Media Monday # 389 : meine Lückentexte zum 99. Mal

 

 


Kaum zu glauben, dass bald Weihnachten ist und sich bei mir immer noch nicht die richtige Stimmung einstellen will. Schrottwichteln, weihnachtliches Kaffeetrinken, festliches Schmücken… oh, geh‘ Ford! Da genieße ich lieber meine Lieblingskombination aus Kaffee, Schokolade und Barbera und stöbere dabei in meiner Fotosammlung auf meiner Festplatte, da ich dieses Jahr meine Lieben mit selbstgebastelten Fotokalendern und bedruckten Tassen zu Weihnachten überraschen möchte. Immerhin sind zwei Tassen und ein Kalender schon fertig.

Jetzt fehlt nur noch eine sinnvolle Befüllung der Gefäße. Bei dieser Suche bin ich auf Bilder gestoßen, die mich an Titel der Lieder erinnern, die ich früher gerne gehört habe. Das hat zu einer wahren Flut an „(Moving) Pictures of the Day“ geführt. Davon gibt’s sehr bald noch mehr.

Heute ist mir dann noch eingefallen, dass ich nächsten Woche zum hundertsten Mal beim Media Monday mit sieben Lückentexten zum Ausfüllen dabei bin. Meine aktuellen Antworten gibt es diesmal in roter Fettschrift:

 

Media Monday # 389

1. In der Welt von Mittelerde könnte ich mich jedes Mal neu verlieren, denn landschaftlich finde ich sie grandios.

 

2. Weihnachts(film)-Tradition ist ja für viele das „Alle Jahre wieder“ aus „Der kleine Lord“, „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Ist das Leben nicht schön?“. Für mich gehörte an Weihnachten immer das Programm der BBC mit ihren sogenannten Christmas Specials der Serien „Call the Midwife“ und „Doctor Who“.

 

3. Bevor das Jahr endet, sollte ich es noch schaffen, meine Neujahrsgrüße unters Volk zu bringen.

 

4. Ich glaube ja nicht, dass ich meine beim Aufräumen verschwundenen DVDs von Game of Thrones so schnell wiederfinde.

 

5. Nun, da der (erste) Trailer zum nächsten Avengers-Film veröffentlicht worden ist, höre ich heute zum ersten Mal davon; aber das ist auch keine Filmreihe, die mich interessiert.

 

6. Literarisch betrachtet würde ich ja gerne mal eine sprachlich wirklich gelungene Fan Fiction lesen.

 

7. Zuletzt habe ich mich auf die Socken gemacht, um die ersten Weihnachtsgeschenke zusammenzubekommen, und das war vielleicht eine Lauferei, weil ich für das Material in verschiedene Läden musste. Jetzt ist zumindest das erste Geschenk fertig geworden: Ein Fotokalender mit Aufnahmen aus meiner dreieinhalbwöchigen Schottlandreise, auf die ich 2008 mit meinem Mann gegangen bin.

 

 

Das waren die Bilder für April, Mai, September und November.

 

 

 

 

(Moving) Picture of the day : The stairs

  … storey to storey, building to building, street to street – we pass each other on the stairs…   One of my favourite songs of the 80s/90s came to my mind when I walked on by a sculpture in … Weiterlesen

Mein Glotzophon und ich : wenn der Horror real wird

 

 

 

Montag, 3. Dezember 2018:

Zur Zeit habe ich nichts an ausgeliehenen DVDs zu Hause. Also schnappte ich mir kurzentschlossen die siebte Staffel von American Horror Story (AHS), die ich mir vor ein paar Wochen gekauft habe. Die sechste Staffel habe ich zwar erst zur Hälfte gesehen, aber da die bisherigen Staffeln nicht aufeinander aufbauen, kann ich mir die auch getrost später ansehen. Nun also AHS „Cult“, die 2016 mit der Kandidatur von Hillary Clinton und Donald Trump um das Amt des nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten beginnt. Nahm ich zunächst an, dass mein Recorder spann und mir statt der synchronisierten Fassung das Original mit Untertiteln zeigte, ließ ich nach vier Anläufen entnervt die DVD weiterlaufen und begriff in der nächsten Szene, dass es nur die Filmaufnahmen der Wahlkampfreden waren, die nicht synchronisiert worden waren.

Das war aber nicht mein persönlicher Horror, genauso wenig wie das Geschrei des Herrn Trump oder die gruseligen Masken der Horrorclowns. Clowns waren noch nie wirklich mein Fall, auch nicht für mich, wenn meine Eltern mich als Kind in den Zirkus mitnahmen. Die meisten Zuschauer amüsierten sich prächtig über die Späße in der Manege; für mich waren diese Showeinlagen Lückenfüller zwischen Trapezkünstlern und Dompteuren. Aber zurück zu den Clowns. Jetzt könnte man meinen, dass ich mit Horrorclowns à la „ES“ mehr anfangen kann, weil ich so gerne schaurige Filme sehe. Tja, was soll ich sagen… Falsch gedacht. Worauf ich in der AHS-Staffel „Freak Show“ hätte verzichten können, war Twisty, der Clown. Der wird in der siebten Staffel nochmal recycelt und um einige weitere besonders „reizende“ Exemplare ergänzt, wie z.B. die „Elephant Woman“ oder den Typen mit den Löchern im Gesicht. Wer da an Trypophobie (Angst vor Löchern) oder Coulrophobie (Angst vor Clowns) leidet, ist gleich doppelt gestraft und sollte diese Staffel meiden, zumal die eigentliche Story in eine andere Richtung geht. Was mir an diesem Abend aber wirklich die Haare zu Berge stehen ließ, war das folgende Szenario.

Stell dir vor, du liegst auf der Couch, und du verfolgst das Geschehen auf dem Bildschirm unter Hochspannung. Durchs Haus schleicht eine Gruppe solcher Clowns, die mit Messern bewaffnet sind *). Gerade versucht einer von ihnen, durch eine verschlossene Tür in den nächsten Raum einzudringen – da hörst du plötzlich, wie in deinem Haus plötzlich jemand die quietschende Haustür öffnet und sich hineinschleicht, ohne einen Ton zu sagen.

Ich glaube, so schnell erschreckt mich nichts, aber in diesem Moment ging mir der Allerwerteste auf Grundeis. Glücklicherweise konnte ich der eigentlich harmlosen Sache auf den Grund gehen, denn es war kein unbekannter Eindringling gewesen, sondern nur meine Schwester, der an diesem Abend nicht danach war, die Anwesenden im Haus überschwenglich zu begrüßen. Ach, hätte sie es nur getan, dann hätte ich mich nicht so gruseln müssen.

 


*) Bildquelle:   https://files.scary-movies.de/2017/10/American-Horror-Story-Cult.jpg

Media Monday # 388 : Advent, Advent, ein Kerzlein brennt…

 

 

so habe ich am Sonntagnachmittag meine beste Freundin begrüßt (und ihr eine LED-Kerze mitgebracht), die seit mehreren Wochen wegen Komplikationen nach einer OP an der Achillessehne im Krankenhaus liegt. Konnte ja keiner ahnen, dass sich das so lange hinziehen würde. Nach diesem Besuch habe ich dann endlich mal die Fotos zusammengestellt und bearbeitet, die ich für ein Weihnachtsgeschenk brauche. Wie schnell doch die Zeit dabei rumgeht – schwupps ist es 18 Uhr und damit Zeit für die sieben Lückentexte der neuesten Ausgabe des media monday auf Wulfs Blog medienjournal – die Füllsel sind diesmal in fetter lila Schrift:

 

Media Monday # 388

 

1. Jetzt, wo dann offiziell die Vorweihnachtszeit gestartet hat waren eine Nachbarin meiner Freundin und ich uns einig, dass wir auf Weihnachten eigentlich noch gar keine Lust haben und ich für meinen Teil gerne gleich in der Zeit zum nächsten Osterfest vorspringen würde.

 

2. Ich glaube dieses Jahr wird es auch nichts mehr werden, dass ich meine neue Museumsufercard einweihe. Dabei hat sie dieses Jahr so ein hübsches Design.

 

3. Mein letzter Besuch bei REWE hat mich ja doch wieder überrascht, schließlich war das letzte, was ich dort kaufen wollte, ein Liebesroman. Aber ab und zu sollte man auch mal ein Genre ausprobieren, das man normalerweise nicht bevorzugt. Leider habe ich jetzt erst festgestellt, dass es sich bei diesem Werk um den Auftakt zu einer Trilogie handelt, und so spannend, dass ich den nächsten Band lesen muss, ist es dann auch wieder nicht.

 

4. Gemessen daran, wie viele Schallplatten und CDs sich bei mir im Laufe der Jahre angesammelt haben, könnte man meinen, dass ich die auch alle höre oder auch als Playlist auf Smartphone und Laptop habe. Der Menüpunkt „am häufigsten wiedergegeben“ sagt etwas völlig anderes.

 

5. „Sextant – die Vermessung der Meere“ von David Barrie ist schon allein dahingehend ein empfehlenswertes Buch, dass man darin leicht verständlich erfährt, wie Navigation auch ohne Funk und GPS funktioniert; angesichts der Tatsache, dass der nächste Sonnensturm unweigerlich kommen wird, ein sehr wertvolles Wissen.

 

6. Von all den neuen und alten Serien gibt es für mich zur Zeit nur zwei, die ich mir wirklich gerne anschaue: „Orange is the new black“ und „White collar“. Die erste spielt in einem amerikanischen Frauengefängnis, die andere in New York beim FBI. Leider komme ich im Moment nicht in die Bücherei, wo ich mir die Staffeln bisher immer ausgeliehen habe. Doctor Who plätschert dagegen so mehr oder weniger vor sich hin, auf einem ziemlich dämlich gelegten Sendeplatz. Sonntagabends um 19:30 Uhr? Es gab mal eine Zeit, da hatte BBC die Sendung Samstagabends um 20 Uhr im Programm, mit anschließendem „Making of“ auf einem anderen Sender der BBC. Als Pro7 damals die Staffeln mit David Tennant auf immer unmöglichere Sendeplätze verschoben hat, ging es damit nur noch bergab, was damit endete, dass der Sender die Serie komplett absetzte. Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, dass BBC auch so langsam das Interesse an dem Dauerbrenner verloren hat.

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7. Zuletzt habe ich mich mit dem Zusammenstellen von Fotos für einen Fotokalender beschäftigt, den ich meiner Schwester zu Weihnachten schenken will, und das war mehr Arbeit als gedacht, weil ich den Copyright-Hinweis auf meine eigenen Aufnahmen verschwinden lassen wollte, damit das Ergebnis an der Wand nicht so häßlich aussieht.

 

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Unsortierte Gedanken meets Fundbüro : der Wels, der sich im Sommerloch tummelte

 

Wann ist ein sommerlochfüllendes Thema zu Tode geschrieben? Wenn eine Tageszeitung der benachbarten Großstadt Wochen später einsteigt, nachdem das Heimatblatt mit dem Fall schon längst abgeschlossen hat: in diesem Fall ein mysteriöser Wels im Parkweiher, den niemand gesehen hat, dem aber angeblich etliche Küken zum Opfer gefallen sind.

Als Kamel, das immer gerne mal über die Sache gewachsene Gras wieder abfrisst, habe ich beschlossen, dem Thema „Wally, der kükenkillende Wels, den keiner fangen durfte“, ein paar abschließende Zeilen zu widmen.

 


6. Juli 2018 : Küken-Killer vom Weiher – Fischer sollen gefährlichen Wels beseitigen

10. Juli 2018 : „Stadt bekommt E-Mail-Flut. Tierfreunde kämpfen weiter für Problem-Wels

23. Juli 2018 : „Jagd auf den Wels: Wo ist Wally?

3. August 2018 : „Wels im Weiher des Dreieichparks: Hohe Kosten für nichts


 

Über Wochen hinweg dominierte das Thema die täglichen Seiten in irgendeiner Form, egal ob es um die neuesten Fortschritte auf dem Gebiet der Fischsichtung ging oder ob im Regionalteil besondere Fischrezepte veröffentlicht wurden, der Wels war allgegenwärtig.

In einem sehr interessanten Blogbeitrag über die Stadt Aomori in Japan vom 14. Januar 2018 las ich das folgende Zitat: „Ein Gott kämpft gegen den Wels. Im alten Japan glaubte man, dass Welse Erdbeben auslösen.“ Ob an diesem Glauben etwas dran ist, will ich nicht beurteilen. Oder gar überbewerten. Und schon gar nicht auf aktuelle Ereignisse beziehen. Denn zu der Zeit, in der dieses Tier durch unser Käsblatt und andere Postillen geisterte, war es nur unsagbar heiß und sonst nichts. Das einzige, was die Welt gefühlt zu bewegen schien, war die Fußball-WM, und da war ich im Urlaub.

Auf jeden Fall hat der Wels, den unsere Zeitung Wally (abgeleitet von der anderen Bezeichnung namens Waller für ihn) ins Visier genommen hat, nach wochenlangem Tamtam ein mediales Echo ausgelöst, und wer weiß… vielleicht reise ich doch noch nach Japan. Das wäre nach Australien, Kanada, Neuseeland und Chile ein weiteres Traumziel. Nur eins wird es bei mir nicht geben: Zu Weihnachten Wels auf dem Teller.

Die 5 Besten am Donnerstag : Filme, nach denen man sich besser fühlt

 

Die 5 Besten“ sind wieder zurück, und in der heutigen Ausgabe fragt Gorana nach fünf Filmen unserer Wahl, nach deren Genuss wir uns besser fühlen. Sich besser fühlen – darunter versteht jeder etwas anderes. Ich habe schon so viele Filme gesehen und die Erfahrung gemacht, dass es nicht unbedingt etwas lustiges oder romantisches sein muss, wenn es mir nicht gut geht. Krankheit, Liebeskummer, depressive Verstimmungen – für das richtige Trostpflaster habe ich keine Empfehlung, denn die Entscheidung, was ich in solchen Momenten sehen möchte, treffe ich aus dem Bauch heraus. Seltsamerweise greife ich trotzdem zu manchen Filmen öfters als zu anderen, und zwar diese:

 

Robin Hood von Walt Disney. King John als feiger Löwe, der eine Schlange als Berater hat… und Füchse als Robin und Marian, die wahrscheinlich beste Robin-Hood-Verfilmung für mich.

Grasgeflüster – in diesem englischen Städtchen haben alle irgendwo etwas Dreck am Stecken, außer der kreuzbraven Grace, die plötzlich Witwe geworden, nun auf einem Berg von Schulden sitzt. Als sie sich dann um ein mickriges Pflänzchen kümmern darf, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Das Fenster zum Hof von Alfred Hitchcock. Dass man einen Mord auch vom Lehnstuhl aus aufklären und man dazu auch ruhig bewegungsunfähig sein kann, gibt mir Hoffnung. Lieber Grippe als Gipsbein.

Merida – Legende der Highlands – dieser Animationsfilm von Pixar ist für mich einer der besten Animationsfilme seit Jahren. Schon allein, wie detailliert die Haare der Hauptperson gestaltet wurden, ist der Wahnsinn. Außerdem ist Schottland das Land meiner Träume. Die Heldin dieses Films ist auf dem Beitragsbild zu sehen (Bildquelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/pixar/images/5/55/Brave_merida_card.jpg/revision/latest?cb=20120419223033)

 


Bevor ich zu dem fünften Film komme, der mir erst nach längerem Nachdenken eingefallen ist, weil es nicht immer ein „Feel-Good-Movie“ sein muss, zähle ich erst man die sogenannten Honorable Mentions auf, die alle auf der etwas düstereren Schiene unterwegs sind: Donnie Darko, The Butterfly Effect, Die Tribute von Panem und Final Destination. Damit ist die falsche Fährte gelegt für meinen Film Nummer Fünf:


 

Der Teufel trägt Prada : Noch ’ne Komödie. Ätsch, reingefallen. Meryl Streep und Anne Hathaway in einem Film von 2006, als Parodie des Modezirkus in New York. Böse Zungen behaupten, Anna Wintour, die Chefredakteurin des Magazins „Vogue“ wäre das lebende Vorbild für die erfundene Figur der Miranda Priestly, Chefredakteurin des Magazins „Runway“. In diesem Film eine echt anstrengende, egozentrische Lady. Thank god, dass ich in so einer Hölle nicht arbeiten muss. Da fühle ich mich doch gleich besser.