an, als ich auf die Programminformationstaste drücke? – Torchwood (1) „Wie alles begann“.

Juch-hu! Nicht. Aber obwohl ich die Serie nun wirklich fast schon in- und auswendig kenne, habe ich dann doch nicht abgeschaltet und am Ende gestaunt, dass ich doch immer noch kleine Details entdecken kann, die mir bisher unbekannt vorgekommen sind. Ein fliegender Pterodactylus hoch über Cardiff am hellichten Tag? Very interesting, indeed.

 


Bildquelle (licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license) – Autoren: Steven U. Vidovic, David M. Martill, Matthew Martyniuk.


*) Schauspieler:  Bill Pullman, Mekhi Phifer (bekannt durch „Emergency Room“), Finn Wittrock (bekannt durch „American Horror Story“) und Nana Visitor (aus „Star Trek Deep Space Nine“).

Unsortierte Gedanken : am Bahnhof

 


en gare tickets


Reden hilft! Zusammenstauchen noch viel mehr.

Ist schon der Montagmorgen in aller Herrgottsfrühe schon nicht so prickelnd, so gibt es immer noch Situationen, die ihn noch blöder machen. Oder Leute, die nicht mehr Herr ihrer Sinne sind. So wie der, dem heute morgen am Bahnhof ein Teil der Zeitung wegflatterte und auf den Gleisen landete. Och nee – der wird doch nicht? Nein, bitte, bitte nicht. Bitte, laß ihn einfach die Zeitung ignorieren und friedlich sein Bierchen weitersüffeln.

Aber nein: Was auch immer er mit der Zeitung wollte, aber er taperte tatsächlich bis an die Bahnsteigkante, grübelte einen Moment und schickte sich an, ins Gleisbett hinabzusteigen. Zeit für eine Ansage …

Weg vom Bahnsteig!“

Hä???!!!!“

Weg von den Gleisen!!“ (du Idiot, ergänze ich in Gedanken)

Was?!“

Nicht auf die Gleise!!! Wenn der Zug kommt, sind Sie tot!!!!“

??? – …. ACH, HALT’S MAUL!“

(Du willst Dich nicht wirklich umbringen, Du willst Dich nicht wirklich umbringen, Du willst Dich nicht wirklich umbringen… *Beschwörungsformel murmelnd*)

Aber das Unfassbare geschah: Er drehte sich brummelnd um, tappte zurück zu seinem Sitzplatz und machte sich noch eine Flasche Bier auf. „Halt’s Maul?“ – Das hab‘ ich diesem Fall gerne gehalten.

Media Monday # 333 : die „only-half-so-evil“-Spezialausgabe

 

The number of the beast“ ist ein bekannter Titel von Iron Maiden, der auf keinem Konzert fehlen darf. 666 ist das Doppelte von 333, und darum ist mir auf dem Wave-Gotik-Treffen vor ein paar Jahren in Leipzig das ein oder andere T-Shirt mit dem Aufdruck „333 Half Evil“ begegnet. Warum diese Anekdote? Weil es heute die 333. Ausgabe des Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal gibt. Here we go:

 

Media Monday # 333

 

1. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und es draußen zusehends ungemütlicher wird bin ich froh, dass ich es noch rechtzeitig geschafft habe, neue Thermostate an allen unseren Heizkörpern zu installieren; nichts ist unangenehmer als gefühlte 30°C in der Küche, während im Wohnzimmer knackige 17°C herrschen. Mit kalten Fingern zu stricken, ist nun auch nicht wirklich der Burner, und jetzt, da ich den Fehler behoben habe, kann ich die langen Abende entspannter genießen.

2. Der Donnerstagabend bei RTL 2 bedient ja wirklich so ziemlich jedes Klischee, das man sich von gewissen Gesellschaftsschichten und Menschentypen so vorstellen kann. Wenn aber „Goldfinger“ grüßen lässt und Leute vor dem Fotoshooting Horrorstorys erzählt bekommen wie die, dass man erstickt, wenn man den ganzen Körper mit Goldfarbe eingepinselt bekommt, und diese Leute dann innerlich tausend Tode sterben, dann hört der Spaß auf.

3. Dieser Hype um das staffelweise „Verschlingen“ von Serien, auch als Binge Watching bekannt ist für mich nicht nachvollziehbar, weil ich mir – ganz altmodisch – maximal zwei Folgen hintereinander ansehe. Dann habe ich auch viel länger etwas davon und kann mich auf die nächste Session mit Doppel- oder Einzelfogen freuen.

4. „Im Jenseits ist die Hölle los“ von Arto Paasilinna ist in meinen Augen so erfrischend anders, da hier mal die Sicht auf die Welt von einem Helden präsentiert wird, der durch einen Unfall ins Jenseits expediert wird und nun alle Zeit der Welt hat, die Leserschaft an seinen skurrilen Beobachtungen teilhaben zu lassen. Ich mag ja solche Bücher mit schwarzem Humor, weshalb ich mir dann auch sofort ein weiteres Buch von ihm mit dem Titel „Der wunderbare Massenselbstmord“ geholt habe; entgegen des schwer morbiden Titels geht es darin jedoch sehr lebensfroh zu. Neugierig bin ich auch noch auf „Ein Bär im Betstuhl“ – da klingt schon allein der Titel so skurril.

5. Ich glaube ja nicht, dass ich mich noch einmal für die Romane von Stephen King werde erwärmen können, denn diesen ausschmückenden Schreibstil mit den vielen Vergleichen, die er ständig anbringt, mag ich inzwischen gar nicht mehr.

6. Der Animationsfilm „Hotel Transsylvanien“ ist so abgedreht, dass ich mich ganz köstlich amüsiert habe und Lust bekommen habe, mir auch den zweiten Teil anzuschauen.

7. Zuletzt habe ich unser Spülbecken mal wieder sehr gründlich mit Metallwaschpaste bearbeitet, und das war die Generalprobe für das Reinigen der Stolpersteine in der Nachbarstraße, weil ich erst kürzlich jemandem einen Tip gegeben habe, wie man diesen Steinen zu neuem Glanz verhelfen kann, aber selbst nicht dazu gekommen bin – dank dieses gruseligen Wetters.

 

 

 

# 12 colours of handmade fashion im Januar : Neues vom Tauschtisch

 


Grün nov 04

 

Das Prinzip des Tauschtischs habe ich bei der AnNäherung in Bielefeld kennengelernt: Jeder legt etwas, das nicht mehr gebraucht wird, wie z.B. Stoff, Kurzwaren oder Schnittmuster, auf einen Tisch und darf sich dafür etwas anderes, mitnehmen. Beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart im April 2016 fand auf diese Weise ein Stoff mit Schottenkaro den Weg zu mir. Da lag er dann bis zum Sommer, bis ich ein Kleid daraus machte, dessen Schnittmuster ich bereits schon einmal ausprobiert hatte: ein Etuikleid mit V-förmigem Rückenausschnitt, Modell #115 aus Burdastyle 04/2016   , das ich zusätzlich noch mit einem sich dehnenden Futterstoff gefüttert habe.

Fertig wurde es dann leider doch nicht, und so lag es dann erst mal über ein Jahr lang „auf Eis“, bis ich es jetzt endlich aus seiner Versenkung hervorgeholt habe, um es fertigzustellen; passend zum Start der neuen Staffel von „Outlander“, die größtenteils in Schottland spielt. Also habe ich während der ersten Folge die noch losen Säume von Hand befestigt: ein unvollendetes Projekt weniger und ein Teil mehr für die 12 colours of handmade fashion auf Selmins Blog tweedandgreet.

 

 

 

Grün

 

Jeden Monat ist dabei eine andere Farbe dran, die in unserer selbstgenähten Kleidung auftauchen soll, ob als Solodarsteller in uni oder als Bestandteil eines Musters, zusammen mit anderen Farben.

Da „12 colours…“ als Langzeitprojekt angelegt ist, kann man sein Werk (oder auch gerne mehrere) auch später noch auf seinem Blog präsentieren und bei tweedandgreet im entsprechenden Monat verlinken. Welche Farben bisher dran waren, zeigt diese Aufstellung:

Januar : Grün

Februar : Beige

März : Rosa

April : Gelb

Mai : Weiß

Juni : Blau

Juli : Rot

August : Lila

September : Orange

Oktober : Grau

 

Zwar besteht das Muster meines „neuesten“ Kleides aus mehreren Farben, aber da die größten Karos grün sind, verlinke ich es mit dem Januarbeitrag .

Media Monday # 332 : MAK-Sonderedition

 


Am 5. November wird in ganz Großbritannien der Guy-Fawkes-Day mit Feuerwerk zelebriert. In Frankfurt/M. wurde gestern die Jil-Sander-Ausstellung eröffnet, die ich mir zusammen mit drei Bloggerinnen angesehen habe; die Idee dazu kam von nordendnaht, der ich an dieser Stelle noch einmal für diese hervorragende Idee danken möchte. Die Ausstellung ist nämlich wirklich sehr sehenswert, auch wenn ich keine Fotos von den Exponaten veröffentlichen darf. Da hilft nur eins: Nochmal hingehen. Bis zum 6. Mai 2018 ist ja noch Zeit dazu.

Auf spiegel.de wird die Schau als ein „Kaleidoskop aus Videoschnipseln, Fotos, Modellen und Versatzstücken“ bezeichnet, obwohl ich an Stelle von „Kaleidoskop“ noch das Wort „Feuerwerk“ im Gedächtnis habe. Es sei denn, ich habe mich verlesen, oder der Beitrag stand woanders, und ich kann ihn einfach nicht mehr wiederfinden.

Was ich jeden Sonntag aber mit Garantie wiederfinde, ist der Fragebogen zum Media Monday auf Wulfs Blog medienjournal, bei dem ich immer wieder von den sieben Lückentexten zum Ausfüllen überrascht werde.

Media Monday # 332

 

1. Normalerweise kann ich dem Thema/Genre Science Fiction, Zeitreisen oder optische Täuschungen ja immer etwas abgewinnen, nur bei „Inception“ am Samstagabend bin ich stellenweise gar nicht mehr mitgekommen. Dennoch fand ich das in einer kurzen Szene angeschnittene Phänomen der unmöglichen Figur namens Penrose-Treppe so faszinierend, dass ich nach dem Film noch lange nach solchen Figuren gesucht und mir das Hirn zergrübelt habe, ob man eine solche Figur in der Realität nicht vielleicht doch nachbauen könnte. In der Jil-Sander-Ausstellung am folgenden Tag bin ich dann auch nochmal auf Treppen gestoßen, die mich ganz stark an diesen Film erinnert haben.

2. „Die Welle“ ist wirklich so ein Film/Buch, den/das jede/r mal gesehen/gelesen haben sollte, schließlich wirden die Vorauassetzungen für eine Diktatur von den Schülern im Autokratiekurs so beschrieben, dass ich unsere momentane Situation wiedererkannt habe. Leider hat mein Recorder die Aufnahme in der Mitte abgebrochen, aber da ich sowohl den Original-Film als auch das Buch kenne, musste ich nachlesen, wie die deutsche Version ausgeht.

3. Nach dem horrorfilmlastigen Oktober freue ich mich nun im November auf eine Reise in die Vergangenheit mit der neuen Staffel von „Outlander“ (auch wenn ich im Oktober gar keine Horrorfilme gesehen habe) und auf das Zola-Jesus-Konzert am Monatsende in Frankfurt am Main.

4. Outlander habe ich als Serie ja voll für mich entdeckt, schließlich geht’s um Zeitreisen, und dann spielt es auch noch in Schottland vor ein paar Jahrhunderten. Na, wenn das nichts ist…

5. Indie-Filme – oder auch Indie-Bücher – habe ich mir vorwiegend in den 80er Jahren zu Gemüte geführt.

6. Würde man mich zu einer gepflegten Brett- und/oder Kartenspiel-Partie überreden wollen, wäre ich nicht abgeneigt.

7. Zuletzt habe ich das Museum für angewandte Kunst in Frankfurt besucht, und das war der perfekte Zeitpunkt, weil die Exponate richtig toll sind und Farbe in den tristen, grauen Tag gebracht haben. Und eventuell folgt demnächst ein weiterer Besuch mit ausführlicherem Bericht als den paar Zeilen zu Beginn dieses Beitrags.