Media Monday #587 : Aus die Maus – oder der Angriff der Erklärbären

War’s das jetzt? Umstrukturierung im Job, verbunden mit Stress hin oder her, aber seit gestern überlege ich, ob ich nicht meine Schallplattensammlung auch einmal gründlich umstrukturieren und bestimmte Scheiben, die mir bisher lieb und teuer waren (vor allem teuer) erst einmal wegsortieren soll, solange das in meiner letzten Etüde angeschnittene Thema noch vor sich hin schwelt.

Wer sich mit brandgefährlichen Welterklärbären zusammentut, darf von mir keinen Beifall erwarten. Dabei ist es für mich kein Trost, dass die Band, die bei dieser Story in den Fokus geraten ist, schon seit Jahren nicht mehr existiert, und vielleicht sind seine ehemaligen Kollegen davon genausowenig begeistert (frei nach dem Motto, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt). Jedenfalls hat meine Fanbegeisterung davon einen ziemlichen Dämpfer bekommen.

Ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau, und ich wollte ja eine Abkühlung, aber doch nicht so!

Media Monday # 587

1. Filme sind für mich nicht immer ausschließlich eine Möglichkeit, den Alltag für eine Weile zu vergessen, sondern manchmal bringen sie mich auch zum Nachdenken, wie zuletzt „Moonage Daydream“, ein Film über und mit Material aus den Privatarchiven von David Bowie.

2. Wenn wir schon aufs Thema Horror zusteuern: American Horror Story ist eine wirklich außergewöhnliche Serie, die man sich nicht mal chronologisch geordnet, von Staffel eins bis zehn anzuschauen braucht, denn die anthologisch gehaltenen Staffeln sind in sich abgeschlossen und haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

3. Wenn Ende nächster Woche der für Horror prädestinierte Oktober beginnt, versuche ich, erst mal den persönlichen Horror in meinem Umfeld und rund um den Globus für mich persönlich auseinander zu sortieren. Musikalisch steige ich dann lieber auf diesen gern gehörten Horrorstreifen um:

Angst vor Spinnen hab‘ ich nicht – https://www.youtube.com/watch?v=ijxk-fgcg7c

4. Ein ungemein lesenswertes Buch ist z.B. „Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery, das dazu geführt hat, dass ich die intelligenten Meeresbewohner lieber in Freiheit bewundere und sie als Gericht auf dem Teller boykottiere. Apropos habe ich es heute mit Boykottaktionen an sich.

5. Allgemein fühle ich mich dem Genre Grusel/Mystery/Horror doch sehr verbunden, denn bei vielen Geschichten kann ich da mitfiebern und Überlegungen anstellen, was hinter dem mysteriösen Geschehen wohl stecken mag. In der Realität brauche ich Horror jedoch nicht, denn was ich manchmal von anderen Leuten oder aus den Nachrichten erfahre, hat genug gruseliges Potenzial.

6. Bei den obligatorischen drei Dingen für die einsame Insel würde ich verzweifeln, weil drei Dinge alleine nicht ausreichen. Viel wichtiger wären mir Personen, die sich mit Überlebenstaktiken auskennen – von denen kann dann getrost jeder drei Artikel mitschleppen. Je mehr, desto besser. Aber bitte niemand, mit dem ich mich dann auch noch herumärgern darf.

7. Zuletzt habe ich mit einem Thema beschäftigt, von dem ich am liebsten gar nichts gehört hätte, und das war eine zufällige Entdeckung, die mich fassunglos gemacht hat, weil sie den Drummer einer von mir bisher sehr geschätzten Band betrifft. Jetzt geht es mir wie einer Freundin, die Filme mit Sean Connery boykottiert, seit sie von einem Interview Wind bekommen hat, in welchem er erklärt haben soll, es sei nicht so schlimm, wenn man einer Frau mal eine Ohrfeige verpasst, wenn sie es verdient hat. Allerdings war das schon 1965, und außerdem geht es in diesem Fall nicht um das Stichwort #metoo, sondern um das Reizthema „Covid“.

Ich finde es nämlich alles andere als prickelnd, dass besagter Herr F. auf seinem Facebook-Profil dazu aufgerufen hat, sich den sogenannten Sovereign Citizens bei ihrem Marsch zur australischen Hauptstadt anzuschließen. Das war zwar schon im Februar dieses Jahres, und mitbekommen hat davon kaum einer was. Aber mir geht’s darum, wer oder was dahintersteckt.

Man kann ja Vorbehalte gegen die eigene Impfung haben, und es ist mir inzwischen auch herzlich egal, wie oft und warum oder warum nicht sich jemand impfen lassen möchte, aber sich mit Gruppierungen zusammenzuschließen, die Verschwörungstheorien und ähnlichen Bullshit verbreiten oder ihre (wohlgemerkt demokratische) Regierung als Firma bezeichnen, von der man sich länger nicht unterdrücken lassen will, ist ein ganz anderes Kaliber. Da fühle ich mich sofort an die Reichsbürgerbewegung erinnert. Und wenn ich dann noch sehe, dass die Route am Capital Hill endet, sehe ich das Horrorszenario vom 6. Januar 2021 vor mir, als eine Menge aufgebrachter „Demonstranten“ das Kapitol in Washington stürmte.

Ich könnte jetzt auch noch das Stichwort „kulturelle Aneignung“ in den Raum werfen und mich noch ewig weiter darüber aufregen, dass sich einige dieser selbsternannten Welterklärer zum Fürsprecher einer bestimmten Bevölkerungsgruppe aufschwingen. Aber ich glaube, ich höre an dieser Stelle auf, bevor es noch völlig aus dem Ruder läuft.

Media Monday #586 : There’s hope in honest error…

Dieses Zitat von Charles Rennie Mackintosh (1868-1928) ist alles, was mir zu meiner Vergesslichkeit einfällt. Gekauft hatte ich eine Karte für ein Konzert am 13. September, war aber die ganze Zeit über der Meinung, das Konzert fände am 15. September statt – und freute mich wochenlang darauf… nur um am 14. September festzustellen, dass ich das Event „Bau.Haus.Klang – eine Harmonielehre“ in der Alten Oper in Frankfurt leider um einen Tag verpasst hatte. *grummel* :

„Zum Einstieg ins Fratopia-­Festival machen Michael Wollny, in der Spielzeit 2022/23 Jazz-­Residenz-­Künstler der Alten Oper, und seine Musikerkollegen die Faszination der visionären Einfachheit spürbar. Sie erweitern ihr Instrumentarium dabei um Glas, Holz, Ton, Metall oder Gewebe und komponieren gänzlich neu mit Werkstoff, Form und Struktur.“

Auf Youtube gab es eine Dokumentation mit dem gleichen Titel, und auch einen musikwissenschaftlichen Artikel konnte ich dazu finden. Was mir dabei wohl entgangen ist? Auf jeden Fall ein Experiment von 105 Minuten Länge ohne Pause. Wer weiß, wozu meine Vergesslichkeit am Ende doch gut war. Ohne Pause nach diesem Gejammer geht es jetzt gleich weiter zum 586. Media Monday.

Media Monday # 586

1. Hätte ich nur die Möglichkeit, nur innerhalb dieses Jahres für kurze Zeit nochmal die Zeit zurückzudrehen, würde ich doch glatt meine beiden restlichen Urlaubstage auf einen anderen Tag legen. So aber muss ich jetzt nach dem Evanescence/Within Temptation-Konzert im November nun doch arbeiten. Aber lieber so, als dass das Konzert erneut verschoben wird.

2. Würde es meinen Schallplattenspieler nicht geben, könnte ich niemals meine Schätze in ausgezeichneter Klangqualität erleben.

3. Wobei ich gerne oft aufstehe, um die Schallplatte umzudrehen, sobald die entsprechende Seite abgespielt ist – das hält fit und ich bleibe in Bewegung. Wenn allerdings wie bei neueren Produktionen bereits nach drei Liedern Schluss ist, kann dies auch schnell zu einem abendfüllenden Sportprogramm ausufern.

4. Ein gutes Konzert braucht wirklich nicht viele aufwändige Showelemente (wie bei Rammstein), um bei mir noch lange in Erinnerung zu bleiben. Zu den wirklich großen Momenten zählen bei mir mein allererstes Konzert im Stadion (Simon & Garfunkel), Amy MacDonald in der Jahrhunderthalle in Höchst vor ein paar Jahren und mein letztes Konzert im Stadion (Iron Maiden). Okay, letzteres hatte durchaus Showelemente zu bieten, aber von denen hat man hinten eher nicht so viel mitbekommen.

5. In der Vergangenheit habe ich mir über die Vergänglichkeit wenig Gedanken gemacht, doch mit fortschreitendem Alter wird mir immer deutlicher bewusst, wie endlich unsere Zeit ist.

6. Engpass bei den Ausbautrupps für den vollmundig angekündigten Glasfaseranschluss, aber wenn nicht bald (und damit meine ich noch irgendwann in diesem Jahr) der Terminvorschlag ins Haus flattert, wird’s mit dem turboschnellen Internet und dem noch flüssigeren Arbeiten im Home-Office so schnell nichts. Immerhin wurde mir am Samstag versprochen, dass es bald soweit sein soll.

7. Zuletzt habe ich mich bei einer englischsprachigen Sondervorstellung mit deutschen Untertiteln an dem Film „Moonage Daydream“ erfreut, und das war für mich wie eine Offenbarung, weil dieses ungewöhnliche Werk aus den Privatarchiven David Bowies mich zum Nachdenken gebracht und mich noch lange danach beschäftigt hat. Dabei war ich nie jemand, der sich als Fan von David Bowie gesehen hat.

Media Monday #585 : Die komprimierte Hamburgreise

Vier Stunden hin, vier Stunden zurück. Nein, die Rede ist nicht von meiner Reise von Frankfurt nach Hamburg und zurück, die vier Tage dauerte – sondern von meinem Tagesausflug nach Münster, um mir zusammen mit meiner Freundin die Andy-Warhol-Ausstellung anzusehen. Mit diversen Zügen dauerte die Fahrt nach Münster und zurück jeweils vier Stunden, also insgesamt acht. Und alles an einem einzigen Tag. Die Überraschung war groß, unter den ausgestellten Siebdrucken auch ein Porträt der verstorbenen Königin Elizabeth II zu entdecken.

Entdeckt habe ich außerdem auch, dass ich auch ohne Schirm mit halbwegs trockener Haut durch den Regen kam und dass manche Ketten besser sind als andere, was den Kaffee angeht, und dann auch noch leckeren Kuchen anbieten. Kommen wir nun zum aktuellen Media Monday, der diesmal ziemlich kurze Satzfragmente zum Auffüllen enthält.

Media Monday # 585

1. Endlich gibt es einen Teaser/Trailer zu Don’t worry Darling und ich habe ihn mir dann doch angeschaut, obwohl ich von dem unnötigen Medienrummel und den künstlich aufgebauschten „Skandalen“ schon im Vorfeld genervt war. Dabei hätte es diese ganzen übertriebenen „Skandal“-Rufe nicht gebraucht, denn ich finde ihn zumindest unter optischen Gesichtspunkten sehr interessant. Stepford Wives & Truman Show meet Verschwörungsthriller? Vielleicht kommen ja auch Aliens darin vor. So richtig kann ich das Werk noch nicht einschätzen. Links zu Trailer 1 und 2 zum Film mit Chris Pine, Florence Pugh und Harry Styles gibt es hier.

2. Konzerte sind doch immer wieder für eine Überraschung gut. Endlich komme ich darauf, wie das letzte Album von Iron Maiden heißt, und ich muss sagen, das Doppelalbum „Senjutsu“ ist schon ein ziemliches Brett, immerhin spielt sich die Länge von drei Songs im zweistelligen Minutenbereich ab, und das kürzeste Stück ist 4:20 lang. Klanglich gibt’s auch nicht zu meckern – da steht für mich jetzt schon fest: Das wird mein persönliches „neues“ Album des Jahres.

3. Es ist schon erstaunlich, wie schlecht manche LPs klanglich bei ihrer Erstveröffentlichung gewesen sein müssen, weshalb man sich überlegt hat, es bei der Neuveröffentlichung besser zu machen. Im aktuellen Fall habe ich bei dem 2019 neu aufgelegten Album „Live Baby Live“ von INXS zugegriffen. Hier war man so clever, nicht nur ausschließlich die 22 Songs des Konzerts vom 13. Juli 1991 neu abzumischen, sondern sie auf drei LPs zu pressen – und nicht wie bei dem „Live-Album“ von 1991 sechzehn Songs von verschiedenen Gigs der Welttournee zusammenzuschneiden und auf eine einzige Scheibe zu quetschen. Aber auch die Verpackung inclusive Booklet kann sich bei der neuen Fassung wirklich sehen lassen.

Do wot you do? (mach ich doch sowieso) – dieser Song war nicht Teil des Konzerts. Eigentlich schade… https://www.youtube.com/watch?v=yzAepMHp_1M&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=27

4. Im Falle von bestimmten, angeblichen Zensurskandalen hätte man vielleicht einfach mal selber die Klappe bzw. die Finger still halten können, bevor man seinen Hass in die weite Welt hinausplärrt und das böse W-Wort als Diffamierung den anderen in den Kommentaren um die Ohren haut. Denn bei dem, was da angeblich verboten werden sollte, ging es nicht um die uralten Originale und deren Urheber, sondern um die – um es salopp auszudrücken – Fanfiction aus diesem Jahr.

5. Ich würde es ja feiern, wenn nicht jeder Pups auf Tiktok und Twitter zu Aufregungswellen führen würde, die mir im Moment so unglaublich auf die Nerven gehen. Ob es um König Charles III geht oder andere Persönlichkeiten – wer auch immer aus dem Zusammenhang gerissene Filmchen auf gewissen Plattformen hochlädt, hat vermutlich nichts besseres zu tun oder zu viel Zeit, um sie sinnlos zu verplempern. Nein, nicht jedes Filmchen ist eine Nachricht oder gar einen Shitstorm wert, auch wenn das einige Zeitgenossen gerne so hätten.

6. Überraschend gut gealtert ist der Film „Footloose“ aus den 1980er Jahren, wie ich am vergangenen Sonntag, den 4. September, feststellen durfte.

7. Zuletzt habe ich ein weiteres Kapitel meines „Mein Buch für Dich“-Challengebeitrags namens „Der Glastonbury-Zwischenfall“ geschrieben, und das war längst fällig, weil ich die Eingebung, wie’s weitergehen soll, schon am Donnerstag hatte, aber wegen der Sondermeldung aus dem Vereinigten Königreich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Nun liegen noch 19 Kapitel vor mir.

The Glastonbury Tor? – Screenshot bei 6:16 im Video zu „The Pilgrimage“ von Saxon – https://www.youtube.com/watch?v=BgjJf-WpEis&list=RDGMEMJQXQAmqrnmK1SEjY_rKBGA&index=28

Und wer sich fragt, worum es bei „Mein Buch für Dich“ geht, für den habe ich jetzt die Erklärung. Bei der Challenge mussten alle Teilnehmer sogenannte Rohentwürfe in 20 bis 25 Kapiteln entwerfen, die dann an jemand anderes verlost wurden – die müssen dann aus dem Entwurf bis zum 1. März 2023 ein komplettes Buch schreiben und sich dabei an die Vorgabe halten, haben dann aber auch sämtliche Rechte an dem Buch, das sie schreiben, unter der Bedingung, dass die Urheber im Vorwort oder Klappentext namentlich genannt werden.

In dem an mich verlosten Entwurf geht es um eine Gruppe Jugendliche, die durch Zufall auf einen Schatz stoßen und dabei den Gangstern, die ebenfalls hinter dem Schatz her sind, in die Quere kommen. Und dann ist da noch eine dritte Gruppe, die ebenfalls nichts Gutes im Schilde führt. Welche Art von religiösen Siedlern oder Stamm die Ideengeberin des Entwurfs vor Augen hatte ich nicht, aber ich tendiere ganz stark in Richtung Druiden bzw. Neuheiden – das lässt genügend Raum für Spekulationen und Drama.

Media Monday #584 : Bullshit Bingo

Es leben die Achtziger Jahre, denn dank des Abi-Jahrgangs-Jubiläumstreffens durfte ich am Wochenende nicht nur in Erinnerungen schwelgen (*hust*), sondern auch Revue passieren lassen, was denn nach dem Abschluss noch alles kam. Während ich einige gar nicht mehr wiedererkannt habe, war bei anderen klar: Der oder die hat sich rein optisch gar nicht groß verändert, und glücklicherweise waren auch noch alle Anwesenden fit.

Im Lauf des Abends kamen wir dann auch auf Musik zu sprechen, und da habe ich dann festgestellt, dass ich dieses Jahr so ziemlich alle Namen, die in jenem Jahrzehnt die meisten kannten, auf meiner Konzert/Veranstaltungsliste habe: Iron Maiden, Saxon, Kim Wilde, The Cure… sogar die Vorpremiere zu CATS (dem Musical von Andrew Lloyd Webber) ist mit dabei. Die Zusammenstellung mag dem ein oder anderen befremdlich vorkommen, aber wie ich schon mal sagte: Ich bin musikalisch breit aufgestellt.

Aufgestellt habe ich jetzt endlich die sieben Fragen, die alle Teilnehmenden am aktuellen Media Monday bewegen – mit mehr oder weniger sinnvollen Antworten:

Media Monday # 584

1. Das letzte Drittel des Jahres hat gerade erst begonnen und mir kommt es vor, als wäre noch nicht mal die Hälfte erreicht.

2. Das Jahrzehnt der 1980er Jahre mag sehr kreativ sein, aber da war auch nicht alles Gold, was glänzt, wenn ich durch Zufall entdecke, dass einem auch da bereits Aufgüsse alter Ideen neu und klammheimlich untergejubelt werden. Ein Hasenfußrennen mit Treckern in „Footlose“ zu den Klängen von Bonnie Tyler? „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ lässt grüßen.

Manches ändert sich nie – https://www.youtube.com/watch?v=Fn7d_a0pmio

3. Die lang erwartete Der-Herr-der-Ringe-Serie ist gestartet und enttäuscht hoffentlich nicht die Fans. Trotzdem ist das für mich immer noch kein Grund, einen Streamingdienst zu abonnieren.

4. Meine Geduld ist am Ende auch nur begrenzt. Diese Aussage gilt auch für Zeit, Energie und Geld.

5. Ein*e wirklich herausragende*r Darsteller*in dieser Tage wird hier gesucht, doch wo soll ich anfangen? Ich greife in den großen Lostopf und ziehe Kristen Stewart für ihre Hauptrolle in „Spencer“ und Robert Pattinson für seinen Part in „Der Leuchtturm“ aus der Menge an Losen.

6. Es schürt schon durchaus Vorurteile, wie manche immer wieder in das gleiche Horn tuten, ohne sich genauer zu informieren, worum es geht. Mittlerweile kann ich mir mein eigenes Bullshit-Bingo aus Begriffen, die in den Kommentaren auf Youtube auftauchen, zusammenbasteln. PS: Diese Antwort habe ich absichtlich kryptisch gelassen, damit sich jeder seinen eigenen Sinn darin zusammensuchen kann. Denn nur so ist an alle gedacht.

7. Zuletzt habe ich unser Abitreffen zum 35. Jubiläum besucht, und das war einerseits äußerst spannend, aber auch in einem Punkt ein wenig gruselig, weil wir um 22 Uhr plötzlich in völliger Dunkelheit standen. Zum Glück hatte der Wirt Erbarmen und hat uns Kerzen auf die Tische gestellt.

Media Monday #583 : La vie en rose

… oder auch: Wie ich mein Leben in vollen Zügen genoss und den Spaß meines Lebens hatte. Ironie off: Der zweite Teil des Satzes geht soweit in Ordnung, denn wir waren auf dem Blumencorso in Bad Ems und haben den Nachmittag in Gesellschaft eines sehr netten Bad Emsers verbracht, der dann auch ein wenig betrübt war, als wir den Heimweg antraten.

Der erste Teil des Satzes dagegen? Nun ja, Stellt Euch vor, Ihr wollt nach Hause, der Bahnsteig quillt über und dann entert Ihr den Zug, in dem sich bereits die Fahrräder und ihre Besitzer stapeln. Ratet mal, wieviel Platz dann noch ist, wenn die Herren und Damen mit den Rädern nicht die Bohne daran denken, ganz nach Vorschrift der Bahn den Zug zu verlassen? Richtig, wir genießen unsere Fahrt in *** Yay!

Genug gespottet – es war trotz dieser kleinen Unbill ein schöner Tag – und wie Matthew McConaughey in „Zum Ausziehen verführt“ (nein, der Titel verheißt keinen Schweinkram) so schön sagt: „Blumen schicken kann jeder“; ich lasse mir sie gleich persönlich überreichen.

So, und nun zu den sieben Lückentexten des 583. Media Monday:

Media Monday # 583

1. Nun, da sich langsam die Veröffentlichungen der Serien-Highlights des Jahres zu häufen beginnen, gehen auch diese Highlights an mir vorbei.

2. Ich will ja nicht unken, aber ich glaube kaum, dass ich diesen Monat nochmal ins Kino gehe – darum gibt es meinen Monatsrückblick erneut vor dem Einunddreißigsten.

3. Es ist schon interessant, wie sich TV-Serien seit den frühen 2000ern verändert haben, denn wenn man den Leuten so zuhört, könnte man glauben, dass nur noch wenige fernsehen – aber jetzt mal auf wirkliche TV-Serien bezogen, habe ich den Eindruck, dass zur Zeit Mystery und Science-Fiction als Themen inflationär aus dem Boden schießen.

4. Ginge es nach mir, könnte es gerne noch mehr günstige Fahrkarten wie das Neun-Euro-Ticket geben; auch wenn das heißt, dass sich an Wochenenden mehr Fahrgäste als sonst in den Zügen tummeln.

5. Der September hat eventuell das Potential, um zu meinem persönlichen Überraschungsmonat des Jahres 2022 zu werden.

6. Eine Lektüre, die ich wirklich nur empfehlen kann, fällt mir beim besten Willen nicht ein, weil die Geschmäcker völlig unterschiedlich sind und manche, die ich kenne, nicht gerne lesen. Wenn ich jetzt aber einen Tip abgeben muss, dann komme ich mit dem Ratschlag um die Ecke, die Zutatenlisten auf Lebensmittelverpackungen gründlich zu lesen, denn da werden einem teilweise wirklich die Augen geöffnet.

7. Zuletzt habe ich mit einer Schulkameradin von früher telefoniert, und das war ein sehr langes Telefonat, weil wir uns viel zu erzählen hatten – vielleicht schaffen wir es, am Freitag gemeinsam einen Film im Open-Air-Kino zu sehen, bevor wir uns dann endgültig am kommenden Samstag beim Abitur-Jahrgangstreffen wieder treffen.

Media Monday #582 : Der (literarische) Kessel Buntes

Wie die meisten schon wissen, bin ich filmisch und musikalisch breit aufgestellt – nun rücke ich mit der nächsten Offenbarung heraus: Dieses Kraut und Rüben erstreckt sich auch auf das, was ich lese, sowohl in gedruckter Form als auch online. Letzteres auf einer Plattform, auf der man auch seine eigenen Kurzgeschichten und längeren Werke veröffentlichen kann.

Da ich mich schnell für spannende Projekte begeistern kann, habe ich ganz mutig (andere würden auch leichtsinnig dazu sagen) die Hand gehoben und an die Leiterin des Projekts „Mein Buch für Dich“ einen Rohentwurf für 22 Kapitel geschickt – der wird dann an anderes verlost, und der oder die Glückliche hat die ehrenvolle Aufgabe, sich an die Vorgabe zu halten und daraus innerhalb eines Jahres einen Roman zu entwickeln.

Jetzt warte ich mit Spannung darauf, was für einen Entwurf ich „gewonnen“ habe und hoffe, dass ich mir damit nicht selbst ein Bein gestellt habe. Jetzt aber erst mal zu den sieben neuen Lückentexten des 582. Media Monday:

Media Monday # 582

1. Bevor wir es erleben werden, dass George R. R. Martin sein Game-of-Thrones-Epos zu Ende bringen wird (ja, ja, ich weiß auch, dass das Werk einen anderen Titel trägt), wird es mit „House of the Dragon“ eventuell nicht bei dem einzigen Spin-Off bleiben.

2. Prädestiniert für den Urlaub ist ja eigentlich die TARDIS, weil man mit ihr überall hin reisen, wohin man möchte – auch durch die Zeit, wäre ein Aufenthalt am jeweiligen Ort nicht immer eitel Sonnenschein… aber vielleicht ginge als Alternative auch das Holodeck aus Star Trek? Im Moment fehlt mir die Übersicht über nervige bis lebensgefährliche Zwischenfälle.

3. So ein Mammutprojekt wie das oben schon erwähnte „Mein Buch für Dich“ sollte man auch nur in Angriff nehmen, wenn man genügend Zeit mitbringt, schließlich soll etwas dabei herauskommen, das Hand und Fuß hat, so dass es anderen Spaß macht, es zu lesen.

4. Ich bin ja durchaus der Ansicht, man könnte sich sein Eis auch selber machen, selbst wenn man keine Eismaschine zu Hause hat. In so einem selbstgemachten Eis steckt dann weder Rapsöl, Kokosfett oder Palmöl drin, so wie in industriell hergestelltem Eis. Aber weil Selbermachen Zeit und Geduld braucht und ich oft zu hibbelig bin, gehe ich dann doch lieber zur Eisdiele.

5. „Mein Buch für Dich“ wäre auch so ein Projekt, das ich voller Enthusiasmus angegangen bin, obwohl ich nicht weiß, was da auf mich zukommt. Obwohl ich im Prinzip schon weiß, was mich erwartet: ein Rohentwurf, der die Handlung vorgibt; wenn trotz guter Vorlage Murks dabei herauskommt, muss ich das auf meine eigene Kappe nehmen.

6. Auf der Suche nach klassischer Strandlektüre muss man mich nicht nach meiner Meinung fragen oder mich um Tips bitten, weil ich kein Fan von klassischen Strandurlauben bin. Was ich allerdings nicht empfehlen kann, wäre der erste Band der „Tribute von Panem“-Trilogie und die Szene, in der die Sponsoren üppig schlemmen, wenn man wie ich nachts mit einem Riesenkohldampf in einem kanadischen Hotel aufwacht und nicht weiß, wie man an Essen kommen soll. Plakate wie das oben abgebildete sind da nicht sonderlich hilfreich (allerdings war das in einem anderen Hotel).

7. Zuletzt habe ich darauf gewartet, was für eine Katze im Sack ich bei der Verlosung für „Mein Buch für Dich“ ergattert habe, und das war wie früher die Ziehung der Lottozahlen, weil die Vorlage, die an mich verlost wurde, alles sein kann: ein Entwurf für einen Mafia-Thriller, einen Fantasyroman oder eine Fan-Fiction zu einer Materie, von der ich keine Ahnung habe (zum Beispiel K-Pop oder Netflix-Serien).

Media Monday #581 : Der datumsübergreifende Gedenktag

Diese verwirrende und auf den ersten Blick wenig sinnstiftende Überschrift soll mich daran erinnern, dass morgen nicht nur der 45. Todestag von Elvis Presley naht, sondern auch Tim Farriss, der ehemalige Leadgitarrist von INXS seinen 65. Geburtstag feiert. Datumsgrenze hin oder her – zum Glück fallen die sieben Lückentexte des 581. Media Monday keiner Zeitverschiebung zum Opfer:

Media Monday # 581

1. Bei der Hitze im Moment bleibt einem ja eigentlich kaum etwas anderes übrig, als Aktivitäten an Orte zu verlagern, an denen es kühler ist. Sofern man die Zeit dazu hat, bietet es sich doch geradezu an, den Keller auszumisten – jedenfalls ging es mir so. Auf Schätze bin ich dabei nicht gestoßen, sondern auf jede Menge Müll, den seit Jahren niemand mehr braucht.

2. Wirklich empfehlenswerte Sommer- oder Urlaubslektüre für die mentale Abkühlung wäre z.B. der Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ von Christoph Ransmayr über die österreichisch-ungarische Polarexpedition von 1872 bis 1874, bei der eine Inselgruppe östlich von Spitzbergen entdeckt wurde.

3. „The Day after tomorrow“ wäre ein Film, der regelrecht Abkühlung verspricht, schließlich geht es darin um eine Eiszeit unvorstellbaren Ausmaßes. „Snowpiercer“, „The Lodge“, „Shining“ oder sogar „Everest“ lägen auch noch im Bereich des Möglichen. Denkbar wäre aber theoretisch jeder Film, vorausgesetzt die Klimaanlage im Kino läuft – und man wird nicht per Aushang darauf hingewiesen, dass letztere wegen technischer Schwierigkeiten defekt ist, wie neulich, als ich mir „Thor – Love and Thunder“ ansehen wollte. PS: Am Mittwoch gibt es in einer Sondervorstellung „La Dolce Vita“ von 1960 zu bewundern – ein Klassiker, in dem Anita Ekberg in den Trevi-Brunnen steigt. Vielleicht wäre ja das die Lösung für mein Dilemma.

4. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie ich bei der nächsten Möglichkeit wieder ein Open-Air-Konzert aufsuche, vorzugsweise im nächstgelegenen Stadion. Dann aber werde ich mich rechtzeitig vorher darüber schlau machen, wie die Reihen auf den Tribünen angeordnet sind, denn für mich gibt es nichts unangenehmeres als eine steile Treppe ohne Geländer hinabzusteigen.

5. Das Äußere von R2D2 und C3PO (Star Wars) ist in etwa vergleichbar mit dem von den Daleks und den Cybermen (Doctor Who) –  und das ist ein Vergleich, von dem ich nicht mehr weiß, wer vor Jahren damit als erstes um die Ecke kam: mein Mann oder ich – hier der Beweis:

oben Star Wars, unten Doctor Who, Quelle: https://pbs.twimg.com/media/DTPfmDHVwAEbx3a.jpg

6. Spät abends, wenn die Nächte lauschig und die Temperaturen milder werden, kann ich von draußen seltsame Geräusche wahrnehmen. Es wird wahrscheinlich irgendein Tier sein, z.B. ein Marder, ein Igel oder eine durch die Nacht streifende Katze, wenn ich das Geraschel und Geschrei richtig interpretiere. In solchen Fällen empfiehlt es sich, vorher keinen Horrorfilm gesehen zu haben, weshalb ich ganz froh bin, dass ich mir „Nope“ erst noch anschauen werde und es nicht bereits am Freitag getan habe, wie ursprünglich geplant.

7. Zuletzt habe ich mich mit einer Freundin getroffen, und das war zu einer ganz ungewohnten Uhrzeit, weil wir uns bisher meistens nachmittags getroffen haben. !

PS: Jubilate! Laut Statistik ist dies mein 2000. veröffentlichter Beitrag – wie der folgende Screenshot zeigt:

Media Monday #580 : Die Schwärmerei des Monats

Nachdem ich in meinem Blogs auffallend viele Anglizismen verwende, habe ich beschlossen, den oft gelesenen Begriff „Crush“ in Schwärmerei umzutaufen. Dabei habe ich gar nichts gegen dieses Wort, nämlich zum Beispiel dann, wenn es Teil eines Songtitels ist (z.B. „#1 Crush“ von Garbage – oder „Orange Crush“ von REM). Was das Schwärmen angeht, hat sich bei mir nicht viel geändert – aber falls ja, dann könnte ich mir vorstellen, mir fürs nächste Jahr einen Kalender aus den in dafür in Frage kommenden Kandidaten zu basteln. So, genug geplaudert – und deshalb geht es jetzt auch schon hinüber, zu den sieben Lückentexten zum 580. Media Monday:

Media Monday # 580

1. Wenn auf eine Kinoveröffentlichung schon von vornherein verzichtet wird, ist das besonders dann ärgerlich, wenn es ein Film gewesen wäre, der auf der großen Leinwand erst richtig gezündet hätte. Donnie Darko hätte ich zu gerne im Kino gesehen. Aber andererseits ist es dann besonders erfreulich, wenn ein Film, den es bisher nur auf DVD gab, im Kino als überarbeitete Fassung in einer spitzen Tonqualität gezeigt wird, so wie der Konzertmitschnitt des INXS-Konzerts vom 13. Juli 1991 in der Wembley-Arena, und dann sogar noch um einen Song und insgesamt sechs Minuten länger als auf DVD.

2. Dass ein Projekt kurz vor seiner Vollendung gänzlich eingestampft wird, habe ich auch schon bei Büchern erlebt. Da wurde aber gleich die ganze Fantasysparte von dem betreffenden Verlag aufgegeben, so dass ich mir die letzten Bände der Fortsetzungsreihe in der englischen Originalausgabe kaufen musste.

3. Man könnte meine, es wäre egal, dass man Musik streamt und weder auf CD noch auf Vinyl braucht, aber da bin ich dann doch lieber dem Medium treu, das ich auch noch in die Hände nehmen kann. Und auch da kann man immer noch auf so manche Überraschung stoßen. Während z.B. Harry Styles sein aktuelles Album im Pappschuber auf den Markt bringen lässt, setzen Florence & The Machine bei ihrem aktuellen Album auf eine besonders luxuriöse Verpackung in Form eines künstlerisch besonders ansprechenden Buchs, in dem man die CD dann ganz hinten im Einband versteckt hat.

4. Brad Pitt wirkt schon wie jemand, der mit den Jahren immer interessanter für mich auf der Leinwand wird, was auch nicht so oft bei mir vorkommt. Hier mal eine kurze Auswahl: zuerst in „Once upon a time in Hollywood“, dann in „The Lost City“ und jetzt wieder in „Bullet Train“ (super Film, übrigens), in dem – O Wunder – ebenfalls Sandra Bullock und Channing Tatum in kleineren Rollen zu sehen waren (dabei hatten wir diese Konstellation dieses Jahr bereits, nur da war Mr. Pitt bereits nach zehn Minuten weg vom Fenster).

Hier nützt einem das 9-Euro-Ticktet zur Abwechslung mal nichts : https://www.youtube.com/watch?v=b8IapomRPZc

5. Ich mag es ja, wenn in Filmen/Serien das Ende nicht von vornherein auf eine Fortsetzung ausgelegt ist.

6. Könnte ich etwas noch einmal vorbehaltlos gänzlich neu für mich entdecken, es wäre die ein oder andere Band, für die ich eigentlich nicht zur angestrebten Zielgruppe gehöre.

7. Zuletzt habe ich mich in diverse Bücher auf Wattpad vertieft, und das war teilweise völliges Neuland für mich, weil einige Fan Fictions darunter waren, die sich mit einer Band beschäftigen, mit der ich bislang noch keine Berührungspunkte hatte (und mit der man einige, die das hier lesen, vermutlich jagen kann):

mal was neues auf die Ohren – https://www.youtube.com/watch?v=FA2w-PMKspo

Das war sie übrigens (die Band, nicht die Fan Fiction).

Media Monday #579 : Wieder zuhaus‘

Kaum angekommen, wäre ich am liebsten auch wieder weggefahren, denn die Temperaturen in Hamburg mit um die 20 bis 24 Grad (manchmal auch 28 Grad) haben mir bedeutend besser gefallen als diese Sauna To Go in Frankfurt. Aber es ist, wie es ist – machen wir das Beste draus.

Die erste Abkühlung hatte ich übrigens bereits am vergangenen Dienstag beim Iron-Maiden-Konzert im Stadion, wo ich das Spektakel aus luftiger Höhe aus genießen durfte, womit aber auch schon eines feststeht: Sollte ich jemals noch einmal einen Fuß in dieses Stadion setzen, dann nur noch in einer Reihe, die sich am Kopf der „Freitreppe abwärts“ befindet, und am liebsten den Platz direkt an der Treppe. Panik beim Treppensteigen? Fehlende Geländer und zu enge Reihen machen’s möglich.

Beschäftigen wir uns lieber erst einmal mit dem Media Monday, dessen Lückentexte zur 579. Ausgabe ich tatsächlich erst heute ausgefüllt habe:

Media Monday # 579

1. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn wir nicht nach Hamburg sondern wie geplant nach Amsterdam gefahren wären. Uns wären womöglich zwei wunderbare Aufführungen und eine Fahrt mit dem Riesenrad entgangen. Und ob man eine nächtliche Fahrt mit der Barkasse durch den Containerhafen und die Speicherstadt inclusive zweier Feuerwerke noch toppen kann? Sich neben einem riesigen Containerschiff plötzlich ganz klein zu fühlen, da kann eine Grachtenfahrt nicht mithalten.

2. Manch offenkundige Schwäche im Drehbuch lässt sich durch die Adaption für die Bühne im Idealfall ausbügeln: Die Edgar-Wallace-Verfilmung „Die Tür mit den sieben Schlössern“ von 1962 fand ich trotz Klaus Kinski als Bösewicht eher so lala, doch bei der Komödie in einem Krimitheater auf der Reeperbahn habe ich mich prächtig amüsiert. Ähnlich ging es meiner Freundin, die den Film „König der Löwen“ furchtbar kitschig fand, aber von dem Musical rundum begeistert war.

3. Die 2015 gestartete Neuauflage der britischen Fernsehserie „Poldark“ mag ambitioniert gestartet haben, aber wenn dann aus den angekündigten sechs Staffeln nur fünf werden und davon nur die ersten vier auf den Romanen basieren, während die Handlung der letzten frei erfunden ist, frage ich mich, woran dieser Sinneswandel wohl gelegen haben mag. Es war zwar nicht ganz das, was ich erwartet hatte, aber ein Weltuntergang war es jetzt auch nicht.

4. Ich frage mich ja manchmal, ob es wirklich nur an der Lautstärke liegt, wenn einem nach einem Konzert die Ohren klingeln. Nach dem Open-Air-Konzert im Frankfurter Waldstadion (jetzt Deutsche-Bank-Park) hatte ich das Problem seltsamerweise nicht – nach der von einem Partyboot zu unserer kleinen Barkasse hinüber dröhnenden Schlagermusik dagegen beinahe schon.

5. Ohne die Beteiligung von „Powerwolf“, einer deutschen Metalband, wäre wohl das Vorprogramm des Iron-Maiden-Konzerts mein persönlicher Fall für die Tonne gewesen.

6. Die australische Hardrockband „Airbourne“ wäre nicht meine erste Wahl gewesen, um das Vorprogramm beim Iron-Maiden-Konzert zu bereichern, und mit dieser Meinung war ich nicht die einzige an diesem Abend.

7. Zuletzt habe ich mal wieder ausgiebig Kaffee im Bett getrunken, und das war einfach herrlich , weil ich dabei meine Ruhe hatte.

Media Monday #578 : Hot Summer Nights

Burning Lights… Wetten, dass all jene, die sich mal wieder eine so richtig heiße Nacht gewünscht haben, nicht die aktuelle Wetterlage im Sinn hatten? Unter diesen Voraussetzungen macht man doch gerne da Urlaub, wo’s kühler ist. Aber zuvor werde ich mich noch auf den Rängen des Stadions tummeln, in dem sich diese Woche Iron Maiden die Ehre geben. Sonnenspray und Regenschutz sind schon eingepackt – die Open-Air-Saison kann kommen.

Helen Schneider & The Kick im Musikladen 1982 – https://www.youtube.com/watch?v=LF50aJQGyK4

Außerdem habe ich mir zur Abwechslung mal wieder neue Bettwäsche gegönnt – ich muss sagen, der Mix aus Baumwolle und Tencel verstärkt bei mir schon in gewisser Weise den Eindruck, dass das Material eine kühlende Wirkung auf mich hat. Aber vielleicht bilde ich mir alles auch nur ein – keine Einbildung ist das, was ich in die sieben Lückentexte des 578. Media Monday so eingebe.

Media Monday # 578

1. Ich habe ja schon das Gefühl, dass es im Vergleich zu früher gerade im Radio nicht mehr so vielfältig zugeht. Aber wozu brauche ich Radio, wenn ich – wenn’s um Musik geht – auf Youtube zugreifen kann?

2. Ausschließlich aufs Neun-Euro-Ticket zu setzen, ist vielleicht nicht die beste Idee, wenn man weiter entfernt liegende Ziele im Sinn hat, wie zum Beispiel Hamburg, München oder Berlin.

3. Natürlich sollen Filmschaffende auch weiterhin mit einem Publikum belohnt werden, das es nicht nur zu den größten Blockbustern ins Kino zieht, sondern auch zu kleineren Produktionen. Außerdem gibt es auch noch eine Filmwelt abseits des Superhelden-Universums.

4. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis ich da hin komme, wohin ich will.

5. Die Musik meiner Lieblingsband begeistert mich vordergründig durchaus, jedoch weiß ich auch, dass ich hier wirklich nur noch auf Musikvideos und gefilmte Live-Auftritte setzen kann – denn aufgelöst bleibt nun mal aufgelöst. Wenn ich Konzerte von Künstlern aus meiner Teenagerzeit geht, muss ich mich woanders umschauen, und tatsächlich bin ich dieses Jahr bei Auftritten von Iron Maiden, Kim Wilde und The Cure dabei, auch wenn auf andere dieser Mix befremdlich wirken mag.

6. Von Vornherein auf mögliche Fortsetzungen zu spekulieren, erscheint mir nicht wie ein durchdachter Plan.

7. Zuletzt habe ich versucht, meinen Schlaf- und Flüssigkeitshaushalt in den Griff zu bekommen, und das war eher nicht so lustig, weil ich beim Blutspenden war.