Media Monday # 425 : Die Zurück-aus-dem-Urlaub-Edition

 

Innerlich ist bei mir noch Mittag, da ich am frühen Sonntagmorgen aus Toronto zurückgekehrt bin – und da ist es jetzt sechs Stunden früher. So lange ich noch fit bin und nicht wieder in den Tiefschlaf sinke, bastele ich an meinem Beitrag zur 425. Ausgabe des Media Monday:

Media Monday # 425

 

1. Der jüngst aufgekommene Hype um den neusten Tarantino-Streifen ist an mir vorbeigegangen, und ich wusste bis jetzt nicht, dass es einen neuen Film von ihm gibt.

2. In Sachen Humor trifft ja insbesondere Monty Python immer noch voll meinen Geschmack und ganz besonders das von mir gerne zu Ostern oder Weihnachten abgespielte Filmjuwel „Das Leben des Brian“.

3. Bei der Masse an – oft unerwartet – abgesetzten Serien wäre ich als Fan ziemlich frustriert, wenn schon nach der ersten Staffel Schluss ist.

4. Schottland und meine Reisen da hin ist auch eines dieser Themen, worüber ich stundenlang diskutieren / referieren könnte, schließlich ist es mein Lieblingsland.

5. Um Buch darüber zu führen / statistisch auswerten zu können, was, wie viel, wozu ich wann gebloggt habe reicht ein Leben nicht aus, denn ich habe schon auf so vielen Plattformen geschrieben, dass das eine Sysiphusaufgabe wäre.

6. Mein langer Offline-Status im letzten Jahr hat mich ja tatsächlich dazu inspiriert, wieder Tagebücher mit der Hand zu schreiben und nicht jeden Fitzel mehr zu fotografieren.

7. Zuletzt habe ich meine Fotos aus dem Urlaub aufs Laptop gezogen, und das war eine Überraschung, weil ich dachte, dass ich viel weniger geknipst habe.

Das Werk zum Wort 32/52: Freiheit & 33/52 : Traum

 

Willkommen zur 32. und 33. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf – letzte Woche habe ich ausgesetzt – da war ich im Urlaub.

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Traum = Dream. Und um diese große Rede über den Traum von der Freiheit dreht sich heute der von arte produzierte 11 Minuten lange Film

 

Große Reden“ auf arte – I have a dream (Martin Luther King)

Reverend Martin Luther King war damals der sechzehnte von achtzehn Rednern, der zunächst sein Traum-Thema gar nicht in die Rede einflechten wollte, doch auf Zuruf von Mahalia Jackson tat er es dann spontan doch und ging damit in die Geschichte ein.

In der Mediathek des Senders ist der Film über den 28. August 1963 noch bis zum 30.06.2020 verfügbar (Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/074567-005-A/grosse-reden-martin-luther-king/) – allerdings gibt er die Rede nur in Auszügen wieder, und darum präsentiere ich das gesamte Video mit insgesamt 17:28 Minuten Länge, das ich auf youtube gefunden habe (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=smEqnnklfYs) – auf englisch und ohne Untertitel:

 

 

Ein Traum, der sich neben Gleichheit auch um Freiheit dreht, und deshalb passt er auch hervorragend zu dem Wort der letzten Woche, nämlich Freiheit.

 


Das nächste Thema lautet: Urlaub

 

 

 

 

 

22 Wochen – 1 Objekt: Woche #3

 

Es gibt ein neues Fotoprojekt – aus der Taufe gehoben wurde es   von aequitasetveritas (https://aequitasetveritas.wordpress.com/2019/08/18/22-wochen-1-objekt-woche-3/)   und    wortman (https://wordpress.com/read/feeds/36144/posts/2382445276), das am 4. August begonnen hat. Da war ich schon auf dem Weg nach Toronto, habe aber in Kanada fleißig das Objekt, das seit einem Jahr mein ständiger Begleiter ist, an unterschiedlichen Orten fotografiert. Worum es geht, zitiere ich nach der Präsentation meines Objekts vor der Skyline von Toronto:

05 Skyline Toronto 050819

Worum geht es bei diesem Projekt?
Ein von euch ausgesuchtes Objekt wird 22 Wochen lang in den unterschiedlichsten Kontexten fotografisch in Szene gesetzt – eurem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt: euer Handy oder das Haustier, der Schreibtisch im Büro, euer Lieblingsbaum, ein Spielzeug aus der Kindheit. Was, wie, wo etc. ist jedem freigestellt.

Zeitplan?
Das Projekt startete am 4. August mit der Präsentation eures Objektes und endet am letzten Sonntag bzw. in der letzten Woche des Jahres (29. Dezember bzw. KW01). Ihr habt jeweils eine Woche Zeit, euch eine Idee für euer Objekt einfallen zu lassen und es mit dem Handy oder der Kamera „einzufangen“; ihr müsst also nicht gleich am jeweiligen Sonntag einen Beitrag online stellen. Voraus planen dürft ihr natürlich auch. ? Falls ihr heute erst zu uns stoßt: Herzlich willkommen! Und falls euch mal nichts einfällt: auch kein Problem. Es soll ja Spaß machen!

 

Wie man unschwer erkennen kann, ist mein Objekt mein Tagebuch, das mich vom 27. Juni 2018 bis zum 17. August 2019 begleitet hat. Alle meine Erinnerungen, vor allem die von meinen Reisen, habe ich darin festgehalten.

Media Monday # 424 : Die Ausgabe mit extremer Verspätung

Schlösser

Da ich in den letzten beiden Wochen in Kanada auf einer Busrundreise durch den französisch- und englischsprachigen Osten war, kommt mein Beitrag zur 424. Ausgabe des Media Monday mit einer Woche Verspätung.

Media Monday # 424

1. Serienkonsum: Den Überblick über die Serien, die ich momentan schaue, kann ich mir immer noch gut merken. Für bestimmte Serien habe ich feste Tage im Kalender, und wenn ich mir sie ausleihe, bekomme ich von der Stadtbücherei einen Beleg mit den Abgabeterminen.

2. Hat sich euer Medienkonsum (in Bezug auf die Wahrnehmung) durch Ereignisse im persönlichen Leben verändert? Nach dem Verlust meines Partners konnte ich lange Zeit nicht mehr „unseren gemeinsamen Sender“ einschalten – inzwischen ist es besser geworden.

3. In der Regel blogge ich a) auf dem Smartphone, b) dem Tablet, c) dem Laptop oder d) dem Desktop-PC. auf dem Laptop.

4. Neuseeland, London, Unna. Filmorte gibt es viele. Reisen an diese Orte habe ich zum Teil schon hinter mir: 2000 nach Cornwall zu den Drehorten der in den 70er Jahren gedrehten Serie „Poldark“ und 2001 nach Tunesien zu einem Drehort von Star Wars – und in sämtlichen deutschen romantischen Städten, die in Dutzenden von Bollywoodfilmen auftauchen. Für nächstes Jahr habe ich eine Reise nach Cornwall geplant, weil ich die Insel aus „And then there were none“ einmal aus der Nähe sehen möchte. PS: Angeblich wurde der Film „Breaking the Waves“ auf der Isle of Skye gedreht, am Neist Point.

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5. Habt ihr zu speziellen Filmen bestimmte Getränke oder Lebensmittel, die ihr genau bei diesem Film (immer) verzehrt? Zu Weihnachtsfilmen vertilge ich gerne übriggebliebenes Weihnachtsgebäck, und bei „Dinner for One“ muss an Silvester der Sekt zum Anstoßen dran glauben.

6. Immer wieder gibt es neue Blogs, die beim Media Monday mitmachen. Zum Media Monday gefunden habe ich durch Zufall.

7. Zuletzt habe ich in Kanada einige Bilder für das Projekt „22 Wochen – 1 Objekt “ geknipst, und das war ein wenig wie das, was Foodblogger tun, weil ich mein Objekt oft beim Frühstück oder an spektakulären Orten in Szene gesetzt habe.

21 Hilton Niagara Falls 140819

# Writing Friday – week 32

 

Das Projekt „Writing Friday“ habe ich bei elizzy entdeckt – und darum geht es:

Jeden Freitag wird veröffentlicht. — Wählt aus einem der vorgegebenen Schreibthemen. — Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal, Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. — Vergesst nicht, den Hashtag #Writing Friday und den Header zu verwenden. — Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch. — Habt Spaß und versucht, voneinander zu lernen.

 

Dies sind die Schreibthemen für den August:

1) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil…”  beginnt. +++ 2) Schreibe aus der Sicht deiner Zimmerpflanze.  +++ 3) Erkläre deinem SuB wieso du keine Zeit für ihn hast. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück. +++ 5) Du entwirfst Postkarten mit Lebensweisheiten darauf, was würde auf einer davon stehen? Lebst du danach?

Da ich gerne bastele und immer nach Ideen zur Verwendung meiner Schnappschüsse suche, kommt mir das Postkartenthema sehr entgegen; leider ist es gestern so spät geworden, dass ich nichts mehr geregelt bekommen habe. Und weil viele anscheinend auch nichts mehr ohne Smartphone geregelt bekommen, habe ich für meine Karte den dazu passenden Spruch ausgewählt, den ich vor längerem auf Pinterest gefunden habe:

 

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Aber Wasser predigen und Wein trinken – das trifft in diesem Fall nicht auf mich zu, denn ich unternehme tatsächlich vieles ohne permanentes Daddeln auf dem Handy.  Damit ich mittendrin bin und nicht bloß dabei.

Das Werk zum Wort 31/52 : Wasser

 

Willkommen zur 31. Woche des Projekts „Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf :

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Mit seinen großformatigen Fotos von Industrielandschaften ist der am 22. Februar 1995 geborene kanadische Fotograf Edward Burtynsky bekanntgeworden, seine Fotoserie zum Thema

Wasser

die zwischen 2009 und 2013 entstanden ist, habe ich vor ein paar Jahren in einer Ausstellung im Sinclair Haus in Bad Homburg bewundern dürfen. Aufnahmen aus der Luft, die durchkomponiert und wie abstrakte Gemälde wirken – faszinierend, aber auch erschreckend zugleich als Dokumentation unseres Umgangs mit dem Element des Lebens. Die Aufnahme des Colorado River Deltas schmückte das Plakat der Ausstellung: kaum zu glauben, dass dieser einst gigantische Fluss im Nirgendwo versickert und es nicht mehr bis zum Meer schafft (Quelle: https://i2.wp.com/www.positiv-magazin.de/wp-ontent/uploads/2014/06/Colorao.jpg):

Brunnen in RajasthanInzwischen muss man tief hinabsteigen, um in die Nähe des Wassers zu gelangenArizonalinks Wüste, rechts ÜberflussLandwirtschaft in Spanienabstrakte Kunst?; Landwirtschaft in Texaswie vom ReißbrettÖlteppich2010 im Golf von Mexiko, nach der Deepwater-Horizon-Katastrophe; und zum Schluss der Dyralaekir in Island diesen Fluss würde ich mir gerne mal in echt anschauen. Mit einem persönlichen Statement des Künstlers verlinke ich auf seine Seite:

Artist’s Statement

While trying to accommodate the growing needs of an expanding, and very thirsty civilization, we are reshaping the Earth in colossal ways. In this new and powerful role over the planet, we are also capable of engineering our own demise. We have to learn to think more long-term about the consequences of what we are doing, while we are doing it. My hope is that these pictures will stimulate a process of thinking about something essential to our survival; something we often take for granted—until it’s gone.” – Edward Burtynsky


Die musikalische Untermalung dieses Themas kommt heute von Florence & The Machine (What the water gave me), Zola Jesus (Seatalk) und Walking on Cars (Coldest Water) – bevor ich mich für zwei Wochen in die Sommerpause verabschiede und mein Blog mal wieder aufräume. 


Florence & The Machine – https://www.youtube.com/watch?v=am6rArVPip8 +++ Zola Jesus – https://www.youtube.com/watch?v=DkSLSD3uv  +++ Walking on Cars – https://www.youtube.com/watch?v=pFIu3Z6889Q


 

Media Monday # 422: It’s cool, man!

 

endlich Regen. Juchhu! Das ist mein Statement fürs Wochenende, an dem ich mir den Film „Verblendung“ und die letzten Folgen der dritten Staffel von „Broadchurch“ angesehen habe, nachdem die Bibliothekarin so nett war, sie mir noch einmal zu verlängern. Schon verblüffend, welche Gemeinsamkeiten mir dabei aufgefallen sind.

Alle meine Sonntage haben als Gemeinsamkeit das Ausfüllen der sieben Lückentexte des Media Monday – heute mal in erfrischendem Eisblau:

Media Monday # 422

 

1. Was mich beim Bloggen zuverlässig auf die Palme bringt oder mir den Puls hochtreibt: Wenn die Verbindung zum Internet abbricht oder mir beim Vorschreiben in Word das für mich unnütze Programm „Cortana“ dazwischenfunkt.

2. Mit „Poldark“ auf BBC One ist ja wieder einmal eine Serie gestartet, die ich mir jeden Sonntagabend anschaue. Außer ich bin verreist, dann muss mein Recorder aufnehmen. Nur dieses Jahr bitte so, dass die alten nicht mit den neuen Folgen überspielt werden.

3. Wenn es um Merchandise zu Filmen/Spielen/Serien geht, läuft das meiste an mir vorbei oder ist für mich uninteressant. Ausnahmen bilden Soundtracks. Wenn die mir gefallen, greife ich zu.

4. Begriffe wie „Guilty Pleasure“ oder „Pile of Shame“ hat irgendwann mal jemand in den Raum geworfen, aber wenn ich so darüber nachdenke, ist diese Wortschöpfung eigentlich Quark. Geschmäcker sind verschieden – und wenn ich den ein oder anderen Film gut finde, der auf Rotten Tomatoes eine schlechte Bewertung bekommen hat, sagt das im Grunde gar nichts aus. Eher erreicht man damit bei mir das Gegenteil: Extreme Verrisse verleiten mich gelegentlich, mir das angebliche „Machwerk“ auszuleihen und mich köstlich darüber zu amüsieren.

5. PC- oder Konsolenspiele sind für mich ja inzwischen nicht mehr so interessant wie früher, auch wenn ich mich gerne an die Nächte erinnere, in denen ich stundenlang Jump&Run-Games wie „Spyro the Dragon“, „Crash Bandicoot“ oder „MediEvil“ gespielt habe.

6. Die Lektüre von Science-Fiction hat mich ja früher nie so gereizt wie jetzt, und ich staune nun, wie viel spannender Lesestoff mir entgangen ist. Zur Zeit beschäftige ich mich mit einem Thriller, der auf einer Helium-3-Abbaustation auf dem Mond spielt.

7. Zuletzt habe ich dem strömenden Regen zugehört, und das war ein unerwarteter Genuss, weil das Hereinströmen von kühlerer Luft damit einherging, und es in meinen Räumen unterm Dach endlich erträglich wurde.

Das Werk zum Wort 30/52 : Chance

 

Willkommen zur 30. Woche des Projekts Das Werk zum Wort“ von Stepnwolf :

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Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein passendes Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.“

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Heute dreht sich das Werk zum Wort um den Begriff der

 

Chance

– und hier führt mich mein Weg in die Welt des Films, in das Jahr 2007.

Dass das Leben endlich ist, wissen wir nicht erst seit Dr. Eckart von Hirschhausen, und das gilt auch für die Hauptcharaktere des Films  Das Beste kommt zum Schluss“ (The Bucket List) von Rob Reiner: Jack Nicholson und Morgan Freeman spielen zwei Krebspatienten, die sich im Krankenhaus kennenlernen und erfahren, dass sie nicht mehr lange zu leben haben.

So erstellen sie, jeder für sich, die sogenannte Löffel-Liste (The Bucket List): eine Liste all der Dinge, die sie noch erleben wollen, bevor sie den Löffel abgeben. Nicht dass sie am Ende ihres Lebens bereuen, bei welchen Chancen, die ihnen das Leben geboten hat, sie nicht zugegriffen haben, denn einen Weg zurück gibt es nicht (Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=toLnj5x0J1M).

 

 

Das hatte mich zwar gleich danach inspiriert, meine eigene, ganz persönliche „Bucket List“ zu entwerfen, aber da konnte ich auch noch nicht ahnen, dass mich das Thema acht Jahre später selbst einholen würde. Und da sich Wünsche, Träume und Ziele bei mir auch öfters mal ändern können, habe ich daraus etwas für mich Wichtigeres gelernt: Wenn mir etwas sehr am Herzen liegt, es nicht einfach nur zu planen und auf einen unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu verschieben, sondern auch so schnell wie möglich Taten folgen zu lassen. Sonst ist es nämlich nicht nur wie in dem Lied Not enough time“ *) – sondern ganz speziell wie in „Kein Zurück“ **)  – wenn man feststellen muss, dass irgendwann auch ein Traum zu lange her ist.

 

Das nächste Wort: –  Wasser 

 


*) INXS „Not enough time“ – https://www.youtube.com/watch?v=LhBOpcK3-Bk   ~~~   **) Wolfsheim „Kein Zurück“ – https://www.youtube.com/watch?v=TOV5M0lWWLc

    

 

 

 

# Writing Friday : week 30

 

Der Writing Friday ist ein Projekt, das ich bei elizzy entdeckt habe.

Jeden Freitag veröffentlichen alle Mitmachenden einen Beitrag, den sie zu einem vorgegebenen Thema geschrieben haben, sei es als Kurzgeschichte, Gedicht, oder ähnlichem – genaueres steht in den Regeln ganz am Schluss, und der Juli hatte wieder interessante Schreibaufgaben zu bieten.

Meine Geschichte „Projektwoche“, die mit dem Satz: “Dieser Sommertag, war nicht wie jeder andere, denn…” begann, bildete die Fortsetzung zu „Simplicissimus“, in der die Wörter „Schneckenhaus, grasgrün, Baum, Gelächter und Buch“ vorkamen. Nun findet die Reihe mit der Aufgabe, über eine Romanze in einer Gelateria zu schreiben, vorerst ihren Abschluss…

 

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Der gefrorene Moment

Was hast Du Dir bloß dabei gedacht? Wenn er sich nicht wie ein Weltmeister in einem Affenzahn die Finger wund getippt hätte, wären wir niemals rechtzeitig mit diesem Referat fertig geworden. Und schon gar keine zehn Punkte dafür bekommen. Und so dankst Du es ihm: Indem Du einfach ein Foto schießt und dann abhaust? Wenigstens fragen hättest Du können. Jetzt ist er bestimmt sauer. Und das zu Recht… Dass sie sich einfach so angeschlichen und den Auslöser betätigt hatte – wie leicht das doch gewesen war. Jetzt plagte sie das schlechte Gewissen.

Das Motiv war aber auch zu verlockend gewesen. Ihr erstes Foto für ihr Projekt, das einzige an diesem Tag: in der Mitte gestochen scharf, und der konzentrierte Gesichtsausdruck ihres Klassenkameraden an der Gitarre als zentrales Bildmotiv, an den Rändern leicht verwischt. Heute morgen war der Film dann doch noch voll geworden. Lea hatte ihn kurz darauf entwickelt und sich geradewegs in die Früchte ihrer Arbeit verliebt. Kontrastreiche Aufnahmen waren genau ihr Ding, und jetzt konnte sie womöglich davon nur einen Teil verwenden. Es war zum Heulen! Bilder von Leuten ohne deren Zustimmung zu veröffentlichen oder irgendwo hochzuladen, war für sie persönlich tabu – auch wenn angeblich alle Teilnehmer an der Projektwoche mit ihrer Unterschrift auf einem Wisch ihr Einverständnis dazu gegeben hatten. Die Aufnahmen sollten ja nicht online gestellt werden, sondern in einer gedruckten Sonderausgabe der Schülerzeitung für die erste Woche des neuen Schuljahres erscheinen. Ja, träumt schön weiter. Ihr werdet schön dumm gucken, wenn die ersten Beschwerden eintrudeln. Nein, so lange das nicht geklärt war, blieb dieses Foto unter Verschluss. Es half nichts, sie musste so schnell wie möglich mit Michael reden.

Leider war ihr Fotomodell wider Willen wie vom Erdboden verschluckt. Lea hatte das gesamte Schulgelände durchkämmt, musste sich dann aber geschlagen geben und die Suche abbrechen, denn sie war um fünfzehn Uhr mit Sally bei Claudio verabredet, und sie wollte sie nicht versetzen. Mit den Negativen und einigen Abzügen in ihrer Tasche, betrat sie kurz vor drei das Eiscafé. Sally erwartete sie bereits mit Spannung. Auch Lea war neugierig auf das, was Sally im Alleingang fabriziert hatte. Sie hoffte, dass sie dadurch auf eine sinnvolle Idee für ihr gemeinsames Projekt kamen.

Bild für Bild wanderte aus Sallys Mappe auf den kleinen Cafétisch, auf dem es bald schon kein freies Fleckchen mehr gab, so dass der Kellner Mühe hatte, die beiden Milchshakes – Schokolade für Sally und Limette für Lea – so zu plazieren dass sie nicht umkippten und sich über die Fotos ergossen. Das wäre schade, denn Sally war gestern unglaublich produktiv gewesen. Zwar war Finn auffallend oft auf den Bildern zu sehen, aber dafür hatte sie auch einen ordentlichen Querschnitt durch das gesamte Kursangebot der Projektwoche eingefangen. Natürlich waren die Basketballer doch dabei gewesen, wenn auch ohne Jo. Wetten, dass der von ihr Angebetete dieselbe Idee gehabt hatte? Sally hatte sich also immer noch nicht von dieser fixen Idee verabschiedet, ihrem Schwarm auf Schritt und Tritt zu folgen.

Du warst ja richtig fleißig – im Gegensatz zu mir.“ Das Kompliment fiel ihr nicht leicht, und im Gegenzug wollte Sally wissen, ob das stimmte. „Hier, bitte“, sagte Lea und holte die wenigen Aufnahmen aus der Tasche: Fahrräder im Detail – so früh am Morgen war sie dabei niemandem im Weg gewesen; das Arbeitsmaterial und die Schneiderpuppen der Näh-AG – ein bißchen wenig, um das Ergebnis zu erraten; und schließlich die Reagenzgläser, Kittel und Schutzbrillen der Chemie-AG in ihrem Versuchslabor. Die Negative, die zwischen den Bildern lagen, waren Sally egal. Ihr Interesse galt den Bildern. Warum hatte Lea nicht mehr aus ihnen herausgeholt? Und warum waren es so wenige, wo sie doch so viele Negativstreifen hatte? Sie war sich sicher, dass die Partnerin ihr etwas verheimlichte. Es musste einen Grund haben, dass sie vorhin so hastig und gleichzeitig übertrieben lässig ihre Arbeiten aus der Tasche gezogen hatte. Sallys Moment war gekommen, als Lea zur Toilette ging: Mit fliegenden Fingern arbeitete sie sich durch deren riesige Tasche. Dass Lea ein kleiner Messie war, hatte sie schon gestern geahnt, aber dieses Chaos übertraf alles. Wonach suchte sie eigentlich konkret? So langsam lief ihr die Zeit davon… doch halt! Was war das? Wieso hatte Lea dieses geniale Foto unterschlagen? Ein Typ an der Gitarre, das erste Bild, auf dem Lea eine Person abgelichtet hatte und das endlich mal interessant war. Aber was für eines… Fasziniert starrte sie diesen Gesichtsausdruck an, den nur Menschen haben können, die in ihr Tun so vertieft sind, dass sie alles um sich herum vergessen…

So wie Sally gerade in diesem Augenblick.

Erwischt! Da gehe ich bloß für fünf Minuten aufs Klo, und die Kollegin schnüffelt einfach in meinen Sachen? Ohne mich vorher zu fragen? Halt, Sally Thompson. Sie werden… zu meinem nächsten Opfer. Gedacht, getan – ohne nachzudenken, griff sie nach ihrer Kamera, die sie die ganze Zeit über umhängen hatte und visierte Sally an. Diese saß wie eingefroren da und starrte das Foto an, das Lea von Michael geschossen hatte, und konnte ihren Blick nicht von ihm lösen. Vergessen war Finn, der ihr bisher sowieso nur die kalte Schulter gezeigt hatte. Sie musste blind gewesen sein. Warum hatte Lea ihr dieses Foto vorenthalten? Und vor allem: Wer war er? Ein Räuspern riss sie aus ihren Tagträumen. Lea stand plötzlich hinter ihr – was für ein peinlicher Moment. Vor lauter Schreck kiekste Sallys Stimme eine Oktave höher das erstbeste, das ihr einfiel: „Wer ist denn dieser schnuckelige Typ an der Gitarre?“ – So ein affiges Getue! Kein Wunder, dass Lea wenig begeistert war: „Erstens ist das privat und geht dich nichts an“, gab sie zurück und entriss ihr das Foto. „Und zweitens heißt ‚der schnuckelige Typ‘ Michael und sitzt dort drüben.“ – Da drüben… was für eine kryptische Angabe: Unter den Sonnenschirmen konnte Sally ihn jedenfalls nicht entdecken. Oh Mann, wie schwer von Begriff konnte man sein? Lea fasste sich innerlich an die Stirn und deutete mit ihrem ausgestreckten Eislöffel quer über den Platz, an dessen anderem Ende ihr Klassenkamerad mit einer Gitarre auf einem Hocker saß und spielte, während Passanten Kleingeld in die Zigarrenkiste zu seinen Füßen warfen. Lange konnte er da noch nicht sitzen, und sie wusste, wenn er sie sah, war die Situation da, die sie insgeheim fürchtete: der Moment, Farbe zu bekennen.

Fasziniert folgte Sally Leas Wegweiser mit den Augen und blieb an ihm hängen. Ja, das war er – genauso chaotisch wie auf dem Bild, aber irgendwie süß. Hatte Michael Leas Gefuchtel mit dem Löffel mitbekommen oder war das ein Fall von Gedankenübertragung? Als er den Kopf hob, traf sein Blick den von Sally. Für einen Moment stand die Erde still, und die Zeit fror ein. Michael hörte auf, zu spielen. Stille. Selbst das Gezwitscher im Baum über ihnen verstummte. Welche Ähnlichkeit mit dem Film „Matrix“ diese Szene auf einmal hatte – ein Bann, den für die wenigen, sich unendlich anfühlenden Sekunden nichts und niemand brechen konnte. Nicht der Kellner mit seinem Gewusel, nicht Lea, und nicht die vorbeihuschenden Leute. Dann kam er wie in Zeitlupe auf die beiden Mädchen zu, von denen ihn eine mit offenem Mund anstarrte, während das Eis in ihrem Glas dahinschmolz. Und die wiederum von Lea ins Visier genommen wurde. Ach ja, richtig, mit Lea hatte er ja auch noch ein Hühnchen zu rupfen. Sie hatte etwas, das ihm gehörte, aber da er mit seiner AG den ganzen Vormittag auf der Musikmesse gewesen war, hatte es noch keine Gelegenheit gegeben, sie zur Rede zu stellen. Wie praktisch, dass sie hier war. Zwar nicht allein, aber seltsamerweise machte ihm das nicht das Geringste aus. Verflogen war der Ärger über die peinliche Aktion mit dem Foto. Leas Freundin war genau sein Fall. Und das war genau sein Problem – mit dem Ansprechen von Mädchen, die ihm gefielen, hatte er es bisher nicht so gehabt. Dazu war er viel zu schüchtern. Aber irgend etwas war heute anders. Vielleicht war die unangenehme Sache mit Leas Foto daran schuld.

Das Foto: Ohne lange nachzudenken, griff er nach dem dritten Stuhl, schwang sich darauf und nahm es vom Tisch. Lea hatte ihn wirklich gut getroffen. Respekt. Aber sein Gesicht in der Schülerzeitung? Dazu würde es nicht kommen, denn jetzt diente das Bild einem anderen Zweck. Aus seiner Jeansjacke zauberte er einen Kuli hervor und kritzelte etwas auf die Rückseite des Fotos, das er mit einer nonchalanten Geste Sally überreichte. Dann wendete er sich Lea zu und ließ sich von ihr des Streifen mit seinem Negativ aushändigen. „Den Rest bekommst Du morgen von mir zurück.“, verabschiedete er sich und warf Sally einen letzten Blick zu. „Wir sehen uns.“ Dann nahm er seine Gitarre und verschwand.

Sally sah ihm noch lange hinterher. Dass Lea neben ihr zusammenpackte und den Kellner rief, um zu zahlen, nahm sie nur undeutlich wahr. Und selbst nachdem Lea schon gegangen war, saß sie noch da und versuchte, ihre Achterbahn fahrenden Gedanken zu sortieren. In ihrer Hand hielt sie noch immer das Foto mit seiner Telefonnummer auf der Rückseite. Er hatte den ersten Schritt getan. Jetzt war sie am Zug.

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That’s it.. Wenn ich eines gemerkt habe, dann dass meine Texte mit jedem Mal länger werden (Teil 1 = zwischen 900 und 1000 Wörtern, Teil 2 = mehr als 1500 Wörter, Teil 3 = auch fast 1500). Hugis gruseliges Erlebnis hatte auch an die zwölfhundert. Wenn also jemand Tips für mich hat, wie’s auch kürzer geht, fände ich das spitze. So, und nun die üblichen Worte zum Abschluss:

 

Die restlichen Schreibaufgaben für den Juli lauteten:

  • Schreibe über eine Romanze in einer Gelateria.
  • Fippo der Fuchs hat sich in die Stadt verirrt. Was erlebt er dort?

 

Die Regeln:

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen