Der Horrorctober 2019 : Vorhang auf für meine Horrorshow – Teil 2

Mein Horroctober ist etwas umfangreicher geworden als ursprünglich geplant, denn ich habe vierzehn Filme der Kategorie „Horror“ gesehen. Sieben Filme sind im ersten Teil drangekommen – jetzt folgt der Rest, ebenfalls mit Plazierung. Leider sind hier einige Gurken dabei. Aber Gemüse soll ja bekanntlich gesund sein.

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01 – „Regression“ : Die Satansjünger sind unter uns. Sie feiern schwarze Messen und treiben Abtrünnige in den Tod. Jedenfalls soll das die Mehrheit glauben. Leider kann Emma Watson als missbrauchte Jugendliche das schnarchige Spektakel mit religiösem Touch nicht wirklich retten. Für mich bislang der schlechteste Film auf meiner Liste. Deshalb hier auch der siebte und letzte Platz.

02 – „Fear Island“ : In Rückblicken von einem weiblichen Teenager mit Erinnerungslücken erzählte Geschichte von einem Partywochenende auf einer abgelegenen Insel, das anders endet als geplant. Der rote Faden des „Who done it“ ist das spannendste an der dahinplätschernden Geschichte um einen nach einem bestimmten Plan agierenden unbekannten Mörder. Dass diese auf einen letzten Twist zusteuert, war für mich jedoch so ziemlich vorhersehbar. Platz sechs.

03 – „Flatliners“ : Unspektakuläre Neuverfilmung mit Kiefer Sutherland in einer kleinen Nebenrolle. Das Original war erheblich spannender, und deshalb landet das Remake auf dem fünften Platz.

04 – „Ma – sie sieht alles“ : Was für ein Leben! Da möchte man eine Party mit viel Alkohol feiern und sieht das Ziel mangels Alternativen schwinden, und dann kommt Sue Ann, fortan auch Ma genannt, daher und offeriert einem den eigenen Partykeller als Location. Dass Ma jedoch gar nicht so nett ist, sondern einen bestimmten Plan verfolgt, der es in sich hat, wird im Verlauf der Handlung immer deutlicher. Ohne das viele Blut und die Folterszenen wäre es ein gewöhnlicher Psychothriller gewesen. Platz vier in diesem Panoptikum.

05 – „Lights Out!“ : Du siehst sie nur, wenn das Licht ausgeht. Sie heißt Diana, sie ist schwarz, sie ist böse und sie ist extrem eifersüchtig. Nimm Dich in acht vor ihr, sonst bist Du verloren. Ich mag zwar den Begriff „Jump Scares“ nicht so sehr, aber hier bin ich vor Furcht beinahe ständig aus dem Bett gesprungen, wenn die bösartige schwarze Gestalt im Zwielicht erscheint. Die Bronzemedaille für diesen fiesen Schocker.

06 – „Black Water“ : Umzingelt von Salzwasserkrokodilen in den nordaustralischen Sümpfen, ist man aufgeschmissen, wenn man nicht wegkommt und man keine Hilfe holen kann, weil Handys und Wasser nicht miteinander kompatibel sind. Wenn dann die Nacht kommt und man die Knöchelchen knacken hört, während ein hungriges Reptil unten im Wasser sein grausiges Mahl verspeist, ja da kommt dann wirklich Freude auf. Mit kleinem Budget gedrehter Tierhorror der spannenden Art. Hier findet das Kammerspiel auf engstem Raum in einer nicht sehr hohen Baumkrone statt. Die Silbermedaille.

07 – „In Fear“ : Drei Schauspieler, ein Auto und ein Labyrinth von winzigen Landstraßen, die angeblich zu einem romantischen Hotel in Irland führen, aber in Wahrheit nirgendwohin. Im Gegensatz zum Hotel California checkt hier niemand aus, denn in diesem Hotel kann man nicht einmal einchecken. Und Allen Leech (Chauffeur Tom Branson aus Downton Abbey) gibt in diesem britischen Thriller, der aussieht, als wäre er mit kleinem Budget gedreht worden, den Irren, gegen den Norman Bates geradezu harmlos wirkt. Andere mögen dieser britischen Produktion zwar nicht viel abgewinnen, aber für mich war er das absolute Highlight dieser Horrorshow, da sich der Schrecken so fürchterlich real für mich angefühlt hat. Die Goldmedaille.

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Das war sie, meine Horrorshow. Ich hätte ja liebend gern noch „Die neun Pforten“ oder „Der Babadook“ gesehen, aber mein Player konnte die DVDs nicht abspielen. So sind es am Ende dann doch „nur“ 14 Filme und nicht 16 geworden.

Der Horrorctober 2019 : Vorhang auf für meine Horrorshow – Teil 1

 

Es ist vollbracht – der Oktober ist vorbei, und damit auch der sogenannte Horroctober mit der Aufgabe, 13 Horrorfilme zu sehen. Welche das waren, blieb allen, die mitmachen wollten, selbst überlassen. Ich bin zwar ziemlich spät eingestiegen, aber trotzdem schon am 22. Oktober mit den meisten Filmen meiner Liste durch. Bis auf einen waren das DVDs, die ich mir aus der Stadtbücherei ausgeliehen hatte und die unterschiedliche Arten von Horror zu bieten haben. Am Ende sind es dann sogar 14 Filme geworden.

Damit mein Rückblick nicht so lang wird, habe ich ihn in zwei Teile zu je sieben Filmen gesplittet.

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01 – „Katakomben“ : Waghalsige Archäologin steigt zusammen mit einem Freund und Ortskundigen in die Katakomben von Paris hinab, um einen Schatz zu finden und begibt sich mit ihnen auf einen wahren Höllentrip. Mäßig spannender Mysterythriller im Stil von Blair Witch Project, dessen Abspann prickelnder ist als der Film, daher landet der Streifen bei mir auf dem letzten Platz.

02 – „Spring“ : Werwolf oder anderer Mutant? In einem kleinen Dorf in Italien erlebt ein in der Krise steckender amerikanischer Tourist nicht nur die große Liebe, sondern auch sein blaues Wunder. Body Horror, der Mythen und Wissenschaft miteinander verbindet und in Low Budget Optik daherkommt. Streckenweise etwas langatmig und mit gewöhnungsbedürftiger Kameraführung. In sich aber im großen und ganzen nicht übel. Nette Idee, nur an der Ausführung hat es gehapert. Platz sechs in diesem Rennen.

03 – „The Visit“ : Mama geht auf Kreuzfahrt und lässt den Nachwuchs zu den Großeltern fahren. Doch etwas stimmt mit Oma und Opa nicht, und nachts ab halb zehn empfiehlt es sich nicht, sein Zimmer zu verlassen. Mysteriöser Grusel mit eingestreuten Ekelelementen. Den Film von M. Night Shyamalan fand ich ganz nett, aber noch oben ist noch viel Luft, und daher landet er bei mir auf dem fünften Platz.

04 – „House at the end of the street“ : Am A**** der Welt ein Haus zu mieten, um einen Neuanfang zu wagen, könnte wunderbar sein – noch dazu, wenn der Nachbar äußerst anziehend wirkt. Leider hat der junge Mann, der in diesem Haus lebt, eine unheilvolle Familiengeschichte und ein damit zusammenhängendes düsteres Geheimnis – und der Film mit Jennifer Lawrence in der weiblichen Hauptrolle nicht nur einen für mich verblüffenden Twist. Ich setze ihn auf den vierten Platz, weil die wahren Highlights erst noch kommen.

05 – „Ghost Ship“ : Eigentlich wollten sie nur ein menschenleeres Schiff reparieren und in Schlepptau nehmen, um die Prämie zu kassieren. Dass es auf dem Schiff jedoch nicht mit rechten Dingen zugeht, diese Erkenntnis muss das Bergungsteam teuer bezahlen – und nicht nur mit den gefundenen Kisten voller Goldbarren, die sie dann doch nicht mitnehmen können… Einer meiner absoluten Lieblingsfilme aus diesem Genre. Toll gefilmt, wenn auch etwas blutig, was ich nicht unbedingt haben muss, „Ghost Ship“ bekommt deshalb von mir die Bronzemedaille im ersten Teil meiner Challenge.

06 – „Fright Night“ : Mein attraktiver Nachbar, der bösartige und nur schwer zu beeindruckende geschweige denn abzuschüttelnde oder gar totzukriegende Vampir. Gelungene Horrorkomödie mit Colin Farrell als Vampir, David Tennant als selbsternannter Vampirexperte und Showman und Toni Collette als Mutter eines vampirjagenden Teenagers. Okay, es ist vielleicht etwas unfair, ausgerechnet eine mit Horrorklischees spielende Komödie gegen mehrere Psychothriller antreten zu lassen, und dann noch ein Film, in dem gleich zwei meiner Lieblingsschauspieler dabei sind, aber am Ende verleihe ich ihm die Silbermedaille.

07 – „10 Cloverfield Lane“ : Nach einem Unfall in einem Bunker aufzuwachen und von einem Verschwörungstheoretiker erklärt zu bekommen, es hätte einen Angriff gegeben und alle außerhalb des Bunkers seien tot und die Luft draußen verseucht, kann einen schon an den Rand des Wahnsinns treiben. Aber handelt es sich bei Michelles Entführer wirklich um einen Spinner oder ist doch etwas Wahres an dem, was er erzählt? Und in diesem spannenden, klaustrophobischen Thriller gibt es nur einen Weg, das herauszufinden. Ich muss zugeben, der Zeitpunkt, mir diesen Film anzuschauen, war unglücklich gewählt – nach den Nachrichten von neulich, als man in den Niederlanden eine in Erwartung des nahenden Weltuntergangs isoliert lebende Familie gefunden hat. Aber den Film hatte ich schon zu Hause, als die Meldung kam, und dann wollte ich ihn doch nicht ungesehen wieder zurückbringen. Gut, dass ich meinen Plan durchgezogen habe, denn von diesen sieben fand ich ihn am spannendsten – daher Platz eins und die Goldmedaille von mir.

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Im zweiten Teil meines Rückblicks gebe ich meine Meinung über die sieben anderen Horrorfilme wieder. Die nette Bibliothekarin bezeichnete einen Großteil ihres Sortiments als „Horror Light“, aber trotzdem habe ich mich teilweise nicht schlecht gegruselt.

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #4

Es gibt ein neues Fotoprojekt – aus der Taufe gehoben von aequitasetveritas und wortman, das am 4. August begonnen hat. Worum es geht, steht unten in lila Schrift.

Mein Objekt ist mein Tagebuch.

Vom 4. bis 17. August hat es mich nach Kanada begleitet – hier hatte ich es bei einem Bootsausflug zu den sogenannten Thousand Islands dabei. Eine Statistik, wie viele Inseln es tatsächlich sind oder wie sie alle heißen, befindet sich aber nicht darin. Dafür aber war hier der perfekte Platz zum Betrachten der vorbeiziehenden Inseln. Das Buch war mir am Schluss eine wertvolle Hilfe beim Schreiben meiner Reiseberichte, die in Kürze folgen werden.

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #3

 

Es gibt ein neues Fotoprojekt – aus der Taufe gehoben wurde es   von aequitasetveritas (https://aequitasetveritas.wordpress.com/2019/08/18/22-wochen-1-objekt-woche-3/)   und    wortman (https://wordpress.com/read/feeds/36144/posts/2382445276), das am 4. August begonnen hat. Da war ich schon auf dem Weg nach Toronto, habe aber in Kanada fleißig das Objekt, das seit einem Jahr mein ständiger Begleiter ist, an unterschiedlichen Orten fotografiert. Worum es geht, zitiere ich nach der Präsentation meines Objekts vor der Skyline von Toronto:

05 Skyline Toronto 050819

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

Wie man unschwer erkennen kann, ist mein Objekt mein Tagebuch, das mich vom 27. Juni 2018 bis zum 17. August 2019 begleitet hat. Alle meine Erinnerungen, vor allem die von meinen Reisen, habe ich darin festgehalten.

# Writing Friday – week 32

 

Das Projekt „Writing Friday“ habe ich bei elizzy entdeckt – und darum geht es:

Jeden Freitag wird veröffentlicht. — Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. — Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. — Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden. — Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. — Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

 

Dies sind die Schreibthemen für den August:

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil…”  beginnt. +++ 2) Schreibe aus der Sicht deiner Zimmerpflanze.  +++ 3) Erkläre deinem SuB wieso du keine Zeit für ihn hast. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück. +++ 5) Du entwirfst Postkarten mit Lebensweisheiten darauf, was würde auf einer davon stehen? Lebst du danach?

Da ich gerne bastele und immer nach Ideen zur Verwendung meiner Schnappschüsse suche, kommt mir das Postkartenthema sehr entgegen; leider ist es gestern so spät geworden, dass ich nichts mehr geregelt bekommen habe. Und weil viele anscheinend auch nichts mehr ohne Smartphone geregelt bekommen, habe ich für meine Karte den dazu passenden Spruch ausgewählt, den ich vor längerem auf Pinterest gefunden habe:

 

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Aber Wasser predigen und Wein trinken – das trifft in diesem Fall nicht auf mich zu, denn ich unternehme tatsächlich vieles ohne permanentes Daddeln auf dem Handy.  Damit ich mittendrin bin und nicht bloß dabei.

Projekt „Das Werk zum Wort“ 02/52 : Wunsch

Woche 2 des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – 50 weitere sollen folgen.

 

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Make a wish… als Premiere gab es von mir letzte Woche einen Ausschnitt aus dem Filmklassiker „Das zauberhafte Land“. In gewisser Weise würde die Suche nach dem Zauberer von Oz zum Thema der zweiten Woche passen, denn sie alle wünschen sich etwas: Dorothy möchte zurück nach Hause, der Löwe wünscht sich Courage, die Vogelscheuche Verstand, und der Mann aus Zinn hätte so gerne ein Herz… Selbst die Hexe wünscht sich etwas: Rache! – Aber zweimal das Gleiche? Als ich meinen Beitrag zum Thema „Anfang“ geschrieben hatte, wusste ich sofort, welches Werk ich auswählen würde für

Wunsch

Ein Buch. Nein – das Buch. Das ich so liebe wie kein anderes – geschrieben von Michael Ende. Es trägt den Titel „Die unendliche Geschichte“ und feiert dieses Jahr sein 40. Jubiläum. (ISBN 3-522-12800-1). Wer nur den gleichnamigen Film kennt und dann das Buch zum ersten Mal liest, wird eine Überraschung erleben, denn der Roman geht noch viel weiter. Denn das eigentliche Abenteuer, das in Phantásien auf Bastian Balthasar Bux wartet, diese Geschichte lässt der Film unerzählt. Es ist die Geschichte einer Reise zu sich selbst und den ureigensten wahren Bedürfnissen, die in dem Moment beginnt, als er sich in die unendliche Geschichte hineinziehen lässt, mitten hinein nach Phantásien. Dort sagt ihm der Löwe Graógramán, den Weg der Wünsche zu gehen, um zu seinem Wahren Willen zu gelangen, sei hochgefährlich, weil man sich auf keinem anderen Weg so leicht verirren kann.

Leseprobe aus Kapitel 15: „Meinst du, weil es vielleicht nicht immer gute Wünsche sind, die man hat?“ forschte Bastian. Der Löwe peitschte mit dem Schweif den Sand, in dem er lag. Er legte die Ohren an und zog die Nase kraus, seine Augen sprühten Feuer. Bastian duckte sich unwillkürlich, als Graógramán mit einer Stimmer, die wiederum den Boden vibrieren ließ, sagte: „was weißt du, was Wünsche sind! Was weißt du, was gut ist!“ (Seite 228).

Ob Bastian das gelingt oder ob er hoffnungslos verloren geht, das verrate ich nicht. Es könnte ja sein, dass dieses Werk dem ein oder anderen noch unbekannt ist. Wer das Glück hat, eine der älteren gebundenen Ausgaben in die Hände zu bekommen, wird auch in optischer Hinsicht seine Freude haben. Der Teil der Handlung, der sich in der Realität abspielt, ist in rot gedruckt, der in Phantásien angesiedelte Teil dagegen in grün.

 

 

Außerdem sind jedem der 26 Kapitel die entsprechenden ganzseitigen Initialen vorangestellt, denn sie entsprechen dem Alphabet. Kapitel 1 beginnt mit einem A, Kapitel 2 mit einem B, und so weiter bis zum Z:

Alles Getier im Haulewald duckte sich in seine Höhlen, Nester und Schlupflöcher“ (Kapitel 1 – Seite 18/19) … „Zögernd stand der Junge, der keinen Namen mehr hatte, auf und ging ein paar Schritte auf Atréju zu.“ (Kapitel 26 – Seite 412/413)

 

 

In neueren Ausgaben soll dieses gestalterische Element angeblich fehlen. Jetzt, wo ich mich daran erinnere, werde ich dieses Buch gerne noch einmal lesen – zum wievielten Mal auch immer.

Und noch ein Projekt : Das Werk zum Wort …

diesmal von Stepnwolf, das ich ganz zufällig in meinem Reader entdeckt habe:

 


Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“


 

Da 2019 bei mir unter dem Motto „spontane Entscheidungen statt langer Planungen“ steht, habe ich sogleich beschlossen, dass ich das Experiment wagen möchte. Aller Anfang ist schwer? Von wegen! Denn da fällt mir als erstes der Filmklassiker „Das zauberhafte Land“ von 1939 mit Judy Garland ein, und zwar die Stelle, an der Dorothy ihre Reise zum Zauberer von Oz beginnt, indem sie dem gelben Steinweg folgen soll. Follow the yellow brick road:

 

 

 

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RmqRx3ypWwU)

Ich glaube, ich wäre eine schlechte Dorothy gewesen, die niemals den Zauberer von Oz gefunden hätte, denn es wäre der rote Steinweg gewesen, der meine Neugier geweckt hätte. Was wäre wohl geschehen, wenn Dorothy ihm und nicht dem Befehl der guten Hexe gefolgt wäre? – Das nächste Wort lautet „Wunsch“, und ich habe schon jetzt eine leise Ahnung, wohin die Reise gehen wird.

 

 

12tel Blick : März – diesmal wieder mit Kirchturm


 

 

Einmal im Monat fotografiere ich meine Lieblingsbäume für das Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker. Bei der Motivauswahl hatte ich jedoch nicht daran gedacht, dass der Weg vom Parkplatz zu Fuß über die Felder gerade im Winter oder bei Mistwetter kein Spaziergang ist. Im März habe ich aber eine bessere Parkmöglichkeit für mein Auto gefunden – und von diesem neuen Platz aus ist der Weg zu Fuß weniger beschwerlich. Man wird ja schließlich nicht jünger.

09 - 12tel Blick Mar 1

 

09 - 12tel Blick Mar 2

 

Ein Perspektivwechsel ist manchmal das, was man braucht, um seinem Leben neuen Input zu verleihen, und im Moment bekomme ich mehr Input, als mir guttut. Da ist es doch irgendwie tröstlich, einen ruhenden Pol gefunden zu haben, an den ich in unregelmäßigen Abständen zurückkommen kann.

Und wie immer am Schluss: Die Gesamtansicht dessen, was bisher geschah…

 

100 Creative Challenges # 99 – Gedicht des Tages


Nun ist das Jahr fast herum, und ich konnte nur einen Bruchteil der 100 kreativen Aufgaben lösen, vor die uns hotaru mit ihrem Blogprojekt „100 Creative Challenges“ gestellt hat. Aufgabe Nr. 99 lautet „Verwandele ein Lieblingsgedicht in ein visuelles Werk.“

Vor einigen Jahren habe ich bereits angesichts der immer lauter und spektakulärer werdenden weihnachtlichen Lichtüberflutung das berühmte Weihnachtsgedicht von Joesph Freiherr von Eichendorff insgeheim umgedichtet. Mag sein, dass Weihnachten zu der Zeit, als es geschrieben wurde, vielleicht wirklich noch so war; mit dem Bild, was mir ein Gang durch meine Stadt heute bietet, hat es allerdings nicht mehr viel zu tun.

Und darum nun mein Beitrag zu hotarus Challenge – der die ersten beiden Strophen versinnbildlicht. Für die dritte und vierte Strophe war leider kein Platz mehr.

CC 99 Gedicht

Und hier noch der eichendorff’sche Originaltext aus dem 19. Jahrhundert :  

CC 99 Original

100 Creative Challenges # 82 : Bilderrätsel


Gestern noch die Sommersonne genossen, und heute ist das Jahr schon rum – oder: Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Hrr… Und vor lauter Gerödel im Berufs- und Privtleben sind bei mir die kreativen Eingebungen auf der Strecke geblieben. Bis gestern.

Da überquerte ich auf dem Heimweg den Weihnachtsmarkt und geriet mitten in eine Darbietung weihnachtlicher Klänge, eine Mischung aus traditionellem Liedgut und amerikanischen Evergreens, denen man zur Weihnachtszeit kaum entgehen kann. Und als ich mir so die drei Weihnachtsmänner ansah, fielen mir wieder die lange von mir vernachlässigten 100 Creative Challenges von Hotaru mit der 82. Aufgabe ein, die da lautet: „Denk dir ein Bilderrätsel aus.“ – Und deshalb …


I proudly present das kürzeste Bilderrätsel ever:

CC 82 Bilderrätsel

Welche Fernsehserie bzw. deren Weihnachtsspecial symbolisiert dieses Foto?


 

Auf eure Antworten bin ich schon gespannt und präsentiere die Auflösung an Weihnachten.