Media Monday #545 : Advent, Advent 2/4

Unaufhaltsam rückt Weihnachten näher, und schon nahen auch sie: die Weihnachtsfilme. Rot-Grün ist die derzeit angesagte Farbkombination, und vielleicht habe ich gerade deswegen eine akute Sperre gegen sie. Gut, dass sie im ersten Kinofilm, den ich mir in diesem Monat gegönnt habe, nur selten zu sehen ist. Dazu aber in den Lückentexten des 545. Media Monday mehr… Let’s go:

Media Monday # 545

1. Jetzt, wo die letzten Wochen des Jahres angebrochen sind, habe ich das Gefühl, dass die Zeit wegläuft – für den ein oder anderen Weihnachtsmarktbesuch wird es aber wohl noch reichen, dann aber bitte nicht mehr im benachbarten Bundesland, sondern nur noch zu Hause.

2. Die Banksy-Ausstellung, die in Dresden, Erfurt, Linz und Mainz zu sehen ist, ist auf alle Fälle einen Blick wert, schließlich stehe ich hier zur Abwechslung mal vor Kunst, bei der die Aussage sofort klar ist und ich nicht lange überlegen muss, was der Künstler damit sagen wollte und dann doch komplett falsch liege. Kurioses Detail am Rande: Da mir zum Schießen von Selfies das Talent fehlt, hat meine Freundin, der ich den Besuch zum Geburtstag geschenkt habe, ein Foto an der dafür vorgesehenen Stelle von mir gemacht und dann noch eins an der sterbenden Telefonzelle.

Als Spion am Telefon
ich war’s nicht!

3. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass mir doch noch ein passendes Geschenk für eine bestimmte Person vor die Nase kommt, kann ich mir die Investition von Hirnschmalz in einen besonderen Gutschein gleich ganz sparen.

4. Es regt mich manches Mal schon auf, wenn ich wie am vergangenen Samstag im Susi-Sorglos-Modus durch die Welt reise und in Rheinland-Pfalz feststellen muss, dass dort in Restaurants andere „G-Regeln“ gelten als in Hessen (typischer Fall von selber schuld – deshalb der Ärger). Das würde auch erklären, warum sich vor den Teststationen so lange Schlangen gebildet haben. Wirklich blöd wurde es aber vollends, dass man in manche Bereiche auf dem Weihnachtsmarkt nur gelangt, wenn man die Luca-App auf dem Smartphone hat. Da war dann das gemütliche Schlemmen im Sitzen auch gegessen. Aber wenigstens für eine Portion Pommes im Stehen hat`s dann doch noch gereicht.

5. Als ich gehört/gelesen habe, dass demnächst „Downton Abbey II“ ins Kino kommen soll, war ich ganz aus dem Häuschen vor Freude – aber dank des Trailers, den ich zuletzt im Werbeblock vor „House of Gucci“ gesehen habe, fiebere ich jetzt schon darauf hin.

6. Ganz ehrlich, Filme mit Starbesetzung garantieren nicht immer den großen Wurf, auch nicht, wenn der Regisseur einen guten Ruf genießt. Aktuelles Beispiel: „House of Gucci“ von Ridley Scott – ein Film, den ich soweit okay fand und den ich in die Kategorie „kann man sich ansehen, wenn man noch nichts bestimmtes vorhat“ einsortieren würde, der aber für mich mit 158 Minuten viel zu lang war und trotz amüsanter Szenen und grandiosen Kostümen oft recht zäh herüber kam. Und was ich von der übertriebenen Darstellungsweise von Jared Leto halten soll, weiß ich im Nachhinein immer noch nicht. Bei ihm hat der Maskenbildner auf jeden Fall ganze Arbeit geleistet. Ganze Arbeit hat auch die Synchronisation geleistet, denn der italienische Akzent sämtlicher Schauspieler in der Originalfassung ist hier komplett verloren gegangen.

7. Zuletzt habe ich einen Kaffee getrunken, und das war ein Genuß, den andere schauderhaft finden könnten, weil ich löslichen Kaffee bevorzuge, zum einen aus nostalgischen Gründen in Erinnerung an vergangene Campingurlaube und das damit verbundene Lebensgefühl und zum anderen… weil ich eine faule und ungeduldige Socke zugleich bin, der es bei Verlangen nicht schnell genug gehen kann (okay, der letzte Teil kam etwas seltsam rüber – ich schwöre, er bezieht sich auf rein kulinarische Gelüste).

Media Monday #544 : Advent, Advent 1/4

Nachdem mein „Weihnachtskleid“ mit minimalen Abwandelungen endlich Formen annimmt, war es das auch schon wieder mit der Glückssträhne. Der Korken auf einer Flasche Talisker ist so zerbröselt, dass ich das gute Stöffchen mühsam filtern und in eine andere Flasche umfüllen durfte, Tanzen wird aufgrund der aktuellen Situation erst mal aufs neue Jahr vertagt, aber was mich wirklich aus den Latschen hat kippen lassen, war die Nachricht vom bevorstehenden Ende einer Internet-Community, der ich seit 2001 angehöre bzw. angehört habe. Schade, dass diese Ära nun zu Ende geht. Aber was soll das Jammern, irgendwann ist für alles mal ein Ende abzusehen. Hoffen wir, dass uns wenigstens der Media Monday noch lange erhalten bleibt – hier kommt aber mein Beitrag zum 544. Media Monday:

Media Monday # 544

1. Für die Vorweihnachtszeit wünsche ich mir in diesem Jahr vor allem, dass alle mal etwas entspannter werden. Ganz entspannt breche ich zum Beispiel mit meiner eigenen Tradition, auf dem Weihnachtsmarkt einen Nierenspieß zu essen, die 4,50 Euro für ein winziges Spießchen statt wie früher 3,50 Euro für zwei Spieße mag ich nun wirklich nicht mehr bezahlen und gönne mir statt dessen einen Eierpunsch mehr.

2. Jetzt, wo allerorten wieder Weihnachtsfilme und Specials veröffentlicht werden, bleibe ich den üblichen Verdächtigen wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ treu.

3. Ich mag gar nicht daran denken, dass mein Silvesterwochenende in Würzburg in Gefahr sein könnte, denn dann würde aus dem angedachten Treffen nichts – also drückt mir bitte die Daumen, dass es bei dem Plan bleibt.

4. Eine neue Staffel von „Call the Midwife“ wäre mal eine wirklich angenehme Überraschung und endlich mal wieder eine Serie, die ich auch schauen könnte.

5. Nach dem ganzen Shopping- und Konsum-Wahnsinn der vergangenen Tage der mich im übrigen kalt gelassen hat, habe ich beschlossen, dieses Jahr auf Selbstgemachtes und Gutscheine für gemeinsame Zeit zu setzen.

6. Überhaupt, dieser ganze Black-Friday-Hype wird von Jahr zu Jahr auch immer penetranter.

7. Zuletzt habe ich erfahren, dass eine Community, der ich jahrelang die Treue gehalten habe, am 14.12.2021 für immer abgeschaltet wird, und das war echt seltsam und auch ein wenig traurig (obwohl ich sie in den letzten Monaten eher seltener besucht habe), weil ich immerhin über 20 Jahre dabei gewesen bin. Das wäre nun nach nachtwelten.de und ciao.de gleich die dirtte Online-Community, die es nicht mehr geben wird. Schade.

Dabei sein war alles

Aber gut, dass ich jetzt davon erfahren habe und nicht wieder erst hinterher (so wie damals bei ciao) – so konnte ich ein mir wichtiges Foto retten und abspeichern.

Media Monday #543 : Auf ein neues

Schade, dass mein Urlaub schon wieder vorbei ist – bis auf die Gartenarbeit, die ich mir halbherzig vorgenommen hatte, konnte ich in der vergangenen Woche mehr oder weniger alles in die Tat umsetzen, auch den Ausflug nach Mainz zum Besuch der Banksy-Ausstellung. So wurde zum Beispiel aus meiner Home-Office-Ecke in der Küche ein temporäres Nähstudio, das ich ab jetzt, da ich wieder arbeiten muss, nur noch an den Wochenenden öffnen werde. Mit dem Retro-Kleid von 1950 aus der diesjährigen Juli-Burda bin ich ganz gut voran gekommen – allerdings hatte ich stellenweise Probleme, die Nähanleitung zu verstehen und habe mit Tricks arbeiten müssen – und was Fotos angeht, mit denen ich meinen Beitrag zum 543. Media Monday garnieren könnte, so fehlt mir dazu schlichtweg die Lust.

Media Monday # 543

1. Ich würde ja schon gerne wissen, wie ich so manche Beschreibungen im Nähjournal umzusetzen habe, denn manche hören sich sehr schwierig oder gar unlogisch an.

2. Es wäre wirklich großartig, wenn ich beim Anprobieren der bereits genähten Teile jemanden gehabt hätte, der die Passform kontrolliert – so musste ich mich selbst in die mit Nadeln gespickten Teile hineinwursteln und das Ergebnis mit Hilfe mehrerer Spiegel begutachten.

3. Der November ist ja auch hauptsächlich dafür bekannt, nicht gerade fröhliche Stimmung bei mir hervorzurufen, was teilweise auch am Wetter liegt, wie ich gerade jetzt wieder erleben durfte. Vier trübe und ein sonniger Tag waren die Ausbeute einer Woche.

4. In unserer Stadt letzten Montag bereits den Weihnachtsmarkt ohne großes Gedöns zu eröffnen und auf die Intelligenz der Besucher, sich nicht an den Buden zu stapeln, zu vertrauen, hat auch mehr geschadet als genützt, schließlich ist das Ergebnis dieses Susi-Sorglos-Verfahrens, dass ab heute nun das gesamte Areal eingezäunt wurde und nach der 2G-Regel Einlass gewährt wird. Hätte man das nicht schon letzte Woche so machen können?

5. Man könnte es auch mit gutem Gewissen bleiben lassen, mir heute lustige Bildchen oder Filmchen per WhatsApp zu schicken (auch wenn die Karnevalssaison vor 11 Tagen angefangen hat); aber auch wenn es für so manchen befremdlich klingt, ist der 22. November ist für mich ein spezieller Gedenktag. Wenn ich so darüber nachdenke, war es bei meinen Eltern ähnlich, denn die haben nach dem Attentat auf Kennedy, das sich am 22.11.1963 ereignete, alles Mögliche zu diesem Thema gesammelt.

6. Bei der schieren Masse an Filmen ist es mir schwergefallen, mich für einen zu entscheiden, aber jeder Film aus der Herr-der-Ringe-Trilogie wäre wohl ein gänzlich anderer Film geworden, wenn man die drei Teile nicht am Stück gedreht hätte, sondern mit zeitlichem Abstand voneinander.

7. Zuletzt habe ich versucht, zwei Teile miteinander zu verbinden, und das war eine harte Nuss, weil beiden zwei unterschiedliche Konfektionsgrößen zugrunde lagen, aber am Ende habe ich es dann doch noch hinbekommen. Perfektion sieht anders aus. Das Ergebnis werde ich demnächst präsentieren, sobald ich den schwierigsten Part mit dem Reißverschluss hinbekommen habe. Im jetzigen Zustand erinnert das Modell eher an das Kostüm einer Zirkusreiterin der Belle Epoque als an ein weitschwingendes Kleid im Stil von Dior.

Media Monday #542 : Tabula Rasa – eine Woche Urlaub …

… und zwar zu Hause. Vorgenommen habe ich mir nicht besonders viel, außer auf gut Glück nach Mainz zu fahren und mir die Banksy-Ausstellung anzuschauen und mir heute Abend den Thriller „Last Night in Soho“ zu gönnen. Für alle Fälle habe ich schon mal Platz zum Abpausen eines Schnittmusters und Zuschneiden von Stoff gemacht, da mir seit Wochen dieses Retro-Modell von 1950 aus der diesjährigen Juli-Burda im Kopf herum geistert.

Burda 07/2021 – https://www.saturdaynightstitch.com/wp-content/uploads/2021/05/Burda-7-2021-preview-line-drawings-18-760×1024.jpg

Stoff habe ich, allerdings nicht in dieser Farbe und mit diesem Muster. Vielleicht habe ich ja Glück und schaffe es, bis Weihnachten das edle Teil zu nähen. Und nun zu den aktuellen Lückentexten des Media Monday – meine sonntägliche Wundertüte mit Platz für Überraschungen.

Media Monday # 542

1. Manch Schauspieler*in ist ja durchaus auf gewisse Rollen abonniert wie etwa Audrey Tautou auf weibliche Charaktere, die der Amélie ähneln. Daher war es eine erfrischende Abwechslung, sie in „Wahnsinnig verliebt“ als Psychopathin zu erleben.

2. Ich finde ja, es gibt viel zu wenig Kinofilme im November, die mich interessieren. Die Mehrheit läuft im Dezember an. „The French Dispatch“ habe ich ja leider verpasst, aber worauf ich mich wirklich freue, ist „Last Night in Soho“.

3. Wenn es mal eine kreative Fehlentscheidung gegeben hat, dann sicherlich Serien, die mir gefallen haben, nach einer Staffel bereits wieder enden zu lassen.

4. Das Angebot unserer Stadtbücherei braucht sich wohl wahrlich nicht zu verstecken, schließlich habe ich dort bis jetzt immer sehr gute Lektüre und Filme gefunden, aber auch das Sortiment an CDs kann sich sehen lassen.

5. Ich würde ja wirklich gerne glauben, dass ich dieses Jahr doch noch Spaß am Plätzchenbacken finde oder frühzeitig damit anfange, aber ich ahne schon, dass ich mich damit selbst belüge.

6. Dass ich eines Tages in einen Vereinsvorstand gewählt werden würde, hätte man vor einigen Jahren wohl so auch noch nicht geahnt, schließlich habe ich mich nie für den typischen Vereinsmenschen gehalten.

7. Zuletzt habe ich den Tisch, an dem ich im Homeoffice arbeite, komplett abgeräumt, und das war bitter nötig, weil ich demnächst den Platz zum Zuschneiden von Stoff brache.

Media Monday #541 : nur noch eine Woche …

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… dann ist Urlaub (aber zu Hause). Fünf Tage, um Dinge zu tun, die mit der Arbeit rein gar nichts zu tun haben. Außerdem fängt bei uns der Weihnachtsmarkt an.

Und nun zu den aktuellen Lückentexten des Media Monday – meine sonntägliche Wundertüte mit Platz für Überraschungen.

Media Monday # 541

1. Selbst ein filmisches Erfolgskonzept wie der Fortsetzungsfilm/die Filmreihe kann Risse bekommen, wenn für jeden neuen Film ein anderer Regisseur verantwortlich ist. Ich kann dabei nur für mich sprechen, aber genau das ist der Grund, warum ich irgendwann mittendrin das Interesse an „Fluch der Karibik“ verloren fand oder gar bei „Harry Potter“ eingeschlafen bin. Dabei habe ich mit Sequels nicht generell ein Problem. Bei „Final Destination“ zum Beispiel waren die Macher glücklicherweise so schlau, nach dem fünften Teil es gut sein zu lassen. Im Gegensatz dazu frage ich mich aber schon, ob es wirklich notwendig ist, von „SAW“ oder „Fast & Furious“ jeweils einen neunten Film herauszubringen und beantworte die Frage für mich mich mit einem klaren „Nein“– aber so lange das Interesse daran fortbesteht, wird es womöglich auch noch einen weiteren Film in den betreffenden Serien geben.

2. Grey’s Anatomy hätte man auch besser längst beendet, schließlich sind schon alle möglichen Personenkonstellationen durch, und ob die quälend lange Episode mit der an Corona erkrankten Meredith, die im Koma liegend, all den Verstorbenen an einem nicht näher definierten Stand begegnet, das Gelbe vom Ei war, lasse ich mal dahingestellt.

3. Ich kann gar nicht glauben, wie sehr ich mich freue, dass ich mein Auto glücklich durch den TÜV bekommen habe, nachdem man mir wegen nachzubessernder Bremsen die Plakette gar nicht geben wollte. Witzigerweise hat sich ein Kunde genau das Gleiche anhören durfte wie ich – was ich mitbekommen habe, als ich die Rechnung vorgestern bezahlt habe.

4. Libuše Šafránková (7.6.1953 – 9.6.2021) wird als Schauspieler*in für mich auf ewig als Aschenbrödel in dem tschechischen Märchenfilmklassiker in Erinnerung bleiben; vielleicht weil sie in vielen Rollen vor der Kamera gestanden hat, ich davon aber gar nichts mitbekommen habe. Dabei wäre für mich z.B. „The Importance of Being Earnest“ bestimmt interessant gewesen.

Der Klassiker schlechthin – https://de.web.img3.acsta.net/r_654_368/newsv7/21/03/11/13/34/4320236.jpg

5. Ich würde mich ja immens freuen, wenn der Trend, Remakes auf Teufel komm raus zu produzieren, vor manchen Originalen Halt machen würde. Bei „Contra“ fand ich es nicht so schlimm, dass die deutsche Version einen etwas anderen Ton anzuschlagen scheint als das französische Original, aber möchte ich eine Neuauflage von „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ wirklich sehen, auch wenn sie aus Skandinavien stammt und die Polarlichter auf einer Kinoleinwand vermutlich überwältigend wirken?

6. Manchmal sieht man etwas wie beispielsweise diesen Mantel und möchte ihn sofort haben, doch das kann natürlich nur was werden, wenn man nicht gerade knapp bei Kasse ist.

7. Zuletzt habe ich den Abend bei einer Freundin verbracht habe, und das war ein wenig unrund, weil wir beide tierischen Hunger hatten, aber es 90 Minuten gedauert hat, bis das bestellte Essen geliefert wurde. Kalt ist es aber bei der Irrfahrt des Auslieferers trotzdem nicht geworden.

Media Monday #540 : Long Week-End

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„Long Weekend“ ist der Name eines australischen Horrorfilms von 2008, bei mir ist aber heute ein arbeitsfreier Montag angesagt, also wirklich ein langes Wochenende – nicht allein deswegen, weil die im Frühjahr uns fortgenommene Stunde wieder zurückgekehrt ist. Und das war’s auch schon von meiner Seite – bleibt nur noch eins zu tun: Wulf, der den Media Monday jeden Sonntag wieder aufs Neue mit sieben Lückentexten befüllt, zum Geburtstag gratulieren.

Happy Birthday, Wulf – und alles Gute.

Ein Ständchen zum Geburtstag – https://www.youtube.com/watch?v=Cs5vUfddkT8

And now for something completely different – the usual as every week-end…

Media Monday # 540

1. Was mich wirklich das Fürchten zu lehren vermag, ist nicht das schaurige Treiben in so manchen Horrorfilmen, sondern das ganz reale Grauen dessen, wozu Menschen fähig sind. Und wenn ich vor Augen geführt bekomme, wieviel Müll in den Meeren landet, sowieso.

2. Von all den Traditionen, die mit Halloween einhergehen, finde ich das kunstvolle Schnitzen von Gesichtern in Kürbisse und die hohlen Gesellen von innen mit Lichtern zu erhellen und zum Strahlen zu bringen, am stimmungsvollsten.

3. Der Reiz, sich vorsätzlich zu gruseln, hat schon was. Bei mir hat er zur erneuten Teilnahme am „Horroroctober“ geführt, zu dem mein letzter von vier Wochenberichten auch noch aussteht.

4. Der Sensenmann ist eine wirklich zeitlose Schauergestalt, schließlich wartet das, was er verkörpert, auf jeden von uns:

Grabmal von Jean Catherineau auf dem Cimetière de la Chartreuse, Bordeauxhttps://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ac/S%C3%A9pultureCathelineau.JPG/874px-S%C3%A9pultureCathelineau.JPG Lizenzhinweis am Ende dieses Beitrags unter *)

Ein immer wiederkehrendes Sujet in Religion, Kunst und Musik. Dabei heißt es doch so schön „Don’t fear the reaper“:

Coverversion von Unto Ashes – https://www.youtube.com/watch?v=ck4kyZQkSKs

5. Das Schöne an dem nun anbrechenden, letzten Teil des Jahres habe ich erst in den letzten Jahren so richtig zu schätzen gelernt.

6. „Scream“ hat zwar den Ruf als Horrorschocker, aber ich fand ihn größtenteils eher nicht zum Fürchten, sondern so grotesk und übertrieben, dass er schon unfreiwillig komisch war.

7. Zuletzt habe ich mit meiner Schwester im Kino den Film „Contra“ gesehen und das war ein schönes Kontrastprogramm zu Halloween, weil der Film absolut nichts gruseliges hatte, aber dafür seine rührenden Momente.

*) … licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)

Media Monday #539 : Buchmesse

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Da wollte ich zwar hin, weil Kanada das Gastland war und die Veranstalter mit einer Leonard-Cohen-Ausstellung aufwartete, aber mein Versuch, eine Karte online zu buchen, scheiterte an den angebotenen Bezahlmöglichkeiten. Überraschung! Gut, die Fitteste war ich sowieso nicht, also blieb es bei dem Besuch des Films, mit dem das Fantasy Filmfest in Frankfurt am Main eröffnet wurde: Gunpowder Milkshake. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als die Serienkillerinnen ausgerechnet in einer Bibliothek ihr Hauptquartier haben.

Kein stiller Ort zum gepflegten Rückzug – https://i0.wp.com/theopiatemagazine.com/wp-content/uploads/2021/07/Screen-Shot-2021-07-20-at-11.53.53-PM.png

Gute Bücher kann man eben nie genug haben. Laut der Bibliothekarin braucht die tatkräftige Frau von heute einen Roman von Jane Austen (Pride and Prejudice), Charlotte Brontë (Jane Eyre) und Literatur von Virginia Woolf (A room of one’s own)… ach ja, und einen Krimi von Agatha Christie sowieso. Wie der aber in diesen illustren Kreis hineinpasst, kann ich nicht verraten, ohne zu spoilern. Deshalb lasse ich es an dieser Stelle erst mal damit gut sein. So, und nun zum aktuellen Media Monday

Media Monday # 539

1. Ein Film, der mich rundum begeistert hat, ist „Gunpowder Milkshake“, im Begleitheft zum Fantasy Filmfest als blutig, komisch und spannend beschrieben – und da hat man mir nicht zu viel versprochen. Die Story um eine hartgesottene Serienkillerin (Karen Gillan), die ihr Mutter (Lena Headey) nach 15 Jahren wiedertrifft und sich gleichzeitig gegen einen Haufen ihr gar nicht wohlgesonnener „Kollegen“ in diversen Prügeleien und Schießereien behaupten muss, ist dermaßen schrill, absurd und tarantinomäßig in Szene gesetzt, dass es zum Abschluss tosenden Applaus vom Kinopublikum gab.

2. Eine Serie, die einen vernünftigen Abschluss hat, der nicht zu weiteren Aufgüssen und noch mehr Staffeln verleitet, ist nicht leicht zu finden. Gelungen ist dieses Kunststück im Fall von „Sons of Anarchy“, „Orphan Black“ und – o Wunder – „Desperate Housewives“ – außerdem darf an dieser Stelle auf keinen Fall „Babylon 5“ ausgelassen werden.

3. Ein Buch, das ich zur Zeit lese und das witzigerweise in einer Szene von „Gunpowder Milkshake“ ganz kurz eingeblendet wird, ist von Virginia Woolf geschrieben worden und trägt den Titel „Ein Zimmer für sich allein“.

4. Ein Ensemble, das sich immer wieder aufs Neue bewährt hat, und sei es in wechselnder Besetzung, ist das von American Horror Story.

5. Eine Prämisse, die fehlt, ist ein Garant für eine Geschichte ohne Qualität – schon seit Aristoteles, mit anderen Worten: Eine gute Geschichte braucht eine Hauptfigur, einen Konflikt und eine Lösung sowie einen Wandel, den die Hauptfigur durchmacht.

6. Ein Setting, das durch seine Schmuddeligkeit „SAW“ in nichts nachsteht, ist das von The Hole von 2001, mit Keira Knightley und Thora Birch in den Hauptrollen. So ein Bunker im Wald ist halt keine Wohlfühloase, auch wenn ihn einige für eine coole Party-Location halten.   https://de.wikipedia.org/wiki/The_Hole_(2001)

7. Zuletzt habe ich den Abend im Kino verbracht, und das war eine echt coole Zeit, weil alles gestimmt hat: der Film, das Kino und das Publikum.

Media Monday #538 : Das Kontrastprogramm

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Überraschung! Wir sind mittendrin im Horrorctober, und ich brauchte mal eine Abwechslung zu den ganzen ausgelosten Gruselfilmen von anno Dazumal – ein aktueller Film aus deutschen Landen mit 107 Minuten Lauflänge, der am 14. Oktober in den Kinos angelaufen ist: „Fly“, ein Tanzfilm von Katja von Garnier, mit Jasmin Tabatabai, Nicolette Krebitz und Katja Riemann (letztere in einer Nebenrolle), und nicht zu vergessen, ganz tollen Hip-Hop-Tänzern und -Tänzerinnen (allen voran Benjamin Wichert). Und jetzt genug gelobhudelt – zum aktuellen Media Monday geht es hier entlang.

Media Monday # 538

1. Grundsätzlich ist es schon schön, dass es mittlerweile wieder möglich ist, ins Kino zu gehen und Leute wie ich nicht befürchten müssen, dass sich hochgewachsene Leute direkt vor mich setzen.

2. Wenn es ein Drehbuch gibt, das mich jüngst mit Einfallsreichtum und Esprit begeistert hat, dann muss ich immer noch scharf nachdenken. Wahrscheinlich kommt die Erkenntnis erst, wenn dieser Beitrag hochgeladen worden ist – dass mich „Fly“ so begeistert und mich tief berührt hat, lag aber nicht unbedingt am Drehbuch, sondern am Schnitt, der Musik, der Kameraführung und den Darstellern.

Manchmal kann Tanzen fast wie Fliegen sein – https://www.youtube.com/watch?v=u2_rsrYqQko

3. Jeder Horrorfilm spielt im Grunde ja auch immer wieder mit den Grundängsten der Menschen, aber wenn es nur noch um Gemetzel des Gemetzels und der blutigen Effekte Willen geht, dann bin ich raus. Unterschwelliger Grusel oder (Psycho-)Horror mit länger anhaltender Wirkung ist mir lieber.

4. Eine hervorragende Besetzung ist zwar hilfreich, am Ende aber auch nur die halbe Miete. Schön zu sehen bei/in „Little Women“, bei dem ich vor lauter Zeitsprüngen gar nicht mehr mitgekommen bin.

5. Kann es bitte bald mal wieder so einen richtig geilen Soundtrack geben wie den von West Side Story? Aber dann bitte dann den des Originals aus den 60er Jahren… Zugegeben, das war nicht besonders originell, und außerdem habe ich ihn, glaube ich, seit Sonntagnachmittag schon gefunden.

6. One Direction verwechsle ich ja gern schon einmal mit One Republic, einfach weil ich mich mit deren Musik nicht näher beschäftigt habe. Außerdem habe ich von Popmusik jüngeren Datums nicht so viel Ahnung (und von Boybands auch nicht).

7. Zuletzt habe ich einen Anfall von seniler Bettflucht gehabt, und das war verstörend, weil ich mir unter Ausschlafen etwas anderes vorstelle, als um zehn vor sieben hellwach im Bett zu sitzen.

Media Monday #537 : Invasion der Tanzmäuse

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Wir sind mittendrin im Horrorctober, und die Überschrift taugt keinen Schuss Pulver. *) Außerdem hat der Oktober erst angefangen und glänzt mit dem Attribut, das man gemeinhin als „golden“ bezeichnet, da wollen Gruselgefühle sich nur langsam einstellen. Und bis Halloween ist es noch lange hin. Das war vor Jahren noch anders – da war der ganze Oktober mein persönlicher Horrormonat, da ich in diesem Monat geliebte Menschen für immer verloren habe. So, genug der vorangeschickten Worte, bevor Erinnerungen übermächtig werden – was nun folgt, ist ein liebgewonnenes Sonntagabendritual: mich von den sieben Lückentexten des Media Monday überraschen zu lassen. 

Bitteschön, hier ist er:

Media Monday # 537

1. Langsam aber sicher erscheinen lang erwartete und oft verschobene Kinofilme, die ich schon lange sehen wollte, im Kino, und zumindest bei zweien war ich schon zu Beginn des Jahres so richtig hibbelig: „Dune“ und „007 – Keine Zeit zu sterben“. Worauf ich mich aber jetzt schon freue, sind die deutschen Produktionen „Fly“ und „Contra“, die für den Oktober angekündigt worden sind, und „House of Gucci“ im November – sowie das Fantasy-Filmfest Ende Oktober in der Harmonie in Frankfurt am Main. Von Steven Spielbergs Version der „West Side Story“ werde ich dagegen die Finger lassen. Und ob „Moonfall“ von Roland Emmerich, der 2022 ansteht, etwas taugt, bleibt auch noch abzuwarten.

2. Für mich ist „Dune“ auch ein richtiger Geniestreich, wenn man bedenkt, dass ich davor nur die Verfilmung von David Lynch von 1984 kannte und mich immer gefragt habe, was man bei einer Neuauflage anders machen könnte und wie wohl diese gigantischen Sandwürmer auf der großen Leinwand wirken könnten. Jetzt weiß ich es.

3. Ich hätte ja nicht gedacht, mich so dafür begeistern zu können, wie ein kleines Kind beim Warten aufs Christkind, dass sich ein als Komponist genannter Musiker dafür bedankt, dass ein bestimmter Song anscheinend eine Milliarde Mal gestreamt worden ist. Vom Verlinken zu Youtube war vermutlich nicht die Rede, oder zählt das auch dazu?  

4. So manche lieblose Synchronisation treibt mich regelmäßig zur Weißglut, denn wenn die Dialoge sich wie heruntergeleiert oder vom Blatt abgelesen anhören, killt das die ganze Atmosphäre. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn man sich den Film nur in der Synchronfassung ansehen kann. Dabei kann man doch glatt verrückt werden. So wie dieser Herr hier:

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt – https://www.youtube.com/watch?v=4Fc67yQsPqQ&list=RDGMEMQ1dJ7wXfLlqCjwV0xfSNbA&index=30

5. Langsam wird es kälter und ungemütlicher draußen. Immerhin wieder ein guter Anlass, um Tee zu trinken oder einen gehaltvollen Rotwein zu genießen, während ich schmökere oder an neuen Kapiteln für diverse Fortsetzungsgeschichten tüftele.

6. Gemeinsam einen netten Abend zu verbringen, ist auch immer eine schöne Beschäftigung, schließlich weiß man nie, wieviel Zeit die betreffenden Personen für einen haben. PS: Guten Freunden schenkt man doch gerne ein Küßchen, und wenn’s nur ein singendes, klingendes ist. Die Dame und ihre Band habe ich während meiner „schwarzen Phase“ Ende der 90er Jahre oft und gerne gehört:

dass es diese Combo noch gibt – https://www.youtube.com/watch?v=HpcNaqkrPm8&list=RDGMEMQ1dJ7wXfLlqCjwV0xfSNbA&index=29

7. Zuletzt habe ich diverse Grabstätten aufgesucht und das war dank des „goldenen Oktoberwetters“ bei strahlendem Sonnenschein weniger hart, als ich vorab befürchtet hatte, weil meine Schwester mit dabei war. Nur Blumen gab es keine schönen zu kaufen, da musste es ein einfaches Grablicht für die Laterne tun.

*) „Invasion der Tanzmäuse“ wäre auch ein schöner Titel für einen Horrorfilm – wenn das Tanzevent zum Horrortrip gerät. Wobei man Tanzmaus so oder so auslegen kann, für Vorschläge in alle Richtungen bin ich durchaus offen.

Media Monday #536 : Neues Spiel, neues Glück

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Nach einer durchwachsenen Woche, in der ich auch noch an dem Tag verschlafen habe, an denen es für uns mehr als genug zu tun gab, wir einen netten Abend mit allen Teamkollegen in einer Kneipe hatten und ich mit einer Freundin und ihrer Clique auf einem Oktoberfest war (allerdings nicht im Dirndl), habe ich mir einen gemütlichen Sonntag gemacht – gekrönt von dem liebgewonnenen Ritual des Media Monday:

Media Monday # 536

1. Dass man jetzt kaum noch Monate warten muss, bis ein Film aus dem Kino auch im Stream oder Handel erscheint, finden viele bestimmt gut – trotzdem ist für mich das Kino immer noch die erste Wahl, wenn es ums optimale Bild- und Tonerlebnis geht. Zuletzt erlebt in Denis Villeneuves „Dune“ – bevor wegen Corona alles schließen musste, den Depeche-Mode-Film „Spirits in the forest“ und den INXS-Konzertfilm „Live Baby Live“. Das war nicht nur wie ganz vorne im Publikum, sondern wie mitten auf der Bühne.

2. Ich erachte es als besonderen Vorteil, dass dank der Corona-Hygieneregeln jetzt keiner mehr im Kino direkt vor meiner Nase sitzt. Freien Blick auf die Leinwand zu haben, kann schon toll sein. Ich bin mal gespannt, wie sie das bei Konzerten regeln wollen.

3. Nachteilig hingegen ist definitiv, dass sich die Bedingungen für einen Kinobesuch alle Naselang ändern. Zuletzt bei James Bond 007, als ich wundersamerweise keine Kontaktdaten mehr hinterlassen musste, dafür aber davor bei „Dune“ – da wurde außer den üblichen Daten auch die Nummer des Kinos, der Reihe und des Sitzplatzes gefragt. Blöd ist es außerdem, wenn der QR-Scanner nicht funktioniert, in einer Bar aber darauf bestanden wird, diesen zu nutzen.

4. Früher war sicherlich einiges anders, aber nicht unbedingt besser. Beispielsweise dass man beim Besuch von Ausstellungen Gefahr lief, sich in der Schlange ewig die Beine in den Bauch zu stehen (wie 2012 in Amsterdam beim Van-Gogh-Haus) – jetzt kann man online im Voraus Zeitfenster buchen, wie bei der am 1. Oktober in Mainz begonnenen Banksy-Ausstellung.

5. Wenn es die Möglichkeit gäbe, Corona ungeschehen zu machen, wäre ich begeistert. Aber ich fürchte, dann lauert schon die nächste Seuche in den Startlöchern.

6. Grundsätzlich wäre es ohnehin eine feine Sache, wenn man mir auch ohne Corona nicht so dicht auf die Pelle rücken würde – denn manche haben es wohl immer noch nicht gepeilt.

7. Zuletzt habe ich zusammen mit meiner Schwester die Filmauswahl für den Horrorctober im Losverfahren ermittelt, und das war wie die Ziehung der Lottozahlen nur ohne Drama, weil die Hintergrundmusik zu unseren „13 aus 33“ gefehlt hat.