Media Monday # 451: Aus die Maus!

 

Der Sturm „Sabine“ hatte es in sich. Nicht nur, dass er mir ein nicht ordentlich gesichertes Fenster aufgedrückt und mir einen Einbrecher beschert hat, nee – am Tag danach musste auch noch mein Festplattenrecorder den Geist aufgeben. Nur gut, dass ich die mir wichtigen Konzerte von U2, INXS, Metallica und den Dixie Chicks noch rechtzeitig heruntergebrannt habe – jetzt habe ich ein neues Gerät, das aber noch nicht läuft. Das zu installieren, ist eine Wissenschaft für sich, aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass das bald geschieht.

Jetzt aber war mir ein Contra-Dance-Workshop erst mal wichtiger. Da bekommt man Muskelkater an Stellen, die sich jetzt mit Macht wieder in Erinnerung bringen. Dennoch haben mir diese Stunden mit netten Leuten, die ich nach längerem wiedergesehen habe, sehr viel Spaß gemacht. So, jetzt noch die Lückentexte des Media Monday füllen, und die Woche kann kommen. Einen Film, auf den ich schon gespannt bin, werde ich mir am Mittwoch ansehen. „Good Omens“ ist dann für mich wohl endgültig gestorben – mehrere verpasste Folgen und zwei auf dem gecrashten Recorder sind der Grund dafür.

Media Monday # 451

1. Zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Hingabe Sy Montgomery ihre Begegnungen mit Kraken in ihrem Buch „Rendezvous mit einem Oktopus“ beschreibt, hat mich sehr berührt, und zwar so sehr, dass ich keine Calamares mehr essen möchte.


2. Nach all den Jahren zu erfahren, dass in sämtlichen Streichfetten kaum noch das drin ist, was von früher kannte, aber dafür andere Dinge wie z.B. Palmöl, hat mich zu dem Entschluss gefasst, in Zukunft nur noch Butter statt Margarine zu kaufen, und zwar reine Butter – nicht das mit Rapsöl gestreckte Zeug, das ruckzuck weich wird, wenn man es ins normal temperierte Zimmer stellt.


3. Zu erfahren, wer der nächste James Bond wird, ist nun wirklich nichts, worauf ich sehr gespannt wäre, aber ich wette, es wird eine Überraschung werden.


4. Ohne ihr/ihm was zu wollen, aber Schauspielern ist nun nicht so die größte Stärke von Michael Hutchence gewesen, denn nachdem ich mich auf youtube durch den von vielen Fans als Kultfilm bejubelten Film „Dogs in Space“gequält hatte, habe ich mich gefragt, was der Regisseur den Zuschauern damit sagen wollte. Berufsberatung 2.0: Aber wenn es um eine Empfehlung einer alternativen Tätigkeit gegangen wäre, hätte ich ihm statt einer Schauspielerkarriere eine berufliche Laufbahn als Fernsehmoderator empfohlen, denn die Sendung über Hong Kong (Rough guide to Hong Kong), in der er Jackie Chan interviewt hat, fand ich um Längen spannender.


5. Bei Filmen wie „Der Himmel über Berlin“ frage ich mich ja auch manches Mal, wer dafür eigentlich grünes Licht gegeben oder das für eine gute Idee gehalten hat, schließlich ist das eines dieser hochgelobten Meisterwerke, in denen zwei (zugegeben in wunderschönen Bildern gefilmte) Stunden lang nichts nennenswert spannendes passiert außer dass man zwei Engeln dabei zusehen kann, wie sie durch das geteilte Berlin streifen und Menschen bei deren Gedankengängen zuhören, und das zum großen Teil auch noch in Sprachen, die ich nicht verstehe. Am interessantesten fand ich noch die Gespräche zwischen Bruno Ganz und Otto Sander – und den Auftritt von Nick Cave & The Bad Seeds. Aber vielleicht bin ich auch nur eine Banausin, die das ganz große Kino nicht zu würdigen weiß.


 

6. Ein gutes Buch lese ich am liebsten ja in einem Rutsch, und wenn’s die ganze Nacht dauert.

 


7. Zuletzt habe ich an einem Workshop namens „English Contra Dance“ teilgenommen, und das war rundum gelungen, weil ich viele Leute nach langer Zeit wiedergesehen habe und das Tanzen mit ungewöhnlichen Schrittfolgen für den ein oder anderen Lacher gesorgt hat.

Media Monday # 450: Ein Kinobesuch mit Konsequenzen…

 

klingt wenig prickelnd.

Wenn der Film an sich mich nicht mitreißen kann, mir die emotionale Nähe zu den Figuren fehlt, das Werk auch noch unnötige Längen und Wiederholungen aufweist und zu allem Überfluss auch noch wie ein Mix aus Horrorfilmklassikern (die ich aber nicht nennen kann, ohne zu spoilern), dann habe ich es mit einem Fall von „ging so, war ganz okay, aber völlig überbewertet“ zu tun.

Oder mit anderen Worten – wenn der Trailer wieder einmal mehr verspricht als der eigentliche Film und ich einen der Schauspieler für stark unterfordert halte, dann ist das für mich kein Kandidat für den Film des Jahres. Um welchen Film es geht? Schaut einfach in Text Nr. 7 des Media Monday, und ihr habt die Antwort. Da die Oscar-Verleihungen vor der Tür stehen, sind auch die restlichen sechs Lückentexte darauf eingestellt:

Media Monday # 450

1. Die Oscar-Verleihung 2020 werde ich mir nicht anschauen – das einzige, was mich am Ergebnis interessiert: Wenn es einen Film träfe, den ich noch nicht gesehen habe und jetzt nochmal im Kino läuft, so dass ich die Chance habe, ihn schließlich doch noch zu sehen.

2. Die Sache mit diesen Filmpreisen und Auszeichnungen ist, dass sie meist an Filme vergeben werden, die mich nicht interessieren oder ein völlig überzogener Rummel gemacht wird und andere, die für mich herausragend sind, mit keiner Silbe eine Erwähnung finden.

3. Jemand, der mir nicht einfällt, wird, was solche Ehrungen angeht, meines Erachtens völlig zu Unrecht ein ums andere Mal übergangen/ignoriert, schließlich fehlt mir auch hier jegliche Information, wer ständig nominiert, aber nicht geehrt wurde.

4. Eine Kategorie, die mal wirklich toll und lohnend wäre für Preise jedweder Art will mir nicht einfallen, und ehrlich gesagt, habe ich bei x Kategorien den Überblick veloren und auch nicht das Bedürfnis, eventuelle Wissenslücken zu schließen.

5. Wäre doch schön, wenn es bei solchen Veranstaltungen wie eben den Oscars nicht so ein Gewese um die Klamotten der Stars auf dem roten Teppich gemacht werden würde.

6. Welche Bedeutung/Gewichtung haben Auszeichnungen und Nominierungen im Allgemeinen bei deiner persönlichen Filmauswahl? Keine nennenswerte, da andere Kriterien für mich ausschlaggebend sind.

7. Zuletzt habe ich ein Experiment gestartet, und das war der Besuch einer Spätvorstellung im Kino, weil ich nach langer Zeit wieder einmal wissen wollte, wie das sich anfühlt, zu nachtschlafender Zeit einen aktuellen Film zu sehen. Die letzten Erlebnisse dieser Art waren einige Sneak Previews und der Besuch einer langen Jack-Nicholson-Filmnacht (Wenn der Postmann zweimal klingelt/Shining/Die Hexen von Eastwick) in den 90er Jahren.

Jetzt war es der Film „The Lodge“, den ich um 23 Uhr gesehen habe. Ich glaube, auch zu einer anderen Uhrzeit hätte ich ihn nicht besser gefunden. Aber was ich am Ende dieser Spätvorstellung wirklich hatte, war zum einen ein Bärenhunger und zum anderen die Erkenntnis, dass ich mir davon mehr versprochen hatte. Dass um sieben die Nacht für mich nach fünf Stunden Schlaf vorbei war, steht auf einem anderen Blatt.

Media Monday # 449: The Bold Type…

 

ist entweder die Bezeichnung für einen bestimmten Schrifttyp, denn wir befinden uns im Zeitschriftenwesen (eigene Mutmaßung) oder in diesem Fall der Name einer Serie, die ich neu entdeckt habe und mir sofort ausleihen musste. Drei New Yorker Freundinnen, die bei einem Frauenmagazin arbeiten. Sieben von zehn Folgen der ersten Staffel habe ich am Wochenende gesehen und brauche erst einmal eine Pause. Die darf aber nicht zu lange dauern, denn es warten noch eine Serie und zwei Filme auf mich. Was meine Filmabende in diversen Filmtheatern betrifft, so habe ich seit Beginn des Jahres vier Filme in vier verschiedenen Kinos gesehen. Ein Erfahrungsbericht folgt am Ende des Quartals, denn garantiert werden noch einige Highlights folgen.

Jetzt geht es aber erst mal weiter mit dem Media Monday und seinen sieben Lückentexten weiter:

Media Monday # 449

1. Wenn in knapp einer Woche wieder die Oscar-Verleihung stattfindet ist das für mich erst dann interessant, wenn nicht schon wieder ein Film für massig Oscars nominiert wurde und obendrein ein Film, den ich letztes Jahr verpasst habe, die Auszeichnung bekommt, damit ich dieses Jahr eine Chance habe, ihn noch zu sehen.

2. Ungebrochen begeistert bin ich nach all der Zeit noch immer von der Musik von Depeche Mode, und jetzt bin ich in den Genuß einer Best-of-Kollektion aus DVD und CD gekommen.

3. Manche Künstler erfährt/erfahren meines Erachtens viel zu wenig Aufmerksamkeit für ihre Nebenprojekte abseits der eigentlichen Band, in der sie hauptsächlich aktiv sind.

4. Tatsächlich hat mich Film/Buch/Serie/etc. einst dazu inspiriert mir die Heimat von „Poldark“ in echt anzuschauen, und so bin ich 1999 und 2000 dort hin gereist. Und dieses Jahr ist es wieder so weit, aber diesmal in einer anderen Region von Cornwall.

5. Ansonsten schätze ich es immer sehr, wenn ein Künstler nicht nur auf einen Typ oder eine bestimmte Rolle festgelegt wird und mal etwas anderes ausprobieren möchte, denn nichts ist langweiliger als immer das Gleiche.

6. Nicht unbedingt optisch, aber dramaturgisch/inhaltlich ziemlich schlecht gealtert ist bestimmt so einiges, aber mir fällt gerade nichts passendes ein.

7. Zuletzt habe ich mal wieder einen Abstecher in die Stadtbücherei unternommen und eine Serie entdeckt, von der ich neulich schon mal gehört habe, mich aber nicht mehr erinnern konnte, wo – und das war „The Bold Type“, bei dem mich sofort ein aktuter Anfall von Binge-Watching ereilt hat, weil ich die Geschichten um drei Freundinnen, die bei einem New Yorker Frauenmagazin arbeiten, sehr witzig und mich nachdenklich stimmend zugleich fand. Geht ein bißchen in Richtung „Sex and the City“, ist aber nicht ausschließlich auf ein bestimmtes Thema fixiert.

Media Monday # 448: Matcha! Oder wenn der Sonntag auf den Magen schlägt…

 

dann war entweder der Burger vor dem Kinobesuch schlecht oder die Kombination aus Stress und Kaffee nicht gut. Eine Woche krankgeschrieben zu sein, ist das eine, aber auf Koffeinentzug zu sein, ist das Fiasko schlechthin. Der Kreislauf fährt dann Achterbahn, und die Müdigkeit ist der ständige Begleiter. Die wenigen halbwegs wachen Stunden habe ich zum Nachholen der bisher noch nicht gesehenen dritten Staffel von „The Royals“ genutzt und dem letzten Album von Florence & The Machine eine zweite Chance gegeben. Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt hin und weg von der CD bin, und weil’s so schön war, habe ich die Doppel-CD  „Aerial“ von Kate Bush rauf und runter gehört.

Und was den Koffeinentzug betrifft: Zum Glück habe ich mich dann doch noch rechtzeitig erinnert, dass ich noch Matcha-Tee im Haus hatte. Das Gebräu aus grünem Teepulver erinnert geschmacklich zwar an feingemahlenen Rasenschnitt, hat aber genug Koffein, das über einen längeren Zeitraum an den Körper abgegeben wird als Kaffee. Und Tee durfte ich ja trinken. Nur welchen, das hat der Herr Doktor nicht gesagt. Übrigens war Matcha schon den Höhlenmenschen bekannt, denn dieses edle Produkt war wie kein anderes dazu geeignet, in Enthusiasmus auszubrechen, wenn man den großen, bösen Dino überlisten konnte – hier ein lehrreiches Video aus dem Jahr 1981, der (nicht ganz ernstznehmende) Beweis ab der 58. Sekunde  –  und zugleich ein echtes Highlight der (Trash)-Filmkunst (Quelle: https://youtu.be/Dy6s4IGRcko?t=58)

Was sich sonst noch ereignet hat, versuche ich in den sieben Lückentexten des Media Monday zu verarbeiten:

Media Monday # 448

1. Nach knapp vier Wochen auf etwaige Neujahrsvorsätze zurückblickend, kann ich sagen, dass ich bei einigen Punkten gut vorgelegt, aber bei einem anderen vorschnell die Flinte ins Korn geworfen habe.

2. Die Aussagekraft von Filmpreisen und Awards im Allgemeinen möchte ich ab und an doch ziemlich anzweifeln, wenn ich z.B. an den Film „MASH“ von 1970 denke, den ich mir am Samstagabend auf DVD angesehen habe. X Nominierungen, aber so nachvollziehen konnte ich diese nicht. Allein das Footballspiel am Ende des Films und der konfuse „Abspann“ waren mir persönlich die fünf Euro wert, die ich vor Jahren für diese Klamotte ausgegeben habe.

3. Die Flut an Film-News im Netz versuche ich, schon frühzeitig von eventuellen Überschwemmungen abzuhalten und greife lieber zu Filmzeitschriften.

4. Einmal Zeit/Geld/Spontanität besitzen, um genau das zu erleben, wovon ich schon länger träume – das wär’s!

5. David Tennant als Doctor Who zu besetzen, war meiner Meinung nach ein echter Coup, denn durch ihn ist die Messlatte für diese Rolle hoch gelegt worden. Und weil ich ein neugieriger Mensch bin, habe ich angefangen, mich für weitere Filme und Fernsehserien seiner schauspielerischen Laufbahn zu interessieren. Dadurch konnte ich mich davon überzeugen, was für ein vielseitiger Schauspieler er ist.

6. Schade, dass Pushing Daisies niemals fortgesetzt worden ist, schließlich fand ich die Art, wie das Thema vom Kuchenbäcker, der die Liebe seines Lebens wieder zum Leben erweckt, sie aber nicht berühren darf, damit sie nicht stirbt, so liebevoll und skurril zugleich umgesetzt.

7. Zuletzt habe ich meine Plattensammlung um ein Album aus farbigem Vinyl erweitert, und das war ein Zufallskauf, weil ich eigentlich auf der Suche nach dem Doppelalbum „Aerial“ von Kate Bush war, aber dann doch bei Joan Baez gelandet bin, und von dieser Dame habe ich noch keine einzige Platte. Asche auf mein Haupt!

Media Monday # 447: Ja, mach nur einen Plan…

 

oder vielleicht doch besser nicht, denn frei nach einem Zitat aus „Parasite“, ist der Plan, der todsicher aufgeht, der Plan, der nie geschmiedet worden ist. Wahre Worte – mein Plan für den ersten Kinobesuch dieses Jahres war ein ganz anderer Film. Gelandet bin ich bei dem südkoreanischen Film „Parasite“ und hatte einen tollen Abend. Bei der Vorpremiere zu „Little Women“, der am 30. Januar in die Kinos kommt und auf den ich mich schon seit längerem gefreut habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ja, der Film war schön, aber doch nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Hoffentlich setzt sich das nicht dieses Jahr als Muster fort.

Jetzt ist aber erst einmal Zeit für die sieben Lückentexte des Media Monday:

Media Monday # 447

 

1. Wenn ich mir etwas für das Filmjahr 2020 wünschen könnte, so wären das mehr positive Überraschungen wie die, die ich mit „Parasite“ erlebt habe.

2. „Depeche Mode – SPIRITS in the Forest“ ist gemessen an vergleichbaren Filmen gerade deshalb so ungewöhnlich und großartig, weil nicht einfach nur ein Konzert abgefilmt worden ist, sondern auch sechs interessante Geschichten unterschiedlicher Fans erzählt werden.

3. Lange hat mich keine Lektüre mehr so gefesselt, wie die Ostfriesenkrimis von Klaus Peter Wolf.

4. Die Art und Weise, mit der man dieser Tage beinahe täglich mit neuen Serien anderen Veröffentlichungen bombardiert wird bekomme ich ehrlich gesagt, gar nicht mit, aber ab und zu lese ich Empfehlungen auf diversen Blogs.

5. Nostalgisch blicke ich auf meine Cornwall-Reise vor 20 Jahren zurück, einfach weil in jenem Jahr alles stimmte und ich die Drehorte einer von mir über alles geliebten Serie besichtigen konnte und außerdem den Hauptdarsteller und den Schriftsteller der literarischen Vorlage getroffen habe. Vielleicht kommt deshalb nicht von ungefähr mein Wunsch, dieses Jahr dort noch einmal hinzufahren – diesmal aber in eine andere Gegend. Denn es gibt dort diese eine Insel.

6. Autor*in/Regisseur*in/Darsteller*in Alfred Hitchcock ist für mich eigentlich immer eine sichere Bank, schließlich habe ich noch keinen wirklich schlechten Film von ihm gesehen, und so ist die Wiederaufnahme von „Alfred Hitchcock präsentiert“ ins Programm von ARD One für mich ein besonderes Highlight in der Serienlandschaft des Fernsehens.

7. Zuletzt habe ich mein neues 3D-Puzzle fertiggestellt, und das war im Gegensatz zu „Big Ben bei Nacht“ ein voller Erfolg, weil es beim schiefen Turm von Pisa keine knickbaren Teile gibt, die auseinanderbrechen können. Wenn es mir jetzt noch gelingt, Ersatz für das kaputte Puzzleteil des Big-Ben-Glockenturms zu bekommen und ich dieses blöde Dach zusammensetze, könnte das genauso hübsch aussehen, wenn das Bauwerk in voller Beleuchtung erstrahlt.

Media Monday # 446: der innere Frieden 2.0

 

 

Im Rahmen des Schreibprojekts #Writing Friday hatte ich bei meinen Plänen für dieses Jahr den sogenannten inneren Frieden erwähnt: „Beenden Sie angefangene Dinge, und Sie werden inneren Frieden erhalten“: Frei nach diesem Motto habe ich zwei angefangene Serien beendet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: „Vikings“ und „Poldark“. Das ist gemogelt, denn die sechste und letzte Staffel der Wikingersaga habe ich noch nicht gesehen, sondern jetzt den zweiten Teil der fünften Staffel beendet – und die fünfte und letzte Staffel von „Poldark“ habe ich gestern begonnen. Ich kenne zwar die Bücher, auf der die Serie basiert, aber diese Staffel ist eine Überraschung für mich, und warum das so ist, werde ich in einem gesonderten Beitrag behandeln.

Jetzt ist aber erst einmal Zeit für die sieben Lückentexte des Media Monday:

Media Monday # 446

 

1. Fernab der einschlägigen Streaming-Dienste bevorzuge ich immer noch das Kino, vor allem wenn es um Aufführungen geht, bei denen so ein Fernseh- oder Laptopbildschirm nicht mithalten kann – aktuelles Beispiel: Im März schauen eine Freundin und ich uns eine Live-Übertragung der Oper „Fidelio“ aus dem Royal Opera House an. Die Konzertfilme, die ich letztes Jahr gesehen habe („Aretha Franklin – Amazing Grace“, „INXS – Live Baby Live“ und „Depeche Mode – SPIRITS in the forest“) sind das andere Beispiel dafür.

2. Erstaunlich, wie schnell die Helligkeitsphasen dieser Tage schon wieder länger werden.

3. Diskussionen im Internet (vor allem auf youtube in den Kommentaren), welche Band denn nun die bessere ist oder gar die größte aller Zeiten, sind für mich völlig unsinnig, denn für mich geht es nicht um einen Wettbewerb wie bei der Champion’s League oder beim Super Bowl. Beatles oder Rolling Stones? Ärzte oder Hosen? U2 oder INXS? Prince oder Michael Jackson? Interessiert mich nicht die Bohne. In meiner Plattensammlung ist Platz für viele. A propos Super Bowl: Sportfans können das Event auch im Kino zelebrieren – ein Fall für Lückentext Nr. 1 an diesem Media Monday.

4. Denke ich nur daran, wie viele Flaschen Whisky mein Mann und ich im Laufe unserer gemeinsamen Jahre gesammelt haben (ohne jetzt unbedingt alle auch öffnen zu müssen), habe ich schon das Gefühl, einen Kleinwagen im Regal stehen zu haben.

5. Das Zusammensetzen von 3D-Puzzles hätte ja durchaus das Zeug dazu, für mich neue/s Hobby/Leidenschaft zu werden, denn ich finde es spannend, ein Gebäude wie den Big-Ben-Glockenturm wachsen zu sehen, auch wenn einige Teile dieses Bauwerks zum Haareraufen schwierig sind. Nicht alles ist halt so einfach wie ein rot-weißer Leuchtturm.

6. Wozu man ja auch viel zu selten wirklich Zeit und Gelegenheit findet, ist die ganz große Oper, für die man sich so richtig in Schale werfen kann – jedenfalls bekomme ich sehr oft den Eindruck, wenn ich sehe, wie wenig Wert viele Besucher von Veranstaltungen auf das Tragen festlicher Kleidung legen. Ein Herr, der bei der Show von Nicolai Friedrich in der Reihe vor mir saß, hat seine nach Pommesbude riechende Jacke über die Lehne seines Stuhls gehängt. Die Garderobière wird’s gefreut haben, ich dagegen war wenig begeistert.

7. Zuletzt habe ich mein Archiv bei wattpad aufgeräumt und das war sehr aufschlussreich , weil ich erkannt habe, was ich genreübergreifend nicht lesen möchte: Geschichten, bei denen die einzelnen Kapitel durch sogenannte „Author’s Notes“ unnötig aufgebläht werden, wenn diese länger sind als die eigentliche Handlung der Geschichte. Außerdem mag ich keine Storys, bei denen mir die Möglichkeit, mir ein eigenes Bild von den Charakteren machen zu können, genommen wird, wenn die Autoren ihre Romanfiguren durch Fotografien veranschaulichen.

 

 

Media Monday # 445: Wann ist ein Flop ein Flop?

 

 

Nachdem ich festgestellt habe, dass keiner der von mir letztes Jahr im Kino gesehenen Filme in den Flop Ten gelandet ist, dafür aber gleich zwei in den Top Ten („Amazing Grace“ und „Us“), kann ich mir jetzt ordentlich was auf meinen exzellenten Filmgeschmack einbilden *hust* und hoffe auf weitere cineastische Perlen in diesem Jahr. „Knives Out“ wäre so ein Kandiat – oder „The Aeronauts“ – aber zur Zeit genieße ich lieber ruhige Abende zu Hause. Mit dem zweiten Teil der fünften Staffel von „Vikings“ bin ich noch nicht fertig, und weil ich Kontraste liebe, folgt gleich im Anschluss daran die fünfte und letzte Staffel des Period Dramas „Poldark“ mit einer Handlung, die mit der im Buch genau null Prozent zu tun hat. Aber ich lasse mich ja gerne überraschen.

Keine Überraschung ist, dass sieben Lückentexte zum Media Monday ab 18 Uhr freigeschaltet sind – da heißt es Ran an die Tasten:

Media Monday # 445

 

1. Gute Vorsätze schön und gut, aber was meinen Medienkonsum im neuen Jahr betrifft kann es sein, dass ich diesmal zwar weniger oft ins Kino, dafür aber mehr in Konzerte gehe und mir auch mehr Serien im britischen Fernsehen anschauen werde.

2. Noch sind erst wenige Tage rum, aber manche sind schon wieder im totalen Stressmodus.

3. Den ersten Urlaubstag solltet ihr euch meines Erachtens schon einmal im Kalender anstreichen, denn was ist schöner als wenn viele freie Tage vor einem liegen.

4. Blicke ich sehnsüchtig auf die Zeit „zwischen den Jahren“ zurück hätte ich gerne wieder so ein Kracher-Konzert wie das vom 27. Dezember 2019 – besonders im Auge habe ich dabei den 11. April mit dem Doppelkonzert von Within Temptation und Evanescence in Frankfurt am Main.

5. Einen Städtetrip könnte man ja vielleicht auch mal wieder ins Auge fassen, insgeheim habe ich für mich schon Berlin eingeplant, weil ich gerne die kleinen, im September geborenen Pandas sehen möchte.

6. Top oder Flop – „Der Leuchtturm“ wird mir auf alle Fälle lange in Erinnerung bleiben, schließlich war das nicht nur mein Kinohighlight des Jahres 2019, sondern auch noch mein persönlicher Film des Jahres. Außerdem habe ich zum Geburtstag ein 216teiliges 3D-Puzzle geschenkt bekommen: Ein rot-weißer Leuchtturm, den ich in zwei Stunden fix und fertig aufgebaut hatte.

7. Zuletzt habe ich an meinem Schreibprojekt weitergetüftelt und das war wie ein Nachhausekommen zu alten Bekannten, weil mir die Personen inzwischen irgendwie ans Herz gewachsen sind, auch wenn sie vermutlich nur für mich zum Leben erwachen und nie an das Licht der Öffentlichkeit finden werden.

Media Monday # 444: Die Schnapszahl am letzten Montag des Jahres

 

Da kann man ja auch mal trunken werden vor Freude:

Da lässt man das eher nicht so witzige Abendprogramm der BBC 2 so nebenbei mitlaufen, um nur ja nicht den Beginn des Films zu verpassen, auf den man sich seit Weihnachten freut, und dann läuft ohne Vorwarnung die Werbung für eine Serie, von der man auf diversen Blogs schon gelesen hat: Good Omens mit David Tennant startet auf diesem Sender am 15. Januar 2020 um 21 Uhr britischer Zeit. Das bedeutet für mich: Der Samstagabend bietet ein Highlight, das ich um 22 Uhr nach meiner Uhrzeit ganz ohne Werbung genießen kann. Besser gesagt: Die Aufnahmen davon, denn den Festplattenrecorder habe ich bereits so ziemlich leergeräumt und mich mit DVD-Rohlingen eingedeckt. Das wäre dann schon nach „Dr. Who“ am Neujahrstag und der nächsten Staffel von „Call the Midwife“ das nächste Serienschätzchen, das die BBC in ihre Schatzkiste gepackt hat – und meine Satellitenschüssel ist der Schlüssel dazu. Und am Sonntagmorgen dann noch die aktuelle Staffel von The Great British Sewing Bee… diese Näh-Challenge habe ich ja schon ewig nicht mehr gesehen.

Jetzt bin ich mal gespannt, welche aufschlussreichen Fragen der heutige Media Monday bietet.

Media Monday # 444

 

1. Nun, da wieder ein Jahr zu Ende geht merke ich, wie schnell doch die Zeit verflogen ist.


2. Besonders gern werde ich dabei zurückblicken auf meinen Urlaub in Kanada.


3. Und wenn ich allein nur an mein persönliches Highlight aus 2019 denke wünsche ich mir eine TARDIS, um es nochmal erleben zu können.


4. Für das kommende Jahr(zehnt) würde ich mir derweil wünschen, dass die Schreihälse dieser Welt einfach mal die Klappe halten.


5. Und wie cool wäre es bitte, wenn 2020 ein geheimer Wunsch wahr wird.


6. Aber ganz unabhängig von alldem nehme ich mir mal vor in einigen Bereichen aus der Komfortzone heraus zu kommen..


7. Zuletzt habe ich nicht nur einen Leuchtturm gepuzzelt, sondern auch meine Festplatte freigeräumt, und das war längst überfällig, weil es nervt, bei jedem Aufnahmeversuch die Mitteilung zu bekommen, dass nur noch fünf Stunden Platz drauf ist. Nachdem ich jetzt endlich alle Sendungen vom letzten Silvester und die von der letzten Nacht auf Rohlinge kopiert habe, sind – man höre und staune – wieder Kapazitäten für 30 Stunden Aufnahmezeit da.

Im übrigen habe ich bei dieser Aktion festgestellt, dass BBC 2 anscheinend zur Zeit einen Narren an Australien gefressen hat und viele Tierfilme vom Kontinent Down Under sendet. Dass sie eine brilliante Komödie mitten in der Nacht ausstrahlen, fand ich nicht so witzig – aber gut, dass ich jetzt wieder Filme aufnehmen kann, sonst wäre mir ein wirkliches Highlight entgangen.

Media Monday # 443: Planänderung

 

Geplant hatte ich dieses Jahr keinen weiteren Kinobesuch, doch dann kam es anders. In einem Frankfurter Kino lief unter dem Motto „English Cinema“ die Originalversion von „Der Leuchtturm“ mit Robert Pattinson und Willem Dafoe – ohne Untertitel. Die habe ich auch nicht gebraucht, und sie hätten mich von dem gruseligen Geschehen auf der Leinwand ohnehin nur abgelenkt. Oudelally, was für ein Tag – nun habe ich nach „Downton Abbey“, „Le Mans 66 – gegen jede Chance“ und „Official Secrets“ noch einen Anwärter auf den Film des Jahres.

Und somit waren es dann dieses Jahr tatsächlich 17 Kinobesuche. Besser geht’s nicht. Nach einem entspannten Wochenende und dem Media Monday habe ich noch genau viermal zu arbeiten, bis das Jahresende gekommen ist. Und hier ist sie nun, die 443. Ausgabe und damit die vorletzte in diesem Jahr:

Media Monday # 443

 

1. Wäre das schön, wenn ich unter dem Weihnachtsbaum (oder etwas vergleichbarem) eine freudige Überraschung finden würde, schließlich überrasche ich selbst andere ganz gerne.

2. Wenn dann der ganze Feiertagstrubel in nicht einmal einer Woche wieder vorbei ist setze ich noch einen drauf mit dem Besuch einer Show, den ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt habe: „We salute you

3. Ich könnte mir ja schon vorstellen, an den freien Tagen endlich die Zeit zu finden, an meiner Fortsetzungsgeschichte für elizzys Schreibprojekt namens „Writing Friday“ weiterzuschreiben.

4. Aber noch weit mehr freue ich mich darauf, mit Freunden etwas Zeit zu verbringen.

5. Bei den einen ist es verpönt, bei anderen überaus beliebt, auch mal Bücher zu verschenken. Ich für meinen Teil habe nicht nur das passende Buch für meinen Schwager gefunden, sondern ihm auch gleich einen selbstgebastelten Downton-Abbey-Kalender zum Geburtstag geschenkt.

6. Die Weihnachtszeit ist ja schon auch in weiten Teilen von einem gewissen Konsumdenken beseelt. Bei mir/uns derweil gibt es einen Mix aus Selbstgemachtem, gekauften Kleinigkeiten und ideellen Präsenten.

7. Zuletzt habe ich als letzten Film in diesem Jahr „Der Leuchtturm“ in der Originalversion ohne Untertitel gesehen, und das war in Hinblick auf die schauspielerische Leistung von Robert Pattinson eine wirkliche Überraschung, , weil ich bisher keine hohe Meinung von seiner Rollenauswahl hatte und „Biss zum Morgengrauen“ schauderhaft fand. Man muss den Leuten halt nur etwas zutrauen und ihnen eine zweite Chance geben.

Media Monday # 442: der Endspurt naht

Elche auf dem Teller – Wikinger auf der Mattscheibe – der passende Whisky steht bereit.

Der Julklapp kann kommen, aber vorher gibt es noch zweimal den Media Monday – bei dem wird nicht gewichtelt, sondern sieben Lückentexte ausgefüllt.

Media Monday # 442

1. Weihnachtsfilme sind ja überwiegend nach dem immer gleichen Schema gestrickt, ähnlich aufgebaut und auch inhaltlich ähnlich oberflächlich und mau. Und dennoch kann man sich ihnen in der (Vor-)Weihnachtszeit kaum entziehen, was die Frage aufwirft, warum diese immer gleiche Masche so gut funktioniert. Das kann man aber auch in anderen Genres erleben. Trotzdem mag ich ein wenig Kitsch ab und zu ganz gern, auch außerhalb der Weihnachtszeit – und manchmal sogar ein Video zu dem Song „Adore you“ von Harry Styles, auch wenn ich kein Fan von ihm bin (Video: https://youtu.be/yezDEWako8U).

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2. Adventskalender gibt es ja mittlerweile für alles und mit allem, aber ich würde mich mal freuen, wenn der Adventskalender, den ich geschenkt bekommen habe, hinter einem der kommenden Türchen einen Gewinn bereithält. Der Kalender hat nämlich eine Losnummer, und jeden Tag wird aus 9999 möglichen Losnummern eine gezogen. Bisher habe ich leider nichts gewonnen, dafür aber ein Los mit der nächsthöheren Ziffer. Möp.

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3. Überhaupt, dieses ganze Schenken und Beschenkt-werden hab ich schon ganz gerne, wenn ich ehrlich bin. Ist halt nur blöd, wenn kurz vor und nach Weihnachten auch noch ein paar Geburtstagskinder ihren großen Tag haben.

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4. Was mich derweil wie jedes Jahr nervt, ist die Flut von ultrakitschiger Werbung, garniert mit den immer gleichen totgedudelten Schlagern wie „Let it snow“ oder „Have yourself a merry little Christmas“. Let it snow? Och nö – bitte nicht, bitte lasst mich an Weihnachten etwas länger schlafen und nicht in aller Frühe zum Schneeschippen antreten, und rutschige Straßen voller grauem Matsch finde ich auch nicht so prickelnd.

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5. Doch dafür ist es immer wieder schön, hübsch beleuchtete Fenster bewundern zu können. Und meinen Stern im Garten, den habe ich auch sehr gern, denn der steht ganz ruhig da und leuchtet still und leise vor sich hin. Das absolute Gegenteil von Christmas Lights gone wild (https://www.youtube.com/watch?v=FXJY4ZudRRo):

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6. Wenn kommende Woche der neue Star-Wars-Film startet, dürfen gerne alle möglichen Leute reinrennen – für mich ist erst mal leider nichts dabei. Den Film „Der Leuchtturm“ habe ich ja nun leider verpasst. Aber dafür freue ich mich auf den Januar, was Kinobesuche angeht – da habe ich schon einige ins Auge gefasst.

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7. Zuletzt habe ich den Teig für finnische Weihnachtswindräder vorbereitet, und das war eine richtige Plackerei, weil sich der Teig trotz Frischkäseanteil nur mit großem Kraftaufwand kneten ließ, und jetzt habe ich Muskelkater. Der Rest des Nachmittags hat dann der fünften Staffel von „Vikings“ gehört.