ABC-Etüden 2022 – Wochen 3&4 : Etüde 3 – Die Herausforderung

Willkommen zur dritten Runde mit der Wortspende zu Christianes ABC-Etüden von Stachelbeermond (Wackelpudding, unverdrossen und knistern) – mit einem Blick hinter die Kulissen eines von mir abonnierten Youtube-Kanals und einem Assistenten, der aus dem Nähkästchen plaudert.

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Die Herausforderung

Willkommen in unserer Experimentalküche. In unserer neuesten Episode werde ich Basti vor eine ganz neue Herausforderung stellen, nachdem er Ramen mit Shrimpsgeschmack erfolgreich nachgebaut hat und ihm das zu einfach gewesen ist. Unverdrossen beharrt unser Star darauf, dass er endlich mal eine knifflige Aufgabe bekommen möchte, und deswegen gibt’s trotzdem wieder etwas Süßes, auch wenn er darauf schon lange keine Lust mehr hat. Ta-daa! Purpur-orange-türkisen Wackelpudding aus dem Hause Professor Plörrer mit dem klangvollen Namen „Galaktika“, ein schreiend bunter Glibber aus dem Baltikum. Der Partyspaß mit dem gewissen Etwas.

Nein, mit Wodka habe ich das Pulver nicht angerührt. Das wäre ja zu einfach und außerdem nicht vereinbar mit dem Verhaltenskodex unseres Youtubekanals im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mit Bildungsauftrag. Auf seine Grimasse, wenn der Puddingkern auf seiner Zunge zu knistern anfängt, freue ich mich jetzt schon.

Knallbrause, mit Zucker umschlossene Kohlenstoffdioxidbläschen: Einem gelernten Lebensmittelchemiker wie ihm dürfte ihm das prickelnde Extrabonbon nicht schwer fallen. Doch was ihm wirklich zu schaffen machen wird, sind Geschmack und Farbe des geleeartigen Desserts mit der extrem künstlichen Geschmacksnote.

Dank einer neuen EU-Vorschrift sind bestimmte Zusatzstoffe der E-Klasse in Lebensmitteln nämlich nicht mehr erlaubt, und nun wünsche ich ihm ganz viel Spaß beim Nachahmen des Mango-Wildkirsch-Curaçao-Aromas und erwarte, dass ihm bei dieser Aufgabe der Kopf ordentlich raucht. Aber wie ich ihn kenne, wird er die passenden Tinkturen und Pülverchen auftreiben und mir einen Nachbau kredenzen, der sich gewaschen hat. Ich hoffe nur, das Resultat wird nicht zu gruselig, denn schließlich bin es ja ich, der es im direkten Vergleich mit dem Original verkosten darf.

So, und jetzt trinke ich mir erst mal Mut an, als Gast in Tinka Krauses regionalem Lifestylemagazin „dreisam.de“, in der sie heute Weingütern in ausgewählten badischen Steillagen einen Besuch abstattet.

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Ein Monolog in 288 Wörtern als Hommage an die ZDF-Sendung „Besseresser“, in der kulinarische Produkte aus dem Supermarktregal wie Benjamin-Blümchen-Torte, veganer Käse oder besagte Instantnudeln von einem Experten, der die Tricks der Lebensmittelindustrie kennt, nachgebaut werden.

Außer der Reihe – in memoriam 

Ausnahmsweise mal Samstags… zu später Stund‘ und weil heute für mich ein ganz besonderer Tag war, ich aber nicht geplant hatte, dass ich mit netten Leuten heute in einer der besten Kneipen meiner Heimatstadt landen und wir heute gleich zweimal anstoßen würden…

Einmal auf den Geburtstag von Michael Hutchence (22.1.1960 – 22.11.1997), der heute 62 Jahre alt geworden wäre – und auf meine Oma, die am 22. Januar 1993 von uns gegangen ist. Da darf die passende musikalische Huldigung nicht fehlen.

Passend deshalb, weil meine Oma am 3.11.1906 unweit dieser schönen Stadt geboren wurde.

Und bei genauerem Hinschauen erkenne ich, dass ich genau dort schon einmal war: Mein persönliches Déjà-vu ereilt mich soeben bei diesem Prager Friedhof, auf dem ich mit meiner Schwester damals stand – in einer Zeit, als wir für die Einreise in die Tschechoslowakei noch ein Visum brauchten – ohne zu wissen, dass das Video zu diesem Song dort gedreht wurde.

Es ist ein seltsames Gefühl.

# Writing Friday 2022 :  Januar #3 – System Error

Nach den Vorsätzen vom 14. Januar ist jetzt beim #writing friday auf elizzys Blog die vierte Schreibaufgabe an der Reihe:

Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Neustart, Glück, Liebe, Hindernisse, Mut.

Bitte nicht von den ersten Zeilen in einer fremden Sprache verwirren lassen – aber genau so habe ich auch aus der Wäsche geguckt, als mein Laptop von mir gegangen ist. Der Rest dieses unrühmlichen und leicht technischen Kapitels ist in meiner Muttersprache geschrieben.

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System Error

Default Boot Device Missing or Boot Failed. Insert Recovery Media and Hit any key. Then Select ‚Boot Manager‘ to choose a new Boot Device or to Boot Recovery Media.

Piep!

Ungläubig starrte Julia in das grelle Blau des Bildschirms. Diese Meldung hatte ihr an diesem Morgen gerade noch gefehlt. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Für besonders abergläubisch hatte sie sich nie gehalten, doch wenn sie tief in sich hineinhorchte, hatte sie vermutlich schon immer geahnt, dass das Pendel irgendwann in die Gegenrichtung ausschlagen würde, nachdem sie all ihren Mut zusammengenommen hatte und es nach dem klärenden Gespräch mit Tim in ihrem Leben endlich wieder halbwegs rund lief und ihrem Glück mit Chris nichts mehr im Wege stand.

Jetzt saß sie schon wer weiß wie lange mit ihrem vierten Becher Kaffee aus der altersschwachen Maschine in dem schlecht geheizten Büro und versuchte, den Rechner zum Laufen zu bringen. Doch egal, wie oft sie das Gerät einschaltete – über den blauen Bildschirm mit der verhassten Aufforderung zum Reboot kam das Firmenlaptop nicht hinaus. Die Meldung, es gäbe keine Objekte, auf die das System zugreifen könne, machten jegliche Versuche eines Neustarts zunichte. Natürlich führte die Suche nach der zum Wiederherstellen erforderlichen Software zu nichts, was im Nachhinein kein Wunder war, wenn sie sich an ihren ersten Arbeitstag in diesem Chaosbüro erinnerte, und so musste sich Julia nach drei weiteren erfolglosen Versuchen geschlagen geben.

Kaum meinte das Schicksal es gut mit ihr, tauchten neue Hindernisse vor ihr auf.

Sieh es ein, stieg die Erkenntnis, dass sie diesmal richtig tief in der Patsche saßen, wie eine siedend heiße Welle in ihr auf, um den Kauf eines neuen Geräts werden wir nicht herumkommen. Wenn es nur um das Ersetzen des Rechners gegangen wäre… Dieser Punkt bereitete ihr keine Magenschmerzen. Doch bei aller Liebe – beim Sichern von Daten hatten sich anscheinend weder Chris noch sein Bruder besondere Mühe gegeben.

Von fast allem hatten sie noch rechtzeitig Sicherungskopien gezogen und auf einer externen Festplatte gespeichert, doch ausgerechnet die Bilder von ihrer letzten Fotosession waren nicht dabei gewesen. Auch wenn sie die Flyer, für die sie sie gemacht hatten, schon längst verteilt hatten, waren die Fotos für eine neue Version unwiederbringlich verloren. Und neue zu schießen? Was beim ersten Mal aus einer Laune albernen Geblödels heraus entstanden war, ließ sich nicht wiederholen – soviel wusste sie aus Erfahrung.

Es half alles nichts: Ob sie sich dieses Extra leisten konnten oder nicht, sie würden einen Fotografen engagieren müssen, und am besten fing sie schon einmal mit der Suche an.

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Fortsetzung folgt.

Dies sind die Schreibthemen für den Januar: 1) Was nimmst du aus dem letzten Jahr für dich mit? +++ 2) Was ist deine Schwäche? Kannst du daraus eine Stärke machen? +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Dieses Jahr wird alles anders, denn…“ beginnt. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Neustart, Glück, Liebe, Hindernisse, Mut. +++ 5) Auf welche Bücher freust du dich in 2022 am meisten?

Dies sind die Regeln: Am Freitag wird veröffentlicht. ++ Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen. ++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. ++ Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden. ++ Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei, lest euch die Geschichten durch und hinterlasst einen Kommentar! ++ Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen

Dienstags-Gedudel #104 : Reisefieber, Teil 58 – irisch-schottische Weiterentwicklung

Aus dem durch die kanadische Künstlerin Loreena McKennitt bekanntgewordenen Traditional „She moved through the fair“ hat die schottische Band Simple Minds einen ihrer populärsten Hits entwickelt: „Belfast Child“

Von Irland über Kanada und von dort über Schottland zurück nach Irland – das ist ein Kreislauf in sich und der vorletzte Zwischenstopp vor der Weiterreise zum letzten Kontinent auf dieser Reise (gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=7vhhTvcLoRw).

Media Monday #551 : (Gute) Vorsätze umsetzen…

… und die Prokrastination beenden: Was niedergeschrieben gut aussah, hat bei mir am Wochenende seinen Startschuss erlebt. Und das, wo ich doch überall verkündet habe, ich hätte gar keine *kicher*… Aber eins ist dabei für mich wichtig: Immer hübsch in kleinen Schritten vorwärts schreiten, dann geht es irgendwann mal leichter. So richtig leicht ist mir dagegen das Ausfüllen der sieben Lückentexten des 551. Media Monday nicht gefallen.

Besonders bei der vierten Frage hatte ich meine Schwierigkeiten… Der Rest ist komplett querbeet und beschäftigt sich in drei von sieben Fällen mit dem leiblichen Wohl, auch wenn dieses stellenweise alles andere als gesund anhört.

Media Monday # 551

1. Wenn ich eines aus Filmen gelernt habe, dann das: Dass es sinnvoll ist, die Tür im Auge zu behalten, damit sich von hinten keiner anschleichen kann.

2. Schon lustig, wenn man sich überlegt, wie früher in Talkshows fröhlich eingeschenkt und gequalmt wurde. Heute wäre das nicht mehr möglich.

3. Wie es auf den Straßen vergangener Zeiten aussah, ist ja in der Realität meist etwas ganz anderes als die verklärte Darstellung in vielen Historienfilmen, bei denen die Kleidung nach der Rückkehr keinen noch so winzigen Schmutzfleck aufweist.

4. Schade, dass man im Moment so wenig von erfreulichen Ereignissen hört, denn das Geschrei und der ganze Krawall übertönen leider alles.

5. Ich verstehe ja grundsätzlich schon, warum Fernsehköche heißgeliebte Gerichte wie Milchreis, Pfirsich Melba oder Crêpe Suzette neu erfinden, äh, verfeinern wollen, aber ich persönlich brauche zu Hause den ganzen Aufriss mit dekorierten Tellern oder massig Obst dabei nicht, denn die einfachsten Genüsse sind immer noch die besten.

6. Die Online-Petition „Induct INXS“ zur Aufnahme in die Rock’n’Roll-Hall of Fame könnte ein echter Erfolg werden, wenn sich genügend Interessierte finden, die diese Kampagne unterschreiben. Jedenfalls in der Theorie.

7. Zuletzt habe ich vor Lachen weggeschmissen und das war bei Sebastian Lege von ZDF Besseresser (auf youtube), weil der sich beim Bestehen der Aufgabe, Maggi „nachzubauen“ selbst fast nicht mehr eingekriegt hat, als sein Kollege die Kreation dann auch noch auf Ex hinuntergestürzt hat, weil ihm für diese absonderliche Tat 150 Euro gewunken haben.

ABC-Etüden 2022 – Wochen 3&4 : Etüde 2 – Glückskeksmomente

Wusste ich doch, dass man aus der Wortspende von Stachelbeermond (Wackelpudding, unverdrossen und knistern) zu Christianes ABC-Etüden noch mehr machen kann. Begeben wir uns heute zu einem frei erfundenen Abend unter Freunden.

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Glückskeksmomente

„Glück ist wie Wackelpudding. Es braucht kaum Zutaten und dennoch nicht greifbar.“

Grinsend studierte ich den Spruch auf hauchdünnem Papier, während im Hintergrund die von Jan aufgelegte Schallplatte knirschte und knisterte. Die vertrauten Klänge seiner Lieblingsband verstärkten die Behaglichkeit, die während des üppigen Mahls in unsere Runde eingekehrt war, obwohl Depeche Mode nicht zu dem passte, was er uns aufgetischt hatte: thailändische Spezialitäten, zubereitet von unserem Freund, der neuerdings einen Sieben-Länder-Kochkurs besuchte und uns mit seinen Erfolgen beglücken wollte.  

Dies war nun der dritte Abend, und noch vier weitere würden folgen, und ich sah ihnen mit gemischten Gefühlen entgegen. Nichts gegen Jan und seinen unverdrossenen Enthusiasmus, aber nachdem das italienische Menü misslungen und beim indischen Abend dank zu viel Chili das Mutton Korma zu Vindaloo eskaliert war, hatte ich vor diesem Abend förmlich gezittert und mich schon mit einer aus den Fingern gesogenen Krankheit entschuldigen wollen, aber das hatte ich dann doch nicht übers Herz gebracht.

Und nun? Saßen wir hier und sezierten unsere Glückskekse, erleichtert, dass der große GAU ausgeblieben war. Jetzt fehlte nur noch das Dessert. Wenn das auch so gut war, wie würde dann erst das australische Barbecue zum Abschluss der Länderserie werden?

„Ladys and Gentlemen, Sie haben die Wahl“, verkündete Jan vollmundig, „landestypisches Obst oder Bananen-Pancakes mit Mangoklebreis“.

Mangos, Ananas, Feigen: Begeistert übertönten sich meine Freunde gegenseitig und harrten ehrfürchtig der Dinge, die sich gleich ereignen würden. Ich war schon gesättigt genug und erbot mich, auf dem Rückweg vom Stillen Örtchen den Pflaumenwein aus der Hausbar mitzubringen.

Als ich die Tür zum Speisezimmer öffnete, bot sich mir ein grauenerregender Anblick: Die eben noch so fröhliche Tischrunde hing schnaufend und keuchend am aufgerissenen Fenster und schnappte stöhnend nach Luft, während die mitten auf dem Tisch prangende aufgeschnittene Durianfrucht aus ihrem puddingähnlichen Inneren einen infernalischen Duft verströmte.

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300 Wörter für den Partycrasher, dessen Mitnahme in den öffentlichen Verkehrsmitteln Singapurs verboten ist. Laut Wikipedia lösen die Früchte gelegentlich Alarme wegen angeblich undichter Gaslecks aus, so geschehen an der Universität von Canberra, als eine in der Bibliothek zurückgelassene Frucht zu einem Feuerwehreinsatz führte.

ABC-Etüden 2022 – Wochen 3&4 : Etüde 1 – Lauras Stern

Die Wortspende zu Christianes ABC-Etüden stammt diesmal von Stachelbeermond und besteht aus den Wörtern Wackelpudding, unverdrossen und knistern. Bei dieser Kombination wird es womöglich nicht bei nur einer Etüde bleiben.

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Lauras Stern

„Woher weißt Du, dass es Liebe ist?“

Lauras Frage traf sie unvorhergesehen, aber so war es schon immer gewesen. Ihre Freundinnen, die ihren Rat suchten bei den abenteuerlichsten Fragen. Und nun war sie da, die eine Frage, bekannt aus unzähligen Songs, Filmen und Romanen, und von der sie nicht erwartet hatte, dass ausgerechnet ihre „kleine“ Schwester sie ihr stellen würde. Was sollte sie ihr bloß sagen?

Wenn es knistert, sobald er den Raum betritt, und Du glaubst, nicht mehr atmen zu können? Wenn bei seinem Anblick Dein Herz schneller schlägt und Du Dich fühlst, als wären nicht nur Deine Beine aus Wackelpudding, sondern auch Dein Gehirn?

„Ich meine, tatsächlich Liebe und nicht bloß eine Phase.“

Oooookay, jetzt hatte sie ein Problem: Der Kummerkasten war geschlossen und verweigerte die Annahme von weiteren Anfragen. Phase? War dieser ominöse Max, den sie nie kennenlernen durfte, etwa schon wieder Geschichte und Laura schwärmte heimlich für einen neuen, ohne dass jemand davon etwas mitbekommen hatte? Angestrengt durchkämmte Cora ihre kleinen grauen Zellen, doch ihr fiel nicht einmal eine Gegenfrage ein, mit der sie Laura aus der Reserve locken konnte.

„Wenn Du unverdrossen seine Nähe suchst, obwohl er sich Dir nicht offenbart.“

Zweifelnd starrte Laura sie auf diesen halbherzigen und geschraubten Erklärungsversuch hin an. Mist, so ging es nicht. Da half nur noch eine geballte Ladung Kitsch?

„Wenn Du Dir eine gemeinsame Zukunft in den schönsten Farben ausmalst oder Du nachts dem hellsten Stern seinen Namen gibst…“

Wenn sie ihr damit mal keinen Floh ins Ohr gesetzt hatte. Das fragte sich Cora noch Stunden später, als sie vom Gassigehen zurückkehrte und ihr Laura mit einem sternenübersäten Briefkuvert in der Hand entgegenkam. Ein Brief, den sie geschrieben haben musste, nachdem sie so plötzlich in ihrem Zimmer verschwunden war und der an ihre beste Freundin Lucy adressiert war.

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300 Wörter für eine Szene, in der schwesterlicher Rat lieb und teuer ist, aber vielleicht doch nicht ganz der richtige war.

# Writing Friday 2022 :  Januar #2 – Veränderung

Nach der Buchvorstellung vom 7. Januar ist jetzt die dritte Aufgabe beim #writing friday auf elizzys Blog dran: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Dieses Jahr wird alles anders, denn…“ beginnt.

Frei nach dem Motto „Change keeps us moving on“, ist das jedoch keine Geschichte, sondern ein schlichter Sechszeiler ohne spektakulären Titel, erdacht unter der Dusche und festgehalten, als meine Eingebung noch anhielt.

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Veränderung

Dieses Jahr wird alles anders, denn ich wage mich aus der Komfortzone. ~~~Dieses Jahr wird alles anders, denn es ist Zeit für etwas neues. ~~~ Dieses Jahr wird alles anders, denn diesmal mache ich geschmiedete Pläne wahr. ~~~ Dieses Jahr wird alles anders, denn auf Vorsätze habe ich verzichtet. ~~~ Dieses Jahr wird alles anders, denn meine Pläne habe ich schon umgesetzt. ~~~ Dieses Jahr wird alles anders, denn das Dümpeln hat jetzt ein Ende.

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Dies sind die Schreibthemen für den Januar: 1) Was nimmst du aus dem letzten Jahr für dich mit? +++ 2) Was ist deine Schwäche? Kannst du daraus eine Stärke machen? +++ 3) Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Dieses Jahr wird alles anders, denn…“ beginnt. +++ 4) Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Neustart, Glück, Liebe, Hindernisse, Mut. +++ 5) Auf welche Bücher freust du dich in 2022 am meisten?

Dies sind die Regeln: Am Freitag wird veröffentlicht. ++ Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen. ++ Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben. ++ Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden. ++ Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei, lest euch die Geschichten durch und hinterlasst einen Kommentar! ++ Habt Spaß und versucht voneinander zu lernen

Dienstags-Gedudel #103 : Reisefieber, Teil 57 – Back in the Highlands

Nach englischen Flüssen und iriischen Inseln sind nun schottische Seen (Lochs) an der Reihe – eines der bekanntesten, Loch Lomond, hatten die sich leider inzwischen ebenfalls aufgelösten Runrig von der Isle of Skye als feste Größe in ihren Konzerten etabliert.

Der Dauerbrenner durfte einfach bei keinem ihrer Konzerte als gelungener Abschluss fehlen und verschönert mir das Dienstags-Gedudel, dem von nellindreams aus der Taufe gehobenen Projekt, bei dem ich zum Zweck der Grenzauslotung mitmache. In dieser Version stand der aus Kanada stammende Bruce Guthro am Mikrofon (gefunden auf youtube – https://www.youtube.com/watch?v=qwun83po2u4).

Media Monday #550 : Ding Dong, die Hex‘ ist tot

„Ein Ende hat die grause Not, denn sie ist wirklich mausetot“ – https://youtu.be/kPIdRJlzERo

Nach drei Tagen vom Arzt verordneter Ruhe war ich halbwegs wieder fit. Darum kam mir die erste Arbeitswoche wegen der Krankschreibung extrem kurz vor. Dafür durfte ich dann am Freitag mein Auto in die Werkstatt bringen (lassen), da mal wieder ein Reifen platt war. Aber auch das geht vorbei, und heute werde ich den Patienten wieder nach Hause holen.

Vielleicht bin ich dann auch wieder den Ohrwurm los, den ich mir mit dieser Überschrift eingebrockt habe. Aber vermutlich habe ich danach gleich wieder einen neuen, der sich aus diversen Opernarien speist.

Aber nun widme ich mich den nächsten sieben Lückentexten des 550. Media Monday:

Media Monday # 550

1. Mediales ist toll, aber in Sachen Hobby begeistere ich mich im Moment ebenso für ganz neue Herausforderungen beim Puzzeln und bei einem wichtigen Bestandteil meines Lebens, der Musik, bereite ich mich auf den kommenden Opernbesuch vor (vorausgesetzt, wir bekommen die gewünschten Karten für „Rigoletto“).    

alles rosa – La vie en rose

2. Merkwürdig, in welch direkter Konkurrenz Kinobetreiber nun mit Streamingdiensten stehen. Ich für meinen Teil beschränke mich auf das Ausleihen oder den Kauf von DVDs, wenn ich es mal wieder nicht ins Kino schaffe. Aktueller Kandidat: The French Dispatch.

3. Jemanden aus der weitläufigen Verwandtschaft hatte ich schon längst aus den Augen verloren gehabt, bis dann plötzlich das Verzeichnis der Kontakte auf meinem neuen Smartphone seine Nummer angezeigt hat und ich ihm ganz spontan einen Neujahrsgruß über WhatsApp geschickt habe.

4. Viele Serien werden heutzutage vorzeitig und viel zu früh abgesetzt wie beispielsweise Pushing Daisies (obwohl das schon Jahre her ist), Indischer Sommer (auch vor ein paar Jahren) oder The Living and the Dead.

5. Das Gegenteil ist bei der Serie Grey’s Anatomy der Fall. Die hätte meines Erachtens nie verlängert werden sollen nach letzten Staffel vor Corona, denn dieses Gedümpel in Meredith Greys Unterbewusstsein, wo sie am Strand alle Verstorbenen wiedertrifft, zerrte doch stark an meinen Nerven. Das war für mich fast so unerträglich wie die unsägliche „Musical“-Folge oder die Folge, in der alle Beteiligten „durch die vierte Wand“ in eine scheinbar anwesende Kamera sprechen, weil’s fürs Fernsehen (oder einen anderen Zweck, an den ich mich nicht mehr erinnern kann) war.

6. Man mag ja von dem Böllerverbot zu Silvester halten was man will, aber entgegen meiner früheren Befürchtungen, dass mir ohne Feuerwerk an Silvester etwas fehlen würde, hat sich meine „Trauer“ darüber auch dieses Mal sehr stark in Grenzen gehalten; um wieviel schöner und ergreifender war für mich statt dessen das Glockengeläut um 24 Uhr.

7. Zuletzt habe ich auf arte zwei Sendungen über Luciano Pavarotti gesehen, und das war für mich eine Offenbarung, weil mir aufgegangen ist, wie viele Opernarien ich in meinem Leben bereits gehört habe, ohne zu wissen, dass es so war. Ein solches Erlebnis hatte ich nach meinem ersten Wochenende mit Yoga. Danach spürte ich Muskeln, von deren Existenz ich bis zu jenem Zeitpunkt keine Ahnung gehabt hatte. Und um den Bogen zurück zur ersten Frage zu spannen, gibt es an dieser Stelle nun noch den zum Puzzle passenden Gesang (und der ist garantiert opernfrei). La vie en rose:

La vie en rose: https://www.youtube.com/watch?v=YEM8TspcCBY