Die besten am Donnerstag : 5 Orte des Grauens

 


Nachdem beim Horror-Donnerstag auf Goranas Blog die fünf besten Monster in Erscheinung treten durften, sind heute die besten Horrorfilm-Orte an der Reihe. Mir fallen da als erstes gruselige Häuser, Friedhöfe und dunkle Wälder ein, aber es gibt auch andere Orte, bei denen mir die Haare zu Berge stehen, wie z.B. die Kanalisation aus ES oder Hotel und Labyrinth aus The Shining.

Meine fünf persönlichen Orte des Grauens folgen nun hier; gruselige Häuser oder Kliniken habe ich bewusst weggelassen. Auch den berühmten Friedhof der Kuscheltiere oder die Arena aus „Tribute von Panem“.

 

5 Orte des Horrors

Das Geisterschiff aus Ghost Ship : Hier möchte ich nun wirklich keine Kreuzfahrt machen, denn auf einem Seelenverkäufer auf dem weiten Ozean dem Tod ausgeliefert zu sein, braucht wirklich kein Mensch. Die einen werden qualvoll vergiftet, der Rest von einem Stahlseil halbiert, und wer glaubte, dass er nochmal entkommen konnte, muss am Schluss auf gräßliche Weise den Löffel abgeben.

 

Der Brunnen aus The Ring : Nicht der Brunnen allein ist so furchteinflößend, sondern das, was aus ihm emporsteigt.

 

Die apokalyptische Unterwelt bzw. Hölle aus Hinter dem Horizont : Der Film mit Robin Williams ist zwar kein Horrorfilm und im Grunde ziemlich kitschig, aber schon alleine die Vorstellung, dass man selbst in einen wunderschönen Himmel kommt, während der geliebte Partner in der Unterwelt landet, die einem Gemälde von Breughel entstammen könnte, ist für mich schon Horror genug.

 

Das Würfellabyrinth aus The Cube: Welcome to paranoia. In diesem Würfel gegrillt, vergiftet, kleingewürfelt oder sonstwie ins Jenseits befördert zu werden, finde ich fast noch abartiger als das Haus aus SAW, in dem die Opfer absurde und nahezu unlösbare Aufgaben gestellt bekommen. Während bei SAW das Motiv des Täters klar ist, habe ich in diesem Fall bis zum Schluss gerätselt und war danach auch nicht schlauer als vorher.

 

Das Gassen- und Brückengewirr Venedigs in Wenn die Gondeln Trauer tragen : Was diese Irrfahrt durch Venedig so gruselig macht, ist die zwergenhafte Gestalt im roten Mantel, der der Restaurator John Baxter (Donald Sutherland) am Schluss zum Opfer fällt.

 

 

Media Monday # 381 : mit musikalischem Ausklang einer anstrengenden Woche und dem persönlichen Super-GAU

 

Den Abend bei einer DVD-Session mit einer Folge von „Orange is the new Black“ und dem Live-Mitschnitt eines Konzerts der Lieblingsband bei einem Glas Wein ausklingen lassen… klingt nach einem gelungenen Abschluss einer nicht so gelungenen Woche – wird aber um Punkt 18 Uhr unterbrochen mit dem Ausfüllen von sieben neuen Lückentexten der Aktion „Media Monday“ auf Wulfs Blog medienjournal

Dann noch kurz was essen gehen in meinem Stammlokal, die erste Folge der neuen Doctor-Who-Staffel mit Jodie Whittaker als neuem Doctor gucken, und dann den Konzertabend beenden, indem ich die „Live Baby Live“-DVD mit dem INXS-Konzert von Juli 1991 im Wembley-Stadion ab da weiterschaue, wo ich sie zuletzt angehalten habe:

Warum kann die TARDIS nicht auch mal bei mir landen, und ich steuere sie dann genau dort hin, mitten in die erste Reihe, um dieses Hammerkonzert live erleben zu können? – So, genug geträumt – hier kommen die sieben Lückentexte vom aktuellen Media Monday:

Media Monday # 381

 

1. Wenn ich schon den Ausruf „Waaas? Das kennst du nicht?“ höre, zucke ich zunächst innerlich mit den Schultern und denke mir „muss ich das kennen?“ – aber dann lasse ich Nachsicht walten, denn ich kenne und liebe dafür Dinge oder Personen, die anderen unbekannt sind. Nur zu gut kann ich es inzwischen nachfühlen, wenn mir andere das Objekt ihrer Begeisterung gerne nahebringen möchten – denn es geht mir ja teilweise ähnlich; nur habe ich oft Skrupel, zu oft über diese Leidenschaft zu berichten, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass endlose Lobeshymnen auf die Umwelt oft ermüdend wirken.

 

2. Was ich vor 2018 nicht für möglich gehalten hätte: dass ich einen ziemlich gravierenden Stilwechsel durchlaufen und meine Liebe zum Selbernähen wiederkommen würde, ich aber leider auch innerhalb von vier Wochen gleich zwei meiner geliebten Haustiere verlieren und sich mein musikalischer Horizont in Richtung anderer Arten des Metal erweitern würde. Mein Dank geht an die Bloggerin, durch die ich die schwedische Death-Metal-Band Arch Enemy entdeckt habe.

 

3. Dass die neue Staffel von Doctor Who jetzt auf einmal Sonntagabends zu einer krummen Uhrzeit (19: 55 Uhr) startet, zeugt nicht eben davon, dass sich die Verantwortlichen bei BBC1 wirklich Gedanken gemacht haben, denn sonst hätte man es beim Samstagabend belassen können. Da frage ich mich schon, welchen Stellenwert diese Kultserie generell noch hat und ob ich mir jetzt Sorgen machen muss, dass sich eine meiner Lieblingsserien auf dem absteigenden Ast befinden könnte?

 

4. Womit man mich mittlerweile echt jagen kann ist das x-te Angebot einer „neuen“ Best-of-oder Greatest-Hits-CD meiner Lieblingsband oder wenn mir wieder jemand Netflix & Co schmackhaft machen will. Sich auf ein Abo einzulassen, war gestern – heute gönne ich mir lieber eine Konzert-DVD oder kaufe mir die Staffel einer mir unbekannten Serie als Video-Download.

 

5. Lady Gaga ist mir erst mit „A Star is born“ so richtig ans Herz gewachsen, wobei meiner Meinung nach Bradley Cooper, von dem ich bisher noch gar nichts kannte, sie locker an die Wand gespielt hat. Deswegen hat mich sein Schicksal im Film auch so mitgenommen.

 

6. Wenn ich mal etwas überschüssige Zeit und Energie hätte, würde ich mit ein paar Freunden bei einem Pub-Quiz mitmachen – ein tolles Pub mit einer beeindruckenden Auswahl an Whiskys habe ich vor meinem Kinobesuch entdeckt.

 

7. Zuletzt habe ich eines meiner nun leeren Terrarien bei musikalischer Begleitung durch die LP zum Musical „Chess“ grundgereinigt, und das war nun endlich mal fällig , weil die Kleine, die dort einziehen soll, in ihrer alten Behausung inzwischen zu wenig Platz hat. Und weil mit Musik alles besser geht, habe ich mich für ein Werk entschieden, das ich schon länger nicht mehr gehört habe, aber das bei mir wieder Erinnerungen an unsere Klassenfahrt mit der Berufsschulklasse nach London geweckt hat. Dazu passt, dass am späten Abend Benny Andersson im ZDF bei der Sendung „Opus Klassik 2018“ für sein Piano-Album einen Preis für Klassik ohne Grenzen verliehen bekommen hat. Wirklich sehr schön.

Blueprint of my lover : Jogginghose #106A aus Burda style 4/2017

Bei der von mamamachtsachen organisierten Veranstaltung „AnNäherung Süd“ haben etwas mehr als 30 Nähbegeisterte die Kleidungsstücke ihrer Träume genäht – vom 27. bis 29. September 2018. Genäht habe ich ein Etuikleid aus Jersey und angefangen eine Jogginghose, Modell 106A aus der Zeitschrift „Burdastyle“ vom April 2017.

 

Jogginghose des Grauens oder Clownshose de Luxe ?

 

Eigentlich war nicht der Schnitt oder die Anleitung der pure Horror, sondern der Stoff, der so ausfärbte, dass ich ständig am Händewaschen war. Nein, ich wurde nicht erkennungsdienstlich behandelt – und gut, dass ich daraus keine Bürokleidung genäht habe, denn das wäre ein ziemlicher Flop geworden.

Den Stoff habe ich schon seit Jahren, seit ich ihn bei einem Werksverkauf bei Mark Aurel in Verl gekauft habe. Seitdem lag er und lag, und ich hatte keine Idee, was ich damit anfangen konnte. Als ich das Jogginghosenmodell sah und mir in den Kopf setzte, dass so eine Hose „in edel“ bestimmt eine grandiose Bereicherung für meine Garderobe wäre, entschloss ich mich, den leicht elastischen, blauen Satin mit eingewebtem Rautenmuster dafür zu verwenden. In der Burda ist das schicke Modell nämlich auch aus Satin und wird mit Blazer, Pumps und Bluse kombiniert, soll also bürotauglich sein.



 

Das Nähen der Hose stellte mich vor keine größeren Schwierigkeiten, auch nicht das Einnähen der Reißverschlüsse an den Hosentaschen – lediglich das Einziehen des Gummibandes und das Einschlagen der Ösen war ein ziemliches, teilweise nerviges Gefummel. Da kann man eine noch so leise Maschine haben – und dann ist es mit der Ruhe vorbei, wenn der Hammer zum Einsatz kommt. Insgesamt habe ich nach meiner Rückkehr aus Würzburg noch einmal vier Stunden gebraucht, bis dieses Werk meiner stagnierenden Schneiderkunst fertig wurde.

Dem Ausfärben wollte ich durch Waschen mit Hilfe von Farbfangtüchern entgegenwirken und habe es damit leider übertrieben. Nicht umsonst soll man nur ein Tuch pro Wäsche verwenden und nicht zwei, so wie ich es getan habe. Als Ergebnis habe ich eine Hose bekommen, deren Stoff seinen Glanz und sehr viel Farbe verloren hat, so dass sie jetzt nur noch für zu Hause taugt, weil sie extrem ausgeblichen ist, wie man auf dem Beitragsfoto ganz oben sieht.



 

Außerdem ist der Stoff minimal eingelaufen, so dass mir die Hosenbeine zu kurz vorkommen. Fazit: mit dem Modell und wie es zu Nähen ist, bin ich zufrieden – meine auf diese Weise entstandene Hose betrachte ich als Probemodell, das ich in der Freizeit trage, weil es abgesehen von diesen beiden Schönheitsfehlern dennoch tragbar ist. Auch wenn die Ösen mit der durchgezogenen Kordel nun bei mir auf der Innenseite des Bündchens sitzen und nicht, wie auf dem Foto in der Burda, außen und gut sichtbar für andere.

Die besten am Donnerstag : MONSTER

 

Nach einer Reihe von Tagen persönlichen Horrors hatte ich heute morgen den absoluten Tiefpunkt und bei Gorana auf „die fünf Besten am Donnerstag“ zum Thema „Monster“ nur ein kurzes Brainstorming als Kommentar hinterlassen. Meine

 

5 Monster

 

waren:

1) Frankensteins Monster, 2) Chucky, die Mörderpuppe, 3) Clown Pennywise aus ES, 4) das fiese Monster Randall aus „Monster AG“ und 5) Godzilla.

 


 

Jetzt möchte ich meine Liste um ein paar andere Monster erweitern, die Reihenfolge dabei ist völlig willkürlich gewählt, weil ich Rangfolgen inzwischen gar nicht mehr mag.

1. Aus der amerikanischen Fernsehserie „The Munsters“, die mich sehr an die Addams Family erinnert, ist Familienvater Herman Munster das Monster, das mir nach dem Brainstorming eingefallen ist. Laut Wikipedia ähnelt er Frankensteins Monster und ist mit der aus Transsylvanien stammenden Lily Dracula-Munster verheiratet.

2. Der Dämon Vinz Clortho aus „Ghostbusters“, auch bekannt als der Schlüsselmeister von Gozer

vinz_clortho_the_keymaster

(Bildquelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/villains/images/c/c4/Vinz_Clortho_the_Keymaster.jpg/revision/latest?cb=20141117201002)


 

3. Abaddon, der große Zerstörer, aus der Fernsehserie „Torchwood“

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(Bildquelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/tardis/images/b/b3/Abaddon_Rampages.jpg)


 

4. Eva, das von Igor aus menschlichen Leichenteilen geschaffene Wesen aus dem Animationsfilm „Igor“ von 2008, das nach einer Gehirnwäsche Schauspielerin anstatt ein böses Monster werden möchte.

igor-2008-screen-shot-12

(Bildquelle: https://musingsfromus.com/wp-content/uploads/2011/02/Igor-2008-Screen-Shot-12.jpg)


 

5. Der Oogie Boogie Man aus „Nightmare before Christmas“, der so wahnsinnig böse ist und dem armen Santa Claus ans Leder will.

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(Bildquelle: https://pre00.deviantart.net/9ddc/th/pre/i/2015/306/6/5/a_gamblin__man__oogie_boogie_acrylic_painting__by_itsbirdyart-d9fcff7.png)


 

Das war meine überarbeitete Liste, mit mehr animierten Monstern als im Brainstorming.

Serienmittwoch bei Corly # 143: Lieblingsschauspieler bzw. -charaktere, männlich

 


Nachdem letzte Woche die Serienschauspieler an der Reihe waren, die wir für besonders talentiert halten, fragt Corly beim aktuellen Serienmittwoch nach unseren Top Ten der männlichen Lieblingsschauspieler/Lieblingscharaktere.


Da ich keinen lieber mag als den oder die anderen, gestaltet sich meine Reihenfolge nach dem Zufallsprinzip. Rein zufällig läuft an dem Abend, an dem ich die neue Aufgabe gefunden habe, auf ard one die letzte Staffel von Dr. Who mit Peter Capaldi als letztem männlichen Doktor – in der kommenden Staffelwird die Figur des Doktors von einer Frau gespielt. Gleich nach Doctor Who läuft zum x-ten Mal die Wiederholung der zehnteiligen Torchwood-Staffel „Miracle Day“. Und darum beginnen meine Top Ten mit…

 

Doctor Who …

und zwar David Tennant als Der zehnte Doktor.

 

Torchwood …

Kai Owen als Rhys Williams: Anscheinend hat der Teamchef Captain Jack Harkness (dargestellt von John Barrowman) die meisten Fans, aber den Freund und späteren Ehemann von Gwen Cooper, der Polizistin im Team Torchwood, finde ich viel interessanter und auch weitaus bodenständiger. Eben so ein netter, knuffiger Typ von nebenan.

 

The living and the dead …

Colin Morgan als Nathan Appleby: Diese britische Mystery-Serie habe ich beim Stöbern auf amazon entdeckt, und weil es sie günstig zu erwerben gab, habe ich gleich zugegriffen und die erste Folge gestern abend gesehen. Colin Morgan kannte ich bisher noch nicht, aber in seiner Rolle als Psychologe aus dem viktorianischen London, der mit seiner Frau auf die Farm seiner Familie zieht und dort mit übernatürlichen Ereignissen konfrontiert wird, hat er mir so gut gefallen, dass ich ihn spontan in meine Top Ten aufgenommen habe.

 

Being Human (UK) …

Aidan Turner als John Mitchell: Ja, hier muss ich mich mal als Fangirl outen. Seit ich ihn als Ross Poldark in der Neuverfilmung des Period Dramas „Poldark“ gesehen habe, war ich gespannt, was er sonst noch so drauf hat und bin auf die britische Mysteryserie „Being Human“ aufmerksam geworden, in der er einen Vampir spielt, der ein ganz normales, unauffälliges Leben führen möchte und dabei gegen seinen Blutdurst ankämpfen muss.

 

White Collar …

Matt Bomer als Neal Caffrey: Wenn alle Betrüger und Fälscher so unverschämt gut aussehen, intelligent sind und Stil, gepflegte Manieren und trockenen Humor mitbrächten… dann wäre ich gerne Komplizin oder FBI-Mitarbeiterin im gleichen Team. Diese Serie habe ich in der Stadtbücherei durch Zufall entdeckt und bin nicht nur wegen des attraktiven Hauptdarstellers auf dem DVD-Cover daran „klebengeblieben“; meine persönliche Entdeckung des Jahres 2018.

 

Downton Abbey …

Rob James-Collier als Thomas Barrow: Nach dem Ganoven, der eigentlich ein gutes Herz hat und im Team der „Guten“ mitspielt, jetzt mal ein richtig fieser Charakter. Obwohl er als sich ständig durchmogelnder Kammerdiener im Grunde nicht nur böse ist, sondern im Laufe der Handlung ein paar Charakterzüge entwickelt, die bei mir dazu geführt haben, dass ich zum Schluss richtig Mitleid bekommen habe.

 

Game of Thrones …

Peter Dinklage als Tyrion Lennister: Der Bruder von Cersei und Jaime Lennister ist nicht wegen der Optik meine Lieblingsfigur aus Game of Thrones, sondern weil er trotz allen Intrigierens im Grunde ein gutes Herz hat und da hilft, wo man es nicht erwartet.

 

Star Trek TNG …

Brent Spiner als Lieutenant Commander Data: Ohne den Androiden Data, der versucht, menschliches Verhalten zu verstehen, wäre „The next generation“ für mich nur halb so faszinierend.

 

Star Trek DS9 …

Andrew Robinson als Elim Garak: Der Cardassianer betreibt auf der Deep Space Nine zwar eine Schneiderei, hat aber eine dunkle Vergangenheit, die nach und nach enthüllt wird.

 


Wer mitgezählt hat, kommt auf neun Darsteller. Da mir aber noch haufenweise andere Serien einfallen, war es für mich sehr schwierig, mich auf einen zehnten Serienhelden zu konzentrieren.

Unter den sogenannten Honorable Mentions tummeln sich Jimmy Smits als Nero Padilla (Sons of Anarchy), Alex Høgh Andersen als Ivar der Knochenlose (Vikings) und Patrick Dempsey als Dr. Derek Shepherd (Grey’s Anatomy), aber da ich beim „Weltraumquiz“ fünf von sieben Fragen richtig beantwortet habe und mich jetzt „Astronaut auf Probe“ nennen darf, bleibe ich im Weltraum und beende meine Top Ten mit …


 

 

Star Trek Voyager …

Robert Picardo als Der Doktor: Kein Mensch und auch nicht besonders attraktiv, aber im Lauf der Handlung entwickelt das holografische Notfallprogramm ein eigenes Bewusstsein, was ihn für mich so interessant macht.


So, das war’s für diesmal… mal sehen, welche Seriendarsteller andere spitze finden.

Media Monday # 380 : mit Triggergefahr durch persönlichen Horror

 

Schon länger habe ich mich gefragt, was es mit dem Horrorctober auf sich hat und bin gestern zu der Feststellung gelangt, dass ich mich das besser nie gefragt hätte, denn nun habe ich meinen persönlichen Horror in den eigenen vier Wänden. Der 6. Oktober ist wirklich kein guter Tag für mich, denn an diesem Tag jährt sich der Tod meines Mannes zum zweiten Mal, aber da ich mir diesmal ein umfangreiches Programm auferlegt habe und tagsüber unter Menschen gegangen bin, konnte ich zeitweilig auf andere Gedanken kommen.

Dass der Alptraum dann beim Füttern meiner Haustiere auf mich warten würde, war mir am Morgen noch nicht bewusst: Nachdem bereits eines letzten Monat an Altersschwäche gestorben war und ich es noch am späten Abend im Garten begraben durfte, macht mir jetzt das nächste Sorgen. Also habe ich beim Tierarzt angerufen und einen Termin gemacht; nun heißt es warten, bis der Kleine, dem ich noch ein paar gesunde Jahre wünsche, untersucht worden ist und ihm hoffentlich geholfen werden kann. Für ein krankes Reptil einen guten Arzt zu finden, ist nämlich gar nicht so einfach, und ich bin wirklich froh, dass es ihn noch immer gibt.

Jetzt aber zu erfreulicheren Dingen; wie jeden Sonntag, gibt es ab 18 Uhr auf Wulfs Blog medienjournal sieben neue Lückentexte zum Ausfüllen; hier kommen meine Antworten zum Media Monday, der sich anläßlich der Buchmesse diesmal vorrangig mit Literatur beschäftigt.

 

Media Monday # 380

1. Eine Buchreihe wie Katharine Kerrs „Chroniken von Deverry“ wird es für mich kein zweites Mal geben, denn in dieser 15bändigen Fantasysaga wechseln unterschiedliche Zeitebenen einander ab, und das Thema Wiedergeburt in anderer Gestalt nimmt einen großen Raum ein.

 

2. ____ ist eine/r diese/r AutorInnen, von der/dem ich wirklich alles verschlingen könnte, denn ____ . An dieser Stelle muss ich leider passen, weil ich keine Lieblingsschriftsteller(innen) mehr habe; ich lese alles mögliche querbeet.

 

3. Ich-Erzähler in Romanen haben oft spannende Geschichten zu erzählen, dene ich an Romanreihen wie „Die Tribute von Panem“ – hier gefällt mir ganz besonders, dass Katniss ihre Erlebnisse in der Gegenwartsform schildert.

 

4. Buch-Verfilmungen sind ja ein wirklich beliebtes Geschäft, aber wie haltet ihr das? Nur Buch, nur Film, am liebsten beides und wenn ja, was zuerst? Bei mir wechselt das inzwischen. Früher habe ich meistens mit den Verfilmungen angefangen, weil ich bis dahin die Erfahrung gemacht hatte, dass die literarische Vorlage nur noch besser war, wenn ich schon den Film spannend gefunden habe, wie z.B. bei „Der Name der Rose“ oder „Die Tribute von Panem“. Leider ist das aber auch kein Erfolgsrezept, wie ich bei „Game of Thrones“ feststellen musste, denn der Schreibstil der Romane hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber auch für die umgekehrte Reihenfolge finde ich positive und negative Beispiele. Was mir gut gefallen hat, war die Verfilmung von „Die Säulen der Erde“, während ich mich bei der Verfilmung von „Das Jesus Video“ schwarz geärgert habe.

 

5. In Sachen Literatur hat es mir im Moment das Genre Kriminalkomödie wahnsinnig angetan, seit ich die Romane „Erwin, Mord & Ente“, „Entenblues“ und „Erwin, Enten und Entsetzen“ von Thomas Krüger um Erwin Düsedieker und seine Enten entdeckt habe.

 

6. Selma Lagerlöfs literaturnobelpreisgekröntes Werk „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ liegt ganz weit oben auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), denn obwohl ich bereits mit dem Lesen angefangen habe, habe ich es aus unbekannten Gründen unterbrochen und keinen Impuls verspürt, es weiterzulesen. Mal sehen, was der kommende Winter so bringt.

 

7. Zuletzt habe ich mir mal wieder ein paar Songs für meine Smartphone-Playlist gegönnt und in meinen Musikdateien gründlich aufgräumt und das war wie eine kleine Zeitreise, weil die „jüngsten“ Lieder von 2013 sind, die aktuellen Neuerwerbungen dreizehn Jahre auf dem Buckel haben und das zuletzt gekaufte Album aus dem Jahr 1992 stammt.

Unsortierte Gedanken : (nicht mehr alle) Tassen im Schrank

 


Halte beim Whisky Maß und genieß ihn nicht in Massen,

drum benutze ich ein Glas und trink ihn nicht aus Tassen *).


 

 

Als ich bei der Aktion „15 Tage, 15 Tassen“ mitmachte, fand ich heraus, dass drei meiner fotografierten Schätzchen spurlos verschwunden sind. Und zur Krönung habe ich dann auch noch versehentlich meine orange „Espressionisten“-Tasse geschrottet. Trinken kann man jetzt nicht mehr aus ihr, also dient sie jetzt als Behälter für Schlüssel; da ich sie aus Jux meine „Orange is the new Black“-Tasse getauft habe, kommt mir ihre neue Funktion nun vor wie pure Ironie. Und auch wenn wir viel zu viele Tassen im Haus haben (mitgezählt habe ich nicht die Becher meiner Schwester): So wollte ich meine Bestände nicht reduzieren.

Was mir diese Aktion noch gezeigt hat: Im Gegensatz zu anderen besitze ich keine Fan-Tasse. Die verschwundene Tasse, die ich 1999 anlässlich der Sonnenfinsternis in Stuttgart gekauft habe, zählt für mich nicht dazu. Warum nicht den Tip, mir eine Tasse, mit dem Motiv meiner Wahl bedrucken zu lassen, in die Tat umsetzen? Zumal ich meinen Morgenkaffee seit zwei Jahren aus der Tasse meines verstorbenen Mannes getrunken habe und ich seit einiger Zeit merke, dass ich mich damit nicht mehr wohl fühle. „The time is now“ – für etwas neues. Und darum habe ich mich hingesetzt und versucht, eine Auswahl aus ungefähr hundert Bildern mit Sprüchen, Landschaften oder Stars zu treffen. Einfach war das nicht, denn die meisten Fotos haben das falsche Format oder haben einen unruhigen Hintergrund.

Am Ende habe ich mich dann für eine Aufnahme meines Lieblingssängers entschieden; die habe ich zum Schluss noch mit rechts und links angesetzten Balken in einer zum dunklen Hintergrund passenden Farbe verbreitert und die Balken mit dem Auszug aus einem seiner bekanntesten Songtexte beschriftet: Damit nach dem Aufwachen mein Blick auf ein freundliches Gesicht fällt und nicht auf die geerbte Tasse mit dem Eselchen. Das bekommt nun einen Ehrenplatz in der Küche und darf von den anderen Familienmitgliedern bewundert werden.

 


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Und weil ich schon dabei war, habe ich auch gleich eine Tasse als Geschenk für meine beste Freundin bedrucken lassen; allerdings ist das keine Fan-Tasse geworden, denn sie zeigt eine Aufnahme von ihr mit einem Uhu auf dem Arm, als wir zusammen hinter die Kulissen einer Falknereivorführung schauen durften. Die Tasse soll ein Behältnis für einen Gutschein werden: entweder für einen gemeinsamen Kinobesuch oder – was ich für passender halte – eine Einladung in die Fasanerie. Bis zur nächsten „Besinnlichen Abendwanderung mit Lagerfeuer“ wird sie zwar noch nicht fit sein, weil sie zur Zeit einen Spezialschuh trägt, nachdem sie ihr den Gips abgenommen haben, aber wenn sie weiterhin solche Fortschritte macht wie jetzt, wird der frühestmöglichen Veranstaltung in 2019 kaum etwas im Wege stehen. Schließlich heißt es ja auch nicht umsonst „neues Spiel, neues Glück“.


 

*) Die Tasse vor der Whiskeyflasche abzustellen, war reiner Zufall, aber führte zur Inspiration zu diesem Kurzgedicht. Die einzige Variante, Whiskey aus einer Tasse zu trinken, wäre in Form eines Irish Coffee, aber den Versuch, ihn selbst zu mixen, werde ich so schnell nicht wiederholen (außerdem schmeckt er mir aus einem bauchigen Glas besser), und die Tasse bleibt weiterhin dem Genuß von Kaffee vorbehalten.