Projekt „Das Werk zum Wort“ 02/52 : Wunsch

Woche 2 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 50 weitere sollen folgen.

 

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Make a wish… als Premiere gab es von mir letzte Woche einen Ausschnitt aus dem Filmklassiker „Das zauberhafte Land“. In gewisser Weise würde die Suche nach dem Zauberer von Oz zum Thema der zweiten Woche passen, denn sie alle wünschen sich etwas: Dorothy möchte zurück nach Hause, der Löwe wünscht sich Courage, die Vogelscheuche Verstand, und der Mann aus Zinn hätte so gerne ein Herz… Selbst die Hexe wünscht sich etwas: Rache! – Aber zweimal das Gleiche? Als ich meinen Beitrag zum Thema „Anfang“ geschrieben hatte, wusste ich sofort, welches Werk ich auswählen würde für

Wunsch

Ein Buch. Nein – das Buch. Das ich so liebe wie kein anderes – geschrieben von Michael Ende. Es trägt den Titel „Die unendliche Geschichte“ und feiert dieses Jahr sein 40. Jubiläum. (ISBN 3-522-12800-1). Wer nur den gleichnamigen Film kennt und dann das Buch zum ersten Mal liest, wird eine Überraschung erleben, denn der Roman geht noch viel weiter. Denn das eigentliche Abenteuer, das in Phantásien auf Bastian Balthasar Bux wartet, diese Geschichte lässt der Film unerzählt. Es ist die Geschichte einer Reise zu sich selbst und den ureigensten wahren Bedürfnissen, die in dem Moment beginnt, als er sich in die unendliche Geschichte hineinziehen lässt, mitten hinein nach Phantásien. Dort sagt ihm der Löwe Graógramán, den Weg der Wünsche zu gehen, um zu seinem Wahren Willen zu gelangen, sei hochgefährlich, weil man sich auf keinem anderen Weg so leicht verirren kann.

Leseprobe aus Kapitel 15: „Meinst du, weil es vielleicht nicht immer gute Wünsche sind, die man hat?“ forschte Bastian. Der Löwe peitschte mit dem Schweif den Sand, in dem er lag. Er legte die Ohren an und zog die Nase kraus, seine Augen sprühten Feuer. Bastian duckte sich unwillkürlich, als Graógramán mit einer Stimmer, die wiederum den Boden vibrieren ließ, sagte: „was weißt du, was Wünsche sind! Was weißt du, was gut ist!“ (Seite 228).

Ob Bastian das gelingt oder ob er hoffnungslos verloren geht, das verrate ich nicht. Es könnte ja sein, dass dieses Werk dem ein oder anderen noch unbekannt ist. Wer das Glück hat, eine der älteren gebundenen Ausgaben in die Hände zu bekommen, wird auch in optischer Hinsicht seine Freude haben. Der Teil der Handlung, der sich in der Realität abspielt, ist in rot gedruckt, der in Phantásien angesiedelte Teil dagegen in grün.

 

 

Außerdem sind jedem der 26 Kapitel die entsprechenden ganzseitigen Initialen vorangestellt, denn sie entsprechen dem Alphabet. Kapitel 1 beginnt mit einem A, Kapitel 2 mit einem B, und so weiter bis zum Z:

Alles Getier im Haulewald duckte sich in seine Höhlen, Nester und Schlupflöcher“ (Kapitel 1 – Seite 18/19) … „Zögernd stand der Junge, der keinen Namen mehr hatte, auf und ging ein paar Schritte auf Atréju zu.“ (Kapitel 26 – Seite 412/413)

 

 

In neueren Ausgaben soll dieses gestalterische Element angeblich fehlen. Jetzt, wo ich mich daran erinnere, werde ich dieses Buch gerne noch einmal lesen – zum wievielten Mal auch immer.

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Und noch ein Projekt : Das Werk zum Wort …

diesmal von Stepnwolf, das ich ganz zufällig in meinem Reader entdeckt habe:

 


Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“


 

Da 2019 bei mir unter dem Motto „spontane Entscheidungen statt langer Planungen“ steht, habe ich sogleich beschlossen, dass ich das Experiment wagen möchte. Aller Anfang ist schwer? Von wegen! Denn da fällt mir als erstes der Filmklassiker „Das zauberhafte Land“ von 1939 mit Judy Garland ein, und zwar die Stelle, an der Dorothy ihre Reise zum Zauberer von Oz beginnt, indem sie dem gelben Steinweg folgen soll. Follow the yellow brick road:

 

 

 

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RmqRx3ypWwU)

Ich glaube, ich wäre eine schlechte Dorothy gewesen, die niemals den Zauberer von Oz gefunden hätte, denn es wäre der rote Steinweg gewesen, der meine Neugier geweckt hätte. Was wäre wohl geschehen, wenn Dorothy ihm und nicht dem Befehl der guten Hexe gefolgt wäre? – Das nächste Wort lautet „Wunsch“, und ich habe schon jetzt eine leise Ahnung, wohin die Reise gehen wird.

 

 

12tel Blick : März – diesmal wieder mit Kirchturm


 

 

Einmal im Monat fotografiere ich meine Lieblingsbäume für das Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Bei der Motivauswahl hatte ich jedoch nicht daran gedacht, dass der Weg vom Parkplatz zu Fuß über die Felder gerade im Winter oder bei Mistwetter kein Spaziergang ist. Im März habe ich aber eine bessere Parkmöglichkeit für mein Auto gefunden – und von diesem neuen Platz aus ist der Weg zu Fuß weniger beschwerlich. Man wird ja schließlich nicht jünger.

09 - 12tel Blick Mar 1

 

09 - 12tel Blick Mar 2

 

Ein Perspektivwechsel ist manchmal das, was man braucht, um seinem Leben neuen Input zu verleihen, und im Moment bekomme ich mehr Input, als mir guttut. Da ist es doch irgendwie tröstlich, einen ruhenden Pol gefunden zu haben, an den ich in unregelmäßigen Abständen zurückkommen kann.

Und wie immer am Schluss: Die Gesamtansicht dessen, was bisher geschah…

 

100 Creative Challenges # 99 – Gedicht des Tages


Nun ist das Jahr fast herum, und ich konnte nur einen Bruchteil der 100 kreativen Aufgaben lösen, vor die uns hotaru mit ihrem Blogprojekt „100 Creative Challenges“ gestellt hat. Aufgabe Nr. 99 lautet „Verwandele ein Lieblingsgedicht in ein visuelles Werk.“

Vor einigen Jahren habe ich bereits angesichts der immer lauter und spektakulärer werdenden weihnachtlichen Lichtüberflutung das berühmte Weihnachtsgedicht von Joesph Freiherr von Eichendorff insgeheim umgedichtet. Mag sein, dass Weihnachten zu der Zeit, als es geschrieben wurde, vielleicht wirklich noch so war; mit dem Bild, was mir ein Gang durch meine Stadt heute bietet, hat es allerdings nicht mehr viel zu tun.

Und darum nun mein Beitrag zu hotarus Challenge – der die ersten beiden Strophen versinnbildlicht. Für die dritte und vierte Strophe war leider kein Platz mehr.

CC 99 Gedicht

Und hier noch der eichendorff’sche Originaltext aus dem 19. Jahrhundert :  

CC 99 Original

100 Creative Challenges # 82 : Bilderrätsel


Gestern noch die Sommersonne genossen, und heute ist das Jahr schon rum – oder: Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Hrr… Und vor lauter Gerödel im Berufs- und Privtleben sind bei mir die kreativen Eingebungen auf der Strecke geblieben. Bis gestern.

Da überquerte ich auf dem Heimweg den Weihnachtsmarkt und geriet mitten in eine Darbietung weihnachtlicher Klänge, eine Mischung aus traditionellem Liedgut und amerikanischen Evergreens, denen man zur Weihnachtszeit kaum entgehen kann. Und als ich mir so die drei Weihnachtsmänner ansah, fielen mir wieder die lange von mir vernachlässigten 100 Creative Challenges von Hotaru mit der 82. Aufgabe ein, die da lautet: „Denk dir ein Bilderrätsel aus.“ – Und deshalb …


I proudly present das kürzeste Bilderrätsel ever:

CC 82 Bilderrätsel

Welche Fernsehserie bzw. deren Weihnachtsspecial symbolisiert dieses Foto?


 

Auf eure Antworten bin ich schon gespannt und präsentiere die Auflösung an Weihnachten.

 

12 magische Mottos 2017 – November : Street Art

Zum vorletzten Mal in diesem Jahr gibt es bei paleica ein magisches Motto zum Fotografieren – und zwar:

Street Art

Dachte ich zunächst daran, Straßenkunst oder -künstler zu fotografieren, so wie bei meiner Berlinreise im Oktober 2011, als ich der East Side Gallery einen Besuch abstattete, so brachte mich folgendes Zitat auf paleicas Blog auf eine ganz andere Idee:

Wie immer müsst ihr das Thema nicht aus derselben Perspektive angehen wie ich. Es muss auch keine Straße sein. Es geht nur darum, dass ihr etwas entdeckt, an dem die anderen vorbeigehen. Erlaubt ist aber natürlich auch, das Thema im ganz klassischen Sinne umzusetzen.“

 

Beim Abriß des manroland-Werkes zwecks Neubau des Senefelderquartiers in Offenbach bin ich im September 2013 mit der Kamera losgezogen und habe alles im Bild festgehalten, was mich interessierte, bevor es weg war.

Nov 04 - manroland

 

Auch die Dinge, die anderen eventuell egal sind, weil sie sie für uninteressant halten, wie zum Beispiel ein Wandbild, auf dem Alois Senefelder, dem Erfinder der Lithografie, dargestellt wird. Nach diesem ist das neue Wohngebiet benannt, das sinnigerweise an die Senefelderstraße angrenzt. In einer weiteren, an dieses Wohngebiet angrenzenden Straße befindet sich ein Gebäudekomplex, in dem früher Schuhe hergestellt wurden.

Zufall oder nicht – bei der Durchsicht der Galerie meiner „Abriß“-Fotos, die eigentlich in die Rubrik „Bevor sie ganz verschwunden sind“ gehören, bin ich auf drei Bilder gestoßen, die ich in Bezug zueinander gesetzt habe: „Hans Sachs“ – „Schuh“ – „Kirchturm“.

 

 

 
Über den Schuhmachermeister Hans Sachs findet man bei Wikipedia folgenden Eintrag: Von den Kompositionen des Hans Sachs blieb vor allem die Silberweise, erschienen in der Zwickauer Handschrift, in Erinnerung. Teile daraus werden auch in den Chorälen ‚Wachet auf, ruft uns die Stimme‘ und ‚Ein feste Burg ist unser Gott‘ zitiert.“   ————   Der Kirchturm, der hier so schön aus der Ferne zu sehen ist, gehört zur evangelischen Lutherkirche, deren Fassade von dem Spruch „Ein feste Burg ist unser Gott“ geschmückt wird.

Aber mir kamen auch Motive vor die Linse, die mit dem abzureißenden Objekt nichts zu tun haben, aber wahrscheinlich von keinem außer mir bemerkt werden. Zum Beispiel Isolatoren. Man findet sie nicht nur an Weidezäunen oder Strommasten auf dem Land, sondern auch in der Stadt – in diesem Fall an einer Hauswand.

Nov 05 - Isolator

Wenn ich Plakate sehe, die mir gefallen – schwupp, schon hab‘ ich sie aufgenommen. Jedes Jahr gibt es die Tage der Industriekultur Rhein-Main, und letztes Jahr waren es die Zahnräder, die mir ins Auge sprangen (auch wenn ich es nicht geschafft habe, mir auch nur einen einzigen Programmpunkt anzusehen).

Nov 07 - Plakat

Nov 06 - Plakat

 

 

Und die Tür war das, was von abgerissenen Wohnhäusern eines anderen Gebäudekomplexes, der nicht mehr zu retten war, übrig blieb. Warum fasziniert mich dieses Thema so? – Eine mögliche Erklärung könnte folgende sein: Für kurze Zeit legt so ein Abriß das Innenleben von Gebäuden frei und gewährt Einblicke, die man vorher so nicht hatte und später nie wieder zu sehen bekommt – sie festzuhalten, verdeutlicht, wie vergänglich der Augenblick (und damit die Gegenwart) ist.

 

Nov 08 -Milchhof
Straßen auf dem Land können mich ab und zu sogar noch überraschen, auch wenn ich sie bestimmt schon hundertmal entlanggefahren bin. Jedenfalls habe ich in all den Jahren, in denen ich an meinen freien Wochenenden in den Taunus gefahren bin, noch nie an dieser Stelle eine Schafherde grasen sehen. Diese Augenweide erspähte ich an einem Donnerstag um die Mittagszeit.

 

Nov 09 - Schafe
Nov 10 - Schafe

Und zum Schluss gibt’s eines der Bilder, die ich zum Beitragsbild umfunktioniert habe – eine Wohnhausfassade, die sich in einem roten Auto spiegelte; das Ergebnis gleicht fast schon einem abstrakten Gemälde.

Nov 11 - Spiegelung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich durch diese Form von „street art“ das Motiv der Vergänglichkeit als roter Faden zieht. Was beim Abriß von mir festgehalten wurde, existiert schon ein paar Jahren nicht mehr, was genauso für die Strom- oder anderen Leitungen gilt, für die die Isolatoren einst gedacht waren, und mit großer Wahrscheinlichkeit ist auch die Schafherde schon bald zur nächsten Weidefläche weitergezogen (und der Autolack spiegelt ganz andere Dinge wieder – nur nicht das).

 

12tel Blick : November – schon lichten sich die Kronen …

 

 


 

… und irgend etwas ist anders als sonst. Was es ist, wird sich aber erst nach der Aufnahme meines Monatsmotivs offenbaren – die anderen gibt es hier zu sehen :

 


 

12tel Blick Nov 1

12tel Blick Nov 2


 

 

Einen Teil meines Resturlaubs jetzt schon zu nehmen, war eine gute Entscheidung, denn der Tag war viel zu schön, um ihn drinnen zu verbringen. Nicht nur, dass es für den 2. November ungewöhnlich warm war, die viele Sonne ließ mich eher an den nächsten Frühling als an den in Kürze bevorstehenden Winter denken. Am Tag meiner Hochzeit vor 16 Jahren war es zwar genauso sonnig, aber schon so kalt gewesen, dass im Park vor dem Standesamt eine hauchdünne Schneedecke auf dem Rasen lag.

Und letztes Jahr war ich um diese Zeit in Schottland, daher kann ich nicht beurteilen, wie es hier gewesen war. Und so nutzte ich ihn für einen kurzen Ausflug in den Taunus, um eine gute Freundin und „meine“ Bäume zu besuchen, und zu einem abschließenden Abstecher zum Friedwald, wo man im Winter einen herrlichen Blick hinüber zum Golfclub und bei guter Sicht bis in den Westerwald schauen kann. Im Sommer sind die Bäume am Wegrand so dicht belaubt, dass ich mich auf dem Hügel wie in einem Hain oder wie auf einer abgeschnittenen Lichtung fühle.

So viel der langen Vorrede. Von weiter oben sah mein Motiv mit der Baumgruppe nicht besonders spektakulär aus:

 


12tel Blick Nov 3


 

Nachdem ich aber die Aufnahme „im Kasten“ hatte, wusste ich, was mir von Anfang an so seltsam vorgekommen und daran schuld war, dass sich in die Perspektive eine Verschiebung eingeschlichen hatte:

 


12tel Blick Nov 4


 

Jemand hatte das gesamte Areal eingezäunt, so dass ich diesmal nicht näher als sonst an die Bäume herangehen konnte. Vermutlich ist dieser Zaun dort nur vorübergehend, um den Platz für die Schafherde zu reservieren, die am selben Tag noch am Ortsrand auf der anderen Seite des Hügels weidete und wahrscheinlich bald weiterziehen wird.

 


SAM_7881


 

Beim nächsten Besuch werde ich es wohl herausfinden. Bis dahin, wie auch schon beim letzten Mal, noch eine Zusammenfassung der bis jetzt gesammelten Eindrücke:

 

 

Bis zum nächsten Mal.

 

12tel Blick : Oktober 2017

 


 

Wie schnell die Zeit doch vergeht – schon wieder ist ein Monat vorbei, in dem ich mein Lieblingsmotiv für das Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker ablichten konnte.

 

12tel Blick Oktober 1

12tel Blick Oktober 1a

 

Einen Tag nach dem Septemberbild ist meine Aufnahme für den Oktober entstanden, aber nicht ganz so früh am Tag. Die Schatten waren schon länger, und die Kühe schienen die Sonne sehr zu genießen.

Irgendwie muss ich geahnt haben, dass ich an den anderen Tagen nicht mehr dazu kommen würde.

Zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung der bis jetzt gesammelten Eindrücke:

 

 

Magische Mottos : Oktober 2017

 


 

Und wieder wird der Oktober nicht golden, sondern geheimnisvoll, und zwar bei den Magischen Mottos auf paleicas blog . Ins Land der dunklen Türme bin ich zwar noch nicht gereist, aber zumindest schon dort hin, wo im Herbst die Nebel wallen und es im Oktober schon um drei Uhr mittags zu dunkeln beginnt …

 

10 Oktober entry

… in welcher Stadt dieses einladende Tor wohl sein mag? Die düstere Skyline gehört zu …

10 Oktober Stadt

Edinburgh !


 

Oft verbergen Schlösser Geheimnisse. Magier wie z.B. der große Houdini benutzen auch gerne Schlösser wie diese:

SONY DSC

gesehen habe ich es in an der Elbe (in Hitzacker)


 

Mysteriös oder gar mystisch, auch wenn man es kaum glauben mag, angesichts der Touristenströme, die sich dort im Sommer entlangwälzen, kann es im Teutoburger Wald sein… … Fundort: Externsteine (wo es einige Meter abseits von ihnen im Wald noch mehr heidnische Spuren zu entdecken gab). Waren hier vielleicht Druiden am Werk?

10 Oktober Labyrinth


 

Das gleiche habe ich mich im Taunus auch gefragt… 

10 Oktober Holz

… Fundort beim Spaziergang im Wald in der Nähe dieser Sehenswürdigkeit:

 

10 Oktober Klippen 2

10 Oktober Klippen 1

den Eschbacher Klippen.


 

PS:

Ohne es zu merken, habe ich geheimnisvolle Bilder von Orten ausgesucht, die mit einem E anfangen. Und darum gibt es zum Abschluss ein Foto von einem Souvenir, das ich mir in den 90er Jahren in Irland gekauft habe: ein Siebdruck von einem keltisch verschnörkelten Buchstaben, den der Künstler „the letter e“ getauft hat. Wie der Künstler heißt, der dieses Unikat geschaffen hat, wird für immer ein Geheimnis für mich bleiben.

 

10 Oktober Letter E

 

 

12 Colours of Handmade Fashion : Blau …

… als Teil von Ombré in Blau und Braun


 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau, doch mit meiner Kreativität oder Handarbeitsfreudigkeit war es dieses Jahr noch nicht weit her, und deshalb habe ich mich bei dieser Aktion bisher noch nicht groß gerührt. Jetzt aber ist sie nach wochenlangem Stricken endlich fertig geworden, und ich kann sie hier präsentieren: Eine Strickweste aus Verlaufsgarn, und zwar die sogenannte

Origami-Weste nach einem Muster der Strickdesignerin Anna Maria Busch

 

01 Origami

 

Okay – das Foto oben ist nicht der Brüller, drum gibt’s gleich noch eins, und danach die komplette Story.

02 Origami

 

Farbverläufe sind was tolles. Ich habe sie schon des öfteren auf Fotos bewundert, auf denen die schönsten Schals, Pullis und Tücher zu sehen sind; nur konnte ich mir nie vorstellen, ob das auch wirklich funktioniert, wenn man fester oder lockerer strickt und für ein Strickstück mehr oder weniger Maschen braucht als in der Anleitung steht. Irgendwann habe ich mir dann ein Herz gefasst und mir eine solche Farbverlaufswolle zum Stricken einer verschlusslosen Jacke gekauft.

 

 

Zwar ist die im Strickmagazin „Knit the Cat – We are Color“ abgebildete Origami-Weste aus einem ganz anderen Garn mit dem Namen „Wärmebild“ gestrickt, aber das hat mir nicht gefallen, und deshalb habe ich mich für den Zauberball „Zone Aquatique“ entschieden: hier geht das kräftige Blau nach und nach in Braun über, und der Ombré-Effekt ist tatsächlich so, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

Später habe ich auf einem Blog in meinem Reader ein Bild gesehen, bei dem ich mich spontan an mein Ombrégarn erinnert gefühlt habe.

Die einzelnen Teile

Die Weste besteht aus vier, glatt rechts gestrickten Teilen, bei denen ich mir zu Beginn nicht vorstellen konnte, wie sie zum Schluss aneinander genäht werden sollen:

Teil 1 „Schal“ (26 x 160),

Teil 2 und 3 „Einsätze/Zwickel“ (jeweils 26 x 50 cm)

Teil 4 „Ärmel und Rücken“ (104 x 50 cm) mit Bündchen im Rippenmuster.

Dabei verläuft das Muster der Teile 1 bis 3 im 90°-Winkel zum Teil 4, d.h. Schal und Einsätze werden längs, das Ärmel-Rücken-Teil dagegen quer. Bis ich die 228 Maschen auf der Nadel hatte und aufpassen musste, dass keine Masche von der Nadel ruscht, war das kniffeligste an diesem Modell, stand mir doch keine Rundstricknadel von einem Meter Länge zur Verfügung, sondern es waren nur 80 cm.

Übrigens waren die Stoffklammern, die ich beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft hatte, eine große Hilfe. Nadeln halten in Gestricktem nicht, aber mit den Klammern konnte ich die Teile so fixieren, dass sie mir beim Zusammennähen nicht verrutschten.

 

Das Zusammensetzen der vier Einzelteile

Zunächst musste ich den Ärmel-Rücken-Teil der Länge nach falten und jeweils die äußeren fünf Maschen zusammennähen, um das Armloch zu erhalten. Das Ärmel-Rücken-Teil (Teil #4) hat dadurch eine Vorder- und eine Rückseite.

Als nächstes kamen die Zwickel/Einsätze (Teil #2 und #3) dran: Die wurden an der Vorderseite von Teil #4 angenäht, und zwar so, dass die eine Schmalseite genau in der Mitte des Teils #4 und die andere an den fünf zusammengenähten Maschen zusammentraf.

Den Abschluss bildete der Schal (Teil #1). Seine Schmalseiten sollten mit den Schmalseiten von Teil #2 und #3 bündig abschließen, und die Mitte seiner Längsseite genau auf die Mitte der Rückseite von Teil #4 treffen.

 

Der krönende Abschluss

Was auf dem Papier kompliziert klingt, klappte in der Realität besser als ich gedacht hatte, aber erst zwei separat gestrickte Blenden im Rippenmuster haben die Weste vervollständigt: sie sind sechs Maschen breit und 63 cm lang und wurden zum Schluss an Teil #3 & #1 sowie an Teil #2 & #1 angenäht.

Das neue Kleidungsstück ist sehr hübsch geworden, finde ich, und trägt sich auch angenehm; allerdings ist mir schleierhaft, warum es als Weste und nicht als Jacke oder Cardigan bezeichnet worden ist.