Ankündigung : 12tel Blick


 

Immer wieder begegnet mir bei meinen Fotostreifzügen durchs Internet der ein oder andere Beitrag zu dem Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Und wie oft habe ich dann immer gedacht, wie schön es doch wäre, bei diesem Projekt mitmachen zu können – allein am geeigneten Motiv hat es mir gemangelt. Schließlich geht es darum, jeden Monat von einem bestimmten Motiv ein Foto zu zeigen und so den Wandel bzw. die Veränderung des Motivs und seiner Umgebung sowie das Spiel von Licht und Schatten festzuhalten. Und da soll es dann schon nicht irgend etwas sein, sondern etwas, was für mich eine persönliche Bedeutung hat.

 

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Als ich dann neulich nach langer Zeit wieder einmal meine Bilder aus dem Taunus sortierte, fiel mir auf, dass ich wieder einmal eine bestimmte Baumgruppe fotografiert habe. Erst vor kurzem spottete ich noch darüber, dass ich schon gar nicht mehr wüsste, wie oft ich meine Lieblingsbäume schon abgelichtet habe… und das Motiv für den 12tel Blick war gefunden. Es gibt nur einen Haken: Immerhin haben wir schon Juli, und der Januar ist schon lange vorbei. Na gut, dann lasse ich das Jahr eben im Juli beginnen und im Juni 2018 enden. Im Kasten ist mein Motiv auf jeden Fall. Nun muss ich es nur noch veröffentlichen – und zwar am 30. Juli 2017.

Magische Mottos 2017 : Juli

Liebe“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Juli auf dem Blog von paleica. Liebe empfinde ich nicht nur für einen bestimmten Menschen oder Familie und Freunde, sondern auch gegenüber Orten, Ereignissen und Dingen in meinem Leben – von dem ich hoffe, dass es noch viele schöne Momente für mich bereithalten mag. Auch wenn es seit einigen Monaten nicht immer danach aussah. Deshalb möchte ich Paleica zitieren und diesen Monat all jenem widmen, das mir Freude macht…

such as …

Schottland, die frühen Morgenstunden, mein Freizeitidyll im Taunus, die Farbe Gelb, Burgen, Mittelalterfestivals, Berge und Meer, Rosen, den Mond, Vögel, Reptilien, Spinnen, Libellen, Schmetterlinge, Fledermäuse, (industrielle) Architektur aus dem vorletzten Jahrhundert …

also habe ich mein Archiv mit jahrealten und aktuellen Aufnahmen geplündert und eine kleine Kollektion zusammengestellt.


Obwohl es immer noch weh tut, die Liebe meines Lebens letzten Herbst verloren zu haben (weshalb ich bei dieser Aufgabe auf Bilder aus Schottland verzichte), freut es mich doch stets, wenn sich Menschen, die einander lieben, sich entschließen, ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Daher kommen meine Glückwünsche an Paare, die den wichtigsten Tag in ihrem Leben so feiern, dass das Glück auf alle, die dabei sein dürfen, zurückstrahlen kann, aus tiefstem Herzen. So, nachdem ich aber jetzt genug philosophiert habe, geht es jetzt zu meiner Galerie der Bilder von Dingen, die ich liebe oder die Zuneigung und Liebe symbolisieren.

07.08 Juli Symbol - LIEBE

Die schönste Zeit des Tages ist nach wie vor für mich der Morgen. Wenn draußen schon die ersten Vögel zu singen begonnen haben, aber noch kein Flugzeug zu hören ist, Frühnebel durchs Tal wabern und Tautropfen auf Wiesen und Bäumen liegen.

07.02 Juli - frühe Morgenstunden

07.01 Juli Morgenstund

Besonders schön finde ich diese Zeit des Tages in meinem Freizeitidyll im Taunus, dort wo auch meine Lieblingsbaumgruppe steht. Wie oft ich die wohl schon fotografiert habe?

07.04 Juli - lieblingsbaum

Hier legen auch öfters Schäfer mit ihren Schafherden einen Zwischenstopp ein, und manchmal sind auch Wildschafe dabei.

07.06 Juli - Wildschaf 1

07.07 Juli - Wildschaf 2

Und außerdem kann ich dort viel besser den Mond und die Sterne beobachten als in der näheren Umgebung von Frankfurt, wo es dank des Flughafens und der beleuchteten Autobahnen nachts nie wirklich dunkel wird.

07.05 Juli - Mond

Ganze Nachmittage kann ich dort vertrödeln und bei Streifzügen durch die Natur die Zeit vergessen.

 

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Manchmal aber brauche ich ein Kontrastprogramm, und mir ist mehr nach dem Remmidemmi von Mittelaltermärkten, um ein Beispiel zu nennen. Auf der Burg Münzenberg sind mir Aufnahmen mit dramatischen Farben gelungen; was mich besonders gefreut hat, weil meine Lieblingsfarbe dabei war: die Farbe Gelb.

07.09 Juli - Burg

07.10 Juli - gelb

07.11 Juli - gelb Schild


 

Auch auf Bergtouren geht es nicht immer still und einsam zu. Manche ziele ziehen haufenweise Wanderer und Bergsteiger an, so wie der Rauhkopf in der Nähe des Spitzingsees (Oberbayern).

07.12 Juli - Bergtour

07.13 Juli - Rauhkopf

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Und stellvertretend für die Backsteinarchitektur vergangener Zeiten soll das letzte Bild in meiner Galerie stehen (aufgenommen im Wendland).

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Serienmittwoch #78 : Mix & Match


 

Zur Zeit läuft eine alte Dr.-Who-Staffel mit David Tennant jeden Dienstagabend auf ard One (einstmals einsfestival). In einer der drei gestrigen Folgen geraten der Doktor und Rose Tyler mit Hilfe einer außerirdischen Technologie von einer Parallelwelt in die nächste, und am Schluss landet Rose zusammen mit ihren Eltern in einer anderen, um für ewig von dem Doktor getrennt zu werden. An diese Folge musste ich spontan bei der aktuellen Ausgabe von corlys Serienmitwoch denken, bei der es um folgende Mitmachaufgabe geht:

Notiere die Grundideen deiner zwei Lieblingsserien und mache eine neue Serienidee daraus.


 

 

Da das Verknüpfen von zwei meiner sich ziemlich ähnelnden Lieblingsserien „Dr. Who“ und „Torchwood“ noch lange keine überzeugende neue Serienidee ergibt, bin ich auf eine andere Idee gekommen – denn in der Dr.Who-Folge „Doomsday“ geraten Außerirdische durch die sogenannte Sphäre aus Parallelwelten in unsere Welt:

 

In meiner Serien oder Serienepisode, die ich „The Doctor’s Magical Mystery Tour“ nenne, macht sich irgendwo im scheinbar unendlichen Serienuniversum ein Held oder Heldin auf den Weg mit einer U-Bahn. Durch eine Beinahekollision mit der TARDIS des Doktors gerät die U-Bahn in ein Liniennetz mit Haltestellen aus unterschiedlichen Fernsehserien; und zwar Serien, die bekannt sind für das „Recycling“ von Darstellern aus anderen Serien.

Darsteller wie Tobias Menzies in Outlander (Black Jack Randall), Game of Thrones (Edmure Tully) und Dr. Who (Lieutenant Stephasin) oder Rose Leslie in Downton Abbey (Housemaid Gwen Dawson) und Game of Thrones (Ygritte). Einen U-Bahn-Plan dazu habe ich noch nicht entworfen, aber er basiert in groben Zügen auf diesem:

 

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Die Idee ist noch unausgegoren, und außerdem zieht sie noch einige Fragen nach sich, wie z.B.:

Wird es dem Doktor gelingen, U-Bahn und TARDIS zu entkoppeln und dem Serienchaos ein Ende zu bereiten? Wer ist der Held aus dem Zug, und wer wird der nächste Companion des Doktors?

 

Aber wahrscheinlich finde ich sowieso nicht die Zeit, mir ein vernünftiges Storyboard auszudenken.

Magische Mottos 2.0 im Juni : Don’t !

 


Der Juni hat angefangen, und es ist wieder Zeit für ein neues Thema bei den „Magischen Mottos 2017“. Das magische Motto, das Paleica  am 1. Juni vorgegeben hat, lautet:

Don’t !

Huch! Äh, was will der Künstler wohl damit sagen? – aber das Rätsel soll von folgendem Zitat auf Paleicas Blog gelüftet werden:

Der Begriff beschreibt folgendes: es gibt ‚Regeln‘ und ‚Ratschläge‘, worauf man bei einem ‚guten‘ Foto achten sollte. Ich sage euch: alles Blödsinn! Fotografie ist Kunst und in der Kunst ist alles erlaubt. Darum sucht euch eines dieser „Don’ts“ aus oder schaut euch in eurem Archiv um. Welche Bilder missachten wichtige fotografische Regeln – und sind für euch dennoch gelungene Bilder?“

und

Ihr kennt sicherlich auch ein ‚Don’t“‘ Fotografiert nicht aus dieser oder jener Perspektive. Setzt die Schärfe nicht da oder dort hin. Belichtet nicht über oder unter. Keine stürzende Linien. Harte Schatten. Positionierte Motive. Ich bin kein Theoretiker, aber es gibt unendlich viele dieser Ratschläge. Und sie zu missachten macht den größten Spaß!“

So weit zu der Aufgabe. Ein „Don’t“, das mir vor Urzeiten der Leiter eines Fotokurses beibringen wollte, war: Fotografiere niemals bei langen Belichtungszeiten aus der Hand. Alles, was länger als 1/50 s belichtet wird, sollte mit einem Stativ fotografiert werden – sonst wird das ganze Bild verwackelt.

Das konnte ich gut nachvollziehen, als ich noch mit analogen Kameras fotografierte, denn es trat genau das ein, was der Kursleiter vorhergesagt hatte, als ich die Belichtungszeit zum Spaß länger als eine Sekunde an der Kamera eingestellt hatte: Das Bild war verwackelt. Fortan suchte ich mir in Ermangelung eines Stativs eine feste Unterlage und verwendete einen Drahtauslöser.

Mein Aha-Erlebnis, dass es auch anders geht, hatte ich 2012 bei der Luminale in Offenbach am Main, als ich sah, welche Ausrüstung andere Fotografen dabei hatten. Stative, riesige Objektive und noch größere Kamerataschen – im Gegensatz zu mir, mit meiner kleinen Kameratasche, in der sich außer meiner digitalen Spiegelreflexkamera und ein paar Ersatzakkus nichts mehr befand. Keine zusätzlichen Objektive, kein Stativ, keine Filter… kurzum: Ich war echt minimalistisch unterwegs und wollte ausprobieren, wie weit ich mit dem Aus-der-Hand-Fotografieren kommen würde.

Zunächst versuchte ich mich an unbewegten Motiven. Als erstes Testobjekt fungierte die Lichtinstallation „Sublime Landschaft“ auf dem Hafengelände, danach versuchte ich mich auf einem von innen beleuchteten Wagon, der ebenfalls auf dem damals noch unbebauten Hafengelände stand. In Frankfurt war ich auch unterwegs und übte mich an dem „Ei“, das an der Hauptwache stand, und im Inneren der Katharinenkirche. Und hier sind die Ergebnisse.

Sublime Landschaft

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Belichtungszeit:  1/1000 sek. – so weit ist alles klar. Hier kann nichts verwackeln.

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Belichtungszeit:  1/80 sek. – schon wesentlich kürzer, aber man sieht immer noch, wie dunkel es schon war.

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Belichtungszeit: 1/6 sek – das gleißende Licht verstärkt die Dunkelheit der Umgebung

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Belichtungszeit: 1/2 sek. – Jetzt gehen wir in die Vollen. Das Licht sorgt für Unschärfe in der Umgebung, aber verwackelt ist immer noch nichts.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – der krönende Abschluß.

Wagon

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Belichtungszeit: 1 sek. – Dass es ein Wagon ist, kann man nur anhand der Fenster erahnen – die Umrisse sind trotz längerer Belichtungszeit nicht zu erkennen.

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Belichtungszeit: 6 sek. – Jetzt kann man den Wagon erkennen, aber das Bild ist so verwackelt, dass die meisten Fotografen es wohl als Ausschuss im Papierkorb versenken würden, aber genausogut könnte man es auch unter der Rubrik „moderne Kunst“ veröffentlichen.

Ei“

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Belichtungszeit: 1/15 sek. – etwas kontrastarm, aber nicht verwackelt.

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Belichtungszeit: 3.2 sek. – Bright Lights, Big City; beim genaueren Hinsehen offenbaren sich die Unschärfen.

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Belichtungszeit: 1/50 sek. – So ein Foto hätte mein Kursleiter bestimmt als Musterexemplar für die kürzestmögliche Belichtungszeit zum Fotografieren aus der Hand ausgewählt.

Katharinenkirche

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Belichtungszeit: 1/3 sek. – das letzte unbewegte Motiv. Auf den nächsten beiden sind sich bewegende Personen zu sehen…

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Belichtungszeit: 1 sek. – das Motiv an sich ist nicht verwackelt, aber die Personen auf dem Bild erscheinen verwischt.

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Belichtungszeit: 2.5 sek. – Die Tür geht auf, und alles – bewegte und unbewegte Teile im Bild – erscheint verwischt.


Das waren dann doch mehr Bilder, als ich hier ursprünglich zeigen wollte. Aber sie liefern den Beweise, dass mein Kursleiter nur bedingt recht hatte. Ich halte es für möglich, längere Belichtungszeiten auszuwählen, wenn ich auf das Stativ verzichten möchte. Aber ab zwei Sekunden kann ich für „gestochen scharfe“ Bilder nicht mehr garantieren.

Zu den anderen Don’ts wie Gegenlichtaufnahmen, zu harte Schatten oder zentral plazierte Motive möchte ich daher nichts beitragen. Denn ein Don’t ist mehr als genug.

100 Creative Challenges # 37 : alle Farben des Regenbogens


Urlaub zu Hause kann auch schön sein – ich nutze die Zeit gerne zum Basteln, Texte schreiben, im Garten werkeln, ein Museum besuchen oder einen Ausflug ins Thermalbad. Beschäftigt habe ich mich außerdem mit den „100 Creative Challenges“. Heute widme ich mich der folgenden Aufgabe, zu der ich seit längerem schon eine Idee habe:

37 – Erschaffe ein visuelles Werk, das alle Regenbogenfarben enthält.

Eigentlich sollte es ein „U-Bahn-Plan“ werden, der jene Serienhelden miteinander verbindet, die in mehreren Serien wie z.B. „Game of Thrones“, „Downton Abbey“, „Torchwood“ und „Call the Midwife“ mitgespielt haben; so hat u.a. die Darstellerin der Ygritte aus Game of Thrones eine kleine Rolle in Downton Abbey, und zwei Charaktere aus Torchwood treiben in Game of Thrones ihr Unwesen. Und weil dies gar nicht so einfach ist, habe ich zu Übungszwecken eine „pointless map“ erstellt, also eine sinn- bzw. nutzlose Karte, die für die Realität nicht taugt.

pointless map

Trotzdem verfolge ich den ursprünglichen Plan weiter. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.


100 Creative Challenges #9 Natur und #15 Sand – das Two-in-One-Projekt


 

Time to collect and arrange.

 

Als ich am Strand von Noer angespülte Steine und Scherben aufsammelte, schwebte mir eine bestimmte Farbgruppe vor: Grün und Blau. Beim Betrachten meiner kleinen Sammlung tauchte dann noch Rot als dritte Farbe auf. Die Steine sind so klein, dass ich sie mühelos in einer Schale mit Sand arrangieren konnte:

Teil 2 - steinreich

 

Und schon hatte ich wieder eine Aufgabe der „100 Creative Challenges“ von hotaru erfüllt. Sie lautet:

15 – Erschaffe ein visuelles Werk, für das du Sand brauchst.

Meine Zimmerdekoration, in deren Zentrum sich eine Bienenwachskerze befindet, könnte aber genauso gut hierzu passen:

09 – Arbeite mit der Natur. Geh in den Garten oder in den Park und sammele geeignete Materialien, mit denen du ein visuelles Werk erschaffen kannst.

Auf jeden Fall ist das jetzt nicht bloß ein visuelles, sondern auch ein haptisches Werk geworden. Und wenn es dank der brennenden Kerze im Zimmer nach Bienenwachs duftet, auch noch ein Genuß für die Nase.

Mal sehen, was ich als nächstes ausprobiere.

100 Creative Challenges – Aufgabe 07 „Sonderedition in Grün“


 

Alternativtitel „Nacht der Museen 2017, Teil II : Was passiert, wenn man spontan kreativ sein will“

 

Bei der Nacht der Museen verbrachte ich dieses Jahr drei Stunden im Haus der Stadtgeschichte und im Klingspormuseum (Museum für Buch- und Schriftkunst). Während dieses Besuchs machte ich spontan bei einem Monotypie-Workshop mit und hatte beim Anblick der grünen Farbe die Eingebung, eine weitere Aufgabe von Hotarus „100 Creative Challenges“ auszuprobieren:

 

07 – Erschaffe ein visuelles Werk, das nur in Grüntönen gehalten ist.

Eigentlich klingt es so einfach: Eine Glasplatte mit etwas Linolschnittfarbe bestreichen, mit einem Pinsel oder anderen Hilfsmittel Muster hineinkratzen oder anderweitig aufbringen, Papierbogen auflegen, mit einer kleinenWalze festrollern und am Schluss das Papier abziehen -that’s it! Aber es dauert eine Weile, bis man das Gefühl dafür hat, wieviel Farbe genug ist – und so sahen dann meine ersten Bilder aus, die dann auch entsprechend Zeit zum Trocknen benötigten. Was auf der Platte hängenblieb, reichte dann für einen weiteren Druck, der allerdings blasser ausfiel als der erste, aber ich hatte auf der Walze noch genügend Farbe für eine neue Runde. Und dies ist meine erste Ausbeute…

100 CC 07 - inspired by Ton Schulten

und das der blasser ausgefallene Druck, bei dem das Blau vom Anfang durchkam:

100 CC 07 - Zweitdruck

 


Beim Verteilen der Farben auf der Platte fühlte ich mich in manchen Momenten an die Kunst von Ton Schulten erinnert. Das wäre der Moment gewesen, ein Blatt Papier aufzulegen und diese Farbexplosion abzudrucken – aber einmal zu viel gewalzt, und schon war er vorbei. Vielleicht war es auch gut so, denn es war noch zu wenig Grün darin gewesen. Irgendwann war dann auch die grüne Farbe meiner Reichweite entschwunden, und als noch andere Farben zu dem Gelb, Blau und Grün hinzukamen, hatte ich irgendwann einen unerwünschten Mischmasch in Pastell auf der Platte. Da half nur noch Übertünchen mit Rot. Aber das Ergebnis möchte ich hier nicht mehr präsentieren.

Magische Mottos 2017 : Mai – „Auf der Straße“


 

 

Auf der Straße“ lautet das „Magische Motto“ für den Monat Mai auf dem Blog von paleica, und auf der Straße kann man so alles mögliche finden.

Die Straße gleitet fort und fort…“ – dieses Zitat aus „Der Herr der Ringe“ hatte ich als allererstes im Kopf, als ich mich vor die neue Aufgabe für den Monat Mai gestellt sah. Sofort war sie wieder da, die Erinnerung an denFebruar 2012, als ich einfach mal ausprobieren wollte, ob ich eine mehrtägige Wanderung entlang der Route des Jakobswegs von Fulda nach Frankfurt durchhalten würde. Um es kurz zu machen: Das Beitragsbild mit dem Monatstitel „Magische Momente…“ ist auf jener Wanderung entstanden, und ich musste zwischendurch pausieren, weil ich mir bei einem Sturz auf Glatteis eine formidable Prellung zugezogen hatte. Was ich daraus gelernt habe: Im Winter ist die Landschaft im Winter zwar wunderschön, aber im Sommer wandert sich’s besser.

Gewandert bin ich mit meinem Mann auch oft im Odenwald, wo wir den Kaiserturm in der Nähe von Winterkasten (bei Lindenfels) als bevorzugtes Ziel auserkoren hatten. Zu dem Turm konnte man auch mit dem Auto fahren, aber die meisten gingen doch lieber zu Fuß, denn Wandern ist gesund. Ein Auto haben wir dann aber doch dort gesehen, und zwar einen Oldtimer; unsere Füße in der Spiegelung der verchromten Radkappen zu sehen, war eine kurioser Moment, den ich umgehend mit der Kamera festgehalten habe.

06 Mai Auf der Straße

 


 

Und wenn ich schon beim Thema „Füße“ bin: Nicht auf der Fahrbahn, aber auf dem Gehweg liegen zu meinen Füßen zwei Stolpersteine, die man in jeder Stadt finden kann, als Erinnerung an Menschen, die hier lebten und 1942 deportiert wurden – und nie mehr wiederkehrten.

05 Mai Stolpersteine

 


 

And now for something completely different. Als ich so in meinen Bildern von vergangenen Reisen stöberte, fiel mir auf, wie viele Flüsse und Schiffe ich fotografiert hatte. Schiffe im Hafen, auf Binnenseen, auf Flüssen, auf dem offenen Meer und auf dem Ärmelkanal. Der Ärmelkanal als Wasserstraße – eine Straße im weiteren Sinn. Es ist schon ein ganz besonderer Anblick, wirklich große Schiffe vor der niederländischen Küste kreuzen zu sehen, wie auf unserer Fährüberfahrt von Ijmuiden nach Newcastle. Aber als nicht minder beeindruckend empfand ich die Grachten von Amsterdam.

03 Mai Wasserstraße 2

04 Mai Wasserstraße 3


 

Und was sich an der Ufermauer einer solchen Gracht befindet, ist auch manchmal ganz hübsch:

02 Mai Wasserstraße 1

 

 


 

Und zum Abschluss noch eine Detailaufnahme eines alten Straßenkreuzers, den wir am Straßenrand bei einem Opel-Treffen gesehen haben:   

 

07 Mai Flosse

 

Womit ich wieder beim Thema „Oldtimer“ vom Anfang dieser Bilddokumentaion angekommen wäre und der Kreis vollendet ist.

 

100 Creative Challenges # 100 : DIY

100 – Finde im Internet eine DIY-Anleitung, die du tatsächlich machen wirst. (Pinterest oder Craftgawker können dir weiterhelfen.)


Nachdem ich heute zum zweiten Mal ein Kleid nach dem burdastyle-Schnittmuster #113 aus der Februarausgabe von 2014 genäht habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich diesen Schnitt bestimmt nicht zum letzten Mal verwendet habe. Doch bis es soweit ist, möchte ich das Schnittmuster anders aufbewahren als sonst üblich. Bisher habe ich die Schnittmuster mit dem dazugehörenden Nähjournal in einer Plastikhülle aufbewahrt und diese in einem Aktenordner abgeheftet – leider auf Dauer eine ziemlich sperrige Angelegenheit.

Inzwischen bin ich auf eine genial einfache Aufbewahrungsidee gekommen, die an verschiedenen Stellen im Internet erwähnt wird: die Papprolle, die das Innenleben von einer Küchenrolle bildet, dient als eine Art „Zeitungsrolle“ für das zusammengerollte Schnittmuster.

Das habe ich heute ausprobiert, denn zufällig hängt in unserer Küche seit Tagen schon eine solche Papprolle im Küchenrollenhalter, ohne gegen eine neue Küchenrolle ausgewechselt worden zu sein. Diese Papprolle habe ich mit einem Rest Geschenkpapier beklebt und mit Edding daraufgeschrieben, welches Schnittmuster die Rolle in Zukunft beherbergen soll.

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Und damit habe ich eine Do-it-Yourself-Anleitung im Internet gefunden, die ich auch tatsächlich gemacht habe, womit dann auch die 100. Aufgabe von Hotarus „100 Creative Challenges“ erfüllt ist, auch wenn ich sie weder bei Pinterest oder Craftgawker gefunden habe.

100 Creative Challenges #32 : Das Ei des Kolumbus.

Heureka! Wie einfach eine Aufgabe gelöst werden kann, hat seinerzeit schon Kolumbus bewiesen, als er ein Ei durch Aufdotzen auf die Spitze stellte und damit das „Ei des Kolumbus“ schuf. Jenes Ei des Kolumbus ist nun mein Beitrag zur 32. Aufgabe aus den „100 Creative Challenges“: Mach‘ etwas mit einem Ei oder mehreren Eiern.

To cut a long story short, hier ist das Ergebnis meines Experiments:

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Frohe Ostern! Und es ist wirklich so einfach, ein Ei auf die Spitze zu stellen – in diesem Fall habe ich die Spitze eingedrückt, so dass das Ei an dieser Stelle eine winzige Standfläche bekam und habe es auf einer umgestülpten Teetasse plaziert.

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Es war übrigens sehr lecker. Yammi!     ……………………………….    Dies war ein spontaner Einfall, dem eine längere Geschichte vorausgegangen ist. Diese folgt nun auf dem Fuße:


Neulich befanden sich noch Froscheier – pardon! Froschlaich – im Garetenteich, und außerdem hätte ich noch ein paar von einer Schlange gelegte „Wachseier“ im Haus, oder ein riesiges Schokoladenei, das ich gerade erst „geschlachtet“ habe. Klingt aber alles nicht sehr lecker. Eier im Glas wären noch eine Möglichkeit. Oder: Ostereier! Aber zeugt es denn von Kreativität, , gewöhnliche weiße Hühnereier zu bunten Ostereiern umzufärben und diese ansprechend zu arrangieren? Vermutlich nicht, obwohl Ostern vor der Tür steht und ich traditionell immer an Karfreitag die Küche in ein Farblabor umfunktioniere – Jahr für Jahr mit wechselndem Erfolg.

Gründe, warum das Ergebnis nicht immer so ausfällt, wie ich es gerne hätte, gibt es unterschiedliche. Entweder scheitere ich schon beim Kauf und erwische grundsätzlich nur brauen Eier, die Eier platzen beim Kochen, die Eier nehmen die Farbe nicht an – so wie hier (außer einem grünen Streifen kann man von der grünen Farbe nichts sehen):

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Oder ich saue die Küche ein… Den Vogel hat meine Freundin vor Jahren abgeschossen, als sie mit Blauholz aus der Apotheke färbte und die Eier nicht blau sondern schwarz wurden. Gruftige Ostern, konnte ich da nur sagen. Fand sie weniger witzig. Allerdings fand ich es auch nicht witzig, dass ich es danach nie wieder schaffte, denselben Farbton absichtlich herbeizuführen. Manche Zufallstreffer gelingen einem eben nur einmal. Was ich stattdessen Jahr für Jahr immer wieder ausprobiere, sobald ich das Minimum an Ostereiern in den vom Hersteller vorgesehenen Farben erreicht habe, ist das Experimentieren mit Mischtönen.

Was passiert, wenn ich zum Beispiel Rot mit Lila oder Blau mit Lila mische; oder Blau mit Grün oder Grün mit Gelb? Oder wenn ich blaßgelb gefärbte Eier nacheinander in ein oranges oder rotes Färbebad lege? Und funktioniert das auch mit Eiern, deren Schalen von Natur aus braun sind? Fragen über Fragen.  Dieses Jahr habe ich zu Expressfarben gegriffen. Pro Farbpatrone (Gelb, Orange, Grün, Rot und Pink) gibt es einen Plastikbeutel und einen Clip: Einfach 300 ml warmes Wasser in einen Beutel füllen, Inhalt der Farbpatrone hinzugeben, schütteln, Eier in dieses Bad legen, den Beutel mit dem Clip verschließen und ab in den Topf damit.

Das Färben passiert während des Kochvorgangs. Anschließend entnehme ich die Ostereier den Beuteln und gieße die Farbe in Schraubgläser, um damit zu experimentieren. Dazu habe ich ein Farbbad aus Rottönen gemixt und für eine andere Farbmischung fast die Hälfte von der gelben Farbe in die grüne gekippt, zwei von den bereits benutzten Beuteln damit gefüllt, um noch ein paar braune Eier damit zu färben. Auf dem Bild kann man es sehen: Das Pink sieht zum Beispiel bei allen drei Eiern unterschiedlich aus – das Ei mit der 1 war ursprünglich braun. Das Ei mit der 2 hatte ich zunächst in hellroter Farbe gekocht und es dann in dunkelroter Farbe nachziehen lassen. Das Ei mit der 3 hat die Farbe nicht sehr gut angenommen, aber ich habe es so gelassen, wie es aus dem Farbbad herauskam

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Dem Ei mit der 2 habe ich ein Porzellanhäschen als „Partner mit der kalten Schnauze“ beigesellt.