„Broken Strings“ : Chapter 49 – Blessed are the liars…

Aufgewacht, die Sonne lacht! Hier ist Radio Richmond, und wir begrüßen diesen wunderschönen Tag mit Musik, die es in sich hat.

Yay! Die Frühaufsteher waren unterwegs und klapperten in in der Küche mit Besteck. Dem fröhlichen Pfeifen nach zu urteilen, hatte jemand ausgezeichnete Laune. Kein Wunder, nach dieser Nacht… Noch nicht ganz wach, schielte ich nach der Uhr.

Zehn nach acht, und die Sonne schien. Mit einem herzhaften Gähnen streckte ich mich ausgiebig. Eine Nacht auf dem Sofa brauchte ich auch nicht alle Tage; vor allem nicht, wenn es schon ein älteres Modell war wie das, auf dem ich den Rest der Nacht allein zugebracht hatte. Irgendwann hatte Mike dann doch Erbarmen mit mir gehabt und hatte sich in sein Zimmer zurück geschlichen.

In der Küche hinter mir ging das Pfeifen weiter, jetzt war Brutzeln angesagt. Öl zischte in der Pfanne, und was darin seinen köstlichen Duft verströmte, ließ mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Pancakes. Entweder mit Blaubeeren, Cranberries oder Ahornsirup.

Mein Magen begann zu knurren, zwar nur leise, aber so war an ein gemütliches Weiterschlummern nicht zu denken. Die Nacht war definitiv vorbei. Ächzend hievte ich mich in die Senkrechte. Autsch, die Sprungfedern machten sich deutlich bemerkbar. Verstohlen schielte ich in mein Shirt hinein, auf der Suche nach Spuren dieser nicht ganz so friedlichen Nacht. Eigentlich hatte ich erwartet, blaue Flecken auf meinem Rücken zu finden, doch die einzigen bunten Farbtupfer in diesem Zimmer befanden sich auf dem Gemälde an der Wand.

Dort waren sie auch besser aufgehoben als an meinem Körper, denn Bodypainting war überhaupt nicht mein Fall, egal welcher Art. So wie es aussah, hatte Mariangela nicht nur einen Narren an Sonnenblumen gefressen, sondern auch an den Bildern von van Gogh; außer dem von mir bewunderten Kunstdruck gab es neben der Tür zur Gästetoilette noch einen Wandkalender mit dem Nachtcafé als Oktoberbild, sowie verschiedene gerahmte Kunstpostkarten, die sie zusammen mit Familienfotos liebevoll auf einer Kommode unter dem Fenster arrangiert hatte.

Bodypainting, nein Danke. Dann doch lieber den van-Gogh-Overkill, seufzte ich und kuschelte mich tiefer in den Frotteemantel, um dem melodischen Pfeifen weiter zu lauschen.

50 Jahre Internet. Das müssen wir feiern! Aber es gibt heute noch ein weiteres Geburtstagskind, Leute! Heute wird Winona Ryder 48…“ plärrte die Stimme des Moderators aufgekratzt. „… Und deshalb spielen wir nur für sie ein ganz besonderes Ständchen. Happy Birthday, Winona!

Hey Mum“, rief Mike von oben und polterte in Jeans, T-Shirt und Stiefeln die Treppe hinunter. „dreh doch mal lauter!“

Das Pfeifen in der Küche verstummte, und das Gedudel aus dem Radio füllte den ganzen Raum. Huch! Der Frühaufsteher war Mariangela? Ich hätte wetten können, dass sich mein Schatz um das Frühstück kümmerte, anstatt seine Mutter die ganze Arbeit machen zu lassen. Hätte ich das gewusst, wäre ich längst aufgestanden, um ihr zu helfen, denn es war mir peinlich, von ihr bedient zu werden.

Einen tollen Eindruck musste sie von uns beiden haben. Was saß ich hier eigentlich noch herum und starrte Löcher in die Luft? Zu spät. Mit dem ersten Pancake in der Hand, den Mike seiner Mutter nach einer heftigen Umarmung vom Teller gemopst hatte, schlenderte er mit einer Tasse Kaffee zu mir herüber und drückte sie mir in die Hand.

Hier Darling“, strahlte er mich an und leckte sich genüsslich die Finger ab. Kanadier und ihre Vorliebe für Ahornsirup!

„Für Dich. Damit Du in die Gänge kommst. Extra stark und schwarz, wie Du ihn magst. Nach so einer Nacht wie dieser…“

Nach so einer Nacht wie dieser?!!! Ging das vielleicht noch lauter? Oh Mann, Hemmungen kannte er wohl gar keine. Obwohl… das Radio dudelte ja laut genug, da stand wohl kaum zu befürchten, dass seine Mutter die zweideutige Anspielung auf die zurückliegenden Stunden hörte.

blessed are the superstars for the magnificence in their light we understand better our own insignificance … blessed are the lies for the truth can be awkward ♪

American Soul“ als Geburtstagsständchen für Winona Ryder? Ernsthaft jetzt?

Ach, was habe ich herrlich geschlafen…“, unterbrach Mariangela das Gezwitscher ihres Jüngsten, der offensichtlich Sternchen in den Augen hatte und schon am frühen Morgen zu Scherzen aufgelegt war. „… so tief und fest wie schon lange nicht mehr.“

Sie strahlte uns förmlich an. Lag das wirklich nur daran, dass sie eine geruhsame Nacht hinter sich hatte?

Und zur Feier des Tages und weil der Morgen so schön ist, habe ich mir überlegt, dass ich den Laden heute gar nicht erst aufmache, und wir drei machen uns einen schönen Tag.“

Das war zu erwarten gewesen. Aber wie sollte der Tag aussehen? Sightseeing? Shopping? Sport?

Ich dachte mir, nach dem Frühstück könnten wir ein bißchen herumfahren, und ich zeige Euch die Gegend…“

Nach dem Frühstück… mein Stichwort, im Bad zu verschwinden: Flugs raffte ich meine Sachen an mich und eilte die Treppe hinauf.

… Dein Motorrad kannst Du so lange in die Garage stellen, Vincente, Liebling…“

Den Rest der Unterhaltung bekam ich nicht mit, aber ich war mir sicher, dass mein Schatz und sie sich einig würden; jetzt musste ich mich erst einmal um mich kümmern und für eine zivilisierte Erscheinung sorgen. Das Frühstück war gleich fertig, und da wollte ich nicht ungekämmt und im Bademantel am Tisch herumgammeln. Meine seit langem gut eingeübte Routine aus Fünf-Minuten-Dusche, Zähneputzen und Blitzhaarpflege musste auch heute reichen.

Morgen, Andrea, stellst Du Dir den Wecker, egal was für ein grässlicher Moderator im Ra…

Oh Shit! Spieglein, Spieglein, an der Wand – das sah gar nicht gut aus! Wie war das nochmal mit meiner Abneigung gegen Bodypainting? Der kurze Check meines Rückens hatte mich in trügerischer Sicherheit gewiegt, dass man mir meine nächtlichen Aktivitäten am Morgen danach nicht ansehen würde. Und jetzt das: zwei, drei, vier Flecken in den allerschönsten Violetttönen.

Vincent van Gogh wäre stolz auf den Verursacher des farbenfrohen Ensembles an meinem Hals gewesen, und daran waren nicht die Sprungfedern des antiquierten Sofas Schuld, sondern…

Moment mal. Wie hat Deine Mutter Dich genannt? Vincente… wieso Vincente… warum nicht Michele… so viel zum Thema ‚Van-Gogh-Overkill’… SO. EIN. QUATSCH! Lenk nicht ab, Andrea – wenn sie diese Knutschflecken sieht, dann ist hier aber Achterbahn! Irgendwann kill ich Dich, mein Schatz…

Nein, so ging das nicht. Die Zeit drängte, und wenn ich nicht endlich Gas gab, würden die beiden in der Küche sich fragen, wo ich so lange blieb. Dass mich einer von ihnen holen kam, würde mir gerade noch fehlen. Während ich mich in Rekordzeit abtrocknete, in frische Wäsche schlüpfte und mich mit Gewalt in meine Jeans zwängte, ging ich meine Möglichkeiten durch. Wie sollte ich die verräterischen Flecken zum Verschwinden bringen?

Make-up fiel flach, denn meine Sachen waren noch immer im Seitenkoffer und nicht in meinem Kulturbeutel. Mich an Mariangelas Tuben aus dem Spiegelschrank zu bedienen, brachte ich nicht über mich. Außerdem hatte ihr Inhalt den falschen Farbton. Zu dunkel. Mein Schal? Mist, den hatte ich über dem Küchenstuhl hängenlassen.

Ratlos streifte ich mir mein Lacuna-Coil-Shirt über und hüllte mich in das karierte Flanellhemd, das mir Mike für die Fahrt geliehen hatte. Es war mir zwar zwei Nummern zu groß und die roten Karos bissen sich mit meinem Shirt, aber es hatte wenigstens einen Kragen.

Den konnte ich zur Not ja noch hochstellen, wenn es noch nicht ausreichte, dass ich meine Haare zur Abwechslung heute mal offen trug. Aber einmal ist ja immer das erste Mal, und heute fuhren wir nicht mit dem Motorrad. Also alles easy, vielleicht hatte ich ja Glück und ihnen entging die Schummelei. Wenigstens, bis ich mir meinen Schal umgewickelt hatte.

Der Shoppingausflug in die nächste Mall wurde auf den nächsten Morgen vertagt. Mariangela würde uns beide dort mit dem Lieferwagen absetzen und uns am Nachmittag wieder abholen – so gerne sie auch noch den Dreißigsten mit ihrem Sohn und dessen Freundin verbracht hätte, aber die Arbeit rief, und die Gärtnerei noch einen weiteren Tag geschlossen zu lassen, konnte sie sich nicht leisten. Doch der Tag heute sollte nur uns Dreien gehören.

Für Mike musste dieser Ausflug unglaublich langweilig sein, denn er kannte die Gegend seit seiner Kindheit. Aber anscheinend wohl doch nicht, denn wie Mariangela sagte, hatte sich hier so einiges verändert. Selbst der Golfplatz, der seit Jahren immer beliebter wurde und wo man hervorragend speisen konnte; der Spaß war zwar nicht ganz billig, aber da Clubhaus und Restaurant den Blumenschmuck von ihr bezogen, bekam sie dort Nachlass.

Der Nachmittag verging wie im Flug, und als ich am Abend die Couch zum Schlafen herrichtete, ließ ich den Tag noch einmal in Gedanken vorüberziehen.

Ist doch super gelaufen“, stimmte Mike mir zu, als er mir die letzte Tasse Tee des Tages brachte, diesmal ohne Zusatz. „Mum hat Dich wohl wirklich in ihr Herz geschlossen.“

Was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte, aber was Nico anging, hatte ich einen ähnlichen Eindruck gewonnen. „Mein Bruder hält aber auch mindestens genauso große Stücke auf Dich“, antwortete ich. Unser Telefongespräch hatte ich noch gut in Erinnerung.

Tja, da kannst Du mal sehen – ich bin eben ein Universalgenie.“

Ha ha. Angeber! Noch ein Kuss von ihm, dann begab sich das ‚Universalgenie‘ hinauf in sein Zimmer. Darauf, dass ich ihm heute Nacht nach oben folgte, konnte er lange warten. Ich hatte ein paar Stunden mehr Schlaf als gestern dringend nötig.

Bisher war unser Besuch bei Mikes Mum wirklich hervorragend gelaufen. Ich Drama Queen hatte mich mal wieder im voraus völlig umsonst verrückt gemacht, denn ich fühlte mich nach gerade mal zwei Tagen wie zu Hause. Nur dass uns Mariangela trotz ihres Full-Time-Jobs ständig bekochen wollte, gefiel mir weniger. Für mich stand fest, dass wir uns so schnell wie möglich bei ihr revanchieren mussten. Was eignete sich da besser als der für heute geplante Shoppingtag?

Bis nachher um drei.“

Das Einkaufsparadies in der nächsten Stadt war bereits geöffnet, als uns Mariangela mit ihrem bunten Transporter am Eingang absetzte, um ihre erste Lieferung auszufahren. Wir hatten alle Zeit der Welt, und das Wetter spielte auch mit. Begeistert rieb ich mir die Hände, bereit, mich ins Getümmel zu stürzen. Die paar Klamotten waren doch schnell eingekauft, und wo wir die Zutaten für das Dinner, das ich für Mariangela kochen wollte, bekommen würden, hatte ich auch recht schnell herausgefunden. Jetzt noch einen Espresso, und der Tag war perfekt.

Die von Palmen umgebenen Tische standen zwar nicht im Freien, sondern unter einer Glaskuppel, aber jetzt noch Sand aufgeschüttet und ein Volleyballnetz gespannt, und die Illusion eines Tags am Strand wäre vollkommen… Wie einfach konnte doch das Leben sein, und vor allem wie schön. Sonne, Kaffee und den Liebsten an meiner Seite – nur dass Halloween vor der Tür stand und dies kein Sommertag war. Ach ja, Halloween…

Bis auf die Kostüme für die Party hatten wir alles. Lief doch super. Ich als Morticia Addams oder, noch besser, als Mumie, um Deine Spuren zu verdecken, und Du als Eddie aus der Rocky Horror Picture Show, wollte ich Mike gerade vorschlagen, als plötzlich sein Telefon klingelte. Von der Band war es niemand, diese Klingeltöne hätte ich wiedererkannt.

Ein Anruf von einer unbekannten Nummer? Wer das wohl war? Seine Managerin? Möglich. Seine Mutter? Wohl eher nicht. Mit einem Wort: Ich hatte keine Ahnung. Mike aber offenbar schon, das konnte ich an seiner Reaktion auf den Anrufer erkennen: sein Lächeln war verschwunden, seine Haltung angespannt. Er drehte sich von mir weg, stand auf und entfernte sich vom Tisch, um unruhig auf und ab zu wandern. Diese Seite kannte ich noch nicht an ihm. Wie dieses Gespräch verlief, gefiel mir überhaupt nicht. Monolog hätte es besser getroffen.

Okay, Meinetwegen. Bye. Bis morgen,“ antwortete Mike schließlich kurz angebunden und offensichtlich alles andere als erfreut.

Das etwas zu heftig zugeklappte Smartphone stopfte er in seine Gesäßtasche. Dann ließ er sich in seinen Stuhl fallen und fuhr sich mit beiden Händen frustriert durch die Haare.

Na toll. Das hätte ich jetzt echt nicht gebraucht!“

Mist, das hier war weit entfernt von „Super gelaufen“. Alarmiert griff ich nach seiner Hand.

Sprich, um Himmels willen! Rede mit mir.

Natürlich konnte er meinen stummen Schrei nicht hören. Dazu hätte er hellsehen müssen. Okay, Andrea, er wird es Dir nicht von sich aus sagen – frag ihn.

Ich gab ihm Zeit, um sich zu beruhigen, dann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und kam direkt zur Sache.

Dad,“ war alles, was er nach einer sich ewig hinziehenden Pause herausbrachte.

Gut, zumindest wusste ich jetzt, wer der mysteriöse Anrufer gewesen war, aber schlauer wurde ich daraus nicht. Ich sah schon, bis ich ihm alle Würmer einzeln aus der Nase gezogen hätte, würde das eine längere Sitzung werden.

Er will sich mit mir treffen. Morgen Mittag. Zum Lunch.“

Der Rest kam anfangs noch genauso abgehackt hinterher: Fein, sein Dad wollte sich mit ihm treffen. Besser gesagt mit uns, denn das Treffen schloss James mit ein, seinen älteren Bruder. Und mich natürlich. Denn ohne mich würde Mike gar nicht erst aufkreuzen.

So langsam entstand aus den Puzzleteilen ein Bild. Mike hatte zwar keine Ahnung, woher Dad seine Nummer hatte und was der Grund für diese plötzliche Einladung zum Mittagessen in einem schicken Restaurant war. Diese Einladung kam ihm für seinen Geschmack ein bißchen zu plötzlich. Und warum, zum Teufel, ging es nicht eine Nummer kleiner?

Schickes Restaurant! Wenn er meint!“ schnaubte er zynisch. „Aber was mache ich mir einen Kopf. Daddy zahlt doch ohnehin alles. Wie immer…“

Autsch! Das klang wenig schmeichelhaft, und ich fragte mich allmählich, welches Problem Mike mit seinem Vater hatte. So, wie er sich anhörte, schloss dieses Problem seinen Bruder gleich mit ein. Seit wann hatte Mike etwas gegen schicke Restaurants? Das Diner mitten in der Pampa, in das er mich nach meinem Zusammenbruch entführt hatte, war jetzt auch nicht unbedingt der letzte Schuppen gewesen.

Dass das, was Trevor Mitchell als „schick“ bezeichnete, für Mike so viel wie „abgehoben“ bedeutete, machte er mir klar, als der Name des Orts fiel, an dem sein Dad einen Tisch reserviert hatte: Top of Vancouver.

Brilliante Aussicht über die Stadt, die Berge und das Meer in 167 Metern Höhe – eine komplette 360-Grad-Umrundung in einer Stunde. Erlesene Genüsse zu exorbitanten Preisen, Rocketing sky high. Der klassische Fall von Nouvelle Cuisine. Nix auf dem Teller, aber viel auf der Rechnung: Vorspeisen beginnen bei 18 Dollar, für Hauptgerichte legen wir das Doppelte hin, und bei den Desserts fragen Sie am besten gar nicht erst nach Sonnenschein.

Aber wenn Daddy zahlte, um die Spesenabrechnung hinterher von seiner Kanzlei übernehmen zu lassen…

Die Bitterkeit in Mikes Stimme ließ mich nichts Gutes ahnen, sie beschwor ein gruseliges Bild vom Rest seiner Familie herauf. Halloween at its best. Wenn ich angenommen hatte, dass Mr. Mitchell genauso nett war wie Mikes Mutter, so begann diese Hoffnung genau jetzt zu schwinden. Dass er über seinen Vater bisher kaum gesprochen hatte, hätte mir zu denken geben sollen. Und auch seinen Bruder hatte er mit keiner Silbe erwähnt.

Irgendwas verschweigst Du mir, mein Schatz, meldete sich in mir eine beunruhigt klingende Stimme aus dem Hintergrund. Ich sollte es bald erfahren.

30-Days Film Challenge – Day 30 : a film with your favourite ending

 

 

Happy Ends sind was tolles. Aber darum geht es mir bei diesem Film nicht, sonst hätte ich einen anderen gewählt. Der letzte Tag der Challenge fällt auf den ersten Tag des neuen Monats. Da muss zum Abschluss ein besonderer Leckerbissen her.

 

Day 30 : a film with your favourite ending

 

In dem französischen Film Die fabelhafte Welt der Amélie finden die zwei Liebenden schließlich auf fast schon telepathische Weise nach einer langen Odyssee zueinander und cruisen beseelt und im siebten Himmel auf dem Moped durch Paris (https://i.pinimg.com/474x/8b/a6/6a/8ba66ac731b17a272594293470b36ee8.jpg):

 

 

Doch das Happy End der beiden ist nicht das Ende, das ich meine. Denn danach kommt die eigentliche Schlußszene, und bei der hatte ich den Eindruck, dass sie spiegelverkehrt zur Eröffnungssequenz aufgebaut ist:

 

Von der Totale in die Nahaufnahme, und wieder zurück – dieser Schachzug gibt diesem kleinen Meisterwerk, das mit zu meinen Lieblingsfilmen zählt, den allerletzten Pfiff. Leider war ein entsprechender Clip nicht zu finden.

Aber eins muss ich zum Schluss loswerden: Die Challenge hat mir einen riesigen Spaß gemacht, und ich bedanke mich ganz herzlich bei aequitasetveritas, die diese tolle Idee hatte.

30-Days Film Challenge – Day 29 : a film that makes you want to fall in love

 

 

Es muss ja nicht immer ein ausgesprochener Liebesfilm sein. Hauptsache, Frühling und Sommer liegen in der Luft, auch wenn am Anfang die Fastenzeit steht… 

 

Day 29 : a film that makes you want to fall in love  

 

Chocolat – ein kleiner Biss genügt mit Juliette Binoche und Johnny Depp kann man zwar auch in diese Kategorie einordnen, muss man aber nicht (https://i.pinimg.com/474x/e5/ec/48/e5ec48b9997bb47c4072bc3670d0fb23.jpg)

 

 

Tranquilité…Auch wenn Liebe durch den Magen geht oder besser gesagt, über den Geruchssinn und die Geschmacksnerven, aber mir gefallen die vielen kleinen Nebenhandlungen wie zum Beispiel die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen zwei älteren Leuten fast noch besser. Die Witwe, die seit dem Krieg um ihren gefallenen Mann trauert, und dann stellt sich heraus, dass der Erste Weltkrieg gemeint war und nicht der Zweite… Oder die Geschichte der zuckerkranken Armande Voizin, gespielt von Judi Dench.

Außerdem mag ich Schokolade. Ein Laster, das auch den sittenstrengen Bürgermeister zu Fall bringt, ohne dass es peinlich wird. Ein luftig leichter Film mit beschwingter Musik, dermit seiner roantischen Stimmung so richtig gut zur aktuellen Jahreszeit passt.

 

 

30-Days Film Challenge – Day 28 : a film that made you feel uncomfortable

 

 

So richtig mulmig wurde mir bei dem Horrorfilm Die Unzertrennlichen (Dead Ringers) mit Jeremy Irons in einer Doppelrolle als Zwillingsbrüder, die gemeinsam als Ärzte praktizieren (https://i.pinimg.com/474x/38/ce/9c/38ce9cd17f525d87bdff73c56f17edb7.jpg)

 

Day 28 : a film that made you feel uncomfortable  

 

Experten wollen herausgefunden haben, dass das Unwohlsein des Zuschauers von der Diskrepanz zwischen der gezeigten Handlung und der dazu erklingenden Musik von Howard Shore herrühren soll.

 

 

Die chirurgischen Instrumente riefen mir genauso Unbehagen hervor wie die beklemmende Atmosphäre des ganzen Films und die zähe Handlung um Abhängigkeit, Abdriften in den Wahnsinn und Drogenexzesse (https://i.pinimg.com/474x/e0/fa/25/e0fa255cce8754bb64418dcd2059d21f.jpg)… 

… war das wirklich Toronto? Irgendwie fehlt mir an diese Stadt die Erinnerung, und im OP wird’s auch nicht besser – bei diesem Bild muss ich an die Spanische Inquisition denken – spooky (https://i.pinimg.com/474x/ab/a7/29/aba72911d0a41cab8831b93d9442fab7.jpg):

Visuell ebenfalls so beeindruckend wie der Film von gestern, aber ich war 1988 vermutlich einfach och nicht so weit.

 

 

 

 

 

 

 

 

30-Days Film Challenge – Day 26 : a film you like that is adapted from somewhere

 

 

Von irgendwoher adaptiert? Vermutlich von einer Literaturvorlage.

 

Day 26 : a film you like that is adapted from somewhere

 

Da bietet sich für mich Der Name der Rose an (https://i.pinimg.com/474x/c7/0a/39/c70a394046b88e6b081dcee188ff6248.jpg):

 

 

Das Buch finde ich gut, trotz seitenlanger Passagen in Latein – aber der Film hat mir noch besser gefallen. Spannend und gruselig zugleich, und auch die Nebendarsteller können Sean Connery als in einer Reihe von mysteriösen Todesfällen ermittelnden Franziskanermönchs William von Baskerville locker das Wasser reichen. Die neu gedrehte Serie kenne ich dagegen nicht.

30-Days Film Challenge – Day 25 : a film you like that is not set in the current era

 

 

Heute wird es kurz und knackig. Ich liebe Period Dramas und Historienfilme. Period

 

Day 25 : a film you like that is not set in the current era

 

Wo fängt die aktuelle Ära an? Ich wette, die Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zählen nicht dazu (https://i.pinimg.com/474x/8d/b7/89/8db7898386c0b17115314f89cee7fe82.jpg).

 

 

In jener Zeit spielt Downton Abbey.1927, um genau zu sein – König und Königin haben ihren Besuch auf Downton Abbey angekündigt, und ihre gesamte Entourage haben sie ebenfalls mitgebracht. Sehr zum Missfallen des Personals von Downton Abbey. Ein Bösewicht treibt auch sein Unwesen, doch diesen Film ohne Happy End enden zu lassen? Fans would not be amused.

 

30-Days Film Challenge – Day 24 : a film you wish you saw in theatres

 

 

Und wenn wir schon bei Russland sind, darf Kursk nicht fehlen. Hier geht es zwar nicht, wie gestern, um ein Kriegsschiff, sondern um das im Jahr 2000 gesunkene Atom-U-Boot „K-141 Kursk“.  

 

Day 24 : a film you wish you saw in theatres

 

Wenn „Potemkin“ ein Propagandafilm ist, dann ist dieses Werk das absolute Gegenteil.

 

 

Leider haben wir den Film letztes Jahr verpasst (https://i.pinimg.com/474x/7b/0f/d4/7b0fd4cb6141f65ec63e0cc00d40d749.jpg). Weil wir uns ja unbedingt „Yesterday“ ansehen mussten.

Darin kam zwar auch ein U-Boot vor, doch das war gelb und konnte es auch nicht reißen. Die DVD „Kursk“ haben wir uns immer noch nicht angesehen. Wenn wir mal damit nicht badengehen.

 

30-Days Film Challenge – Day 23 : a film made by a director that is dead

 

Bei Sergej Eisenstein kann ich mir sicher sein, dass er schon lange tot ist (seit 1948 nämlich)

 

Day 23 : a film made by a director that is dead

 

Der Stummfilm Panzerkreuzer Potemkin, den ich mit Orchesterbegleitung in einem Theater gesehen habe, stammt aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts (https://i.pinimg.com/474x/d3/54/79/d354790c9313807f0a9414987f3d666f.jpg).

 

1925 gedreht, hat er 95 Jahre auf dem Buckel und ist wahrscheinlich der älteste Film in dieser Challenge. Und einer mit der vermutlich längsten Treppe der Welt.

30-Days Film Challenge – Day 22 : a film that made you angry

 

 

Kleine Korrektur: Hier ist es nicht der Film an sich, der mich sauer gemacht hat, aber das hanebüchene Ende.

 

Day 22 : a film that made you angry

 

Matrix Reloaded – seitdem bin ich bei Fortsetzungen vorsichtig geworden (https://i.pinimg.com/474x/4c/3f/e2/4c3fe26b253042910540218d1772510a.jpg) :

 

 

mit dem für mich ärgerlichen Cliffhanger, der die Zuschauer in den dritten Film im Folgejahr locken sollte. Ein letzter Teil, der mich komplett enttäuscht hat. Tja, ich schätze, das war diesmal nichts.

30-Days Film Challenge – Day 21 : a film that you dozed off in

 

 

Schon wieder Jack Nicholson. Dabei fand ich „Einer flog über das Kuckucksnest“ phänomenal, und auch andere Filme kann ich mir mit diesem Schauspieler gerne ein zweites Mal ansehen…

 

Day 21 : a film that you dozed off in

 

und dann erwischt es mich ausgerechnet in der langen Jack-Nicholson-Filmnacht – gleich beim ersten Film, den sie dort zeigten, musste ich wegdusseln:

 

 

Wenn der Postmann zweimal klingelt (https://i.pinimg.com/474x/1d/6c/38/1d6c38d9b41f720c78e12834d78beff8.jpg). Warum mir das nicht bei „Shining“ passiert ist, verstehe ich bis heute nicht. Vermutlich lag’s an „Die Hexen von Eastwick“, dem Film dazwischen.

Ein anderer Kandidat, bei dem ich einschlief, war „Enthüllung“ mit Demi Moore und Michael Douglas, und das ist noch absonderlicher. Denn den finde ich wirklich spannend. Zuletzt ist mir das bei „La Gomera“ passiert, und da lag’s wirklich nur an der Uhrzeit.