Me Made Mittwoch : Eigentlich wollte ich …


 

 

bis zum 16. Juli mit der Präsentation meiner Bluse warten, denn da ist das Finale des Film- und Serien-Sew Along (FUSSA) – und dafür ist sie auch gedacht. Weil aber heute der MeMadeMittwoch zum letzten Mal vor der Sommerpause stattfindet, präsentiere ich sie hier, diesmal wieder ziemlich spät – mit der „Startnummer“ 89:

Das Modell ist die ärmellose Bluse Nr. 101 (burdastyle 9/2016)– die relativ weit fällt, und die ich trotzdem nicht eine Nummer kleiner genäht habe, weil sie sonst nicht mehr so bequem wäre. Den Seidenstoff mit Animalprint habe ich beim beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft. Das waren die Eckdaten, kurz und knackig aufnotiert.

 

 

Bei den momentanen Temperaturen trägt sich die Bluse äußerst angenehm, und ich bin froh, dass sie nicht so körpernah fällt wie die Teile, die ich sonst so bevorzuge. Mal sehen, welche Abwandlung mir einfällt, wenn ich diese Bluse noch einmal nähen möchte. Und nun geht’s zur Präsentation weiterer selbstgenähter Kleidung – auf dem MMM vom 5. Juli 2017, der unter dem Motto „ich packe meinen Koffer“ steht.

 

Meinen Koffer packe ich zwar nicht, weil mein Urlaub schon lange vorbei ist, aber der nächste Urlaub in wärmeren Gefilden kommt bestimmt, und bis dahin kann luftige Kleidung fürs Büro auch nicht schaden.

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MeMadeMittwoch am 24. Mai 2017 in Grün und Schwarz


 

Während so langsam der Sommer naht und mehr und mehr fröhliche Farben um mich herum auftauchen, bin ich zur Abwechslung mal wieder in dunklen Farben unterwegs. Und Mittwoch ist der ideale Tag dafür, denn beim MeMadeMittwoch zeigen lauter Näh-Enthusiasten ihre selbstgefertigten Kreationen – zur heutigen Ausgabe geht es hier.

Nun aber zu meinem Ensemble. Das grüne Oberteil ist eigentlich ein Kleid, das ich zu einer Tunika umgearbeitet habe, weil ich nicht mehr hineinpasse. Hier habe ich bereits darüber geschrieben.


 

Den Rock habe ich mir vor zwei Wochen bei Sewing by the Sea, in Noer an der Eckernförder Bucht genäht, und er hat mir mehr Arbeit bereitet als ich gedacht hatte, hatte mein folgender Plan doch zunächst sehr einfach geklungen: Von dem Kleid 111 aus der Burdastyle 07/2016 , das ich für die Aktion 12 Letters of handmade fashion genäht habe, wollte ich nur das Rockteil nähen, weil das Oberteil echt bescheiden saß und ich keine Lust auf die x-te Anpassung mehr hatte. Darüber habe ich hier schon mal geschrieben.


 

Damit die Kellerfalten schöner fallen, habe ich sie 7 cm tief einzeln abgesteppt. Das macht auch das Bügeln leichter, denn so bleiben sie da, wo sie liegen. Das kostete zwar ein wenig Zeit, war aber okay. Was mich aber wirklich auf die Palme brachte, war der Reißverschluss, der sich nicht so einnähen ließ, wie ich es wollte. Und dass ich dann Stoff und Reißverschluss mühsam von Hand flicken musste, weil ich beides beim Trennen beinahe irreversibel geschrottet hätte, trug auch nicht zur Besserung meiner Laune bei. Den krönenden Abschluß bildete dann der Verlust des Clips, der am Ende des Reißverschlusses sitzt und den Zipper am Flüchten hindern soll. Bis ich den Zipper von Hand eingefädelt und das offene Ende mit mehren Sicherungsnähten in Pink zugesteppt hatte, dauerte dann auch nochmal mindestens eine volle Stunde.


 

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Da war das Umnähen des Saums von Hand das kleinste Übel und die reinste Entspannung. Aber ich finde, die Arbeit hat sich gelohnt. Jetzt habe ich einen Rock, den ich sowohl im Büro als auch beim Jubiläumstreffen unseres Abiturjahrgangs tragen kann.

Me Made Mittwoch – „Sewing by the sea-Spezialedition“


sewing by the sea


 

 

Am heutigen Mittwoch bin ich seit längerem auch wieder mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei, wo bereits um 8 Uhr morgens an die 40 Nähbloggerinnen mit ihren wunderbaren Kreationen zu sehen waren. Am Start bin ich mit einem Kleid, das ich bei Sewing by the sea, organisiert von mamamachtsachen genäht habe. Vier Tage im schönen Noer, in der Eckernförder Bucht, an denen wir zwei volle Tage zum ungestörten Nähen hatten und somit mehr als nur einen Nähplan verwirklichen konnten, gaben mir trotzdem Zeit genug, am Strand spazierenzugehen. Nun aber zurück zum Kleid.

 

Kleid mit Gürtel 1

 

Der Schnitt ist aus der Februar-Burda von 2014 und super-simpel zu nähen; das einzige Manko daran ist, dass er groß ausfällt: Beim ersten Versuch, den ich auf meinem Blog (Grau ist das neue Schwarz) gezeigt habe, musste ich auf jeder Seite 2,5 cm wegnehmen, außer bei den Ärmeln, die ich nach der Änderung merkwürdigerweise problemlos einsetzen konnte. An Stelle des edel schimmernden, grauen Möbelstoffs aus 100% Kunstfaser habe ich einen Baumwollstoff verwendet, denn ich in einer Ausgabe der Zeitschrift „fashion style“ entdeckt habe und der bei einer Modenschau der Designerin Stella Jean zu sehen gewesen ist. Da die Mauersegler schon eine Weile da sind, ist für mich bereits Sommer, auch wenn sich das erst jetzt an den Temperaturen zeigt. Vielleicht ist es ja auch schon zu warm für ein Kleid mit langen Ärmeln, aber ich finde die Schwalben darauf so hübsch und die Farben so toll, da musste ich bei der 20%-Rabatt-Aktion letztes Jahr einfach zugreifen.

Für das Originalmodell ist übrigens kein Gürtel vorgesehen, aber ich habe trotzdem einen genäht, um das Kleid unterschiedlich tragen zu können; und mit Gürtel finde ich das aus blauem Schwalbenstoff um Längen cooler (das graue Kleid aus Möbelstoff dagegen mag ich lieber ohne Gürtel). Hier nochmal der Vergleich:

 

Version a) mit Gürtel – diesmal auf der Rückseite  

Kleid mit Gürtel 2

– und Version b) ohne Gürtel.

Kleid ohne Gürtel

 

Into the blue : mein erster MMM dieses Jahr in blauem Pulli


 

Ist es schon so lange her, dass ich beim MeMadeMittwoch mitgemacht habe? Das ändere ich mit der aktuellen Ausgabe. Ich finde es immer wieder spannend, was andere mit Stoff und Maschine sowie Nadel und Faden zustande bringen. Im letzten Jahr war ich lieber bei den „12 letters of handmade fashion“ dabei, und dabei sollte es auch bleiben; familiäre Gründe machten es mir unmöglich, an der AnNäherung Süd in Würzburg und der AnNäherung in Bielefeld teilzunehmen – lediglich die NähNerd-Klassenfahrt nach Berlin nahm ich noch mit, um den Kopf freizubekommen. Aber zwei Trauerfälle innerhalb von fünf Monaten stecke ich dann doch nicht so einfach weg. Aber, es soll jetzt niemand erschreckt werden oder sich komisch fühlen. Es wird schon. Mit der Zeit.

 

So seltsam es auch klingt, aber Stricken war mir in gewisser Weise ein Trost und eine Hilfe. Und so kommt es, dass den Auftakt beim MMM mein neuer Frühjahrspulli macht, den ich in den letzten Wochen aus einem Garn mit Vorgeschichte gestrickt habe. Vielleicht komme ich demnächst nochmal auf diese Vorgeschichte zurück. Jetzt aber zu dem Corpus Delicti in Blau.

 

Das „Lovewool“-Magazin von Rico Design, das ich im Zeitschriftenregal bei REWE gefunden habe, ordnet dieses Top dem Schwierigkeitsgrad „leicht“ zu. Die beiden Bilder oben sind aus dem Heft abfotografiert. Nach einem Bündchen im Rippenmuster folgt das Grundmuster, dessen Musterrapport sich über jeweils 8 Maschen und 8 Reihen erstreckt:

 

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Reihe 1: nur rechte Maschen

Reihe 2: nur linke Maschen

Reihe 3: 2 linke, 6 rechte Maschen

Reihe 4: 2 rechte, 6 linke Maschen

Reihe 5: nur rechte Maschen

Reihe 6: nur linke Maschen

Reihe 7: 4 rechte, 2 linke, 2 rechte Maschen

Reihe 8: 2 linke, 2 rechte, 4 linke Maschen

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Außer an der Schulterpartie musste ich hier Maschen weder zu- noch abnehmen – die Form des Tops ist einfach nur quadratisch. Auf die Bündchen, die an die Armausschnitte angestrickt werden sollten, habe ich jedoch nach dem fünften erfolglosen Versuch aufgegeben und trage das Top jetzt „ärmellos“. Und noch einen Unterschied zur Vorlage habe ich gefunden: Auf dem Foto im Heft sah das Muster wie geflochten aus; tatsächlich hat das Top jetzt eine Struktur mit lauter plastischen Quadraten. Außerdem habe ich mit zwei Fäden zusammen gestrickt.

 

01 Modell 3

Garn Nr.1 ist ein sogenanntes Schmeichelgarn von YaKuSi (50% Yakwolle & 50% Seide) in Pflaumenblau.  Garn Nr.2 ist in verschiedenen Grautönen melierte Wolle von Ito aus Japan. Dadurch wirkt der „lila“ Farbton des Pullis zwar nicht mehr ganz so intensiv, aber dafür hat er jetzt auch eine streifenweise Melierung, was man auf meinem Tragefoto für den MMM eventuell nicht so gut sehen kann.

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Kombiniert habe ich den Pulli mit gekaufter Kleidung; die Schuhe sind von tamaris, der Rock von Gracy Q und der Gürtel hat ursprünglich zu einem petrolblauen Satinkleid gehört, das ich längst ausrangiert habe, weil es mir zu klein geworden ist.

 

 

MMM am 22.2.17 : „Grau ist das neue Schwarz“ …


 

 

… und wird von mir am MeMadeMittwoch vom 22.2.2017 präsentiert:

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Leider konnte ich die technische Zeichnung des Modells nicht in meinen Beitrag einbauen, und zum Abfotografieren der zugeschnittenen Teile (Vorderteil, Rückenteil, Ärmel) hat die Zeit nicht mehr gereicht. Nun aber – voilà:  Mein neues Kleid, das ich am 22. Februar zum ersten Mal im Büro trage:

 

 


 

Und: Stylische Säcke sind das neue Retro, denn Taillierungen sind überbewertet. Oder so.


 

Im Schaufenster des Stoffladens, den ich ab und zu gerne zum Stöbern besuche, habe ich ein Etuikleid aus einem grauen Webstoff gesehen, das ich mir unbedingt nähen wollte. Der Stoff war schnell gekauft und kostete acht Euro pro Meter. Nur mit dem Schnitt gab es ein Problem: Er war nicht zu bekommen, obwohl das „Nähpaket“ ja bei der Schaufensterpuppe lag. Aber es gibt Dinge, die ich nicht verstehen muss, und außerdem habe ich stapelweise Schnittmusterhefte. Nach intensiver Durchsicht meines Zeitschriftenstapels blieben zwei Modelle übrig, zwischen denen ich die endgültige Wahl traf:

01-etuikleid-grau

1) „burda-style Nähkurs für Einsteiger“: kragenloses Etuikleid mit kurzen Ärmeln

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2) „burda-style 2/2014“: Minikleid mit langen Raglanärmeln und eckigem Halsausschnitt


 

 

Beide Kleider kamen dem Kleid aus dem Schaufenster schon ziemlich nahe: Beim rosa Etuikleid war es der strukturierte Stoff auf der Abbildung, der es in meine engere Auswahl beförderte, beim gestreiften Minikleid dagegen die Raglanärmel. Beide Kleider sind leicht ausgestellt und lassen sich daher nach meiner Einschätzung leicht über den Kopf ziehen; nicht umsonst sind Reißverschlüsse nicht vorgesehen. Genauso wenig wie Taschen in der Seitennaht, aber es gibt ja schließlich nichts, was man nicht ändern kann. Noch fiel mir die Wahl schwer, aber am Schluss gab die jeweilige Stoffempfehlung den Ausschlag:  1) Der „burda-style Nähkurs für Einsteiger“ empfiehlt dehnbare, blickdichte Wirkspitze, feine Strickstoffe oder Jersey /// 2) Im Nähjournal der „burda-style 2/2014“ stehen Baumwoll-Canvas oder Kleiderstoffe mit etwas Stand zur Wahl.

Damit hatte ich den passenden Kandidaten ermittelt: das Modell Nr. 113 aus Heft Nr. 2/2014 , auch wenn ich keinen Baumwoll-Canvas, sondern ein Kunstfasergewebe gekauft hatte. Laut „Stoff4you.de-Stofflexikon“ handelt es sich bei Baumwoll-Canvas um „ein festes und steifes Gewebe“, was auf dem Foto in der Burda nicht auf Anhieb zu erkennen war. Beim Zuschneiden merkte ich dann auch recht schnell, dass der Stoff nicht nur ziemlich stark auszufransen begann, sondern dass mir die anhand der im Heft abgedruckten Größentabelle ermittelte Größe 40 viel zu groß war.

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Irgendwo hatte ich gelesen, dass der Schnitt ziemlich groß ausfällt; das kann ich leider bestätigen, denn ich musste die Seitennähte noch einmal auftrennen und rechts und links je zweieinhalb Zentimeter wegschneiden. Dann passten zu meiner Verblüffung auch plötzlich die Ärmel in die vorgesehene „Rundung“, obwohl ich an den Ärmeln nichts mehr ändern musste.

Entgegen der Nähanleitung habe ich auf ein Futter verzichtet. Zum einen sollte das Kunstfasermodell noch genügend Luft durchlassen und das Gefühl, in eine Plastikplane eingewickelt zu sein, vermieden werden; zum anderen trägt sich der Stoff äußerst angenehm auf der Haut.

 

 

MeMadeMittwoch : Stoff aus Berlin für ein bereits bewährtes Modell


Schon seit langem ist für mich der Mittwoch etwas besonderes, denn er ist die Chance für mich, beim MeMadeMittwoch selbstgenähte Kleidungsstücke einem größeren Kreis zu zeigen, wenn mir danach ist. Manchmal ist es ein Klassiker, der sich für mich schon ausgiebig bewährt hat; manchmal aber auch brandneues, das ich noch nie getragen habe – je nach Lust und Laune. Schon morgens nach der ersten Tasse Kaffee sitze ich dann vor meinem Laptop und verpasse dem Beitrag, der sich um mein selbstgemachtes Kleidungsstück dreht, den letzten Schliff und fiebere dem Moment entgegen, in dem der Startschuss zum Verlinken fällt.

Diesmal aber befinde ich im Salatschneckenmodus, weil ich weder gestern Abend noch heute Morgen Lust verspürte, ein Foto von meinem neuesten Kleidungsstück zu schießen und nehme gerne in Kauf, an der 80. Stelle zu landen.

Dabei ist es im Grunde so einfach: Von der auf dem Maybachufermarkt bei der „NähNerd-Klassenfahrt“ gekauften blauen Viskose, die mit kleinen Ballerinas bedruckt ist, habe ich mir die Bluse „Pam“ aus einer älteren Ausgabe des Magazins „La Maison Victor“ genäht (meine zweite „Pam“, by the way). Da mir das erste Modell noch immer passt, musste ich am Schnitt nichts mehr ändern, weshalb ich am Samstagnachmittag die einzelnen Teile zuschneiden und am Sonntag innerhalb mehrerer Stunden zusammennähen konnte. Die Säume habe ich, wie immer, von Hand mit Blindstich genäht – eine Arbeit, die mir mittlerweile leicht von der Hand geht. Und da es im Fernsehen den unterhaltsamen Film „Julie und Julia“ mit Meryl Streep und Amy Adams gab, war die Sache innerhalb kürzester Zeit erledigt.

 

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Auch wenn die Farben auf den Bildern etwas unnatürlich wirken: Im Prinzip bin ich mit dem Modell zufrieden; lediglich das Verstürzen der Blende/des Belegs am vorderen Halsausschnitt stellt mich immer wieder vor ein Rätsel; irgendwie scheint der Beleg auf der Innenseite des V-förmigen Ausschnitts an dessen Spitze zu viel Stoff zu haben, so dass ich mich am Ende mit Abschneiden der überschüssigen Stoffmasse behelfen muss. Mir scheint, die ideale Lösung will anscheinend erst noch gefunden werden, aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg – immerhin bin ich schon so weit, dass ich den Beleg nur noch mit einigen lockeren Stichen im Schulterbereich fixiere und ihn nicht mehr, wie bei meiner ersten „Pam“, nach innen schlage und mit Blindstich festhefte.

Me Made Mittwoch mit „Grünem Geheimnis“

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~~~~~~~~~~~~~~~~~~   Präsentiert sich der MeMadeMittwoch seit dem Ende der Sommerpause in neuem Gewand, so habe ich nach zweimaligem Aussetzen wieder Lust bekommen, auch etwas Neues zu zeigen. Fairerweise muss ich hinzufügen, dass ich mit diesem Teil bereits bei der Septemberedition von 12 Letters of handmade fashion mitmache. Wer auf diese spannende Aktion Lust hat, kann auf Kathas Blog kathastrophal.de reinschauen. An jedem Monatsersten wird ein Buchstabe gezogen, und zu dem fertigen sich die Teilnehmerinnen Kleidung und/oder Accessoires an – ob gestrickt, gehäkelt, genäht oder noch mal ganz anders: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – außer denen des gezogenen Buchstabens.   ~~~~~~~~   Und da es diesen Monat das K ist, habe ich mir ein Minicape als Schulterwärmer gestrickt und den Kragen mit Kunstfell verziert.

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kragen-01

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Die Anleitung dazu habe ich aus dem Heft KTC 7 von Schoppel. KTC steht für „Knit the Cat“, und war kinderleicht zu verstehen und nachzustricken: Vorder- und Rückenteil sind identisch und kraus rechts gestrickt. Das Garn ist ebenfalls von Schoppel und trägt den klangvollen Namen „Reggae“. Reggae für den kommenden Herbst? Lasst die Sonne in mein‘ Herbst… oder so ähnlich. Wie auch immer, ob musikalisch oder nicht – hier geht es zu den anderen Präsentationen auf dem MeMadeMittwoch, heute vorgestellt von Dodo.

MMM am 27. Juli : vor der Sommerpause – ich packe meinen Koffer …

… nicht. Denn Urlaub hatte ich schon, und der nächste ist noch lange nicht in Sicht. Aber da ich neulich las, dass Sommer das ist, was in deinem Kopf passiert, dachte ich mir, dass ich dieses Motto auch auf den Urlaub übertragen könnte – und dazu brauch‘ ich keinen Koffer. Höchstens einen Beutel, wenn’s mal wieder am Wochenende fort geht.

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Nun ist aber noch kein Wochenende, sondern ein ganz normaler Mittwoch, und an dem hab ich heute zum dritten Mal einen A-Linien-Rock aus einem in den Niederlanden bedruckten Stoff, der von der Modedesignerin Stella Jean inspiriert worden ist. Den Rock hatte ich schon mehrere Male an, und obwohl der Stoff relativ dicht gewebt zu sein scheint, fühlt es sich dank der A-Linie sehr luftig darin an.

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To cut a long story short – hier geht es zu den anderen, die beim MeMadeMittwoch ihre selbstgenähte Kleidung präsentieren.

# 12 letters of handmade fashion : Juli

Wie ich in meiner Ankündigung schrieb, hatte ich mit dem Häkeln eines Pullis in drei Farben begonnen, als auf dem Blog von rapantinchen das D als Buchstaben für den Juli für „12 letters of handmade fashion“ gezogen wurde und hatte damit auch sofort die Idee: dreifarbig gestreifter Häkelpulli …

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und kam dabei auf die Idee, den Pulli (der in der Häkelvorlage _ Zeitschrift „Häkeltrends“ – auch als Tunika bezeichnet wird) zu einem Rock nach Art des Designers Bluegirl in der folgenden Weise zu tragen:

bluegirl

Quelle: https://i1.wp.com/img1.brigitte.de/asset/Image/mode/accessoires/guertel/bluegirl.jpg

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Allerdings bin ich eher versucht, ihn zu so einem Rock zu kombinieren, wie er am rechten Mannequin (mit den roten „Hasenohren“) bei der Stella-Jean-Modenschau zu sehen war:

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Quelle: https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/5f/41/90/5f4190697df97f039f1c52fa8e1b14de.jpg

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Meinen Rock hatte ich beim MMM vom 6.7. schon mal gezeigt (Modell 116 aus burda 07/2016).

Und so präsentiere ich ihn nicht nur bei 12 letters of handmade fashion, als designerinspiriertes Outfit mit dreifarbig gestreiftem Häkelpulli, sondern auch beim MeMadeMittwoch, im Kreise anderer Nähbegeisterter, die hoffentlich genauso viel Lust auf Sommer haben wie ich….

… aber ohne Hasenohren.

 

MeMadeMittwoch am 6.7. : Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Aber vielleicht kann ein Rock aus Baumwollsatin mit Schwalbenprint ihn zurückbringen. Zwar ist mein Rock für den FUSSA 2016 noch nicht fertig, aber ich hatte da eine Rolle Stoff, die förmlich danach schrie, sofort verarbeitet zu werden, und da ich an einem Pulli häkele, dessen Blautöne hervorragend dazu passen würden, legte ich kurzerhand eine kreative Pause beim FUSSA ein, bei der ein bunter Sommerrock entstanden ist…

 

und der sich heute beim MMM hinter den anderen Kreationen nicht verstecken muss. Außerdem soll er Bestandteil meines Juli-Outfits für die Aktion „12 letters of handmade fashion“ werden, aber damit würde ich bereits vorgreifen. Wen’s interessiert – hier kommt die Entstehungsgeschichte meines Sommerrocks:

Als ich in der letzten Fashion Style einen Stoff entdeckte, wie ihn die Modeschöpferin Stella Jean verwendet, bestellte ich bei der niederländischen Firma, die ihn bedruckt, in einem Anfall von Größenwahn fünf Meter davon. Mein Mann sah das Foto und war not amused darüber, dass das Mannequin darauf einen Bleistiftrock trug. „Oh no! Nicht schon wieder so ein Bleistiftrock. Mach doch mal was anderes.“ Gesagt, getan – in der Juliausgabe der burda style wurde ich bei Modell Nr. 116 fündig: ein leicht ausgestellter, knielanger Rock, der aus vier Schnitteilen besteht (ein Vorderteil, ein Rückenteil und zwei Seitenteile). Ich wundere mich immer mehr, wie ich mir die ganzen Zahlen merken kann.

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Bildquelle: http://www.burdastyle.de/chameleon/mediapool/thumbs/5/fb/116-072016_345x460-ID384703-4a5e9eb46f423ead9785bec9ce8d9729.jpg

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Beim Abpausen des Schnittmusters stellte ich fest, dass burda dieses Modell als sogenannte Kurzgröße anbietet und für mich umdenken angesagt war; aus der von mir anvisierten Größe 40 wurde kurzerhand eine 20, die so knackig eng ausfällt, dass ich an jeder seitlichen Kante der Rockteile einen halben Zentimeter Stoff zugeben musste. Das war aber nicht die einzige Baustelle. Einen kurzen Anfall von Kopfzerbrechen bereitete mir die Größe des Musters, denn um ein fortlaufendes Muster zu erhalten, hätte ich viel mehr Stoff verbrauchen müssen als die geplanten 1,40 Meter.

Also ließ ich diese Idee fallen und achtete darauf, dass wenigstens die Seitenteile gleich aussahen und die Abnäher an der rückwärtigen Rockbahn nicht zu stark in das Muster eingreifen. Den Verschnitt konnte ich auf diese Weise in Grenzen halten bzw. für die beiden Nahttaschen und den Bund verwenden, da ich so einen wie auf dem Foto nicht haben wollte…

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Bildquelle: http://www.burdastyle.de/chameleon/mediapool/thumbs/3/20/116-072016_400x533-ID384761-f4d2aa0d7e861a93b379b4c4d00e2048.jpg

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Das Nähen selbst war dagegen ein Kinderspiel, allerdings franst der Stoff ziemlich stark aus, und damit er sich beim Nähen nicht noch weiter auflöst, habe ich vor dem Zusammennähen der Teile sämtliche Kanten (auch die der Taschenbeutel) mit Zickzackstichen versäubert und die Bund- und Saumkante mit Schrägband verstärkt. Eine Verstärkung hat auch der aus zwei Hälften bestehende Rockbund erfahren… mit Vlieseline – was dazu führte, dass ich den Nahtreißverschluss nicht bis unter die obere Bundkante führen konnte, sondern passgenau an der unteren Bundkante enden lassen musste. Damit im Bund keine Lücke entsteht (so wie bei den Röcken, die ich anfangs genäht habe), ist der Bund jetzt oberhalb des Reißverschlusses überlappend und wird mit einem Druckknopf geschlossen.

So, das war’s – die Spannung steigt… Wie vielseitig wird der MMM heute? Werde ich mein Ziel, wenigstens ein Teil für den FUSSA bis zum 17. Juli fertigbekommen, erreichen? Und wird meine Kombination aus Rock und Pulli für „12 letters of handmade fashion“ so, wie ich sie mir vorgestellt habe? Wir werden es bald erfahren; Fortsetzung folgt. In diesem Theater.

 

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PS: Als ich den Receiver heute morgen auf einsfestival einstellte, weil ich heute abend Dr.Who aufnehmen möchte, lief ein Film mit dem Titel „24 Milchkühe und kein Mann“ – in dem folgendes Hochzeitsoutfits des Bräutigams zu sehen war:    

TV BILD

So langsam glaube ich nicht mehr an Zufälle.