12 Colours of Handmade Fashion : Blau im Juni – die Zweite!

 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau.


 

Blau ist eine Farbe, die man häufig in meinem Kleiderschrank findet – mal als Solist, mal als Teil eines Musters. Nachdem ich wochenlang an der „Origami“-Weste gestrickt hatte, wollte ich endlich wieder einmal etwas nähen und hatte mich für die AnNäherung Süd angemeldet – ein Nähtreffen in der Jugendherberge in Würzburg, das bereits zum dritten Mal stattfand, und zwar vom 13. bis 15. Oktober. Mitgebracht hatte ich einen blauen Stoff (50% Wolle & 50% Leinen), den ich auf dem Mittelaltermarkt beim Hayner Burgfest gekauft hatte. Daraus wurde ein Kleid, das ich für mich bereits zweimal und einmal für meine Schwester genäht habe; und jedes Mal aus einem anderen Stoff:

Modell 1 für mich – aus grauem Möbelstoff,

Modell 2 für meine Schwester – aus grüngrundigem Waxprint,

Modell 3 für mich – aus blauem Baumwollstoff, nach einem Motiv von Stella Jean.

 

 

Modell 4 hat zwar immer noch das bewährte Vorder- und Rückenteil, aber zur Abwechslung mal andere Ärmel bekommen, und zwar kurze, deren Saum von einer glockig fallenden Rüsche geschmückt wird, wie man sie momentan an vielen Kleidungsstücken sieht, und zwar so – im Prinzip unterscheiden sich die Kleider wirklich nur durch die Ärmel, und selbst die sind eine Kurzversion des zuerst von mir genähten Kleides, nur mit einem zusätzlichen Volant dran.


 


 

Weil es draußen in den Morgenstunden doch ein wenig frisch war, habe ich die Origami-Weste drübergezogen und festgestellt, dass sich beide Teile durchaus ergänzen, auch wenn der Eindruck entstehen könnte, dass sich die beiden Blautöne beißen.

 

 

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Media Monday # 329

 

Sänk ju for träwelling wis deutsche bahn“ von den Wise Guys ist mir nach meiner erstklassigen Fahrt mit der Deutschen Bahn nach Würzburg und wieder zurück eingefallen.

Was auch immer da los war – erst stimmte die Wagenreihung nicht, und ich durfte von A nach C pilgern, dann war das Bordbistro ausgefallen, und es gab Kaffee im undichten Pappbecher. Aber der wurde mir wenigstens an den Platz gebracht. Das sonntägliche Highlight aber war der Notarzteinsatz im Zug, der dazu führte, dass der Zug erst über eine halbe Stunde später in Frankfurt ankam. Aber da war’s mir dann auch schon wieder egal. Manche Wochenenden haben es eben in sich, und im Grunde hatte ich viel Spaß in Würzburg beim Nähen und Sightseeing. Schönes Wetter inclusive und ein paar wunderbare Begegnungen. Da weiß ich schon, warum ich mich jedes Jahr wieder auf diese Veranstaltung freue.

Gefreut habe ich mich auf der ermüdenden Heimfahrt auch auf den neuesten Media Monday mit sieben Lückentexten auf dem Blog „medienjournal“ – und so sieht’s aus:

 

Media Monday #329

 

1. Die lang erwartete Fortsetzung von „Blade Runner“ wird komplett an mir vorbeigehen, denn ich kenne den Originalfilm von 1982 nicht.

2. Am 30. September habe ich an einem Whiskytasting für Anfänger teilgenommen, obwohl ich ja nicht mehr zum ersten Mal schottischen Whisky trinke. Das aber ging ja in eine völlig andere Richtung als zunächst gedacht, schließlich wurden nicht nur Single Malts verkostet, sondern auch einer aus Finnland, und ein Blend aus sechs verschiedenen Destillerien mit einer erstklassigen Produktpalette.

3. Um schon mal eine kurze Prognose zu wagen, war 2017 für mich trotzdem das Whiskytasting Ende September das bisherige Highlight, denn so bin ich in den Genuß von Single Malts gekommen, die ich noch nicht kannte.

4. Wenn Sie jetzt aus meinem Lieblingsfilm auch noch eine Serie machen, werde ich die Zeit anderweitig nutzen, denn die Enttäuschung möchte ich mir nicht geben.

5. Analog zur Buchmesse in Frankfurt würde ich mir ja wünschen, dass solche Veranstaltungen wie „StadtLesen“ in Offenbach auch mal zu einer Zeit stattfinden, wo ich nicht arbeiten muss.

6. Crowdfunding-Aktionen für brauchbare und sinnvolle Erfindungen müsste ich mal näher verfolgen; bisher habe ich mich mit dem Thema schlechthin noch nicht genügend beschäftigt.

7. Zuletzt habe ich in Würzburg mit vielen anderen Frauen zusammen genäht, und das war wie schon bei den letzten Malen einfach wunderbar und inspirierend zugleich, weil ich so nicht nur neue Ideen für kommende Projekte bekommen habe sondern auch den Entschluss gefasst habe, die unvollendeten Kleidungsstücke endlich fertigzustellen.

Die fünf besten am Donnerstag : Horror pur

 

Heute werden von Gorana die fünf besten Horrorfilme gesucht – und da helfe ich gerne mit bei dieser Suche, denn bald schon steht Halloween vor der Tür. Wobei… was heißt bald? Morgen ist Freitag der 13. – das ist für viele schon Horror genug. Ha ha ha.

 

Nun denn – hier kommen meine 5 Horrorfilme:

Nosferatu: Schon allein, wie Max Schreck in diesem Schwarzweißfilm aus den 20er Jahren die Treppe hinaufschleicht, ist besonders dann extrem gruselig, wenn das richtige Orchester den Stummfilm untermalt. Ich hatte dieses Vergnügen in einer Aufführung im Theater.

Triangle – die Angst kommt in Wellen: Hier kommt der Horror in Form einer Zeitschleife, und die Art, wie dieses Sich-Multiplizieren verfilmt wurde, trieb mir im Nachtprogramm den Angstschweiß auf die Stirn.

Sleepy Hollow: Wehe, wenn der kopflose Reiter kommt, der unweit des Nests Sleepy Hollow sein Unwesen treibt. Habe ich schon erwähnt, dass ich ohne Christopher Walken den Film als unvollständig empfunden hätte?

The Ring: Auch wenn ich jetzt Unverständnis ernte, so hat bei mir das amerikanische Remake im Vergleich zum japanischen Original besser abgeschnitten – ob es an der hypnotischen Stimmung mancher Szenen, wie z.B. dem „brennenden“ Baum, lag?

Ghost Ship von 2002: Als ich die Anfangssequenz mit dem Massensterben auf dem Kreuzfahrtschiff sah, hatte ich noch keine Ahnung, was noch alles auf mich zukommen würde. Hier bekommt das Wort „Seelenverkäufer“ eine ganz neue Bedeutung.

 

Nicht alle Horrorfilme müssen blutig sein, damit ich mich ordentlich fürchten kann – im Gegenteil: Wenn’s zu blutig wird, fange ich an, mich zu ekeln… nicht das, was ich erwarte – aber bei den fünf von mir ausgewählten Filmen hält sich das Schlachten in Grenzen.

Media Monday # 328 : literarisches


 

 

In der Wochenendausgabe unserer Zeitung habe ich einen interessanten Artikel über eine Schulaufführung gelesen. Es geht um das Musical „Das mechanische Herz“. Warum genau ich an diesem Artikel hängengeblieben bin, weiß ich zwar nicht, aber bei den Worten „Seit April haben die Schüler unter Anleitung von Regisseurin Sonja Kraushofer ihren Auftritt vorbereitet“ stutzte ich. Moment mal: Sonja Kraushofer? Ich kannte die Wiener Künstlerin bisher nur als Sängerin der Bands L’Ame Immortelle und Persephone. Der restliche Text des Artikels, in dem über das Bühnenbild in Steampunk-Optik und die Musik mit in die Handlung eingewobenen Pop-Songs wie „Tainted Love“, „Creep“ oder „Sweet Dreams“ berichtet wird, wies für mein Empfinden stark darauf hin. Ein weiterer, bereits sieben Jahre alter Artikel, der sich mit einer Musicalaufführung derselben Schule beschäftigt, gab mir dann die letzte Gewissheit (zumal sie mir vor ein paar Wochen erst morgens auf dem Weg zur Bahn über den Weg gelaufen war).

Wie schön, dass sich so das Sprichwort „Wie klein die Welt doch ist“ wieder einmal bewahrheitet hat. Umso größer ist die Medienwelt, um die sich der Montagsfragebogen auf Wulfs Blog medienjournal mit sieben Lückentexten dreht. Und wie immer gibt es meine fettgedruckten Antworten in bunt:

Media Monday #328

1. Wenn dieser Tage die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Pforten öffnet hoffe ich auf einigermaßen schönes Wetter, damit das Stöbern bei den antiquarischen Büchern, draußen im Freien, angenehmer wird. Und vielleicht verbringe ich meine Mittagspause draußen zum Stöbern.

2. Das Schöne am Lesen ist ja dass ich in fremden Welten versinken oder mich auf unterhaltsame Weise bilden kann, vorausgesetzt, der Text ist nicht allzu seicht.

3. Agatha Christie ist wohl definitiv eine/r meiner LieblingsautorInnen, allein weil schon allein die Stimmung in ihren Krimis so richtig nach meinem Geschmack ist.

 

4. Eine Buchreihe, der ich gerne eine Chance geben würde wäre z.B. die der Scheibenwelt-Romane; allein die Anzahl der veröffentlichten Bücher hat mich bisher davon abgehalten.

 

5. „Lügenlandschaft“ könnte ich mir ja ziemlich gut als Verfilmung vorstellen, aber wenn, dann bitte nicht im Stil von „Sakrileg“ oder „Das Vermächtnis der Tempelritter“.

6. Ein regelrecht bewegendes Buch ist für mich „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay – einem Buch voller Geschichten, Sagen der klassischen Antike, Märchen aus aller Welt u.s.w. u.s.f. , in dem ich immer wieder gerne blättere, weil es zum Nachdenken anregt.

 

7. Zuletzt habe ich mit dem Stricken eines Pullovers in vier Farben begonnen, und das war ziemlich nervenaufreibend, weil ich dazu fünf Anläufe gebraucht habe. Beim ersten Versuch sind mir die Maschen von der Nadel gerutscht, und ich konnte sie nicht mehr einfangen. Danach haben sich Fehler im Muster eingeschlichen, und beim dritten Mal habe ich mich verzählt. Die Krönung der Fehlerproduktion jedoch war Versuch Nummer vier: nachdem der Pullover bereits ein gutes Stück gewachsen war, musste ich feststellen, dass ich einen in sich verdrehten Loop auf der Nadel hatte – sozusagen ein gestricktes Möbiusband. Jetzt aber passt alles, und ich hoffe, dass jetzt keine Probleme mehr auftauchen.

12 Colours of Handmade Fashion : Blau …

… als Teil von Ombré in Blau und Braun


 

Bei den 12 Colours of Handmade Fashion auf dem Blog von Tweedandgreet gibt es jeden Monat eine neue Farbe zu bewundern. Im Juni war es die Farbe Blau, doch mit meiner Kreativität oder Handarbeitsfreudigkeit war es dieses Jahr noch nicht weit her, und deshalb habe ich mich bei dieser Aktion bisher noch nicht groß gerührt. Jetzt aber ist sie nach wochenlangem Stricken endlich fertig geworden, und ich kann sie hier präsentieren: Eine Strickweste aus Verlaufsgarn, und zwar die sogenannte

Origami-Weste nach einem Muster der Strickdesignerin Anna Maria Busch

 

01 Origami

 

Okay – das Foto oben ist nicht der Brüller, drum gibt’s gleich noch eins, und danach die komplette Story.

02 Origami

 

Farbverläufe sind was tolles. Ich habe sie schon des öfteren auf Fotos bewundert, auf denen die schönsten Schals, Pullis und Tücher zu sehen sind; nur konnte ich mir nie vorstellen, ob das auch wirklich funktioniert, wenn man fester oder lockerer strickt und für ein Strickstück mehr oder weniger Maschen braucht als in der Anleitung steht. Irgendwann habe ich mir dann ein Herz gefasst und mir eine solche Farbverlaufswolle zum Stricken einer verschlusslosen Jacke gekauft.

 

 

Zwar ist die im Strickmagazin „Knit the Cat – We are Color“ abgebildete Origami-Weste aus einem ganz anderen Garn mit dem Namen „Wärmebild“ gestrickt, aber das hat mir nicht gefallen, und deshalb habe ich mich für den Zauberball „Zone Aquatique“ entschieden: hier geht das kräftige Blau nach und nach in Braun über, und der Ombré-Effekt ist tatsächlich so, wie ich ihn mir vorgestellt habe.

Später habe ich auf einem Blog in meinem Reader ein Bild gesehen, bei dem ich mich spontan an mein Ombrégarn erinnert gefühlt habe.

Die einzelnen Teile

Die Weste besteht aus vier, glatt rechts gestrickten Teilen, bei denen ich mir zu Beginn nicht vorstellen konnte, wie sie zum Schluss aneinander genäht werden sollen:

Teil 1 „Schal“ (26 x 160),

Teil 2 und 3 „Einsätze/Zwickel“ (jeweils 26 x 50 cm)

Teil 4 „Ärmel und Rücken“ (104 x 50 cm) mit Bündchen im Rippenmuster.

Dabei verläuft das Muster der Teile 1 bis 3 im 90°-Winkel zum Teil 4, d.h. Schal und Einsätze werden längs, das Ärmel-Rücken-Teil dagegen quer. Bis ich die 228 Maschen auf der Nadel hatte und aufpassen musste, dass keine Masche von der Nadel ruscht, war das kniffeligste an diesem Modell, stand mir doch keine Rundstricknadel von einem Meter Länge zur Verfügung, sondern es waren nur 80 cm.

Übrigens waren die Stoffklammern, die ich beim Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart gekauft hatte, eine große Hilfe. Nadeln halten in Gestricktem nicht, aber mit den Klammern konnte ich die Teile so fixieren, dass sie mir beim Zusammennähen nicht verrutschten.

 

Das Zusammensetzen der vier Einzelteile

Zunächst musste ich den Ärmel-Rücken-Teil der Länge nach falten und jeweils die äußeren fünf Maschen zusammennähen, um das Armloch zu erhalten. Das Ärmel-Rücken-Teil (Teil #4) hat dadurch eine Vorder- und eine Rückseite.

Als nächstes kamen die Zwickel/Einsätze (Teil #2 und #3) dran: Die wurden an der Vorderseite von Teil #4 angenäht, und zwar so, dass die eine Schmalseite genau in der Mitte des Teils #4 und die andere an den fünf zusammengenähten Maschen zusammentraf.

Den Abschluss bildete der Schal (Teil #1). Seine Schmalseiten sollten mit den Schmalseiten von Teil #2 und #3 bündig abschließen, und die Mitte seiner Längsseite genau auf die Mitte der Rückseite von Teil #4 treffen.

 

Der krönende Abschluss

Was auf dem Papier kompliziert klingt, klappte in der Realität besser als ich gedacht hatte, aber erst zwei separat gestrickte Blenden im Rippenmuster haben die Weste vervollständigt: sie sind sechs Maschen breit und 63 cm lang und wurden zum Schluss an Teil #3 & #1 sowie an Teil #2 & #1 angenäht.

Das neue Kleidungsstück ist sehr hübsch geworden, finde ich, und trägt sich auch angenehm; allerdings ist mir schleierhaft, warum es als Weste und nicht als Jacke oder Cardigan bezeichnet worden ist.

In Memoriam – J. : 2017

 

 

In Memoriam Jürgen

 

 

Komische Verbindungen – manchmal stellt das Unterbewußtsein anscheinend Verbindungen her, die erst Monate später ihre wahre Natur offenbaren.

Vor einiger Zeit hatte ich versucht, etwas über den Verbleib des Ladens herauszubekommen, in dem mein Mann und ich immer Whisky gekauft und an Tastings teilgenommen hatten. Mails an die Adresse des Inhabers kamen als unzustellbar zurück, und weder die Handy- noch die Festnetznummer schienen noch zu existieren. Und so hatte ich mich an einem Freitagabend im Sommer aufgemacht und war zu der besagten Adresse zu fahren, nur um festzustellen, dass es den Laden gar nicht mehr gibt. Hinweise auf eine neue Adresse: Fehlanzeige. Über diesen Versuch glaubte ich, in meinem Blog geschrieben zu haben, und so begab ich mich auf die Suche danach.

Dabei bin ich auf einen Beitrag zum Media Monday vom 3. Juli gestoßen, in dem ich den zweiten Lückentext mit Worten über die Serie „Death in Paradise“ gefüllt habe, um gleich danach über Amy Winehouse zu schreiben:

 


2. Als ich seinerzeit den ersten Teil von Death in Paradise“ gesehen habe, hätte ich ja nie gedacht, dass mich diese Krimiserie mit ihrem karibischen Flair so reizen würde, dass ich mich auf die weiteren Folgen an jedem Freitagabend auf zdf neo freuen würde.

3. Dass Amy Winehouse mit 27 plötzlich tot umfallen würde, habe ich nicht kommen sehen, obwohl ich im Nachhinein nicht überrascht war, dass eine Alkoholvergiftung die Ursache für ihr frühes Ableben war.“


 

Was ich damals nicht wusste: Den Titelsong „You’re wondering now“ gibt es auch von Amy Winehouse. Was das mit meiner Suche nach dem Inhaber des Whiskyladens zu tun hat?

Letzten Samstagabend war ich mit einer Freundin bei einem Whiskytasting in einer unserer Nachbarstädte, und in der Pause kamen wir auf den besagten Herrn zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, dass er in diesem Sommer unerwartet gestorben war. Deshalb also hatte meine erfolglose Suche nach ihm damals einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. *)

Für einen kurzen Moment stand ich wie unter Schock, denn wir hatten ihn als sehr sympathischen Menschen kennengelernt, der mit Leib und Seele bei dem war, was er tat. Weshalb wir immer gerne wiederkamen. Nun ist auch dieses Kapitel abgeschlossen, und was bleibt, ist ein melancholisches Gefühl. Rest in peace – mögest Du in Frieden ruhen.


*) Gefunden habe ich den Blogeintrag dann übrigens über die Kalenderansicht , und zwar am 14. August 2017

Media Monday # 327

 

 

Ein wechselhaftes Wochenende war das. Beendete der neblige, verhangende und von Gewitter und Starkregen gekrönte Samstag den September, so versprach der Sonntag einen sogenannten Goldenen Oktober. Ein toller Tag. Von Katerstimmung keine Spur – und diesmal war ich am Sonntagabend beim Ausfüllen der sieben Lückentexte auf Wulfs Blog medienjournal mit Fragen nicht so erledigt wie sonst auch. Und diesmal konnte ich die Texte auch mit dem verbinden, mit dem ich mich aktuell beschäftige.

Hier geht es nun auch schon los:

 

Media Monday #327

 

1. An welchem Ort aus Film/Buch/Serie/etc. – fiktiv oder echt – würdest du gern mal einen Tag verbringen wollen? – Zur Zeit lese ich „Märchenmond“ von Wolfgang und Heike Hohlbein und fühle mich an der Stelle, an der ich gerade bin, an Phantásien in der Unendlichen Geschichte erinnert. Ich glaube, ich würde gerne einen Tag in dem Phantásien verbringen, in das Bastian Balthasar Bux gezogen wird, nach dem er der Kindlichen Kaiserin den neuen Namen Mondenkind gegeben hat.

2. Wenn ich an all die Sitcoms und dergleichen denke, ist mir die Clique aus Charmed – Zauberhafte Hexen mit Abstand am sympathischsten, schließlich halten die drei Frauen zusammen wie Pech und Schwefel und halten zusammen, komme was wolle. Obwohl das strenggenommen, gar keine Clique ist, sondern eine Lebensgemeinschaft, und die Serie ist auch keine Sitcom; aber da ich keine Sitcoms schaue, musste ich auf eine Serie zurückgreifen, die ich früher immer gerne geschaut habe. —-> Halt! Stop! Stimmt nicht. Jetzt fällt mir im Nachhinein doch noch eine Sitcom ein: The IT Crowd. Und das sind echte Computer-Nerds aus der IT-Abteilung im Keller eines britischen Unternehmens, von dem niemand weiß, was dort produziert wird. Doch, diese Mini-Clique mag ich am liebsten, wenn ich sie mit The Big Bang Theory o.ä. vergleiche. Aber wahrscheinlich habe ich das noch nicht oft genug gesehen, um mich auf Anhieb daran erinnern zu können.

3. Die Serie „Indischer Sommer“ hätte echt interessant werden können, aber nach zwei Staffeln war mit der fürs Britische Fernsehen produzierte Serie, die im Indien der 30er Jahre spielt, auch schon wieder Schluss, und ich habe bisher nur die erste Staffel käuflich erwerben können. Serien, die abrupt enden, stellen für mich eine Enttäuschung dar.

4. Der Hype um die Figur der/des Indiana Jones wird sich mir wohl nie erschließen, denn ich bin überhaupt kein Fan von solchen Abenteuerspektakeln.

5. Joan Hickson ist mit eine der besten Verkörperungen der Figur der/des Miss Marple – jedenfalls für mich, was öfters Unverständnis anderer auslöst , denn sie kommt der in den Romanen beschriebenen Figur optisch am nahesten, und sie tritt auch nicht so forsch auf wie Margaret Rutherford, obwohl ich diese Dame in den vier Miss-Marple-Filmen geradezu liebe.

6. Zu einem Klischee-Bösewicht gehört es ja anscheinend immer dazu, dass er fies und dreckig lacht, bevor er am Schluss über einen dämlichen Fehler stolpert und dadurch zu Fall kommt.

7. Zuletzt habe ich damit angefangen, meine Wochenendhütte winterfest zu machen und zu Hause Obst abzuernten, und das war weniger ätzend als befürchtet , weil es warm und sonnig war und ich auch Zeit gefunden habe, auf Fotosafari zu gehen.

12tel Blick : September 2017

 

Heute, am 30. September 2017, bin ich zu meiner Exkursion in den Taunus aufgebrochen und habe mir beim Fotografieren für das Langzeitprojekt „12tel Blick“ von Tabea Heinicker nasse Füße geholt. Es war noch früh am Morgen, und die Nebel hatten sich schon gelichtet. Nur der grasbewachsene Feldweg, auf dem ich zu den drei Bäumen gelange, war noch nass von Tau.


 

12tel Blick September 1

12tel Blick September 3

 


Es war so diesig, dass der Kirchturm im Hintergrund nur noch zu erahnen war, aber so eine Morgenlandschaft hat auch ihren Reiz. Gut, dass es nicht geregnet hat. Zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung der bis jetzt gesammelten Eindrücke:

 

 

 

 

Die 5 besten am Donnerstag ~~~ Die 5 grauenhaftesten Orte in Filmen

 

In Goranas Serie „Die 5 besten am Donnerstag“ geht es diesmal um die 5 grauenhaftesten Orte in Filmen


Ein Ort, der das Blut gefrieren lassen könnte, wäre (wörtlich genommen) Hill House aus dem Film „Bis das Blut gefriert“. Da der Film aber älter ist als ich, konzentriere ich mich auf Filme jüngeren Datums. Im Prinzip wäre ja jeder Raum, in dem ich auf einen „Weeping Angel“ von Dr. Who treffe, ein grauenhafter Ort. Denn wenn man das Pech hat, auf einen solchen Engel zu treffen, kann man sich schon mal darauf einstellen, dass man in die Vergangenheit katapultiert wird, wo man dann zusehen darf, wie man zurecht kommt.

Grauenhafte Orte habe ich aber nicht nur in Filmen, sondern in Serien gefunden. Here they are:

Meine 5 grauenhaftesten Orte in Filmen sind

Askaban: Die Gefängnisinsel mitten im Meer, die von den absolut grauenhaften Dementoren bewacht wird, hat mir beim Anschauen des Harry-Potter-Films, in dem sie ausführlicher zu sehen ist, ein unangenehmes Gefühl beschert.

Rose Red – Stephen Kings Haus der Verdammnis: Ein Haus, das sich selbst verändert und in dem auf mysteriöse Weise Leute verschwinden, spielt in der amerikanischen dreiteiligen Miniserie von 2002 eine zentrale Rolle. Selbst für Tausende von Euros würde ich dort nicht mal ein einziges Wochenende verbringen wollen.

Pleasantville: Das Städtchen aus dem gleichnamigen Spielfilm von 1998 könnte eigentlich ein ganz reizender Ort sein, wenn nicht… ja, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass es eigentlich kein „Außerhalb“ der Stadt gibt und man sich dort immer im Kreis dreht; ganz zu schweigen von der Engstirnigkeit gewisser Einwohner, die gegen alles Farbige sind.

Die Irrenanstalt in Asylum (American Horror Story): So richtig schlimm in Briarcliff ist das Personal. Gnade dem, der in die Hände des sadistischen Arztes Dr. Arden fällt, der schon in Auschwitz sein Unwesen getrieben hat.

Die Arena in den Hunger Games (Die Tribute von Panem): Hier geht es um den Kampf auf Leben und Tod; kein angenehmer Ort – hier hätte ich vermutlich schon zu Beginn den Kürzeren gezogen. Aber eigentlich möchte ich in ganz Panem nicht tot überm Zaun hängen.

 

Wie schön, dass nach den schönsten Orten nun auch mal die gruseligsten dran waren.

Media Monday # 326 :

  

Um 18 Uhr haben alle Wahllokale geschlossen, und das Auszählen kann beginnen. Mir persönlich geht dieses ganze Hickhack und Fiebern irgendwelcher Zahlen entgegen so langsam auf die Nerven. Da beim Auszählen Geschwindigkeit vor Schnelligkeit geht, ist Geduld angesagt – eine Eigenschaft, die aber quer durch alle Medien anscheinend völlig altmodisch geworden ist. Und dieses Jahr soll es wohl noch viel mehr Briefwähler geben als sonst, und deshalb gedulde ich mich doch gerne. Was wichtig ist, erfahre ich schließlich morgen früh in der Tageszeitung unserer Stadt, die ich abonniert habe.

Und viel mehr als irgendwelche Wahlprognosen interessiert mich der Media Monday bei medienjournal, der mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen sonntags ab 18 Uhr online geht. Und nun geht es auch schon los, diesmal mit längeren Antworten als sonst:

 

Media Monday #326

 

1. Wenn ich eins beim Medienkonsum nicht gebrauchen kann, dann sind das Unterbrechungen in Form von Trailern oder Werbeeinspielungen oder wenn das Telefon klingelt.

2. Die Nachricht, dass Judi Dench angeblich wegen des Verlusts ihres Augenlichts keine Rollen mehr annehemen soll, hat mir den Spaß an James-Bond-Filmen gehörig verhagelt, denn gerade wegen ihr habe ich mir die letzten Bond-Filme immer noch sehr gerne gesehen, und ohne sie würde mir etwas fehlen. Aber das ärgerlichste daran fand ich, dass ich Dussel wohl einer Falschmeldung aufgesessen bin, denn letzten Donnerstag durfte ich sie in „Tulpenfieber“ bewundern, und auf den nächsten Film mit ihr, der demnächst in deutschen Kinos anlaufen soll: „Victoria & Abdul“.

3. Momentan schlägt mein Fan-Herz ja sehr für Verfilmungen von Agatha-Christie-Krimis. Zuletzt habe ich „Mord im Spiegel“ mit Elizabeth Taylor und einer extrem nervigen Angela Lansbury als Miss Marple (wenn Miss Marple schon von einer anderen Darstellerin als Margaret Rutherford gespielt werden musste, dann ist mir Joan Hickson doch um einiges lieber). Sehr verblüfft war ich, als in einer kurzen Szene nach ca. 70 Minuten Pierce Brosnan einen Miniauftritt hatte und fast kaum zu erkennen war. Jetzt bin ich schon ganz gespannt uf die Neuverfilmung von Mord im Orient-Express mit Stars wie Johnny Depp, Penelope Cruz, William Dafoe und Michelle Pfeiffer.


 

4. Geht euer (multi)mediales Hobby eigentlich mit akuten Platzproblemen einher oder seid ihr längst digital geworden? Noch gibt mein Regal genug Platz für die ein oder andere DVD her, aber da auf dem Festplattenrecorder noch genügend Ungesehenes vorhanden ist, muss ich mir da noch keine Gedanken machen. Außerdem kann ich das, was ich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr sehen werde, auch getrost im Anschluss löschen.
5. Doctor Who ist ja vielleicht der Grund dafür, dass ich eine Satellitenschüssel besitze – aber das ist er nicht nur vielleicht, sondern der Anlass für den Kauf einer solchen. Als auf Pro7 vor ein paar Jahren die Serie nicht mehr fortgeführt wurde, haben wir uns die Schüssel gekauft, um BBC mit ihren verschiedenen Sendern empfangen zu können. Und so kam ich auch in den Genuss anderer, spannender Serien.

6. In gemütlicher Runde lässt es sich meiner Meinung nach ja am besten zocken, und zwar am liebsten Brettspiele, auch wenn ich schon lange keinen Spieleabend oder -nachmittag hatte.

7. Zuletzt habe ich endlich mit den Vorbereitungen zum kommenden Nähwochenende begonnen und das war doch nicht ganz so entspannend, weil ich beim Stecken der Schnitteile auf den Stoff schon recht bald meine schmerzenden Muskeln gespürt habe. Da war das Zusammennähen der einzelnen Teile meiner Strickweste zwar entspannender, aber auch bedeutend langweiliger.